Marcel Reich Ranicki - Mein Leben

Marcel Reich Ranicki - Mein Leben (2009), DE
Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Drama

7.0 Kritiker
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.6 Community
170 Bewertungen
9 Kommentare
Marcel Reich Ranicki - Mein Leben - Bild 1665474
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von Dror Zahavi, mit Matthias Schweighöfer und Katharina Schüttler

Es ist eine der bewegenden Überlebensgeschichten des Holocaust – und eine der großen Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts: Marcel Reich-Ranickis Autobiographie Verfilmung ” Mein Leben”. In Rückblenden erzählt der Film die frühe Lebensgeschichte des 1920 im polnischen Wloclawek geborenen Marcel Reich-Ranicki. Nach seiner Schulzeit in Berlin bleibt ihm als Jude das Studium in Deutschland verwehrt. Im Herbst 1938, wenige Monate nach seinem Abitur, wird er nach Warschau deportiert, 1940 ins Ghetto umgesiedelt, wo er in größter Not auch die Liebe seines Lebens findet: Der Hochzeitstag mit Teophila (genannt “Tosia”) fällt zusammen mit dem Beginn der Räumung des Gettos. Marcels Eltern, sein Bruder und Tosias Mutter werden in die Vernichtungslager deportiert und dort umgebracht. Im Februar 1943 gelingt Marcel mit seiner Frau die Flucht aus dem Getto in den Warschauer Untergrund. In den 50er Jahren entschließen sich beide zu einem ungewöhnlichen Schritt: sie gehen in die Bundesrepublik Deutschland zurück. Marcel Reich-Ranicki wird der deutsche “Kritiker-Papst”. Die Liebe zur deutschen Sprache und Literatur ist ihm trotz allem geblieben.


Cast & Crew


Kommentare (9) — Film: Marcel Reich Ranicki - Mein Leben

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Tom Kleeberg

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Selten hat mich ein Film so beeindruckt und mehrmals den Kopf schütteln lassen über die deutsche Geschichte und auch über das was danach kam. Sehr ergreifend und gut gespielt.

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tomtom1987

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Grandios Gespielt!

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Kill_Diether

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Geschichte, die Aufklärung, die Schauspieler, das ist
alles großartig. Bestimmt ist dies kein Film über
langweilige Literatur-Abende. Oft wirds spanned. Leider,
denn dieses Leid ist kein Hollywood-Märchen.
Um so faszinierender ist es, dass der Zuschauer von
einigen Szenen provitiert. Nämlich dann, wenn es
Marcel Reich Ranicki schafft, seine Begeisterung für die
hohe Kunst der Literatur ganz einfach und direkt für
jeden verständlich zu machen.

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alanger

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den film hab ich nicht gesehen, aber da ich keinen eintrag vom großem MRR finden konnte: happy birthday.

die letzten interviews mit ihm lasen sich sehr deprimierend.
besonders das in der FAZ am sonntag. aber wir sollten ihn eher so in erinnerung behalten:

„Viele Autoren und Kritiker hegen ein Misstrauen gegen unterhaltsame Literatur. Ich sage stattdessen: Literatur darf nicht nur unterhaltsam sein, sie muss es sogar!“

„Das Fernsehen macht die Klugen klüger und die Dummen dümmer“

„Sie können nicht mit jeder Frau dieser Welt schlafen. Das ist jedoch noch lange kein Grund, es nicht wenigstens zu versuchen.“

„Wer verschont wurde, während man die Seinigen gemordet hat, kann mit sich und der Welt keinen Frieden machen.“

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kordar

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film ist sehr gut gemacht. Er zeigt glaubwürdig die schrecklichen Situationen in welche Marcel geriet, ohne die oder Verursacher zu beurteilen. Es passierte eben so.
Das Urteil ist dem Zuschauer überlassen.
Grandios!

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GunSpeed

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Bewertung7.0Sehenswert

Überzeugendes Biopic des großen deutschen Kritikers! Sehr gelungen und eine Sichtung wert!

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JoeShoe

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Bewertung9.0Herausragend

Ich glaube nicht, dass man es sehr viel besser hätte machen können. (Habe das Buch allerdings nicht gelesen)

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TobiasSD

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Bewertung7.0Sehenswert

"Mein Leben" von Marcel Reich Ranicki ist tatsächlich eher lesens- als sehenswert. Das Buch ist nämlich wirklich top. Der Film kann der Vorlage nicht ganz gerecht werden, ist aber keinesfalls schlecht. Matthias Schweighöfer überzeugt, auch wenn man ihm die Rolle als junger Marcel Reich-Ranicki nicht vollständig abnehmen mag.

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annaberlin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Nach dem Eklat beim Deutschen Fernsehpreis im vergangenen Jahr hätte wohl niemand für möglich gehalten, dass Deutschlands unangefochtener Literaturpapst so bald wieder über einen Fernsehfilm lobende Worte verlieren könne. “Fabelhaft” nannte der Holocaust-Überlebende die Verfilmung seiner Autobiographie, die genau dies auch war: fabelhaft. Was Regisseur Dror Zahavi in Marcel Reich Ranicki – Mein Leben, der gestern abend auf arte lief, leistet, darf ohne Übertreibung als brillante Verfilmung eines bewegten Lebens bezeichnet werden. Selbstredend mussten die Drehbuchautoren die Memoiren des keifenden Literaturkritikers einkürzen, um daraus einen ansprechenden Fernsehfilm verwirklichen zu können. Die Entscheidung, sich auf die turbulente Jugend Reich-Ranickis zu konzentrieren, war dabei goldrichtig. Matthias Schweighöfer stellte den jungen Reich Ranicki treffend dar und wird mit dieser Rolle wohl endgültig dem Image des Sonnyboys entkommen sein.

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