Meine Lieder, meine Träume

The Sound of Music (1965), US
Laufzeit 174 Minuten, FSK 6, Drama

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7.4 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.2 Community
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noch nicht bewertet

von Robert Wise, mit Julie Andrews und Christopher Plummer

Novizin Maria ist alles andere als eine mustergültige Jungnonne. Ständig kommt sie zu spät, immerzu trällert sie vor sich hin und auch sonst nimmt sie viele Regeln des Klosters nicht so ernst, wie die Mutter Oberin das gern hätte. Maria soll sich endlich darüber klar werden, ob sie wirklich Nonne werden oder doch lieber ein ganz normales Leben ohne die Konventionen des Konvents führen möchte. So wird sie auf Probe als Kindermädchen zur Familie von Trapp geschickt. Der verwitwete Kapitän von Trapp erzieht seine sieben Kinder mit militärischen Mitteln, doch gebellte Kommandos und strenge Regeln sind so gar nicht nach Marias Art. Und schon bald singen die Kinder, statt zu salutieren. Je mehr sich Maria an ihre Schützlinge und deren Papa gewöhnt, desto schwerer fällt ihr die Entscheidung für ein Leben im Kloster.

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Meine Lieder, meine Träume

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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10.0Lieblingsfilm

„You brought music back into the house. I had forgotten.“ -

Es gibt bis heute wahrscheinlich wenige Werke, die auf eine solch kuriose Geschichte zurückblicken können, wie die Film-Adaption von THE SOUND OF MUSIC: In den deutschsprachigen Ländern - eigentlich Schauplatz des Stückes - bei Erstaufführung nur gekürzt zu sehen, und von Kritik und Publikum gleichermaßen geschmäht, avancierte das Leinwand-Musical weltweit, allen voran in den Vereinigten Staaten zum Massenerfolg, und zählt zusammen mit der ROCKY HORROR PICTURE SHOW wohl zu den einzigen Musikfilmen, die eine wirkliche Happening-Kultur und einen Kultstatus heraufbeschwören konnten, der von Christina Aguilera bis hin zu Lars von Trier weit in die heutige Popkultur hineinreicht.
Naheliegend ist es sicherlich, die unterschiedliche Rezeptionshaltung des deutschen und amerikanischen Publikums an der historischen Aufarbeitung des Films selbst festzumachen, der zwar - im Gegensatz zur vorangegangenen Bühnenversion…

Kritik im Original 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Hitmanski

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Hilfe, ich werde gestalkt! Beide Filme in den letzten paar Wochen mal wieder gesehen, und die nötigen Konsequenzen daraus gezogen :)


DeDavid

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Hilfe, ich bin ein Stalker, ohne es gewusst zu haben! :)
Aber ich revidiere auch des öfteren meine Wertungen.
So hat sich z. B. Sleepy Hollow nach dem zweiten mal sehen 3 Punkte dazuverdient.



Kommentare (7) — Film: Meine Lieder, meine Träume

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Sonse

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Bewertung2.5Ärgerlich

Silentium!
Ugh... "The Sound of Music"! Der Film, den die ganze Welt kennt und verehrt, nur im deutschsprachigen Raum fast gänzlich unbekannt ist. Der Kitsch-Overkill, den du entweder in deiner Sammlung hast oder ihn hasst.

Diese unglaublich zähe mit beinahe drei Stunden überlange, olle Nuckelpinne von Musical kann in all ihrer glückseligen Zuckerwattigkeit nur von denjenigen genossen werden, die auch eine prächtige Garnitur Daumenschrauben schätzen.

Vor ein paar Jahren war ich mal im bis auf die Touristen wirklich schönen Salzburg und ein österreichischer Freund prangerte die vom Lokaltourismus zynisch ausgenutzte Popularität von "Meine Lieder - meine Träume" (so der deutsche Titel) an: "Komm, lass uns all diesen widerlichen Kitsch von dem Schas-Musical hier einsammeln und verbrennen!"

Wenn ich Julie Andrews sehen will, dann lieber als "Mary Poppins" und Christopher Plummer bitte nicht als Von Trapp, sondern als General Chang. Und bitte nie wieder diesen mehrfach Oscarprämierten Schund über eine singende Nonne und einen Kapitän mit seiner "Kelly Family" im trällernden Widerstand gegen Nazis. Sonst bleibt beim nächsten Salzburg-Besuch nur der Gang auf den Mönchsberg.

Denn wie sagt der Erzähler im tollen "Silentium", definitiv der bessere Salzburg-Film: "Der Mönchsberg war schon immer sehr beliebt bei den Selbstmördern. Das ist genau wie mit dem Eiffelturm. Wo die Franzosen oft ein paar hundert Kilometer reisen, nur damit sie sich hinunterstürzen können. Auch Belgier, Holländer, Deutsche fahren zum Eiffelturm. Aber bei den Deutschen teilt es sich schon, und viele sagen: Mönchsberg bietet mir mehr Qualität und die Sprache kann ich auch."

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Sonse

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Ja, das naive Weltbild hat zumindest der verklärenden Geschichts-PR sehr geholfen. Unfreiwillig komisch finde ich da aber nur die am Ende geographisch unsinnige Flucht. Nee, dann lieber "Singin' in the Rain" in einer Endlosschleife, den finde ich wiederum wirklich klasse. :)


Hitmanski

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Denkmalschändung! :P Dabei ist das so ein wichtiges und genreprägendes Werk - Ausstattungskino und Eskapismus in seiner pursten Form.
Aber ich bin ja schon still, und werde erstmal meinen Edelweiß umtopfen gehen.


moviereporter

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Bewertung6.5Ganz gut

Obwohl der Hollywood-Schinken ca. eine halbe Stunde zu lang dauert, nicht selten vor Kitsch trieft und sich die Schauspieler auch 2-3 Lieder hätten schenken können - 'The Sound of Music' ist dennoch ziemlich charismatisch und herzerwärmend. Genau das richtige also, um dem viel zu realen Alltag einmal für 3 zuckersüße, liebenswerte Stunden zu entfliehen. Danach möchte man einfach nur noch auf den Berg, 'The Hills are Alive' trällern und man ist vom Weltfrieden überzeugt ;).

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Filmkenner77

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zweifellos eines der besten Musicals der Filmgeschichte. Die historischen recht naiven Darstellungen sollte man tunlichst übersehen.

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moench_gmbh_co

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vorgemerkt

Jackie Chans lieblings film = muss ich anschauen

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annaberlin

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ick ooch!


Kubrick_obscura

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Bewertung6.0Ganz gut

Großer Riesenkitsch mit sehr guten Schauspielern, mitreißenden Songs, einer grandiosen Kamera, etlichen Längen und bösen Nazis in strengen Uniformen. Was will man mehr?

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Darbon

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Bewertung2.5Ärgerlich

Kinderklone singen vor Zuckerbergen eine Ode an das Edelweiß und lassen damit den "Sound of Music"-Konsumenten entsetzt teilhaben am kläglich-trefflichen Höhepunkt des österreichischen Widerstandes gegen das Nazi-Regime. Die Schmonzette erhielt fünf Copyright-Oscars inklusive den Academy Award für den "besten Film".

Der wirkliche Papá der Trapp-Familie wurde für das Torpedieren eines U-Boots und das Versenken eines Panzerkreuzers mit dem österreichschen Maria-Teresia-Ritterkreuz dekoriert. Der schießwütige Trapp verspekulierte sich hernach in der Weltwirtschaftskrise bei der berüchtigten Lammer-Bank und seine Frau Maria musste der vielköpfigen Familie mit der Gründung des Trapp-Gesangsvereins mehr Haushaltsgeld beschaffen. Nach der Weigerung, vor Hitler zu singen und der darauf folgendenden Flucht bei einem Konzert in Italien gen USA füllen sie in den Staaten die Säle und werden die legendäre "Trapp-Family".

Nach dem miefig-bundesdeutschen Erfolg einer Schnulze mit Ruth Leuwerick schrieb Oscar Hammerstein ein Musical. Aus dem seinen Kindern eher zu nachgiebigen Georg Trapp (Fehlbesetzung mit Killergesicht Christopher Plummer) wird ein strenger Offizier, der seinen Kindern das Marschieren beibringt und das Singen verbietet. Aus seiner Frau Maria (Julie Andrews), einer dem Kloster entstammenden Erzieherin, die eigentlich nur eines seiner Kinder betreut hatte, wird eine Kloster-Novizin, die sieben Kinder, die nie singen durften, zu Volksmusikstars formt.

Selbst wenn wir die Verlogenheit dieser sich "auf wahre Begebenheiten" berufenden Geschichtsstunde ignorieren, fehlt dem Filmmusical der für das Genre nötige Schwung - bei 167 Minuten abzüglich sieben Minuten Vergnügen bleiben über zweieinhalb Stunden schunkeliges "Musikantenstadel" übrig. Dass der schnulzige Heimatfilm für den romantischen Konflikt eine Nebenbuhlerin in Gestalt der Baroness Schroeder erfindet, die bis zu ihrem Weggang [unter extremem Weichzeichner] nur in der Totalen auftreten darf, ist bei der Vergeudung der großartigen Eleanor Parker schlichtweg zum Katharsismachen.

Erst nach über 53 Minuten voller fader Alpen-Lieder stimmt Julie Andrews mit den sieben Orgelpfeifen das schmissige "Do-Re-Mi-Fa-So", das zudem superb choreographiert ist, und bei einem Puppenspiel das legendäre "High on the hills with the lonely goatherd - lay-od-lay-od-lay-he-hoo" an. Doch die zwei wirklich gelungenen Gesangsnummern rechtfertigen das Ansehen des tatsächlich "meistgesehenen Films aller Zeiten" bei weitem nicht.

PS: Gerade bei Tante Wiki nachgeschlagen: "In das Haus der Familie Trapp zog übrigens Heinrich Himmler ein und ließ sich dort ein abhörsicheres Zimmer einrichten"

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harperpitt

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"The hills fill my heart with the sound of music....." beat that!


Reihnold

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film fühlt sich, insbesondere durch das Setting in den Alpen, teilweise wie ein deutscher Heimatfilm aus den 50ern und 60ern an, allerdings relativiert sich das durch die konstante Bedrohung des Dritten Reiches dann doch relativ schnell und die letzte halbe Stunde würde man so in einem Heimatfilm nicht finden. Der Film ist ein Klassiker des Genres und wer sich unvoreingenommen auf den Film einlässt und Musicals mag, wird drei Stunden hervorragend unterhalten.

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