Night on Earth
Night on Earth (1991), JP/FR/US/GB/DE Laufzeit 129 Minuten, FSK 16, Komödie, Kinostart 12.12.1991
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von Jim Jarmusch, mit Winona Ryder und Gena Rowlands
In fünf Episoden erzählt “Night on Earth” von den Ereignissen einer ganz bestimmten Nacht, die jeweils in einer von fünf großen Metropolen stattfinden. Ein Taxifahrer und seine teils aberwitzigen und kuriosen Erlebnissen mit einem seiner Fahrgäste stehen jeweils im Mittelpunkt des Geschehens. Alles beginnt in der Dämmerung von Los Angeles, führt dann weiter nach New York, von dort nach Paris und Rom und endet schließlich in Helsinki im Morgengrauen.
Cast & Crew
-
Jim Jarmusch
-
Winona Ryder
-
Gena Rowlands
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Victoria Snelling
-
Lisanne Falk
-
Alan Randolph Scott
-
Anthony Portillo
-
Armin Mueller-Stahl
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Helmut Grokenberger
Regie
Schauspieler
-
Giancarlo Esposito
-
Rosie Perez
-
Richard Boes
-
Isaach de Bankolé
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Fahrer in Paris
-
Béatrice Dalle
-
Pascal N'Zonzi
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Passagier
-
Emile Abossolo M'bo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Passagier
-
Stéphane Boucher
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mann beim Unfall
-
Noel Kaufmann
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Motorradfahrer
-
Roberto Benigni
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Cab Driver Rome
-
Paolo Bonacelli
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Priester
-
Matti Pellonpää
-
Kari Väänänen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Man#1 Helsinki
-
Sakari Kuosmanen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Man#2 Helsinki
-
Jim Jarmusch
- Genre
- Schwarze Komödie
- Zeit
- 1990er Jahre, Nacht
- Ort
- Brooklyn, Deutsche Demokratische Republik, Finnland, Großstadt, Helsinki, Manhattan, Megastadt, Metropole, New York (State!), New York City, Paris, Rom
- Handlung
- Afrikaner, Alkohol, Arbeitslosigkeit, Auswanderer, Beichte, Betrunken, Blindheit, Clown, Deutscher, Dialog, Erzählung, Exil, Flüchtige Begegnung, Franzose, Herzinfarkt, Ironie, Klassiker, Kommunikation, Konversation, Kultfilm, Nachtleben, Passagier, Priester, Rede, Reden, Saufgelage, Sex, Sprache, Sprache und Kommunikation, Straße, Streit, Sünde, Talentsucher, Taxi, Taxifahrer, US-Amerikaner
- Stimmung
- Eigenwillig, Geistreich, Traurig, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Night on Earth
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Kritiken (1) — Film: Night on Earth
Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Stets begleitet von der schrullig-gemütlichen Musik von Tom Waits gibt sich „Night on Earth“ absolut unaufgeregt, durch die skurrilen Situationen, den immer präsenten Zauber der Nacht und die lebensnah anmutende Atmosphäre aber trotzdem bannend. Der Film kümmert sich überhaupt nicht um Fragen nach einer Intension oder Zusammenhängen, sondern erzählt einfach nur vor sich hin. Und ein Regisseur wie Jim Jarmusch kann sich das eben leisten, was er spätestens zwölf Jahre später mit „Coffee and Cigarettes“ noch einmal bewies. „Night on Earth“ lebt im Grunde gänzlich von seinem enormen Charme, welcher zu einem Großteil auch durch die Beibehaltung der jeweiligen Originalsprache der Episoden entsteht. Natürlich mit Untertiteln. Diese vielfältige Taxi-Reise durch die Nacht sollte man einfach mal mitgemacht haben. Sie hat nicht mal ein bestimmtes Ziel, ist ihr Geld aber ganz bestimmt wert.
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (74) — Film: Night on Earth
Kommentar schreibenCurryman1312 2012/01/31 11:43:42
Kommentar löschenEpisode 1 Los Angeles: Nichts besonderes, aber auch nicht langweilig. 7/10
Episode 2 New York: Spitze, absolut lustig. 9/10
Episode 3 Paris: Alles Unsympathen, hier hab ich das baldige Ende erhofft 5/10
Episode 4 Rom: Köstlich, Ich esse kein Fleisch mehr und kein Gemüse :D 9/10
Episode 5 Helsinki: Alle Skandinaviar sind depressive Alkis, hiermit bestätigt 7/10
Macht gesamt ne 7,5. Paris tat weh.
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vicvega 2012/01/15 13:52:37
Kommentar löschentoller Episodenfilm und einer meiner liebsten Jarmusch Filme. Wie immer mit ner ordentlichen Coolness versetzt. Die Szenen sind großartig (v.a. die zweite Szene, sie ist echt genial), die Charaktere allesamt sympatisch.
Alles in allem einfach großartig!
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Ohri 2012/01/07 23:56:44
Kommentar löschenMein Lieblingsfilm von Jim Jarmusch.
Ein Episodenfilm in 5 Episoden, alle spielen während einer Nacht in unterschiedlichen Städten und Taxis dieser Welt.
Es beginnt in Los Angeles. Hier kutschiert die taffe Wyona Ryder eine Hollywoodtalentsuchserin zu deren Villa.
(Meiner Einschätzung nach die schwächste Episode trotz einer tollen Wayona Ryder)
Der nächste Halt ist New York. Hier lädt sich der ehemalige Clown und DDR Flüchtling Armin Müller Stahl an seinem ersten Arbeitstag einen Farbigen ins Taxi Richtung Brooklyn, den sonst keiner mitnehmen wollte.
(Tragisch, lustig, absurd, besinnlich alles in einem. Meine Lieblingsepisode, herrvorragend gespielt)
In Paris sammelt ein junger farbiger Taxifahrer eine blinde Passagierin ein. Es entspinnt sich eine Mischung aus Anziehung und Missverständnissen.
(Eine merkwürdige Episode in die ich mich erst einsehen musste. Verstörend und doch fazinierend)
Es folgt Rom. Hier fährt Roberto Benigni einen katholischen Priester und malträtiert ihn mit einem gut gemeinten und doch unsäglichen Redefluss. Ob dieser Ursache ist für das ist, was dann passiert bleibt offen.
(Die deutlich komödiantischste Episode, souverän getragen von Benigni)
Den Abschluss bildet einen Taxifahrt im verschneiten Helsinki. Drei alkoholisierte Fahrgäste und Matti Pellonpää als Fahrer streiten erbittert, wem das Schicksal am schlimmsten mitgespielt hat.
(Ganz in der Tradition von Aki Kaurismäki liefert diese Episode Humor wie er finnischer nicht sein kann)
Trotz der sehr unterschiedlichen Ausrichtung der Episoden fügt sich doch alles zu einem grossen Film zusammen wie er ungewöhnlicher und besser kaum sein könnte.
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based_god 2011/12/21 17:56:58
Kommentar löschenWunderschöner Episodenfilm. Die Handlung: Das Leben!
Tolle Schauspieler, tolle Musik und tolle Machart. Auch wenn diese realtiv bescheiden ist. Es passt einfach.
Toll! Ein Indie-Wunder!!
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Canis Majoris 2011/12/17 22:38:55
Kommentar löschenNoch besser, als ich ihn in Erinnerung hatte, insbesondere weil ich Nachtszenarien mag.
Nun weiß ich nur nicht, ob ich mich für immer in meinem Haus einschließen will, oder ob ich auf eine ausgedehnte Weltreise gehen möchte. Vermutlich beides zugleich...
Wie gesagt: Für mich ein toller Film!
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isah47 2012/01/05 18:39:08
Antwort löschenschon 4-5 mal auf Video gesehen, einfach super -klasse !
FumerTue 2011/11/13 00:52:24
Kommentar löschenIn fünf Episoden zeigt "Night on Earth" fünf Taxifahrten zur selben Zeit, in zwei US-amerikanischen und drei europäischen Metropolen.
In Los Angeles ist es 19:07, im Winter geht bald schon die Sonne unter und die freche, kettenrauchende, technikbegeisterte Taxifahrerin Corky fährt die Casting-Agentin Victoria vom Flughafen nach Beverly Hills. So kommt der Zuschauer schon mal schön rein ins Taxi-Fahren, damit man dann nach New York übergehen kann, wo es schon ein paar Stunden später und ein paar Grad kälter ist.
Diese zweite Episode ist wohl die witzigste. Der Afroamerikaner Yoyo sucht ein Taxi nach Brooklyn - in Manhattan. In diese gefährliche Gegend, und dann noch ein Schwarzer. Da halten natürlich keine Taxis an, erst das holprig anfahrende mit Helmut Grokenberger darin. Der Ostdeutsche eigentliche Clown, der schlechter Englisch redet als mein Vater, hat scheinbar seinen ersten Arbeitstag und nachdem er nicht mit der Automatik-Schaltung klarkommt, fährt Yoyo. Zum Totlachen ist es, wenn Helmut seine Zirkusnummer mit den zwei Flöten aufführt. Wie der heute Nacht wohl noch von "Brookland" nach Hause kommt?
Es geht weiter nach Paris, wo der Elfenbeinküstaner (Ivorien / "Y voit rien") gerade zwei wichtige, ebenfalls afrikanischstämmige, Menschen, Diplomaten oder so, um 4:07 Uhr herumkutschiert. Nachdem diese sich über ihn und sein Aussehen lustig machen, schmeißt er sie raus - vergisst dabei, Geld zu kassieren. Bald hat er eine "blinde Passagierin", die sehr schlagfertige Antworten auf seine neugierigen Fragen nach der Blindheit liefert. Auch interessant natürlich, angesichts der Tatsache, dass die Fahrgäste zuvor sich über sein Aussehen lustig gemacht haben und ihm unterstellt haben, er sähe nichts (bezogen auf seinen Fahrstil). Er setzt seine sarkastische Mitfahrerin also ab, die Kamera ist auf sie gerichtet, so dass man nur hört, nicht aber SIEHT, wie er an der nächsten Ecke einen Unfall baut. Erst jetzt schwenkt die Kamera rüber. Der andere am Unfall beteiligte fragt zynisch: "Vous êtes aveugles, ou quoi?"
Wir schauen weiter ins nächtliche Rom, wo der Taxifahrer, ein - im wahrsten Sinne des Wortes - "Alleinunterhalter", herumheizt, dabei in Selbstgesprächen mehr oder weniger lustige Witze reißt und einen Bischof... ääh, Prister mitnimmt. Es folgt die wohl lustigste Beichte der Filmgeschichte - in einem Taxi -, die nicht zuletzt wegen der perfekten Schauspielerei Roberto Benignis so zum totlachen (ja, zum "totlachen" :D) ist. Entweder, gerade WEIL, oder OBWOHL ich kein Italienisch kann und so nur die Untertitel lesen konnte, war das so herrlich gespielt, wie der das erzählt! "Ich weiß nicht, ob Sie schonmal mit ihrer Schwägerin geschlafen haben, Vater, aber Sie sollten es versuchen, absolut himmlisch!" - Nur eines von tausenden wunderbaren Zitaten in diesem Film (zum Beispiel in Paris auch ein genialer Wortwechsel: "Dites, vous aveugles ne portent pas de lunettes noirs normalement?" - "Ouais, je sais pas, j'ai jamais vu d'aveugle."[Tragen Blinde nicht normalerweise dunkle Brillen? - Weiß ich nicht, ich hab noch nie einen Blinden gesehen] :D )
Zum Schluss führt uns der Film zur wohl traurigsten "Taksi"-Fahrt, nach Helsinki. Der wortkarge Mika, der auch einer Astrid-Lindgren-Verfilmung entnommen sein könnte, fährt früh am Morgen noch in der Dunkelheit drei Betrunkene Männer nach Hause, einer hat heute (bzw. gestern) seinen Job verloren, sein Auto kaputt aufgefunden, erfahren, dass seine sechzehnjährige Tochter schwanger ist und seine Frau will sich nun noch scheiden lassen. Doch Mika ist in seinem Leben auch schon Schlimmes widerfahren.
Gerade dadurch, dass die Dialoge jeweils in der Sprache der Leute sind und nur Untertitel da sind, wird der Film um so authentischer, um so spannender und um so mehr fallen einem die Gesten und Mimiken auf, insbesondere beim römischen Taxifahrer, von dem ich kaum ein Wort verstanden habe, und dem ich liebend gerne zugehört habe.
Was für eine Nacht!
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barney stinson 2011/10/24 15:38:11
Kommentar löschenHelmut? Lampshade!
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Smokémon 2011/09/24 05:40:14
Kommentar löschenJede einzelne Episode ist ein Genuss, dank der grossartigen Darstellerriege....
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slangbanger! 2011/09/19 19:02:45
Kommentar löschenWenn Benigni einem Priester absuderweise vom Beischlaf mit seiner Schwägerin, Kürbissen und Schafen erzählt oder sich in derselben Nacht Esposito, Perez und ein ortsunkundiger Mueller-Stahl (Helmet) in einem Taxi zanken, dann sollte man das schon mal gesehen haben. NIGHT ON EARTH ist von Anfang bis Ende sympathisch, auch wenn es nicht alle Charaktere sind. Zwischendurch schwenkt Jarmush auch mal auf die Landschaft, in der die jeweilige Episode inszeniert wurde und man darf sich auf ein paar nette Bilder von NY, LA, Rom, Paris und einem gebrochenen Aki auf einer schneebedeckten Gasse in Helsinki bei Nacht einstellen.
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Benni-THE-KING 2011/09/13 00:02:28
Kommentar löschenRom > New York > Paris > LA > Helsinki
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Punsha 2011/09/03 20:15:19
Kommentar löschenIn fünf verschiedenen Städten treffen verschiedene Menschen aufeinander, mit verschiedener Herkunft, verschiedenem Gesellschaftsstatus, verschiedenen Ansichten, verschiedener Art zu leben. Und doch treffen sich diese Menschen eines nachts und tauchen in die Zwischenwelt des Taxis ein, wo man, obwohl man so verschieden ist, miteinander kommuniziert und die Welt eines Anderen zu tolerieren lernt, weil schließlich alle die selben kleinen Probleme besitzen.
Ob einfältiger, schlecht englisch sprechender Ostdeutscher, ständig fluchender Schwarzer aus Brooklyn, immerzu ernster Afrikaner oder feuriger, leidenschaftlicher und unaufhaltsam plappernder Italiener(...) : Kein Vorurteil wird ausgelassen. Vorurteile, die zwischen unterschiedlichen Kulturen normalerweise für Distanz sorgen, hier jedoch im engen Taxi konfrontieren und dem Film eine lustige und unterhaltsame Note verleihen.
Äußerst dialoglastig, witzig und voller Weisheiten: "Night on Earth" ist eine echte Arthaus-Perle, die von Jedem einmal gesehen werden muss.
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Mighty House 2011/08/27 15:20:24
Kommentar löschenFünf Taxis in fünf Städten. In ein und derselben Nacht.
Jim Jarmusch trennt sich von aller Realität und verknüpft fünf unglaubliche Gegensätze, provoziert fünf unglaubliche Begegnungen, in dem einen Ort, wo die sozialen Gegensätze noch heute zusammentreffen können, in einem Taxi, so meint das zumindest der Regisseur. Und man nimmt ihm das ab.
Trotz diesem Stil, der stark an Groteske erinnert. Als zum Beispiel in New York sich ein Schwarzer und ein noch immer halber DDR-Bürger doch ganz gut verstehen. Oder als ein anderer Schwarzer in Paris zwei wiederum schwarze Diplomaten aus seinem Taxi wirft, da diese ihn rassistisch behandeln.
So vermitteln auch noch Los Angeles, Rom und, ja, Helsinki ihre ganz eigenen Geschichten, die vermitteln, das Menschen, egal welcher Herkunft, welcher Hautfarbe und mit welchem Status, doch alles Menschen sind, mit den selben Problemen und den selben Geschichten.
Neben schönen Aufnahmen, die einem mit der Zeit zu dem Eindruck verleiten, dass sich verschiedene Städte bei Dunkelheit auf einmal recht ähnlich sehen, gefällt auch Jarmuschs Technik, ohne Synchronisation zu agieren. Während es bei melancholischen Finnen egal gewesen wäre, spürt man bei den feurigen Beichten eines sexuell nicht ganz makellosen Italieners, wieso der Drehbuchautor das Orginale vor das Bequeme stellt.
In Night on Earth erkenne ich das Potenzial zu einem Kultfilm, der die peinliche Ironie unserer Vorurteile auf einem Silbertablett serviert.
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geheimer333 2011/08/27 15:15:11
Kommentar löschen„ 'Brooklyn' 'Brookland...'“
Ein Meisterwerk. Fünf großartige Geschichten über Taxifahrer.
Geschichte 1 (9.5):
Wionna Ryder spielt eine kettenrauchende Taxifahrerin, die eine reiche Lady vom Flughafen nach Beverly Hills fährt. Während dieser Fahrt kann man quasi die Gedanken der beiden Hören.
Taxifahrerin: „Man, die denkt sie wäre was besseres, sie hat doch die Welt nur durch die eine rosafarbene Brille gesehen. Sie sitzt in ihrer Luxusvilla herum, von der Außenwelt abgeschattet. Und nur weil sie mal Taxi fährt, denkt sie sie hätte ihre Brille abgesetzt, nur weil sie Limo gegen Taxi getauscht hat. Sie will nicht verstehen, dass Taxifahren für die meisten Leute aus Mittel- und Unterschicht Alltag ist.“
Geschichte 2 (10.0):
Die wohl beste Geschichte! Armin Mueller-Stahl spielt den Taxifahrer aus der DDR großartig. Er nimmt einen farbigen mit nach Brookly aka „Brookland“. Doch er bedient sein Taxi so, als hätte sie eine Automatikschaltung, schließlich wechseln die beiden die Plätze und die Unterhaltung des besten Filmduos aller Zeiten nimmt seinen Lauf.
Der offizielle Fahrer hat Glück mit seinem ersten Kunden. Er fährt für ihn, bescheißt ihn nicht beim Zahlen und bringt ihm die Sitten von New York bei.
Doch als, er wieder allein in seinem Taxi ist, findet er sich nicht zurecht, er ist einsam und so irrt er durch New Yorks Straßen.
Geschichte 3 (9.0):
Ein Taxifahrer aus Togo, fährt eine Blinde, nachdem er zwei Rassisten aus seinem Wagen warf.
Er empfindet Mitleid, doch sie will keins. Er beginnt neugierig Fragen zu stellen, vor allem an dem Sexleben der gutaussehenden Frau ist er interessiert.
Er glaubt nicht daran, was sie behauptet. Sie meint sie wäre blind besser dran. Sie meint sogar sie könne besser fahren. Am Ende wir das mit viel schwarzem Humor untermalt.
Geschichte 4 (10.0):
Die wohl abgedrehteste und böseste Geschichte. Roberto Benigni bietet ein Oneman-Show. Er spielt einen aufgedrehten Fahrer. Er fährt einen geistlichen und will ihm all seine Sünden beichten. Und was für Sünden das sind: Nach langem Sex mit mit Kürbissen, sehnte er sich nach mehr, nach etwas lebendem nach etwas warmen... Nach einem Schaf! Was habe ich gelacht. Schließlich kann er auch der Verlobten seines Bruders nicht widerstehen, denn die Erfüllung seiner sexuellen Bedürfnisse sind ihm wichtiger als sein Glaube.
Das Herz des Pfarrers macht das nicht mit, er stirbt, wird auf einer Parkbank ausgesetzt. Seine Augen sind nicht zu schleißen. Benigni flüchtet. BÖSE!
Geschichte 5 (9.5):
Drei Norweger haben ein bisschen zu viel getrunken. Einer von ihnen hatte den schlimmsten Tag seines Lebens. Er hat seinen Job verloren, sein Auto, seine Frau und obendrein ist seine Teenagertochter schwanger! Nun schläft er seinen Rausch im Taxi aus. Als der Fahrer dies erzählt bekommt lacht er nur. Die beiden Freunde wollen ihm nicht glauben, dass er etwas schlimmeres erlebt hat und lassen etwas besseres belehren. Sie hören die traurigste Geschichte ihres Lebens.
Herzzereißend.
Großartig! Es passiert so wenig und doch so viel!
14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
Andy Dufresne 2011/08/27 20:42:51
Antwort löschenEcht schöner Kommentar zu einem großartigen Film!
geheimer333 2011/08/27 21:18:33
Antwort löschenDanke, danke, stimme dir voll und unbeschieden zu ;)
Mighty House 2011/08/28 01:51:51
Antwort löschenObwohl ich finde, dass gerade die Taxifahrt in Paris die größte Aussagekraft aufweist. Als die Blinde gefragt wird, wie sie denn blinde Männer fände und sie antwortet, dass sie noch nie einen gesehen habe. :)
Ist aber sicherlich Geschmackssache.
geheimer333 2011/08/28 12:29:21
Antwort löschenIst ja auch eine geniale Geschichte, aber wird von den anderen (Meiner Meinung nach) noch übertroffen. Außerdem finde ich sie zu kurz um wirklich richtig einzusteigen, aber jeder wie er meint....
J4KOB 2011/11/05 14:40:23
Antwort löschenJop, überzeugt mich! Werd ich nun definitiv anschaun :D
Alle 7 Antworten zeigen
geheimer333 2011/11/06 10:38:17
Antwort löschenDas ist schön :D
Gib Bescheid wie du ihn fandest.
J4KOB 2011/11/06 11:05:54
Antwort löschenMach ich :)
horro 2011/08/22 23:18:36
Kommentar löschenZiemlich schräges aber auch überaus liebenswertes Stück Film, das Jarmusch uns da präsentiert. Teilweise pechschwarz, teilweise berührend und immer wieder mit einem breiten Grinsen im Gesicht werden verschiedene Storys über das Leben, die Liebe, Weisheiten und viele herrliche Nebensächlichkeiten erzählt. Dieser Film, so ruhig er auch daherkommen mag, schafft es einen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle zu schicken, die lange anhält und ein kleines Stück bei jedem zurücklässt.
19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kieke 2011/08/16 23:36:27
Kommentar löschenach ja..... Jarmusch
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AnnFlow 2011/08/11 13:08:15
Kommentar löschen5 Metropolen - 5 Gefühlswelten - 5 Geschichten, die das Leben schreibt!
Die Tatsache, dass Jarmusch in der jeweiligen Muttersprache der Protagonisten drehte, macht den Film nur noch außergewöhnlicher und echter.
Ich war überrrascht, ich war gerührt, ich habe gelacht, ich habe geweint - und alles in einer Nacht - einer Nacht auf Erden.
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sikkmeidack 2011/07/21 14:45:41
Kommentar löschenFür mich der absolut beste Jarmusch. Tolle Ideen, großartig erzählte Geschichten und famose Akteure,
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Baumkopf Holzfaust 2011/07/13 00:29:01
Kommentar löschenDa will ich doch die Jury mal nicht enttäuschen. Großartig. Wundervoll.
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Ichundso 2011/05/06 17:27:07
Kommentar löschenIn diesem Film werden Charaktere geformt, die eine ganze TV-Serie tragen könnten, dargestellt von Schauspielern, bei denen man sich nie auch nur eine Sekunde fragt, ob sie es wirklich ernst meinen, man vertraut ihnen vollkommen. Ein unaufgeregtes, wunderschönes und beispiellos faszinierendes Kammerspiel auf der Straße.
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Nutella?!! 2011/04/11 17:39:11
Kommentar löschenUnd da hat er es wieder getan. Auf das Wesentliche beschraenkt, bescheiden aber dabei gewohnt cool, ruhig und einfach sympathisch.. Jarmuschs Beitrag als (zweites) Geschenk an die Welt (in meinem Geburtsjahr :P )..
Mit bekanntem Kino -Voyeurismus beobachtet man entspannt und am besten sein persoenliches Lieblingsgenussmittel genießend, fuenf verschiedene, mal mehr mal weniger rauchende Taxifahrer waerend ihrer Nachtschicht.
Alle treffen sie im "jarmuscheskem" Stil, im Laufe ihrer "Allnacht" auf die verschiedensten Nachtschwaermer als Fahrgaeste. Dabei aehnlich wie Sofia Coppolas "Hotel-Motiv" zeigt dieses Zusammentreffen im Auto nicht nur die Amosphaere von Orten, an denen man sich als Fremde voruebergehend begegnet und zwangslaeufig eine mehr oder weniger interessante Zeit verbringt, sonder ist auch die Moeglichkeit durchdachte Dialoge anzubringen, welche viel Witz,Charme und Weltanschauung bzw. Lebensgefuehl beinhalten, (wie man sie spaeter z.b. aus "Coffee and Cigarettes" kennt), und solche Filme dadurch, ganz ohne Action und Mordfall, trotzdem interessant/spannend werden.
Einer der Hoehepunkte ist auf alle Faelle der sehr schwunghaft daher holpernde "Stahl-Helm" .. , welchen man einfach nur gern haben muss. Er ist nicht nur wunderbarer Kontrast zur restlichen NY- Episode (mit ihrer Atmosphaere), sonder auch ein schoenes Beispiel fuer den Vorteil (eines Films) die entsprechenden Teile wirklich in Landessprache zu drehen (was in den meisten Faellen schon einen Sympathiebonus der Zuschauer mit sich bringt).
Fuer mich einer der besten Episodenfilme ueberhaupt!
Denn im Gegensatz zu den meisten Anderen kann ich hier keine Episode raus finden die mir nicht gefiel. Das liegt zwar vor allem daran, dass es nur 5 Abschnitte sind, doch haben einfach alle ihren eigenen Zauber,ihre Pointe und ihre Emotionen.
Eine interessant Gemeinsamkeit der Taxifahrer ist ihre jeweilige Wirkung auf die Fahrgaeste bzw. die Folgen der Begegnung. Denn alle veraendern in irgendeiner Form ihr Leben. Ob es "nur" das Verhalten oder die Sicht auf etwas ist, oder wie im Falle der "Rom-Episode", es wortwoertlich das Leben ist.. was vom Taxifahrer radikal veraendert wurde ;) ... (<- das anstelle einer Spoiler-Bemerkung)
-gut, "die spinnen die Roemer!" wussten wir auch vorher.. aber nichts desto trotz eine sehr unterhaltsame, vielleicht durch ihre tragisch-schraeg-komoediantische Art auflockernde, vierte Episode.
Nicht on Earth -also ein gut gemeintes und schoen anzusehendes, sehr realitaetsnahes Stueck Freiheit, oder Emotions- und Charakterkino
ueber die kleinen, mal mehr mal weniger schoenen Details im alltaeglichen Leben, vom Regisseur der schoenen Abende. Ein Film der mal wieder ganz subtil seinen Eindruck hinterlaesst und einen Kleinigkeiten eventuell anders wahrnehmen lehrt.
Und weil ich weiß, vieles vergessen zu haben und einiges Erwaehnenswertes jetzt, aufgrund meiner chronischen Verwirrtheit noch nicht angesprochen wurde, der Text jedoch schon wieder immer laenger wird, will ich's an dieser Stelle gut sein lassen (denn das ist der Film auch)
und jeden selbst auf eine naechtliche Achterbahnfahrt in Jarmuschs Taxi durch die Straßen, Orte und Gefuehle dieser Welt, einladen.
-gute Fahrt (und gute Nacht)!
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