Night on Earth

Night on Earth (1991), DE/FR/GB/JP/US Laufzeit 129 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Kinostart 12.12.1991


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7.4
Kritiker
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7.9
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93 Kommentare
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von Jim Jarmusch, mit Gena Rowlands und Winona Ryder

In Jim Jarmuschs Episodenfilm Night on Earth fahren u.a. Armin Müller-Stahl, Winona Ryder und Roberto Benigni im Taxi durch die Nacht.

In fünf Episoden erzählt Night on Earth von den Ereignissen einer ganz bestimmten Nacht, die jeweils in einer von fünf großen Metropolen stattfinden. Ein Taxifahrer und seine teils aberwitzigen und kuriosen Erlebnissen mit einem seiner Fahrgäste stehen jeweils im Mittelpunkt des Geschehens. Alles beginnt in der Dämmerung von Los Angeles, führt dann weiter nach New York, von dort nach Paris und Rom und endet schließlich in Helsinki im Morgengrauen.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Night on Earth
Genre
Drama, Komödie
Zeit
1990er Jahre, Nacht
Ort
Brooklyn, Deutsche Demokratische Republik, Finnland, Großstadt, Helsinki, Manhattan, Megastadt, Metropole, New York (State!), New York City, Paris, Rom
Handlung
Afrikaner, Alkohol, Arbeitslosigkeit, Auswanderer, Beichte, Betrunken, Blindheit, Clown, Deutscher, Dialog, Erzählung, Exil, Flüchtige Begegnung, Franzose, Herzinfarkt, Ironie, Klassiker, Kommunikation, Konversation, Kultfilm, Nachtleben, Passagier, Priester, Rede, Reden, Saufgelage, Sex, Sprache, Sprache und Kommunikation, Straße, Streit, Sünde, Talentsucher, Taxi, Taxifahrer, US-Amerikaner
Stimmung
Eigenwillig, Geistreich, Traurig, Witzig
Tag
Episodenfilm, Klassiker, Kultfilm
Verleiher
Pandora
Produktionsfirma
Channel Four Films, JVC Entertainment, Le Studio Canal+, Locus Solus Entertainment, Pandora Cinema, Pyramide Productions, Victor Musical Industries

Kommentare (87) — Film: Night on Earth


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OpusEst

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Los Angels: 7P
New York: 9,5P
Paris: 8,5P
Rom: 9P
Helsinki: 6P

= 8P

Gustavo ‘Gus’ Fring als Yoyo - sehr geil :)
Dazu noch Armin Müller-Stahl = eine der besten Episoden in den Filmgeschichte
Benigni auch sehr sehr unterhaltsam.

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TerminatorCHRIS

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film mit den wohl besten Beifahrern :-) Kategorie "Most See"
(vgkm.7.08.13)

Story Los Angels: 8P
New York: 8,5P
Paris: 7P
Rom: 7,5P
Helsinki: 7P
Idee des Films: 8P

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Wilson_Blunt

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Bewertung10.0Herausragend

Mir fiel beinahe 'n Ei aus der Hose, als ich las wer der Darsteller des YoYo war. Grandios, Gustavo.
Auch Stahl und Benigni sind überragend. Ganz großes Kino. New York und Rom.
Jarmusch ist vielseitig - das muss man anerkennen. Ich bin mit "Only Lovers Left Alive" in sein Werk gestartet und gespannt was seine früheren Filme noch zu bieten haben.
Sehr empfehlenswert.

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vega_vincent

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Genial gemacht, das muss man anerkennen. Es gibt wohl wenig Filme, die so stimmig, wie aus einem Guss daherkommen – und dann noch so unterschiedliche Episoden in sich vereinen. Meine Hochachtung! Die letzte Episode hat die Freude allerdings etwas getrübt. Da ist zu dick und dabei auch zu vorhersehbar aufgetischt worden. Das wäre dann aber auch wirklich das Einzige, das ich bemängeln könnte. Die Episode mit Helmet und Jojo ist einfach nur genial! Zum Schreien komisch! :-)

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Nurse_Ratched

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Klasse Kommi, zeugt von beneidenswert gutem Geschmack, an dem ich in Deinem Fall jedoch auch nicht gezweifelt habe...


vega_vincent

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Danke. So ein Lob aus deinem Mund, das ist fast zuviel der Ehre! :-)


Boogers666

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Nachts sind alle Katzen grau"

Nacht, Dunkelheit.
Nachts ist irgendwie alles anders, die Welt scheint zumindest oberflächlich als hätte sie ihren Frieden gefunden. Auch wenn viele grausame Verbrechen Nachts geschehen wirkt es oft so als, würden sich die Menschen nachts wohler fühlen. Einmal befreit sein, weg von all dem Stress hinein in die Nacht. Tauche ab, saug sie auf: Egal ob in der Disco oder alleine im Bus oder eben in einem Taxi, Nachts herrscht eine merkwürdige Melancholie, eine Art "Zauber" der uns von all unseren Sorgen befreit , wenn auch nur kurz. Man ist frei fühlt sich lebendig. Und genau dieses Gefühl fängt Jarmusch perfekt in "Night on Earth" ein, er komprimiert das komplette Setting mehr oder weniger nur auf ein kleines Taxi, in dem sich fremde Leute kennen lernen, er nutzt praktisch diese Melancholie aus und projeziert sie versteckt zwischen allerlei Späßen in harmlose Gespräche zwischen fremden Menschen, dabei reicht seine angewandte Palette von zum Schreien komischen Beichten bis hin zu ernsten Gesprächen über den Tod. Dabei wirkt alles stets in sich geschlossen und bündig und wirkt darüber hinaus immer inszenatorisch hervorragend. Der Übergang gelingt dabei so spielend und fließend, dass man kann nicht merkt wie die Zeit verrinnt, und so saß auch ich bis spät in die Nacht vor dem Fernseher und war fasziniert von dieser leichtfüßigen Melancholie.

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Andy Dufresne

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Sehr schöner Kommentar, der mich daran erinnert, wie unbedingt ich diesen Film wieder sehen möchte!


Moncineo

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Der einzige Jarmusch, den ich bisher gesehen habe. Schon lange her, aber immer wieder gern.
"What? Your name is Helmet???"


Roolfer

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Bewertung9.0Herausragend

Die Straßen sind leer. Die Stadt ist still. Hier und da brennt noch Licht. Manch einer kommt angetrunken vom Feiern nach Hause. Ein anderer macht sich schon auf den Weg zur Arbeit. Irgendwie ist nachts alles anders. So friedlich, so irreal, so intensiv. Alles wirkt auf eine unnatürliche Weise absolut natürlich. Es gibt keinen Stress, keine Probleme, die Welt macht Pause. Alles ist ruhig.
Und die Menschen sind irgendwie anders zueinander. So ehrlich.

In "Night on Earth" gelingt es Jim Jarmusch diese einzigartige Atmosphäre auf geradezu bezaubernde Weise einzufangen. Dabei existiert kein wirklicher dramaturgischer Bogen. Jarmusch konzentriert sich ganz allein auf die Interaktion seiner Figuren. Im gesunden Maße klischeebeladen spiegeln diese, die soziale und kulturelle Vielfalt des alltäglichen Lebens in den unterschiedlichsten Metropolen unserer Erde wieder. Der Zuschauer bekommt dabei kurze Einblicke in das Leben von ein paar mehr oder weniger ganz normalen Mitmenschen. Dies ist mal besonders lustig und mal besonders tragisch aber überwiegend absolut sympathisch.

Und obwohl man auf vertraute Weise teilnimmt, am ganz persönlichen Leben dieser Leute bleiben sie Fremde. Man fragt sich, woher sie kommen und wie ihre Geschichte wohl weitergeht. Aber letztendlich sind sie nur kurze Augenblicke in unserer eigenen Geschichte. Alles, was bleibt, sind Erinnerungen, die mit der Zeit Verblassen. Die Nacht endet und der Alltag beginnt wieder.

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Roolfer

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Down by Law hab ich noch vor mir ;)
Aber mein persönlicher Lieblings-Jarmusch wird denke ich immer Ghost Dog bleiben.

P ower,
E quality.
A lways
C
E verything. ;)


Bubbles

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Yeah yeah yeah! Aber "Down by Law" wird dich genauso packen, und hoffentlich dadurch auch Tom Waits. Ging mir jedenfalls so.
Hab hier daheim die Jarmusch Collection Vol. 1 & Vol. 2 mit seinen wichtigsten Werken. Bin ziemlich stolz darüber! ;P


Jek-Hyde

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Bewertung6.0Ganz gut

Vorsicht, ich als SPEULERER, werde SPEULERN:

Night on Earths, der große Independetfilm. Der Aufbau ist schmal sehr interessant, alles im Taxi, alles in der Sprache des jeweiligen Fleckchens auf der Erde und jede seine kleine, dialoggesteuerte Geschichte. Biss zum ende der Nacht XD (sorry, ich konnte's mir nicht verkneifen)
Die erste Gesichte ist sehr gut, die Zweite auch. Die Dritte schwächelt ein wenig aber okay. Die Vierte ist verdammt lustig und man fragt sich dann schon wie der Film plötzlich in diese Gags abrutschen konnte. Und die Fünfte ist meiner Ansicht nach einfach ein sehr schlechter Abschluss. Das Ende eines Filmes ist schon wichtig und das im fast schon Kafkaesken Selbstmitleid ertrinken zulassen finde ich dann doch schon sehr gewagt, wenn nicht sogar sehr schade und in die Falsche Richtung beeinflussend. Die Geschichte an sich ist gut, aber sie gehört einfach nicht an den Schluss. eine Ausgewogenere Verteilung wäre gut gewesen, dazu haben wir immer nur Westliche Landstriche, zumindest großteilig. Warum Nicht Afrika? Oder China? Hm, Mr. Jamusch, erklären Sie mal?

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Jek-Hyde

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NEIN!
Verdammt, das habe ich nicht bedacht. Du musst wissen, ich verlasse mein Haus nur wenn der Himmel rot bei Sonnen auf-/untergang ist, oder der Mond zu sehen ist. Sonst bekomme ich Angst und mein Talamus tut weh...das ist ganz Schrecklich!!!
Allerdings ist alles Okay wenn die Sirius direkt hinter der Venus ist, aber die muss sich dann im Marsquadrat befinden und nicht in der Plutoschnecke.
...du verstehst?


kobbi88

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Ääääääh.... klaaaaaar ;)


Alienator

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Bewertung9.5Herausragend

Einer der besten Filme der 90er

Der wohl zugänglichste und strukturell einfachste Film von Jim Jarmusch. Dieser wunderbare, elegische Episodenfilm bietet all die kleinen Alltäglichkeiten und Ungewöhnlichkeiten die das Leben zu bieten hat. Die episodenhafte Struktur dieses Films bietet es förmlich an, dass jede Episode ihr eigenes Innenleben besitzt und dieses so gut es geht in ein paar Minuten präsentiert. Jarmusch zelebriert hier, in seiner ungewöhnlichen Art, das Leben und sein interkulturelles Zusammenleben. Dabei überwindet er spielend die Grenzen von Vorurteilen und Klischees. Trotz einiger Tragik die in den Episoden vorkommen, bietet dieser Film,der von seinen überragenden Schauspielern lebt (allesamt eine Augen- und Hörweide) vorallen eins: Eine Zelebration an das Leben und seine Einzelheiten.
Die kleinen Dinge macht es aus und die kann man sich auch beim zweiten bis fünften Mal ansehen immer wieder neu entdecken

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Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zwei Kontinente, fünf Städte, eine Nacht. Hier werden (ähnlich wie in "Coffee & Cigarettes") verschiedene kleine, wie aus dem Leben gegriffene Geschichten gezeigt, die eigentlich überhaupt nichts erzählen, aber trotzdem faszinieren. "Night on Earth" ist ein wundervolles Erlebnis. Tom Waits' Soundtrack ist klasse und mit seiner kräftigen Stimme zieht er mich gleich im Intro in seinen Bann. Schön ist auch, dass die einzelnen Teile, außer des übergreifenden Themas, kaum etwas miteinander zu tun haben und die Städte alle ihre ganz eigene Atmosphäre vermitteln, der Film insgesamt aber trotzdem wie aus einem Guss wirkt. Meine Lieblings-Episoden waren die in den USA mit Winona Ryder und Armin Mueller-Stahl, schauspielerisch war die Paris-Episode mit Isaach De Bankolé und Béatrice Dalle am besten, der Teil in Rom mit Roberto Benigni war am lustigsten und die ruhige, melancholische Episode im verschneiten, trübselig dunklen Helsinki ein gelungener Abschluss um nach dieser aufregenden, ereignisreichen Nacht ein bisschen runterzukommen.

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Fedkek2

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Bewertung0.0Hassfilm

So ein mieser total stumpfsinniger Drecksfilm! an Banalität nicht zu überbieten! Das einzige was ich gut fand war das der Italiener den Padre tot gelabbert hat, ich bin auch fast gestorben vor langeweile. Kann mir bitte jemand ähnliche Filme nennen damit ich mir sowas nie wieder antue.

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Hornblower

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Gerne, ich lass mir doch nicht einfach eine Gelegenheit zum Klugsch...nacken entgehen. :D


DonChris

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:D


il padrino

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Also, der erste Film des hochgelobten Jim Jarmusch, den ich gesehen habe. Nun, was kann man über den Film sagen?

Der übt eine enorme Faszination aus; dies liegt wohl zu einem großen Teil an der guten Kamera, und der wirklich tollen Musik. Auch die Inszenierung Jarmuschs, der sich hier als talentierter Regisseur zeigt, trägt einen großen Teil dazu bei.

Aber es ist ja ein Episodenfilm, daher analysiere ich nun die einzelnen Episoden.

Die erste Episode ist schnell besprochen: Sie ist zwar nicht überragend, aber wirklich gut. An ihr gibt es eigentlich nichts zu kritisieren.

Die zweite Episode ist ziemlich witzig, was gut so ist, da der Film ja eine Komödie ist; allerdings ist der Schwarze Yo-Yo etwas übertrieben und klischeehaft dargestellt.

Episode drei ist ebenfalls schnell abgehandelt: Auch hier gibt es nichts auszusetzen, sie ist wirklich komisch.

Episode vier ist, obwohl etwas überdreht, mein Liebling: Die "Beichte" des Taxifahrers, mit der er den Priester am Ende totredet, ist einfach urkomisch.

Die letzte Episode ist dann nicht mehr komisch; sie ist dafür wunderbar traurig.

Am Ende kann ich sagen, dass "Night on Earht" ein wirklich sehr gelungener Film ist; ich werde mir ohne Zweifel noch mehr Filme von Jim Jarmusch ansehen.

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il padrino

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Danke.


The Freewheelin Fonda

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Ist n guter Kommentar, der mich auch dazu gebracht hat diesen Film dringendst anzusehen aber das hier ist trotzdem keine Analyse, höchstens eine Ein-Satz Inhaltsangabe und il padrinos kurze Bewertung dazu :)


ElMagico

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr feiner Episodenfilm von Jim Jarmusch, dem dieses Format wohl auch etwas entgegenkommt. Denn seine Langfilme lassen sich doch meist auf 1 oder 2 Sätze komprimieren, was mal zu hervorragenden Ergebnissen führt, aber auch mal gelangweilt daherkommt. Mit diesen kleinen, immer um die 25 Minuten langen Geschichten, umgeht er diese Problmatik von vornherein. Wobei Geschichten...Geschichten sind das eigentlich gar nicht. Ähnlich wie in "Coffee & Cigarettes" treffen hier verschiedene Charaktere aufeinander, sind gezwungen diese Taxifahrt miteinander zu verbringen und trennen sich dann auch wieder. Ein Augenzwinkern des Lebens, Nachts kurz nach Vier. Und obwohl es hier keine Handlung gibt, vergeht die Zeit wie im Flug. Auf eine sanfte Art fesselt "Night on Earth" und gibt einem ein völlig intimes Gefühl, als unsichtbarer Fahrgast der man hier ist. Allein auf die kleinen Pointen am Schluss hätte Jarmusch durchaus verzichten können. Die sind teilweise etwas zu klischeebeladen und am Ende doch auch unnötig. Aber ein keiner Streber bleibt Jarmusch auch in "Night on Earth".
LOS ANGELES - Die schwächste aller Episoden. Zu formelhaft und vorhersehbar, welche mir durch das Ende auch etwas madig gemacht wurde. Zudem nahm ich Winona Ryder diese seltsame Rolle zu keiner Sekunde ab. Aber das hätte ich wohl bei niemanden, denn diese Art von Frauenrolle kenne ich nur aus Filmen...in der Wirklichkeit hab ich so eine Frau selbst von weitem noch nie gesehen. Ganz Nett, ein paar schöne Dialoge, aber insgesamt ein recht unspektakulärer Einstieg. (6.0)
NEW YORK - Danach gleich ein Höhepunkt des Films. Giancarlo Esposito und Armin Müller-Stahl brillieren hier und haben sichtlich Freude am Spiel. Die beiden Spielen mit den Worten, überbieten sich immer wieder gegenseitig, geben dabei aber dem anderen genug Platz zum scheinen. Das ist einfach sehr sympathisch und geprägt von einem ruhigen, aber entlarvenden Humor. Sehr sehr schön. (8,5)
PARIS - Die Fahrt, die uns wohl am meisten über das Miteinander der Menschen belehren will und zugleich die, in der am meisten Gestritten wird. Es herrscht hier doch eine recht aggressive Stimmung, auch wenn das scheinbar gar keiner will. Leider bleiben die Figuren hier auch etwas blasser, so dass das NY-Feeling nicht erreicht werden kann. Die blinde Frau kann jedoch punkten durch ein paar boshafte Antworten, die nicht ganz unintelligent sind. Das Ende ist dann aber leider wiederum einfach unnötig. (7,5)
ROM - Roberto Benigni braucht 10 Sekunden um mich mal wieder völligst zu nerven. Diese Ein-Mann-Show, die er lustig findet, mich aber einfach nur anödet. Als sein Fahrgast einsteigen will und der ach so lustige Taxifahrer in diesem Moment immer wieder anfährt, entrutschte mir ein völlig entnervtes "Ach nöö". Und ich erwartete nichts Gutes mehr. Doch Potzblitz: Kurz darauf fängt Benigni an von seinen ersten sexuellen Erfahrungen zu erzählen und diese Episode wird noch richtig toll! Mit seinen völlig abstrusen und bescheuerten Geschichten bringt er seinen Fahrgast, einen Priester, an den Rande des für ihn erträglichen. Oder sogar etwas darüber hinaus. Ich muss zugeben: So wenig ich den Kerl mag....diese 15 Minuten waren Aberwitzig! (8.0)
HELSINKI - Matti Pellonpää! Ich mag den einfach! So unscheinbar, dass er schon wieder völlig außergewöhnlich ist. Inhaltlich merkt man, dass Jarmusch seinem Freund Kaurismäki die Ehre erweist, sprich: Hier gibt es nichts zu lachen. Schnee, Dunkelheit, betrunkene Männer und eine traurige Geschichte. Ich bin mir sicher, Kaurismäki wusste diese letzte Episode genauso zu schätzen wie ich. (9.0)
Schöner und sehr kurzweiliger Film mit einigen wirklich überragenden Momenten und ein paar Sprüchen, die mir sicherlich länger noch nachhängen werden.

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ElMagico

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Wird dir gefallen...bin ich mir recht sicher, wenn ich mir angucke was dir sonst so gefällt. Dialoglastig, witzig und bissl hintersinnig.


DonChris

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So, ich habe ihn nun endlich gesehen. Wirklich eine sehenswerte Perle, komisch das der mir bis dato gar nicht aufgefallen ist. Abstriche muss ich vor allem bei der ersten Passage machen, mir hat die Darstellung und der Charakter von Winona Ryder irgendwie so gar nicht gefallen. Die Rolle einer derben Frau mit Haaren auf den Zähnen nehme ich dieser süßen kleinen Person einfach nicht ab ;)


Hzi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Auch einer dieser Filme, die ich mir in den 90ern mangels Kabelanschluss' als Videoaufnahme ziemlich oft angesehen habe - und seither (obwohl inzwischen als schicke DVD im Besitz) kaum mehr. Was nicht gegen den Film spricht, sondern am damaligen Overkill liegen dürfte ...

5 Städte, 5 Taxis, 5 Nächte, 5 Begegnungen, noch mehr Schicksale. Und sehr viel Lokalkolorit (konsequenterweise gibts den Film ja nicht synchronisiert, sondern nur mit Untertiteln).

Am pragmatischsten erscheint mir hier eine Episodenkritik (in chronologischer Reihenfolge):

L.A.: Eine burschikose Taxifahrerin (Winona Ryder, etwas aufgesetzt wirkend) wird in ihrem Gefährt von einer Castingfrau entdeckt - die Frage ist, ob sie das auch will ...
Noch die am ehesten dem Hollywood-Mainstream verwandte Episode, recht unterhaltsam und ohne grossen Tiefgang. Eine gute Aufwärmrunde.

N.Y.: Der Zusammenprall 2er Kulturen - knalliger (altbekannter) US-Black-Street-Style trifft auf die leise Melancholie eines heimatlosen Ex-DDR-Clowns - wobei die Rollenverteilung Fahrer/Fahrgast im Vergleich zu dem, was man da erwarten würde, gerade umgekehrt ausfällt. Oder eigentlich nicht.
Zwei sehr unterschiedliche Welten werden gezeigt, die so verschieden doch nicht sind (in ihrem Aussenseitertum). Ein wunderbarer Armin Mueller-Stahl, der seine Visitenkarte fürs internationale Kino abgibt. Und Giancarlo "Breaking Bad-Gus" Esposito noch ganz anders.

Paris: Schwarz trifft weiss - und bleibt "Schwarz-Weiss" (im Sinne einer klaren Sympathieverteilung). Interessant ist, dass hier die Schwarzen, welche abseits des Gangsta-/Hip-Hop-Mainstreams eigentlich meistens Sympathieträger sind, für einmal die Buhmann-Eigenschaften - rassistisch, naiv, unbedacht - inne haben. Dazu eine nette Vorstellung von Béatrice Dalle, die wirklich überzeugend eine Blinde mit weiser Sinnlichkeit mimt.

Rom: Die Ein-Mann-Show des Roberto Benigni, welcher die totale Humor-Dampfwalze fährt und ein wahres Gag-Feuerwerk entzündet, voller stakkatomässig abgefeuerter Geistesblitze (wobei ich mich wundernd frage, wie viel davon improvisiert war..) Nicht einfach zu ertragen, sollte man mit seiner Art nichts anfangen können. Und diejenige Episode, die, trotz des tragischen Endes, aufgrund ihres "Comedy-Charakters" am ehesten aus dem Rahmen fällt.

Helsinki: Sicher die schwerstzugängliche Episode; unspektakulär, tiefmelancholisch und voller unvertrauter Gesichter, schlicht schwere Kost - so wie ich mir die Finnen-Metropole vorstelle. Und daher wieder passend.

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loveissuicide

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Bewertung9.5Herausragend

Wirklich sehr unterhaltsame Episoden! Und hier geniesst man eindeutig in den Originalsprachen besser.

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Admiral.Nogura

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Bewertung4.0Uninteressant

Fingerübungen in Episoden, bei denen man überdeutlich erkennt, was sie sein wollen. Die New York- , Paris- und Rom- sind so gewollt, dass es ihnen nie gelingt, mich in das Geschehen reinzuziehen. Lediglich die L.A.- und Helsinki-Episode vermögen etwas zu vermitteln, allerdings sehr spröde.

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Vinyard

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mein erster Jarmusch . Hat mir sehr gefallen, obwohl Episodenfilme eigentlich überhaupt nicht mein Ding sind . Aber die Atmosphäre, die der Film auf engstem Raum durch simpelste Mittel aufbaut ist unglaublich. Die Darsteller sind durch die Bank weg spitze, die Dialoge wechseln von unglaublich witzig bis zu traurig und ergreifend. Dieser Film ist der Beweis wie einfach und unkompliziert Filme sein können. Wird definitiv nicht mein letzter Jarmusch gewesen sein :)

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MrDepad

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Bewertung9.5Herausragend

Mit "Night on Earth" hat sich Jim Jarmusch erneut selbst übertroffen und einen absolut genialen Episodenfilm abgeliefert.
Eine Nacht lang bekommt der Zuschauer Einblick in eine Taxifahrt in jeweils einer anderen Stadt oder anderem Land. Als erstes nimmt uns Jarmusch mit nach Los Angeles, wo Victoria Snelling von Winona Ryder gefahren wird. Diese erste Episode bringt uns direkt mitten rein in die gewohnt entspannte, geniale Atmosphäre, die Jarmusch in seinen Filmen direkt von Anfang an mit Leichtigkeit kreiert. Bereits in dieser Episode setzt Jarmusch zwei völlig gegensätzliche Figuren auf engsten Raum, wobei herrliche Dialoge entstehen. Die zweite Episode in New York ist dann direkt mein Favorit, ein genialer Giancarlo Esposito mit einem herrlichen Slang fährt bei Armin Mueller-Stahl im Taxi mit, der nur gebrochen Englisch mit immer wieder ein paar Fetzen Deutsch spricht. Diese Episode ist die lustigste von allen, ich musst öfters sehr laut lachen. In der dritten Episode in Paris bringt uns Jarmusch auf seine typisch ironische und melancholische Art die Vorurteile und Missverständnisse zwischen Menschen nahe, in diesem Falle aufgrund der Hautfarbe oder der Blindheit einer Frau, die Fahrgast im Taxi ist. Episode 4 in Rom fiel ein wenig für mich ab, Robert Benigni hat für mich einfach ein wenig zu überdreht agiert, trotzdem ist auch diese Episode aufgrund des später sehr makabren Humors wieder sehr sehenswert. In der letzten Episode in Helsinki erwartet man eigentlich wieder etwas humoriges, doch Jarmusch liefert hier nochmal eine ziemlich tragische Episode ab, die einen etwas nachdenklich stimmt.
Alles in allem hat Jim Jarmusch bei "Night on Earth" beinahe alles richtig gemacht, jede Episode strotzt vor Einfallsreichtum und Kreativät, dazu kommen super Schauspieler und die unterschiedlichen Schauplätze in der ganzen Welt. Dadurch, dass Jarmusch jede Episode in ihrer Originalsprache belassen hat, transportiert er den Flair der jeweiligen Stadt perfekt. Ein wirklich überragender Episodenfilm, der auch für Leute empfehlenswer ist, die mit Jim Jarmusch sonst nicht so viel anfangen können. Zum Schluss noch die Reihenfolge der Episoden nach meinem Bevorzugen:

1. New York
2. Paris
3. Helsinki
4. Los Angeles
5. Rom

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MrDepad

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Schau momentan die Arthaus Collection Box von Jim Jarmusch durch, "Dead Man", "Ghost Dog" und "Coffee and Cigarettes" hab ich noch vor mir und freu mich sehr drauf.


Simon Moon

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Ja viel Freude daran! "Dead Man" (wow!) und "Coffee and Cigarettes" (gibt tolle Episoden)


CarrionFairy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

normalerweise kann ich sowohl jim jarmusch als auch episodenfilme nicht ausstehen. beides ist mir zu banal, gekünstelt und pseudokreativ. dieser hier ist allerdings ein volltreffer.
während die erste episode mich nicht sonderlich angesprochen hat, sind die folgenden vier ein augen- und ohrenschmaus. angepasst an das leicht klischeehafte länderkolorit ist es zwar hilfreich, aber nicht notwendig, die jeweilige sprache zu können. eigentlich ist jede episode als übertriebenes vorurteil gegenüber dem jeweiligen land zu verstehen - witzig, leichtlebig und emotional umgesetzt.
die rom- und paristeile haben es mir besonders angetan. während der französische part durch verständnis noch geistreicher den wortwitz rüberbringen konnte, fand ich es umso herrlicher, dass ich dem italienischen nur teilweise folgen konnte... ich habe mich lauthals beömmelt... wunderbar.
dazu lässt der fantastische tom waits soundtrack mein fanboy-herz höher schlagen.
hier wurde alles richtig gemacht.

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CarrionFairy

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ich zitiere mal den film: I am what I am
http://www.youtube.com/watch?v=uj8C43r4zm0


CarrionFairy

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die finnen waren der knaller. schon wie die am anfang an der straße stehen... ich bin ja so zusammengebrochen


jacker

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Bewertung9.0Herausragend

"Night On Earth", oder mit anderen Worten: Herr Jarmusch in Reinform!
Er tut das was er am besten kann, skurriles in das völlig normale einzubetten und damit aufzuzeigen wie interessant, amüsant, aber auch bitter zufällige Begegnungen doch sein können.
Eine Welt, eine Zeit, fünf Schauplätze, fünf Taxis, fünf Fahrer, ein Haufen Fahrgäste und ein größerer Haufen Zigaretten bescheren uns fünf grundverschiedene Episoden, deren Favoriten ich nicht bestimmen kann und will, da jede ihren ganz eigenen Charme besitzt.
Das liegt nicht unwesentlich am Sprachwitz der jeweils in Landessprache geführten Unterhaltungen:
"Helmut: Helmut.
Yoyo: That's your name?
Helmut: Yeah.
Yoyo: Ha ha ha ha ha. That's a fucked up name to be namin' your kid! Helmet! See, 'cause in English, a helmet would be like, you know, like something you would wear on your head, you know? You a... a helmet! Ha ha ha! In English, that would be like callin' your kid, uh, "Lampshade" or some shit like that: 'Hey, Lampshade! Come here and clean up your room!' Ha ha ha ha ha!"
Nur eines von vielen Zitaten was mich nahezu von der Couch geworfen hat.
Ich werde zum absoluten Jarmusch Fan!

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niceeddy

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Ich liebe auch den Helmet-Yoyo-Dialog. Unglaublich übrigens: Yoyo und Gus Fring aus Breaking Bad sind ein und derselbe Darsteller, Giancarlo Esposito.


jacker

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Die ganze Yoyo/Helmet Episode ist einfach genial weil die beiden auch in ihrer Art nicht grundverschiedener sein könnten. Das zieht sich natürlich auch als Leitmotiv durch den Film, aber Yoyo's völlige In-Your-Face Überdrehtheit und Helmut's stille und höfliche Zurückhaltung sind der absolute Kontrast. Und bei "Hey Lampshade, come here and clean up your room!" konnte ich einfach nicht mehr.
Auch gut: "Ivorien/Il voit rien"!
Aber von diesen kleinen bedachten Details könnte man jetzt ohne Ende aufzählen


Michael Fetsch

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Bewertung7.0Sehenswert

Vor Jahren gesehen und wie bei vielen Episodenfilmen, mit unterschiedlichen Meinung zu den einzelnen Episoden in Erinnerung behalten.
Überragend ist die Episode in Rom. Ich schaue mir diese immer mal wieder an. Allein diese Episode ist für mich eine 9.0 die anderen fallen da teilweise deutlich ab, was dann im Durchschnitt eine 7,0 ergibt.

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Michael Fetsch

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Ist komisch, da mir Benini sonst auch zu nervig ist. Aber hier passts für mich halt :D
Liegt vielleicht auch daran, dass ich a bissal Italienisch verstehe


Benchmark

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Ja, kann sein :D ... naja, ich denk mal die meisten Italiener sind so Dauerquatscher ganz anders als wir^^



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