Reservoir Dogs
Reservoir Dogs (1992), US Laufzeit 99 Minuten, FSK 18, Kriminalfilm, Komödie, Thriller, Kinostart 10.09.1992
89 Bewertungen
Skala 0 bis 10
24134 Bewertungen
231 Kommentare
Keine
von Quentin Tarantino, mit Harvey Keitel und Tim Roth
In Quentin Tarantinos Debütfilm Reservoir Dogs suchen sechs Gangster nach einem verpatzen Überfall den Verräter in den eigenen Reihen.
Mr. White (Harvey Keitel), Mr. Orange (Tim Roth), Mr. Blonde (Michael Madsen), Mr. Pink (Steve Buscemi), Mr. Blue (Edward Bunker), Mr. Brown (Quentin Tarantino) und Nice Guy Eddie (Chris Penn) sitzen in einem Café. Sie haben sich zuvor noch nie gesehen oder miteinander gesprochen. Voneinander wissen sie nur ihre Decknamen und, dass sie ein gemeinsames Ziel haben: einen Juwelier zu überfallen. Aber genau im richtigen Moment taucht die Polizei auf und lässt den Coup platzen. Es bricht Panik aus und es kommt zur Schießerei, in der etliche Polizisten und unschuldige Passanten sterben. Kurze Zeit später findet sich die Bande am vereinbartem Treffpunk ein. Ihnen ist klar, dass der Tip an die Polizei von einem der Beteiligten gekommen sein muss.
Hintergrund & Info zu Reservoir Dogs
Quentin Tarantino feierte mit Reservoir Dogs – Wilde Hunde sein Regiedebüt. Steve Buscemi gewann für seine Rolle als ‘Mr. Pink’ 1992 den Independent Spirit Award als Bester Nebendarsteller; Tarantino und der Film wurden als bester Regisseur bzw. bester Film für den gleichen Preis nominiert. Reservoir Dogs – Wilde Hunde weist eine typische Tarantino-Charakteristik auf, für die auch seine Folgefilme bekannt sind: Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern enthält viele Rückblenden und Schnitte.
In Interviews deutete Tarantino des öfteren darauf hin, dass Mr. Blonde alias Vic Vega mit dem von John Travolta gespielten Vincent Vega aus Pulp Fiction verwandt sei; eventuell handele es sich sogar um Zwillinge. Ein weiterer Zusammenhang zwischen den Filmen besteht durch die Krankenschwester Bonnie. Diese wird in Reservoir Dogs – Wilde Hunde im Gespräch erwähnt und in Pulp Fiction von hinten gezeigt.
Mehr Bilder (25) und Videos (5) zu Reservoir Dogs
Cast & Crew
- Genre
- Heist-Krimi, Schwarze Komödie, Thriller
- Zeit
- 1990er Jahre
- Ort
- Los Angeles
- Handlung
- Antiheld, Anzug, Bande, Blut, Blutrausch, Brutalität, Diamant, Dieb, Doppelte Identität, Ermittler, Erschiessen, Exekution, Falle, Falsche Identität, Folter, Freundschaft, Gang, Gangster, Gangsterboss, Gewalt, Gruppe, Gruppendynamik, Kultfilm, Macho, Massaker, Mentor, Misserfolg, Misstrauen, Mord, Mord an Polizist, Mörder, Pistole, Plan, Polizei, Polizist, Psychopath, Schießerei, Schuss, Schuss in den Kopf, Schusswaffe, Schusswechsel, Sterben und Tod, Töten, Undercover, Vater-Sohn-Beziehung, Verrat, Versteck, Vertrauen, Überfall
- Stimmung
- Hart, Verstörend, Witzig


























Kritiken (5) — Film: Reservoir Dogs
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Danach geht „Reservoir Dogs“ erst so richtig los. Mittels Zeitsprüngen wird die lineare Erzählstruktur auf den Kopf gestellt. Zwischen den Sequenzen aus der Vergangenheit, die die Charaktere ein stückweit entfalten, und den Szenen in der Gegenwart, in der sich die Männer kein Wort mehr glauben können, zieht sich die Atmosphäre wie ein Reißverschluss zusammen und wartet auf die finale Explosion. Bis zum großen Schlussakkord, in dem Tarantino die Karten auf den sich legt und die Figuren in ihrer Anspannung in einem moralisch Dekret kollidieren lässt, hält sich die Spannung in jeder Minute konstant aufrecht. Mittels legerer Geschwätzigkeit und dreckiger Gewalt, spannt „Reservoir Dogs“ ein Netz aus Verrat, scheiternder Freundschaften und letzter Loyalität, die im Augenblick des Vertrauensmissbrauch, wenn die Physiognomie in schierer Unverfälschtheit badet, erblüht
Kritik im Original 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten
Hartigan85 Tue, 08 Jan 2013 21:31:23 -0000
Antwort löschenSchön, mir geht das lächerliche Tarantino-Bashing auch auf den Keks...Wo wir gerade beim Thema sind: Der Spielberg hat es dir zur Zeit auch sehr angetan nicht wahr? :-D
SoulReaver Tue, 08 Jan 2013 21:51:07 -0000
Antwort löschenMir auch. Ich mag ihn. Jeden Film. Ganz im Gegensatz zu Spielberg, wobei "München", eben gesehen, schon nahe am Meisterwerk ist. :)
SoulReaver Tue, 08 Jan 2013 21:51:48 -0000
Antwort löschenPS: Das ist kein Spielberg-Bashing, falls du das denkst, meine Kritikpunkte an James Ryan sind begründet und mein Schindlers Liste-Text kommt morgen. :)
Hartigan85 Tue, 08 Jan 2013 21:55:39 -0000
Antwort löschenJa, ich hab es ja gelesen :) "München" finde ich auch sehr stark, solange du nicht "Der Weiße Hai" oder "E.T." niedermachst, is es mir egal =)
Hartigan85 Tue, 08 Jan 2013 21:57:03 -0000
Antwort löschenUnd natürlich Indiana Jones 1-3!
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SoulReaver Tue, 08 Jan 2013 22:21:23 -0000
Antwort löschenZu Der Weiße Hai und E.T. hab ich schon Kritiken verfasst. Und Indy 1-3 find ich toll. :)
Hartigan85 Tue, 08 Jan 2013 22:29:01 -0000
Antwort löschenAh ok jetzt hab ich es gesehen, hatte sogar beide Kritiken geliked :) 7,5 Punkte für den Hai (Wobei das doch etwas wenig erscheint :D) und 8 Points für den niedlichen Alien. Und Indy <3
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschenQuentin Tarantinos hoffnungslos über Wert gehandeltes Spielfilmdebüt -
Angelegt als popkulturelles Zitatkino scheitert "Reservoir Dogs" mehr als einmal an den archetypischen Fehlern solcher Konzeptionen: Zusammengesetzt aus Paraphrase, Adaption und Plagiat eiert sich der verzweifelt auf Kult kalkulierte Erstling wie ein cineastischer Flickenteppich über seine gesamte Laufzeit, und lässt dabei sowohl Finesse als auch Homogenität weitestgehend vermissen.
Es sind viele kleine Szenen, die mal positiv, mal negativ im Gedächtnis verhaftet bleiben, aber viel zu oft überwiegt das Gefühl, dass "Reservoir Dogs" sich nur mit sich selbst beschäftigt, und Tarantino einen Großteil seines Publikums einfach außen vor lässt - narrative Belanglosigkeit par excellence, die nicht durch den Umstand aufgewertet wird, dass sie so offensiv vom Macher umworben wird.
Letztendlich kann auch der größtenteil ordentliche Cast nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich Drehbuch…
Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 19 Antworten
Hitmanski Mon, 22 Nov 2010 21:53:36 -0000
Antwort löschenWas aber daran liegen dürfte, dass das Tarantino-Bashing an vielen anderen Stellen fehl am Platz ist, und deshalb von mir auch nicht praktiziert wird. Sieht man mal von "Death Proof" ab, ist "Reservoir Dogs" nunmal nicht nur sein Debüt, sondern auch so etwas wie sein Essenzwerk, und kann durchaus als die Rohfassung von allen weiteren Werken angesehen werden kann. Deshalb halte ich es auch für legitim, die grundsätzlichen Kritikpunkte hier anzubringen, da sie in späteren Filmen - ob man sie nun mag, oder nicht - nicht mehr so massiv anzutreffen sind.
Hitmanski Mon, 22 Nov 2010 22:43:55 -0000
Antwort löschenSehe ich anders: Essenzwerk schließt ja keinesfalls aus, dass es nicht eine Weiterentwicklung der internen Parameter geben kann.
Selbst wenn man "Reservoir Dogs" soetwas wie Neuartigkeit unterstellt (womit ich so meine Probleme habe, denn beim Vermischen von haarklein übernommenen Szenerien und Plotteilen aus anderen Filmen, stellt sich schon die Frage nach dem eigenen künstlerischen Anteil) bleibt ja nachwievor die Tatsache bestehen, dass ein innovatives Rezept ohne entsprechende Qualität des Endproduktes letztendlich nicht besonders viel wert ist.
Es gibt eine ganze Reihe von anderen Tarantino-Filmen, die man ebenso mit den obigen Kritikpunkten konfrontieren könnte - oftmals geschieht dies ja auch -, aber sie wirken trotzalledem runder und in sich geschlossener, sodass (zumindest ich) über einige Schwächen hinwegsehen kann und sie auch eher als Film, denn als selbstverliebtes popkulturelles Potpourrie wahrnehmen kann.
Er hat ja in "Pulp Fiction" bewiesen, dass er es deutlich besser kann; deswegen halte ich den auch für wegweisender für die Kinogeschichte. "Reservoir Dogs" bleibt für mich ein halbgarer Werkstattbericht, auf den man auch verzichten könnte, da es ihm eben vorallem gegenüber dem thematisch und inszenatorisch sehr ähnlichen und qualitativ hochwertigeren Nachfolger an jeglichem Alleinstellungsmerkmal fehlt.
Hitmanski Mon, 22 Nov 2010 22:50:32 -0000
Antwort löschenNa dann konnte ich ja immerhin einen Impuls setzen, wenn auch in die falsche Richtung. Und so oberlehrerhaft bin ich jetzt ja nun auch nicht ;)
Hitmanski Mon, 22 Nov 2010 22:58:58 -0000
Antwort löschenWer durch sein Studium gezwungen wird, sich nur in wüsten Paragraphenketten und seltsamen Konjunktivsätzen auszudrücken, der muss sich ja irgendwo austoben dürfen. Du musst meine Sachen nur öfter lesen, dann gewöhnst du dich daran schon ;)
der cineast Mon, 22 Nov 2010 23:08:20 -0000
Antwort löschenJa Hitti das wäre gut :D
REservoirDogs Kritik trifft den Nagel auf dem Kopf, auch wen ich dem Film ne 8,5 gegeben habe. Ich sollte mir den nochmal ansschauen :P
Hitmanski Mon, 22 Nov 2010 23:10:41 -0000
Antwort löschen@Joe
Der erste Satz gefällt mir; am zweiten müssen wir noch arbeiten, aber das wird schon. Ich hab' mich hier auch schon an soviel gewöhnt :D
Billmaik Mon, 22 Nov 2010 23:37:33 -0000
Antwort löschenDas (etwas) hat mich angesichts einer Bewertung von 9.0 für Pulp Fiction ohnehin verwundert ;)
Hitmanski Mon, 22 Nov 2010 23:42:30 -0000
Antwort löschenNa das ist doch schonmal was ;)
Die kleine Entfernung des Wörtchens "etwas" hat aber nicht allzuviel zu bedeuten, ich wollte aber nicht noch ein weiteres Schlachtfeld eröffnen, an dem sich manche dann hochziehen ;
@billmaik
Ja, da ist was dran - wobei der 9er aber auch schon recht alt ist; mal sehen, was ich nach der nächsten Sichtung sage - aber bis dahin wird nocht etwas Zeit vergehen. Aber generell bin ja sowieso kein Tarantino-Feind: Die beiden Kill-Bills mag ich, und auch die "Basterds" sind nett (wenngleich ich die Kritik mit den 8.5 wohl auch irgendwann nochmal überarbeiten muss^^)
Billmaik Tue, 23 Nov 2010 00:38:49 -0000
Antwort löschendie basterds sind bei mir nach anfänglicher begeisterung mittlerweile auch auf 7.5 "abgesackt", "Pulp Fiction" hingegen wird wohl ewig einer meiner Lieblingsfilme bleiben,ich habe wenige Filme häufiger gesehen.
Meine 8.5 für "Reservoir Dogs" ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, basiert sie doch auf meiner bisher einzigen Sichtung von vor ca. 10 Jahren. Sollte beizeiten Quentins Debüt mal wieder in den DVD-Player schmeißen,dem Filmgeschmack meines 15-jährigen Ichs kann ich einfach nicht trauen^^
Mr Vincent Vega Tue, 23 Nov 2010 01:18:08 -0000
Antwort löschenSuper Kommentar zu einem mega nervigen Studentenfilm.
Mr Vincent Vega Tue, 23 Nov 2010 01:20:42 -0000
Antwort löschenBzw. Videojunkiefilm. Ist sowieso das gleiche. Harmonie ist eine Strategie.
Dachsman Tue, 23 Nov 2010 13:09:39 -0000
Antwort löschen>>Als weiteres Problemkind offenbart sich das Zelebrieren von Gewaltexzessen, welches sich zwar zweifelsohne wie ein roter Faden durch das Œuvre des Videothekars zieht, hier aber größtenteil jedwedes Augenzwinkern und Überspitzen außer Acht lässt, und sich oftmals als unangenehm zynisch und menschenverachtend herausstellt. <<
Wo denn?
Die einzige übermäßig brutale Szene ist die Ohrszene und die ist ja keinesfalls selbstzweckhaft, sondern eben aus dem Grund so menschenverachtend, weil eben Mr. Blonde...nunja...zynisch und menschenverachtend ist.
Hitmanski Tue, 23 Nov 2010 14:03:32 -0000
Antwort löschenObgleich auch diverse andere Einstellungen, insbesondere der Shootout zwischen den Ganoven in der Lagerhalle ein Höchstmaß an Voyeurismus bietet, stellt natürlich besagte Ohrsequenz den traurigen Höhepunkt dar. Es ist verlogen von Regisseur und Rezipient, wenn man sich hinter einer löchrigen Charakterisierung der Protagonisten zu verstecken versucht, a la "Der ist böse, der darf alles" - zudem neigt der Film vorher stark dazu, all seine uniformierten Protagonisten nahezu abgöttisch zu verehren und zu huldigen; den Nutzen, den Corbucci damals daraus zog, und den man auch schon kritisieren kann, wird so vollständig ad absurdum geführt.
Es geht garnicht so sehr darum, was in den Gewaltmomenten dargestellt wird, es geht hauptsächlich darum, wie es dargestellt wird: Der Film weidet sich zum Einen genüßlich am Leid seiner Opfer; zum Anderen aber noch vielmehr an der Brutalität als solches, weil Tarantino überhaupt nichts an Empathie gegenüber den Leidtragenden gelegen ist - es geht um das Ausleben eines sadistischen Blutfetishes; den man in den Nachfolgern noch leidlich als Hommage an die Klassiker des gorigen Trash-Kinos deuten, und sie so als Überstilisierung akzeptieren kann - "Reservoir Dogs" hingegen bietet hierfür keinen Anhaltspunkt; der Film nimmt sich trotz seiner Geschwätzigkeiten todernst.
Dachsman Tue, 23 Nov 2010 17:30:33 -0000
Antwort löschenMein Argument ist auch nicht "Der ist böse, der darf alles", sondern "der ist böse und deswegen macht er das". Ich verstehe warum er so handelt, ich heiße es aber keinesfalls gut.
Es ist in der Szene absolut klar, dass die Sympathien des Publikums beim leidenden Cop liegen (bzw. dadurch ja auch bei Mr. Orange und Mr. White) und nicht beim sadistischen Mr. Blonde.
Zumal die Kamera ja in dieser Szene auch keinesfalls draufhält, sondern im Gegenteil, wie auch später bei der Tür-Kopf-Szene in "Kill Bill Vol. 1", wegdreht und die Brutalität im Off und damit beim Rezipienten geschehen lässt. Es gibt keine Einstellung, die explizit auf den Gore- und Splattergehalt abzielt.
Die Gewalt und ihre Auswirkungen sind in keinem anderen Tarantino so deutlich wie hier (deswegen verstehe ich auch nicht wirklich, wie du dem Film vorwerfen kannst nicht so "lustig" zu sein wie bspw. "Kill Bill"), Leid und Schmerzen werden direkt erfahrbar (seien es jetzt durch Marvins Flehen und Schreien, oder auch Mr. Oranges panisches Schreien, nach der Eröffnungssquenz).
Und wo die Shootouts jetzt sonderlich voyeuristisch sind (bzw. stärker als in anderen/vergleichbaren Filmen, bspw. Die Hard) sehe ich auch nicht.
Und die Vergötterung (sofern es sie je gab, die Anfangsszene bspw. spricht imo eine andere Sprache) ist spätestens nach dem geplatzen auch dahin.
Zumal ich die Vergötterung auch nicht sehe. Mr. Pink ist ein feiger Egoist und Opportunist, Mr. Blond und Nice Guy Eddie sind Arschlöcher, das wird alles so recht deutlich in der Anfangsszene heruasgearbeitet (die Sache mit dem Trinkgeld ist ja nicht nur als lustiger Dialog gemeint).
stuforcedyou Thu, 25 Nov 2010 09:37:29 -0000
Antwort löschenLieber Hitmanski, ich danke dir für diese (tolle) Kritik.
mikadoapache Mon, 20 Dec 2010 22:28:10 -0000
Antwort löschenkann der kritik ja soweit folgen. aber 4.5 is wohl doch etwas zu tief gegriffen
AlexSupertramp Tue, 11 Jan 2011 21:31:08 -0000
Antwort löschenund ich dachte immer, jeder hätte das Recht auf seine Eigene Meinung...vor allem hier in der Kritik...ob 4,5 zu hoch oder zu tief bleibt jedem selbst überlassen!
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kahaujiko Sun, 15 Jan 2012 22:45:12 -0000
Antwort löschenich weiß genau waqs du meinst, hitman auf ski^^ ich war nur ein wenig milder in der bewertung, da ich bekennender anhänger des tarantinismus bin
Keyser_Söze Sun, 15 Apr 2012 18:00:23 -0000
Antwort löschenFrage mich immer wieder wie man "richtige Kultfilme" wie "Pulp Fiction", von "auf Kult kalkulierte(n) Erstling(en)" wie "Reservoir Dogs" unterscheiden kann, zumal beide vom gleichen Regisseur sind.
Das würde ja bedeuten, dass Tarantino mit RD unbedingt einen Kultfilm schaffen wollte und bei PF nicht....
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Das furiose Drama wäre auch ohne die brutalen Gewaltformen zu verstehen. Es ist glänzend inszeniert, die Schauspielkunst ist überragend. [...]
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Wo hier beim ahnungslosen Zuschauer zunächst eine Irritierung, wenn nicht sogar Enttäuschung einsetzen mag, macht sich der Tarantino-Style bemerkbar, der trotz aller Referenzen und Inspirationen etwas so Eigenes ist, dass man es zwangsläufig in die Kategorie „herausragend“ stecken muss, da er auch wunderbar funktioniert und sehr clever und sorgfältig ausgearbeitet ist, und man sich als Zuschauer nur noch mit ihm anfreunden muss, um eben auch „Reservoir Dogs“ als kleines Meisterwerk zu akzeptieren. Wie in jedem Tarantino ist nicht die Geschichte der Knüller, sondern die Art, wie sie erzählt wird. Ein langer Einführungsdialog, der mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun hat, zeichnet die Charaktere. Im Anschluss machen die Charaktere sich auf in ihr Abenteuer, nach welchem man sich mit manchen von ihnen noch viel näher beschäftigt, und manche nicht wieder vorkommen, weil sie nämlich weg vom Fenster sind, frei nach dem Motto „C'est la vie“. Dabei zeigt sich die absolut unkonventionelle und gleichzeitig raue und pessimistische Art, mit der Tarantino seine Geschichte erzählt. [...]
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Quentin »I love fuckin‘ with an audience« Tarantinos „Reservoir Dogs“ ist ein kompromissloses Stück Schund, im positiven Sinne. Bärstig, bärbeißig, bärenstark, wenn auch nicht jeder Dialog und nicht jede Einstellung den kompletten Rundschliff erhalten hat. Weniger, als die im Grunde frugale Geschichte, bleiben ihre außergewöhnliche Umsetzung, die Charaktere und ihr Handeln im Gedächtnis. Der klasse Soundtrack (dessen gewählter Einsatz ein weiteres Markenzeichen Tarantinos wurde), bestehend aus Songs aus den 70ern und der gelegentliche Einatz des fiktiven Radiomoderators K-Billy DJ und seinen Kommentaren aus dem Off, leisten ihren Beitrag zur Atmosphäre des Films, ebenso die Kameraführung von Andrzej Sekulas, der viel mit Totalen, Schwenks und Zooms arbeitet. Bühnenhaft direkt wirkt „Reservoir Dogs“ zumeist, eine Theateraufführung mit blutgetränktem Vorhang, die zu bannen weiß. »Was that as good for you as it was for me?« fragt Mr. Blonde, nachdem er dem Polizisten ein Ohr abgeschnitten hat. »Yes, it was«, antwortet man als Zuschauer, nachdem man ihm und seinen Kollegen zugesehen hat.[...]
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Kommentare (225) — Film: Reservoir Dogs
Dady Sat, 11 May 2013 18:59:47 -0000
Kommentar löschenEin Meilenstein des modernen Gangsterfilms!! Reservoir Dogs glänzt weniger mit der Optik dafür eher mit einer spannenden Story und coolen Typen. Tarantino war insgesamt gesehen wohl nie besser. Da er aus arg begrenzten Mittel mehr als nur 100% rausholt. Auch wenn ich Pulp Fiction natürlich noch besser finde muss man diesen Streifen Tarantino eigentlich noch höher anrechnen. Auch wenn er lieber hinter der Kamera bleiben sollte. Denn da haben eher andere geglänzt. Harvey Keitel, Steve Buscemi und Tim Roth waren alle mehr als gut. Auch wenn ich natürlich Michael Madsen extra erwähnen muss da wohl selten jemand im Kino noch cooler war als er. Schon allein die Szene in der er in die Lagerhalle kommt und locker lässig mit seinem Soft Drink in der Ecke steht ist in meinen Augen legendär.
Die Story ist eigentlich recht einfach aufgebaut aber trotzdem spannend. Was natürlich am Ende zählt. Insgesamt gesehen gehört Reservoir Dogs zurecht in jede gute Filmsammlung!!
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Jek-Hyde Sun, 14 Apr 2013 12:38:20 -0000
Kommentar löschenOh ja, gleich nach Pulp Fiction sah ich mir Reservoir Dogs an und ab da war es schon vorbei, Tarantino hat mich für immer gefangen.
Ich liebe einfach zu sehr die Dialoge, diese merkwürdige Kompromisslosigkeit. So viele Klischees, die irgendwie nicht mehr Klischeehaft wirken. Ein wunderbarer Startschuss. bereits sehr eng verwand mit Pulp Fiction. Oder auch die liebenswerten und ach so Menschlichen/Fehlerhaften Gauner. Ich hoffe nur dass Mr. Pink es geschafft hat. Und trotz aller Gegenbeweise, gebe ich die Hoffnung nicht au f:-)
Und auch wenn Reservoir Dogs mich manchmal wegen seinem Minimalismus nicht so sehr begeistert (da er fast nur in einem Lagerhaus spielt) wie andere Tarantino Werke, so sehe ich sie mir doch immer mal wieder an.
Hier kann man auch sehen, wie man viel aus wenigen Macht.
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kobbi88 Sun, 14 Apr 2013 14:57:17 -0000
Antwort löschenWenn ich mit dem Herz entscheiden müsste, dann wäre "Reservoir Dogs" mein liebster Tarantino, schon wegen der kammerspielartigen Inszenierung. Von der Qualität latürnich "Pulp Fiction" ;) Aber die Dogs hab ich sicher von allen QQTs am häufigsten gesehen :)
Jek-Hyde Mon, 15 Apr 2013 15:23:44 -0000
Antwort löschenMein liebster Tarantino ist KillBill1&2PulpFictionInglouriousBasdertsDjangoUnchained. Pulp Fiction nur, weil ich immer gute Laune kriege, wenn ich ihn sehe, noch mehr als bei allen anderen Tarantinos. Das selbe ruft nur Naked Lunch hervor.
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stevie.boess Tue, 16 Apr 2013 18:44:45 -0000
Antwort löschenWas für einen Sinn macht es zu sagen, welchen Tarantino man ab liebsten mag und dann fast alle aufzählt. Ich dachte, es geht hier wirklich um den absoluten Favoriten! Meiner ist eindeutig "Reservoir Dogs" :D
Jek-Hyde Wed, 17 Apr 2013 14:22:47 -0000
Antwort löschenIch wollte nur sagen, dass es bei mir keinen wirklichen Favoriten gibt, so was kommt ja auch vor :D
Man muss ja auch zugeben, dass Tarantino super Arbeit macht.
leManni Fri, 29 Mar 2013 14:28:17 -0000
Kommentar löschenJa was soll man zu diesem Film sagen. Sein Erstlingswerk zeigt eindeutig in welche Richtung seine weiteren Filme gehen. Und so ziemlich alles was den Film gut macht wurde in anderen Kommentaren schon beschrieben.
Ich mein, wenn ein Film es schafft, mich von der eigentlichen Handlung( *Spoiler: Suche nach dem Verräter*) wegzureißen, weil mich einfach die Charaktere so dermaßen interessieren: was sie tun, wie sie denken, etc pp. (z.B. Blondie ^^) dann ist das einfach nur Spitze!!!
Und! Das geilste daran ist, das sogar der Abspann zu einem meiner "Lieblingsszenen" geworden ist. Die willkürliche Auswahl der Musik gibt sogar dieser "Szene" seinen eigenen Reiz&Charme.
Toller Film mit tollen Charakteren! Super Tarantino. *Gefällt mir* :D
Btw. mein erster Beitrag! Ui^^
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Dj Rise Thu, 21 Mar 2013 05:36:46 -0000
Kommentar löschenFür mich der beste streifen den Tarantino gemacht hat! allein das gespräch am anfang über Madonna's song und warum er "like a virgin" heisst.... genial
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Martin Oberndorf Thu, 07 Mar 2013 14:55:46 -0000
Kommentar löschen"Well, I don't know why I came here tonight...
I got that feeling that somethin' ain't right...
I'm so scared in case i fall off my chair...
And I'm wondering how i'll get down the stairs..."
Wer weiß, aus welchem Song diese Zeilen stammen, wird jetzt eines von zwei Gefühlen empfinden: Freude oder Unbehagen.
Auf wen ersteres zutrifft, der hat vermutlich den heute von mir kommentierten Film nicht gesehen.
Ich habe in letzter Zeit meine Liebe zu einigen meiner Lieblingsfilme in jeweils einem Kommentar begründet, und beim Durchsehen derselben viel mir auf, dass Quentin Tarantino, der mit der beachtlichen Menge von 6 Filmen mit einem Herzen meinerseits, sofern man denn sein Epos "Kill Bill" als zwei Filme ansehen will, zweifelsfrei das Prädikat Lieblingsregisseur abstaubt, noch nicht das Vergnügen hatte, in einem meiner Kommentare verewigt zu werden.
Also dachte ich mir: Nehmen wir mal sein Debut heraus, und das trägt bekannterweise den Titel "Reservoir Dogs".
Wer wie ich erst in den 1990ern geboren wurde, der wird verstehen, dass ich nicht den Aufstieg Tarantinos miterlebt habe. Und, dass muss ich auch sagen, dass ich seine Filme nicht chronologisch gesehen habe.
Die Reihenfolge, in der ich mir die Filme des Großmeisters zu Gemüte führte, war Kill Bill (im Doppelpack), Inglourious Basterds, Pulp Fiction, Jackie Brown, Death Proof, Reservoir Dogs und Django Unchained.
Sprich bis vor Kurzem war Tarantinos Debutfilm der Letzte, den ich von ihm gesehen habe.
Folglich war sein Stil für mich nicht so neu wie für einige andere.
Aber dennoch muss ich sagen, dass mich "Reservoir Dogs" im positiven Sinne überrascht hat.
Wenn es um Debutfilme von großen Regisseuren geht, bin ich relativ skeptisch, da man ja zumeist nicht weiß, ob die Größe erst später kam, oder schon von Anfang an da war.
Ich kann jedem Skeptiker nur versichern: Mr. Tarantino hat sein Talent schon von Anfang an gehabt!
Nach wenigen Minuten, als einem noch vor der eigentlichen Handlung und dem Vorspann ein minutenlanger Dialog darüber, ob es in Madonnas "Like a Virgin" eigentlich nur um einen Mann mit Riesenpenis geht oder ob man denn Trinkgeld geben soll, aufgetischt wird, weiß man: Ja, es ist ein Tarantino!
Wenn dann noch bei der gesamten restlichen Laufzeit makellose Schauspielleistung, krasse Dialoge und die ein oder andere kultige Gewaltszene folgen, dann ist man sich sicher, dass der Film ein Meisterstück allererste Klasse ist!
Es folgt eine Abhandlung von Fakten, die mir im Verlaufe des Denkprozesses über diesen Film aufgefallen sind:
1. Reservoir Dogs ist ein Film über einen Raubüberfall ohne das Darstellen eines Raubüberfalls.
2. Reservoir Dogs ist ein Film mit Dialogen, die teils so politisch inkorrekt sind, dass man sich im realen Leben am Liebsten umdrehen würde, hier einen aber so viel Spaß machen, dass man vergisst, dass sie politisch inkorrekt sind.
3. Reservoir Dogs ist ein nicht-chronologischer Film, dessen Erzählstruktur einfach zu durchschauen ist, allerdings nie wirkt, als wäre er nach einer Formel gedreht worden.
4. Mr. Pink hasst seinen Codenamen.
5. Wenn man Tarantino kennt und mag, weiß man, dass dieser Mann Anspruch und Coolness verbinden kann, dass er freakige und doch kunstvolle Filme machen kann (und macht), dass er mit Gewalt und Schimpforgien wie eine Dampfwalze ducrh ein Blumenbeet fahren kann aber trotzdem keiner einzigen Blüte Schaden zufügt.
Und wenn man das weiß und liebt, und wenn man die Filme Tarantinos liebt, dann - und da gebe ich euch mein Wort als Filmliebhaber - wird euch "Reservoir Dogs" gefallen, er wird euch viel Spaß und Unterhaltung auf höchstem Niveau bieten und euch eine tolle Zeit bereiten.
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WZRDOnTheMoon Thu, 07 Mar 2013 22:29:51 -0000
Antwort löschenWenn dein zweiter Absatz eine Frage war: Der Song heißt "Stuck In The Middle With You" von "Stealers Wheel"
Falls nicht, starker Kommentar ;)
Martin Oberndorf Thu, 07 Mar 2013 22:37:09 -0000
Antwort löschenWar zwar keine Frage aber trotzdem danke für die Anteilnahme. :)
movie.critic Thu, 07 Mar 2013 11:10:37 -0000
Kommentar löschenDiesen Film habe ich erst nach mehr als 20 Jahren der Veröffentlichung gesehen.
Schon vorab hatte ich viel von dem Film gehört, aber erst jetzt bin ich zum Ansehen gekommen. Das Warten hat sich Dank hochauflösendem HD wirklich gelohnt! Dank sei dem Fortschritt, denn bei der neuen Bildschärfe hat dieser Film eine ganz besondere Intensität. Zwar habe ich keinen Vergleich zu dem "alten" Filmmaterial, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bildschärfe auch schon "damals" so stechend war.
Reservoir Dogs zeigt nicht nur die Anfänge des noch jungen Tarantino, sondern damit verbunden auch den Beginn der Genialität seiner Bilder. Die Eröffnungsszene wurde meiner Ansicht nach sehr gut dargestellt. Die Kamera zeigt erst nur sehr wenige Gesichter und geht dann erst in die Totale. So kann man sich viel Besser auf das Gespräch konzentrieren und dem Wesentlichen folgen.
Die Einführung der Charaktere folgt dann, für Tarantino üblich, im Verlauf der Story. So setzt er nicht alle Rollen auf einmal in der Gänze ins Bild, sondern einen nach dem Anderen.
Die Darstellung der Gewalt finde ich absolut meisterlich. Jede brutale Szene ist nur der Hauch eines Augenblicks und so ist vielmehr das wichtig, was davor und danach geschieht.
Für jeden Tarantino-Gegener sei damit gesagt: Quentin zeigt meist nicht die Brutalität des Menschen an sich, sondern die Auswirkungen und Veränderungen von brutalen Taten.
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gabriel.rost.77 Thu, 28 Feb 2013 20:43:12 -0000
Kommentar löschenIch lernte diesen Film erst bei der Zweitsichtung (die ein paar Jahre nach der Erstsichtung stattfand) wirklich schätzen. Davor fand ich ihn eher langweilig, weil mir darin zu viel geredet wurde und zu wenig passierte. Damals wusste ich eben noch nicht, dass es bei diesem Film eben genau darauf ankommt. Heute gefällt er mir wirklich gut.
Hier finden sich bereits viele Elemente aus Tarantinos späteren Werken, z.B. die antichronologische Erzählweise, die schrägen Charaktere sowie Zitate aus der und Dialoge über die Popkultur. So gut wie jeder Schauspieler liefert eine tolle Leistung ab, die Dialoge sind witzig und intelligent und dazu kommt noch ein cooler Soundtrack. Warum kriegt der Film dann nicht die Höchstwertung? Weil mir etwas fehlte, was den Film von einem guten zu einem besonderen macht. Mit den Charakteren konnte ich mich nur teilweise identifizieren, wodurch auch keine richtige Spannung aufkommen konnte.
[SPOILER: Und dass der Gangsterboss den Spitzel am Ende nur deswegen erschießen will, weil sein Instinkt ihm das sagt, erscheint mir zu einfach. Für mich wäre das glaubwürdiger rübergekommen, wenn er tatsächlich einen Beweis hätte. Allerdings könnte Mr. White ihm dennoch keinen Glauben schenken, sodass der Mexican Standoff genauso stattfinden könnte. Wie gesagt, ich finde, man hätte das ein bisschen besser lösen können.]
Aber ansonsten ist das, wie gesagt, ein toller Film und für ein Erstlingswerk schon sehr beachtlich. Im Übrigen finde ich die FSK-Freigabe ab 18 übertrieben. Ich habe den das erste Mal gesehen, bevor ich 18 war, und da hat mich das auch nicht vom Hocker gehauen. Brutal ist der Film zwar schon (und auch der ernsthafteste von Tarantinos Filmen), aber ich finde, in anderen Filmen, die ab 16 freigegeben sind, sieht man viel brutalere Szenen. Diesen hier hätte man ebenfalls genausogut ab 16 freigeben können. Das hätte keinen Unterschied gemacht.
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WZRDOnTheMoon Sun, 17 Feb 2013 17:44:40 -0000
Kommentar löschen"Reservoir Dog" ist Tarantinos einfach gestricktes Erstlingswerk ohne tiefgründige Story. Die Eröffnungssequenz im Café ist der Hammer, die Dialoge sind trocken, spaßig und humorvoll, haben aber stellenweise eine mir endlos vorkommende Zeit gedauert, was den Film teilweise etwas träge machte. Im Gegensatz zu den Nachfolgefilmen ist alles zu unspektakulär, was nicht heißen soll das der Film keinen Spaß macht - ich meine, jeder hat mal klein angefangen und aus dem Budget hat Quentin das Beste rausgeholt.
Schauspielerisch hat mich Tim Roth als Mr. Orange sofort begeistert, ansonsten waren es solide Leistungen des restlichen Cast - schade das Steve Buscemi etwas untergegangen ist. Hier hat Q mit der exzessive Gewalt schon mal den Grundstein für zukünftige Filme gelegt, die kam auf keinen Fall zu kurz - dafür aber die Musik - ein paar Klassiker hätten den Streifen noch etwas besser erscheinen lassen. Trotzdem ein überdurchschnittliches Filmdebüt, trotz kleiner Schwächen.
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julian.voland Sat, 16 Feb 2013 13:10:07 -0000
Kommentar löschen"Hast du jemanden erschossen?"
"Ein paar Bullen."
"Nur Bullen, keine richtigen Menschen?"
"Nur Bullen."
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jan.oellingrath Sat, 13 Apr 2013 18:55:24 -0000
Antwort löschenwahrscheinlich der Grund waurm der Film hier jahrelang indiziert wahr
HellGreetings Mon, 11 Feb 2013 17:47:59 -0000
Kommentar löschen"Why am I Mr. Pink?" "Because you're a faggot, alright?"
"Reservoir Dogs" ist Tarantinos dritter äh zweiter äh erster Film. Ein Heist-Movie, der gar keinen Heist zeigt und gleichzeitig einer von vielen Startschüssen des Indie-Films war. Hab ich was vergessen?
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doktormovie Sun, 10 Feb 2013 17:29:32 -0000
Kommentar löschenTypischer Tarantino!Coole Schauspieler,geile Dialoge etc.
Es gab zwar ein paar Längen,aber das macht doch nichts!
Kommt zwar nicht an Pulp Fiction ran,aber trotzdem genial!!!
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beast667 Tue, 05 Feb 2013 15:48:40 -0000
Kommentar löschenVor Ewigkeiten gesehen, typischer Tarantino, aber mit Längen........ Hat aber jeder seiner Filme, sei Ihm verziehen.
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doktormovie Sun, 10 Feb 2013 14:11:39 -0000
Antwort löschenJap,obwohl er der kürzeste ist ;)
Finnigan Wed, 30 Jan 2013 19:01:27 -0000
Kommentar löschenEine Gruppe von Männern, in Anzügen gekleidet, sitzt in einem Lokal gemeinsam am Tisch. Wir wissen noch nicht wer sie sind, wir wissen noch nicht, was sie verbindet. Alles, was wir zunächst erfahren, ist die Tatsache, dass sie offenbar einen Hang zu außergewöhnlichen Diskussionen haben - denn wir platzen mitten in eine Debatte über die unterschwellige Botschaft von Madonnas »Like A Virgin«. Und diese Szene, der Beginn von Reservoir Dogs, markiert die Geburt eines Kult-Regisseurs: Quentin Tarantino.
Dabei hätte es Reservoir Dogs so wir ihn kennen fast gar nicht gegeben. Tarantino wollte unbedingt seinen Film drehen und hätte das auch als Low-Budget-Produktion durchgezogen. Doch über seinen Freund und Produzenten Lawrence Bender erreichte das Drehbuch schließlich über mehrere Ecken keinen Geringeren als Harvey Keitel, der sich begeistert von dem Script zeigte und die Tore für eine größere Produktion öffnete. Wenn man so will, kann man Harvey Keitel also wohlmöglich als Geburtshelfer für Tarantino als Kultobjekt betrachten.
Viele lieben ihn, noch mehr hassen ihn, einige halten ihn für einen Gott, andere für gnadenlos überschätzt. An Tarantino scheiden sich die Geister. Die Frage kann und soll hier gar nicht thematisiert werden, doch auch Tarantino-Gegner werden wohl neidlos anerkennen müssen, dass seine Filme offenbar etwas an sich haben, das für eine inzwischen nicht allzu kleine Fanbase gesorgt hat.
Schon Reservoir Dogs zeigt Vieles von dem, was einen typischen Tarantino-Streifen ausmacht. Coole Charaktere, faszinierende Dialoge, fantastischer Soundtrack, diverse popkulutrelle Referenzen und natürlich eine nicht geringe Menge Kunstblut.
Allerdings wirkt Reservoir Dogs stellenweise doch noch etwas unausgereift – es ist nicht zu verkennen, dass Autor/Regisseur Quentin Tarantino hier noch etwas in der Findungsphase ist. Und ungeachtet seiner moderaten Laufzeit lässt sich die eine oder andere Länge nicht verkennen. Nichtsdestotrotz ein beeindruckender Debüt-Film, der Tarantino schlagartig berühmt gemacht hat. Zunächst als neue Hoffnung am amerikanischen Independent-Kino gerühmt, trat er schnell seinen Siegeszug zu den Größen in Hollywood an – ohne jedoch seine Wurzeln zu vergessen. Seine Filme mögen teurer geworden sein, seine Produktionen aufwändiger – nichtsdestoweniger ist er in der Regel sich (und seinen Fans) treu geblieben. Alle seine zukünftigen Filme sollten seine Handschrift unverkennbar tragen.
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AJAY Tue, 22 Jan 2013 19:02:11 -0000
Kommentar löschenMan nehme ein jungen Regisseur mit neuen Ideen und Visionen und ein großartiges Schauspiel Esemble und schon hat man Filmgeschichte geschrieben und ein ausschlaggebendes Filmdebüt abgelegt. Quentin Tarantino ist einer davon und beweist sogar bis heute das Atmosphäre und Estetik wichtiger sind als visuelle Effekte und CGI.
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Jim Vega Thu, 24 Jan 2013 19:33:17 -0000
Antwort löschenIch nehme einfach mal an, dass du von "Ästhetik" gesprochen hast und möchte hinzufügen, dass man anhand von Tarantinos "Death Proof" auch wunderbar sehen kann, dass auch Action im Sinne von Verfolgungsjagden komplett ohne CGI funktioniert.
Freidenker Tue, 22 Jan 2013 16:27:12 -0000
Kommentar löschen"Reservoir Dogs" ist ein wirklich sehr gelungenes Regiedebüt des Kultregisseures Quentin Tarantino.
Der Film beginnt recht harmlos mit Männern, die in einem Café sitzen und über Madonna und Trinkgeld reden.
Danach beginnt jedoch ein spannender und knallharter Film über ein missglückten Raubüberfall.
Das was diesen Film dabei so auszeichnet ist,das die Handlung nicht chronologisch ist, sondern das man eine Grundhandlung geboten bekommt,die sich mit den Folgen des missglückten Raubüberfalls beschäftigt,wobei erst die diversen Rückblenden schließlich ein Gesamtbild ergeben,wobei interessanterweise der eigentliche Überfall nie gezeigt wird.
Schon dieses Regiedebüt hat dabei typische Tarantino Merkmale,wie großartige Dialoge,einen super Soundtrack und ein hohes Maß an Gewalt.
Auch die Charactere sind wirklich klasse und sehr gut gespielt,vor allem Harvey Keitel, Steve Buscemi und Michael Madsen,als psychopathischer Mr. Blonde sind einfach großartig.
Alles in alles ein wirklich beeindruckendes Erstlingswerk von Tarantino.
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LauraMi Sun, 20 Jan 2013 17:28:40 -0000
Kommentar löschen"Are you gonna bark all day, little doggie, or are you gonna bite?"
Ach Michael Madsen, Harvey Keitel, Chris Penn, Steve Buscemi und Tim Roth in einem Film und der is dann auch noch von Quentin Tarantino! What's not to like about that?
Wieder mal ein super Film von Tarantino, vor allem von Roth war ich begeistert! Und natürlich wenn Madsen zu Stuck in the middle with you tänzelt :)
Bei meiner persönlichen Rangliste trotzdem hinter Django, den Basterds und Pulp Fiction!
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T00BI Fri, 18 Jan 2013 21:36:07 -0000
Kommentar löschenDas ist er also, Tarantino's Regiedebüt "Reservoir Dogs". Lange hab ich diesen Streifen vor mich her geschoben, nun aber endlich zu Gesicht bekommen. Die Handlung ist schlicht einfach. Joe Cabot und sein Sohn Eddie stellen ein Team aus 6 Männern mit den Decknamen Mr. Pink, Mr. Blonde, Mr. White, Mr. Brown, Mr. Blue und Mr. Orange auf, um einen Diamantenladen ausrauben. Doch das geht total in die Hose, da sie von jemandem aus den eigenen Reihen verpfiffen worden sind. Der Überfall artet folglich in eine Schießerei mit der Polizei aus, wobei einige mit den Diamanten entkommen und sich in ihr Versteck, einer alten Lagerhalle, retten können. So beginnt das Kammerspiel bzw. die Suche nach dem Verräter.
"Hier sind eure Namen: Mr. White, Mr. Blue, Mr. Blonde, Mr. Brown und Mr. Pink." - "Warum bin ich Mr. Pink?" - "Weil du ne Schwuchtel bist, darum!"
Wem brutale, blutige Szenen mit viel schwarzem Humor nicht gefallen, der wird mit "Reservoir Dogs" nicht froh. Anderseits aber wird man in gewohnter Tarantino-Manier prächtig unterhalten. Obwohl der Film fast nur in einer alten Lagerhalle spielt und nur durch Rückblenden, die die einzelnen Beteiligten vorstellen, die Szenerie wechselt, weiß er durchgehend zu fesseln. Das liegt vor allem an den wie gewohnt klasse Dialogen und überzeugenden Schauspielern. Jeder der Charaktere ist interessant, sei es Steve Buscemi als Mr. Pink, der in der Regel nie Trinkgeld gibt, oder aber Chris Penn als Eddie. Am besten hat mir jedoch Michael Madsen in seiner Rolle des psychopathischen Mr. Blonde gefallen. Madsen hat vor der Kamera eine unglaubliche Präsens und strahlt eine gewisse Coolness aus, wodurch seine Rolle dem Zuschauer im Gedächtnis bleibt. Die Szene von ihm mit der Geißel im Lagerhaus gehört für mich zu den absoluten Höhepunkten im Film, neben dem genialen Anfangsdialog.
"Ihr solltet nicht so harte Spielchen spielen, sonst fängt noch jemand an zu weinen…"
Einzig das Ende kam mir etwas zu abrupt, da hätte ich mir vielleicht etwas Anderes gewünscht, was aber nicht heißt, dass das Ende schlecht ist.
SPOILER
Was mich auch etwas gestört hat war, dass Mr. White in der Mexican stand-off Szene Joe und Eddie erschießt, obwohl Eddie ihn vorher schon angeschossen hat. Das kam mir etwas ungläubig rüber.
SPOILER ENDE
FAZIT:
"Reservoir Dogs" ist ein mehr als nur gelungenes Regiedebut von Quentin Tarantino und kann durch geniale Dialoge, überzeugenden Schauspielern/Figuren und einer sehr guten Erzählweise punkten. Zudem weiß der Film in jeder Sekunde zu fesseln und unterhält den Zuschauer auf ganzer Linie. Abgerundet wird das Ganze von einem tollen Soundtrack, von dem man so manches Lied noch länger im Kopf behält und vor sich hin summt:
"Clowns to the left of me, jokers to the right, here I am, stuck in the middle with you."
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cinram Sun, 20 Jan 2013 16:26:46 -0000
Antwort löschenStimmt! Der ominöse Tanz von Michael Madsen vor der Folterszene zu der absolut geilen Mucke von der Band "Stealers Wheel" hat einen wahnsinns- Erinnerungswert!
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T00BI Sun, 20 Jan 2013 17:47:15 -0000
Antwort löschenAbsolut! Ich musste mir die Szene nach dem Film noch ein paar mal auf Youtube angucken, weil sie so klasse ist!
Martin Oberndorf Thu, 07 Mar 2013 06:59:51 -0000
Antwort löschenMit Ausnahme deiner Ansicht zum Ende muss ich dir vollkommen zustimmen.
Einer der besten Filme überhaupt für mich.
FilmFan92 Fri, 18 Jan 2013 17:34:26 -0000
Kommentar löschenGrandioser Streifen. Perfekt besetzt (auch wenn Tarantino sicherlich hinter der Kamera talentierter ist, aber viel Leinwandzeit hat er sowieso nicht.) , brutal, spannend, humorvoll, im Endeffekt aber mehr Thriller/Drama als Komödie. Lacher sind trotzdem garantiert, alleine schon in der tollen Anfangsszene oder wenn sich Steve Buscemi über die Namensvergabe ärgert. Ein Film, der auch bei mehrmaliger Betrachtung nicht an Unterhaltungswert verliert, sondern eher von Mal zu Mal besser wird, mit Tarantino-typischen Dialogen und tollen Charakteren. Ob es Tarantinos bester Streifen ist, kann ich nicht sagen, dazu ist seine Filmographie einfach zu gut, als das man den "besten Film" küren könnte. Auf jeden Fall kann ich aber sagen, dass Reservoir Dogs ein grandioser Gangster-Film ist und zu den meines Erachtens besten Debüt-Filmen gehört.
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Chad Fri, 18 Jan 2013 09:40:06 -0000
Kommentar löschenDer Film ist durchaus sehenswert. Kann allerdings nicht mit den Folgewerken Tarantinos mithalten, und ist kaum verwunderlich.
Gerade durchs geringe Produktionsbudget, einfachem Szenenbild und einem sehr überschauberen Plot, sorgte Tarrantinos Regiearbeit berechtigterweise für den beginnenden Hype um sein Schaffen. Hätte ich den Film daher noch vor Pulp Fiction, Kill Bill und Inglorius Basterds gesehen, fiele die Wertung höher aus. So allerdings begeisterten mich eben genannte weitaus mehr als es Reservoir Dogs tat.
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filmschauer Tue, 15 Jan 2013 17:59:41 -0000
Kommentar löschenMadonna, Trinkgeld, Vorspann und dann... plötzlich nur ganz viel Blut. So ungewöhnlich sich der Karrierebeginn des damaligen Videotheken-Mitarbeiters Quentin Tarantino gestaltet hat, so fernab des gewohnten Kinos präsentiert sich auch sein Debütfilm. "Reservoir Dogs" nennt sich das narrativ wie inszenatorisch wegweisendes Exemplar, aus heutiger Sicht weder eine cineastische Eintagsfliege, noch ein hoffnungsvoller, aber deutlich fehlerbehafteter Erstlingsversuch, sondern der erste veritable Meilenstein im aufkommenden Tarantino-Universum. Schon hier zeigen sich seine stilistischen Vorlieben auf: ausgeprägte Dialogszenen, sei es lediglich popkultureller Trash-Talk, ikonografische Kameraeinstellungen, kultverdächtige Musikstücke aus der Vergangenheit und das bewusste Aufbrechen von altbekannten Erzählstrukturen sind nur einige Elemente. Mit den Erwartungen des Zuschauers wird gekonnt gespielt, was sich hier durch die langen Lagerhallenszenen mehr denn je manifestiert. Ein Heist-Film ohne den eigentlichen Inhalt, sondern nur mit der Tatsache, dass etwas bei der zuvor amüsant eingeführten Gangsterbande während des Diamantenraubes gehörig schiefgelaufen sein muss. Man könnte sich ob dieser Überraschung leicht vor den Kopf gestoßen fühlen, doch darüber zu sinnieren bleibt nach dem ersten Moment gar nicht mehr viel Zeit, denn schon gleich lauscht man wieder den Beteiligten ob der misslichen Lage.
Nun zeigt sich das wahre Glanzstück von "Reservoir Dogs": das genussvolle Entschlüsseln des nie gezeigten Überfalls anhand diverser Puzzleteilchen, die nach und nach eingestreut werden, während quasi in Echtzeit das blutige Verweilen in der Hinterhofhalle fortgeführt wird. Das beengte Setting ist zwar einerseits sicherlich vorteilhaft für das Produktionsbudget gewesen, andererseits eben auch effektiv bei der Erzeugung von einer bedrohlichen Atmosphäre, die man schnell mit den übrig gebliebenen Banditen teilt. Wem ist hier überhaupt noch zu trauen und wem keineswegs? Nicht groß zu erwähnen ist, dass dafür das männliche Darstellerensemble seinen gehörigen Teil dazu beiträgt, bei dem man gar nicht erst jemanden so recht hervorheben möchte. Dem ist auch zu verdanken, das ein nicht unwesentliches Geheimnis bis zum Finale bewahrt werden kann. So abrupt, wie man in diese Szenerie geworfen wird, so unmittelbar wird man auch aus der Geschichte herausgezogen - mit dem wohligen Gedanken, dass ein solch simples und gleichzeitig sehr ausgetüfteltes Erstlingswerk schon fast einem Idealtraum eines potentiellen Filmemachers gleichen muss. Die zahlreichen Nachahmer-Versuche in den 90er Jahren beweisen es.
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