Reservoir Dogs

Reservoir Dogs (1992), US Laufzeit 99 Minuten, FSK 18, Drama, Thriller, Kinostart 10.09.1992


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
8.0
Kritiker
84 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.0
Community
28817 Bewertungen
306 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Quentin Tarantino, mit Harvey Keitel und Tim Roth

In Quentin Tarantinos Debütfilm Reservoir Dogs suchen sechs Gangster nach einem verpatzen Überfall den Verräter in den eigenen Reihen.

Mr. White (Harvey Keitel), Mr. Orange (Tim Roth), Mr. Blonde (Michael Madsen), Mr. Pink (Steve Buscemi), Mr. Blue (Edward Bunker), Mr. Brown (Quentin Tarantino) und Nice Guy Eddie (Chris Penn) sitzen in einem Café. Sie haben sich zuvor noch nie gesehen oder miteinander gesprochen. Voneinander wissen sie nur ihre Decknamen und, dass sie ein gemeinsames Ziel haben: einen Juwelier zu überfallen. Aber genau im richtigen Moment taucht die Polizei auf und lässt den Coup platzen. Es bricht Panik aus und es kommt zur Schießerei, in der etliche Polizisten und unschuldige Passanten sterben. Kurze Zeit später findet sich die Bande am vereinbartem Treffpunk ein. Ihnen ist klar, dass der Tip an die Polizei von einem der Beteiligten gekommen sein muss.

Hintergrund & Info zu Reservoir Dogs
Quentin Tarantino feierte mit Reservoir Dogs – Wilde Hunde sein Regiedebüt. Steve Buscemi gewann für seine Rolle als ‘Mr. Pink’ 1992 den Independent Spirit Award als Bester Nebendarsteller; Tarantino und der Film wurden als bester Regisseur bzw. bester Film für den gleichen Preis nominiert. Reservoir Dogs – Wilde Hunde weist eine typische Tarantino-Charakteristik auf, für die auch seine Folgefilme bekannt sind: Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt, sondern enthält viele Rückblenden und Schnitte.

In Interviews deutete Tarantino des öfteren darauf hin, dass Mr. Blonde alias Vic Vega mit dem von John Travolta gespielten Vincent Vega aus Pulp Fiction verwandt sei; eventuell handele es sich sogar um Zwillinge. Ein weiterer Zusammenhang zwischen den Filmen besteht durch die Krankenschwester Bonnie. Diese wird in Reservoir Dogs – Wilde Hunde im Gespräch erwähnt und in Pulp Fiction von hinten gezeigt. (JP)

  • 37795279001_792960204001_th-792953793001
  • 37795279001_671040595001_ari-origin06-arc-168-1289408510879
  • Reservoir Dogs - Bild 4561768
  • Reservoir Dogs - Bild 4561690
  • Reservoir Dogs - Bild 4561677

Mehr Bilder (25) und Videos (5) zu Reservoir Dogs


Cast & Crew


Kommentare (288) — Film: Reservoir Dogs


Sortierung

fraghalt

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Klein, fein, schmutzig. Sehr verschachtelt die Story. Aber man begreift ihn, versteht ihn noch mit 2,4Promille.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Gladiator11

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser film ist der Beweis, das man nicht Special effekts und 100 Mio. von US Dollar braucht, um einen guten Film zu drehen.

Normalerweise mag ich Tarantino's Filme nicht, aber Reservoir Dogs ist Kult.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Oehli

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Meines Erachtens der beste Tarantino.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

huababuar

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Lange versauerte die Special Edition von "Reservoir Dogs" in meinem DVD-Regal und nach der heutigen Sichtung stellt sich mir die Frage: WARUM ZUR HÖLLE HABE ICH DIESEN FILM NICHT SCHON VIEL EHER FÜR MICH ENTDECKT?!

Altmeister Tarantino zeigt schon in seinem Kinodebüt Ansätze seiner komplett andersartigen Regiearbeit: Skurrile Charaktere, eine dialoglastige Handlung und Zeitsprünge, die den Zuschauer dazu zwingen sich zu konzentrieren, um ja nichts zu verpassen. Dazu muss man sagen, dass man diese Art von Film einfach mögen muss. Ich habe viele Freunde, die mit einem "Tarantino" überhaupt nichts anfangen können, ihn sogar als langweilig bezeichnen. Ich aber liebe seine Art und bin nach "Inglourious Basterds" und "Django Unchained" ein drittes Mal geflasht. "Pulp Fiction" tummelt sich bei mir auch noch irgendwo, der ist dann demnächst dran ;)

Genug palavert, jetzt zu den tarantinoesken Einzelheiten von Reservoir Dogs:

Die Story:
Grundsätzlich geht es um einen Juwelierraub, der von sechs Männern mit den Decknamen Mr. White, Mr. Pink, Mr. Orange, Mr. Blonde, Mr. Blue und Mr. Brown begangen wird. Doch etwas läuft schief, die Polizei schlägt auf und alle sind sich sicher: Unter ihnen ist eine Ratte, die den Coup fast zum Scheitern gebracht hätte. An sich ist die Geschichte natürlich nicht sonderlich spektakulär, aber was Tarantino daraus macht, ist einsame Spitze.

Skurrile Charaktere:
Davon gibt es genügend und um es vorweg zu nehmen: Die sind allesamt hervorragend, authentisch und kein Stückchen drüber gespielt. Hervorheben möchte ich aber vor allem Michael Madsen als Mr. Blonde - die coolste Sau im ganzen Film. Abgebrüht, charismatisch und einfach nur geisteskrank. Ob mit Soda an einem Pfeiler lehnend oder tanzend zu den Klängen der 70er - Mr. Blonde könnte genauso gut Mr. Perfect heißen und ist mein persönlicher Held der "Reservoir Dogs". Aber auch Harvey Keitel, Steve Buscemi und Tim Roth als Mr. White/Pink/Orange sind perfekt besetzt. Selbst Tarantino als Mr. Brown hat eine kleine, wenn auch nicht anspruchsvolle Rolle.

Die Dialoglastigkeit:
Eine Eigenschaft, die Tarantino immer wieder vorgeworfen wird. Kann ich einfach nicht verstehen, schließlich handelt es sich hier ja nicht um irgendwelche wirren Sätze, sondern um das mitunter Beste, was ein Drehbuchautor je zu Papier gebracht hat, um die Creme de la Creme der Dialogkunst. Egal ob gerade über die Bedeutung von Madonnas "Like a Virgin" sowie die Relevanz von Trinkgeld philosophiert wird oder Mr. Orange seine Story vom Bahnhofsklo erzählt. Tarantino trifft immer den richtigen Ton und das ist schon die halbe Miete für einen DER Kultfilme aus den frühen 90er Jahren.

Die Zeitsprünge (minimale Spoiler enthalten):
Sich bei seiner ersten Regiearbeit an so eine Erzählstruktur heranzuwagen, zeugt schon von enormem Selbstbewusstsein. Die wie bereits erwähnt eher unscheinbare Story wird durch etwaige Flashbacks und weitere Spielchen mit der Zeit komplex erzählt. Ein Mittel, das Tarantino immer wieder gerne einsetzt, um seine Story aufzupimpen. Auch in "Reservoir Dogs" funktioniert das hervorragend. So wird beispielsweise gezeigt, wie die letztendlich wichtigen Charaktere zu diesem Job kamen und so einer nach dem anderen aus dem möglichen Kreis der Maulwürfe ausgeschlossen.

Trotz wenig Action glänzt "Reservoir Dogs" mit Spannung, einer gewissen kammerspielartigen Enge, roher Gewalt und einem starken, zum Mitwippen einladenden Soundtrack. Wer mit Tarantinos Stil zurecht kommt, der kann mit diesem Streifen nichts falsch machen und wird genau wie ich enorme Freude an kurzweiligen 95 Minuten haben.
Ich habe lange überlegt, ob ich die 10 Punkte gebe. Aber da warte ich lieber "Pulp Fiction" ab, vielleicht setzt der ja (wie viele behaupten) nochmal was drauf. Bis dato ist "Reservoir Dogs" jedenfalls der beste Tarantino, den ich bislang gesehen habe - sogar noch knapp vor "Django Unchained", der von mir ebenfalls 9,5 Pkt. bekommen hat.

"Hey, why am I Mr. Pink?" - "Because you're a faggot."

"Are you gonna bark all day little doggie? Or are you gonna bite?"

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

BenAffenleck

Antwort löschen

DOGS geht immer, weil der auch noch schön kurz & knackig ist. Gefällt mir unterm Strich auch noch etwas besser als PULP. Nur an DJANGO kommen sie alle nicht ran ;-)


huababuar

Antwort löschen

Pulp muss ich noch sehen, Django fand ich wie gesagt auch hammer aber ein stück unter Dogs ;)


Amazing

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Genialer Heist Movie! Tarantinos erstes eigenes Werk weißt die meisten bekannten Merkmale des berühmten Regisseur bereits auf. Ich hatte zu Beginn relativ niedrige Erwartungen an den Film, doch dieser überzeugte mich im hohen Bogen. Ein toller Film.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

coffeejunkyjules

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Allein die Filmmusik macht diesen Film für mich schon so besonders! Tolle Songs, tolle Schauspieler, toller Film!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

gassifan2410

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der erste Tarantino - ENDLICH auch mal gesehen, Netflix sei Dank!
Kein klassischer heist movie, wo der Banküberfall selbst die Hauptrolle spielt.
Hier wird eher das Scheitern des Überfalls beleuchtet.
Die Darsteller überzeugen durch die Bank weg und der Film hat bereits alle wichtigen Elemente, die wir heute bei Tarantino-Streifen so lieben.
Sollte jeder Filmfan mal angeschaut haben!
PS: Es war außerdem richtig krass für mich Steve Buscemi und Tarantino so jung zu sehen :-D

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

arzutomta

Antwort löschen

Den Film muss man gesehen haben.


ElmStreet84

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Quentin Tarantino, eine Legende, ein Vorbild, und vorallem... einer von uns! :D Denn was vielleicht einige nicht wissen; er liebt Filme genauso wie wir, und besitzt geradezu ein enzyklopädisches Wissen (ob das richtig geschrieben ist, bin ich mir nicht Sicher! Wenn nicht, dürft ihr die Buchstaben, die da nichtzugehören selbstverständlich behalten! :D) über jede Einstellung jedes Produktionsjahr und wer beim Film Regie geführt hat, dass es schon fast wieder geisteskrank sei, wie die Schauspielerin Daryl Hannah einst behauptete. Und naja, in einer gewissen Form ist es schon auch etwas krank, aber wenn ich Tarantino zuhöre, höre ich einfach nur ein unglaubliches Maß an Liebe zu Filmen heraus, mit der wir im Prinzip ja alle infiziert sind, der eine mehr, der andere weniger.

Und so konnte es wohl nicht sehr lange dauern bis nach seinem bedauerlicherweise im Schneiderraum verbrannten ersten Kurzfilm 1986 sein erster richtiger Streifen in die Kinos kommt. Und das mit der Unterstützung von niemand anderem als Harvey Keitel himself. Und dass er Quentin Tarantino damals so viel Vertrauen entgegenbrachte und ihn bei der Produktion unterstützte, dafür bin ich ihm unglaublich dankbar. Denn so hat er uns einen der einflussreichsten, erfolgreichsten und gleichzeitig auch großartigsten Filmemacher überhaupt geschenkt. Denn mittlerweile sind seine Filme so speziell geworden, dass es bei jedem seiner Filme nurnoch heißt, er sei von Quentin Tarantino und nicht mit dem und dem Schauspieler, und wenn jemand im Laufe von 25 Jahren so etwas schafft, dann muss er schon echt gut sein. Und das hat er mit "Reservoir Dogs - Wilde Hunde", seinem ersten richtigen Feature-Film, 1991 schon bewiesen, indem er die brutalsten Elemente, die er im Laufe seiner Karriere noch so manche male benutzen würde, schon damals angehaucht hat, indem er Michael Madsens Hand gesteuert und dem auf dem Stuhl gefesselten, enstellten Polizisten sein rechtes Ohr abschnitt. Und auch in anderen Kategorien läßt sich das Konzept des Filmemachers auch hier schon sehr leicht erkennen. In einem Interview hat er auf die Frage, warum die Charaktere in seinen Filme eigentlich so gewalttätig handeln, dass er die Gewalt schon immer als eine außergewöhnliche Erzählweise und Stilmittel des Kinos gesehen habe und sie somit auch gerne in seinen Filmen zur Schau stelle. Aber auch sein Können als Erzähler kann man bei "Reservoir Dogs" schon schnell erkennen. Schon die Geschichte ist so neu und speziell dass dieser Film Tarantinos Durchbruch bedeuten MUSSTE, und man schnell die Einzigartigkeit seines Schaffens bemerkte. Denn er ist kein normaler Heist, der die Geschichte einer Gruppe von Kriminellen erzählt, die einen Raubüberfall planen und durchführen. Nein, der Überfall ist schon längst passiert und die Gruppe von unterschiedlichsten Charakteren muss sich überlegen, wie sie nach der Flucht dem Gestz für immer spurlos entkommen. Und ab da knüpft der Film an, bzw. ist dort sein Anfang, nachdem man die toll gefilmte Szene am Tisch im Kafee bewundern durfte, in der sich die acht befreundeten Personen während des Essens über die Schlampenhaften Gedanken Madonnas und ihren Songs "True Blue" und "Like a Virgin" und noch zahlreichen anderen Titeln der 60er und 70er Jahre unterhalten, in der sich nocheinmal erneut zeigt... Quentin Tarantino bringt gerne etwas ein, ob es um Musik geht, die er mag, oder um Filme, auf die er Anspielungen macht, weil sie ihn geprägt haben oder ihm als er sie im Kino sah gefielen. Macht schonmal auch nicht jeder Filmemacher, zumindest würde mir auf die Schnelle keiner einfallen. Und dadurch wird auch seine persönliche Liebe zum Film und auch zum Kino sichtbar, die wahrscheinlich so groß und so umfangreich ist, wie bei keinem anderen... Menschen auf der Welt! :)
Jamie Foxx sagte einmal über Tarantino "Er weiß so unglaublich viel über Filme! Wenn du einen Film mit Quentin Tarantino schaust, kann er dir in jeder Szene sagen, welche Einstellung da gerade in dieser Szene benutzt wird und mit welcher Kamera sie gedreht wurde!".

Und man kauft es Tarantino ab, dass er so einer ist. Einer dem Filme die Welt bedeuten, die Liebe, das Leben, und seine Berufung.
Nicht gerade ein Wunder ist es auch, dass sein Erstling "Reservoir Dogs" schon damals einschlug wie eine Bombe und ihm das Sprungbrett für eine hammer Karriere auf die richtige Höhe brachte. Vielleicht damals noch nicht so wirklich die bekannteste Besetzung neben Harvey Keitel und Steve Buscemi, aber trotzdem ein klasse Film, der es verdient hat, zu den besten aus Tarantinos Filmografie zu gehören. Toll gespielt und mit einem Mexican Standoff geendet, bei dem sich ebenso leicht erahnen läßt, welches Genre ihn außerdem noch sehr geprägt hat, aber das dürfte ja jedem, der sich, auch wenn nur perifer am Rande ein bisschen mit Tarantino beschäftigt, mittlerweile zur Genüge bekannt sein! ;)

bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Big_Kahuna

Antwort löschen

Schöner Kommi Elmi mit schönem Hintergrundwissen. ;)
Kennen sicher viele schon, aber trotzdem eine Bereicherung!
Und Quentin ist schon ein richtiger Filmliebhaber, das stimmt schon, er sieht ja auch aus wie ein Filmnerd. :p


ElmStreet84

Antwort löschen

Danke dir! Naja, die Infos im Artikel dürften eigentlich jedem schon bekannt sein, der sich ein bisschen mit ihm befasst, das stimmt schon! :) ... soso, erkennt man das jetzt auch schon am Aussehen?? :D

...mhm... ich glaube, ich genemige mir gleich mal einen dicken saftigen Kahuna Burger! :D *grins, zwinker zwinker*


Berlin42

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wäre ich Theaterregisseur, würde ich Reservoir Dogs sofort auf die Bühne bringen. Der Film ähnelt ohnehin einem Kammerspiel, da Quentin Tarantino bei seinem Erstlingswerk den Großteil seines geringen Budgets für die Schauspieler aufbrachte und die Geschichte ausschließlich von Wortwitz und Erzählungen leben ließ. Der gesamte Film spielt in einer Lagerhalle, in der sich die wohl coolste Räuberbande der Filmgeschichte nach einem gescheiterten Diamantenraub trifft. Nach und nach trudeln die Beteiligten mehr oder weniger versehrt ein und erläutern mittels Rückblenden ihre Sicht auf die Geschehnisse.

Der bunt zusammengewürfelte Haufen entpuppt sich als spannende Mischung unterschiedlichster Charaktere, gespielt von teilweise grandiosen Darstellern, wie Harvey Keitel, Michael Madsen, Tim Roth oder Steve Buscemi. Auch Regisseur Tarantino mischt sich wie später in Pulp Fiction mit einer Nebenrolle unter die Darstellerriege, was ich bei den meist sehr kurz gehaltenen Cameo-Auftritten von Regisseuren sehr spannend finde.

Die große Stärke von Reservoir Dogs sind die Dialoge, hier hat Tarantino schon zu Beginn seiner Karriere ganze Arbeit geleistet. Auch die nicht immer chronologische Abhandlung der Geschehnisse tragen einen großen Teil zur Dramaturgie des Films bei. Hinzu kommt die Tatsache, dass man den eigentlichen Raub nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekommt, dennoch den genauen Ablauf ständig vor seinem geistigen Auge abläuft. Unerreicht!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

NewNemo

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Damals für wenig Geld aber mit guten Schauspielern und Dialogen gedreht. Ein früher Tarantino, der schon das zeigt, was in anderen Filmen auch wieder auftaucht. Sehr sehenswert. Auch wegen vieler schöner Details (u.a. Silver Surfer Poster !)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

acidhouse

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Kann schon nachvollziehen, wenn manche den Film nicht mögen. Ist sehr dialoglastig. Mir gefallen die aber ausnehmend gut, ist schon an der Grenze zum Absurden. Die einfache Story ist gut erzählt. Die Schauspieler topp, Soundtrack passt. Daher fast Höchstwertung, Abzug für etwas zu wenig Action, die ja dann PF enthielt (habe ich 10 geben müssen).

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Codebreaker

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

QUENTIN TARANTINO #1 - RESERVOIR DOGS

Ich hatte vor einer Zeit mal begonnen eine Werkschau zu diesem großartigen Regisseur zu machen. Irgendwie habe ich das damals aus den Augen verloren, weshalb ich nun einfach nochmal damit beginnen will. Zudem passt auch dieser erste Film hier, damals bewertete ich ihn, nach der Zweitsichtung, mit 9. Nun sah ich ihn zum dritten Mal (und zudem zum ersten Mal auf Englisch) und erhebe ihn endlich dahin wo er hingehört, in meine Lieblingsfilmliste. Das wurde mal Zeit!

"Are you gonna bark all day little doggie? Or are you gonna bite?"

Das Spiel mit den Erwartungen ist ja immer so eine Sache. Sobald ein Film so hoch gelobt wird wie nur möglich, da erwarte ich eigentlich immer viel, zu viel. So viel, dass diese Erwartungen unmöglich erfüllt werden können. So war das bei mir, leider, bei PULP FICTION. Aber dazu äußere ich mich dann morgen. Nunja, jedenfalls habe ich da DEN besten Film überhaupt erwartet und das dann leider nicht bekommen, hier bei RESERVOIR DOGS war das jedoch anders herum. Hier war ich nicht drauf eingestellt, ich erwartete einen guten Film, ohne Frage, schließlich ist es ein Quentin Tarantino, aber ich erwartete nicht das, was ich im Endeffekt bekam. Für mich ist das hier eigentlich ein Film, der alles hat, was ich an Tarantino so liebe. Alles was seine Filme ausmacht, ist hier drin. Oder vielleicht, um es besser zu sagen, man sieht bei RESERVOIR DOGS, wohin die Reise eines Tarantino mal gehen wird. Er wirkt wie der kleine, wesentlich unscheinbarere und unbekanntere Bruder von PULP FICTION, für mich persönlich, hat dann aber doch dieser hier gewonnen.

Und dabei ist dieser Film eigentlich wirklich sehr "unscheinbar". Größtenteils spielt die Handlung nur an einem Ort, einer Lagerhalle. Nur wenn es wirklich nötig ist, sehen wir mal eine andere Szenerie. Dazu kommen eine Hand voll Schauspieler die im Mittelpunkt stehen, geniale Dialoge über Alltägliches, Belangloses und allgemein Dinge, über die niemand wirklich nachdenkt und eben schon diese unkonventionelle, überraschende Erzählweise. Es agieren abgedrehte Figuren, gespielt von noch abgedrehteren Darstellern. Eigentlich ist RESERVOIR DOGS so wenig und dennoch sagt er so viel aus, bietet so viel und hat mich jetzt drei Mal dermaßen beeindruckt.

Und das geht schon bei einer dermaßen coolen und faszinierenden Anfangssequenz los. HIER sieht man schon, wie ein Tarantino so vorgeht. Eine Gruppe von Gangster sitzt an einem Tisch und dabei legen sie die einzig wahre Interpretation von Madonnas "Like a Virgin" dar und philosophieren darüber inwieweit man Trinkgeld geben sollte oder nicht. Das wirkt einfach so cool, so geil, so lustig! Und im Endeffekt denkt man ja wirklich darüber nach, würde man sonst nicht machen, aber Tarantino macht es. So schlicht, so einfach und trotzdem (oder gerade deshalb) so genial!

Und dann haben wir eben diese, hier schon, schlau durchdachte Erzählweise. Unchronologisch, unkonventionell, neu, aber gerade deshalb so toll. Eine einfache Story über einen Überfall, so verworren erzählt und dann so vielsagend. So vielfältig! Hinzukommen dann viele erinnerungswürdige Szenen, Dialoge und ikonische Zitate. Jedes Mal funktioniert Michael Madsen als Mr. Blonde der zu "Stuck in the Middle with you" herumtänzelt und dabei diesen Gewaltakt vollführt super. Wieder und wieder finde ich es einfach extremst witzig wie Mr. Pink versucht seinen Namen zu tauschen. Gerade weil dieser Film eben eigentlich so wenig hat, wird deutlich, dass hier ALLES, jeder Satz, jede Szene so geil sitzt, so super funktioniert. Das ist einfach grandios. Und dann ist eben noch ein Faktor ganz wichtig: die Figuren. Ich würde sogar sagen, dass sie eben auf den ersten Blick schon fast farblos (Höhö) und "gewöhnlich" wirken, was aber eben nicht so ist. Mr. Pink zum Beispiel, mit Abstand meine Lieblingsfigur im Film, wie er anfangs dagegen argumentiert Trinkgeld zu geben oder eben der Psycho Mr. Blonde, dann noch der weise und eigentlich echt versöhnliche Mr. White und und und. Genial!

Und ich muss es einfach nochmal sagen, dieser Film wirkt nie langweilig, stets spannend und interessant, zudem einfach "cool". Der Soundtrack stimmt, durch bestimmte Szenen beißt er sich einfach in das Gedächtnis eines jeden Zuschauers und auch die Figuren stimmen. Was soll man anders sagen? Für mich sieht man hier einfach an, was einmal aus Tarantino wird. Alles was ihn, für mich, ausmacht: diese Dialoge, der Erzählstil, die tollen Figuren und so weiter, all das ist hier drin. Aber eben in einer kleinen Form, in einer kleinen Aufmachung, fast schon so als wolle er sich eigentlich noch zurückhalten, aber gerade da schafft er so ein Meisterwerk. Als ich RESERVOIR DOGS zum ersten Mal sah, hat er mir gefallen. Beim zweiten Mal, war mir dann schon klar, dass er irgendwann mal auf dieser Liste der Lieblingsfilme landen wird und jetzt, nach dem dritten Mal sehen, ist es schließlich soweit. Und eines ist sicher, diesen Film werde ich bestimmt noch oft sehen, sehr, sehr oft. Jeder der ihn nicht kennt, UNBEDINGT nachholen!

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten

jacker

Antwort löschen

Erwartungen können so einiges zu Fall bringen, deswegen versuche ich bei neuen Filmen mittlerweile sogar Hypes einfach nicht mitzubekommen, habe sogar Wertungen auf dem Dashboard ausgeblendet und nur noch Kommentare angezeigt - klappt aber nicht immer sie zu meiden und bei nem Klassiker wie PF ist das natürlich gänzlich unmöglich die allgemeine Meinung nicht mitzubekommen ;)


Codebreaker

Antwort löschen

Genau, das ist mir auch ziemlich bewusst geworden, so über die Zeit. Ich versuche eigentlich auch mich nicht großartig von vorherrschenden Meinungen leiten zu lassen, aber manchmal klappt das eben nicht. Schade, nicht zu ändern, ich gebe aber mein bestes. :D


djstoewi

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Ein Film den man sich immer wieder ansehen kann. Einfach genial wie man solch großartigen Film mit so wenig Budget drehen kann. Mag ja Interpretationssache sein aber beim letzten Mal ansehen dachte ich am Ende:Hauptsache der der am Anfang kein Trinkgeld geben wollte kommt heil aus der Sache raus. Wobei natürlich nicht klar ist ob er es wirklich schafft. In True Romace gibt es ja eine Szene von der spekuliert wird das es Mr Pink ist mit dem Patricia Arquette telefoniert

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

dertyp

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mr. Pink: Hey, why am I Mr. Pink?

Joe: Because you're a faggot.

Mr. Pink: Why can't we pick our own colors?

Joe: No way, no way. Tried it once, doesn't work. You got four guys all fighting over who's gonna be Mr. Black, but they don't know each other, so nobody wants to back down. No way. I pick. You're Mr. Pink. Be thankful you're not Mr. Yellow.

Mr. Brown: Yeah, but Mr. Brown is a little too close to Mr. Shit.

Mr. Pink: Mr. Pink sounds like Mr. Pussy. How 'bout if I'm Mr. Purple? That sounds good to me. I'll be Mr. Purple.

Joe: You're not Mr. Purple. Some guy on some other job is Mr. Purple. Your Mr. PINK.

Mr. White: Who cares what your name is?

Mr. Pink: Yeah, that's easy for your to say, you're Mr. White. You have a cool-sounding name. Alright look, if it's no big deal to be Mr. Pink, you wanna trade?

Joe: Hey! NOBODY'S trading with ANYBODY. This ain't a goddamn, fucking city council meeting, you know. Now listen up, Mr. Pink. There's two ways you can go on this job: my way or the highway. Now what's it gonna be, Mr. Pink?

Mr. Pink: Jesus Christ, Joe, fucking forget about it. It's beneath me. I'm Mr. Pink. Let's move on.

Joe: I'll move on when I feel like it... All you guys got the goddamn message?... I'm so goddamn mad, hollering at you guys I can hardly talk. Pssh. Let's go to work.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

ChazzyJazz

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Schwierig. Habe ihn erst vor kurzem gesehen. Klar, die typische Tarantino-Art findet sich hier, Kultsprüche, knallharte Typen, kleiner aber spannender Plot, jede Menge Blut und einfach Tarantino. Aber so ganz in dem Stil, wie er das in späteren Filmen zeigen konnte, schafft Quentin das hier irgendwie nicht. Ich nehm's nicht so dramatisch, weil es sein erster Film ist, aber vor allem gegen Ende hin, wird die Story relativ langatmig und die Luft ist raus. Kaum irgendein Spruch, Witz oder weiß Gott was, schafft es da noch zu zünden. Trotzdem, ganz solide. Reicht für einen unterhaltsamen 90er Abend. Mehr dann aber auch nicht.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

Thomas Hetzel

Kommentar löschen
kein Interesse

So, das war mein letzter Versuch es mit Queentin Tarantino zu versuchen und was soll ich sagen, der Typ ist für mich gestorben. Ich fand schon die anderen Filme von ihm nicht mehr als mittelmäßig, aber dieser Mist war für mich der Höhepunkt der Langeweile. Ich habe ihn noch nicht mal zu Ende geguckt, so furchtbar fand ich ihn. Echt mal, die ganze Zeit wurde nur dummes Zeug gelabert, sinnlos gekloppt und es passierte gar nichts. Nach knapp 1 Stunde habe ich aus gemacht, weil ich einfach nicht mehr konnte. Was ist eigentlich so toll an Tarantinos Filmen? Außer das er dauernd irgendwelche tollen Stars für seine dummen Filme verbratet im Grunde nichts. Und bevor es wieder tausend Kommentare gibt wie "Ach, du bist doch zu sehr Action-Verwöhnt, Thomas", sage ich noch mal, nein bin ich nicht. Ich mag wohl Actionfilme, gucke mir aber auch gern Filme an wo mehr auf gute Schauspieler und eine tolle Story gestzt wird, aber es muss auch irgendwas passieren. Elendlange Dialoge die nicht zur Handlung beitragen sind für mich nun mal nicht interessant. Sorry, aber von nun an gucke ich mir keine Filme mehr von Tarantino an und ich bin mir sicher das ich auch dabei nichts verpassen werde.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

h-a-n-n-i-b-a-I

Antwort löschen

dir gefallen die tarantino-filme nicht, weil tarantino nicht so viel wert auf eine tolle story setzt wie zb chris nolan. was an tarantino filmen wirklich fasziniert, sind die unglaublichen wortgefechte und die starken charaktere, für die tarantino keine story schreibt, sondern sie ihre story selber schreiben lässt.


Thomas Hetzel

Antwort löschen

Eben und sowas finde ich halt nicht interessant. Filme wo die ganze Zeit nur dummes Zeug gelabert wird, sind mir wirklich ein Greul.


filmfreak180

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

6 Männer, ein Schauplatz. Dass ein Film nicht mehr braucht, um zu faszinieren, zeigt uns Quentin Tarantino in seinem Regiedebüt "Reservoir Dogs". Die Schauspieler und die Figurenkonstellation holen aus dem Film einfach alles raus, was nur geht! Ein grandioses Darstellerensemble und toll geschriebene Dialoge machen den Film zu einem echten Glanzstück der Filmgeschichte! Hier bedarf es eigentlich keiner großen Worte mehr, weshalb mein Kommentar diesmal auch ganz kurz gehalten wird...

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

TheBosshammer

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die Brillianz dieses Filmes sieht man allein in den ersten Minuten. Wie kann Kaffee trinken so fesselnd sein? Eine Metapher von einem Song von Madonna und die Frage des Trinkgeldes. Pure Eleganz, Brillianz und Unterhaltung! Die Perfektion der Dialoge sieht man in fast jeder Szene. Der Cast ist absolut überragend: Harvey Keitel, Steve Buscemi, Michael Madsen und Tim Roth (um nur einige Namen zu nennen). Der Style ist klasse und die Musik absolut passend. Meine Lieblingsszene: Michael Madsen foltert, tänzelnd zur Musik, einen Polizisten. Typisch Tarantino. Ich find's geil. Zwei Zahlen - Ein Wort. 11 Punkte ;)

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

swissroland

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Ich hab's jetzt zum 3. mal versucht, den Film gut zu finden. Aber ich bekomme das einfach nicht hin. Nach dem Ende des Filmes frage ich mich jedesmal, was soll an dem Streifen jetzt toll sein?
Sind die Schauspieler so garandios und ich hab's wieder nicht gemerkt? Nein sind sie nicht. Keitel, Madsen und Buscemi spielen so wie immer. Ihre Rolle halt, wie in vielen anderen Filmen auch. Ich glaub der Madsen kann eh ned anders.
Die Dialoge können es ja wohl auch nicht sein, die sind des öfteren uninteressant und langweilig.
Ist die Spannung unerträglich? Nein ist sie nicht, eher im Gegenteil, weil es mir einfach wurscht war, wer der Verräter ist. Zudem ist es eh relativ schnell klar, das es nur einer sein kann.
Die Atmosphäre? War es die, warum der Film so gehypt wird? Ne ganz sicher nicht.
Aber dann halt die vielen Wendungen, die die Klasse ausmachen. Na ja.
Dann kann es ja nur die Story sein. Die kann schon mal gar nix!
Ich bin ein grosser Fan von Q.T, aber bei diesem Film konnte man sich kaum vorstellen, wie gut der Mann mal werden würde.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

dannydiaz

Antwort löschen

Der Rashomon-Effekt in Inversion und die krass lustigen Stimmen von Roth und Keitel, die ja sonst etwas tiefer sprechen.


swissroland

Antwort löschen

Und das ist das, was den Film so fantastisch macht? Axo, da wäre ich alleine nicht drauf gekommen. Danke


AvonBarksdale

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Grandioses Erstlingswerk von Tarantino.
Obwohl vorwiegend nur gesprochen wird, wird der Film nie langweilig.
Die Story ist super durchdacht, der Film lässt den eigentlichen Höhepunkt (den Banküberfall) aussen vor und konzentriert sich nur auf das Treffen danach (und davor).
Mit seinem ersten Film zeigte QT damals schon sein Können und Talent und konnte so den Grundstein für eine hervorragende Karriere setzen.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten


Fans dieses Films mögen auch