Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers
Stand by Me, US 1986
- Genre
- Erwachsenwerden, Detektivfilm
- Zielgruppen
- Teenie-Film, Familienfilm
- Inhalt
USA, Ende der 50er Jahre: Vern, Gordie, Chris, und Teddy wollen endlich einmal heraus aus ihrem langweiligen Heimatkaff Castle Rock. Da bietet es sich doch an, daß etwa einen Tagesmarsch entfernt ein kleiner Junge von einem Zug überfahren worden sein… — Mehr
USA, Ende der 50er Jahre: Vern, Gordie, Chris, und Teddy wollen endlich einmal heraus aus ihrem langweiligen Heimatkaff Castle Rock. Da bietet es sich doch an, daß etwa einen Tagesmarsch entfernt ein kleiner Junge von einem Zug überfahren worden sein soll. Sie wollen diejenigen sein, die die Leiche des Jungen finden, und so zu kleinen Helden werden. Also machen sie sich auf den Weg, auf dem die vier Zwölfjährigen einige Abenteuer zu bestehen haben werden. Der Film basiert auf einer Geschichte von Stephen King.
- Cast
- Kiefer Sutherland, John Cusack, Richard Dreyfuss, Jerry O'Connell, Marshall Bell, Corey Feldman, River Phoenix — Mehr
- Regisseure
- Rob Reiner
- Autoren
- Raynold Gideon, Bruce A. Evans
- Laufzeit
- 89 Minuten
- Zeit
- 1950er Jahre, 1959, Sommer
- Ort
- Kleinstadt, Maine, Normandie, Oregon, Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Abenteuer, Adoleszenz, Alte Freunde, Bahn, Baseballschläger, Beste Freunde, Blutegel, Clique, Eltern-Kinder-Beziehung, Erwachsenwerden, Freundschaft, Gefahr, Hund, Individuum, Junge, Kinderbande, Kindheitserinnerung, Kotze, Leiche, Mut, Pistole, Schriftsteller, Sportler, Sterben und Tod, Suche, Suche nach vermisster Person, Sumpf, Unfalltod, Verlust des Bruders, Wald
- Stimmung
- Aufregend, Berührend, Spannend, Traurig, Witzig
Über diesen Film
Handlung
Gordon Lachance (Richard Dreyfuss), ein erfolgreicher Autor, ist nach Castle Rock in Oregon, der verschlafenen Kleinstadt seiner Kindheit, zurückgekehrt. Chris Chambers (River Phoenix), ein Freund aus Kindertagen, ist ermorde… — Mehr
Handlung
Gordon Lachance (Richard Dreyfuss), ein erfolgreicher Autor, ist nach Castle Rock in Oregon, der verschlafenen Kleinstadt seiner Kindheit, zurückgekehrt. Chris Chambers (River Phoenix), ein Freund aus Kindertagen, ist ermordet worden. Gordon erweist dem Toten Freund einen letzten Besuch und erinnert sich, eingebettet in eine Rückblende, an jene zwei Tage, die das Leben seiner vierköpfigen Freundesclique verändern sollten.
Castle Rock, Sommer 1959. Es ist der letzte Sommer den vier Freunde zusammen verbringen bevor sie auf die Junior High School wechseln. Die Freunde Gordie (Wil Wheaton), der aus schlechter Familie kommenden Chris und der halbtaube, leicht psychotische Teddy (Corey Feldman) hocken in ihrem Baumhaus. Sie rauchen, spielen Karten und üben sich im Jargon der Heranwachsenden. Kurz, sie imitieren das Leben, als der etwas minderbemittelte Vern (Jerry O’Connell), der vierte der Clique, aufgeregt zu ihnen stößt. Er hat von seinen älteren Bruder erfahren, wo die Leiche eines Schulkameraden, der ein paar Tage früher beim Blaubeerpflücken im Wald verschwand, zu suchen ist. Der tote Junge soll von einem Zug erfasst worden sein und nun irgendwo an der Bahnstrecke liegen.
Schnell ist der Entschluss zu einer abenteuerlichen Suche gefasst. Ausgerüstet mit ihrem bisschen Taschengeld, Schlafsack und Proviant brechen die Freunde auf und träumen davon, als Helden gefeiert Heim zu kehren, wenn sie die Leiche des vermissten Jungen finden.
Das Abenteuer beginnt bereits als die Vier Ace (Kiefer Sutherland) und seiner Clique, den Halbstarken des Ortes, entkommen müssen. Am Gleis von Castle Rock treffen die Cliquen schließlich aufeinander. Chris, der geborene Anführer, hat vorsichtshalber den Revolver seines Vaters eingesteckt und so können die vier Freunde den Halbstarken entkommen. Kaum hat der Marsch begonnen, stellen sich die ersten Probleme ein. Teddy beschwört einen ersten Streit herauf, doch man rauft sich zusammen. Schließlich müssen größere Gefahren, wie zum Beispiel die Überquerung eines Schrottplatzes, der von einem legendenumwobenen Hund bewacht wird, bestanden werden. Die Panik ist allerdings grundlos, der Hund entpuppt sich als läppischer Köter.
Doch es wartet bereits die nächste Bewährungsprobe: eine Eisenbahnbrücke muss überquert werden. Natürlich biegt ein Zug um die Ecke als die Vier schon fast, aber eben noch nicht ganz die Brücke überquert haben. Gordie kann im letzten Augenblick Vern, der panische Angst bekommt und hängen bleibt, retten.
Der erste Tag neigt sich dem Ende und die Vier suchen sich im Wald einen Platz zum schlafen. Am Feuer erzählt Gordie eine Geschichte, über die Rache eines dicken Jungen bei einem Blaubeertorten-Wettfressen an den ihn hänselnden Erwachsenen, das in einem »Kotzfestival« endet.
Am nächsten Tag entschließen sich die Jungs eine Abkürzung zu nehmen und durchwaten einen Tümpel. Die fröhliche Planscherei schlägt in Panik um, als sie entdeckten, dass der Tümpel voll ist mit Blutegeln.
Kleinmut beschleicht die Freunde und sie überlegen umzukehren. Doch letztendlich siegt die Neugier. Sie entschließen sich weiter zu suchen und plötzlich, völlig unspekulativ, liegt der tote Junge im Gebüsch. Während die Jungen den Abtransport der Leiche planen, tauchen Ace und seine Clique auf. Auch sie haben beschlossen, die Leiche zu bergen. Es endet in einer Auseinandersetzung. Schließlich müssen sich die Jüngeren geschlagen geben und sogar Chris gibt klein bei. Nur Gordie schnappt sich Chris’ Revolver und ist fest entschlossen, Ace zu erschießen. Ace und seine Clique ziehen schließlich ab.
Die Freunde wollen die Leiche nicht mehr bergen, sondern marschieren zurück und benachrichtigten anonym die Polizei. Am Ortsrand trennen sich ihre Wege. Der Erzähler liefert die weiteren Biografien der Freunde nach, dann endet die Rückblende.
Gordon Lachance (Richard Dreyfuss) sitzt vor seinem Computer. Er hat die Geschichte seiner Kindheit niedergeschrieben und denkt über die letzten Sätze nach. Seine beiden Söhne drängen den Vater zum Aufbruch. Gordon vollendet seine Geschichte mit dem Satz: »Ich hatte später nie solche Freunde wie damals als ich zwölf war. Aber mein Gott, wer hat die schon?«
Interessantes
- Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers ist die Adaption des Romans “The Body” und stammt aus Stephen Kings Vierjahreszeiten Novellensammlung “Frühling, Sommer, Herbst und Tod”. Stand By Me gehört zum “Herbst”.
- Im Gegensatz zur Buchvorlage spielt die Geschichte im Jahr 1959 und nicht wie bei Stephen King 1960
- In der Episode Die Simpsons > Aus dunklen Zeiten, erinnert sich Homer in einer Rückblende an einen Campingausflug in seiner Kindheit mit drei Freunden. In einem Abwasserkanal entdecken sie eine Leiche. In einer weiteren Folge, als Nelson zu seinen Freunden angerannt kommt, um ihnen zu erzählen, dass der Zitronenbaum gestohlen wurde, hechelt und würgt er genauso nach Luft, wie Vern es tut, als er ins Baumhaus gestürmt kommt.
- Der Filmtitel leitet sich von dem Song “Stand By Me” ab, den Ben E. King 1961 sang. Der Song war auch das Titellied.
- Stand By Me war die erste Verfilmung einer Geschichte von Stephen King, die ohne Horror-Elemente auskommt und ihr Hauptgewicht auf die Schilderung der Beziehung der Jungen setzt.
Weiterführende Informationen
- Besprechung
Nominierungen
- 1987 Oscar Nominierung für das beste, adaptierte Drehbuch – Bruce A. Evans, Raynold Gideon
- 1987 Golden Globe Nominierung als bestes Drama
- 1987 Golden Globe Nominierung für die beste Regie – Rob Reiner
Quellen
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.9
Der Film Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers wurde von 31 Kritikern bewertet.
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Freunde kommen und gehen wie Kellner in einem Restaurant.."
Kommentar gefällt mir 2 Antworten
samploo 2009/09/27 14:00:10
Oha, der Batzman gab hier sogar die volle Punktzahl. Das muss ja was heißen - vorgemerkt! :]
Kommentare — Sehenswert 7.6
Der Film Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers wurde von 2771 Mitgliedern bewertet.
cpt. chaos 2010/02/08 19:22:42
Atmosphärischer Streifen, den man herrlich auf sich wirken lassen kann.
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Ansi 2010/01/31 20:13:27
"Frühling, Sommer, Herbst und Tod", dieser Titel einer Novellensammlung von Stephen King dürfte nur echten Fans sofort geläufig sein. Wenn man allerdings die Filme betrachtet, welche dieser Sammlung entspringen, sollte jeder Filmkenner in Verzückung geraten. Frank Darabonts "Die Verurteilten" (1995), Bryan Singers "Der Musterschüler" und Rob Reiners "Stand By Me" (1986) finden hier ihren literarischen Ursprung.
"Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers" erzählt eine wundervolle sensible Geschichte über Freundschaft und Kindheit. Geleitet vom kindlichen Abenteuersinn machen sich vier Freunde auf die Suche nach der Leiche eines verunfallten Jungens, um später als Helden gefeiert zu werden.
Der im Jahr 1959 spielende Film ist so atmosphärisch schön, dass sich fast automatisch wehmütige Erinnerungen an die eigene Kindheit einstellen. Natürlich ist der Film romantisch und nicht weniger melancholisch, allerdings wird der Streifen zu keinem Zeitpunkt kitschig oder übertrieben.
Eine der schönsten Stephen King Verfilmungen ist "Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers" allemal, da auch die tollen schauspielerischen Leistungen der vier Protagonisten ohne Frage zu überzeugen wissen, wobei besonderes Augenmerk dem sehr früh verstorbenen River Phoenix ("Sneakers - Die Lautlosen") gelten sollte. In ihren frühesten Rollen sind Kiefer Sutherland ("Die Jury") und John Cusack ("Being John Malkovich") zu sehen. Mit einem Kurzauftritt glänzt außerdem Oscarpreisträger Richard Dreyfuss ("Der weiße Hai").
Insgesamt ist "Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers" ein gefühlvoller, idyllischer, verträumter und zutiefst ehrlicher Film, der immer wieder Erinnerungsemotionen an die eigene Kindheit aufkommen lässt.
Spaß: *
Action:
Spannung:
Gefühl: ***
Anspruch:
Kreativität: *
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
his_poisongirl 2009/11/21 12:32:24
Ein wunderbarer Film über Freundschaft und Zusammenhalt ... ich liebe diesen Film schon mein halbes Leben lang!
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Der Film Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers gehört zum Genre Erwachsenwerden, Detektivfilm. Regie führte Rob Reiner.
GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia
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Misery
Der Name der Rose
Sleepers

Ein Film übers Erwachenwerden und Freundschaft mit einer für Steven King-Verhältnisse untypischen - weil kein Horror - aber packenden Geschichte und einer Horde guter Schauspieler.
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