The Hunter

The Hunter (2011), AU Laufzeit 102 Minuten, FSK 12, Drama, Abenteuerfilm

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6.7
Kritiker
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6.8
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733 Bewertungen
61 Kommentare
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von Daniel Nettheim, mit Willem Dafoe und Sam Neill

In The Hunter macht Willem Dafoe Jagd auf den letzten Tasmanischen Tiger.

Der Industrie-Söldner Martin David (Willem Dafoe) begibt sich in The Hunter auf eine abenteuerliche und gefährlich Reise in die Wildnis Tasmaniens. Von dem skrupellosen Biotech-Unternehmen Red Leaf wird er dorthin geschickt, um den letzten Tasmanischen Tiger aufzuspüren. Martin soll das als ausgestorben geltende Tier erlegen und sein Gen-Material sicherstellen. Doch Martin sieht sich in der undurchdringlichen Wildnis der tasmanischen Berge mit einer ihm völlig fremden Welt konfrontiert, die so manch unliebsame Überraschung für ihn bereit hält. Und schnell stellt der einsame Jäger fest, dass er da draußen nicht allein ist und so wird er selbst zum Gejagten.

Hintergrund & Infos zu The Hunter
The Hunter ist ein Thriller, der sich dem brisanten Thema Gen-Technik widmet. Dennoch spielt der von Daniel Nettheim inszenierte Film nicht in sterilen Laboren, sondern in der Wildnis Tasmaniens.

Die australische Schriftstellerin und Regisseurin Julia Leigh (Sleeping Beauty) schrieb den gleichnamigen Roman (dt.: Der Jäger), auf dem der Thriller The Hunter basiert.

Willem Dafoe spielt in der australischen Produktion The Hunter die Hauptrolle. Zuvor war er für seine Leistung als Nebendarsteller bereits zwei Mal für den Oscar nominiert. The Hunter gewann 2012 bei den Australian Academy of Cinema and Television Arts Awards (AACTA) den Preis für die beste Kamera (Robert Humphreys) und auch die Musik von Andrew Lancaster, Michael Lira und Matteo Zingales wurde mit einem AACTA Award prämiert. (AP)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (6) — Film: The Hunter

Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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8.0Ausgezeichnet

[...] Regisseur Nettheim und Drehbuchautorin Alice Addison lassen keine Zeit verstreichen und schicken Dafoes Figur, den Söldner Martin David nach einer kurzen, prägnanten Exposition umgehend nach Tasmanien. Auch wenn er den klaren Auftrag hat, den berühmten, als ausgestorbenen geltenden Tasmanischen Tiger zu finden, bezieht The Hunter seine Spannung von ganz anderer Stelle und stellt vielmehr Davids Beziehung zu der Familie Armstrong in den Vordergrund, wodurch sich viele, wunderschöne, anrührende Szenen ergeben, insbesondere als Lucy, die Mutter der beiden Kinder Sass und Bike aus ihrer selbstgewählten Lethargie erwacht. Hinzu kommt das interessante Spannungsverhältnis der Dorfbewohner zu dem Neuankömmling sowie dessen Beziehung zu dem sinistren Jack Mindy, die aber leider nie die erhoffte Aufmerksamkeit bekommt, so dass man sich hier noch ein wenig mehr Screentime für das Thema gewünscht hätte. [...]

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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8.0Ausgezeichnet

"The Hunter" ist ruhiges, tolles Schauspielkino, das am Ende vielleicht etwas zu dick aufträgt, das Herz aber am richtigen Fleck trägt. Es ist sehr schade, dass solche Perlen nicht den Weg auf die Leinwand finden und hier DTV ein Schattendasein führen, denn "The Hunter" ist großes kleines Kino.

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SoulReaver: CinemaForever

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5.0Geht so

[...] 'The Hunter' lässt seine eigentlich fesselnde und spannende Thematik viel zu oft am Rande liegen. Als tiefsinniger Abenteuerfilm über einen Mann, der nach einer eigentlich ausgestorben Spezies sucht und sich und sein auferlegtes Vorhaben immer weiter hinterfragt, hätte 'The Hunter' nicht nur ein packender Film werden können, sondern auch ein wichtiger Film, der die wichtigen Themen wie Umweltschutz und Arbeitsplätze kritisch durchleuchtet. Das gelingt Regisseur David Nettheim jedoch nicht. Die aktuelle Kernthematik bleibt oberflächlich und wird im besten Fall etwas angekratzt. Immer wieder wird das Blickfeld auf die Beziehung von Martin und der vaterlosen Familie gerichtet, doch die wahre Stärke liegt in der Jagd und man sehnt sich deutlich nach der Rückkehr in die Wälder um endlich zu erfahren, ob Martin den tasmanischen Tiger nun findet oder nicht. Doch im nächsten Moment sind wir schon wieder in Begleitung der Kinder und alles wird gewaltig ausgebremst. Nun ist 'The Hunter' weder Fisch noch Fleisch, aber nicht schlecht. Für einen Abenteuer/Actionfilm ist er zu ruhig und zu langsam inszeniert. Für ein Charakter-Drama ist er wiederrum zu unausgefeilt und ungenau. Der Moment der Wahrheit zählt zur besten Szene des Films und schmerzt wirklich, wie Nettheim 'The Hunter' dann jedoch enden lässt, ist etwas zu viel des Guten und drückt den Gesamteindruck schlussendlich in das obere Mittelfeld. [...]

Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

freakualizer

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Ich war anfangs auch bei 7/10, hab dann aber gehadert. Deswegen bin ich froh, dass es 6,5 gibt. :)


Beeblebrox

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Manchmal kann mit halben Punkten doch ganz gut eine Akzentuierung oder eine bestimmte Tendenz geschickt verdeutlichen werden. ;)


Michelle Orange: Movieline Michelle Orange: Movieline

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7.0Sehenswert

Szene für Szene folgt in The Hunter deine Aufmerksamkeit dem Geschehen wie ein großes Paar neugieriger Augen - oder besser noch: wie der Sucher eines Gewehrs.

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Stephen Holden: New York Times Stephen Holden: New York Times

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9.0Herausragend

The Hunter erklärt nie, wer gut ist oder schlecht, richtig liegt oder falsch. Und die Folgen von Martins Entscheidung, wenn der Moment der Wahrheit schließlich kommt, bleiben dem Zuschauer überlassen zu entwirren.

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Joe Neumaier: New York Daily News Joe Neumaier: New York Daily News

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4.0Uninteressant

Die Idee, dass Willem Dafoe, einer unserer sehenswertesten Schauspieler, einen Mann spielt, der einem vermeintlich ausgestorbenen Tier in der Wildnis nachjagt, ist theoretisch fesselnd. In seiner Ausführung jedoch erweist sich The Hunter als ein Film, der seine Spur verliert.

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Kommentare (54) — Film: The Hunter


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DieFilmguckerin

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Bewertung9.0Herausragend

Der Söldner und Jäger Martin David wird von einer militärischen Biologietechnologiefirma beauftragt, das wohl seltenste und somit teuerste Tier der Welt zu jagen und zu töten: den tasmanischen Tiger. Er gibt sich als Professor aus, begibt sich nach Tasmanien und kommt bei einer Familie unter, deren Familienvater schon seit Monaten im Gebirge verschollen ist. So kann man dann Willem Dafoe bei endlosen Streifzügen durch wirklich wunderschöne, wilde Berglandschaften beobachten, die allerdings bald fast zur Nebensächlichkeit werden, denn nicht nur innerhalb des kleinen Bergdorfes gibt es große Konfilkte, auch innerhalb der Familie und nicht zuletzt innerhalb der Firma, die David angeheuert hat, gibt es Ungereimtheiten. Der Film wartet wie schon gesagt mit großen Bildern auf, aber auch die Geschichte und die Charaktere (besonders erwähnt sei hier Sam Neill als mysteriöser Nebencharakter) sind sehr interessant und gut dargestellt. Häufig wird Dafoe in der Wildnis aus dem Dickicht oder aus weiter Ferne heraus gefilmt, was ein besonders beklemmendes Gefühl erzeugt, einerseits wird seine Einsamkeit verdeutlicht, andererseits ist das eine beobachtende Einstellung, was den Batrachter unruhig zurücklässt: Ist er vielleicht doch nicht allein in der Wildnis? Die Spannung steigert sich zum Ende hin enorm, die Geschichte wird wunderbar erzählt und lässt den Zuschauer eintauchen – das Ende ist wirklich gut, wenn auch nicht sehr überraschend. Der Film lebt von den herrlichen Bildern, die eine besonders dichte Atmosphäre erzeugen, und von den hervorragenden Fähigkeiten von Willem Dafoe, der mit seinem sehr ausgemergelten, etwas unheimlichen Äußeren perfekt gecastet ist.

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J.R.K.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein ruhiger, intensiver Film der sehr mit Atmosphäre, Landschaft und Soundtrack punktet. Wird aber auf mache Leute mit wenig Geduld für eine ruhige und langsame Erzählweise uninteressant und zäh wirken, was auch etwas an der "aufgebohrten" Inhaltsangabe liegt. Ich fand die Suche nach den letzten Tasmanischen Tiger ergreifend schön.

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Navarro Torres

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ich kann nicht genau sagen, der wievielte Dafoe Film dies war, den ich bisher gesehen habe, ich schätze mal, 4-5 werden es gewesen sein, und ALLE haben eines gemeinsam: der Akteur kommt zig Mal nackt darin vor. Ist Nacktheit ein Kriterium für Dafoe, in einem Film mitzuwirken?

Regisseur ruft Dafoe an:
Regisseur: "Hallo Willem, alter Sack, Bock auf einen neuen Film?"
Dafoe :"Komme ich nackig drin vor?"
Regisseur :"Du doch immer, sogar in einer Wanne voller Kinder!"
Dafoe:" Zuschlag, yeah, bin dabei!"
Ich habe keine Ahnung, warum ausgerechnet Dafoe es permanent für nötig hält, in den abartigsten Szenen entblößt zu erscheinen.
Gerade in DIESEM Film hätte er die Möglichkeit gehabt, den Zuschauer wenigstens EINMAL zu verschonen - was dem Fim an sich nur wenige Punkte mehr eingebracht hätte - denn..."The Hunter" ist gar kein Film. Er ist eine qualvolle Ausgeburt an Langeweile, durchsetzt von kranken, zwischenmenschlichen Belanglosigkeiten, an denen Dafoes einzigartige Eindimensionalität abprallt wie Regen an der Fensterscheibe.
Dafoe wirkt zu jeder Zeit abwesend, fast verblödet möchte man meinen, und sein schauspielerrisches "Ölgötzentum" erreicht hier ganz neue Dimensionen.
Sicher, wie unten schon erwähnt, taugt der Film für Leute, die Dafoe gerne beim Spaziergang beobachten würden oder für jene, die ihn gerne mit Minderjährigen in einer Badewanne erleben möchten. Beides Dinge, von denen ich mich klar distanziere.
2 Punkte für manche Landschaft, wenn auch ohne Atmosphäre eingefangen...

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hnnng

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Das war eine Emphase. Und -wenn wir schon schlaumeiern wollen- nennen wir es doch pleonastisch, nicht tautologisch.


Navarro Torres

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Ach, nenne es doch, wie du willst...:) Gehirne mit Alveolen, siehe Echinokokkose, pflegen das eh zu tun...:) Einen angenehmen Tag!


jacker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich mag sie einfach, diese kleinen, unscheinbaren, langsamen und doch intensiven Filme, bei denen man zwei mal verdutzt blinzeln muss und erst dann merkt, dass hinter den offensichtlichen, teils phänomenalen Schauwerten weitaus mehr steckt als zunächst vermutet.

Gleich vorweg: Etwa nach der ersten halben Stunde, also zu dem Zeitpunkt zu dem Willem Dafoe schon eine Weile seines ersten Trips durch die tasmanische Wildnis stapft, beschlich mich das Gefühl, dass ich lediglich eine prominent besetzte Naturdoku, gepaart mit ein wenig Galileo Mystery sehe. Aber keine Angst, THE HUNTER hat nichts von Ayman Abdingsbums' 'die größten Rätsel der Menschheit' (aka 'wie wird eigentlich Wurst hergestellt?') Quatsch. Aber immerhin ist Dafoe hier für die Suche nach einem ausgestorben geglaubten Wesen, um das sich reichlich Mysterien und Eventualitäten ranken, abgesandt. Und das in phänomenal, unglaublich, wunderschön, atemberaubender Kulisse - BBS PLANET EARTH lässt grüßen. Rückwirkend würde ich sogar so weit sehen zu sagen: Wär da tatsächlich kein Fundament drunter, die Bilder hätten mir bereits gereicht den Film Nicht zu zerreißen, wahrscheinlich sogar gut zu bewerten.

Aber zum Glück kommt da ja noch viel mehr. Der angebliche Uni-Dozent Dafoe (auf dem Klappentext seltsamerweise als 'Industrie-Söldner' bezeichnet. Wollte hier etwa mal wieder jemand Schindluder mit Erwartungen treiben?) ist abgesandt den angeblich gesichteten letzten tasmanischen Tiger aufzuspüren und zu fangen. Auftraggeber ist eine dubiose deutsche Firma, genauere Beweggründe kennt er nicht. Angekommen stößt er auf viel Ablehnung der lokalen Dörfler, eine zerrüttelte Familie, die seit dem dubiosen Verschwinden der Vaters schwer ein Bein auf den Boden bekommt und einen offenkundig hilfsbereiten, bei genauerem Hinsehen aber seltsamen und wenig vertrauenswürdigen Führer (Sam Neill).

Auf einer subtilen Ebene kommen die Ereignisse ins Rollen und nach und nach entsteht der Eindruck, dass irgendetwas faul ist. Regie Debutant Daniel Nettheim serviert die kleinen emotionalen Momente, die spätere Tragik und allgemein die Stimmung in gesunden Dosierungen. Das gibt THE HUNTER einen meditativen und ruhigen Charakter - bestärkt durch das seichte Tempo kommt gewollt wenig Fahrt auf (was ich auch sehr treffend finde, denn durch diese wahnsinnig intensiven Kulissen zu hetzen, wäre unpassend und falsch).

Tief im Kern liegt in diesem Film zudem etwas verborgen was essentielle Fragen über Schuld und das Reinwaschen von selbiger aufwirft. Essentielle Fragen über Fehler die wir machen und ob wir aus ihnen lernen. Nicht umsonst wird das Fällen des Waldes als Gegenpol und Kontrast zu Dafoe's Suche thematisiert.

Gutes Debut für Zuschauer mit Zeit und Muße, mit ganz, ganz großen Schauwerten.

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craax

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und ist es auch nicht besonders ergiebig oder erfolgsgeschwängert (wenn's echt so wär- Diskussion!)-, so ist es doch ein anmutiges lebenswieriges Spiel samt künstlicher Hüfte irgendwann - und immer besser als die Ödnis, in der man sonst herummückern würde!


jacker

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Ja, das sagte ich und unter der Prämisse schaue ich acuh nach wie vor Filme. In diesem Fall bin ich durch den erzürnten Kommentar von JackoXL auf diesen Schwindel aufmerksam geworden und habe nachträglich den Text gelesen.
Und diese ganze 'die Leute wollen das doch' Atrgumentation ist jenseits von gut und böse. Die Leute wollen das was man ihnen vorsetzt - ändert man das Produkt, so murren sie zwar zunächst, lassen sich aber doch verblüffend einfach umerziehen (habe das Jahrelang im Selbstversuch mit meiner Musikauswahl als DJ durchexerziert. Und irgendwann wollten sie auch das was ich ihnen vorgesetzt habe !).


Johnzy

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein toll inszeniertes, minimalistisches, sehr ruhiges Thrillerdrama, welches sich für seine Geschichte viel Zeit nimmt, dabei aber mit grandiosen Naturaufnahmen, einem sehr gutem Soundtrack, sowie dem toll spielendem Willem Dafoe eine melancholische, durchgehend fesselnde Atmosphäre hervorzurufen vermag und somit durchgehend begeistert...

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jacker

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Ich denke die Stimmung in der man sich befindet ist sogar sehr wichtig! Ruhig und auf Bildgewalt eingestellt muss man sein!


jacker

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Ach ja und: treffender Kommentar!


CoOLik

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Bewertung7.5Sehenswert

Dieser Streifen beweist einfach mal eiskalt, dass nüchtern und ruhig erzählte Filme großartige Bilder zum Vorschein bringen müssen, um nicht einschläfernd zu wirken.

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minifuzzi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Noch nie habe ich so einen Film gesehen, ich weiß nicht mal genau wie man diese Wirkung des Films beschreiben kann. Hinterlässt Schönheit, Ruhe und Traurigkeit. Dieser Film schafft es tatsächlich sehr ergreifend zu berühren auf eine Art, als ob sie eine Narbe hinterlassen hätte. Und trotzdem wundervoll.

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Simon Moon

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Ein toller Film gegen jede Erwartungshaltung. Still, klammheimlich, tolle Schauspieler, klasse Bilder, verstörend und sehr spannend, ein Thriller in Zeitlupe, ein Film wie die Landschaft in der spielt.


VisitorQ

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Bewertung7.0Sehenswert

Das war... ein überraschend guter Film. Toll gespielt, packend, voller Emotionen, überraschend und mit genialen Naturaufnahmen. Unbedingt ansehen. Aber wenn ich mir die Kritiken hier ansehe, dann ist The hunter längst kein Geheimtipp mehr. Schönes Teil!

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craax

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Epos.

The Hunter ist n i c h t ein Film über einen einzelgängerischen Industrieschergen, der sein Geld ungern als naturbürschlicher Grenzgänger des Gesetzes-, sondern weit jenseits davon als illegaler Ressourcenwilderer-Beutegänger für skrupellose Gentechnik-Mafia verdient, dabei in eine urwelt-gefühlsverhalten starke Liebesgeschichte nordisch wikingschen Ausmaßes verstrickt wird /während er einem der letzten seltensten, vermutlich d e m letzten Exemplar des „tasmanischen Tigers“ (in einem grandiosen Auftritt) (Original aus den Dreißiger Jahren) so unendlich zäh wie –beinahe- lange Zeit erfolgspurlos hinterherstellt, bis die – homerische – Odyssee ein ebenso mächtig verhaltenes Ende nimmt. D a s ist diese Jagd einem imaginären menschlich irdischem Ziel, wie einem Schemen nach, nicht. The Hunter ist eine Rolle, wie sie einem Schauspieler nur einmal im Leben (außer man heißt &formt so etwas wie einen Robert deNiro)– über den Weg läuft.
William Dafoe hat auf solche Rolle lange etwaig warten müssen. Keine gipbsysche Jesusleidens-Dornenkrone, kein Leuchtgummibällchen-schmissiger Skateboardfliegenderholländer oder schiffssenkender rachgieriger Poseidonist, nicht einmal als kompetent benachteiligter Redford-Entführer füllen diese filmische Biographie angemessen aus (und schon gar kein noch so schillernder Nebenerscheinungsauftritt bei Ol‘ Stone). Good things ‘ll come to those can wait. Das Warten hat sich gelohnt. Dies ist, glaube ich, die Rolle, die auf den selbstaussprechenden starken Wangenknochenhager – den Wildwuchstrapperbart – den endlich einmal ein wenig (im Laufe des Films) verwuselten tadellosen 1a-Lockenstufenhaarschnitt-, und, s c h l i e ß l i c h, -die vermaledeite Natur – des zumeist verschenkt verborgen schlummerden Schauspielpotentials dieses „Körpergebenden“ bisher vergeblich hingestrebt hat. Auch (verehrter) Sam Neill /+ die übrige/n machen ihr Jeweiliges tadellos und glaubhaft, und sind, bis auf Letztgenannten(vielleicht), sicher aber Frances O‘Connor nicht wirklich Fünfrädler. Dagegen garkeinenfalls die kaum computergenerierte Ex-Dino-Darstellung des ungeheuer eindrücklich (bis an die Schmerzkäfiggrenze) freiheitsenbehrten tasmanischen Wolfes, einiger sonstiger hervorragender Nebencastleistungen (tatsächlich gibt es hier gar keine schlechte), -UND, schließlich, des letzten wahrhaften Hauptdarstellers neben dem „Hunter“: denn was wäre wo zu hunten, ihn weit umgeblich, wenn nicht er – in ...NATUR...,- einer letzten, wilden, gewaltigen, mensch-entleerten, Rückzugs-Bastion aussterbender Gen-Jahrmillionen, verschneiter-, windiger-, beregneter-, flußrieselnder, nebelziehender, steinüberflossen-herabstürzender, überdimensionaler, sumpfiger, lagerfeuerrauchender, schweigsamer, zweigknackender, Zielfernrohr-hochpräzisionstötlicher-, ausgelieferter riechen-schmecken- klammfeuchtschneidendkalter- blauweißgrauer, grünbemooster, baumleibriesengefällter, sumpfig modernder, schädelbergender, zivilisationsspurenzersetzender-, und doch bald verschütteter-,- Schöpfermächtigkeit? – William Dafoe ist inmitten solchem Ein-Ergreifen - The Hunter.
Paßgenau - Statur, Alter, Gesichtsmimik, Ausdruckszähigkeit, Faltenaugen, Coolness, Sensibilität, Entschlußwillensstrahlkraft, Abhärtung, Entbehrungsglaubwürdigkeit, Fingersprache, Empfänglichkeit, Reifung. Die richtige Mischung zwischen Härte und Weichheit, Skrupellosigkeit und rücksichtsvoller Empathie, schweigendem Verstehen ja Mitfühlen,- Stärke und entwickelbarer Eigenständigkeit für den immer fragwürdigeren Job. Zwischen Himmel und Hölle, mitten in allemögliche Natur geplatzt : wie ein fragwürdig hintersinniger Mensch.

Ähnlich korpulente Rollenleistungen fallen einem bei,- Aranowsky-Gestalten, Wrestler, (Ballerina) Portman, DeNiros Taxidriver, Hackmans oder Eastwoods Upcome-Identitäten, die einzig sinnstiftend mit ihnen, so auf ihr einmaliges Zusammkommen, hin funktionierten, <glücklicher> Umstände, Fügungen, Geschicke, Geschenke : der Film-Geschichte,- Novellen, wie sie früher die Literatur-, heute das zeitgemäße (massenhaft kolportierte, vervielfachte, Bild-Macht-Gestengesteigerte) Medium boten- und (auf)bietet dagegen.
Ein Satz beschwört eine JackLondon-, eine JosephConrad-, eine Joseph&seineBrüder-Welt, Bildreichtum eines Ben-Hur-, eines Star-Wars-, eines Alien-Kosmos; ein avatarisches; ein Mission’sches-, Piano’sches-, Priscill'endes-, Kontinentpanorama, das weitgespannt lange da ist, und langsam von seinem hohen Sockel herabsteigt um zu vergehn, wie ein später Hermann Löns, in großen Bildern eingefangen, wie ein schneisengerodeter, mitten durch die Urwelt geschlagener, zugekarsteter, mit einem schütteren moosgrün unzulänglich mitleidig zerstörungsspuren-zugedeckter Urwald-Wegbruch, durch den mittig der Hunter auf Suche nach letzter, verschluckter Ursprünglichkeit, dem versprochenen Gen-Geldreichtum nach, sich traumhaft, einen speckig absolut authentischen Rucksack/Jagdklappmesser/Einmannschlafsackzelt -und immer die Hochleistungstodesmechanik- geschultert, wie in jedem Detail so, zielstrebe-geduldig bewegt – einem entweichenden, umkreisenden, -vorhandenen Ziel nach oder entgegen oder ist es ein sich verflüchtigender Traum?- nachher-,- sich tastet, bückt, mustert, agiert, reagiert, Fallen aufstellt, mit zarten, gefrorenen Fingern, behutsam, Schlingen lockernd, Fleisch -- spießend, fädelnd, auf dünnes Ästchen, Räuber-Pfoten-Eisenfallen aufbiegend gnadenlos mühsam spannend-, Hände-blut seewaschend, dreckig-rissiger Fingernagelhaut, dazwischen auch heimwärts mietgekehrt Stromgeneratoren reparierend, behutsam schleichendes Gift entfernend, aus ausgelaugten Menschen-Körpern- und Kinder-Geistern, die wie Lautsprecher vor Jahren festgezurrt in selbstzweckendem genügsamen Geäst, funktionslos, herumhängen, da niemand sie in (den ihren eigenen) Betrieb nimmt und nutzbringend einer Bestimmung zu(rück)führt. Unter ihrer Last zusammengebrochene, ächzende, trotzdem ihrem Sehnen entgegensprießende Seelen, alt und entmutigt, zerfressen, kraftlos zum Spielball geworden -, - oder jung noch diesem Spiel nicht entwöhnte und immer noch hoffnungs-kraftsammelnde und bündelnde-, tatreifende Seelen. Steinharte, urwelt-lebensunterhaltsvernichtende abgehärtete-, wenn nicht abgestorbene Verwandtschaften, die ihre skelettigen Finger wie die abgestorbenen, beschädigten Ast-Finger in die Luft strecken, Rudimente der Verwüstung; oder skurrile, bunte, uneingewurzelte, irgendwie-Lebens-wie naturfremd deplaziert wirkende, zu ungeprägte-, optimistische?- „Natur“schützer-Seelen, was >beschützen< sie dagegen eigentlich, wissen sie „wirklich“ davon, oder verharren sie am Rand in einer aus genau dieser Welt-zivilisationserzeugten, plakativ-unsicheren, auf jeden Fall aber unauslotbaren, unrückführbaren, eignem Ursprung bis zuletzt nahekommenden - „Haltung“?, - einer gestischen-?
-der einzige da Relevante, der sich wirklich in diesem Natur-Gerichteten zielsicher wie erfahren, einfühlsam, horchend, sich ihren Gesetzen und Anforderungen genügsam wissend unterwirft, stellt, und einpaßt, nachfühlt, ist, eigentlich, The Hunter; unerbittlich seinem äußerlichen Ziel sich innerlich entgegenbohrend; vielleicht noch die gebrochen chargierende Rolle des (SamNeill) „Jack“, der aber in seiner Wurzel, in der Berührung mit einer zu großen, uneinnehmbaren Gefühlsbarriere, gespalten ist,- UND das letzte, schwindender Chance, sich verbergende, verengende, zur Neige gehende, auf einem unaufhaltsamen Rückzug (wie die Artenvielfalt) befindliche, schemenhaft unwirkliche >Tier< , des >Tasmanischen Tigers<, um seiner beutelähmenden „Gift“-biochemisch-molekulen Einzelheit wegen gejagt, aufgescheucht, nachgestellt, hinterhergespürt, aufgetrieben, kaum mehr als lange Zeit ein Schatten, eine Idee, ein instinktlockender geschäftsvermöglicher Anreiz. Was jagt der Hunter – der Mensch? Auf welches Fallen-Steller-Ziel ist er gespannt, alle inneren Kräfte gebündelt, fokussierend-, mobilisierend-, witternd, kosend, einfühlend, unerbittlich, bemüht, aggressiv? – Wir ahnen es längst: es ist nicht der Tiger, das letzte Tier, seiner Art – wegen einer biochemischen Einzelheit. Auch nicht seine Verflochtenheit mit einem anderen Urgrund menschlichen Seins – der Anziehung der anderen mysteriösen Personen-Geschlechtlichkeit, die auf uns unwiderstehlich, genauso bannend, keimend, entwickelnd, mächtiger werdend, wirkt – nicht das Angesicht des aufkeimenden, jungen, sich des Lebens bemächtigenden, und dabei solchen Leiden, doch auch solcher Hoffnung ausgesetzten Lebens. Es ist nicht das Außen-, mächtig, Sichtbare: es ist das stille, verborgene, der erfahrbare SINN dahinter, der den Hunter antreibt. Der Sinn, der einzige, eigene, in ein Dasein geworfen, in dem man einem Ziel, in ungeheurer Weite, die sich gibt, unsicher, unwissend, und doch spürbar zielgerichtet nachspannt – bis man es (vor Augen) hat, und eine ungeheuer schwere Entscheidung fällt – und nichts Positives, Menschliches, außer der harten Wahrheit, ist über – und eine Moral, ein Handeln, so hart es angeht.

Das alles ist zu kryptisch gesprochen?- wohlan. (folgen SPOILER) Der Film bricht : -wohltuend, mit einiger eingebürgerter Tradition. Die Liebesgeschichte bleibt (nein bleibt sie nicht) unerfüllt und kommt interruptiv zu einem vorzeitigen Abschluß; ein süßes Mädchen und eine charakterreife Mama kommen trostlos unbeobachtet um; ein verzweifelter, zerbrochener Mann (in einer wirksamen Gestik fernkameratechnisch-aufgenommen vor seinem Haus im Kreis – ohne äußere Stäbe- herum>tigernd< wie weiland das gefangene Tier – bleibt zurück,- ein anderes "Heim" ( es waren viele „echte“ Einzelheiten, die es zu einem solchen machten, es mußte jammerschade sein, es zum Abschluß der Film-Szenerie niederzubrennen) (beachten Sie – nur z.B. – die ölbunte Willkommens-Verabschiedungstafel wegesrandlich der Grundstücksgrenze, „Elsewhere“ markierend, haben sie es bemerkt – und einen Gedankengegensatz daran verschwendet? – an den aus Kupferheizungsrohr Improvisiertem mit angelötetem neunzig-Grad-Krümmer,- als Wassereinlauf über der Badewanne? Den detailliert heruntergekommenen Generator-Schuppen?, die Lichterketten/& Lautsprecheridee im Geäst: die Veranda, das unikate bunte Glasstäbe-Windspiel- das alles ist besonders : ist e c h t , so echt wie das schmierige Kneipen-Ambiente, und die eindrücklich vielsagende Aufnahme, wie eben noch ein Stamm - mitleidlos sekundenschnell, brutal, empörend, entrindet, degradiert, zu einer bauholzgeschundenen Fleischauslage wird.

Das alles ist, einiger Film-Erfahrung gewohnt entgegen, wenig „illusionär“; mit Grund. Man könnte sich anhand des Films von einigen liebgewordenen Illusionen angemessen trennen. Man könnte, sich, einigen Wahrheiten, die auch das eigene Leben betreffen, stellen. Der Film verzichtet (zunächst) auf ein rückhaltloses Happyend. Ein junges Mädchen, und ihre Mutter, gehen den Weg vorschnell, allen Seins; ein schonungsloser, brutal bezeichneter Endkampf, zwischen zwei verschiedenen Versionen des gnadenlosen Umgangs mit der Natur; ein fühlloser Auftragskämpfer unterliegt. Ein trauriges Tier, das seinem Schicksal nicht länger entgegenstrebt, gibt sich hin. Der es vollzieht, das Schicksal, zieht eine bittere Lehre, und tut das Unvermeidbare. Er stellt sich seinerseits einem anderen Schicksal in den Weg; er versucht, den Schaden größtmöglichst zu begrenzen; opfert, was muß; doch nicht mehr, als ihm möglich ist, zu verhindern. Und was er gelernt hat, wird in der letzten Szene des Films, wie dieser die ganze Zeit unprätentiös, unübertrieben, und doch dramatisch, laut- und reglos, sichtbar; intensiv. Hätten ein paar weitere menschlich zum guten Schluß herumgeschnäbelt, wäre das zwar persönlich angenehm, doch leider auf jeden Bezug des zu Erzählenden wenig produktiv, weil verlogen unpassend, gewesen. Wir haben den Schleichweg des Jägers, wie dieser geduldig, stundenlang an den Felsen, reglos, ereignislos, geschmiegt, nachzuvollziehen; ganz gespannt, ganz in der zu erzählenden situativen Gegebenheit, ganz zur Geschichte. Es geht nicht um einen Säftebausch einiger Hormone, des lohnbaren Sexes-, der Krimi-, der Jagd-urspannung; es geht um eine Idee von erwachtem Respekt – weniger – : als V e r a n t w o r t u n g , die aus liebe-erzeugendem Hinschauen, durch Aufmerksamkeit, erwächst. VERANTWORTUNG – heißt das Zauberwort, das dieser Film uns aufgibt, zu erkennen. Verantwortung, was wir für das umgebende Sein um uns diagnostizieren, und was, heutigentags, Lagebericht zugleich einer ungeheuer bedrohten Art ist. Nicht nur die Welt des tasmanischen Tigers ist am Untergehen, Vergehen; auch der Mensch muß sich stellen, seinem Schicksal, der Verantwortungs-Übernahme, und des Besten-daraus-Machens. Der Hunter tut es. In seinem letzten Einstehen, der Geste des Films, ist viel mehr Verpflichtung der Liebe gegenüber (weil kein Lockhormon ihn scheinbar zwickend belohnt, zum krönenden Abschluß der Nacht des Tages; als nur eine ganz unentgeltliche Liebes-Müheübernahme wahrhaft walten zu lassen, dem Sein gegenüber, das bedroht, und leidend ist. Der Hunter, der die Gefährdung, durch das, was er selber ist, erfahren hat, /die Bedrohung (durch sich) – aber auch die Schönheit des Bedrohten, der Welt –Schöpfung kann man da schon sagen (der Film hat es sich verdient)/,- zieht am Ende den richtigen Schluß. Und das: ist, der Erkenntnis – und Verbundenheit – des Zuschauers: mit seiner Welt, ungeheuer förderlich.
Ich glaube nicht, das W. Dafoe das, was er in diesem Film geben und transportieren durfte, noch einmal überbieten kann, und darf (klar DÜRFTE er recht gern sehr, bitte). Aber das muß (er) auch nicht. Denn wer einmal so etwas abgeliefert hat, abzuliefern erlaubt war : ist gerechtfertigt, für eventuelle Rest-Zeiten, die noch bleiben, mehr als genug. Wenn W. Dafoe für nichts anderes als nur dafür: dieser Hunter gewesen zu sein, im Gedächtnis überlebt: war es genug, und ist ein Gehalt -nach einem guten heißen Bad- jedenfalls soweit es den Film angeht- in trockenen Tüchern. Diese epische Odyssee die sich ins Wirkliche unendlich fortsetzt (Katastrophen-Kette + eine winzige Durchstoßlücke möglicher Linderung und Welt-Sanierung) wird man so schnell nicht über, so oft zu sehen, wie man kann: denn alles, vor allem ihre Idee (dahinter), ist echt, und wird es – solange noch ein bißchen immer geringere Rest-Welt zu retten übrig wäre,- wäre - -, es bleiben.

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emily

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

The Hunter ist ein klarer Fall von nix erwartet, viel bekommen. Der Film hat mich mit seiner düsteren Atmosphäre, den wunderbaren rauen Naturaufnahmen von Tasmanien und der langsamen Erzählweise in seinen Bann ziehen können. The Hunter würde ich als eine Mischung aus Charakterstudie und Öko-Thriller bezeichnen. Der Film kommt ohne viel Action aus und baut seine Spannung fast gänzlich durch die beklemmende Atmosphäre und durch seine gute Besetzung (Willem Dafoe spielt wunderbar!) auf.
Nur das Ende hat mich ein wenig enttäuscht, die Auflösung ging mir zu schnell und war mir zu glattgebügelt.
Leider suggeriert die Inhaltsangabe der DVD einen actionreichen Thriller a la "Mann gegen Natur", deshalb kann ich es gut verstehen, dass viele enttäuscht den Film wieder ausmachen. Wer allerdings schon vorher weiß was ihn erwartet, nämlich ein ruhiger Thriller ohne viel Blut und Action, der wird bestimmt einen angenehmen Filmabend mit The Hunter verbringen :)

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frink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oftmals als Abenteuerfilm mit Drama-Elementen deklariert, sehe ich den Film eher umgekehrt. Mit dem Fokus auf den Drama-Elmenten, immer wieder durchzogen von den Streifzügen durch die (fast) unberührte Natur. Getragen wird der Film von Willem Dafoe, und wenn einer 90 Minuten tragen kann, dann er. Sam Neill gab es dann auch noch in einer Nebenrolle zu sehen, men Fanboy-Herz schlägt Purzelbäume.
Insgesamt schlägt der ganze Filme aber eher sanft Töne an und ist sicherlich nichts für Freunde atemloser Spannung und Action. So nimmt die Beziehung vom Jäger zu der Familie (Mutter mit 2 Kindern, Vater seit einem Jahr vermisst) bei der der unterkommt, einen großen Stellenwert in seiner Charakterentwicklung ein: Ein gewissenloser Söldner entdeckt seine menschliche Seite wieder. Besonders in Erinnerung geblieben ist in diesem Zusammenhang die "Bruce Springsteen"-Szene, grandios.
Dafoes Schauspiel ist wieder einmal überragend, die Landschaftsaufnahmen bombastisch und das Ende zwar kontrovers, aber in sich dennoch stimming. Ich als Freund ruhiger, nachdenklicher Filme spreche hiermit eine Empfehlung aus.
Willem, ich hab dich lieb.

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jacker

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Den Willem kann man auch nur lieb haben. Einfach ein super Schauspieler mit ganz viel Präsenz!
Schöner Kommentar.


VIGILANTE84

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

THE HUNTER

ein industriesöldner(willem dafoe) erhält den auftrag in der wildnis tasmaniens das letzte exemplar des legändären tasmanischen tiger(beutelwolf) ,welcher seit den 30ern als ausgestorben gilt aufzuspüren und genproben sicher zu stellen
zwischen den ausflügen logiert er bei einer jungen alleinerziehenden witwe ,welche in einer schweren depression steckt und deren beiden kindern....
von den einheimischen holzfällern für einen weiteren verhassten naturschützer gehalten ,vom auftraggeber unter druck gesetzt und der missgunst des eifersüchtigen freund der gastfamilie (sam neill) ausgesetzt sind dies nicht die einzigen schwierigkeiten mit denen er sich auseinander setzen muss

genau wie ''blackthorn'' ebenfalls ein film der eher ruhigeren gangart ,jedoch wesentlich fesselnder und da ich eigentlich nix besonderes erwartet hatte war ich umso begeisterter
diese romanverfilmung(der roman ist jedoch wesentlich bedrückender) lebt von den wunderschönen landschaftsaufnahmen der unberührtheit tasmaniens und dem gekonnten minenspiel von willem dafoe ,der hier auffallend hingebungsvoll spielt und man ihm deutlich anmerkt,dass er persönlich vom film überzeugt ist
emotional ergreifend wird der film ab dann wo sowohl dafoes charakter von der nähe der familie profitiert und zunehmend emotionen entwickelt und der sonst so präzise,introvertierte einzelgänger die familie wieder zusammenführt und selbst die mutter aus ihrer depression befreit
bin sehr froh diesen film ausgewählt zu haben und werde ihn auch kaufen

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Daymare

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Bewertung3.0Schwach

Hmmm, irgendwie hatte ich bei "The Hunter" mehr mit so etwas wie "The Grey" gerechnet: Intensiv und packend bis zum Schluss! Leider ist Dafoes Ausflug in die malerischen Weiten von Tasmanien über lange Strecken furchtbar zäh und langweilig geworden. Spannung? Fehlanzeige...

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Neddie

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Ich bin genauso ran und wurde auch enttäuscht. Wenn mehr Naturaufnahmen mit rein genommen wären + eine spannende Atmosphäre hätte der Film sicherlich einen positiven Eindruck hinterlassen, aber so leider nicht.
Also Vorsicht an die Leute, die auch schon The Grey gesehen haben und den Film noch sehen möchte: schraubt besser eure Ansprüche runter!


werner-holt

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Bewertung4.0Uninteressant

*Spoiler*

Hätte ein ganz guter Film werden können, wenn sich ab der Mitte des Filmes nicht diese unglaubwürdige Liebes/Beziehungskiste heraus kristallisiert hätte. Total unglaubwürdig.

Naja der Roman "The Hunter" wurde von einer Frau verfasst, da hätten die Alarmglocken schon angehen können.

Was ich nicht verstehe, warum denkt der Jäger, das wenn er den Tasmanischen Tiger tötet dass dies der letzte ist. Warum glaubt er, dass das RedLeaf davon abhalten wird noch einen weiteren zu schicken der noch einmal genau nachsieht?

Und warum ist in dem Film die Firma die das in Auftrag gibt und böse ist, "RedLeaf", eine deutsche Firma???

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DerStiffmeister

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Wen interessiert es bitte, ob das Buch ein Mann, oder eine Frau geschrieben hat?
Und noch viel wichtiger: Wen interressiert´s, ob die Firma deutsch ist?


werner-holt

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Mich.


michael.langenhagen

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es ist klar, dass diejenigen, die sich aufgrund des Titels auf Jagd-Action mit Kampfszenen, Verfolgungsjagden und blutigen Szenen eingestellt haben und auch sonst überwiegend solche Filme gucken, enttäuscht sind. "The Hunter" ist ein recht stiller, nachdenklicher Film, in dem nicht viel gesprochen und erklärt wird. Es bedarf nicht vieler Worte, um zu verstehen, worum es hier geht: die menschliche Natur, ihre Stärke und Schwächen, Gefühle, Einsichten. Und natürlich die kommerzialisierte Gesellschaft. Da findet man ein einziges, als ausgestorben geltendes Tier und man will es ausschließlich vermarkten und damit möglichst viel Geld verdienen. À la Jurassic Park oder schlimmer. Mal ehrlich, bekämen wir Besuch von Außerirdischen, würde doch die Hälfte für militärische Zwecke auseinander genommen werden und den Rest könnte man in einem speziellen Zoo besichtigen, damit uns eine Hand voll Multimilliardäre noch mehr Geld aus der Tasche ziehen kann.
Aber zurück zum Film: bewegendes Schauspiel, intelligente, spannende Story und eine ergreifende Stimmung. Für mich ein wertvoller Film, den ich mir noch öfter ansehen werde.

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MarvinKG

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Bewertung5.5Geht so

Über lange Strecken ein durchaus ansehnlicher Film, die Story ist jedoch recht dünn.
Spoiler:
Warum aber muss ein guter Film in den letzten Minuten in einem Gefühlsschwachsinn enden - sehr ärgerlich...

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Jenny von T

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Einige Wochen habe ich ihn jetzt doch vor mir hergeschoben, den HUNTER. Nun weiß ich einmal mehr, dass ich mich nicht nur von extrem überschwänglichen, sondern auch vielen negativen Kritiken niemals blenden lassen sollte – insoweit ist mir dieser Kommentar ein echtes Bedürfnis, denn Daniel Nettheim hat es meiner Meinung nach verdient, dass möglichst viele Menschen seinen wirklich beachtlichen ersten Spielfilm sehen und unterstützen.
Aber wem mache ich hier eigentlich etwas vor? Wenn sich (mein Lieblingsschauspieler) Willem Dafoe wieder einmal auf in den Wald macht, kann das ohnehin nicht ewig an mir vorbeilaufen. Lieblingsdarsteller? Ja, genau! Dafoe beweist einmal mehr, dass er vom Exzentriker bis zum Einsiedler alles abdecken kann und auf ebenso wundersame wie wunderbare Weise Stärke und Sanftheit in seinem Wesen vereint – ohne dabei Konturen einzubüßen.
Und Nettheim? Ein vielversprechender Newcomer!
Es beginnt mit einer kleinen, aber feinen Huldigung an – NATÜRLICH - ANTICHRIST (Dafoe's Charakter Martin David liebt klassische Musik und es ist ausgerechnet eine Händel-Arie, auf die gleich doppelt Bezug genommen wird) und gipfelt in einem runden, thematisch vielschichtigen Gesamtwerk, welches nicht nur ein einfühlsames Charakterportrait zeichnet, sondern sich ebenso die Umwelt seines Protagonisten sowie weltliche Profitstrukturen zur Brust nimmt.
Für ein Biotech-Unternehmen soll Martin David den letzten lebenden Tasmanischen Tiger aufspüren, töten und ausweiden – das Tier sondert bei jedem Biss ein spezielles Gift ab, das für militärische Zwecke eingesetzt werden soll. Schnell wird klar, dass auch David zu einer besonderen Spezies (Mensch) gehört. Wenn er beispielsweise – ohne, mit der Wimper zu zucken – kaltblütig Tiere erlegt, lässt dies auf eine gewisse Abgestumpftheit schließen und doch hat man es mit einem sehr sensiblen und Empathie schürenden Einzelgänger zu tun, der sich langsam in das Leben der Familie Armstrong – bestehend aus der Witwe Lucy und ihren beiden Kindern - einfügt, die ihn während seiner Mission bei sich aufnimmt. Ein Einfaches wäre es gewesen, an dieser Stelle wieder einmal die große Kitsch-Schublade zu öffnen und eine triefend-rührselige Liebesgeschichte auf den Weg zu bringen (die obligatorische Läuterung aller verlorenen Seelen inklusive), THE HUNTER jedoch ist spürbar ambitioniert, Klischee-Fallen zu umschiffen - so, wie es eben meistens ist, wenn ein Film ein echtes Anliegen hat. Mutig und feinfühlig ist Nettheim darüber hinaus dabei, ambivalente Charaktere einzuführen (prädestiniert für derartige Aufgaben: Sam Neill) und Hintergründe dann im Dunkeln zu lassen, wenn sie dem Film nicht zuträglich wären. Besagter Mut, den Zuschauer zu überfordern: Dieser Tage unbezahlbar.
Die jedoch traurige Seite der Medaille: Da THE HUNTER nicht mit ein oder zwei Worten kategorisiert werden kann, werden schnell falsche Erwartungen geschürt. Enttäuschungen auf Seiten des Publikums sind somit vorprogrammiert – selbst, wenn ein Film eigentlich von vielem das Beste vereint.
Man muss offen sein für dieses Werk, welches gerade nicht das man-vs.-nature-Action-Epos ist, das man vielleicht erwartet. Vielmehr findet sich die Hauptfigur am Ende in einem Kampf gegen sich selbst wieder, der jedoch konsequente Folge einer inneren Weiterentwicklung ist – und obwohl es für Martin nur noch 2 richtige Entscheidungsmöglichkeiten gibt, wählt er die für diesen Moment zwar unangenehmere, letztendlich aber geradlinigere. Eine Überwindung hinein in ein neues Ich.
"Öko-Thriller"? Mit abwertenden und unbedacht geäußerten Pauschalisierungen wie dieser darf man gerne etwas vorsichtiger sein, denn THE HUNTER ist nicht lediglich ein Appell an Moral und Menschlichkeit, sondern entlarvt die dunklen Facetten des Kapitalismus und seiner Ableger ohne dabei das Individuum aus seiner Verantwortung zu entlassen – ein Ansatz, der mich sowohl in Theorie als auch in seiner Umsetzung sehr angesprochen und berührt hat. Daran ist dieses Jahr immerhin schon ein David Cronenberg gescheitert.

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dreamtraveller

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Super geschrieben und genau meine Meinung. Der Film bringt einem einmal mehr vor Augen zu welchen Schandtaten der Mensch fähig ist (Vergewaltigung der Natur) sobald es ums allerheilige Geld geht. Bringt mich zwar nicht zum nachdenken, denn das habe ich schon lägst hinter mir. Dennoch für bestimmte Menschen sicher wertvoll, auch wenn genau die Menschen, die diesen Film nötig hätten, etwas anderes erwarten und daher enttäuscht sein werden...


jacker

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Wunderbar analysiert, hat mich auch sehr beeindruckt! Vor allem so ausgeglichen und vielschichtig!


BrittaLeuchner

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ist die Bezeichnung Abenteuerfilm auch ein wenig irritierend, und um so irritierender das manch einer von einem "enttäuschenden" Thriller spricht, scheint dieser einzigartige Film, der weder ein Abenteuerfilm noch ein Thriller sein will, vorallem einem Kommunikationsproblem erlegen zu sein. Und dem Umstand, dass der Regisseur (noch) nicht den Ruf eines Lars von Trier genießt. Wären all diese Umstände nicht, würde man nämlich von einem herausragenden Film sprechen, nebst großartigen Schauspielern (W. Dafoe, Neuentdeckung Morgana Davis aus "The Tree", Sam Neill, etc.) und einer großartigen Geschichte. Weil dann wären nämlich die richtigen Leute angelockt worden, die ihn gesehen und kommentiert hätten. Der Stil der Geschichte besticht mit einer gewissen Nähe zu Geschichten wie Jack London's "Wolfsblut" oder "Fräulein Smillas Gespür für Schnee". Wer diese Geschichten mochte, wird diese hier vielleicht auch mögen. All diese Filme wurden fälschlicherweise als Thriller oder Abenteuer Filme bezeichnet und oft als Enttäuschung verrissen. Für viele sind diese aber echte Liebhaberfilme. Die Wahrheit ist: leider gibt es für diese Filme kein richtiges Genre.

*** SPOILER WARNUNG ***
Leider wurde der Film von den falschen "Guckern" angelockt, die ihn jetzt aus ihrer Frustration runtereißen, weil sie auf eine Fleischschlacht zwischen William Dafoe und einem 3 Millionen Dollar VFX/CGI Tiger gehofft hatten, einer Sexszene mit der Frau in der Hütte und einer Menschenjagd, oder einem groß angelegten Biochemiekonzern-Komplott. Nichts davon tritt ein und ... ... ich fand ausreichend Gründe den Film zu mögen. Einer der wichtigsten Gründe ist genau das, was ich vorher nannte :-) Was eben Gott sei Dank nicht geschah. Gab es eine Chance in der Geschichte einen potentiellen Plot nach bekannten Mustern zu stricken (zu vergewaltigen), der Regisseur entschied sich dagegen. 10 Punkte!

So gibt es weder eine großangelegte Menschenjagd im Wald, noch eine Sexszene mit der Frau in der Hütte. Im Gegenteil: Alle Plots die sich langsam aufbauen, werden für die RTL Gucker enttäuschend nahe am Leben aufgelöst. Nämlich lebensnah unspäktakulär. Der kleine Disput mit den Holzfällern stellt sich zum Schluss harmlos heraus und die Frau und die Kinder hoffen einfach nur auf ein Lebenszeichen vom verschwundenen Pappa und haben den Neuankömmling ein wenig "adoptiert". Weiter nichts. Er mag die Familie und versucht sie ein wenig da raus zu halten. Weiter nichts. Ich bin dem Regisseur sehr dankbar dass er das respektiert und die Frau nicht plötzlich vergessen läßt dass ihr Mann da irgendwo im Wald liegt, während sie den neuen vögelt, wie es oft in solchen Filmen normaler Weise dann wäre. Dafoe verhält sich in der Situation angenehm menschlich und natürlich, der Plot wird nicht der Spannung wegen vergewaltigt. Die Charaktere machen kein Seilhüpfen und werden nicht an die Wand gestellt, was viele kritisieren. Ich mag es.

Umso bedrückender und wirkungsvoller finde ich das aus der Ferne "beschriebene" spätere Schicksal der Familie. Auch hier verzichtet der Regisseur auf die heulenden Geigen. Die umso stärkere Wirkung wird wohl dem etwas empathischeren und weniger auf Action ausgelegten Publikum vorbehalten bleiben. Mein Leben ist spannend genug. Ich mag es wenn die Möglichkeiten die die Kameras hergeben ausgenutzt werden um nahe am Menschen zu bleiben bis jede einzelne Falte im Gesicht zu sehen ist. Der Film ist meiner Meinung nach ein zu 100% Prozent zu empfehlender Film für alle "Tiefgang" Gucker. Denn die wissen auch was der Film ihnen sagen möchte. "Selbst zusammen reimen" wie hier einige meinen, muss man sich da nämlich garnichts, wenn die grauen Zellen (noch) funktionieren ;-)

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benutzerbenutzer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Daniel Nettheim gelingen wunderbare Bilder im wilden Tasmanien, wo sich Willem Dafoe auf eine atemberaubende Suche begibt. Trotz der betont ruhigen Erzahlweise wird "The Hunter" zu keiner Zeit langweilig, sondern besticht vielmehr dadurch, dass er die Beziehung seines Protagonisten zu den anderen Darstellern klar definiert. Highlight bleiben trotzdem die Szenen in der fast unberuhrten Natur, die den Zuschauer beinahe in Trance versetzen. Lediglich kurz vor Ende wird der sich vorher bestandig anbahnende dramatische Konflikt etwas ubersturzt und mit grosser Heftigkeit zugezogen, was angesichts des starken Rests und dem dann doch klar formulierten Ende allerdings locker verschmerzt werden kann.

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Barny Ross

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Bewertung2.0Ärgerlich

Wer Freude daran hat, Willem Dafoe bei einem Waldspaziergang zuzusehen, dem wird der Film gefallen.

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