The King's Speech - Die Rede des Königs
The King's Speech (2010), AU/GB Laufzeit 118 Minuten, FSK 0, Drama, Historienfilm, Kinostart 17.02.2011
64 Bewertungen
Skala 0 bis 10
12415 Bewertungen
250 Kommentare
Keine
von Tom Hooper, mit Colin Firth und Geoffrey Rush
Es ist ein persönliches Drama auf großer Bühne, kraft des neuen Massenmediums Radio zig tausendfach verstärkt: Dies muss Albert (Colin Firth), Duke of York und Sohn des englischen Regenten King George V. (Michael Gambon), auf peinlich-demütigende Weise erleben, als er im Jahre 1925 im Wembley Stadium eine Eröffnungsrede halten muss – denn er ist Stotterer. Und doch wird er 14 Jahre später The King’s Speech halten, als er vors Mikrofon tritt, um den Mitbürgern des Englischen Empires mitzuteilen, dass England Deutschland den Krieg erklärt. Zu diesem Zeitpunkt ist aus Bertie, wie er im Kreise seiner Familie gerufen wird, King George VI. geworden, nachdem sein Vater verstorben ist und sein älterer Bruder David (Guy Pearce) abdankte, um eine bürgerliche Amerikanerin zu heiraten. Bis er für The King’s Speech allerdings bereit ist, muss der König durch das Fegefeuer einer ganz besonderen Sprachtherapie gehen. Da bisherige Versuche der Sprachkorrektur fehlgeschlagen sind, greift seine liebevolle Gattin Elizabeth (Helena Bonham Carter), die spätere Queen Mum, zu einer unkonventionellen Methode in Form des australischen Schauspielers und Sprechtrainers Lionel Logue (Geoffrey Rush). Durch seine provozierende Art lockt er den König systematisch aus der Reserve. Und doch ist es der Beginn einer lebenslangen Freundschaft.
The King’s Speech , inszeniert von Tom Hooper (The Damned United – Der ewige Gegner), erlebte seine Premiere im Herbst 2010 auf dem Telluride Film Festival und zog seitdem große mediale Aufmerksamkeit auf sich inklusive zahlreicher Nominierungen und Preise. Beim Heimspiel in England gewann The King’s Speech allein in fünf Kategorien den British Independent Film Award, darunter in den Kategorien Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller und Beste Nebendarstellerin sowie in der Kategorie Bestes Drehbuch. Die Idee zum Drehbuch von The King’s Speech hatte Autor David Seidler bereits vor vielen Jahren, wartete aber noch bis zum Tode der Queen Mum, bevor er seinem Herzensprojekt (auch er war einst ein Stotterer) The King’s Speech nachgehen konnte. David Seidler ist schon seit den 1960er Jahren als Schreiber tätig, hauptsächlich im TV-Geschäft mit Produktionen wie Kung Fu Killer oder Soraya. Der Erfolg von The King’s Speech ist selbst eine Krönung seines schreiberischen Wirkens. (EM)
Mehr Bilder (17) und Videos (4) zu The King's Speech - Die Rede des Königs
Cast & Crew
- Genre
- Biopic, Historienfilm, Drama
- Zeit
- Zweiter Weltkrieg
- Ort
- Großbritannien
- Handlung
- Adel, Adolf Hitler, Ansprache, Bruder-Bruder-Beziehung, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Herzog, Hörfunk, König, Liebe, Medien, Nachricht, Palast, Radiosendung, Rede, Reden, Sprache und Kommunikation, Stottern, Thronfolger
- Stimmung
- Berührend, Geistreich
Fans dieses Films mögen auch
Fans dieses Films gefiel auch
-
Sherlock: Das große Spiel
Sherlock: Die Hunde von Baskerville
Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht
-
Sherlock: Ein Skandal in Belgravia
Sherlock: Der blinde Banker
Sherlock: Ein Fall von Pink
-
Sherlock: Der Reichenbachfall
In ihren Augen
The Help
-
Wenn Träume fliegen lernen
Gandhi
Hot in Cleveland
News zum Film The King's Speech - Die Rede des Königs
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
Links zum Film The King's Speech - Die Rede des Königs
- The King's Speech: Offizielle Webseite
- The King's Speech: film-zeit.de
- The King's Speech: critic.de















Kritiken (35) — Film: The King's Speech - Die Rede des Königs
Medienjournal: Medienjournal-Blog.de
Kommentar löschen[...] The King’s Speech ist einfach Kinokunst auf allerhöchstem Niveau und erzählt eine Geschichte, die in Sachen Eindringlichkeit, Emotionalität, aber auch Witz so schnell nicht zu übertreffen ist. Was habe ich mich anfangs gefragt, ob dieser Film es schaffen würde mich zu begeistern und wie wurde ich doch eines Besseren belehrt.
Kein trockenes Historiendrama, keine angestaubte Biographie, keinen langweiligen Doku-Schinken bekommen wir geboten, sondern das Beste, was Kino leisten kann. Eine (wahre) Geschichte voller Sympathie, voller Wortwitz und Sinn für Details, voll herausragender Schauspieler bis in die kleinsten Rollen und mit einem Szenenbild und Kostümen, gepaart mit einer musikalischen Untermalung, die den Zuschauer gefangen nehmen und eintauchen lassen in die Welt von Albert, Herzog von York, dem stotternden dem jähzornigen, dem verängstigten Albert und später König George VI. [...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
CINEMAN.ch
Kommentar löschenDer englische König George VI. will mithilfe seines Sprachtrainers (Geoffrey Rush) und seiner Ehefrau (Helena Bonham Carter) sein nervöses Stottern bei öffentlichen Auftritten überwinden und sein Land selbstsicher in den Krieg führen. Der vierfache Gewinner bei den Oscars 2011 mag altmodisch daherkommen, famoses Kino ist das trotzdem - nicht nur dank Colin Firth.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Weltenkind Tue, 06 Mar 2012 16:37:10 -0000
Antwort löschenCool, jetzt hast du den Inhalt des Films wiedergegeben. Was daran nun gut ist, kam nicht zum Ausdruck.
Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenAcademy-Bestnoten für Film, Regie, Originaldrehbuch und Hauptdarsteller gab’s bei der 83. „Oscar“-Verleihung. Dabei müsste Colin Firth seinen Goldjungen eigentlich teilen. Zwar stellt er den König mit Sprachfehler ohne eine Spur von Overacting dar, wird aber erst richtig gut, wenn er sich mit dem nicht minder großartig aufspielenden Geoffrey Rush als wandelnde Skurrilität inmitten stocksteifer Kirchenoberer und Aristokraten komödienreife Szenen liefert, die das pointierte Drama um den englischen Patienten erst zum verordneten Film des Jahres machen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net
Kommentar löschenMeiner Erfahrung nach macht die Tatsache, dass ein Film auf einer wahren Geschichte beruht, ihn nicht automatisch sehenswert. Andererseits wurde der Film mit Oscar-Nominierungen regelrecht überschüttet und konnte sich in einigen wichtigen Kategorien gegen die Konkurrenz durchsetzen - unter anderem gewann der Film den warscheinlich wichtigesten Oscar für den Film des Jahres.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«The King's Speech» ist ein höchst unterhaltsames Drama, das durch überwältigende Leistungen der Schauspieler und spritzige Dialoge zu gefallen vermag.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Dr. Borstel: Sharks, Pencils and Ben Aff...
Kommentar löschenEinen Thronplatz in der Kinogeschichte hat sich THE KING’S SPEECH nicht verdient, denn königlich ist hier höchstens Colin Firth. Gerade seinetwegen darf man aber durchaus einen Blick riskieren.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Marco31 Wed, 08 Jun 2011 10:55:14 -0000
Antwort löschenIch muss ja zugeben, ich habe mich zu erst gegen den Film gewehrt. Musste dann aber mit erstaunen festellen, dass es eine großartige Geschichtsverfilmung ist. Sicherlich nichts für die einfach gestricken unter uns, aber dennoch oder gerade desahlb sehr sehenwert. Grandioses Schauspielerkino welches pointiert und geistreich inszeniert ist. Warhaftig ein Kunstwerk, welches mit Witz und Sensibilität in Szene gesetzt wurde. Das Porträt eines Mannes, der gegen seine Sprachbehinderung, sich selbst und seiner Vergangenheit ankämpft, und einer ungleichen Freundschaft, zwischen Patient und Therapeut, wozu vor allem furiose Schauspielerleistungen beitragen. Colin Firth und Geoffrey Rusch zeigen sich in diesem bewegenden Streifen als Virtuosen auf ihrem Gebiet. NAchhaltig muss ich auch zugeben das Colin Firth sich durch diese herrausragende Rolle den Oscar zu recht erspielt hat. Die Geschichte ist interessant und zu gleich spannend zu verfolgen. Fabelhaft!!!
Fazit: Herzergreifen und meisterhaft.
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenEin guter Film, ein Feel-Good-Drama, das aber zu viele Oscarnominierungen ertragen musste. Dennoch sehenswert alleine schon wegen Geoffrey Rush und Colin Firth. Minuspunkt: Die Geigensauce von Filmmusik, die alles überdeckt. (Mehr im Podcast)
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Marco31 Wed, 08 Jun 2011 10:55:22 -0000
Antwort löschenIch muss ja zugeben, ich habe mich zu erst gegen den Film gewehrt. Musste dann aber mit erstaunen festellen, dass es eine großartige Geschichtsverfilmung ist. Sicherlich nichts für die einfach gestricken unter uns, aber dennoch oder gerade desahlb sehr sehenwert. Grandioses Schauspielerkino welches pointiert und geistreich inszeniert ist. Warhaftig ein Kunstwerk, welches mit Witz und Sensibilität in Szene gesetzt wurde. Das Porträt eines Mannes, der gegen seine Sprachbehinderung, sich selbst und seiner Vergangenheit ankämpft, und einer ungleichen Freundschaft, zwischen Patient und Therapeut, wozu vor allem furiose Schauspielerleistungen beitragen. Colin Firth und Geoffrey Rusch zeigen sich in diesem bewegenden Streifen als Virtuosen auf ihrem Gebiet. NAchhaltig muss ich auch zugeben das Colin Firth sich durch diese herrausragende Rolle den Oscar zu recht erspielt hat. Die Geschichte ist interessant und zu gleich spannend zu verfolgen. Fabelhaft!!!
Fazit: Herzergreifen und meisterhaft.
Tina Scheidt Tue, 26 Jul 2011 07:34:00 -0000
Antwort löschenDem ist absolut nichts hinzuzufügen, besser hätte ich es selbst nicht in Worte ausdrücken können.
Sebastian Klausner
Kommentar löschenDie fabelhaft gespielte wie gefilmte Tragikomödie The King’s Speech ist die glorifizierende Wiederaufarbeitung einer mythischen Vergangenheit des britischen Königshaus. In Stagnation verharrend revolutioniert dieser Film nichts – und revoltiert noch weniger. Zu großen Teilen von den beiden britischen Schauspielgrößen getragen ist der Feel-Good-Movie in erster Linie klassisch, glatt und nach dem Oscar-Rausch wieder vergessbar.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschenEin Mikrofon. Die Menge tobt, der zukünftige König aber stottert: KING‘S SPEECH startet so, wie Filme in jüngerer Vergangenheit eben starten, wenn sie solche Aufsteiger- und Bewältigungs-Geschichtlein erzählen möchten - mit szenischem Einstieg und großer Geste bei der Erläuterung des nun zu behandelnden Problems.
Auch in den darauffolgenden 116 Minuten wird dann viel über Sprachbarrieren und die Rolle des Königs geredet, und letztlich doch gar nichts dazu erzählt: So sehr sich Hoopers Film darum bemüht, die Zwänge seines Szenarios hinter sich zu lassen, und nicht den Weg über Ausstattung, sondern klassische Erzählung bemüht - sein Ansatz bleibt bloße Behauptung: KING‘S SPEECH interessiert sich für die Monarchie als solches ebenso wenig, wie für das Stottern, sondern ist im Grunde seines Herzens doch nur der banal ausbuchstabierte Archetyp jener abgegriffenen Emanzipationsparabel, die das Kino immer wieder neu für sich entdeckt.
In ebenso klaren, wie auch naiven Bildern…
Kritik im Original 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 36 Antworten
SamRamJam Tue, 01 Mar 2011 01:14:47 -0000
Antwort löschenDas hört sich ja nicht sehr berauschend an. Schade, nach den vielen Vorschusslorbeeren hatte ich wirklich gehofft einen guten Film zu bekommen :(
Hitmanski Tue, 01 Mar 2011 01:27:24 -0000
Antwort löschenNaja, "gut" ist der Film in meinen Augen nicht; aber man muss ihn zumindest attestieren, dass man ihn halbwegs ordentlich weggucken kann. Kein überzeugendes Qualitätskriterium, aber immerhin mehr als man von den problemüberfrachteten Auslands-Nominees dieses Jahr behaupten könnte.
Irgendwie ziemlich meh.
patcharisma Tue, 01 Mar 2011 01:29:21 -0000
Antwort löschenMann, ich war sooo unglaublich erleichtert, dass gestern nicht nicht so Prep-Zeugs wie 'Black Swan' oder das noch viel schlimmere 'Inception' den Oscar bekam - und nun das von Dir, Seb?
Hab grad eine schwere Krise Deinetwegen jetzt - this is the British truth!
;-(
Hitmanski Tue, 01 Mar 2011 01:35:50 -0000
Antwort löschenBS und INCEPTION mochte ich beide ja noch viel weniger, insofern kann ich mit KING als Gewinner durchaus leben, obwohl ich persönlich eher für NETWORK war...
British truth - genau das finde ich eben überhaupt nicht; mir erscheint das alles unglaublich kalkuliert und so gar nicht ehrlich oder besonders sympathisch in der Machart. THE QUEEN war da bei ähnlichen Variablen, der viel entspanntere und vor allem bessere Film :)
patcharisma Tue, 01 Mar 2011 01:38:12 -0000
Antwort löschenHey, bitte nicht so akademisch... So kenne ich Dich gar nicht.
Don't lose your soul, critic! ;-)
Hitmanski Tue, 01 Mar 2011 01:41:46 -0000
Antwort löschenEs ist schon spät, ich bin eigentlich noch platt vom OSCAR gestern, da kann es schon mal vorkommen, dass sowas passiert :P
SamRamJam Tue, 01 Mar 2011 01:56:16 -0000
Antwort löschen@Gordon Cole: Hitmanski und ich haben eine prozentuale Übereinstimmung von 43 %. Aber gerade im Hinblick auf... ich nenne sie mal Historienfilme ist mir aufgefallen das ich sie nicht nur ähnlich Bewerte wie eben Hitmanski sondern meistens auch (allein für mich ohne irgendein zutun) zu den selben Fürs und Wieders komme.
Genau dafür sind Kritiker nämlich da. Man sucht sich einen mit dessen Geschmack und Ansichtsweise wie auch Argumentation man übereinstimmt und hat einen Ansatz. Also in diesem Fall gebe ich tatsächlich mehr auf Hitmanskis Bewertung als auf die von jemanden den ich nicht kenne. Als Beispiel habe ich heute zum ersten mal ''Love Exposure'' geguckt, ein Film der hier scheinbar von fast jedem mit einer 9- 10 bewertet wird, ich gab dem eine 4. Also nur weil viele sagen das irgendetwas gut ist muss es nicht stimmen (und die Regie und Schauspielerlisten die hier vor einigen Tagen veröffentlicht wurden lassen ja schon erahnen in welche Richtung das Groß der Community geht).
Da gleich von einem Gottähnlichen Status zu sprechen ist, mit Verlaub, lächerlich. Was mich wundert wie es Hitmanski immer wieder schafft so polarisierend auf diejenigen zu wirken die anderer Meinung sind. Liegt es an seinem Versuch tatsächlich mal zu Begründen was ihm missfiel anstelle der so häufigen Phrasen wie :''Der Film war doof!'' ?
SamRamJam Tue, 01 Mar 2011 01:58:37 -0000
Antwort löschenAnmerkung: Tausche ''Love Exposure'' mit ''Requiem for a dream'' :)
Mr Vincent Vega Tue, 01 Mar 2011 03:37:08 -0000
Antwort löschenZustimmung, besonders zum letztem Absatz. Typischer crowd pleaser halt, der weiß, wie er die Knöpfe zu drücken hat - dem kann man sich wohl schwer entziehen. Bei mir hat's aber ganz gut geklappt, mir war dieser sülzige Schmu auf Oscarkurs viel zu durchschaubar gestrickt und gediegen inszeniert, um ihm auf den Leim zu gehen. Besonders der Schnitt ist schlecht, weil viel zu verlottert. :P
Billmaik Tue, 01 Mar 2011 13:16:05 -0000
Antwort löschenHitmanski, ich finde es ein wenig befremdlich, ja fast schon anmaßend aus dem Logopäden Lionel Logue mal eben einen "scharlatanischen Heiler" zu machen. Ein billiger, polemischer Tiefschlag, der jeglicher Grundlage entbehrt. Dazu musst du dich angesichts deines hier gottgleichen Status doch nun wirklich nicht entblöden ;)
Der Rest der Kritik ist selbstredend auch ein einziger, großer Schmarrn. :P
Natürlich ist "The King's Speech" ein crowd pleaser und bedient sich als solcher konventionellen Mechanismen; ihm aus diesem Grund jegliche Accuratesse bezüglich einer historischen Verortung oder gar das aufrichtige Interesse an den Problemen von Stotterern - zugunsten einer oscaranbiedernden Agenda (?) - in Abrede zu stellen, zeugt für mich nur von einer fast schon charakteristisch-elitären Abwehrhaltung welche die negative Konnotation des obigen Anglizismus mit sich bringt.
Ein gewisser Innovationszwang etwas originäres zu schaffen muss in der Bewertung von Kunst zwar berückichtigt werden, weshalb ich es auch durchaus nachvollziehen kann "The King's Speech" eine streckenweise biedere Inszenierung und klassische narrative Struktur "vorzuhalten", ist meiner Ansicht nach aber anderen, universelleren Qualitätsmerkmalen unterzuordnen. Das kann freilich jeder so sehen wie er möchte, aber warum sollte ich an einen Film wie den vierfachen Oscargewinner von Tom Hooper kühl-sezierend, verkopft und über-analytisch (sorry, den Seitenhieb konnte ich mir nicht verkneifen :D) herantreten? Warum sollte ich mich nicht einfach an den herausragenden Darstellern, dessen Leistung hier nicht mit einem Wort gewürdigt wird, erfreuen? Warum hat ein Film sobald er offensiv und geraderaus eine rundherum optimistische, aufbauende, sentimentale, herzerwärmende und seelenvolle Geschichte erzählt immer einen ach so bösen "manipulativen Gestus"? Es ist ja nicht so, dass ich mir ob der dramaturgischen Schlichtheit von David Seidler nicht bewusst wäre; nur stört es mich nicht im Geringsten. Ich bin allerdings auch kein notorischer Nörgler wie die beiden señores críticas hier oben :P
Hitmanski Tue, 01 Mar 2011 13:39:27 -0000
Antwort löschenVor allem der Film selbst eklärt Logue zum Scharlatan, weil er dessen logopädischen Kenntnisse (entgegen der Realität) nicht auf die wissenschaftliche Befassung mit der Materie zurückführt, sondern Logue als Gegenstück zur klassischen Medizin und Logopädie (verkörpert durh den fiesen Doktor am Anfang) in Szene setzt, und so tut, als seien seine Therapieerfolge nur auf ein Höchstmaß an Herzenswärme und Verständnis zurückzuführen.
Der Rest ist ja der alte Vorwurf, der letztlich auch nicht besser wird, wenn man ihn so schön formuliert: Wenn mich der Film bereits nach zehn Minuten mit seinen Pingpong-Schnitten und seiner Gut-Böse-Systematik nervt, und dann zu allem Überdruss tatsächlich noch ein grauenhaftes Abbild von Churchill durch die Kulissen wackeln lässt, dann kann ich das nicht einfach Ausblenden, und so tun, als wäre es nicht da.
Ich nenne den Film manipulativ, weil er es in all seiner Gefälligkeit einfach ist: Da ist nichts herzliches oder ehrliches, da ist - gerade weil es keine Ecken und Kanten gibt - einfach kaltes Kalkül dahinter. Die Liebenswürdigkeit des Films ist so ehrlich wie Volksmusik; und die Tatsache, dass die Queen den Film lobt, zeigt ja auch, mit welchen Samthandschuhen und Diskussionsfreude er seinem Sujet begegnet.
Ich spreche einfach mal für den Vega mit: Keiner von uns ist ein notorischer Nörgler :)
Billmaik Tue, 01 Mar 2011 13:46:05 -0000
Antwort löschenDanke, danke, das Lob habe ich mir aber auch redlich verdient :D
Ich meinte im letzten Absatz übrigens die Schlichtheit von Seidlers Drehbuch; der Mann ist selbstverständlich alles andere als schlicht.
Le Samourai Tue, 01 Mar 2011 14:08:33 -0000
Antwort löschenBillmaik, ich möchte dich ebenfalls heiraten. :)
Jedes deiner Worte spricht aus meiner lodernden Cineastenseele.
Bei allem Respekt Hitman, dieser Text ist eine Zumutung.
Billmaik Tue, 01 Mar 2011 14:26:48 -0000
Antwort löschenletztlich auch nicht besser wird, wenn man ihn so schön formuliert
Billmaik Tue, 01 Mar 2011 14:28:33 -0000
Antwort löschenIrgendein Bug verhindert, dass ich meine eigentliche Antwort posten kann.
Billmaik Tue, 01 Mar 2011 14:32:14 -0000
Antwort löschenMeine Danksagung galt natürlich Gordon Cole, nur um Missverständnisse zu vermeiden ;)
@ Hitmanski
Erinnert mich an meine Schulzeit, da musste ich mir ähnliche Vorhaltungen auch des Öfteren von Lehrern gefallen lassen ;)
Mich stört die Behauptung, die Liebenswürdigkeit wäre geheuchelt und es würde "kaltes Kalkül" dahinterstecken. Das ist lediglich dein Empfinden - oder vielmehr deine Einbildung - und sollte hier nicht als vermeintliche Tatsache präsentiert werden. Du spielst gerne den Advocatus Diaboli und das Recht sei dir auch zugestanden, aber zu beurteilen wie ein einzelner Zuschauer Emtionen wahrzunehmen hat ist heikel. Sicherlich bin ich jetzt auch ein wenig scheinheilig, würde ich doch beispielsweise bei der Bewertung von "Twilight" ähnlich verfahren, aber ich bemühe mich wenigstens die Teenagerbagage nicht über Gebühr zu verunglimpfen ;)
Aber zumindest sind wir in einem Punkt einer Meinung, Spall ist in der Churchill-Rolle grotesk fehlbesetzt. Zumal Brendan Gleeson es zuletzt recht ordentlich vorgemacht hat, wie man den ikonischen Charakterkopf verkörpern kann ohne ins Parodistische abzugleiten.
Ihr seid zwei grundsympathische und hyperkluge Gesellen ohne die für mich moviepilot nur halb so viel Spaß machen würde, deshalb streiche ich das "notorisch", aber das "Nörgler" lass ich mir nicht nehmen :P
Samourai, bei dir muss ich mich natürlich auch bedanken, und wäre ich nicht entschieden gegen die Polygamie würde ich mir das mit einer Liaison überlegen ;)
Hitmanski Tue, 01 Mar 2011 15:18:55 -0000
Antwort löschen>> Das ist lediglich dein Empfinden - oder vielmehr deine Einbildung - und sollte hier nicht als vermeintliche Tatsache präsentiert werden.<<
q.e.d.: Review ungleich Tatsachenbericht :)
Dieser Bug liegt übrigens an den Anführungszeichen, wenn man zitieren möchte...
Schlegel Tue, 01 Mar 2011 16:16:44 -0000
Antwort löschenAlso die Frage, ob jeder Film manipulativ ist, wirft einen ganz eigenen Kosmos auf. Schonmal was von Robert Bresson gesehen? Huillet und Straub?
Unterhaltungsware wie "Kings Speech" zielt natürlich auf den Bauch ab, dann erst auf den Kopf (behaupte ich mal ohne ihn gesehen zu haben). Das ist erklärtes Ziel des Mainstream. Wenn Kritiker Filmen ihr Ziel vorwerfen, finde ich das - ausser bei Propagandafilmen - auch heikel. Zumindest sollte es wirklich gut begründet werden.
Davon ausgehend besteht für mich das Handwerk eines Kritikers aus wenigstens drei Fragen: Welches Ziel hat sich der Film gesetzt? Welche Mittel werden genutzt, um das Ziel zu erreichen? Erreicht der Film mit diesen Mitteln sein Ziel? Die Frage nach Inhalt und Form ist für mich die Grundlage einer seriösen Kritik; fast überflüssig zu erwähnen, dass es im deutschsprachigen Raum kaum seriöse Kritiker gibt. Seeßlen halte ich da immer noch für die No. 1.
Andererseits erwarte ich von MP gar nicht, es mit den Koryphäen des Metiers aufnehmen zu können.
Hitmanski Tue, 01 Mar 2011 16:41:11 -0000
Antwort löschenZustimmung in Sachen Seeßlen, den Rest sehe ich anders: Das stoische Abarbeiten solcher Drei-Schritt-Schemata finde ich - sowohl zum Schreiben, als auch beim Lesen - anstrengend und verkrampft, und ähnelt irgendwie auch dem Wunsch nach den typischen Rezeptionsparameter-Checklists. Schon alleine in Sachen Umfang stellt obiger Text überhaupt keinen Anspruch darauf, alle Aspekte, die man ansprechen könnte, auszudiskutieren.
Wenn man Filme nur noch an den Zielen messen würde, die sie sich (ebenso nur prognostiziert!) stellen, dann dürfte man 90% der VÖs überhaupt nicht mehr besprechen oder kritisieren. Snyders Gleichschritt-Eulen oder Bays Explosionspornos werden ja auch nicht gut, nur weil sie ihrem Selbstverständnis nach vielleicht tatsächlich nur Nonsense-Bildschirmschoner für vom Leben Benachteiligte sein wollen.
Aber selbst wenn man es darauf herunter brechen möchte, und KS nur ein "Unterhaltungsfilm" ist: Ich habe mich maximal mittelmäßig unterhalten gefühlt, also hat er sein Ziel verfehlt - Gründe dafür: Siehe Text.
Aber jetzt schließe ich diese filmfremden Diskussionsrunden hier ab, dass entwickelt sich schon wieder meilenweit vom eigenen corpus delicti weg...
Schlegel Tue, 01 Mar 2011 18:58:18 -0000
Antwort löschenSo meilenweit entfernt sind wir gar nicht, und ich muß leider nachkarten. Es geht mir weder um ein Schema, noch um stufenweises Abarbeiten. Es geht mir um ein Bewusstsein dafür, dass es auch bei Kritik Maßstäbe geben kann, die benennbar sind und jenseits der eigenen Befindlichkeit liegen. Nichts anderes ist die Frage nach dem Verhältnis von Inhalt und Form, und nach meinem Dafürhalten beginnt erst dort die wirkliche Auseinandersetzung. Ob das am Ende unterhaltsam zu lesen ist oder nicht, liegt ja ganz beim Kritiker.
nilswachter Tue, 01 Mar 2011 19:33:28 -0000
Antwort löschenSchön geschriebene Kritik, der ich zwar nicht zustimmen kann, aber wirklich mit Argumenten aufwarten kann. Ich glaube einfach, dass du angesichts der Themen die dich interessiert hätten definitiv im falschen Sinn gesessen hast. Somit ist deine Wertung verständlich, wird dem Film aber nur bedingt gerecht.
nilswachter Tue, 01 Mar 2011 19:34:03 -0000
Antwort löschenoben: ging an Hitmanskis Text zum Film
nilswachter Tue, 01 Mar 2011 22:35:21 -0000
Antwort löschenIch meine natürlich nicht sinn sondern film ;)
Schlegel Tue, 01 Mar 2011 22:57:35 -0000
Antwort löschenDamit hat nilswachter den Treat wohl zugekorkt. Schade, aber meinetwegen.
nilswachter Wed, 02 Mar 2011 10:36:58 -0000
Antwort löschenDiskutiert nur weiter ;). Ich wollte euch nicht unterbrechen, sondern nur Hit's Kommentar antworten.
Ich lese inzwischen diese Diskussionen nicht mehr. Sie sind redundant und etwas überflüssig. Bei Black Swan oder Inception steht genau dasselbe. Die Jungs Vega und Hit haben eine andere Meinung. Schön. Meine ist es nicht aber lasst sie doch. Ich bin auch der Meinung, dass sie Filme mit anderen Augen ansehen als die meisten hier.
Wenn ich über Geschichte oder Religion spreche, die ich beide studiere, spreche ich auch anders als die grosse Menge und werde auch mal schnell als intellektuell geschimpft oder arrogant. Das möchte ich natürlich nicht sein, aber werde meine Meinung dennoch nicht zugunsten des allgemeinen Konsens ändern, weil ich es je nach Thema schlicht besser weiss. Ich weiss, klingt arrogant, aber ist halt eine Tatsache. Selbiges gilt für Kritiken von Filmen. Je nach Wissenstand betrachtet man diese halt anders.
nilswachter Wed, 02 Mar 2011 12:38:26 -0000
Antwort löschenDas stimmt nicht ganz. Film kann man auch als Wissenschaft betreiben und dann urteilt man nicht mehr nach Geschmack oder sollte es zumindest nicht. Ich denke jedoch, dass die Filmkritiker nicht ganz in die Wissenschaftliche Sparte gehören und schon eher nach Geschmack urteilen, wie du es sagst. Sie achten sich aber auf andere Dinge als der Normalzuschauer würde ich sagen und sprechen diese auch an. Mein Problem ist lediglich, dass Filmkritiker ihre eigene Meinung oftmals nicht als solche in ihren Texten darstellen. Sie können natürlich nicht immer "m.E. oder meiner Meinung nach oder "ich denke" schreiben, schon klar. Aber wenn man sich solche Einschübe hinzudenkt, werden diese Kritiken schon weit harmloser als sie hier erscheinen.
Schlegel Wed, 02 Mar 2011 13:19:06 -0000
Antwort löschenAuch die Einschätzung von Kunst (im weiteste Sinne) kann ein
Handwerk und faktenbasiert sein. Es ist ein Irrtum zu glauben, alles sei eine Geschmacksfrage. Die meisten Kritiker aus Profession
gehen letztlich aber nicht anders als Lieschen Müller an einen Film heran und glauben möglicherweise, das Wichtigste an ihrer Tätigkeit sei die Rhetorik. Das empfinde ich auf Dauer als ziemlich arm, und das meine ich nicht beleidigend, sondern die deutsche Kritikerlandschaft ist tatsächlich eher eintönig. Mir fehlen bei den vermeintlichen Profis fundierte Auseinandersetzungen, wie sie beispielsweise in Frankreich viel öfter zu erleben sind. Und nochmal: Mir ist Hitmanskis oder Vegas Sprachstil völlig schnurz, und sollen sie alle Filme in die Pfanne hauen. Aber wie schön wäre es, wenn die ausgefeilte Rhetorik einen ausgefeilten Inhalt transportieren würde.
Le Samourai Wed, 02 Mar 2011 14:20:59 -0000
Antwort löschen:D Das ist der absurdeste, untreffendste und zugleich unfreiwillig komischste Vergleich, den ich JEMALS gelesen habe! Fanboy-Alarm oder wie?
Bei Filmkritik von "Wahrheit" zu sprechen, ist ja auch schonmal von Grund auf falsch. Ach und bei der Bild-"Zeitung" natürlich auch.
Le Samourai Wed, 02 Mar 2011 14:51:33 -0000
Antwort löschenWas zur Hölle soll denn "Kritiker-Bashing" sein?! Wir führen hier eine total normale Diskussion, ohne Beleidigungen und sonstigem Kram unter der Gürtellinie. Und genau DAFÜR ist dieses Forum doch gedacht, oder?! Und wer nunmal mit etwas queren Texten zu gewissen Filmen daherkommt, muss halt mit viel Gegenwind rechnen!
SamRamJam Wed, 02 Mar 2011 15:18:32 -0000
Antwort löschenUm die Diskussion mal zu den Kritikern zurückzuhieven: Eigentlich haben Schlegel in seinem letzten Beitrag sowie Gordon Cole in dem darüber schon alles umschrieben was es dazu groß zu sagen gibt.
Die Sache ist dass die meisten Kritiker auf Moviepilot eben keine Kritiker sind sondern mehr oder weniger Privatpersonen die halt irgendwo Kritiken veröffentlichen. Speziell in Deutschland wird sowieso vieles sofort zu Offiziell erklärt sobald es einen Rahmen bekommt wie in einer Zeitung o. ä. (Zumindenst sehe ich das so).
@Hitmanski: In einem Punkt muss ich den obigen jedoch recht geben. Schlegel umriss ein Punkteschema die Anforderungen an eine Kritik stellten die du teilweise ablehntest. Eine fundierte Kritik besteht aber nunmal auch aus der Frage: ''Was wollte der Film sein?'' Und da finde ich keineswegs dass diese Frage Kritiken unbrauchbar macht oder andersherum kommt es mir oft so vor als wenn du diese Frage (ob bewusst oder nicht) ausblendest. Bei deiner obigen Kritik zwar nicht da es da genaugenommen um nichts anderes geht als diese Frage aber trotzdem mal so als Denkanstoss ;) Oder um es mit Gordon Coles Worten zu sagen: Ich wollte jetzt nicht ''bashen''^^
der cineast Thu, 03 Mar 2011 18:59:34 -0000
Antwort löschenNein Fabelchen, die Sache mit der BILD war Murks....
der cineast Thu, 03 Mar 2011 19:04:34 -0000
Antwort löschenEs würde uns schützen, ja :P.
Hitmanski Fri, 11 Mar 2011 11:40:31 -0000
Antwort löschenIch hab' das unter Dolly Zooms Kritik zum film ja schon einmal gesagt: Wenn ein Film Wirklichkeitsflucht sein will, ist das in Ordnung - aber dann soll er sich doch auch bitte kein reales, und so mit Problemen überladenens Setting dafür aussuchen. TKS ist ja letztlich noch nicht einmal eine für sich allein funktionierende Parabel oder ähnliches, sondern tatsächlich relativ eng mit einer existenten Biographie verbunden. Dass der Film angesichts dieser Ausgangsposition viele Fragestellungen einfach ausblendent, bzw. überhaupt nicht kritisch hinterfragt (zB. die Monarchenkonzept glorifizierende Schlusseinstellung...), mutet seltsam an.
Hitmanski Fri, 11 Mar 2011 12:20:52 -0000
Antwort löschenEr "basiert auf Tatsachen", wie Filme dieser Art eben auf "Tatsachen basieren" können - bruchstückhaft und mit filmischer Dramaturgie versehen. Würde sich der Film der Wirklichkeit stellen, würde er nicht eine Zäsur der Geschichte, wie den Ausbruch des WW II, zu unbeachteten Randnotiz erklären, oder den ersten Mann eines stupiden Systems zum netten Stotter-Sympathen deklarieren, den man einfach dufte finden muss.
Alle 36 Antworten zeigen
Hitmanski Fri, 11 Mar 2011 12:44:24 -0000
Antwort löschenDas ist irgendwie alles verklärend, was du da erzählst: Die klitzekleinen Seitenhiebe auf die Royals können niemals die nahezu rekationäre Grundhaltung des Films zur Monarchie aushebeln; womit wir eben beim Punkt sind: "Unterhaltungsfilm" verträgt sich nicht mit dem heiklen Stoff, aus dem er gestrickt ist.
""zum Vorteil des Volkes gereichte und diesem Kraft verlieh." / "hat einfach nur das getan, was getan werden mußte, und zwar im Endeffekt das richtige" / "The King´s Speech für alle reellen Beteiligten und auch heute Angehörigen der Monarchie innere Konfliktbewältigung". Genau diese Sätze entlarven den Film in seinem bedenklichen Anliegen: Reinwaschung einer undemokratischen Struktur durch systematische Zentrierung auf Unterhaltung und gleichzeitiger Auslöschung von komplexen historischen Zusammenhängen; so wird der Film großteils rezipiert, und das ist...ätzend.
Hitmanski Fri, 11 Mar 2011 14:47:04 -0000
Antwort löschenDas dreht sich (wie so oft) im Kreis.
Der Film ist nicht neutral, er ist größtenteils planlos - weshalb ich ihm sein problematisches Verhältnis zur Krone auch gar nicht direkt vorwerfe, obwohl er eine solche Lesart zumindest unbewusst mehr als herauf beschwört.
Ganz sicher ist er aber nicht an einer Auseinandersetzung oder Aufarbeitung mit den "Sünden" (?!) seines Landes interessiert, dazu müsste er diese globale Dimension ja überhaupt erst zulassen, was aber angesichts der herzigen Männerfreundschaft mit der sich der Film hauptsächlich beschäftigt, überhaupt nicht stattfindet.
Der Film gipfelt in einer Schlusseinstellung, in der der König als nun erstarkter und endlich handlungsfähiger Monarch das Volk auf den Krieg einschwört - das ist Allmachtsphantasie in seiner reinsten Form, und keinerlei kritische Auseinandersetzung. Nicht zuletzt die Tatsache, dass sich der Film innerhalb der Königsfamilie großer Beliebtheit erfreut, sagt viel über seinen Standpunkt und dessen Wert aus...
Und "Konfliktbereinigung" ist genau das, was es bedeutet: Die Bereinigung eines Stoffes um seine Konflikte und Ambivalenzen - dass kann man jetzt im Rahmen des Unterhaltungskonzepts legitimieren, oder eben nicht, so einfach ist das.
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschen[...] In "The King’s Speech" geht es zunächst einmal um die Thronfolge von King George V. und den Amtsantritt seines jüngsten Sohnes nach dessen Tod, aber der Film erzählt statt vom Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, den politischen Umbrüchen im Königshaus oder anderer relevanter Dinge lieber eine Geschichte davon, wie es George VI. gelang, eine relativ stotterfreie Rede zu halten. Das folgt in erster Linie einer typischen Lehrer-Schüler-Dramaturgie, hier einmal zwischen sanftmütigem Logopäden und König in spe. Der gedeihende Lernerfolg wird, wenn sich nicht gerade die bewährte Schuss-Gegenschuss-Didaktik der Filmhochschule dazwischen drängt, in verlotterten Montagen erzählt, denn so formschön kann schweißtreibende Zeit nur im Kino vergänglich gemacht werden. Irgendwann schließlich wird ersichtlich, was der Film anfänglich wenig diffizil ohnehin schon Einstellung für Einstellung kolportierte: Des Königs Stimmbänder wurden einzig durch die unbarmherzigen Korsettschnüre britischer Adelsmeriten verengt – ein Glück also, dass Colin Firth seinen stotternden King George gleich zu Beginn als stocksteifen Tunichtgut exponieren muss, dem jede noble Geste einen Krampf ins Gesicht drückt. [...]
Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 64 Antworten
Sozionaut Tue, 22 Feb 2011 09:50:02 -0000
Antwort löschenMir gefällt sie nicht...gar nicht Deine Kritik, aber sie arbeitet chirurgisch das Karzionom heraus auch wenn der Patient die OP nicht überlebt...eine gelungene Arbeit mit dem Skalpell.
Mr.Moffet Sat, 26 Feb 2011 12:45:01 -0000
Antwort löschen@Gordon Cole: Das spricht mir aus vollstem Herzen ! Mit Arroganz und Ignoranz disqualifiziert man sich als "Kritiker" hier gern selbst...Wobei einiges wohl provokativ und bewusst verzerrend dargestellt wird. Nur der Anzahl der Antworten zuliebe...arm !
Julio Sacchi Sun, 27 Feb 2011 08:36:57 -0000
Antwort löschenWas hat es mit Ignoranz zu tun, wenn man formale Schwächen beim Namen nennt? Werde ich nie verstehen. Hier disqualifizieren sich nur Schreiberlinge, die formale Qualität oder Schwäche gar nicht auseinander halten können. Traurig, wie persönlich all das genommen wird... und auch n bißchen niedlich!
Mr.Moffet Sun, 27 Feb 2011 12:33:07 -0000
Antwort löschenBravo ! Und lange überfällig !!
psychobasti Sun, 27 Feb 2011 15:31:38 -0000
Antwort löschenAuch von mir Bravo!
Schön gesagt Gordon Cole
Julio Sacchi Sun, 27 Feb 2011 15:45:04 -0000
Antwort löschenFormale Schwächen sind keine Ansichts-, sondern ne Tatsache. Ich sehe hier leider nur wieder Menschen, die sich auf den Schlips getreten fühlen, weil jemand den Film, den sie mögen, nicht mag. Gerade Vegas Rezension zu THE KING'S SPEECH ist genau das, was Du verlangst: Differenziert. Und das eben das, was den meisten hier eben doch nicht so gut gefällt. Darum ist das beknackte Punktesystem auch so beliebt - keine Differenzierung mehr nötig.
Sozionaut Sun, 27 Feb 2011 16:11:46 -0000
Antwort löschen@Julio Sacchi: Gut gebrüllt, Julio, es lebe die Pluralität. Scheißen wir alle in den gleichen Sack und genießen die rektalen Duftmelodien! Hurra!
Julio Sacchi Sun, 27 Feb 2011 16:31:29 -0000
Antwort löschenDas Punktesystem ergibt schon deswegen für mich keinen Sinn, weil etwa ein B-Action-Heuler für mich aus ganz anderen Gründen sehenswert ist als z.B. THE KING'S SPEECH. Damit wird jegliche Aussagekraft doch automatisch negiert. Warum kann man nicht über einen Film schreiben, anstatt ihn mit Punkten abzukanzeln?
Was das Editing angeht: Die für den "Besten Film" nominierten Filme werden fast automatisch für den besten Schnitt nominiert, obwohl es natürlich erheblich anspruchsvolleres Editing gibt als das bei gediegenen Kostümfilmen. Eigentlich müssten so einige Genrefilme bei diesen Kategorien ganz vorne stehen, selbst wenn der Film an sich vielleicht nicht "oscarwürdig" (was immer das ist) wäre. Und mit "verlottert" meint Vega wohl vornehmlich "veraltet" und "abgedroschen", was für das Stilmittel der "Zeit vergeht"-Montage (als Sequenz, nicht mit Schnitt verwechseln) an und für sich gilt.
Mein Fachverstand in Sachen Schnitt ist abgesehen davon ganz knorke.
@Sozionaut
Gefällt mir.
Hitmanski Sun, 27 Feb 2011 20:44:57 -0000
Antwort löschen@ Julio
Vollste Zustimmung in allen Punkten.
@ Gordon
Das dreht sich doch alles wieder im Kreis, und gelangt genau zu dem Punkt, den wir auch schon mehrmals ausgekaspert haben: Pünktchen und Sternchen dienen nur dazu, die "window-shopper", wie Ebert (in einem seiner wenigen Texte, denen ich zustimmen würde) jene Zuschauer genannt hat, die von Filmkritik eigentlich überhaupt keine Auseinandersetzung, sondern nur schöde Geschmacksurteile nach dem Daumen-System erwarten, zufrieden zu stellen. Vergleichbarkeit innerhalb von Genregrenzen ist schon schwierig, spartenübergreifend ist es einfach unmöglich.
Dieses Vorwurf in Richtung "Bevorzugung von Klassikern" ist übrigens Quatsch, und nicht selten lautet der Vorwurf gegen die paar Kritiker, die hier den Volkszorn auf sich gezogen haben, ja auch genau anders herum - wie es eben passt.
Alles nicht viel Neues, aber wenn man mich schon namentlich erwähnt, dann muss ich doch wenigstens auch mal dazwischen schreien - kann ich sonst nicht mit meinem Ego vereinbaren :)
rai1mund Sun, 27 Feb 2011 22:06:26 -0000
Antwort löscheneine entlarvende Formulierung, die dem Kritiker durchgeschlüpft ist (vielleicht nur eine sprachliche Schlampigkeit): "...der Film erzählt statt vom Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ... lieber eine Geschichte davon, wie es George VI. gelang, eine relativ stotterfreie Rede zu halten". Der Kritiker möchte also einen ganz anderen Film sehen. Sein gutes Recht, aber dann sollte er über diesen hier schweigen.
Sozionaut Sun, 27 Feb 2011 22:25:51 -0000
Antwort löschen@rai1mund: hermeneutisch rafiniert erwischt, stimme auch zu
aggrotainment Mon, 28 Feb 2011 02:54:55 -0000
Antwort löschenhört doch auf mit dem gelaber mensch ! wie hier einer nach dem anderen versucht seinen vorredner mit noch hochgestochenerem bullshit zu übertreffen. wenn ihr alle so viel sachverstand habt dann schreibt lieber ein paar nützliche kommentare die anderen usern was bringen...
aggrotainment Mon, 28 Feb 2011 02:56:58 -0000
Antwort löschenund wehe einer kommt mir jetzt damit, dass mein comment genauso überflüssig ist :D
Le Samourai Mon, 28 Feb 2011 05:56:47 -0000
Antwort löschenHuiuiui, Gordon Cole brillant wie selten zuvor! Vollste Zustimmung in allen Punkten. Besagte Kritik ist weder differenziert, noch zeugt sie von besonderem filmischen Fachverstand. Wer THE KING'S SPEECH einen schlechten Schnitt nachsagt, macht sich äußerst lächerlich.
Sozionaut Mon, 28 Feb 2011 10:23:04 -0000
Antwort löschen@aggrotainment: sorry...aber...das muss jetzt kommen, Du ahnst es schon nicht wahr? <<Dein Kommentar war genauso überflüssig>> :D...Du hast es produziert, Alder! peace agro :)
aggrotainment Mon, 28 Feb 2011 11:56:51 -0000
Antwort löschenjaja, die Diskussionen sind mir ja egal, nur die Art wie sie geführt werden find ich ein bissl umständlich. Wenn ich da nachts um 2 an meinem Rechner sitze, dann will ich nicht erst nach "hermeneutisch" googeln um den Sinn zu verstehen. Und nein, ich schäme mich nicht, dass ich das Wort nicht kannte... :D
Sozionaut Mon, 28 Feb 2011 11:58:14 -0000
Antwort löschen@aggro: Mann! Ich weiß es doch auch nicht...so genau...ich habs wie Guddi gemacht, habs einfach geklaut ;-)
aggrotainment Mon, 28 Feb 2011 11:59:34 -0000
Antwort löschenhast du nen Dr. Titel ? gib ihn ab :D
Le Samourai Mon, 28 Feb 2011 12:41:02 -0000
Antwort löschenDie Diskussion verläuft in die ... falsche Richtung.
psychobasti Mon, 28 Feb 2011 13:04:54 -0000
Antwort löschenZum Punktesystem: Jeder bewertet einen Film so wie er ihn eben fand. Welche Vorhersagen dadurch für andere entstehen ist doch nicht unser Problem, man muss sich doch nicht an Vorhersagen halten. Wenn mir ein Film interessant vorkommt, schau ich ihn mir an, auch wenn er eine Vorhersage von nur 3 oder so hat.
So, das hat wahrscheinlich gar nichts mehr mit eurer Diskussion zutun, aber naja :P
nilswachter Mon, 28 Feb 2011 21:23:16 -0000
Antwort löschenVega ist ein Nonkonformist. Das sieht man daran, dass er grundsätzlich (und vielleicht aus Prinzip) gegen den allgemeinen Tenor schreibt. Das ist sein gutes Recht und er hat dies auch zu einer Kunst getrieben, die bewundernswert ist. Die Sprache ist so geschwollen und die Sätze so verschachtelt, dass man aber leicht übersieht, dass in der Kritik letztlich wenig ausgesagt wird. Die Wertung von "4 Punkten" erklärt sich nicht aus dem Gesagten. Somit werde auch ich den Verdacht nicht los, dass sich hier ein Kritiker in Szene setzen will und bewusst provoziert. Er sitzt jetzt wahrscheinlich mit einem guten Glas Wein vor dem Bildschirm und lacht sich ab den Diskussionen hier ins Fäustchen.
Die Zeit ist zu kostbar um sich mit Vegas Kritiken herumzuschlagen und ihn durch einen Sturm der Entrüstung in seiner Position nicht nur zu bestätigen sonder auch noch zu bestärken. Wir sollten Filmen mehr Aufmerksamkeit widmen als ihren Kritikern.
Ach übrigens: Ich gebe The King's Speech eine 10 (Lieblingsfilm). Kritik folgt. Ich habe mal ein Semester Filmwissenschaft studiert. Und habe Filme mit anderen Augen gesehen danach. Zum Glück habe ich abgebrochen. Sonst hätte ich dieses Filmjuwel vermutlich nicht so geniessen können wie ich es getan habe.
Le Samourai Mon, 28 Feb 2011 22:40:40 -0000
Antwort löschenBlödsinn!! Ich differenziere sehr wohl, du wirst unter mindestens genau so vielen Hitmanski-Texten zustimmende Worte von mir finden wie kritische! Ähnlich verhält es sich mit Vegas Texten.
Warum man sich hierhin "verirrt"?! THE KING'S SPEECH ist Oscarfilm und dieser Verriss hier thront nunmal über allen anderen Texten.
Und für mich is oben geschriebenes und die resultierende 4,0 weniger eigene Meinung, als wie schon erwähnt bewusstest destruktives Kontrageben zur objektiven Einschätzung/ Einordnung des Filmes.
MxMushrooms Mon, 28 Feb 2011 23:31:21 -0000
Antwort löschenAmen, Samourai.
Und ich möchte auch noch mal anmerken, dass ich Gordon zustimme, wenn er die bei euch "Kritikern" heutzutage sehr populäre Anti-Haltung kritisiert. Der Text von Vega scheint für mich eine verzweifelt versuchte Rechtfertigung der eigenen "Ich setze mich gegen den Trend"-Profilierung mit äußerst fragwürdigen Argumenten zu sein - die von Herrn Cole zielsicher und vollkommen berechtigt auseinander genommen wird. Ein wahrer "Anti-Held".
Hitmanski Tue, 01 Mar 2011 00:08:39 -0000
Antwort löschenIch lese diesen Thread mittlerweile ja nur noch quer, weil sich die Argumente - verständliche ebenso wie blöde (von beiden Seiten) - doch stetig wiederholen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, woher manche die Arroganz nehmen, die es in ihren Augen gerechtfertig erscheinen lässt, jedem Kritiker, der eine andere Meinung als irgendein schwer zu umreißender Mainstream folgt, eine Profilneurose oder Geltungssucht unterstellen zu wollen.
Es darf in der Kunstkritik überhaupt keine Dogmen geben, wenn man etwas scheiße finden will, dann darf man es scheiße finden - hier wurde sogar äußerst nachvollziehbar dargelegt, was stört - insofern sind auch die Vorwürfe, die überhaupt nicht auf den Inhalt sondern bloß wieder auf die Tatsache abzielen, dass das Kästchen mit der Zahl anders gefärbt ist, als bei anderen Schreiberlingen, auch komplett ungerechtfertigt.
Der Folgeschluss aus der Gegenposition ist ja tatsächlich, dass eigene Meinungen suspekt sind, und nur noch das Kollektiv zählt - und das ist ein Punkt, an dem Diskussion sowieso sinnlos erscheint.
Le Samourai Tue, 01 Mar 2011 00:56:05 -0000
Antwort löschenNaja, Gordon Cole ist doch eindeutig auch auf den Text eingegangen.
Und auch hier muss ich ihm beipflichten. Der Schnitt von KING'S SPEECH ist meisterhalt, lasst euch das von Leuten gesagt sein, die was von der Materie verstehen. Wer ihn als "verlotternde Montage" beschreibt, liegt nunmal falsch. O-B-J-E-K-T-I-V.
Le Samourai Tue, 01 Mar 2011 00:56:34 -0000
Antwort löschen*meisterhaft
Hitmanski Tue, 01 Mar 2011 01:03:37 -0000
Antwort löschen"Verlottert" ist ebenso wie "meisterhaft" ein wertendes Adjektiv, und somit schon einmal jeder Objektivität entzogen. Objektiv sieht man, dass der Film Auseinandersetzungen fast immer als Schuss-Gegenschuss-CloseUps darstellt und schneidet, während er Harmonie und das Gefühl von Freiheit innerhalb der Lehrer-Wohnung stets in breiten Bildern und langen Einstellungen einfängt. Wie man dieses ebenso erprobte, wie in meinen Augen auch zunhemend redundanter werdende Vorgehen nun bewertet, bleibt jedem selber überlassen - ihr sprecht über das gleiche Phänomen, nur mit divergierenden Wertungen.
Schlegel Tue, 01 Mar 2011 13:47:41 -0000
Antwort löschenHit, du beschreibst aber die Auflösung, und die wird in einer Produktion wie dieser eher auf das Konto von Regie und Kamera gehen. Wer von Beiden die Fäden schlußendlich in der Hand hat, ist schwer zu sagen, das ist in jeder Konstellation anders. Die Cutter machen am Ende das Beste draus, aber neue Einstellungen herzaubern können sie nicht. Ich kann Cole nur recht geben, Schnitt ist wirklich schwer einzuschätzen, und zu behaupten, viel Schnitt = guter Schnitt, ist albern.
Le Samourai Tue, 01 Mar 2011 14:00:42 -0000
Antwort löschenExactly.
Mr Vincent Vega Tue, 01 Mar 2011 16:20:13 -0000
Antwort löschenVerstehe die ganze Diskussion nicht. Fühle mich stark überfordert.
Sozionaut Tue, 01 Mar 2011 16:31:08 -0000
Antwort löschenIch bin berührt.... bekomme Pipi in die Augen.
Le Samourai Tue, 01 Mar 2011 17:26:33 -0000
Antwort löschenNa dann solltest du vielleicht aufhören, (in dieser Art) über Filme zu schreiben!
Le Samourai Tue, 01 Mar 2011 17:59:10 -0000
Antwort löschenhehe, alanger bringt licht ins dunkel. :)
zoo-palast ist in der tat recht schäbig!
Mr Vincent Vega Tue, 01 Mar 2011 18:43:30 -0000
Antwort löschenIch war in meinem gesamten Leben noch nie im Zoo Palast. Bin ausreichend verwöhnt vom Astor (Filmpalast).
Mr Vincent Vega Tue, 01 Mar 2011 18:50:29 -0000
Antwort löschenKeine Ahnung, war erst ein einziges Mal regulär dort. :) Sonst halt nur Pressevorführungen - wobei der Altersschnitt da vielleicht ähnlich hoch liegt.
Julio Sacchi Tue, 01 Mar 2011 19:06:54 -0000
Antwort löschenSo, jetzt haste 50 Antworten.
Kritikologe Wed, 02 Mar 2011 00:54:27 -0000
Antwort löschen...schnitte(n)?!
Wieso muss ich mir bloß alle Kommentare durchlesen?
Jetzt werde ich die ganze Zeit die "hässliche(n) Schnitte" im Film suchen und was zum Teufel bedeutet "hermeneutisch", wir haben 2 Uhr, verdammt, viel zu spät, ab ins Bett.
Sozionaut Wed, 02 Mar 2011 08:31:46 -0000
Antwort löschen@Kritikologe: "hermeneutisch" kommt von Hermes, also dem Hermes Versand. Der hat den Paketdienst gegründet und arbeitet selbt dort. Hermes, Hermes Günther, ist sein richtiger Name, hat Freude daran Pakete zuzustellen. Nun ist Hermes Günther ein Neunmalklug und eine Babbeltasche, das heißt, er quatsch unentwegt, er erklärt dies, legt jenes aus, interpretiert unentwegt, was wohl in den Paketen ist, die er ausliefert. Ein Beispiel: Es klingelt. Hermes Günther steht in seinem blauen Overall vor der Tür und hält grinsend ein Paket in der Hand. Er begrüßt dich melodiös: "Ha-l-looo, ich bin der Hermes und habe ein Paket für Sie (trillalala, trillalaaa)." Du freust DIch natürlich und willst Dein Paket haben, bist total gespannt, was drin ist, es sei denn Du weißt es schon, dennoch bist Du gespannt. Aber dann macht Hermes Günther das, wofür ihn viele hassen. Er beginnt zu raten. Er sagt: "Lassen Sie mich raten, in ihrem Paket ist dies oder jenes." Er nervt so lange, bis er dabei zusehen darf, ob das, was er angenommen hat auch wirklich in dem Paket ist. Daher hat sich sein Vorgehen als "hermeneutisches Vorgehen" etabliert. Er hat inzwischen eine sehr große Fan-Gemeinde, die nennen sich die "Hermeneutiker" und die "Güntherianer"...nun ja, die "Güntherianer " sind eine relativ junge Bewegung. Zusammenfassend: "hermeneutisch" bedeutet auf die Art und Weise zu verfahren, wie es der Hermes Günther immer tut. Dies hat Tradition, so hat es nämlich auch sein Ururururururuururgroßvater HERMAS bei den alten griechischen Göttern getan, da war er nämlich beim göttlichen Zustellamt beschäftigt und hat Zeus und Co. genervt.
...und jetzt bitte nicht steinigen ;-)...
Sozionaut Wed, 02 Mar 2011 08:34:56 -0000
Antwort löschenAch...übrigens, Schnitte(n) kommt von Milchschnitte, vielmehr von "Milchschnitte Essen" beim Filmschnitt, wenn es darum geht, eine einzige Milchschnitte unter der Filmredaktion aufzuteilen,... aber das erkläre ich am besten irgendwann einmal, oder? :D
der cineast Wed, 02 Mar 2011 17:19:35 -0000
Antwort löschenSeine Meinung brilliant auszudrücken ist für mich eine Kunstform, egal ob ich den Film der bewertet wird mag oder nicht. Andere Meinungen machen Spaß, ich würde nur allen raten sich mal durch Vegas gesamte Kritiken zu klicken, denn wie es scheint haben die meisten genug Zeit sich so manch Schwachsinn hier anzuhören und zu beantworten, um ihn besser zu verstehen und nicht alles als Ignoranz abzustempeln. Der beste Redner der Anti-Vega Bewegung, wie ich sie einmal unschön nennen möchte, ist Gordan Cole. Alle anderen fühlen sich doch nur angegriffen und wissen nicht mehr zu Argumentieren. Ich habe den Film nicht gesehen, es belustigt mich nur wie unter jeder dritten Vega Kritik (Inception war schon hart) ein Feuer der Entrüstung aufflackert, obwohl die meisten noch nicht einmal die Kritik im Original gelesen haben und sich nur auf den kleinen Auszug hier beziehen. Lasst, wie es Fabel so schön bemerkt hat, die "Samourai-Schwerter" fallen und akzeptiert die Meinung. Gesittet weiter zu diskutieren wie Gordan Cole ist aber völlig legitim, obwohl man nicht wirklich weiter kommt...
Le Samourai Wed, 02 Mar 2011 17:28:04 -0000
Antwort löschenDude.
1. Woher willst du bitte wissen, wieviel ich von welcher Kritik gelesen habe?
2. Fühle ich mich nicht angegriffen (?!) und argumentiere gegen Vegas Formulierungen bezüglich des Schnitts von KING'S SPEECH.
3. Habe ICH, wenn du nochmal nachschaust, Vegas INCEPTION-Kritik vollstens unterstützt und bin der selben Meinung wie er.
Le Samourai Wed, 02 Mar 2011 17:30:29 -0000
Antwort löschen4. Wie kann dir Vegas Kritik "gefallen", wenn du den Film noch gar nicht gesehen hast?
Wie die Lemminge...
Le Samourai Wed, 02 Mar 2011 17:41:33 -0000
Antwort löschenKleine Korrektur: Hatte damals Hitmanskis INCEPTION-Kritik kommentiert, Vegas ist aber ähnlich treffend!
So, und nun genug zu solch belanglosem themafremden Kram.
Sozionaut Wed, 02 Mar 2011 18:01:09 -0000
Antwort löschenIch kann nicht anders, die Dummschwallarei hat mich wieder gepackt, irgendetwas provoziert mich... nur ein Zitat noch, dann ich Schluss, wirklich, versprochen, ich halte hier die Klappe, Ehrenwort!
Zitat:
„Durch unser Wissen unterscheiden wir uns nur wenig, in unserer grenzenlosen Unwissenheit aber sind wir alle gleich.“ (Popper)
Gut, gelle!? Nicht wahr, fein, *hechelhechel*...*schwanzwedel*
der cineast Wed, 02 Mar 2011 18:13:03 -0000
Antwort löschen1. War eher ein Rundumschlag, weil das bei manchen so aussieht.
2.Es sollte wohl eher heißen: Fühle ich mich angegriffen (!?) und argumentiere gegen Vegas Formulierung bezüglich des Schnitts. Ich Verweise wieder auf meinen Punkt 1, denn mit meinen Anmerkungen warst nicht nur du gemeint.
3. Auf Nummer 3 kann ich wegen deiner Korrektur auch nicht mehr eingehen.
4. Ist der totale Müll, seid wann darf einem eine Kritik nur gefallen, wenn man den Film kennt, das würde ja bedeuten ich kauf mir eine Zeitung lese Artikel von Filmen die ich noch nicht kenne und die dürfen mir nicht gefallen oder wie ? Wenn du das so siehst bin ich liebend gerne ein Lemming ;).
Die Nennung deines Namens, in Form der Samuraischwerter war nur eine kleine Spitze die ich mir erlaubt habe, die sich auf das Schreiben meines User Namens mit Anführungszeichen bezieht, welches du einmal gemacht hast. Vllt erinnerst du dich? Ich meinte dich nur teilweise, deswegen verzeihe bitte das du dich zu jedem Punkt angesprochen gefühlt haben musst ;) :)
Mr Vincent Vega Thu, 03 Mar 2011 01:33:39 -0000
Antwort löschenIst hier der Ofen schon aus? Hatte auf 100 Kommentare gehofft, schließlich verfasste ich den Eintrag nur, weil ich auf empörte Reaktionen spekuliert habe.
Mr Vincent Vega Thu, 03 Mar 2011 01:38:56 -0000
Antwort löschenGanz, ganz großartig gezählt.
Hitmanski Thu, 03 Mar 2011 01:39:02 -0000
Antwort löschenPssst, nicht alles verraten! 64!
Mr Vincent Vega Thu, 03 Mar 2011 01:40:09 -0000
Antwort löschenWarum seid ihr noch wach? Nächtliche Bedürfnisse?
Hitmanski Thu, 03 Mar 2011 01:42:02 -0000
Antwort löschenNachts ist es hier so schön ruhig.
Mr Vincent Vega Thu, 03 Mar 2011 01:43:15 -0000
Antwort löschenBin nach längerer Abstinenz mal wieder hier und find's schön urig.
Mr Vincent Vega Thu, 03 Mar 2011 01:44:20 -0000
Antwort löschenBesoffen?
Hitmanski Thu, 03 Mar 2011 01:46:01 -0000
Antwort löschenMP schult die Street Credibility, insofern ein unerlässliches Hilfsmittel auf dem Weg zum Weltruhm :)
Mr Vincent Vega Thu, 03 Mar 2011 01:47:12 -0000
Antwort löschenManski, meine Kritik wurde 15 mal gemocht, deine nur 14 mal - ich habe den längsten!
Hitmanski Thu, 03 Mar 2011 01:49:37 -0000
Antwort löschenFuck, aber gegen die verlotterten Montagen komm ich einfach nicht an.
Mr Vincent Vega Thu, 03 Mar 2011 01:55:27 -0000
Antwort löschenOh ja, die sind echt ultraverlottert. O-B-J-E-K-T-I-V. Weißte, ne?
Mr Vincent Vega Thu, 03 Mar 2011 02:26:33 -0000
Antwort löschenMacke Bumm Bumm?
Julio Sacchi Sat, 05 Mar 2011 11:18:05 -0000
Antwort löschenDen haben die meisten DVD-Sammler schon im Kopp. Deswegen werden ja auch die Filme immer scheißer, weißte?
Le Samourai Sat, 05 Mar 2011 11:38:31 -0000
Antwort löschenZiemlich...
Julio Sacchi Sat, 05 Mar 2011 12:29:31 -0000
Antwort löschenJa gut, Beleidigungen gehen natürlich auch immer!
Mr Vincent Vega Sat, 05 Mar 2011 15:18:29 -0000
Antwort löschenJulio! <3
MxMushrooms Sat, 05 Mar 2011 19:24:41 -0000
Antwort löschenChillt ma, Jungs :)
Beleidigungen sind natürlich nie so Top. Weder die Offensichtlichen noch die "Subtilen"...
Alle 64 Antworten zeigen
Hitmanski Sat, 05 Mar 2011 22:19:01 -0000
Antwort löschenIrgendwie hab' ich den Trend verpasst, der festlegt, dass jedes dritte Substantiv in solch stylischen Anführungszeichen zu stehen hat.
btw: 87. "Antwort".
sebastian.boehler Wed, 12 Dec 2012 19:08:07 -0000
Antwort löschenMir gefällt die Kritik nicht. Sie ist zwar gut geschrieben und man versteht, was du zu bemängeln hast, allerdings halte ich die Kritikpunkte z.T. für ungerechtfertigt.
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]In Firth‘ und Rushs gemeinsamen Szenen gehört „The King’s Speech“ ohne Zweifel zu den besten Filmen des Jahres 2010, ohne Übertreibung kann man ihn von der Leistung seiner überragenden Hauptdarsteller her sogar zu den besten der vergangenen Dekade zählen. Und das, obwohl der Film die beiden nicht in der vorteilhafteren Duellkonstellation zeigt (wie zum Beispiel Michael Sheen und Frank Langella in „Frost/Nixon“), sondern behutsam eine unsentimentale, dafür berührende Freundschaft aufbaut. Deren Stationen man während der fast zweistündigen Laufzeit allerdings fast nach Minutenzahl voraussagen kann. Da die Zwischenräume zudem mit nicht wirklich interessanten Nebenfiguren und teils sehr gestreckter monarchischer Langatmigkeit gefüllt sind, ist „The King’s Speech“ dann ‚nur‘ ein guter, kein großartiger Film, kein Meisterwerk. Wenn im Angesicht des Zweiten Weltkrieges ein König zu seiner Stimme findet und er damit vor dem Hintergrund der bevorstehenden Gräuel einen persönlichen, vom Volk gefeierten Triumpf erringt, dann ist das zwar durchaus bewegend, es verdeutlicht aber auch den Anekdotencharakter des Films. An einer Stelle sehen sich Bertie und Familie eine Übertragung des große Reden schwingenden Adolf Hitler an. »What’s he saying?« fragt seine Tochter. »I don’t know«, antwortet Bertie. »but… he seems to be saying it rather well.«. Banalisiert, könnte man das nennen. Sympathisch unaufgeregt trifft’s aber besser[...]
Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Firths Darbietung als Stotterer ist so authentisch, dass man fast vergisst, wie viel schauspielerisches Können da eigentlich drin steckt. Auffälliger ist der Aspekt des verunsicherten Thronfolgers, und durch die Kombination aus beidem entsteht schließlich der Schauspiel-Hit, glänzend ergänzt durch den charismatischen Geoffrey Rush. Daneben bleibt „The King’s Speech“ bis auf ein recht fesselndes Finale eher nüchtern, einfach gepflegt inszeniert, mit ein bisschen Drama hier, ein bisschen Schmunzeln da, edel-unterhaltsam, ohne dass da plötzlich etwas vom Hocker reißt. „The King’s Speech“ ist weitgehend überraschungsfrei und spielt historische Ereignisse zugunsten privater Beziehungsportraits herunter. Was aber bleibt, ist eine hübsche Geschichte, ein Schauspielerfilm, wo Herz und Technik auf die feine englische Art ineinandergreifen.
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Oceanic6: CinemaForever
Kommentar löschenLogue: Bitte tun Sie das nicht.
König George VI: Wie bitte?
Logue: Ich denke das Rauchen wird sie umbringen.
König George VI: Mein Ärzte sagen das entspannt die Lunge.
Logue: Dann sind sie Idioten.
König George VI: Sie wurden alle geadelt.
Logue: Das macht es dann amtlich.
Es ist auch amtlich, dass "The King's Speech" einer der gelungensten Filme der letzten Jahre ist. Der Film bedeutet teilnehmen zu dürfen an zwei besonderen Stunden Situationskomik, Drama, Schauspielkunst, Musik und Filmedrehen der alten Schule. All das kombiniert zu einer spannenden Geschichtsstunde der etwas anderen Art. Und die Briten beweisen damit nach "Abbitte" erneut, dass auch sie sich noch immer zu den hervorragendsten Filmnationen zählen dürfen.
/p>Zum Inhalt: Tom Hooper erzählt in wunderschön eingefangenen Bildern die Geschichte des stotternden Herzogs von York, der aufgrund seines Sprachproblems einen Sprachdoktor aufsuchen muss. Und…
13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten
facepalm Fri, 18 Feb 2011 22:38:14 -0000
Antwort löschenSchön geschrieben :)
fkfilmkritik Fri, 18 Feb 2011 22:41:58 -0000
Antwort löschenToller Kommentar, sehe in mir am Sonntag an, bin gespannt :).
Oceanic6 Fri, 18 Feb 2011 22:43:54 -0000
Antwort löschenDanke euch beiden. :)
Le Samourai Fri, 18 Feb 2011 22:53:31 -0000
Antwort löschenFilm des Jahres, gute Kritik... aaaaber: deinen Zitaten zu urteilen hast du dir den Film auf DEUTSCH angeschaut?!
Oceanic6 Fri, 18 Feb 2011 22:57:21 -0000
Antwort löschenJa, leider, der Kinobesuch war ein Spontaneinfall, und ich denke auf Englisch wird er sich sogar noch die 10 Punkte verdienen. ;)
Le Samourai Fri, 18 Feb 2011 23:14:04 -0000
Antwort löschenHehe, na dann schleunigst mal nachholen. ;)
Denn Firths Leistung kommt ja natürlich nur in der Originalfassung zur Geltung. Und er spielt wirklich grandios!
Oceanic6 Fri, 18 Feb 2011 23:20:51 -0000
Antwort löschenWird gemacht Sir Le Samourai ;)
Seine grandiose Leistung kam aber auch auf Deutsch überraschend gut zur Geltung...
der cineast Sat, 19 Feb 2011 02:01:08 -0000
Antwort löschenSchöner Kommi, bleibe weiterhin skeptisch un das liegt an Firth.
Der ist schon im Kino? Wusste ich gar nicht :)
Imran Sat, 19 Feb 2011 08:27:34 -0000
Antwort löschenIch werde auch mal versuchen, den auf Englisch im Kino zu sehen. Sonst muss die deutsche Fassung herhalten.
JohnnyKee Sat, 19 Feb 2011 11:11:16 -0000
Antwort löschenAch man, ich will den mir auf English anschauen. Aber irgendwie will kein Kino den auf English zeigen. Naja, warte ich halt bis zur Blu-ray.
Obwohl ich mir nicht sicher bin, das ich die lange Wartezeit nach dieser grandiosen Kritik verkraften kann...
Imran Sat, 19 Feb 2011 11:25:43 -0000
Antwort löschenIch meine, bei uns würde der auch nur auf Deutsch laufen. Und nur im kleinen Kino, Cineplex hält sich da raus. Dummes Pack!
Le Samourai Sat, 19 Feb 2011 12:04:39 -0000
Antwort löschenEs sollte generell ein Gesetz geben, dass Synchronisationen in Kinos verbietet!
Oceanic6 Sat, 19 Feb 2011 12:06:15 -0000
Antwort löschenIch wäre unbedingt dafür, meine Unterschrift hast du! ;)
Alle 15 Antworten zeigen
Le Samourai Sat, 19 Feb 2011 12:13:08 -0000
Antwort löschensehr schön! ;) lass mal ne petition aufsetzen!
Fatzenbolt Sat, 19 Feb 2011 15:19:10 -0000
Antwort löschenFfff... Fornication?
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Das eigentliche Glanzstück des Film ist der perfekte Auftritt von Colin Firth, der in jeder Situation außerordentlich präsent ist und sich in seiner Rolle kaum verzettelt. Sein Stottern ist niemals überzogen und erscheint auch nie aufgesetzt. [...] Colin Firth ist einer der Anwärter auf einen Oscar.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenfilminformer-Filmtipp Februar 2011: Als Experten für aufwändige historische Stoffe wiesen den britischen Regisseur Tom Hooper ("The Damned United") bereits preisgekrönte Fernsehproduktionen wie "Elizabeth I." oder "John Adams" aus. Doch mit seinem zweiten Kinofilm THE KING'S SPEECH gelingt ihm nun ein Meisterwerk, wie man es im Kino nicht alle Tage zu sehen bekommt. Die bei den Festivals von Telluride, Toronto und London gefeierte und auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei höchst unterschiedlichen Männern brilliert dabei mit eleganten Bildern ebenso wie mit geschliffenen Dialogen, vor allem jedoch mit jeder Menge Witz und Menschlichkeit. Mit seinem wirklich hervorragenden Spiel hat der bereits im letzten Jahr für den Oscar nominierte Colin Firth ("A Single Man") nicht nur den Golden Globe gewonnen, sondern ist der heißeste...
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenRegisseur Tom Hooper liefert weit mehr als gediegenes Kostümdrama für hartgesottene Anglophile. Jede Szene sprüht vor visuellem Einfallsreichtum; die Dialoge, dafür sorgt schon Bertie, sprengen den Rahmen üblicher Konversation – nicht von ungefähr sucht Hooper immer wieder die ästhetische Form des Stummfilms. Und wenn das patriotische Pathos zur großen Kriegseintrittsrede [...] bedenklich anschwillt, so gilt die ganze Aufmerksamkeit doch einem Mann, der den ganzen Zauber gar nicht wollte. George VI. spricht nicht nur zu seinem Volk und für die britische Krone, er spricht für alle Schüchternen dieser Welt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR
Kommentar löschenRegisseur Tom Hooper, der schon einen großartigen Fernseh-Zweiteiler über Elizabeth I. (mit Helen Mirren in der Hauptrolle) ablieferte, ist mit The King's Speech ein Film gelungen, an dem einfach alles stimmt - von der überraschenden Geschichte über die grandios besetzten Hauptrollen bis hin zu den Nebenfiguren.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenDie vielen Preise und Oscar-Nominierungen haben ausnahmsweise mal recht: Man weiß garn nicht, wo die Begeisterung für den wunderbaren, ausgezeichneten, in jeder Hinsicht gelungenen King's Speech ansetzen soll. Vielleicht damit, dass die sehr ausdrucksstarken Bilder mehr bieten als bei einem Oscar-Wohlfühl-Sieger üblich.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln
Kommentar löschenDie Rolle des blaublütigen Patienten steht Colin Firth genauso gut wie die detailgetreuen Kostüme [...]: Als prinzipientreuen, stets ein wenig steifen Gentleman lernt das Publikum den späteren König kennen. [...] Solch leicht elitären Figuren noch verletzliche, unaufdringlich sympathische Züge zu verleihen, ist eine Kunst, die Colin Firth über die Jahre so weit perfektionierte, dass das Rollenprofil eigentlich den Namen des Briten verdient hätte.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschen„The King's Speech“ ist vor allem ein Schauspieler-Film: Firths zurückgenommenes Spiel hat ihm nicht nur einen „Golden Globe“ und den diesjährigen britischen BAFTA-Preis eingebracht. Darüber hinaus gilt er als aussichtsreicher Anwärter auf den Oscar. Rush stellt den legeren, aber in seinen Methoden („My castle, my rules“) sehr fordernden Australier nicht nur mit viel Verve, sondern insbesondere auch mit bestimmender Körpersprache dar. Bonham Carter zeigt nach exzentrischen Rollen als zukünftige „Queen Mum“ einen wohltuenden Minimalismus, der sich in kleinen Gesten ausdrückt. Lediglich Timothy Spall chargiert als Winston Churchill übermäßig – er tritt glücklicherweise in wenigen Szenen auf.
Der ansprechende Gesamteindruck wird durch das stimmige Produktionsdesign von der Frisur und den Kleidern von Bonham Carter bis etwa den Aufzug in der Praxis des Sprachtherapeuten unterstrichen. Dazu trägt ganz besonders auch der mit klassischen Kompositionen ergänzte Soundtrack von Alexandre Desplat bei: Dass er beispielsweise die Ansprache vom 3. September 1939 mit dem zweiten Satz von Beethovens siebter Sinfonie unterlegt, betont den Glauben an „das andere Deutschland“.
Am Sonntagabend wurde „The King's Speech“ mit sieben britischen Filmpreisen, darunter als „Bester Film“, ausgezeichnet. Mit insgesamt zwölf Nominierungen gilt Tom Hoopers Film als der große Favorit für die diesjährige Oscarverleihung. Ganz gleich, wie viele Statuetten er dann am 27. Februar gewinnt, eines steht jetzt schon fest: „The King's Speech“ ist ohne Zweifel einer der Höhepunkte des Kinojahres
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Alle Kritiken (35)
Kommentare (214) — Film: The King's Speech - Die Rede des Königs
Croton Fri, 24 May 2013 23:20:53 -0000
Kommentar löschenSo nach langer Zeit habe ich mich mal wieder den bewegten Bildern hingegeben... und dieser Film ist der richtige Einstieg, wenn man sich länger nicht mit dem Medium Film beschäftigt hat. Sehr ruhig wird eine Geschichte erzählt, die eigentlich nur eine kleine Erzählung über einen bedauernswerten Mann ist, der über Anforderungen seines Lebens sprachlos geworden ist. Groß wird die Geschichte nur durch die realen historischen Motive, auf der sie beruht.
Der Herzog von York wird glaubhaft dargestellt von Colin Firth, dem man die innere Zerrissenheit zwischen der Verantwortung und seinem Traum ein einfaches Leben, und nicht das eines Königs führen zu wollen, jederzeit abnimmt. Geoffrey Rush als berufener Sprachtherapeut ist auch gut anzusehen, auch wenn sein Spiel manchmal etwas facettenarm erscheint. Die später als Queen Mum bekannte und beliebte Herzogin von York kann man wohl nur so positiv darstellen ohne das ganze Commonwealth gegen sich aufzubringen. Die Leistung von Helena Bonham Carter ist solide und sehr sympathisch, aber irgendwie steht das Drehbuch ihrer Glaubwürdigkeit entgegen.
Solide ist auch der beste Ausdruck, der mir zu diesem Film einfällt. Er ist schön gemacht, man geht in der Geschichte auf und die wenigen Längen werden durch den Bezug zur Realität gut überbrückt. Man fragt sich unwillkürlich, wo die Royals "wirklich" porträtiert sind und ab wo die Phantasie des Drehbuchautors beginnt.
Insgesamt wurde ich gut unterhalten und habe sowohl mit Bertie gelitten, als auch Lionel bewundert. Den Hype um diesen Film kann ich jedoch, abgesehen vom geschickt gewählten Sujet, nicht wirklich nachvollziehen. Ein großer Film ist das für mich nicht, auch kein großer kleiner Film, es ist einfach nur ein guter kleiner Film - Aber das reicht allemal für zwei Stunden Unterhaltung.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Thomas Hetzel Tue, 21 May 2013 12:21:28 -0000
Kommentar löschenEin guter Film über einen Menschen mit Problemen, der jedoch im Laufe des Films lernt damit umzugehen und trotzdem respektiert zu werden. Colin Firth in seiner besten Rolle(obwohl ich ihn ja als Lord Henry Wotton einmalig fand) und jede menge anrührende und witzige Momente. Leider hat der Film schon so seine Längen, dennoch ist der Film sehr gut gespielt und sympathisch. Nur für meinen Geschmack passierte etwas zu wenig. Ich könnte mir den Film jetzt nicht unbedingt immer wieder ansehen, aber es gab weitaus schlimmere Filme die den Oscar gekriegt haben. "The King´s Speech" hatte schon irgendwie was.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Amlor Wed, 15 May 2013 13:29:42 -0000
Kommentar löschenUm es klar zu sagen: Der Film wird nicht unbedingt für jeden etwas sein. Nicht, dass man ihm nicht folgen kann und er extrem hohe Ansprüche stellt; das dann auch nicht. Man muss sich aber schon ziemlich auf ihn einlassen. Man darf jetzt auch nicht historisch die extremen Aufschlüsselungen einzelner Gegebenheiten erwarten. Allgemein ist es ein kleiner Film, der auch gut und gerne mit seinem Umfang als Theaterstück dienlich sein könnte.
Dieser Umfang reicht aber. Wer sich auf den Film einlässt wird viel Herz und auch eine gute Portion Humor erhalten - gepaart mit einer mehr als soliden Schauspilerischen Leistung.
Ich selbst habe mich schwer getan, den Film überhaupt zu gucken, da ich einen überzogenen Hype befürchtet hatte. Mit einem recht mulmigen Gefühl habe ich den Film dann - bewusst erst nach dem Abflauen des entsprechendem Hypes - doch irendwann an gemacht...... und wurde mehr als positiv überrascht. Neben der hochklassigen Besetzung und einer immer sehr ansprechenden Szenarie konnte ich im einen oder anderem Moment auch herzlich lachen und wurde von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhalten.
Man muss diese Art von Filmen aber mögen. Actionjunkies können den Film sicher nicht mehr als 2-3 Punkte geben. Auch, wer (aus welchen Gründen auch immer) dem Film nicht folgen will und nur leichte Unterhaltung sucht, wird dem Film sicher nicht mehr als 6 Punkte geben können. Interessierte Liebhaber werden aber ein Film von 7+ Punkten vorfinden und ihn sicher auch ein 2. oder 3. mal anschauen - evt. auch im Original... auch wenn die deutsche Übersetzung sehr gelungen und sicher mehr als ausreichend ist.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
123Filmfreak Sun, 28 Apr 2013 13:55:01 -0000
Kommentar löschenEin hervorragender Film, der vor allem durch die brillianten Schauspieler hervorsticht. Besonders gelungen finde ich das Tom Hopper auf die richtige Besetzung aus den richtigen Ländern setzt. Colin Firth und Helena Bonham Carter als Teil der britischen Königsfamilie und Geoffrey Rush als australischer Sprachtherapeut mit abstrusen Techniken. Dieser Film faszinierd von Anfang bis Ende und versetzt einen richtig in das britische Königshaus.
PS: Unbedingt im Englischen schauen. Auch wenn ich dieses mal auch von der Deutschen Syncro sehr zufrieden war, ist die englische Fassung mit den verschiedenen Akzenten nochmal tausendmal besser.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Disintegration.Yue Sun, 12 May 2013 15:19:31 -0000
Antwort löschenIch hätte es nicht besser sagen können. :)
Harvey Specter Tue, 19 Feb 2013 12:34:02 -0000
Kommentar löschenHier! Ich bin einer von den wenigen die den Film nicht so toll fanden. Sorry, aber ich fand ihn einfach für mich persönlich nicht ansprechend. Wollte aber natürlich wissen, was der ganze Hype um den Film so sollte. Mein Gefühl während des Films war einfach so, wenn die nächste Szene wieder so öde wird schalt ich ab. Hab ich dann aber nicht gemacht, um den Film im Ganzen eine Chance zugeben. Es ist ganz klar Geschmacksache und definitiv nicht meiner.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
gibtsnet Tue, 19 Feb 2013 12:57:57 -0000
Antwort löschenMir hat der Film schon gemundet, aber ich finds gut, wenn jemand zu seiner Meinung entgegen der Popularität steht ;-)
Alle 3 Antworten zeigen
Harvey Specter Tue, 19 Feb 2013 13:13:09 -0000
Antwort löschenDanke. Die Macher können schließlich nicht jeden Geschmack treffen.
moviereporter Fri, 29 Mar 2013 22:40:39 -0000
Antwort löschender film ist völlig überbewertet....
cfkane Sun, 17 Feb 2013 13:19:27 -0000
Kommentar löschenEin guter Film mit sehr guten Schauspielern.
Colin Firth spielt herausragend. Als Stotterer fand ich seine Darstellung ehrlich, keine Beschönigung, keine Dramatisierung.
Sein König (in spe) zeigt glaubhaft und einfühlsam einen zerrissenen Menschen, der quasi vor Kafkas Tor, vor seinem Tor steht und sich nicht traut einzutreten. Der hofft und verzweifelt, energisch übt und wieder resigniert, der sensibel ist, der sich fürchtet, nicht zu genügen, und doch der ist, der die Kraft hat, Privatleben und Krone zu vereinen, der die Integrität und Glaubwürdigkeit besitzt, den Menschen in England und dem weltweiten Empire Hoffnung und Halt zu geben, in der Zeit, als das große Morden beginnt. Sein (scheinbar) stärkerer Bruder, der ihn auch jetzt noch hänselt, schafft es nicht.
Sehr beeindruckt hat mich auch Helena Bonham Carter als seine Frau, ohne deren unglaublich große Liebe, Verständnis, Einfühlsamkeit, Energie und Unterstützung er es wohl nicht geschafft hätte.
Etwas blasser bleibt Geoffrey Rush als unkonventioneller Australier, der immer mal wieder die Regeln bricht und damit den König in Bewegung bringt und die Dinge wieder in den Fokus rückt, auf die es wirklich ankommt.
Neben der (leider etwas vage bleibenden) Befreiung des Königs aus seinem Netz von Ängsten schneidet der Film noch etliche andere Themen an:
Generationsübergabe in Familien im Allgemeinen und der englischen Königsfamilie im Besonderen.
Das Leben in England und am englischen Hofe in den 30er Jahren (z.B. Erwehrung gegenüber schleimenden Bischöfen).
Die geschichtlich spannende Vorkriegszeit aus britischer Sicht, die Wirrungen der Politik und Zeitgenossen, besonders der knarrige Churchill.
Die vielen spannenden Themen sind aber auch gleichzeitig das Problem des Films. Er kann sich für keines richtig entscheiden. So bleibt ein etwas unbefriedigendes Gefühl der Oberflächlichkeit - neben vielen positiven Gefühlen, denn der Film erzählt hauptsächlich von der Kraft der Liebe und des Vertrauens, in sich selbst und andere.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
kinogaengerin Sun, 17 Feb 2013 09:42:10 -0000
Kommentar löschenIch bin tatsächlich sprachlos und das nicht, weil ich ansonsten anfange zu stottern, sondern weil dieser Film wirklich großartig ist. Oscar-Kandidaten sind ja immer so eine Sache für sich, selten überzeugen sie mich auf ganzer Linie, doch 'The King‘s Speech' darf sich gerne den Titel "Bester Film" auf sein Cover schreiben. Colin Firth als stotternder König in Spe spielt absolut sehenswert und wird durch seine bezaubernde Gattin Helena Bonham Carter nahezu genüsslich leichtfüßig ergänzt. Doch das wahre Highlight ist hier eindeutig Geoffrey Rush, der den Oscar eben leider nicht bekommen hat. Er agiert als Sprachtrainer mit den besonderen Methoden und verzaubert dabei mit jedem Satz, jedem Lächeln und jeder Geste. "Warum sollte ich meine Zeit damit verschwenden? - Weil ich etwas zu sagen habe. - Ja, das haben Sie!" Das Ende kommt irgendwie plötzlich, denn der Film vergeht wie im Flug. Ein rundum gelungener Streifen, den man gesehen haben sollte, ausgezeichnet.
bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kamell Mon, 04 Feb 2013 15:03:51 -0000
Kommentar löschenBei mir war's nicht Mutters Geldbeutel, sondern Freundins berlinbourgoiser-total-kapitalstisch-technischfreakiger Digitalfernseher, der mich unverhofft bekehrte (siehe Comment LaBardot unten). Und es stimmt, filmisch ist da nichts dran, was meine anvisierte 9-Punkte-Wertung hätte rechtfertigen können, nur die Begeisterung ... und mal wieder die Musik.
Abgesehen davon, dass der zweite Satz der 7. Beethovenschen Symphonie mich schon immer aus dem Häuschen brachte und ausgerechnet Mozarts "Le nozze di figaro" meine Lieblingsoper ist, womit gleich zwei tragende musikalische Motive eine Leitfunktion in dem Film haben, ist die Musikregie in des Königs Rede politisch umwerfend.
Es wird nämlich ++++Spoiler++++ die Kriegserklärung mit einem Stück Musikgeschichte verbunden, die jenseits nationaler Ranküne die Tragik des Krieges kommentiert und eine Verneigung vor der Kultur des Feindes ist. Die Kriegserklärung gilt Deutschland, dazu gibt der Trauermarsch eines deutschen Komponisten mit der dazuzudenkenden Litanei "Sancta Maria, ora pro nobis" den Takt vor. Ich war wie elektrisiert von dieser Dramaturgie der Versöhnung. Krieg ist eine menschliche Tragödie, sie vernichtet neben Leben im Wesentlichen Kultur - ist der Subtext. ++++SpoilerEnde+++++
Und das ist garantiert kein Zufall, zum einen gäbe es jede Menge andere geeignete auswählbare Musikliteratur und zum anderen war schon der Einsatz von "Figaros Hochzeit" offensichtlich bewusst gewählt. Was in der Oper verhandelt wird, beruht auf den gesellschaftlichen Verhältnissen des 18. Jahrhunderts, die sich in der Begegnung zwischen Königshaus und bürgerlichem Sprachtherapeuten wiederholen. Während in den alten monarchischen Systemen die Barbiere dafür Sorge tragen mussten, dass die Adelspolitik geschmiert läuft, müssen es im 20. Jahrhundert eben Therapeuten (etwas verknappt gesagt). Jedenfalls aus musikalischer Sicht perfektes Timing und erstaunlich versöhnlicher Unterton, von den Briten.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Otto Normal Fri, 01 Feb 2013 01:13:58 -0000
Kommentar löschenEigentlich ein sehr kleiner Film, aber perfekt durchdesignt von vorne bis hinten. Gut!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Weltensegler Wed, 02 Jan 2013 05:45:45 -0000
Kommentar löschenSehr solides Historienfilmchen, dass von Colin Firth und Geoffrey Rush gut getragen wird. Handlung ist nun wirklich mehr als überschaubar, tatsächlich geht es um das Stottern von Bertie (bzw. später dann George VI) und eben das öffentliche Sprechen. War ganz stimmig vorgetragen, aber blieb dann doch ohne Highlights, sehr gradlinig, angenehm anzusehen, für mich ist "The King's Speech" nicht der Kracher für den ihn viele halten. Trotzdem freue ich mich über den Erfolg eines solchen Filmes, der wie ich finde nicht wirklich ein massenkompatibles Thema an die Massen gebracht hat - in heutigen Zeiten löblich, mit so einem originellen Stoff einen Film zu machen.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Gogox Sun, 04 Nov 2012 17:59:22 -0000
Kommentar löschenMehr Historie bitte sonst aber gut
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Ener Tue, 16 Oct 2012 07:29:36 -0000
Kommentar löschenWie gemacht für einen gemächlichen Filmabend. Ich kann nur spekulieren, da mich Königshäuser generell null Bohne interessieren, einiges scheint mir zwar etwas zu "spektakulär" (ich will nicht sagen falsch) dargestellt zu sein, damit es eine stärkere Filmwirkung erzeugt, sei es aber drum. Ein biografisches Drama, daß hervorragend leicht im Magen liegt, zu keiner Zeit schwerfällig oder langatmig wirkt, aber auch nicht zuuuu seicht, oder nach besonders anspruchsvollem Zusehen verlangt. Fast eine Art Forrest Gump in komplett anderen Gewändern. Eindeutig der Kategorie Filmen zuzuzählen, die ihre Protagonisten ruhig etwas länger abbilden könnten, obwohl die hauptsächliche Geschichte erzählt ist. Summa summarum sehr schön, hat das Zeug zum modernen Klassiker.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Tautou Tue, 09 Oct 2012 20:58:27 -0000
Kommentar löschenSpoiler - "Scheiße. Scheiße. Scheiße. Scheiße. Scheiß, Scheiß-Scheiße. Scheiße. Scheiße. Scheiße. Fick. Fick. Fick. Fick. Fickenfurz. Fick. Furz und Pisse. Pisse. Pisse. Pissedie-Pissedie-Fickfurz-Arsch. Pimmel. Pimmel. Ficken. Scheiße. Scheiße. Schwanz. Ficken. Scheiße und Schwanz. Und Titten." - Spoiler Ende.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Iceman Sat, 06 Oct 2012 08:57:10 -0000
Kommentar löschenDer Film hat mich gepackt und gefesselt.
Ich kannte diese Geschichte nicht. Tragisch, dramatisch, traurig, beklemmend und doch herzergreifend.
Hervorragend gespielt und wunderschön gefilmt.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
lisa.von.maria Tue, 02 Oct 2012 13:13:48 -0000
Kommentar löschenEs ist der Moment, wenn Prince Albert vor diesem Mikrofon steht und seine stotternde, abgebrochene Stimme dem Publikum bei der British Empire Exihibition in den Ohren hallt, wo ich mich in den Film verliebt habe. Wer hat nicht genauso viel Angst vor diesem teuflisch leuchtenden roten Lampe gehabt wie Albert und hat praktisch die eigenen Worte auf der Zunge gespürt, die einem nicht über die Lippen kommen?
Es ist die Tatsache, dass der Film kein großes Aufhebens um alles macht, der ihn so einzigartig macht. Wir sehen keine royalen Empfänge, kein theatralisches vom Balkon winken; wir sehen diesen einfachen Mann, der sich mit seinem tyrannischen Vater und dem selbstgefälligen Bruder in aller Stille und Würde rumschlagen muss. Dabei will er gar nichts außer seiner Familie und seiner Ruhe. Dazu die wundervolle sanfte Musik mit der perfektesten Auswahl an klassischen Stücken (Beethoven 7 und Hochzeit des Figaro: Einfach einmalig.)
Natürlich wäre der ganze Film nichts ohne Colin Firth (wohlverdienter Oskar), Helena Bonham Carter und dem herrlich schrulligen Geoffrey Rush. Allein der Ton und die perfekte Imitation dieses künstliches RPs machen den Film zum Augen-, Ohren- und Gefühlserlebnis. God save the King!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr.Bungle Mon, 01 Oct 2012 22:04:46 -0000
Kommentar löschenNaja^^...
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
TheNumber Sun, 30 Sep 2012 20:28:01 -0000
Kommentar löschenSuper Film, hat die meisten seiner Oscars zurecht bekommen. Grandiose Schauspielleistungen von Geoffrey Rush sowie Colin Firth, der das Stottern einfach so authentisch rüberbringt.(Auch in der deutschen Synchro kommt das ganz gut rüber, finde ich). Ich war zuvor etwas abgeschreckt von der ganzen Thematik und dem Setting, aber der Film ist einfach nur kurzweilig und empfehlenswert.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
AgentGuhl86 Sun, 26 Aug 2012 19:28:39 -0000
Kommentar löschenWenn man sich einen Film in dem Bewusstsein anschaut, dass es sich hier um einen Oscar-gekrönten "Besten Film" handelt, schnellen die Erwartungen in astronomische Höhen. "The King's Speech" wird dem aber sehr gerecht, jedoch nicht wegen einer tollen ausgefeilten Story. Es ist das großartige Zusammenspiel zwischen Colin Firth als King George und dem unkonventionellen Sprachtherapeuten Lionel - gespielt von Geoffrey Rush. Das Gefühl, das ich in erster Linie hatte, war ein starkes Mitgefühl für einen aufrichtigen König, der um Anerkennung und um die Macht seiner Stimme kämpft. Es ist keine große Geschichte, aber eine sehr persönliche, die den Zuschauer unterhält und absolut emotional berührt.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
cecile Wed, 08 Aug 2012 17:12:57 -0000
Kommentar löschenDer Film plätschert so vor sich her, groß passieren tut nichts. Eigentlich war alles liebevoll ausgewählt, die Schauspieler, das Setting, die Kostüme. Trotzdem ging mir nichts wirklich nahe. Ich war sogar ein wenig enttäuscht über Colin Firth.
Ist schon ein paar Monate her, dass ich den Film gesehen habe, und es sind kaum Erinnerungen verblieben. Dabei frag ich mich, was man hätte besser machen können, und kann nicht antworten.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Tatarian Stallion Wed, 08 Aug 2012 00:08:24 -0000
Kommentar löschenSchön anzusehen, mehr aber auch nicht. Jedoch reicht sowas heutzutage schon für den Oscar - leider! The King's Speech ist durchaus ein sehenswerter Film. Colin Firth spielt den Stotterer exzellent, aber das war es dann auch schon. Der Film vermag es keine besondere Atmosphäre aufzubauen; ist simpel und grundsolide. Die Thematik ist durchaus interessant und das ist auch schon so ziemlich alles was den Film ausmacht. Oberflächlich betrachtet geht der Film ganz gut von statten, jedoch wäre ein kleines bisschen mehr Tiefgang in Bezug auf Königs George Stottern nicht verkehrt. Wie man erfährt, hatte sein Stottern einen psychosomatischen Grund beruhend aus der Kindheit. Davon erfährt man so gut wie nichts. Es wird lediglich erwähnt ohne weiter darauf einzugehen. So kriegen wir alle mehr oder weniger nur eine Lehrstunde wie man das Stottern überwindet.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten