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Wolfzeit
Le Temps du loup (2003), AT/DE/FR Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 01.01.2004
6.3
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von Michael Haneke, mit Rona Hartner und Béatrice Dalle
Als Anne und ihre Familie in ihrem Ferienhaus ankommen, finden sie Fremde darin vor. Diese Konfrontation ist nur der Beginn eines schmerzlichen Lernprozesses: nichts ist mehr, wie es war. Was als Familiengeschichte beginnt, entwickelt sich schnell zur kollektiven Tragödie. Aber es ist auch eine Legende, also die Geschichte eines Opfers und, vielleicht, die Geschichte eines Heiligen.
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
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- Wolfzeit: cineclic.de



















Kommentare (10) — Film: Wolfzeit
stuforcedyou Sat, 23 Feb 2013 21:28:34 -0000
Kommentar löschenWenn Michael Haneke einen Film mit einem postapokalyptischen Szenario dreht, dann sollte niemand wirklich ein Genrewerk erwarten. „Wolfzeit“ ist, wie vom Regisseur gewohnt, mehr eine Art Untersuchung der untergehenden Zivilisation als eine Heldengeschichte. Eine Mutter und ihre Kinder irren in einer verwesenden Welt umher, in der das Überleben ein täglicher Kampf ist. Darstellerin Isabelle Huppert, die hier zum zweiten Mal mit Haneke arbeitete, schreitet durch die Szenen, die ohne eine Form von phantastischen Elementen auskommen. Vielmehr baut sich durch die filmische Bezogenheit zur Realität und der Unwissenheit was der Auslöser für den Untergang der zivilisierten Welt war eine Stimmung auf, in der Hoffnung keinerlei Chancen hat zu existieren. Haneke zeigt den Menschen als fast schon animalisches Individuum. Rohe Gewalt gegen Fremde oder Tiere gehören da zum Alltag. Er zeigt dies ohne befreienden Filter oder scheuen Blick zur Seite. Alles wirkt unheilvoll und verloren. Die Mutter und ihre Kinder, bilden vereinzelte Lichtpunkte, die aber gnadenlos vom schwarz des Niedergangs verschluckt werden. Wir alle können zu Bestien werden, dies versucht uns Michael Haneke klar zu machen. Eine unangenehme, aber filmisch und schauspielerisch mehr als gelungene Belehrung auch wenn diese im Grunde nichts beinhaltet, was nicht schon andere Geschichtenerzähler von sich gegeben haben, auch wenn „Wolfzeit“ seine Thematik ohne Genregeschütze an sein Publikum bringt.
http://cinemaforever.blog.de/2013/02/23/regisseure-fokus-rohe-gewalt-gezielte-provokation-menschliche-abgruende-liebevolle-subtilitaet-fuenf-werke-michael-haneke-15561781/
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jollyroger Sat, 23 Feb 2013 23:30:02 -0000
Antwort löschenSehr treffend!
Stefan Ishii Sat, 28 Apr 2012 10:10:14 -0000
Kommentar löschen"Wolfzeit" von Michael Haneke hat mich sehr stark an Romane von José Saramago oder auch Franz Kafka erinnert. Die Figuren (und damit natürlich auch die Zuschauer) werden in eine Situation befördert, die sie kaum verstehen oder beeinflussen können. Damit agieren sie in einer Art Käfig, aus dem es scheinbar kaum Chancen auf Entrinnen gibt.
Mir gefällt diese Art von Erzählweise sehr! Der perfekte Ansatz für Filme (oder auch Romane), bei denen der Zuschauer (bzw. Leser) aufgefordert wird, seinen eigenen Gedanken nachzugehen und selbstständig Interpretationen zu entwickeln. Entzieht man dem Film sämtliche Erklärungen, ist die Bandbreite an Interpretationsmöglichkeiten umso größer und jeder Zuschauer kann seine eigenen Schlüsse ziehen, die für ihn persönlich am passensten sind. So kann jeder seine eigenen kleinen Schätze an solchen Werken entdecken. Der Film dient also wie ein Spiegel oder wie eine Projektionsfläche des individuellen Betrachters.
"Wolfzeit" beginnt grandios und baut bereits nach wenigen Minuten eine unglaubliche Anspannung im Zuschauer auf. Dabei geschieht dies weniger durch die eigentliche Handlung als vielmehr aufgrund der filmischen Erzählweise von Haneke sowie dem tollen Schauspiel seiner Darsteller.
Leider hat der Film - insbesondere in der zweite Hälfte - auch ein paar kleinere Schwächen. Irgendwie verliert man den Mikrokosmos der zentralen Figuren stellenweise etwas aus dem Blickfeld und beschäftigt sich mit für meinen Geschmack zu vielen Nebenhandlungen. Somit verliert der Film zum Ende hin etwas an Spannung.
Trotzdem konnte mich der Film aufgrund seiner Schauspieler (Isabelle Huppert, Patrice Chéreau, dem grandiosen Maurice Bénichou oder der jungen Anaïs Demoustier), der fesselnden und teilweise angsteinflössenden Atmosphäre und letztlich auch seiner zugrundeliegenden Idee begeistern.
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Malone70 Fri, 18 Nov 2011 16:54:43 -0000
Kommentar löschenDer schwächste Haneke, den ich bislang gesehen habe. Langweilig, aufgesetzte Dialoge, kaum nachvollziehbare Handlungen. Ein einziges pseudointellektuelles Getue.
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Flunsi Sat, 26 Feb 2011 13:54:43 -0000
Kommentar löschensinnloses, hysterisches drama.
zielpublikum: intellektuelle dramaqueen-mütter.
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matzzze Tue, 01 Mar 2011 22:05:05 -0000
Antwort löschenGanz so schlimm ists nicht ;)
goatsheadsoup Fri, 08 Oct 2010 19:55:46 -0000
Kommentar löschenGroßartige Darstellung eines plötzlich eingetretenen Ausnahmezustandes, dessen Gründe keiner der Akteure weiß. Hanekes nüchterne, musiklose Erzählweise in einem Endzeitdrama. Hat mich an einigen Stellen an die Machart klassischer Zombiefilme erinnert.
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spanky Mon, 16 Aug 2010 08:40:08 -0000
Kommentar löschenDie Idee an sich hat mich eigentlich sofort an sich gerissen. Und Haneke gelingt es anfangs auch, mich durch subtile Spannung und schockierende Momente an sich zu binden. Er verliert aber irgendwann den Faden in nervigem Rumgejammer und öden und quälend in die Länge gezogenen Dauereinstellungen.
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Andi Shiva Tue, 13 Apr 2010 02:54:56 -0000
Kommentar löschenLang nimmer so nen Schrott vor die Augen bekommen!!! Dabei fing er noch so vielversprechend an. Naaajaaaa.. hätte ja sein können, auch wenn die ganzen Kritiken (leider berechtigt) absolut dagegen sprechen. Absofort mein Hass-Haneke ^^
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Heavy_Metal Thu, 17 Dec 2009 16:22:27 -0000
Kommentar löschenhomo homini lupus. haneke erprobt den naturzustand nach der zivilisation. aber über einen versuch kommt wolfzeit nicht hinaus.
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Schlegel Mon, 21 Sep 2009 15:37:53 -0000
Kommentar löschenZitat Haneke: Der Film war kein großer Erfolg, weil mir etliche Szenen mißlungen sind. Es gibt ein paar tolle Momente, aber tolle Momente sind zu wenig.
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spektrum Tue, 09 Jun 2009 19:08:24 -0000
Kommentar löschenEigentlich mag ich die Filme von Hanecke... aber das ? Ein Film ohne jegliches Highlight. Die Geschichte ist bestenfalls verstörend. Ich kann hier keine Botschaft oder irgeneinen Sinn erkennen. Man könnte auch zwei Stunden vor eine schwarze Wand sehen. Absolut langweilig, ohne jeden Esprit. Ich habe nicht die geringste Ahnung, für welches (theoretische) Publikum H. diesen Film gedreht hat. Der Film ist noch nicht einmal absurd ... einfach nur schwach.
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