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Die Filmanalyse VS. Coen Brüder

Screech (Sebastian Kluge), Veröffentlicht am 18.06.2012, 00:00

Trotz ihrer anspruchsvollen Filme sind die Regiebrüder Ethan und Joel Coen über die Arthouse-Grenzen bekannt und werden international mit Preisen bedacht. Doch in ihrer Verehrung schaffen viele Zuschauer das Denken ab, um dem Glauben Platz zu schaffen.

Ethan Coen und Joel Coen gelten als Kultregisseure, ihre Werke sind Kultfilme, alles ist Kult. Die Dialoge sind merkwürdig skurril, die Figuren schrullig und die Geschichten grotesk – doch sollten wir bei aller Absurdität eine naive Frage nicht aus den Augen verlieren: Was wollen die Coens uns damit sagen?

Wenn sie in Interviews auf ihre Intention angesprochen werden, verweigern sie die Aussage. Die ständige Frage nach dem politischen Gehalt ihrer Filme bleibt unbeantwortet. Doch sollte uns nicht gerade das stutzig machen? Immer wenn Regisseure behaupten, dass ihre Filme von politischen Ideologien frei sind und sie keine Weltanschauung vertreten wollen, kann man sich klar sein, dass sie genau dies tun. Nur verschleiern sie ihre Ideologie geschickter. Weiteres dazu in der Filmanalyse mit Wolfgang M. Schmitt jun.!

Hier geht es zum YouTube-Kanal der Filmanalyse.

www.die-filmanalyse.de


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Kommentare

über Die Filmanalyse VS. Coen Brüder


niceeddy

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Ich dachte beim Ansehen eher an das hier: http://www.youtube.com/watch?v=TtSNo_mpB2k

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FumerTue

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Falls Satire: genial (selbst ich wäre dann praktisch draufreingefallen)
Falls nicht: o.O WTF? OMG!

http://www.youtube.com/watch?v=ZYQbyZrV4bY Das spricht aber zum Glück schon sehr FÜR Satire (ein Surrogat vom Surrogat^^)

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Schmoney

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Ist ne Mischung. Das, was gesagt wird, stimmt, aber damit es nicht zu "schulhaft" klingt, wird es so überspitzt.


lieber_tee

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Schwierige Sache, die Analysen des Herrn Wolfgang M. Schmitt jun. Einerseits ist es löblich hier auf der Seite und generell Filmanalysen zu hören die (versuchen) in die Tiefe oder Metaebene der Filme zu gehen. Leider werden sie genauso formuliert und dargestellt wie ich mich in der Schulzeit immer über meine steifen und besserwisserischen Ober-Lehrer aufgeregt habe, versteckend hinter Formalismen und Fachwörtern. Das kann lockerer, spielerischer und flotter inszeniert sein. Der ganze Habitus, die Sprache und Kleidung des Kritikers wirken in diesen Zusammenhang over-the-top, eher unfreiwillig komisch. Dazu gehört auch falsch aufgestellte Teleprompter...
Inhaltlich kann ich dieser Reihe gut folgen, teile bei weitem nicht immer deren Ansichten und nehme einen Hang zu Überinterpretation war (z.B. die unsägliche Rezension von Man In Black 3). Vielleicht geht es anderen aber anders damit.
Abschließend: Die Betrachtung der Coen-Werke finde ich hier interessant und begründet, sehe ich aber im Detail und im Ergebnis nur bedingt treffend.

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Schmoney

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Also als der Herr Schmitt in der einen Einstellung in einem Spiegel zu sehen war, wurde jawohl vollends klar, dass es sich hierbei um Selbstironie handelt.


lieber_tee

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Super Bildanalyse...;)


wokdav

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Und jetzt dasselbe nochmal von Mr. Plinkett, bitte.

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Sonse

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Plinkett ist gut, sollte aber nicht imitiert werden.
WTF are we talking about? Hier: http://redlettermedia.com/


wokdav

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Nö, klar. Das wär albern.


doppelmaddin

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Ich weiß nicht, ob es nur an mir liegt und an der Tatsache, dass mir der Typ einfach unsympathisch ist...
..aber was zur Hölle hab ich mir da gerade angeschaut?
Möchtegern-intellektuelles Sinn armes gelaber. Das ganze sehr stockend und mit nicht nachvollziehbaren und zu vielen Gesten gespickt. Konnte mich vor lauter aufgezwungen scheinenden Fachbegriffen und der genannten wilden Gestikulation leider nur sehr begrenzt auf den Inhalt des Videos konzentrieren. Und was hatte nochmal die Ausstellung und das Gebäude mit Filmen zu tun?(abgesehen von dem zusammen Gereimten im Video) Auch ein Englisch-Kurs wäre angebracht, wenn man Filme analysieren will. ARGH!

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ProjectChaos

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Man kann auch zwanghaft etwas sehen wollen, was nicht da ist.
Künstlern politische Hintergedanken zu unterstellen und diese mit absurden These zu begründen, ist eine Frechheit.

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Kängufant

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Ich fürchte, jede Art von Analyse besteht nun mal aus dem zwanghaften Suchen nach Hintergedanken. Sei froh, daß hier keine Feminismus oder Queer Theory angewandt wurde :)


ProjectChaos

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klar darf man auch mal abgefahrenere Schlüsse ziehen.
Man darf aber nicht solch eine Grundintention mit vereinzelten Szenen aufbauen.
Diese muss mit einzelnen Szenen, dem Gesamtbild und inhaltlichen Aspekten in Zusammenhang stehen.


spanky

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WTF? Gebt dem Typen nen Schönfelder und setzt ihn in den Audimax. Aber nicht in ein Kino...

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Kängufant

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Sieh es mal als kostenlose Vorbereitung für alle, die eventuell, unter Umständen, vielleicht mal auf die Idee kommen KÖNNTEN, ein Filmwissenschaftsstudium in Erwägung zu ziehen :)


Sonse

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Ich mag die Filmanalyse. :P Aber ich mochte auch Ranicki und Karasek damals sehr. Ist doch wunderbare Unterhaltung.


schalli

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Entschuldigt, aber Ihr scheint wirklich nicht viel gesehen zu haben. Zum einen nicht den Fehler in der Überschrift: Cohen statt Coen. Zum anderen hättet Ihr die Augenbinde, mit der offenbar die Coen-Filme geschaut wurden, im Video ehrlicherweise um lassen können. Natürlich erhofft Ihr Euch in der bemühten Demontage der Coen-Brüder eine Kontroverse, viele Klicks und Kommentare. Nun, die bekommt Ihr mit Sicherheit und habt damit auch schon Euer Ziel erreicht. Inkl. meines Kommentars, denn so viel Blödsinn kann man einfach nicht stehen lassen. Obwohl ich mir fast schon wieder sicher bin, dass Ihr die Coen-Filme sogar mögt und Euch hier nur für mehr Aufmerksamkeit prostituiert.
1. BURN AFTER READING: Eine Panne ist allein Eure Herleitung. Der Zoom am Anfang und Ende soll nur die Beliebigkeit des Zufalls verdeutlichen. Viele große Pläne scheitern an kleinen Hürden. So wird aus einem stümperhaften Erpressungsversuch zweier Fitnesstrainer beinahe eine Staatsaffäre. Aber nur beinahe. Am Ende läuft das große Uhrwerk wieder. Zoom in, zoom out. BURN AFTER READING wirkt wie eine Fingerübung der Coens. Bei mehrmaligem Schauen fällt das geniale handwerkliche Geschick jedoch immer stärker ins Auge. Eignet sich hervorragend als Lehrfilm für Filmhochschulen.
2. TRUE GRIT ist nicht wehmütig, sondern ironisch. Er bedient die filmischen Muster des Western-Genres und konterkariert sie doch gleichsam durch die Fokussierung auf eine emanzipierte Heldin.
3. A SERIOUS MAN ist der persönlichste Film der Coens. Er geht zurück in ihre Kindheit, zeichnet die jüdische Gemeinde im Mittleren Westen der 60er Jahre, der sie entstammen, die jüdische Weltsicht, die viele ihrer Themen bestimmt, und vor allem den jüdischen Humor, der ihre Filme so besonders macht. A SERIOUS MAN ist die Hiobsgeschichte und gleichzeitig ein Spiegel der jüdischen Vergangenheit. Unverschuldet gerät ein Naturwissenschaftler in einen Teufelskreis, dem er nicht entkommen kann, weil er versucht, wieder ins Muster zu passen. Der Fluch des Konformismus. Am Ende steht auch hier: Nicht wir bestimmen unser Leben, sondern dumme Zufälle, das Schicksal, dem wir uns immer wieder fügen müssen. Eine sehr zynische, zutiefst jüdische und sehr zentrale These der Coen-Brüder. Das kann man als reaktionär missdeuten oder einfach kulturell hinterfragen und noch einmal neu ins Universum der Coens eintauchen ;-) In diesem Sinne...

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Kreischling

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Und wieso sollten nur DEINE und nicht die Ansätze aus dem Video gelten? Ich finde beide Seiten gut und nachvollziehbar. Es ist ja auch ein Qualitätsmerkmal eines künstlerischen Produkts, dass es mehrere Zugänge bietet oder vor dem jeweiligen zeitgenössischen Hintergrund anders deutbar wird (s. Shakespeare).


Schmoney

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Das, was du zu "True Grit" und "Burn after reading" sagst, widerspricht den Aussagen des Videos nicht.


psychobasti

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Ich kann dieses Gesicht nicht mehr sehen...

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Sonse

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Oder die Spiegel einfach abhängen. ;) Sorry.


psychobasti

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@Kängufant
Mach ich auch erst gar nicht, trotzdem sieht man es als Video des Tages auf der Hauptseite ;)


Kreischling

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Sehr sinnige Bemerkungen, die meine zunächst hochgezogene Augenbraue in ein Nicken verwandelten. Allerdings gilt zu bemerken, dass dies nur eine von vielen Interpretationen ist. Um ein Bsp. zu geben: Die Kamerafahrt zu Beginn bei "Burn after reading" kann nämlich auch so gedeutet werden, dass von einem verständlichem Ganzen durch die Technologie ein extremer Zoom möglich wird, der bis ins Lächerliche und Unbrauchbare geht. Man kann so nah zoomen, bis man nichts mehr versteht und es zu viel ist.
Gleiches gilt für ihre anderen Filme. Ich denke, es wäre sinnvoll zuerst mehrere mögliche Zugänge zu den Filmen zu untersuchen und danach erst die These über große Leitlinien zu wagen.

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Kängufant

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Bei der ein oder anderen wissenschaftlichen These, gerade bei Filmwissenschaften, werd ich das Gefühl nicht los, daß grundsätzlich erst im Nachhinein argumentiert wird. Zum Beispiel Brillenträgerin im Film noir, die angeblich sterben müssen weil: Frau mit Brille = sie sieht = sie erkennt = sie ist eine Gefahr = sie ist eine Gefahr für das männliche Gemächt = sie muss sterben...


Kreischling

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Meinst du mit "im Nachhinein", dass das Argumentieren erst nach dem Film losgeht?


Keyser_Söze

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Ich könnte kotzen!

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Schmoney

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Das ist pure Selbstironie. An seinen Aussagen ist hingegen etwas dran.


Keyser_Söze

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Glaube ich weniger:
http://www.rhein-zeitung.de/region/neuwied_artikel,-Im-Elfenbeinturm-der-schoenen-Kuenste-_arid,351069.html