American Beauty

American Beauty (1999), US Laufzeit 122 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Kinostart 20.01.2000


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Kritiker
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von Sam Mendes, mit Kevin Spacey und Allison Janney

Als Folge seiner Mid-Life-Crisis und des wachsenden Interesses an der Freundin seiner Tochter, will Kevin Spacey in American Beauty sein Leben komplett umkrempeln.

Lester (Kevin Spacey) und Carolyn Burnham (Annette Bening) sind das perfekte Ehepaar, leben in einem perfekten Haus, in einer perfekten Nachbarschaft, doch tief drinnen, fällt Lester immer weiter in Depressionen. Als er sich auch noch in eine Freundin (Mena Suvari) seiner Tochter verguckt, schnappt er völlig über.

Lester Burnham befindet sich mitten in der Midlife-Crisis. Als Ehemann einer karriere-besessenen Frau und Vater einer pubertierenden Tochter fühlt er sich schon lange nicht mehr besonders ernst genommen. Aber auch in seinem Job ist er unglücklich. Er empfindet sein Leben in einer gutbürgerlichen Vorstadt-Siedlung als trostlos und unbefriedigend. Die Ehe mit seiner hysterischen Frau Carolyn, die als Immobilien-Maklerin arbeitet, hat er schon lange aufgegeben. Und auch im Verhältnis zu seiner Tochter Jane fühlt er sich als Versager. Bis er eines Tages auf einer Sportveranstaltung seiner Tochter deren Freundin Angela trifft, und sich Hals über Kopf in den Teenager verliebt. Von diesem Zeitpunkt an beschließt Lester, sein Leben noch einmal in die Hand zu nehmen.

Hintergrund & Infos zu American Beauty
Drehbuchautor Alan Ball schrieb American Beauty ursprünglich als Theaterstück. Als Inspiration diente ihm der sogenannte Amy Fisher-Prozess, der 1992 Schlagzeilen machte. Die damals 17-Jährige hatte eine Affäre mit dem Automechaniker Joey Buttafuoco. Sie wurde angeklagt die Ehefrau ihre Liebhabers angeschossen und lebensgefährlich verletzt zu haben. Sie bekannte sich schuldig und wurde zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt.

Die Inspiration zahlte sich aus und unter der Regie von Sam Mendes konnte American Beauty nicht nur weltweit über 350 Millionen Dollar einspielen, sondern gewann auch die 5 Oscars in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller, Bestes Drehbuch und Beste Kamera. (ST)

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Kommentare (261) — Film: American Beauty


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der-eugster

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Bewertung9.0Herausragend

Vermutlich der Film, der es bis jetzt am besten verstanden hat, Tragik und Komik, Leidenschaft und Gefühllosigkeit, frische Verliebtheit und dysfunktionale, gealterte Beziehungen, aber vor allem: Musik und Bild perfekt miteinander korrelieren zu lassen.

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Codebreaker

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Bewertung9.0Herausragend

Es gibt viele, viele große Filme, die ich bisher leider noch nicht gesehen habe. Natürlich will ich diese alle so schnell wie möglich aufholen, aber das klappt eben nicht immer so leicht. Auf diese Filme freue ich mich dann so richtig, sei es aufgrund von bekannten Schauspielern die da mitspielen, einem Kultstatus sondergleichen oder einfach nur massig guten Reaktionen seitens Freunden. Oft passiert dabei allerdings folgendes: die Erwartungen können nicht immer erfüllt werden, einfach, weil diese mit der Zeit so riesig steigen, dass NICHTS diese erfüllen kann.

Wie dem auch sei, einer dieser Filme, ist "American Beauty".

Ich will keineswegs sagen, dass mir dieser Film nicht gefallen hat oder irgendwie sowas. Das hat er, sehr sogar. Nur war gerade das ein Film, auf den ich mich so lange, so sehr, gefreut hatte und nun habe ich ihn mir endlich gekauft und eben auch gesehen. So richtig sicher bin ich mir noch nicht, was genau ich von ihm halte. Eines ist sicher, ich habe jetzt einige Zeit über ihn nachgedacht, um da ganz sicher zu werden, werde ich ihn bestimmt nochmal sehen müssen und das werde ich, garantiert.

Dennoch, hier steckt so viel drin. So viel wahres, so viel, was jeder kennt oder irgendwann einmal kennen wird.
Über einiges kann ich wirklich schon jetzt, mit meinen 18 Jahren, nachdenken und abnicken. Zum Beispiel die offensichtliche, klare Message des Filmes, wir würden das Schöne in der Welt nicht mehr sehen, weil wir nur auf das Schlechte schauen. Wahre Worte, die mir durchaus öfters Mal auffallen. Wir regen uns über scheinbar belanglose, nebensächliche Dinge auf, wobei das Leben teilweise so schön ist. Das sollte man einfach mal genießen und nicht nach dem Haar in der Suppe suchen.

Lester Burnham hat das erkannt. Er ist die Verkörperung vom Alltag, von Konventionen, von dem selben Trott. Er lebt nicht wirklich, er agiert nur. Jeder Tag läuft gleich ab und Highlights gibt es nicht, außer morgens unter der Dusche.
Seine Familie ist nach außen hin so, wie man sich eben eine amerikanische Familie vorstellt. Wie sie in Film und Fernsehen immer wieder verkauft werden, doch dahinter, da steckt Verzweiflung, Ermüdung, ja fast schon Hass.

Lester Burnham ist im Alltag gefangen. Sitzt Tag für Tag mit der selben Frau, der selben Tochter, der selben Familie am selben Abendbrottisch und reden über das selbe Zeug. Logischerweise geht das auch der besagten Tochter und Frau so, deshalb ziehen sie sich zurück.

Die Tochter Jane macht das, indem sie sich auf eine Beziehung mit dem sehr sonderbaren Ricky Fitts einlässt. Auf den ersten Blick wirkt dieser Typ wie ein Freak, einer, mit dem man nichts zu tun haben will. Doch irgendwann wird klar, dass eigentlich nicht er der Freak ist.

"Es gibt nichts schlimmeres als gewöhnlich zu sein."

Und das ist Ricky Fitts garantiert nicht, gewöhnlich.

Angela Hayes hingegen ist es. Für mich spiegelt sie quasi das wieder, was ja heutzutage oft so ist. Einerseits versucht man sich abzuheben, nur versuchen das ja quasi alle. Irgendjemand hat mal gesagt "Anit-Mainstream zu sein, ist schon lange Mainstream", das trifft wahrscheinlich nicht auf alles und jeden zu, aber trotzdem verbinde ich das hiermit irgendwie.
Andererseits muss man dem Zitat auch irgendwie wiedersprechen, was ist denn daran so schlimm "gewöhnlich" zu sein? Wenn es bedeutet, dass man Tag für Tag das selbe erlebt, innerlich total kaputt ist und mit dem Leben total unzufrieden, dann ja, dann stimmt das. Wenn es aber bedeutet sich nicht zu verbiegen, die selben Filme zu schauen wie viele andere auch, die selbe Musik zu hören, versuchen einfach mal selbst zu sein und wenn es bedeutet, sich nicht unbedingt von anderen abzuheben, dann ist es, meiner Meinung nach, nicht schlimm.

Lester Burnham hingegen durchlebt seine Midlife - Crises, als ob er wissen würde, welches Schicksal ihn ereilt. Er ändert etwas an sich. Er "agiert" jetzt nicht mehr, nein, er fängt an zu Leben, leider allerdings, erst kurz vor seinem Tod.
Kevin Spacey spielt diesen Charakter unglaublich. So überzeugend, so authentisch, so real. Man kauft ihm diesen Mann ab, der eigentlich keinen Spaß am Leben hat, der diesen aber logischerweise will, der so verloren in dieser Welt ist.

Etwas kritisieren muss ich jedoch trotzdem, dazu ein kurzer SPOILER!
Die Art und Weise wie Lester dann letztendlich umgekommen ist, wirkte etwas arg an den Haaren herbeigezogen und mehr "Mittel zum Zweck"- als wirklich logische Konsequenz. Es war schon recht logisch und nachvollziehbar, hätte aber vielleicht etwas überzeugender verpackt werden können, bzw. anders gemacht werden können.
SPOILER ENDE!!!

Was ich sehr an "American Beauty" schätze, ist vor allem, wie wenig hier eigentlich ist und wie viel dann dahinter steckt. Es geht um nichts mehr als um das alltägliche Leben und dennoch, wird dann genau auch das eingefangen, das Leben.
Natürlich sehen wir hier keine Kriege, keine brutalen Gewaltakte, keine Hungersnöte, keine Umweltkatastrophen, keinen Terror oder sonstwas, aber wir sehen die alltäglichsten und grundlegendsten Probleme die wir haben.

"Es gibt nichts schlimmeres als gewöhnlich zu sein."

Ein sehr großer Film, der viel aussagt. Vielleicht habe ich hier das ein oder andere überinterpretiert oder hineingedeutet, was gar nicht beabsichtigt war, aber so sehe ich das nun mal. Dazu hat mich der Film inspiriert. Zu diesem Denken hat mich der Film angespornt. Sehr, sehr groß. Ich freue mich schon jetzt auf eine weitere Sichtung, vielleicht werde ich dann sogar noch anders über ihn denken. Eines ist jedoch sicher, diesen Film möchte ich in verschiedenen Etappen meines Lebens, in verschiedenen Altersstufen, immer und immer wieder sehen.

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Codebreaker

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Vielen Dank erstmal! :)

Genau das meinte ich. Wenn man älter ist, so bekommt man vielleicht eine andere Sichtweise auf den Film hier und da kommen ja noch so einige Altersstufen auf uns zu. Bin da echt gespannt.
Und ja, die verschiedenen Protagonisten, also verschieden im Alter, unterstreichen das nochmal bzw. tragen dazu bei.

Eigentlich will ich jetzt auch mindestens ein Jahr warten, aber irgendwie würde ich den, nach dem Schreiben des Kommentars, jetzt schon gerne wieder sehen. :D


BenAffenleck

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Für mich der beste, schönste und emotionalste Film aller Zeiten. Habe aber auch schon etwas mehr Lebenserfahrung in der Tasche, und sehe den Film bestimmt etwas anders...


doenef

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Bewertung10.0Herausragend

Brillant und perfekt inszeniertes Drama mit philosophischen Anstößen

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JimiAntiloop

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Bewertung3.5Schwach

Das Dumme an diesem Film, welcher im Grunde reich an dialektischen Reibungsflächen und Spitzenszenen ist, dass mit der Schlusssequenz die Unzulänglichkeiten eines von den öberflächlichen Schönheiten in der Welt geblendeten(berauschten) Hirnes, als finaler Sinnschluss zelebriert werden. Man hab ich abgekotzt über dieses anbiedernde Zuckerwatte-In-Den-Kopf-Des-Zuschauers-Hineinbrenn-Finale.
Da greif ich lieber auf "the Wackness" zurück, der ist wenigstens analytisch und bis zum Schluss ehrlich über das Hängengeblieben sein bzw. die Wackness seiner Darsteller und deren Gesellschaftsmilieu.

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JimiAntiloop

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Ja schon, n bissl begehrt er auf, aber er bleibt trotzdem auch sehr an der Oberfläche hängen mit seinem bekifften Geisteszustand.


Hornblower

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Ich seh schon, Du und der Film, ihr werdet keine Freunde mehr...


The Freewheelin Fonda

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Bewertung10.0Herausragend

"American Beauty"

1999
die westliche Welt hat ihren Zenit erreicht, ihre Bewohner haben es "geschafft", sie führen ein Leben im Wohlstand, der Wirtschaft geht es gut, der böse Feind im Osten scheint besiegt, westliche Freiheiten und demokratische Systeme haben sich bewährt und man kann sich nebenbei ein paar Ländern in Afrika sozial widmen oder mit kaum wirksamen Methoden den Klimawandel verzögern.
Ein Jahrzehnt neigt sich dem Ende zu, was vielleicht für immer als die große Glanzzeit der westlichen Länder in Erinnerung bleiben wird, die Jahre von technischem Fortschritt und Wohlstand, vor 9/11 und einer Bevölkerung wie Regierungen die ohne irgendwelche Ziele immer mehr in Dekadenz verkommen und an sich selbst immer mehr scheitern.
Zu diesem Zeitpunkt der Geschichte kam von Regisseur Sam Mendes ein absolutes Übermeisterwerk heraus.
Vielleicht DAS Zeitdokument unserer Geschichte in filmischer Form, was viel mehr ist als ein bloßer Film, sondern ein Zeitzeuge von einer ausgehenden Dekade, ein EHRLICHER Einschnitt in eine Gesellschaft die ihren Höhepunkt erreicht hat und an sich selbst scheitert, wie es alle Systeme tun, nachdem der eigentliche Feind besiegt ist.

Ohne JEMALS Klischeehaft zu wirken ohne je seine Authentizität zu verlieren, setzt der Film ein Skalpell an und offenbart uns die verschiedensten Facetten der Familie Burnham, eine Familie der oberen Mittelschicht in den USA.
Eine Familie wie Tausend andere auch, oberflächlich betrachtet vollkommen uninteressant, eine typische Spießerfamilie wie sie jeder von uns als Nachbar haben könnte.

Eine Tochter die ihren Platz in der Welt sucht, die sich selbst nicht versteht und nicht weiß was sie eigentlich will, ihren eigenen Weg gehen will, keine Hilfe haben will, unsicher ist indem was sie tut und sich von ihren Eltern abkapselt.
Die Mutter die an ihrem Alltag vollkommen zu Grunde gegangen ist. Nur noch in vorgegebenen Mustern handelt, morgens das Frühstück zubereitet, in ihrem Job verzweifelt versucht noch einmal Erfolg zu haben und sich selbst nicht mehr ertragen kann, wenn sie die einstige, junge und lebensfrohe Carolyn von früher nicht mehr finden kann.

Der Vater Lester Burnham, DER entbehrliche kleine Büroarbeiter der an seiner langweiligen Frau erstickt, keinen Draht mehr zu seiner Tochter finden kann, seit Jahren kein Erfolgserlebnis mehr hatte und ein Leben führt wie es Millionen andere Männer mittleren Alters zu diesem Zeitpunkt geführt haben und heute tun.
In den 70er Jahren aufgewachsen, in einem Land was dir unendliche Möglichkeiten aufzeigt, wo du werden kannst was du willst, wo du deine Jugend so RICHTIG ausleben kannst, eine der besten Musikdekaden aller Zeiten erlebst und du dir das schönste Mädchen an der Schule klar machst.

So einer war Lester Burnham bevor er 1999 in seinem Büro sitzt, realisiert dass die Zeiten von Joints, geilen Mädchen und lauter Gitarrenmusik schon lange der Vergangenheit angehören und er nichts aber auch GAR NICHTS wert ist, dass er einer von unendlich vielen austauschbaren, langweiligen Spießern ist, deren schönster Moment des Tages es ist, sich morgens unter der Dusche einen runter zu holen.
Alles Gezeigte ist so wahr, so ehrlich und in seiner Aussage einfach herrlich ironisch, worin unsere Zivilisation ihren Höhepunkt fand, wenn man Lester sieht, der nach all den Jahren da sitzt, ganz allein ohne einen Sinn in seinem Leben.

„Erinnern Sie sich an die Plakate auf denen stand: "Heute ist der erste Tag vom Rest ihres Lebens"? Nun, das trifft auf jeden Tag zu, außer auf einen: Auf den Tag, an dem man stirbt!"

Und dann hat man da noch mich, einen 17 Jährigen, unsicheren Teenager kurz vorm Erwachsen sein, der sich dieses Sinnbild unserer Gesellschaft ansieht und fasziniert ist von dem was sich ihm da bietet ohne überhaupt genau erklären zu können, was ihn hier so mitreißt.
Was ist es was mich hier so bewegte?
Das geniale Schauspiel von allen Beteiligten?
Der einzigartige skurrile wie feine Humor „American Beautys“?
Die großartige Inszenierung, der ein perfekter Soundtrack noch die Krone aufsetzt?

Neben all diesen Punkten ist es die Aussage sich selbst nie aufzugeben, etwas aus sich zu machen, wenn man denkt, man sei schon angekommen, die Aussage das man alles schaffen kann, wenn man es versucht, wenn man es wirklich will.
Dieses Meisterwerk ist so komplex, so tiefsinnig, bietet sovieles worüber man noch lange in Gedanken vertieft ist, wenn einem hier ein unglaublich ambivalentes Bild des Lebens gezeigt wird.
Alles hängt zusammen, ist irgendwie miteinander verknüpft, ständig in Bewegung in Veränderung, der Mensch selbst ist diesem Chaos oft nicht gewachsen, empfindet sein Leben grade noch als tiefstes Leid, im nächsten Moment als unglaubliche vielfältige Chance die man nur ergreifen muss, um alles zu erreichen, zum Ziel stehen nur wir selbst uns im Weg
durch Antriebslosigkeit, Abschiednehmen vom Vergangenen und Überfluss an neuen Begierden und Wissen.
Viel einfacher könnte alles sein, wenn wir unser Potential nutzen würden und nach Einheit streben würden.

Einer von diesen Streifen der einen von der ersten Minute in seine Atmosphäre zieht, einen bis zum Ende nicht mehr loslässt, der einen einfach ergreift, wenn man sich komplett in seiner Erzählung verliert, sowie es bei „American Beauty“ der Fall war.
Ein einzigartiger Film, der uns zu keinem besseren Zeitpunkt den Spiegel hätte vorhalten können, um an uns Menschen zu appellieren und uns noch einmal aufzuwecken.
Ein Film in dessen Erzählung man selbst einfach ganz persönlich aufgehen kann, hier wird nicht versucht Spannung zu erzeugen, wenn „American Beauty“ sich schon direkt zu Anfang selbst spoilert, hier geht es ganz um die Art und Weise WIE etwas geschieht, der Weg bleibt das Ziel und dieser Weg den uns Sam Mendes hier zeigt, konnte mich auf einer ganz tiefen Ebene persönlich ansprechen, als ob ein Film einen besser verstanden hat als man selbst.
Ein film über verpasste Chancen, Sehnsüchte, neue Hoffnungen, ein Film über uns alle!

So emotional wie bei Spaceys Schlussworten bin ich selten bei einem Film geworden
(SPOILERWARNUNG am Rande, seht den Film bevor ihr den Rest des Textes lest)):
https://www.youtube.com/watch?v=NtbbqjiFaGY

"Ich habe ständig gehört, dass in der Sekunde, bevor du stirbst, dein ganzes Leben vor deinen Augen abläuft. Zunächst einmal, ist jene Sekunde gar keine Sekunde, sie zieht sich ewig hin, wie ein Meer aus Zeit. Ich sah, wie ich im Pfadfinderlager auf meinem Rücken lag und Sternschnuppen beobachtete ... und wie gelbes Laub von den Ahornbäumen fiel, die unsere Straße säumten ... oder die Hände meiner Großmutter und wie ihre Haut wie Papier wirkte ... und das erste Mal, als ich den brandneuen Firebird von meinem Cousin Tony bestaunte ... und Janey und Janey ... und Caroline ... Eigentlich könnte ich ja ziemlich sauer darüber sein was mir wiederfahren ist, aber es fällt mir schwer wütend zu bleiben, wenn es soviel Schönheit auf dieser Welt gibt! Manchmal habe ich das Gefühl, all die Schönheit auf einmal zu sehen. Doch das ist einfach zu viel. Mein Herz fühlt sich dann an wie ein Ballon, der kurz davor ist zu platzen. Und dann geht mir durch den Kopf: Ich sollte mich entspannen und aufhören zu versuchen, die Schönheit festzuhalten. Dann durchfließt sie mich wie Regen. Und ich kann nichts empfinden außer Dankbarkeit für jeden einzelnen Moment meines dummen kleinen Lebens. Ich bin sicher, Sie haben keine Ahnung, wovon ich rede. Aber keine Angst, eines Tages verstehen Sie es."

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Zimtmond

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Mein lieber Fonda,
Das ist wirklich ein wunderbarer Kommentar. Ich bin begeistert. Ich bin sprachlos.Ich schäme mich schon etwas für die Punkte, die er von mir bekam. Außerdem sollte ich den eindeutig mal wieder sehen - der konnte mich bisher irgendwie nicht so recht erreichen obwohl ich Spacey an sich schon liebe!
Aber das hier, ist bisher wirklich mein Lieblingskommentar von dir und du weißt ich lese deine immer gern. <3


The Freewheelin Fonda

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Vielen Dank für deine lieben Worte Zimtmond, die 10er Filme sind bei mir ja immer ne Seltenheit aber wenn ich die Wertung vergebe, bedeutet mir so ein Streifen wirklich etwas.
Den hier habe ich gesehen und in der folgenden Woche noch zweimal mit angeguckt, um ihn verschiedenen Freunden zu zeigen, auch in der kurzen Zeit ist er für mich jedes Mal nur intensiver geworden, da musste ich ein paar mehr Worte als sonst verlieren, freut mich sehr dass das so gut ankam :)
Die 7 Punkte von dir gehen ja GRADE noch, da ist sicher noch mehr drin ;)


John3101

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein wahrer Geniestreich von Sam Mendes, in der Kevin Spacey in einer seiner absoluten Hochleistung glänzt.

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Zephir

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Jeder MUSS diesen Film sehen! Ich habe ihn gerade zum ersten Mal gesehen und bin emotional noch total fertig. Bei dem Film lacht man sich zu Tode, heult über Entscheidungen, die man mal gut, mal gar nicht nachvollziehen kann (verständlich, bei dem tiefgründigen Charakter Repertoire), aber dann gab es auch Stellen, bei dem der Film total romantisch war und dann wiederum total spannend und vor allem das Ende hinterlässt eine große Narbe im Gedächtnis, nicht zuletzt dank den Worten von Kevin Spacey kurz vor dem Abspann, die im Übrigen zu einem der besten Zitate gehören, die ich jemals in einem Film gehört habe. Wenn wir schon dabei sind, liefern alle grandiose Schauspielerische Leistungen ab, aber Spacey sticht von allen hervor.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Film wurde schlagartig zu einem meiner Lieblingsfilme, bietet von allem etwas und das Ende, sowie die Schlussrede regt zum Nachdenken an und bleibt unvergessen.

*Eventueller Spoiler*

Ein wundervoller Film darüber wie irrational und ungerecht das Leben doch ist und doch so voller Schönheit. Und grade, wenn du bemerkst, wie schön das Leben doch ist ... BUM, gehst du drauf.

Wurde dann doch etwas länger, aber danke fürs Lesen bis hierhin.

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Zephir

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Btw. war dies der erste Film von Sam Mendes, dem Regisseur. Sollte man auch mal so stehen lassen.


Zephir

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Anmerkung: Wenn ich es recht überlege, vielleicht dann doch kein großer Spoiler. Immerhin wird es gleich am Anfang gesagt. Aber ich lass das mal so stehen.


Heisenberg1995

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Noch nie hab ich bei einem Film so die Augen aufgerissen und die Ohren gespitzt, noch nie haben mich Filmzitate zu berührt. Noch nie war ein Schauspieler derart überzeugend für mich wie Kevin Spacey als Lester Burnham. Einfach unglaublich tolle Geschichte. Jede hat seine geheimen Phantasien, Zwänge und Ängste. Und in "American Beauty" wird es einfach so toll dargestellt, herrlich! Mein absoluter Lieblingsfilm.
Das Ende brennt sich richtig in einen hinein und man lauscht den bewegenden Schlussworten von Lester Burnham...

Grandioser Film. Es wird niemals einen besseren geben !

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Dustdevil89

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Bewertung9.0Herausragend

EINZIGARTIG!!!!!!!!

Die Darsteller sind atemberaubend besetzt und an diesen Film stimmt beinahe alles.
In so vielen Momenten des lebens denkt man an einige Szenen dieses Films zurück.

Man denkt.....ja jetzt verstehe ich es!!!

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francester

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Bewertung9.0Herausragend

Jeder Schauspieler hat in seiner Karriere mindestens eine Paraderolle, dies ist die von Kevin Spacey. Lester ist einfach cool, er bricht aus, er träumt, er lebt, er hat keine Angst vor der Gesellschaft. Immer und immer wieder habe ich Lester angefeuert, habe im HighFive gegeben. Lester ist tot, aber dan American Beauty haben wir alle eine Gebrauchsanleitung erhalten wie das Leben auch gelebt werden kann.
Bei diesem Film stimmt einfach alles, blos dieser doofe Beutel im Wind verhindert eine glatte 10!

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Riddler00

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Bewertung9.0Herausragend

Gestern Abend seit laaangem wieder gesehen. Ich halte mich einfach kurz....der Film ist Kunst!!!

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Moviegod

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Unbestritten einer DER Filme über das Leben. Was für Charaktere und Dialoge. Super ausgearbeitet und überzeugend. Danke Sam Mendes und danke Kevin Spacey!

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tdawg

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

American Beauty sagt alles, was über das Leben gesagt werden muss. Punkt. Armer Sam Mendes und Alan Ball - besser geht es einfach nicht, was soll danach noch kommen?

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Babydollicous

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Bewertung10.0Herausragend

Ein Klasse Film den man gesehen haben muss!!!!

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NewSTARs

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Bewertung10.0Herausragend

Solche charakteristischen Tiefen findet man nur bei wenigen Filmen. Ein solches Mitgefühl, wie man es bei dem Protagonisten hat, bekommt man nicht immer so glaubwürdig dargestellt wie bei Kevin Spacey und seiner SPEKTAKULÄREN Leistung. Der Oscar war demnach mehr als verdient für ihn. Aber nicht nur er hat seinen Job grandios gemeistert, sondern auch seine weiteren Kollegen. Darunter Wes Bentley, Annette Bening und Chris Cooper. Um es kurz zu machen: Ein besserer Cast wäre nicht möglich gewesen!

Einen Film unterhaltsam zu gestalten, wenn man schon von Anfang an das Ende kennt, hat seine guten und schlechten Seiten. Die gute ist, dass dadurch eine durchgehende Spannung erzeugt werden kann. Dies hat aber der Streifen gar nicht nötig. Ganz im Gegenteil: Er lenkt einen davon ab und zeigt nicht nur das negative von dieser Ausgangsposition, sondern vorallem das positive. "Lebe jeden Tag als ob es dein letzter wäre." Das ist das wohl treffenste Zitat zum Film. Denn genau das wird durchgehend thematisiert. Egal wie schlecht es einen im Leben gehen kann, man hat immer die Chance etwas besseres daraus zu machen. Und genau diese Botschaft macht diesen Film aus. Dazu braucht man auch das dementsprechend gute Drehbuch, welches Situationskomik, Thrill, Gefühl und alltagsbekannte Probleme perfekt miteinander mischt. Herausgekommen ist ein unvergleichbares Filmerlebnis, das Regisseur Sam Mendes brillant in Szene gesetzt hat und Komponist Thomas Newman mit seinem tiefgehenden Score unterstreicht. Dann noch die lobenswerte Kameraarbeit vom Conrad L. Hall dazu und voilà ... schon haben wir "American Beauty". Ein Film, der beim zweiten hinschauen mehr ausmachen kann als beim ersten mal.

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albi0211

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Thematik ist gut. Die schauspielerischen Leistungen auch. Aber ich konnte dem Film irgendwie nicht viel abverlangen, da er mich über weite Strecken gelangweilt hat!!!

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Sustainability85

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Bewertung9.5Herausragend

Die Lewinsky-Affäre erschüttert das politische Amerika und der Amoklauf an der Columbine High School schockiert weltweit die Menschen. American Beauty verarbeitet unter anderem genau diese beiden Themen. Nebenbei kommen noch Themen wie Drogenkonsum, Homosexualität und Teenage-Sex vor, in einer Zeit in der man in den USA am liebsten genau wissen will, was sich wirklich hinter den Wänden des Nachbarhauses verbirgt. Im Jahr 2014 wissen wir was daraus entstanden ist: Die globale Überwachungs- und Spionageaffäre (NSA-Snowden-Affäre).
Die Konsequenz aus diesem genialen Film sind fünf Oscars (unter anderem für den besten Film des Jahres 1999).

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janick.bachofen

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mein absoluter Lieblingsfilm.
Kein anderer, den ich gesehen habe, zeigt soviel Tiefgang was die Charakteren betrifft.
Ich denke, jeder kann sich und sein Umfeld in die Darsteller des Filmes pro­ji­zie­ren und genau so lässt dieses Meisterwerch, über sich Selbst und die Welt, zum nachdenken anregen.
Was den Film auch zu meinem Favorit werden lässt, ist die Filmmusik.
Die Szenen lassen mich so extrem in meine eigene Gefühlswelt abtauchen, dass Gänsehaut und Tränen immer und immer wieder zum erfahrbaren werden.

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Filmfan30

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Bewertung9.0Herausragend

Die Charaktere sind viel lebensnaher als bei fast jedem anderen Film und sie entwickeln sich nicht, um die Handlung voran zu treiben, sondern wie reale Menschen es tun würden. Allein deswegen ist American Beauty sehr sehenswert!

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keko24

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

So hier stellt sich nun die Frage warum ich diesen Film bei der zweiten Sichtung die Ehre gewähre mit 10 Punkten von mir dotiert zu werden. Die Antwort dafür ist zu komplex um sie ausführlich hier darstellen zu können, nichtsdestotrotz möchte ich einen kleinen Einblick in die Hintegründe dafür geben.

****Spoiler Alert*****

Fangen wir beim Schluss an. Er stirbt, ein besseres Ende hätte der Film nicht haben können, es passt einfach. Wichtig hier und sehr gut hervorgehoben ist die Glückseligkeit die er fühlt. "How are you? - I am GREAT!" Kevin Spacey hat es hier in einer Meisterleistung geschafft genau das so exakt wie geplant zu spielen, das Leuchten in den Augen und das subtile zufriedene Grinsen im Gesicht. Jedoch fokussiert sich der Film nicht nur auf ihn, sondern stellt auch seine Frau, seine Tochter und ihren Freund Rick ausführlich genug da. Die Charaktere sind wohl und harmonisch gebaut und überzeugen. Man kann sie nachfühlen und sich gut in sie hineinversetzen. Die einzige deren Schauspielerische Leistung zu wünschen übrig lässt ist Mena Suvari.... Nachvollziehbar aber eher mittelmäßig gespielt. Jedoch Gut, das sie nicht im Fokus des Filmes stand. Der Konflikt zwischen dem äußert seltsamen Rick und seinem militanten Vater wurde genial wiedergespiegelt. Eben durch den fehlenden "Speziellen" Fokus auf diese Beziehung wurde sie so gut dargestellt. Sie fehlt und ist nur halb present. Das Missverständniss mit dem Blowjob, lustig und original, jedoch hier mein Kritikpunkt: Die anschließende Szene in der Garage wirkte zu gestellt, die Wörter genau so gewählt das sie missverstanden werden mussten.
Eine super Crew die hinter dem Film stand ist natürlich auch zu loben. Eine geniale Kameraführung und ebensohervorragende Regie.

Fazit: Ich wünschte ich hätte diesen Film nie gesehen um ihn nochmal ein erstes Mal zu sehen. GENIAL!

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