Black Swan
Black Swan (2010), US Laufzeit 108 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Musikfilm, Kinostart 20.01.2011
84 Bewertungen
Skala 0 bis 10
22910 Bewertungen
592 Kommentare
Keine
von Darren Aronofsky, mit Natalie Portman und Mila Kunis
Als Nina tanzt sich Natalie Portman im oscarprämierten Black Swan die Seele aus dem Leib und hat dabei nur ein Ziel: Perfektion.
Nina (Natalie Portman) ist eine ehrgeizige Ballett-Tänzerin bei der New York Ballett Company, die ihr ganzes Leben auf ihre Leidenschaft ausgerichtet hat. Wenig überraschend, aber umso befriedigender ist es für sie, als sie bei Schwanensee von Regisseur Thomas Leroy (Vincent Cassel) für die Hauptrolle ausgewählt wird. Doch die Freude hält nicht lange an: Schnell bekommt sie Konkurrenz von der jungen Lily (Mila Kunis), die zwar nicht Ninas gute Technik besitzt, insgesamt aber einen leichteren Tanzstil hat, den Nina auch mit noch so viel Übung nicht vermag, nachzumachen. Lily fasziniert und ängstigt sie im gleichen Maße und Nina driftet immer weiter ab in eine Welt, in der sie nicht mehr weiß, wer sie wirklich ist.
Hintergrund & Infos zu Black Swan
Nach The Wrestler widmet sich Regisseur Darren Aronofsky mit Black Swan erneut der Welt des Sports. Dieses mal entwirft der Ausnahmeregisseur daraus jedoch einen psychologischen Thriller, der den Kampf einer zwanghaft besessenen Ballerina mit sich selbst thematisiert. Für die Besetzung der Hauptrolle entschied sich Aronofsky schon in der frühen Entstehungsphase des Projekts für Natalie Portman. Die Schauspielerin bereitete sich für Black Swan über einen Zeitraum von sechs Monaten mit einem täglichen Training von fünf Stunden vor. Den Zuschlag für die Rolle der Gegenspielerin bekam mit Mila Kunis überraschenderweise eine Schauspielerin, die bisher vor allem aus Komödien oder TV-Serien bekannt war. Eine richtige Entscheidung, die mit dem Darstellerpreis für Kunis bei dem Filmfestspielen von Venedig belohnt wurde. Dort feierte Black Swan als Eröffnungsfilm im September 2010 seine Premiere. Mit Schauspielgrößen wie Vincent Cassel, Barbara Hershey und Winona Ryder ist Black Swan auch in seinen Nebenrollen prominent und erstklassig besetzt.
Mehr Bilder (24) und Videos (2) zu Black Swan
Cast & Crew
- Genre
- Drama, Thriller, Psychothriller, Tanzfilm
- Emotion
- Spannend, Verstörend
- Handlung
- Badewanne, Ballett, Ballettschule, Balletttänzerin, Ballettunterricht, Besessenheit, Besetzung, Bühne, Casting, Champagner, Drogentrip, Ehrgeiz, Eifersucht, Fallen, Frauenfreundschaft, Konkurrenz, Kotze, Kuchen, Künstler, Lesbe, Lesbischer Kuss, Lesbischer Sex, Masturbation, Missgunst, Mutation, Mutter-Tochter-Beziehung, Nachtclub, Nacktheit, New Yorker, Oralsex, Petting, Rivalen, Schizophrenie, Schwanensee, Starke Frau, Strippen, Suizid, Tanzlehrer, Taxi, Toilette, Traum, U-Bahn, Wahnvorstellung, Zeh
- Ort
- New York City
- Zeit
- 2010er Jahre
Fans dieses Films mögen auch
In ihren Augen
AR/ES 2009
Vielleicht lieber morgen
US 2012
Geständnisse
JP 2010
Requiem for a Dream
US 2000
Following
GB 1998
Fans dieses Films gefiel auch
News zum Film Black Swan
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
Links zum Film Black Swan
- Black Swan: film-zeit.de
- Black Swan: critic.de





















Kritiken (47) — Film: Black Swan
_Garfield: Blogbusters
Kommentar löschenSpirituelle und fleischliche Metamorphose im Schwanen-Gewand. Aufmerksame Milieu-Studie auf der einen, pompös arrangiertes Bühnenstück auf der anderen Seite. Schon alleine deshalb absolut sehenswert, weil kaum etwas vergleichbares existiert. Manche sagen Ideen-Verwertung, andere Ideen-Klau. Ein Film der ganz großen Gesten. Selten subtil, aber immer interessant. Portman opfert sich auf für ihre Rolle, Mansell interpretiert altbekannte Klänge neu und Aronofsky erweist sich einmal mehr als der Mann für's Gro(ß/b)e. Lob gibt es vor allem für eine wie entfesselt agierende Kamera. Da folgt eine herausragende Choreographie auf die nächste, ein effektiv eingestreuter Effekt auf den nächsten. Immer von einer ebenso konzentrierten, wie passenderweise zum etwas platten Pathos neigenden Regie begleitet. Und „Black Swan“ hat sie auch - die ganz großen Momente. Er findet sie - die ganz großen Gesten. Ein filmgewordenes Bühnenstück eben und deshalb natürlich nicht subtil. Immer auf der Suche nach dem nächsten theatralischen Blick, der nächsten pathetischen Geste. „Black Swan“ ist kein Film der großen Dialoge, Aronofsky's Weg ist ein nonverbaler, einer der alle Worte erübrigenden Bildsprache. Eben einer, der der Sprache des Balletts entspricht.
14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Medienjournal: Medienjournal-Blog.de
Kommentar löschen[...] Aronofsky hat mit Black Swan ein opulentes Drama, gespickt mit Horror-Elementen entwickelt, was auf ganzer Linie zu überzeugen weiß. Ninas Welt wirkt so trostlos und bedrohlich, dass man als Zuschauer ihr schon Respekt zollt, dass sie morgens noch bereit ist, das Haus zu verlassen. An immer mehr Orten meint sie, sich selbst zu erblicken, entdeckt echte und imaginäre Wunden an ihrem Körper, beginnt zu halluzinieren und sieht überall Gefahr und Verrat.
Die Mischung aus realen Problemen und Begebenheiten und dem gegenüber Ninas imaginierte Erlebnisse halten sich gekonnt die Waage und wissen auch im weiteren Verlauf des Films zu überraschen. [...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
CINEMAN.ch
Kommentar löschenDas Publikum in Welten mitzunehmen, die ihm normalerweise verborgen bleiben, ist eine von Darren Aronofskys Spezialitäten, wie er spätestens mit The Wrestler bewies. Jetzt wagt er sich in ein scheinbar noch härteres Milieu: die Welt des Balletts. In Black Swan vermischt Aronofksy aufs Waghalsigste Genre-Elemente aus Horrorthriller und Gruselfilm, Melodrama und Tanztheater, Coming-of-Age und Psycho-Studie, wobei Grauen und Komik erschreckend nah beieinander liegen.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/
Kommentar löschen[...]Der Film ist ein Psychodrama, das geschickt mit Metaphern spielt und die Ängste und Paranoia von Nina in den Vordergrund stellt, um dem Zuschauer lange im Unklaren zu lassen, was sich wirklich abspielt und was in ihrem Kopf geschieht. Aronofsky spielt klar seine in “Pi” und “Requiem For A Dream” perfektionierten Stärken aus und schafft es, trotz einer kafkaesken Geschichte nicht in Lynch’schen Verschwurbelungen zu versinken. Auch die Wahl der Darsteller hätte nicht besser getroffen werden können, allen voran Natalie Portman und Mila Kunis, die beide für ihre Rollen aufwendiges Ballett-Training über sich ergehen ließen, um ihre Rollen glaubwürdig ins Licht zu setzen.[...]
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Black Swan» ist ein sowohl bedrückendes als auch glanzvolles Meisterwerk, das wie kaum ein anderer Film durch eine unausweichliche Wucht mitreisst.
Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenEin Tanzfilm, der auch Psychothriller sein will, eine Tänzerin, die bis zur Selbstzerstörung nach Perfektion strebt. Billige Schockeffekte und dämliche Klischees oder gelungener Horror und die Muster eines treffsicheren Genrefilms? Ansichtssache. Nur das Lob für Frau Portman muss einstimmig ausfallen. (Mehr Streit über Black Swan im Podcast)
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenNathalie Portmann wir den Oscar bekommen, für Ihre schauspielerische und tänzerische Leistung. Die Psycho-Thematik muss man mögen, dann sind sicher noch 1-2 Punkte mehr drin.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenfilminformer-Filmtipp Januar 2011: Mit "The Wrestler" sorgte Kultregisseur Darren Aronofsky ("Requiem for a Dream"; "The Fountain") weltweit für Furore - jetzt präsentiert er mit BLACK SWAN erneut eine außergewöhnliche Geschichte voller Obsessionen. Natalie Portman glänzt in diesem spannenden Psychothriller in der Hauptrolle als ehrgeizige Balletttänzerin und ist eine heiße Kandidatin, zu mindest für eine Oscar-Nominierung. Den Golden-Globe 2010 als beste Hauptdarstellerin hat...
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Imran Sat, 26 Feb 2011 15:55:45 -0000
Antwort löschenIch bin blöd.
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Dass sich zu den geschickten inszenatorischen Mitteln auch noch eine Hauptdarstellerin gesellt, die ihrer Aufgabe eine Wahnsinnige darzustellen überaus gerecht wird, ist ein weiterer Pluspunkt für den Film. Natalie Portman versteht es meisterhaft eine Nina darzustellen, die anfangs bieder ist und von ihrem Chef gar als „frigide“ bezeichnet wird; die sich dann aber immer mehr in den Untiefen ihrer Seele verliert, immer weitere dunkle Ecken ihrer selbst entdeckt. Anfangs unbedarft wie eine Zehnjährige, die das erste mal die Nase aus dem elterlichen Nest stecken darf und zum Ende hin die Ausgeburt von Leidenschaft und Verführung. Meiner Meinung nach durchaus einen Oscar wert. [...]
Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...
Kommentar löschenFestgehalten in den post-erzieherischen Fängen der Mutter, verloren im Strudel aus Erfolgsdruck und Sexualität, geblendet vom Rausch der Nacht. Der Drang nach Perfektion; unmögliches Unterfangen. Er zerstört sie von innen, macht sie krank, weil sie schlicht nicht zu erreichen ist. Sie versucht es dennoch unermüdlich.
Dann folgt die einzig mögliche Konsequenz: Der Film gipfelt in einem selbstdestruktiven schizoiden Wahn voll von wunderschöner Musik und betörendem Ballett. Vorhang zu, die Menge applaudiert. Ende.
18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
fabel Sat, 05 Feb 2011 12:29:51 -0000
Antwort löschendas hast du schön gesagt :)
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenOkay, mit dem Thema Ballett kann ich nicht wirklich was anfangen, und von daher war ich skeptisch. Nun die Überraschung: Natalie Portman ist grandios, zerbrechlich, verklemmt, psychotisch. Auf jeden Fall ein heißer Oscar-Kandidat für beste Hauptdarstellerin. Auf jeden Fall spannend ist der Film auch, es gibt erotische Fieberträume und rätseln, wenn man sich fragt, wann Realität und Wahn verschwimmen... Hat mir gefallen, vor allem schauspielerisch....
9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Chross Sat, 05 Feb 2011 23:58:47 -0000
Antwort löschenda kann ich dir einfach nur zu stimmen ;)
Christian Alt: NEGATIV
Kommentar löschen[...] Black Swan ist ein absolut aufregender Film – und das im ursprünglichen Wortsinn. Die radikale Offenlegung des Inneren der Protagonistin macht ihn zum interessantesten des gerade erst begonnenen Kinojahres, auch wenn der Körperhorror nicht jedermanns Sache ist. Gerade Natalie Portman liefert in Black Swan eine ihrer besten Leistungen ihrer Karriere ab – sie trägt den gesamten Film und dürfte dafür auch bei der anstehenden Award-Season gebührend gefeiert werden.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschen[...] Das sind die wenigen Szenen, die etwas vom Film zeigen, was er fast die ganze Zeit über nicht zeigt: Transzendenz. Es ist ironisch, dass gerade ein Film, der so auf Perfektion getrimmt ist, seine Figuren selbst über die Imperfektion von Perfektion sprechen lässt gerade seinen eigenen Fehler begeht. [...] Die ganze Laufzeit über entwickelt sich wenig. Wenig Spannung, wenig Tiefe, wenig Transzendenz. Schade, wirklich schade. Ich war ziemlich unbeeindruckt. Schöne Bilder, ja, plakativ, aber schön, ja. Lesbenszene, ja, super. Mindfuck? Nein. Subtilität? Nein. Black Swan ist nur ein etwas überdurchschnittlicher Film, der im Hinblick auf den ambitionierten Regisseur eine klare Enttäuschung darstellt. Ich musste bis zu den letzten Minuten warten, um endlich etwas zu spüren, was nicht von vornherein festgeschrieben war. [...]
Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
Timo82 Tue, 01 Feb 2011 19:37:48 -0000
Antwort löschenSelten so ein Mist gelesen. Warum glauben eigentlich einige das es furchtbar klug ist und eine Kritik furchtbar gut zu Papier gebracht ist, wenn man viele Fremdwörter nutzt und eine Beurteilung schreibt mit der die meisten nichts anfangen können. Sagt doch einfach mal was Sache ist!ACHTUNG SPOILER!: Das Black Swan dem Zuschauer zeigt, welchen physischen als auch psychischen Anforderungen diese junge Ballerina, ausgesetzt ist. Abgeschnitten von der Außenwelt kennt sie nur die Academy und die kleine und enge Wohnung ihrer tyrannischen Mutter, die sich nur eins wünscht - das ihre Tochter den Erfolg einfährt den Sie selbst nie erfahren durfte - da sie schwanger wurde und ihre Karriere aufgeben musste. Am Ende hält die junge Frau dem Druck nicht stand, verliert den Verstand und tanzt grandios in den Tod! ;)
eylan Tue, 01 Feb 2011 20:14:54 -0000
Antwort löschendanke für das ende jetz wird der
film noch spannender
Stellinka Wed, 02 Feb 2011 10:03:22 -0000
Antwort löschen:D @eylan dann les doch die Kommentare nicht!
@Timo82 ein Hoch auf dein Kommentar! Bin 100% deiner Meinung!
Timo82 Wed, 02 Feb 2011 16:08:19 -0000
Antwort löschen@eylan: Ich schreib doch extra ACHTUNG SPOILER, tut mir also gar nicht leid!
@Stellinka: Danke!
WaldderChiller Fri, 04 Feb 2011 23:01:14 -0000
Antwort löschenBin zwar, was die Meinung zum Film angeht, in keinster Weise Khitos' Auffassung, aber sein Sprachstil lässt sich jetzt nicht wirklich wegen der "immensen" Menge an Fremdwörter kritisieren.
Sorry, zu einer eloquenten Artikulation und einem Text mit Finesse sollten in denselbigen einfach, einige wohlklingende, aus fremden Sprachen entnomme Vokabeln im Text eingebettet werden. Ansonsten bietet dir das Internet die Möglichkeit alles nachzuschlagen. Mach ich auch.
powerpuff_girl Sat, 12 Feb 2011 00:43:29 -0000
Antwort löschenich bin auch verzweifelt auf der suche nach den vermeintlichen fremdwörtern in dieser kritik. mir würde höchstens "transzendenz" als solches auffallen. aber sonst? "perfektion", "spannung", "tiefe", "nein"? und der kommentar ist für mich keine kritik sondern eine zusammenfassung des films - sehr relevant also, danke.
Simsi Sun, 13 Feb 2011 12:15:00 -0000
Antwort löschenKann mich dieser Meinung hier nur anschließend. Der Film hat mich über seine komplette Laufzeit irgendwie nicht gepackt...mir hat daran etwas gefehlt. Man bleibt die ganze Zeit mit den Protagonisten auf Distanz, so ging es mir zumindest. Natalie Portman spielt gut, aber so wie sie für die Rolle weltweit gefeiert wird, also ich weiß nicht. Mich hat sie mit dieser Roller nicht sonderlich berührt! Das einzig unterhaltsame am ganzen Film fand ich die Auftritte von Mila Kunis, die wenigstens etwas Auflockerung in dieses ganze Einerlei gebracht haben. Vom Regisseur hätte ich echt mehr erwartet....alles in allem ein völlig überbewerteter Film
fanboy87 Sun, 13 Feb 2011 18:19:36 -0000
Antwort löschenstimme ebenfalls zu. völlig überbewertet!
Mich hat der film zu keiner Zeit gepackt, oder gar zum Nachdenken angeregt, (über was auch) Selbst wenn ich großer Balett Fan wär,
würde mich der Film wahrscheinlich ebenso wenig begeistern wie #eh schon...
Fazit: Muss man definitiv NICHT gesehen haben!
Alle 10 Antworten zeigen
Marco31 Wed, 08 Jun 2011 06:59:48 -0000
Antwort löschenHmmmm... nun ja, in der künstlerischen Form bestimmt ein kleines Glanzstück, aber sicher nicht das beste was 2011 und das Kino bisher hervorgebracht haben. Ein Drama, ein Tanzfilm oder doch eher ein Erotikthriller mit Schockelementen (die gar nicht so schockig sind)!? Die Story ist komisch, unüberschaubar und verwirrend. Im Prinzip hätte man nach den ersten 5 Minuten auf Pause machen können und den Streifen bis auf die letzten 20 Minuten vorspuhlen können, aber da ich mir einen Film eigentlich immer versuche ganz anzugucken, wenn er nicht zu ermüdent ist habe ich dieses dann auch hier so gehalten. Die Thematik scheint mir doch nur was für eingefleischte FANS von Schwanensee und der gleichen und da ich den tänzerischen "HÖCHSTLEISTUNGEN" einer Ballerina nur etwas in meinem Schlafzimmer abgewinnen kann, hat mich dieser Film nicht wirklich überzeugt. Stellenweise interessant, findet man zwischendurch auch Ansätze zur Tiefe, diese lassen aber leider nur allzuschnell wieder nach, daher kann man leider keine wirkliche Verbindung zur Hauptfigur aufbauen und mir dieser auch nur wenig mitfühlen, die Dialoge sind sperrlich simpel gehalten und so zieht sich der Streifen auch hin. Einzig der flotte Zungentango von Mila Kunis in dem südlichen Bereich der Hemisphäre von Portmann bringt einbißchen Licht ins dunkle. Allerdings muss ich die Leistung von Natalie Portmann wirklich loben. Denn diese war großartig und Sie hat sich den Oscar auch wirklich verdient. Sie verkörpert die schizophrene Tänzerin, die langsam (und ich meine langsam) anfängt durch zu drehen und unter dem Druck IHRER surrealen Welt zusammenbricht mit absoluter Hingabe. Das macht den Streifen leider auch nicht besser und interessanter für den Zuschauer. Das was dem Director mit "The Westler" gelungen ist, macht er mit Black Swan leider wieder wet. Nehmen wir mal die Leistungen von Portmann und die erotischen Szenen raus, bleibt diesem Film unterm Strich leider nicht viel ausser einem mittelmäßigem Eindruck.
Fazit: Wenn man Ballett sehen will, sollte mann ins Theater gehen.
Rainhard Fri, 10 Aug 2012 11:16:27 -0000
Antwort löschen@fanboy- den Film kann man fühlen oder nicht. Du konntest ihn nicht fühlen- deinen Kommentar hingegen kann jeder lesen und trotzdem sehe ich ihn nicht.
Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at
Kommentar löschenBLACK SWAN ist nicht nur ein Thriller, ein Drama, oder ein Film indem Schauspieler beeindrucken dürfen. BLACK SWAN ist mehr als ein künstlerisch wertvoller Teil der Filmgeschichte. Dieses von Darron Aronofsky inszenierte Werk ist auch auf lange Sicht gesehen ein ganz großes Stück Kino. Tief bohrt sich die Geschichte in die Köpfe der Betrachter und wird vermutlich nicht so schnell wieder wegzubekommen sein. BLACK SWAN ist verstörend, eindrucksvoll und grandios.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenBlack Swan ist ein abgründiger Thriller um Perfektionismus, Selbsthass und Selbstzerstörung. Wie die beiden gegensätzlichen Schwan-Figuren, die die Heldin verkörpern soll, verbindet auch der Film selbst Schönheit, Anmut und Grazie mit den Härten im Betrieb des klassischen Balletts.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen„Perfektion ist nicht alles“ -
Sätze wie dieser kommen zwar im Script von Mark Heyman vor, werden von Darren Aronofksy auf dem Regiestuhl aber zu keiner Zeit verinnerlich, und bisweilen sogar ins Groteske verkehrt.
In vielerlei Hinsicht ist BLACK SWAN wahrscheinlich wirklich so etwas wie die bisherige Schaffensessenz seines Schöpfers; ein Film gefangen im Vakuum zwischen gefälligen Big-Picture-Kino und dem Versuch sich von eben diesem zu entkoppeln; ein Werk, das gerne bedeutsam wäre, und es doch nicht ist; dessen einzige Reflexion in Spiegeln und Glasscheiben stattfindet.
Es ist nicht die Oberfläche, an der Aronofskys fünfter Film scheitert, es ist vielmehr seine Oberflächlichkeit: Überzogene Branchensatire trifft auf Paranoia-Wahn und Emanzipationsdrama, und letztendlich ist es stets das mangelnde Fingerspitzengefühl, der Verzicht auf Subtilität, die BLACK SWAN genauso zusammenbrechen lässt, wie seine Hauptdarstellerin.
/p>Es ist ein Film, der sich nicht von…
Kritik im Original 30 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 73 Antworten
der cineast Sun, 23 Jan 2011 21:05:49 -0000
Antwort löschenMal wieder nichts verstanden Herr Manski, aber schön geschrieben :)
Eine, 3 nicht ein wenig zu viel? Ist es einfach der Wille Hype zu zertören, oder eher der Wille Aufsehen zu erregen, eine 3 ist für den hässlichen Schwan doch viel zu milde, eine null eher. Ist im Grunde ja alles in allem Dreck. Besitzt keine Vituosität uns ist einfach nur stinklangweilig. Keine Kunst eben. Das Problem an deiner Kritik ist nur
das du sie Obejektiv erscheinen lässt, dabei aber nur deine eigene Warnehmung präsentierst, das verwirrt mitunter, den Filme scheiße zu finden ist eine Sache, den Text aber so zu Formulieren, das alle, die den Film gut finden dumm erscheinen zu lassen, eine andere.
Hitmanski Sun, 23 Jan 2011 21:10:57 -0000
Antwort löschenSPIDER gesehen? REPULSION gesehen? Ich tippe in beiden Fällen auf nein, trotzdem wirfst du mir vor, hier objektive Gegebenheiten durch Subjektivität zu verwässern. Einen absoluten Großteil dieses Reviews halte ich für vollständig nachweisbar, das hat nichts mit subjektiver Wahrnehmung zu tun.
Und nein: Es ist kein Wille einen Hype zu zerstören, so wichtig nehme ich meine Stellung dann doch nicht, es ist einfach ein "schwacher" Film - und nichts anderes drückt "3" in Zahlen aus.
facepalm Sun, 23 Jan 2011 21:11:40 -0000
Antwort löschenIch habe mir deine "Kritik" durchgelesen, aber habe im Prinzip nichts gelesen. "Es ist ein Keommntar, der sich nicht von der Stelle bewegt, der seine Leser zwar an der Hand packt und mitschleppt, aber doch nie in den Werdegang seines Verfassers involviert.", verstehst du? Ich weiß nicht, warum dir der Film nicht gefällt. Du verlierst dich irgendwie in Platitüden, versuchst Formulierungen zu finden die kompliziert klingen um zu verbergen dass du nichts sagst.
"Ein anämisches Erscheinungsbild und das Beherrschen von ein paar Choreografien kann doch nie darüber hinwegtäuschen, dass Portman weder den emotionalen Zwiespalt, noch die Ängste und Furcht wirklich glaubhaft zu machen vermag "
Natalie Portman spielt gut, für mich sogar fast perfekt. Aber schlecht kann das nicht sein, nicht aus objektiver Sicht und auch nicht aus subjektiver. Scheint, als suchtest du nach platten Argumenten. Hast du nicht im Vorfeld groß angekündigt, dich zwischen deinen Kameraden duffy und (Name entfallen) zwischen 3 und 5 anzusiedeln? Warst du nicht stolz, dass du das von dir sagen kannst? Freust du dich nicht, dass du gegen den Strom schwimmst?
"die weiterführende Diskussion über die Spaltung von Fleisch und Wille, mit der der Film während der gesamten Laufzeit zu kokettieren scheint, wird von Aronofsky weder konditioniert, noch ausgefochten."
Spaltung von Fleisch und Wille: Hier findet keine Spaltung statt, sondern eine Übernahme von innen. Das hat mit der Spaltung von Wille und Fleisch nichts zu tun, denn der Wille ist da, sie will das sein, was sie sein muss. Zudem: Wo wird diese nicht vorhande Spaltung von Fleisch und Wille nicht ausgefochten? Der Zweispalt baut sich auf und nimmt seinen Lauf (sollte sich nicht reimen, sorry dafür) und wird zuende gedacht. Wo fechtet Aronofsky sie nicht aus, der innere Zwiespalt ist das Hauptthema des Films, oder hab ich was nicht mitbekommen?
Benchyl Sun, 23 Jan 2011 21:32:43 -0000
Antwort löschenWarum muss jeder, der Black Swan schlecht empfindet, selbigen mit anderen Filmen oder aber den Regisseur mit anderen vergleichen, den Vergleich aber noch ihm selbst unterjubeln?
Und was zur Hölle macht Natalie Portman falsch? Auch das ist letztendlich Empfindungs- und Erwartungssache, die man nicht ausdiskutieren kann. Aber mal plump gesagt: Man nenne mir eine einzige feminine, altersgerechte Schauspielerin, die in der Lage ist, diesen Film zu tragen, wie Portman dies tut.
Und zuguterletzt ist nun Black Swan ein Beweis dafür, dass The Wrestler nur wegen Mickey Rourke gut war. Denn der, der Black Swan dreht, der kann niemals einen ansehbaren Film machen. Äh?
johannes89 Sun, 23 Jan 2011 21:45:22 -0000
Antwort löschenMit den Aussagen "das hat nichts mit subjektiver Wahrnehmung zu tun" und "es ist einfach ein "schwacher" Film" wird (nur um meine, im übrigen höchst subjektive Sicht einzubringen) der Einspruch des "Cineasten" nicht wiederlegt sondern bekräftigt. Absolutismen und Ausgefeilte Rhetorik sind hier omnipräsente Mittel um sich an dem eigenen elitären Standpunkt, konträr des gemeinen Pöbels, zu ergötzen.
Dachsman Sun, 23 Jan 2011 21:47:48 -0000
Antwort löschen"Darren Aronofsky legt die Karten auf den Tisch, lässt keinen Zweifel daran, dass die Qualitäten von THE WRESTLER bei Rourke zu suchen sind, nicht bei ihm,..."
Würde ich so nicht sagen. Die Qualität von "The Wrestler" lag auch zu großen Teilen daran, dass Aronofsky bei diesem einfach mal nicht so getan hat, als wäre er der größte Regiesseur, der auf Gottes schöner Erde wandelt, also seine unerträgliche Wunderkindattitüde zurückgenommen und sich einfach darauf konzentriert hat einen guten Film zu machen.
Oder, wie es ein Bekannter von mir trefflich ausdrückte:
"Der Kerl braucht wahrscheinlich einfach einen Produzenten, der ihm mal ab und zu eine verpasst, dann würde der auch gute Filme machen."
J0J0 Sun, 23 Jan 2011 23:46:00 -0000
Antwort löschenHitmanski goes duffy? ;-)
Billmaik Mon, 24 Jan 2011 01:12:09 -0000
Antwort löschenIch mag "Spider". Ich mag "Repulsion" (und im Übrigen auch deine sehr schöne Kritik zu ebendiesem), in meinen Augen Polanski's bester Film, sehr. Hier sind wir schonmal d'accord. Nur im Falle des schwarzen Schwanes trennen sich unsere Wege. Eine Tatsache die mich angesichts deiner, für mich freilich in keiner Weise nachvollziehbaren, fehlenden Wertschätzung für die bisherigen Arbeiten des Herrn Aronofsky nicht verwundert.
Während ich beipielsweise deine "Requiem for a dream"-Rezension für fehlgeleitet, haltlos und streckenweise haarsträubend erachte, ich hoffe du verzeihst mir meinen scharfen Ton, immerhin handelt es sich um einen meiner Lieblingsfilme, da darf man bei Verrissen auch mal grantig werden und sich in endlosen Nebensätzen verlieren, kann ich deine Haltung bezüglich "Black Swan" verstehen, hängt doch der sicherlich nicht unberechtigte Trash-Vorwurf wie ein Damoklesschwert über dem Film. Ja, ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass ein Großteil der Argumente deiner Review, ausgenommen vielleicht die Hetztirade gegen die darstellerische Leistung der Portman, tatsächlich vollständig nachweisbar sind. Nur funktioniert der Film für mich als Exploitationsvariation der Schizo-Thematik blendend, gelingt der Balanceakt zwischen Kunst und Kitsch so gut, dass ich ernthaft konstatiere, schon lange nicht mehr einen Kinosaal in einem vergleichbar elevierenden Gefühl gerade großer Unterhaltung beigewohnt zu haben verließ. Denn als eben solche, und ich weiß um die Schwammigkeit des Unterhaltungsbegriff, empfand ich "Black Swan" äußerst gelungen, auch wenn man die von dir benannten Schwachpunkte nur schwerlich von der Hand weisen kann. Dehalb kann man es gerade in dem spezifischen Fall eben doch auf die subjektive Wahrnehmung herunterbrechen. Ich habe die Entscheidung getroffen mich in all meiner Manipulierbarkeit den Wonnen der intellektuell aufgebauschten Weichspül-Traumfabriksfassung eines Mindfucks hinzugeben. Und hatte jede Menge Spaß dabei. Du warst ein Opfer deines analytischen Geistes, ich weiß jetzt nur nicht ob ich dich dafür bewundern oder bemitleiden soll :)
Le Samourai Mon, 24 Jan 2011 01:25:48 -0000
Antwort löschenWieder einmal ein wahsinnig elitärer, destruktiver, höchst schwachsinniger Verriss. Ich glaube bei Hitmanski ist das eine ausgeprägte Neurose, alle ansatzweise "gehypten" Filme zu zerstören (wobei ich nicht finde, dass man bei Black Swan von einem Hype sprechen kann (vgl. Twilight und co)), gegen den allgemeinen Kritikerkonsens schwimmen zu müssen und damit hier Aufsehen zu erregen.
Welche Schauspielerin auf diesem Planeten ist denn für solch eine Rolle bitte besser geeignet als Natalie Portman? Entschuldigung - aber wer ihre schauspielerischen Qualitäten nicht nur in Frage stellt, sondern ihr dieselbigen sogar abspricht und mit "anbiedernd" und "ausdruckslos" tituliert, hat schlicht und ergreifend keine Ahnung.
Wieso gehst du eigentlich ins Kino?
mitcharts Mon, 24 Jan 2011 06:49:10 -0000
Antwort löschen@Hitmanski
"[...]und das Beherrschen von ein paar Choreografien[...]"; lehnst du dich damit nicht ein wenig zu sehr aus dem Fenster?
Klassisches Ballet ist nicht irgendetwas was man auf die schnelle trainieren und durchchoreografieren kann.
Portman hat 8 oder 9 Jahre (genau weiß ich es nicht) Ballet getanzt und 1 Jahr vor Drehbeginn wieder mit dem Training angefangen um den Großteil der Szenen selber zu tanzen, dazu gehören auch die Spitzen. (bei Wideshots die en pointe getanzt werden mussten, wurde eine professionelle Ballettänzerin eingesetzt)
Das kann man nicht einfach so vortäuschen, wie du es mit deiner Aussage implizierst.
Hitmanski Mon, 24 Jan 2011 11:19:31 -0000
Antwort löschenEin Neologismus, um dieses selbstgefällige Anstreben einer Perfektion (oder das, was viele darunter verstehen...) durch vorwiegend technische Mittel und Inszenierung, aber ohne größeren Rückhalt in der Geschichte zu beschreiben. Und "Neo" weil ich sowas seit Kubrick niemanden mehr so oft vorgeworfen habe, wie Aronofsky :P
Bradbury Mon, 24 Jan 2011 11:24:18 -0000
Antwort löschenSehr eloquent, Herr Student.
Bandrix Mon, 24 Jan 2011 14:01:08 -0000
Antwort löschenNa da hast du aber eine Welle der Entrüstung losgetreten, Hitmanski! ;)
Zwar stimme ich auch überhaupt nicht mit dir überein, aber die Aufregung der Anderen hier ist doch ein wenig fehl am Platz.
Geschmäcker sind verschieden und "Black Swan" teilt die Lager. Da nutzt es nichts, endlos darüber zu diskutieren.
Floyd- Mon, 24 Jan 2011 14:51:12 -0000
Antwort löschenDie Diskussion und Entrüstung rührt daher, dass eine 3.0 für Black Swan objektiv gesehen viel zu wenig ist. Zugegeben, man muss den Film nicht mögen. Ich selber war auch enttäuscht, trotzdem ist der Film vom Handwerklichen Aspekt auf jeden Fall sehenswert und nicht 'schwach'.
tobi12000 Mon, 24 Jan 2011 16:18:37 -0000
Antwort löschendarf man fragen ob du eigentlich deine eigenen kommentare verstehst, hitmanski?
ich hab nämlich das gefühl, du versuchst auf möglichst abstrakte weise, mit möglichst vielen fremdwörtern und schachtelsätzen, einen film zu zerreissen, den du trotz deines zur schau gestellten intellektes, nicht verstanden hast.
ich hätte ganz gerne mal konkrete beispiele für die oberflächlichkeit, die satire, sowie rohrschach motive und bitte, bitte erklär mir nochmal genau was du an portmans darbietung zu kritisieren hast, denn was du kritisierst, sind die punkte in denen mir portman besonders gefallen hat.
Hitmanski Mon, 24 Jan 2011 16:31:30 -0000
Antwort löschen1) Der Film überzeichnet und überspitzt die dargestellte Branche, hantiert mit Klischees und Vorurteilen, von der gescheiterten Mutterfigur als Synonym für die Obsession der Eltern, der schmierige Ballett-Coach und das Abhängigkeitsverhältnis zu ihm; Konkurrenzkampf. Man kann das als Satire lesen, auch wenn die Mittel vergleichsweise plump sind.
2) Oberflächlichkeit; siehe oben. Ein Film der sich bewusst von der Märchenebene seines Stückes im Stück löst, sich an einem Psychogramm seiner Hauptdarstellerin versucht, letztendlich aber die Symboliken des Balletts übernimmt. Nur ist es ein Unterschied, ob ich Schwarz-Weiß-Metahphern in einer Bühnenbearbeitung sehe, die sich dem Erzählen eines Märchens verschrieben hat, oder in einem Film, der sich so offensichtlich als Psycho-Kino zu positionieren versucht, aber keine Tiefe auslotet.
3) Es gibt im Fil mehrere Rorschach-Motive; manche hängen ganz unverblümt an Wänden (wie in der Wohnung des Ballettlehrers), andere zeigen sich in Spiegelungen. Rorschach ist halt auch immer ein gern benutztes Motiv, um charakterliche Unsicherheiten darzustellen.
4) Die eine Spitze gegen Portman spiegelt einfach meinen Eindruck wider, weil ich ihre Art der Darstellung für sehr symptomatisch erachte: Die Verbissenheit, dieses Streben nach Perfektion macht sie stets damit deutlich, dass sie bedeutsam in die Leere starrt; eine Art der Darstellung, die in den letzten Jahren vermehrt prämiert worden ist, und deshalb hoch im Kurs zu stehen scheint. Insofern sehe ich darin auch eine gewisse Mutlosigkeit, die sich durchaus auf die Qualität des Films als solches auswirkt.
Ich habe zugegebenermaßen auch ein Problem damit, wenn man ihre Hungerkur als großes Schauspiel wertet, wie es nicht wenige Reviews allerorts machen. Das ist für mich Schauspielhandwerk, aber keine Schauspielkunst.
Wo jetzt die vielen Fremdwörter sein sollen, frage ich mich auch. Sicherlich auch nur so ein Pawlowscher Reflex, den man anscheinend verspürt, wenn man gewisse Autorennamen liest...
tobi12000 Mon, 24 Jan 2011 17:09:58 -0000
Antwort löschenwarum nich gleich so?^^
1) hier muss ich dir zustimmen. so einen eindruck hat der film auch auf mich gemacht. allerdings hab ich das ganze nicht als gescheiterte satire verstanden, sondern als notwendiges übel, der dramaturgie wegen.
2) in dem punkt kann ich dir voll und ganz zustimmen. für einen film, der in erster linie von den psyischen abgründen seiner protagonistin handeln soll, ist dieser teil zu kurz geraten und dadruch auch nicht überzeugend genug.
3) hier muss ich passen. mir sind nach einem mal gucken keine motive aufgefallen.
4) hier kann ich einfach nicht zustimmen. außer in dem punkt, dass eine diät für einen film kein oscarkriterium sein sollte.
ich muss allerdings zugeben, dass mir das bewerten von schauspielern am schwersten fällt.
portman konnte mich überzeugen, da sie für mich sehr authentisch wirkte. auch weil sie wie ich finde die innere zerissenheit zwischen dem kleinen bemutterten mädchen und der perfektionistischen, erwachsenen ballerina sehr gut darstellt. man konnte es durch die vielen close ups regelrecht in ihrem gesicht ablesen.
vielleicht kommt aus dieser gespielten unsicherheit, die von dir kritisierte symptomatik.
ich finde der charakter handelt symptomatisch gerade zu sklavisch, nicht aber portman selber.
pawlowscher reflex ist aber etwas übertrieben.
und damit kommen wir auch zu meinem gesamteindruck.
deine bewertung finde ich nach wie vor übertrieben. ich kann sie nachvollziehen, ihr aber nicht zustimmen.
schließlich wirst du mir hoffentlich zustimmen, dass der film trotz aller schwächen, die zweifelsohne da sind, immernoch auf einem sehr hohen niveau gemacht wurde. alleine die tatsache so ausführlich drüber diskutieren zu können, spricht für sich.
facepalm Mon, 24 Jan 2011 17:34:58 -0000
Antwort löschenDanke, Gordon.
Hitmanski Mon, 24 Jan 2011 20:21:34 -0000
Antwort löschenIch will ehrlich sein; ich finde diese Diskussion hier nicht sonderlich zielführend. 90% der Vorwürfe drehen sich um die Art meiner Aufbereitung und nicht um deren Inhalt; mir werden Verallgemeinerungen vorgeworfen, um einen Film zu verteidigen, der vor Allgemeinplätzen nur so strotzt.
Das Kuriose an dieser Antwortenkette ist letztendlich nur ihre stoische Dokumentation von Gruppendynamiken, und die Tatsache, dass es die meisten Vorwürfe nicht gäbe, wenn oben eine "8" statt "3" stehen würde. Hier werden Meinungen kritisiert, nicht Herangehensweisen - seltsamerweise von Autoren, deren Texte zum Film auf purer und unhinterfragter Begeisterung gründen, die jegliche analytische Konsequenz vermissen lassen.
Film ist ein manipulatives Medium, sicherlich; aber ist es nicht Anspruch einer Auseinandersetzung, die über eine pure Meinungsäußerung hinausgeht, diese Manipulation auch einmal zu hinterfragen? Ich finde es auch in hohem Maße befremdlich, dass hier ständig Geist gegen Gefühl ausgespielt wird; dass man in der intellektuellen Annäherung an ein Thema immer etwas negatives sieht. Ja, ich gebe es ganz offen zu, ein Film kann mich nur begeistern, wenn es auf beiden Ebenen funktioniert - und dafür gibt es hier hunderte an Beispielen, alleine auf meinem aktuellen Dashboard finden sich mannigfaltig Besprechungen mit hohen Wertungen; Filme, die in vielerlei Hinsicht funktionieren. Aus dem Kino zu gehen, den Film in den Stand eines Meisterwerkes zu erheben, hat für mich etwas unüberlegtes an sich. Ich kritisiere das nicht, jeder muss es für sich selbst entscheiden - aber es ist eine Vorgehensweise, die mir vollkommen fremd ist.
Desweiteren halte ich eine reine Gefühlsbekundung auch nicht dem Anspruch einer Kritik entsprechend, deshalb schreibe ich nichts zu einem Film, zu dem ich keinen gedanklichen Aufhänger fernab der Emotion finde.
Den Vorwurf, ich würde nur Plattitüden zu Protokoll geben, halte ich für eine Plattitüde qua definition; ich habe ja sogar vorhin noch einmal kurz die Eckpunkte umrissen, obwohl man sie ebenso gut aus dem Text selbst hätte entnehmen können. Des weiteren muss - da ihr ja alle sehr gerne offenherzig urteilt - die Frage erlaubt sein, ob euch selbiges überhaupt in der Penetranz und bisweiligen Boshaftigkeit zusteht; letztendlich ich hier in der Liste niemanden, dessen Kompetenzen ich unhinterfragt als über den meinigen stehend sehe.
"Wieso gehst du eigentlich ins Kino?" könnte ich polemisch natürlich mit der Gegenfrage beantworten, "Warum schreibt ihr immer den gleichen Stuss unter meine Texte?" - beides begründet auf der Hoffnung nach Besserung. Desweiteren: Es gibt es eine Menge gute Filme, auch in den letzten Jahren; PVs kosten nichts; gibt es zwischen "Herausragend" und "Schwach" ein breites Spektrum an qualitativen Möglichkeiten.
der cineast Mon, 24 Jan 2011 20:24:36 -0000
Antwort löschenAch Hiti wir haben dich doch lieb :)))))))))))
Aber einen wundert nur das man bei dir immer denkt du gehst nur auf die technische Seite ein. Nenne mir mal bitte einen Film von dem du restlos begeistert warst und der dich umgehauen hat :)
Das muss aber einer sein...ich bin gespannt :)
LG
Hitmanski Mon, 24 Jan 2011 20:29:59 -0000
Antwort löschenMAGNOLIA; EDWARD SCISSORHANDS; ROCKY HORROR PICTURE SHOW; SUNSET BOULEVARD; GODFATHER II; BLADE RUNNER; eXistenZ, TEXAS CHAINSAW MASSACRE, DEAD RINGERS, REPULSION um die Filme aus jüngster Vergangenheit zu nennen, die mich beeindruckt haben. Dazu gesellen sich natürlich etliche weitere, die ohne weiteres das Prädikat "Sehenswert" erhalten würden.
Benchyl Mon, 24 Jan 2011 21:56:05 -0000
Antwort löschen"Des weiteren muss - da ihr ja alle sehr gerne offenherzig urteilt - die Frage erlaubt sein, ob euch selbiges überhaupt in der Penetranz und bisweiligen Boshaftigkeit zusteht; letztendlich ich hier in der Liste niemanden, dessen Kompetenzen ich unhinterfragt als über den meinigen stehend sehe."
Danke für die Offenheit. Dafür gibt es ein Wort, das mit "A" beginnt... ;)
Hitmanski Mon, 24 Jan 2011 21:58:05 -0000
Antwort löschenKann ich mit leben, glaub mir.
facepalm Mon, 24 Jan 2011 21:59:44 -0000
Antwort löschenFür sich selbst zählt die eigene Meinung natürlich am meisten, aber, Hitmanski, man sollte sich auch über die anderen Ansichten Gedanken machen, sonst kommt man nicht weit.
Hitmanski Mon, 24 Jan 2011 22:06:00 -0000
Antwort löschen"Mein Gehalt schließt die Verpflichtung ein, Vorwürfe geduldig zu ertragen." (Georges Pompidou)
facepalm Mon, 24 Jan 2011 22:09:58 -0000
Antwort löschenMr Vincent Vega vor einem Monat
"Mein Gehalt schließt die Verpflichtung ein, Vorwürfe geduldig zu ertragen." (Georges Pompidou)
Hitmanski vor einem Monat
Das Zitat klau' ich mir, dann hab' ich schon eine provisorische Antwort auf die nächste Attacke von meinem geschätzten tobe78-Fan :)
Dann streich das mal von deiner Liste. Mission complete. Schön, dass du dir eigene Gedanken machst.
Hitmanski Mon, 24 Jan 2011 22:12:13 -0000
Antwort löschenIdentische Situation, identisches Zitat - Versprechen eingelöst. Aber nett, dass du es rausgesucht hast.
facepalm Mon, 24 Jan 2011 22:14:16 -0000
Antwort löschenDas ist ja so als wenn ich in einer Klausur Spicker benutze - lernen tu ich dadurch nichts, aber das Ergebnis stimmt wenigstens. Sehr schwach, Hitmanski. Schade.
Hitmanski Mon, 24 Jan 2011 22:20:23 -0000
Antwort löschenNow I'm feeling really depressed.
Hitmanski Mon, 24 Jan 2011 22:54:51 -0000
Antwort löschenKlar, sehe ich ja auch alles ein. Ich habe ja auch nie behauptet, diese Kritik solle irgendjemanden bekehren; sie soll im besten Fall eine andere Sichtweise eröffnen. Deshalb sei es mir auch verziehen, wenn ich diesen ganzen Streß hier als etwas Infantiles betrachte; es erschließt sich mir nicht, wie man sich in einer pluralistischen Gesellschaft darüber aufregen kann, dass jemand eine andere Meinung vertritt. Ich lese - sogar bevorzugt - Kritiken, die Filme konträr zu meinen Ansichten besprechen, gerade weil ich darin eine Möglichkeit sehe, einen Film voll zu durchdringen. Manche Kritikpunkte nehme ich auf, andere vesuche ich argumentativ zu widerlegen - darin liegt ein großer Reiz von Kunstbesprechungen.
Aber es hat sich hier - mit einigen Ausnahme - das bestätigt, was ich oben schon angedeutet habe: Hier stört alleine die Tatsache, dass ich den Lieblingsfilm von einigen hier Anwesenden verrissen habe, nichts weiter.
Ich frage mich nur behände: Ich bin nicht Roger Ebert, es gibt neben den negativen Kritiken hier (die lustigerweise alle mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert werden...) haufenweise positiv gesinnte - kurzum: Ich verstehe nicht, warum man meinen Text liest, wenn man die Schreibe ja unerträglich abgehoben und substanzlos empfindet. Vorallem bin ich aber anscheinend schrecklich konservativ in dieser Hinsicht, und sehe tatsächlich keine Notwendigkeit darin, einfach auf's Geratewohl meinen Frust rauszuposaunen. Ich kommentiere auch nicht jede 10er-Wertung hier...
satyrrrr Mon, 24 Jan 2011 22:55:19 -0000
Antwort löschenHabe den Film nicht gesehen und glaube auch nicht das er mir sonderlich gut gefallen würde, jedenfalls werde ich mir diesen Streifen wohl frühstens als Free-TV-Premiere anschauen. Aber 2 Sachen möchte ich an dieser Stelle mal anregen:
a) Insbesondere zu obiger Stellungnahme: Objektivität und Filmkritik = Unkompatibel! Wenn es das gäbe, bräuchte man nur noch einen Kritiker. Die subjektivität ist das wesen einer Kunstkritik.
b) Zu dieser Kritik (und auch anderen Kritiken des Verfassers): johannes89 und facepalm haben ganz recht, der Text ist einfach selbstverliebt und Pseudo-Elitär, entweder möchte man damit perse allen lesern das Gefühl der unterlegenheit vermitteln oder man hat einfach nur Langenscheidt's Fremdwörterlexikon erbrochen. Eine gute Rhetorik ist wichtig und hier natürlich auch vorhanden, das würdige ich ohne weiteres, genauo wie die dahinterstehende Meinung. Aber das verschachteln, der eigentlich einfachen Botschaft, mit dieser aufwendigen Wortwahl, kommt dann im Ergebnis weder zielführend noch klar auf den Punkt. Tauglich ist so etwas noch nichtmal für eine politische Rede.
Zusammengefasst ist diese Kritik genau das, was sie dem Film vorwirft. Unheimlich sperrig und handwerklich übertrieben.
tobi12000 Mon, 24 Jan 2011 23:13:20 -0000
Antwort löschenschreib ich halt meine eigene kritik:P
Hitmanski Mon, 24 Jan 2011 23:20:28 -0000
Antwort löschenEinfache Sätze! Wahre Worte! Klarer Inhalt! Intellekt ist suspekt!
Irgendeinen Grund muss es ja haben, warum die TV Movie mehr Abonnenten hat, als die epd...
satyrrrr Mon, 24 Jan 2011 23:45:30 -0000
Antwort löschen@Hitmanski:
Kennzeichen von intellekt ist es, das man mit diesem nicht hausieren geht. Deine letzte Äußerung kommt allerdings schon einer prostitution des intellekts gleich ;)
Na egal, ich gehe dann mal wieder meiner nicht-kommentierenden wege. Viel spass noch.
Hitmanski Mon, 24 Jan 2011 23:46:53 -0000
Antwort löschenLetzte Äußerung ist nur der unverhohlene Konsens und die Quintessenz dieser Antwortkette.
Hausieren gehen hat wenn überhaupt etwas mit Anstand zu tun, nicht mit dem Intellekt als solches. Ich finde meine Texte im Übrigen weder intellektualisiert, noch fremdwortlastig - aber anscheinend ist für manche ein Satz mit mehr als zwei Kommata schon eine elitäre Provokation. The Times They Are a-Changin' :)
J0J0 Mon, 24 Jan 2011 23:48:15 -0000
Antwort löschenWarum kann ich die E-Mail-Antwort nicht ausschalten? Mist...
Hitmanski Mon, 24 Jan 2011 23:49:25 -0000
Antwort löschenWaru kann ich Antwortfunktion nicht einfach abschalten? So haben wir alle unsere Bürde zu tragen...
Hitmanski Tue, 25 Jan 2011 00:18:32 -0000
Antwort löschen:P
johannes89 Tue, 25 Jan 2011 01:56:21 -0000
Antwort löschen...so langsam schlag ich vor wir holen uns alle mal ein/ zwei Bier aus dem Keller, machen uns geschmeidig und lassen den Herrn Hitmanski in aller Ruhe auf seiner Wolke weiterziehen. Klar kann man hier jedes Argument ausdisskutieren,aber iwie machen wir hier, so recht wir natürlich haben ;-), doch nur einen, irgenwie doch recht infantilen Aufschrei weil unser neues Lieblingsspielzeug grundlos schlechtgeredet wurde.
Billmaik Tue, 25 Jan 2011 02:13:44 -0000
Antwort löschen@ Hitmanski
Es ärgert mich, dass ich zum Zenit dieser Diskussionen immer beschäftigt bin, auf meine 3-4 Uhr Nachts-Meldungen folgen im Laufe des Morgens immer einige weitere, weshalb ich niemals sicher sein kann ob deine wutschnaubenden Attacken sich auch gegen mich richten. Ich hoffe natürlich nicht, halte ich mich doch eigentlich für einen recht verträglichen und moderaten Zeitgenossen ;)
Außerdem wollte ich ja nur ein in einer anderen Diskussion dir gegenüber geäußertes Versprechen einlösen in Zukunft etwas kampfeslustiger zu werden, was mir leider schwer fällt. Du weißt (hoffentlich), dass ich generell große Sympathien für dich hege, auch wenn ich hier und da mal ein bisschen provoziere und unter so ziemlich jeder deiner Kritiken, welche mir missfällt einen zwar bemüht höflichen aber manchmal auch durchaus gehässigen Kommentar abliefere. Das solltest du aber bitte keinesfalls als persönlichen Angriff werten, sondern vielmehr als Ausdruck meiner (mutmaßlich einseitiger ;) Wertschätzung, mache ich mir doch die Mühe mich mit deinen Kritiken auseinanderzusetzen. Für einen echten Erzfeind fehlt mir ohnehin die Zeit und Muße, ganz davon abgesehen, dass ich bei allen Kontroversen erstaunlich oft mit deinen Kritiken und Bewertungen sehr gut leben kann :)
Im Prinzip ist es ja wirklich nur die Gewichtung von intellektueller Annäherung und Emotionalität in welcher unsere Herangehensweisen an das Medium Film geringfügig divergieren. Vielleicht bist du einen Hauch überanalytisch, vielleicht bin ich auch nur manchmal zu oberflächlich, die Anmaßung hierüber zu urteilen möchte ich mir nicht erlauben. Zudem hast du im Gegensatz zu mir eine eindeutige Tendenz nicht davor zurückzuschrecken auch Klassiker, Kult-und gehypte Filme gnadenlos zu verreißen, was ich in vielen Fällen (z.b. 2001, Requiem, Oldboy, The Big Lebowski) zwar absonderlich und schräg finde, aber man kann dir auf keinen Fall das Bemühen absprechen deine Abneigung, fachlich teilweise auch auf hohem Niveau, zu begründen. So teile ich zwar beispielsweise deine Meinung zu "Black Swan" nicht, kann aber deine Argumente zu einem großen Teil nachvollziehen, während mir vielleicht der ein oder andere Verriss von dir völlig hanebüchen erscheint, was wiederum auch nur schwerlich vermeidbar ist. Dafür ist die Vorstellung, dass jemand den Dude nicht lieben könnte einfach zu grotesk ;)
Trotzdem würde mir nichts ferner liegen als in irgendeiner Form deine Kompetenz zu untergraben; gegen deinen eloquenten Schreibstil habe ich ohnehin nichts, wäre ja auch schön blöd, und auch von mir einen Euro ins Phrasenschwein, diesbezüglich im Glashaus sitzend mit Steinen um sich zu werfen.
Aber ich wiederhole mich, ich glaube du musstest schon mehrfach meinen spätnächtlichen, wogenglättenden Kuschelkurs in Form von überdimensioniertem Schwadronieren ertragen. Liegt am Whisky...
@ Gordon Cole
Danke, aber setze bitte nicht allzu große Hoffnungen in mich, ich verschwende ohnehin schon viel zu viele Stunden meiner eingeschränkten Freizeit hier bei moviepilot die ich besser im Kino oder noch besser in meiner Stammkneipe verbringen könnte. Nun gut.
Ich kann das Kompliment jedenfalls nur zurückgeben, wir sind wirklich meistens einer Meinung, weshalb man in deinem Fall mit Fug und Recht von einem erhabenen, geradezu göttlichen Filmgeschmack sprechen kann. Die Arroganz sei uns nach Hitmanskis Angriff auf unsere Kompetenz zugestanden ;P
Le Samourai Tue, 25 Jan 2011 09:59:03 -0000
Antwort löschenMr. Cole, er hat die 3,0 doch vorher sogar ANGEKÜNDIGT! Das ist selbstverständlich per Definition voreingenommen. Er wusste vor dem Kinobesuch schon, welche Note er verteilt, und anstatt sich während des Filmes auf selbigen einzulassen, Kino zu lieben und genießen, ratterten schon die ersten eiskalt analytischen, aber eigentlich am Kern der Sache vorbeigehenden Moviepilot-Sätzchen durch seinen Kopf.
Le Samourai Tue, 25 Jan 2011 10:01:07 -0000
Antwort löschenWat, im Ernst?!
YelloweyedDemon Tue, 25 Jan 2011 10:21:59 -0000
Antwort löschenHmm der Film kriegt hier ja ne ganz harte Klatsche. Dabei wollt ich den doch gucken. :(
Le Samourai Tue, 25 Jan 2011 10:26:14 -0000
Antwort löschen@ YellowEyedDemon: Nichts glauben, was du hier liest.
@ Gordon: Sorry, der gute Hitti hat ne 4,0 angekündigt, naja, die hat er sogar noch unterboten (Unter Duffys Black Swan-Text):
Hitmanski vor 2 Tagen
"Vega 3, Duffy 5 - ich sehe schon, ich darf wieder die goldene Mitte für mich in Anspruch nehmen :) "
@ Alanger: is ja guuuut, ich mein das doch auch alles gar nicht sooo ernst! Bin halt wirklich Cineast mit Herz und Seele, und solche Texte tun mir in selbiger nunmal weh! ;)
Le Samourai Tue, 25 Jan 2011 10:36:38 -0000
Antwort löschenNaja, das mit der Objektivität sehe ich nunmal von Grund auf anders. Klar, bei einer persönlichen Kritik fließen immer auch subjektive Erlebnisse und Empfindungen ein, wie persönlicher Geschmack, was Genre, Darsteller, Kameraarbeit etc betrifft, aber der Großteil einer Filmkritik MUSS objektiv gehalten sein. Ich weiß nicht ob z.B. Hitmanski jemals etwas über das Filmemachen gelernt hat, sei es praktisch oder theoretisch (Ich schon!), aber man kann einen Film immer objektiv betrachten (Darsteller, Drehbuch, Regieleistung, Kameraarbeit, Schnitt, Musik etc etc) und sollte diese auch so in seine Kritik einfließen lassen. Und dass Aronofskys Filme handwerklich, schauspielerisch, etc. mindestens solide (für mich hervorragend) gemacht sind, verbietet eigentlich schon eine Bewertung wie 3,0. Persönlicher Geschmack hin oder her. Solche Noten verdienen eigentlich nur Filme des Kalibers Sex and The City, The Human Centipede oder Alien vs Predator.
Ich hab halt was gegen diese Negativkritikerei, immer von oben herab, ohne dass man wahrscheinlich selbst mal hinter der Kamera gestanden hat, ein Drehbuch konzipiert hat, oder ne Dialogszene geschnitte hat...
Hitmanski Tue, 25 Jan 2011 11:08:06 -0000
Antwort löschenAlter Falter, schlimmer als im Dschungel-Camp hier...
@Billmaik
Du zählst doch quasi schon zum inner circle der Leser hier, da musst/darfst/sollst du dich natürlich nicht angesprochen fühlen - aber Kollateralschäden bei Rundumschlägen sind nun mal (leider) nie ganz zu vermeiden. Aber ich schätze deine Texte, und ich kann mit deiner Kritik auch meistens gut leben - du hast so eine ruhige, ausgeglichene Aura, du solltest Mediator werden :)
@Topic
Dass ist das Problem, wenn man wild irgendwelche Sätze aufschnappt und sie weiter fabuliert. Ja, ich bin am Sonntag voreingenommen in den Film, ganz einfach weil ich ihn bereits seit Dezember kannte. Dass ich ihm nach Ablauf der Sperrfrist der PV noch eine Sichtung gegönnt habe, bevor ich die Kritik geschrieben habe, ist schon einmal eine große Ausnahme, und auch eher gewissen sozialen Verpflichtungen, als wirklich dem gesteigerten Interesse an einer erneuten Sichtung geschuldet.
BLACK SWAN war von Anfang an mittelmäßig, nach der zweiten Sichtung war er noch schlechter - so what?
Aber um die ach so wichtige Frage von Gordon aufzugreifen: Ich bin soviel positiv oder negativ beeinfluss, wie jeder andere Mensch in seiner Erwartungshaltung auch. Ich habe ja nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich seine Art von Kino tendenziell überinszeniert, artifiziell und distanziert finde. All das habe ich aber vor THE WRESTLER auch schon, und den halte ich wiederum für einen der stärksten Sportdramen seit langem. BLACK SWAN war es nun umgekehrt. Es gibt soviele Filmemacher, zu denen ich ein ambivalentes Verhältnisse habe, da ist Aronofsky keine Ausnahme.
Hitmanski Tue, 25 Jan 2011 11:10:34 -0000
Antwort löschenSprichst du mit mir? Mir ist das hier zu strange...
Benchyl Tue, 25 Jan 2011 11:19:25 -0000
Antwort löschenSo, wer will das letzte Wort haben?
Hitmanski Tue, 25 Jan 2011 11:21:48 -0000
Antwort löschen@Gordon
Du hast es ja sehr treffend beschrieben, wie die "Vorahnung" ist, wenn man einen Regisseur mag. Ich würde das ähnlich sehen, deshalb habe ich es aufgegriffen. Aber ich bin gerade bei Regisseuren, die ich spannend finde, eigentlich nicht nachsichtiger. Cronenbergs EASTERN PROMISES war ein ganz und gar durchschaubarer und uninteressanter Film - und wenn ich sowas über Cronenberg sage, dann will das etwas heißen.
Ja, dass mit dem Postkörbchen ist leider so. 80 Antworten, und doch keine Sachfragen, über die gestritten wurde...Schade.
Billmaik Tue, 25 Jan 2011 11:22:38 -0000
Antwort löschen@ Hitmanski
Mich würde nur interessieren wer die Sarah Knappik dieser illustren Runde hier ist :D
Hitmanski Tue, 25 Jan 2011 11:24:13 -0000
Antwort löschen"Kein schlechter Film", "Es gibt schlimmeres" - ist doch alles Nonsense. Ich krame dir aus jeder Troma-Trash-Kiste schlimmere Sachen raus, als ALIEN VS PREDATOR, deswegen wird der Film auch nicht besser. Wobei AvP tendenziell unterbewertet ist :)
Hitmanski Tue, 25 Jan 2011 11:25:33 -0000
Antwort löschen@Billmaik
Ich natürlich. Ich werde hier ja auch nach Strich und Faden gemobbed. Aber ich gebe zu, ich kann nicht so schön rappen wie sie :(
Billmaik Tue, 25 Jan 2011 11:26:50 -0000
Antwort löschenIch liebe "Eastern Promises" und hasse "Alien vs.Predator", aber ich plädiere zum Schutze unser aller geistigen Gesundheit dieses Fass nicht innerhalb dieser Runde aufzumachen ;)
Hetarene Tue, 25 Jan 2011 11:28:13 -0000
Antwort löschenHier wäre doch die youtube-Funktion: Kommentare zulassen oder eben nicht doch ganz hilfreich ;)
Hitmanski Tue, 25 Jan 2011 11:31:38 -0000
Antwort löschenSpannend, wie hier die Beiträge der Vorposter verinnerlicht werden -.-
Hitmanski Tue, 25 Jan 2011 11:47:48 -0000
Antwort löschenWie Pat das an anderer Stelle schon mal gut gesagt hat:
"Es gibt für mich gar keinen Film, der einen Maulkorb-Bonus hätte - keinen!" zusammen mit "Ob Blackswan nonsens oder ein sehenswerter Film für jemanden ist, bleibt jedem selbst überlassen." eigentlich ein schönser Schlusssatz :)
Le Samourai Tue, 25 Jan 2011 11:52:51 -0000
Antwort löschenEastern Promises ist großartig und AvP ist eine Frechheit.
@ alanger: Ich sage ja auch um Gottes Willen nicht, dass nur derjenige dazu berechtigt ist, eine Kritik über eine bestimmte Kunstform zu verfassen, wenn er selbige auch studiert hat. Das wäre in der Tat höchst elitär.
Ich sage nur, dass man vorsichtig mit gewissen Aussagen, Interpretationen etc sein sollte, wenn man (mit Verlaub) keine Ahnung oder Erfahrung damit gemacht hat. Ein Stiglegger ist nunmal ein ernstzunehmenderer und durch seine Arbeit authorisierter Filmkritiker-/ analytiker als der Durchschnitts-Moviepilot-Schreiberling. Der Literaturwissenschaftler kann Kafka besser interpretieren und analysieren als der Müllmann, der Jazz-Gitarrist darf die neue Til Brönner Scheibe eher verreißen als der 15jährige 50-Cent-Fan usw usw...
Le Samourai Tue, 25 Jan 2011 11:55:42 -0000
Antwort löschenOk, sorry, wollte nicht das letzte Wort haben :)
Aber in Hinblick auf unser aller email-Postfächer, ich bin dann auch mal weg, ääh, Film weiterschneiden!
LuckyPunk Tue, 25 Jan 2011 18:04:32 -0000
Antwort löschenYeah! 101. Antwort!!!
...und sie ist sogar die interessanteste und sinnvollste von allen!
der cineast Wed, 26 Jan 2011 00:46:07 -0000
Antwort löschenHitmanski bist du noch sauer...:(
Wollte dich nicht verärgern :)
Zum Schluss nochmal dein Liebster Lieblingsfilm bitte :)
Hitmanski Wed, 26 Jan 2011 01:41:23 -0000
Antwort löschenGanz unspektakulär und kanontreu: THE GODFATHER und SUNSET BOULEVARD - kann mich da nie entscheiden :)
Tyler77 Mon, 31 Jan 2011 22:47:57 -0000
Antwort löschenNur 3 Punkte? Lächerlich, diese Bewertung!
2Be Fri, 04 Feb 2011 18:51:37 -0000
Antwort löschenjedesmal ein neuer Skandal vom Hitmenski..
und jedesmal kann ich ihn iwie verstehen^^
raphaelm Mon, 07 Feb 2011 23:59:12 -0000
Antwort löschenManchmal könnte ich dir ja wirklich an die Kehle springen mit deinen Kritiken. Für diese Wahnsinnsrezension kriegst du jedoch 10 Punkte. Wirklick toll beobachtet und wahnsinnig wortgewandt!!! Wer hat noch Lust auf nen Filmabend mit Hitmanski?
Le Samourai Tue, 08 Feb 2011 01:07:00 -0000
Antwort löschenHätte ich in der Tat!! Dann aber nix asiatisches und nix von den Coens, sonst könnte der Abend übel enden... ;-)
raphaelm Tue, 08 Feb 2011 12:34:03 -0000
Antwort löschenJa, lieber etwas, dass wir nicht so gut wie Hitmanski finden. Vielleicht Fight Club?
Le Samourai Tue, 08 Feb 2011 12:49:46 -0000
Antwort löschen? Sag ich doch, Coens oder asiatisches! Und ich LIEBE Fight Club.
Hitmanski Tue, 08 Feb 2011 13:02:26 -0000
Antwort löschenNur wenn ich All-You-Can-Eat-Sushi und White Russians en masse bekomme :)
raphaelm Tue, 08 Feb 2011 23:02:04 -0000
Antwort löschenmutig :-) ich glaube wir solltens jetzt erst recht durchziehen...
raphaelm Tue, 08 Feb 2011 23:02:13 -0000
Antwort löschenmutig :-) ich glaube wir solltens jetzt erst recht durchziehen...
Le Samourai Wed, 09 Feb 2011 00:44:21 -0000
Antwort löschenHaha, DAS will ich in der Tat auch sehn, Kollege Cole.
Wie wärs mit ner ausgiebigen Filmsession in Berlin, mit Sushi, White Russians, Hitmanski, Alanger und Co. Hätte was...
Oder wir brainwashen Hitmanski a la CLOCKWORK ORANGE mit zehn Stunden Coens & Park Chan-Wok am Stück... :)
Alle 73 Antworten zeigen
Hitmanski Fri, 11 Mar 2011 10:30:45 -0000
Antwort löschenYou're so right, Küsschen <3
SamHook Fri, 01 Apr 2011 13:47:10 -0000
Antwort löschen122 Antworten das nenne ich mal Aufmerksamkeit.Ihm vorzuwerfen diese zu wollen ist eher Kontraproduktiv, vorallem wenn man ihm vorwirft polarisieren zu wollen....dennoch: Bei aller kühlen Analysis vermute ich manchmal bei Hitmanski und manchmal auch bei Vega, dass sich ihnen der wahre Sinn oder die Bedeutung des jeweiligen Films nicht immer erschließt, da sich Ihnen dadurch die emotionale Ebene vllt etwas mehr verschließt..Sah ich zum Beispiel bei dir ,Hitmanski, wie dort ausgeführt, bei Big Lebowski so...und ein gewisser Hang zur Selbstdarstellung und Polarisierung ist trotz allem zu sehen...Deshalb bin ich oft auch anderer Meinung, aber auch diese ist ja subjektiv (Black Swan übrigens noch nicht gesehen:) und wahrscheinlich auch nicht immer richtig. Aber einen ganz wesentlichen Punkt übersehen hier viele. Es wäre total langweilig würde man sich nicht auch mal aufregen können, und solche Charaktere braucht eine Plattform. Das ist auch der Grund warum ich die Kritiken die Konträr zu meiner Meinung sind am liebsten lesen. Wer braucht schon Bestätigung seiner vorhandenen Meinung??Andere Standpunkte sind wesentlich interessanter. Man kann natürlich über Verisse denken was man will aber jeder hat ein Recht auf seine Meinung, ob diese nun richtig oder falsch ist.Und beinahe jeder der es Wert ist darüber zu reden hat doch einen Hang zur Selbstdarstellung:) Ich für meinen Teil denke ja auch, dass sich da oft einfach die Kriterien der Gewichtung anderst verteilen und du Filme manchmal als besser empfunden hast also du sie dann analytisch bewertest.Kann man ja auch so halten.Man könnte viele der Filme die man mag in Einzelteile zerlegen und sie Kritisch betrachten und hinterfragen,.Wenn man dann wirklich objektiv ist ,sind viele Filme handwerlich schlechter als man denkt. Daher ist meiner Meinung nach eine subjektive Ebene bei einer Film Kritik nicht nur wünschenswert sonder absolut erforderlich, da ich ja wissen will wie gut der Film dem Seher gefallen hat bzw. ihn unterhalten und nicht ob er nach sturren Formeln korrekt ist. Dies ist dann aber auch eine Stilfrage des Schreibers und wieder Geschmackssache. Ich kann also nur sagen ich stimme mit dir wirklich nicht sehr oft überein, erkenne aber an es immer wieder zu lesen, schon einfach um der Hoffnung auf Besserung willen, wie du so schön sagst und schon dies ist viel Wert, weil unterhaltsam:)
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschenNach mathematischen Panikattacken, LSD-Exzessen, Eso-Beerdigungen und dampfender Wrestling-Show der nun schon fünfte bemühte Aronofsky-Seelenstrip von der Mär sportlicher Selbstüberschätzung zwischen den Extremen der Kunst, die zwangsläufig zu Wahnvorstellungen führt, bis Realität und Fiktion auseinandergleiten. Nah an Cronenberg, nah an Polanski, und doch so fern von Cronenberg und Polanski. Eher eine laute Schmalspurversion angesichts dessen, was der "extravagante" Regisseur aus dem extravaganten Schwanensee-Pirouetten-Stoff destilliert. Er lässt die Portman theatralisch heulen und magern und wimmern und verzweifeln und kotzen, während die Kamera stur und hypnotisch auf ihr kleben bleibt. Portman spielt und tanzt um ihr Leben; das interpretiert sie trotz einiger Over-the-Top-Entgleisungen glaubhaft, zweifellos. Auch Cassel brilliert, die Choreographie der Balletteinlagen sowieso. Allerdings wütet im Hintergrund der ewige Handwerker mit dem ewigen Holzhammer, der seine von eindimensionalen Blindgängern überbevölkerten Handlung ebenso stereotyp wie geleckt über lauwarme Schocks physischen Körperkinos rumpeln lässt, die mit Hilfe von Spiegeln, feuchten Träumen und donnerndem Soundgetöse lange genug vorher angekündigt werden. Ein unsinnlicher denn leidenschaftlicher Film, der überhaupt nicht originell oder komplex oder etwa spannend ist, kein Film, der etwas für nuancierte Reflektion seines Sujets übrig hat, keine stimmigen Milieu-Einblicke gewährt und kein ähnliches Streben nach formaler Perfektion seines Machers erkennen lässt wie Nina Sayers. Passend hierzu Darren Aronofskys Intention grob zusammengefasst: Wer gut sein will, muss erst ordentlich masturbieren.
22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
Mr Vincent Vega Sat, 22 Jan 2011 18:30:21 -0000
Antwort löschen!
Hitmanski Sat, 22 Jan 2011 20:31:35 -0000
Antwort löschenInteressant, auch noch Parallelen zu Cronenberg. So langsam muss ich mir den sterbenden Schwan auch mal anschauen...
nilswachter Sat, 22 Jan 2011 23:09:42 -0000
Antwort löschenApropos masturbieren; genau solche Texte gehören m.E. zur Kategorie Selbstbefriedigung.
CarrionFairy Sun, 23 Jan 2011 17:00:47 -0000
Antwort löschenschön erkannt @ letzter satz
Alle 6 Antworten zeigen
ihre-herrlichkeit Thu, 10 Feb 2011 09:30:16 -0000
Antwort löschenIch glaube, ich müsste mir mal wieder die Fingernägel feilen.
ihre-herrlichkeit Mon, 14 Feb 2011 20:58:52 -0000
Antwort löschenDanke für Eure Besorgtheit, Eure Besorgtheit :D
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Der Film bildet mit seinen phänomenalen Tanzszenen Realitäten ab, die möglicherweise sogar wie ein kleiner Fluch auf den Tänzerinnen liegen. Es ist keine Illusion wenn man das Knacken der Gelenke hört, die blutigen Fußspitzen sieht und bei den schmerzhaften Dehnübungen dabei ist. [...] „Black Swan“ lebt von Natalie Portman. Durch sie wird der Film zu einem Ereignis von besonderer Güte [...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte
Kommentar löschen"Black Swan" ist ein schönes Beispiel, wie sich sogar erfahrene und geschätzte Filmkritiker von ein paar handwerklich gut gemachten Psychoszenen in einem sonst höchst banalen Film beeindrucken lassen (sogar Seeßlen in der "Zeit" vergaloppiert sich in eine krude Metaebene). Natürlich ist Natalie Portman immer schön anzuschauen, vor allem bei den vielen Großaufnahmen, die der Film bietet, und ihre tänzerische Leistung verdient jeden Respekt. Aber wie so oft bei amerikanischen Großproduktionen: Wenn es psychologisch wird, wird es banal und infantil. Um auch den schwarzen Schwan tanzen zu können, muss das schüchterne, prüde Muttertöchterchen die eigenen Abgründe entdecken – also die Sexualität und wieder einmal das damit verbundene Böse. "Ich will, dass Du Dich heute berührst", sagt der diabolische Ballettdirektor zu ihr. Huh - da ist natürlich noch die Mutter davor... Freud für Anfänger eben.
Dann steigert sich der Film zu eine Art Psycho-Horror-Thriller…
Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten
PaulinaRe Sat, 22 Jan 2011 00:50:10 -0000
Antwort löschenManchen kann man es eben nie Recht machen.
Ich kann das erste Mal einer Kritik kann uns garnicht zustimmen.
Ich weiß nicht was der Auto Horror gewöhnt bist (Und ich darf von mir behaupten; ich bin kein sensibelchen) aber bei mir haben die Schockmomente gut funktioniert. Über den Psyschologieteil kann man sicher streiten, allerdings scheint mir das er die offensichtliche Intuition des Filmes, zumindest so wie ich sie verstanden habe, nicht so erfasst zu haben, denn die sexuelle Ebene ist nicht vorrängig im Film. Durchschaubar und naiv hat der Film auf mich ebenfalls nicht gewirkt und ich wüsste gern wie man zu dieser Einschäzung kommt, hätte ich er gegenteiliges über den Film gesagt. Ich habe das Gefühl das der Autor mit seiner Kritik aus den unzähligen Guten einfach nur hervorstechen wollte, denn anders ist mir die absurde Agumentation mit dem horenden Punkteabzug nicht zu erklären. Alles in allem kann aufgrund strittiger Punkte und subjektiver Meinung sicher Punkte abziehen, aber dem Film eine 4,5 zu geben, ist mehr als überzogen und mir anders nicht zu erkären.
Für mich; ein Film, mit Wunderschönen Balettaufnahmen und guten Schockmomenten. Die Intuition des Filmes ist deutlich geworden und gut umgesetzt worden. Zur schauspielerischen Leistung Portmans muss man wohl nichts mehr hinzufügen.
Teilweise pschyschologisch Oberflächlich und zu sehr auf Schock angelegt (wie man es von Aronfonksky gewöhnt ist) ist dieser Film trotzdem Spannend bis zur letzten Minute. Und definitv mehr als 4,5 Punkte wert!
raycluster Sat, 22 Jan 2011 11:47:58 -0000
Antwort löschenWenn eine Kritik zuerst einmal die Kompetenz aller anderen Kritiker in Frage stellen muss, um den eigenen nicht näher erläuterten Aussagen Kraft zu verleihen, dann sagt das schon einiges aus :-)
nilswachter Sun, 23 Jan 2011 00:16:05 -0000
Antwort löschenEine Kritik, die vor Arroganz nur so strotzt und sogar noch beinahe die Hauptdarstellerin diffamieren muss, um der eigenen Aussage Kraft zu verleihen. Das ist nicht nur peinlich und absurd, sondern höchst unprofessionell und einem Sender wie ARTE unwürdig.
Der_Hulk Sun, 23 Jan 2011 16:13:21 -0000
Antwort löschenDies ist - neben den Ausführungen im aktuellen Spiegel-Heft(chen) - eine der enttäuschensten Kritiken, die ich bis jetzt zum Film "Black Swan" lesen durfte.
Es ist nicht nur höchst peinlich, die eigene Kritik mit Anmaßungen über andere Filmkritiker beginnen zu müssen, um sich einen infamen Weg für eine vermeintlich bessere Alternative zu ebnen, nein, es ist darüber hinaus in absurdem Maße ganz und gar unverständlich, wie sich hier (filmisches) Unwissen und sprachliche Arroganz völlig unverhohlen die Hand reichen.
Es ist sehr richtig, dass einige Elemente des Films ein wenig subtiler hätten erzählt werden können. Gleichwohl finden sich in ihm unzählige, filmisch sehr elegant erzählte Momente, wie zum Beispiel die komplementäre Erzählebene in der Musik, die die Verwebung der Charaktere des Films mit der Erzählstruktur und den Figurenbeziehungen des Schwanensees verdeutlicht, oder die für Aronovsky-Fans sicherlich sehr erfreulichen Parallelen zu "Pi" (ein Musikzitat in der Szene, in der Nina einer eingebildeten Doppelgängerin in einem Ubahn- oder Straßenbahndurchgang begegnet, der alte Mann, der sie mit obszönen Gesten in der Ubahn belästigt, die Deformierung des Körpers, das grobkörnige Filmmaterial und nicht zuletzt die Selbstverletzungen vor dem Spiegel), die nicht nur den Bezug zum Motiv der in dem Streben nach Perfektion inhärenten Forderung nach Selbstverstümmelung und (aber auch) Selbstentgrenzung herstellen.
Den Film "Black Swan" auf die vielleicht oberflächlichste aller Interpretationsebenen zu reduzieren, zu verkennen, dass es sich bei der Problematik der (sexuellen) Emanzipation von der mütterlichen Repression um eine erzählerische Instanz handelt, die den Zugang zu viel tiefer vergrabenen und ungleich interessanteren Interpretationsansätze ermöglicht, ist gerade für eine Arte-Kritik in extremem Maße enttäuschend. Leider strotzt die Kritik nicht nur vor inhaltlicher Oberflächlichkeit, sie ist darüber hinaus auch noch in einem heute bedauernswerter Weise üblichen, unerträglich "banal[en] und intantil[en]" Stil geschrieben.
MfG
Der_Hulk
CarrionFairy Sun, 23 Jan 2011 17:05:41 -0000
Antwort löschenwunderbar durchschaut.
ThomasNeuhauser Mon, 24 Jan 2011 09:05:20 -0000
Antwort löschenc/o Hulk und andere: Aus Enttäuschungen kann man auch klüger werden. Nebenbei finde ich es aber auch etwas übertrieben, sich von einer einfachen Filmkritik "enttäuschen" zu lassen. Aber schon interessant, wie die Fangemeinde aufheult, wenn man mal vom Mainstream-Subjektivismus und von der wohlfeilen Portman-Verehrung abweicht und das schlichte Überwältigungskino in Frage stellt. Was, bitteschön, ist denn daran arrogant? Zumal es ja nicht nur mir zu banal und spekulativ ist. Spannend ist jedenfalls die heftige Polarisierung und die angestrengte Polemik, die das hier auslöst. Wie sagt Karl Kraus: "Was trifft, trifft auch zu!" Übrigens habe ich mich weder über geschätzte Kritiker gestellt (ich bin nur anderer Meinung), noch Natalie Portmans Psychologie-Examen in Zweifel gezogen. Allenfalls gefragt, was ein Harvard-Bachelor in diesem Zusammenhang bedeuten könnte... Aber mit dem genauen Lesen ist es ja wie mit dem genauen Sehen so eine Sache.
nilswachter Mon, 24 Jan 2011 13:01:21 -0000
Antwort löschenIch denke der Vorwurf der Arroganz rührt von ihrem Stil her, nicht generell vom Inhalt der Kritik. "C'est le ton qui fait la musique". Liest man Wörter und Formulierungen wie infantil, banal, Küchenpsychologie oder Freud für Anfänger bezieht man dies schnell auf seine eigene Person. Ich muss ja ein unglaublich banaler, infantiler und unwissender Depp sein, wenn ich den Film gut finde. Ist natürlich nicht Ihre Schuld, dass dies so aufgefasst werden kann, sondern hauptsächlich die des Rezipienten. Doch so kommt es einem (mir) rüber, wenn man Ihren Text liest. Sie verkaufen Ihre eigene Meinung als Objektive Wahrheit über den Film. Mir ist zwar bewusst, dass Sie nicht permanent "ich denke" oder "meines Erachtens ist es so..." schreiben können, aber genau das würde den Vorwurf der Arroganz schnell entkräften. Das mit arte unwürdig möchte ich zurücknehmen. arte ist ein Name/Sender der auch für Nonkonformismus steht und gegen den Strom schwimmt - was ich nicht negativ werten möchte. Ausserdem ist es ihr Beruf als Kritiker, kritischer als andere einen Film zu betrachten. Ich finde es allerdings immer wieder interessant, wie stark die Meinung der Kritiker und die von Usern (wie hier) auseinandergehen können.
nilswachter Mon, 24 Jan 2011 13:04:24 -0000
Antwort löschenübrigens: Ich könnte wetten, dass sie Inception auch banal empfunden haben, stimmts ;)? Ist ja auch Überwältigungskino.
ThomasNeuhauser Mon, 24 Jan 2011 14:11:55 -0000
Antwort löschenOk - das ist konstruktiv, mit dieser Argumentation kann ich schon sehr viel mehr anfangen, denn wahr ist ja immer auch, wie etwas rüber kommt. Das nehme ich von hier gerne mit, denn es liegt mir fern, jemandem den Film zu verleiden, der sich davon gut unterhalten fühlt. Tatsächlich versuche ich aber schon, immer etwas tiefer zu schürfen, im Sinne der altehrwürdigen Erkenntnismaxime "begreifen, was mich ergreift" (oder auch, warum es mich nicht ergreift). Und Sie haben völlig recht, "Inception" war mir auch zu oberflächlich - bei allem Respekt vor den tollen (doch auch schnell abgenutzten)Spezialeffekten. Aber auf die kann ich bei einer richtig guten Geschichte ebenso verzichten, wie auf die meisten 3 D-Filme oder auf Surround-Getöse.
Auf Wenders "Pina" in 3 D darf man allerdings gespannt sein, da eröffnet sich vielleicht die Möglichkeit, den fürs Ballett essentiellen Bühnenraum in die filmische Darstellung zu übertragen.
nilswachter Mon, 24 Jan 2011 18:57:40 -0000
Antwort löschenKlingt spannend. Ich bin als grosser Fan von "Inception" inzwischen auch nicht mehr ganz so sicher über dessen Qualität. Ich finde ihn nach wie vor toll. Aber sooo intelligent ist er definitiv nicht und er hat sein visuelles Potential leider auch früh verschenkt (die grossartigen Szenen in Paris, die für mich im Gegensatz der nachfolgenden Bilder wirklich toll waren und auch kreativ). Mir persönlich ist auch die Geschichte in einem Film am Wichtigsten. Ich weiss nicht wie Sie zu "Big Fish" stehen, aber diese Geschichte fand ich einfach wundervoll. Oder auch "Pans Labyrinth".
arica Wed, 16 Feb 2011 22:25:28 -0000
Antwort löschenDieser Arte-Kritik ist absolut nichts hinzuzufügen, da kann ich mir meine Bewertung sparen. Ich war sehr enttäuscht von dem Film, nachdem er viele gute Kritiken erhalten hatte. Hätte ich das hier mal vorher gelesen...
Janus Winter Fri, 18 Feb 2011 22:11:08 -0000
Antwort löschenIch frage mich immer, warum man sich über abweichende Meinungen so aufregen kann, ohne wirklich dagegen zu argumentieren. Stattdessen ist das Getöse hier wieder groß. Ich persönlich kann die Rezension in großen Teilen nachvollziehen, kann BLACK SWAN auch nicht als das große Meisterwerk wie so viele andere sehen, aber im Großen und Ganzen versteckt sich der Autor hinter Andeutungen. Andeutungen zwar, die wunde Punkte treffen (oder besser: streifen), aber eine wirkliche Auseinandersetzung damit findet nicht statt. Es ist einfach zu behaupten, der Film sei oberflächlich und stereotyp und es gibt eben deshalb nichts tiefschürfendes zu sagen. Die oberflächlichen Amis eben (whata sterotype!). DIE KLAVIERSPIELERIN, die europäische Version von BLACK SWAN sozusagen, ist tiefenpsychologisch sehr viel ausgereifter, nicht wahr? Was macht den Unterschied?
Ob Natalie Portman mit ihrem Psychologie-Bachelor besser aufgestellt ist als ich mit meinem Psychologie-Diplom wage aus der Rollenauswahl nicht abzuleiten. Um nicht zu sagen: Wenn das mal kein küchenpsychologischer Seitenhieb ist!
Die Assoziationsbrücke zu ROSEMARY'S BABY kriege ich auch nicht geschlagen, aber das mag meinem Gedächtnis geschuldet sein.
ThomasNeuhauser Mon, 21 Feb 2011 09:19:42 -0000
Antwort löschenJa, genau, "Die Klavierspielerin" ist ein schönes Gegenbeispiel, wie es besser geht, was natürlich auch an Jelineks Text liegt. Da werden nicht so platte und plakative Es - Ich - Überich-Konstruktionen bzw. Deformationen in suggestive Überwältigungsbilder verpackt. Der Kampf der "Klaverspielerin" mit ihren Beschädigungen und ihrer Psychose ist glaubhaft, nicht zuletzt weil hier die Kunst eben keine romantische Rettung durch Selbstauslöschung bietet (vgl. meine Kritik unter http://www.arte.tv/de/suche/706684.html)
Der kleine Seitenhieb auf das Psychologie-Studium ist selbstredend ein ironischer, aber mit dem notwendigen Körnchen Ernst. Ich hätte mir halt gewünscht, dass Portmann die Psychologie der Story auch als zu schlicht empfunden hätte. Aber wo die Liebe hinfällt, ist kein Bachelor-Kraut gewachsen, oder so ähnlich...
Und schließlich: Es käme mir nie in den Sinn, von den oberflächlichen Amerikanern zu sprechen! Ich spreche nur von einem oberflächlichen Hollywood-Mainstream, der ja gerade durch seine - manchmal (nicht hier) sehr geschickte Vereinfachung und Nivellierung weltweit erfolgreich ist. Aber das ist dann schon wieder ein anderes, sehr weites Feld.
johnboy1979 Sun, 13 Mar 2011 11:01:43 -0000
Antwort löschenEs lebe das Halbwissen. Ich finde es immer lustig, wenn Menschen die psychisch gesund (davon gehen ich bei Ihnen jetzt einfach mal aus) und ansonsten auch nichts mit Pschologie zu tun haben, sich anmaßen einem Film Küchenpsycholgie vorwerfen. Wer hat Ihnen das erzählt, irgendein Kumpel mit Psychologieabschluss in der Tasche. Ich würde an ihrer Stelle nochmal nach der Abschlussnote fragen, denn schlechte Psycholgogen gibt es zuhauf. Es scheint auch irgendwie ein Reflex zu sein amerikanischen Filmen Pseudohaftigkeit vorzuwerfen. Wer sich eingehender mit psychotischen Menschen bzw. mit der Psychose beschäftigt, der wird feststellen, dass der Film es in hohem Maße vermag diese Ausnahmesituationen zu visualisieren. Ein Psychose ist für den betroffenden nichts anderes als ein Horror(-film). Das was sie "Schockmomente" nennen, sind in erster Linie visuelle Umsetzungen der erlebten Welt aus der Sicht der handelnden Hauptperson. Unterlassen Sie es doch einen Film einfach mal so abzuqualifizieren, ohne ihn eingehender analysiert zu haben. Aber es erzeugt ja auch ein gutes Gefühl, wenn man einem Film Pseudopsycholgie vorwerfen kann, denn als Filmkritiker muss man das anscheinend nach einem bestimmten Algorithmus machen.
Mir fällt nur ein Wort zu ihrem Kommentar ein: Unqualifiziert!!!
ThomasNeuhauser Mon, 14 Mar 2011 08:28:22 -0000
Antwort löschenc/o Gordon Cole et al: Doch, doch, hier ist die Antwort: Wie's besser geht, d.h. weniger plakativ, spekulativ, effekthascherisch - das kann man z.B. bei Lars von Trier ("Antichrist") oder Michael Haneke ("Die Klavierspielerin") oder bei Roman Polanski ("Rosemarie's Baby", "Der Mieter", "Ekel") sehen. Die kommen ohne special effects aus. Finde ich einfach überzeugender, weil diese Regisseure die Psychose nicht so penetrant überdeutlich bebildern, sondern den Horror vor allem in der Phantasie des Zuschauers evozieren.
johnboy1979 Mon, 14 Mar 2011 09:21:58 -0000
Antwort löschen"Antchrist" ist subtil? Darf ich mal lachen, also wenn man einem Film symbolischen Overkill vorwerfen kann, dann "Antichrist". Die ganze Rumgefickerei, das nervige Geschreie der Frau, die Selbstverstümmelung, der ganze Natursymbolkitsch sind subtil? Es darf gelacht werden! Die Großstadttriologie von Polanski ist auf jeden Fall grandios, besonders "Der Mieter" und "Ekel", aber auch hier wird der Horror unterlegt mit visuellen Bebilderungen des Wahns. Die einreißenden Wände in "Ekel" sind hier zu nennen und bei "Der Mieter" wird der Fiebertraum durch übergroß werdende Möbel bebildert sowie durch wahnhafte Beobachtungen des Mieters, der im gegenüberliegendem Haus anscheinend fremde Männer beobachtet. Deshalb finde ich, dass sich Aranofsky vielmehr einreiht in diese grandiose Triologie von Polanski. "Black Swan" erinnerte mich beim Sehen auch sehr stark an Polanskis Mieter. Ich glaube, Sie scheinen eine Aversion gegen Aranofsky zu haben. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Sie Polansiks Großstadttriologie für gut befinden und den stilistisch ähnlichen "Black Swan" so niederschreiben. Naja und "Antichrist" subtil zu nennen, ist sowieso ein Unding!
Alle 18 Antworten zeigen
ThomasNeuhauser Mon, 14 Mar 2011 11:29:39 -0000
Antwort löschenc/o Gordon Cole: "Dafür braucht es dann eben mal etwas Reisserisches und Effekthascherisches." Das ist ja direkt mal ein anregender Meinungsaustausch hier (von etwas Polemik bei johnboy mal abgesehen), und da sind wir auch gar nicht mehr so weit auseinander. Ich will das nicht abstrafen, ich habe auch nichts gegen Aronofsky und von Subtilität habe ich bei "Antichrist" auch nicht gesprochen. Aber wo Lars von Trier schockiert (wenn er das überhaupt tut) und psychotische Vorgänge zeigt, da schockiert er mit intelligenteren Bildern, eben nicht mit - knack, knack - zerbrechenden Beinen (ausgerechnet einer Balletttänzerin ! Freuds Traumdeutung habe ich da etwas komplexer in Erinnerung).
Und wenn es das Reisserische, die lauten Effekte braucht, um die Massen zu erreichen, dann spricht das doch weder für den Film noch für die Masse, oder? Ich bin mir da übrigens gar nicht so sicher. Und abschließend: Die oben genannten Regisseure regen mit ihren Bildern meine Phantasie und mein Denken an - Aronofsky schlägt meine Phantasie tot und lässt mich völlig kalt.
Natalie Portman macht ihre Sache gut und darf den Oscar gern behalten, den Film rettet das nicht.
War mir ein Vergnügen.
johnboy1979 Sat, 19 Mar 2011 08:45:37 -0000
Antwort löschen"(...)eben nicht mit - knack, knack - zerbrechenden Beinen (ausgerechnet einer Balletttänzerin ! Freuds Traumdeutung habe ich da etwas komplexer in Erinnerung)." Tut mir leid, aber hierzu kann ich nicht schweigen. Andere Leser glauben sonst noch, das diese Argumentation etwas mit Schlüssigkeit zu tun hat. In der psychosomatischen Medizin ist es bekannt, dass gerade sehr häufig jene Körperregionen von Störungen betroffen sind, welche im Beruf oder der Freizeit eine zentrale Rolle einnehmen. Gerade bei Überbelastungen treten Störungen oder Missempfindungen auf, wie bei Tänzerin im Film.
Zudem: Etwas in Erinnerung haben = Halbwissen. Außerdem: Freuds Traumdeutung ist entstanden um die Jahrhundertwende. Heute haben wir 2011. Das zum Thema Qualifikation bezüglich des Vorwurfs der Küchenpsychologie. Einfach nochmal auf die Uni würde ich sagen.
War mir kein Vergnügen!
J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...
Kommentar löschenPsychohorrorfilm fürs Bildungsbürgerpublikum. Wenig subtil, aber sehr wirkungsvoll. So interessiert man Horror-Nerds fürs Ballet.
Kritik im Original 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Prestigeww Fri, 21 Jan 2011 12:03:45 -0000
Antwort löschenIch höre schon die Rufe aus den vordersten Rängen: "Wo bleibt das Bluuuut?!"
manitu17 Sat, 22 Jan 2011 00:53:08 -0000
Antwort löschengabs da auch:D
Alle 4 Antworten zeigen
xcharliex Sat, 22 Jan 2011 12:15:21 -0000
Antwort löschenwollte gerade einen erguss verfassen, aber - die ersten beiden sätze kann ich einfach unterschreiben, was ich hiermit tue. danke!
Henry Spencer Thu, 14 Apr 2011 13:13:02 -0000
Antwort löschenWord.
Alle Kritiken (47)
Kommentare (544) — Film: Black Swan
Waldez Sat, 04 May 2013 13:33:28 -0000
Kommentar löschenSehr überzeugende Natalie Portman, wie ich sie so noch nie gesehen habe, bei keiner ihrer vorherigen Filme, dafür zurecht den Oscar.... der film ist packend mit einem dramatischen Ende so wie ich es mag
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
zmpfl Sun, 31 Mar 2013 07:14:27 -0000
Kommentar löschenEhrgeizzerfressene Ballerina (schuld ist wohl die Mutter) dreht zusehends immer mehr ab, verliert allmählich den Zugang zur Realität und schreckt am Ende vor nichts mehr zurück.
Das, in der Deluxe-Premium-Edel-Variante.
Tolle Verpackung mit Und-was-soll-das-jetzt-?-Inhalt.
Konnte weder meinen Horizont, mein Bewusstsein noch mein Verständniss für Tanzfrauen mit 'nem Hau erweitern.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
niklas.nier.7 Thu, 28 Mar 2013 13:10:00 -0000
Kommentar löschenDer Erfolg dieses Filmes basiert auf mehreren Säulen, die zusammen addiert "Black Swan" zu einem einmaligen Erlebnis machen.
Zum Einen erhält der Zuschauer intensive Einblicke in die (mir) wenig bekannte Welt des Balletts; sowohl vor, als auch hinter der Bühne. Die Tanzszenen, Choreografien und Trainingseinheiten sind von starker Präzision geprägt und wirken unglaublich realitätsnah. Das liegt nicht nur an der Regiearbeit, sondern auch an den Schauspielern, denen die Tanzfertigkeiten anscheinend in die Wiege gelegt wurden und an der stimmigen musikalischen Untermalung.
Zum Anderen baut der Film eine progressive Spannung auf, die im Schlussdrittel nur so vor Dramatik strotzt. Durch das Vermischen von Realität und Fiktion bleibt der Zuschauer immer wieder im Unklaren, kann nichts vorhersehen und wird des Öfteren auf die falsche Fährte gelockt.
"Black Swan" ist schön und hässlich zugleich; ein fast perfekter Film.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
shostakovitchovitch Mon, 25 Mar 2013 22:49:09 -0000
Kommentar löschenDer einzige Film, der es mir nach wie vor kalt über den Rücken laufen lassen kann. Tolle Atmosphäre, klasse Schauspieler (Portman & Kunis sind ganz stark, Vincent Cassel sowieso) und eine wunderschöne Optik. Scheiß auf das Ballet-Setting, dieser Film ist was für absolut Jeden!
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
FumerTue Mon, 25 Mar 2013 22:09:11 -0000
Kommentar löschenWow kranke Scheiße ich meine wenn ein Film es schafft, dass ich ihn nach 30 Minuten abbrechen will, weil er eh nicht über 4 Punkte kommen würde... und dann sitz ich am Ende da, Gänsehaut, blicke gebannt auf den weißen Abspann, kann mich nicht bewegen. Am Anfang dachte ich, nur unsympathische Menschen und warum machen die das und Ballett hat mich noch nie die Bohne gejuckt, und am Ende Gänsehaut, ich blicke gebannt auf den Fernseher, der weiße Abspann, ich kann mich nicht bewegen, in Trance, und ich bin mir ziemlich sicher, - UND DIE MUSIK! - dass die Ursache meiner Berauschtheit nicht der Augustiner Edelstoff sondern Darren Aronofskys umwerfende und selbst größte virile Machos mitreißende Inszenierung ist.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Deep Thought Mon, 25 Mar 2013 14:22:16 -0000
Kommentar löschenSehr unterhaltsamer, schöner Film. Super Kamera und Schnitt und der Score ist auch der Hammer. Alle Schauspieler leisten wirklich großartige Arbeit, weswegen auch die wenigen seltsamen Horror (???) Szenen verziehen sind. Hatte aber ganz andere Erwartungen an den Film, da ich von vielen gehört habe das sei der über Schocker und teilweise unerträglich zu schauen. Das fand ich nun gar nicht, die Horror Elemente waren größtenteils einfach nur langweilig und vorhersehbar. Und sonst kam bei mir eher gute Stimmung bei dem Film auf. Das Finale ist definitiv eines der besten, die ich je gesehen habe (und das ausgerechnet bei Ballett!)
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
L-viz Mon, 18 Mar 2013 22:37:41 -0000
Kommentar löschenIn einem Wort: bäh! Der Film zelebriert die Hässlichkeit, seien es die verkrüppelten Füße der Portman, oder der zerschliessene Rücken und Finger oder gar Federn (!?). In scharfem Kontrast stehen dazu die mehr Verführung einfordernden Aufrufe des Tanzlehrers. Portman spielt dabei nicht schlecht, nur die Rolle ist eben dämlich. Es sei nur kurz angemerkt, dass ich natürlich keine Vorliebe für Tanzfilme habe, generell. Deshalb habe ich auch kein Auge für irgendwelche möglicherweise vorhandene erotisierende Wirkung dieses Gehampels.
Viele Themen werden, aber nur dürftig, angerissen: der Konflikt mit der Mutter, Wahn und krankhafter Ehrgeiz und Konkurrenz. Diese lassen sich aber nicht stimmig zusammenfügen.
Schließlich und endlich endet der Film sang- und klanglos, so dass ich denke, man hätte es eigentlich auch ganz bleiben lassen können.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten
Rainhard Sun, 24 Mar 2013 01:31:18 -0000
Antwort löschen"Viele Themen werden, aber nur dürftig, angerissen: der Konflikt mit der Mutter, Wahn und krankhafter Ehrgeiz und Konkurrenz. Diese lassen sich aber nicht stimmig zusammenfügen. " Von dir angesprochenen Themen werden ausführlich genug und intensiv genug inszeniert...untermalt mit nem stimmungsvollen score und ner genialen Kamera und tollem Licht! Der Film endet mit einem Höhenpunkt der Schaffenskraft der Protagonistin im Film und mit dem "Sahnehäubchen" des Regisseurs durch seine Bildsprache. Die "perfekte Inszenierung" für beide. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Leute die diesen Film nicht verstehen, wollen ihn auch gar nicht verstehen!
David Lukas Julisa Fri, 29 Mar 2013 15:08:56 -0000
Antwort löschen"Von dir angesprochenen Themen werden ausführlich genug und intensiv genug inszeniert...untermalt mit nem stimmungsvollen score und ner genialen Kamera und tollem Licht!".... komische ansage! für L-viz offensichtlich nicht. und für mich auch nicht. und wer was versteht, bzw. verstehen will bleibt wohl auch jedem selbst überlassen...
Rainhard Fri, 29 Mar 2013 15:53:45 -0000
Antwort löschenSicher ist vieles Geschmacksssache und der persönlichen Wahrnehmung unterworfen. Aber jeder der halbwegs Ahnung von Inszenierungen hat (d.h schon einige Filme gesehen hat, die stimmungsschaffend sind) kann nicht abstreiten, das Ton und Bild in diesem Film, in jeglicher Hinsicht perfekt eingesetzt werden. Und darüber müssen wir uns nicht streiten, weil dafür eine logische Basis fehlt, in der es zur Diskussion stehen könnte, wie man das wahrnimmt in Bezug auf "gut" oder "schlecht" oder "stimmig" und "nicht stimmig" inszeniert. Ich vertraue da einfach meiner Wahrnehmung, und ich sehe viele Dinge/Bilder im Detail und bin sehr sensibilisiert für diese Sachen. Und was meine Sicht für Kamera und die gesamte Inszenierung betrifft, da stehe ich zum Glück nicht allein da (und ich wusste vor Sichtung des Film nix über Oscar Nominierungen, ich wusste gar nix weiter über diesen Film). Black Swan wurde in 5 Kategorien für einen Oscar nominiert. Beste Hauptdarstellerin, Beste Kamera, Beste Regie und Bester Schnitt. Natalie Portman ist als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet worden- alle Nominierungen und die Auszeichnung- zu Recht. Mein Urteil über diesen Film hat allerdings nichts, rein gar nichts mit irgendwelchen Nominierungen zutun- ich führe sie hier nur mit an, da es ja Menschen gibt, die meinen das was inszeniert wurde, ist schlechter Film;-) Aber gut, nur weil andere Dinge anders wahrnehmen als Du oder z.B L-viz heißt das ja nicht, das etwas so sein muss! Und das ist es auch nicht. Ich sage nur wie ich es sehe und da ich dich bzw. deine Wahrnehmung nicht kenne, kann ich sie auch nicht nachvollziehen, vor allem nicht wenn mir nach so einem Film die Stimme weg bleibt und ich Gänsehaut am ganzen Körper habe- denn dann dürfte der Film ja bei dir so gar nichts ausgelöst haben bzw. auch bei L-viz dürfte das wohl der Fall gewesen sein, weil ihr nix davon beschreibt! Wenn einen also so ein Film völlig kalt lässt, dann hängt das wohl damit zusammen, das man sich nicht drauf einlassen konnte oder wollte- nun frage ich dich, in wie fern kann man dann so einen Film noch glaubwürdig bewerten, wenn man nur das schreibt was L-viz schreibt? Denn was er kritisiert nur Fragmente, die sicher eine Rolle innerhalb des Film spielen, ganz sicher sogar sind sie bewusst so eingesetzt- aber da liegt ja schon der Fehler! Dieser Film ist kein Tanzfilm!! und er schreibt "ich habe keine Vorliebe für Tanzfilme" . Trifft also in keinster Weise zu! Denn ich mag im Übrigen auch keine Tanzfilme. Ich kann verstehen wenn man keinen Zugang zu nem Film findet- aber dann soll man das auch so schreiben, denn alles andere entlarvt ja, das einem der Zugang zu diesem stimmigen Film verwehrt bleibt- und nix anderes isses! Es ist ja auch egal- den einen packts, den anderen nicht! Aber in dem Fall kann man mir mit so ner Kritik wie von L-viz nicht kommen! Weil es den Film schlecht macht, der nicht großartig "schlechtes" an sich hat. Wenn man Probleme mit Inhalten des Films hat, sagt das doch nix über die Wahrnehmung der Qualität eines Filmes aus-oder? Handwerklich gemacht ist er einwandfrei- über alles andere kann man aus Geschmacksgründen streiten oder diskutieren- ist vollkommen okay! Aber zu behaupten dieser Film wäre keine stimmige Inszenierung...das entspricht wirklich nicht den Tatsachen! Setzt man das Ganze denn dann z.B in Relation zu anderen, weniger guten Filme wie bsp. Daniel der Zauberer^^ oderso, müsste man das schon anders erklären und kommt da sicherlich in Erklärungsnöte- und zwar gibts dann nur noch zu erklären, was persönliche Vorlieben sind. L-Viz kritisiert die üblichen Stilmittel von Psychothriller bzw. Horrorgenre in diesem Film: "verkrüppelten Füße der Portman, oder der zerschliessene Rücken und Finger oder gar Federn" und schreibt dazu "bäh"! Naja, viel bleibt mir dazu dann auch nicht mehr zu schreiben- genau das sollen die Szene ja auch auslösen! Und dann zu schreiben, der Film ist unter anderen deswegen so schlecht...da fällt mir nix mehr ein! Der Film erfüllt genau das, was er erfüllen will, erreicht genau das was er erreichen will! Und zwar das der Zuschauer mitleidet, sich mitekelt und gleichsam mit verwirrt und paralysiert ist! Also erfüllt er, was er erfüllen will...zum hundertsten Male- also ist dieser Film stimmig in diesem Sinne. Ich bin an dieser Stelle fertig und sehe nicht ein warum sich stimmige Inszenierungen rechtfertigen müssen, wenn sie so eindeutig stimmig inszeniert sind.
David Lukas Julisa Sat, 30 Mar 2013 11:10:44 -0000
Antwort löschensorry, mir ist der film definitiv NICHT wichtig genug romane zu lesen oder zu schreiben. l-viz & ich nehmen anders wahr wie du, und?
..und dazu ist moviepilot nun mal da, da gibts keine "richtige"meinung.
->deine auch nicht!
Alle 6 Antworten zeigen
L-viz Sat, 30 Mar 2013 13:55:46 -0000
Antwort löschenAlso, mein lieber Rainhard, ich bin kein Filmwissenschaftler und kann und will auch nicht 100% objektiv bewerten. Wichtig ist, ob ein Film für mich funktioniert, was bei diesem hier nicht der Fall ist. Dabei nehme ich keine Rücksicht auf den allgemeinen Massengeschmack, womit ich es mir natürlich einfacher machen könnte. Gleichwohl nehme ich oft genug rücksicht, wenn ein Film offenbar rein objektiv betrachtet nicht allzuviel falsch macht. Und hier ist es so, wie ich schrieb: zuviele Themen werden verwurstet, ohne sie (für mich) stimmig zu verbinden, mein fehlendes Verständnis für Tanz, so dass ich nicht unterscheiden kann, was Natalie Portman bei den früheren Versuchen falsch macht und am Ende richtig.
Rainhard Sat, 30 Mar 2013 14:46:41 -0000
Antwort löschen@L-viz. Ich bin auch kein Filmwissenschaftler, noch studiere ich in dem Bereich^^ Ich sehe das ja auch nicht als Voraussetzung um Filme zu bewerten- ganz im Gegenteil- ich werte genauso subjektiv wie Du oder beispielsweise David Lukas Julisa. Für mich sind objektive und subjektive Bewertung hier gleich-deswegen ja auch mein Lieblingsfilm. Keineswegs betrachte ich diesen Film als einer der dem Massengeschmack entspricht. Er ist so angekündigt und beworben worden- was viele aber vergessen- es ist und bleibt ein Independent Film!! Und diesen Independent Film hat ein Massenpublikum mal gesehen...und deswegen ist er von Kritikern bzw. Liebhabern des Genre auch wesentlich besser aufgenommen wurden als von der Masse- was ja auch viele Bewertungen hier zeigen. Was Du mit den vielen Themen meinst die der Film versucht unterzubringen- kann ich jetzt nach dem x-ten mal sehen auch verstehen. Nur musst Du wissen, wenn mich eine Inszenierung so fast, achte ich nicht auf Dinge die man vielleicht feststellt wenn einen der Film nicht so in seinen Bann zieht. Natürlich kann man hier, wie bei jedem Film!! irgendwas kritisieren- demnach ist ein Film, eine Inszenierung nie gänzlich perfekt. Nur im Rahmen dessen was ich bis jetzt für möglich gehalten habe, ist es für mich eine perfekte Inszenierung, wenngleich ich mir bewusst bin, dass da Perfekte im Imperfekten zu finden ist:-) Und ich schreibe immer wieder gern- es gibt mindestens so viele Sichtweisen, so viele Geschmäcker und auch so viele Wahrheiten wie es Menschen gibt. Ich wünsch euch beiden noch ein paar ruhige und schöne Osterfeiertage:-)
Andy_Awesome Mon, 18 Mar 2013 07:01:22 -0000
Kommentar löschenUnsere Kinoholics-Videokritik zu Black Swan :)
http://www.youtube.com/watch?v=3600g08jpRs
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
mokkl Sun, 10 Mar 2013 18:43:03 -0000
Kommentar löschen108 minuten meines wertvollen lebens auf grausame art und weise verschenkt!
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
mtd1963 Sat, 09 Mar 2013 15:01:51 -0000
Kommentar löschenWarum haben, bei den meisten, (angeblich) guten Filmen die Kameramänner immer ein Ganzkörpertourette Syndrom? Außerdem konnte ich die Hackfresse von Mila Kunis noch nie leiden
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
FumerTue Mon, 25 Mar 2013 22:11:29 -0000
Antwort löschenDu bist kein guter Mensch.
Alle 3 Antworten zeigen
mtd1963 Tue, 09 Apr 2013 16:03:06 -0000
Antwort löschenWarum? Weil mich zwei Lesbische Zahnstocher nicht anmachen?
FumerTue Wed, 10 Apr 2013 12:13:08 -0000
Antwort löschenGenau!
cpt. chaos Wed, 06 Mar 2013 15:07:06 -0000
Kommentar löschenIch möchte niemanden "Black Swan" mit der Oscar-Preisträgerin Natalie Portman madig machen, aber trotz korrekter Schauspielleistungen, konnte ich mit diesem Psychodrama thematisch nicht sonderlich viel anfangen; mir fehlte fast über die gesamte Laufzeit jeglicher Zugang. Von einem Drama erwarte ich ausreichende Einblicke in die Psyche der Darsteller, was ich in diesem Fall jedoch in ausreichender Form vermisst habe. Vor allem hatte ich meine Schwierigkeiten damit, dass eine so dermaßen auffällig psychisch angeschlagene Tänzerin zur Primaballerina auserwählt wird. Sorry, aber das war für mich eindeutig eine Spur zu unrealistisch.
Das Ende, auf das ich aus spoilertechnischen Gründen nicht näher eingehen möchte, setzte dem Ganzen die Krone auf; der Twist war ja hierbei ganz nett, aber das machte es letztendlich nur noch unglaubwürdiger, sodass ich zu guter Letzt geradezu verärgert den Kasten ausgemacht habe! Mal abgesehen von den unzählig fiesen Werbeunterbrechungen, war ich doch heilfroh, nicht einen zusätzlichen Cent investiert zu haben, um den gehypten Streifen zu sehen - mal ganz abgesehen von meiner kostbaren Zeit!
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten
Hfonda15 Wed, 06 Mar 2013 15:30:41 -0000
Antwort löschenHätte dem Film nicht nur 2 Punkte gegeben aber im großen und ganzen bin ich schon deiner Meinung was den so hoch gelobten Black Swan angeht!
Big T. Wed, 06 Mar 2013 16:16:15 -0000
Antwort löschen"Vor allem hatte ich meine Schwierigkeiten damit, dass eine so dermaßen auffällig psychisch angeschlagene Tänzerin zur Primaballerina auserwählt wird. Sorry, aber das war für mich eindeutig eine Spur zu unrealistisch."
Den Punkt kann ich irgendwie nicht verstehen Herr Kapitän :D
Es zählt doch nur Erfolg heutzutage, da ist das Schicksal einzelner nicht mehr wichtig, da möchte ich als Beispiel mal das Modelgeschäft aufzeigen wo ja grade die Mädels sich zu tode hungern und es keinen Menschen schert.
cpt. chaos Wed, 06 Mar 2013 17:07:37 -0000
Antwort löschen@Hfonda15: Das Ende war für meinen Geschmack der filmische Genickbruch, obwohl es sonst meinerseits auch lediglich zwei Punkte mehr gegeben hätte.
@Big T.: Dass unsere heutige Gesellschaft mehr denn je erfolgsorientiert ausgerichtet ist, steht völlig außer Frage, und dass dabei auch über Leichen gegangen wird, ist auch keine neue Erkenntnis. Dennoch funktionieren Menschen in speziellen Rollen nur, sofern ein extremes Selbstbewusstsein vorhanden ist - alternativ geht auch kurzzeitig hoffnungslose Selbstüberschätzung. Beides habe ich nicht gesehen. Für mich wurde eine vom Ehrgeiz zerfressene Tänzerin gezeigt, die aber zugleich unübersehbar unter erheblichen Selbstzweifeln leidet. Daher meine ich, dass die Geschichte von Anfang an eine gewisse Schieflage hat. Ist zwar nur ein Film, aber daran kann ich mich mächtig stören, sodass es natürlich meine Bewertung extrem beeinflusst.
Hartigan85 Wed, 06 Mar 2013 20:40:57 -0000
Antwort löschenDu wirst doch nicht etwa die gekürzte TV-Fassung geschaut haben...Aber auch die Uncut-Version hätte den Film nach deinem Kommentar für dich wohl viel besser gemacht :)
cpt. chaos Thu, 07 Mar 2013 06:59:51 -0000
Antwort löschen@Hartigan85: Doch, hab ich, worüber ich trotz der nervigen Werbeunterbrechungen ausnahmsweise froh war, denn ansonsten hätte ich jetzt eine DVD in meiner Sammlung, die ich schleunigst wieder hätte loswerden müssen!
Wurde da echt die Schere angesetzt? Wo das denn?
M4chete Thu, 07 Mar 2013 17:49:33 -0000
Antwort löschenhttp://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=850953
enjoy :D
Hartigan85 Thu, 07 Mar 2013 20:18:56 -0000
Antwort löschen@cpt: Ich hab ihn mir ja selber nicht im TV angeschaut, da wird doch fast alles nur gekürzt, dann noch die Werbung. Nein danke. Aber jetzt kannst du ja den Schnittbericht sehen. Die haben ja eine Menge rausgeschnitten. Ich finde den Film übrigens super!
cpt. chaos Fri, 08 Mar 2013 11:08:03 -0000
Antwort löschen@M4chete: Danke für den Link! Da wurde dann ja man doch wieder richtig heftig geschnitten! Unglaublich...
@Hartigan85: Aufgrund des Schnittberichts werde ich mal einen Punkt aufbessern - ändert zwar nichts an der Geschichte als solches, aber die Pupillen hätten sich zumindest zwischenzeitig mal etwas geweitet...
Rainhard Sun, 24 Mar 2013 01:20:12 -0000
Antwort löschenMir unbegreiflich wie man diese perfekte!! Inszenierung nicht sehen, vielleicht sogar völlig missverstehen kann. Ich habe bei fast jedem Bild Gänsehaut- die Stimmung des Films ist einfach genial. Dies wird wohl für längere Zeit mein Lieblingsfilm bleiben! Ich kann nur davon abraten diesen Film im Fernsehen mit Werbeunterbrechungen zu sehen...das ist wahre Missachtung;-)
cpt. chaos Mon, 25 Mar 2013 16:06:35 -0000
Antwort löschen@Rainhard: Nur gut, dass die Geschmäcker so dermaßen unterschiedlich sind - wäre sonst aber auch unglaublich langweilig! ;o)
Werbeunterbrechnungen gehen gar nicht, daher stellt es auch eher die Ausnahme dar, dass ich Filme, die von den Privaten gesendet werden, ansehe. Hat sich in diesem Fall ja mal wieder sehr deutlich gezeigt, was alles der Schere zum Opfer fällt. Dennoch ist es leider nicht mein Film gewesen, was sich auch keinesfalls mit einer falschen Tagesform entschuldigen ließe.
Alle 12 Antworten zeigen
Rainhard Mon, 25 Mar 2013 16:26:22 -0000
Antwort löschenAlso kann ich dich nicht zwingen diesen Film besser zu bewerten? :D
cpt. chaos Fri, 29 Mar 2013 17:32:04 -0000
Antwort löschen@Rainhard: Nee, in diesem Fall lasse ich mich nicht zu "meinem Glück" zwingen... ;o)))
Staffmann Tue, 05 Mar 2013 23:12:49 -0000
Kommentar löschenVorgestern habe ich zu "All Beauty must die" geschrieben, wie mir der Film wirklich wehtat und dass ich eben das nicht mag. Eben nun hat mich Black Swan eines besseren belehrt. Auch dieser fantastische Film tat weh. Bei einigen Szenen musste man sich wirklich zwingen hinzuschauen. Aber im Vergleich zu dem öden Krimi ist dies nahezu ein Meisterwerk. Der Oscar für Natalie Portman ist völlig verdient und auch die gute Kunis hätte was verdient. Insgesamt hat mich Black Swan bis zum Ende hin gepackt und nicht mehr losgelassen. Das ist ganz großes Kino. Was ist Traum, was ist Wirklichkeit? Kaum ein Film verbindet diese simple Prämisse mit anderen Motiven, wie Rivalität und auch der Wunsch nach Perfektion. Das einzige Problem ist, dass er mich nicht völlig gepackt hat. Die ersten zwanzig Minuten waren doch etwas langweilig, was aber dann locker wieder wett gemacht wurde. Insgesamt muss man den Film gesehen haben. Nach dem Wrestler hat Aronofsky nun endgültig mein Interesse geweckt, weitere Sichtungen seiner Filme werden folgen!
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
The Chief Tue, 05 Mar 2013 19:02:29 -0000
Kommentar löschenFür die Rolle der Nina bekam Natalie Portman den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Absolut verdient. Sie spielt hervorragend und gibt dem Film Klasse, der in mehr als sehenswert macht.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
doktormovie Tue, 05 Mar 2013 18:49:38 -0000
Kommentar löschenBlöder Lesbenporno,der soweit entfernt von einem Psychothriller ist,wie Uwe Boll vom Oscar als beste Regie!!! ...
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
Drumhead92 Tue, 05 Mar 2013 19:05:42 -0000
Antwort löschenAber... Aber.... Lesben!! Das ist doch das ausschlaggebende Argument! :D
doktormovie Tue, 05 Mar 2013 19:08:21 -0000
Antwort löschenOkay,3 Punkte für die Szene von Mila Kunis und Natalie Portman :D
doktormovie Tue, 05 Mar 2013 19:09:37 -0000
Antwort löschenOkay,3 Punkte für die Sex-Szene :D
Drumhead92 Tue, 05 Mar 2013 19:24:47 -0000
Antwort löschenSiehste! Sooo schlecht ist der Film auch wieder nicht.... ^^ Ich fand ihn zwar besser. Aber Gescmäcker sind halt verschieden. :)
Rainhard Sun, 24 Mar 2013 01:25:47 -0000
Antwort löschenGeschmack wird letztendlich auch von der Fähigkeit beeinflusst Dinge wahrnehmen zu können. Und wenn da ein Defizit besteht...wie kann man da viele gut gemachte Filme bewerten? Es ist einfach nur verdammt lächerlich das hier zu lesen. Man kann unterschiedliche Geschmäcker haben- aber eine Inszenierung nicht zu erkennen und so resistent gegenüber jeglicher Kinokunst zu sein, das ist nicht einfach nur Arroganz, eigensinnig oder eben gar Geschmackssache- das ist vor allem arm- und dann noch so nen beschissenen Kommentar hinzurotzen, einfach ziemlich respektlos und anmaßend gegenüber den Menschen die Kino leben und Kino machen.
doktormovie Sun, 24 Mar 2013 15:25:57 -0000
Antwort löschenDieser Film ist vielleicht ein Kunstwerk,aber nicht in meinen Augen.Wäre ich ein Kritiker,würde der Film eine bessere Bewertung bekommen,da ich dann von meinen Geschmack wegsehen müsste,aber hier nicht.Hier unterscheiden sich Geschmäcker und das ist auch gut so.Und ich bin nicht blind.In diesem Film geht es um die Perfektion,Ehrgeiz und Konkurrenz .Das vermischt sich mit einem Tanzfilm/Psychothriller.Wem sowas gefällt.kann ich den Film empfehlen.Ich fand ihn nicht gut.Punkt.
doktormovie Sun, 24 Mar 2013 15:27:20 -0000
Antwort löschenUnd mein Kommentar war doch nicht ernst gemeint,sondern eher lustig,aber wenn du willst kann ich dir eine ernsthafte lange Kritik,ohne Humor schicken.
Rainhard Sun, 24 Mar 2013 17:32:49 -0000
Antwort löschenOkay;-) Ironie ist nicht immer gleich zu verstehen, wenn sie nur gschrieben steht...weil deine Ironie nicht meine sein muss und umgekehrt. So wie Du es mir als Antwort auf meinen Kommentar geschrieben hast, ist das für mich besser zu verstehen und finde das okay, weil es eben dein Geschmack/nicht dein Geschmack ist;-)
Alle 10 Antworten zeigen
doktormovie Sun, 24 Mar 2013 17:51:13 -0000
Antwort löschenOkay :)
Aus mit dem Zickenterror xD
Rainhard Sun, 24 Mar 2013 20:15:53 -0000
Antwort löschenSi^^
Bourbon Tue, 05 Mar 2013 17:37:42 -0000
Kommentar löschenDer nächste Film, den ich eigentlich gar nicht sehen wollte. Warum ich es dennoch getan habe, liegt wohl eher daran, dass dieser Film gute Bewertungen bekommen hat. Aber nun zum eigentlichen: Um ganz ehrlich zu sein: Ich schaue mir Filme mit der Kategorie Drama eigentlich selten an, da dies nicht so meins ist. "Black Swan" gehört jedoch zu den Filmen, die ich gerne gesehen habe. Am Anfang denkt man, dass das Ballett sehr im Vordergrund steht und macht sich auch keine großen Hoffnungen. Ich meine, was soll daran interessant sein, beim Ballett zuzuschauen? Und es wurde wirklich interessant, denn es hat dem Zuschauer gezeigt, wie die Protagonistin tickt sowie der Alltag sie beeinflusst. Sie ist am Anfang sehr zurückgezogen, möchte aber um jeden Preis die Hauptrolle in dem Ballettstück bekommen. Dem Zuschauer wird mit jeder Szene die Protagonistin näher gebracht, wie sie sich verändert und den "Black Swan", also den Schwarzen Schwan, selber in der Realität verkörpert und in sich lässt. Dies beeinflusst sie stark, jedoch möchte sie es nicht wahrhaben. Diese Charakteränderung zeigt uns wiederum auch das Ballett. Zudem gibt es immer wieder Überraschungen und Wendungen, die den Zuschauer an den Film fesseln.
Fazit: Obwohl in "Black Swan" das Ballett zunächst in den Vordergrund rückt, nimmt es im Verlauf des Films eine bedeutende Rolle sein, und es entwickelt sich ein wirklich guter und spannender Film. Die Veränderung der Protagonstin wurde gut dargestellt, sowie die verschiedenen Überraschungen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Blizzardius Tue, 05 Mar 2013 15:22:31 -0000
Kommentar löschenEin überraschend-verstörender Film, der viele offen lässt - was hier aber positiv wirkt. Man ist am Ende nicht überrascht, das irgendwie die Auflösung fehlt. Den ganzen Film hindurch verschwimmt Realität und Fiktion, so dass sich dies konsequenterweise bis zum Ende durchzieht. Allerdings stört es eben auch nicht, dass man manchmal nicht genau weiß was wirklich passiert. Genau dieses Stilmittel macht den Film aus meiner Sicht so großartig. Ein Film ohne "Auflösung", die man aber auch nicht braucht, sondern bei dessen Ende man einfach überrascht und nachdenklich sitzen bleibt.
Zudem spielt Natalie Portman aus meiner Sicht eine großartige Rolle, die Mimik und Gestik inkl. Tanzeinlagen (ich mag eigentlich auch kein Balett) sind nahezu perfekt gespielt. Man nimmt ihr jegliche Verwirrung, Verzweiflung und Unsicherheit ab. Ohne diese Hauptrolle wäre der Film sicher nur halb so gut.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
DeutschePraezision Tue, 05 Mar 2013 09:28:07 -0000
Kommentar löschenDie erste Hälfte des Films habe ich im Free TV gesehen. Da aber ständig Werbung war und ich mir von dem Ende so verdammt viel erwartet habe (und ich es nicht mit unterbrechungen sehen wollte) beschloss ich mir den Film aus der Videothek am nächsten Tag auszuleihen, was ich auch tat und ihn noch einmal komplett und konzentriert ansah. Vom Ende war ich enttäuscht. Vieles wurde einfach nicht aufgeklärt und irgendwie saß ich (metaphorisch gesehen) mit offenem Mund vorm Fernseher, als der Abspann begann zu laufen. Ich habe mir so viel Mehr erhofft (was eindeutig mein Fehler war). Nach einigen Minuten grübeln, machte dann Vieles einen Sinn
SPOILER-----------
Sie hat sich halt irgendwie unterbewusst "das Leben gebnommen/verletzt" damit sie die Rolle perfekt spielt. Das hat sie ja auch. War sie in ihrer Tanzlehrer verliebt? Augenscheinlich schon, wieso sonst der Kuss. War das Fiktion oder Realität das sie ihm beim GV mit Lily erwischt hat? In dem Ballettstück sollte es ja darum gehen, das der frigide, nette weisse schwan von dem schwarzen Schwan getäuscht wird und dieser sich mit dem SchwaRm davon macht, wenn ich das richtig verstanden habe. Deshalb trieb sich der weisse Schwan in den Selbstmord. Irgendwie war das ja nun auch in der Realität so, wenn meine These stimmt das sie den Tanzlehrer "liebte" und dieser mit m.Kunis liebäugelte.
Fazit:
Ich bin etwas verwirrt und einige Fragen blieben mir einfach ungeklärt.
Was jetzt an irgendwelchen "Lesben-szenen" so toll gewesen sein soll ist mir ein Rätsel. Auch die "Selbstbefriedigungsszene" war ein Witz, meiner Meinung nach. Wo ich mich fragte Haben wir den selben Film gesehn ? Wie nötig habens da Einige das bei Youtube hoch zu laden ... 14 jährige die sich darauf einen r**** h****??
Ansonsten war der Film ok, entsprach bloß leider zum Ende hin nicht meinen Erwartungen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
tomgo92 Tue, 05 Mar 2013 01:40:07 -0000
Kommentar löschenLange Zeit konnte ich mir unter der Mischung aus Tanzfilm und Psychothriller keinen wirklich gelungenen Film vorstellen. Letztlich blieb dies auch so - nach meiner Auffassung sind diese Genres nicht kombinierbar. Grundsätzlich bin ich wahrlich kein Fan von Tanzfilmen. Allerdings sind die Szenen diesbezüglich gelungen, auch Natalie Portmans Einsatz lässt sich sehen. Tchaikovsky´s Musik ist natürlich hervorragend und wird von Mansell immer wieder gekonnt eingesetzt. Portmans Oscar ist für mich absolut gerechtfertigt. Sie liefert eine zwielichtige, exzellente Darstellung eines innerlich zerrissenen, eigentlich braven Mädchen, welches durch den Druck des Lehrers allmählich psychisch kollabiert. Dies ist gewollt zur Erhöhung der Identifikation mit dem schwarzen Schwan. Der Film als Gesamtwerk allerdings wirkt für mich teilweise unlogisch und befremdlich - die Psychothrillerelemente passen schlicht und einfach nicht zu dem Schwanenseeballett. Fazit: Für Fans von Tanzfilmen bzw. Psychothrillern bleibt die Kombination interessant und allein aufgrund von Portmans Rolle sollte man den Film einmal gesehen haben. Allerdings bleibt es bei mir auch bei diesem einen Mal.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
KrüppelGuido Mon, 04 Mar 2013 22:12:04 -0000
Kommentar löschenIch bin ehrlich beeindruckt von diesem Film. Habe mich lange vor ihm gedrück, den Tanzfilme sind eigentlich nicht so mein Fall. Aber ich hätte natürlich wissen müssen, dass ein Darren Aronofsky nicht irgendein Tanzfilm hinlegt. Und tatsächlich ist "Black Swan" weniger Tanzfilm als viellmehr Psychothriller. Natalie Portman spielt brilliant und auch Vincent Cassel und Mila Kunis sind hervorragend besetzt worden. Ach ja, die "Verwandlung" ist einfach nur unglaublich schön und fazinierend anzuschauen.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
T00BI Mon, 04 Mar 2013 20:52:41 -0000
Kommentar löschenDie junge Nina (Natalie Portman) wurde für ein New Yorker Ballettensemble unter der Leitung von Thomas Leroy (Vincent Cassel) zur neuen Hauptdarstellerin des Bühnenstücks "Schwanensee" ausgewählt. Dabei hat sie mit dem schwarzen und weißen Schwan gleich zwei Rollen zu tanzen. Während sie den weißen Schwan perfekt beherrscht hapert es noch bei der Umsetzung des schwarzen Schwans. Als dann mit Lilly (Mila Kunis) auch noch eine weitere ernstzunehmende Konkurrenz zum Team stößt, steht die ehrgeizige Nina unter enormen Druck.
"Perfektion ist nicht nur eine Frage der Kontrolle, sondern auch des Fallen lassens!"
Ach was ärgere ich mich heute, dass ich für den Film nicht im Kino war. Damals hatte ich voller Naivität geglaubt, "Black Swan" wäre ein weiterer 08/15 Tanzfilm und hatte ihn daher schon abgehakt. Dann vor ein paar Wochen fragte mich dann ein Freund ob ich denn schon "Black Swan" gesehen hätte, weil er doch so psycho ist und so ganz anders als erwartet. Voller Neugier hab ich mir den Film dann doch angeguckt und es hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt.
Schon sehr früh merkt man, dass es sich hierbei nicht um einen gewöhnlichen Tanzfilm handelt. Auch wenn der Film eher langsam Fahrt aufnimmt ist man doch von Anfang an gefesselt, was unter anderem daran liegt, dass schon sehr früh seltsame Szenen gezeigt werden die man sich nicht erklären kann und zum Teil doch sehr verstörend wirken. Ich bin wahrlich kein Experte was Ballett angeht, aber ich muss sagen, dass einige Tanzszenen zudem auch sehr gut aussehen und dem Ganzen zusammen mit der schwarz-weiß Optik eine gewisse Atmosphäre verleiht. Mit zunehmender Filmdauer wird es dann immer spannender und der Film zeigt richtige Schockmomente mit teils blutigen, ekligen Szenen. Zum Ende hin entwickelt sich "Black Swan" dann zu einem richtigen Psychothriller, wo von Horrorelementen bis hin zu wirklich verstörenden Szenen alles dabei ist, bis das Ganze schließlich in einem dramatischen Finale endet. Meiner Meinung nach funktioniert der Film auch deshalb so gut, da auf der einen Seite die sehr vernünftige Nina steht, die unter ihrer fürsorglichen Mutter hart dafür arbeitet den Tanz perfekt abzuliefern ,das Ganze dann zu einem eher ruhigen Score von Clint Mansell. Auf der anderen Seite sind dann aber diese immer wieder kehrenden und zunehmenden Schockmomente. Gerade dieser Kontrast macht die Wirkung des Films umso stärker. Ich muss zugeben das ich bei einigen Szenen echt geschockt war und mir ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen ist, was viele echte Horrorfilme so nicht geschafft haben.
"Der einzige Mensch, der dir im Weg steht bist du!"
"Black Swan" würde aber lange nicht so gut funktionieren, wenn Natalie Portman nicht so stark aufspielen würde. Ich weiß nicht ob der Oscar berechtigt war, weil ich die Konkurrenz nicht kenne, aber verdient hat sie sich den goldenen Mann allemal. Sie hat zu jeder Sekunde überzeugt und gerade deshalb wird der Zuschauer immer mehr in den Bann gezogen. Aber auch Vincent Cassel hat mir in seiner Rolle des etwas seltsamen Ensembleleiter sehr gut gefallen und Mila Kunis ist sowieso immer wieder ein Hingucker.
"Es war Perfekt. Ich war Perfekt."
FAZIT: "Black Swan" hat als Mix aus Drama/Tanzfilm/Psychothriller sehr ruhige Szenen aber auch einige schockierende Horrorelemente zu bieten und wird mit zunehmender Filmdauer immer Spannender. Vor allem wegen der groß aufspielenden Natalie Portman aber auch einem schönen Soundtrack von Clint Mansell, der den Film immer wieder passend untermalt, weiß "Black Swan" über die komplette Laufzeit zu fesseln. Super!
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
CHF Mon, 04 Mar 2013 21:17:15 -0000
Antwort löschenDa fällt mir mir doch grade auf, ich bin noch kein Fan von Natalie Portman.Untragbare Zustände sowas...gleich mal nachholen. Klasse Kommentar!
T00BI Mon, 04 Mar 2013 21:21:40 -0000
Antwort löschenDanke :)
Oh, dann aber schnell ;) Ich hab Natalie Portman bisher nur in Nebenrollen gesehen (abgesehen von Leon - Der Profi), aber mit dem Film hat sie mich nun endgültig überzeugt, da musste ich dann auch sofort Fan werden.
CHF Mon, 04 Mar 2013 21:42:19 -0000
Antwort löschenSo,erledigt:)))
Wirf mal einen Blick auf "Brothers". Ist auch sehenswert.
T00BI Mon, 04 Mar 2013 21:56:52 -0000
Antwort löschenStimmt Brothers hab ich sogar hier, aber schon länger nicht mehr gesehen, werd ich mit aber bestimmt bald nochmal anschauen ;)
Alle 6 Antworten zeigen
Martin Oberndorf Mon, 04 Mar 2013 22:21:07 -0000
Antwort löschenDen Film fand ich beim ersten Mal sehr verstörend, und konnte nur sehr schlecht eine Wertung abgeben, da ich gleichermaßen abgestoßen und fasziniert war. Beim zweiten Mal ist die Wirkung schon weniger, da man den Charakter des Films schon kennt, dafür kommt die Genialität besser zur Geltung. Und zum Thema Natalie Portman: V wie Vendetta. Warum die für diese Bombenleistung nicht für den Oscar nominiert war, ist mir unbegreiflich.
T00BI Mon, 04 Mar 2013 22:34:10 -0000
Antwort löschenGerade das fand ich in Black Swan so genial, aber wie du schon sagst ich freu mich schon den Film nochmal zu sehen, weil man beim zweiten schauen oft viele Details wahrnimmt die man beim ersten Sehen oft übersieht. Von V wie Vendetta hab ich bis jetzt nur gehört, aber danke für den Tipp den werd ich mir vormerken ;)