Black Swan
Black Swan (2010), US Laufzeit 108 Minuten, FSK 16, Musikfilm, Thriller, Drama, Kinostart 20.01.2011
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502 Kommentare
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von Darren Aronofsky, mit Natalie Portman und Mila Kunis
Nina (Natalie Portman) ist in Black Swan eine ehrgeizige und leidenschaftliche Ballett–Tänzerin, die ihr Leben ausnahmslos ihrer Arbeit an der New Yorker Ballet Company widmet. Dabei wird sie energisch von ihrer Mutter (Barbara Hershey), selbst eine ehemalige Tänzerin, gefördert. Als die Rolle der Primaballerina für die Produktion des Klassikers Schwanensee neu besetzt werden soll, wird Nina von Regisseur Thomas Leroy (Vincent Cassel) favorisiert. Sie bekommt jedoch schnell Konkurrenz durch die jüngere Lily (Mila Kunis), die zwar technisch schwächer ist, aber eine Leichtigkeit besitzt, die sich nicht mit Übung erreichen lässt. Zwischen den beiden entsteht eine außergewöhnliche Beziehung, die zur Zerreißprobe für Nina wird. Immer intensiver lernt sie die düstere Seite ihres Selbst kennen, das ihr bedrohlicherweise immer ähnlicher wird.
Nach The Wrestler widmet sich Regisseur Darren Aronofsky mit Black Swan erneut der Welt des Sports. Dieses mal entwirft der Ausnahmeregisseur daraus jedoch einen psychologischen Thriller, der den Kampf einer zwanghaft besessenen Ballerina mit sich selbst thematisiert. Für die Besetzung der Hauptrolle entschied sich Aronofsky schon in der frühsten Entstehungsphase des Projekts für Natalie Portman. Die Schauspielerin bereitete sich für Black Swan über einen Zeitraum von sechs Monate mit einem täglichen Training von fünf Stunden vor. Den Zuschlag für die Rolle der Gegenspielerin bekam mit Mila Kunis überraschenderweise eine Schauspielerin, die bisher vor allem aus Komödien oder TV-Serien bekannt war. Eine richtige Entscheidung wie spätestens mit dem Darstellerpreis für Kunis bei dem Filmfestspielen von Venedig klar wurde. Dort feierte Black Swan als Eröffnungsfilm im September 2010 seine Premiere. Mit Schauspielgrößen wie Vincent Cassel, Barbara Hershey und Winona Ryder ist Black Swan auch in seinen Nebenrollen äußerst gut besetzt.
Cast & Crew
-
Darren Aronofsky
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Natalie Portman
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Mila Kunis
-
Vincent Cassel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Korolyevna
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Winona Ryder
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Barbara Hershey
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Benjamin Millepied
Regie
Schauspieler
-
Ksenia Solo
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Veronica
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Kristina Anapau
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Janet Montgomery
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Madeline
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Sebastian Stan
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Toby Hemingway
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Sergio Torrado
-
Mark Margolis
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Fithian
-
Tina Sloan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Fithian
-
Abraham Aronofsky
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Stein
-
Charlotte Aronofsky
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Stein
-
Marcia Jean Kurtz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Georgina
-
Shaun O'Hagan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Sebastian
-
Christopher Gartin
-
Deborah Offner
-
Stanley Herman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Onkel Hank
-
Andres Heinz
-
John J. McLaughlin
-
Mark Heyman
- Genre
- Tanzfilm, Psychothriller, Drama
- Emotion
- Spannend, Verstörend
- Handlung
- Badewanne, Ballett, Ballettschule, Balletttänzerin, Ballettunterricht, Besessenheit, Besetzung, Bühne, Casting, Champagner, Drogentrip, Ehrgeiz, Eifersucht, Fallen, Frauenfreundschaft, Konkurrenz, Kotze, Kuchen, Künstler, Lesbe, Lesbischer Kuss, Lesbischer Sex, Masturbation, Missgunst, Mutation, Mutter-Tochter-Beziehung, Nachtclub, Nacktheit, New Yorker, Oralsex, Petting, Rivalen, Schizophrenie, Schwanensee, Starke Frau, Strippen, Suizid, Tanzlehrer, Taxi, Toilette, Traum, U-Bahn, Wahnvorstellung, Zeh
- Ort
- New York City
- Zeit
- 2010er Jahre
Drehbuch
Filmdetails Black Swan
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Links zum Film Black Swan
- Black Swan: film-zeit.de
- Black Swan: critic.de















Kritiken (44) — Film: Black Swan
beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/
Kommentar löschen[...]Der Film ist ein Psychodrama, das geschickt mit Metaphern spielt und die Ängste und Paranoia von Nina in den Vordergrund stellt, um dem Zuschauer lange im Unklaren zu lassen, was sich wirklich abspielt und was in ihrem Kopf geschieht. Aronofsky spielt klar seine in “Pi” und “Requiem For A Dream” perfektionierten Stärken aus und schafft es, trotz einer kafkaesken Geschichte nicht in Lynch’schen Verschwurbelungen zu versinken. Auch die Wahl der Darsteller hätte nicht besser getroffen werden können, allen voran Natalie Portman und Mila Kunis, die beide für ihre Rollen aufwendiges Ballett-Training über sich ergehen ließen, um ihre Rollen glaubwürdig ins Licht zu setzen.[...]
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Black Swan» ist ein sowohl bedrückendes als auch glanzvolles Meisterwerk, das wie kaum ein anderer Film durch eine unausweichliche Wucht mitreisst.
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenEin Tanzfilm, der auch Psychothriller sein will, eine Tänzerin, die bis zur Selbstzerstörung nach Perfektion strebt. Billige Schockeffekte und dämliche Klischees oder gelungener Horror und die Muster eines treffsicheren Genrefilms? Ansichtssache. Nur das Lob für Frau Portman muss einstimmig ausfallen. (Mehr Streit über Black Swan im Podcast)
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenNathalie Portmann wir den Oscar bekommen, für Ihre schauspielerische und tänzerische Leistung. Die Psycho-Thematik muss man mögen, dann sind sicher noch 1-2 Punkte mehr drin.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenfilminformer-Filmtipp Januar 2011: Mit "The Wrestler" sorgte Kultregisseur Darren Aronofsky ("Requiem for a Dream"; "The Fountain") weltweit für Furore - jetzt präsentiert er mit BLACK SWAN erneut eine außergewöhnliche Geschichte voller Obsessionen. Natalie Portman glänzt in diesem spannenden Psychothriller in der Hauptrolle als ehrgeizige Balletttänzerin und ist eine heiße Kandidatin, zu mindest für eine Oscar-Nominierung. Den Golden-Globe 2010 als beste Hauptdarstellerin hat...
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Imran 2011/02/26 16:55:45
Antwort löschenIch bin blöd.
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Dass sich zu den geschickten inszenatorischen Mitteln auch noch eine Hauptdarstellerin gesellt, die ihrer Aufgabe eine Wahnsinnige darzustellen überaus gerecht wird, ist ein weiterer Pluspunkt für den Film. Natalie Portman versteht es meisterhaft eine Nina darzustellen, die anfangs bieder ist und von ihrem Chef gar als „frigide“ bezeichnet wird; die sich dann aber immer mehr in den Untiefen ihrer Seele verliert, immer weitere dunkle Ecken ihrer selbst entdeckt. Anfangs unbedarft wie eine Zehnjährige, die das erste mal die Nase aus dem elterlichen Nest stecken darf und zum Ende hin die Ausgeburt von Leidenschaft und Verführung. Meiner Meinung nach durchaus einen Oscar wert. [...]
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenOkay, mit dem Thema Ballett kann ich nicht wirklich was anfangen, und von daher war ich skeptisch. Nun die Überraschung: Natalie Portman ist grandios, zerbrechlich, verklemmt, psychotisch. Auf jeden Fall ein heißer Oscar-Kandidat für beste Hauptdarstellerin. Auf jeden Fall spannend ist der Film auch, es gibt erotische Fieberträume und rätseln, wenn man sich fragt, wann Realität und Wahn verschwimmen... Hat mir gefallen, vor allem schauspielerisch....
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Chross 2011/02/06 00:58:47
Antwort löschenda kann ich dir einfach nur zu stimmen ;)
Christian Alt: NEGATIV
Kommentar löschen[...] Black Swan ist ein absolut aufregender Film – und das im ursprünglichen Wortsinn. Die radikale Offenlegung des Inneren der Protagonistin macht ihn zum interessantesten des gerade erst begonnenen Kinojahres, auch wenn der Körperhorror nicht jedermanns Sache ist. Gerade Natalie Portman liefert in Black Swan eine ihrer besten Leistungen ihrer Karriere ab – sie trägt den gesamten Film und dürfte dafür auch bei der anstehenden Award-Season gebührend gefeiert werden.
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Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschen[...] Das sind die wenigen Szenen, die etwas vom Film zeigen, was er fast die ganze Zeit über nicht zeigt: Transzendenz. Es ist ironisch, dass gerade ein Film, der so auf Perfektion getrimmt ist, seine Figuren selbst über die Imperfektion von Perfektion sprechen lässt gerade seinen eigenen Fehler begeht. [...] Die ganze Laufzeit über entwickelt sich wenig. Wenig Spannung, wenig Tiefe, wenig Transzendenz. Schade, wirklich schade. Ich war ziemlich unbeeindruckt. Schöne Bilder, ja, plakativ, aber schön, ja. Lesbenszene, ja, super. Mindfuck? Nein. Subtilität? Nein. Black Swan ist nur ein etwas überdurchschnittlicher Film, der im Hinblick auf den ambitionierten Regisseur eine klare Enttäuschung darstellt. Ich musste bis zu den letzten Minuten warten, um endlich etwas zu spüren, was nicht von vornherein festgeschrieben war. [...]
Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
Timo82 2011/02/01 20:37:48
Antwort löschenSelten so ein Mist gelesen. Warum glauben eigentlich einige das es furchtbar klug ist und eine Kritik furchtbar gut zu Papier gebracht ist, wenn man viele Fremdwörter nutzt und eine Beurteilung schreibt mit der die meisten nichts anfangen können. Sagt doch einfach mal was Sache ist!ACHTUNG SPOILER!: Das Black Swan dem Zuschauer zeigt, welchen physischen als auch psychischen Anforderungen diese junge Ballerina, ausgesetzt ist. Abgeschnitten von der Außenwelt kennt sie nur die Academy und die kleine und enge Wohnung ihrer tyrannischen Mutter, die sich nur eins wünscht - das ihre Tochter den Erfolg einfährt den Sie selbst nie erfahren durfte - da sie schwanger wurde und ihre Karriere aufgeben musste. Am Ende hält die junge Frau dem Druck nicht stand, verliert den Verstand und tanzt grandios in den Tod! ;)
eylan 2011/02/01 21:14:54
Antwort löschendanke für das ende jetz wird der
film noch spannender
Stellinka 2011/02/02 11:03:22
Antwort löschen:D @eylan dann les doch die Kommentare nicht!
@Timo82 ein Hoch auf dein Kommentar! Bin 100% deiner Meinung!
Timo82 2011/02/02 17:08:19
Antwort löschen@eylan: Ich schreib doch extra ACHTUNG SPOILER, tut mir also gar nicht leid!
@Stellinka: Danke!
WaldderChiller 2011/02/05 00:01:14
Antwort löschenBin zwar, was die Meinung zum Film angeht, in keinster Weise Khitos' Auffassung, aber sein Sprachstil lässt sich jetzt nicht wirklich wegen der "immensen" Menge an Fremdwörter kritisieren.
Sorry, zu einer eloquenten Artikulation und einem Text mit Finesse sollten in denselbigen einfach, einige wohlklingende, aus fremden Sprachen entnomme Vokabeln im Text eingebettet werden. Ansonsten bietet dir das Internet die Möglichkeit alles nachzuschlagen. Mach ich auch.
powerpuff_girl 2011/02/12 01:43:29
Antwort löschenich bin auch verzweifelt auf der suche nach den vermeintlichen fremdwörtern in dieser kritik. mir würde höchstens "transzendenz" als solches auffallen. aber sonst? "perfektion", "spannung", "tiefe", "nein"? und der kommentar ist für mich keine kritik sondern eine zusammenfassung des films - sehr relevant also, danke.
Simsi 2011/02/13 13:15:00
Antwort löschenKann mich dieser Meinung hier nur anschließend. Der Film hat mich über seine komplette Laufzeit irgendwie nicht gepackt...mir hat daran etwas gefehlt. Man bleibt die ganze Zeit mit den Protagonisten auf Distanz, so ging es mir zumindest. Natalie Portman spielt gut, aber so wie sie für die Rolle weltweit gefeiert wird, also ich weiß nicht. Mich hat sie mit dieser Roller nicht sonderlich berührt! Das einzig unterhaltsame am ganzen Film fand ich die Auftritte von Mila Kunis, die wenigstens etwas Auflockerung in dieses ganze Einerlei gebracht haben. Vom Regisseur hätte ich echt mehr erwartet....alles in allem ein völlig überbewerteter Film
Alle 9 Antworten zeigen
fanboy87 2011/02/13 19:19:36
Antwort löschenstimme ebenfalls zu. völlig überbewertet!
Mich hat der film zu keiner Zeit gepackt, oder gar zum Nachdenken angeregt, (über was auch) Selbst wenn ich großer Balett Fan wär,
würde mich der Film wahrscheinlich ebenso wenig begeistern wie #eh schon...
Fazit: Muss man definitiv NICHT gesehen haben!
Marco31 2011/06/08 08:59:48
Antwort löschenHmmmm... nun ja, in der künstlerischen Form bestimmt ein kleines Glanzstück, aber sicher nicht das beste was 2011 und das Kino bisher hervorgebracht haben. Ein Drama, ein Tanzfilm oder doch eher ein Erotikthriller mit Schockelementen (die gar nicht so schockig sind)!? Die Story ist komisch, unüberschaubar und verwirrend. Im Prinzip hätte man nach den ersten 5 Minuten auf Pause machen können und den Streifen bis auf die letzten 20 Minuten vorspuhlen können, aber da ich mir einen Film eigentlich immer versuche ganz anzugucken, wenn er nicht zu ermüdent ist habe ich dieses dann auch hier so gehalten. Die Thematik scheint mir doch nur was für eingefleischte FANS von Schwanensee und der gleichen und da ich den tänzerischen "HÖCHSTLEISTUNGEN" einer Ballerina nur etwas in meinem Schlafzimmer abgewinnen kann, hat mich dieser Film nicht wirklich überzeugt. Stellenweise interessant, findet man zwischendurch auch Ansätze zur Tiefe, diese lassen aber leider nur allzuschnell wieder nach, daher kann man leider keine wirkliche Verbindung zur Hauptfigur aufbauen und mir dieser auch nur wenig mitfühlen, die Dialoge sind sperrlich simpel gehalten und so zieht sich der Streifen auch hin. Einzig der flotte Zungentango von Mila Kunis in dem südlichen Bereich der Hemisphäre von Portmann bringt einbißchen Licht ins dunkle. Allerdings muss ich die Leistung von Natalie Portmann wirklich loben. Denn diese war großartig und Sie hat sich den Oscar auch wirklich verdient. Sie verkörpert die schizophrene Tänzerin, die langsam (und ich meine langsam) anfängt durch zu drehen und unter dem Druck IHRER surrealen Welt zusammenbricht mit absoluter Hingabe. Das macht den Streifen leider auch nicht besser und interessanter für den Zuschauer. Das was dem Director mit "The Westler" gelungen ist, macht er mit Black Swan leider wieder wet. Nehmen wir mal die Leistungen von Portmann und die erotischen Szenen raus, bleibt diesem Film unterm Strich leider nicht viel ausser einem mittelmäßigem Eindruck.
Fazit: Wenn man Ballett sehen will, sollte mann ins Theater gehen.
Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at
Kommentar löschenBLACK SWAN ist nicht nur ein Thriller, ein Drama, oder ein Film indem Schauspieler beeindrucken dürfen. BLACK SWAN ist mehr als ein künstlerisch wertvoller Teil der Filmgeschichte. Dieses von Darron Aronofsky inszenierte Werk ist auch auf lange Sicht gesehen ein ganz großes Stück Kino. Tief bohrt sich die Geschichte in die Köpfe der Betrachter und wird vermutlich nicht so schnell wieder wegzubekommen sein. BLACK SWAN ist verstörend, eindrucksvoll und grandios.
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenBlack Swan ist ein abgründiger Thriller um Perfektionismus, Selbsthass und Selbstzerstörung. Wie die beiden gegensätzlichen Schwan-Figuren, die die Heldin verkörpern soll, verbindet auch der Film selbst Schönheit, Anmut und Grazie mit den Härten im Betrieb des klassischen Balletts.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschen„Perfektion ist nicht alles“ -
Sätze wie dieser kommen zwar im Script von Mark Heyman vor, werden von Darren Aronofksy auf dem Regiestuhl aber zu keiner Zeit verinnerlich, und bisweilen sogar ins Groteske verkehrt.
In vielerlei Hinsicht ist BLACK SWAN wahrscheinlich wirklich so etwas wie die bisherige Schaffensessenz seines Schöpfers; ein Film gefangen im Vakuum zwischen gefälligen Big-Picture-Kino und dem Versuch sich von eben diesem zu entkoppeln; ein Werk, das gerne bedeutsam wäre, und es doch nicht ist; dessen einzige Reflexion in Spiegeln und Glasscheiben stattfindet.
Es ist nicht die Oberfläche, an der Aronofskys fünfter Film scheitert, es ist vielmehr seine Oberflächlichkeit: Überzogene Branchensatire trifft auf Paranoia-Wahn und Emanzipationsdrama, und letztendlich ist es stets das mangelnde Fingerspitzengefühl, der Verzicht auf Subtilität, die BLACK SWAN genauso zusammenbrechen lässt, wie seine Hauptdarstellerin.
/p>Es ist ein Film, der…
Kritik im Original 30 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 92 Antworten
der cineast 2011/01/23 22:05:49
Antwort löschenMal wieder nichts verstanden Herr Manski, aber schön geschrieben :)
Eine, 3 nicht ein wenig zu viel? Ist es einfach der Wille Hype zu zertören, oder eher der Wille Aufsehen zu erregen, eine 3 ist für den hässlichen Schwan doch viel zu milde, eine null eher. Ist im Grunde ja alles in allem Dreck. Besitzt keine Vituosität uns ist einfach nur stinklangweilig. Keine Kunst eben. Das Problem an deiner Kritik ist nur
das du sie Obejektiv erscheinen lässt, dabei aber nur deine eigene Warnehmung präsentierst, das verwirrt mitunter, den Filme scheiße zu finden ist eine Sache, den Text aber so zu Formulieren, das alle, die den Film gut finden dumm erscheinen zu lassen, eine andere.
Hitmanski 2011/01/23 22:10:57
Antwort löschenSPIDER gesehen? REPULSION gesehen? Ich tippe in beiden Fällen auf nein, trotzdem wirfst du mir vor, hier objektive Gegebenheiten durch Subjektivität zu verwässern. Einen absoluten Großteil dieses Reviews halte ich für vollständig nachweisbar, das hat nichts mit subjektiver Wahrnehmung zu tun.
Und nein: Es ist kein Wille einen Hype zu zerstören, so wichtig nehme ich meine Stellung dann doch nicht, es ist einfach ein "schwacher" Film - und nichts anderes drückt "3" in Zahlen aus.
facepalm 2011/01/23 22:11:40
Antwort löschenIch habe mir deine "Kritik" durchgelesen, aber habe im Prinzip nichts gelesen. "Es ist ein Keommntar, der sich nicht von der Stelle bewegt, der seine Leser zwar an der Hand packt und mitschleppt, aber doch nie in den Werdegang seines Verfassers involviert.", verstehst du? Ich weiß nicht, warum dir der Film nicht gefällt. Du verlierst dich irgendwie in Platitüden, versuchst Formulierungen zu finden die kompliziert klingen um zu verbergen dass du nichts sagst.
"Ein anämisches Erscheinungsbild und das Beherrschen von ein paar Choreografien kann doch nie darüber hinwegtäuschen, dass Portman weder den emotionalen Zwiespalt, noch die Ängste und Furcht wirklich glaubhaft zu machen vermag "
Natalie Portman spielt gut, für mich sogar fast perfekt. Aber schlecht kann das nicht sein, nicht aus objektiver Sicht und auch nicht aus subjektiver. Scheint, als suchtest du nach platten Argumenten. Hast du nicht im Vorfeld groß angekündigt, dich zwischen deinen Kameraden duffy und (Name entfallen) zwischen 3 und 5 anzusiedeln? Warst du nicht stolz, dass du das von dir sagen kannst? Freust du dich nicht, dass du gegen den Strom schwimmst?
"die weiterführende Diskussion über die Spaltung von Fleisch und Wille, mit der der Film während der gesamten Laufzeit zu kokettieren scheint, wird von Aronofsky weder konditioniert, noch ausgefochten."
Spaltung von Fleisch und Wille: Hier findet keine Spaltung statt, sondern eine Übernahme von innen. Das hat mit der Spaltung von Wille und Fleisch nichts zu tun, denn der Wille ist da, sie will das sein, was sie sein muss. Zudem: Wo wird diese nicht vorhande Spaltung von Fleisch und Wille nicht ausgefochten? Der Zweispalt baut sich auf und nimmt seinen Lauf (sollte sich nicht reimen, sorry dafür) und wird zuende gedacht. Wo fechtet Aronofsky sie nicht aus, der innere Zwiespalt ist das Hauptthema des Films, oder hab ich was nicht mitbekommen?
duffy 2011/01/23 22:28:44
Antwort löschenHere we go.
Benchyl 2011/01/23 22:32:43
Antwort löschenWarum muss jeder, der Black Swan schlecht empfindet, selbigen mit anderen Filmen oder aber den Regisseur mit anderen vergleichen, den Vergleich aber noch ihm selbst unterjubeln?
Und was zur Hölle macht Natalie Portman falsch? Auch das ist letztendlich Empfindungs- und Erwartungssache, die man nicht ausdiskutieren kann. Aber mal plump gesagt: Man nenne mir eine einzige feminine, altersgerechte Schauspielerin, die in der Lage ist, diesen Film zu tragen, wie Portman dies tut.
Und zuguterletzt ist nun Black Swan ein Beweis dafür, dass The Wrestler nur wegen Mickey Rourke gut war. Denn der, der Black Swan dreht, der kann niemals einen ansehbaren Film machen. Äh?
johannes89 2011/01/23 22:45:22
Antwort löschenMit den Aussagen "das hat nichts mit subjektiver Wahrnehmung zu tun" und "es ist einfach ein "schwacher" Film" wird (nur um meine, im übrigen höchst subjektive Sicht einzubringen) der Einspruch des "Cineasten" nicht wiederlegt sondern bekräftigt. Absolutismen und Ausgefeilte Rhetorik sind hier omnipräsente Mittel um sich an dem eigenen elitären Standpunkt, konträr des gemeinen Pöbels, zu ergötzen.
Dachsman 2011/01/23 22:47:48
Antwort löschen"Darren Aronofsky legt die Karten auf den Tisch, lässt keinen Zweifel daran, dass die Qualitäten von THE WRESTLER bei Rourke zu suchen sind, nicht bei ihm,..."
Würde ich so nicht sagen. Die Qualität von "The Wrestler" lag auch zu großen Teilen daran, dass Aronofsky bei diesem einfach mal nicht so getan hat, als wäre er der größte Regiesseur, der auf Gottes schöner Erde wandelt, also seine unerträgliche Wunderkindattitüde zurückgenommen und sich einfach darauf konzentriert hat einen guten Film zu machen.
Oder, wie es ein Bekannter von mir trefflich ausdrückte:
"Der Kerl braucht wahrscheinlich einfach einen Produzenten, der ihm mal ab und zu eine verpasst, dann würde der auch gute Filme machen."
J0J0 2011/01/24 00:46:00
Antwort löschenHitmanski goes duffy? ;-)
Billmaik 2011/01/24 02:12:09
Antwort löschenIch mag "Spider". Ich mag "Repulsion" (und im Übrigen auch deine sehr schöne Kritik zu ebendiesem), in meinen Augen Polanski's bester Film, sehr. Hier sind wir schonmal d'accord. Nur im Falle des schwarzen Schwanes trennen sich unsere Wege. Eine Tatsache die mich angesichts deiner, für mich freilich in keiner Weise nachvollziehbaren, fehlenden Wertschätzung für die bisherigen Arbeiten des Herrn Aronofsky nicht verwundert.
Während ich beipielsweise deine "Requiem for a dream"-Rezension für fehlgeleitet, haltlos und streckenweise haarsträubend erachte, ich hoffe du verzeihst mir meinen scharfen Ton, immerhin handelt es sich um einen meiner Lieblingsfilme, da darf man bei Verrissen auch mal grantig werden und sich in endlosen Nebensätzen verlieren, kann ich deine Haltung bezüglich "Black Swan" verstehen, hängt doch der sicherlich nicht unberechtigte Trash-Vorwurf wie ein Damoklesschwert über dem Film. Ja, ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass ein Großteil der Argumente deiner Review, ausgenommen vielleicht die Hetztirade gegen die darstellerische Leistung der Portman, tatsächlich vollständig nachweisbar sind. Nur funktioniert der Film für mich als Exploitationsvariation der Schizo-Thematik blendend, gelingt der Balanceakt zwischen Kunst und Kitsch so gut, dass ich ernthaft konstatiere, schon lange nicht mehr einen Kinosaal in einem vergleichbar elevierenden Gefühl gerade großer Unterhaltung beigewohnt zu haben verließ. Denn als eben solche, und ich weiß um die Schwammigkeit des Unterhaltungsbegriff, empfand ich "Black Swan" äußerst gelungen, auch wenn man die von dir benannten Schwachpunkte nur schwerlich von der Hand weisen kann. Dehalb kann man es gerade in dem spezifischen Fall eben doch auf die subjektive Wahrnehmung herunterbrechen. Ich habe die Entscheidung getroffen mich in all meiner Manipulierbarkeit den Wonnen der intellektuell aufgebauschten Weichspül-Traumfabriksfassung eines Mindfucks hinzugeben. Und hatte jede Menge Spaß dabei. Du warst ein Opfer deines analytischen Geistes, ich weiß jetzt nur nicht ob ich dich dafür bewundern oder bemitleiden soll :)
Le Samourai 2011/01/24 02:25:48
Antwort löschenWieder einmal ein wahsinnig elitärer, destruktiver, höchst schwachsinniger Verriss. Ich glaube bei Hitmanski ist das eine ausgeprägte Neurose, alle ansatzweise "gehypten" Filme zu zerstören (wobei ich nicht finde, dass man bei Black Swan von einem Hype sprechen kann (vgl. Twilight und co)), gegen den allgemeinen Kritikerkonsens schwimmen zu müssen und damit hier Aufsehen zu erregen.
Welche Schauspielerin auf diesem Planeten ist denn für solch eine Rolle bitte besser geeignet als Natalie Portman? Entschuldigung - aber wer ihre schauspielerischen Qualitäten nicht nur in Frage stellt, sondern ihr dieselbigen sogar abspricht und mit "anbiedernd" und "ausdruckslos" tituliert, hat schlicht und ergreifend keine Ahnung.
Wieso gehst du eigentlich ins Kino?
mitcharts 2011/01/24 07:49:10
Antwort löschen@Hitmanski
"[...]und das Beherrschen von ein paar Choreografien[...]"; lehnst du dich damit nicht ein wenig zu sehr aus dem Fenster?
Klassisches Ballet ist nicht irgendetwas was man auf die schnelle trainieren und durchchoreografieren kann.
Portman hat 8 oder 9 Jahre (genau weiß ich es nicht) Ballet getanzt und 1 Jahr vor Drehbeginn wieder mit dem Training angefangen um den Großteil der Szenen selber zu tanzen, dazu gehören auch die Spitzen. (bei Wideshots die en pointe getanzt werden mussten, wurde eine professionelle Ballettänzerin eingesetzt)
Das kann man nicht einfach so vortäuschen, wie du es mit deiner Aussage implizierst.
alanger 2011/01/24 12:13:44
Antwort löschenwas ist denn "Neoprätentionismus"?
Hitmanski 2011/01/24 12:19:31
Antwort löschenEin Neologismus, um dieses selbstgefällige Anstreben einer Perfektion (oder das, was viele darunter verstehen...) durch vorwiegend technische Mittel und Inszenierung, aber ohne größeren Rückhalt in der Geschichte zu beschreiben. Und "Neo" weil ich sowas seit Kubrick niemanden mehr so oft vorgeworfen habe, wie Aronofsky :P
Bradbury 2011/01/24 12:24:18
Antwort löschenSehr eloquent, Herr Student.
Bandrix 2011/01/24 15:01:08
Antwort löschenNa da hast du aber eine Welle der Entrüstung losgetreten, Hitmanski! ;)
Zwar stimme ich auch überhaupt nicht mit dir überein, aber die Aufregung der Anderen hier ist doch ein wenig fehl am Platz.
Geschmäcker sind verschieden und "Black Swan" teilt die Lager. Da nutzt es nichts, endlos darüber zu diskutieren.
Floyd- 2011/01/24 15:51:12
Antwort löschenDie Diskussion und Entrüstung rührt daher, dass eine 3.0 für Black Swan objektiv gesehen viel zu wenig ist. Zugegeben, man muss den Film nicht mögen. Ich selber war auch enttäuscht, trotzdem ist der Film vom Handwerklichen Aspekt auf jeden Fall sehenswert und nicht 'schwach'.
tobi12000 2011/01/24 17:18:37
Antwort löschendarf man fragen ob du eigentlich deine eigenen kommentare verstehst, hitmanski?
ich hab nämlich das gefühl, du versuchst auf möglichst abstrakte weise, mit möglichst vielen fremdwörtern und schachtelsätzen, einen film zu zerreissen, den du trotz deines zur schau gestellten intellektes, nicht verstanden hast.
ich hätte ganz gerne mal konkrete beispiele für die oberflächlichkeit, die satire, sowie rohrschach motive und bitte, bitte erklär mir nochmal genau was du an portmans darbietung zu kritisieren hast, denn was du kritisierst, sind die punkte in denen mir portman besonders gefallen hat.
Hitmanski 2011/01/24 17:31:30
Antwort löschen1) Der Film überzeichnet und überspitzt die dargestellte Branche, hantiert mit Klischees und Vorurteilen, von der gescheiterten Mutterfigur als Synonym für die Obsession der Eltern, der schmierige Ballett-Coach und das Abhängigkeitsverhältnis zu ihm; Konkurrenzkampf. Man kann das als Satire lesen, auch wenn die Mittel vergleichsweise plump sind.
2) Oberflächlichkeit; siehe oben. Ein Film der sich bewusst von der Märchenebene seines Stückes im Stück löst, sich an einem Psychogramm seiner Hauptdarstellerin versucht, letztendlich aber die Symboliken des Balletts übernimmt. Nur ist es ein Unterschied, ob ich Schwarz-Weiß-Metahphern in einer Bühnenbearbeitung sehe, die sich dem Erzählen eines Märchens verschrieben hat, oder in einem Film, der sich so offensichtlich als Psycho-Kino zu positionieren versucht, aber keine Tiefe auslotet.
3) Es gibt im Fil mehrere Rorschach-Motive; manche hängen ganz unverblümt an Wänden (wie in der Wohnung des Ballettlehrers), andere zeigen sich in Spiegelungen. Rorschach ist halt auch immer ein gern benutztes Motiv, um charakterliche Unsicherheiten darzustellen.
4) Die eine Spitze gegen Portman spiegelt einfach meinen Eindruck wider, weil ich ihre Art der Darstellung für sehr symptomatisch erachte: Die Verbissenheit, dieses Streben nach Perfektion macht sie stets damit deutlich, dass sie bedeutsam in die Leere starrt; eine Art der Darstellung, die in den letzten Jahren vermehrt prämiert worden ist, und deshalb hoch im Kurs zu stehen scheint. Insofern sehe ich darin auch eine gewisse Mutlosigkeit, die sich durchaus auf die Qualität des Films als solches auswirkt.
Ich habe zugegebenermaßen auch ein Problem damit, wenn man ihre Hungerkur als großes Schauspiel wertet, wie es nicht wenige Reviews allerorts machen. Das ist für mich Schauspielhandwerk, aber keine Schauspielkunst.
Wo jetzt die vielen Fremdwörter sein sollen, frage ich mich auch. Sicherlich auch nur so ein Pawlowscher Reflex, den man anscheinend verspürt, wenn man gewisse Autorennamen liest...
tobi12000 2011/01/24 18:09:58
Antwort löschenwarum nich gleich so?^^
1) hier muss ich dir zustimmen. so einen eindruck hat der film auch auf mich gemacht. allerdings hab ich das ganze nicht als gescheiterte satire verstanden, sondern als notwendiges übel, der dramaturgie wegen.
2) in dem punkt kann ich dir voll und ganz zustimmen. für einen film, der in erster linie von den psyischen abgründen seiner protagonistin handeln soll, ist dieser teil zu kurz geraten und dadruch auch nicht überzeugend genug.
3) hier muss ich passen. mir sind nach einem mal gucken keine motive aufgefallen.
4) hier kann ich einfach nicht zustimmen. außer in dem punkt, dass eine diät für einen film kein oscarkriterium sein sollte.
ich muss allerdings zugeben, dass mir das bewerten von schauspielern am schwersten fällt.
portman konnte mich überzeugen, da sie für mich sehr authentisch wirkte. auch weil sie wie ich finde die innere zerissenheit zwischen dem kleinen bemutterten mädchen und der perfektionistischen, erwachsenen ballerina sehr gut darstellt. man konnte es durch die vielen close ups regelrecht in ihrem gesicht ablesen.
vielleicht kommt aus dieser gespielten unsicherheit, die von dir kritisierte symptomatik.
ich finde der charakter handelt symptomatisch gerade zu sklavisch, nicht aber portman selber.
pawlowscher reflex ist aber etwas übertrieben.
und damit kommen wir auch zu meinem gesamteindruck.
deine bewertung finde ich nach wie vor übertrieben. ich kann sie nachvollziehen, ihr aber nicht zustimmen.
schließlich wirst du mir hoffentlich zustimmen, dass der film trotz aller schwächen, die zweifelsohne da sind, immernoch auf einem sehr hohen niveau gemacht wurde. alleine die tatsache so ausführlich drüber diskutieren zu können, spricht für sich.
facepalm 2011/01/24 18:34:58
Antwort löschenDanke, Gordon.
Hitmanski 2011/01/24 21:21:34
Antwort löschenIch will ehrlich sein; ich finde diese Diskussion hier nicht sonderlich zielführend. 90% der Vorwürfe drehen sich um die Art meiner Aufbereitung und nicht um deren Inhalt; mir werden Verallgemeinerungen vorgeworfen, um einen Film zu verteidigen, der vor Allgemeinplätzen nur so strotzt.
Das Kuriose an dieser Antwortenkette ist letztendlich nur ihre stoische Dokumentation von Gruppendynamiken, und die Tatsache, dass es die meisten Vorwürfe nicht gäbe, wenn oben eine "8" statt "3" stehen würde. Hier werden Meinungen kritisiert, nicht Herangehensweisen - seltsamerweise von Autoren, deren Texte zum Film auf purer und unhinterfragter Begeisterung gründen, die jegliche analytische Konsequenz vermissen lassen.
Film ist ein manipulatives Medium, sicherlich; aber ist es nicht Anspruch einer Auseinandersetzung, die über eine pure Meinungsäußerung hinausgeht, diese Manipulation auch einmal zu hinterfragen? Ich finde es auch in hohem Maße befremdlich, dass hier ständig Geist gegen Gefühl ausgespielt wird; dass man in der intellektuellen Annäherung an ein Thema immer etwas negatives sieht. Ja, ich gebe es ganz offen zu, ein Film kann mich nur begeistern, wenn es auf beiden Ebenen funktioniert - und dafür gibt es hier hunderte an Beispielen, alleine auf meinem aktuellen Dashboard finden sich mannigfaltig Besprechungen mit hohen Wertungen; Filme, die in vielerlei Hinsicht funktionieren. Aus dem Kino zu gehen, den Film in den Stand eines Meisterwerkes zu erheben, hat für mich etwas unüberlegtes an sich. Ich kritisiere das nicht, jeder muss es für sich selbst entscheiden - aber es ist eine Vorgehensweise, die mir vollkommen fremd ist.
Desweiteren halte ich eine reine Gefühlsbekundung auch nicht dem Anspruch einer Kritik entsprechend, deshalb schreibe ich nichts zu einem Film, zu dem ich keinen gedanklichen Aufhänger fernab der Emotion finde.
Den Vorwurf, ich würde nur Plattitüden zu Protokoll geben, halte ich für eine Plattitüde qua definition; ich habe ja sogar vorhin noch einmal kurz die Eckpunkte umrissen, obwohl man sie ebenso gut aus dem Text selbst hätte entnehmen können. Des weiteren muss - da ihr ja alle sehr gerne offenherzig urteilt - die Frage erlaubt sein, ob euch selbiges überhaupt in der Penetranz und bisweiligen Boshaftigkeit zusteht; letztendlich ich hier in der Liste niemanden, dessen Kompetenzen ich unhinterfragt als über den meinigen stehend sehe.
"Wieso gehst du eigentlich ins Kino?" könnte ich polemisch natürlich mit der Gegenfrage beantworten, "Warum schreibt ihr immer den gleichen Stuss unter meine Texte?" - beides begründet auf der Hoffnung nach Besserung. Desweiteren: Es gibt es eine Menge gute Filme, auch in den letzten Jahren; PVs kosten nichts; gibt es zwischen "Herausragend" und "Schwach" ein breites Spektrum an qualitativen Möglichkeiten.
der cineast 2011/01/24 21:24:36
Antwort löschenAch Hiti wir haben dich doch lieb :)))))))))))
Aber einen wundert nur das man bei dir immer denkt du gehst nur auf die technische Seite ein. Nenne mir mal bitte einen Film von dem du restlos begeistert warst und der dich umgehauen hat :)
Das muss aber einer sein...ich bin gespannt :)
LG
Hitmanski 2011/01/24 21:29:59
Antwort löschenMAGNOLIA; EDWARD SCISSORHANDS; ROCKY HORROR PICTURE SHOW; SUNSET BOULEVARD; GODFATHER II; BLADE RUNNER; eXistenZ, TEXAS CHAINSAW MASSACRE, DEAD RINGERS, REPULSION um die Filme aus jüngster Vergangenheit zu nennen, die mich beeindruckt haben. Dazu gesellen sich natürlich etliche weitere, die ohne weiteres das Prädikat "Sehenswert" erhalten würden.
Benchyl 2011/01/24 22:56:05
Antwort löschen"Des weiteren muss - da ihr ja alle sehr gerne offenherzig urteilt - die Frage erlaubt sein, ob euch selbiges überhaupt in der Penetranz und bisweiligen Boshaftigkeit zusteht; letztendlich ich hier in der Liste niemanden, dessen Kompetenzen ich unhinterfragt als über den meinigen stehend sehe."
Danke für die Offenheit. Dafür gibt es ein Wort, das mit "A" beginnt... ;)
Hitmanski 2011/01/24 22:58:05
Antwort löschenKann ich mit leben, glaub mir.
facepalm 2011/01/24 22:59:44
Antwort löschenFür sich selbst zählt die eigene Meinung natürlich am meisten, aber, Hitmanski, man sollte sich auch über die anderen Ansichten Gedanken machen, sonst kommt man nicht weit.
Hitmanski 2011/01/24 23:06:00
Antwort löschen"Mein Gehalt schließt die Verpflichtung ein, Vorwürfe geduldig zu ertragen." (Georges Pompidou)
facepalm 2011/01/24 23:09:58
Antwort löschenMr Vincent Vega vor einem Monat
"Mein Gehalt schließt die Verpflichtung ein, Vorwürfe geduldig zu ertragen." (Georges Pompidou)
Hitmanski vor einem Monat
Das Zitat klau' ich mir, dann hab' ich schon eine provisorische Antwort auf die nächste Attacke von meinem geschätzten tobe78-Fan :)
Dann streich das mal von deiner Liste. Mission complete. Schön, dass du dir eigene Gedanken machst.
Hitmanski 2011/01/24 23:12:13
Antwort löschenIdentische Situation, identisches Zitat - Versprechen eingelöst. Aber nett, dass du es rausgesucht hast.
facepalm 2011/01/24 23:14:16
Antwort löschenDas ist ja so als wenn ich in einer Klausur Spicker benutze - lernen tu ich dadurch nichts, aber das Ergebnis stimmt wenigstens. Sehr schwach, Hitmanski. Schade.
Hitmanski 2011/01/24 23:20:23
Antwort löschenNow I'm feeling really depressed.
Joe Gillis 2011/01/24 23:31:24
Antwort löschen»Entscheidend ist, was hinten rauskommt.« (Helmut Kohl)
Hitmanski 2011/01/24 23:54:51
Antwort löschenKlar, sehe ich ja auch alles ein. Ich habe ja auch nie behauptet, diese Kritik solle irgendjemanden bekehren; sie soll im besten Fall eine andere Sichtweise eröffnen. Deshalb sei es mir auch verziehen, wenn ich diesen ganzen Streß hier als etwas Infantiles betrachte; es erschließt sich mir nicht, wie man sich in einer pluralistischen Gesellschaft darüber aufregen kann, dass jemand eine andere Meinung vertritt. Ich lese - sogar bevorzugt - Kritiken, die Filme konträr zu meinen Ansichten besprechen, gerade weil ich darin eine Möglichkeit sehe, einen Film voll zu durchdringen. Manche Kritikpunkte nehme ich auf, andere vesuche ich argumentativ zu widerlegen - darin liegt ein großer Reiz von Kunstbesprechungen.
Aber es hat sich hier - mit einigen Ausnahme - das bestätigt, was ich oben schon angedeutet habe: Hier stört alleine die Tatsache, dass ich den Lieblingsfilm von einigen hier Anwesenden verrissen habe, nichts weiter.
Ich frage mich nur behände: Ich bin nicht Roger Ebert, es gibt neben den negativen Kritiken hier (die lustigerweise alle mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert werden...) haufenweise positiv gesinnte - kurzum: Ich verstehe nicht, warum man meinen Text liest, wenn man die Schreibe ja unerträglich abgehoben und substanzlos empfindet. Vorallem bin ich aber anscheinend schrecklich konservativ in dieser Hinsicht, und sehe tatsächlich keine Notwendigkeit darin, einfach auf's Geratewohl meinen Frust rauszuposaunen. Ich kommentiere auch nicht jede 10er-Wertung hier...
satyrrrr 2011/01/24 23:55:19
Antwort löschenHabe den Film nicht gesehen und glaube auch nicht das er mir sonderlich gut gefallen würde, jedenfalls werde ich mir diesen Streifen wohl frühstens als Free-TV-Premiere anschauen. Aber 2 Sachen möchte ich an dieser Stelle mal anregen:
a) Insbesondere zu obiger Stellungnahme: Objektivität und Filmkritik = Unkompatibel! Wenn es das gäbe, bräuchte man nur noch einen Kritiker. Die subjektivität ist das wesen einer Kunstkritik.
b) Zu dieser Kritik (und auch anderen Kritiken des Verfassers): johannes89 und facepalm haben ganz recht, der Text ist einfach selbstverliebt und Pseudo-Elitär, entweder möchte man damit perse allen lesern das Gefühl der unterlegenheit vermitteln oder man hat einfach nur Langenscheidt's Fremdwörterlexikon erbrochen. Eine gute Rhetorik ist wichtig und hier natürlich auch vorhanden, das würdige ich ohne weiteres, genauo wie die dahinterstehende Meinung. Aber das verschachteln, der eigentlich einfachen Botschaft, mit dieser aufwendigen Wortwahl, kommt dann im Ergebnis weder zielführend noch klar auf den Punkt. Tauglich ist so etwas noch nichtmal für eine politische Rede.
Zusammengefasst ist diese Kritik genau das, was sie dem Film vorwirft. Unheimlich sperrig und handwerklich übertrieben.
tobi12000 2011/01/25 00:13:20
Antwort löschenschreib ich halt meine eigene kritik:P
Hitmanski 2011/01/25 00:20:28
Antwort löschenEinfache Sätze! Wahre Worte! Klarer Inhalt! Intellekt ist suspekt!
Irgendeinen Grund muss es ja haben, warum die TV Movie mehr Abonnenten hat, als die epd...
satyrrrr 2011/01/25 00:45:30
Antwort löschen@Hitmanski:
Kennzeichen von intellekt ist es, das man mit diesem nicht hausieren geht. Deine letzte Äußerung kommt allerdings schon einer prostitution des intellekts gleich ;)
Na egal, ich gehe dann mal wieder meiner nicht-kommentierenden wege. Viel spass noch.
Hitmanski 2011/01/25 00:46:53
Antwort löschenLetzte Äußerung ist nur der unverhohlene Konsens und die Quintessenz dieser Antwortkette.
Hausieren gehen hat wenn überhaupt etwas mit Anstand zu tun, nicht mit dem Intellekt als solches. Ich finde meine Texte im Übrigen weder intellektualisiert, noch fremdwortlastig - aber anscheinend ist für manche ein Satz mit mehr als zwei Kommata schon eine elitäre Provokation. The Times They Are a-Changin' :)
J0J0 2011/01/25 00:48:15
Antwort löschenWarum kann ich die E-Mail-Antwort nicht ausschalten? Mist...
Hitmanski 2011/01/25 00:49:25
Antwort löschenWaru kann ich Antwortfunktion nicht einfach abschalten? So haben wir alle unsere Bürde zu tragen...
Joe Gillis 2011/01/25 01:16:42
Antwort löschenAn alle Fremdwörterfeinde: Hitmanskis Text enthält nach meiner Zählung 43 Fremdwörter. Das ergibt bei einer Textlänge von 467 Wörtern eine Quote von 9,2%. Damit liegt der Kommentar ganz leicht oberhalb des Durchschnitts eines deutschen Zeitungstextes (laut Duden-Redaktion: 8 - 9%).
Hitmanski 2011/01/25 01:18:32
Antwort löschen:P
alanger 2011/01/25 01:20:10
Antwort löschenJoe, du bist der größte :))
duffy 2011/01/25 01:20:50
Antwort löschenTreffer!
johannes89 2011/01/25 02:56:21
Antwort löschen...so langsam schlag ich vor wir holen uns alle mal ein/ zwei Bier aus dem Keller, machen uns geschmeidig und lassen den Herrn Hitmanski in aller Ruhe auf seiner Wolke weiterziehen. Klar kann man hier jedes Argument ausdisskutieren,aber iwie machen wir hier, so recht wir natürlich haben ;-), doch nur einen, irgenwie doch recht infantilen Aufschrei weil unser neues Lieblingsspielzeug grundlos schlechtgeredet wurde.
Billmaik 2011/01/25 03:13:44
Antwort löschen@ Hitmanski
Es ärgert mich, dass ich zum Zenit dieser Diskussionen immer beschäftigt bin, auf meine 3-4 Uhr Nachts-Meldungen folgen im Laufe des Morgens immer einige weitere, weshalb ich niemals sicher sein kann ob deine wutschnaubenden Attacken sich auch gegen mich richten. Ich hoffe natürlich nicht, halte ich mich doch eigentlich für einen recht verträglichen und moderaten Zeitgenossen ;)
Außerdem wollte ich ja nur ein in einer anderen Diskussion dir gegenüber geäußertes Versprechen einlösen in Zukunft etwas kampfeslustiger zu werden, was mir leider schwer fällt. Du weißt (hoffentlich), dass ich generell große Sympathien für dich hege, auch wenn ich hier und da mal ein bisschen provoziere und unter so ziemlich jeder deiner Kritiken, welche mir missfällt einen zwar bemüht höflichen aber manchmal auch durchaus gehässigen Kommentar abliefere. Das solltest du aber bitte keinesfalls als persönlichen Angriff werten, sondern vielmehr als Ausdruck meiner (mutmaßlich einseitiger ;) Wertschätzung, mache ich mir doch die Mühe mich mit deinen Kritiken auseinanderzusetzen. Für einen echten Erzfeind fehlt mir ohnehin die Zeit und Muße, ganz davon abgesehen, dass ich bei allen Kontroversen erstaunlich oft mit deinen Kritiken und Bewertungen sehr gut leben kann :)
Im Prinzip ist es ja wirklich nur die Gewichtung von intellektueller Annäherung und Emotionalität in welcher unsere Herangehensweisen an das Medium Film geringfügig divergieren. Vielleicht bist du einen Hauch überanalytisch, vielleicht bin ich auch nur manchmal zu oberflächlich, die Anmaßung hierüber zu urteilen möchte ich mir nicht erlauben. Zudem hast du im Gegensatz zu mir eine eindeutige Tendenz nicht davor zurückzuschrecken auch Klassiker, Kult-und gehypte Filme gnadenlos zu verreißen, was ich in vielen Fällen (z.b. 2001, Requiem, Oldboy, The Big Lebowski) zwar absonderlich und schräg finde, aber man kann dir auf keinen Fall das Bemühen absprechen deine Abneigung, fachlich teilweise auch auf hohem Niveau, zu begründen. So teile ich zwar beispielsweise deine Meinung zu "Black Swan" nicht, kann aber deine Argumente zu einem großen Teil nachvollziehen, während mir vielleicht der ein oder andere Verriss von dir völlig hanebüchen erscheint, was wiederum auch nur schwerlich vermeidbar ist. Dafür ist die Vorstellung, dass jemand den Dude nicht lieben könnte einfach zu grotesk ;)
Trotzdem würde mir nichts ferner liegen als in irgendeiner Form deine Kompetenz zu untergraben; gegen deinen eloquenten Schreibstil habe ich ohnehin nichts, wäre ja auch schön blöd, und auch von mir einen Euro ins Phrasenschwein, diesbezüglich im Glashaus sitzend mit Steinen um sich zu werfen.
Aber ich wiederhole mich, ich glaube du musstest schon mehrfach meinen spätnächtlichen, wogenglättenden Kuschelkurs in Form von überdimensioniertem Schwadronieren ertragen. Liegt am Whisky...
@ Gordon Cole
Danke, aber setze bitte nicht allzu große Hoffnungen in mich, ich verschwende ohnehin schon viel zu viele Stunden meiner eingeschränkten Freizeit hier bei moviepilot die ich besser im Kino oder noch besser in meiner Stammkneipe verbringen könnte. Nun gut.
Ich kann das Kompliment jedenfalls nur zurückgeben, wir sind wirklich meistens einer Meinung, weshalb man in deinem Fall mit Fug und Recht von einem erhabenen, geradezu göttlichen Filmgeschmack sprechen kann. Die Arroganz sei uns nach Hitmanskis Angriff auf unsere Kompetenz zugestanden ;P
alanger 2011/01/25 10:11:25
Antwort löschenMegamanski
Le Samourai 2011/01/25 10:59:03
Antwort löschenMr. Cole, er hat die 3,0 doch vorher sogar ANGEKÜNDIGT! Das ist selbstverständlich per Definition voreingenommen. Er wusste vor dem Kinobesuch schon, welche Note er verteilt, und anstatt sich während des Filmes auf selbigen einzulassen, Kino zu lieben und genießen, ratterten schon die ersten eiskalt analytischen, aber eigentlich am Kern der Sache vorbeigehenden Moviepilot-Sätzchen durch seinen Kopf.
Le Samourai 2011/01/25 11:01:07
Antwort löschenWat, im Ernst?!
alanger 2011/01/25 11:10:46
Antwort löschenmöönsch leute, könnt ihr den guten Hit nicht mal in ruhe lassen? er hat seinen eigenen toutch, den früheren von ihm, klarer und kürzer fand ich auch besser, aber er brennt für kino und so solls auch sein. wenn es immer nur drum geht sich mehr über die art des schreibens eines kritikers aufzuregen, gehts doch garnichtmehr um den eigentlichen film.
Hit macht das so wie er es denkt, dass muss man nicht gutfinden, aber was hier läuft ist bashing.
YelloweyedDemon 2011/01/25 11:21:59
Antwort löschenHmm der Film kriegt hier ja ne ganz harte Klatsche. Dabei wollt ich den doch gucken. :(
Le Samourai 2011/01/25 11:26:14
Antwort löschen@ YellowEyedDemon: Nichts glauben, was du hier liest.
@ Gordon: Sorry, der gute Hitti hat ne 4,0 angekündigt, naja, die hat er sogar noch unterboten (Unter Duffys Black Swan-Text):
Hitmanski vor 2 Tagen
"Vega 3, Duffy 5 - ich sehe schon, ich darf wieder die goldene Mitte für mich in Anspruch nehmen :) "
@ Alanger: is ja guuuut, ich mein das doch auch alles gar nicht sooo ernst! Bin halt wirklich Cineast mit Herz und Seele, und solche Texte tun mir in selbiger nunmal weh! ;)
alanger 2011/01/25 11:26:29
Antwort löschenmir hat man auch dauernd vorgeworfen ich schreibe nur irgendwelche 1,2,3-zeiler und sage nix über den film. muss ich mit leben, so will ichs auch (und schreibe auch schon mal was längeres) aber geschmacks-SS ist immer blöd. inhaltlich, keine frage, soll man über alles diskutieren, aber jemand den häufigen gebrauch von fremdwörtern und damit elitäres gehabe vorwerfen ist doch proll.
und auch ich gehe schon mal mit vorurteilen in einen film. kann er mich rumkriegen (der film) bin ich bereit die zu revidieren, wenn nicht lass ich diesen (den vorurteilen) freihen lauf. wer "objektive" filmkritiken schreibt ist eigentlich schon tod.
bashing ist nie angebracht.
alanger 2011/01/25 11:33:33
Antwort löschenso, schon mal als ankündigung:
""Vega 3, Duffy 5 (Hit 3! ...die redaktion) - ich sehe schon, ich darf wieder die goldene Mitte für mich in Anspruch nehmen".
was passiert jetzt wenn ich den film dann wirklich scheiße finde?
werde ich auch gebasht?
egal, ich will den morgen sehen und machs auch. danach sehen wir weiter ob ich das nächste "opfer" bin.
Le Samourai 2011/01/25 11:36:38
Antwort löschenNaja, das mit der Objektivität sehe ich nunmal von Grund auf anders. Klar, bei einer persönlichen Kritik fließen immer auch subjektive Erlebnisse und Empfindungen ein, wie persönlicher Geschmack, was Genre, Darsteller, Kameraarbeit etc betrifft, aber der Großteil einer Filmkritik MUSS objektiv gehalten sein. Ich weiß nicht ob z.B. Hitmanski jemals etwas über das Filmemachen gelernt hat, sei es praktisch oder theoretisch (Ich schon!), aber man kann einen Film immer objektiv betrachten (Darsteller, Drehbuch, Regieleistung, Kameraarbeit, Schnitt, Musik etc etc) und sollte diese auch so in seine Kritik einfließen lassen. Und dass Aronofskys Filme handwerklich, schauspielerisch, etc. mindestens solide (für mich hervorragend) gemacht sind, verbietet eigentlich schon eine Bewertung wie 3,0. Persönlicher Geschmack hin oder her. Solche Noten verdienen eigentlich nur Filme des Kalibers Sex and The City, The Human Centipede oder Alien vs Predator.
Ich hab halt was gegen diese Negativkritikerei, immer von oben herab, ohne dass man wahrscheinlich selbst mal hinter der Kamera gestanden hat, ein Drehbuch konzipiert hat, oder ne Dialogszene geschnitte hat...
duffy 2011/01/25 11:40:13
Antwort löschenTobe, jemand der zur Administrative rennt und rumheult weil alle so gemein zu ihm sind, sollte sich aus sowas lieber raushalten.
duffy 2011/01/25 11:53:09
Antwort löschenUnd ansonsten gehste wieder petzen, ich vergaß.
alanger 2011/01/25 11:53:12
Antwort löschenmit verlaub, blödsinn!
wer hat denn schon mal selbst hinter der kamera gestanden?
all denen ein recht auf, auch negative kritiken, abzusprechen ist stuss.
ich maße mir auch an ein buch schlecht zu finden ohne schon mal eins geschrieben zu haben. im gegenteil, solche haltung ist eher elitär und doof.
alanger 2011/01/25 12:04:25
Antwort löschenach tobe, du raffst es wieder nicht. nochmal in ruhe lesen und dann schreiben;)
Hitmanski 2011/01/25 12:08:06
Antwort löschenAlter Falter, schlimmer als im Dschungel-Camp hier...
@Billmaik
Du zählst doch quasi schon zum inner circle der Leser hier, da musst/darfst/sollst du dich natürlich nicht angesprochen fühlen - aber Kollateralschäden bei Rundumschlägen sind nun mal (leider) nie ganz zu vermeiden. Aber ich schätze deine Texte, und ich kann mit deiner Kritik auch meistens gut leben - du hast so eine ruhige, ausgeglichene Aura, du solltest Mediator werden :)
@Topic
Dass ist das Problem, wenn man wild irgendwelche Sätze aufschnappt und sie weiter fabuliert. Ja, ich bin am Sonntag voreingenommen in den Film, ganz einfach weil ich ihn bereits seit Dezember kannte. Dass ich ihm nach Ablauf der Sperrfrist der PV noch eine Sichtung gegönnt habe, bevor ich die Kritik geschrieben habe, ist schon einmal eine große Ausnahme, und auch eher gewissen sozialen Verpflichtungen, als wirklich dem gesteigerten Interesse an einer erneuten Sichtung geschuldet.
BLACK SWAN war von Anfang an mittelmäßig, nach der zweiten Sichtung war er noch schlechter - so what?
Aber um die ach so wichtige Frage von Gordon aufzugreifen: Ich bin soviel positiv oder negativ beeinfluss, wie jeder andere Mensch in seiner Erwartungshaltung auch. Ich habe ja nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich seine Art von Kino tendenziell überinszeniert, artifiziell und distanziert finde. All das habe ich aber vor THE WRESTLER auch schon, und den halte ich wiederum für einen der stärksten Sportdramen seit langem. BLACK SWAN war es nun umgekehrt. Es gibt soviele Filmemacher, zu denen ich ein ambivalentes Verhältnisse habe, da ist Aronofsky keine Ausnahme.
Hitmanski 2011/01/25 12:10:34
Antwort löschenSprichst du mit mir? Mir ist das hier zu strange...
alanger 2011/01/25 12:13:20
Antwort löschenlieber Gordon, ein kurzes @ plus user davor (auch wenn du das nicht magst, was ich verstehe;)) und schon ist alles gut.
Joe Gillis 2011/01/25 12:16:51
Antwort löschenHilfe! Mein Mülleimer, äh mein Postkörbchen quillt über. Lieber Gott, mach, daß es aufhört!
Benchyl 2011/01/25 12:19:25
Antwort löschenSo, wer will das letzte Wort haben?
Hitmanski 2011/01/25 12:21:48
Antwort löschen@Gordon
Du hast es ja sehr treffend beschrieben, wie die "Vorahnung" ist, wenn man einen Regisseur mag. Ich würde das ähnlich sehen, deshalb habe ich es aufgegriffen. Aber ich bin gerade bei Regisseuren, die ich spannend finde, eigentlich nicht nachsichtiger. Cronenbergs EASTERN PROMISES war ein ganz und gar durchschaubarer und uninteressanter Film - und wenn ich sowas über Cronenberg sage, dann will das etwas heißen.
Ja, dass mit dem Postkörbchen ist leider so. 80 Antworten, und doch keine Sachfragen, über die gestritten wurde...Schade.
Billmaik 2011/01/25 12:22:38
Antwort löschen@ Hitmanski
Mich würde nur interessieren wer die Sarah Knappik dieser illustren Runde hier ist :D
Hitmanski 2011/01/25 12:24:13
Antwort löschen"Kein schlechter Film", "Es gibt schlimmeres" - ist doch alles Nonsense. Ich krame dir aus jeder Troma-Trash-Kiste schlimmere Sachen raus, als ALIEN VS PREDATOR, deswegen wird der Film auch nicht besser. Wobei AvP tendenziell unterbewertet ist :)
Hitmanski 2011/01/25 12:25:33
Antwort löschen@Billmaik
Ich natürlich. Ich werde hier ja auch nach Strich und Faden gemobbed. Aber ich gebe zu, ich kann nicht so schön rappen wie sie :(
Billmaik 2011/01/25 12:26:50
Antwort löschenIch liebe "Eastern Promises" und hasse "Alien vs.Predator", aber ich plädiere zum Schutze unser aller geistigen Gesundheit dieses Fass nicht innerhalb dieser Runde aufzumachen ;)
Hetarene 2011/01/25 12:28:13
Antwort löschenHier wäre doch die youtube-Funktion: Kommentare zulassen oder eben nicht doch ganz hilfreich ;)
Hitmanski 2011/01/25 12:31:38
Antwort löschenSpannend, wie hier die Beiträge der Vorposter verinnerlicht werden -.-
alanger 2011/01/25 12:31:58
Antwort löschenAvP ist klasse! und ich bin dann mal weg ;)
Hitmanski 2011/01/25 12:47:48
Antwort löschenWie Pat das an anderer Stelle schon mal gut gesagt hat:
"Es gibt für mich gar keinen Film, der einen Maulkorb-Bonus hätte - keinen!" zusammen mit "Ob Blackswan nonsens oder ein sehenswerter Film für jemanden ist, bleibt jedem selbst überlassen." eigentlich ein schönser Schlusssatz :)
Le Samourai 2011/01/25 12:52:51
Antwort löschenEastern Promises ist großartig und AvP ist eine Frechheit.
@ alanger: Ich sage ja auch um Gottes Willen nicht, dass nur derjenige dazu berechtigt ist, eine Kritik über eine bestimmte Kunstform zu verfassen, wenn er selbige auch studiert hat. Das wäre in der Tat höchst elitär.
Ich sage nur, dass man vorsichtig mit gewissen Aussagen, Interpretationen etc sein sollte, wenn man (mit Verlaub) keine Ahnung oder Erfahrung damit gemacht hat. Ein Stiglegger ist nunmal ein ernstzunehmenderer und durch seine Arbeit authorisierter Filmkritiker-/ analytiker als der Durchschnitts-Moviepilot-Schreiberling. Der Literaturwissenschaftler kann Kafka besser interpretieren und analysieren als der Müllmann, der Jazz-Gitarrist darf die neue Til Brönner Scheibe eher verreißen als der 15jährige 50-Cent-Fan usw usw...
Le Samourai 2011/01/25 12:55:42
Antwort löschenOk, sorry, wollte nicht das letzte Wort haben :)
Aber in Hinblick auf unser aller email-Postfächer, ich bin dann auch mal weg, ääh, Film weiterschneiden!
LuckyPunk 2011/01/25 19:04:32
Antwort löschenYeah! 101. Antwort!!!
...und sie ist sogar die interessanteste und sinnvollste von allen!
der cineast 2011/01/26 01:46:07
Antwort löschenHitmanski bist du noch sauer...:(
Wollte dich nicht verärgern :)
Zum Schluss nochmal dein Liebster Lieblingsfilm bitte :)
Hitmanski 2011/01/26 02:41:23
Antwort löschenGanz unspektakulär und kanontreu: THE GODFATHER und SUNSET BOULEVARD - kann mich da nie entscheiden :)
Tyler77 2011/01/31 23:47:57
Antwort löschenNur 3 Punkte? Lächerlich, diese Bewertung!
Joe Gillis 2011/02/01 09:55:59
Antwort löschen»Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.« (Karl Valentin)
2Be 2011/02/04 19:51:37
Antwort löschenjedesmal ein neuer Skandal vom Hitmenski..
und jedesmal kann ich ihn iwie verstehen^^
raphaelm 2011/02/08 00:59:12
Antwort löschenManchmal könnte ich dir ja wirklich an die Kehle springen mit deinen Kritiken. Für diese Wahnsinnsrezension kriegst du jedoch 10 Punkte. Wirklick toll beobachtet und wahnsinnig wortgewandt!!! Wer hat noch Lust auf nen Filmabend mit Hitmanski?
Le Samourai 2011/02/08 02:07:00
Antwort löschenHätte ich in der Tat!! Dann aber nix asiatisches und nix von den Coens, sonst könnte der Abend übel enden... ;-)
raphaelm 2011/02/08 13:34:03
Antwort löschenJa, lieber etwas, dass wir nicht so gut wie Hitmanski finden. Vielleicht Fight Club?
Le Samourai 2011/02/08 13:49:46
Antwort löschen? Sag ich doch, Coens oder asiatisches! Und ich LIEBE Fight Club.
Hitmanski 2011/02/08 14:02:26
Antwort löschenNur wenn ich All-You-Can-Eat-Sushi und White Russians en masse bekomme :)
raphaelm 2011/02/09 00:02:04
Antwort löschenmutig :-) ich glaube wir solltens jetzt erst recht durchziehen...
raphaelm 2011/02/09 00:02:13
Antwort löschenmutig :-) ich glaube wir solltens jetzt erst recht durchziehen...
Le Samourai 2011/02/09 01:44:21
Antwort löschenHaha, DAS will ich in der Tat auch sehn, Kollege Cole.
Wie wärs mit ner ausgiebigen Filmsession in Berlin, mit Sushi, White Russians, Hitmanski, Alanger und Co. Hätte was...
Oder wir brainwashen Hitmanski a la CLOCKWORK ORANGE mit zehn Stunden Coens & Park Chan-Wok am Stück... :)
Hitmanski 2011/03/11 11:30:45
Antwort löschenYou're so right, Küsschen <3
Alle 92 Antworten zeigen
duffy 2011/03/11 12:17:48
Antwort löschenIch sehe hier nur einen, der dringendst ein anderes Hobby bräuchte (na gut, wenn ich direkt nach oben schaue vielleicht zwei) und das ist Kollege Susjed.
Wer sonst nix zu tun hat ausser hier Kritiker zu beleidigen, hat im Internet wenig bis gar nix verloren.
SamHook 2011/04/01 15:47:10
Antwort löschen122 Antworten das nenne ich mal Aufmerksamkeit.Ihm vorzuwerfen diese zu wollen ist eher Kontraproduktiv, vorallem wenn man ihm vorwirft polarisieren zu wollen....dennoch: Bei aller kühlen Analysis vermute ich manchmal bei Hitmanski und manchmal auch bei Vega, dass sich ihnen der wahre Sinn oder die Bedeutung des jeweiligen Films nicht immer erschließt, da sich Ihnen dadurch die emotionale Ebene vllt etwas mehr verschließt..Sah ich zum Beispiel bei dir ,Hitmanski, wie dort ausgeführt, bei Big Lebowski so...und ein gewisser Hang zur Selbstdarstellung und Polarisierung ist trotz allem zu sehen...Deshalb bin ich oft auch anderer Meinung, aber auch diese ist ja subjektiv (Black Swan übrigens noch nicht gesehen:) und wahrscheinlich auch nicht immer richtig. Aber einen ganz wesentlichen Punkt übersehen hier viele. Es wäre total langweilig würde man sich nicht auch mal aufregen können, und solche Charaktere braucht eine Plattform. Das ist auch der Grund warum ich die Kritiken die Konträr zu meiner Meinung sind am liebsten lesen. Wer braucht schon Bestätigung seiner vorhandenen Meinung??Andere Standpunkte sind wesentlich interessanter. Man kann natürlich über Verisse denken was man will aber jeder hat ein Recht auf seine Meinung, ob diese nun richtig oder falsch ist.Und beinahe jeder der es Wert ist darüber zu reden hat doch einen Hang zur Selbstdarstellung:) Ich für meinen Teil denke ja auch, dass sich da oft einfach die Kriterien der Gewichtung anderst verteilen und du Filme manchmal als besser empfunden hast also du sie dann analytisch bewertest.Kann man ja auch so halten.Man könnte viele der Filme die man mag in Einzelteile zerlegen und sie Kritisch betrachten und hinterfragen,.Wenn man dann wirklich objektiv ist ,sind viele Filme handwerlich schlechter als man denkt. Daher ist meiner Meinung nach eine subjektive Ebene bei einer Film Kritik nicht nur wünschenswert sonder absolut erforderlich, da ich ja wissen will wie gut der Film dem Seher gefallen hat bzw. ihn unterhalten und nicht ob er nach sturren Formeln korrekt ist. Dies ist dann aber auch eine Stilfrage des Schreibers und wieder Geschmackssache. Ich kann also nur sagen ich stimme mit dir wirklich nicht sehr oft überein, erkenne aber an es immer wieder zu lesen, schon einfach um der Hoffnung auf Besserung willen, wie du so schön sagst und schon dies ist viel Wert, weil unterhaltsam:)
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschenNach mathematischen Panikattacken, LSD-Exzessen, Eso-Beerdigungen und dampfender Wrestling-Show der nun schon fünfte bemühte Aronofsky-Seelenstrip von der Mär sportlicher Selbstüberschätzung zwischen den Extremen der Kunst, die zwangsläufig zu Wahnvorstellungen führt, bis Realität und Fiktion auseinandergleiten. Nah an Cronenberg, nah an Polanski, und doch so fern von Cronenberg und Polanski. Eher eine laute Schmalspurversion angesichts dessen, was der "extravagante" Regisseur aus dem extravaganten Schwanensee-Pirouetten-Stoff destilliert. Er lässt die Portman theatralisch heulen und magern und wimmern und verzweifeln und kotzen, während die Kamera stur und hypnotisch auf ihr kleben bleibt. Portman spielt und tanzt um ihr Leben; das interpretiert sie trotz einiger Over-the-Top-Entgleisungen glaubhaft, zweifellos. Auch Cassel brilliert, die Choreographie der Balletteinlagen sowieso. Allerdings wütet im Hintergrund der ewige Handwerker mit dem ewigen Holzhammer, der seine von eindimensionalen Blindgängern überbevölkerten Handlung ebenso stereotyp wie geleckt über lauwarme Schocks physischen Körperkinos rumpeln lässt, die mit Hilfe von Spiegeln, feuchten Träumen und donnerndem Soundgetöse lange genug vorher angekündigt werden. Ein unsinnlicher denn leidenschaftlicher Film, der überhaupt nicht originell oder komplex oder etwa spannend ist, kein Film, der etwas für nuancierte Reflektion seines Sujets übrig hat, keine stimmigen Milieu-Einblicke gewährt und kein ähnliches Streben nach formaler Perfektion seines Machers erkennen lässt wie Nina Sayers. Passend hierzu Darren Aronofskys Intention grob zusammengefasst: Wer gut sein will, muss erst ordentlich masturbieren.
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Mr Vincent Vega 2011/01/22 19:30:21
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Hitmanski 2011/01/22 21:31:35
Antwort löschenInteressant, auch noch Parallelen zu Cronenberg. So langsam muss ich mir den sterbenden Schwan auch mal anschauen...
nilswachter 2011/01/23 00:09:42
Antwort löschenApropos masturbieren; genau solche Texte gehören m.E. zur Kategorie Selbstbefriedigung.
CarrionFairy 2011/01/23 18:00:47
Antwort löschenschön erkannt @ letzter satz
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ihre-herrlichkeit 2011/02/10 10:30:16
Antwort löschenIch glaube, ich müsste mir mal wieder die Fingernägel feilen.
ihre-herrlichkeit 2011/02/14 21:58:52
Antwort löschenDanke für Eure Besorgtheit, Eure Besorgtheit :D
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] Der Film bildet mit seinen phänomenalen Tanzszenen Realitäten ab, die möglicherweise sogar wie ein kleiner Fluch auf den Tänzerinnen liegen. Es ist keine Illusion wenn man das Knacken der Gelenke hört, die blutigen Fußspitzen sieht und bei den schmerzhaften Dehnübungen dabei ist. [...] „Black Swan“ lebt von Natalie Portman. Durch sie wird der Film zu einem Ereignis von besonderer Güte [...]
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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte
Kommentar löschen"Black Swan" ist ein schönes Beispiel, wie sich sogar erfahrene und geschätzte Filmkritiker von ein paar handwerklich gut gemachten Psychoszenen in einem sonst höchst banalen Film beeindrucken lassen (sogar Seeßlen in der "Zeit" vergaloppiert sich in eine krude Metaebene). Natürlich ist Natalie Portman immer schön anzuschauen, vor allem bei den vielen Großaufnahmen, die der Film bietet, und ihre tänzerische Leistung verdient jeden Respekt. Aber wie so oft bei amerikanischen Großproduktionen: Wenn es psychologisch wird, wird es banal und infantil. Um auch den schwarzen Schwan tanzen zu können, muss das schüchterne, prüde Muttertöchterchen die eigenen Abgründe entdecken – also die Sexualität und wieder einmal das damit verbundene Böse. "Ich will, dass Du Dich heute berührst", sagt der diabolische Ballettdirektor zu ihr. Huh - da ist natürlich noch die Mutter davor... Freud für Anfänger eben.
Dann steigert sich der Film zu eine…
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PaulinaRe 2011/01/22 01:50:10
Antwort löschenManchen kann man es eben nie Recht machen.
Ich kann das erste Mal einer Kritik kann uns garnicht zustimmen.
Ich weiß nicht was der Auto Horror gewöhnt bist (Und ich darf von mir behaupten; ich bin kein sensibelchen) aber bei mir haben die Schockmomente gut funktioniert. Über den Psyschologieteil kann man sicher streiten, allerdings scheint mir das er die offensichtliche Intuition des Filmes, zumindest so wie ich sie verstanden habe, nicht so erfasst zu haben, denn die sexuelle Ebene ist nicht vorrängig im Film. Durchschaubar und naiv hat der Film auf mich ebenfalls nicht gewirkt und ich wüsste gern wie man zu dieser Einschäzung kommt, hätte ich er gegenteiliges über den Film gesagt. Ich habe das Gefühl das der Autor mit seiner Kritik aus den unzähligen Guten einfach nur hervorstechen wollte, denn anders ist mir die absurde Agumentation mit dem horenden Punkteabzug nicht zu erklären. Alles in allem kann aufgrund strittiger Punkte und subjektiver Meinung sicher Punkte abziehen, aber dem Film eine 4,5 zu geben, ist mehr als überzogen und mir anders nicht zu erkären.
Für mich; ein Film, mit Wunderschönen Balettaufnahmen und guten Schockmomenten. Die Intuition des Filmes ist deutlich geworden und gut umgesetzt worden. Zur schauspielerischen Leistung Portmans muss man wohl nichts mehr hinzufügen.
Teilweise pschyschologisch Oberflächlich und zu sehr auf Schock angelegt (wie man es von Aronfonksky gewöhnt ist) ist dieser Film trotzdem Spannend bis zur letzten Minute. Und definitv mehr als 4,5 Punkte wert!
raycluster 2011/01/22 12:47:58
Antwort löschenWenn eine Kritik zuerst einmal die Kompetenz aller anderen Kritiker in Frage stellen muss, um den eigenen nicht näher erläuterten Aussagen Kraft zu verleihen, dann sagt das schon einiges aus :-)
nilswachter 2011/01/23 01:16:05
Antwort löschenEine Kritik, die vor Arroganz nur so strotzt und sogar noch beinahe die Hauptdarstellerin diffamieren muss, um der eigenen Aussage Kraft zu verleihen. Das ist nicht nur peinlich und absurd, sondern höchst unprofessionell und einem Sender wie ARTE unwürdig.
Der_Hulk 2011/01/23 17:13:21
Antwort löschenDies ist - neben den Ausführungen im aktuellen Spiegel-Heft(chen) - eine der enttäuschensten Kritiken, die ich bis jetzt zum Film "Black Swan" lesen durfte.
Es ist nicht nur höchst peinlich, die eigene Kritik mit Anmaßungen über andere Filmkritiker beginnen zu müssen, um sich einen infamen Weg für eine vermeintlich bessere Alternative zu ebnen, nein, es ist darüber hinaus in absurdem Maße ganz und gar unverständlich, wie sich hier (filmisches) Unwissen und sprachliche Arroganz völlig unverhohlen die Hand reichen.
Es ist sehr richtig, dass einige Elemente des Films ein wenig subtiler hätten erzählt werden können. Gleichwohl finden sich in ihm unzählige, filmisch sehr elegant erzählte Momente, wie zum Beispiel die komplementäre Erzählebene in der Musik, die die Verwebung der Charaktere des Films mit der Erzählstruktur und den Figurenbeziehungen des Schwanensees verdeutlicht, oder die für Aronovsky-Fans sicherlich sehr erfreulichen Parallelen zu "Pi" (ein Musikzitat in der Szene, in der Nina einer eingebildeten Doppelgängerin in einem Ubahn- oder Straßenbahndurchgang begegnet, der alte Mann, der sie mit obszönen Gesten in der Ubahn belästigt, die Deformierung des Körpers, das grobkörnige Filmmaterial und nicht zuletzt die Selbstverletzungen vor dem Spiegel), die nicht nur den Bezug zum Motiv der in dem Streben nach Perfektion inhärenten Forderung nach Selbstverstümmelung und (aber auch) Selbstentgrenzung herstellen.
Den Film "Black Swan" auf die vielleicht oberflächlichste aller Interpretationsebenen zu reduzieren, zu verkennen, dass es sich bei der Problematik der (sexuellen) Emanzipation von der mütterlichen Repression um eine erzählerische Instanz handelt, die den Zugang zu viel tiefer vergrabenen und ungleich interessanteren Interpretationsansätze ermöglicht, ist gerade für eine Arte-Kritik in extremem Maße enttäuschend. Leider strotzt die Kritik nicht nur vor inhaltlicher Oberflächlichkeit, sie ist darüber hinaus auch noch in einem heute bedauernswerter Weise üblichen, unerträglich "banal[en] und intantil[en]" Stil geschrieben.
MfG
Der_Hulk
CarrionFairy 2011/01/23 18:05:41
Antwort löschenwunderbar durchschaut.
ThomasNeuhauser 2011/01/24 10:05:20
Antwort löschenc/o Hulk und andere: Aus Enttäuschungen kann man auch klüger werden. Nebenbei finde ich es aber auch etwas übertrieben, sich von einer einfachen Filmkritik "enttäuschen" zu lassen. Aber schon interessant, wie die Fangemeinde aufheult, wenn man mal vom Mainstream-Subjektivismus und von der wohlfeilen Portman-Verehrung abweicht und das schlichte Überwältigungskino in Frage stellt. Was, bitteschön, ist denn daran arrogant? Zumal es ja nicht nur mir zu banal und spekulativ ist. Spannend ist jedenfalls die heftige Polarisierung und die angestrengte Polemik, die das hier auslöst. Wie sagt Karl Kraus: "Was trifft, trifft auch zu!" Übrigens habe ich mich weder über geschätzte Kritiker gestellt (ich bin nur anderer Meinung), noch Natalie Portmans Psychologie-Examen in Zweifel gezogen. Allenfalls gefragt, was ein Harvard-Bachelor in diesem Zusammenhang bedeuten könnte... Aber mit dem genauen Lesen ist es ja wie mit dem genauen Sehen so eine Sache.
nilswachter 2011/01/24 14:01:21
Antwort löschenIch denke der Vorwurf der Arroganz rührt von ihrem Stil her, nicht generell vom Inhalt der Kritik. "C'est le ton qui fait la musique". Liest man Wörter und Formulierungen wie infantil, banal, Küchenpsychologie oder Freud für Anfänger bezieht man dies schnell auf seine eigene Person. Ich muss ja ein unglaublich banaler, infantiler und unwissender Depp sein, wenn ich den Film gut finde. Ist natürlich nicht Ihre Schuld, dass dies so aufgefasst werden kann, sondern hauptsächlich die des Rezipienten. Doch so kommt es einem (mir) rüber, wenn man Ihren Text liest. Sie verkaufen Ihre eigene Meinung als Objektive Wahrheit über den Film. Mir ist zwar bewusst, dass Sie nicht permanent "ich denke" oder "meines Erachtens ist es so..." schreiben können, aber genau das würde den Vorwurf der Arroganz schnell entkräften. Das mit arte unwürdig möchte ich zurücknehmen. arte ist ein Name/Sender der auch für Nonkonformismus steht und gegen den Strom schwimmt - was ich nicht negativ werten möchte. Ausserdem ist es ihr Beruf als Kritiker, kritischer als andere einen Film zu betrachten. Ich finde es allerdings immer wieder interessant, wie stark die Meinung der Kritiker und die von Usern (wie hier) auseinandergehen können.
nilswachter 2011/01/24 14:04:24
Antwort löschenübrigens: Ich könnte wetten, dass sie Inception auch banal empfunden haben, stimmts ;)? Ist ja auch Überwältigungskino.
ThomasNeuhauser 2011/01/24 15:11:55
Antwort löschenOk - das ist konstruktiv, mit dieser Argumentation kann ich schon sehr viel mehr anfangen, denn wahr ist ja immer auch, wie etwas rüber kommt. Das nehme ich von hier gerne mit, denn es liegt mir fern, jemandem den Film zu verleiden, der sich davon gut unterhalten fühlt. Tatsächlich versuche ich aber schon, immer etwas tiefer zu schürfen, im Sinne der altehrwürdigen Erkenntnismaxime "begreifen, was mich ergreift" (oder auch, warum es mich nicht ergreift). Und Sie haben völlig recht, "Inception" war mir auch zu oberflächlich - bei allem Respekt vor den tollen (doch auch schnell abgenutzten)Spezialeffekten. Aber auf die kann ich bei einer richtig guten Geschichte ebenso verzichten, wie auf die meisten 3 D-Filme oder auf Surround-Getöse.
Auf Wenders "Pina" in 3 D darf man allerdings gespannt sein, da eröffnet sich vielleicht die Möglichkeit, den fürs Ballett essentiellen Bühnenraum in die filmische Darstellung zu übertragen.
nilswachter 2011/01/24 19:57:40
Antwort löschenKlingt spannend. Ich bin als grosser Fan von "Inception" inzwischen auch nicht mehr ganz so sicher über dessen Qualität. Ich finde ihn nach wie vor toll. Aber sooo intelligent ist er definitiv nicht und er hat sein visuelles Potential leider auch früh verschenkt (die grossartigen Szenen in Paris, die für mich im Gegensatz der nachfolgenden Bilder wirklich toll waren und auch kreativ). Mir persönlich ist auch die Geschichte in einem Film am Wichtigsten. Ich weiss nicht wie Sie zu "Big Fish" stehen, aber diese Geschichte fand ich einfach wundervoll. Oder auch "Pans Labyrinth".
arica 2011/02/16 23:25:28
Antwort löschenDieser Arte-Kritik ist absolut nichts hinzuzufügen, da kann ich mir meine Bewertung sparen. Ich war sehr enttäuscht von dem Film, nachdem er viele gute Kritiken erhalten hatte. Hätte ich das hier mal vorher gelesen...
Janus Winter 2011/02/18 23:11:08
Antwort löschenIch frage mich immer, warum man sich über abweichende Meinungen so aufregen kann, ohne wirklich dagegen zu argumentieren. Stattdessen ist das Getöse hier wieder groß. Ich persönlich kann die Rezension in großen Teilen nachvollziehen, kann BLACK SWAN auch nicht als das große Meisterwerk wie so viele andere sehen, aber im Großen und Ganzen versteckt sich der Autor hinter Andeutungen. Andeutungen zwar, die wunde Punkte treffen (oder besser: streifen), aber eine wirkliche Auseinandersetzung damit findet nicht statt. Es ist einfach zu behaupten, der Film sei oberflächlich und stereotyp und es gibt eben deshalb nichts tiefschürfendes zu sagen. Die oberflächlichen Amis eben (whata sterotype!). DIE KLAVIERSPIELERIN, die europäische Version von BLACK SWAN sozusagen, ist tiefenpsychologisch sehr viel ausgereifter, nicht wahr? Was macht den Unterschied?
Ob Natalie Portman mit ihrem Psychologie-Bachelor besser aufgestellt ist als ich mit meinem Psychologie-Diplom wage aus der Rollenauswahl nicht abzuleiten. Um nicht zu sagen: Wenn das mal kein küchenpsychologischer Seitenhieb ist!
Die Assoziationsbrücke zu ROSEMARY'S BABY kriege ich auch nicht geschlagen, aber das mag meinem Gedächtnis geschuldet sein.
ThomasNeuhauser 2011/02/21 10:19:42
Antwort löschenJa, genau, "Die Klavierspielerin" ist ein schönes Gegenbeispiel, wie es besser geht, was natürlich auch an Jelineks Text liegt. Da werden nicht so platte und plakative Es - Ich - Überich-Konstruktionen bzw. Deformationen in suggestive Überwältigungsbilder verpackt. Der Kampf der "Klaverspielerin" mit ihren Beschädigungen und ihrer Psychose ist glaubhaft, nicht zuletzt weil hier die Kunst eben keine romantische Rettung durch Selbstauslöschung bietet (vgl. meine Kritik unter http://www.arte.tv/de/suche/706684.html)
Der kleine Seitenhieb auf das Psychologie-Studium ist selbstredend ein ironischer, aber mit dem notwendigen Körnchen Ernst. Ich hätte mir halt gewünscht, dass Portmann die Psychologie der Story auch als zu schlicht empfunden hätte. Aber wo die Liebe hinfällt, ist kein Bachelor-Kraut gewachsen, oder so ähnlich...
Und schließlich: Es käme mir nie in den Sinn, von den oberflächlichen Amerikanern zu sprechen! Ich spreche nur von einem oberflächlichen Hollywood-Mainstream, der ja gerade durch seine - manchmal (nicht hier) sehr geschickte Vereinfachung und Nivellierung weltweit erfolgreich ist. Aber das ist dann schon wieder ein anderes, sehr weites Feld.
johnboy1979 2011/03/13 12:01:43
Antwort löschenEs lebe das Halbwissen. Ich finde es immer lustig, wenn Menschen die psychisch gesund (davon gehen ich bei Ihnen jetzt einfach mal aus) und ansonsten auch nichts mit Pschologie zu tun haben, sich anmaßen einem Film Küchenpsycholgie vorwerfen. Wer hat Ihnen das erzählt, irgendein Kumpel mit Psychologieabschluss in der Tasche. Ich würde an ihrer Stelle nochmal nach der Abschlussnote fragen, denn schlechte Psycholgogen gibt es zuhauf. Es scheint auch irgendwie ein Reflex zu sein amerikanischen Filmen Pseudohaftigkeit vorzuwerfen. Wer sich eingehender mit psychotischen Menschen bzw. mit der Psychose beschäftigt, der wird feststellen, dass der Film es in hohem Maße vermag diese Ausnahmesituationen zu visualisieren. Ein Psychose ist für den betroffenden nichts anderes als ein Horror(-film). Das was sie "Schockmomente" nennen, sind in erster Linie visuelle Umsetzungen der erlebten Welt aus der Sicht der handelnden Hauptperson. Unterlassen Sie es doch einen Film einfach mal so abzuqualifizieren, ohne ihn eingehender analysiert zu haben. Aber es erzeugt ja auch ein gutes Gefühl, wenn man einem Film Pseudopsycholgie vorwerfen kann, denn als Filmkritiker muss man das anscheinend nach einem bestimmten Algorithmus machen.
Mir fällt nur ein Wort zu ihrem Kommentar ein: Unqualifiziert!!!
ThomasNeuhauser 2011/03/14 09:28:22
Antwort löschenc/o Gordon Cole et al: Doch, doch, hier ist die Antwort: Wie's besser geht, d.h. weniger plakativ, spekulativ, effekthascherisch - das kann man z.B. bei Lars von Trier ("Antichrist") oder Michael Haneke ("Die Klavierspielerin") oder bei Roman Polanski ("Rosemarie's Baby", "Der Mieter", "Ekel") sehen. Die kommen ohne special effects aus. Finde ich einfach überzeugender, weil diese Regisseure die Psychose nicht so penetrant überdeutlich bebildern, sondern den Horror vor allem in der Phantasie des Zuschauers evozieren.
johnboy1979 2011/03/14 10:21:58
Antwort löschen"Antchrist" ist subtil? Darf ich mal lachen, also wenn man einem Film symbolischen Overkill vorwerfen kann, dann "Antichrist". Die ganze Rumgefickerei, das nervige Geschreie der Frau, die Selbstverstümmelung, der ganze Natursymbolkitsch sind subtil? Es darf gelacht werden! Die Großstadttriologie von Polanski ist auf jeden Fall grandios, besonders "Der Mieter" und "Ekel", aber auch hier wird der Horror unterlegt mit visuellen Bebilderungen des Wahns. Die einreißenden Wände in "Ekel" sind hier zu nennen und bei "Der Mieter" wird der Fiebertraum durch übergroß werdende Möbel bebildert sowie durch wahnhafte Beobachtungen des Mieters, der im gegenüberliegendem Haus anscheinend fremde Männer beobachtet. Deshalb finde ich, dass sich Aranofsky vielmehr einreiht in diese grandiose Triologie von Polanski. "Black Swan" erinnerte mich beim Sehen auch sehr stark an Polanskis Mieter. Ich glaube, Sie scheinen eine Aversion gegen Aranofsky zu haben. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Sie Polansiks Großstadttriologie für gut befinden und den stilistisch ähnlichen "Black Swan" so niederschreiben. Naja und "Antichrist" subtil zu nennen, ist sowieso ein Unding!
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ThomasNeuhauser 2011/03/14 12:29:39
Antwort löschenc/o Gordon Cole: "Dafür braucht es dann eben mal etwas Reisserisches und Effekthascherisches." Das ist ja direkt mal ein anregender Meinungsaustausch hier (von etwas Polemik bei johnboy mal abgesehen), und da sind wir auch gar nicht mehr so weit auseinander. Ich will das nicht abstrafen, ich habe auch nichts gegen Aronofsky und von Subtilität habe ich bei "Antichrist" auch nicht gesprochen. Aber wo Lars von Trier schockiert (wenn er das überhaupt tut) und psychotische Vorgänge zeigt, da schockiert er mit intelligenteren Bildern, eben nicht mit - knack, knack - zerbrechenden Beinen (ausgerechnet einer Balletttänzerin ! Freuds Traumdeutung habe ich da etwas komplexer in Erinnerung).
Und wenn es das Reisserische, die lauten Effekte braucht, um die Massen zu erreichen, dann spricht das doch weder für den Film noch für die Masse, oder? Ich bin mir da übrigens gar nicht so sicher. Und abschließend: Die oben genannten Regisseure regen mit ihren Bildern meine Phantasie und mein Denken an - Aronofsky schlägt meine Phantasie tot und lässt mich völlig kalt.
Natalie Portman macht ihre Sache gut und darf den Oscar gern behalten, den Film rettet das nicht.
War mir ein Vergnügen.
johnboy1979 2011/03/19 09:45:37
Antwort löschen"(...)eben nicht mit - knack, knack - zerbrechenden Beinen (ausgerechnet einer Balletttänzerin ! Freuds Traumdeutung habe ich da etwas komplexer in Erinnerung)." Tut mir leid, aber hierzu kann ich nicht schweigen. Andere Leser glauben sonst noch, das diese Argumentation etwas mit Schlüssigkeit zu tun hat. In der psychosomatischen Medizin ist es bekannt, dass gerade sehr häufig jene Körperregionen von Störungen betroffen sind, welche im Beruf oder der Freizeit eine zentrale Rolle einnehmen. Gerade bei Überbelastungen treten Störungen oder Missempfindungen auf, wie bei Tänzerin im Film.
Zudem: Etwas in Erinnerung haben = Halbwissen. Außerdem: Freuds Traumdeutung ist entstanden um die Jahrhundertwende. Heute haben wir 2011. Das zum Thema Qualifikation bezüglich des Vorwurfs der Küchenpsychologie. Einfach nochmal auf die Uni würde ich sagen.
War mir kein Vergnügen!
J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...
Kommentar löschenPsychohorrorfilm fürs Bildungsbürgerpublikum. Wenig subtil, aber sehr wirkungsvoll. So interessiert man Horror-Nerds fürs Ballet.
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Prestigeww 2011/01/21 13:03:45
Antwort löschenIch höre schon die Rufe aus den vordersten Rängen: "Wo bleibt das Bluuuut?!"
manitu17 2011/01/22 01:53:08
Antwort löschengabs da auch:D
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xcharliex 2011/01/22 13:15:21
Antwort löschenwollte gerade einen erguss verfassen, aber - die ersten beiden sätze kann ich einfach unterschreiben, was ich hiermit tue. danke!
Henry Spencer 2011/04/14 15:13:02
Antwort löschenWord.
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]„Black Swan“ ist ein unangenehmer Film. Kein einziger Moment, in dem er einem nicht Unbehagen bereitet, keiner der kargen, dunklen, kalten Schauplätze wirkt auch nur im entferntesten einladend, in keiner Sekunde fühlt man sich beim Anblick dieses Films wohl. Aronofsky inszeniert einen düsteren Alptraum, erlebt durch die Augen eines anderen Menschen und erst gegen Ende, wenn seine Schockeffekte allzu plakativ werden, wird man aus dessen Tiefen heraufgezehrt und es beginnen einem die Augenlider zu flattern. Dann häufen sich die Momente, die sich anfühlen wie kurz vorm Aufwachen, die einen daran zu erinnern beginnen, dass alles nur ein Traum ist und in denen die Illusion des Films nicht aufrecht erhalten werden kann. Und wenn man schließlich vom tosenden Applaus des Abspanns entgültig aufgeweckt wird ist man froh, „Black Swan“ hinter sich zu haben. Vorläufig zumindest. Denn Eindruck hinterlässt der schwarze Schwan. Vor allem, da Darren Aronofsky, seien seine Methoden teils platt und offensichtlich wie sie wollen, eine elementare Sache bedenkt, die das Horror-Genre (auch wenn der Film diesem natürlich nicht zuvorderst angehört) vor lauter Folterei und „alles muss gezeigt werden“-Mentalität vernachlässigt oder vergessen hat: das, was in den Gedanken des Zuschauers passiert[...]
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschen"Black Swan" verwöhnt die Sinne wie ein eingerissener Fingernagel, und wenn es so richtig weh tut, zieht Aronofsky noch einmal daran. Und doch ist sein Film, in Blut getränkt und mit der Nagelschere geschnitten, auf seine eigene und seltsame Weise auch eine schöne Hommage ans Ballett.
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Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de
Kommentar löschenEine moderne Deflorations-Phantasie von Darren Aronofsky
Mit seinem letzten Film "The Wrestler“ hat er uns einen Blick hinter die Kulissen des Wrestlings-Sports werfen lassen. Jetzt zeigt er uns die Brutalität der schönen Künste – des klassischen Balletts. Darren Aronofsky, der Intellektuelle aus New York, wie er oft in Schauspielerkreisen genannt wird, liebt es anscheinend, Dinge offen zu legen. In den meisten Fällen bilden dazu die Arronofsky´schen Grundpfeiler Leidenschaft, Versuchung und Selbstaufopferung das Korsett seiner Inszenierungen. Hier geht es ihm aber nicht um die Selbstaufopferung aus dem Imperativ des Ideals im Hauptmann´schen Sinne, sondern um eine Selbstaufopferung ohne des Sich-Selbst-Bewußtwerdens.
Tanz, Ehrgeiz und Selbstaufopferung als Droge, die high macht und gleichzeitig alles ruiniert. "Black Swan" ist ein weiteres, beeindruckendes Meisterwerk von Darren Aronofsky.
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ThomasGroh: taz, perlentaucher, splatti...
Kommentar löschenWas sich vorderhand als nuancierter psychologischer Thriller verkleidet, entpuppt sich im Verlauf als dunkler Schwan der Schauer-Kulturgeschichte mit großer Lust an lauten Fanfaren: Kein U-Bahn-Fenster lässt Aronofsky ungenutzt verstreichen, um nicht noch ein Doppelgängermotiv im Bild unterzubringen, selbst der Regisseur der Aufführung heißt "Zwilling" mit Namen, auch die böse Hexenmutter fehlt nicht: Mit dickem Pinselstrichen erzählt "Black Swan" ein Gruselmärchen, das nur umso effektiver wird, je unbekümmerter es Subtilitäten weit hinter sich lässt.
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Alle Kritiken (44)
Kommentare (458) — Film: Black Swan
Kommentar schreibenKieke 2012/02/04 00:55:15
Kommentar löschenEiner....wahrscheinlich.....
der Besten aktuellen Filme, den ich in der letzten 2 Jahren gesehen habe.
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John Alexander Bell 2012/01/30 21:05:09
Kommentar löschenGroßartig! Natalie Portman übertrifft sich selbst. Sie spielt diese Rolle mit einem derart erschreckenden Facettenreichtum, der den Film erst zu dem werden lässt, was er sein soll: ein Alptraum!
Darren Arnofski überzeugte mich schon mit Pi vor 12 Jahren. Auch Requiem for a Dream hat mich ganz schön fertig gemacht, aber das hier ist sein Meisterwerk. Viel dezenter sind die Kontraste, viel subtiler der Horror, viel präziser zeichnet die Feder (diese Metapher konnte ich mir nicht verkneifen) eine unglaublich düstere Geschichte, die stetig weiter in die tiefschwarze Hoffnungslosigkeit fällt, um in der extremsten Düsternis zu verschwinden und sich darin aufzulösen.
Grandios!
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Martin Jurgeluks 2012/01/31 00:58:39
Antwort löschenGrandioser Beitrag!
John Alexander Bell 2012/01/31 08:47:48
Antwort löschenDanke :)
Nelson1901 2012/01/30 20:06:35
Kommentar löschenHab mir den Film mit meiner Freundin angesehen, die ihn unbedingt mal sehen wollte. Vorher war ich noch hier bei Moviepilot und hab mir meine Vorhersage angeschaut: 7,5. Muss ja ein super Film sein, dachte ich mir. Je länger der Film lief, umso enttäuschter wurde ich. Dass es ein Ballettfilm ist, war mir ja klar, aber dass er so öde ist, hätte ich nicht erwartet. Schauspielerisch mag er gut sein, aber dieses filmische Durcheinander nervte dann doch. Was ist real, was nicht? Es gibt sicher einige gute Minuten, aber am Ende war der Film doch nicht wirklich mein Geschmack. Meiner Freundin, die ihn unbedingt wollte, sagte er im Übrigen auch nicht wirklich zu. Sie wollte ihn nur wegen des grossen Hypes sehen ... und wurde enttäuscht.
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Sanylein 2012/01/29 21:44:12
Kommentar löschenObwohl ich Natalie Portman nicht leiden kann, uns sie mir schon echt viele Filme kaputt gemacht hat, war ich sehr positiv überrascht. Es war recht interessant und sie spielte glaubwürdig. Man muss aber dazu sagen das die ersten 30-35 Minuten eher langweilig waren.
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sitzdisko 2012/01/28 15:14:02
Kommentar löschenwoooa, die mudda !!!
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Gerry1974 2012/01/25 16:54:45
Kommentar löschenEinfach nur genial,Natalie Portman spielt Brilliant in einem sehr spannenden und packenden Tanzfilm.
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robin.fleu 2012/01/17 01:47:18
Kommentar löschenIch kann mich den Worten der bezaubernden Natalie Portman nur anschließen. Der Film hört an seinem Höhepunkt auf und kann anschließend mit Recht von sich behaupten, perfekt gewesen zu sein.
Man ist, wie die Protagonistin, durch die Dinge, die sich ihr auftun, hin und her gerissen. Wem kann man vertrauen? Kann man irgendwem vertrauen? Und wenn nein, auch nicht sich selbst?
Ich selber habe mich anfangs gesträubt den Film zu gucken. Ich will nicht sagen, ich hasse Filme, in denen Ballet den Großteil der Handlung in Anspruch nimmt. Ich bin aber auch nicht ihr aller größter Fan.
Nachher haben ein, zwei Freundinnen von mir behauptet der Film wäre sehenswert, was mich aber auch nicht wirklich überzeugt hat.
Nichts desto trotz wollte ich heute Nacht einen sehr intelligent gemachten Film sehen. Mein mir liebster und von mir auch am meisten gesehener Film ist Fight Club. Am Ende, als der, von Edward Norton gespielte Erzähler der Geschichte, sich das Schauspiel dessen, was sein Unterbewusstsein angerichtet hat, ansehen muss, dachte ich mir nur "WOW!".
Hierbei war es ähnlich. Ich wollte nicht, dass der Film schon zu Ende ist, wobei alles entschlüsselt war, keine offenen Fragen mehr waren.
Ich persönlich, werde ab diesem Moment jeden Film, der viel von sich hält, mit diesem hier vergleichen, da ich mich von seiner Durchdachtheit, und der brillianten schauspielerischen Darbietung verzaubern hab lassen, wie Natanlie Portman sich von Mila Kunis.
Mich und ich glaube viele andere hat sie in dem Film in Ihrer Nebenrolle wahrscheinlich auch ver- und bezaubert.
In diesem Meisterwerk kommt nichts zu kurz und ich bereue es heute Nacht, es nicht im Kino hab sehen zu dürfen.
Ein, dadurch, dass er Hollywood-unabhängig ist, Indipendent-Blockbuster, der seines gleichen lange suchen wird.
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DerDude_ 2012/01/13 18:48:42
Kommentar löschenDas Aronofsky kein Mann fürs Subtile ist , dürfte seit "Requiem for a Dream" jedem klar sein. Doch wo er damals ein Meisterwerk schuf ,scheitert sein "Black Swan" an seinem Verlangen (ironischerweise) Perfektion zu erreichen.
Damit das nicht falsch verstanden wird : "Black Swan" ist kein schlechter Film. Aronofskys Stilmittel sind fantastisch und auch die ,von mir gehasste ,Wackelkamera kommt diesmal gut zum Einsatz. Auch haben die Tanzsequenzen eine extrem visuelle Wucht ,welche im fantastischen Finale des Filmes den absoluten Höhepunkt erreicht. Unterstützt von der wunderschönen Musik von Clint Mansell ist "Black Swan" in Audio/Visuellem Bereich wenig vorzuwerfen.
Und doch ist "Black Swan" alles , nur kein Meisterwerk. Nicht nur ,das sehr früh klarist ,wohin sich die Story bewegt , sondern auch durch die extreme Flachheit und seine völlig fehlende Wucht , die "Requiem for a Dream" damals zum Meisterwerk machte. Aronofskys Figuren bleiben Stereotypen und die Dialoge sind mehr als flach. Die Schockeffekte bekommt ein B-Film besser hin und wer die Traumsequenzen tief und verwirrend findet , hat wohl noch nie einen David Lynch Film gesehen. Zwar ist Natalie Portmans Darbietung wirklich gut ,aber nicht der Kracher wie oft beschrieben. Sie liefert genau das , was Darstellerpreise wie die Academy , wollen : Grenzenloses Over-Acting und komplette Aufopferung.
Letztendlich ist "Black Swan" ein Film ,den ich nicht hasse und immer wieder sehen kann ,der aber leider dem absoluten Überhype nicht gerecht wird. Aronofsky hat das Talent , aber wenn ich einen psychologischen Horrorfilm sehen will , sehe ich mir "Antichrist" an ,wenn ich mich verwirren lassen will sehe ich mir einen David Lynch an und wenn ich einen guten Aronofsky sehen will , sehe ich mir "Requiem for a Dream" an.
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Kieke 2012/02/04 01:10:42
Antwort löschenwas hat dieser Film mit David Lynch zu tun ?
.. und dann "Requiem for a Dream" als das Non Plus Ultra darzustellen.
Wenn ein Film alles Andere als Subtil ist, dann wohl dieser Psoido - ach -Moral - kriesen - Drogen- Pubertäts Film !
Und dann noch das Wort "Overakting" benutzen..
das hab ich gerne ..
Ein Hype kann auch mal zurecht entstehen. In diesem Fall ist er vokkommen gerechtfertgt.
DerDude_ 2012/02/05 14:35:32
Antwort löschenUnd ich dachte ich würde wenig auf meine Grammatik achten :P
Menschliche Abgründe werden ja wohl aus mehr als lesbischen Fantasien , Buh Momenten in der Badewanne und lebenden Spiegeln bestehen. David Lynch und Lars von Trier zeigen ,das es noch mehr gibt.
REQUIEM ist ein deutlich besserer Aronofsky weil er härter und kompromissloser ist. Black Swan ist nur für Leute verstörend ,die "das Streben nach Glück" todtraurig fanden
Portman ist gut ,aber oft sehr weit weg von der Glaubwürdigkeit und kann es defenitiv besser
Und die Nebenfiguren gehören zum flachsten ,das ich je gesehen habe
Kieke 2012/02/05 15:57:33
Antwort löschendu hast den Film nicht verstanden... Im Hauptfokus steht nicht der Schreckmoment, sondern die Kombination von Schreckmoment und dem Tanz... Schon alleine das du diesen Film soweit runterbrichst, beweist, das du nichts von subtilität verstehst. In disem Fall Lynch zu erwähnen ist einfach kindisch... Boa aber....Saw ist besser.. - Hör mir auf ...
DerDude_ 2012/02/05 18:40:32
Antwort löschenWas hat Saw damit zu tun ?
Kieke 2012/02/06 11:21:48
Antwort löschen"saw" sollte ein beispiel sein für die sinnlose fokussierung auf den Schreck/ Ekel Moment sein.
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DerDude_ 2012/02/06 14:01:33
Antwort löschenDann ist Black Swan mehr Swa als Lynch
Kieke 2012/02/07 17:25:17
Antwort löschenYo mehr Swa-nensee ;-)
Starbuck_Bln 2012/01/10 11:54:24
Kommentar löschenEine tanzt um das Kuckucksnest
Eines vorab: Ob einem dieser Film gefällt oder nicht, hat nichts mit der schauspielerischen oder filmhandwerklichen Qualität zu tun, sondern ausschließlich mit dem persönlichen Geschmack. Die Qualität ist zweifellos vorhanden. Dennoch gefällt mir der Film nicht. Besser gesagt: Diese Ansammlung von Mutter-/Tochterkonflikten, Magersucht, Verklemmtheiten, Selbstverstümmelungen, Wahnvorstellungen und anderen starken Persönlichkeitsstörungen ist vermutlich eher ein Fall für weibliche Filmfreunde, für Homophile, Ballettliebhaber und für die Psychiater.
Da half auch die schöne Musik und die Ästhetik in einzelnen Filmpassagen nicht, mir Erholung von geballtem weiblichem Wahn zu verschaffen. Der Abspann war dann wie eine Erlösung.
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M4x1k1ng 2012/01/06 23:14:36
Kommentar löschenLily hat schon recht, wenn sie sagt Ballett ist nicht für jeden was. Anfangs hatte ich ein paar Bedenken deswegen, aber es hat sich herausgestellt, dass wenn man sich darauf einlässt, dieser Film genial wird. Ich persönlich fand die Fusion der einzelnen Elemente aus Thrill, Horror, Fantasy und Drama wirklich interessant, denn durch sie wird eine Atmosphäre geschaffen, die einzigartig ist. Die Schauspieler passen perfekt in ihre Rollen (zumindest ist mir keine bessere Besetzung in den Sinn gekommen). Auch Kameraführung und der Ton sind stimmig. Für mich einer der besten Filme.
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Moe 2012/01/06 18:09:24
Kommentar löschenEin typischer Aronofsky-Film. Ich komme einfach mit seinem Stil klar, andere nicht.
Dann die Ballett-Thematik hat mich keineswegs abgeschreckt, weil das bei Aronofsky eben egal ist. Das Happy End bei ihm ist immer eine Tragödie.
Das finde ich jedes Mal faszinierend.
Mila Kunis war für mich der heimliche Star in diesem Film, sie hat es, meiner Meinung nach, Natalie Portman nicht leicht gemacht.
Auch die Musik und die Kostüme waren grandios.
Insgesamt ein schöner Psycho-Thriller.
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hollygolightly1 2012/01/03 22:46:01
Kommentar löschenEiner der besten Filme aus dem Jahre 2010/2011.
Er ist interessant und schockierend, ein Thriller eben. Natalie Portman spielt sehr gut und hat den Oscar verdient.
Es gibt Parallelen zu Aronofskys früherem Werk "The Wrestler", wobei ich Black Swan bevorzuge. Wahrscheinlich auch, weil ich Ballett ansprechender als Wrestling finde.
Dieser Film ist stark aber sicherlich nicht für jeden etwas.
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J.-F. 2012/01/03 17:16:33
Kommentar löschenDas der Film mir so unter die Haut geht, das hätte ich nicht gedacht. Auch wenn Ballett nicht jedermanns Ding ist/sein sollte, kann man diesen Film gut gucken. Allerdings nichts für Leute mit ganz schwachen Nerven.
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mogerdo 2012/01/03 13:49:19
Kommentar löschenMit Black Swan präsentiert Aronofsky einen Film, dem es gelingt, mich tief in seine Stimmung hineinzuziehen. Elemente aus Surrealismus, Horror und die emotional tiefgreifende schauspielerische Darstellung vereinen sich dabei perfekt und generieren eine subtile Spannung, die sich kontinuierlich zu einem dramatischen Höhepunkt entwickelt und mit einer äußerst stimmigen Ästhetik vereint.
Ein in sich perfektes ästhetisches und emotionales Meisterwerk, das eine tiefe Faszination entfaltet.
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blockbusterandmore 2012/01/02 22:24:27
Kommentar löschen"I had the craziest dream last night about a girl who has turned into a swan, but her prince falls for the wrong girl and she kills herself.” -
Die Menge applaudiert, die Bühne bebt. Natalie Portman und Regisseur Darren Aronofsky bitten zum Ballet und Tanz mit dem tragischen und düsteren Drama "Black Swan,” welches dem sehr eigenwilligen, unkonventionellen und zunächst etwas gewöhnungsbedürftigem Schaffen "The Wrestler” in Punkto Qualität mitnichten nachsteht.
Regisseur Darren Aronofsky zieht mit "Black Swan” absichtlich seine Parallelen zu seinem vorherigem bekanntem Schaffen "The Wrestler”, besonders wenn es darum geht, die psychologischen und physiologischen Auswirkungen eines bestimmten Metiers auf das Seelenlieben bestimmter, auch seelisch krank gewordener Protagonisten offenzulegen. Der eigene Körper ist das wichtigste Kapital, das Mittel, um in einer seit jeher unmenschlich gewordenen Branche / Welt / einem existierendem Mikrokosmos zu bestehen und um die eigene Karriere um jeden Preis vorantreiben zu können. Das Leben ist ein ständiger Kampf, ein Kampf um mit sich selbst im reinen zu sein und sich auch gegenüber anderen zu behaupten. Schafft man dies nicht, liegt das eigene Leben in Schutt und in sozialer Asche. Es ist im nachhinein nicht mehr viel wert. Diesen Umstand lebte uns Darren Aronofsky schon in "The Wrestler” vor, in dem ein zerschundener Mickey Rourke am Anfang des Filmes die Trümmer seiner Existenz aufsammeln durfte und noch einmal alles für seinen Traum von einem besserem Leben gab, auch wenn dies das den sicheren Tod bedeutete. Die klassische "Fall and Rise Erzählung” wurde also umgekehrt. In "Black Swan” hingegen steht die Protagonistin am Anfang ihrer Karriere, wo alles um sie herum noch im vermeintlich heilem Glanze erstrahlt, ist aber ebenso bereit alles zu geben, selbst im Falle der schlimmsten Konsequenzen für Körper und Seele, um ihren "Traum" vom Ballet zu verwirklichen. Denn vor einem mißratenem Leben fürchtet sich im inneren. Sichtbar wird dieser Aspekt z.B. auch am Auftritt Winona Ryders, welche als alternde Ballerina Beth Mcintyre exzellent die exakten Schattenseiten des Business und eine Art negatives Echo der Zukunft für Ballerina Nina verkörpert, von welchem der Betrachter einer Ballettvorführung so oder so nichts mitbekommen wird.
Die Frage blebt also offen inwie weit die Protagonistin Nina für alles positiv zu erreichende gehen wird. Und hat sie überhaupt das seelische Gleichgewicht, die Nerven, ist sie belastbar genug, um am Ende ihren "Traum" von Ballett leben zu können? Oder erweist sich das gesehene zum Abschluss von "Black Swan" nur als scherzhafter böser Traum, den die Protagonistin geträumt hat, gar als weitere Wahnvorstellung, oder doch als die Realität, scheidet die Protagonistin doch dahin (wie in Tschaikowskis berühmter Vorlage?) Mit kühler Raffinesse und handwerklichem Geschick setzt Regisseur Darren Aronofsky "Black Swan" als doppelbödiges, horrorhaftes und hinterfotziges Spiel um Fakten,Realität und Fiktion in Szene...Zum einen zelebriert er die "Schönheit" des Ballets, holt zum anderen holt er die gesamte Ballettbranche aber gekonnt auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn er diese als zum starken Teil menschenverachtend entlarvt und ihr den entsprechenden, bitterbösen Seitenhieb mit dem Schicksale Ninas am Ende von "Black Swan" zufügt...
"Black Swan” ist ein sehr eindringliches, manchmal unterschätzes und auch zu Unrecht verrissenes Werk, in dem das Kinoerlebnis als zu erlebende, visuelle und emotionale Grenzerfahrung, als "roller coaster ride" und (ähnlich wie in David Finchers "Fight Club") nervenzerrender "Mindfuck" Thrill zelebriert wird, nebst spassiger, augenzwinkender Vertrashung der entsprechenden, späteren, satirisch zugespitzt anmutenden Wahrnehmungen der Protagonistin. Aus einer wieder dokumentarisch anmutenden Position nähert sich Darren Aronofsky seinen Figuren sorgfältig und spart dabei schon mal gesehenes im Genre nicht aus. Aber das tut der Sache keinen Abbruch. Die wichtigste Darstellerin des Filmes, Natalie Portman alias Nina, wird als vermeintliche Sympathieträgerin und Identifikationsfläche installiert, damit man vordergründig mit dem gesehenen ersteinmal warm werden kann, aber ebenso einen tiefen Blick in deren seelische Abgründe riskieren darf. Und Natalie Portmans Performance ist keineswegs so ausdruckslos und starr, wie es ab und an zu vernehmen ist. Denn schaut man in ihre Augen, vernimmt man die ganze Bandbreite an menschlichen Emotionen intuitiv. Man achte nicht nur auf die Gestik und Mimik ihres Mundes und ihrer Hände, sondern lenke seinen Blick in alle Richtungen. Aus Natalie Portmans Augen liest man Emotionen wie Verzweiflung, Furcht, Anspannung, Angst, Naiviität und viele weitere interessante Emotionen heraus.
Und Darren Aronofsky beschreitet seinen narrativen Pfad konsequent, wenn er die innere Verzweiflung und Hilflosigkeit seiner Protagonistin "Nina” entsprechend nüchtern dem Betrachter näher bringt, mit den modern eingesetzten Mitteln wie der Steadycam auf Distanz bleibt, ihren für außenstehende manchmal grotesk anmutenden körperlichen wie psychischen Kampf "mit dem innerem Schweinehund” in wunderbare Bilder verpackt und auf den Betrachter losläßt, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Wer Darren Aronofsky kennt, der weiß, das er kein Mann der subtilen Regiekunst ist, wie schon "The Wrestler” bewiesen hat, wenn Mickey Rourkes Leiden auf den maximalen Effekt hin ausgelegt waren. Es wurde geblutet und gelitten. Und auch in "Black Swan” weicht Aronofsky keinen Milimeter von seiner Marschroute ab. Warum sollte er auch subtil und altmodisch inszenieren, wie es vor über 40 Jahren bei Regisseuren wie Roman Polanski in Mode war? Das heutige, modernen Publikum liebt das Entertainment, wirkt ab und ein wenig abgebrüht und ist durch überholte, subtile Mittel technische Mittel / Mätzchen / Tricks vergangener Tage und zu langatmige Einstellungen kaum noch in das Geschehen miteinzubeziehen.
Es ist zwar nicht von der Hand zu weisen, das Darren Arofnosky eine prätentiöse Herangehensweise pflegt, die manchen unverständlich erscheinen mag und welche "Black Swan” ein ganz klein wenig die Spannung der beigefügten Thrillerelemente raubt, man kann aber nicht behaupten, das KOMPLETT spannungsarm inszeniert wurde. Denn visuell / handwerklich erweist sich Regisseur Darren Aronofsky als genial und nutzt seine schockenden Mystery / Horrorelemente Elemente eh nur dazu, um den dramatischen Part von "Black Swan” genüsslich auf die Spitze zu treiben. Und das gelingt im ausgezeichnet. Lässt man sich von der sogartigen, emotionalen Wirkung von "Black Swan" mitreißen, wird man auch vom Finale nicht kalt gelassen zurück bleiben. "Black Swan" erweist sich als fesselnder Mindfuckthrill, welcher sich Gott Sei Dank in den richtigen Momenten nie allzu ernst nimmt, um dann in viel zu biederer Manier die ausbeuterischen, modernen Unterhaltungs/Verstumpfungsmechanismen der "Ballet Branche" an Hand der Protagonistin offenzulegen, nur dieses Mal befinden sich die Bretter, welche die Welt bedeuten, nicht im Wrestler Ring, sondern auf der Balletbühne, nicht Randy "The Ram Jam" wird zum Teil eines bitteren, inszenatorischen Abgesanges auf die Medien und den gesamten Konsum orientierten und immer seelenloser werdenden Unterhaltungszirkus, sondern Nina mit Tütü und Balletschuhen, deren zunehmender "Wahnsinn" und unvermeidlicher Seelenstriptease für den Betrachter schon beinahe satire/abschussreif und fortwähhrend amüsant erscheinen, die BÜHNE (während des Trainings und des Finales) offenbart sich in "Black Swan" als Fallgrube für alle Beteiligten, legt alle Protagonisten gnadenlos mit der ganzen Bandbreite an gesammelter, menschlicher, emotionaler Verkommenheit offen.
"Black Swan" hält gekonnt vielerlei Suspense Momente in Bezug auf die verschiedenen Meta/Identitätsebenen der Protagonistin bereit, um dem heutigem Betrachter eine Leidenstour der besonderen Art vorzuführen, sprich um diesem überzeugend zu zeigen, wie schwer es ist, mit dem eigenem Willen das Fleisch des menschlichen Körpers so zu beherrschen, bis man dieses vollständig unter Kontrolle / konditioniert hat, kann man nur noch die perfekte, nicht zu überdosierte Technik im modernen Filmemachen einsetzen. Darren Arronofsky zeigt stets rücksichts- und kompromisslos, welcher Prozeß zur inneren Übernahme des Geistes für die Kontrolle des Fleisches, auch im monotonen und im nachhinein immer verwirrenderen Alltag der Protagonistin, von Nöten ist, damit man dazu in der Lage ist, körperliche Höchstleistungen zu vollbringen.
Aber was passiert, wenn bestimmte Grenzen der menschlichen Belastung erreicht werden und diese per Geist auch noch überschritten werden, auch wenn Druck von außenstehenden erzeugt wird? Dies kann unter Umständen fatale, negative Konsequenzen haben, und zwar für den Körper "und” den menschlichen Geist. Fakt ist, das der oft gewählte "Coming Of Age Background” im Drama, sprich der Kampf mit Identitätsfindung und dem erwachsen werden, gewiß kein thematisch neuer Ansatz ist, und auch das Ende dürfte bei ein bißchen mitdenken klar sein, weil man weiß, das "Black Swan” halt wie erwähnt ein psychologisch, raffiniertes, doppelbödiges Spiel und Aufgriff der Thematik Tschaikowskis ist, aber es funktioniert dank straighter Inszenierungsweise, schürt Emotionen und Gänsehaut. Am Ende bleibt man nach zeitwilligen amüsanten Momenten schockiert vom gesehenem zurück, das Lachen bleibt dem Betrachter im Halse stecken. Durch den krankhaften Ehrgeiz ihrer Mutter Erica (überzeugend: Barbara Hershey) angespornt, welcher einst die große Karriere im Ballett verwehrt blieb, leidet "Nina” an einem krankhaftem Perfektionswahn, welcher sie unbemerkt immer weiter in Richtung Abgrund zieht. So etwas wie wahre Gefühle, sprich Empfindungen wie Liebe, existieren im Zuge des Heranwachsens und des täglichen Balletdrills nicht für sie, etwaige erste sexuelle Entdeckungen / Erfahrungen sind ihr ebenso fremd, sie werden sich in der Konsequenz irgendwann später von alleine ergeben, was zutiefst human ist und entsprechend im Script erarbeitet wurde.
Wie verhält es sich aber, wenn man SEXUALITÄT als eine Form von PSYCHOTERROR "dafür" nutzt, um seine (Schutz)Befohlenen in moralisch korrupter Manier unter Druck zwecks erreichen größerer Ziele zu setzen? In wie weit lassen sich viele Individuen der Branche übrhaupt manipulieren, "um" die gesteckten Ziele zu erreichen? Wie fühlt man sich als jemand, welcher in seinem Rückzugsort dem Einfluss anderer erliegt und dann irgendwann feststellt, das ihm außer dem Ballett / seinem Beruf im Alltag nicht mehr viel geblieben ist? Sind die Folgen nicht fatal, nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist? Für die Beantwortung der ersten beiden Fragen erweist sich Vincent Cassel in seiner Rolle als der richtige Darsteller, welcher als chauvinistisches "Schwein", kreativer Künstler und Exzentriker Thomas Leroy einen wesentlichen Teil dazu beiträgt, das die Protagonistin Grenzen überschreitet, welche sie besser nicht überschreiten sollte. Zum einen in pointierter Manier in Szene gesetzt (Mila Kunis und Natalie Portman in der entsprechenden, bekannten Szene), zum anderen in bitterböser und raffinierter Weise eingefangen gilt auch hier wieder: das Showgeschäft ist das sclimmste Geschäft von allen. Ist man diesem um jeden Preis verfallen, schließt man einen Pakt mit dem Teufel / verkauft diesem seine Seele (entsprechend wird Ninas Tanz am Anfang von "Black Swan" mit der personifizierten Finsterniss offenbart) gibt es kein zurück mehr.Als Konsequenz kann die Protagonistin ihrem finalem Schicksal halt nicht mhr entkommen.
"Black Swan” läßt sich zwar nicht als kompletteMediensatire lesen, wenn Charaktere wie Thomas Leroy z.B. ein wenig gewollt überspitzt dargestellt werden, am Ende jedoch als Seitenhieb auf unsere modernen, kulturellen, ausbeuterischen Verblödungs/Showbizmechanismen, wobei das Finale keine tiefgründigen Antworten zur Thematik liefern soll, sondern den Betrachter zum nachdenken über das gesehene Dank des überaus variablen Spiels mit dem entsprechendem, geschaffenem Subtext auffordert. Darren Aronofsky appelliert an die Mündigkeit des Betrachters, welchem die Aufgabe zuteil wird, "Black Swan" in seiner Komplexität entsprechend zu entschlüsseln, zu verstehen, zu interpretieren, zu deuten, richtig zu erfassen. Es wird lediglich mit den Mechanismen und den wahren Methoden der unmenschlichen Ballettbranche auf mehreren Metaebenen abgerechnet.Für eine komplette Satire ist "Black Swan" insgesamt, trotz gelegentlicher Augenzwinkerei, dann doch zu ernst im Unterton geraten. Natalie Portman spielt das "schmutzigste Opfer” der Branche. Und die Darstellungen der "sexuellen” Erfahrungen Ninas werden einigen mit Sicherheit zu weit gehen und wohl naserümpfend als Tabubruch aufgefaßt werden, sind aber optisch und narrativ unausweichlich bzw. werden von Darren Aronofsky brutal und in ehrlich Weise festgehalten.
Festhalten lässt sich, das "Black Swan” in Punkto schauspielerischer Qualität her ebenfalls überdurchschnittliches bietet, und das liegt nicht nur an der vielzitierten Leistung von Natalie Portman. Auch Vincent Cassel ist ein absoluter Top Schauspieler und stellt dies in "Black Swan” eindeutig unter Beweis. Barbara Hershey macht ihre Sache ebenfalls gut und gefällt in ihrer Rolle als alles heimlich kontrollierende Instanz, welche sich als gewiss nicht unschuldig am Schicksal der Protagonistin erweist. Der Rest des Castes gefällt dank solidem Spiel. Nicht unerwähnt soll auch der Score von Clint Mansell bleiben, welcher "Black Swan” stets harmonisch mit klassischen Stücken / dem richtigem Tonfall untermalt. Technisch ist "Black Swan”, wie bereits kurz erwähnt, hervorragend in Szene gesetzt worden. Matthew Libatique zeichnet sich für visuell atemberaubend eingefangene Bilder verantwortlich, welche sich regelrecht in die Netzhaut , und in das Gedächtnis des Betrachters einbrennen. Wenn Natalie Portman sich im letzten Drittel des Filmes ihrer "Nemesis" stellt, ihre angestauten Komplexe überwinden möchte und dafür im Finale um Leib und Seele tanzt, ist all das einfach nur wunderbar anzusehen.
Fazit: "Black Swan" erweist sich auf einer bestimmten Ebene zwar etwas vorhersehbarer als "The Wrestler" inszeniert, offenbart sich aber als ein überaus starkes Stück Film, welches sich stets am Rande der inszenatorischen Perfektion bewegt. Man kann Darren Aronofsky mal wieder nur zum gelingen dieses außerordentlich guten Filmes gratulieren. Aber irgendwie hat man das auch erwartet im Angesicht bestimmter Beiträge wie "Requiem for a dream" und "The Wrestler." Hut ab!
"Nina, what did you do?"
"I felt it. Perfect. I was perfect."
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Nyarlathotep68 2011/12/31 06:16:40
Kommentar löschenDer Film ist völlig überbewertet und ich kann mir den Hype, der da gemacht wurde, nur dadurch erklären, dass viele wohl offensichtlich glauben, dass ein Film, der von Kunst und Psychose handelt, atomatisch auch tiefsinnig und brilliant sein muss. Dabei sind die Bilder bescheiden, die Geschichte ist oft lächerlich (denke da z. B. an den Tipp von Direktor Leroy, der Ballerina Sayers in einer "kleinen Hausaufgabe" empfiehlt, zu Hause einmal ordentlich zu masturbieren, damit es auch mit den dunklen Aspekten beim schwarzen Schwan klappt) und was mich am meißten ärgert, ist dieses Gerede von der großen Kunst, die nur in Todesnähe oder an der Schwelle des Wahnsinns oder, wie im Falle von Nina Sayers, darüber hinaus möglich ist. Das ist mir hier gar zu platt und pathetisch. Und schließlich ist das ganze ja auch noch eine Entwicklungsgeschichte. Wie gelingt es einer hohtalentierten, unter psychischen Problemen leidenden Ballerina zu einer großen Künstlerin zu werden? Indem sie verrückt wird und stirbt, ist die Antwort des Flims. Na ja... 3 Punkte gibt es für die wirklich gute Natalie Portman, die hier leider auch nicht mehr viel retten konnte.
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fischflosse 2011/12/22 15:37:26
Kommentar löschenNach audiovisuellen Gesichtspunkten ist Darren Aronofsky einer der besten Regisseure unserer heutigen Zeit. Deshalb und weil ich seine vier vorherigen Filme sehr mochte beziehungsweise Requiem for a Dream und The Fountain einer meiner Lieblingsfilme des letzten Jahrzehnts sind, habe ich mich natürlich auch riesig auf Black Swan gefreut. Auch Black Swan ist audiovisuell ein einziger Genuss, wenn Nina immer schizophrener wird und ihre Phantasie ihr mehr und mehr Streiche spielt, dann geht es durch das einsetzen von Special Effects, Schatten, Musik und Spiegel den Zuschauer ganz ähnlich. Nur ist das eben nicht alles was einen Film ausmacht. Charakterzeichnung und die Geschichte sollten genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger sein und hier hat Black Swan so seine Probleme.
Mehr unter: http://neoretrospektive.wordpress.com/2011/12/21/black-swan-black-swan/
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Kösti 31 2011/12/21 18:13:41
Kommentar löschennach 30min -> :( *meh*
nach 70min -> :| naja
am Ende -> :O fuck yea :)
Portman und Kunis waren der Anlass, dass ich mir den Film mal angesehen habe. Erst dachte ich, es sei eine große Enttäuschung - aber die letzte halbe Stunde entschädigt doch einiges und zeigt, warum der Film so preisgekrönt ist.
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Keky 2011/12/20 11:42:20
Kommentar löschen"Der Film ist klasse!!!!" würde man behaupten wenn ein Film ausergewöhnlich ist., aber Black Swan ist alles andere. Über die Schauspielerische Seite gibt es nichts auszusetzten, jedoch macht gute Schauspielerische Leistung ein FIlm nicht zu ein guten Film. Der Film wird als ein Psychothriller bezeichnet, also ein Film wo die Wahrnehmung der Figuren nicht einzuordnen sind( ob sie real sind oder nicht), er verdient dies jedoch nicht. Schon die ersten Verusche den Zuschauer zu verunsichern geht in die Hose, genau wie die langanhaltende Spannung (einer der wichtigsten Elemente von Thriller) durch die vorhersehbare Handlung. Man könnte über diese Punkte hinwegschauen, wenn der Film einen zum nachdenken bewegt.
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ash-williams 2011/12/20 00:26:09
Kommentar löschenBlack Swan ist ein komischer Film durch und durch. Er ist komisch im Sinne von seltsam, da er eine recht ungewöhnliche Herangehensweise an das Thema Leistungstanzen (was ja schon ein nicht allzuhäufiges Thema in großen Produktionen ist) darstellt. Er ist aber auch komisch im Sinne von lustig, da man, sofern man nicht in den Bann des Films gezogen wird, was bei einigen Personen sicherlich passierte, einige Szenen als unfreiwillig komisch erlebt. Ich musste nicht selten schmunzeln. Die Protagonistin ist entweder so nervig schüchtern, dass man am liebsten reinschlagen möchte, oder sie wird von Portman dermaßen overacted, dass man nicht mehr kann vor Lachen. Wie man es auch dreht und wendet, für mich ist Black Swan sicher nicht das, was die Filmemacher im Sinn hatten. Das einzig Positive ist ist die Musik und einige der Tanzszenen, die wirklich schön anzusehen sind (vor allem, weil Portman die Klappe hält).
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Le Samourai 2011/12/20 00:38:02
Antwort löschenso ist es.
Kieke 2012/02/04 01:17:09
Antwort löschen"da man, sofern man nicht in den Bann des Films gezogen wird, was bei einigen Personen sicherlich passierte"
was soll ein Film anderes machen. ? - Das ist doch das beste, was man über einen Film sagen kann.
Sich dem Bann zu entziehen stellt das Filmerlebnis in Frage. Film ist doch kein "episches Theater".
Sich mutwillig den Bann zu entzeiehen, nur um etwas "unfreiwellig Komisch" zu sehen.. ist schwach.