The Wrestler
The Wrestler (2008), US Laufzeit 109 Minuten, FSK 12, Drama, Actionfilm, Sportfilm, Kinostart 26.02.2009
82 Bewertungen
Skala 0 bis 10
14531 Bewertungen
268 Kommentare
Keine
von Darren Aronofsky, mit Mickey Rourke und Evan Rachel Wood
In The Wrestler von Darren Aronofsky spielt Mickey Rourke einen gescheiterten Wrestler, der lernen muss, außerhalb des Rings zu funktionieren.
Randy “The Ram” Robinson (Mickey Rourke) war in den 80er Jahren ein gefeierter Wrestlingstar und Liebling vieler Fans. Diese Zeit ist jedoch längst vorbei, mittlerweile arbeitet er im Lager von einem Supermarkt und lebt in einer Wohnwagensiedlung, wo er sich kaum die Miete für den Stellplatz leisten kann. Seine einzigen Lichtblicke sind die Kämpfe gegen andere Wrestler, genau wie er, Stars vergangener Tage in kleinen Turnhallen, und die Besuche bei der Stripperin Cassidy (Marisa Tomei). Sie ist sein einziger richtiger sozialer Kontakt und die beiden kommen sich auch außerhalb des Stripclubs näher. Cassidy ist es zudem, die Randy motiviert, den Kontakt zu seiner Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood) wieder aufzunehmen. Als Randy nach einem harten Kampf in der Umkleidekabine zusammenbricht, muss er am Herzen operiert werden. Der jahrelange Missbrauch von Steroiden fordert jetzt seinen Tribut. Laut den Ärzten könnte Randy sterben, sollte er wieder in den Ring steigen. Aber schafft er es, auf das zu verzichten, was ihm am allermeisten bedeutet?
Hintergrund & Infos zu The Wrestler
Darren Aronofsky drehte The Wrestler in nur 35 Tagen in New Jersey mit einem Budget von sechs Millionen Dollar. Der Film konnte das Sechsfache wieder einspielen. Einer der Gründe für das für US-Verhältnisse geringe Budget war die Besetzung der Hauptrolle mit Mickey Rourke. Der Schauspieler galt als riskante und schwierige Wahl, weshalb viele Geldgeber absprangen. Die Produktionsfirma wollte die Hauptrolle in The Wrestler mit Nicolas Cage besetzen, doch Darren Aronofsky bestand auf Mickey Rourke. Diese Hartnäckigkeit sollte sich auszahlen, denn Mickey Rourke wurde von Kritikern einstimmig gelobt und bekam zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung.
The Wrestler feierte seine Premiere auf dem Filmfest in Venedig und gewann den Goldenen Löwen als bester Film. Mickey Rourke hätte den Preis als bester Hauptdarsteller eigentlich auch bekommen, doch Wim Wenders, der in der Jury saß, bestand auf die Regel, dass kein Film in diesen beiden Kategorien gewinnen darf.
Darren Aronofsky sagte in Interviews, dass The Wrestler und Black Swan als ein und dasselbe Projekt begannen. Er plante eigentlich einen Film über eine Beziehung zwischen einer Ballerina und einem Wrestler zu drehen. Irgendwann splittete sich die Idee dann in die zwei Filme auf.
Die Songs Sweet Child O’ Mine von den Guns N’ Roses und The Wrestler von Bruce Springsteen wurden für den Film umsonst zur Verfügung gestellt, da das Budget so knapp bemessen war. Sweet Child O’ Mine, zu dem Randy “The Ram” in den Ring einläuft, war auch die Einlaufmusik von Mickey Rourke, als er Anfang der 90er Jahre einer Boxkarriere nachging.
Die Szenen im Supermarkt waren zum größten Teil improvisiert. Darren Aronofsky ließ die Kamera laufen, während Mickey Rourke hinter der Theke stand und echte Kunden des Supermarkts bediente. (MK)
Mehr Bilder (17) und Videos (3) zu The Wrestler
Cast & Crew
- Genre
- Drama, Familiendrama, Actionfilm, Sportfilm
- Zeit
- 1980er Jahre, 2000er Jahre, Vergangenheit
- Ort
- New Jersey
- Handlung
- Abendessen, Alterung, Angst, Antiheld, Armut, Aufstieg und Fall, Außenseiter, Doping, Ehrgeiz, Einsamkeit, Enttäuschung, Fan, Geschenk, Herzinfarkt, Hilfe, Hilflosigkeit, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Hörgerät, Karriere, Krankenhaus, Liebe, Melancholie, Menschliche Schwäche, Müdigkeit, Optimismus, Rendez-Vous, Romanze, Schlechter Vater, Schmerz, Sozial schwache Familie, Speed, Strip-Club, Stripper, Suizid, Supermarkt, Unglück, Vater-Tochter-Beziehung, Vaterfigur, Verlassen der Familie, Verlieben, Versprechen, Versöhnung, Vertrauen, Wohnwagensiedlung, Wrestling, Wut und Hass, Zweiter Frühling
- Stimmung
- Berührend, Traurig
Fans dieses Films mögen auch
Waltz with Bashir
DE/FR/IL 2008
Warrior
US 2011
The Man Who Wasn't There
US 2001
The Fighter
US 2010
Fans dieses Films gefiel auch
News zum Film The Wrestler
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Lieblingsfilm von:
Hassfilm von:
Links zum Film The Wrestler
- The Wrestler: critic.de


Tödliche Entscheidung - Before the Devil Knows You're Dead




















Kritiken (34) — Film: The Wrestler
_Garfield: Blogbusters
Kommentar löschenMickey Rourke spielt sich selbst. Sein Gesicht ist aufgedunsen, sein Blick mal trüb, mal hellwach. Die Haut braungebrannt, die Haare blondiert, die Muskeln noch da. Der abgefuckte Hollywood-Star spielt einen abgefuckten Wrestler. Ein bisschen Ode, ein bisschen Abgesang auf eine lebende Legende. Und Rourke: Immer in der ersten Reihe und nuschelt seine vergleichsweise wenigen Dialogzeilen vor sich her. Dennoch ist das alles weniger Milieu-Studie, als der eindringliche Blick auf gescheiterte Existenzen. Eine Momentaufnahme, der Einblick in das Leben eines Egomanen und Loosers. Aronofsky's Regie ist zurückhaltender, seine Präsentation reduzierter und einzig allein auf seinen Hauptdarsteller zugeschnitten. Es ist in gewissermaßen der inszenatorische Gegenentwurf zum zwei Jahre darauf folgenden Oscar-Gewinner „Black Swan“; die absolute Besinnung auf den Realismus und damit auch der Verzicht auf jedwede filmtechnische Verfremdung. Wir sollen ganz nah dran sein an unserem Protagonist. Wir sollen daneben stehen und nicht selten dahinter (Trademark!). Bis zum bitteren Ende. Ein intensives, brutal-ehrliches Stück Schauspiel-Kino. Intim, hart, toll gespielt und immer authentisch. Und doch so sensibel, traurig und wahrhaftig. Applaus.
17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Medienjournal: Medienjournal-Blog.de
Kommentar löschen[...] Durch die Kameraarbeit und die gesamte Inszenierung bekommt man hier beinahe das Gefühl, das Biopic eines echten Wrestlers zu betrachten. Es ist hier zu großen Teilen der extrem überzeugenden Darbietung Mickey Rourkes geschuldet, dass The Wrestler durchweg zu überzeugen weiß und nie in Kitsch abzudriften droht. Durch gewisse Parallelen ist Rourke wie geschaffen für die Rolle des einst berühmten und mittlerweile abgehalfterten Stars. Tatkräftige Unterstützung erhält er in dem zu Recht als One-Man-Show bezeichneten Film durch die großartige Marisa Tomei und Evan Rachel Wood. [...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Das 'The Wrestler' so verdammt gut funktioniert, liegt klar an Mickey Rourke. Er trägt den Film auf seinen Schultern durchs Ziel. In gewisser Weise spielt er schließlich auch sich selbst. Der gefallene Star, durch seine Lebensart aus der Bahn geworfen, versucht zurück zu alter Größe zu kommen. Seine Figur, Randy the Ram, bleibt ein Verlorener. Rourke hingegen hat sich mehr als eindrucksvoll zurückgemeldet. [...]
Kritik im Original 20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Kreaexo Sun, 05 Feb 2012 13:47:22 -0000
Antwort löschen1,5 Punkte zu wenig.
Pascal, du enttäuschst mich!
Schon allein aufgrund des genialen Sopundtracks hättest du min. 9 Punkte vergeben müssen. :D
Aber anonsten, wie immer, starker Kommentar.
Alle 3 Antworten zeigen
stuforcedyou Sun, 05 Feb 2012 23:37:54 -0000
Antwort löschen1,5 Punkte zu wenig. Seh's einfach ein. :)
SoulReaver Mon, 06 Feb 2012 10:34:02 -0000
Antwort löschenKein Kommentar :)
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen„This is where I belong.“ -
Die Bühne bleibt, das Publikum wechselt: Gleich zwei Anhänger der beiden wohl ältesten Gewerbe der Welt bittet Darren Aronofsky mit seinen Darsteller-Duo Rourke und Tomei zum Totentanz auf den Brettern, die ihre Welt bedeuten. Der ausrangierter Gladiator der Neuzeit und die Stripperin aus der heruntergekommenen Bar kreuzen innerhalb der Monotonie ihres Alltags kurz die Wege – und obwohl THE WRESTLER die soziologischen Umgebungen seiner gestrandeten Figuren wahrnimmt, und dezent die Parallelen zweier Geschäftsmodelle, in denen der eigene Körper das einzige Kapital zu sein scheint, aufzeigt, ist er doch weitaus weniger sozialkritischer Diskurs, als vielmehr Momentaufnahme zweier Seelenleben.
Wie eine Art Gegenentwurf zu Eastwoods thematisch ähnlichem MILLION DOLLAR BABY, setzt Aronofsky mit seiner Erzählung zu jenem Zeitpunkt an, als bereits alles in Trümmern liegt, und verloren ist. Es ist nicht die typische rise & fall-Geschichte, oder deren…
Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 15 Antworten
CarrionFairy Thu, 24 Feb 2011 15:51:13 -0000
Antwort löschenkann dem letzten satz zu 100% zustimmen
ihre-herrlichkeit Thu, 24 Feb 2011 16:37:19 -0000
Antwort löschenWarum dann nur eine 7,5 für solch eine Huldigung?
Hitmanski Thu, 24 Feb 2011 16:48:28 -0000
Antwort löschenWeil der Film überdurchschnittlich, aber nicht fehlerfrei ist - eben "sehr gut", aber nicht "ausgezeichnet" :)
Letzlich wahrscheinlich aber auch, weil die Region jenseits der "8" für Filme vorbehalten ist, zu denen ich eine gewisse persönliche Bindung habe, sei es nun durch mehrmaliges Anschauen oder besonderes Interesse/Güte/wasweißich.
ihre-herrlichkeit Thu, 24 Feb 2011 16:50:49 -0000
Antwort löschenDie Fehler konnte ich aus deiner Kritik aber nicht rauslesen.
Warum keine Bindung aufgebaut?
DeDavid Thu, 24 Feb 2011 17:15:03 -0000
Antwort löschenIch denke ähnlich bezüglich der 8-Punkte-Klausel. :)
Hitmanski Thu, 24 Feb 2011 17:32:18 -0000
Antwort löschen@ ihre-herrlichkeit
Ich habe im letzten Absatz ja durchaus angerissen, dass ich die Klischees in der Darstellung des Milieus zu dick aufgetragen finde, und dass der Film letztlich natürlich schon etwas formelhaft funktioniert - das ist sicher Kritik auf hohem Niveau, aber es bleibt Kritik.
"Keine Bindung" kann ich dir rational letztlich nicht erklären. Sowohl der Sport als Aufhänger, als auch die Probleme, Ängste und Hoffnungen innerhalb des Sujets sind einfach zu weit von mir entfernt, als das ich sie auf einer emotionalen Ebene erleben könnte.
ihre-herrlichkeit Thu, 24 Feb 2011 19:31:10 -0000
Antwort löschenOK, das mit dem letzten Absatz habe ich überlesen. Mit der Formelhaftigkeit stimme ich nicht überein, aber das ist ja nur subjektiv.
Zur Bindung: Nun, ich könnte mich jetzt auch nicht direkt mit einem kaputten Wrestler identifizieren, aber dieser Film hat es doch geschafft. Ich weiß, dass du Black Swan schwach bewertet hast, aber da wundert es mich, wie sich Leute mit einer hübschen, mageren Ballerina eher identifizieren können, wenn die Bindung zu einer zerrissenen Persönlichkeit so viel näher liegt. Aber vielleicht ist auch das subjektiv. Vielleicht möchten Menschen aber auch lieber schöne Bilder als gescheiterte Existenzen sehen.
Jetzt bin ich deprimiert.
Sigmund Fri, 25 Feb 2011 01:07:21 -0000
Antwort löschenDie bislang treffendste Kritik, die ich zu The Wrestler gelesen habe.
Hitmanski Fri, 25 Feb 2011 08:39:25 -0000
Antwort löschenDankeschön.
der cineast Sat, 05 Mar 2011 02:36:40 -0000
Antwort löschenStimme Sigmund da zu mein lieber Hiti :)
Spoiler:
Der Sprung am Ende hat mich mitgenommen und die Tränen flossen bei mir. Hat dich der Film auch berührt oder war er einfach nur stimmig für dich? Der erste Aronofsky der mich sehr berührt hat. Requiem ist einfach ein brilliant gefilmter Videoclip, Swan ist das intensivste Filmerlebniss was ich je im Kino hatte und der Wrestler hat mich mitgenommen. Ich muss gestehen ich finde Darren sehr vielseitig und talentiert und hätte ihm einen so herzergreifenden Film nicht zu getraut, daraus resultiert dann auch meine 8,5. Der Mann Rourke ist einfach eine Wucht.
Hitmanski Sat, 05 Mar 2011 09:35:20 -0000
Antwort löschenIch fand ihn stimmig - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das liegt letzlich weniger am konkreten Aufbau des Endes, als der Tatsache, dass ich den Verlauf der Geschichte ab der ersten Minute relativ vorhersehbar fand, und mich deshalb die Gefühle gegen Schluss auch nicht unbedingt überrumpeln konnten. Ist für mich aber tatsächlich der einzigste Aronofsky, bei dem ich es nachvollziehen kann, wenn er einen emotional packt ;)
Janus Winter Sun, 04 Sep 2011 12:25:51 -0000
Antwort löschenNur weil Titten zu sehen sind, ist eine Bar nicht heruntergekommen. Und Tanzen und Wrestling als ältestes Gewerbe der Welt zu bezeichnen, ist ein bisschen dick aufgetragen. Wie auch sonst vieles in deiner Kritik. "Momentaufnahme zweier Seelenleben" - das könnte im Klappentext jeder Trivial-Schmonzette stehen.
THE WRESTLER ist sowas von simpel, so eine aufgeplüschte Rezension hat er nicht verdient.
ihre-herrlichkeit Sun, 04 Sep 2011 12:57:59 -0000
Antwort löschenBlack Swan hingegen ist ein Meisterwerk voller psychischer Abgründe und facettenreicher Darsteller, Janus Winter, was?
Alle 15 Antworten zeigen
Janus Winter Tue, 06 Sep 2011 13:27:08 -0000
Antwort löschenfacettenreicher ja. was ein leichtes ist. THE WRESTLER ist so facettenreich wie ne cola.
ihre-herrlichkeit Tue, 06 Sep 2011 13:39:06 -0000
Antwort löschenHaha, das war klar.
Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenTrotz seiner abgegriffenen Geschichte ist "The Wrestler" eine großartige Milieustudie und bietet mit Mickey Rourke eine der glaubwürdigsten Performances des neuen Jahrtausends. Der improvisierte Erzählstil entlockte auch Aronfosky neue Seiten und macht aus dem Film ein berührendes Gesamtkunstwerk.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Gänzlich überzeugt hat mich der Film nicht; dafür waren meine Erwartungen auch viel zu hoch und unrealistisch. Als Drama funktioniert "The Wrestler" tadellos - nur als "Aronofsky-Film" lässt er einiges zu wünschen übrig.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenUngekünstelt und ungeschminkt wird in «The Wrestler» das Leben von Aussenseiter Randy geschildert. Aronofsky verzichtet dafür auf die kunstvollen Kameraeinsätze, die er für «Requiem for a Dream» und «The Fountain» noch verwendet hat. Für gewöhnlich ist er seinem Protagonisten durch den Einsatz der Handkamera von Kamerafrau Maryse Alberti dicht auf den Fersen. Dadurch entsteht fast schon der Eindruck von einem Dokumentarfilm.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenMickey Rourke ist als unsicherer, verletzter aus der Zeit gefallener Klotz wahrlich sensationell und damit das Herz des Films.
Wenn man das mal beiseite läßt, hat man aber im Kern nur eine Sammlung uralter und 100mal abgenudelter Filmklischees vor sich, die kurz vor Schluß das schöne Bild leider in sich zusammenfallen lassen. Was dann noch steht, haut Bruce Springsteen von den Stelzen.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail
Kommentar löschenIch sehe sehr wenige Filme, die nicht hätten verbessert werden können, aber dieser ist einer von denen. Ich habe jedes mythische Moment davon geliebt.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...
Kommentar löschenMit an masochistischer Lust grenzendem Eifer spielt Mickey Rourke in THE WRESTLER einen alternden Catcher, der nach einem folgenschweren Herzkasper sein Leben neu zu ordnen versucht und erstmal seiner Lieblingsstripperin einen Heiratsantrag macht. Rourkes Darstellung des einsamen Wrestlers ist auch deshalb so glaubwürdig und ergreifend, weil sich in der Figur einige Parallelen zu Rourkes eigener krisengeschüttelter Biographie erkennen lassen. Er war zwar nie ein Catcher, aber schon als Teenager stand er als Amateur-Boxer erfolgreich im Ring. Nach mehreren Gehirnerschütterungen rieten ihm Ärzte mit dem Boxen aufzuhören. In den frühen Jahren seiner Filmkarriere verzauberte er in dem Hochglanz-Samenzieher „9 1/2 Wochen“ mit seinem verschmitzten Lächeln nicht nur Kim Basinger sondern auch weltweit die Herzen der weiblichen Kinogänger. Die müssen mehr als irritiert gewesen sein, als sich der schöne Sunnyboy in „Barfly“ in einen abgewrackten Säufer verwandelte und nach dem Boxerdrama „Homeboy“ immer mehr Rollen als beinharter Proll spielte. Als „menschlichen Aschenbecher“ mußte er sich nun von Frau Basinger bezeichnen lassen. Als er dann Anfang der Neunziger seine Schauspiel- gegen eine zweite Boxkarriere unter dem Kampfnamen „El Marielito“ tauschte, hielten ihn viele für verrückt. Im Ring war er nur noch mittelmäßig erfolgreich und man konnte bei einigen Kämpfen das Gefühl bekommen, Rourke wolle sich selbst bestrafen und ordentlich verprügeln lassen. Nach 7 Profi-Kämpfen war seine Birne so weich und sein Gesicht so ramponiert, das er anschließend mehrere kosmetische Operationen über sich ergehen ließ. Nach eigenen Aussagen hat er danach den Rest seines Geldes zu Psychotherapeuten getragen und ist heute mit seinem unförmig vernarbten Gesicht die ideale Projektionsfläche für Amok laufende Bösewichte in Filmen wie Marv aus „Sin City“. So ein Mensch verdient natürlich unsere Sympathie und deswegen solltet ihr THE WRESTLER auf keinen Fall verpassen.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
isinesunshine: isinesunshine.de
Kommentar löschenDen Oscar hat Mickey Rourke (Sin City) in seiner Rolle als Wrestler zwar nicht bekommen, aber er spielt trotzdem sehr überzeugend und teils emotional mitreißend. Der Film zeigt nicht nur, dass Wrestling eine Kunst (und nicht nur hirnloser Rumgebalke) ist, die von vielen verehrt bzw. hoch geschätzt wird, sondern begleitet den Zuschauer auch hinter die Kulissen und in die Welt derjenigen, die mit dem Wrestling zu tun haben.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschenDas Flüstern der Geister längst vergangener Zeiten dominiert die ersten Bilder und Minuten in „The Wrestler“. Sie erzählen eine Geschichte von Ruhm, Ehre, Anerkennung und Triumphen. Sprachfetzen von aufgeheizten Kommentatoren und Zuschauern, große Titelstorys in überregionalen Zeitungen, beeindruckende Fotos mit Siegesposen – Ein Leben in Bildern. Das diese Collage der Vergangenheit von Randy „The Ram“ Robinson (Mickey Rourke), von Darren Aronofsky mit bemerkenswerter Ruhe eingefangen, längst zu einem vergessenen Echo der Geschichte verkommen ist, die nur noch von Randy selbst tief in seinem geschundenem Herzen getragen wird, daran ist vorm ersten Augenblick an nicht zu zweifeln. Die Bürde eines verbrauchten Lebens, sie wiegt schwer auf den breiten Schultern jenes abgehalfterten Wrestlers, von dem dieser Film erzählt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDie Story ist konventionell, stellenweise sogar kitschig.
Nichts an "The Wrestler", vom Auftritt seines Hauptdarstellers abgesehen, bereichert das Kino, bringt es irgendwie voran. Und doch ist es müßig, zu fragen, was von diesem Film bliebe, hätte er nicht Mickey Rourke. Und Marisa Tomei. Denn er hat sie. Insofern ist "The Wrestler" in erster Linie die dichte Beschreibung eines Showbetriebs, manchmal nahe an der Freakshow, die durch den Hauptdarsteller auch zu der der Kinomechanismen wird. Die Zeit von Mickey Rourkes Kino ist vorbei, hier lebt sie nochmals auf, bevor sie am Ende , wenn die Leinwand in Randys letztem Kampf schwarz wird, in einem Todesbild untergeht. Mit "The Ram" stirbt, fast hätten wir es vergessen, auch ein Teil von uns.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenSeit einigen Jahren aber feiert Rourke nun eine Rückkehr auf Raten, in Nebenrollen von Actionfilmen wie "Sin City" oder "Domino". "The Wrestler" ist jetzt wie ein einziges großes Geschenk an ihn: ein Film, der durchaus davon lebt, dass jeder Betrachter Filmfigur und Darsteller, "The Ram" und "El Marielto", in eins setzt. Und Rourke, dessen wohl bewusst, bedient das, ohne jede Scham, ohne jeden Selbstschutz. Aber so wie der Film ein Geschenk an seinen Hauptdarsteller ist, so ist sein Hauptdarsteller auch ein Geschenk für seinen Regisseur. Darren Aronofsky war bislang ein Meister des metaphysischen Kinos, mit artifiziellen bis verworrenen, immer auf optische Raffinesse zielenden Bilderräuschen, ob "Pi" oder "The Fountain". Nun überrascht er mit einem Werk, das seine Geschichte einmal völlig schnörkellos erzählt und seine Hauptfigur mit großer Sorgfalt zeichnet.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschenMit "The Wrestler" gewann der Regissuer den Goldenen Löwen von Venedig. Das Comeback trifft dennoch mehr auf Mickey Rourke zu, der hier die Rolle seines Lebens spielt. Schon beim Casting soll Aronofsky dem gefallenen Star eine Oscar-Nominierung versprochen haben. Die Regie - das muss man eigens hervorheben - ist sich des Besetzungscoups in jedem Moment bewusst: Maryse Alberti, die bisher vor allem Dokumentarfilme (unter anderem "Crump", "Gonzo: The Life and Work of Dr. Hunter S. Thompson") fotografierte, heftet sich mit der Kamera an den Protagonisten, als dürfte er ja nicht verloren gehen.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Die vielfach preisgekrönte Leistung des Mickey Rourke, der von Aronofsky lange gebeten werden musste, die Rolle überhaupt anzunehmen, ist sicher eine der zu vorderst zu nennenden Komponenten, die "The Wrestler" aus der Allgemeingültigkeit eines Sportlerdramas hebt. Man kann sich zwar fragen, wo Rourke hier tatsächlich Schauspiel bietet, und wo Aronofsky und sein Kameramann Maryse Alberti ihn einfach nur in eine selbstreflexive Eigendarstellung zwingen, doch letztlich würde beides eine ausgiebige Würdigung verdienen. Mickey Rourke blutet, schwitzt, atmet und lebt diesen Charakter, bewahrt dabei in jedem Moment Aufrichtigkeit, ob heroische Posen einnehmend, mit einer Stripperin flirtend, oder beim Entfernen von Glassplittern nach dem Kampf aus seinem Rücken. Marisa Tomei, die in den Lobeshymen für Rourke etwas untergeht, liefert ebenfalls eine tolle Performance als strippende Herzdame, die kaum weniger als Randy mit ihrem Alter und mangelndem öffentlichen Interesse zu kämpfen hat. Nur in einer ihrer letzten Szenen wird Tomei etwas zur stereotyp um Leib und Wohl besorgten Stichwortgeberin, die den Zuschauer auf eher überflüssige Art vor Randys abschließendem Kampf noch einmal daran erinnert, worum es für ihn geht.[...]Worum es für Randy ‚The Ram‘ Robinson am Ende geht, was er hatte und was ihm bleibt, das fängt Aronofsky wahrhaft großartig ein. Mit dem Schlussbild widersetzt er sich nicht vollends dem im Genre unausweichlichen Triumpf gegen alle Widerstände, doch Aronofsky weiß ihn in brillianter Bitterkeit zu variieren.[...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Antworten
Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschenHier wird ein Reigen des Niedergangs gezeigt, wie er so schon unendlich oft zu sehen war: Es ist die Geschichte vom aufrechten weißen Mann, den die vielen Kämpfe, die das Leben ihm aufnötigte, niedergedrückt haben; der übersehen hat, dass er mit seinem alternden Körper nicht mehr lange als Kämpfer reüssieren kann; der nicht mitbekommen hat, dass eine Veränderung Not getan hätte.
Es dauert keine halbe Stunde, da ist man diese Bilder vom müden Walross etwas leid. Da sitzt man und wartet, dass der Film noch einmal eine überraschende Wendung hervorbringt, aus der Eindimensionalität des schlagantäuschenden Männertums ausbricht – vergeblich. Man weiß erschreckend schnell, wie dieser Film weitergehen wird.
In dem Sinne ist »The Wrestler« zwar ein schöner Kontrapunkt im Hollywood der oft glatten Oberflächen und wird von der Kritik zu Recht bejubelt. Er entkommt aber den Gesetzmäßigkeiten des Gewohnheitskinos zu keiner Zeit. In seiner Berechenbarkeit ist »The Wrestler« nichts für Leute, die im Kino zu neuen Ufern aufbrechen wollen. Und ein neues Ufer, das wäre: Randy rettet sich aus eigener Kraft.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
nurleben Sun, 06 Sep 2009 21:24:18 -0000
Antwort löschengenau. echt schade, wie der film endet.
DokuFan Tue, 06 Oct 2009 09:37:54 -0000
Antwort löschenIch finde das Ende auch nicht gut.
Vor allem nicht so eindeutig wie es mancher zu finden glaubt.
Generell hat mich der Film enttäuscht und mir scheint ich bin der EINZIGE hier, der ihn nur mittelmässig findet.
Mickey Rourke spielt sich SELBER!
Und das ist im Grunde schon alles in diesem "blutigen" und vorhersagbaren Film den auch die wunderschönen Brüste von Marisa Tomei nicht zu einem grossen Werk machen.
Alle 4 Antworten zeigen
Dr. Tyrell Thu, 08 Oct 2009 08:34:49 -0000
Antwort löschenMit Nichten bist du der Einzige hier, ich fand ihn sogar richtig enttäuschend.
Janus Winter Sun, 04 Sep 2011 12:18:53 -0000
Antwort löschenDas Ende war das einzig Gute am ganzen Film.
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenDer Film spielt mit dieser Fassungslosigkeit. Es ist nicht Rourkes grandiose Schauspielkunst, die ihn als Randy zu einem Erlebnis macht, es ist Bewunderung für seinen Mut, sich so gnadenlos fertig zu präsentieren. Es ist dieselbe Faszination die die Zuschauer Harald Juhnke in “Der Trinker” als Rolle seines Lebens beklatschen ließ. Die Stationen Randys sind alle Klischee und wir wissen was am Ende passieren wird, noch ehe der Film die Halbzeitmarke erreicht hat. Doch es ist das Mitleid und die Bewunderung für den Underdog, für den Loser der weiß, dass er sich alles versaut hat, die den Film trotzdem sehenswert macht. Und der Reiz dieses Blicks durchs Schlüsselloch, das Gefühl hier mehr zu bekommen, als schauspielerisches Können. In gewisser Weise profitiert der Film vom selben Voyerismus, der die Zuschauer der Showkämpfe dazu bringt, sich die abgewrackten und ausgebrannten Ex-Heroen anzusehen.
Aronofsky inszeniert diese Momente genüßlich und kann sich ansonsten auf seine Fähigkeiten als erfahrener Handwerker verlassen, die der Story die nötige Struktur geben um als Mainstream-Loser-Fabel zu funktionieren.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenUnzählige Lobeshymnen gab es bereits zu lesen, betitelt zumeist als das Comeback des Jahres. Einen Golden Globe als bester Hauptdarsteller konnte Mickey Rourke auch schon einsacken, eine Oscar-Nominierung folgte erwartungsgemäß. Und es gibt hier in der Tat die erstaunliche Wiederkehr eines Mannes zu besichtigen, der in den 1980ern mit Filmen wie „Rumble Fish“ oder „9 ½ Wochen“ mal fast ein ganz Großer in Hollywood war, dann durch die Alkohol- und Drogenhölle ging und sich zuletzt als glückloser Boxer das Gesicht zuerst zu Matsch schlagen ließ, um es danach von (schlechten) Schönheitschirurgen wieder zusammenflicken zu lassen. Wenn man den abgehalfterten Boxer, den Rourke zuletzt im richtigen Leben gab, durch einen ähnlich abgehalfterten Wrestler ersetzt, dann ist man schon ziemlich nahe dran an Randy, genannt The Ram, die Rolle, die Rourke hier ganz grandios verkörpert. Mehr schlecht als recht hält sich der einzige Wrestling-Star mit Kämpfen in kleinen Hallen und vor vereinzeltem Publikum…
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschen[...] Es ist also eine kleine Sensation, dieser Film. Unheimlich reduziert und nahe am Geschehen erzählt Aronofsky die anrührende Geschichte eines abgehalfterten Helden. Und es ist, natürlich, auch ein Film über die Karriere von Mickey Rourke, der mit „The Wrestler“ noch einmal in den Schauspiel-Ring steigt – im Film, wie auch auf den Bühnen der vielen hiesigen Preisverleihungen, kann er dafür nur bejubelt werden.
Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Alle Kritiken (34)
Kommentare (234) — Film: The Wrestler
ossi29 Sun, 12 May 2013 20:01:46 -0000
Kommentar löschenWrestling? Ich? Bitte nicht! Dachte ich mir schon immer, selbst in meiner Jugend als alle anderen Jungs um mich herum immer von Breakdown und was auch immer erzählt haben^^
Aber dieser Film hat es tatsächlich geschafft, mir die Welt des geschauspielerten Kampfsportes etwas schmackhaft darzustellen und mich gegen Ende wieder abzustoßen. Exzellente, seltengewordene, schauspielerische Leistung und tiefgründige Figurenzeichnung haben mich vollends überzeugt.
Zudem SPOILER mag ich einfach offene Enden =)
Großartiges Werk!
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Altai Fri, 26 Apr 2013 10:01:15 -0000
Kommentar löschenDer Protagonist hat auch parallelen zum Leben des Schauspielers.
In den 80er eine Ikone, Sexiest Man, hat Filme mit Größen wie De Niro gedreht kurzgefaßt war sehr begehrt in Hollywood doch mit der Zeit wurde er ein Wrack mit Botox OP's und geriet immer mehr in Vergessenheit.
Mit The Wrestler hatte er sein Comeback. Der Film passt zu Mickey Rourke wie der Deckel auf den Top und wie gesagt liegt das allem voran zu den parallelen die der Schauspieler mit der Figur hat.
Was den Macher Aronofsky betrifft : Ich finde er ist ein guter Regisseur er hat schon gute Filme geliefert wie zb The Fontane, Requiem for a Dream und The Wrestler natürlich miteingeschloßen.
bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
loveissuicide Thu, 25 Apr 2013 04:25:14 -0000
Kommentar löschenEin wenig dick aufgetragen, wie man es von Aronofski gewohnt ist, aber dennoch sehr sehenswert. Show-Wrestling: als Kind von mir geliebt! Es ist schön und lustig zu sehen, wie im Hintergrund die "Choreographien" von Kämpfen ausgemacht werden.
Das Schicksal des Ram wird glaubhaft dargestellt, da ist alles authentisch, und trotz aller menschlichen Schwächen des Protagonisten ist einem dieser Mann echt sympathisch!
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Couga[MH] Wed, 24 Apr 2013 20:28:08 -0000
Kommentar löschenSelten war eine Rolle perfekter besetzt.
Aronofskys erstes Milieu-Drama, bei dem wie auch bei BLACK SWAN der "Sport" eher zweitrangig ist. Trotzdem wurde das Wrestlingmilieu noch nie besser vorher behandelt und ist sehr interessant und toll inszeniert und wirkt teilweise fast schon wie eine Dokumentation.
Das liegt natürlich auch an der extrem glaubwürdigen Acting Performance von Mickey Rourke, für den es wirklich (man sagt das gerne mal aber in diesem Fall ist es einfach so) keine bessere Alternative gegeben hätte, vom schauspielerischen Können her, über sein Aussehen, bis hin zu den Parallelen in Rourkes echten Leben/Karriere.
[SPOILER]
Neben dem Thema Wrestling, was mehr Mittel zum Zweck ist, geht es viel mehr um die Hauptperson Randy "The Ram", die einsame, alternde Legende, der im Leben, in der Liebe und als Vater versagt hat. Der Versuch seine Fehler wieder gut zu machen und ein anständiges Leben anzufangen scheitert. So zieht er den Entschluss, dass solange die Fans, seine einzige "Familie" die ihm noch geblieben ist, ihn noch "liebt", er weiter macht und wenn es ihn sein Leben kostet. Ziemlich konsequent und das ist auch gut so.[/SPOILER]
Die Kamera ist wie bei Aronofsky gewohnt spitze, speziell ist, dass die Kamera häufig aus einer Art Schultersicht filmt und einen so nicht einfach nur mitschauen, sondern auch mitleben und fühlen lässt. Auch die Kampfszenen sind grandios und grandios gefilmt. Hier wurde nicht viel nennenswertes falsch gemacht, wie beim gesamten Film an sich.
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
LionelLuthor Fri, 29 Mar 2013 21:27:10 -0000
Kommentar löschenOhne Frage sind die Rollen allesamt sehr gut gespielt. Gerade von Rouke.
Zwischendurch gab es auch Momente in denen ich richtig schmunzeln konnte.
Aber insgesamt ist mir dieses ganze Wrestling - Umwelt einfach zu blöd. Dachte zwar der Film würde mir irgenwelche Aha-Momente bescheren, aber die blieben aus.
Naja und die Story hatte mich auch nicht so wirklich gepackt.
Da fande ich " Warrior" und " Crazy heart" wesentlich besser.
P.S.: Was den Film auch nicht zum Genuss machte, waren diese langen blonden Haare in Verbindung mit faltiger brauner Haut. ;)
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
hrxuuuu Thu, 14 Mar 2013 19:07:25 -0000
Kommentar löschenThe Wrestler ist ein schön ausgearbeitetes Drama, was über das richtige Tempo sowie wichtige Characktere verfügt. Interessant ist es auch zu wissen, wie es in diesen Beruf als "Wrestler" vorgeht. Ich zumindest, habe mich nicht nur durch die großartigen Dialoge unterhaltend gefühlt, sondern habe gleichzeitig was gelernt.
bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
kacy1337 Wed, 06 Mar 2013 23:42:22 -0000
Kommentar löschenein sehr guter und gelungener film über einen wrestler der in seinen jungen jahren erfolgreich und berühmt war und nach 20 jahren immer noch seinen wrestler traum auslebt weil es nichts außer dem wrestling im leben hat.
Eine gute schauspielerische leistung und ein sehr gutes ende!
Auf jeden fall sehenswert
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Spike1990 Mon, 25 Feb 2013 07:26:48 -0000
Kommentar löschenMicky Rourkes Schauspiel ist echt einsame Spitze in diesem Film. Er spielt die Rolle des gescheiterten Westlers, der noch einmal das Rampenlicht sucht mit einer unglauben Intensität
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
thomas.posch.79 Thu, 21 Feb 2013 18:50:45 -0000
Kommentar löschenDieser Film wird jedesmal besser man ihn ansieht. Er ist so unglaublich genial gespielt von Mickey Rourke, da man meint es handelt sich mehr um eine Dokumentation als um einen Film. Aronofsky macht mit seiner ruhigen Erzählweise alles richtig und trotzdem wird der Film nicht langweilig.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
A-Wax Wed, 20 Feb 2013 22:38:53 -0000
Kommentar löschenEindringliches Drama mit einem in allen Belangen herausragenden Mickey Rourke.
"The Wrestler" war mein erster Film von Regisseur von Darren Aronofsky, der aufgrund seiner anderen Filme wie "Requiem for a Dream" und "PI" ein vielumjubelstes Regiewunderkind zu sein scheint. Warum dem so ist und weshalb diese Lobpreisungen sehr wahrscheinlich durchaus berechtigt sind kann man auch bei "The Wrestler" sehr schön sehen. Er erschafft eindringliche Bilder über einen alternden Wrestle-Star der aufgrund einer Herzkrankheit versucht sein Leben auf die Reihe zu bekommen. Die Figur die Aronofsky hier erschuf funktioniert auf sovielen Ebenen (beruflicher Verlierer, schlechter Vater, Everybody's Darling, Gentleman gegenüber einer Prostiturierten, 80er-Jahre-Relikt, Suchender nach Liebe und Geborgenheit, usw.) das es schon irrsinnig ist. Vor allem weil man diesem Charakter wirklich jede seiner Facetten abkauft und keine gekünstelt wirkt.
Der Grund warum der Protagonist so perfekt funktioniert ist ganz klar in seinem Hauptdarsteller zu suchen. Hätte Mickey Rourke in seiner Karriere häufiger so grandios und phänomenal gut gespielt, man würde nicht ständig ihn selbst in seiner Rolle als gescheiterte Existenz erkennen. Für die Eindringlichkeit, die Gestik und den Ausdruck in seinem Gesicht gebührt ihn einfach ganz viel Anerkennung. Er verleiht seiner Figur einfach diese Melancholie die man erwartet und die für diesen Charakter notwendig ist.
Das Ende ist ebenfalls sehr passend und glücklicherweise nicht sehr hollywood-mäßig. Das einzige wo ich mit vielen anderen wahrscheinlich nicht einer Meinung sein werde, sind die weiblichen Nebendarstellerinnen. Die fand ich, im Gegensatz zum Großteil der anderen Kommentatoren, durchschnittlich bis hin zu blass. Mickey Rourke überstrahlt sie mühelos und stellt sie einfach nur in den Schatten.
"The Wrestler" ist eines der stärksten Dramen der letzten Jahre mit einem absolut phantastischen Hauptdarsteller, der vollkommen zu Unrecht KEINEN Oscar für seine Rolle bekommen hat.
bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
jollyroger Wed, 20 Feb 2013 22:57:53 -0000
Antwort löschenSonst noch keinen von Aronofsky gesehen?
Dann bin ich mal so frei und lege dir seinen meiner Ansicht nach besten, "The Fountain", hiermit ans Herz.
Alle 3 Antworten zeigen
A-Wax Thu, 21 Feb 2013 21:23:04 -0000
Antwort löschen:-)). Da muss ich fast ein wenig grinsen, denn das soll angeblich sein schwächster Film sein. Aber wir haben ja oftmals den selben (andersartigen) Filmgeschmack, also müsste mir folglich dieser Film auch gefallen. Schau mer mal.
Ja es war mein erster Aronofsky. Ich habe eben hauptsächlich was von "PI" und "Requiem for a Dream" etwas gehört. "The Wrestler" verband ich gar nicht mit Aronofsky, sondern viel mehr mit Mickey Rourke.
jollyroger Sat, 23 Feb 2013 00:07:37 -0000
Antwort löschenIch denke mal "Pi" ist sein unkonventionellster, "Requiem for a dream" sein härtester. "The Fountain" ist wirklich böse Geschmackssache, das ist entweder ne 0 oder ne 10..;)
Für den muss man auch in der Stimmung sein, sich berühren zu lassen (inkl. eventueller Mitschauer), sonst geht das definitiv in die Hose.
denratten Mon, 04 Feb 2013 22:47:34 -0000
Kommentar löschenNach der ersten Sichtung hatte ich dem Film 4,5 Punkte gegeben, wollte wohl mein Profil schärfen, indem ich entgegen der Vorhersage bewerte. Beim ersten Sehen dachte ich nur, das geht mir ja alles am Arsch vorbei, vor allem Wrestling. Jetzt ein zweites mal gesehen, aber diesmal passte alles. Und ob Rourkes Hobby nun Wrestling oder sonstwas ist, ist für den Plot des Films auch unwichtig. Ich grübel nun darüber nach, ob es ein Happy End war, oder nicht.
SPOILER
So ist er nun ja in dem Bewußtsein gestorben, dass die Fans (und seine Freundin) ihn lieben, und das mit der Tochter hat sich sowieso gegessen.
Jetzt kann man natürlich sagen, er hätte kämpfen müssen, sich dem Leben stellen, dann hätte er noch 20 Jahre an der Wursttheke stehen können. Die hübsche Cassidy (nie gedacht, dass die schon 44 Jahre alt war...) wär aber schon ein Grund zum weiterleben gewesen, hatte aber bei seinem ersten Versuch, als er diesen Gedanken hatte, leider nicht so geklappt.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Wu-Tang-Sven Tue, 02 Apr 2013 23:52:17 -0000
Antwort löschenMan weiß doch gar nicht ob er stirbt Oo
tector Mon, 28 Jan 2013 21:14:59 -0000
Kommentar löschenWirklich sehr guter Film, abseits des Mainstreams...
Mickey Rourke spielt das wirklich sehr überzeugend. Diesen einen 'sehr blutigen' Kampf fand ich vielleicht etwas 'over the top' (gibt es so blutige Kämpfe beim Wrestling wirklich?). Aber das ganze Wrestling ist für die Story eh nur Mittel zum Zweck und das menschliche Schicksal steht im Vordergrund - super. Hier und da hätten angeschnittene Themen vielleicht noch etwas vertieft werden können (Drogen/Alkohol). Die Musikuntermalung ist dezent aber stets passend. Das offene Ende hat mich ziemlich gestört (normalerweise mag ich sowas - aber hier fand ich es nicht passend... jedenfalls nicht an diesem Punkt der Geschichte). Deshalb 0.5 Punkte Abzug von der Wertung die ich sonst gegeben hätte..
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
katzltatzl Wed, 23 Jan 2013 19:13:58 -0000
Kommentar löschenEiner jener Filme, die man nicht gerne schaut, aber schauen muss. Wie beschissen kann die Welt sein. Zum Lachen war da wenig.
Dennoch ein absolut sehenswerter Film
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Fedkek2 Fri, 18 Jan 2013 03:17:45 -0000
Kommentar löschenZu Schade das Ende! hätte gerne gewusst wie es weiter ging. Ich bin sehr überrascht von diesem Film, Mickey Rourke hat exzellent gespielt, großes Lob an ihn und natürlich an Darren Aronofsky, bin langsam ein Fan von diesem Tausendsassa, sehr schöne und ungewöhnliche Kameraeinstellungen, es ist insgesamt ein eher ruhiger Film meistens, realitisch gedreht, man kann sich richtig gut in die Darsteller hineinversetzen und mitfühlen. Macht euch selbst ein Bild, einfach nur großartig sowas sieht man heutzutage leider nicht mehr so oft.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
drisszelmat Tue, 01 Jan 2013 20:55:17 -0000
Kommentar löschenBin etwas entäuscht von dem Film. Bin großer Mickey Rourke Fan, aber den Film fand ich streckenweise langweilig. Er hat zwar einige Momente und das Ende war ganz gut, aber er hat sich für mich echt gezogen. Neuere Sportfilme wie the fighter und warrior fand ich viel besser.
bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
mnj Sat, 12 Jan 2013 16:21:08 -0000
Antwort löschenthe wrestler ist ein drama, das porträit eines aufsteigers, jemand der verehrt wird - und der umso tiefer fällt und dem dies nicht auffällt und versucht in der vergangenheit zu leben. the wrestler ist kein sportfilm.
Philipp Klement Thu, 17 Jan 2013 21:36:06 -0000
Antwort löschenebenso wenig wie the fighter und warrior, welche den sport eigentlich hinter die zwischenmenschlichen beziehungen stellen.
TehObvious Sun, 09 Dec 2012 01:11:16 -0000
Kommentar löschenSchöner Film. Die Geschichte ist leider zu jedem Zeitpunkt vorhersehbar, dafür aber zu keinem Zeitpunkt langweilig.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Doom4408 Tue, 20 Nov 2012 19:14:39 -0000
Kommentar löschenSolides Comeback für Mickey Rourke und definitiv nicht die leichteste Kost. Aber auf jeden Fall sehenswert. Und das Ende besonders. Man fühlt wirklich mit der Zeit jeden Muskelschmerz und jede Abweisung, die Rourke hier von seiner Umgebung erfährt, als wären es die eigenen. Sehr charakternah umgesetzt.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
In_Ex_Fan Mon, 19 Nov 2012 17:19:48 -0000
Kommentar löschenThe Wrestler hab ich mir eben angesehen und muss sagen, dass ich nicht mit dem gerechnet hab was ich zu Gesicht bekam.
Zuerst ist man geneigt zu glauben, dass man bei dem Titel einen Action-Prügler serviert bekommt, doch der Schein trügt.
Der Film zeigt einen in die Jahre gekommenen Profiwrestler, der seinen eigenen Ruhm überlebt hat. Die goldenen Zeiten liegen weit zurück, und große Fanmassen gibt es auch nicht mehr.
Mickey Rourke lebt als Randy "The Ram" Robinson in der Vergangenheit und verlebt seine Woche mit Gelegenheitsjobs und in Stripclubs. Die Darstellung von Mickey Rourke als einsamer Mann der sich so über Wasser hält ist ruhig und gleichermaßen fesselnd.
Im Ring scheint "The Ram" jemand föllig anderes zu sein und auch dies ist vollkommen galubwürdig gespielt.
Evan Rachel Wood und Marisa Tomei machen als Tochter bzw. Loveinterest von Mickey Rourke eine gute Figur, doch ist ihnen nicht genug Screentime vergönnt um wirklich glänzen zu können.
Die Story ist in einem angemessenem Tempo erzählt und lässt kaum längen zu, die die Atmosphäre des Films kaputt machen könnten.
Der einfache Stil des Films hat einen gewissen, rauen Charme der zur Titelfigur passt.
Besonderer Pluspunkt: Es wird kein Hollywood-mäßiges Happyend erzwungen!
Insgesamt vollkommen empfehlenswert und definitiv eine Perle unter den Filmen.
bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
craax Mon, 19 Nov 2012 15:27:55 -0000
Kommentar löschenThe Wrestler m. Mickey Rourke
Wenn Ihnen (Film-)Kunst etwas bedeutet: müssen Sie dieses Werk sehen.
The Wrestler ist eines von jenen Werken, bei denen eine Reihe („glücklicher“) Umstände zusammentreffen müssen, um dieses unglaubliche perfekte Zusammenspiel in nicht mehr zu überbietender Vollkommenheit Tatsache, Wirklichkeit werden zu lassen. The Wrestler ist eine Blüte, ein Gipfel seiner Art. Er ist „klassisch“. Kaum etwas , nein: nichts wäre daran zu „verbessern“, ohne es in Wahrheit zu verschlechtern. The Wrestler ist wahrhaft einmalig. The Wrestler ist ein Glücksfall der Kunst. Dieser Film verdient Hymnen. Dem Vortrefflichen ge-genüber gibt es keine Gegenwehr als die Liebe. Wir beugen uns. Ich beuge mich.
Der Kern des Werks ist, wie sollte es anders sein, derjenige, den der Film ins Zentrum des Blicks rückt. Niemand anders als Mickey Rourke hätte diesen Wrestler so geben und ins Le-ben treten lassen können. Mickey Rourke ist der Wrestler und der Wrestler ist Mickey Rour-ke. Allein sein Körper: ist nicht nachzuahmen -, oder äffen. Alles andere wäre Karikatur. Hier steckt die Seele eines großen-, übergroßen Schauspielers im Körper eines Bodybuilders, und ein Bodybuilder in einem großen Künstler. Wann und wie oft findet man das so,- beisammen? Kann man das künstlich zusammenklonen – und –gießen? Schwarzenegger und Stallone, was sind das anderes als Muskelfasern und ein leidliches Talent, eine Aktionstory zu illustrieren. Aber MR, das ist eine Seele, in einem muskelbepackten, eine eigene unverfälschbare Ge-schichte erzählenden Körper. Zellen können nicht lügen, und Hautfalten sind und machen, wie sie wurden, qualvoll sichtbar. Vielleiocht entstand dieses Drehbuch, weil jemand MR und das vorhandene Potential, kannte. Vielleicht war alles auch nur, wie es in Fällen zu gehen pflegt, glückliches zueinanderfinden. Nur, das dieses Werk, so entstand, war nicht Nebensa-che, und kein planbarer, Zufall. Es war Schicksal, Fügung oder Glück,- alles, aber keine Ab-sicht,- eine Hoffnung, auf Gelingen, vielleicht. Aber es war nur zu wünschen, und das Er-sehnte trat ein: etwas Einmaliges - wurde Realität.
Gleichwohl wer die Idee zu diesem Film hatte (und auch Regie führte),- er hat ein großes Verdienst: er störte den Entstehungsprozesses des Werkes, das werden wollte, nicht, und ließ ihm Raum und Freiheit, wie es wollte, ins Leben zu treten.
Wie so oft bei großen Kunstwerken, hat man das Gefühl, dieses eigen-lebendige Wesen, zu dem sich manchmal ein Produkt der Phantasie – in Übereinstimmung mit der Wahrheit des-sen, was wir „Leben“ nennen- aufschwingt, - lebt und entfaltet sich aus eigener Kraft und Gesetzmäßigkeit – das, was wir „Authentizität“, Glaubwürdigkeit, Überzeugungskraft, Iden-tität zwischen vorgespiegeltem, im Augenblick vorgestelltem,- und wahrhaftigem, in der Zeit bewahrheitetes und unwiderrufenes Sein, nennen. The Wrestler ist authentisch; The Wrestler ist glaubwürdig bis schon an die Grenze der Schmerzhaftigkeit. The Wrestler ist dermaßen real, die Personen bis ins Tiefste echt, die ausgewählten markanten Ausschnitte aus dem Le-ben des Wrestlers so die Eckdaten einer großen Geschichte erzählend ohne auch nur eine wichtige Stufe auszulassen,- das man wie bequem eine wahrlich imposante Treppe hinauf-steigt, um am Ende ohne Mühe von großer Höhe auf eine darunter sich erstreckende Welt zu blicken – ohne ganz zu wissen, wie man an diesen magischen Ort geführt wurde.
Wie heißt es so schön: alles ist leicht, wenn man weiß, wie es geht. Die Entwicklung der Ge-schichte ist dermaßen natürlich und folgerichtig, das man empfindet, was man von Goethes Kunst gesagt hat: seine Figuren leben (zum Beispiel „im Gegensatz zu Schillers Frauen, die allesamt Karikaturen sind“, als wie oft personifizierte sprechende Ideen). The Wrestler ist keine Idee: The Wrestler ist Mickey Rourke.
Es ist vielleicht eine Ausweitung des Dunstkreises dieses Kunstwerkes „ins Wirkliche hin-ein“, das die Biographie des Mickey Rourke so schön mit dieser fiktiven Rolle überein-stimmt: von der Höhe des Erfolgs (als Schauspieler) abgestürzt, als Türsteher vor Nachtbars und als Tagelöhner / Schlachter gearbeitet habend wie Bukowski,- wiederum als professio-neller Boxer ein dutzend Kämpfe bestritten habend: MR weiß, worum es im Wrestler geht, wenn er hinter der Theke Fleisch verkauft. Sein Körper vor der Kamera erzählt eine -, seine eigene Geschichte; und es ist die des „Wrestlers“. Niemand anders hätte diesen Film so ma-chen können. Ein im Äußerlichen ähnlicher Film wäre entstanden, mit einem Unterschied. Das andere wäre ein Film gewesen. Dies ist die Wahrheit. Komisch zu sagen bei einem Werk der professionellen Phantasie, die ein Film darstellt. Aber dank MR ist es so: die Geschichte, auch wenn ihr Ursprung noch so künstlich ist oder einmal gewesen war, ist in Wahrheit – die Wahrheit, über uns,- nicht nur über Mickey Rourke, oder den Wrestler, sondern das Leben.
Wir würden nicht hinsehen, wenn es nur die Wahrheit des Wrestlers wäre. Die meisten von uns stehen nicht im Ring (jedenfalls nicht in diesem) und bräuchten „einen Nebenjob, weil die Preise für Strumpfhosen gestiegen sind?“. Es geht nicht um die spezielle Welt nur der,- oder eines Wrestlers. Es geht um unser aller Welt. Eine Welt, in der viele, vielleicht viel zu viele von uns leben. Eine Welt ohne Anhang, ohne Familie. Man unterhält sich tief freundschaft-lich, und die knallharte Abschlußmarkierung (das es weh tut): „- wieviel bekommst du?“- „sechzig Tacken“- .
The Wrestler ist allein. Beklemmend, mit wieviel – Wahrhaftigkeit, bei so wenig wie magisch eingesetzten Mitteln,- diese Identifizierung möglich wird. Die anfänglichen Eingangssequen-zen: die Kamera folgt hinter dem Rücken des Wrestlers, ohne uns noch sein Gesicht zu zei-gen, der Umkleideraum einer Sporthalle, wahrscheinlich der örtlichen Schule, eine einsame, verlorene, pittoreske imposante Gestalt auf einem billigen Stahlrohrstuhl, klein wirkend trotz beeindruckender Muskelmassen (-„berge“ könnte man sagen) und kontrastierender auffällig poppiger aufgemotzten Outfits. Die Verlorenheit dieser Gestalt, von der man noch nichts weiß, ist mit Händen greifbar, „liegt in der Luft“,- es ist magisch,- kein anderes Wort. Und doch ist es kein Selbstmordkandidat, der hier setzt. Es ist „ein ganz normaler Mensch“ (nein nicht ganz, so besonders wie jeder von uns ist), in seinem „ganz normalen Leben“,- das vor sich hin plätschert und langsam, ohne übermäßig akuten Schmerz, voranschreitet, von Situati-on zu Situation.
Wir brauchen einige Zeit und Szenen, uns mit der speziellen Art Einsamkeit, die diese Figur umgibt, vertraut zu machen. Und wir erkennen sie wieder: es ist, wenn es so ist, unsere Ein-samkeit, und unsere eigene Verlorenheit – oder gehören Sie zu den glücklichen, die ganz nicht-so,- die glücklich und geborgen sind? (- Ich kenne wenige). Aber ich kenne viele, die mit Einsamkeit so umgehen wie The Wrestler: man lebt voran, die Mühle des Lebens mahlt, Ereignis für Ereignis, Termine, Fälligkeiten, der Erste, wo erneut die Miete auf den Tisch muß (sonst ist das Schloß zum Wohnwagen („...willkommen zuhause“...) ausgewechselt), und man schläft auf der Ladefläche des Vans, wo der Herbst, der Winter einbricht, und darf sich nicht einmal einen Eisbeutel zu Kühlung der schmerzenden Wunde und Prellung aus ihm ho-len.
Die Zeichnung der Figuren in The wrestler sind schmerzhaft zwischen Idee und Wirklichkeit austauschbar identisch: die Bardame, die Tochter, der Nintendo spielende Nachbarsjunge ver-körpern zur gleichen Zeit zum Verwechseln ähnlich sowohl real mögliche, tatsächlich so vor-kommende, so sprechende, so betonende, so blickende Personen, wie sie gleichzeitig Träger von viel weitreichender tragenden „Bedeutungen“ sind: so etwa, wenn beim Nintendo-Spiel (wo die Berühmtheit von „The Ram“ sogar bis zu einer elektronischen Spielfigur geführt hat) die Kunstwelt kontrastiert wird mit der Realität der zerschundenen, ganz menschlichen im Sessel hockenden Gestalt vor dem Bildschirm: dort sitzen sich die Imagination der Rolle, die man sich und der ganzen Welt vorspiegelt, gegenüber mit der verletzlichen, gesellschaftsbe-dürftigen Riesen-Mickergestalt der Wirklichkeit, welche mit Vierzehnjährigen bei einem Computerspiel versucht, ihrem Alleinsein zu entfliehen. – Ein Alleinsein, das noch nicht so drückend, wie akut schmerzend empfunden wird, - sondern nur latent vorhanden, als Lange-weile, als Entbehrung, als Lust auf Gesellschaft, unterhalb der Schmerzgrenze, ins Leben tritt und vorhanden ist. Der Schmerz in The Wrestler ist umso bohrender, als klar wird, das er kein aktueller,- sondern ein chronischer ist – wie es im wahren Leben sein kann.
Oder Cassidy – Pam, die Animierdame und Nackttänzerin, zu der sich The Ram – Randy hin-gezogen fühlt (wie sie sich zu ihm) (so fern man auf diesem Wahrheits“level“ von „Liebe“ sprechen kann und darf) : auch sie trägt, neben ihren einzig-menschlichen Gesichtszügen,- einen schwer(wiegenden) Rollenchrarakter. Die Fremdheit menschlicher Gefühle in diesem Geflecht fiskalisierter Geben-und-Nehmens-Bezüge ist wundervoll verschlüsselt in obenge-nannter Szene infolge eines Private Dance’s,- ihrer zarten Anknüpfversuche während sie „ar-beitet“ (und ihr Job, für Geld, ist wahrlich kein Zuckerschlecken, und ihr zaghafter Wandel bis hin zu „Pam“,- im Privaten, indem sie keine notgeile nur aufs Schwanzlutschen fixierte, stöhnende sich die Lippen leckende Aufgeilerin von sekretierenden, hormondiktierten Män-ner-Automaten ist,- sondern fürsorgliche und opferbereite Mutter eines neunjährigen Jungen mit einem Traum von der Eigentumswohnung drüben in Tremps.
Die Annäherung dieser Figuren, das Zuschütten des stets von Erosion der Baumaßnahmen bedrohten klaffenden Grabens zwischen ihnen aufeinander zu, geschieht unendlich zart und klar und zum Weinen schön und glaubhaft. Ein Kuß so echt, das man mit „the wrestler“ Frühlingsgefühle spürt wie sich Schmetterlingsflügel im Bauch unmerklich regen – war da eine Bewegung, ein Versuch, sich zu entfalten?
Oder die Tochter, die im Wechselbad der Gefühle,- von unentrinnbarer Bedürftigkeit (der Vatergestalt) und stets erfolgter kalter Dusche der Unzuverlässigkeit in maßlose, nicht länger mehr zu ertragen willige Enttäuschung gejagt wird: wie glaubhaft ihre Reaktion, als sie ihren Vater „endgültig“ (wo es kein Endgültig geben kann) aus ihrem Leben entfernen will. Die Ausweglosigkeit des Wrestlers, als er aus ihrem Haus auf die Leere der dunklen Straße tritt.
Oder die Deutlichkeit der wenigen Sätze, die insgesamt – wie im ganzen Film – auch in dieser Beziehung gesprochen werden und umso tiefer wirken : die Szene am Strand, auf der Balu-strade, als Mickey gesteht, das er sich der Vaterpflicht entzogen hat,- diese Träne, noch bevor sie rollt, und seine Augen erkennbar wäßrig werden, ist verdammt echt,- so „gut“, das man sich beinahe schämt, Zeuge einer so intimen Szene zu werden,- und fast lieber sich räuspert und zu Boden guckt. Denn hier wird nichts dargestellt: hier wird gelebt. Ein beeindruckender Film, und einer, bei dem man mit dem Finger schnippen muß, um aus der Trance aufzuwa-chen. Kaum zu glauben, das man nur Zeuge eines ‚Schau-Spiels‘ wurde.
Das Ende der Geschichte ist nach alldem, kaum erzählenswert, denn es hat ein Ende, so will-kürlich, wie man die Geschichte des (oder eines Lebens) erzählen kann und sagen: hier be-ginnt es, und dort endet sie. Gemeinhin fixiert man Geburt und Tod mit diesen Willkürakten des Beginns und Stops des Spiels. Wenn der Film mit dem (vermutlichen) Herzstillstand des Wrestlers endet (schwarzer Bildschirm, wie schon zweimal zuvor, als „der Bewußtseinsstrom endete“): so endet doch (sofern wir nicht mitsterben) unsere Geschichte, die doch zugleich erzählt und zur Darstellung gebracht wird. Das Leben des Zuschauers ist unabgeschlossen, und, soweit es also nicht nur seine, sondern auch die unsere ist,- bleibt sie unabschließbar, solange sie – die Geschichte des Zuschauers, also nicht einmal unser Tod würde sie beenden) – unabgeschloßen ist, das Leben sich weiterreicht. The wrestler wird auch in zweihundert Jahren, wenn keiner von uns mehr leben und atmen wird,- „unsere Asche modert“, noch eine immer noch gültige und weiterwirkende Geschichte erzählen. Sie wird gelten, solange Men-schen einen heroischen Lebenskampf, gegen unser schicksalhaftes natürliches Allein-Sein, zu bestehen und zu führen haben: ein Leben, in dem man sich Zusammengehörigkeit erwerben und verdienen muß,- nicht erkaufen kann (wie der ratlose annäherungsbedürftige Vater, der gerade dem Tod von der Schippe nach seiner ersten Bypass-Operation, gehüpft ist, ratlos ver-sucht,- was als Geste (abgesehen von dem absurden Geschenk, von der verlassenen, von ebenso schreiender Einsamkeit umgebenen Tochter, akzeptiert wird.)
The wrestler ist eine stille, heroische Geschichte : eines Ringens um unsere so schwer zu ge-winnende ‚menshcliche Gemeinsamkeit‘,- mit anderen, grundsätzlich verlorenen Seelen, einer Wahlverwandschaft, einem Nahe-Sein, das oft routinemäßig behauptet, und doch so kostbar und selten , wenn es echt und wahr ist, stimmt. In der Regel sind wir nicht gesellschaftsfähi-ger und geselliger und wahrheitsliebender als The wrestler: bei uns liegt nur die Schminke dicker, und nicht notdürftiger verteilt, auf. Aber das eben ist das Finale des Films: er, der Berg von einem Muskel-Fleischklops, ist fadenscheiniger demaskiert,- damit die Wahrheit erkenn-bar und identifizierbar wird: wenn wir belieben, uns selbst nichts vorzumachen,- um annähe-rungsfähig zu werden,- neben all unseren vorgegebenen sozialen Pflichten und offiziellen Fürsorge-Stellungen zueinander. Ich tanze für dich: wenn du mir Dollars gibst. Ich operiere deinen Bypass: wenn du krankenversichert bist. Ich schließe deinen Wohnwagen (wieder) auf, wenn du die Miete gezahlt hast. Ich unterliege im Schaukampf, wenn du verabredungsgemäß den Ram-Down gestürzt hast. Ich stehe hinter der Theke und packe dein Fleisch ab, dumme Kuh, „im Zuviel-, zu Wenig-Spiel“, und wünsche Einen schönen Tag noch Mam, wenn zum Feierabend der schwere Lohn gezahlt wird, mit dem alles, Kuchenbleche (für die Show), Up-Downers und Drogen und Stimulanzien und Body-chekers- und -Builders (für den Muskel-berg), das Benzin und die Tresenrechnung, gezahlt wird. Nein, der Mensch ist nicht wirklich fürsorglich und gesellig im wahren Leben: das ergibt sich so, während er seine Lebensfolge, in der das organisiert ist und „sich so gehört“, abspult. Vater sein ist nicht allein, das Essen und die Miete zu erarbeiten. Das gehört nur, auch, dazu. „Wo warst du, zum Beispiel an ir-gendeinem meiner Kindergeburtstage? Weißt du überhaupt, wann das ist (der Wrestler schweigt) - Wo warst du, wenn ich dich gebraucht habe?“ – Wieviele Eltern haben sich ver-dient zu wissen von ihren Kindern, was die derzeitig fühlen, und mit welchen Problemen sie wirklich beschäftigt sind? Wieviele Kinder trauen sich, mit ihren Eltern zu sprechen, und hof-fen auf eine echte Antwort und Hilfe? Wieviele Kinder vertrauen sich ihren Eltern an, weil sie die Erfahrung machen durften, das sie „erreichbar“ sind? Wieviele Eltern und Kinder – oder Paare und Arbeitskollegen – öffnen sich füreinander und sind tatsächlich miteinander zusam-men da, statt nur „zusammen“ in vorgesehenen, eingespielten Rollen zu funktionieren? Schön für Sie, wenn Sie glauben, über die –dann doch so tapfer bewiesene – Welt des Wrestlers weit erhaben zu sein,- in einem vollkommen „menschlichen Ansprüchen“ genügendem Gegenbe-weis. Schön für Sie, wenn Sie sich nicht so unisono fühlen müssen wie er, und ihre Welt bunter, und nicht so grau, und eigentlich trist, und verlassen, ist. Ich wünsche es Ihnen, von Herzen.
Das Beharren des Wrestlers ist, was ich nennen möchte, wahrhaft heroisch. Er steht alleine, er gibt sich nicht auf. Er steht bis zum Schluß, zum finalen Kampf, die Sache durch. Er behält seinen Anspruch, an sich, an das Leben, aufrecht: „der einzige, der mir sagen darf, es ist vor-bei, seid i h r (das johlende, keifende, Blut und Show und Knochenknacken hören und sehen vergehen wollende, amüsiergeile Publikum). Viele haben mir gesagt, es sei vorbei. Viele ha-ben gesagt, ich sei ein Looser. Es ist nicht vorbei, und ich bin immer noch HIER (in der Are-na). Der einzige -, die einzigen, die mir sagen dürfen, das es vorbei ist,- seid I H R -...!“ Das mag unrichtig, falsch und banal sein,- wie der Gladiator, der sich an falsche Werte übergeben hat und dafür in den verkehrten, nichtssagenden, und nichtsbedeutenden Tod zu gehen bereit ist (wie so viele aufs falsche Pferd gesetzt habende Vaterlandsverteidiger –Uniformsoldaten auch),- aber so wenig, wie man dem Menschen sein Irre-Sein vorwerfen kann und darf: wenn er bereit ist, seine Wahrheit (nicht allein mit fremden – das wäre fatal - ,- sondern zur Not mit eigenem Blut zu bezeugen,- so verdient eine solche Wahrhaftigkeit, und ja ich sage es, Tap-ferkeit, Respekt. Was kann ein Mensch, der prinzipiell niemals im Besitz der Wahrheit ist, weiter tun und erreichen, als bereit zu sein, sich selbst aufs Spiel zu setzen, selbst da, wo wahrscheinlich das Herz nicht genügen und versagen wird,- man sehend ins eigene Ende geht? Ist das Leben selbst nicht dieser Art,- wissen wir nicht alle, das wir dem Ende entge-gengehen? Geht es nicht darum Haltung zu bewahren, und möglichst – wenig niedrig und schäbig – letzten Endes doch unbesiegt unterliegen zu müssen,- geht es nicht darum, dies (un-besiegte Unterliegen) möglichst ansehnlich, und Respekt verdienend zu tun? – „Ich weiß, das ich versagt habe. Aber ich möchte nur erreichen, das du mich nicht verachtest.“ Sagt der Wrestler, in einer Schlüsselszene des Films, zu der Tochter. Und sie verachtet ihn, schließlich, in dieser Szene, auch nicht.
Ich kann der Gestalt des Wrestlers meinen Respekt und meine Achtung, ja sogar etwas wie mein tiefempfundenes Mitgefühl, nicht versagen. Wer dasselbe fühlt, fühlt das Mitfühlen mit der armen, verdammten, verlorenen, sich ans Geld und Showwerte, ans Äußere verkauft ha-benden, so verachtenswerten, und doch so stolzen und zähen, und liebebedürftigen, aufeinan-der angewiesenen menschlichen Rasse. The Wrestler ist kein Film über einen einsamen, ein-mal so vorkommenden Wrestler: es ist Film, wenn man ehrlich ist, über uns, über dich und mich, und uns alle. Und wir hätten alle ein besseres Schicksal verdient, vermöchten wir es nur, zueinander zu finden, und uns nicht länger weh zu tun, bis zum bitteren, doch heroischen, dann unausweichlichen Ende, das kam, wie es kommen mußte. Ein bitterer Film, ein un-glaublich schöner Film. Ein Geschichte, die zeigt, was ist – wenn wir nur den Mut hätten, hinzusehn. Ein tragischer Film. Ein großer Film. Ein Film, der der Kunst angehört. Ein un-glaublicher Film. Ein großes, ein vollkommenes Werk. Sie kriegen das nicht alle Tage zu se-hen. Es ist selten: eine so reine, restlose Form – und Inhalt – zusammen – mit Wahrheit – zu Kunst geworden. Wer diesen Film sieht, hat die Chance, sich selbst ins Gesicht zu sehen: wie in einen Spiegel, der Kunst. Es ist schmerzlich, was zu erblicken ist. Aber es ist eine Chance: zu werden, wenn man will, was anders, vielleicht besser, und weniger schmerzlich, wäre. Es ist nicht so, das dieser Film nur grausam wäre: das ist Kunst nicht. Sie ist der Punkt, wo ei-gentlich Schmerzliches, weil es wahr, und eingeordnet ist, zu Schönheit wird. Dieser Film ist alles andere als unschön: er ist so wahr, das es weh tut, und sich zu Schönheit, in Vollkom-menheit, wandelt. Niemand braucht diesen Film zu scheuen, und niemand wird sich unge-schoren von seinem Sitz wieder erheben: was zurück bleibt, ist Tapferkeit, und Erkenntnis. Der Mensch, das arme Tier. Und ein Versuch im Willen, es das nächste Mal besser zu machen und schließlich doch hinzukriegen. So, von Mensch zu Mensch, ein aufmunternder Gruß: ge-hen und schauen Sie diesen Film. Er wird Sie bereichern und Ihnen Bilder hinterlassen. Er wird zu einem Teil Ihrer Geschichte werden. Diesen Mickey Rourke vergißt man nicht.
bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
liquiem Fri, 23 Nov 2012 13:33:30 -0000
Antwort löschenNoch so ein Film, für den es sich lohnt l a n g e Reviews zu lesen.
Sehr passender Kommentar. Auch, weil craax genau hin sieht.
Nervös wurde ich beim Lesen. Jauchzende Zustimmung; Kommentar und Film.
Genug gelesen. Will jetzt weiter das tun, was man mir meiner Rolle abverlangt... heorisch ist das sicherlich nicht...
Boogers666 Mon, 12 Nov 2012 15:17:20 -0000
Kommentar löschenThe Wrestler.... hmmm wo fängt man da am besten an... zuerst einmal die neagtiven Seiten des Films : Die ersten 10 min. waren ein bisschen langweilig und ... ja das wars ansonsten gibts nicht negatives mehr. The Wrestler ist ein Film wie ich ihn selten gesehen habe er vereint den Wunsch eines Mannes dem einzigem zu folgen was ihm Spaß macht die Annerkennung seiner Tochter und seinem Umfeld und über dem Aufstieg und Fall eines Sportlers. The Wrestler ist schlichtweg genial, er unterhält bringt einen zum Lachen und zum Nachdenken. Zunächst muss man natürlich sagen das Micky Rourke seine Rolle geniaaal spielt, man kauft ihm ihn diesem Film alles ab, jede einzelne Szene ist total glaubwürdig, e selbst verkörpert Ram Robinson und man könnte meinen das er in deim Film im übertragenen Sinne teilweise vllt sein eingenes Leben gesehen hat. Es ist eine Schande das dieser Film keinen Oscar bekommen hat. Allein die letzte Szene guckt auf Micky Rourks Gesicht....mehr sag ich nicht ich hatte Gänsehaut und hab so etwas noch nie zuvor gesehen. Jeder der meint The Wrestler ist ein Sportfilm leigt komplett daneben er befasst sich viel mehr mit dem Leben und Leiden des Wrestlers Ram Robinson und geht echt unter die Haut.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten