Zu Listen hinzufügen

Brügge sehen... und sterben?

In Bruges (2008), BE/GB Laufzeit 107 Minuten, FSK 16, Komödie, Drama, Kinostart 15.05.2008


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.9
Kritiker
70 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.6
Community
27719 Bewertungen
433 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Martin McDonagh, mit Colin Farrell und Brendan Gleeson

Nachdem sie ihren Job vermasselt haben, müssen Auftragskiller Brendan Gleeson und Colin Farrell auf Anweisungen ihres Chefs warten. Ausgerechnet im Toten Winkel Belgiens.

Ken (Brendan Gleeson) und Ray (Colin Farrell) arbeiten als Profikiller unter ihrem Chef Harry (Ralph Fiennes). Nachdem sie einen Auftrag in London nicht ganz planmäßig absolviert haben, werden sie von Harry zur Erholung nach Brügge geschickt. Während sich Ken beim Sightseeing zwischen mittelalterlichen Bauten recht wohl fühlt und entspannt, ist Ray gelangweilt und verfällt in eine Depression. Tagelang warten die beiden Killer auf den angekündigten Anruf von Harry.

Ray gibt sich schon bald interessanteren Aufgaben in Brügge hin. Er freundet sich auf einem Filmset mit dem kleinwüchsigen amerikanischen Schauspieler Jimmy (Jordan Prentice) kennen und trifft auf die bezaubernde Chloe (Clémence Poésy). Gemeinsam mit Jimmy feiert Ray ausgiebige Drogenparties, während er in Chloe die Frau seines Lebens getroffen hat. Die Liebe zu ihr ruft deren eifersüchtigen Ex-Freund Eirik (Jérémie Rénier) auf den Plan. Als Ken endlich der lange erwartete Anruf von Harry erreicht, haben die Beiden jedoch ein sehr viel tödlicheres Problem als Exfreunde.

Hintergrund & Infos zu Brügge sehen… und sterben?
Brügge sehen… und sterben? (OT: In Bruges) feierte seine Premiere auf dem Filmfestival Sundance und bekam anschließend nur eine limitierte Veröffentlichung in den USA. Schnell erarbeitete sich der Film jedoch einen Kultstatus, der durch einen Golden Globe für Colin Farrell und einen BAFTA-Award für das Drehbuch noch beschleunigt wurde.

Eine besondere symbolische Rolle im Film nimmt das Bild Das letzte Gericht des niederländischem Malers Hieronymus Bosch ein, das Ray und Ken bei ihrem Besuch im Groeningemuseum betrachten. Die Schauspieler, die Ray später kennenlernt sind wie die Figuren auf dem Bild gekleidet und arbeiten offensichtlich an einer schauspielerischen Nachstellung. Das Bild thematisiert die Durchwanderung des Fegefeuers als Buße für begangenes Unrecht und Voraussetzung einer Erlösung. Sogesehen ist der Aufenthalt von Ray in Brügge vergleichbar mit dem Fegefeuer und als Buße für seine Taten als Profikiller zu verstehen. (ST)

  • 37795279001_110029146001_ari-origin07-arc-143-1278487274436
  • 37795279001_110029945001_ari-origin05-arc-158-1278487210633
  • Brügge sehen... und sterben? - Bild 51538
  • Brügge sehen... und sterben? - Bild 51537
  • Brügge sehen... und sterben? - Bild 51536

Mehr Bilder (27) und Videos (5) zu Brügge sehen... und sterben?


Cast & Crew


Kritiken (20) — Film: Brügge sehen... und sterben?

Xander8112: Xanders Blog

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Wenn man einen durchweg coolen und hippen Actionfilm erwartet im Stile eines Tarantino oder Ritchie, dann braucht man nicht lange um zu erkennen, dass „In Bruges“ eben dieses nicht ist. Natürlich ist er lustig, aber eben nur stellenweise, denn hauptsächlich kann man den Film wohl Drama nennen, oder meinetwegen Tragikomödie. Hat man diesen Umstand jedoch akzeptiert, offenbart der Film all seine Stärken, Colin Farrell all sein Talent und Brügge all seine Schönheit. Zeit muss man mitbringen, um Brügge kennen zu lernen, und Geduld. Doch bringt man dem Film beides entgegen, wird man belohnt, mit einer spannenden Charakterstudie, dem schlechtesten Touristen aller Zeiten und einem Rudel wütender Elefanten…

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JackoXL: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Wunderbare Mischung aus schwarzem Humor und ernsten, teils melancholisch wirkenden Szenen, die so nicht viele Filme hinbekommen. Darüberhinaus mit schönen Impressionen von Brügge, macht einem Lust auf einen Besuch.

Unweigerlich hat mich der Anfang an so manche Klassenfahrten erinnert. Wenn der Lehrer voller Begeisterung versucht, einem die malerische Schönheit des Ausflugsziels zu verkaufen, während man selber völlig genervt und derbe angeschlagen vom Vorabend sich mit muffigem Gesicht irgendwie durchschleppt. Collin Farrell spielt den dauergenervten Quängelkopf, der seinem Frust mit zynischen Kommentaren Luft macht, wirklich herrlich. Hier punktet der Film mit seinem galligen Humor, wobei es im späteren Teil deutlich ernster wird, ohne den Humor aus den Augen zu verlieren. Diese Gratwanderung funktioniert hervorragend, wodurch der Film gleich mehrere Geschmäcker bedienen kann. Mit Ralph Fiennes' Auftauchen wird das ganze noch mal eine Ecke besser, richtig geniale Vorstellung.

Topfilm dank guter Darsteller, schönen Bildern und erstklassig geschriebenen Dialogen.

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

JackoXL

Antwort löschen

Zufälle gibts...xD


arues

Antwort löschen

@ momopipi: Wer aber nicht im Nord-Westen von Deutschland lebt, der kann sich den Aufwand getrost sparen?

Also ich war mittlerweile fünf mal in 2 Jahren dort! Auch, wie du, auf Grund der Sichtung des Films. Die Stadt ist eine Reise wert, egal, wo man herkommt! Das sehen übrigens etliche Touristen ähnlich! Man trifft nämlich auf Leute, aus aller Welt! Amerika, Japan, England, Deutschland, Frankreich... Das ist aber dann auch der einzige Nachteil Brügges. Es ist nämlich kein kleiner beschaulich verschlafener Ort, sondern voller Touristen! Ansonsten, wie im Film zu sehen, wunderschön!


Oceanic6: CinemaForever

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

"Let's go to the pub!"

Weisst du, das lasse ich mir nicht zwei Mal sagen, denn selten häufen sich bei mir dermaßen Lobeshymnen, wie es bei der meisterlichen, schwarzen Romantik-Drama-Gangster-Komödie 'In Bruges' der Fall ist.

Die Story:
Nachdem ein Auftrag in London schief geht, sollen sich die beiden irischen Berufskiller Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendon Gleeson) auf Anordnung ihres Bosses Harry (Ralph Fiennes) solange, bis sich die Lage wieder normalisiert, in der belgischen Stadt Brügge verstecken und ruhig verhalten. Von ruhig haben die beiden allerdings ihre ganz eigene Vorstellung. Treffen mit einem rassistischen Liliputaner gehören hierbei noch zum Harmlosesten. Als sich schließlich herausstellt, dass Ken Ray für seinen Fehler in der Ausführung des Londoner Auftrags erledigen soll, überschlagen sich die Ereignisse in der historischen, romantischen Kleinstadt.

Das Rezept:

Man nehme ein paar exzellente Schauspieler: Wie oft bekommt man schon eine Darstellerriege zu sehen, mit der man soviel lacht, weint, mitfiebert und dabei ihre negativen Seiten zu schätzen lernt, alles so wie bei richtigen Freunden. Solche Charaktere müssen erstmal geschrieben und gespielt werden. Besonders die Chemie zwischen Ray und Ken hat mir dauerhaft ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Man füge einen großartigen und unvorhersehbaren Plot hinzu: Die Story über Schuld, Sühne, Vergeltung, Vorurteile und Liebe hat es mir echt angetan. Ebenso finden Glaube und Aberglaube ihren Weg auf die Leinwand, wenn hier über das Blut von Jesus oder dort über die Apokalypse "philosophiert" wird.

Man mische dazu glaubhafte, skurrile Dialoge und realistische Situationen: Das Werk wartet mit bitterbösem Humor und wahnwitzigen Gesprächen auf (da darf natürlich die maximale Anzahl an Flüchen nicht fehlen). Sätze wie "One gay beer for my gay friend, one normal beer for me because I am normal" wirken so charmant und sympatisch, dass mir jeder Charakter sofort ans Herz gewachsen ist.

Man verlege das Setting des gesamten Films an einen eindringlichen, hypnotisierenden Schauplatz: die Rede ist von Brügge, wo die meisten wohl noch nie waren, geschweige denn davon gehört haben. Die Kamera, Atmosphäre, Ausstattung und alles andere, mit deren Hilfe 'In Bruges' in Szene gesetzt wurden, sind wunderschön zu bestaunen und können gar nicht genug gelobt werden.

Man lasse den für magische, klassische und einzigartige Melodien bekannten Komponisten Cartel Burwell den Score schreiben: Was entsteht ist ein Soundtrack, welcher die Handlung zauberhaft, romantisch, dramatisch und teils actionreich untermalt. Entstanden ist dabei einer der besten und passendsten musikalischen Untermalungen aller Zeiten.

Ich könnte hier stundenlang erzählen und philosphieren, über den Film schwadronieren, Dialoge zitieren und Hymnen vergießen, das Ergebnis wird trotzdem das selbe bleiben. Nämlich äußerst schmackhaftes bzw. rar gewordenes Kino und die vielleicht beste schwarze Komödie seit Pulp Fiction. Und eines ist 'In Bruges' sicherlich: Einer meiner wenigen Lieblingsfilme.

Zum Abschluss noch etwas für das allgemeine Amüsement:

Chloë: "Okay. So, you've insulted my home town. You were doing really well, Raymond. Why don't you tell me some Belgium jokes while you're at it?"
Ray: "Don't know any Belgium jokes, and if I did I think I'd have the good sense not to... hang on. Is Belgium with all those child abuse murders lately? I do know a Belgium joke. What's Belgium famous for? Chocolates and child abuse, and they only invented the chocolates to get to the kids."

Ach! Und aus eigener Erfahrung kann ich sprechen: Brügge ist wirklich "beschissen" großartig, eine Reise dorthin ist jeden Penny wert!

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Lea<33

Antwort löschen

sehr schön geschrieben. gefällt mir ;)


Bodennebel

Antwort löschen

midgets! they're filming midgets!!


Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Leider ist “Brügge sehen… und sterben?” nicht der erhoffte Komödienhit geworden. Der Film hat zwar durchaus seine hellen und lustigen Momente, doch bewegt er sich aus meiner Sicht dennoch nur im cineastischen Mittelfeld. Einige Überraschungsmomente mehr und eine weniger durchschaubare Story, hätten schon viel ausgemacht.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

arillo

Antwort löschen

Dass du eine Komödie erwartet hast, war vielleicht das größte Problem, denn das ist der Film, trotz der vielen großartigen verschroben-lustigen und ganz offensiven Angriffen auf den Lachreflex, meiner Meinung nach gar nicht.
Und war der Film wirklich so durchschaubar?


Mr. Danny Boyle

Antwort löschen

Tatsächlich glaube auch ich, dass es deine Erwartungen an das Genre der Komödie waren, die dich diesen Film dann so haben aufnehmen lassen- er ist, so habe ich ihn zumindest aufgefasst, viel mehr eine tragisch-komische Charakter-Geschichte, die durch den Kontrast zwischen Handlungsort und innerer Handlung etwas wie absurde Komik erkennen lässt, nicht aber eine klassische Komödie, von der man zu erwarten hat, dass sie leichte, helle, erfreuliche und lustige Momente darstellt, die einen dann zum Lachen bringen. Die Tragik und die Thematik des plagenden Gewissens sind meisterlich dargestellt, klasse Schauspieler, wobei ich erwähnen muss, dass Brendan Gleeson einfach top ist- Mein Fazit zu diesem Film: einfach klasse!


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Das Spielfilmdebüt des Oscar-prämierten Regisseurs Martin McDonagh ist ein herrlich zynischer, unmoralischer und schwarzhumoriger Film der mit europäischen Esprit und amerikanischer Härte beste Unterhaltung bietet.
Der Film der neben einigen herrlich schrägen Dialogen auch überdrehte Aktionen, finsteren in Humor getränkten Pessimismus und einige trockene Albernheiten bietet ist dazu noch Schauspielkino per Excellence. Während Brendan Gleeson den liebenwürdigen Ken mit Bravour spielt macht Ralph Fiennes als Dauerfluchender Killerboss mit Prinzipien eine so gute Figur dass man sich fragt warum Fiennes vorher nie solche Rolle gespielt hat.
Der eigentliche Star ist allerdings Brügge selbst. Der Film versteht es die Stadt so herrlich einzufangen dass man entweder sofort von ihr Begeistert ist oder dass man sie wie die Figur des Ray (ebenfalls toll: Colin Farrell) einfach nur zum kotzen findet.
Kurz um: "Brügge sehen... und sterben?" ist ein echter Geheimtipp, ein herrlicher Spaß der etwas böseren Sorte.

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

mikkean

Antwort löschen

"Brügge sehen ... und sterben?" ist DER kommende Kult-Film. Einfach großartig.


Corsovilla: SchönerDenken

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Gehandelt wird "In Bruges" als (wenn auch pechschwarze) Komödie. Ich empfand ihn eher als überwiegend ernstes Drama um Schuld, Sinn und Sinnlosigkeit von Ehre. Vereinzelt gewürzt mit knochentrockenem Humor. Wie auch immer: großartiges Dialog- und Schauspielerkino. Respekt.

42 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

fabel

Antwort löschen

^^


McJeen

Antwort löschen

word!
eine komödie sollte man echt nicht erwarten.


Stryke: inderzange.de

Kommentar löschen
5.5Geht so

Atmosphäre echt gut gelungen, hatte aber was anderes erwartet und war durch die Kommentare hier wohl auch ein wenig zu euphorisch.
Im Endeffekt ganz nett, aber doch zu langatmig und streckenweise zu langweilig.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

isinesunshine: isinesunshine.de

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Dieser Film hat mich fasziniert und in seinen Bann gezogen, unter anderem, weil er es schafft, eine Vielzahl von Genres in sich zu vereinen, wobei er jedem zu genüge dient, sich aber keinem verschreibt und trotzdem nicht überladen wirkt oder sich in diesem Unterfangen verhäddert. Insgasamt ist er eine Mischung aus (pech)schwarzer Komödie mit absurdem und englischem Humor und einem Drama. Zu diesen Genres gesellen sich dank Chloë noch eine Love-Story und als Harry in der Stadt ankommt ein packender Thriller.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Zwei ungleiche Auftragskiller in einer märchenhaften Altstadt. Irgendwas ist da doch nicht normal – Stimmt.
Durch die herausragende Inszenierung wird eine zauberhaft deprimierende Atmosphäre geschaffen, wie man sie nur selten im Film erleben darf. Es wirkt so echt, und doch so bizarr. Der zappelige Pessimist Ray und der ruhige Genießer Ken bilden ein überaus unterhaltsames Paar. Auch die anderen Charaktere sind wunderbar skurril und von den Darstellern exzellent verkörpert. Die eigentliche Tragik weicht immer wieder rabenschwarzem britischem Humor. “Zwei billige Nutten und ein rassistischer Zwerg. Ich glaub ich geh nach Hause.” Köstliche Zitate wie dieses beschreiben den Film recht gut. [...]

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kaltduscher: MoviezKult.de

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Nach einem vergeigten Auftrag müssen die Berufs-Killer Ray (Collin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) in der belgischen Stadt Brügge untertauchen, um dort auf weitere Instruktionen ihres Bosses Harry (Ralph Fiennes) zu warten. Während der Kulturfreund Ken sich schöne Tage in dem mittelalterlichen Ambiente macht, ist Ray nur gelangweilt von dem Städtchen. Bei einer abendlichen Tour durch den Stadt-Kern lernt Ray jedoch die hübsche Chloe (Clémence Poésy) kennen. Nach einem höchst kuriosem Date landen die beiden im Bett. Dort werden sie jedoch von Chloes wütendem Ex-Freund Eirik (Jérémie Regnier) überrascht. Währenddessen bekommt Ken einen Anruf von Harry und den Auftrag, Ray am nächsten Tag zu erschießen…

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

J. Christopher: Times, BBC, Daily Mirror J. Christopher: Times, BBC, Daily Mirror

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Ein wundervoll absurder Film.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Regisseur und Drehbuchautor Martin McDonagh inszeniert die Geschichte zweier Prolls in einer Stadt voller Geschichte und Kultur charmant skurill, und trifft den richtigen Ton zwischen Witz, Ironie und tiefer Ernsthaftigkeit. Die Geschichte wird bestimmt von wunderschönen Bilder des winterlich vorweihnachlichen Brügge, das McDonagh in ein fast surreale Licht taucht.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

TheCorey: MovieMaze

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Erzählt wird die Geschichte der beiden irischen Auftragsmörder Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson>), die unterschiedlicher nicht sein könnten und dabei doch so viel gemeinsam haben. Das erste Drittel des Filmes lebt vom Zusammenspiel dieser beiden Männer und von ihrer unterschiedlichen Weltanschauung. Der reife Ken möchte sich alle touristischen Attraktionen ansehen und ist mit voller Begeisterung Fan von Brügges märchenhaftem Äußeren. Ray hingegen ist ein junger Taugenichts, dem diese ganze Geschichte und Kultur auf die Nerven geht und somit im Grunde die gesamte Stadt, von der fortweg nur als "fucking Bruges" spricht. Er nölt herum, spielt in der Kirche mit den Altarbänken und lässt seine Füße schleifen - kurzum: er macht überdeutlich, dass er überall auf der Welt lieber wäre als in Brügge. Grund für den Aufenthalt der beiden ist ein missglücktes Attentat in London, besser gesagt handelt es sich hierbei um Rays ersten Auftragsmord. Gerade der Grund, weshalb dieser schief gegangen ist, bildet die Thematik von McDonaghs Film. Ray ist emotional vorbelastet und auch wenn sich Farrell redlich bemüht, kauft man ihm seine innere Zerrissenheit nicht so recht ab, er ist einfach kein Charakterdarsteller, zumindest noch nicht. "Brügge sehen ... und sterben?" ist aber auch kein Film, der von seinen Schauspielern getragen werden muss, denn er lebt von seinem Witz. Gerade Ray und Ken als missglücktes Touristenpaar, aber auch der restliche Film lebt von der Beziehung der beiden.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Ein bisschen was von Dick und Doof hat dieses viel zu freundliche Killerpärchen von nebenan und entsprechend ist auch dieser Film in erster Linie eine Komödie. Jedoch eine, deren Humor so schwarz ist wie die Seele von Boss Harry und in der so viel Alltäglich-Absurdes geredet wird wie sonst nur bei Woody Allen. Diese locker-coolen Zwiegespräche unter Killern und anderen zwielichtigen Gestalten sind zwar streckenweise etwas ausufernd geraten. Dies wird jedoch ganz eindeutig durch die surreal-märchenhafte Machart dieser Killerkomödie, die aussieht, als wäre sie von der Touristeninformation von Brügge zu Werbezwecken in Auftrag gegeben worden, wieder wettgemacht.

27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hausmeister: Nerdtalk.de

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Es gibt Dinge, die hält man gemeinhin nicht für möglich. Vor hundert Jahren war es unvorstellbar, dass ein einzelner Mann es mit Hilfe eines Flugzeuges schaffen würde, die Welt ohne Zwischenlandung zu umrunden. Verschwörungs-Theoretiker zweifeln noch heute genauso an der Mondlandung wie anscheinend viele Politiker an der Polkappenschmelze. Und auch in meinem Weltbild bedurfte es einer gravierenden Erschütterung in Form dieses Filmes, um zu merken: Colin Farrell kann auch mal sympathisch sein! Geschafft hat er das nicht in der Rolle eines wannabe-coolen Sonny Crocket oder des welterobernden Alexanders, sondern als Vollpfosten in der bedrückend-leichten Krimi-Dramödie „Brügge sehen…und sterben?“.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Evie: www.inderzange.de

Kommentar löschen
10.0Herausragend

Von Anfang bis Ende genial. Schauspieler, Musik, Story alles hat hier gepasst!!
Toller Film, der Hollywood zeigt wo es lang geht.
Nach Lucky Number Sleven, wieder ein super Thriller mit viel Witz und Charme.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Glaubt man nach dem Trailer noch, einen weiteren Guy Ritchie-Rip-Off vor sich zu haben, wird man schnell eines besseren belehrt. Denn der Film steht in seiner Stimmung einem Klassiker wie "Wenn die Gondeln Trauer tragen" näher als einer knallharten Gangsterstory. Die Shootouts kann man an einer Hand abzählen, es dominiert ein tiefschwarzer und dennoch liebenswerter Humor, eine tiefe Zuneigung zu den Figuren die karikiert gezeichnet werden, ohne gänzlich zur Karikatur zu geraten. Brügge dominiert den Film mit seiner Atmosphäre und wird folgerichtig auch eindrucksvoll ins Bild gesetzt. Melancholie und Trauer mischen sich mit Witz und abstrusen Situationen. Nie wird der Film hektisch, nie langweilig. Collin Farrell manövriert sich mit Dackelgesicht und kindlichen Grimassen durch den Film, doch seine unreife Art, das Benehmen eines verstörten Teenagers passt zu seiner Rolle, die im geerdeten abgeklärt-nachdenklichen Brendan Gleesan ihren passenden Gegenpol findet. Ralpg Fienes als Arschloch mit Ehre überzeugt einmal mehr, als er es je in seinen sympathischen Rollen konnte.Clémence Poésy gibt dem Film seine leichten und lebendigen Momente und schafft es auf sympathische Weise durchtrieben dreinzuschauen. Ein liebenswerter Film, der nach Hirn- und Herzlosem Poser-Geballere wie Smoking Aces dringend gebraucht wurde.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Die britische Produktion «In Bruges» ist gleichzeitig Komödie, Charakterstudie und ein wenig Gangsterfilm. Das Regiedebüt von Martin McDonagh nutzt die Vorteile des Drehorts und die Fähigkeiten seiner Hauptdarsteller voll aus. Für das flotte Drehbuch und die bissig treffenden Dialoge zeichnet er sich ebenfalls verantwortlich.

Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Geschickt lässt sich Regisseur und Autor Martin McDonagh Zeit, um die wahren Motive hinter dem unfreiwilligen Urlaub aufzudecken. [...] Der pittoreske Ort mit seinen Kanälen, der Kathedrale und dem Kopfsteinpflaster dient als wunderschöne Kulisse, dessen Zauber sich irgendwann nicht einmal mehr der dauerfluchende Ray entziehen kann. Ein beachtliches Langfilmdebüt des Briten McDonagh, der mit seinem Kurzfilm „Six Shooter“ 2006 den Oscar gewann.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

[...] "In Bruges" erzählt mit sehr englischer Lässigkeit eine Verlierergeschichte, die Gangsterfilmklischees meist umgeht und gebrochene, uneitle Killer in die Kulturprovinz befördert, wo sie fast schon meditativ das eigene Dasein reflektieren. McDonagh setzt seinen Spielort Brügge glücklicherweise als eigenständigen Charakter in Szene, der die komischen Dialoge der beiden Hauptdarsteller mitkommentiert, mal als bedrohlicher Raum, mal als bildschönes Städtchen oder meist stinklangweilige Kulisse, die diese Figuren führt und lenkt. [...]

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (413) — Film: Brügge sehen... und sterben?


Sortierung

Zoark

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

An sich ist dieser Film wirklich ganz gut, jedoch fehlte mir das unvorhersehbare. Dazu noch, dass Ray (Colin Farrell) einfach mal, ich bin mir nicht ganz sicher doch ich glaube es waren 5 Schüssen die ihm im Bauchbereich durchschossen, überlebte.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Antworten

witte95

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Positiv:
- Von der Atmosphäre war der Film Super.
- Handlung nicht vorhersehbar

Negativ:
- Handlung im Nachhinein zu Platt. (keine Hintergrundinfos über den Auftragsmord)
- Zu wenig Handlung für einen 110 Minuten Film. Im grunde kann man sie in 3 Sätzen erklähren.

Aber Wegen atmosphäre und dem immerhin hoffenen ende 7 Punkte

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

luedija

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Dieser Film ist für mich schwer einzuschätzen. Er ist gut -keine Frage-, wirkt aber leider trotz seiner nur 103 Minuten Laufzeit sehr lang. Er ist zwischenzeitig sehr langweilig und dann kommen einzigartige Dialoge die alles wieder erträglicher machen. Das Ende des Filmes hat ihn dann für mich persönlich stark aufgewertet. Er hat lustige Szenen und ist voll mit tiefschwarzem Humor (worauf ich persönlich sehr stehe) was diesen Film sehenswert macht. Wären zwischendrin nicht diese "Spannungshänger", hätte er von mir eindeutig eine bessere Bewertung bekommen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

-m-

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

"Harry, das ist ein lebloses, beschissenes Objekt!" "Du bist ein lebloses, beschissenes Objekt!!!" An dieser Stelle musste ich einfach grinsen. Ralph Fiennes macht seine Sache wunderbar, so wie auch Colin Farrell und Brendan Gleeson. Und von solchen Dialogen lebt meiner Meinung nach der Film. Man kann die Handlung noch so langweilig finden; der Film lohnt sich allein wegen der Dialoge.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

razzo

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

In Brügge gibt es keine Bowlingbahnen. Die gibt es zum Beispiel in Los Angeles, da wo der White Russian besonders gut schmeckt. Wer nicht so weit verreisen möchte, findet aber auch im heimischen Europa einige Kulturhighlights. London ist berühmt für seine paradiesischen Strände und hochkarätigen Diamanten. In Amsterdam erhascht man einen einmaligen Blick auf die allseits beliebten Bars und lernt die landestypischen Spezialitäten kennen: Kino mit Bier und Pommes mit Mayonnaise. Wer es eine Spur exquisiter mag, der verwöhnt sich mit einem Le Big Mace in Paris oder gönnt seinem Gaumen eine von vielen dänischen Delikatessen und beisst herzhaft in Adams Apfel, bevor ihm der chinesische Hund im Hals stecken bleibt.

Nix dabei für dich? Dann bleib doch einfach im beschissenen Brügge und trink dein ''schwules Bier''.

''Gehen wir.'' - ''Am Arsch gehen wir. Die filmen Gnome.''

Verdammt nochmal, dieser Film ist einfach beschissen einmalig. Einmalige Atmopshäre. Einmaliger Humor. Einmalige Figuren. Martin McDonagh verwandelt Brügges Postkartenidylle in bewegte Bilder und überzieht dieses Märchen mit einem grotesk-dichten Gangsternebel aus ruhiger Melancholie und knallhartem Zynismus. Dem Mann gelingt hier ein ganz und gar unterhaltsames Gleichgewicht aus schwarzem, absurdem Humor und gefühlvoller Dramatik.

''...wie ein superfettes, total beschränktes schwarzes Mädchen, das auf einer Wippe sitzt und auf der anderen Seite......sitzt ein Zwerg.''

Eins ist sicher: sollte ich jemals in Brügge landen, dann kratz ich meine 4,90 zusammen und steige auf diesen Glockenturm mit den engen Wendeltreppen. Wenn mir kein fetter Ami den Weg verstopft und ich oben ankomm, genieß ich die Aussicht und halt Ausschau nach Gnomen, die wie kleine Mäuse über die alten Kopfsteinpflasterstraßen tippeln. Ich werde gotische Kirchen sehen und wunderschöne Schwäne, die in den Kanälen vor sich hintuckern.

Es wird wie ein Märchen sein...ein beschissenes Märchen.

bedenklich? 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Murphante

Antwort löschen

Yeahr freut mich das Dir dieser Streifen auch so gut gefallen hat ... war ne Empfehlung gewesen vom sabbernden Kumpel hier ;) *sabber* :D
Würd mich freuen wenn du auch bei meinem Kommi vorbeibrüggst :D


razzo

Antwort löschen

Na klar Murph, da schau ich doch gleich mal rein :)


Hueftgold

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

"Was echt? In Brügge gibt es Nutten? Man muss nur an den richtigen Stellen suchen, zum Beispiel in Bordellen"

Ich konnte mir mein Lachen einfach nicht verkneifen, als ich vorgestern auf dem Belfried von Brügge stand! Generell war dies der Tag meiner Studienreise in Belgien, an dem ich die meiste Zeit gegrinst habe! Ich habe sogar in der Freizeit freiwillig die Stadt erkundet!
"Nun ja wäre ich geistig zurückgeblieben und hätte ich meine Kindheit irgendwo auf einem Bauernhof verbracht würde Brügge mich beeindrucken aber das bin ich nun mal nicht also tuts das auch nicht!" Spaß beiseite, wer mal in Belgien zu Besuch ist, sollte sich diese Stadt unbedingt ansehen... und sterben!

bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

pischti

Antwort löschen

Ein schöner kurzer Kommi! Das Bild, wie Du grinsend da stehst und an den Film denkst, großartig! :D


Cupio

Antwort löschen

Das Ende ist übel!


KAbitz

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Schwarzer Humor und Ich-Dissoziation im traumhaften Brügge. Längst überfällige Abrechnung mit der Flut an "Tarantino-Imitatoren". Gangster, die an ihrer eigenen verschrobenen Welt zerbrechen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

timmoe

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein kleines schwarzhumoriges Gewaltmärchen im malerischen Brügge.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

pramble

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Excellent film, but spoilt by Raif Fienes character with a camped-up cockney accent.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Drehmumdiebolzen

Antwort löschen

Ralph Fiennes spelled with the phonetic alphabet<?


Ben Kenobi

Antwort löschen

Would be /fainz/ in that case, wouldn't it? ;)


Cokecab19

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Da ich gerade dabei bin, einige, wohl unverzeihliche Lücken in der Liste meiner gesehenen Filme zu schließen, musste nach dem großartigen 'Scarface' und dem mindestens genauso grandiosen 'Oldboy' nun wohl oder übel 'In Bruges' dran glauben. Und was soll ich sagen…? Wow! Der nun dritte Film in Folge, der mich absolut umgehauen hat.

Der Film lässt sich nicht wirklich einem Genre zuordnen. Ist er eine Komödie? Eigentlich nicht. Der Film ist Teilweise so lustig, wie es einige Komödien gerne wären, aber nicht annähernd sind und auch von Anfang an wird deutlich: Colin Farrell und Brendan Gleeson geben hier ein absolut geniales, eigentlich grundverschiedenes Duo ab, deren Zwischenspiel zu unvergesslichen Dialogen führt.
Die komödialen Elemente sind jedoch nicht zu aufdringlich. Sie sind nicht übermäßig vorhanden, sondern perfekt platziert, ohne aufgezwungen zu wirken. So sind diese Momente dann aber eben doch etwas zu rar, um ihn als Komödie bezeichnen zu können.

Ist der Film ein Thriller? Wohl auch nicht, auch wenn die Grundhandlung darauf hätte hinauslaufen können, und die Elemente durchaus vorhanden sind. Glücklicherweise kommt der Film auch mit nur wenigen Schießereien aus, was die vorhandenen dafür jedoch umso intensiver erscheinen lässt. Auch kommt der Film teilweise mit einer Brutalität daher, mit der ich anfangs so nicht gerechnet hätte. (Wobei es mich nach '7 Psychos' eigentlich nicht mehr hätte überraschen sollen.)
Das ist jedoch auch alles nur ein Teilelement des Films, das dann eben doch zu wenig vorhanden ist, um ihn als Thriller bezeichnen zu können.

Ist der Film dann ein Drama? Auch nicht. Der Film ist zwar in einigen Szenen so tragisch, wie ich es wirklich nicht erwartet hätte und schafft es, eine grandiose, ruhige Atmosphäre mit sich zu bringen, die ich so bisher in nur wenigen Filmen gesehen habe. Jede einzelne Szene scheint hier mit einer gewissen Melancholie herüberzukommen.
Aber im Gesamtbild? Nein. Ein Drama ist der Film nicht.

Und gerade das macht diesen Film so genial. Die perfekte Mischung aus Komödie, Drama und Thriller, von der es Martin McDonagh schafft, dass sie in keiner Weise aufgezwungen wirkt und der Film trotzdem als Ganzes funktioniert und an keiner Stelle zusammengestückelt wirkt.

Einziger Kritikpunkt ist der von Ralph Fiennes verkörperte Harry, den er zwar hervorragend spielt, der dann aber doch recht Klischeehaft wirkt und schlussendlich nicht unbedingt das ist, was von dem Film in Erinnerung bleibt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sachsenkrieger

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Eine "Gangsterkomödiendramaparodie" der anderen oder besonderen Art vom Feinsten. Schießereien sind Mangelware, aber die Interaktion des hier genial agierenden Quartetts aus Gleeson, Fiennes, Poesy und Farrell, vor der Kulisse einer der schönsten Städte Europas, ist mehr als Ausgleich genug.

Der gemütlich skrupellose Killerveteran, der erst spät sein Gewissen entdeckt und der junge, dauerhaft angepisste Newbie, der aufgrund eines schrecklichen Fehlers einen "falschen" Mord begangen hat, das ist ein Garant für herrlich trockenen Humor.

Der Einsatz des eigentlich immer genial agierenden Ralph Fiennes ist dann das abschließende Sahnehäubchen. Dieser Mann ist eine wandelnde, schauspielerische Naturgewalt und es ist wirklich verwunderlich (genau wie bei ;-) Brad Pitt), das er noch keinen Oscar bekommen hat.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Moritz01

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film braucht ein Weilchen um in Fahrt zu kommen, ansonsten ist er echt klasse.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

VolkerPutt

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Wie in einem beschissenen Gangstermärchen.
bei diesem abgefuckten scheiss film ist definitiv auch der allerletzte scheiss funke zu mir übergesprungen.
habe ihn schon etliche scheiss male gesehen, immer wieder scheisse schön!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Martin Oberndorf

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Sie sind Killer.
Und auch Kumpel.
Und sie sollen untertauchen.
Zwei Wochen in Belgien. In Brügge.
Zeigt sich der Eine begeistert für die Kultur und die Sehenswürdigkeiten, so ist der Andere eher genervt und kann es kaum erwarten, wieder aufzubrechen.
Aber dabei sollen sie doch nur "Brügge sehen... und sterben?"
...
Nun frage ich mich doch, wo sich schwules Bier von normalem unterscheidet ;3
Als ich den Film das erste Mal gesehen habe, war ich doch etwas überrascht von dem Film.
"In der Tradition von Pulp Fiction und Snatch" steht auf dem Cover.
Ich erwartete mir also ein furioses Werk der abgefucktesten Sorte.
Naja, die Gründzüge stimmen: es sind zwei Gangster, Auftragskiller, in der Hauptrolle. Und es gibt auch schwarzen Humor. Und auch Gefluche und ab und an harte Gewalt.
Aber als Gesamtes ist "Brügge sehen... und sterben?" in seiner Machart komplett anders als beide Vertreter.
Hier wird überhaupt kein Wert darauf gelegt, dass der Film möglichst stylisch und cool wirkt.
Er ist linear erzählt und verwendet einen konventionellen Editing-Stil.
Desweiteren gibt es auch keine ineinander verwobenen Handlungsstränge, die es zu durchschauen gilt.
Der Film erzählt EINE Geschichte, und auf diese konzentriert er sich voll und ganz.

Aber der größte Unterschied zwischen "Brügge sehen... und sterben?" und den quentinschen und rirchieschen Genrevertretern ist vor Allem, dass der Film weitaus ernster und hintergründiger ist.
Pulp Fiction ist eine erzählerische Meisterleistung und fesselt dadurch, Snatch ist schlicht ein chaotischer Riesenspaß.
Aber die Stimmung in Brügge ist anders.
Wir haben eine manisch depressive Hauptfigur, die an der enormen Belastung ihres auf tragischste Weise fehlgeschlagenen letzten und einzigen Auftrags zerbricht.
Ruhige Klaviermusik begleitet den Streifen und trägt zur doch melancholisch anmaßenden Stimmung bei.
Natürlich wird diese immer wieder durch humoristische Elemente aufgelockert.
Dann kommen genretypisch wieder die genialen Dialoge zur Geltung.
"Da drin ist das Blut von Jesus.
Ich werde mich jetzt anstellen um es zu berühren und du kommst mit."
"Muss ich?"
"Ob du musst? Nein, du MUSST nicht. Ist ja nur das verdammte Blut Christi."
Oder so ähnlich.
Dennoch kann man dem Film eine ungewöhnlich ruhige und ernste Note nicht abstreiten.
McConaughs Nachfolgefilm 7 Psychos geht da durch seine Abgedrehtheit schon einen konventionelleren Weg.

Und doch macht "Brügge sehen... und sterben?" viel Spaß.
Damit meine ich das Ansehen des Films, nicht Brügge zu sehen und dann zu sterben.
Der Streifen ist intelligent, unterhaltsam, und auch nach dem zweiten Mal ansehen immer noch beeindruckend.

bedenklich? 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

Codebreaker

Antwort löschen

Sehe ich auch so, Dafoe war einfach richtig richtig klasse und hat sicherlich eine Auszeichnung verdient! Ansonsten hat der Film einfach das gewisse Etwas, finde ich. Er macht Spaß, coole Sprüche, ebenfalls verdammt coole Figuren, diese Erzählweise und ja irgendwo auch diese ganze Thematik, an der man rumdiskutieren kann, je nachdem wie man will.


Martin Oberndorf

Antwort löschen

Gerade das dritte Mal gesehen.
Er hat die 10 und auch das Herz.
Wenn ich alle paar Monate Bock auf einen Film kriege, und ich den immer total abfeiere, ist mir das das schon wert. Ist ja dann eigentlich der Inbegriff eines Lieblingsfilms.


sunflower12

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Nicht für jeden Geschmack geeignet. Von der Handlung darf man nicht zu viel erhoffen. Eine gute Story darf man auch nicht erwarten. Tiefsinning ist was anderes. Trotzdem gute Dialoge. Auf die lezten 15 min kann man gut verzichten.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Donny Brandt

Antwort löschen

Die letzten 15 Minuten sind sowas von Genial, anscheint hast du den Film nicht verstanden.


PuertoRican

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein einzigartiger Film. Witzig, spannend, skurril, ernst und philosophisch. So eine Mischung findet sich nicht oft, und dann noch so hammer umgesetzt. Ich bin begeistert ! Colin Farrel vollbringt eine Meisterleistung bei der Darstellung seines Charackters. Trotz ernster Thematik hat es mir regelmäßig das Lachen aufgezwungen. Das Thema Tod und Auftragsmord, beides eigentlich eher verwerfliche und düstere Themen, werden auf eine Weise dargestellt, mit einem Blick betrachtet, der wirklich zum anders denken zwingt. Der schwarze Humor ist einfach nur passend und dient dem Film als Stilmittel, genau wie es sein sollte. Ich feier diesen Film total und er hat sich auf jeden Fall als einer meiner Lieblingsfilme etabliert. Alleine die Szene im Hotelzimmer und dem Dialog über den Krieg zwischen den Rassen, einfach nur göttlich. Wirklich begeistert!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

MrDepad

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

"In Bruges" ist gerade mal der erste Langfilm von Regisseur Martin McDonagh, was bei der vorliegenden Qualität des Streifens eigentlich kaum zu fassen ist.
Die Handlung dreht sich um die beiden Auftragskiller Ray und Ken, die von ihrem Boss Harry in das mittelalterliche Brügge geschickt werden, um auf weitere Instruktionen zu warten.
Direkt von Anfang an wird man von dem Film in seinen Bann gezogen, denn McDonagh gelingt es durch genial geschriebene, teils urkomische Dialoge zwischen Ray und Ken, dass zwischen den beiden sofort eine unglaubliche Chemie entsteht. Die Meinungsverschiedenheit der beiden über Brügge sorgt für einen amüsanten Ton, bis McDonagh seinem Streifen allerdings eine unglaublich bewegende, tragische Note beifügt, die die Vergangenheit einer der beiden Hauptfiguren betrifft.
Von nun an bietet der Streifen einige unvorhersehbare Wendungen und wechselt meisterlich zwischen tragischen, fesselnden, bewegenden und immer noch lustigen Momenten. Vor allem die Balance zwischen trockenem, schwarzen Humor und emotionalen, tief bewegenden Ereignissen ist erstaunlich.
Schauspielerisch besticht der Film durch Colin Farrell, der hier seine meiner Meinung nach beste Leistung überhaupt abliefert, und Brendan Gleeson, der vor allem im späteren Verlauf auch für einige äußerst bewegende Momente sorgt. Nicht unerwähnt lassen sollte man aber auch Ralph Fiennes, der als Chef von den beiden mit heftigen Wutausbrüchen glänzt und für unterhaltsame Szenen sorgt.
Inszenatorisch ist hier alles einwandfrei und vor allem der wundervolle Score von Carter Burwell, der hauptsächlich aus Klavierstücken besteht, sorgt für die nötige emotionale Wucht, die den Streifen in unglaubliche Sphären hebt.
Es ist beeindruckend, wie McDonagh die Spannungskurve immer weiter verdichtet und nach genialen 2/3 des Streifens noch ein letztes Drittel hinknallt, das unfassbar spannend und bewegend ist und mit einer finalen, raffinierten Idee glänzt, nur um den Zuschauer dann sogar noch mit einem perfekt gewählten Ende nachdenklich in den Abspann zu entlassen.
"In Bruges" ist ein Film, den man einfach gesehen haben muss. Perfekt gespielt, mit genialen Dialogen angereichert, in malerischer Kulisse angesiedelt und mit einem Handlungsverlauf, der zwischen Lachen und Weinen alles auffährt, bekommt man hier eine wahre Perle, die alles bietet, was ein Meisterwerk bieten muss.
"What's a fifty year old lollipop man doing, knowing fucking Karate? What was he, a Chinese lollipop man?"

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

jerim.gutsherr

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Denkwürdige Dialoge, ein gut gewähltes Darsteller-Ensemble, hervorragend eingespielte Musik und eine detailverliebte Kamera.
Ein wirklich starkes Stück Film!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sternenfänger*

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Bei mir war es wahrscheinlich anders als bei den meisten anderen hier: Ich war erst in Brügge und total begeistert von dieser wunderschönen Stadt und habe mir danach den Film angesehen. So war es natürlich ziemlich witzig, so viel wiederzuerkennen, aber trotzdem konnte mich der Film nicht richtig vom Hocker hauen. Ich kann noch nicht mal wirklich sagen, warum. Er war nicht schlecht, hatte einige wirklich gute Momente und das Ende fand ich auch sehr gelungen. Aber über lange Strecken des Films wusste man einfach nicht, wo das ganze hinführt, was ich ziemlich ermüdend fand.

Fazit: Stadt großartig, Film mittelmäßig.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

n0v4

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Wegen diesem Film bin ich nach Bruegge gefahren! Ein klasse schwarzhumoriger Film!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch