Buddenbrooks - Ein Geschäft von einiger Größe
DE 2008
- Genre
- Familiensaga
- Zielgruppen
- Familienfilm
- Inhalt
Der Kinofilm adaptiert mit "Buddenbrooks. Verfall einer Familie" einen der bedeutendsten Romane deutscher Sprache, für den Thomas Mann 1929 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Angelehnt an die literarische Vorlage schildert er das… — Mehr
Der Kinofilm adaptiert mit "Buddenbrooks. Verfall einer Familie" einen der bedeutendsten Romane deutscher Sprache, für den Thomas Mann 1929 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Angelehnt an die literarische Vorlage schildert er das bewegende Schicksal der traditionsreichen Kaufmannsfamilie Buddenbrook in der Hansestadt Lübeck im 19. Jahrhundert. Über drei Generationen erleben die Zuschauer, wie eine wohlhabende Patrizierfamilie am Lebenskonflikt zwischen geschäftlichen Interessen und Streben nach persönlichem Glück langsam zerbricht.
- Cast
- Armin Mueller-Stahl, Iris Berben, Jessica Schwarz, August Diehl, Mark Waschke, Raban Bieling, Léa Bosco — Mehr
- Regisseure
- Heinrich Breloer
- Autoren
- Heinrich Breloer, Horst Königstein
- Laufzeit
- 151 Minuten
- Zeit
- 1840er Jahre
- Ort
- Lübeck
- Handlung
- Bankrott, Ehre, Familie, Familienbetrieb, Französische Revolution, Geschwister, Hochzeit
- Stimmung
- Ernst
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Schwach 3.7
Der Film Buddenbrooks - Ein Geschäft von einiger Größe wurde von 10 Kritikern bewertet.
Thomas Steiger: Blickpunkt:Film
worum bitte geht es in dem Film? Den Untergang des Hauses Buddenbrooks sagt man mir, doch warum, wieso - der Film ist nicht in der Lage es zu zeigen! Das Drehbuch ist absolut unterirdisch und nach der Manier von Dokudramen geschrieben, wo Kommentare das erklären, was der Drehbuchautor nicht ausdrücken kann. Immer wenn es interessant werden könnte, gibt es einen harten Schnitt und man ist sonstwo. Teile des Films, der Motivation der Personen, der Dramaturgie sind schlichtweg nicht zu verstehen. Und dann: wo liegt die Relevanz zu heute? (Sozialkritik und damit verbundene Haltung wäre möglich gewesen, war aber offenbar nicht gewünscht!) Der Film zeigt nur eines: der Roman mag seinerzeit ein grandioses Sittengemälde gewesen sein, der sogar den Nobelpreis errang - aber zeitlos ist er absolut nicht, im Gegenteil: er ist überholt und damit redundant (Danke Herr Breloer und Herr Königstein für zumindest diese Erkenntnis).
Hierfür Geld auszugeben ist Verschwendung. Zudem wird es wahrscheinlich Weihnachten 2009 die 2-teilige extended-TV-Version geben. Und noch Eines: die mir zugemutete Kopie war extrem schlecht: Unschärfen in einer Rolle noch und nöcher - warum für so eine miese Qualität Geld ausgeben, wenn der Verleih nicht bereit ist anständige Kopien zur Verfügung zu stellen?!
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Kirsten Liese: BR Online, Kinofenster, Dar...
Herausgekommen ist ein höchst oberflächlicher Film, der den Charakter eines Trailers hat und gegen die bisherigen drei Adaptionen des 700-Seiten-Romans (u.a. von Alfred Weidenmann und Franz Peter Wirth) stark abfällt.
Trotz einer Gesamtlänge von 150 Minuten schrumpfen hundert Buchseiten auf zehn Filmminuten zusammen, wobei das Drehbuch alle spezifischen Eigenheiten der Figuren und so markante Redewendungen wie „das putzt ganz ungemein“ (Grünlich), „auf den Steinen sitzen“ (Morten Schwarzkopf), „es is halt a Kreiz (Permaneder) oder „sei glücklich, du gutes Kend (Sesemi Weichbrodt) heraus destilliert.
Wer den Roman nicht gelesen hat, läuft Gefahr, der fragmentarisch skizzierten Handlung gar nicht folgen zu können. [...]Mit der Gefühlsintensität des Romans ist Breloer überfordert, der offenbar unterschätzt hat, dass sich Poesie nun mal nicht in plakative Bilder übersetzen lässt. Er blickt den Särgen ins Grab nach, lässt die Figuren bei allen Feierlichkeiten Walzer tanzen, richtet die Kamera immer wieder auf das Lübecker Holstentor, folgt Thomas und seiner geheimnisvollen Frau Gerda (Léa Bosco) mit einer überflüssigen Sexszene ins Bett. Hinzu kommen ein Soundtrack, der bisweilen ans Kitschige grenzt und eine schlechte fachliche Beratung: So ist Léa Bosco deutlich anzusehen, dass sie vom Geigenspiel keine Ahnung hat.
Alles in allem eine ans Peinliche grenzende Schmonzette also. Kaum zu glauben, dass ein Mann-Kenner sie zu verantworten hat.
(Offenbach Post)
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Kommentare — Uninteressant 4.9
Der Film Buddenbrooks - Ein Geschäft von einiger Größe wurde von 232 Mitgliedern bewertet.
pellekraut007 2010/01/04 18:15:43
Nun ja, die Buddenbrooks. Da konnte man sehen, wie die Zeit vergeht und vergeht und vergeht und... Ja lieber Herr Breloer! Was haben sie sich bei dieser Rosamunde-Pilcher-Inszenierung gedacht? Redet bei Ihrer Arbeit einer mit, der das Niveau einer ZDF-20.15-Schmonzette-auf-Kinoformat-geblasen sehen möchte? Da gab es teilweise derart langweilige, augenjuckende Schmonzetten-Bilder, garniert mit ungemein hölzernen deutschen Allerweltsschauspielergesichtern, daß ich das Buch gerne nochmal lesen werde, aber den Film als bedauernswerte Nullnummer abhake, für dessen Geld man sicher weniger opulente aber dafür interessantere Bilder hätte schaffen können. Dabei habe ich Ihre, Herr Breloer, DIE MANNS-VErfilmung zweimal gerne gesehen... Grunz!
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Flacey 2009/12/27 14:00:52
Ein Film, der, sofern er ergänzend zur Lektüre genossen wird, durchaus fazinieren kann. Bildgewaltig und toll inszeniert. Fürs Popcorn-Kino aber gänzlich ungeeignet.
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Kill_Diether 2009/11/30 19:07:56
Hoppla, da falle ich ja von allen Bewertungen
komplett aus der Rolle.
Das Buch zu lesen, mich in die gesamte Buddenbrooks-Welt hineinzudenken, das wäre mir
"to much". So exakt will ich's gar nicht wissen.
Dafür war der Film genau das richtige für mich.
Im Schnitt gute Schauspieler und die Story hat sich doch wunderbar aufgebaut, wie ein Familien-Untergang im 18. Jahrhunderd hätte sein können; An den gesellschaftlichen Regeln zerbrochen.
Thomas Mann erhielt für seine Erzählung einen Nobelpreis,
seine Stadt Lübeck jedoch hat ihm die "steife und neidische" Darstellung übel genommen. Wer sich so darüber aufregt, wird wohl einen Grund dafür haben.
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Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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