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Cloud Atlas - Alles ist verbunden

Cloud Atlas (2012), DE/HK/SG/US Laufzeit 172 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Drama, Thriller, Kinostart 15.11.2012


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6.6
Kritiker
48 Bewertungen
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7.2
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9266 Bewertungen
434 Kommentare
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von Tom Tykwer und Andy Wachowski, mit Tom Hanks und Hugo Weaving

Cloud Atlas ist die Verfilmung des Bestsellers Der Wolkenatlas von David Mitchell durch Tom Tykwer und die Wachowskis. Auf sechs miteinander verwobenen Zeitebenen suchen Menschen nach ihrem Schicksal.

In Cloud Atlas werden sechs Geschichten miteinander verwoben, die zwar mit einer Zeitspanne von 1850 bis in die ferne Zukunft ca. 1000 Jahre umspannen, aber trotzdem miteinander in Verbindung stehen.

Der Notar Adam Ewing (Jim Sturgess) lernt 1850 mit einem Schiff die Ureinwohner des Südpazifik und ihre Unterdrückung kennen. Der junge Musiker Robert Forbisher (Ben Whishaw) arbeitet 1931 an seinem Wolkenatlas-Sextett und wird dabei von Ewings Tagebuch inspiriert. Die Journalistin Luisa Rey (Halle Berry) ermittelt 1975 über eine vertuschte Fehlkonstruktion beim Bau eines Atomkraftwerks und erfährt dabei auch von Forbisher. Der Verleger Timothy Cavendish (Jim Broadbent), der Luisa Reys Geschichte veröffentlichen will, wird in der Gegenwart irrtümlich in ein Altenheim eingewiesen. In der nahen Zukunft kämpft die junge Replikantin Sonmi-451 (Doona Bae), deren Lieblingsfilm die Verfilmung von Cavendishs Lebensgeschichte ist, für die Anerkennung ihrer Menschlichkeit. Schließlich spielt eine Episode in ferner Zukunft, in der die menschliche Zivilisation weitgehend wieder auf den Stand der Steinzeit zurückgefallen ist. Nur ein Hologramm mit den Aufzeichnungen Sonmis kündet von der lange vergangenen Zeit.

Hintergrund & Infos zu Cloud Atlas
Cloud Atlas basiert auf dem internationalen Besteller-Roman Der Wolkenatlas von David Mit­chell. Obwohl Cloud Atlas mit internationalen Stars besetzt ist und von den Wachowski-Geschwistern Lana Wachowski und Andy Wachowski gedreht wurde, ist Co-Regisseur Tom Tykwer nicht die einzige deutsche Beteiligung. Der Film wurde von X-Filme Creative Pool (einer Tochtergesellschaft der X-Filme) produziert und im Filmstudio Babelsberg gedreht. Hierdurch konnte der Film auch mit insgesamt knapp 10 Mio Euro von deutschen Filmförderungen unterstützt werden.

Um bei dem Regiedreigespann nicht durcheinander zu kommen, wurden die einzelnen Episoden durch zwei völlig unterschiedliche Produktionsteams realisiert, die neben Deutschland auch in Spanien und Schottland drehten. Der dabei nicht zu vermeidende Unterschied im Stil ist dabei Programm. Schließlich ist auch in der Romanvorlage jede Episode in einem anderen Stil geschrieben. (ST)

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Mehr Bilder (55) und Videos (13) zu Cloud Atlas - Alles ist verbunden


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Cloud Atlas - Alles ist verbunden
Genre
Endzeitfilm, Drama, Mysterythriller, Science Fiction-Film, Utopie & Dystopie
Zeit
19. Jahrhundert, 1936, 1970er Jahre, 1973, 20. Jahrhundert, 2012, 22. Jahrhundert, Gegenwart, Nahe Zukunft, Vergangenheit, Zukunft, Zukunft und Vergangenheit
Ort
Raumschiff, Schiff
Handlung
Atomkraftwerk, Atomwissenschaftler, Buch, Dystopie, Déjà-vu, Ehebruch, Ende der Menschheit, Entscheidung, Fast Food Restaurant, Freiheit, Gut und Böse, Hotel, Journalismus, Journalistin, Jude, Kannibale, Kannibalismus, Kapitän, Kellnerin, Klassische Musik, Klavier, Klon, Komponieren, Komponist, Lied, Menschliches Zusammenleben, Menschlichkeit, Moral, Mord, Post-Apokalypse, Roman, Schicksal, Schlechtes Gewissen, Segelboot, Sklave, Sklavenhandel, Sklaverei, Unmenschlichkeit, Utopie, Verleger
Stimmung
Berührend, Eigenwillig, Geistreich
Zielgruppe
Pärchenfilm
Tag
Episodenfilm, Literaturverfilmung
Verleiher
Warner Bros./X-Verleih
Produktionsfirma
A Company Filmproduktionsgesellschaft, ARD Degeto Film, Anarchos Pictures, Ascension Pictures, Five Drops, Media Asia Group, X-Filme Creative Pool

Kritiken (39) — Film: Cloud Atlas - Alles ist verbunden

kobbi88: Die Drei Muscheln

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6.0Ganz gut

Das war sie also. Die teuerste deutsche Produktion aller Zeiten. Was ich nicht alles über diesen Film gehört und gelesen habe. „Bester Film des Jahres“ war da dabei. „Lieblingsfilm“. Dann auch „schön anzusehen, aber leider belanglos“. Und „totaler Mist“, „überbewertet“ und „leider nur Mittelmaß“ war dabei. Kurz: Der Film ist einer, der extrem unterschiedlich aufgenommen wird. Also muss ich mir wohl selbst ein Bild davon machen. Ins Kino hat er mich zwar letztes Jahr nicht ziehen können, aber dann immerhin auf BluRay. Und auf einem doch relativ großem Bildschirm. Wenigstens das wollte ich dem Film zugestehen, denn wenn man eines einstimmig in allen Kommentaren und Kritiken hören konnte, dann war es eines: eine tolle Optik.

Und das stimmt natürlich. Optisch sind natürlich vor allem die Episoden in der Zukunft beeindruckend. Keine Frage, es sind imposante Bilder. Einmal die hoch technisierte Welt in Korea. Klar, wenn die Wachowski-Brüder/Geschwister (ich bin mir nicht sicher, wie da der aktuelle Stand ist) etwas können, dann ist es so etwas (auch wenn ich Matrix bisher immer noch nicht gesehen habe. Ja, sowas soll es auch geben). Und die zweite optisch beeindruckende Episode ist natürlich die Postapokalypse. Die Natur hat über die Technik des Menschen gesiegt und ist wieder in einen natürlichen, wilden Zustand zurückgekehrt. Back to the roots. Mit monumentalen Bergen, Ausblicken. Und optisch ist auch die dritte Wachowski-Episode, die Schiff-Geschichte, sehr schön. Das soll nicht heißen, dass die drei Episoden von Tom Tykwer eine schlechte Optik hätten, aber schon von den Möglichkeiten der Geschichten können sie einfach nicht so imposant und erinnerungswürdig sein.

Aber auch wenn Kulissen, CGI und Effekte wirklich allesamt klasse sind, so gehört für mich auch etwas anderes zur Optik, und das ist wie ein zweischneidiges Schwert: Maske und Kostüm: Einerseits gute Ideen, klasse (historische) Gewänder, Gesichtsbemalung toll, auch die einzelnen Accessoires passen sehr gut. Andererseits krieg ich das Kotzen (tut mir Leid für meine Ausdrucksweise), sobald Latex (oder was das ist) ins Spiel kommt. Entweder etwas stimmt nicht mit meinem ästhetischen Empfinden oder die Latex-Masken sehen (bis auf ganz wenige Ausnahmen) verdammt schlecht aus. Keine Spur von Natürlichkeit. Egal ob es nun asiatische Masken in der Zukunft, die „geschlechtsumwandelnde“ Masken oder einfach nur Masken zum „Älter machen“ sind. Es sieht nicht gut aus. Ach was, es sieht schlecht aus. Es sieht sogar so schlecht aus, dass ich mich ständig fragen muss: Warum sieht das keiner, warum empfindet das keiner so wie ich? Warum sagen die Regisseure nichts, warum lassen die das zu? Aber da ich da anscheinend zur sehr kleinen Minderheit gehöre, denke ich mir wieder, dass vielleicht doch etwas mit meinem ästhetischen Empfinden nicht in Ordnung ist. Aber sie wollen und wollen mir nicht gefallen. Und wenn man sich dann tatsächlich ein bisschen an ein Latex-Gesicht gewöhnt hat, dann gibt’s nen Schnitt und die nächste Maske, die mir wieder nicht gefällt. Und so zieht sich das den ganzen Film durch!

Apropos: Natürlich muss man hier auch auf den Schnitt eingehen. Manchmal ist er durchaus passend. Vor allem, wenn zwischen zwei Episoden hin und her gesprungen wird. Ja, dann sieht man die thematischen Verbindungen, die thematischen Parallelen sehr gut. Durch Musik, durch Accessoires wird das unterstützt. Manchmal wird der Ton aus der einen Episode in die andere übernommen. Dann passt es, dann ist es perfekt. Aber das passiert nicht immer. Denn oft wird auch meiner Ansicht nach willkürlich von einer Episode in eine andere gesprungen. Wird ohne Zusammenhand plötzlich eine andere Episode gezeigt. So als ob die Macher gesehen haben: Oh, von dieser Geschichte haben wir noch ganz schön viele Minuten übrig, dann muss die halt jetzt mal reingeschnitten werden.

Genauso wie der Film manchmal ohne Zusammenhang in eine andere Episode springt, springe ich nun zu den Darstellern. Der Cast ist von den Namen her natürlich absolute Spitzenklasse. Ich muss sie nicht alle aufzählen, da kann man auch selbst nachsehen. Aber zwei Namen muss ich dann doch nennen, die für mich besonders aus den allesamt gut aufgelegten Darstellern herausragen. Das ist einerseits Jim Broadbent. Er rockt diesen Film. Er ist der absolute Oberhammer. Jede Szene mit ihm wird von ihm dominiert, schon nur durch seine Anwesenheit. Aber natürlich, von Mr. Broadbent bin ich nichts anderes gewohnt. Und ja, da kann auch ein Tom Hanks nicht dagegen anstinken.
Von Broadbent ist man eine solche Leistung also gewohnt. Aber ich hätte nie nie nie im Leben, und ich wiederhole es, nicht ein einziges mal gedacht, dass mir Hugh Grant in einem Film so extrem gefällt. Grant passt perfekt in jede einzelne Rolle und ich hab ihn nie so gut in einem Film gesehen. Vielleicht lags daran, dass ich keine Erwartungen an ihn hatte, aber er ist mir ebenfalls sehr positiv in Erinnerung geblieben.

Und zum Schluss (ne gute Überleitung fällt mir nicht ein) noch zu Inhalt und Thematik.
Ja, die Episoden hängen irgendwie zusammen. Durch die Musik, dann mal durch Kleidung oder andere kleine Elemente und natürlich durch die Themen Widerstand, Evolution, Sterben und Wiedergeburt (und wahrscheinlich noch einige mehr). Und einzeln für sich funktionieren die Episoden eigentlich auch echt gut, auch wenn sie vor Klischees fast überlaufen. Eigentlich wünschte ich mir, es würde nicht nur eine Episode bleiben, sondern man würde aus den Episoden einen kompletten Spielfilm machen.
Aber als kurze Episoden, vor allem so geschnitten, funktionieren sie nicht. Ohne Ziel läuft der FIlm so vpr sich dahin. Und auch zu den Charakteren habe ich nie so rechten Zugang bekommen (außer zum alten Buchverleger). Die Episoden haben mich nie erreicht, nie gepackt, gefesselt oder sonst was, obwohl ich immer gemerkt habe, dass da so viel Potenzial vorhanden ist. Tykwer und die Wachowskis wollten viel. Sie haben viel probiert, und das honoriere ich auch. Aber sie wollten zu viel. Sie haben so viel hineingesteckt. Humor, aber teilweise zu übertrieben. Gewalt, aber teilweise zu übertrieben. Drama, aber teilweise zu klischeehaft. Und zu übertrieben. Action, aber teilweise zu übertrieben. Too much in allen Punkten. Sie sind über das Ziel hinausgeschossen und haben, und das ist eigentlich das schlimmste, zumindest mich emotional nicht erreicht. Sie wollen einen Film für Hirn und Herz machen. Aber es blieb bei mir nur beim Hirn.
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Also, es ist bei weitem kein schlechter Film. Aber um nun zum endgültigen Schluss ein ausgelutschtes Bild zu bemühen: der Film ist wie ein riesiger Beutel voll Süßigkeiten. Wenn man nur ein paar Süßigkeiten isst, dann schmeckt es, man ist glücklich, fühlt sich klasse. Aber sobald man den ganzen Sack auf einmal futtert, kann einem sehr schnell schlecht davon werden.
Ein wohl dem, der auch viele Süßigkeiten gut verträgt.

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Iamthesword

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Ich empfand es als störend...


el benko

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geht i.o.


Oceanic6: CinemaForever

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2.0Ärgerlich

"Cloud Atlas" ist ein schrecklich kalkulierter Reißer von der Stange, mit einer platten Nachhaltigkeitsbotschaft, die auf einfältige 3 Stunden ausgedehnt wird. Kaum fängt man an, sich an eine Szene zu gewöhnen und sich für eine Figur zu interessieren, kommt der nächste planlose Schnitt zurück in die Vergangenheit oder vorwärts in die Zukunft. Zwar gelingt es den Wachowskis und Tykwer dabei nicht ansatzweise eine einheitliche Sprache zu finden und inszenatorisch eine Brücke zwischen den verschiedenen Zeitebenen zu schlagen, das haben sie aber auch gar nicht nötig. Die Masse lässt sich schließlich mit einfallslosen Weisheiten und Dialogen und mit der pompösen Ausstattung, allen voran gaaaanz viel Maske und Silikon, ködern. Eine geschlossene Bildsprache, inszenatorischen Fluss und Subtilität sucht man jedoch vergebens. Außer einer simplen Message, unnötig aufgeblasener Oberflächlichkeit und der arroganten Regiearbeit bleibt am Ende nicht viel, über das sich diskutieren lässt. Nie machte ein Epos einen unnötigeren Eindruck. Was wir daraus lernen dürfen: Alles ist mit allem verbunden. Wow !!

34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 20 Antworten

Grambambuli

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diese Kritik ist höchstens von der Stange, "Cloud Atlas" sicher nicht. EPIC FAIL!


Ein.Weltraummonster

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"EPIC FAIL" in einem Kommentar zu einer Filmkritik. *epic facepalm* (oder sowas in der Art)


Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] Die Musik, auch von Tykwer, ist emotional, aber angenehm dezent, weil man sich ja konzentrieren muss. Das, worauf man sich da konzentriert, sind prächtige Exempel und Veranschaulichung für einige hübsche kleine Ideen. Eine jeweils eigene erzählerische Kraft bleibt bei den einzelnen Episoden etwas auf der Strecke. Das zeigt auch das verpuffende, kaum abzuschätzende Ende, welches einen mit sich selbst zurücklässt. „Cloud Atlas“ ist eben ein großes, mal übermütiges, mal revolutionäres Projekt, das zu viel ausprobiert, um tief bewegen zu können. Trotzdem kann man in diesem radikalen Genremix durchaus Spaß haben, sich verzaubern lassen und zum Nachdenken angeregt werden – insofern hat diese Auslotung der Möglichkeiten und Grenzen des Kinos funktioniert.

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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3.0Schwach

Käpt’n Ahab trifft Dorian Gray, während das "China Syndrom" läuft und Woody Allen einen Seniorenstift aufmischt, unterbrochen vom Hello-Kitty-Kellnerinnen-Plot im Matrix-Style. Dann gibt’s noch ein bisschen "Underworld"/"Mad Max" zum Ausstieg. Das setzt allerdings voraus, dass man überhaupt einen Einstieg gefunden hat.
"Cloud Atlas" ist eine Literaturverfilmung, der Roman "Der Wolkenatlas" von David Mitchell hat 600 Seiten – Literaturverfilmung, een janz schwierijet Kapitel. Bücher im Kino: zerhackt, zerstückelt, verfälscht. Aber mal ehrlich, wer geht ins Kino, um den Abgleich mit der Vorlage zu machen? Geht man nicht eher in den Film, um das Buch nicht lesen zu müssen?
Im Fall von "Cloud Atlas" gibt es allerdings schon bei der Vorlage ein gehöriges Hindernis für eine mögliche userfreundliche Umsetzung: Es werden sechs Geschichten parallel erzählt. Das Buch galt als unverfilmbar. Recht so.
Was sich in literarischer Form gut ausnehmen mag, führt im Kino denn auch zu einem psychoseartigen Zustand. Es schnattert gewaltig mal sechs. Und das in einem topmodernen Erzählmodell. Alle geschätzten 45 Sekunden wechselt die Szenerie, das dürfte der durchschnittlichen Dia-Show-Taktrate des neuen Apple MacPro entsprechen – das große Zugeständnis an die Sehgewohnheiten. Wie Zappen, aber ohne Fernbedienung. Als wenn dieser optische Terror nicht genug wäre, spielen dieselben Schauspieler in sechs Erzählsträngen unterschiedliche Figuren. Nach Aussage der Regie sind aber alle Stories miteinander verbunden. Hoffentlich stimmt’s!
Manche Filmkritiker liefen schon schreiend durch die Straßen und luden sich schnellstens die Motz-App vom Synonym-Lexikon herunter, um dem Werk angemessene Beschimpfungen zu finden. Einer hat sogar die Absätze seiner Kritik nummeriert, um die Steigerung des Ärgers zu versinnbildlichen! Auch sei der Film nicht werkgetreu und verkehre die Botschaft des Buchs ins Gegenteil. Scharen von lustigen Blog-Einträgen gutmeinender Filmliebhaber werden folgen. Gern sagt man in so einem Fall: Der Film wird für Diskussionen sorgen.
"'Cloud Atlas' zeige, dass man in der Lage sei, mit dem Know-how in Deutschland solche großen Filme, solche herausragenden Bücher mit kleineren Mitteln umzusetzen, sagen die Macher. Von einem Hollywood-Blockbuster unterscheide der Film nicht viel.
Der Verdacht liegt nahe, dass man im Kino kein Zuschauer mehr ist, sondern Kunde. Was macht eigentlich die Filmkunst so?
"Cloud Atlas" ist der erste Hollywood-Blockbuster aus Deutschland, ganz ohne in üblichen Hollywood-Schnickschnack wie zum Beispiel – nennen wir es neudeutsch: Viewability. Den herkömmlichen Hollywood-Streifen kann man sich immer noch ansehen, ohne nachhaltig krank zu werden. Das Buch war zwar nicht unverfilmbar, aber der Film ist mehr oder weniger unansehbar.

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten

erik.stein.12

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Danke! Jemand, der´s mal auf den Punkt bringt.


JoeKramer

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Perfekt getroffen! Ich dachte mir auch die ganze Zeit... Das kennst du doch von irgendwo her. Ja, verdammt noch mal, kann man denn keine eigenen neuen Ideen mehr entwickeln!


Markus Tschiedert

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9.0Herausragend

In Zeiten, in denen das Kino von Fortsetzungen dominiert wird und purer Spaß das Mit- und Nachdenken ausschaltet, wirkt 'Cloud Atlas' wie eine Offenbarung.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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8.5Ausgezeichnet

'Cloud Atlas' ist der erste in Deutschland [...] auf die Welt gekommene Film seit 'Lola rennt', der ästhetisch völlig auf der Höhe der Zeit ist.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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9.0Herausragend

Gut möglich, dass er auch an den deutschen Kinokassen enttäuschen wird. Weil er schwierig ist. Weil er einen hochkonzentrierten Zuschauer verlangt.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

Cloud Atlas gehört zu den Filmen, die über ihre Atmosphären, über die neu geschaffenen Welten in Erinnerung bleiben. Nicht die schlechteste Nachwirkung für drei Stunden packende, faszinierende und erstaunende Unterhaltung!

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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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8.0Ausgezeichnet

Was das Regiegespann hier in über 160 Minuten Lauflänge zeigt, reicht für eine ganze Filmografie. Der stete Wechsel der Handlungsorte erfordert ein gewisses Maß an Toleranz vom Zuschauer. Wer sich jedoch vollends und bedingungslos auf den Wolkenatlas einlässt, erlebt eine Achterbahnfahrt, wie es sie im Kino bislang noch nicht gegeben hat – und verzeiht auch das dezent verkitschte Finale.

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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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7.0Sehenswert

Denn obwohl [...] das Thema Reinkarnation/Menschwerdung hier deutlicher angesprochen werden als es in der Buchvorlage der Fall war, bleibt doch Einiges offen, denn die direkten, greifbaren Verbindungen zwischen den einzelnen Geschichten sind teilweise marginal und den Rest darf man sich dann gerne selbst im Kopf zusammensetzen.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Ein diffiziler Film, aber ein Faszinosum ersten Ranges.

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lucas.carvalho.5454021

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Ich ästimiere es als suboptimal, wenn man altera-linguale Synonyme iterativ apportiert

man und sowas nennt sich kritiker..


P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.0Ausgezeichnet

Manche Episoden sind gelungener als andere, viele Szenen könnte man weglassen. Und doch sieht man – nach einem katastrophal verworrenen Beginn – jederzeit gerne zu. Denn die drei Filmemacher inszenieren weniger ein intellektuelles Vergnügen als ein visuelles Spektakel. Und das ist gelungen: durch szenische Verknüpfungen, aber vor allem mithilfe einer exzellenten Kameraarbeit, toller Schauspieler und damit optischer Konsistenz halten sie den Laden zusammen.

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D. Maurer: Outnow.ch D. Maurer: Outnow.ch

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5.0Geht so

Die Wachowskis und Tom Tykwer liefern ein inkohärentes Epos ab, welches trotz philosophischen Denkansätzen unruhiges Ranken auf dem Kinosessel und lautes Gähnen provozieren kann - von Rausch keine Spur.

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Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Letztlich können nur die Figuren aus ihrem Handeln Lehren ziehen. Dem Zuschauer hingegen bleibt nur die Überwältigung - nicht mehr und nicht weniger.

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Hannah Pilarczyk: Spiegel Online Hannah Pilarczyk: Spiegel Online

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6.0Ganz gut

Man kann nicht behaupten, dass Cloud Atlas rundum gelungen wäre. Aber vielleicht reicht es ja schon, dass der Film halbwegs funktioniert, dass seine Figuren zumindest streckenweise überzeugen und seine Geschichten zum Schluss hin doch berühren.

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ThomasWzS

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... wäre da nicht eine Romanvorlage, die eine werkgetreuere und weniger verschnippelte Verfilmung verdient hätte ...


M.Keuschnigg: Die Presse, die Tageszeitun... M.Keuschnigg: Die Presse, die Tageszeitun...

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5.5Geht so

Cloud Atlas muss man vielleicht nicht als komplettes Erlebnis sehen, sondern als kreatives Stückwerk.

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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel

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5.0Geht so

Stattdessen springt Cloud Atlas im gefühlten Minutentakt zwischen Genres und Zeitebenen hin und her, ganz als wolle er seinen eigenen Trailer kopieren. [...] Erzählen aber, auch das innovative, fordert Struktur. In Cloud Atlas dagegen regiert das Prinzip Dekonstruktion bis zur Selbstzerschnipselung.

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ThomasWzS

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leider ja ... dabei bietet der Roman eine solche Steilvorlage ... vielleicht haben die 3 Regiesseure da wirklich den Brei verdorben ... schade


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Selbst wenn Cloud Atlas absolut misslungen wäre, würde ich trotz allem die Chuzpe der Macher bewundern einen derart merkwürdigen, schlecht zu verkaufenden und hoffnungslos überambitionierten Film durchzukämpfen. Denn wieviele Indiefilme, selbst solche prominenter Regisseure, schaffen es ein solches Budget und Ensemble zusammenzubringen. Und die gute Nachricht bei alldem ist: Cloud Atlas ist gelungen. Er erzählt sechs Stories von Sklavenzeiten, Anfang des 20 Jhds, die Jetztzeit bis hin zu einer dystopischen Zukunft und liefert trotz allem das ein homogenes Ganzes ab, das eindeutig mehr ist, als die Summe seiner Teile.

Cloud Atlas ist bewundernswert montiert und ich möchte nicht wissen, wieviele Wochen die Wachowski-Geschwister und Tom Tykwer mit ihren Cuttern zusammengesessen haben um genau den richtigen Rhythmus zu finden in dem sie von einer Story zur nächsten wechseln. Auch wenn der erste Akt bisweilen etwas zäh erscheint und viel Exposition beinhaltet beeindruckt es wie leichtfüssig sie es schaffen zu wechseln und immer gerade so lange bei einem Strang bleiben, das man wissen möchte wie es weitergeht. Zusammen mit dem eingängigen Score entfaltet sich tatsächlich nach und nach ein faszinierendes Ganzes, das alleine schon deshalb Spaß macht weil sich die Macher offensichtlich auch der Skurrilität der Casting-Entscheidungen bewusst sind, wenn sie die Schauspieler Rolle, Rasse und Geschlecht wechseln lassen ohne diese Entscheidung zwingend dramaturgisch zu begründen.

Hugo Weaving als Nurse Ratchet-Verschnitt ist dabei ebenso bizarr unterhaltsam wie Tom Hanks als Knacki-Autor mit leichten Selbstbeherrschungsproblemen. Und auch wenn die Transformation selten ganz glückt und gerade die zu Asiaten umgeschminkten Briten etwas befremdliches haben, macht dieser Verfremdungseffekt das Ansehen spannend. Überhaupt machen die Darsteller allesamt den Eindruck Spaß beim Dreh gehabt zu haben, egal wie absurd einzelne Szenarien auch sein mögen.

Was nicht heisst, das Cloud Atlas ein Meisterwerk oder gar ein perfekter Film wäre. Es mag leicht fallen ihn nicht zu mögen und er bietet durchaus einiges an Angriffsfläche. Seien es die platten Off-Monologe die immer mal wieder unangenehm auffallen und für die ganz doofen erklären was man gerade zu denken und fühlen hat oder die insgesamt doch übersichtliche “Tiefe” der einzelnen Stories.
Ja für sich genommen ist keine davon sonderlich originell oder weltbewegend. Das 70er Jahre Segment erinnert an China Syndrome und ähnliche Verschwörungsthriller, die Somni-451-Storyline erinnert an Soylent Green, Westworld und Matrix, die Cloud-Atlas-Sixtett-Story schmeckt nach James Ivory während die Sklaven-Geschichte irgendwo zwischen Amistead und Roots pendelt und die Altersheim-Story wie die Geronten-Version von Einer flog übers Kuckucksnest daherkommt. Richtig eigenständig fühlt sich im Grunde nur die Rahmenhandlung in der Dystopischen Zukunft an, die auch nicht ganz neu ist aber nicht sofort die Erinnerung an andere Filme weckt. Keine der Geschichten ist für sich genommen so ausdifferenziert oder befriedigend wie die Einzelwerke an die sie erinnern – und doch schaffen es diese Klischee-Konzentrate unterschiedlichster Genres als Gesamtwerk mitzureissen. Sie sind nicht alle gleich stark und ob der suizidale Jammerkomponist jetzt wirklich keine andere Wahl hat oder ob die Klon-Zukunft der Somni tatsächlich logisch ist kann natürlich hinterfragt werden.

Was Cloud Atlas trotz seiner Schwächen rettet ist letztlich dass er immer wieder Humor erkennen lässt. Nicht nur in der sehr albernen Altersheim-Episode sondern im ganzen Konzept ist der Wille der Macher spürbar eben kein esoterisch verquastes Mystikgeschwurbel a la “Tree of Life” abzuliefern, das sich selbst so ernst nimmt das jeder Anflug eines Lächelns als Sakrileg wahrgenommen wird. Kein Zweifel, den Machern ist der Film wichtig und sie nehmen ihn und sich ernst – aber nicht so sehr, dass sie dabei vergessen das es eben doch ein Film ist und keine Diplom-Arbeit eines überambitionierten Philosophie-Studenten.

Cloud Atlas macht oft einfach Spaß und überrascht dadurch, dass sich die drei Stunden eben nicht zäh dahinziehen sondern überraschend gut weggucken lassen. Klar es gibt ein paar nervige Momente und Längen und salbaderndes Off-Gequatsche und ob die dystopische Zukunftssprache die klingt als hätte sie sich ein 10jr nach dem Abendbrot ausgedacht jetzt der Weisheit letzter Schuss war, sei mal dahingestellt. Aber trotz allem nervt Cloud Atlas erstaunlich wenig und unterhält oft erstaunlich gut. Erreicht er dabei seine hochgesteckten Ziele? Kapiert man, dass es um die Läuterung einer Seele (die von Tom Hanks) geht die vom miesen Mörder zum mutigen Retter wird? Sind die manchmal etwas holprigen Referenzen von einer Storyline an eine andere smart oder unnötig? Ist Cloud Atlas mehr als eine nette Anthologie?

Für mich lautet die Antwort ja, denn als Gesamtwerk finde ich ihn faszinierend, kurzweilig und schauspielerisch überaus sehenswert und ich werde ihn mir sicher noch ein zweites Mal ansehen. Nicht weil er so wahnsinnig komplex oder seine Botschaften so originell wären, sondern weil er schafft was wenige Filme heutzutage schaffen: Einen in einen eigenen Kosmos zu entführen, der vielleicht etwas cheesy ist, aber gleichzeitig sehr eigensinnig und erinnernswert. Die Summe ist mehr als die Einzelteile, auch wenn nicht alles so verbunden ist, wie die Tagline des Films verspricht.

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ThomasWzS

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Ich finde ja auch, dass ein Film für sich stehen soll. Doch diesmal habe ich bewusst den Roman zuerst gelesen und das was daraus wurde, ist einfach vergeigt ... auf hohem nieveau doch, was soll diese unselige Schnipselei? Bin mir sicher, dass die Romaverschachtelung als Film klasse funktioniert hätte, allerdings wäre die nahezu 6 fache Besetzungsliste notwendig gewesen, um diese für mich an den Haaren herbeigezogenen Mehrfachrollen zu vermeiden ... hätte halt etwas mehr gekostet.


José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

Für die nun auch in Deutschland unter dem Titel „Cloud Atlas“ anlaufenden Verfilmung von Mitchells Roman gehen die Regisseure Lana & Andy Wachowski sowie Tom Tykwer einen anderen Weg. Zwar behalten sie als Rahmenhandlung die Erzählung des alten Zachry (Tom Hanks) im fernsten Zukunftsstrang bei. Sie reißen aber die jeweilige Episode nicht in zwei Hälften, sondern in zahlreiche Fragmente auseinander. Der Film schneidet alle sechs Geschichten parallel, sodass die rasante Montage von Alexander Berner dauernd von der einen in die andere Handlung springt. Verbindungen auf der Bildebene werden kaum eingesetzt, so etwa wenn sich die Figuren aus zwei Handlungsstränge eine Einstellung teilen und dann vom einen in den anderen Erzählstrang fließend übergegangen wird. Dynamischer gestaltet sich der Übergang, wenn sich die Füße, die 1849 über die Takelage eines Segelschiffs laufen, im nächsten Bild in die Füße der Duplikantin Sonmi-451 (Doona Bae) verwandeln, die über einen Steg zwischen zwei Hochhäusern im Neo-Seoul des Jahres 2144 laufen. Die schnellen Genre- und Handlungswechsel könnten den Zuschauer, der den Roman nicht kennt, verwirren, zumal die beachtlichen Stilunterschiede in Mitchells Roman bis auf die archaische Sprache im Erzählstrang aus dem Jahre 2346 im Film kaum eine Entsprechung finden. Inszenatorisch besonders gelungen sind die Mitte der siebziger Jahre als klassischer Politthriller inszenierte Episode sowie der im Jahr 2144 spielende Handlungsstrang. Ihm merkt der Zuschauer einerseits an, dass Lana und Andy Wachowski seit ihrer „Matrix“-Trilogie in diesem Genre zu Hause sind. Andererseits berührt die von Doona Bae verkörperte Sonmi-451 von allen Figuren in diesem bildgewaltigen Film wohl am meisten.

Als Verbindungsglied dient freilich die ans „Wolkenatlas-Sextett“ angelehnte Musik, insbesondere aber die Schauspieler, die bis zu sechs verschiedene Rollen übernehmen, wobei sich die von Tom Hanks und Halle Berry beziehungsweise von Jim Sturgess und Doona Bae gespielten Figuren auf verschiedenen Zeitebenen wieder begegnen. Dadurch entsteht der Eindruck einer „lange vor unserer Geburt“ bestehende Verbundenheit, die „unseren Tod überdauert“. Dieses esoterische Pathos wird noch dadurch unterstrichen, dass die Schauspieler teilweise über Geschlechter- und Rassengrenzen Rollen besetzen, so etwa Hugo Weaving als Schwester Noakes in der 2012 spielenden Episode oder auch Susan Sarandon als Physiker, Halle Berry als weiße Jocasta oder die südkoreanische Doona Bae als mexikanische Frau. Dadurch wird eine Seelenwanderung über die Zeiten, aber auch über Hautfarben und Geschlechter hinweg auf sehr plakative Art verbildlich. Mitchells Roman endet mit den Worten „‚Erst wenn du deinen letzten Atemzug gethan hast, wirst du begreifen, daß dein Leben nicht mehr gewesen ist als ein Tropfen in einem grenzenlosen Ocean!’. Was aber ist ein Ocean anderes als eine Vielzahl von Tropfen?“ In der Verfilmung durch Lana & Andy Wachowski sowie Tom Tykwer wird diese poetische in eine trivial-esoterische Sprache umgesetzt. Dazu passt die offene Religionskritik in der 2346 angesiedelten Handlung: Der Glaube sei für einfache, in die Steinzeit zurückgefallene Menschen wie Zachry, während das hochentwickelte und -technisierte Volk der „Prescients“ auf Wissenschaft setze.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir 1 Antworten

ThomasWzS

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Klasse, dass Du einen Vergleich zwischen Roman und Verfilmung anstellst - viele Kommentatoren kennen das Buch wohl nicht.
Die im Film offensichtlich gemachte Seelenwanderung, die der Roman nur zart andeutet findet ich eindeutig überinterpretiert und damit überbewertet. Ebenso die weitere Verschnippelung und das in Verbindung setzen der einzelnen Teile ... sehr schade drum, denn dem Zuschauer werden Bilder vorgesetzt, die im Buch nur eine von vielen denkbaren Möglichkeiten sind.
Dabei finde ich den Ansatz, der Zeitaufhebung durch parallel verlaufende Übergänge gar nicht schlecht, nur die Zwangsläufigkeit zu determiniert, zu wenig der fliessenden Wolkenbewegeung eines Cloud Atlas entsprechend.


Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Mit Cloud Atlas ist den Wachowski-Geschwistern und Tom Tykwer der wohl radikalste Genremix des Kinojahres gelungen. Innerhalb des kolossalen Handlungsrahmens spiegeln sich unzählige Ansätze, Genres und Tonlagen wieder, was zu einem riesigen Geflecht an Stimmungen und Eindrücken führt. Auf Grund des verspielten und experimentierfreudigen Charakters des Films funktioniert auch bei weitem nicht alles so gut - so kann eine hochgradig sensible Szene schon einmal auf leicht trashig angehauchten Klamauk folgen (und manches erscheint gar recht bizarr). Aber was bei anderen Filmen fatale Folgen hätte, verstärkt in Cloud Atlas nur den Eindruck, dass man einen kaleidoskopartigen Blick auf das narrative Konstrukt wirft und dieses in seinem Facettenreichtum einen noch reichhaltigeren Eindruck hinterlässt. Auch die locker verwobenen Einzelgeschichten und die zarten Anknüpfpunkte sind höchst faszinierend und insgesamt ist Cloud Atlas ein äußerst imponierender Film, der einen einzigartigen Charakter besitzt.

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Andy Dufresne

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Gott wie ich auf den Film warte! Für mich DER meisterwartete Film des Jahres...


Alle Kritiken (39)


Kommentare (395) — Film: Cloud Atlas - Alles ist verbunden


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Troublemaker69

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Bewertung5.5Geht so

Ein Film, der mich persönlich nicht so ganz überzeugen konnte: Zwar gibt es einen tollen Cast und auch sehr gute Ansätze, aber im Endeffekt erzählt Cloud Atlas lediglich die Geschichte des unerwähnten.
Dinge werden einfach nicht gezeigt und werden dann als besonders anspruchsvoll dargelegt...Die selbe Technik verwendete Christopher Nolan leider auch bei Inception. Für mich ist das einfach nur ein mieser Trick, dem Zuschauer etwas als anspruchsvoll zu verkaufen.
Zudem finde ich zieht sich Cloud Atlas sehr und wird in der letzten halben Stunde schon fast zur Qual.

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TheMarvelFan

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Bewertung9.0Herausragend

Ein (fast) perfekter Film von Tom Tykwer und den Wachowski Geschwistern. Das Konzept ist mal was anderes, so wird der Film auch über seine fast 3 Stunden laufzeit nie langweilig, da die einzelnen Geschichten in den jeweiligen "Epochen" (19. Jhd, Anfang 20. Jhd, ende 20. Jhd, "Jetzt, mitte 22. Jhd und eine nicht genau gennante Epoche, genannt 106. Winter nach dem Untergang) sehr abwechslungsreich sind aber immer wieder Parallelen aufweisen. Daher ja auch der untertitel Alles ist verbunden. Einen Punkt muss ich leider abziehen, da ausgerechnet die Geschichte in der heutigen Zeit oft unlogisch ist und teilweise fast schon wie eine Komödie rüberkommt. Abgesehen davon ein Meisterwerk!

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heikschn

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Bewertung7.5Sehenswert

Hatte seit Matrix Reloaded keien Wachowski-Film mehr gesehen, der mir gefiel. Entsprechend skeptisch war ich beim Cloud Atlas und wurde mehr als positiv überrascht. Obwohl hier diverste Spielformen des Kinos bedient werden, funktionieren die einzelnen Zeitebenen nicht nur für sich, sondern fügt sich auch alles gut zusammen. Die Geschichte ist interessant, spannend und unterhaltend zugleich. Die Figuren sind gut herausgearbeitet und klasse besetzt. Jetzt kann Jupiter Ascending kommen.

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Becci-Fandorin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Meisterwerk.
Ich bin völlig unvoreingenommen an diesen Film heran gegangen, da ich ihn nicht kannte, geschweige denn bisher irgendetwas davon gehört hatte.
Er hat mich völlig von den Socken gehauen! Wenn man mich fragt was mir am besten gefallen hat, dann muss ich antworten: "Einfach alles!"
Er gehört jetzt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Die Botschaft welche dieser Film vermittelt, hat mich zutiefst berührt. Ich war noch lange nach dem Ende sehr bewegt und so ging es mir schon lange nicht mehr.
Grandiose Bilder, tiefe Emotionen, perfekt platzierte kleine Momente die den Zuschauer erschüttern und ergreifen und das große ganze Bild erkennen lassen.

Natürlich polarisiert dieser Film. Man kann nicht erwarten, dass jeder den gleichen Geschmack hat und nicht jedem steht der Sinn nach Filmen dieser Art. Man muss tief eintauchen und sich darauf einlassen wollen, dann wird man ganz sicher nicht enttäuscht.

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sachsenkrieger

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Bewertung10.0Herausragend

"Es gibt nur ein Gesetz, das alle Menschen verbindet. Ein oberstes Prinzip nur, das für alle Beziehungen auf Gottes grüner Erde gilt: Es wandeln die Schwachen den Starken in den Rachen!"

Achtung: Kommentar kann Spuren von Spoilern enthalten!

Habe den Film gesehen, für relativ schwach befunden, das Hörbuch gehört, als Meisterwerk erlebt, den Film nochmal gesehen ..... und musste feststellen, das auch dieser für mich ein Meisterwerk ist. Zu Kritikern, zu denen wir ja ironischerweise auch irgendwie zählen, sagte Mr. Cavendish im Film auch etwas, vielleicht nicht zufällig von den Regisseuren "eingepflegt":

"Was ist ein Kritiker, wenn nicht jemand, der zu schnell liest, zu arrogant und ohne Weisheit?"

Seltsam eigentlich, das wir uns oft von Kritiken und Kritikern beeinflussen lassen, oder so tun, als wären wir selbst welche, oder? Menschen, die selbst vielleicht noch nie etwas erschaffen haben, sich aber berufen fühlen, das zu bewerten, was andere erschufen.

Der Film ist nicht annähernd in der Lage, die Komplexität und Genialität des Buchs wiederzugeben. Trotzdem ist er für mich immer noch ein Meisterwerk, das man bei entsprechender Geisteshaltung, Konzentration oder mit etwas Vorwissen durchaus als solches erkennen kann, was bei mir ja auch eines zweiten Anlaufs bedurfte.

Es ist eine Reise, eine Reise einzelner Menschen, die stellvertretend für alle stehen, durch die Geschichte der Menschheit, deren einzelne Elemente sich letztendlich nicht trennen lassen und alles miteinander verbinden. Tut mir leid, aber besser kann ich es mit meinem schwach ausgeprägten Wortschatz nicht ausdrücken. Wenn man unvoreingenommen an diesen Film herangeht, hat man die besten Chancen auf einen erstaunlichen Filmabend.

Es gibt soviele Anspielungen (im Buch zehnmal mehr), das man beim zehnten Sehen noch neue entdecken kann. Nehmen wir nur den Kannibalismus, mit dem die Menschheitsgeschichte begann und auch wieder endete. Aufstieg, Niedergang und Neubeginn der Menschheit wird im Buch durch die etwas andere Erzählweise noch deutlicher hervorgehoben, ist aber auch im Film erlebbar dargestellt.

Deutliche Schwächen zeigt der Film in keiner Sequenz, alle Schauspieler bieten eine hervorragende Vorstellung. Spektakuläre Tricks oder rasante Kamerafahrten gibt es so gut wie keine, denn die Kamera ist zu sehr damit beschäftigt, das Minenspiel der Darsteller einzufangen, ihre Sorgen, Arroganz, Nöte, ihre Gerissenheit, ihre Zerissenheit. Die Augen sprechen hier wahre Bände, denn diese sind bekanntlich der Spiegel der Seele. In ihnen zeigt sich auch das wahre Wesen des Menschen.

P.S.: Einzige Ausnahme von dieser Regel bleibt Tom Hanks, der nicht umsonst beide Seiten spielen darf und eindrucksvoll untermauert, das er einer der emotionalsten und größten Schauspieler aller Zeiten ist. So, jetzt habe ich aber auch mal einen halben Roman hier getextet und fast gar nicht gespoilert.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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Captain_Haddock

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es ist eines der größenwahnsinnigsten Filmprojekte aller Zeiten. Eine Adaption des Buches „Der Wolkenatlas“ des britischen Schriftstellers David Mitchell, welches wegen seiner Monumentalität und komplizierten Konstruktion eigentlich als unverfilmbar galt und somit eine perfekte Herausforderung für die gleich drei Regisseure darstellte: Der Deutsche Tom Tykwer ist seit dem Erfolg seiner Patrick-Süskind-Adaption „Das Parfüm“ geradezu prädestiniert für unverfilmbare Romane, während die Wachowsky-Geschwister sich schon mit ihrer „Matrix“-Trilogie als Spezialisten für Größenwahnsinniges präsentiert haben. Um die 120 Millionen Dollar hat der Spaß gekostet, gestellt hauptsächlich von der deutschen Filmförderung, was ihn zum teuersten deutschen Film aller Zeiten macht. Der Cast, angeführt von Tom Hanks und Halle Berry über Hugh Grant und Susan Sarandon bis hin zu Jim Broadbent und Hugo Weaving, von denen jeder auch noch um die fünf verschiedenen Rollen spielt, ist fantastisch. Genretechnisch lässt sich der Film so wenig festlegen wie kein anderer, wandert ständig zwischen Romanze, Thriller, Komödie, Sozialdrama, Historienfilm, Science-Fiction und und und…
Wie funktioniert das überhaupt? Etwas durchwachsen. Der Film ist, gelinde gesagt, verwirrend. Er erzählt nicht weniger als sechs Geschichten, die über 500 Jahre verteilt sind. Doch während im Buch die sechs Geschichten wenigstens schön ordentlich hintereinander erzählt werden, haben sich die Regisseure entschlossen, diese Struktur sogar noch zu verkomplizieren und wild durcheinander zu montieren. Nicht gerade die beste Taktik, ein so kompliziertes Werk dem breiten Publikum schmackhaft zu machen. Und diese Geschichten sollen angeblich auch inhaltlich irgendwie miteinander verbunden sein! Das kompliziert zu nennen wäre untertrieben. Und obwohl der Film mit annähernd drei Stunden deutliche Überlänge aufweist, gelingt es den Machern nicht immer, die Verbindung zwischen den sechs Geschichten kenntlich zu machen. Ich will es wenigstens versuchen (spoiler included):
Ein junger amerikanischer Anwalt freundet sich mit einem entlaufenen Sklaven an und bekommt die Bosheit der „überlegenen weißen Rasse“ am eigenen Leib zu spüren (diese kleine Episode ist übrigens um einiges erschütternder und eindringlicher als der ganze „12 Years A Slave“). Dessen Tagebücher liest 80 Jahre später ein junger britischer Komponist, dem seine Homosexualität zum Verhängnis wird. 40 Jahre danach erzählt der Freund des mittlerweile verstorbenen Komponisten, ein Wissenschaftler, der Journalistin Halle Berry von einem großangelegten Wirtschafts- und Energieskandal, welchen diese publik macht und ein Buch darüber schreibt, das in unserer Zeit einem pleite gegangenen Verleger zu neuem wirtschaftlichen Aufschwung verhilft; er schreibt seine Lebensgeschichte um die Gefangenschaft und den Ausbruch aus einem tyrannisch geführten Altersheim auf, dieses Buch wird verfilmt, der Film wiederum inspiriert im Seoul des 22. Jahrhunderts eine geklonte Kellnerin, sozusagen eine Sophie Scholl der Zukunft, dem Widerstand gegen eine Art kapitalistisch-sozialistische Diktatur beizutreten, wofür sie 150 Jahre später, nach der Klimakatastrophe, von den letzten überlebenden Menschen als Göttin verehrt wird. (Spoiler Ende)
Verwirrt? Doch das soll nicht davon ablenken, dass der Film durchaus einige beherzigenswerte Botschaften enthält, die in dem unübersichtlichen Handlungswirrwarr aber manchmal etwas untergehen. Ein paar Sätze aus der letzten Rede unserer Widerstandskellnerin kann man als Grundaussage des gesamten Films auffassen: „Leben heißt wahrgenommen werden. Unsere Leben gehören nicht uns. Jede unserer Handlungen hat Auswirkungen auf die Zukunft.“ Das ist nur eine der zahlreichen, meiner Meinung nach, sehr klugen Sentenzen in diesem Film und absolut kein bloßes Geschwafel, das ist wie ein Crashkurs durch die Philosophiegeschichte. Der Film hat eben Anspruch, will mehr sein als bloße Unterhaltung. Dass er teilweise über sein Ziel hinausschießt und manchmal etwas aufgeblasen daherkommt, ist aufgrund des großartigen Gesamtentwurfs zu verzeihen. In einer Zeit, in der Hollywood endgültig zur Geldmaschine verkommen ist und das Publikum nur noch mit Dutzenden von Fortsetzungen einstmals erfolgreicher Ideen malträtiert, muss man den Filmemachern für ihren künstlerischen Wagemut dankbar sein.

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MaceWindu1998

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Bewertung7.5Sehenswert

Als ich Cloud Atlas zum ersten mal gesehen hatte, fand ich ihn grandios (10 P.)
Auch beim zweiten Mal war er immer noch genauso gut!
Und beim dritten mal ... hab ich nach der hälfte ausgeschaltet, weil ich ihn da einfaxch nur noch langweilig fand!

Aber wenn ich ihn mir in einem Jahr anschaue, wird die Wertung vielleicht wieder nach oben schnellen. Denn der Film hat potenzial und ist super interessant gemacht!
Vorallem ist er alles in einem; Sci-Fi (Japan), Drama (Musiker), Abenteuer (Seefahrer), Action-Thriller (Journalistin), Komödie (Verläger, der ins Altersheim kommt), Endzeit (wie soll man die Epoche nennen???).
Und die Schauspieler sind auch grandios gut!
Kann ich nur empfehlen!

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sugarfairy

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Ich verstehe das Prinzip dieser Bewertung nicht... klar findet man Filme langweiliger, wenn man sie öfter schaut :D


MaceWindu1998

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Nun ja, meistens zählt eben der erste Eindruck


GlenLantz

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Bewertung7.5Sehenswert

Die erste Hälfte ist total daneben- aber so richtig. Ich habe den Film über 3 Tage verteilt angesehen, und bin nun froh, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe. Denn das lohnt sich.
Beim ersten Versuch habe ich total versagt, denn schon nach 15 min gingen bei mir die Lichter aus. Die Geschichte zog sich einfach ewig hin, und ich kam außerdem kaum mit. Doch sobald alle Geschichten ihren Hauptteil erreicht haben, wird man total mitgerissen. Man erkennt plötzlich den eigentlichen Sinn und die unglaublich facettenreiche und wichtige Message, die der Regisseur einem mitzugeben versucht.
- “What is any ocean but a multitude of drops?” (Adam Ewing)
Nun, bei mir ist sie angekommen, und zwar gründlich. über diesen Film habe ich noch sehr lange nachgedacht, ebenso dann überraschenderweise auch über die erste Hälfte. Das, was mir so unheimlich langweilig und sinnlos erschien, bekam ein neues Gesicht. In jedem kleinen Detail findet man einen neuen wichtigen Bestandteil dieser fortwährenden Entwicklung.
Drum kann ich nur sagen: Haltet durch!
- “I call it the Cloud Atlas Sextet. There are whole movements imagining us meeting again and again in different lives, different ages.” (Robert Frobisher)

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Pegisto

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Bewertung5.0Geht so

Es ist bis zum Ende spannend gewesen, weil man dachte, es würde noch irgendetwas erstaunliches passieren. 5,0 dafür.

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BenniArt

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Endlich jemand meiner Meinung, DANKE! :D


Poke709

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Bewertung10.0Herausragend

Anspruchsvolle Filmkunst hat es nun einmal schwer.Ein ineinander verschachteltes Episodenfeuerwerk das sich am Ende zu einem cineastischen Meilenstein zusammenfügt.

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kati.bre

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Für mich war der Film die reinste Qual.... Mehr hab ich nicht hinzuzufügen ;)

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Filmfan30

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Bewertung9.0Herausragend

Die Handlung beginnt verworren. Zum Anfang braucht man Zeit, um reinzukommen und versteht nicht recht, worauf es hinausläuft. Aber irgendetwas hält einen fest, man kommt nicht davon los. Nach einer Weile merkt man, dass alles miteinander verwoben ist wie ein Teppich, der immer buntere Farben bekommt, bis man zum Ende hin vor dem fertigen Stück steht, jeden Faden kennt, und merkt, wie schön es ist!

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Filmfan30

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Mach dich auf ein ganz schönes Rätsel gefasst. Hab den mit einer Freundin angeschaut. Sie hat nach einer Weile aufgegeben weil sie nicht mehr mitkam und sich dann den Rest von mir erklären lassen. :-) Wahrscheinlich ist das das Problem bei denen, die den Film nicht mögen.


BenAffenleck

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Rätselig ist nicht so schlimm. Bin mal gespannt...


davidleeuw

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Bewertung6.0Ganz gut

Bis sich alles endgültig zusammenfügt, hält 'Cloud Atlas' gleichsam tolle Bilder und ein unterhaltsames Puzzlespiel für den Zuschauer bereit. Allerdings hat dieser das letzte Puzzlestück schon weit vor der 172. Filmminute an den rechten Fleck gesetzt und muss sich deshalb sehr mühevoll durch das finale Drittel zerren lassen. Weniger wäre hier durchaus mehr gewesen. Ebenso belastend ist die durch und durch unsubtile New Age Botschaft, die die Geschwister Wachowski in Ihrer Darreichungsform leider direkt aus den unsäglichen Matrix-Nachfolgern entnommen haben.

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supidupi88

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es ist wirklich schade wie wenig Leute die Handlung dieses GROßARTIGEN Filmes verstanden haben ... Einfach grogartig dieses Meisterwerk!!

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Grambambuli

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sehe ich genauso


Ruste

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Bewertung4.0Uninteressant

Überambitioniert und teilweise lächerlich (z.B. der Teufel mit Hut auf der Insel). Zu lang und irgendwie nicht rund. Zu viele verschiedene Teilgeschichten. Dazu teilweise schlechte Masken. Fazit: Zu viele Köche verderben den Brei.

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AnimeGamingTV

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Bewertung9.0Herausragend

Ich frage mich warum so viele Leute diesen Film hassen.

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Massi.Moviepilot

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich hinterlasse nie einen Kommentar und hab bisher auch noch nie 10 Sterne vergeben doch Cloud Atlas ist der beste Film den ich in meinen Leben bisher gesehen hab. Punkt.
Es ist Wahnsinn was hier gezeigt wurde. Kunst auf höchsten Niveau.
Ich selbst habe das Buch gelesen bevor ich den Film angeschaut habe, und konnte deswegen der Handlung sehr gut folgen.
Einfach nur richtig richtig stark.
Leute die das anders sehen, haben
a, entweder das Buch nicht gelesen oder
b, den ganzen Film nicht (richtig) kapiert.
Man schau sich nur die Pracht der Bilder an, wie geschickt das alles umgesetzt wurde in nur 3 Stunden. Lest das Buch und ihr werdet sehen wie unverfilmbar Cloud Atlas eigentlich ist.

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MaximusMeridius

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Leider kann ich nicht lesen. Darum fand Ich den Film auch nicht so gut.


Massi.Moviepilot

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Schreib dich nicht ab:
http://www.alphabetisierung.de/service/kurssuche.html
Spaß ;) Nein aber wirklich sehr gutes Buch, wenn auch auf Englisch teilweise schwer zu lesen gewesen, da jede Epoche in ihren eignen Dialekt geschrieben war.. Muss ja nicht jeden dasselbe gefallen :)


thewaschi

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Bewertung4.5Uninteressant

Es ist echt schwer diesen Film zu bewerten. Zuallererst muss ich aber sagen, dass ich die Angabe FSK12 etwas untertrieben finde. Diverse blutige Szenen, in denen beispielsweise sehr genau gezeigt wird, wie jemandem die Kehle durchgeschnitten wird, sind für mich erst ab 16 geeignet. Bis zur Hälfte des Films hat man den Inhalt überhaupt noch nicht verstanden und weiß aauch danach noch nicht, worauf das ganze hinauslaufen soll oder worum es im Kern geht. (Das sagt eigentlich der Name: Alles ist verbunden) Auf irgendeine Weise war dieser Film aber faszinierend, vor allem die Bilder aus der Zukunft sind sehr beeindruckend. Am Ende blieb jedoch nur ein großes Hä?-Gefühl...

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Dridge

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Bewertung0.0Hassfilm

Deutschland lässt aber auch immer wieder die schlimmsten Sachen auf die Welt los: den Holocaust, Til Schweiger und nun auch noch Cloud Atlas. In Kurzfassung: Schaut euch diesen stillosen Film nicht an, lest in der Zeit lieber ein Buch, besucht Freunde, treibt Sport oder erledigt von mir aus auch einfach nur den Abwasch. Macht definitiv mehr Spaß als die Sichtung dieses Machwerks.
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Im Prinzip besteht Cloud Atlas einfach nur aus sechs verschiedenen Filmen, die zusammengeschnitten wurden und durch einige Kleinigkeiten verbunden sind. Leider sind alle sechs Filme dermaßen stillos und kitschig, dass es in die Magengrube schlägt. Da gibt es etwa das dystopische Seoul, das einem mit einer schon tausendmal gesehnen Klon- und Sklavereigeschichte langweilt. Nur ein Beispiel für die Stillosigkeit, die ich immer wieder anspreche: Dort gibt es etwa eine Szene, in der ein abtrünniger Klon-Wächter (aha) eine Klon-Sklavin (mh mh) vor weiteren Klon-Wächtern (achso) beschützen muss. Dabei ist dann auf einmal wie von Zauberei zwischen zwei Hochhäusern eine schmale Metallbrücke aufgespannt (mmmh) und die zwei Helden fliehen darauf natürlich. Währenddessen schießen von der einen Seite fünf (hm hm) Soldaten mit Gewehren auf die beiden, dazu kommen auch noch drei schwerbewaffnete Kampfjets (achsoja). Der abtrünnige Klon-Wächter kann aber natürlich unbeschadet (jojo) nur mit einer Pistole bewaffnet (na klar) alle Feinde ausschalten und um den Laserschüssen auszuweichen, dreht er während des Schießens lächerliche und peinliche Pirouetten. Da würden selbst die Power Rangers im Kinosaal aufspringen „Wie bescheuert!“.
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Die Stillosigkeit zieht sich eben durch alles in Cloud Atlas: Etwa die völlig danebene Marotte, zig Rollen vom gleichen Schauspieler spielen zu lassen. Das resultiert in den schlechtesten und lächerlichsten Masken, die man in einem Kino jemals zu Gesicht bekommen hat. Sprachlich schüttelt sich der Film ungemein einen auf bedeutungsschweren Wörtern wie „occupational hazard“ ab, und ausnahmslos JEDE Figur spricht in diesem Möchtegern-Tiefsinnigkeitsgeschwafel, selbst in privaten Gesprächen. Wenn von 20 Figuren in 5 Zeitepochen alle gleich sprechen, dann weißt du, dass du es beim Screenwriting verkackt hast.
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Generell ist das ganze Art-Design heftig für den Arsch: Da gibt es Ureinwohner mit seltsamen Tattoos auf den Gesichtern, futuristische Stadtmenschen mit durchgängig weißen Kleidern und bescheuertem Kopfschmuck mitten im Dschungel, Piraten mit Holzbein, Figuren mit absurden Frisuren, damit man ihnen ihre Homosexualität gleich auf den ersten Blick hin ansieht, Klone mit metallenen Halsbändern und so weiter und so fort.
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Gar nicht erwähnen muss ich natürlich, dass der Film krampfhaft vielseitig sein möchte und daher einfach nur albern wirkt, etwa wenn von einer dystopischen Science-Fiction-Geschichte auf einen gestelzten und unwitzigen Storyfaden über ein Altersheim geschnitten wird. Cloud Atlas verkommt dadurch zum substanzlosem, möchtegern-philosophischem Nervtöter.

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MaximusMeridius

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Die Bildzeitung ist da aber noch ein Tick besser.


Mma Makutsi

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Da in dieser Kritik so viel von Stil die Rede ist, hier nur ein Zitat, das für sich spricht:
"Deutschland lässt aber auch immer wieder die schlimmsten Sachen auf die Welt los: den Holocaust, Til Schweiger und nun auch noch Cloud Atlas."
Autsch!


TinaCocaine

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Bewertung3.0Schwach

"Cloud Atlas - Alles ist verbunden" - Mag sein, dass alles irgendwie verbunden ist, nur mein Hirn nicht mit diesem Film. Immerzu dachte ich "Wann raffe ich endlich, was da abgeht?", aber auch nach etlichen Minuten kam die Erleuchtung nicht. Und ich muss gestehen: Ja, die Idee habe ich verstanden, aber ich habe nicht verstanden, warum der Weg dahin so verworren, langweilig und abgehackt sein musste. Super besetzt - keine Frage, aber das Filmchen an sich und die Maske sind für mich persönlich überaus schwach!

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