Cloud Atlas - Alles ist verbunden

Cloud Atlas (2012), DE/HK/SG/US Laufzeit 172 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Drama, Thriller, Kinostart 15.11.2012

7.5

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6.5
Kritiker
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7.3
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von Tom Tykwer und Andy Wachowski, mit Tom Hanks und Hugo Weaving

Cloud Atlas ist die Verfilmung des Bestsellers Der Wolkenatlas von David Mitchell durch Tom Tykwer und die Wachowskis. Auf sechs miteinander verwobenen Zeitebenen suchen Menschen nach ihrem Schicksal.

In Cloud Atlas werden sechs Geschichten miteinander verwoben, die zwar mit einer Zeitspanne von 1850 bis in die ferne Zukunft ca. 1000 Jahre umspannen, aber trotzdem miteinander in Verbindung stehen.

Der Notar Adam Ewing (Jim Sturgess) lernt 1850 mit einem Schiff die Ureinwohner des Südpazifik und ihre Unterdrückung kennen. Der junge Musiker Robert Forbisher (Ben Whishaw) arbeitet 1931 an seinem Wolkenatlas-Sextett und wird dabei von Ewings Tagebuch inspiriert. Die Journalistin Luisa Rey (Halle Berry) ermittelt 1975 über eine vertuschte Fehlkonstruktion beim Bau eines Atomkraftwerks und erfährt dabei auch von Forbisher. Der Verleger Timothy Cavendish (Jim Broadbent), der Luisa Reys Geschichte veröffentlichen will, wird in der Gegenwart irrtümlich in ein Altenheim eingewiesen. In der nahen Zukunft kämpft die junge Replikantin Sonmi-451 (Doona Bae), deren Lieblingsfilm die Verfilmung von Cavendishs Lebensgeschichte ist, für die Anerkennung ihrer Menschlichkeit. Schließlich spielt eine Episode in ferner Zukunft, in der die menschliche Zivilisation weitgehend wieder auf den Stand der Steinzeit zurückgefallen ist. Nur ein Hologramm mit den Aufzeichnungen Sonmis kündet von der lange vergangenen Zeit.

Hintergrund & Infos zu Cloud Atlas
Cloud Atlas basiert auf dem internationalen Besteller-Roman Der Wolkenatlas von David Mit­chell. Obwohl Cloud Atlas mit internationalen Stars besetzt ist und von den Wachowski-Geschwistern Lana Wachowski und Andy Wachowski gedreht wurde, ist Co-Regisseur Tom Tykwer nicht die einzige deutsche Beteiligung. Der Film wurde von X-Filme Creative Pool (einer Tochtergesellschaft der X-Filme) produziert und im Filmstudio Babelsberg gedreht. Hierdurch konnte der Film auch mit insgesamt knapp 10 Mio Euro von deutschen Filmförderungen unterstützt werden.

Um bei dem Regiedreigespann nicht durcheinander zu kommen, wurden die einzelnen Episoden durch zwei völlig unterschiedliche Produktionsteams realisiert, die neben Deutschland auch in Spanien und Schottland drehten. Der dabei nicht zu vermeidende Unterschied im Stil ist dabei Programm. Schließlich ist auch in der Romanvorlage jede Episode in einem anderen Stil geschrieben. (ST)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (38) — Film: Cloud Atlas - Alles ist verbunden

Oceanic6: CinemaForever

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2.0Ärgerlich

"Cloud Atlas" ist ein schrecklich kalkulierter Reißer von der Stange, mit einer platten Nachhaltigkeitsbotschaft, die auf einfältige 3 Stunden ausgedehnt wird. Kaum fängt man an, sich an eine Szene zu gewöhnen und sich für eine Figur zu interessieren, kommt der nächste planlose Schnitt zurück in die Vergangenheit oder vorwärts in die Zukunft. Zwar gelingt es den Wachowskis und Tykwer dabei nicht ansatzweise eine einheitliche Sprache zu finden und inszenatorisch eine Brücke zwischen den verschiedenen Zeitebenen zu schlagen, das haben sie aber auch gar nicht nötig. Die Masse lässt sich schließlich mit einfallslosen Weisheiten und Dialogen und mit der pompösen Ausstattung, allen voran gaaaanz viel Maske und Silikon, ködern. Eine geschlossene Bildsprache, inszenatorischen Fluss und Subtilität sucht man jedoch vergebens. Außer einer simplen Message, unnötig aufgeblasener Oberflächlichkeit und der arroganten Regiearbeit bleibt am Ende nicht viel, über das sich diskutieren lässt. Nie machte ein Epos einen unnötigeren Eindruck. Was wir daraus lernen dürfen: Alles ist mit allem verbunden. Wow !!

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Baumkopf Holzfaust

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Nachtigall ick hör dir trapsen: Da spricht nichts als gelber Neid!


C_C

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someone is going to throw you over the balustrade someday, 'critic'...


Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] Die Musik, auch von Tykwer, ist emotional, aber angenehm dezent, weil man sich ja konzentrieren muss. Das, worauf man sich da konzentriert, sind prächtige Exempel und Veranschaulichung für einige hübsche kleine Ideen. Eine jeweils eigene erzählerische Kraft bleibt bei den einzelnen Episoden etwas auf der Strecke. Das zeigt auch das verpuffende, kaum abzuschätzende Ende, welches einen mit sich selbst zurücklässt. „Cloud Atlas“ ist eben ein großes, mal übermütiges, mal revolutionäres Projekt, das zu viel ausprobiert, um tief bewegen zu können. Trotzdem kann man in diesem radikalen Genremix durchaus Spaß haben, sich verzaubern lassen und zum Nachdenken angeregt werden – insofern hat diese Auslotung der Möglichkeiten und Grenzen des Kinos funktioniert.

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HerrLehmann: Das Manifest

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7.5Sehenswert

[…]CLOUD ATLAS bleibt ein faszinierender Film, der so beeindruckend leichtfüßig zwischen effektgewaltiger Sci-Fi und Kammerspiel, zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen kitschigem Pathos und liebenswerter Albernheit tänzelt. Es ist aber eben auch ein Film, der immer wieder betont, dass er mehr will, dass er wichtiges zu sagen hat, dieses Versprechen aber niemals einlösen kann.[…]

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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3.0Schwach

Käpt’n Ahab trifft Dorian Gray, während das "China Syndrom" läuft und Woody Allen einen Seniorenstift aufmischt, unterbrochen vom Hello-Kitty-Kellnerinnen-Plot im Matrix-Style. Dann gibt’s noch ein bisschen "Underworld"/"Mad Max" zum Ausstieg. Das setzt allerdings voraus, dass man überhaupt einen Einstieg gefunden hat.
"Cloud Atlas" ist eine Literaturverfilmung, der Roman "Der Wolkenatlas" von David Mitchell hat 600 Seiten – Literaturverfilmung, een janz schwierijet Kapitel. Bücher im Kino: zerhackt, zerstückelt, verfälscht. Aber mal ehrlich, wer geht ins Kino, um den Abgleich mit der Vorlage zu machen? Geht man nicht eher in den Film, um das Buch nicht lesen zu müssen?
Im Fall von "Cloud Atlas" gibt es allerdings schon bei der Vorlage ein gehöriges Hindernis für eine mögliche userfreundliche Umsetzung: Es werden sechs Geschichten parallel erzählt. Das Buch galt als unverfilmbar. Recht so.
Was sich in literarischer…


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ThomasWzS

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"Der Verdacht liegt nahe, dass man im Kino kein Zuschauer mehr ist, sondern Kunde. Was macht eigentlich die Filmkunst so? "
Ohja ... und dass diese Verballhornung eines wirklich lesenswerten englischen Romans aus Deutschland kommt, dem Land der Dichter und Denker oder waren es doch Richter und Henker?
Die Romanvorlage ist/wäre in meinen Augen perfekt verfilmbar gewesen, einfach der Erzählstruktur folgend wäre Abwechslung genug gewesen. So ist das Ding einfach nur verzappt worden.


erik.stein.12

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Danke! Jemand, der´s mal auf den Punkt bringt.


Markus Tschiedert

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9.0Herausragend

In Zeiten, in denen das Kino von Fortsetzungen dominiert wird und purer Spaß das Mit- und Nachdenken ausschaltet, wirkt 'Cloud Atlas' wie eine Offenbarung.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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8.5Ausgezeichnet

'Cloud Atlas' ist der erste in Deutschland [...] auf die Welt gekommene Film seit 'Lola rennt', der ästhetisch völlig auf der Höhe der Zeit ist.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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9.0Herausragend

Gut möglich, dass er auch an den deutschen Kinokassen enttäuschen wird. Weil er schwierig ist. Weil er einen hochkonzentrierten Zuschauer verlangt.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

Cloud Atlas gehört zu den Filmen, die über ihre Atmosphären, über die neu geschaffenen Welten in Erinnerung bleiben. Nicht die schlechteste Nachwirkung für drei Stunden packende, faszinierende und erstaunende Unterhaltung!

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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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8.0Ausgezeichnet

Was das Regiegespann hier in über 160 Minuten Lauflänge zeigt, reicht für eine ganze Filmografie. Der stete Wechsel der Handlungsorte erfordert ein gewisses Maß an Toleranz vom Zuschauer. Wer sich jedoch vollends und bedingungslos auf den Wolkenatlas einlässt, erlebt eine Achterbahnfahrt, wie es sie im Kino bislang noch nicht gegeben hat – und verzeiht auch das dezent verkitschte Finale.

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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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7.0Sehenswert

Denn obwohl [...] das Thema Reinkarnation/Menschwerdung hier deutlicher angesprochen werden als es in der Buchvorlage der Fall war, bleibt doch Einiges offen, denn die direkten, greifbaren Verbindungen zwischen den einzelnen Geschichten sind teilweise marginal und den Rest darf man sich dann gerne selbst im Kopf zusammensetzen.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Ein diffiziler Film, aber ein Faszinosum ersten Ranges.

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lucas.carvalho.5454021

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Ich ästimiere es als suboptimal, wenn man altera-linguale Synonyme iterativ apportiert

man und sowas nennt sich kritiker..


P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.0Ausgezeichnet

Manche Episoden sind gelungener als andere, viele Szenen könnte man weglassen. Und doch sieht man – nach einem katastrophal verworrenen Beginn – jederzeit gerne zu. Denn die drei Filmemacher inszenieren weniger ein intellektuelles Vergnügen als ein visuelles Spektakel. Und das ist gelungen: durch szenische Verknüpfungen, aber vor allem mithilfe einer exzellenten Kameraarbeit, toller Schauspieler und damit optischer Konsistenz halten sie den Laden zusammen.

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D. Maurer: Outnow.ch D. Maurer: Outnow.ch

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5.0Geht so

Die Wachowskis und Tom Tykwer liefern ein inkohärentes Epos ab, welches trotz philosophischen Denkansätzen unruhiges Ranken auf dem Kinosessel und lautes Gähnen provozieren kann - von Rausch keine Spur.

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Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Letztlich können nur die Figuren aus ihrem Handeln Lehren ziehen. Dem Zuschauer hingegen bleibt nur die Überwältigung - nicht mehr und nicht weniger.

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Hannah Pilarczyk: Spiegel Online Hannah Pilarczyk: Spiegel Online

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6.0Ganz gut

Man kann nicht behaupten, dass Cloud Atlas rundum gelungen wäre. Aber vielleicht reicht es ja schon, dass der Film halbwegs funktioniert, dass seine Figuren zumindest streckenweise überzeugen und seine Geschichten zum Schluss hin doch berühren.

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ThomasWzS

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... wäre da nicht eine Romanvorlage, die eine werkgetreuere und weniger verschnippelte Verfilmung verdient hätte ...


M.Keuschnigg: Die Presse, die Tageszeitun... M.Keuschnigg: Die Presse, die Tageszeitun...

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5.5Geht so

Cloud Atlas muss man vielleicht nicht als komplettes Erlebnis sehen, sondern als kreatives Stückwerk.

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Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel

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5.0Geht so

Stattdessen springt Cloud Atlas im gefühlten Minutentakt zwischen Genres und Zeitebenen hin und her, ganz als wolle er seinen eigenen Trailer kopieren. [...] Erzählen aber, auch das innovative, fordert Struktur. In Cloud Atlas dagegen regiert das Prinzip Dekonstruktion bis zur Selbstzerschnipselung.

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ThomasWzS

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leider ja ... dabei bietet der Roman eine solche Steilvorlage ... vielleicht haben die 3 Regiesseure da wirklich den Brei verdorben ... schade


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Selbst wenn Cloud Atlas absolut misslungen wäre, würde ich trotz allem die Chuzpe der Macher bewundern einen derart merkwürdigen, schlecht zu verkaufenden und hoffnungslos überambitionierten Film durchzukämpfen. Denn wieviele Indiefilme, selbst solche prominenter Regisseure, schaffen es ein solches Budget und Ensemble zusammenzubringen. Und die gute Nachricht bei alldem ist: Cloud Atlas ist gelungen. Er erzählt sechs Stories von Sklavenzeiten, Anfang des 20 Jhds, die Jetztzeit bis hin zu einer dystopischen Zukunft und liefert trotz allem das ein homogenes Ganzes ab, das eindeutig mehr ist, als die Summe seiner Teile.

Cloud Atlas ist bewundernswert montiert und ich möchte nicht wissen, wieviele Wochen die Wachowski-Geschwister und Tom Tykwer mit ihren Cuttern zusammengesessen haben um genau den richtigen Rhythmus zu finden in dem sie von einer Story zur nächsten wechseln. Auch wenn der erste Akt bisweilen etwas zäh erscheint und viel Exposition beinhaltet beeindruckt es wie leichtfüssig…

31 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

ThomasWzS

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Ich finde ja auch, dass ein Film für sich stehen soll. Doch diesmal habe ich bewusst den Roman zuerst gelesen und das was daraus wurde, ist einfach vergeigt ... auf hohem nieveau doch, was soll diese unselige Schnipselei? Bin mir sicher, dass die Romaverschachtelung als Film klasse funktioniert hätte, allerdings wäre die nahezu 6 fache Besetzungsliste notwendig gewesen, um diese für mich an den Haaren herbeigezogenen Mehrfachrollen zu vermeiden ... hätte halt etwas mehr gekostet.


José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

Für die nun auch in Deutschland unter dem Titel „Cloud Atlas“ anlaufenden Verfilmung von Mitchells Roman gehen die Regisseure Lana & Andy Wachowski sowie Tom Tykwer einen anderen Weg. Zwar behalten sie als Rahmenhandlung die Erzählung des alten Zachry (Tom Hanks) im fernsten Zukunftsstrang bei. Sie reißen aber die jeweilige Episode nicht in zwei Hälften, sondern in zahlreiche Fragmente auseinander. Der Film schneidet alle sechs Geschichten parallel, sodass die rasante Montage von Alexander Berner dauernd von der einen in die andere Handlung springt. Verbindungen auf der Bildebene werden kaum eingesetzt, so etwa wenn sich die Figuren aus zwei Handlungsstränge eine Einstellung teilen und dann vom einen in den anderen Erzählstrang fließend übergegangen wird. Dynamischer gestaltet sich der Übergang, wenn sich die Füße, die 1849 über die Takelage eines Segelschiffs laufen, im nächsten Bild in die Füße der Duplikantin Sonmi-451 (Doona Bae) verwandeln, die über einen Steg zwischen zwei…

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ThomasWzS

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Klasse, dass Du einen Vergleich zwischen Roman und Verfilmung anstellst - viele Kommentatoren kennen das Buch wohl nicht.
Die im Film offensichtlich gemachte Seelenwanderung, die der Roman nur zart andeutet findet ich eindeutig überinterpretiert und damit überbewertet. Ebenso die weitere Verschnippelung und das in Verbindung setzen der einzelnen Teile ... sehr schade drum, denn dem Zuschauer werden Bilder vorgesetzt, die im Buch nur eine von vielen denkbaren Möglichkeiten sind.
Dabei finde ich den Ansatz, der Zeitaufhebung durch parallel verlaufende Übergänge gar nicht schlecht, nur die Zwangsläufigkeit zu determiniert, zu wenig der fliessenden Wolkenbewegeung eines Cloud Atlas entsprechend.


Filmering: Filmering.at

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8.0Ausgezeichnet

Mit Cloud Atlas ist den Wachowski-Geschwistern und Tom Tykwer der wohl radikalste Genremix des Kinojahres gelungen. Innerhalb des kolossalen Handlungsrahmens spiegeln sich unzählige Ansätze, Genres und Tonlagen wieder, was zu einem riesigen Geflecht an Stimmungen und Eindrücken führt. Auf Grund des verspielten und experimentierfreudigen Charakters des Films funktioniert auch bei weitem nicht alles so gut - so kann eine hochgradig sensible Szene schon einmal auf leicht trashig angehauchten Klamauk folgen (und manches erscheint gar recht bizarr). Aber was bei anderen Filmen fatale Folgen hätte, verstärkt in Cloud Atlas nur den Eindruck, dass man einen kaleidoskopartigen Blick auf das narrative Konstrukt wirft und dieses in seinem Facettenreichtum einen noch reichhaltigeren Eindruck hinterlässt. Auch die locker verwobenen Einzelgeschichten und die zarten Anknüpfpunkte sind höchst faszinierend und insgesamt ist Cloud Atlas ein äußerst imponierender Film, der einen einzigartigen Charakter besitzt.

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Andy Dufresne

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Gott wie ich auf den Film warte! Für mich DER meisterwartete Film des Jahres...


Alle Kritiken (38)


Kommentare (314) — Film: Cloud Atlas - Alles ist verbunden


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New Cameron

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Bewertung5.5Geht so

Deterministischer Esoterik-Trip, fehlte nur noch, dass eine süffisante Person mit überteuerten Anrufpreisen und Tarot-Karten mir die Zunkunft liest. Jeder profanen Kleinigkeit wird Heilligkeit zugesprochen, alles hat irgendwie Bedeutung, um dann doch am Ende zu erfahren, dass es doch nicht so ist, und wir alle dem Fatalismus untergeben sind. Es gibt keine Weiterentwicklung, keine Änderung, nur eine Totalität, irgendwie erinnert mich an "Sieg, Heil". Meine Frage, warum dieser Mist? Also thematisch ist der Film eine Katastrophe. Noch dazu diese angrenzend komödiantisch anmutende Art die gleichen Schauspieler in verschiedenen Kostümen zu verkleiden, was dem fragmentarischen Spielerein der Wachowskis nicht zu Gute kommt. Was ist falsch daran verschiedene Personen, in Verbindung zu setzen? Auch Tom Hanks, der sich schauspielerisch seit Forrest Gump nicht weiterwentwickelt hat, heiligt jeder Rolle sein verschmitzes Lächeln drein. Klar, so wurde ein Werk geboten, das mit schönen Bildern brilliert, oft unfreiwillig komisch sich darbietet, und antike Weltbilder wieder auffrischt. Auf diese Weise verliert man sich leicht im seichtem Soundtrack im Film und findet sich am Hörer bei den Zukunft vorhersagenden Ladies in der Nacht wieder. Arrivederci

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Pigmalion

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Ergänze "Sieg Heil" durch "Siech Heil" und ich stimme vollumfänglich zu.


cyberpunky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Endlich mal wieder ein Film der sich von der belanglosen Masse abhebt, Kultpotential durchaus vorhanden, nachträgliche Aufwertung wahrscheinlich!

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spanky

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Bewertung4.0Uninteressant

Seifenüberdosis!

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cyranorick

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Bewertung6.5Ganz gut

Nicht uninteressanter Steifen, der einige recht unterschiedliche Geschichten erzählt, die fadenscheinig oder grob in irgendeiner Weise lose miteinander verbunden sind.
Wenn es hier jedoch eine grössere Botschaft geben soll, ist mir diese wohl leider eher entgangen.
Aber allein das spassige "Schauspieler in Mehrfachrollen finden", und das entdecken von Kati Karrenbauer sind ein Grund sich den Film einmal anzuschauen.

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Andy Dufresne

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Kati die Aufmischerin ---> Brüller im Kino :)
Nobody fucks with (the) Walter ;)


cyranorick

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*lach*
Kann ich mir vorstellen.. :)


LummiFlem

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich habe den Roman dazu nicht gelesen und kann deshalb nicht sagen, in welcher Art und Weise das Buch besser oder schlechter ist... Die Inszenierung ist aber einfach gelungen. Klare, schöne Bilder... dazu dann noch dieser fantastische Soundtrack... Ich war ziemlich beeindruckt, als ich das Kino verlassen habe.
Ich muss zugeben, dass der Film den philosophischen Aspekt der Wiedergeburt bzw. des Wiederaufeinandertreffens in verschiedenen Zeiten vielleicht nur angekratzt hat. Trotzdem ist der Film einfach gelungen. Die Besetzung mit Tom Hanks und Ben Whishaw war sehr passend, wobei mich auch immer wieder die Maskerade beeindruckt hat. Im Ganzen einfach ein wunderbarer Film, der für sich steht und empfehlenswert ist.

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ratomelf

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein aufregende Verpackung, die sich sehr viel Mühe gibt, die fehlende Substanz bzw. die Banalität der Erzählung zu verhüllen. So wird dieser Film mir zwar vermutlich lange in Erinnerung bleiben, vielleicht aber auch der schale Beigeschmack. Es bleibt aber ein wirklicher Erlebnischarakter, den ich nur wenigen Filmen zuschreiben kann.

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iTim

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass mich der Film, als ich einen Trailer davon gesehen habe, ein wenig irritiert hat. Ich bin es nicht gewohnt, so viele einzelne Handelsstränge in einem Film vorzufinden, die aber augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben. Als ich mir heute den Film angeschaut habe - 3 Stunden, nicht schlecht - bin ich zu dem Schluss gekommen, dass er die Handlungen wunderbar erklärt, ich für meinen Teil hätte aber eine differenziertere Erzählensweise deutlich angenehmer gefunden. So habe ich mich während des Films oft dabei ertappt darüber nachzudenken, was die mit der anderen Person zu tun hat, die aber aus einer ganz anderen Zeit kommt, was für mich aber nicht sofort ersichtlich war. Ich habe ihn dennoch gern gesehen und empfehle ihn auch gern weiter.

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C_C

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Bewertung9.5Herausragend

Wunderschöner Film, wunderbare Story, überraschend hochwertige Darstellung. Unfortunately it ain't true. It just ain't true. No true-true.

All of it just for the sake of 'more'?

Hope is all that's left.

I lost mine long ago. Anybody left, who hasn't?

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Tatarian Stallion

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Lange habe ich den Film gemieden und wollte ihn mir wirklich nicht anschauen. Ich habe mir mal die Handlung durchgelesen und dachte mir "Das kenne ich doch schon alles irgendwo her". Nun habe ich es gewagt und mir den Film angeschaut und ich bin in der Tat positiv überrascht. Der Film wirkte auf mich sehr faszinierend. Ich kam mir so ein bisschen vor als wäre ich in einem Malick-Universum. Der pantheistische Anstrich des Filmes, der hier mehr durch Erzählungen und Handlungen zum Vorschein kommt, hat es mir doch irgendwo angetan. Bei Malick wird der Pantheismus mehr durch poetische Bilder und Mantras verkörpert. Hier wurde ein anderer Weg gewählt, der auch gut funktioniert, aber am Ende doch nicht ganz ausgewogen ist. Teilweise fehlen doch zu sehr die Verknüpfungen und irgendwie kommt die wichtige Cloud-Atlas-Symphonie zu kurz. Die Muttermale scheinen ebenso wichtig zu sein, verlieren aber schnell ihre Relevanz....

.... und doch trotz Allem: Der Film hat was sehr berührendes: Vergänglichkeit. Es wird ein Punkt angesprochen, der tief in der menschlichen Existenz verankert ist. Es kommen Fragen hervor "Warum, Wieso, Weshalb". Es wird uns ein Spiegel vorgehalten: Betrachte man das Zukunftsszenario, in denen die wilden Menschen aus dem Tal annehmen einen Gott anzubeten, der in Wirklichkeit ein Mensch war mit einer tief ergreifenden Botschaft. Reflektieren wir dieses Szenario auf unsere Gesellschaft und man sieht an allen Ecken und Enden Religionen, obwohl wir uns mittlerweile in einer Zeit befinden, in der Religionen wissenschaftlich betrachtet nicht das sind für was sie sich theologisch ausgeben. Betrachtet man, dass das Judentum seinen Ursprung in der ägyptischen Mythologie hatte oder dass der Monotheismus zunächst aus dem Polytheismus entstanden ist; und das die Verknüpfungen immer wieder dazu führten, dass neue Religionen entstanden, deren Anfänge alle die gleichen absurden Ursprünge hatten, so fühle ich mich genau an dieses Szenario des Filmes zurück erinnert.

Im Grunde genommen zeigt der Film die Menschheit in einer zivilisatorischen Entwicklung; wie wir in unserer Vergänglichkeit unvergängliches schaffen, was missinterpretiert werden kann oder uns möglicherweise auf die nächste Stufe des zivilisatorischen Fortschrittes bringt. Technik, Wissenschaft, Glaube, Mythen.... alles auf einen Nenner reduziert, der sich Mensch nennt und dieser weilt auf einem Staubkorn im Universum und treibt sein Unwesen :)

Der Film schafft es dabei gekonnt das Gleichgewicht zwischen Humor und Ernsthaftigkeit beisamen zu halten. Ich muss auch ein Lob an Tom Hanks aussprechen. Es ist lange her, dass ich ihn so gut sah. Ein wirklich ausgezeichneter Film, dem der letzte konsequente Anstrich fehlt.

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lieber_tee

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Gefällt-mir-Interpretation des Films. Für mich war er auch ein Film über verschiedenste Formen von Widerstand gegenüber Unterdrückung, über Generationen hinweg, ein erstrebenswerter Wert von Menschen.


IZO

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Bewertung4.0Uninteressant

zuviel tiefgang und ideen um den film eine schlechtere bewertung zu geben, aber unfreiwillig komischer film, aufgrund schlechter ausstattung und besetzung. schade...

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tobmovie

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

ich gebe 10 Punkte für die wunderschöne Aufmachung, toller Schnitt und liebevoll augearbeitete und gespielte Episodenstränge. Hier kann man sich mitreißen lassen, eintauchen, dahinschweben... ohne eine Sekunde Langeweile - wenn man währenddessen nicht versucht, das ganze im Detail aufzudröseln.
ich gebe 6 Punkte für den zu weit hergeholten Gesamtzusammenhang. Ich kann zwischen den einzelnen Episoden und den Figuren darin keine klareren Zusammenhänge finden, als zwischen allen Menschen überhaupt, und allen Filmen überhaupt. Hier wurde "einmal alles" an Lebensmotiven und Konfliktpotenzialen aus der Kiste geholt. Das ist mir zu unspezifisch, um genial zu sein.
= 8

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CJ1203

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Bewertung9.0Herausragend

Natürlich geht es in Cloud Atlas auch um eine Frage der Transzendenz, der Wiedergeburt, aber die eigentliche Leistung dieser Wachowski-Tykwer-Produktion ist schließlich die Darbringung eines dem Film unterlegten Geschichtsverständnisses, das in dieser Weise seinesgleichen sucht. Der Mensch kann, wenn er in dieser Größenordnung denkt, wie es Cloud Atlas nicht nur vorgibt, sondern zweifelsfrei auch tut, dies letztlich nur mit Rückgriff auf eine Ganzheitlichkeit tun, in die er auch in seinem gegenwärtigen Sein eingefasst ist. Das klingt komplizierter, als es ist: Gestern, heute, morgen - alles ist in einem Ganzen verbunden. Dabei aber prägt das je Vorangegangene das je Kommende vor, ohne dass dies explizit in der jeweiligen Zukunft bewusst gemacht wird. Die "naturgegebene Ordnung", von der immer wieder gesprochen wird, erhält sich also in den Vorurteilen jeder Generation, wenngleich diese auch immer anders ausgelegt werden. Sklaverei, Homophobie, Profitgier, Generationenkonflikt, Kampf ums Überleben zwischen Völkern, Rassen, etc. - sie alle ähneln einander in ihrer Sturktur - und der Film tut nichts anderes als diese und den Kampf mutiger Individuen gegen ebenjene aufzuzeigen. Wer behauptet, das geschehe in einem zu komplexen Ausmaß, dem muss entgegengehalten werden, dass die Wachowski-Zwillinge und Tykwer gemäß der Vorlage die Umsetzung noch verhältnismäßig einfach halten, finden sich immerhin heutzutage, ebenso wie in der Geschichte solche "naturgemäßen Ordnungen" nicht nur in spezifischen gesellschaftlichen Randbereichen, nein, sie durchdringen die gesamte Gesellschaft. Der Kampf der Individuen scheint dabei zumindest auf den ersten Blick aussichtslos, ganz à la Nietzsches "ewiger Wiederkehr". Auf den zweiten Blick wird allerdings ersichtlich, dass nur durch diesen Kampf, Wandel, Veränderung und letztlich ein Weiterleben der Gattung "Mensch", der Menschlichkeit schlechthin, erreicht werden kann. Fragt sich freilich nur, wann wir beginnen, uns gegen überkommene gesellschaftliche Strukturen und vermeintlich goldene Kälber zur Wehr zu setzen.

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Martin Oberndorf

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Schöner Kommi. Und freut mich,.dass ihn noch jemand außer mir toll fand.


CJ1203

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Danke :) Ja, deine Bewertung und dein Kommentar waren für mich auch ein Mitgrund, den Film nochmal anzuschauen und mir Gedanken darüber zu machen. Hab ihn ursprünglich auf Englisch im Kino gesehen und war dann doch ein bisschen überfordert - jetzt auf DVD mit Untertiteln ging's doch ein bisschen besser. Fest stand allerdings schon damals: Cloud Atlas ist schlicht ein großer, ein monumentaler Film - darin kann man sich einfach verlieren ;)


zmpfl

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Doch, großes und gewagtes Kino.
Gestört hat mich die Tatoosache:
Wieso musste jeder der entscheidenden Personen dieses Sternschnuppentatoo haben ?
Das nimmt der erfreulicherweise vielschichtigen Message irgendwie die Wucht: Es gibt also doch eine höhere Macht/Gott, und das jeweilige Schicksal ist "vorbestimmt"(Yak!)?

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el benko

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Bewertung5.5Geht so

mich hat der tod der leute nen scheiß ineteressiert.
sowas sollte eigentlich nicht passieren.
regie,schauspieler und editor.team scheinen sich da nicht auf einer linie bewegt zuhaben.

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matschscheibe

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Bewertung1.0Ärgerlich

Interessante, teilweise sehr schöne Bilder. Aber welchen Sinn soll bitte die Handlung machen ? Absoluter Quatsch ! Verschenkte Zeit, überbewerteter Film !

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mr.martini

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Bewertung7.0Sehenswert

Wenn man so nachträglich wie ich jetzt über den Film sinniert hat jede Story für sich gesehen so ihren eigenen Charme.
Alles in allem ein ganz netter Episodenfilm,- für mich am besten mit Pulp Fiction zu vergleichen.
Die große philosophische Erkenntniss hat sich mir zwar nicht erschlossen, hatte ich aber auch nicht erwartet!(hab wenig Werbung geguckt und war so auch nicht gehypt).
Auch gelangweilt hat er mich keinesfalls.

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Chrisetoph

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Bewertung0.0Hassfilm

CLOUD ATLAS ist ein Paradebeispiel, wie man einen Film mit einer nicht-linearen Erzählperspektive an die Wand fahren kann. Ich liebe dieses Stilmittel, das in 21 GRAMM oder MEMENTO perfekt verwendet wird. In diesen Filmen fiebert man der Auflösung entgegen, wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen. CLOUD ATLAS hingegen bietet 2 1/2 Stunden gepflegte Langeweile. Über die gesamte Laufzeit waren mir die einzelnen Querverbindungen dermaßen egal. Dazu kommt die furchtbare Synchro in den post-apokalyptischen Szenen (Yoda ist ein Germanist dagegen). Und warum zum Teufel spielen die Schauspieler gleich bis zu 6 Rollen? In Aronofskys THE FOUNTAIN ergab das ja durchaus noch seinen Sinn, da die Charaktere aufeinander basierten. In CLOUD ATLAS spielt ein und derselbe Schauspieler teilweise völlig unterschiedliche Charaktere. Alles ist verbunden. Na super.

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kobbi88

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Bewertung6.5Ganz gut

Das war sie also. Die teuerste deutsche Produktion aller Zeiten. Was ich nicht alles über diesen Film gehört und gelesen habe. „Bester Film des Jahres“ war da dabei. „Lieblingsfilm“. Dann auch „schön anzusehen, aber leider belanglos“. Und „totaler Mist“, „überbewertet“ und „leider nur Mittelmaß“ war dabei. Kurz: Der Film ist einer, der extrem unterschiedlich aufgenommen wird. Also muss ich mir wohl selbst ein Bild davon machen. Ins Kino hat er mich zwar letztes Jahr nicht ziehen können, aber dann immerhin auf BluRay. Und auf einem doch relativ großem Bildschirm. Wenigstens das wollte ich dem Film zugestehen, denn wenn man eines einstimmig in allen Kommentaren und Kritiken hören konnte, dann war es eines: eine tolle Optik.

Und das stimmt natürlich. Optisch sind natürlich vor allem die Episoden in der Zukunft beeindruckend. Keine Frage, es sind imposante Bilder. Einmal die hoch technisierte Welt in Korea. Klar, wenn die Wachowski-Brüder/Geschwister (ich bin mir nicht sicher, wie da der aktuelle Stand ist) etwas können, dann ist es so etwas (auch wenn ich Matrix bisher immer noch nicht gesehen habe. Ja, sowas soll es auch geben). Und die zweite optisch beeindruckende Episode ist natürlich die Postapokalypse. Die Natur hat über die Technik des Menschen gesiegt und ist wieder in einen natürlichen, wilden Zustand zurückgekehrt. Back to the roots. Mit monumentalen Bergen, Ausblicken. Und optisch ist auch die dritte Wachowski-Episode, die Schiff-Geschichte, sehr schön. Das soll nicht heißen, dass die drei Episoden von Tom Tykwer eine schlechte Optik hätten, aber schon von den Möglichkeiten der Geschichten können sie einfach nicht so imposant und erinnerungswürdig sein.

Aber auch wenn Kulissen, CGI und Effekte wirklich allesamt klasse sind, so gehört für mich auch etwas anderes zur Optik, und das ist wie ein zweischneidiges Schwert: Maske und Kostüm: Einerseits gute Ideen, klasse (historische) Gewänder, Gesichtsbemalung toll, auch die einzelnen Accessoires passen sehr gut. Andererseits krieg ich das Kotzen (tut mir Leid für meine Ausdrucksweise), sobald Latex (oder was das ist) ins Spiel kommt. Entweder etwas stimmt nicht mit meinem ästhetischen Empfinden oder die Latex-Masken sehen (bis auf ganz wenige Ausnahmen) verdammt schlecht aus. Keine Spur von Natürlichkeit. Egal ob es nun asiatische Masken in der Zukunft, die „geschlechtsumwandelnde“ Masken oder einfach nur Masken zum „Älter machen“ sind. Es sieht nicht gut aus. Ach was, es sieht schlecht aus. Es sieht sogar so schlecht aus, dass ich mich ständig fragen muss: Warum sieht das keiner, warum empfindet das keiner so wie ich? Warum sagen die Regisseure nichts, warum lassen die das zu? Aber da ich da anscheinend zur sehr kleinen Minderheit gehöre, denke ich mir wieder, dass vielleicht doch etwas mit meinem ästhetischen Empfinden nicht in Ordnung ist. Aber sie wollen und wollen mir nicht gefallen. Und wenn man sich dann tatsächlich ein bisschen an ein Latex-Gesicht gewöhnt hat, dann gibt’s nen Schnitt und die nächste Maske, die mir wieder nicht gefällt. Und so zieht sich das den ganzen Film durch!

Apropos: Natürlich muss man hier auch auf den Schnitt eingehen. Manchmal ist er durchaus passend. Vor allem, wenn zwischen zwei Episoden hin und her gesprungen wird. Ja, dann sieht man die thematischen Verbindungen, die thematischen Parallelen sehr gut. Durch Musik, durch Accessoires wird das unterstützt. Manchmal wird der Ton aus der einen Episode in die andere übernommen. Dann passt es, dann ist es perfekt. Aber das passiert nicht immer. Denn oft wird auch meiner Ansicht nach willkürlich von einer Episode in eine andere gesprungen. Wird ohne Zusammenhand plötzlich eine andere Episode gezeigt. So als ob die Macher gesehen haben: Oh, von dieser Geschichte haben wir noch ganz schön viele Minuten übrig, dann muss die halt jetzt mal reingeschnitten werden.

Genauso wie der Film manchmal ohne Zusammenhang in eine andere Episode springt, springe ich nun zu den Darstellern. Der Cast ist von den Namen her natürlich absolute Spitzenklasse. Ich muss sie nicht alle aufzählen, da kann man auch selbst nachsehen. Aber zwei Namen muss ich dann doch nennen, die für mich besonders aus den allesamt gut aufgelegten Darstellern herausragen. Das ist einerseits Jim Broadbent. Er rockt diesen Film. Er ist der absolute Oberhammer. Jede Szene mit ihm wird von ihm dominiert, schon nur durch seine Anwesenheit. Aber natürlich, von Mr. Broadbent bin ich nichts anderes gewohnt. Und ja, da kann auch ein Tom Hanks nicht dagegen anstinken.
Von Broadbent ist man eine solche Leistung also gewohnt. Aber ich hätte nie nie nie im Leben, und ich wiederhole es, nicht ein einziges mal gedacht, dass mir Hugh Grant in einem Film so extrem gefällt. Grant passt perfekt in jede einzelne Rolle und ich hab ihn nie so gut in einem Film gesehen. Vielleicht lags daran, dass ich keine Erwartungen an ihn hatte, aber er ist mir ebenfalls sehr positiv in Erinnerung geblieben.

Und zum Schluss (ne gute Überleitung fällt mir nicht ein) noch zu Inhalt und Thematik.
Ja, die Episoden hängen irgendwie zusammen. Durch die Musik, dann mal durch Kleidung oder andere kleine Elemente und natürlich durch die Themen Widerstand, Evolution, Sterben und Wiedergeburt (und wahrscheinlich noch einige mehr). Und einzeln für sich funktionieren die Episoden eigentlich auch echt gut, auch wenn sie vor Klischees fast überlaufen. Eigentlich wünschte ich mir, es würde nicht nur eine Episode bleiben, sondern man würde aus den Episoden einen kompletten Spielfilm machen.
Aber als kurze Episoden, vor allem so geschnitten, funktionieren sie nicht. Ohne Ziel läuft der FIlm so vpr sich dahin. Und auch zu den Charakteren habe ich nie so rechten Zugang bekommen (außer zum alten Buchverleger). Die Episoden haben mich nie erreicht, nie gepackt, gefesselt oder sonst was, obwohl ich immer gemerkt habe, dass da so viel Potenzial vorhanden ist. Tykwer und die Wachowskis wollten viel. Sie haben viel probiert, und das honoriere ich auch. Aber sie wollten zu viel. Sie haben so viel hineingesteckt. Humor, aber teilweise zu übertrieben. Gewalt, aber teilweise zu übertrieben. Drama, aber teilweise zu klischeehaft. Und zu übertrieben. Action, aber teilweise zu übertrieben. Too much in allen Punkten. Sie sind über das Ziel hinausgeschossen und haben, und das ist eigentlich das schlimmste, zumindest mich emotional nicht erreicht. Sie wollen einen Film für Hirn und Herz machen. Aber es blieb bei mir nur beim Hirn.
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Also, es ist bei weitem kein schlechter Film. Aber um nun zum endgültigen Schluss ein ausgelutschtes Bild zu bemühen: der Film ist wie ein riesiger Beutel voll Süßigkeiten. Wenn man nur ein paar Süßigkeiten isst, dann schmeckt es, man ist glücklich, fühlt sich klasse. Aber sobald man den ganzen Sack auf einmal futtert, kann einem sehr schnell schlecht davon werden.
Ein wohl dem, der auch viele Süßigkeiten gut verträgt.

bedenklich? 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 24 Antworten

Iamthesword

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Ich empfand es als störend...


el benko

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geht i.o.


HELLSPAWN25

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Pessimist: "Und wofür? Wofür? Ganz gleich, was du auch ausrichtest - es wird niemals mehr sein als ein einzelner Tropfen in einem unendlichem Ozean!"
Der Optimist: "Was ist ein Ozean - wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen..."

"CLOUD ATLAS"

Parallelwelten, Reinkarnation und das Handeln einer einzelnen Person, mit dem etwas klein beginnt und in einem großen Ganzen endet. Wenn du an etwas glaubst, dir etwas wichtig ist - dann höre nie auf damit immer mit ganzem Herzen für ES zu kämpfen! - Dies oder Ähnliches, denke ich, will uns "Cloud Atlas" mit seiner Geschichte näherbringen. Wie ich finde, ein schöner Denkanstoß in der heutigen Zeit, den man sich und der Welt nicht oft genug wiederholt sagen kann...

Als Film funktioniert Cloud Atlas in der ersten Hälfte nicht ganz so, wie vielleicht gewünscht. Man wird recht lange im Dunkeln darüber gelassen, um was es eigentlich geht. Episodenhaft wird man mit vielen verschiedenen Welten und immer wiederkehrenden Charakteren als Bewohner dieser Welten überhäuft. In der zweiten Hälfte gewinnt der Film jedoch an Zusammenhang, Tempo und Spannung und endet dann in einem unerwartet großen und emotionalen Finale für alle Träumer, Romantiker und Revoluzzer da draußen. Schön, dass auch Klassiker wie "Soylent Green" zitiert werden. Tom Tykwer (Das Parfum, Lola rennt) und die Wachowski´s (Matrix, V wie Vendetta) haben mit Cloud Atlas etwas geschaffen das nicht perfekt ist - wohl aber zum Nachdenken anregt und sicher auch ein zweites Mal betrachtet werden darf, um alle Zusammenhänge und Nuancen zu verstehen und zu sehen.

Kein Film für jedermann, aber eine solide 7,5 von 10 rein als Film und eine 8 von 10 für das Bemühen den Menschen erneut die Augen zu öffnen...

Verhör-Agent: "Und was, wenn keiner diese Wahrheit glaubt?"
Gefangene mit tiefem Blick in die Augen des Verhör-Agenten: "Einer tut es bereits!"

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Kriegsmaschine

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Was zum ... irgendwie habe ich ein Deja-vû bei deinem Review. ;)


HELLSPAWN25

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:-)


Disintegration.Yue

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Bewertung4.5Uninteressant

Muss ich das Ende gesehen haben um ihn komplett zu verstehen?
Ich bin nach zwei Stunden eingeschlafen, weil mir einfach der Elan fehlte weiter zu gucken. Ich mag eigentlich Film mit verschiedenen Zeitebenen, die etwas verwirrend etc sind, aber bei diesem gab es mir überhaupt keinen Grund das verstehen zu wollen. Nach zwei Stunden hab' ich immer noch nicht richtig durchgesehen und mir war es dann schlicht und einfach zu doof weiterzugucken... Nach den ganzen Kritiken hier werde ich mir das Ende wohl doch noch ansehen, aber anscheinend läuft es echt nur darauf hinaus, dass die eben alle 'miteinander verbunden' sind. Wenn es jetzt wirklich nur das ist, bin ich enttäuscht.
Er zieht sich einfach unglaublich in die Länge und hat dafür, meiner Meinung nach zu wenig zu bieten und ich bezweifle stark, dass das Ende es jetzt wirklich rausreißt.

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