Der Club der toten Dichter

Dead Poets Society (1989), US Laufzeit 128 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 25.01.1990


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7.5
Kritiker
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7.6
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119 Kommentare
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von Peter Weir, mit Robin Williams und Ethan Hawke

Der Club der toten Dichter ist ein bewegender Film und ein Aufruf zum selbstständigen Handeln und freiem Denken.

Ein neuer Lehrer (Robin Williams) bringt mit seinen unorthodoxen Unterrichtsmethoden den Alltag an der Eliteschule durcheinander. Mit seinem unkonventionellen, aber leidenschaftlichen Unterricht sorgt er sowohl bei seinen Kollegen als auch bei den Schülern (unter ihnen der junge Ethan Hawke) für Unruhe. Sein Motto lautet ‘Carpe Diem’, was so viel heißt wie ‘Nutze den Tag!’ und zugleich ein Motiv aus der Barockliteratur ist.

(Quelle: OMDB)

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Kommentare (117) — Film: Der Club der toten Dichter


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Michelle Jäger

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Bewertung9.0Herausragend

Ich hatte Gänsehaut als ich diesen wunderschönen und traurigen Film gesehen hatte.Ein Film über wahre Posie und der berührt.Robin Williams war in diesem Film einfach fantastisch.Dieser Film gehört zu den besten Filmen von Robin Williams.Oh Captain,my Captain.Durch diesen Film bleibt Robin Williams unvergessen.

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Booooniggl

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Bewertung9.0Herausragend

"O Captain my Captain!"
Was kann man über diesen tollen Film überhaupt noch schreiben, was nicht schon hundertfach geschrieben wurde... für mich als angehenden Lehrer ist er definitiv inspirierend. Aus dem engen Lehrplan-Korsett ein bisschen raus zu kommen ist heutzutage kaum möglich, doch zeigt der Film auf eine sehr schöne Art und Weise wie Heranwachsende Menschen von anderen Werten profitieren können.
Der Film berührt einfach so viele Themen, dass ich hier die Nacht durchschreiben könnte darüber. ^^
Das Gedicht von Whitman geht ja weiter mit "our fearful trip is done". Nachdem man diesen kleinen Satz schon im Film immer wieder auf Szenen anwenden kann und viel damit interpretieren kann, steht am Ende auch für einen der besten Schauspieler überhaupt: Robin Williams. RiP. :(

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Bletch

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seit Jahren nicht mehr gesehen, es wird also mal wieder Zeit. Damals einer einer Lieblingsfilme, die nicht mit 'Geballer' zu tun hatten...


lennardB.

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Bewertung9.5Herausragend

Einer der besten Filme aller Zeiten, vorallem Robin Williams ist fantastisch.

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chlamydomanu

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Bewertung7.5Sehenswert

Etwas zu süsslich im Abgang, ein klebriger Nachgeschmack bleibt auch zurück. Aber sehr lobenswert in der Tendenz - und mit wirklich vielen guten Momenten und einem hervorragenden Robin Williams.

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Polyphem

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Bewertung4.0Uninteressant

Dieser Film wird allgemein bejubelt. Aber wenn man näher hinschaut, kann es einen nur gruseln. Magnus Klaue hat das sehr gut erläutert: "In 'Der Club der toten Dichter' spielt Robin Williams den links-charismatischen penetrant gutherzigen Lehrer John Keating dessen Dauergrinsen für seine Schüler inmitten der repressiven Atmosphäre ihres Eliteinternats Vorschein einer durch Einbildungskraft beseelten besseren Wirklichkeit ist. In Wahrheit ist er eher ein emotionaler Fitnesstrainer und verkörpert gegenüber den abgehalfterten pädagogischen Autoritäten, die den subjektiven Befindlichkeiten ihrer Schüler mit Gleichgültigkeit begegnen und nur auf Leistung pochen, den guten Papa, der jeden Zögling ein 'sei du selbst' mit auf den Weg gibt und dessen Kompetenz weniger in seinen Fähigkeiten als in seiner ganzen Person besteht. Konsequent agiert er mit vollen Körpereinsatz, wirft sich Gedichte-rezitierend mit erröteten Wangen in die Brust und gibt euphorisierende Parolen von sich wie ein Fähnleinführer. Einige seiner Fans begründen die Geheimgesellschaft 'Club der toten Dichter', in dem der Lehrer schon war, um im Geiste ihres Lehrers ohne institutionellen Zwang Gedichte lesen und schreiben zu können. Als im Zuge ihrer Partisanenaktivitäten ein Schüler verunglückt, gibt die Schulleitung dem progressiven Pädagogen die Schuld. Bevor dieser seinen Abgang hat, am Ende des Films, erklimmt der schüchternste Zögling das Pult und verabschiedet sich von seinem Idol, mit den Worten: 'Oh Captain, my Captain!'.

Aufmerksame Zuschauer haben sich schon seinerzeit gefragt, worin die Schulkritik dieses Films eigentlich bestehen soll. War es doch der letzte Schrei pädagogischer Organisierung, der hier als das andere der schlechten Realität ausgegeben wurde. Heute ist aus dem Film noch der letzte Rest an widerständigen Potential gewichen, selbst an den Universitäten lächelt jeder Juniorprofessor wie Robin Williams und strukturkonservative Dozenten werden von Bachelorstudenten befragt, warum man denn keine Gruppenarbeit macht. Der Individualforscher, der alleine über seinen Büchern arbeitet, ist ersetzt worden durch den Motivationstrainer, für den noch die verbindlichste Erkenntnis ein Ereignis ist und der den Examskandidaten, deren Anzahl ein Kritierum für seine Evaluation ist, die Wahrheit aufschwatzen muss, wie ein Focus-Abonnement. Dabei lässt sich von John Keating lernen, wie es mit der Lust am freien Denken bestellt ist, mit der die von staatlicher Gängelung befreite Universität der Gegenwart so gerne wirbt. Im Modus der Konfrontation vom Zwang der Insitution, der aus den Schülern keine guten Menschen, sondern brave Schulabgänger machen will, mit der Herzenswärme des Charismatikers, der den Schülern nicht in seiner sozialen Rolle, sondern als durch Hingabe sanktionierter Guru entgegentritt, stellt der Film nicht Norm und Freiheit, sondern zwei Modelle von Autorität gegenüber. Und die sind für bestimmte Modernisierungstendenzen in der Pädagogik tatsächlich charakteristisch.

Die Autorität der Insitution ist repressiv, jedoch in ihrer Repression egalitär, für sie zählt nur, was der Einzelne leistet und wie gut er gehorcht, aber nicht wer er eigentlich ist. Die Autorität des Charismatikers dagegen appelliert an jeden einzelnen und persönlich und drängt nicht auf Einhaltung von Regeln, sondern auf Gehorsam ohne Befehl, nicht auf abstrakte Uniformität, sondern auf individuellen Konformismus. Sie ist weniger Verbot, sondern Schutzmacht. Nicht der Schüler hat ihr gegenüber Leistung zu erbringen, um belohnt zu werden, sondern sie schenkt dem Schüler Wärme und Vertrauen, um ihn nicht als Schüler, sondern als ganzen Menschen zu verpflichten. Solche Autorität produziert keine Freiheit, sondern refraktäres Ketzertum, dass sich, wie die Schlussszene des Films zeigt, imselben Moment da es sich gegen die Autorität der Institution erhebt, der im Captain personifizierten charismatischen Herrschaft umso blinder ausliefert." (Abgeschreiben aus einem Vortrag: http://audioarchiv.blogsport.de/2011/05/17/schule-der-nation/ )

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Theokrat

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

:: Robin Williams-Marathon Part 10 ::
DEAD POETS SOCIETY - Berührend, aussagestark, emotional überbordend. Es gibt wenige Filme, die es wirklich immer wieder schaffen, mich tief zu bewegen und voll in ihren Bann zu ziehen. DPS gehört dazu. Im Rahmen meines Robin Williams-"Marathons" habe ich mir diesen Film nun erneut angeschaut und war wieder von der ersten Minute an gefesselt. Schauspielerisch ist der Streifen einfach genial, jeder ist überzeugend in seiner Performance, doch Robin Williams überragt einfach alle. John Keating ist mein persönlicher Lieblingscharakter von Williams und DPS mein Lieblingsfilm mit Williams. Und meiner Meinung nach einer der besten Filme aller Zeiten dazu. Absolute Empfehlung an ALLE. Diesen Film muss man gesehen haben.
R.I.P. Oh Captain, my Captain!

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Codebreaker

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Bewertung10.0Herausragend

Da ja vor kurzem mit Robin Williams einer der ganz ganz großen Schauspieler von uns gegangen ist, dachte ich mir, schaue ich mir ein paar seiner Filme erneut an. Nicht viele, keine Werkschau, lediglich ein/zwei Filme. Irgendwie wirken die Filme auf einen, nun, etwas anders, speziell bei Rollen wie die des John Keating.

"Oh Captain! My Captain!"
Jeder kennt diese Worte, jeder kennt die Verbindung dazu. Man muss DER CLUB DER TOTEN DICHTER nicht mal wirklich gesehen haben um diese Worte zu kennen. Ich meine, ist ja auch ganz logisch, schließlich sind sie nicht durch den Film erschaffen wurden, bekannt gemacht, hat sie der Film und speziell John Keating allerdings schon.

John Keating. Was ist das für eine Person? Ein Lehrer wie er im Buche steht, den sich jeder Schüler wünschen würde. Er wirkt unglaublich sympathisch und nett, gestaltet den Unterricht mal etwas anders als jeder Lehrer. Er kommt mit Methoden auf, die auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich wirken, die vielleicht aber effektiver sind als irgendein langatmiges Kapitel, aus irgendeinem langweiligen Lehrbuch. Ihm sind seine Schüler nicht egal, er will ihnen nicht einfach nur irgendwas erzählen, damit sie das lernen und nach dem großen Test dann wieder vergessen, er will, dass ihnen das bewusst wird, was er ihnen lernt. Er will ihnen etwas fürs Leben beibringen. Er will sie zum Nachdenken anregen. Er will ihnen zeigen, dass sie ihr Leben so gestalten sollen wie SIE es wollen, nicht wie es die Eltern wollen, nicht wie es die Lehrer wollen, nicht wie es die Gesellschaft will. Er zeigt den Schülern, dass mehr als nur den einen, ihnen von äußeren Instanzen vorgegebenen, Weg gibt.

"Zwei Wege boten sich mir dar, und ich nahm den, der weniger betreten war."

Allein schon dieser John Keating reicht aus, dass dieser Film über die Jahre ein so großer geworden ist und vor allem, dass ich diesen Film so mag. Wenn er auch gar nicht so viel Screentime hat, wie ich vor der Erstsichtung erwartet hatte, so erfüllt er doch jede Szene mit seiner unglaublichen sympathischen Aura, mit dieser Motivation, mit dem Ziel die Schüler und vor allem die MENSCHEN dahinter zu einem selbstdenkenden Wesen zu entwickeln. Allein diese Figur ist schon so genial und keiner, wirklich KEINER hätte sie so großartig spielen können wie Robin Williams. Für mich ist das eine großartige schauspielerische Leistung, er spielt so überzeugend, so warm, so leidenschaftlich. Man spürt ihm zu jeder Zeit an, dass er so tief wie nur möglich in der Rolle drin steckt. Er schafft es, dass diese Rolle eine so große Bedeutung hat, vor allem für mich.

Ansonsten steckt noch vieles in diesem Film hier drin, vieles, was man sich zu Herzen nehmen kann, worüber man mal nachdenken sollte. Vieles was tiefgründig ist. Vieles was so viel aussagt. Das der Druck den Eltern auf ihre Kinder ausüben manchmal schlimme Folgen haben kann, dass das Schulsystem die Schüler manchmal eher abfrühstückt und "nur" unterrichtet, ohne sie wirklich aufs Leben vorzubereiten bzw. diese das Gelernte nie wirklich "leben", dass man nicht blind der Masse folgen soll und sich stattdessen lieber seine eigene Meinung bilden soll aber vor allem: das man den Tag nutzen soll.
"Carpe Diem - Nutze den Tag" - man soll etwas aus seinem Leben machen, man soll sich ständig bewusst sein, dass dieser Tag der letzte sein könnte und wenn es dann soweit ist soll man stolz auf das sein, was man erlebt hat. Diese Einstellung geht natürlich nicht von diesem Film hier aus, aber gerade hier wird sie wunderbar präsentiert.

Zu den Schauspielern will ich mich gar nicht groß äußern. Einige Gesichter sind dabei, die man kennt, die hier allerdings noch recht jung waren, bspw. Robert Sean Leonard oder Ethan Hawke. Nur Kurtwood Smith möchte ich noch erwähnen, der einen überzeugenden und richtig hassenswerten, wenn auch irgendwo verständlichen Vater spielt.

DER CLUB DER TOTEN DICHTER ist wie ich finde ein verdammt wichtiger und toller Film. Nie ist er langweilig, stets hat er etwas auszusagen. Hier findet man vieles wieder, was durchaus wichtig im Leben ist, sowohl was vielleicht die Lyrik betrifft, als auch das Leben an sich. Der Film ist von der Aussage her zeitlos und hat mit John Keating eine der besten Filmfiguren überhaupt, zumindest finde ich das. Ein ganz großer Film, den man gesehen haben sollte. Ich habe ihn bereits zweimal gesehen und ihn jetzt sogar noch besser empfunden, wahrscheinlich könnte sich das nach der dritten Sichtung nochmal ändern. Und das Ende des Filmes hat mir bei beiden Sichtung eine Träne in die Augen getrieben - Gänsehaut pur.

Vielen Dank für diesen Film und vor allem: vielen Dank Robin Williams für diese grandiose Darstellung einer grandiosen Figur! Vielen Dank!

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Kenobi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Oh captain, my captain".

Ich verneige mich.

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Troublemaker69

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Bewertung9.5Herausragend

„Carpe Diem“
Das ist die Grundaussage des Unterrichts vom Englischlehrer John Keating. Er lehrt seine Schüler nicht nur alles über Shakespeare und Co. , sondern auch sehr viel über das Leben an sich. Die jungen Studenten finden dabei eine Vaterfigur in ihm, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht und sie schließlich auch auf den Club der toten Dichter bringt, der zu seiner Schulzeit aktuell war. Von Keating inspiriert schufen die Jugendlichen erneut den Club, in dem sie ungestört der Poesie huldigen konnten.
Keating lehrt sie zudem, was Lyrik eigentlich ist, er vermittelt ihnen, dass es weder schlechte noch gute Lyrik gibt, man kann genauso wie in der Kunst nicht über sie streiten. Er eröffnet ihnen den Weg zu träumen und hilft ihnen dabei zu erkennen, wer sie wirklich sind und später sein wollen.
Robin Williams stellt Keating genial da, nicht nur, dass er gut spielt, er hat auch noch diese leicht väterliche Ausstrahlung. Er wirkt so, als könne man ihm alles anvertrauen, alles was er will. Genauso soll die Person auch charakterisiert werden: Vertrauenswürdig, zuverlässig, intelligent emotional.
Keating ist ein reine Poet, aber keiner der den ganzen Tag in seinen Kämmerchen Gedichte verfasst, sondern einer, der die Poesie zwischen den Zeilen des Lebens erkennt. Er weiß ganz genau, was Sprache bedeutet, denn sie ist das, was wir wollen. Wir können mit Worten so viel machen: Wir können wie einen Speer nutzen und Menschen damit verletzen, wir können sie wie ein Pflaster verwenden, um Wunden zu heilen, wir können andere zum Lachen bringen, wir können sie zum Weinen bringen. Worte ist das, was Menschen ausmacht, was sie zu dem machen, was sie eigentlich sind.
Der Club der toten Dichter ist in meinen Augen ein sehr wichtiger Film, denn er appelliert zum einen an die Liebe zur Lyrik. Er möchte gerade junge Menschen dazu ermutigen, sich der Poesie hinzugeben. Zudem setzt er alle Regeln außer Kraft: Gedichte hängen nicht vom Metrum, von den Metaphern und Enjamblements ab, sondern sind ein Ausdruck von Gefühlen und von Phantasie. Es gibt hier kein Gut und kein Schlecht, alle Gedichte sind Kunst, die Frage ist nur, ob sie uns persönlich gefällt. Herr Keating hat kein Problem Seiten, die diese These widerlegen wollen, aus dem Buch reißen zu lassen. Diese Szene ist symbolisch für das Durchbrechen von Grenzen in eine neue Zeit. Die Epoche von Shakespeare und Co. Ist vorbei und es wird Zeit neuen Dichtern die Chance zu geben ihre Kreativität auszuleben, unabhängig von Aufbau und Form. In dem Punkt hat der Film sogar etwas Revolutionäres an sich.
Zudem ist er noch sehr kritisch unserer Gesellschaft gegenüber. Wir erkennen Talente nicht rechtzeitig und unterdrücken Freidenker, bis ihre Begabung vollendig unterdrückt wird. Das bringt der Film hervorragend auf den Punkt, als Motive dafür müssen hier die Eltern und Lehrer der Schüler hinhalten.
Keating soll metaphorisch gesehen als Hoffnungsschimmer dienen, er ist das, was die anderen sein sollten. Die Macher zeigen uns damit, wie wir agieren sollten, wie wir uns als Vorbilder verhalten sollten. Konsequenterweise löst der Film seine Metapher zum Ende hin auf und zeigt uns, dass Solidarität zu einer Person nicht reichen. Wir müssen uns alle ändern, nur dann können wir etwas bewirken und verhindern, dass die Jugend verkommt.
John Keating belehrt hier in Wirklichkeit nicht die Schüler, sondern vielmehr die Zuschauer:
Seid poetisch, erkennt die Schönheit in den Dingen, die euch vielleicht nicht so schön erscheinen und seid offen für andere Menschen.
Wir sollten alle viel poetischer an unser Leben herantreten, ob wir nun Gedichte schreiben oder sie ausleben, die Poesie bleibt.

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LoveMovies

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Schön :)


Troublemaker69

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Danke :)


teaxtime

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Bewertung10.0Herausragend

Oh Captain, my Captain!

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cycloo77

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Film für die eigenständigkeit für die Selbstverwirklichung seiner Träume einfach für das Leben selbst. Das wird hier wunderbar verpackt in Lyric,Poesie und Ferse die für die Ewigkeit sind,mit fantastischen Schauspielern und einem Robin Williams in seiner unvergessenen Rolle als Oh Captain,mein Captain. Zeitloses Meisterwerk!
Thanks for everything Mr.Williams! God Bless you!

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doktormovie

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Bewertung9.5Herausragend

Hier haben wir sie:
Meine 300.ste Kritik auf Moviepilot.
Danke für diese geile Community!! :)

Aufjedenfall, hörte heute wohl jeder die traurige Nachricht: Einer der besten Komiker und Schauspieler ist leider von uns gegangen.
:-(

Aus diesem traurigen Anlass, kaufte ich mir heute die B-Ray zu "Der Club der Toten Dichter". Dieser Film wurde schon sehr hochgelobt, und ich wollte mir einen Robin Williams Film anschauen, also ergab es sich so.

Und Leute. Was für ein Meisterwerk.
In diesem Film geht es um Freundschaft, um Zusammenhalt und um Träume (und geplatze Träume)
Ich finde jetzt gar nicht so viele Worte, weil ich so beeindruckt bin.

Dieser Film ist wohl der SCHÖNSTE Film, den ich je gesehen habe.

So, das wars.
300 Filme sinds schon :D
Meine Kritik zu "Der Pate" kommt allerdings erst als 1000 Film
Ich weigere mich irgendwie den zu schauen :P

Auf neue 300 Filme!
Chin,Chin!
-Doktormovie

R.I.P. Robin Williams :(

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FriedlVonGrimm

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Bewertung10.0Herausragend

Oh Captain, mein Captain,
hier sitze ich nun im Dunkeln, erwarte dass die Sonne bald aufgeht und habe zum gefühlt hundertsten Male Zeit mit Neil, Todd, Knox, Charlie, Meeks und Pitts verbracht. Mit Cameron nicht, der ist doof. Was soll ich sagen, ich bin pathetischer als ein Musical. Das gebe ich offen und ehrlich zu.

1:13 Uhr: Erhalte von einer Freundin die Nachricht, dass Robin Williams tot ist.
2:21 Uhr: Erhalte von einem meiner Brüder dieselbe Nachricht. Dazu einige der schönsten und wahrsten Worte:

"Happy people have the advantage of going through life and enjoying it. They can feel good about most anything. They smile when it’s sunny, they smile when it’s snowing. They can see the beauty in the mundane or else they don’t bother to look for beauty and simply soak up the essence of what it is to be alive and actual in a universe of vibrating atoms and color.
Sad people have the advantage of being slow tortured. It’s an advantage because unlike happy people they are shaped by the furnace of lament and can often create very beautiful things from their darkness. The moments of happiness they find are truly rich and memorable. The implacable souls of our world have always been the geniuses who turn out the best books, the most touching songs and the greatest works of art.
You can be happy and skip through your life like stones over water, or you can be sad and tumble around snagging on everything like fall leaves. You don’t always get to choose, but if the universe made you sad it’s because it wants something perfect from you."

2:30 Uhr: Ich beschließe, dem Captain einen Besuch abzustatten.
4:50 Uhr: Ich kann nicht wirklich schlafen, bin aber zu müde, um eine Kritik zu “Der Club der toten Dichter” zu schreiben. Beschließe Tee zu machen und auf meinen Dad zu warten, der mitsamt Brötchen von der Nachtschicht jeden Moment kommen wird.
4:58 Uhr: Frühstück inklusive Austausch über Robin Williams, kurz vor halb Sechs Erweiterung der philosophischen Runde durch meine Mum.
5:59 Uhr: Immer noch zu müde zum schreiben. Schlafen.

Die Schule ist für jeden ein sehr prägender Ort. Man findet seine Rolle, seine Position in der Gemeinschaft und muss nach gewissen Regeln spielen, um zu bestehen. Einigen fällt es einfacher, anderen schwerer. Ich habe in einer Klausur das dazugehörige Gedicht nicht interpretiert und analysiert, ich habe erörtert warum ich mit dem Gedicht nichts anfangen kann, nicht berührt bin. Ich habe in meiner Abiturklausur in Kunst spontan angefangen im Hintergrund des Bildes farbige Punkte hinzuklecksen, weil mich die trockene, langweilige Aufgabenstellung irgendwie aggressiv machte. Dadurch, dass ich meine Entscheidungen mit meinen Gedanken und Absichten begründen konnte, bin ich doch tatsächlich immer irgendwie durchgekommen. Doch ich gehörte definitiv zu der Sorte Schüler, den es schwerer fiel das Jahr zu bestehen.
Im Gegensatz zu dem Schulalltag Dekaden zuvor sind das natürlich Luxusprobleme.

Die Konsequenzen für Verhalten außerhalb der Norm sind bedeutender, die Macht der Erwachsenen größer und das Erlangen eines kleinen Stückchens Freiheit schwieriger. Trotzdem wagt Mr. Keating in Gestalt von Robin Williams den Versuch, die Schüler aus ihrer vorgefertigten Routine zu schütteln, sie mit seiner Leidenschaft anzustecken. Er haucht ihnen Leben ein, wohingegen ihre Umwelt sie immer mehr abstumpfen lässt. Ärzte und Anwälte sollen sie werden. Einen gesellschaftlich anerkannten Beruf sollen sie ausüben. Viel Geld verdienen. Ihren Eltern alle Ehre machen. Doch keiner fragt, was sie gerne aus ihren Leben machen würden.

So entdecken sie neue, feingeistige Seiten an sich, probieren sich aus und leben das erste Mal für sich selber, ohne primär den Erwartungen anderer zu entsprechen. Und das ist schön anzusehen, auch wenn diese Zeit leider nicht von Dauer ist.

“Der Club der toten Dichter” mag wohl mit Lebensweisheiten gespickt sein und für manch einen zu viel des guten sein. Zu viel idealistische Träumerpropaganda. Zu viel Gutmenschentum. Doch ich kann mich dafür erwärmen. Wenn ich diese Gruppe junger Menschen dabei beobachte, wie sie Konflikte mit den Eltern austragen, ihre erste Liebe erobern oder sich gegenseitig Streiche spielen, dann fühle ich mich dazugehörig. Diese Jungen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, achten aufeinander, fühlen miteinander und unterstützen sich in jedem Gemütszustand. Sie entwickeln sich.
Es bricht mir jedes Mal das Herz, wenn Todd im Schnee zusammenbricht, ich fiebere jedes Mal mit meinem Liebling Knox mit und mir tut jeder Schlag weh, den Charlie aushalten muss.
Und diese wunderbare, fiktionale Freundschaft möchte ich nicht missen. Auch wenn die Realität meist anders aussieht, doch das ist trivial.

Ich hatte wenige gute Lehrer. Ich kann sie an einer Hand abzählen. Doch keiner war es würdig, sich auf den Tisch zu stellen. Ich hätte es sofort getan, doch keiner von ihnen hatte den Mut, die Leidenschaft und sicherlich auch nicht den Drang, die Konventionen infrage zu stellen und außerhalb des geforderten Lernstoffes den Schülern etwas mit auf den Weg zu geben. Ihnen nicht auf sarkastische Weise zu begegnen, sondern die Träume und Wünsche ernstzunehmen. Dafür danke ich dir, mein Captain. Denn das Leben ist soviel einfacher, wenn es wenigstens einen Menschen gibt, der an einen glaubt. Und dieser Mensch ist man meist nicht selbst, schon gar nicht in diesem kritischen, jugendlichen Alter. Oh Captain, mein Captain, auch wenn du fiktional bist, du warst der beste Lehrer, den ich je hatte. Und ich denke du wärest sicherlich stolz, wenn du sehen könntest, wie mein innerer Todd Anderson von Jahr zu Jahr aufblüht und Hand in Hand mit meinem inneren Nuwanda durch das Leben geht.

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martin.dreist

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Echt toller Text. Kenn den Film (leider) noch nicht und bin leider Gottes durch die Umstände auch erst auf diesen aufmerksam geworden. Als Schauspieler hab ich ihn schon immer sehr geschätzt. Heute Abend werde ich mir mal die Zeit für diesen Film nehmen.


FriedlVonGrimm

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Dann wünsche ich dir einen feinen Abend heute.


ButterSalami

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Bewertung9.5Herausragend

Geiler Film

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MemoriAria11

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Bewertung7.5Sehenswert

Herzerwärmender und trauriger Film mit einer brillianten Darstellung von Robin Williams und guten Jugenddarstellern. Sehr berührend.

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Marcelinho

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Bewertung10.0Herausragend

Man, hab ich geheult...

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fridolin.eisenstein

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich liebe Robin Williams, weil er es oft schafft (geschafft hat), Komik und Tragik harmonisch miteinander zu vereinen. "Herzerwärmend" glaub ich sagt man dazu.
Das kann er in diesem Film voll ausleben.
Während meiner Schul-/Studienzeit mein absoluter Lieblingsfilm, konnte ihn allerdings nie meinem Freundeskreis näherbringen, das sich der Film nicht für größere Filmrunden eignet. Ist eher was ganz persönliches.
Meine Lieblingsszene ist die als der schüchterne Schüler Tod sein Gedicht aufsagen soll und erst nur rumstammelt und der Lehrer dann einen echten Poeten aus ihm rauskitzelt, in Echtzeit.
Aber Vorsicht: das Ende kommt knüppeldick mit der Tränenkeule daher.

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jentom

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich hab mir den film gerade angesehen und mich hat er sehr berührt und bringt mich extrem zum nachdenken. Doch eines verstehe ich nicht und zwar warum die schauspielerische Leistung von Robin Williams so hoch gelobt wird, ich weiss nicht ob ich zu jung bin um zu sehen was daran so grossartig war. Das ihr mich nicht falsch versteht ich mag ihn sehr und auch den film aber ich sehe die ausserordentliche Leistung einfach nicht, welche ich bei einigen der jüngeren schauspielern schon eher sah.

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M4chete

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Der Film erinnert mich an meine eigene Schulzeit. Samstags waren wir dicht und sonntags tot. Und der ein oder andere lyrische Erguss war mit Sicherheit auch dabei.

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Filmfan30

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Carpe diem-
nutze den Tag
Strebe jeden Tag nach Freiheit
Freiheit für eigenständiges Denken,
Freiheit für die Seele, die Gedanken,
das Schaffen, die Fantasie
Freiheit!

Das Wichtigste was der Mensch erreichen kann:
Freiheit!
Individualität-
das höchste Ziel unseres Lebens
Der Mut, sich über alle Zwänge hinweg selbst zu verwirklichen
Das Ziel: sei du selbst
Deine Eltern sagen: du sollst Karriere machen
Deine Freunde sagen: du sollst cool sein
Dein Herz sagt: ich will leben!

Oh, Captain my Captain!
Bewegend, ergreifend, mitreißend,
aufwühlend, Grenzen einreißend...
oh, Captain my Captain

Für diese schauspielerische Höchstleistung aller Beteiligten, für diese großartige Message, für den großen symbolischen Wert dieses Meisterwerks steige ich auf meinen Stuhl und applaudiere mit 10 von 10 Punkten.

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