Der Club der toten Dichter

Dead Poets Society (1989), US Laufzeit 128 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 25.01.1990

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7.5
Kritiker
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7.5
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88 Kommentare
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von Peter Weir, mit Robin Williams und Ethan Hawke

Der Club der toten Dichter ist ein bewegender Film und ein Aufruf zum selbstständigen Handeln und freiem Denken.

Ein neuer Lehrer (Robin Williams) bringt mit seinen unorthodoxen Unterrichtsmethoden den Alltag an der Eliteschule durcheinander. Mit seinem unkonventionellen, aber leidenschaftlichen Unterricht sorgt er sowohl bei seinen Kollegen als auch bei den Schülern (unter ihnen der junge Ethan Hawke) für Unruhe. Sein Motto lautet ‘Carpe Diem’, was so viel heißt wie ‘Nutze den Tag!’ und zugleich ein Motiv aus der Barockliteratur ist.

(Quelle: OMDB)

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Kritiken (3) — Film: Der Club der toten Dichter

SoulReaver: CinemaForever

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7.5Sehenswert

„Pflücke die Knospe, solange es geht,
und die Blüten, wenn sie noch prangen.
Denn bald sind die Rosenblätter verweht.
Wie schnell kommt der Tod gegangen.“

[...] Der Club der toten Dichter" versteht es sofort, sich mit der Seele des Zuschauers zu verständigen und gleichzeitig das Herz zu berühren. Peter Weir begrüßt uns in einem stocksteifen Internat, konservativ bis in die letzte verstaubte Ecke und jede Modernität wird mit Füßen getreten. Hier zählen nur vier Dinge: Tradition, Ehre, Disziplin und Leistung. Bis der junge Lehrer Keating den Schülern eine Welt voller Schönheit, Romantik, Poesie und Liebe eröffnet und als einziger nicht auf die strikte Regeln pocht, sondern den Heranwachsenden die Möglichkeit gibt, sich selber zu entwickeln und eine eigene Persönlichkeit zu formen. Natürlich werden Veränderungen in diesem altmodischen und prüden System nicht akzeptiert und müssen schnell verdrängt werden. "Der Club der toten Dichter" dreht sich dabei nicht nur um die Lehrer-Schüler-Beziehung, sondern geht auf jeden Charakter ein, zeigt die Probleme, ob der Liebe wegen, oder mit den Eltern, doch viel mehr erzählt uns Weir hier über die Dinge, die ein Leben ausmachen: Der freie Wille, die freie Meinung und die freien Gedanken. Jeder Mensch hat das Recht zu träumen, jeder Mensch sollte seinen Wünschen folgen und man muss sein Leben aus der eigenen Perspektive betrachten und sich nicht andauernd den aufgezwängten Erwartungen beugen. "Der Club der toten Dichter" steht für Selbstfindung, Erwachsenwerden und Zusammenhalt. Carpe diem. Nutze den Tag. [...]

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Kubrick_obscura: CinemaForever

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5.0Geht so

Ein Film ohne Geheimnisse...

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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4.5Uninteressant

Trügerisch ist die Erinnerung. Denn als der Film herauskam war ich von ihm beeindruckt und hielt ihn für treffend, tiefsinnig und sehr poetisch und anspruchsvoll. Nunja, ich war jung und Fan von Robin Williams, dem ich viel zu viele schlechte Filme verziehen habe. Dead Poets Society ist, ähnlich wie Donnie Darko, ein Film der schamlos an den selbstgerechten Teenager appeliert, dessen Weltsicht schwarz-weiß und oft genug noch sehr eingeschränkt ist. Und man muß wohl Teenager sein, um sich mit ganzem Herzen für die trivialen Lehren dieses Filmes begeistern zu können. Sieht man ihn nach 20 Jahren wieder und schiebt die nostalgischen Gefühle von damals beiseite, fällt es schwer nachzuvollziehen, was einen einstmals so begeisterte. Im Direktvergleich mit witzigen und geistreichen Filmen wie "History Boys" erscheint Weirs Film erstaunlich trivial und in seinem Zugang zu Lyrik und Literatur effekthascherisch und verlogen. Nicht der Zauber gesprochenen Wortes wird hier zelebriert sondern…

Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

teusus

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@ Stubsi: Danke für Deinen "Kommentar zum Kommentar" zu dem Film "Der Club der toten Dichter". Da sprichst Du mir aus der Seele.


Admiral.Nogura

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Herrliche Kritik, Batzman. Du rechnest mit dem Club der toten Dichter ab, ohne dabei polemisch zu werden. Du triffst den Film grandios. Bravo!
Besonders das Du die Ausrichtung auf ein Teenager-Publikum hervorhebst, trifft es.



Kommentare (85) — Film: Der Club der toten Dichter


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elmnope

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Jugend bedeutet in gewisser Weise auch immer Schmerz, Orientierungslosigkeit und Angst. Aber Jugend bedeutet ebenso, dass Träume und Sehnsüchte noch Kraft haben; manchmal sogar mehr zählen, als die Realität.
Erwachsene stehen dem gegenüber, vielleicht nicht als Böse, aber doch als eine schier unüberwindbare Macht.
Die Welton Academy steht genau dafür- sie ist das Gefängnis aus Regeln und Zwang, dem sich die meisten Jugendlichen so oder so unterworfen fühlen.
Und dann kommt John Keating, der Sicherheit gibt auf eine ganz andere Art und Weise. Der die Jugendlichen versteht, sie ernst nimmt und ihnen etwas eröffnet, das über strenge Lebenspläne, Vernunft und Erfolg hinausgeht.

„Die meisten Menschen führen ein Leben in stiller Verzweiflung.“

Und plötzlich sind Ängste und Träume nichts mehr, das versteckt werden muss, das unterdrückt werden muss. Sie sind das, was den Menschen ausmacht. Er lehrt sie, dass es die Möglichkeit gibt, glücklich zu sein, wenn man dies nur auch vom Leben einfordert.

Was dann passiert, stellt alles, was Keating seine Schüler gelehrt hat, in Frage. Doch sie haben verstanden, worum es geht. Sie haben mehr und wichtigeres gelernt, als die strenge Welton Academy es ihnen beizubringen vermag; nämlich, das Leben zu genießen.

Und so stehen sie auf ihren Stühlen und rufen:

"Oh Captain, mein Captain!"

Und ich rufe mit.

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onyxxx11

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Bewertung10.0Herausragend

Meine Top 100 Filmvorhersagen
Platz 82: "Der Club der toten Dichter"✔
Schon mehrfach gesehen, aber erst heute hat sich die volle Wirkung des Films bei mir entfaltet. Jede Pore in mir hat diesen Film geliebt, jede Einstellung war reine Poesie. Top besetzt mit einer wunderbaren Riege an Jungdarstellern und Robin Williams, der nie wieder so stark war wie in den 80ern (ihr kennt Flubber, ihr versteht :D)
Und ich schwöre beim heiligen Captain, wenn ich mal eigene Kinder habe, werde ich sie lehren, selbstständig zu denken, frei zu sein und jeden Tag ihres Lebens zu genießen.

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Andy Dufresne

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Ooohh...Noch so ein blinder Fleck in meiner "Willichschonsolangsehen"-Liste...Obwohl das wohl MEIN Film wäre...


Mr. Pink

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Leute, Leute, ihr seid vielleicht ein seltsamer Haufen...was habt ihr denn alle gegen "Flubber"? Das ist doch ein Spitzenfilm. Ich fand den damals richtig cool.


Arne Wolters

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich bin für ein Remake des Filmes, in dem Highschool-Schüler in einem sozialen Brennpunkt in Amerika von ihrem Lehrer "YOLO" und das Rappen beigebracht bekommen.

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ElMagico

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Bewertung5.5Geht so

Der Stoff aus dem Jugendträume sind. Leider jedoch die verklärten Jugendträume Erwachsener, welche ihre eigenen wohl längst begraben haben. Alles ist hier so richtig gut und ehrenvoll und drumherum ist alles so böse und banal. Der fortwährende Kampf zwischen Gut und Böse, der Kampf um die eigene Identität, die Freiheit und dem Entkommen aus der gesichtslosen Masse.
Das alles will "Dead Poets' Society" so sehr sein, bleibt aber inhaltlich durchgehend so furchtbar vorhersehbar und leer. Von Beginn an werden hier so stark Klischees heranzitiert, von Anfang an wird einem geradezu penetrant aufgedrängt was man hier zu mögen hat, was zu verurteilen ist und selbst mit welchen Wendungen man im Verlauf dieses Films zu rechnen hat. Auf zwei emotionale Höhepunkte folgt stets ein Niederschlag. Handlungsstränge werden aufgebaut, von denen man ab der ersten Sekunde weiß, dass sie nur dazu dienen der Idylle einen Tiefschlag zu versetzen und im besten Falle den Zuschauer noch stärker an die Protagonisten zu binden.
Ein völlig biederer Aufschrei gegen die Biederkeit. Von hinten bis vorne völlig harmlos und am Ende nichtssagend. Zumindest sagt uns "Dead Poets' Society" nichts, dass uns nicht auch schon ca 2000 Filme vorher gesagt hat. Der Film selbst scheint aber das komplette Gegenteil davon zu sein. Er ist der nette Sonntagnachmittagsfilm den man zusammen mit seinen Eltern, Kindern und auch Großeltern angucken und alle sind sich einig wie schön er doch war. Und traurig. Aber auf jeden Fall richtig anspruchsvoll. Sogar klassische Poesie hat man dabei gelernt. Kann ja gar nicht schlecht sein.
Ist es auch nicht. Aber es ist eben auch nicht gut. "Dead Poets' Society" will eben einen Effekt erzielen und wirft dabei seine jugendlichen Charaktere über Bord. Das sind okayne Fragmente von Figuren, aber keine Persönlichkeiten die einem das Herz zerfetzen könnten. Es gibt hier einfach zuwenig Grautöne, kaum Reibung. Eltern, Lehrer und Instutition sind von vornweg böse und Abziehbilder eines totalitären Schul- bzw. Erziehungssystems, während die Kinder (zu denen man aus vielerlei Gründen auch Mr. Keating zählen kann) nie etwas anderes als Opfer sind. Sie sind wie Regenwürmer, denen man noch kurz zusieht wie sie sich räkeln, bevor man sie tottritt. Und das sie totgetreten werden, das weiß man einfach.
Das flutscht gut durch, ist ja auch durchgehend so inszeniert das einem nichts negatives in den Sinn kommt, aber es lässt einen auch sehr kalt. Es gibt zig schlechtere Möglichkeiten 2 Stunden seines Lebens zu verbringen als mit "Dead Poets' Society". Es gibt aber auch etliche bessere. Da er handwerklich außerordentlich gut inszeniert ist, schafft er es nämlich durchaus den Zuschauer immer wieder einzulullen. Objektiv, mit Abstand gesehen, könnte ich diesen Film aber nicht guten Gewissens als Sehenswert benennen. Ich wüsste einfach nicht warum.
Jeglichen Spott über Robin Williams erspare ich mir diesmal einfach. Mir würde dazu einfach nichts neues mehr einfallen....und da gehts mir wohl wie ihm.

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ElMagico

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@Bandrix: Er hat da so einen Typus an Rollen der immer wiederkehrt oder er interpretiert diese Rollen immer gleich...und das auf eine, für mich, furchtbar schleimige Art. "Good Morning Vietnam" hab ich dann tatsächlich seit Ewigkeiten nicht gesehen..."Hinter dem Horizont" finde ich jedoch ganz ganz ganz schlimm ;)
@Marie: Da sagst du was! Das hab ich gar nicht mit eingebracht, wie übel er als Lehrer da eigentlich dargestellt wird. Er führt die Kinder teilweise regelrecht vor und unterscheidet sich da im Endeffekt gar nicht so sehr von Neil Perry's Vater.


Bandrix

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Pf! :D Also "Good Morning Vietnam" ist auch sein Bester.


Runkelruebchen

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Film mag vielleicht für die damaligen Jahre revolutionär gewesen sein, aber angesichts des Kults um den Lehrer, der schon unangenehm an Führerkult erinnert und des hohen Anteils einer Hetero-Liebesgeschichte einschließlich Mackergetue wirkte der Film größtenteils auf mich langweilig und konservativ =/. Trotzdem kriegt der Film noch ein paar Punkte, weil ich die Möglichkeiten des Machtmissbrauchs in Internaten gut dargestellt fand und mir auch gefallen hat, dass der Lehrer die Jungs zum Selbstdenken anregen wollte.

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CutieKitten

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Bewertung0.0Hassfilm

Ich weiß, viele Leute lieben diesen Film, bezeichnen ihn sogar als ihren Lieblingsfilm...
Doch ICH finde ihn einfach grauenhaft. Die Story ist so gar nicht mein Fall. Langweilig und zu viel Schmalz. Diese ganze "Oh Captain, My Captain" Scheiß und dazu diese Endszene - da könnte ich kotzen.
Dazu kommt dass ich Robin Williams einfach nicht ausstehen kann.
Für mich persönlich ein Hassfilm...

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Mac_C_Tiro

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Bewertung7.5Sehenswert

"Sie brauchen nicht (zu) denken, sie sind überwacht" (K. Wecker) , "Ich feiere mich selbst und singe mich selbst, und was ich an mir akzeptiere, sollst auch du akzeptieren." (Walt Witman), "Carpe Diem" (Horaz)
Poesie ist wie das Leben und das Leben ist Poesie, man muß (oder besser sollte) beides riechen, fühlen, schmecken... nur so kann man seine Existenz wirklich voll nutzen und in (wenigstens relativer) Eigenhoheit selbst gestalten! Eine ganz wunderbare Botschaft die dieser Film mit einfachsten Mitteln und einer gradliniegen Story transportieren möchte. Dies gelingt Peter Weir auch größtenteils, wobei er es wohl hauptsächlich dem fantastischen Schauspiel Robin Williams verdankt das der Film bis zum Schluss nie in den Kitsch abgleitet. Denoch kommt man um die Frage nicht umhin wie einmalig dieser Film hätte sein können, wäre er ganzheitlich betrachtet nicht in erster Linie "typisch Hollywood" und für den Mainstream konstruiert. Mir persönlich hätte eine Umsetzung näher an der Buchvorlage noch weit besser gefallen.

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AlexanderDeLarge

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein altehrwüdiges Elite-Internat, ein idealistischer Reformer und zwei, die sich auf den Weg machen, um den Tag zu nutzen. Als der junge Lehrer sich am Fundament der verknöcherten Institution zu schaffen macht, bringt er ungewollt gleich das gesamte Gebäude zum wanken und die Trümmer begraben einen der seinen. Im Leben gibt es nichts umsonst!
Kindisch, naiv, unglaubwürdig, idealistisch, träumerisch, wirklichkeitsfremd... sagen die "Realisten". Ich frag mich ja was Harry Potter, Herr der Ringe oder Twilight dann ist. Sind uns Ideale im hier und jetzt so fremd geworden, gelebte Leidenschaft als Ding der Unmöglichkeit? Bleibt uns da nur noch die Flucht zu spitzohrigen Elfen? Wer nicht mehr lieb und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben!
Ein Gegenkonzept hat der Realist gleichwohl nicht zu bieten, nur das obligatorische "werd mal erwachsen, Kind!" und Tradition! Ehre! Disziplin! Leistung! Aber Disziplin und Leistungen stellen sich in den Dienst eines jeden Herrn. Sehr effizient das mit Ausschwitz... Massenvernichtung erfordert auch eine Menge Disziplin. Von Blut... äh... "Tradition und Ehre" reden wir mal nicht. "Medizin, Jura, Wirtschafts und Technik sind zwar durchaus edle Ziele und auch notwendig (frei von Sarkasmus)... aber Poesie, Schönheit, Romantik, Liebe sind die Freuden unserers Lebens". Ist Club der toten Dichter als eine Aufforderung zu Individualität und Freidenkertum zu verstehen? Stellt er Autorität und System in Fragen? Oder warnt er vielmehr vor romantischer Schärmerei und eitlen Träumen? Schließlich scheitern die einmal geweckten Sehnsüchten der Protagonisten letztendlich an der unerbittlichen Realität. Ist es ein Widerstreit zwischen Realisten und Idealisten, ein Krieg der Welten? Auf jeden Fall ermutigt der Film zum kritischen Denken, die Frage der Sinnhaftigkeit wird ein weiteres mal gestellt, ergebnisoffen.
Leider gelingt es dem Film nicht, die Leidenschaft auch abzubilden, die er so großmundig postuliert. Die Handlungsstränge sind zu schnell abgearbeitet und erschöpft. Der eine liebt das Mädchen, der andere liebt das Theater, der eine ist siegreich, der andere scheitert. Für beide eigentliche Fragen von existenzieller Bedeutung, doch diese Dimension kann nicht erreicht werden.
Die Realität lässt sich nicht so einfach wegdichten, die Sachzwänge sind alle da, am Ende ergeben wir uns in Kompromissen. Wer zieht schon raus in die Wälder und fristet ein Einsiedlerleben... Also lohnt es sich überhaupt einmal aufzustehen und für etwas zu stehen? Oh Captain! My Captain!

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Haki

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Bewertung10.0Herausragend

Dieser Film ist ab heute mein Lieblingsfilm und hat mein Leben bereichert.

Da wir kurz vor 2013 haben :

Carpe annum !

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Actlight

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Bewertung3.0Schwach

Der Film scheint wohl wirklich für einen speziellen Geschmack zu sein. Ich fand ihn extrem langweilig und musste gegen das Einschlafen kämpfen.

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mausekathi

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Bewertung3.0Schwach

Tut mir leid,aber:Schnarch!
Der Film hat mir leider nicht gefallen und mich von Anfang an nicht mitreißen können,weil ich einige-eigentlich gute/interessante-Ansätze der Story langweilig und schlecht umgesetzt finde.Was mir außerdem gefehlt hat war eindeutig,dass meine Emotionen nicht ein Mal aus der Reserve gelockt worden sind-die Spannungskurve war nicht vorhanden.Ein Film,den ich so schnell nicht wieder sehen muss.

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Fee002

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wenn mal wieder eure gedanken im kreis rennen und ihr nicht abschalten könnt, wenn ihr keinen Bock auf Tränenschnulzen habt, sondern was anspruchsvolles schauen wollt, was euch so fesselt, das ihr euer Kopfkino abschalten könnt, dann empfehle ich den Club der toten Dichter. Ein fesselnder Film, den man nicht nur so mal nebenbei anschaut, sondern der euch mitnimmt.

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Shurtugal

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Bewertung9.0Herausragend

CARPE DIEM, Leute!!!

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Tina Scheidt

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

John Keating (Robin Williams) kommt als Lehrer an ein elitäres Jungen Internat. Hier herrschen Zucht und Ordnung, die Schüler haben stramm zu stehen und zu parieren. Zum Gänsehaut bekommen ist die Szene, wie die Jungen einfach laufen sollen wie sie wollen. Innerhalb kürzester Zeit marschieren sie wie kleine Soldaten in Reih und Glied.
Keating schafft es mit den alten Klassikern und neuen Lehrmethoden, seine Schüler zu erreichen, ihre eigene Kreativität herauszulocken.
Tragisch, dass gerade diese Lehrmethode ein Stück weit den Selbstmord eines Schülers zu verantworten hat und schlussendlich Keating deshalb auch die Schule verlassen muss.
Sicher, es ist bewegend, wie die Schüler, die sich nicht von Keating verabschieden dürfen, dagegen mit "Captain, my Captain!" protestieren und sich alle auf ihre kleinen Pulte stellen, dem Lehrer Ehre bezeugen.
Trotzdem, bei mir bleibt ein schaler Beigeschmack. Der Lehrkörper hat sich nicht anstecken und begeistern lassen, Keatings Schüler werden wie gewohnt unterrichtet werden und ich frage mich bang, bei wievielen Schülern die positiven Erfahrungen ausreichen werden und wie viele von ihnen aufgeben werden, sich dem altbewährten Systhem angliedern werden.
Dennoch ist ein ungewöhlich guter Film mit außergewöhnlich guten Schauspielern entstanden, der leider viel zu selten gezeigt wird. Robin Williams liefert hier eine beeindruckende Leistung ab, die unter die Haut geht. So etwas gibt es heutzutage leider fast gar nicht mehr!

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uncut123

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Bewertung7.0Sehenswert

robin ist einfach ein toller schauspieler..und die jungdarsteller haben mich positiv überrascht

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bestseimon

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Bewertung9.5Herausragend

„Oh, Captain, my Captain“

Manchmal sind es die einfachen Dinge, die einen begeistern. Viele Filme erzählen eine große und extravagante Story, doch das braucht es gar nicht. "Der Club der toten Dichter" fasziniert nicht nur mit seiner liebevollen Erzählweise, sondern auch durch seine relativ unspektakuläre Story, die sehr nah am echten Leben ist und so den Zuschauer gefangen nimmt. Man hat solche Geschichten vielleicht schon öfters gesehen, dennoch regen diese immer wieder zum Nachdenken an. Ein Junge, der sich der strengen Erziehung seines Vaters nicht wiedersetzten kann und daran zu zerbrechen droht. Ein Internat, das den Schülern harte Regeln aufführt, das Disziplin und Leistung verlangt und wahrhaftig kein Mitfühlen kennt.
Peter Weir zeigte bereits mit die Truman Show, dass er ein begnadeter Regisseur ist und zu absoluten Ausnahmefilmen fähig ist. Es ist auch hier wieder beeindruckend, wie er es schafft, seine Darsteller zu Höchstleistungen zu bringen. Robin Williams habe ich noch nie besser gesehen und Ethan Hawke spielt den schüchternen Todd Anderson einfach perfekt. Leider konnte außer ihm keiner der ebenfalls so klasse aufspielenden Jung-Schauspieler nach diesem Film Fuß fassen und versanken größtenteils wieder in Vergessenheit. Es ist auch sehr schade, dass es von solchen Filme immer weniger gibt. Vielleicht liegt es daran, dass die Technik besser wird. Aber wieso gibt es kaum noch Filme, die einfach eine wundervolle Geschichte erzählen, ohne das Ganze Spektakel drumherum. Für mich ist es beinahe immer noch das Größte, wenn es einem Film gelingt, Emotionen zu wecken und im Gedächtnis zu bleiben. Und das schafft "Dead Poets Society" allemal. In einigen Momenten, besonders gegen Ende kommen einem unweigerlich die Tränen. Doch eine der wohl schönsten und berührensten Schlussszenen überhaupt zaubert einem dazu wieder ein Lächeln aufs Gesicht, was Peter Weirs Meisterwerk nahezu unvergesslich macht.

„Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohl überlegt leben. Intensiv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten, was nicht lebend war. Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt hatte.“

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Hartigan85

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Ich habe auch schon vor Jahren immer mal wieder im TV-Programm gesehen, dass er läuft und irgendwie immer gedacht, der kommt doch bestimmt demnächst nochmal. Jetzt hab ich den bis heute auch noch nicht gesehen. Immerhin hat er es jetzt nach diesem Kommentar sofort auf meinen Amazon-Wunschzettel geschafft. Aber der ist auch ziemlich lang :-D


Andy Dufresne

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Das nächste mal nehme ich ihn mit (hoffentlich)! :)


Cellmorbasg

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film ist eine Andeutung. Eine Andeutung über das Leben an einer Elite-Schule in der konservativen USA am Ende der 50er. Der Film zeigt einige Facetten, begleitet verschiedene Figuren und zeigt an ihnen exemplarisch die Auseinandersetzungen die diese Männer auszukämpfen haben. Mit sich selbst, miteinander, mit Lehrern und Eltern und natürlich auch in Begegnungen mit jungen Frauen. Das funktioniert mehr oder weniger gut, es ist etwas zusammenhangslos und mir zu episodenhaft. Erst nach dem Selbstmord wird die Geschichte auf den Kampf um die Wahrheit fokussiert, der mit sich selbst und mit der Welt der Erwachsenen ausgefochten werden muss. Der Pathos wird hier aber zu stark bemüht und wirkt im Vergleich mit dem bisherigen Handlungsverlauf stark aufgesetzt. Dennoch konnte ich mich dem leicht erkennbaren weiteren Verlauf nicht entziehen und erklingt erstmal "O Captain my Captain!", ist es um mich geschehen.

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Audreyfan

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Bewertung9.0Herausragend

Und plötzlich kann ich alles spüren.
Kalte Bettwäsche.
Kalter Boden.
Kalter Winterabend.
"Was war das für ein Geräusch?"
Überraschung.
Entsetzen.
Wut.
Trauer.
Die Gefühle prasseln auf mich ein, reißen mein Herz auf und lassen die Tränen meine Wangen runterkullern.
Doch Tränen trocknen und ein Lächeln stiehlt sich auf mein Gesicht.
Und dann stehen alle auf den Tischen.
Das warme Holz.
Die warme Luft.
Ein Lächeln.

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moviee

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Bewertung7.0Sehenswert

Carpe diem! "Der Club der toten Dichter" ist ein ganz besonderer Film über das Erwachsenwerden und gleichzeitig eine poetische Hommage an das Leben. Mit viel Liebe zum Detail von Peter Weir ("Truman Show") inszeniert, versucht der Film zu mehr selbstständigen Handeln und freien Denken nicht nur an arg konservativen Internaten aufzurufen, die Botschaft wird auf eine bemerkenswerte Weise vermittelt, wenn auch nicht ganz frei von Pathos. Superb gespielt, Oscarprämiert und heute ein echter Klassiker. Ein eindrucksvolles Plädoyer für mehr Kreativität und Phantasie.

„No matter what anybody tells you, words and ideas can change the world”

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schwedenretter

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Bewertung5.5Geht so

für kinder schön, ab 18 nicht mehr wirklich gut

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AlexanderDeLarge

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Jurassic Park für Erwachsene? Club der toten Dichter für Kinder? Lebst du in einem Endlos-Gegenteilstag?^^


schwedenretter

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Jurassic Park ist ein kitschiger Spaßfilm, der sich nicht so ernst nimmt und der Leuten jeden Alters gefällt, wenn Sie sich nur einlassen wollen auf 90 Unterhaltung. Club der toten Dichter ist ein ernster Film mit der Intention, reflektiert zu werden (Bei Jurassic Park geht dies nicht über die Ebene des Sci-Fi hinaus). Hat mir mit 13 gefallen, fand den romantisch. Jetzt kommt er mir unglaubwürdig vor.



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