Chinatown
Chinatown (1974), US Laufzeit 131 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 19.12.1974
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52 Kommentare
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von Roman Polanski, mit Jack Nicholson und Joe Mantell
Roman Polanskis Chinatown zeichnet ein Kriminaldrama aus einer längst vergangenen Ära, das wegen seiner schauspielerischen Darbietungen, der raffinierten Regie und der fesselnden Erzähltechnik berühmt wurde. Jack Nicholson (für diese Rolle wurde er für den Oscar nominiert) spielt Jake Gittes, einen witzelnden Privatdetektiv, der aus den undurchsichtigen Moralvorstellungen des Los Angeles in der Zeit vor dem Krieg “ehrliches Geld” macht. Von einer hübschen Erbin wird er beauftragt, die Affäre ihres Mannes zu untersuchen und dabei gerät Gittes unwissentlich in ein Netz aus Täuschungen und falschem Spiel. Was zunächst nach einem einfachen Job aussieht, entwickelt sich vor Gittes Augen in einen Sumpf voller politischer Skandale, weitreichender Korruption und dunklen Familiengeheimnissen. Und alles kommt ans Licht … in einer Nacht in Chinatown.
Cast & Crew
-
Roman Polanski
-
Jack Nicholson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) J. J. (Jake) Gittes
-
Joe Mantell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lawrence Walsh
-
Richard Bakalyan
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Detective Loach
-
Roman Polanski
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mann mit Messer
-
Roy Jenson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Claude Mulvihill
-
Diane Ladd
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ida Sessions
Regie
Schauspieler
-
Darrell Zwerling
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hollis Mulwray
-
John Hillerman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Russ Yelburton
-
Perry Lopez
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lieutenant Escobar
-
John Huston
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Noah Cross
-
Faye Dunaway
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Evelyn Cross Mulwray
-
Bruce Glover
-
Burt Young
-
John Rogers
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mr. Palmer
-
Roman Polanski
-
Robert Towne
- Genre
- Thriller, Psychothriller, Kriminalfilm
- Zeit
- 1930er Jahre
- Ort
- Los Angeles , Mexiko, Santa Catalina Island, Strand
- Handlung
- Affäre, Anwesen, Autounfall, Chinatown, Ehebruch, Entstelltes Gesicht, Ertrinken, Ex-Polizist, Femme Fatale, Femme Fatale, Fluss, Friseur, Gerichtsverhandlung, Gewalt, Große Depression, Gärtner, Intrige, Inzest, Korruption, Leichenschauhaus, Meer, Nase, Nasenbluten, Orange, Plantage, Polizei, Privatdetektiv, Pädophilie, Rassismus, Restaurant, Ruderboot, See, Sex, Sonnenbrille, Staudamm, Stausee, Stausee, Sterben und Tod, Strand, Vergewaltigung, Verletzung, Verlust des Ehemannes, Verwechslung, Wasser, Witwe
- Stimmung
- Ernst, Hart, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Chinatown
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Kritiken (4) — Film: Chinatown
Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenEin bizarrer Film Noir über die "Vergeblichkeit guter Absichten" (Robert Towne), von Polanski, der die Versuchung zu Stilisieren klug umgeht, pointiert und konzentriert inszeniert. CHINATOWN ist ein makellos gespielter Klassiker ohne Patina, der seinen immer wieder aufblitzenden Humor mit einem erschütternden Ende pulverisiert. So werden sie heute nicht mehr gemacht.
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Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschen[...] Für Roman Polanski ("Der Mieter"; "Die neun Pforten") bedeutete "Chinatown" eine Überwindung. Nachdem seine Frau Sharon Tate kurz nach der Premiere seines psychadelischen Klassikers "Rosemary´s Baby" von Amerikas berühmtem Massenmörder Charles Manson und seiner Sekte in ihrem Haus während einer Party getötet wurde – hochschwanger -, war Polanski einige Jahre nach Europa gegangen und wollte nicht so schnell wieder zurück in die Staaten. Doch trotz aller Schuldgefühle, inszenierte der Regisseur mit "Chinatown" - sein zweites in Hollywood realisiertes Projekt - einen Film, der nahtlos in die Kerbe des Film noir und an die großen Filme eben jenes Genres der 50er-Jahre einschlägt. [...]
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Chinatown» von Roman Polanski ist ein unumgängliches Meisterwerk, das in keiner sorgfältig sortierten DVD-Sammlung fehlen darf.
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Ulrich Behrens
Kommentar löschenFür Polanski war „Chinatown“ eine Überwindung. Nach dem Mord an seiner Frau Sharon Tate durch Mitglieder der Manson-Bande war er einige Jahre zuvor nach Europa gegangen, wollte nicht zurück in die Staaten. Umso erstaunlicher ist, wie eng Polanski mit der Inszenierung der Geschichte den Betrachter kontinuierlich fesselt, in den Film einbezieht. Die Filme sind äußerst rar, in denen – positive wie negative – Identifikationen mit Figuren derart exzellent funktionieren wie in „Chinatown“. Jake, Evelyn, aber eben auch Cross sind einem wirklich nahe, man spürt förmlich ihre Nähe, ihre Wärme oder ihre Kälte. Die gesamte Komposition des Films ist stimmig. Das ist es eben, was man einen Klassiker nennt.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (48) — Film: Chinatown
Kommentar schreibenFilmfanatiker 2012/01/17 21:53:11
Kommentar löschenNicht mein Genre...aber Jack Nicholson lässt den Film für mich am Leben.
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hollygolightly1 2012/01/12 16:22:54
Kommentar löschenHabe wohl zu viel erwartet.. So richtig toll ist er nicht. Aber Jack Nicholson hat mir sehr gut in seiner Rolle gefallen. Und Roman Polanski macht eigentlich immer gute Filme.
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littledrummerboy01 2012/01/11 20:52:50
Kommentar löschenToller Noir, gleichzeitig tolle Hommage an die alten, großen amerikanischen Film Noir. Jack Nicholson überzeugt, wenn auch nicht ganz so spektakulär wie in manchen anderen Filmen, was aber nicht negativ gemeint ist. Ich habe es eher wohltuend angenommen. Die Kameraführung ist wunderbar, wiederum genau im Noir Stil gehalten, einfach tolle Bilder. Auch die Story ist sehr gut, kommt aber nicht sofort richtig in Fahrt und ist teilweise so fordernd, dass man schon wirklich ausgeruht im Kopf sein sollte, um den Film zu sehen. Ansonsten kann er leicht anstrengend werden und dann fehlt viel von dem Vergnügen, das er eigentlich bereiten kann. Dennoch, ein großartiger Film, sehr intelligent gemacht und sehr atmosphärisch. "Ausgezeichnet"
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vicvega 2012/01/11 19:11:52
Kommentar löschengenialer Jack Nicholson und eine großartige 30er-Jahre Atmosphäre, dazu noch eine tolle Story!!
was will man mehr ;)
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kronenhummer 2012/01/10 21:10:28
Kommentar löschen„Chinatown“ - ein Klassiker der Filmgeschichte.
Als Renaissance an die längst vergangenen Zeiten des Film Noir nimmt Roman Polanski den Zuschauer hier gemeinsam mit Joe Gittes zurück in das Los Angeles der 30er Jahre und gleichzeitig in einen Film, der aus eben dieser Zeit stammen könnte. Die Mischung aus eben einem solchen Film Noir und modernen Krimi- und Thriller-Elementen, die Polanski hier bietet, ist dabei wahrlich kein leichter Stoff. Inszenatorisch und spannungstechnisch unheimlich geschickt, wird der Zuschauer hier auf dieselbe Reise geschickt, die auch der etwas zwielichtige Protagonist, Privatdetektiv Jake Gittes, stark gespielt von Jack Nicholson, durchmachen muss.
So bleibt es nicht aus, dass der Beginn etwas schwierig ausfällt. Es gibt wenige Erläuterungen, so dass man gerade zu Beginn erst hinein finden muss. Doch gerade damit gelingt es, ein interessantes Rätsel für den Zuschauer zu schaffen, der überhaupt erstmal rauszufinden versucht, welchem Rätsel er denn hier überhaupt nachzugehen versucht. Mit wirklichen Überraschungsmomenten und immer neuen Erkenntnissen entsteht ein Geflecht aus politischen und wirtschaftlichen Intrigen, privaten Tragödien und der besonderen Atmosphäre und Umgebung Chinatowns. Dieser Aufbau erfolgt gemächlich, aber doch keineswegs langatmig, so dass sich die Spannung zu steigern bedarf, bis hin zu seinem wahrlich großartigen Schluss.
An sich gibt es so wenig auszusetzen. Sowohl Polanski als auch die Darsteller sorgen liefern erstklassige Arbeit ab. Doch persönlich war mir „Chinatown“ vielleicht in dieser Hinsicht etwas zu gut gemacht, etwas zu perfekt umgesetzt, etwas zu glatt, um die ganz große Begeisterung, die ganz große Spannung zu erzielen. Nur ein kleines Störgefühl bei einem wahren Klassiker, aber eben doch vorhanden.
PS: Die Rolle mit dem interessanten Namen „Duffy“ soll natürlich nicht unerwähnt bleiben ;-)
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Jack_Torrance 2012/01/19 18:28:54
Antwort löschenGenau dieses aalglatte hat mich an dem Film gestört, aber Townes Drehbuch ist genial !
Jack_Torrance 2012/01/10 15:30:08
Kommentar löschenIch weiß nicht, vielleicht war ich nicht in der richtigen Stimmung. Jedenfalls erschien mir Chinatown bei der gestrigen Sichtung fast schon als eine Kraftprobe.
Da werden Familiengeheimnisse ans Licht gebracht, Details ausgewertet, Nasen durchgeschnitten, Plantagenbesitzer hintergangen, politische und wirtschaftliche Beschlüsse getroffen bis zum geht nicht mehr, sodass ich teilweise die Übersicht verlor.
Mit "älteren Filmen" habe ich wohl gemerkt so meine Probleme: Ich kann mit ihnen teilweise nichts anfangen, sodass ich dann blöd dastehe, wenn ganz Moviepilot "MEISTERWERK !" brüllt, oder ich kann diese Filme irgendwie nicht in Worte fassen, da ich eine andere Mentalität als der Regisseur besitze. So ist es auch hier...
Fakt aber ist, dass der Robert Towne, der Drehbuchautor, hier den größten Beitrag zum Film leistet. Während der Film wie ein typischer 40er-Krimi beginnt, steigert er sich zunehmend zu einer brillianten Studie über Verzweiflung, Hass und Liebe, was sich an den Figuren bemerkbar macht:
Jake Gittis (wie immer großartig: Jack Nicholson) wirkt zu Beginn wie eine Mischung aus Humphrey Bogart und James Bond; Faye Dunaway wie eine typische Femme Fatale, der jeder Mann hinterherblickt und denkt: "Boah, ist die sexy !"; John Huston wie einer der vielen sympathischen, reichen Zeugen, die in einem kurzen Cameo-Auftritt zu sehen sind, um dem Zuschauer das Sehen des Filmes zu versüßen.
Was haben sie alle am Ende gemeinsam ? Sie erscheinen allesamt als gebrochene Gestalten. Wieso ? Weil sie im Leben gescheitert sind - auf psychologischer Ebene. Entweder waren sie nur auf beruflichen Erfolg bedacht oder das Leben hat ihnen einfach keine Chance gegeben. Auf der Ebene ist Townes Drehbuch auf psychologischer Ebene sehr präzise gestaltet.
Aus subjektiver Sicht bekommt der Film 9 Punkte, von mir persönlich "nur" 7 Pünktchen - bis jetzt ! Wir sehen uns jedenfalls bei der Zweitsichtung !
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Le Samourai 2012/01/10 16:16:10
Antwort löschenGanz klarer 10-Punkte-Film! ;)
Jack_Torrance 2012/01/10 16:50:48
Antwort löschenMeines Erachtens eigentlich nicht, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden :)
Reload 2012/01/10 14:30:39
Kommentar löschenSchönes Ding. Ich mag ja solche Filme mit dieser Atmosphäre. Ein Film Noir im L.A. der 30er Jahre. Schöne Autos, Männer in Anzügen und Hüten, die Frauen in schicken Kleidern und es wird überall geraucht, im Resteraunt oder in fremden Büros. Das alles trägt zur Stimmung bei. Und wenn sich in dem ganzen Setting auch noch Jack Nicholson unter der Regie von Roman Polanski herum tummelt, kann das eigentlich nur gut werden. In "Chinatown" gibt es einen großen Handlungsstrang, der aber über sehr viele kleine Wege beschritten wird. Was als eine einfach Ehebruch-Detektiv-Überwachung beginnt, endet in einem Trinkwasser-Komplott sowie einem familiären Drama, in dem immer neue Figuren auftauchen. Über 2 Stunden lang werden nach und nach einzelne Puzzleteile entdeckt und zu einem klaren Bild zusammengefügt, und das alles auf höchstem Niveau. Polanski gelingt eine dichte Inszenierung, die Bilder von der Dürre geplagten Los Angeles sowie der systematische Einsatz der Musik sind nahezu perfekt. Nicholson liefert eine bravouröse Leitung als Privatdetektiv Jake Gittes ab, trotz sehr guter Nebendarsteller trägt er den Film komplett auf seinen Schultern. Zu erwähnen ist noch das superbe Schlusssegment im Stadtviertel Chinatown selbst, was genau den Ton der Handlung trifft. Insgesamt einfach nur eine ausgezeichnete Arbeit aller Beteiligten. Den Titel "Klassiker" hat sich Roman Polanskis Werk redlich verdient.
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BobbyIII 2012/01/09 22:27:59
Kommentar löschenIch gebs auf! Ich habe jetzt einen Großteil der Polanski-Filme gesehen und ich finde einfach keinen der mir wirklich gefällt. Ich gestehe ihm sein filmtechnisches Können ein. Sein Gespür für das richtige Einsetzen der Schauspieler, sein Gespür den Szenen Nachhalt zu verleihen, sein Gespür Geschichten von Anfang bis Ende ohne Filler zu erzählen. Und dennoch hat mich bisher keiner seiner so hoch gelobten Filme gekickt.
In "Chinatown" sind die Schauspieler klasse. Die Kriminalgeschichte arbeitet auf mehreren Ebenen und webt ein gutdurchdachtes plottechnisches Netz. Und dennoch kann ich es nicht ganz beschreiben was mich stört. Es ist einfach langweilig wie Polanski es inszeniert! Eigentlich kann ich keine Mängel finden, dennoch haben mir Polanski Inszenierungen in KEINEM Film Freude gebracht. Das ist rein subjektiv und ich werde das hier auch nicht weiter ausführen und lasse mir gern vorwerfen, dass nicht genau zu hinterfragen, weil dem vielleicht auch ein wenig so ist.
Ich bin wohl ein Kunstbanause. Dann ist dem halt so! Aber ich steh dazu!
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Punsha 2012/01/09 22:32:45
Antwort löschenHehe. Hör auf mit dir zu hadern. :D
Entweder das kommt mit der Zeit oder Polanski steht dir einfach nicht, sowas kommt vor. Ich finde Chinatown beispielsweise auch sehr langatmig. Doch abgesehen davon ist er für mich in allen anderen Bereichen herausragend.
Guck mal: Für mich ist "Der Pate" nur eine 7 wert. Irgendwo sind wir alle Banausen. :D
Keky 2012/01/09 22:21:31
Kommentar löschenFilm-Noir auf Farbe getrimmt und in vertrackter 1970er Manier. Etwas wenig Musik, wenn dann mit schönen Anleihen an die 1930er, dafür viele Dialoge und eine komplexe Detektiv-Geschichte, mit ihrer unerforschlichen Entwicklung auf ein Ende zusteuernd, was so nicht erwartet und tatsächlich aus der griechischen Tragödie schöpft. Schauspielerisch hohe leistung, ein rund um gelungener Noir. Herausragender Film!
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based_god 2012/01/05 17:19:50
Kommentar löschenEin Film wie ich ihn liebe! Spannend, düster und ohne Helden.
Jack Nickelson in einer seiner besten Rollen. "Chinatown" ist nicht nur ein super Film sondern auch eine konsequente Weiterführung des Film-Noire. Es ist ein Film, wie er heute kaum noch gedreht werden kann - so minimalistisch und trotzdem so spannend. Die düstere Umsetzung ist genau richtig und führt zu einem der besten Enden der Kino-Geschichte.
Ich kann diesen Film allen empfehlen, die auch abseits vom CGI-Gesichse ihre Freude finden.
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shadowhunting 2011/12/26 11:55:42
Kommentar löschenL.A. im Jahre 1937. Ausgetrocknete Flussbetten, brennende Sonne und jede Menge dunkle Hinterzimmer. Privatdetektiv Jake Gittes schlägt sich mit belanglosen Ehebrüchen und Affären herum, nachdem er einige Jahre in Chinatown als Gesetzesvertreter gearbeitet hat. Roman Polanskis ''Chinatown'' entwickelt im Laufe der Geschichte eine neue Geschichte und so wird die Maschinerie immer wieder ausreichend geölt und in Schuss gebracht. Gittes stolpert in die Falle verhängnisvoller Fehden und düsterer Geschäfte, hinzu erfährt er tragische Familienangelegenheiten und Betrügereien, welche wohl kein Ende zu nehmen scheinen. Insgesamt ist das Thema ''Betrug und Täuschung'' immer präsent und ein steinerner Gast im wirren, zugleich spannenden Thriller ''Chinatown''. Der wichtigste Protagonist - Jake Gittes - begleitet den Zuschauer von Alpha bis Omega und es gibt im ganzen Film kein einziges Kapitel, keine längere Szene, wo man keinen Jack Nicholson mit Schnitt in Nase, feinen Hut und/oder Zigarette sieht. Der Zuschauer nimmt voll und ganz die Position und die Gedankenwelt des Jake Gittes ein, dies ermöglicht Vertiefung seiner Charakterzüge und eine wunderbare Identifikation mit der Hauptfigur, welche durch den durchweg sympathischen Jack Nicholson einen der besten Schauspieler zur Darstellung gefunden hat. Ist die Story in manchen Teilen banal und schlicht, so ist es doch die präzise Charakterzeichnung, die Symbolik der Kulisse, das schauspielerische Wunderkind Nicholson und ein dennoch spannend und abwechslungsreicher inszenierter Film Noir mit zahlreichen Kehrtwenden und überraschenden Springerzügen, welche immer wieder mit neuen Tatsachen und Anhaltspunkten detailliert Minute für Minute frischen Zündstoff liefern. ''Chinatown'' ist durch ein striktes und ordentlich verfasstes Drehbuch klar strukturiert, die Story bleibt dennoch geschmeidig und flexibel. Dieser erfinderische Thriller zeichnet eine Studie des Milieus der 30er-Jahre, welche im Stile Hollywoods selbstverständlich an einigen Ecken übertrieben ist, aber dennoch authentisch und realitätsbezogen Wirkung erzielt. Akribisch geplante Wandlungsfähigkeit der Story, stimmungsvolle und mitreißende Atmosphäre (nicht zuletzt herbeigeführt durch den erstklassigen Soundtrack des Jerry Goldsmith), einfallsreicher und gehaltvoller Szenenaufbau, sensationelle Schauspielkunst (Nicholsons Mimik ist einfach unvergesslich!) und als Höhepunkt ein adrettes Bühnenbild und einfühlsames Ambiente. Hut ab, Herr Polanski!
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lori101007 2011/12/18 09:06:02
Kommentar löschenEin gut gemachter Film Noir Klassiker, und von Polanski sehr gut in Szene gesetzt. Nicholson und Dunaway haben Stil und spielen Hervorragend! Top!
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Breadfan 2011/11/24 17:09:51
Kommentar löschenJack Nicholsen in guter Form, ein höchstexquisiter Soundtrack und eine Handvoll ausgefeilter Dialoge. Leider vermochte mich die Story dann letztlich nicht vollends mitzureissen und Faye Dunaway ist auch nicht gerade einer meiner Lieblingsschaupielerin aus jener Zeit. Die "Chinatown"-Symbolik wirkte schon sinnvoll im Sinne der Darstellung des Hauptcharakters, berührte mich jedoch recht wenig und wirkte auf mich irgendwie seltsam.
Letztlich habe ich wohl etwas mehr Hollywood und ein Weniger an Realismus erwartet (Verwundbarkeit des Helden, "tragische" Verquickung am Ende des Films, etc.). Ein Mangel an (erwarteter) Illusion, drum nur eine 7.0! Vielleicht steigt es ja beim zweiten mal hingucken noch...
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horstkevin 2011/10/23 23:53:24
Kommentar löschenEin cooler Film der außerordentlich gut gespielt wurde. Leider fehlt es der Story an richtigen Höhepunkten und er zieht sich gefühlte Stunden in die Länge. Hat mich persönlich dazu veranlasst immer mal wieder am Laptop zu spielen und das darf eigentlich nicht passieren! Schade drum, dennoch ein solider Film. Polanski hat aber definitiv bessere gemacht.
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La Bardot 2011/09/02 21:58:33
Kommentar löschen"Marge, du weißt ja nicht wie das ist, schließlich muss ich jeden Tag meinen Hintern hinhalten. Ich bin nicht gestört. Du bist gestört! Und das ganze bescheuerte System ist gestört! Soll ich dir die Wahrheit sagen? Willst du’s genau wissen? Aber du erträgst sie nicht, die Wahrheit! Erst wenn du die Hand ausstreckst und sie in einem widerlichen Brei stecken bleibt, der einmal das Gesicht deines besten Freundes war, dann weißt du, was du tun musst. Vergiss es Marge, DAS IST CHINATOWN!" [Homer Simpson] Genial, oder?
Mit diesem Film lies Roman Polanski den Film Noir auf äußerst beeindruckende und spannende Art wiederauferstehen, was nicht zuletzt auch ein großer Verdienst der bemerkenswert aufspielenden Darsteller um Jack Nicholson und John Huston ist. "Chinatown" ist eine atmosphärische, stimmungsvoll bebilderte, musikalisch perfekt untermalte und überaus komplexe Detektivgeschichte, welche sich mit zunehmendem Verlauf als ein Drama um Moral und Vertrauen entpuppt. Äußerst sehenswert!
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FumerTue 2012/01/09 22:28:00
Antwort löschenAuch mir wurde beim Schlusssatz dieses Meisterwerks plötzlich klar, worauf Homer sich damals bezog :D
tobiasschoeler 2011/07/03 18:55:07
Kommentar löschenIn "Chinatown" spannt Roman Polanski ein undurchdringliches Netz aus Lügen und Intrigen. Je weiter sich J. J. Gittes (Jack Nicholson) der Wahrheit nähert, umso mehr scheint er sich in diesem Netz zu verfangen.
Die Kamera, die Musik, die packende Inszenierung und ein ausgezeichnetes Drehbuch erschaffen eine fantastische Atmosphäre. Hinzu kommt noch die schauspielerische Leistung von Jack Nicholson über die hier schon so viel geschrieben wurde, dass ich sie an dieser Stelle einfach mal unkommentiert lassen möchte.
Einzig die Tatsache das es dem Film, trotz der bis zum Schluss undurchsichtigen Geschichte, stellenweise an Spannung fehlt bleibt als einziger Wermutstropfen zu nennen.
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Looki 2011/06/27 10:41:23
Kommentar löschenspannender u. fesselnder noire film mit (leider gottes) doofem ende :(
der junge nicholson überzeugt jedoch auf der ganzen linie!
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florianbell 2011/05/26 21:41:47
Kommentar löschenDen bester film den ich je gehsen hab
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Mrs.Yellow 2011/06/21 19:41:56
Antwort löschenDein Deutsch ist echt gut^^
florianbell 2011/06/22 06:22:17
Antwort löschendanke sehr
janissl 2011/03/14 23:39:11
Kommentar löschenJake Gittes ist ein ehrenwerter Mann, einer der nur seinen Job macht, seriös und integer. Jedenfalls behauptet er das unentwegt, auch wenn ihm offenbar ein ganz anderer Ruf vorauseilt. Denn außer ihm selbst sieht irgendwie niemand im Los Angeles des Jahres 1937 in erster Linie den Saubermann Jake Gittes, was wohl nicht zuletzt an seiner Vergangenheit als Cop in Chinatown liegt... Aber das ist eine andere Geschichte, mittlerweile ist er Privatdetektiv und gerät einigermaßen unverschuldet in einen Strudel des Verbrechens, der ihn konfrontiert mit Menschen, die ihn tatsächlich wie den rechtschaffenen Mann aussehen lassen, für den er sich vielleicht hält und der ihn am Ende zu seinem übermäßigen Unglück wieder zurückführt ins titelgebende Chinatown. Es geht um Land und um Geld, viel Geld, aber auch um familiäre Dramen und um menschliche Abgründe.
Polanski gelingt mit "Chinatown" ein beachtlicher Spagat, er erzählt zum einen eine klassische Film Noir Geschichte und zum anderen einen historisch verbrieften Thriller über den unrühmlichen Weg von Los Angeles zur Megacity. Dass das so sensationell gut funktioniert ist nicht zuletzt dem Oscar-prämierten Drehbuch von Robert Towne zu verdanken. Aber auch Polanskis Inszenierung und die darstellerischen Leistungen, vor allem von Nicholson und Dunaway sorgen dafür, dass "Chinatown" den Titel Meisterwerk vollkommen zu Recht trägt.
Unvergesslich natürlich die lädierte, zumeist dick bandagierte Nase des Protagonisten. Ganz großartig ist das, die Hauptfigur so offensichtlich und so zentral als verletzlich und angreifbar zu markieren, natürlich auch sehr mutig, funktioniert aber super.
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dae-su 2011/02/26 14:09:38
Kommentar löschenPolanskis Meisterwerk? Dafür kenne ich sein Gesamtwerk zu wenig. Zweifelsohne aber ist ihm mit CHINATOWN ein derart stimmungsvoller Neo-Noir gelungen, dass der Begriff Meisterwerk einfach fallen muss. Es ist meisterhaft, wie er seine Schauspieler anleitet, wie er mit dem Genre und seinen Konventionen spielt, wie er die Geschichte dramaturgisch aufbaut und die Spannungsschraube ohne Rücksicht auf Verluste immer weiter anzieht. Und ebenso meisterhaft ist seine Inszenierung. Chinatown muss sich hinter keinem anderen Werk verstecken. Vor niemandem.
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Le Samourai 2011/02/26 14:41:23
Antwort löschenPolanskis Meisterwerk! No doubt! :)
Windom Earle 2011/02/27 13:30:04
Antwort löschenNicht den Pianisten vergessen...
Le Samourai 2011/02/27 13:35:16
Antwort löschen...sagt der, der CHINATOWN ist Lieblingsfilm da stehn hat! :)
Windom Earle 2011/02/27 15:11:35
Antwort löschenäääh und der den Pianisten mit 9.5 bewertet hat !!? hab ja nicht gesagt, dass der Pianist besser ist, sondern nur, dass man ihn nicht vergessen sollte.
''Polanskis Meisterwerk! No doubt!'' sagt der, der DER PIANIST noch nicht gesehen hat??? :)
dae-su 2011/02/27 20:12:30
Antwort löschenJungs, ruuuhig. :)
Pianist ist stark, keine Frage, Chinatown find ich aber auf jeder Ebene nen Tacken besser. Ich will v.a. mal Frantic und den Mieter sehen...
Le Samourai 2011/02/27 20:34:42
Antwort löschenHehe :)
FRANTIC und vor allem DER MIETER sind auch beide super stark! DER MIETER dürfte dir vor allem gefallen, wenn du schon BLACK SWAN so gut findest... EKEL gesehn?
dae-su 2011/03/01 00:39:57
Antwort löschenUih ne, Ekel steht auch noch auf der Liste.
Alle 9 Antworten zeigen
Le Samourai 2011/03/01 18:34:18
Antwort löschenHui, so, gerade DER PIANIST gesehen. Starkes Stück Kino, ein nahezu perfekter Film. Jedoch bleibt aus persönlichen Genrevorlieben, sowie im gesamt-filmgeschichtlichen Zusammenhang betrachtet, CHINATOWN Polanskis Meisterwerk! :)
Windom Earle 2011/03/01 20:14:30
Antwort löschenna gut :)