Chinatown

Chinatown (1974), US Laufzeit 131 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 19.12.1974


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8.2
Kritiker
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7.6
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61 Kommentare
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von Roman Polanski, mit Jack Nicholson und Joe Mantell

Chinatown spielt im Los Angeles des Jahres 1937. Jack Nicholson ermittelt als Neo-Noir-Schnüffler mit gebrochener Nase im letzten Film, den Roman Polanski in den USA drehte.

Der undurchsichtige Privatdetektiv J.J. ‘Jake’ Gittes (Jack Nicholson) bekommt von Evelyn Mulwray den Auftrag, ihren Mann Hollis auszuspionieren. Als Architekt des Wasserversorgungssystems der Stadt steht Mulwray im Zentrum der öffentlichen Diskussionen. Eigentlich soll Gittes ihn nur des Ehebruchs überführen. Bald stellt sich heraus, dass Jake einer Betrügerin aufgesessen war. Die echte Evelyn (Faye Dunaway) taucht in seinem Büro auf und konfrontiert ihn. Kurz danach wird Mulwray tot aufgefunden. Gittes verfängt sich in einem Netz aus Lügen, Intrigen und Skandalen, in dem gleich mehrere ungelöste Rätsel auftauchen. Wer hat Mulwray auf dem Gewissen? Was hat Evelyn zu verbergen? Welche Rolle spielt die Wasserversorgung der Stadt hierbei? Und was hat Evelyns Vater Noah Cross (Regielegende John Huston), der vermögende, aber zwielichtige frühere Partner von Mulwray, mit der ganzen Sache zu tun?

Hintergrund & Infos zu Chinatown
Roman Polanskis Opus wurde 1991 von der Library of Congress als erhaltenswerter, weil kulturell, historisch und ästhetisch wichtiger Film eingestuft. Neben den beiden Hauptdarsteller erhielt der Opus 1975 Nominierungen für Oscars in neun weiteren Kategorien, auch wenn er letztlich nur einen Oscar gewann. Roman Polanski verließ danach aufgrund eines Sexskandals mit einer Minderjährigen die USA und ist bis heute nicht nach Hollywood zurückgekehrt.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Chinatown
Genre
Kriminalfilm, Psychothriller, Thriller, Drama, Mysterythriller
Zeit
1930er Jahre
Ort
Los Angeles , Mexiko, Santa Catalina Island, Strand
Handlung
Affäre, Anwesen, Autounfall, Chinatown, Ehebruch, Entstelltes Gesicht, Ertrinken, Ex-Polizist, Femme Fatale, Fluss, Friseur, Gerichtsverhandlung, Gewalt, Große Depression, Gärtner, Intrige, Inzest, Korruption, Kultfilm, Leichenschauhaus, Meer, Nase, Nasenbluten, Orange, Plantage, Polizei, Privatdetektiv, Pädophilie, Rassismus, Restaurant, Ruderboot, See, Sex, Sonnenbrille, Staudamm, Stausee, Sterben und Tod, Strand, Vergewaltigung, Verletzung, Verlust des Ehemannes, Verwechslung, Wasser, Witwe
Stimmung
Ernst, Hart, Spannend
Tag
AFI Top 100, Kultfilm, New Hollywood, Time's All TIME Top 100 Movies
Verleiher
Cinema International
Produktionsfirma
Long Road, Paramount Pictures, Penthouse

Kommentare (60) — Film: Chinatown


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jacker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Evelyn Mulray: "Hollis seems to think you're an innocent man."
J.J. Gittes: "Well, I've been accused of a lot of things before, Mrs. Mulwray, but never that."

CHINATOWN.
Ein Film, der von vielen als DER Thriller, bzw. DER Neo-Noir schlechthin angesehen wird. Ob er das wirklich ist, muss jeder für sich entscheiden, außerdem tut es absolut nichts zur Sache, denn es reicht festzustellen, dass CHINATOWN ein verdammt guter Film ist.

Aber warum?

Wir werden entführt in das sonnendurchflutete Los Angeles und Kalifornien der dreißiger Jahre - Oldtimer, blauer Himmel, helle Farben, tosende Brandung - doch der Schein trügt, denn unter der Oberfläche der Stadt der Engel brodelt es (im wahrsten Sinne des Wortes). J.J. Gittes ist privater Ermittler, ein selbstsicherer, fast schon arroganter Mann, der seinen Unterhalt zumeist mit Aufklärung von Ehebruch bestreitet. Eine Tätigkeit, der er mit Herzblut nachgeht - "I do an honest work!" faucht er später einmal als Antwort auf den Vorwurf ein mieser Schnüffler zu sein. Als ihn eine verzweifelte Frau anheuert, um ihren Mann - leitender Ingenieur der städtischen Wasserversorgung - zu beschatten, kommt Gittes nach und nach einer politischen Verschwörung auf die Schliche, deren Ausmaß er sich nicht im Traum ausgemalt hätte.

Gittes: "I like to take long lunch hours, sometimes all day."

Roman Polanski nimmt sich viel Zeit, um seine verschachtelte Geschichte zu erzählen - keine Minute zu wenig und keine zu viel - und macht im Drehbuch sowie inszenatorisch so ziemlich alles richtig. Auf der einen Seite schafft er es ganz nebenbei seinen Figuren über kurze Kommentare, kleinere Handlungen und Reaktionen auf das umliegende Geschehen, ein unglaublich rundes Profil zu geben. Gittes beispielsweise lässt immer wieder Fetzen aus seiner Vergangenheit durchsickern - von damals, als er in Chinatown Detective gewesen ist - und erzeugt so eine vollkommen klare Nachvollziehbarkeit seiner Taten in der Gegenwart. Auch die vielen Witzchen, arroganten Sprüche, sein jonglieren mit moralischen und gesetzlichen Grenzen, überhaupt sein gesamtes Auftreten formen einen in sich völlig stimmigen, sehr eigenwilligen Typen. Einen der weiß was er will, der erstmal nett gelaunt erscheint, zu Späßen aufgelegt, der aber Mittel und Wege kennt zu bekommen was er will und sehr ungemütlich werden kann.

Gittes: "But, Mrs. Mulwray, I goddamn near lost my nose. And I like it. I like breathing through it. And I still think you're hiding something."

Inhaltlich überzeugt CHINATOWN durch eine ganz klare Richtung. Es wird viel gesprochen und das Tempo ist sehr langsam, aber dennoch hat jede einzelne Szene, und sei es noch die kleinste Zwischensequenz, ihren Sinn und treibt die Handlung voran. Dabei traut Polanski seinem Publikum genügend zu, um ihm immer nur die nötigen Häppchen zu zu werfen, anstatt lang und breit vor- und durchzukauen. Der Zuschauer muss am Ball bleiben, ebenfalls kleine Schnipsel zusammenfügen, um ein Gesamtbild zu entwickeln und wird dabei immer mehr mit dem tollen Gefühl belohnt, mit Gittes zusammen in Kalifornien unterwegs zu sein, gemeinsam zu ermitteln und langsam Fortschritte zu erzielen.

Morty: "Can you believe it? We're in the middle of a drought, and the water commissioner drowns. Only in L.A."

Und je weiter Gittes kommt, umso mehr entfaltet sich die typische Noir-Komponente. Trotz wundervoll eingefangener heller Bilder voller Licht und Sonne, ist CHINATOWN ein dunkler Film. Dunkel, wie die verborgene Schicht unter der Oberfläche, die Gittes anzukratzen begonnen hat. Eine Schicht in der sich Betrug, Mord und Korruption vergraben haben und unbemerkt ihren dunklen Machenschaften nachgehen. In der unbequeme Menschen verschwinden. Fäden gezogen werden. Die jeden Versuch sie freizulegen aufsaugt und nicht mehr frei lässt, weil sie mächtiger ist als die Kräfte die versuchen sie zu stürzen. In Polanskis Good Old America der Dreißiger ist nichts, wie in den Filmen die tatsächlich aus dieser Zeit stammen. Hier haben die meisten Menschen etwas zu verbergen, hier fördert die Wahrheit immer schlimmes zu Tage. "Chinatown" ist synonym für eine Gesellschaft, die begonnen hat nach ihren eigenen Regeln zu funktionieren - Regeln die vorschreiben sich lieber still wegzudrehen, anstatt mit wehender Fahne gegen sie zu kämpfen. Die man besser schnell wieder vergisst und "as little as possible" tut, weil am Ende klar wird, dass die Mächtigen eh das bekommen was sie wollen. Gittes kämpft hier allein gegen die Welt - wundervoll symbolisiert durch einen filmischen Kniff: Obwohl er sich in einer Weltmetropole befindet, ist er (fast) immer völlig allein in einer menschenleeren Umgebung - und kann am Ende nur verlieren.

Gittes: "Put the gun away. Let the police handle this!"
Evelyn Mulray: "He OWNS the police!"

Inhaltlich fantastisch, großartig fotografiert und von einem klassischen Score untermalt, der immer wieder schlagartig eine unheimlich düstere Tonart anschlägt. Hier hat Polanski einen wirklich starken Film gedreht, der auch nach 40 Jahren keine Faszination eingebüßt hat.

"Forget it man. It's Chinatown."

bedenklich? 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

BattlemasterIZ

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Toll auf den Punkt gebracht "jacker". Symbolisiert das starke Werk :)
Ein wahrrlich wirkungsvolles Neo-Noir-Drama.
Finde auch mit Jack Nicholson als Detektiv ideal besetzt. In solchen Rollen har man Ihn meiner Meinung nach, auch zu wenig betrachten können.


jacker

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Danke dir. Ich war auch echt beeindruckt WIE charismatisch Nicholson ist. Wirklich gut!


FilmFan92

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Bewertung10.0Herausragend

Roman Polanskis letzter in den USA gedrehter Film gehört unbestritten zu den ganz großen Klassikern Hollywoods. Hier hat einfach alles gepasst.
Das fängt mit der großartigen Story an. Angesiedelt im Los Angeles der 30er Jahre erzählt uns Polanski eine so raffiniert konstruierte Detektivgeschichte, die mit so vielen Wendungen und Offenbarungen aufwarten kann, dass man 5 Filme hätte füllen können. Doch überladen wirkt "Chinatown" zu keinem Zeitpunkt. Schritt für Schritt, Hinweis um Hinweis folgen wir Jake Gittes auf der Suche nach der Wahrheit.
Die clevere und ruhige Inszenierung von Polanski, die ohne wirre Schnittfolgen und mit langen Einstellungen, erschafft eine fast greifbare Atmosphäre. Jake Gittes verfolgt, schnüffelt und die Kamera filmt immer wieder auf ungewöhnliche Art und Weise das Geschehen. Nicholson beim Stöbern und beobachten zu zu schauen ist dabei eine reine Freude. Minutenlange Stille schleicht sich ein, wenn Jake Gittes Schubladen durchsucht, ohne etwas Brauchbares zu finden und trotzdem starrt man als Zuschauer gebannt auf den Bildschirm. Polanski schafft es den Zuschauer in jeder Szene zu faszinieren.
Zu den starken Bildern und den grandiosen Dialogen gesellt sich ein Soundtrack, der gleichermaßen aus dissonanten Piano-Klängen und lässig-melancholischen Saxophon Melodien besteht, die den Zuschauer in das Noir-Setting der 30er zieht und nicht mehr loslässt.
Neben der handwerklichen Rafinesse und dem grandiosen Drehbuch, spielen Nicholson und Faye Dunaway so ziemlich alles und jeden an die Wand. Selbst das Rauchen einer Zigarette wird dank Nicholson zu einem unvergesslichen Erlebnis, ich meine, hat jemals jemand eleganter und lässiger Zigaretten geraucht? Verdammt da möchte man doch selbst anfangen Zigaretten zu qualmen, wenn man so cool dabei aussehen kann...
Auch abgesehen davon, überzeugt Nicholson in jedem Moment. So authentisch und leidenschaftlich spielt er sich in das Gedächtnis der Zuschauer. Eine Schande, dass er für diese Leistung nicht mit dem Oscar bedacht wurde (und dann war es nichtmal Pacino's Leistung in der Pate II, die ihm den Preis strittig machte...komische Welt).
An seiner Seite überzeugt Faye Dunaway als verführerische, wie undurchsichtige Femme Fatale. Die Chemie zwischen den Beiden macht jede gemeinsame Szene zu einem wahren Freudenfest. Das liegt natürlich auch an den großartigen Charakteren und den famosen Dialogen, aber Nicholson und Dunaway holen echt alles raus, was möglich ist. Unfassbar.

"Chinatown" gehört tatsächlich zu den Filmen, die man ohne Probleme zu den (50) besten Filmen aller Zeiten zählen kann/muss. Ein raffinierter, spannender Plot, eine clevere Inszenierung, die großartige Kamera-Arbeit und Schauspiel aus einer anderen Sphäre, machen diesen Film zu einem cineastischen Wunderwerk, das man einfach lieben muss.

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kobbi88

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Das schon, aber verdienen würde er mehr ;)


FilmFan92

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Wer braucht ÄKTSCHN, wenn man Jack Nicholson hat? :P


Sam_Schildkroete

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Bewertung4.0Uninteressant

Schrecklich langweiliger Film. Und er ist von Polanski, war ja klar...

Ich versuche jeden Film unvoreingenommen zu begegnen. Es ist also nicht so dass ich jetzt z. B. den Namen Polanski lese und beschließe, mich absichtlich zu langweilen, nur um gegen etwas zu sein, was viele Gut finden. Ich muss nicht unbedingt gegen den Strom schwimmen, aber es stört mich auch nicht, soll heißen ich muss mich auch nicht allem anpassen.

An Chinatown lässt sich aber gut erkennen was ich an Polanskis Stil nicht mag, kurz: Es ist diese Zähe ins Nichts führende Langsamkeit. Erinnert mich auch oft an Ridley Scott, der ähnlich lahm vor sich hinwerkelt, bei dem gefallen mir aber die Settings besser.

Dazu muss ich sagen das ich an sich den amerikanischen 30ern nichts abgewinnen kann. Also kein Fan dieses so genannten Film-Noirs bin, was so viele zu begeistern scheint, von "Golden Age" of Hollywood, endlosen Referenzen in zig Serien (Smallville, Star Trek TNG um nur zwei zu nennen), und einer seltsamen Romantisierung von Recht und Staatlichkeit (ähnlich dem Wilden Westen). Irgendwie passt es ja auch, es trugen zwar alle Anzüge, verhielten sich aber doch eher wie Cowboys. Was aber auch immer den Reiz dieser Epoche auf viele ausmacht, an mir gehts vorbei. Ich denke da eher an eine stocksteife Gesellschaft mit Stock im Arsch (gut zu erkennen am strengen Dresscode dieser Zeit), stinkenden übergroßen Autos (die angebliche "Schönheit" dieser Karren kann ich auch nicht nachvollziehen, wenn dann lieber die der 50er, DAS waren Autos), überall Zigarettenqualm und aufziehende Betonblöcke. Also einer Zeit in der ganz hektisch der alles überlaufenden Industrialisierung Rechnung getragen wurde (wenn man melodramatisch werden möchte), nur, wo bleibt der Stil?

Aber ich schweife ab, ich wollte nur sagen, dass es ja auch oft auf das Feeling ankommt, und bei mir bleibt das bei den 30ern schon mal aus. Die erwähnte lahme Inszenierung hilft da auch nicht. Charaktere ausbauen ist ganz schön, aber hier passiert einfach zu viel was zu nichts führt. Angefangen von vielen komplett unwichtigen Nebenszenen in denen J. Nicholson z. B. vier Schubladen durchsucht um Nichts zu finden. Solcher kleinen Beispiele kann man noch viel mehr einbringen, ergibt aber in der Summe mindestens 20 Minuten unwichtigen Überschuss! Das hätte man doch alles straffer halten können.

Sumsarum bleibt für mich Polanski auch nach "Chinatown" so einer wie Scorsese, Scott der Erste oder Tarantino. Also die Typen deren Hype ich überhaupt nicht verstehen kann. Aber gut, jedem das seine. Man könnte wohl auch sagen ich gehöre nicht zur Zielgruppe.

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Davki90

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Krimi von Roman Polanski mit Superstar Jack Nicholson. Der Streifen macht wirklich Spass und ist durch seine Film Noir Elemente ein wahrer Klassiker geworden! Solche Filme sollte es eigentlich wieder öfter geben!

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heiko.buschhaus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Roman Polanski gilt wohl bis heute als einer der besten Regisseure aller Zeiten; jedoch kenne ich außer diesem Film von ihm nur noch "Tanz der Vampire", welchen ich offengestanden entgegen der weitverbreiteten Meinung nicht sonderlich gut fand. Jedoch hat mich "Chinatown" vollkommen überzeugt. Ich meine ein Film mit Jack Nicholson, der vollkommen überzeugen kann, obwohl Nicholson nicht vollkommen austickt!? Dazu ein unverwechslbarer 30er Jahre Flaire, ein wahrhaft perfektes Drehbuch und eine nervenzerreißende Inszenierung machen diesen Film zu einem unvergesslichen und zweitlosen Film, der es ähnlich wie Hitchcocks Meisterwerk auch nach genau 40 Jahren immer noch spannend wie sau ist und einen von einem Dunklen ins Nächste tappen lässt! Ein Meisterwerk! Ich sollte mir mal mehr Filme von dem guten Polanski ansehen!

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Feral Wolf

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Jack Nicholson ist eine richtig coole Sau in diesem neo-noir Streifen vom perversen Untermenschen Polanski. Als typischer Detektiv der hardboiled Schule á la Sam Spade und Philip Marlowe, bringt der Protagonist J. J. Gittes sich ständig in Gefahr und hat haufenweise clevere Tricks auf Lager. Faye Dunaway spielt die obligatorische femme fatale: original mit ermordetem Ehegatten und einem düsteren Geheimnis. Der Plot ist so richtig schön verworren und kompliziert so wie es bei solchen Geschichten auch sein muss. Ganz ehrlich, ich habe nicht ganz durchgeblickt, aber das ist nicht weiter schlimm, da man sich den Film eh mehrmals angucken möchte und wohl auch sollte. Das pacing ist typische für die 70er, langsam – für heutige Verhältnisse vielleicht schon qualvoll langsam – die angegebene Filmlänge ist zwar nur etwas über 2 Stunden, in Wirklichkeit ist er aber mindestens 7 Stunden lang. Besonders hervorzuheben ist die großartige Filmmusik, die eine wunderbar nostalgisch-noirische Stimmung erzeugt.

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Shentenza

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Chinatown von Roman Polanski.
Toller 30er Jahre Flair, eine Hommage an die früheren Film Noir-Filme, die ich sehr liebe. Anfangs hatte ich es schwer rein zu kommen, doch ein überragender Jack Nicholson half ungemein. In der Mitte hat er leider seine Schwächen, doch das wirklich tolle Ende reißt es dann noch einmal heraus.

"Forget it, Jake. It's Chinatown." Ein Zitat, das nicht umsonst zu den Besten gehört, denn es passt perfekt zu diesem Ende. Er hat zwar seine Schwächen, doch die Stimmung, die Hommage an Film Noir und ein Jack Nicholson machen diesen Film wirklich zu einem Klassiker.

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giehlemanns

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Bewertung7.5Sehenswert

Jack Nicholsons schauspielerische Leistung war hier wiedermal grandios, zwar nicht seine beste Performance, aber trotzdem eine sehr starke. Der Film an sich hält konstant ein recht gutes Niveau, erreicht aber meiner Meinung nach nie einen Höhepunkt. Das Ende war wiederum sehr gut. So richtig warm werd ich mit Krimis aber trotzdem nicht.

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Luciano La Palma

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wunderbarer Klassiker mit einem hervorragendem Jack Nicholson. Je öfter ich den sehe desto mehr mag ich den Film.

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nkl

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Bewertung7.5Sehenswert

Atmosphärisch dichter, ruhig inszenierter Krimi mit einem starken Jack Nicholson.

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Copacabanasun

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Den Film lieb ich richtig dolle, vor allem wegen Jack Ausnahme Schauspieler bis heute. :) Fehlerfrei ist "Chinatown" nicht aber Jack Nicholson zu zu schauen ist eine wahre Freude und eigentlich, sollten mich die kleinen Fehler nicht stören, weil sonst alles andere so Klasse ist gemacht ist. Noir-Filme da werde ich schwach, damit kann man mich immer Ködern, dazu noch eine packende Kriminalgeschichte erzählt, dann verzeih ich den Film alles andere.

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filmfreak180

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Es würde mich gerade mal sehr interessieren, welche "Fehler" du jetzt im einzelnen meinst ;)?


OldSchool36

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Plot am Ende rettet vieles ! Der Film hat eine solide Story und gute Schauspieler, besonders der charismatische Jack Nicholson begeistert einen. Jedoch ist der Film einfach viel zu lang und kommt an vielen stellen einfach nicht auf den Punkt. Es wird viel zu viel um dem heißen Brei herum geredet. Es ist keine originelle Story , die man unbedingt so langatmig erzählen muss. Ich sehe eindeutig viele Parallelen zu Filmen wie z.B "Soylent Green" und "Vertigo" . Außerdem fesselt mich der Film nicht. Die sympathischen Charaktere und das Ende machen den Film jedoch sehenswert .

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NoahRenton

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Bewertung9.0Herausragend

Einer der besten Filme die ich seid langem gesehen habe !
Die Art und Weise wie die Story sich hier entfaltet sucht seingesgleichen.
Polanski versteht es in diesem Film den Zuschauer konstant bei der Leine zu halten und ihn richtig mitfiebern zulassen.
Der Spannungsaufbau ist einer der gelungensten die ich seid langem gesehen habe und der Soundtrack der aus der Feder das genialen Jerry Goldsmith stammt verschmelzt mit der Kulisse und den Bildern zu einer unglaublichen Atmosphäre, die einen nícht eine Sekunde daran zweifeln lassen das man sich gerade im Los Angeles des Jahres 1937 befindet.
Alle Schauspieler liefern hier einen großartigen Job ab, allem voran der geniale Jack Nicholson der als Privatdetektiv Jack Gittes mit seiner raffinierten Art und seinen wunderbar zynischen und sarkastischen Sprüchen bereits nach den ersten 15 Minuten zu einer meiner neuen Lieblingsfilmfiguren geworden ist !
Fazit: Ein überdurchschnittlicher Spielfilm und eine mehr als gelungen Hommage an das Genre des Film Noir.

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TheRubiCube

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Junge junge junge.. kann ich eigentlich genau so unterschreiben.


Klecka

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Da sind wir schon zwei!


Talby

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Bewertung9.0Herausragend

SPOILER.
Ebenso wie ein harmloser Schneeball zu einer tödlichen Lawine werden kann, wächst sich hier ein scheinbarer Routinefall des schnieken Privatdetektivs Jake Gittes zu einem Skandal größeren Ausmaßes aus.
Der Weg dorthin ist für den Protagonisten mit vielen unschönen Erkenntnissen und schmerzliche Erfahrungen gepflastert. Der Zuschauer hingegen, bekommt das Ganze als perfekt fotographiertes Puzzle präsentiert, von dem jedes Teilchen faszinierende Fragmente enthält, welche auf filmisch kreative und einfallsreiche Weise, nach und nach das symbolträchtige Gesamtbild enthüllen. Selbst der gehörnte Ehemann vom Beginn des Films (gespielt von Burt Young ,der Paulie aus "Rocky") spielt im weiteren Verlauf der Geschichte eine nicht unwichtige Rolle. In diesem Zusammenhang möchte ich noch erwähnen, dass es trotz des düsteren Settings, auch durchaus humorvolle Momente gibt. Beispielsweise die Szene, in der Paulie seiner Frau mit ungebremster Begeisterung erzählen will, dass Gettes derjenige ist, welcher ihren Ehebruch ans Licht gebracht hat, und er von ihr mit einem schroffen "Ich weiß" unterbrochen wird; entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Schon am Beginn wird mithilfe des großartigen Retrovorspanns deutlich, dass es um eine Hommage des Film-Noir nebst dessen Wohlbekannten Versatzstücke handelt. Erweitert durch einige Gewaltszenen und Storyelemente, welche ,zumindest in dieser kompromißlosen Form, in den dreissiger Jahren wohl noch nicht möglich gewesen wären.
Womit wir auch inhaltlich schon beim Ende des Films angelangt, das nicht unerheblich dafür verantwortlich sein dürfte, dass "Chinatown" bei so manchem nachhaltigeren Eindruck gemacht habe dürfte, als dies bei konventionelleren Filmen meist üblich ist.
Der Schluss verfügt über eine ngative Durchschlagskraft die die fassungslose Hoffnungslosigkeit, die Gettis in diesem Moment zu erleiden scheint, geradezu greifbar macht.
Einziger Nachteil dieses beindruckenden Werkes, ist wohl, dass "Chinatown" mit seiner unaufgeregten Erzählweise durch die veränderten Sehgewohnheiten vielleicht nicht unbedingt die geeignetste Unterhaltung für die U-20 Generation darstellt. Aber das ist deren Problem. :)

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Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Klassischer Film noir im modernen Gewand und einer der besten LA-Filme, die es gibt. Sehr gute, passend eingesetzte Musik, fantastische Atmosphäre, starke Figuren und äußerst ausgefeilte Dialoge in einer spannenden, sehr gut geschriebenen Geschichte, die sich und ihren mysteriös faszinierenden Sog bis zum perfekt gesetzten Schluss immer weiter steigert. Absolut sehenswert, auch weil Jack Nicholson hier wirklich hervorragend spielt.

"Forget it, Jake. It's Chinatown."

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supersizefilms

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Bewertung7.5Sehenswert

Ordentlich intelligenter Thriller mit einem grandiosen Jack Nicholson!
Die Story ist gut ausgewählt, originell und trotzdem halbwegs verständlich.
Leider brauch man anfangs zu lange um in diese "Kleinthemen" reinzukommen und zwischendurch verlässt einen die Spannung... Zum Ende hin wird es noch mal sehr aufregend und ein mitreißendes Finale folgt.. Ich würde dem Film gerne mehr Punkte geben, aber wären da nicht diese 2 Kritik-Punkte... hätte noch mehr drauswerden können!

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jollyroger

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Bewertung3.0Schwach

Forget it, Jake. It's Chinatown.

So so. "Chinatown" ist für mich ein völlig überschätzter Klassiker, der bei genauerer Betrachtung in sich zusammenfällt.

Da werden wild irgendwelche Handlungsstränge aufgebaut, die einfach existieren, aber für den Film nicht die geringste Rolle spielen - stellenweise hatte ich das Gefühl das Polanski gedacht hat "Da muß aber jetzt noch irgendwas anderes reingebaut werden." Das - SPOILER - Evelyn's von ihrem Vater vergewaltigt wurde: Völlig belanglos für die Handlung. Das ihre Tochter aus dieser Liaison entstanden ist: Ebenfalls völlig egal. Stellenweise hatte ich auch den Eindruck, das es Polanski um den reinen "Shock value" gegangen ist.
Das schlimmste ist aber das ständige Aufbauen von "Chinatown" als Drohkulisse, das wird nämlich nur behauptet, nie bewiesen, dadurch bleibt es für den Zuschauer abstrakt und bedeutungslos. Das der Schlußakt dann mit "Forget it, Jake. It's Chinatown." abgetan wird wirkt mit diesem Hintergrund schwer lächerlich und war für mich so höchst komisch, dummerweise unfreiwillig.

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Le Samourai

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Das stimmt wohl! ;)


johnboy1979

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Sehe ich ähnlich, aber 3 Punkte ist doch etwas hart.


ezemeze

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hab mich jahrelang um den Film gedrückt, was vielleicht ein Fehler war. Nichtsdestotrotz extrem angenehm anzusehen. Art- und Costumedepartment haben beeindruckendes geleistet. Jack Nicholson trägt wirklich tolle Anzüge, solche will ich auch, mit Hut! Die Story fand ich auch interessant, weil sie unmittelbar mit Hollywood und dem Valley zu tun hat. Emmerich hat ja auch mal mit 13TH FLOOR versucht, eine Geschichte in einem ähnlichen Setting zu erzählen, ist aber daran gescheitert. Bei Polanski funktioniert das ganze, man ist wirklich in dieser Ära weil die Umwelt perfekt inszeniert ist. Anschauen !!!

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Nokman

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Plot ist durchaus intelligent und wandlungsfähig. So wandlungsfähig, dass "Spannung" hier ambig zu verstehen ist, als Chiffre für Ahnungslosigkeit und Erwartung. Einige Puzzleteile fügt der Film mühelos zusammen, andere wechseln ihre Position sprunghaft. Das Missverhältnis aus früh ansetzender, simplifizierter Erwartungssicherheit und ständigem Deutungswechsel verhindert einen konsequenten Spannungsaufbau.

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Uwe B.B.B.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein später Klassiker des Film Noir. Jack Nicholson erweist sich als brillanter Humphrey-Bogart-Ersatz.

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