Ein Mann von Welt
En ganske snill mann (2010), NO Laufzeit 111 Minuten, FSK 12, Komödie, Kinostart 09.12.2010
11 Bewertungen
Skala 0 bis 10
394 Bewertungen
20 Kommentare
Keine ?
von Hans Petter Moland, mit Bjørn Floberg und Gard B. Eidsvold
Ein Mann von Welt setzt die Tradition tiefschwarzer skandinavischer Gangsterkomödien à la In China essen sie Hunde und Old Men in New Cars fort: Zwölf Jahre saß Ulrik (Stellan Skarsgård) wegen des Mordes an seiner Frau im Gefängnis. Nach seiner Entlassung mietet er sich in ein kleines Kellerzimmer ein. Ulrik macht nicht viele Worte, doch alle in seiner Umgebung finden, dass er eine zweite Chance verdient hat. Sein alter Gangsterfreund schenkt ihm zur Begrüßung eine Topfpflanze. Sie sprechen über die guten alten Zeiten und über die offene Rechnung, die Ulrik noch mit Kenny (Henrik Mestad) hat, der Schuld daran war, dass er in den Knast musste. Kenny muss sterben.
Hans Petter Moland, der u.a. 2004 mit Beautiful Country auf der Berlinale vertreten war, setzt in seiner Komödie auf skurrile Charaktere und bis in die kleinste Nebenrolle großartige Darsteller. Dabei weiß vor allem Stellan Skarsgard als grauhaariger Ex-Knasti vollauf zu überzeugen. Eigentlich will sich der arme Ulrik ja nur mit seiner Familie aussöhnen, doch das scheint ihm irgendwie nicht richtig zu gelingen.
Cast & Crew
-
Hans Petter Moland
-
Bjørn Floberg
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rune Jensen
-
Gard B. Eidsvold
-
Jorunn Kjellsby
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Karen Margrethe
-
Bjørn Sundquist
-
Jon Øigarden
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kristian
-
Kjersti Holmen
Regie
Schauspieler
-
Jan Gunnar Røise
-
Julia Bache-Wiig
-
Aksel Hennie
-
Henrik Mestad
-
Kim Fupz Aakeson
- Genre
- Schwarze Komödie
- Ort
- Gefängnis, Norwegen
- Handlung
- Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Enkelkinder, Entlassung aus dem Gefängnis, Ex-Frau, Freiheitsentzug, Gefängnis, Geplanter Mord, Mord an einem Freund, Norweger, Rache, Rehabilitation, Schlechter Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Vergeltung, Vernachlässigung in der Ehe, Verrat, Verräter, Verschwörung, Wiedersehen
- Stimmung
- Eigenwillig, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Ein Mann von Welt
Fans dieses Films gefiel auch
Die Kunst des negativen Denkens
NO 2006
Die Beschissenheit der Dinge
BE/NL 2009
Sunshine Cleaning
US 2008
The Kids Are All Right
US 2010
Trailer zum Film Ein Mann von Welt
Alle Trailer, Clips & Videos (3)
Das könnte dir auch gefallen
News zum Film Ein Mann von Welt
Lieblingsfilm von:
Links zum Film Ein Mann von Welt
- Ein Mann von Welt: critic.de
- Ein Mann von Welt: film-zeit.de


Wer früher stirbt, ist länger tot











Kritiken (7) — Film: Ein Mann von Welt
I.Reicher: der Standard I.Reicher: der Standard
Kommentar löschenAuf dem Grau-in-Grau gehaltenen englischen Plakat zum Film wird Ein Mann von Welt als "dark feel good comedy" angepriesen. Allerdings kommt der Film - von der gern bemühten Weitwinkeloptik abgesehen - weitgehend ohne die charakteristischen, plakativen Verzerrungen und Überzeichnungen aus. Eher neigt er zur konsequenten Unterspielung. Wenn man Leuten nur lange genug unbeirrt dabei zusieht, wie sie sehr wenig oder gar nichts tun, dann kann das bekanntlich auch Komik entfalten.
Außerdem hat Ein Mann von Welt seine schrecklichen Figuren irgendwie alle lieb. Und manchmal räumt er seinem äußerst teamfähigen Star (Stellan Skarsgård) auch kleine Szenen ein, in denen dieser ganz bei und für sich sein darf. Dann erhellt Ulrik sein hässliches Souterrainzimmer mit dem Glück eines einsamen, etwas eckigen Tänzchens. Oder er sitzt allein im Auto und lacht und lacht immer lauter - gemeinsam mit seiner Familie, die draußen vorbeigeht und ihn gar nicht sieht.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Bert Rebhandl: Berliner Zeitung, Der Standard Bert Rebhandl: Berliner Zeitung, Der Standard
Kommentar löschenHans Petter Moland sucht mit "Ein Mann von Welt" die Schönheit im Hässlichen. Und das geht wiederum nur mit einem Helden, der die desolate Welt der Außenbezirke von Oslo, in der dieser Film spielt, auf eine vertrackte Weise veredelt. Im Grunde wird hier eine Emanzipationsgeschichte erzählt: In ganz gemächlichem Tempo entdeckt ein Mann, was es heißt, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Dass das nicht ohne fatale Konsequenzen sein kann, ist in den Verwicklungen begründet, die Moland herausarbeitet - in einem Tonfall, der zwischen schwarzer Komödie und melancholischem Drama schillert.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
C. Horn: fluter, kino-zeit C. Horn: fluter, kino-zeit
Kommentar löschenDer norwegische Regisseur Hans Petter Moland setzt [...] vor allem auf die Präsenz seiner Hauptfigur Ulrik, die der zuletzt in Hollywood tätige Stellan Skarsgård mit Leichtigkeit füllt. Der altmodische Pferdeschwanz und die rüstige Figur, die sprachlose Unsicherheit im zwischenmenschlichen Umgang und die grobe Brutalität: all das verkörpert Skarsgård sehr plastisch in kleinen wie großen Gesten und trägt damit einen Großteil dazu bei, dass "Ein Mann von Welt" stets unterhaltsam ist [...]. Doch bis ganz zum Ende kann Ulrik den Zuschauer nicht mitnehmen, denn mit zunehmender Spieldauer wird immer deutlicher, dass "Ein Mann von Welt" keinerlei relevanten Unterbau hat.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info... Ralf Schenk: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschenHans Petter Molands Komödie präsentiert eine stattliche Reihe überraschender Wendungen und grotesker Typen.
[...] Zunächst erscheint die norwegische Provinz wie eine Freakshow, doch fast jeder der hier versammelten merkwürdigen Zeitgenossen bekommt nach und nach eine eigene Geschichte, die reich ist an Sehnsüchten und Enttäuschungen, Glück und Leid. Bei aller Skurrilität seiner Personage verliert Moland nie aus dem Auge, dass eine gute Komödie nicht nur Typen, sondern Charaktere braucht, die lachen und weinen machen. So reflektiert sein Film über Einsamkeit und die damit verbundenen Nöte – und führt zugleich höchst amüsant vor, welche verschlungenen Wege die Helden gehen müssen, um Sprachlosigkeit und Gefühlskälte hinter sich zu lassen und sich eben nicht ins viel beschworene Schicksal zu fügen, das es in Wirklichkeit gar nicht gibt.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Margret Köhler: br-online Margret Köhler: br-online
Kommentar löschenStaubtrocken ist er, der nordische Humor, die Protagonisten von stoischer Ruhe und meistens wenig gesprächig. In dieses Muster passt optimal Hans-Petter Molands schwarze und sehr lakonische Komödie im grau-winterlichen Norwegen, wo auch schon mal eine Falschparkerin im Müllcontainer landet. Regisseur Moland setzt nicht nur auf den unschlagbar guten Hauptdarsteller Stellan Skarsgård als Mann, der nicht Nein sagen kann, sondern auf die richtige Besetzung bis in die winzigste Nebenrolle – vom kleinwüchsigen Waffenhändler bis zum trotteligen Adlatus von Jensen, vom Werkstattbesitzer mit schneller Stakkatosprache im Gegensatz zu Ulriks schwerfälliger Diktion, von der Vermieterin (Jorunn Kjellsby), die dem Objekt der Begierde nach vollendetem Akt zufrieden auf die Schulter hämmert bis hin zur jungen Frau, die ihn schnell, zu schnell in Wohnung bzw. Bett lädt.
Im tristen Grau des Nordens umkreist der Regisseur den unglücklichen Helden mit einem lachenden und einem weinenden Auge, "Ein Mann von Welt" erinnert in seiner Skurrilität und Stil manchmal an ältere Filme der Coen-Brüder.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kyra Scheurer: Schnitt Kyra Scheurer: Schnitt
Kommentar löschenBleibt zu hoffen, daß diese abgründige Mischung aus einsilbigen Dialogen, norwegischer Winterödnis mit dauerfiesem Wetter, kaputten Familien, grellbunten Hemden, grauem Essen und noch grauerem Sex den deutschen Kinoherbst für möglichst viele Zuschauer zu einem goldenen machen kann.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Volker Mazassek: programmkino.de Volker Mazassek: programmkino.de
Kommentar löschenMan hat viel zu lachen und ein bisschen zu schlucken in diesem Film. Aber so recht glauben kann man nicht, was man da sieht.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (13) — Film: Ein Mann von Welt
Kommentar schreibenFinnegan23 2011/10/05 20:21:31
Kommentar löschenHätte man nicht so penetrant versucht, mit den Verweisen auf "In China essen sie Hunde" und "Old men in new cars" zu werben, wäre das sicher ein Punkt mehr geworden. Mit dem Line-up auf dem Cover hat man dann ja eher versucht, bei Adam's Äpfel abzustauben.
"Ein Mann von Welt" ist aber ganz anders, lang nicht so komödiantisch, zwar schwarz, aber nicht so humorig. Da dominiert viel eher ein melancholischer Ton, non-pc ist das auch nicht, eher tragikomisch.
Es bleibt aber ein sehenswerter Film; für alle, die's mit dem Mainstream nicht so haben, auch ein "must". Zwanzig Minuten weniger und etwas mehr Augenzwinkern hätten mir persönlich besser gefallen, aber vielleicht muss ich ihn einfach noch einmal unter neuen Voraussetzungen anschauen.
Und jetzt sollten wir dann alle kapiert haben, dass von Baba's Cars bis Ein Mann von Welt alles Skandinavien und gut bis herausragend, aber sehr, sehr unterschiedlich ist, was da teilweise in einen Topf geworfen wird.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
stuforcedyou 2011/09/07 23:41:40
Kommentar löschenDiese skandinavische Komödie besitzt keine großen Lacher oder herausstechenden Szenen, nur einen ruhigen, einnehmenden Stellan Skarsgård der als leiser, unaufdringlicher und einfacher Ex-Knacki versucht wieder so etwas wie ein normales Leben zu führen. Das wäre Stoff für großes Drama, doch Regisseur Moland navigiert die Geschenisse irgendwo zwischen rüden, siffigem Plattenbauflair und verschrobener, lakonischer Komik. Wer diesen Stil mag, wird mit "Ein Mann von Welt" gewiss eine gute Zeit haben.
11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Tuvok 2011/09/03 20:18:51
Kommentar löschenSo unbekannte Filme, über Männer dieser Welt, der Film heißt ja „Ein Mann von Welt“ sind meistens so Arthouse Filme, Also Filme die ruhig sind, wo gute Schauspieler mitspielen, und die meistens langweilig sind. Filme über Frauen dieser Welt, Also über Lebensgeschichten von berühmten Frauen, sind meistens spannender, weil Frauen viel schlimmere Dinge erleben als Männer, was wirklich schade ist.
Da war so 'ne Szene im Film wo Ulrik der Hauptdarsteller mit so einer alten Lady Sex hat, sie unten, er oben, so richtig natürlich, Frau mit Schamhaare wie der Schwarzwald, ein Bett dass aussieht wie in einem Obdachlosenhaus, sie reitet um schreit wie 'ne Kuh im Schlachthof, er liegt beteiligungslos oben, ja so richtig wie es in Millionen Haushalten ist wenn man mit seiner Freundin zusammen ist, oder mit seine Frau, noch ärger, wenn alles dann schon Routine wird. Die Szene erwähne ich deswegen weil sie so richtig glaubhaft, unhollywoodmässig ist, so richtig einfach ist, wie der ganze Film.
Dieser ist wiederum nicht gerade sehr spektakulär, aber gut gespielt. Dass liegt Vielleicht an Stellan Skarsgård, der ist ja ein Mann wie ein Baum. Der norwegische Film aus 2010, der 4 Filme vor „Thor“ ins Kino eigentlich kommen sollte, aber heuer kam, in dem Film spielt der 1951 in Göteborg geborene Schauspieler der 1,91 Meter groß ist, einen Ex Knacki. Stellan hat in echt 2 Frauen, 7 Kinder, seine Ex Frau ist Ärztin. Sein bester Freund ist Peter Stormare, auch ein Schauspieler, von Natur aus ist Stellan so ein richtiger Naturbursche und er spielt oft in Thriller Filmen mit.
Tja, ich glaube ich werde mal mit der Handlung vom Film beginnen. Also da spielt ja ULRIK, ein richtiger Bär, lange Haare, zu einem Zopf gebunden, Lederjacke, sehr authentisch, 60 Jahre alt. Er ist ein ruhiger Kerl, er redet wenig, er ist ein angenehmer Zeitgenosse und wer ihn reizt braucht auch keine Angst zu haben weil er kein Aggressiver Mensch ist der durchdreht, so eine Art Passiver ruhiger Kerl.
Sein Boss ist JENSEN, ein Gangster leider. Und für den ist er in den Knast damals gegangen. Na Ja, hätte er ihn verraten wäre es nicht so gut für ULRIK gewesen. Doch ULRIK ist endlich aus dem Knast nach 12 Jahren draußen und wer meldet sich? JENSEN natürlich, der will noch einen kleinen Wunsch von ULRIK, der soll doch so nett sein und einen Typen umbringen. Dann lässt JENSEN ihn in Ruhe. Und zwar der Typ, der damals den Banküberfall von ULRIK und JENSEN verraten hat.
ULRIK überlegt sich das Ganze und sagt zu, und nebenbei möchte er noch endlich ein normaler Mensch werden der nicht in Angst lebt, der ruhig bleibt, der nicht an den Knast denken muss und der einen neuen Weg einschlagen will, aber erst nach dem Mord. Er nimmt sich ein kleines Zimmer bei der Schwester von JENSEN, die ein bisschen bissig ist, aber das stört ihn nicht, denn sie kocht für ihn, und als Dank will sie Sex von ihm. Ein Gefallen den er nicht unbedingt erfüllen will aber es stört ihn nicht. KAREN MARGARETE ist so die richtige Proletenfrau, aber sie ist nett.
In der Zwischenzeit findet ULRIK einen Job in einer Autowerkstatt, aber nur unter der Bedingung wenn er keinen Sex mit irgendeiner Frau dort hat. Aber dass ist gar nicht so einfach, denn MARETE die Tochter vom Boss der Autowerkstatt findet ihn irgendwie schnuckelig. So stark wie er ist, so ruhig, so väterlich. So erfahren. Blöd ist nur dass sie sich in ihn verliebt.
Und zu allem Überfluss kommt noch die Ex Frau von ULRIK zu ihm, denn sie hat sich ja scheiden lassen als er im Knast war, doch ist sie jetzt irgendwie zu der Einsicht gekommen dass sie einen Fehler gemacht hat und verliebt sich erneut in ihn. Und das führt zu dem Schluss dass er auch Sex mit der Ex hat. Tja, wäre gar nicht so übel, nur hat er jetzt 3 Frauen die voneinander nichts wissen sollten.
Zu allem Überfluss platzt noch JENSEN in sein Leben, der will endlich nen Toten sehen. Und da muss sich ULRIK entscheiden und das ist nicht so einfach denn er kommt immer mehr zu dem Schluss dass er eigentlich seine Ruhe haben möchte. Ich schätze am liebsten wäre ihm dass er in einem Wald Leben würde, wo er nichts hat außer Natur.
Der Regisseur Hans Petter Moland hat sich für den Film entschieden weil er eben Norweger ist, weil dort oben in Norwegen Filme gemacht werden die eben ruhig sind, die eben Charaktere liefern wie man sie in Hollywood nicht sieht, so richtig ohne Kitsch, ohne Pomp, ohne viel Action, hauptsächlich mit einer Prise Schauspielkunst.
Anfangs denkt man sich, he was ist dass für ein Käse, ein langweiliger Film, aber im Laufe der Handlung wird klar, dass hier eigentlich ein künstlerisches Projekt vorliegt. Ulrik spielt seine Rolle sehr gut, Also Stellan als Ulrik, er ist meiner Meinung nach sehr authentisch. Man merkt, hier ist einer der aus dem Knast kommt und eine Ruhe haben möchte. Keiner der am Racheweg ist, keiner der am Kriegspfad ist, der 'ne Pumpgun mit Laserzielfernrohr hat, mein einfach ein Mensch der seine Ruhe haben möchte.
Ich weiß zwar nicht wo der Film eine Komödie war, ja er hat nette Szenen aber von Komödie wie man hörte und las ist da nichts zu sehen. Der Film ist übrigens der 3. Film mit dem gleichen Regisseur. Was den Film meiner Meinung nach - und ich sage dass nicht um den Film schlecht zu machen - fehlt ist einfach dass lustige Drehbuch dass der Autor Kim Fupz Aakeson meiner Meinung nach eher zu bierernst und ruhig geschrieben hat.
Wer meiner Meinung nach im Film sehr gut wegkommt ist die Schauspielerin Jorunn Kjellsby, die dass Sexhäßchen spielt, die Vermieterin, die ist hässlich, sie ist einfach, sie ist alt, so 'ne richtige Norwegerin halt. Einsame Gegend, einsame Frauen, und ein Land wo es keine Parfümerien oder H & M Häuser gibt. Ja Norwegen ist halt so richtig öde, trist, nass, kalt, verschneit und ein Land voller ruhiger Männer die irgendwie wohl einen komischen Humor haben. Ich habe ihn nicht entdeckt.
Ob ich jetzt den Film so empfehlen kann? Ja sicher, wer auf ruhige einfache Filme steht mit guter Handlung, die nicht sonderlich spannend ist aber auch nicht so übel ist, wer gute Schauspieler mag und sich wirklich in den Film einfühlen möchte, wer auf Filme ohne viel Action steht und ohne große Rollen, große Darsteller und viel Haudraufaction oder sonstige Komik, Schenkel Klopfer Spaß oder sonst was, ja der ist hier bestens beraten. Meiner Meinung nach wird der Film erst interessant als er dem Ex Boss JENSEN sagt, dass er den Mord nicht begeht und ihm das Geld zurückgibt.
Eines gefällt mir an Stellan, JENSEN bedroht ULRIK fast den Mord zu begehen oder so ähnlich, ja wenn ein Gangster was will da musst du halt dass machen sonst bist du einen Kopf kürzer, und irgendwie denke ich, wieso haut er den nicht zu Brei? Ja da vermisse ich die alten Bud Spencer Filme irgendwie. Der Schauspieler der JENSEN spielt hat mir gut gefallen, der wirkt sehr gefährlich und nicht so wie ein Gangster in Hollywood Filmen, nicht unnötig aggressiv sondern eher klug und gelassen aber doch gefährlich. Nein ich mag Schauspieler aus Norwegen.
Wie gesagt, der Film ist nicht sonderlich spannend aber er bietet gute Darsteller und nach der Halbzeit so ungefähr einen guten Film. Ja er ist anspruchsvoll, nein er ist nicht irre spannend, er hat wenig Action, er hat sehr gute Darsteller, er ist ein kleiner Geheimtipp, er hat ein langweiliges Drehbuch manchmal, ist aber auch spannend es sind gute Leute dabei, der Film zeigt Menschen wie sie sind, er ist nicht übel und ein Film den man selten so noch gesehen hat. Ja er ist gut aber mir hat er nicht sonderlich gefallen.
77 von 100 Punkten.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
strangelet 2011/03/07 20:27:12
Kommentar löschenIst das eigentlich wirklich so, dass in Skandinavien nur lauter seltsame, wortkarge Menschen leben? Friert einem da im Winter die Zunge am Gaumen fest, wenn man den Mund zu oft aufmacht? Oder ist das nur ein Vorurteil, das durch die seltsamen Vorlieben deutscher Programmkinobetreiber perpetuiert wird?
Hier hätten wir jedenfalls mal wieder so eine nordische Hauptfigur, die mehr Zigaretten raucht als sie Sätze bildet. Ulrik kommt nach zwölf Jahren endlich aus dem Gefängnis, will seine zweifelhafte Vergangenheit eigentlich hinter sich lassen, hat aber weder mit seinen ehemaligen Gangsterkumpeln gerechnet, die zu viel mit ihm zu tun haben wollen, noch mit seiner Familie, die gar nichts mit ihm zu tun haben will. Mit diesem Szenario mäandert der Film zwischen Optimismus und Verzweiflung hin und her und gönnt einem wohlgesonnenen Publikum bei völliger Abwesenheit von Pointen sogar ein paar Lacher. Ein Mann von Welt ist nicht gerade die norwegische Überraschungskomödie des (letzten) Jahres, aber er lebt immerhin auch nicht nur vom Skandinavierbonus.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
torsten48 2011/03/07 13:08:33
Kommentar löschenda giebt es viel neues zu erleben sehr sauberes handwerk. wieder eine skandinavische erholung vom sich immer wiederkäuenden angelsachsen-tv
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
Eleokomotive 2011/09/25 07:42:25
Antwort löschenwarum wird eigentlich mittlerweile einfach auf jedes erdenkliche satzzeichen und jede rechtschreibkonvention verzichtet ich neige immer mehr dazu derartige kommentare nicht ernst zu nehmen geschweige denn den verfasser und das wäre doch nicht der sinn der sache
dbeutner 2011/01/06 15:01:01
Kommentar löschenSympathisch, aber doch eine Klasse unter den dänischen Marken, die im Erläuterungstext genannt werden. Weder bietet "En ganske snill mann" den schwarzen Humor der dänischen Liga, noch das Tempo, noch die Abwechselung. Vor allem an letzterem mangelt es, RunningGags sind ja gut und schön, aber wenn ein Film sich davon primär ernährt, wird es mit der Zeit etwas öde. Und so zieht sich der Film, spielt ohne jeden Grund 20 Minuten Überlänge ein, die locker um 30 Minuten hätten gekürzt werden können :-)
Nordisch charmant schon, kommt aber wegen der Mängel mit Ach und Krach bei mir auf die Mühe anerkennende, schulterklopfende 7.5 Punkte.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
robleon07 2011/01/03 15:06:38
Kommentar löschenSuper Film! Da passt alles
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
marteina 2010/12/13 11:41:01
Kommentar löschenvielleicht hatte ich auch zu hohe erwartungen, aber ich war dann doch etwas enttäuscht... gute darsteller aber weder story noch witz tragen den film über die laufzeit, alle guten einfälle werden so lange wiedergekaut, bis auch der letzte funken komik ausgelutscht ist... schade.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Fernschreiber 2010/12/13 01:10:21
Kommentar löschenMan schaue sich das Plakat von "Ein Mann von Welt an". 6 Figuren sind zu sehen, 3 Männer und 3 Frauen. Dame 1 ist schwanger, die Familie hat aber ein Problem mit Gangstern. Sie mögen eher so Baumschulen. Dame 2 wird von ihrem Freund verprügelt, sehnt sich aber nach Nähe. Kann aber nur Fischbuletten. Dame 3 ist schon etwas älter. Hat aber auch Bedürfnisse. Flucht viel, kann gut kochen. Mann 1 ist Gangster. Boss der Gruppe, würde aber fast alles für seine Jungs tun. Hat "einen Braten in der Röhre". Mann 2 ist ebenfalls Gangster. Darf keinen Tee trinken, muss kuscheln und ein notorischer Besserwisser. Mann 3 ist Stellan Skarsgard, DER Mann von Welt.
Dieser, so kann man den Film recht gut zusammenfassen, kommt nach 12 Jahren aus dem Knast, ist sehr unbeholfen, muss viel essen was Frau 2 und 3 gekocht haben, muss und will mit Frau 2 und 3 schlafen und raucht mehr, als er essen und ficken kann. Und das war es eigentlich schon, nebenbei noch ne Prise Familienkrams und Gangstergedöns, fertig ist ein ruhiger, aber sehr amüsanter norwegischer Film.
Dabei ist der Film selten klamaukig, sondern sehr intelligent. Der Humor entsteht durch die Absurdität. Alle Figuren, nicht nur die 6 vorne auf dem Filmplakat, haben einen mehr oder minder gewaltigen Knacks. Und alle haben eine Geschichte. Und vor allem: alle sind einem irgendwie sympatisch. Die Dialoge, aber auch vor allem die Momente, in denen nichts gesagt wird, sind ganz großartig. Man sitzt die ganze Zeit mit einem Grinsen im Gesicht im Kino und teilweise muss man auch laut lachen, weil das so herrlich skurril ist.
Es ist natürlich ein sehr schwarzer Humor, der aber genau meinen Geschmack trifft. Und wie schon angedeutet, der Film rutscht nie ins lächerliche ab, sondern bleibt immer sympathisch und mit dem kleinen Zeh sogar traurig.
Da stört es auch nicht, dass die eigentlich Story eher dünn ist und nur als Mobil für die tollen Charaktere und ihre Interaktion ist. Vor allem Stellan Skarsgard macht seine Sache brillant. Man kauft ihm den total unbeholfenen Gangster, der macht was die Frauen ihm sagen, zu jeder Zeit ab.
Schon die Eröffnungsszene ist toll. Stellan kommt aus dem Knast raus. Der Wärter sagt: "Schau nur darauf, was vor dir liegt!" Das Tor geht auf und man sieht aus den Augen des Protagonisten nur Schnee, ein Paar Bäume und eine kaum befahrene Straße.
Für mich wieder ein sehr gelungener skandinavischer Film, in dem handlungstechnisch nicht viel passiert, zwischenmenschlich dafür umso mehr.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
dae-su 2010/12/04 13:19:58
Kommentar löschenAlso wenn die Skandinavier irgendwas können, dann ist es tiefschwarzhumorige Tragikomödien drehen. EIN MANN VON WELT beweist das aufs Neue - und er setzt sich damit nicht irgendwo in der Masse ab, sondern katapultiert sich gleich nach oben, irgendwo zu Filmen des Kalibers FARGO oder IN BRUGES oder - um skandinavisch zu bleiben - ADAM'S AEBLER.
Dass das in diesem Fall so gut funktioniert liegt an mehreren Faktoren: Der wunderbaren Kamera , der zurückhaltenden Regie, dem tollen Sound(track), pointierten Dialogen und an einem Mann: Stellan Skarsgard. Was der hier wieder leistet ist einfach groß. Ein Blick in sein Gesicht und es bricht dir das Herz. Der Versuch, hinter seine brutal-verletzliche Schale zu blicken, scheitert: Zu ambivalent spielt er den nach 12 Jahren aus dem Gefängnis entlassenen Mörder, der alles wieder gut machen will, nun alles richtig machen muss und sich doch rächen soll. Sagt sein Boss. An dem Mann, der ihn damals verriet. Die Blutschuld begleichen. Und eigentlich doch Vater sein, werdender Großvater, Mechaniker, Liebhaber.
Dass er auf seinem Weg die skurrilsten Personen trifft, in die abstrusesten Situationen gerät, das mag dem Genre geschuldet sein. Aber hier wirkt es nicht aufgesetzt und konstruiert, sondern glaubhaft und stimmig. Und sogar das funktioniert wegen Skarsgard. Er IST die gescheiterte, unsichere Person, die von jetzt auf gleich unheimlich brutal werden kann und doch so zerbrechlich und sensibel ist. Mit ihm gehen wir jeden Weg mit, lassen uns alles gefallen, wollen uns wehren und wissen, wir dürfen es nicht. Sind dabei, wenn er alles falsch macht, alles zerreißt, was er zuvor ungeschickt, ja unwissend aufbaute. Wir lügen mit ihm und finden es richtig. Wir wollen ihn lenken, ihm helfen und können es nicht. Nicht viele Schauspieler schaffen es, ein Publikum mit so wenigen Worten auf ihre Seite zu ziehen. Es sind die Gegensätze, auf die Skarsgard setzt: Die Grobschlächtigkeit und das Mitgefühl, die Brutalität und die kindliche Freude, das Unberechenbare und die liebenswerte Trotteligkeit. In einer wundervollen Szene sehen wir ihn im Auto sitzen und seinen Sohn samt schwangerer Freundin beobachten. Er lacht herzhaft vor Freude und Stolz, der einzige Moment im Film, in dem er wirklich loslassen kann von allen Zwängen und Pflichten und Ängsten. Und in diesem Moment wollen wir mit ihm lachen vor Freude und doch anfangen zu weinen ob des Weges, den er gehen wird. Die Ambivalenz: Skarsgard beherrscht sie.
EIN MANN VON WELT schafft einen Spagat, den so viele Filme versuchen und an dem sie scheitern. Hier stimmt alles, was eine Tragikomödie will, auf jeder Ebene. Der MANN VON WELT sollte unbedingt gesehen werden, von uns. Für ihn.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
dAShEIKO 2010/11/19 14:36:03
Kommentar löschenMenschen aus Norwegen verbringen ihr Leben lang jedes zweite Halbjahr in ständiger Dunkelheit. Das und ihre lustig klingende Sprache macht sie ganz eigenwilligen Menschen, die eigenwillige Filme machen...
Ein Mann von Welt (En ganske snill mann) ist die Geschichte von Ulrik, der nach 12 Jahren aus dem Gefängnis kommt und versucht wieder Fuß zu fassen im normalen Leben. Dabei gerät er in einige skurile Situationen, die er so nicht geplant hatte...
Der schwedische Schauspieler Stellan Skarsgård (Beowulf, Fluch der Karibik) verkörpert den Antihelden Ulri mit stoischer Ruhe, was ihn urkomisch erscheinen läßt. Die teilweise krotesken Dialoge ("Rolf...schmusen!") und die noch kroteskeren Charaktere sind (gottseidank) meilenweit von hollywoodschem Glanz entfernt. Frisch, trocken und direkt serviert Regiesseur Hans Petter Moland hier Humor der besonderen Art. Keine kurzlebigen Kalauer, sonder Satire, oft auch bittere...
"EIN MANN VON WELT" ist genau einer DER Filme, für die man in die [sni:k] geht. Denn, Hand aufs Herz, gezielt wäre da keiner von uns reingegangen. Aber nun ist unser Horizont wieder um eine Perle bereichert.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
facinus 2010/11/19 18:12:40
Antwort löschender wird doch nie im MM`er cineplex laufen, er erfüllt schon gar nicht die voraussetzung!! -ein haufen kohle einzuspielen....
ausser er läuft natürlich in 3D ;D
Alle 3 Antworten zeigen
dAShEIKO 2010/11/26 14:08:27
Antwort löschenwir hatten volles [sni:k]Haus... und der Mehrzahl hat der Film gefallen.
Das zählt.
Außerdem hat einFilm keine Voraussetzungen zu erfüllen, sondern das Publikum sollte für künstlerischen Tiefgang einige wenige Voraussetzungen mitbringen...und daran krankts wohl eher beim "Memminger"
Jomo 2010/12/07 00:08:51
Antwort löschenKlar, die Norweger leben direkt am Nordpol, deshalb ist da auch "ständige Dunkelheit". Und für die klingt deine Sprache genauso "lustig". Das macht dich dann wohl zu einem eigenwilligen Menschen, der eigenwillige Kommentare schreibt ...
trudi 2010/10/18 00:14:08
Kommentar löschenDer Film war wirklich sehr überrumpelnd. Gute Schauspieler und gute Maske. Leider war die Story etwas langgezogen, was manche Szenen weniger lustig gemacht hat oder klischeehafter hat wirken lassen. Trotzdem guter skandinavischer scharzer Humor mit Bildern die man eigendlich gar nicht sehen möchte.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Trival 2010/10/15 10:18:48
Kommentar löschenAls erstes muss ich mal anmerken das die Zusammenfassung des Plots falsch ist "Zwölf Jahre saß Ulrik wegen des Mordes an seiner Frau im Gefängnis.", er hat seine Frau nicht umgebracht, er hat den Lover seiner Frau erschossen.
Aber nun zum Film. Nur weil es ein norwegischer Film ist der im Gangstermileu spielt, setzt er noch lange nicht die Tradition von Filmen wie "In China essen sie Hunde" und "Old Man in new Cars" fort. Er ist weit weniger mit schwarzen Humor angereichert und irgendwie herzlicher.
Dia Dialoge wirken hölzern aber trotzdem überzeugend. Sex spielt irgendwie eine wichtige Rolle, der zusammmenhang bleibt aber meist irgendwie unklar. Es wirkt streckenweise als ob Szenen nur um den Geschlechtsakt herum geschrieben wurden.
Aber alles in allem ein wirklich sehenswerter Film und für Fans des skandinavischen Kinos sowieso ein Muss.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten