Full Metal Jacket
Full Metal Jacket (1987), US Laufzeit 116 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Drama, Actionfilm, Kinostart 08.10.1987
79 Bewertungen
Skala 0 bis 10
27057 Bewertungen
203 Kommentare
Keine
von Stanley Kubrick, mit Matthew Modine und Adam Baldwin
Full Metal Jacket von Stanley Kubrick gilt als einer der besten Anti-Kriegsfilme und zeigt auf eindrucksvolle Art und Weise das Grauen des Vietnam-Kriegs.
Parris Island, South Carolina, in den USA der 60er Jahre: Eine Gruppe junger Marines wird für ihren Einsatz in Vietnam ausgebildet und dabei von ihrem sadistischen Ausbilder Sergeant Hartman (R. Lee Ermey) gedemütigt und schikaniert. Full Metal Jacket folgt dem jungen Private Joker (Matthew Modine) durch seine brutale Ausbildung, während der er bereits einen grausamen Vorgeschmack auf das bekommt, was ihn später in Vietnam erwartet.
Hintergrund & Infos zu Full Metal Jacket
Stanley Kubrick spiegelt in Full Metal Jacket auf erschreckend authentische Art und Weise die Geschehnisse in Vietnam wieder. Dafür verpflichtete er keinen geringeren als den ehemaligen Kriegsberichterstatter Michael Herr, der bereits in Vietnam diente, als zusätzlichen Drehbuchautor. Die Grundidee zu Full Metal Jacket lieferte der Roman The Short-Timers (dt. Höllenfeuer) von Gustav Hasford, der auch anfangs am Drehbuch beteiligt war.
Um die Ausbildungsphase in Full Metal Jacket möglichst authentisch darzustellen, engagierte Kubrick R. Lee Ermey, einen Drill-Instructor des US Marine Corps, als Berater und war von ihm so beeindruckt, dass er ihm schließlich die Rolle des Ausbilders Hartman gab.
Bei einem vergleichsweise geringen Budget von 17 Millionen US-Dollar spielte Full Metal Jacket allein in den USA über 46 Millionen ein und war damit trotz des brisanten Themas ein finanzieller Erfolg. Auch bei Preisverleihungen wurde Full Metal Jacket nicht übersehen: Es gab Nominierungen für einen Oscar, einen Golden Globe, zwei BAFTAs und viele weitere Preise.
Mehr Bilder (34) und Videos (3) zu Full Metal Jacket
Cast & Crew
- Genre
- Anti-Kriegsfilm, Drama, Militärfilm, Actionfilm, Kriegsfilm
- Zeit
- 1960er Jahre, 1967, 1968, 1980er Jahre, 1987, Vietnamkrieg
- Ort
- Vietnam
- Handlung
- Armee, Artillerie, Bohrmaschine, Demütigung, Folter, GI, Gewalt, Glatze, Grundausbildung, Helikopter, Hinterhalt, Kameradschaft, Kriegsberichterstatter, Kriegsverletzung, Kultfilm, Maden, Marine Corps, Maschinenpistole, Menschliches Zusammenleben, Militär, Militärische Ausbildung, Mobbing, Panzer, Rassismus, Rekrut, Scharfschütze, Schlacht, Schmerz, Soldat, Trauma, Vietcong, Waffe, Wahnsinn
- Stimmung
- Ernst, Hart, Verstörend
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Kritiken (6) — Film: Full Metal Jacket
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Schade finde ich es nur, so wichtig die Momente während des Krieges auch sind, dass die Ausbildung mit ihren 45 Minuten viel zu kurz erscheint. Rasend schnell zieht sie an einem vorbei und erschlägt den Zuschauer förmlich mit einer genialen Szene nach der anderen. Diese Klasse kann der zweite Abschnitt nicht ganz halten. Nichtsdestotrotz ist 'Full Metal Jacket' in jedem Fall ein unheimlicher wichtiger und bärenstarker Vertreter des Kriegsfilmgenres. Allein wegen des realistischen Bildes der Ausbildung, des Krieges und der Soldaten selbst. Die Soldaten, die anfangs alles als Vergnügen ansehen, sich unsterblich fühlen, werden auf den Boden der Tatsachen gedrückt und müssen der bittersten aller Wahrheiten ins Auge sehen. Eine Wahrheit die sich nicht nur festbeißt, sondern zerfrisst. Moral und Menschlichkeit. Grauen und Perversion. Peace und Born To Kill. [...]
Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten
SoulReaver Sun, 12 Feb 2012 16:56:39 -0000
Antwort löschenDu sagst es. Mein Liebling vom Kubrick, oder auch vom Genre ist er auch nicht, aber in jedem Fall einer der Besten.
Coach T Sun, 12 Feb 2012 17:01:53 -0000
Antwort löschenM-I-C-K-E-Y M-O-U-S-E!
Who's the leader of the club that's made for you and me?
Fantastische Endsequenz. Klasse Kommentar ;)
SoulReaver Sun, 12 Feb 2012 17:24:37 -0000
Antwort löschenOh ja! Und Danke :)
the traveler Sun, 12 Feb 2012 17:42:37 -0000
Antwort löschenhey hey klasse :) muss seven zustimmen, die Wandlung von Joker wird von vielen übersehen, weshalb die beiden Episoden fälschlicherweise oft völlig unabhängig voneinander gesehen werden :-/ schöner Kommentar.
SoulReaver Sun, 12 Feb 2012 17:56:36 -0000
Antwort löschenSo ist es, traveler. Danke :)
Andy Dufresne Sun, 12 Feb 2012 18:12:46 -0000
Antwort löschenSehr,sehr feiner Kommentar!
SoulReaver Sun, 12 Feb 2012 18:25:27 -0000
Antwort löschenDanke, Andy :)
TheDrPepperPower Mon, 13 Feb 2012 03:32:44 -0000
Antwort löschenBombenkommentar, SoulReaver:) Hab ihn auch bei 9 stehen aus dem gleichen Grund wie du: er hat in gewisser Weise eine leichte Antiklimax, weil die Szenen in der ersten Hälfte einen irgendwie noch mehr packen als die späteren. Aber sonst gibt's überhaupt nichts zu meckern. Ich glaube er ist sogar mein Lieblings-Antikriegsfilm, noch knapp for "Apocalypse Now". Ich erinnere mich noch gut daran als ich zum ersten mal die Szene gesehen habe, als sie im Hubschrauber auf die Zivilisten schießen. Das hat mich als kleinen Jungen ziemlich mitgenommen. Also alle schön an die FSK halten!:)
SoulReaver Mon, 13 Feb 2012 09:47:31 -0000
Antwort löschenDanke, Pepper :) Also ich finde 'Apocalypse Now' dann doch noch n bisschen besser. :)
mikkean Wed, 15 Feb 2012 18:11:25 -0000
Antwort löschenWow, das geht tief ins Mark jeden Filmfreunds!
SoulReaver Wed, 15 Feb 2012 20:51:29 -0000
Antwort löschenDas will ich hoffen :)
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TheDrPepperPower Sun, 19 Feb 2012 10:11:29 -0000
Antwort löschenAuf jeden Fall, die Szene hat es auch in sich.
NWO@Movie Thu, 08 Mar 2012 17:48:54 -0000
Antwort löschenMeisterhaft *
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschenAbscheulich ist die erste Hälfte auf Parris Island, langweilig die zweite in Vietnam: "Full Metal Jacket" ist nicht weniger als eine tolldreiste Zuschauer- wie Soldatenkonditionierung. Genauso wie der Soldat sein gesellschaftliches Rundherum emotional reflektiert und bisweilen sein ungeschminktes Seelenleben einzusperren versucht, bewertet der Zuschauer gemäß der Situation die Teilabschnitte des Films, infolgedessen er mit dem Soldat Seite an Seite, Schulter an Schulter durch den Dreck robbt. Vielleicht liegt darin das Geheimnis eines Antikriegsfilms, der gängigen Antikriegsfilmen den Krieg erklärt. 30 Jahre sind vergangen seit "Wege zum Ruhm", 23 seit "Dr. Seltsam, oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben", und Kubricks Einstellung zum Krieg, der sich erst durch die im Hintergrund umhergeisternden Mächtigen außer Kontrolle zur unbezähmbaren Beste bläht, hat sich nicht wesentlich verändert, eher radikalisiert, zugespitzt, ganz entscheidend. In einer Welt…
28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
The_Comedian Wed, 14 Sep 2011 16:22:56 -0000
Antwort löschenExakt!
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschenMehr Stone als Kubrick, lebt auch "Full Metal Jacket" den damals weitverbreiteten moralischen Überlegenheitsfetisch seines Erschaffers auf dem Rücken des Publikums aus: Nach dem zunächst neuen Ausgangspunkt in den Ausbildungscamps, ergeht sich Stanley Kubricks vorletzer Film, in einem - in seiner Wirkung möglicherweise anders konzipierten - Flirt mit den Totalitarismen innerhalb der Armeestruktur, und lässt "Full Metal Jacket" spätestens in der zweiten Hälfte zur überaus dumpfen und pseudowichtigen Schein-Dokumentation eines Krieges verkommen, die aber letztendlich nichts zu erzählen versteht, was Francis Ford Coppola nicht bereits knapp zehn Jahre zuvor auch schon in "Apocalypse Now" zu proklamieren wusste.
Abseits der Studioamosphäre innerhalb mancher Szenen, technisch und inszenatorisch solide bis gut, trotzdem nie so symphonisch und epenhaft, wie man es von einem Regisseur, dem solch ein Ruf vorauseilt, erwarten dürfte.
"Full Metal Jacket" bleibt ein Film, der gern mehr wäre, als er eigentlich ist, und dessen grundlegende Aussagen Kubrick schon zu Beginn seines Œuvres in "Paths of glory" eindrucks- und wirkungsvoller an den Zuschauer zu bringen verstand.
Ein mit der politisch integeren Plakette "Anti" versehener Langeweiler, der oftmals das hofiert, was er kritisieren möchte.
Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten
BlueSquirrel Fri, 26 Nov 2010 12:50:37 -0000
Antwort löschenAußerdem erdrückt R. Lee Ermey mit seiner eigenartigen Performance da alles was nicht Niet- und Nagelfest ist. Bin auch nie warm geworden mit diesem komischen Film.
Hitmanski Fri, 26 Nov 2010 12:53:11 -0000
Antwort löschenSo is' es. Na, mich überrascht das ja nicht weiter, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, finde ich Kubrick ja sowieso immer prätentiös und schwurbelich.
Filmsuechtiger Fri, 26 Nov 2010 12:54:09 -0000
Antwort löschenGerade die zweite Hälfte ist doch sowas von überhöht und unterscheidet sich klar von Apocalyse Now. Bei Letzterem gleicht Krieg mehr einem Fieber, dass den Geist schwächt. Bei FMJ ist eher das Gegenteil der Fall, die Soldaten sind aufgeladen bis in die Haarspitzen und verlieren jeden Realitätssinn.
Hitmanski Fri, 26 Nov 2010 13:04:36 -0000
Antwort löschenIst für mich aber eher ein marginal anderes Symptom, mit gleicher/ähnlicher Ursache: Beide thematisieren den innerlichen und äußerlichen Verfall der involvierten Soldaten, und ihren zunehmenden Verlust von Bindung an die Realität, ausgelöst durch die vorangegangenen Erfahrungen des Krieges. Coppola nimmt sich dafür eine eher lähmende Fieberphanatsie her, Kubrick einen überdrehten Adrenalinrausch - aber beide möchten die unmittelbaren Auswirkungen der Beziehung Krieg-Soldat protokolieren.
Mir ist auch nicht unbedingt an einem Vergleich zwischen "Apocalypse Now" und "Full Metal Jacket" gelegen, der über diese thematischen Ähnlichkeiten hinausgeht; dazu sind die Filme in ihrer Gesamtheit einfach zu verschieden konzipiert worden.
Filmsuechtiger Fri, 26 Nov 2010 13:09:03 -0000
Antwort löschenDarauf wollte ich ja hinaus: Der Endzustand der Soldaten ist derselbe, der Weg dahin aber ein ganz anderer, weswegen ich die Aussage, dass FMJ nichts anderes zeigt als AN nicht unkommentiert stehen lassen.
Filmsuechtiger Fri, 26 Nov 2010 13:11:09 -0000
Antwort löschen*wollte.
doctorgonzo Fri, 26 Nov 2010 14:01:40 -0000
Antwort löschenBeim Vergleich mit "Apocalypse Now" widerspreche ich auch mal in aller Deutlichkeit, stilistisch schön geschrieben ist es trotzdem.
PS: das Wort "schwurbelich" lese ich noch lieber als ich es höre...
Hitmanski Fri, 26 Nov 2010 14:07:05 -0000
Antwort löschenDanke.
Google behauptet ja, es müsste ein "g" am Ende von "schwurbelich" stehen, aber dann sieht es irgendwie falsch und doof aus, weshalb ich da mal ganz meinem Ansatz der ästhetischen Orthografie vertraue...
doctorgonzo Fri, 26 Nov 2010 14:29:28 -0000
Antwort löschenYes, wir halten es mit der Hollywoodprämisse zu Historienverfilmungen, Style (nicht Stil) geht vor Genauigkeit.
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Billmaik Fri, 26 Nov 2010 18:31:07 -0000
Antwort löschenKubrick, Aronofsky, Park, Nolan, Coen...Hitmanskis Zorn macht vor niemandes Œuvre halt. Im Falle von "Full Metal Jacket" gibt es ausnahmsweise mal meine volle Zustimmung :)
Hitmanski Fri, 26 Nov 2010 18:33:58 -0000
Antwort löschenIch messe an Taten, nicht an Namen :)
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenTja, das Drill-lied aus dem Film haben wir damals in der Grundausbildung beim Bund auch gesungen,denn als der bei uns ins Kino kann, war ich mit der Schule fertig.
Der Film wurde damals als 1. richtiger Antikriegsfilm gehyped. Selbst wenn dies etwas hochgegriffen scheint, ein guter Film des Vietnamkriegsfilmgenre ist es allemal.
Schade, dass der in Vietnam spielende Teil des Films hinter dem ersten Teil verblasst. Hier ist man aus Apocalypse Now, Platoon ... mehr gewöhnt.
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Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschen[...] Kaum ein Kriegsfilm ist so unpatriotisch und so wenig gewaltverherrlichend wie „Full Metal Jacket“. Besonders der erste Teil ist kurzweilig und sehenswert. Die zweite Hälfte, die im Vergleich zu anderen Kriegsfilmen eher unspektakulär daherkommt, wird so unterschiedlich aufgenommen, dass sich jeder Zuschauer einfach selbst ein Bild davon machen muss. [...]
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenKubricks Neo-Anti-Kriegsfilm ist selbstreflektierend und experimentell. Hier leidet der Film aber wirklich unter der kühlen Inszenierung und den ästhetischen Bildern.
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Kommentare (196) — Film: Full Metal Jacket
Dady Sat, 18 May 2013 12:41:48 -0000
Kommentar löschenEhrlich, direkt, hart, packend, rücksichtslos, brutal. Das sind alles Attribute die auf diesen Film zutreffen. Denn "Full Metal Jacket" ist ein Antikriegsfilm der seines gleichen sucht. Auch wenn viele der ersten Teil des Films also die Ausbildung bevorzugen fand ich es danach besser. Als sie dann in Vietnam sind und den realen Kriegsalltag kennenlernen. Auch wenn wie ich und viele andere den Abschnitt auf Parris Island lustig finden ist es eher traurig und verstörend. Wie keine Rücksicht auf niemanden genommen wird um einfach nur das Endziel zu erreichen. Die Frage nach dem warum wird gar nicht gestellt es geht einfach um das große ganze. Das hört man auch als die Soldaten später zu deren Meinung zu Vietnam gefragt werden. Keiner weiß eigentlich was der ganze Zirkus soll. Stanley Kubrick hat mit guten Darstellern und ohne irgendetwas zu verschönen ein Meisterwerk geschaffen. Was in seinem Genre zur absoluten Spitze gehört!!
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Absurda. Sat, 18 May 2013 11:58:09 -0000
Kommentar löschenDie Individualität des Menschen - heutzutage wichtiger denn je. Man muss sich hervorheben, sich zeigen. Was denkt ihr, warum es heutzutage Hipster gibt? Wir leben in einer Zeit, in der man sich beweisen muss. Man kann fast schon sagen, die Hippies kommen zurück, nur in einer viel, viel, viel weich gespülteren Form.
Da sind Filme wie 'Full Metal Jacket' natürlich ein schlechter Scherz. Dualität des Menschen...was ein Humbug! Der Mensch muss töten, töten, töten! Vietnam ist das a und o. Wir müssen all unsere Macken vergessen, denn wir sind Killer und Killer kennen keine Gefühle, keine Menschlichkeit, keine Individualität, Killer kennen nur das Töten. Mensch-sein war gestern, heute gilt nur noch Männlichkeit. Sei ein Mann, töte diesen schlitzäugigen Bastard. Er ist es nicht wert. Du bist es auch nicht wert. Wenn du zu Mama und Papa nach Hause kommst, bist du ein Niemand. Wen solltest du denn abknallen? Deinen Nachbarn? Der ist Ami. Der hat ein Recht auf Leben. Töte den Vietnamesen. Dafür bist du geboren und dafür stirbst auch.
Für mich gibt es keinen tragischeren Antikriegsfilm als 'Full Metal Jacket'. Ja, ich finde, er ist tragischer als Klimows Meisterwerk 'Komm und sieh'!. Denn ja, Fljora, ist ein Wrack, aber er fühlt noch den Schmerz, den der Krieg in ihm ausgelöst hat. In ihm ist noch Hoffnung. Allerdings so wenig, dass es zu grausam ist, um wahr zu sein.
In 'Full Metal Jacket' hingegen stirbt der Mensch schon, ehe er nach Vietnam befördert wird. Er wird zu einem zynischen Etwas, keinem Menschen. Menschen schießen nicht wie wild auf Vietnamesen und freuen sich wie kleine Kinder. Menschen töten nicht aus Spaß. Das ist nicht mehr menschlich. Das ist barbarisch. Das ist grausam.
'Full Metal Jacket' ist einer der tragischsten Antikriegsfilme aller Zeiten, weil wir dazu ausgebildet werden, in erster Linie unsere Seele und damit uns selbst zu töten.
Individualismus - der womöglich größte Scherz aller Zeiten!
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Dasprofil Mon, 20 May 2013 12:13:32 -0000
Antwort löschenSehr guter Kommentar! ich glaube kein anderer Regisseur, als Stanley Kubric, dem ja (meiner meinung nach zu Unrecht) immer wieder Gefühlskälte vorgeworfen wird hätte einen solchen Film drehen können.
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Absurda. Mon, 20 May 2013 13:16:44 -0000
Antwort löschenGenau so ist es! Kubricks intellektuelles Genie ist unerreichbar und ja, ich finde auch, dass ihm zu unrecht Gefühlskälte vorgeworfen wird. Wenn man bei seinen Filmen genau hinsieht sind die Charaktere das einzige, was an seinen Filmen gefühlskalt ist und ich glaube das scheint auch diese seltsame Minderheit zu stören ;-)
Dasprofil Mon, 20 May 2013 17:26:21 -0000
Antwort löschenIch denke auch, dass die gefühlskälte in seinen Filmen ein Spiegel unserer Gesellschaft sein soll und nicht an ihm selbeer liegt (also, dass er es nicht besser kann).
8martin Fri, 17 May 2013 12:23:17 -0000
Kommentar löschenEiner der neun großen Filme über den Vietnamkrieg. Er gliedert sich in zwei Teile. Fast eine Stunde erleben wir eine Brüllorgie ungekannten Ausmaßes. Ausbilder Hartman (sic!) Lee Ermey in der Rolle seines Lebens schockiert mit erniedrigenden Beschimpfungen aus dem Fäkal und Analbereich und treibt Pyle (Vincent d’Onofrio) in den Selbstmord. Der erste Schuss!
Im zweiten Teil sind wir mit Kriegsberichterstatter Joker (Matthew Modine) 1968 in Vietnam zur Zeit der TET-Offensive. Wegen seiner vorlauten Art wird er zur kämpfenden Truppe versetzt. Kubricks Minimalismus lässt quasi symbolisch nur ein Gefecht mit einer angeschossenen vietnamesischen Scharfschützin zu. Der Feind bekommt ein Gesicht. Option: liegenlassen oder Gnadenschuss? Rache für die gefallenen Kameraden!? Dieser Höhepunkt wird in die Länge gezogen. Die anderen beiden Frauen, die wir sehen sind Huren.
Der Film hebt sich wohltuend von der Masse der Kriegsfilme ab. Hier ist es nicht nur die Ballerei, die die Klasse ausmacht, sondern auch das Hinterfragen. ‘Kämpfen wir hier wirklich für die Freiheit?‘
Am Ende zieht eine singende Truppe vorbei an brennenden Häusern. Sie sind glücklich, überlebt zu haben.
Abgerundet wird das Ganze Zeitfeeling durch die unterlegten Popsongs u.a. von Nancy Sinatra (‘These Boots Are Made For Walking‘) und Sam the Sham (Wooly Buly‘). Eine zeitlose Klasse für sich.
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-07- Wed, 15 May 2013 13:30:24 -0000
Kommentar löschenseh diesen Film immer mal wieder gerne mit Freunden, erste Hälfte sehr lustig, 2 . sehr unterhaltsam :D
Hab ja auch ein narren an solchen Filmen gefressen :P
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KoalaDead Mon, 13 May 2013 20:29:19 -0000
Kommentar löschenSehr guter Film!
Erster Teil: schwarzer Humor; Es wird einem klar, was die Soldaten in der Ausbildung alles erleiden müssen.
Zweiter Teil: normaler Anti-Kriegsfilm
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uncut123 Fri, 26 Apr 2013 23:15:56 -0000
Kommentar löschendurch BOW666 hab ich spontan den streifen angemacht und mal wieder mich überzeügen können wie geil lustig krank derbe unterhaltsam und sau geil er doch ist...das ist dieser film wo man drüber immer noch spricht....g
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uncut123 Tue, 21 May 2013 12:01:48 -0000
Antwort löschenhttp://www.youtube.com/watch?v=sMEFcYij2uY
BOW666 Fri, 26 Apr 2013 20:39:37 -0000
Kommentar löschen"762 mm ... Full ... Metal ... Jacket"
Einer der besten Vorführzwecke des Krieges um aus Menschen, Maschinen zu machen, jegliche Gedanken hinten angestellt und nur mit einem Prinzip: Töten.
Der Film hat derbe Einlagen was Brutalität angeht, aber nicht am Körper sondern im Kopf wir man hier so ziemlich auseinander genommen, jeder einzelne muss sein Leben in der Ausbildung meistern, jedoch hängt Paula etwas nach und wird mit dem Konfrontiert was man als Alptraum entflammen lassen könnte.
Stanley Kubrick hat sich mal wieder selbst übertroffen, ein Meisterwerk der auch zeigt in der ersten Hälfte, wie viel braucht man um den Verstand zu verlieren?
Der Film bietet so einiges, das Ausbildungstraining eines Marines, heftige Wörter von Emery und absoluten Drill.
Eine Klasse für sich, der Krieg ist hier eigentlich nebensache und der entscheidene Punkt bezieht sich wie am Ende mit der ...
Ein Film den jeder zumindest einmal gesehen haben Muss, alles was Kubrick anpackt ist heute reinhaltiger Kult und Klassiker.
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uncut123 Fri, 26 Apr 2013 20:52:56 -0000
Antwort löschendas traing...cool!! aber der eisatz ist nicht doll!
BOW666 Fri, 26 Apr 2013 21:04:34 -0000
Antwort löschenDer Einsatz in der 2. Hälfte lässt etwas nach, da gingen langsam die Ideen etwas weg und man versuchte es herunter zu stutzen wie ein normalen Kriegsfilm, dennoch bleibt der Film eine gute und vortreffliche Erinnerung ;)
uncut123 Fri, 26 Apr 2013 21:12:59 -0000
Antwort löschenich finde nunmal die erste hälfte cool!! also training teil!!
uncut123 Fri, 26 Apr 2013 21:16:01 -0000
Antwort löschenhttps://www.youtube.com/watch?v=ur3121e_Cgg
uncut123 Fri, 26 Apr 2013 21:16:33 -0000
Antwort löschenein krapfen.....
BOW666 Fri, 26 Apr 2013 21:24:56 -0000
Antwort löschenSchrecklich was man dafür erleiden muss.
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sebastian.gonera.5 Sat, 18 May 2013 19:03:06 -0000
Antwort löschenDer teil der ausbildung ist wirklich gut gemacht FMJ ist ein Film wo die deutsche version weit aus besser ist als die orginale der 2te teil ist anschaubar und okay aber mir gefällt persöhnlich nur die Ausbildung
uncut123 Sun, 19 May 2013 04:32:18 -0000
Antwort löschenR. Lee Ermey ist aber auch ein sadist....sieht man ja tcm und tcm the beginning....bringt er gut rüber
heiko.buschhaus Wed, 10 Apr 2013 20:31:47 -0000
Kommentar löschenMeine zweite Zusammenführung mit Stanley Kubrick führt mich ein weiters mal zu einem Meisterwerk: 'Full Metal Jacket'! Dieser Film erzählt eindrzcksvoll die schockierende und mitreißende Geschichte von Private Joker, vom Anfang der Ausbildung bis zum Ende der erbitterten Schlacht in Vietnam! Dabei geht der Film bewusst nicht auf Persönlichkeiten der Figuren ein, sondern lässt sie gewollt die ganze Zeit nur als genicknamede Killermaschinen handeln! Jegliche Hintergrunde bleiben verschleiert, es gibt kein großes Gefühlsgedusel vor der Kamera. Hier wird der harte, der böse Kern des Menschen hervorgeholt! Meister Stanley Kubrick inszeniert dies alles wie immer auf diese ihm so typische Art; tolle Kamerafahrten, lange Kamerastationierungen, atmeberaubende Sichten, schockierende Brutalität! Dieser Film hat mich einfach und mach Lust auf mehr Kubrick!
PS: Brillieren tut hier Vincent D'Onofrio als durchgeknallter Private Paula!
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Hfonda15 Thu, 04 Apr 2013 00:34:28 -0000
Kommentar löschenZu Stanley Kubrick habe ich normalerweise immer einen schweren Zugang, doch sein vorletzter Film ,,Full Metal Jacket" hatte mich sofort und ich kann jetzt sagen, dass dieser Streifen völlig zu Recht in einem Atemzug mit brillianten Vietnamkriegsfilmen wie ,,Apocalypse Now" oder ,,Platoon" genannt wird.
Die erste Hälfte des Films sollte, wie ich gehört hatte nur über den Drill des fanatischen Ausbilders an seinen Rekruten gehen und wenn ich ganz ehrlich bin habe ich mir davon nicht all zu viel erhofft, da grade solche Szenen im Laufe der Zeit ziemlich einrosten und ich mir diesen Drill vom Ausbilder bei einem Film der über 20 Jahre alt ist nicht so schlimm vorgestellt hätte.
Doch die ersten 50 Minuten des Films sind auch heute genial, ein richtiges Kunstwerk wenn man sie für sich alleine betrachtet!
Ein Ausbilder, der seine Rekruten nicht ausbildet, er macht sie fertig, er nimmt sie auseinander! Sie sind für ihn Dreck! Abstoßender Abschaum, der es kaum wert ist, dass man ihn anschreit! So werden diese Leute behandelt! Sie werden trainiert um zu töten! Alles was an ihnen menschlich ist muss verschwinden! Denn niemand darf Mitleid haben! Mitleid macht die Soldaten schwach und wer schwach ist kann die Vereinigten Staaten von Amerika nicht vor den bösartigen Kommunisten in Vietnam beschützen!
Einer der Rekruten kommt bei dem harten Training nicht mit? Dann wird die Moral der Truppe einfach so umgedreht, dass alle den Kerl fertig machen, nicht nur der Ausbilder! Dann werden die, die beim Training der Marines nicht mitkommen schon sehen was sie davon haben, sich nicht den Marines anzupassen!
Die erste hälfte des Streifens endet so wie es kommen muss, Die Soldaten sind keine Menschen mehr, es sind gefühlslose, innerlich kranke Menschen! Sie haben vor nichts Angst und wollen nur eins TÖTEN!
In Vietnam hat man Gelegenheit dazu, man sieht wie die Soldaten im Krieg handeln, manche unerfahren und haben keine Ahnung wie man in brenzligen Situationen umgeht und andere die komplett in ihrem Training aufgegangen sind und in Vietnam nichts anderes mehr können als mitzuzählen, wie viele Zivilisten sie schon erschossen haben und sich darüber zu beschweren, dass die Schlitzaugen keine Dankbarkeit für die Unterstützung der amerikanischen Truppen zeigen. Das ganze Kriegsgeschehen wurde gut umgesetzt und auch die Kameraführung, fand ich hierbei sehr passend, doch solche Kriegseinsätze in Szenen machen diesen Film noch lange nicht zu einem herausragendem Klassiker, denn sowas hat man auch in anderen Kriegsfilmen, teils sogar noch besser dargestellt, schon gesehen!
Was ,,Full Metal Jacket" in meinen Augen zu einem Meisterwerk macht, ist als erstes diese geniale Einführung in die Mentalität der Soldaten indem man sich die erste Hälfte des Films nur mit der Ausbildung der Soldaten beschäftigt und sie erst danach in den Krieg schickt.
Und zweitens eindeutig die verschiedenen Sichtweisen der einzelnen Amerikaner auf den Vietnamkrieg, der für uns heute mehr als erschreckend ist, wenn man sich einige Szenen in dem Film ansieht, wie z.B die Interviews mit verschiedenen Soldaten.
Das Ende des Films zweigt zwar wie es jeder andere gute Antikriegsfilm macht noch einmal gekonnt die Sinnlosigkeit der kämpferischen Einsätze(kleines Mädchen als Scharfschütze)
Aber die Aussage einzelner, macht dieses Werk von Kubrick wirklich zu etwas ganz besonderem:,,In jedem dieser Schlitzaugen steckt ein Amerikaner der raus will! Und wir kämpfen dafür, dass er es kann!"
Soldaten stehen vor einem so eben gefallenen Kameraden:,,Immerhin ist er für eine gute Sache gestorben"
(Ich könnte jetzt noch irgendetwas von dem Drillsergeant am Anfang zitieren aber da ist jeder Satz zitierwürdig und man muss sich, die Szenen mit ihm und seinem Training einfach ansehen!)
,,Für heute haben wir genug getan um uns in das Buch der Geschichte einzutragen! Ich bin in einer Welt voller Scheiße aber ich bin am Leben und hab keine Angst!"
Dieses Endzitat und dann einer der besten Rolling Stones Song aller Zeiten und man sitzt vor dem laufendem Abspann und genießt es gerade ein Meisterwerk gesehen zu haben!
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Martin Oberndorf Thu, 04 Apr 2013 04:57:38 -0000
Antwort löschenDas ist ja mal ein extremst geiler Kommentar!
Der Ausbilder ist ja mittlerweile legendär!
Was hältst du eigentlich von Kubricks "Uhrwerk Orange"?
Hfonda15 Thu, 04 Apr 2013 09:16:07 -0000
Antwort löschenDanke dir, nachdem ich den gesehen hatte musste ich meine gedanken dazu direkt loswerden :)
Uhrwerk Orange steht leider noch immer auf der Liste, ich hab auch die Dvd noch nicht von Kubrick hab ich bisher nur den hier, Shining und 2001 gesehen aber vor allem 2001 muss ich DRINGENDS einer Zweitsichtung unterziehen!
Martin Oberndorf Thu, 04 Apr 2013 12:44:35 -0000
Antwort löschenUhrwerk Orange hat Priorität. Ist mMn Kubricks bestes Werk. Und das heißt was, denn er ist einer meiner Lieblingsregisseure. Außer Spartacus (7.0) hat bisher jeder von ihm mindestens 9.5 von mir gekriegt!
Hfonda15 Thu, 04 Apr 2013 12:47:42 -0000
Antwort löschenAlso Shining wär bei mir im 8er Bereich und 2001 hab ich grade keine Ahnung wie ich den bewerten würde. Aber von Spartacus erhoffe ich mir eigentlich doch Recht viel. Ich liebe solche Sandalenfilme wie Ben Hur, Cleopatra oder auch Quo vadis und dazu bin ich seit neuestem auch noch ein Fan von Kirk Douglas :)
Martin Oberndorf Thu, 04 Apr 2013 13:23:08 -0000
Antwort löschenWenn du solche Filme magst, dann wird er dir gefallen!
Ich fand ihn gut, hab aber von Kubrick noch bessere gesehen.
Bei "2001" find ich das seltsam: für viele Meisterwerk, für viele langweilig. Für mich ersteres. Ich find's komisch,.dass er hier teils so gehasst wird.
Hfonda15 Thu, 04 Apr 2013 13:37:33 -0000
Antwort löschenAlso ich finde das schon mehr als verständlich. Er ist so ein Film wie The Tree of Life, sie haben keine Story im eigentlichen Sinne wie man sich das vorstellt, keine spannende Handlung, die den Zuschauer mitreißt.
Was 2001 zu einem Meisterwerk macht ist ja wirklich diese einzigartige Auseinandersetzung mit der Frage ,,Woher kommen wir?"
Solche tiefrgründigen Fragen werden viel zu selten in Filmen behandelt(obwohl ich selbst auch lieber über solche Themen lese) und die breite masse hat keinen Bock auf solch philosophische Filme die ja auch sehr ausschweifend sind, deshalb kann ich es schon irgendwo verstehen wenn viele mit dem Film so gar nichts anfangen können.
Martin Oberndorf Thu, 04 Apr 2013 13:48:14 -0000
Antwort löschenBei TOL trifft das zwar voll zu, aber bei "2001" gibt es bis zu einem gewissen Punkt eine Handlung. Diese zeigt eine Satire auf Computer und künstliche Intelligenz, und zeigt wie abhängig wir mittlerweile sind. Ich nehme an du meinst die letzten 15 Minuten?
Hfonda15 Thu, 04 Apr 2013 14:02:07 -0000
Antwort löschenDie letzten 15 Minuten sind da ganz extrem aber auch wenn man in der Mitte vor allem mit HAL ne gute Story hat zieht sich der ganze fIlm für sehr viele Leute hin, da er sich ja für vieles einfach sehr viel Zeit nimmt.
Martin Oberndorf Thu, 04 Apr 2013 14:14:08 -0000
Antwort löschenAlso ich fand den so gar nicht langweilig. Der war doch total fesselnd!
Aber da scheiden sich wohl die Meinungen...
Hfonda15 Thu, 04 Apr 2013 14:16:31 -0000
Antwort löschenHoffe du hast mich da nicht falsch verstanden, ICH bin da auf deiner Seite da ich den auch nicht langweilig fand! Ich kann die Standpunkte der anderen nur nachvollziehen :)
Martin Oberndorf Thu, 04 Apr 2013 14:30:32 -0000
Antwort löschenIch war mir nicht ganz sicher, es ging nicht ganz klar hervor :)
Ben Kenobi Thu, 04 Apr 2013 19:54:47 -0000
Antwort löschenWie immer toll geschrieben. Und: "2001" finde ich ebenfalls total fesselnd, auch noch beim 100. Mal. Wie manche Menschen den öde finden können, ist mir schleierhaft. Aber über Geschmack lässt sich halt nicht streiten. Über Kubrick aber eigentlich auch nicht. ;)
sebastian.boehler Thu, 04 Apr 2013 22:53:47 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar, Hfonda, klasse Film von Kubrick. Der Film lässt sich deutlich in zwei verschiedene Hälften unterteilen, wobei mir die erste dann auch wirklich besser gefällt. Da ist es wie du schon sagtest gerechtfertigt, ihn mit anderen Meisterwerken des Genres zu vergleichen.
Und wo hier schon seine anderen Werke angesprochen werden:
"Uhrwerk Orange" musst du dir unbedingt ansehen!
"Shining" ist mein Favorit unter dem Genre "Horror", "Psycho", was auch immer das ist. Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan von solchen "Schauerfilmen" (so kann man die verschiedenen Genrebegriffe auch zusammenfassen ;D), aber "Shining" ist grandios.
Wie Martin schon sagte: "2001" - entweder man liebt ihn, oder man kann nichts mit ihm anfangen. Wenn man nicht in der Lage ist, zu philosophieren, ist man fehl am Platz. Definitiv ein Meisterwerk.
"Spartacus" ist auf jeden Fall ein toller Monumentalfilm, steht für mich jedoch hinter "Ben Hur" o.ä.
"Lolita" ist der von mir am "schlechtesten" bewertete Kubrick-Film, ist nichts desto trotz sehenswert. Ein toller Umgang mit diesem skandalösen, wenn nicht gesellschaftskritischen Thema.
Aus all dem lässt sich schließen: Kubrick war ein Genie. ;)
Hfonda15 Fri, 05 Apr 2013 12:47:37 -0000
Antwort löschenNachdem was ich bisher von Kubrick gesehen habe kann ich auch nur bestätigen, dass der Mann ein Genie war! Freue mich noch auf einige Filme von dem und habe grade auch richtig Lust bekommen 2001 noch einmal in den Player zu schieben. Shining ist auch Dank Jack Nicholson auch ne ganz große Nummer und der hat mir auch echt super gefallen.
Im übrigen an euch beide nochmal danke für das Lob an meinem Kommentar ;)
Martin Oberndorf Fri, 05 Apr 2013 13:00:50 -0000
Antwort löschenJa hast das Lob ja auch verdient!
...
Wie gesagt es sind alle Kubricks die ich bisher gesehen habe (Spartacus, Dr. Seltsam, 2001, Uhrwerk Orange, Shining, Full Metal Jacket und auch den von vielen gehassten Eyes Wide Shut) sehr zu empfehlen!
Martin Oberndorf Fri, 05 Apr 2013 13:03:32 -0000
Antwort löschenPS: OK, merk's schon. Ich wurdevausgeschlossen :(
Wir sind nämlich drei.
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Hfonda15 Fri, 05 Apr 2013 13:12:46 -0000
Antwort löschenSry das war nicht beabsichtigt, das Arkani auszuschließen aber wenn du ein paar Kommentare weiter oben guckst wird dir auffallen, dass ich mich speziell für dein Lob an meinem kommentar schon bedankt habe ;)
Martin Oberndorf Fri, 05 Apr 2013 13:45:03 -0000
Antwort löschenStimmt da hast du recht :D
Anschuldigung zurückgenommen.
Alienator Sun, 10 Mar 2013 08:18:08 -0000
Kommentar löschenGrandioser Kriegsfilm ohne wirklich Krieg zu zeigen
Die Überschrift klingt grotesk? Kann sein,aber was genau zeigt hier Kubrick? Die erste Hälfte des Films ist der gnadenlosen Ausbildung gewidmet unter denen sich die Jugend Amerikas (oder auch irgendeiner Nation) unterwerfen müssen, bis zur völligen Aufgabe der Individualität. Die zweite Hälfte zeigt ein Kriegsschauplatz. Aber keinen wirklichen Krieg. Er zeigt Aspekte des Krieges, die so surreal wir irreal wirken und dadurch umso schockierender sind. Um den Krieg zu zeigen, in all seiner Perversion und seiner Menschenverachtung, muss man nicht unbedingt Krieg zeigen. Das tat hier Kubrick in beeindruckender Weise in den ersten 45 Minuten des Films. Dort zeigt er die Kälte und Gefühlslosigkeit des Krieges und seiner verstumpften Menschen. Die später gipfelt indem der kalte Mensch in der Pose des Siegers steht (so u.a. vor dem Massengrab). Kubrich schafft es, auf seine ganz spezielle Art (so u.a. die kühle Kamera) den Krieg uns näher zubringen,aber ihn nicht zu verherrlichen
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beast667 Thu, 21 Feb 2013 10:30:42 -0000
Kommentar löschenEin must have für jede DVD Sammlung. Sadistisch, ekelhaft und abstossend. "Anti-Kriegsfilm" passt.
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MiraMeow Mon, 04 Feb 2013 14:27:00 -0000
Kommentar löschen"Das hier ist mein Gewehr! Es gibt viele andere, aber dies ist meins! Mein Gewehr ist mein bester Freund! Es ist mein Leben! Ich muss es meistern, wie ich mein Leben meistern muss! Ohne mich ist mein Gewehr nutzlos! Ohne mein Gewehr bin auch ich nutzlos! Mein Gewehr verfehlt sein Ziel nie! Ich muss schneller schießen als mein Feind, denn sonst tötet er mich! Ich muss ihn erschießen, bevor er mich erschießt! Das werde ich! Vor Gott glaube ich und schwöre: Mein Gewehr und ich werden mein Vaterland verteidigen! Wir sind die Bezwinger unserer Feinde! Wir sind die Bewahrer meines Lebens! Das schwöre ich! Bis kein Feind mehr ist! Nur Frieden! Amen!"
Ein absolut genialer Anti-Kriegsfilm à la Kubrick
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CHF Tue, 22 Jan 2013 22:18:50 -0000
Kommentar löschenHaben Ihre Eltern je lebenden Nachwuchs gehabt" - "Sir! Jawohl, Sir!" - "Ich wette, das tut denen Leid? Sie sind so hässlich, Sie könnten glatt ein modernes Kunstwerk sein! Wie ist Ihr Name, Sie Fettsack" - "Sir! Lanard Lawrence, Sir!" - "Lawrence? Lawrence? Was? Von Arabien" - "Sir! Nein Sir!" - "Der Name klingt richtig adelig! Sind Sie adelig" - "Sir! Nein, Sir!" - "Lutschen Sie Schwänze" - "Sir! Nein, Sir!" - "Bullshit! Ich wette, Sie saugen glatt `n Golfball durch `n Gartenschlauch!" - "Sir! Nein, Sir!- "Ich kann den Namen Lawrence nicht ausstehen! Nur Schwuchtel und Matrosen heissen Lawrence? Von jetzt an sind Sie Private Paula!"
Hier ist jeder Kommentar überflüssig. Wer mehr davon haben will, zieht sich das mit Bildern rein und bekommt einen der besten Filme aller Zeiten zu sehen.
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Geasy90 Thu, 03 Jan 2013 11:32:40 -0000
Kommentar löschenAbsolutes "Must-see", auch wenn man klassisch nur die ersten fünfzehn Minuten tief im Gedächtnis behält (so einen Drill Sergeant vergisst man nicht so schnell).
Kubrick lieferte hier einen Antikriegsfilm der feinsten Sorte, er zeigt, was im Vietnamkrieg den Soldaten passierte und vor welchen Herausforderungen sie standen. Das Zusammenspiel von Musik und Bild ist sehr gut, genauso die Kameraführung, vor allem in der Szene mit der Scharfschützin.
Zusammen mit der ersten Stunde aus Saving Private Ryan, Platoon und Black Hawk Down (wenn man den US-Hurra-Patriotismus weglässt) einer der besten Darstellungen von Krieg.
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Hartigan85 Tue, 01 Jan 2013 15:43:14 -0000
Kommentar löschen"Die tödlichste Waffe der Welt ist ein Marine mit seinem Gewehr! Es ist euer Killerinstinkt, der voll da sein muss, wenn ihr im Kampf überleben wollt! Euer Gewehr ist nur ein Instrument! Töten kann nur ein Herz aus Stahl! Wenn euer Killerinstinkt nicht stark und rein ist, werdet ihr zögern, wenn es drauf ankommt! Dann werdet ihr nicht töten, dann werdet ihr tote Marines sein! Und dann seid ihr in einer Welt voller Scheiße! Weil es Marines nicht erlaubt ist, zu sterben, ohne dass das genehmigt worden ist! Habt ihr Armleuchter das kapiert?" - "Sir! Jawohl, Sir!"
Stanley Kubrick hat mit „Full Metal Jacket“ ein Meisterwerk für die Ewigkeit geschaffen…Ich weiß nicht ob es der beste Kriegsfilm aller Zeiten ist. Echt schwierig, weil es einige grandiose Kriegsfilme gibt. Ich kann und will mich auch nicht für einen entscheiden, aber FMJ spielt in der Liga ganz oben mit. Einige Leute kritisieren den Film für seine zweite Hälfte, kann ich nicht verstehen. Die erste Hälfte zeigt die knallharte Ausbildung der Marines um Private Joker (Matthew Modine) durch Gunnery Sergeant Hartman (unfassbar gute Performance von R. Lee Ermey). Das Ziel dieser menschenverachtenden Ausbildung ist es, die Marines zu absoluten Killermaschinen zu dressieren, manch einer scheitert aber daran…
"Ein Tag ohne Blut ist wie ein Tag ohne Sonnenschein"
Die zweite Hälfte des Films befasst sich dann mit dem Vietnamkrieg, in dem die Protagonisten ums nackte Überleben kämpfen müssen. Diese zweite Hälfte steht der Ersten in nichts nach, sie ist nur komplett anders, aber genauso überragend und schonungslos inszeniert. Der Film ist verdammt roh, dreckig und ungemein realistisch. Wenn man überleben will, muss man selbst zum Tier werden, „Full Metal Jacket“ zeigt das so gut, wie kaum ein anderer Film. Es gibt nicht viele Filme, die ich so oft gesehen habe wie diesen…
Der Film wirkt teilweise fast schon wie eine Dokumentation, als Zuschauer wird man in das Geschehen hineingezogen und fühlt mit den Charakteren Joker, Paula, „Animal Mother“, Cowboy, Rafterman usw. mit. Sie erleiden jede Menge psychische und physische Qualen, welche sie alle abstumpfen lässt. Großes Lob an die gesamte Besetzung, die ausnahmslos großartig agiert. Der Streifen lebt auch von seinen genialen und unvergesslichen Dialogen, allein in der Ausbildung prasselt ein wahres Zitate-Feuerwerk auf uns Zuseher ein. Kubrick zeigt hier mit aller Konsequenz, dass Krieg hässlich ist.
"Für heute haben wir genügend getan, um unsere Namen ins Buch der Geschichte einzumeißeln. Wir marschieren runter zum Perfume River, um da die Nacht zu verbringen! Meine Gedanken schweifen ab und ich denke an die nasstraumharten Titten von Gretchen Modermöse. Ich träume den Traum vom großen Heimkehr-Fick! Ich bin so glücklich, am Leben zu sein! Ganz geblieben und bald fertig hier. Ich bin in einer Welt voll Scheiße! Stimmt! Aber ich bin am leben! Und ich hab keine Angst."
Stanley Kubrick´s „Full Metall Jacket“ ist ein drastisch-geniales Meisterwerk und einer der besten Anti-Kriegsfilme aller Zeiten!
Ein frohes neues Jahr wünsche ich allen meinen MP-Buddys!
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Murphante Tue, 01 Jan 2013 15:59:10 -0000
Antwort löschenSchon so oft gesehen und immer wieder als sehr gut empfunden ... nur sehe ich diesen Film nicht unbedingt als reinen Kriegsfilm, sondern besonders in der ersten Hälfte als eine Komödie :D zu oft schon gesehen, aber immer wieder lustig :D
Ab der zweiten Hälfte die mir auch sehr gut gefällt geht es schon mehr um den rauhen Krieg und die Eindrücke des Krieges untereinander ... für mich einer der TOP 10 ... ich sollte echt mal ne Liste erstellen ;)
JackoXL Tue, 01 Jan 2013 16:03:11 -0000
Antwort löschenFrohes neues Jahr, Sir! ;)
Schlopsi Tue, 01 Jan 2013 16:13:35 -0000
Antwort löschenFrohes Neues!
Ich werde mir FMJ einfach nicht warm. Scheinbar gehöre ich zu der Gruppe derjenigen, die mit der zweiten Hälfte kaum etwas anfangen können.
MMn. schafft Kubrick in der ersten Hälfte eine verdammt starke Basis für den weiteren Verlauf der Handlung. Nur warum nutzt er nicht das Potenzial, das er mit der ersten Hälfte erziehlt? Die 2. Hälfte ist mir einfach zu lasch, sie zeigt mir nicht die beschissene Seite des Krieges. Die Ausbildung ist ohne weiteres erhaben, klar, aber warum hat er so nicht weitergemacht? So kompromisslos und brutal. Ich höre nur die Worte der Soldaten, aber die allein vermögen mir die rohe, dreckige Seite des Krieges nicht zu vermitteln. Da hätte ich mir mehr hartes Durchgreifen gewünscht.
Deathpool Tue, 01 Jan 2013 18:36:24 -0000
Antwort löschenIs geliked nur der Button spinnt.Großartiger Kommi zu nem großartigen Film
Hartigan85 Tue, 01 Jan 2013 20:00:16 -0000
Antwort löschen@Murphi: Naja Komödie ist etwas übertrieben, aber es gibt definitiv auch viel zu Lachen in der 1. Hälfte ;)
@Jacko: Danke Ihnen, Sir! :D
@Schlopsi: Vielleicht solltest du ihm nochmal eine Chance geben, ich finde die zweite Hälfte ist extrem beklemmend und spannend inszeniert, die gesamte nervenaufreibende Szenerie mit dem Scharfschützen usw. Krieg ist nicht nur reines Schlachtengetümmel, das zeigt Kubrick eindrucksvoll. Für mich stimmt jedenfalls alles :-)
@Deathpool: Danke, deinen zu dem Film fand ich auch toll. Und kleiner Tipp: Wenn man direkt auf die Seite des Filmes geht, kann man normalerweise problemlos den Kommentar liken :)
Andy Dufresne Tue, 01 Jan 2013 22:09:46 -0000
Antwort löschenSauguter Kommentar!
Hartigan85 Tue, 01 Jan 2013 23:11:43 -0000
Antwort löschenVielen Dank, Andy :)
Jason Born Wed, 02 Jan 2013 11:07:38 -0000
Antwort löschenJesus Maria und Josef! WAS IST DAS? Ein Krapfen Sir
Meine beiden "Freunde" aus FMJ sind Private Paula (Gomer Pyle) und Animal Mother in Vietnam. Und der Joker, irgendwie
Hartigan85 Wed, 02 Jan 2013 21:43:03 -0000
Antwort löschen"Ich werd euch schinden, bis ihr am verrecken seid! Ich schind euch, bis euch Buttermilch aus dem Arschloch läuft!"
Jason Born Thu, 03 Jan 2013 13:43:25 -0000
Antwort löschenEin wahre Fundgrube für denkwürdige Zitate.
"Das ist mein Freund. Heute ist sein Ehrentag, er hat Geburtstag. Happy Birthday Sumpf-Chinese"
Das hier zu kennen, ist natürlich Pflicht bzw. Allgemeinbildung
http://www.youtube.com/watch?v=PqG8hnZ94hc
Wie lautet der 6. Wachbefehl?
DonChris Thu, 03 Jan 2013 16:10:22 -0000
Antwort löschenStarker Kommentar. Der Film läuft bei mir zwar momentan unter 7.0, dein Kommentar macht aber Lust mir den mal wieder reinzuziehen - Vielleicht geht da ja punktetechnisch auch noch mehr ;)
Murphante Thu, 03 Jan 2013 17:40:50 -0000
Antwort löschen@DonChris ... aufjedenfall nochmal anschauen ... dann achtet man auch mehr auf die gesprochenen Worte ... mir geht das manchmal auch so das eine Zweitsichtung doch mehr bringt ... so erging mir das mal mit "Hot Fuzz" fand den beim erstenmal voll schlecht ... ein zweites mal hat den Film nach oben gepusht :D
Hartigan85 Thu, 03 Jan 2013 20:41:39 -0000
Antwort löschen@Jason: Ja, kenne kaum einen Film mit einem vergleichbaren Zitate-Overkill...Höchstens noch "Last Boy Scout" :-D
@Don: Da muss noch mehr gehen, 7 Punkte sind für dieses Monster von Film echt etwas wenig. Versuch es nochmal und gib Bescheid, ob er besser funktioniert hat ;)
@Murphi: Ja!
DonChris Fri, 04 Jan 2013 09:53:34 -0000
Antwort löschenIch werde mich die Tage noch mal ran wagen, mir genüsslich ein Bierchen kalt stellen und dann schauen wir mal ;). Ich kann dann ja auch ein paar Zeilen dazu schreiben.
Hartigan85 Fri, 04 Jan 2013 09:58:08 -0000
Antwort löschenJa mach das, da bin ich gespannt :)
Jason Born Sat, 05 Jan 2013 13:10:03 -0000
Antwort löschenDas bei LBS auch soviele Zitate sein sollen hab ich gerühchteweise gehört. Sollte ich mir mal antun...
Runter von meinem Kletterturm
einSchluss Sat, 05 Jan 2013 13:28:46 -0000
Antwort löschenDie 2te Hälfte ist zu lasch? Was ist denn mit der halbstündigen Szene mit der Scharfschützin und den "lustigen" Witzen mit der Zuschaustellung von Leichen? Ich möchte nicht zu viele Szenen detailliert benennen, um nicht zu sehr zu spoilern, aber ich finde härter geht´s kaum und die Entmenschlichung, die Entgrätung jeglichen moralischen Empfindens und die unfassbare Sinnlosigkeit wird von der ersten in die 2te Hälfte glänzend kolportiert.
"Ein Tag ohne Blut ist wie ein Tag ohne Sonnenschein."
Ich finde der geniale Soundtrack darf nicht unerwähnt bleiben: suuuuurfin bird. http://www.youtube.com/watch?v=uj0GtRI4Ulo
Good job, Private Hartigan. Great year to everybody, sirs.
einSchluss Sat, 05 Jan 2013 13:32:28 -0000
Antwort löschenErsteres war gerichtet @Schlopsi
Schlopsi Sat, 05 Jan 2013 18:07:46 -0000
Antwort löschenKann gut sein einSchluss, aber mir hat es einfach nichts gegeben. Die Szene mit der Scharfschützin zeigt zwar (wieder) schön die gräßliche Banalität des Krieges, aber mich ließ es vollkommen kalt. Und das Zitatfeuerwerk ist bei mir ab der 2. Hälfte einfach verpufft. Waren zwar wirklich gute Sprüche dabei, aber wenn diese den Film dominieren, dann brauch ich es nicht. Insgesamt erschien mir alles zu simpel. Da hatte ich wohl einfach mehr Erwartungen dran.
Vllt. gebe ich dem Film nochmal 'ne Chance. Hatte ihn damals im Zuge einer Präsentation neben anderen Vietnamkriegsfilmen gesehen.
Wie gut das Filme immer subjektiv aufgenommen werden ;)
Hartigan85 Sun, 06 Jan 2013 14:14:03 -0000
Antwort löschen@Jason: "Du bist ziemlich witzig für einen, der gleich eine Kugel verpasst kriegt." - "Nach deiner Alten brauch ich sicher zwei!"
Hehe, auch einer deiner Lieblingsfilme ;)
@einSchluss: Merci! Stimmt, der Soundtrack ist auch Bombe, hätte ich auch erwähnen müssen :)
@Schlopsi: Gib ihm noch ne Chance, haben dir die anderen Vietnamkriegsfilme besser gefallen und welche waren es?
Schlopsi Sun, 06 Jan 2013 16:56:43 -0000
Antwort löschen@Hartigan: Wenn er mir mal wieder unter die Finger kommt, dann schaue ich ihn mir nochmal an, versprochen!
Ich hatte die üblichen Verdächtigen: FMJ, Apocalypse Now Redux, Wir waren Helden, Platoon, Geboren am 4. Juli, Die grünen Teufel. Und vom Gesamtbild her hatte mir Platoon am meisten zugesagt.
Hartigan85 Sun, 06 Jan 2013 17:24:50 -0000
Antwort löschenOk mach das. "Die grünen Teufel" kenne ich nicht, "Apocalypse Now" und "Platoon" sind auch Lieblingsfilme.
Schlopsi Sun, 06 Jan 2013 17:54:01 -0000
Antwort löschen"Die grünen Teufel" mit John Wayne ist so dermaßen mit US-Propaganda vollgestopft, das es einem glatt überkommt. Man muss nur mal auf das Produktionsjahr (1968) schauen. Wenn man das jedoch akzeptiert, ist der Film im Grunde recht spannend.
Hartigan85 Sun, 06 Jan 2013 20:00:17 -0000
Antwort löschenFalls der mir mal über den Weg läuft, werd ich nen Blick riskieren ;)
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Jason Born Mon, 07 Jan 2013 11:07:58 -0000
Antwort löschenOh je Harti, mit LBS Zitaten fange ich besser nicht an. Das sprengt hier den Rahmen:)
Die grünen Teufel ist ziemliche Propaganda. Und das sag ich als Fan vom Duke. Ist aber nicht ganz so schlimm wie die roten Teufel, huhuhahahaha
Hartigan85 Mon, 07 Jan 2013 21:51:39 -0000
Antwort löschenHast recht, LBS würde den Rahmen sprengen :D Hätte jetzt glatt Lust, den wieder zu gucken...War ja klar, dass du dir die Spitze nicht verkneifen konntest. Deine Bayern werden auch noch ruhiger, in der Champions League reißen die sowieso nix. Bleiben wir besser beim Thema Film^^
Deathpool Thu, 27 Dec 2012 23:46:07 -0000
Kommentar löschenWir wollen nur Frieden und deshalb müssen wir töten.
Kurz bevor ich den Abzug durchdrücke da sehe ich ein schwaches Blitzen, es ist die Angst im Auge meines Feindes.
Sein Kopf spritzt das Leben hinaus,seine Glieder verkrampfen im Todeskampf.
Panzer donnern an mir vorbei, sie zerdrücken das schwache Glied.
Meine Kameraden winden sich im Graben, ihre Innereien drücken nach draußen.
Lass die Farben sprießen,lass die Sonne untergehen, lass mich von hier fortgehen.
Bin doch nur ein Ziel im Fadenkreuz, bin der wandelnde Tod.
Bin die Bitterkeit,die Bombe, das verbrannte Fleisch.
Stolz,Ehre und Gehorsamkeit alles was man mir beigebracht.
Gottes Liebe in mein Herz geschlagen,die Waffe mein einzig Weib.
Werde sie spüren,werde sie hassen, werde sie morden und dann tief im Bewusstsein vergraben.
Befehle bestimmen mein sein, Fäden straffen meinen Leib.
Laufe in endlose Qualen,eure Gesichter in meinen Träumen.
Full Metal Jacket ein bissig böser Film, er zeigt den Krieg unbarmherzig.
Verschluckt sich am bitteren Humor und kotzt die grausame Gewalt wieder aus.
Kein Beschönigen,kein Mitleid, nur das kalte Sterben im Feindesland.
Ja Krieg ist nicht schön das wissen wir alle, aber Full Metal Jacket zeigt das wir niemals aufhören werden.
Zu blind unser Hass zu Gleichförmig schreiten wir voran.
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resistant.reb Sat, 22 Dec 2012 21:39:15 -0000
Kommentar löschenSehr spannender Film, in dem keine muskelbepackten Helden Leute abknallen, sondern der zum Nachdenken anregt. Ausbildung war sehr spannend, allerdings fand ich persönlich die 2. Hälfte besser. Dort war mehr Wow-Stimmung für mich dabei.
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alex023 Thu, 20 Dec 2012 18:39:05 -0000
Kommentar löschen[Eine Reise durch Stanley Kubricks Filmographie 1/9]
„The dead know only one thing: it is better to be alive.“
Mein richtiger Start in Kubricks Filmographie war eigentlich „2001“, aber wollen wir mal mit seinem eher leichtesten Werk anfangen. FULL METAL JACKET repräsentiert in einer Reihe mit Filmen wie „Apocalypse Now“ die ganze Palette der (guten) Anti-Kriegsfilme. Man kann hier das Werk in zwei einzelne Parts unterteilen: der erste Part handelt von der Ausbildung der Vietnam-Soldaten auf Parris Island, in der sie vom dauerhaft in Vulgärsprache sprechenden Gunnery Sergeant Hartman tyrannisiert werden. Der zweite Part spielt dann letztlich in Vietnam und zeigt die nun ausgebildeten Soldaten nur noch als reine Kampfmaschinen, die den Ernst der Lage völlig verinnerlicht haben, nachdem sie zuvor in der Ausbildung noch teilweise scherzhaft dabei gewesen waren.
Die Umsetzung Kubricks ist wie fast immer durch die Kamera und sein Spielen mit der musikalischen Untermalung geprägt. Propagandistisch zeigt der Film zu Beginn die zunächst harmlosen Vorbereitungen auf den brutalen Kampfeinsatz im harten Vietnam-Krieg, wenn während des Trainings etliche Parolen in Einstimmigkeit geträllert werden. Die Darstellung des Gunnery Sgt. Hartman ist kompromisslos und hart, dennoch amüsiert es den Zuschauer zunächst. Doch wird mit weiterem Verlauf deutlich, wie grausam die gesamte Veranstaltung anmutet, besonders für den von ihm ständig schikanierten Private Paula (eigentlich Leonard Lawrence). Dass der Part der Ausbildung dann so enden muss, war folgerichtig und logisch, aber diese kleine 'Vorhersehbarkeit' trübt hier gar nichts. Selbstverständlich ist der erste Part hundert Mal besser als der zweite und könnte als eigener Film für sich auch stehen, dennoch ergänzt der zweite Part das Gesamtgefüge ordentlich und differenziert das Werk von anderen Filmen, da hier sowohl Ausbildung als auch Kriegsgeschehen gezeigt werden und es sich nicht nur auf den einen Aspekt der teilweise grausamen Geschichte konzentriert. Es fühlt sich auch an wie zwei unterschiedliche Filme, aber gerade das zeichnet hier wieder „Full Metal Jacket“ aus: kompromisslos, hart, amüsant, grausam, gewalttätig, thrilling, kritisch und metaphorisch. Denn das alles macht den Charakter von Kubricks Werk aus.
Somit ist es ein wahrlich sehr guter Vertreter des „Anti-Kriegsfilm“-Genres, weil ständig die Waage zwischen amüsanter Stimmung und düsterer, grausamer Grundatmosphäre gehalten wird. Außerdem überzeugt der gesamte Cast, besonders heraussticht hier R. Lee Ermey als Sgt. Hartman, wobei man durchaus Vincent D’Onofrio und Matthew Modine nicht unerwähnt lassen darf.
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Silas2612 Mon, 17 Dec 2012 17:11:46 -0000
Kommentar löschenIch habe diesen Film erst neulich zum ersten Mal gesehen. Zuvor habe ich mich schon nach guten Vietnamkrieg-Filmen ungehört und immer tauchte dieser Film auf.
Natürlich hatte ich deswegen relativ hohe Erwartungen, aber leider wurde ich enttäuscht. Ich finde die erste Hälfte des Filmes eigentlich relativ gut. In den meisten Kriegsfilmen ist der Soldat ja meistens von Anfang an mitten im Geschehen, daher fand ich den Teil mit der Ausbildung gut. Diesen Teil fand ich sehr gelungen. Aber dafür kommt der eigentliche Krieg zu kurz. Zunächst ein kleines Geballer auf einzelne Nord-Vietnamnesen, dann das Vorrücken zu einer Stadt in dem man eben ein paar Häuser zusammenschießt, in denen sich Feinde verstecken und schließlich ja das Scharmützel mir der Scharfschützin. Wahrscheinlich bewerten das viele anderst, aber meiner Meinung nach gerät der Teil in Vietnam viel zu kurz. Mir kommt es so vor, als wäre der Teil mit der Ausbildung die eigentlich Geschichte. Diesen Teil fand ich wirklich gut und habe gedacht der Film würde sich sogar noch mehr steigern, aber den Teil in Vietnam finde ich relativ langweilig. Also ich wüsste nicht, warum das so ein Meisterwerk sein sollte.
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TinaCocaine Wed, 12 Dec 2012 20:12:44 -0000
Kommentar löschenAm Anfang des Films dachte ich "Wow - endlich mal wieder ein grandioser Anti-Kriegsfilm", allerdings wurde ich dann mehr und mehr enttäuscht. Leider schwabbelt die Story gegen Ende immer mehr vor sich hin, auch wenn die schauspielerischen Leistungen ganz hervorragend sind. Besonders gefiel mir, dass mich die Kälte des Krieges wirklich ergriff, auch wenn alles etwas verstörend und bizarr wirkt. Für mich als "Kriegsfilm-Nichtmöger" ein echter Erfolg in diesem Genre!
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