Gattaca
Gattaca (1997), US Laufzeit 101 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Drama, Kinostart 09.07.1998
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59 Kommentare
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von Andrew Niccol, mit Ethan Hawke und Uma Thurman
In der Zukunft hängt die Rolle, die ein Mensch in seinem Leben spielt von seinen Genen ab. Schon bei der Geburt wird festgelegt, ob jemand Wissenschaftler oder Straßenkehrer wird. Ethan Hawk träumt in dieser Welt davon, zu den Sternen zu fliegen, aber er ist “genetisch nicht qualifiziert”.
Cast & Crew
-
Andrew Niccol
-
Ethan Hawke
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Vincent Freeman
-
Uma Thurman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Irene Cassini
-
Gore Vidal
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Direktor Josef
-
Xander Berkeley
-
Jayne Brook
-
Jude Law
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jerome Eugene Morrow
Regie
Schauspieler
-
Elias Koteas
-
William Lee Scott
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Young Anton Freeman
-
Blair Underwood
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Genetiker
-
Alan Arkin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Detective Hugo
-
Loren Dean
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Adult Anton Freeman
-
Ernest Borgnine
-
Tony Shalhoub
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-
Una Damon
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Oberschwester
-
Maya Rudolph
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-
Elizabeth Dennehy
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-
Ken Marino
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-
Andrew Niccol
- Genre
- Utopie & Dystopie, Schicksalsdrama, Psychodrama, Politdrama, Hard SF
- Zeit
- Zukunft
- Ort
- Erde, Planet, Universum, Virtuelle Realität
- Handlung
- Astronaut, Behinderung, Betrug, Biotechnologie, Blutprobe, Bruder-Bruder-Beziehung, DNA, Diskriminierung, Ermittlung, Falsche Identität, Feindschaft, Fortschritt, Freundschaft, Genetik, Genetischer Fingerabdruck, Genmanipulation, Geräte und Technik, Gruppe, Heimliche Liebe, Herzkrankheit, In-Vitro-Befruchtung, Klassengesellschaft, Konkurrenz, Krankheit, Kuss, Körperlich Behinderter, Liebe, Liebe gegen alle Widerstände, Liebeserklärung, Liebespaar, Mord, Neue Identität, Präimplantationsdiagnostik, Querschnittsgelähmter, Raumfahrer, Raumfahrt, Raumsonde, Rollstuhl, Romanze, Schicht, Schwimmen, Selbstmordversuch, Sex, Sicherheitskamera, Sportler, Unfall, Verbotene Liebe, Verlieben, Vollkommenheit, Weltraummission, Zuneigung, Zärtlichkeit, Überwachung
- Stimmung
- Aufregend, Berührend, Ernst, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Gattaca
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Trailer zum Film Gattaca
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Kritiken (5) — Film: Gattaca
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] „Gattaca“ ist sicherlich ein SF-Thriller, der sich vom üblichen Mischmasch deutlich abhebt. Vielleicht ist er sogar eine Parabel über die die zerstörende Gen-Manipulation. Leider hat Niccol es versäumt, stringent diesen Faden weiterzuspinnen. [...]
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenAndrew Niccol realisierte einen faszinierenden Film, der durch die kontroverse Thematik und die für einen Oscar nominierte visuelle Gestaltung besticht.
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neon
Kommentar löschenDiskriminierung ist zu einem automatischem Prozess verkommen.
Gattaca erzählt von einer Welt, in der der genetische Fingerabdruck mehr zählt, als der Mensch an sich selbst. Valid oder In-Valid. Diese beiden, kleine und unbedeutenen Worte bestimmen den Zustand einer Gesellschaft, einer Diktatur und diese Gesellschaft bestimmt, ob man für seine Träume bestimmt ist oder nicht. Valid sind Menschen, die schon vor der Geburt genetisch verändert sind. In-Valid heißt eigentlich "nur" Mensch sein. Doch dieser Unterschied ist so prägnant in einer so weit entfernten Zukunft wie in dieser von Gattaca. Gattaca betritt nicht die Wege eines postapocalyptischen Blade Runners und der Film hat auch nicht eine solch düstere Grundstimmung eines Brazil´s oder 1984. Gattaca ist viel mehr die perfekte Symbiose aus Bild und Ton. Dabei konzentriert sich der Film immer auf das wirklich wichtige und wesentliche, denn Charakteren und der starken Geschichte. Andrew Niccol erschafft eine…
Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
countcount 2011/08/28 23:12:29
Antwort löschenGuter Kommentar! 8-)
Mona Loéve 2011/09/02 15:45:08
Antwort löschenDer Film ist echt gut empfelenswert !! :)
Birgit Heidsiek: dpa Birgit Heidsiek: dpa
Kommentar löschenBei der Inszenierung von GATTACA hat Andrew Niccol auf knallige Spezialeffekte verzichtet. Stattdessen spielt er mit Metaphern und Symbolen, um den Horror des unmenschlichen Perfektionismus zu zeigen. Dabei wirft er zwar Fragen nach Moral und Ethik der Gentechnologie auf, verdammt aber nicht pauschal die Forschung.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenWird an keiner Stelle dem eigenen Anspruch gerecht und fällt letztlich dem narrativen Zwang zum Klishcee zum Opfer. Ärgerlich.
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Kommentare (54) — Film: Gattaca
Kommentar schreibenPunsha 2011/12/08 17:28:33
Kommentar löschenWohl jeder weiß, was mit der Gentechnik heutzutage alles möglich ist, und Andrew Niccol versuchte bereits vor 14 Jahren in seiner pessimistischen Zukunftsvision auf diese fortschrittliche und zugleich beunruhigende Entwicklung hinzuweisen. Der natürlich erzeugte, "normale" Mensch hat schon ausgedient, wenn die Ära des perfekten Menschen erst einmal anfängt. Von eigentlich nicht weiter erheblichen Unterschieden in der Familie weitet Niccol seine Utopie auf gesellschaftliche Differenzierungen aus, die bis zur Diskriminierung reichen. Während die einen nie eine Chance haben, ihr Können für mehr Sozialprestige und ein höheres Einkommen unter Beweis zu stellen, erhalten die genmanipulierten Menschen aufgrund besserer physischer und geistiger Voraussetzungen den Vorzug. Was die meisten hierbei jedoch vergessen, ist des Menschen Moral und Ehrgeiz.
Neben der sorgfältigen Zeichnung des Charakters der Hauptfigur, die über genau diese zwei eben genannten Eigenschaften verfügt, ist es auch Ethan Hawkes aufopferndes und unbehagliches Schauspiel, die GATTACA seine Spannung und Tiefe verleiht. Das Gleiche gilt übrigens ebenso für Jude Law, und auch Uma Thurman ist mit ihrer kühlen Aura in diesem Sci-Fi-Thriller genau richtig.
Vincent Freeman hat sich für seinen Traum eine neue Identität verschafft und fiebert mit völliger Selbstaufgabe dessen Erfüllung entgegen. Er ist der Parasit im System, den es auszulöschen gilt und ein Sieg des Parasiten würde die Niederlage des Systems und dessen ganzer Weltanschauung bedeuten. Ob dies gelingt, sei abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass GATTACA ein intelligenter und besonders wichtiger Film mit berauschender Atmosphäre ist, den es sich definitiv anzuschauen lohnt.
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swissroland 2011/12/05 22:20:22
Kommentar löschenDas die gentechnik zur schaffung von biologisch überlegenen menschlichen unsere zukunft sein wird, kann wohl keiner mehr bestreiten.
Wie das sein könnte zeigt einer der intelligentesten sci-fi filme ever. Juhu juhu.
Was früher der neger war, wird in zukunft....
Eigentlich würde der film 8 pkt verdienen, aber ich kann diesen hawke ned ab!
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La Bardot 2011/07/28 22:04:03
Kommentar löschenMit diesem Film beglückte mich meine Biologielehrerin. Sie hielt ihn für biologisch "sehr interessant und wertvoll" und tatsächlich ist "Gattaca" ein sehr sehenswertes Sci-Fi-Drama. Für alle, die Nutzloses Wissen lieben: der Name des Filmes setzt sich aus den vier komplementären Basen zusammen. Guanin, Cytosin, Thymin und Adenin.
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MikeC. 2011/05/15 18:28:21
Kommentar löschenGewiss, die Handlung von Gattaca ist orginell und ansprechend.
Was ihm jedoch fehlt ist eine gewisse Kontinuität.
Am Anfang des Film steht:
In einer nicht weit entfernten Zukunft. Trotzdem werden Autos aus 1970ern (Buick Riviera) und den 1999ern (Chrysler LeBaron) erwähnt. Trotzdem soll es auch damals schon möglich gewesen sein, Kinder genetisch zu perfektionieren.
Trotz dieser Perfektionierung scheint jedoch irgendwie jeder seine Fehler zu haben. Am Beispiel des "echten" Jerome wird dies sehr deutlich. Körperlich wohl ein halber Gott, ist er doch Alkoholiker und manisch Depressiv veranlagt. Veranlagungen, die, wie im Film erwähnt wird, bei einer künstlichen Geburt (die wohl die Regel darstellt) quasi "by default" entfernt werden.
Und warum man bei einer so hoch entwickelten Technologie, wo man über Bluttest wirklich ALLES über einen Menschen erfahren kann und wo es möglich ist, im Anzug und Krawatte auf einen sehr weit entfernten, unwirtlichen Planeten zu reisen, die Sicherheitssysteme auf Bluttests basieren (würde ein Fingerabdruck oder ein Retinascan nicht genügen?), ist mir auch ein Rätsel.
Offensichtlich wurden die Umstände so konzipiert, um es dem Protagonisten unnötig schwer zu machen.
Nun denn, trotz dieser Macken, die man je nach Gusto ernstnehmen oder vernachlässigen kann, ist Gattaca bis zum Schluss unterhaltsam. Das Ende weckt zudem eine gewisse Emotionailität.
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Filmfano 2011/05/03 15:49:37
Kommentar löschenEin imponierendes Filmwerk, dass ich erst letztens mal entdeckt habe! Sollte sich jede/r einmal zu Gemüte führen!
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Ini Hein 2011/05/03 15:09:22
Kommentar löschenWow! Kluger Sci-Fi Film! Den lohnt es sich sogar zweimal anzusehen!
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Danyrail 2011/03/25 14:01:59
Kommentar löschenSorry, aber ich kann Uma Thurman nicht ausstehen! Der Film ist großartig, aber ich mag sie einfach nicht, hätte man da nicht jemand anders nehmen können?
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sweetForgiveness 2011/03/25 22:04:43
Antwort löschenGanz deiner Meinung! :)
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5th Lion 2011/03/31 14:16:35
Antwort löschenAuch ganz deiner Meinung. Nichts gegen sie direkt, aber als Actor nervt sie irgendwie nur.
Ini Hein 2011/05/03 15:11:25
Antwort löschenSie sieht iwie Sci-Fi mäßig aus find ich, vielleicht deswegen :o) Aber ich hätte mir statt uhr auch eine andere Besetzung gewünscht!
Elman Smithee 2011/03/21 07:50:13
Kommentar löschenEine spektakuläre Zukunftsvision, die ziemlich unspektakulär daherkommt. Trotz der eindeutigen Hinweise im Vorspann hat es mich einige Momente (wenn nicht gar Tage) gekostet, bevor ich um den Sinn des Titels Gattaca wusste (dass ich Biologie studiert habe, lasse ich besser in Klammern stehen). Der Film ist nicht nur eine erstklassige Dystopie, sondern auch ein berührenes Drama um die Kraft des Willens und Wünschens. Es gibt immer Hoffnung für die In-Validen. Die Schluss-Parallelmontage treibt mir immer wieder die Tränen in die Augen...
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kinogaengerin 2011/03/01 10:40:48
Kommentar löschen'Gattaca' ist ein widererwartend recht realistisches Sci-Fi-Filmchen, welches schnell zur Wirklichkeit werden könnte: "Es interessiert die nicht, wo man geboren wurde, sondern nur wie. Blut hat keine Nationalität." Die düstere Stimmung und die dadurch erzeugte Atmosphäre machen den Streifen tatsächlich zu einem Erlebnis, in dem alles durchaus schlüssig daherkommt. Und obwohl ich Jude Law eher weniger mag, finde ich ihn hier großartig, sogar noch besser als Ethan Hawke, der den eigentlichen Hauptpart trägt. Uma Thurman verkommt neben diesen Beiden nur noch zur Randfigur, was nicht das Schlechteste ist. Die Botschaft am Schluss ist sehr gut gelungen und rundet den Film beinahe perfekt ab: "Du willst wissen, wie ich es geschafft habe, Anton? Ich habe nie etwas für den Rückweg aufgespart!"
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J!GS4W 2011/02/14 21:45:24
Kommentar löschenBrillianter Science Fiction "Was wäre wenn"-Movie, der nie zu weit auf der Schiene des Abgedrehten wandelt. Ethan Hawke, Jude Law und Uma Thurman in Glanzform, die dank des herausragenden Drehbuchs wirklich authentisches Schauspiel darlegen können. Alles ist nachvollziehbar und wunderbar durchdacht, wobei die Spannung nie abflaut oder das Interesse verloren geht. Tolles Kino mit dem für Science Fiction ungewöhnlichem Appell an die Gesellschaft sich mehr auf das Natürliche zu besinnen, was sehr ausdrucksstark durch eine wahnsinns Metaphorik geschieht.
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piffiypuff 2011/01/08 18:50:52
Kommentar löschenDer hintergrund mit dem designen von menschen ist sehr intressant. der geschichte ist aber unglaubwürdig bis grotesk.
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KiLLLLLLLi 2010/12/16 20:03:22
Kommentar löschenpädagogisch wertvoll !
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MoviaFan 2010/12/09 18:56:49
Kommentar löschenIch finde ihn echt gelungen, weil auch eine anspielung darauf ist, dass man heute auch schon, bloß weil man z. B. anders ausschaut, diskriminiert wird. Und auch Vorurteile gegen jemanden hat, so wie hier bei dem Blutbild ein Herzfehler angezeigt wird, der aber in wirklichkeit gar nicht so ist/ so etwas gar nicht erkenntlich hat So gefällt er mir der Ausarbeitung wegen, auch mit den romantischen Szenen wegen.
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Kaiser1337 2010/10/16 02:02:03
Kommentar löschenSehr inspirierender Film. Der sich mal körperlich oder geistig unterlegen fühlt, dem mag dieser Film Inspiration geben.
Der Film wirft jedoch die Frage auf, ob, wenn es mal möglich sein sollte, wir Wunsch-Embryonen haben wollen. Um Erbkrankheiten und andere Krankheiten auszuschließen ja, um Intelligenz zu steigern... Ich würde es jedem Menschen wünschen hochintelligent zu sein, da dies aber niemals alle gleichzeitig sein können und Gen-Diskriminierung Alltag sein würde, sind Intelligenz-Manipulationen eher nicht die Lösung.
Und vielleicht noch etwas, was mich die ganze Zeit irritierte: Ethan Hawke hat fast 1:1 das selbe Gesicht wie Podolski^^
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Bonsta 2010/11/12 04:04:24
Antwort löschenDie Frage die sich hier anschließt ist "Die Lösung wofür?".
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Kaiser1337 2010/11/13 03:57:22
Antwort löschenDeine Frage hat mich jetzt eine Stunde beschäftigt und über eigenes Versagen reflektieren lassen^^
Eines kann auf jeden Fall festgestellt werden, Intelligenz ist keine Garantie zum glücklich sein. Glücklich sein ist ja das Ziel, nehme ich an. Der Zugang zur Bildung und motivierende Wegbegleiter sind nicht weniger entscheidend als Intelligenz, aber angenommen diese Voraussetzung wäre da. Nehme man mal an, es würde Intelligenzsteigerung durch Genmanipulation geben. Ich glaube, man kann sich viele Szenarien denken. Was wäre das Ziel einer Intelligenzsteigerung? Wenn viele Menschen z.B. aus der Unterschicht infolge der Intelligenzsteigerung studieren gehen könnten, oder eine gewünschte Ausbildung kriegen, wäre das nicht ein Gewinn? Würde soziale Ausgrenzung größer oder kleiner werden als sie jetzt ist, wenn die Unterschicht selbst intelligenter wird? Nein. Was ist mit den Gefahren der Gleichschaltung? Ich glaube, individuell genug bleibt der Mensch immer. Es wird nicht zur Gleichschaltung der Menschen kommen, eher wird die soziale Gleichbehandlung der aus unterschiedlichen Schichten stammenden Menschen noch näher Rücken.
Was wäre, wenn nur wenige Menschen diese Chancen dann kriegen oder gar nur die, die es am wenigsten brauchen, kriegen? Was würde aus der Unterschicht werden? Tiefer als Unterschicht kann die Unterschicht nicht sinken, nur breiter werden kann sie. Das kann viele Ursachen haben z.B. allgemeiner Fortschritt der Automatisierung/Bürokratie, würde also unabhängig von einer noch intelligenter werdenden Elite geschehen. Daher spielt es auch keine Rolle, wie weit die Schere zwischen Arm und Reich/Bildung ist, denn die Schere fährt nur nach obenhin weiter auseinander - dank der Eliten. Das ist keine Schuldzuweisung, denn sie tun das durch ihre bloße Existenz und ohne Absicht. Wenn dies also im nicht idealen Fall der Intelligenzsteigerung geschehen würde, könnte es so genommen der Unterschicht egal sein. An ihrem Schicksal würde es eh nichts ändern.
Im idealen Fall aber, würde es allgemeine, wirkliche soziale Aufstiegschancen geben. So dass es ein Mensch schulisch auf eine Ebene schafft, auf der sich alle Türen öffnen - der Mensch das tun kann, was er sich wünscht und wofür er sich interessiert.
Das schlimmste im Leben ist, wenn einem die eigene Intelligenz abstraft, man an die Grenzen gegangen ist und das eigene Versagen feststellen muss, wenn keiner Schuld am eigenen Versagen, am Scherbenhaufen hat, weder das System, ein anderer, noch man selbst, weil man alles getan hat. Es ist dann unendlich schwer wieder Kraft zu schöpfen. Der beste Spruch ist dann "hättest du mal mehr gelernt", ein weiterer Tritt gegen das Gesicht in den Scherbenhaufen, und natürlich wenn noch ein Sarrazin, der kalt über einem steht, sagt: >Ich habs ja immer gesagt. Intelligenz ist angeboren<. Intelligenz ist unendlich komplex, da kann der eine ein hochdotierter, aber zum sozialen Austausch unfähiger Theoretiker des XY-Fachs sein und in seinem Leben keinen Schlips binden, während der Türsteher ohne Schulabschluss mehrere Schlips-Varianten kennt und spannende Lebensweisheiten und Geschichten erzählen kann. Das sollte man sich immer vor Augen halten. Dennoch - ich weiß nicht, wofür ich votieren würde.
Bonsta 2010/11/14 03:00:41
Antwort löschen"Deine Frage hat mich jetzt eine Stunde beschäftigt und über eigenes Versagen reflektieren lassen^^"
Da fällt mir etwas ein dazu: Gendoping wird im modernen Sport ja immer interessanter und sicher kann man nicht mehr sein, ob es schon stattfindet. Deshalb komme ich auch auf dieses Beispiel, da Manipulationen an der Leistungsfähigkeit in diesem Bereich ja schon seit jeher Alltag ist. Zuvor ein Zitat eines ehemaligen IOC-Midgliedes: "Hochleistungssport hat mit dem Kulturgut Sport nicht im Geringsten etwas gemein."
Und nun zu meinem Beispiel über's Versagen: Eric Zabel, der 6-fache Gewinner des grünen Trikots bei der "Tour de France" hat sich sehr gerne auf dem Siegerpodest mit seinem kleinen Sohn im Arm gezeigt. Dem Sohn der später arglos dem Beispiel seines Vaters folgte. Eine menschliche Tragödie spielte sich später auf einer Pressekonferenz ab, als Zabel unter Tränen der Welt gestehen musste, gedopt und betrogen zu haben. Tja, was ist Versagen und was ist Erfolg? Seinem Sohn gegenüber hat er in jeder nur denkbaren Hinsicht als Vorbild versagt, und deshalb brach er in Weinkrämpfe aus. So kann man Erfolg haben und trotzdem Versagen, es kommt eben nur darauf an, wie man es definiert...
Bonsta 2010/10/10 13:36:42
Kommentar löschenGattaca ist ein Si-Fi-Film in dem Raumschiffe höchstens als Silberstreif am Horizont zu sehen sind, Mars und Jupiter sind für den Helden der Geschichte mindestens genauso weit entfernt, wie für uns, eingentlich noch viel weiter... Hier gibt es keine Laserkanonen, Aliens oder Prototypen irgendwelcher Autohersteller. Die typischen Si-Fi- Geräusche hört man dennoch, wenn ein PKW vorgefahren kommt, die Autos aber sind waschechte Oldtimer. Das hat etwas surreales, wie die ganze Welt in Gattaca eigentlich sehr surreal scheint und doch nicht ist. Was macht das Leben aus? Perfektion steht in dieser Welt ganz oben auf der Liste und man kann sie sogar bekommen und doch ist sie nur Bürde. Es kommt nicht darauf an, was man alles könnte, sondern was man will. Bei Gattaca kann man wollen was man will, das spielt in dieser Welt keine Rolle mehr, wer nicht perfekt ist, dem wird Ausbildung und Anerkennung von vorneherein verweigert. Dabei ist Diskriminierung genauso verboten wie heute, und dennoch findet sie überall statt. Nicht etwa weil das geächtete Wesen wären, nein gar nicht, es lohnt sich nur keine Investition in solch einen Menschen. Wozu sollte ein Unternehmen viel Kapital in Ausbildung vergeuden, wenn die Person doch nur ein genetisches Krüppel ist. Eine ganz einfache Rechnung und doch ist sie so pervers und entmenschlicht, wie man sich kaum vorstellen möchte. Tja, und dann blickt man auf unsere Zeit und muss mit Schrecken feststellen, dass das was Gattaca beschreibt nur allzu gegenwärtig ist. Dieser Film ist ein Rundumschlag und ein unerhört starker Ruf zur Besinnung, zu dem was uns erst dazu macht, was man Menschen nennt. Dass er seinen Traum dann doch erfüllen kann, schafft er nur weil er überall die Hilfe von jenen Menschen bekommt, die zwar alles haben und dennoch nichts. Die Perversion liegt im System.
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Filmkenner77 2010/09/27 16:43:32
Kommentar löschenOptisch sehr ansprechende Dystopie, die inhaltlich aber ein wenig hinter den Erwartungen zurückbleibt und nicht sonderlich spannend geraten ist.
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maslobojew 2010/08/16 02:00:31
Kommentar löschenSehr interessanter Film, spannend gemacht und mit einem begründeten Bezug zu unserer Gegenwart. So eine überhöhte, kühle Atmosphäre sehe ich recht gerne, obwohl ich auch finde, dass dadurch dem Film ein wenig von seinem, ich will mal sagen emotionalen Potenzial genommen wird.
Im Vergleich zu vielen anderen Utopien, ist Gattaca ein bemerkenswerter Beitrag, der meinem Eindruck nach bisher nicht die Wertschätzung erfahren hat, die ihm zusteht.
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RaZer 2010/07/04 19:34:16
Kommentar löschenEine vielleicht gar nichtmal so abwegige Zukunftsvision, die neben guter Story auch überzeugende Charaktere an den Tag legen kann. Ich bin nun wirklich kein großer Jud Law Fan, aber er kann neben Hawke und Thurman gut bestehen ohne den widerlichen Schönling raushängen zu lassen. Action kann der Film nicht bieten, dafür überzeugt er mit trickreichen Storyelementen, Gesellschaftskritik und ordentlicher Atmosphäre.
Science-Fiction ohne übermäßige Übertreibungen. Sieht man sonst eher selten. Schade eigentlich.
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huehnerhabicht 2010/06/17 11:15:01
Kommentar löschenIch will mich dieses Mal mit meiner Kritik kurz fassen, da eigentlich schon alles gesagt wurde. "Gattaca" ist ein wahrer Rohdiamant des (erweiterten) Sci-Fi Genres. Rohdiamant, weil er verhältnismäßig unbekannt und eher weniger populär ist. Dabei hätte der Film die volle Aufmerksamkeit verdient.
Die Schauspieler (Hawke, Thurman und Law) spielen ihre Rolle perfekt. Man fühlt mit den einzelnen Schicksalen und Persönlickeiten mit (z.B. bei Hawke, seinen Wunsch, andere Planeten anzufliegen, trotz seiner mangelnden Fähigkeiten zu realisieren) und entwickelt einen überaus starken Bezug zu den Charakteren (so auch bei Law, der eigentlich nur den ehemaligen reichen "Super"-Menschen spielt, der den irdischen Lastern vollkommen verfallen ist, seitdem er im Rollstuhl sitzt und diesen "high value" Lebensstandard auch weiterhin fröhnen will). Eine solch starke Bindung zwischen Zuschauer und Leinwandcharakteren ist essentiell wichtig für einen richtig guten Film.
Die Geschichte, die erzählt wird, ist voller Kritik an der Gesellschaft (z.B. der Eingriff des Menschen in die natürliche, unbeeinflussbare Geburt oder die Einstellungskriterien über den genetischen Fingerabdruck) und lässt den Zuschauer mit dem Protagonisten richtig mitfiebern, indem es durch die Kenntnis des Kinobesuchers über die Umstände (dass Hawke nicht der ist, für den er sich ausgibt und seine ganze Existenz bei Gattaca nur am seidenen Faden und der perfekten Planung (ab)hängt dermaßen viel "suspense" erzeugt, dass einem schon fast schlecht werden könnte. Im positiven Sinne natürlich.
Guckt man Gattaca das erste Mal an, weiss man kein bisschen, ob der Film noch ein positives oder ein durchweg negatives Ende nimmt, da immer wieder spannende Momente eingebaut sind, die alles umwerfen könnten (z.B. der Wimpernfund oder die Blutabnahme). Und das ist einfach nur gut. Ein Film, der ohne jegliche Action im Sinne von Schiessereien, Prügeleien etc. auskommt und dennoch so durchweg spannend ist, kann einfach nur eine 9.0 verdienen.
Lediglich der Soundtrack ging bei mir nicht ins Ohr. Ich könnte kurz im Nachhinein nicht sagen, welche Stücke gespielt wurden und ob diese gut zur Untermalung der jeweiligen Szenen gepasst haben. Das ist schade, mindert den Filmgenuss aber keineswegs. "Gattaca" lebt eben von der immensen Spannung und von seinem einzigartigen Plot. Würde eine 9.5 oder 10.0 bei moviepilot.de nicht als "Lieblingsfilm" gelten, hätte er durchaus mehr Punkte von mir gekriegt. Aber im Verhältnis zu meinen Top 5 aller Zeiten fällt er ein klein wenig ab.
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Jizzel 2010/05/10 09:56:38
Kommentar löschenEine schaurige Welt zeigt uns Gattaca. Die Gesellschaft unterteilt Menschen in DNA-Güteklassen, fast so als wären sie wären sie Fleischsorten - es gibt Gourmetfleisch, aber auch Gammelfleisch.
Entsetzlich, traurig und düster ist Gattaca. Die Story ist mit tollen Ideen gespickt und die Umsetzung nur unwesentlich schlechter. Einige Logiklöcher und das aufkeimende Gefühl, dass die Verantwortlichen etwas zu viel weggeschnitten haben, machen den Film trotzdem zu einem Erlebnis. Tolles Spiel mit einer grandiosen Botschaft: Du kannst alles erreichen, wenn du auch alles gibst. Bewegende Utopie, die hoffentlich niemals wahr wird.
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