Glory

US 1989

Community:

6.2

Ganz gut

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Kritiker: 5.8

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Genre
Kriegsfilm, Actionfilm
Inhalt

Amerika, zur Zeit des Bürgerkriegs. Robert G. Shaw, ein junger und unerfahrener Harvard-Absolvent, tritt in die Armee ein. Doch die Order läßt Shaw erstarren: Er soll eine Truppe ganz besonderer Art befehligen - ein Regiment, das nur aus Farbigen… Mehr

Cast
Matthew Broderick, Denzel Washington, Cary Elwes, Jihmi Kennedy, Andre Braugher, John Finn, Donovan Leitch Mehr
Regisseure
Edward Zwick
Autor
Kevin Jarre
Laufzeit
122 Minuten

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Kommentare — Ganz gut 6.2

Der Film Glory wurde von 231 Mitgliedern bewertet.

Bandrix

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Edward Zwick ist für mich ein kleines Phänomen.
In fast allen seiner Filme gibt es eine Menge Kitsch und Pathos, so auch hier in „Glory“.
Was mich aber eigentlich sonst schnell nervt, reißt mich bei ihm immer mit.
Der Streifen legt fürs Erste ein eher gemächliches Tempo vor und stellt seine Charaktere ausreichend vor.
So baut man schnell eine emotionale Bindung mit den afroamerikanischen Soldaten auf, was ja auch beabsichtigt war. Zudem besitzen die meisten auch viel Tiefgang und sind keine Lückenfüller. Vor allem Morgan Freeman und Denzel Washington bekommen besonders viel Raum und nutzen diesen auch erwartungsgemäß gut.
Die Story ist auch interessant, nur sollte man Grundkenntnisse in amerikanischer Geschichte besitzen, was ich leider nicht habe. So war es ab und zu schwer herauszufinden, warum das auf diese und das auf die andere Art erledigt wurde. Was dann auch noch erschwerend hinzukommt ist, dass die feindlichen Soldaten immer nur schemenhafte, herumrennende und ärmlich aussehende Schatten sind. So kann man sich nur ein stark einseitiges Bild machen, Schwarz- Weiß- Denken ist angesagt.
Doch diesen Makel reißen die Schauspieler wieder heraus. Matthew Broderick überzeugt als ambitionierter Anführer seiner Truppen(und nicht menschenverachtend wie der User etwas weiter unter mir behauptet), der manchmal auch zu drastischeren Mitteln greift. Denzel Washington gibt den zwar dickköpfigen, aber trotzdem sympathischen Soldaten und Freeman fungiert als Verbindungsmann zwischen Schwarz und Weiß.
Ab der zweiten Hälfte nimmt der Film gehörig an Fahrt auf, es gibt richtige Kämpfe zu sehen und das auch noch ordentlich inszeniert.
Wenn Broderick mit seinen Mannen in die finale Schlacht rennt, ist man vollkommen gepackt und der Score treibt die Spannung noch mal ein Stück voran.
Fazit: Schon in seinem zweiten Werk beweist Zwick sein Können, Action mit Tiefgang und einer Prise Pathos gekonnt zu inszenieren!

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DerFilmeKenner

Bewertung7.5Sehenswert

Der Film hat ein großes Problem: Er soll zwar darstellen, wie ein großer Schritt in der Geschichte der amerikanischen Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen gemacht wurde und die Schwarzen ein Stück näher zur Gleichberechtigung gekommen sind. Das geht aber nach hinten los, da hier der Krieg verwendet wird. Man bekommt den Eindruck, dass die Weißen keine Lust mehr haben, sich selbst umbringen zu lassen und deswegen jetzt die Schwarzen an der Front wegsterben lassen. Unter diesen Umständen wäre dieser Film inhaltlich ein sehr schlechter Film, aber man kann das Problem auch umgehen, indem man das Ereignis (in diesem Fall der Krieg) nur als Modell ansieht, eine Art Symbolik Man muss die Ehre, überhaupt ein Soldat zu werden und auch zu so einem ausgebildet zu werden (was bis zu dem Zeitpunkt nur Schwarzen vorbehalten war), Seite an Seite mit Weißen zu kämpfen usw. in den Vordergrund stellt. Auf diese Weise kann man den Film auch inhaltlich als gut bezeichnen.

Abgesehen davon glänzt Glory mit brilliantem Schauspiel und einer optisch ansehlichen Schlachtszene.

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8martin

Bewertung6.5Ganz gut

Es kommt meistens nicht so gut an, wenn die sympathische, zentrale Figur das Ende des Films nicht erlebt. Hier ist es aber bewusst so gemacht, weil es in diesem Anti-Kriegsfilm keine Sieger oder Besiegte geben soll. Der eigentliche Gewinner ist die Sache, um die es geht: Befreiung und Gleichberechtigung der Sklaven im amerikanischen Bürgerkrieg. Es dauert anfangs ziemlich lange, bis dieser reine Männerfilm in die Gänge kommt, aber das furiose Schlachtengetümmel am Ende überzeugt optisch durchaus. Ebenso wie die beiden großartigen Darsteller Denzel Washington und Morgan Freeman, die für den nachdenklichen Teil verantwortlich sind. Der Titel könnte ironisch gemeint sein, wenn man an die Zeile denkt „Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben.“ Und noch ehren voller ist es wohl wenn man ein Farbiger ist.

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