Gone, Baby, Gone - Kein Kinderspiel

Gone, Baby, Gone (2007), US
Laufzeit 114 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 29.11.2007

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7.7 Kritiker
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von Ben Affleck, mit Casey Affleck und Michelle Monaghan

Boston, die Stadt der US-Pilgerväter und der Kennedys, tougher Cops und knallharter Gangster. Patrick Kenzie (Casey Affleck) und Angela Gennaro (Michelle Monaghan), privat wie beruflich ein Paar, verdienen ihren Lebensunterhalt als Privatdetektive. Da verschwindet die vierjährige Amanda aus ihrer Wohnung im Arbeiterviertel Dorchester. Spurlos und ohne Lösegeldforderung. Kenzie und Gennaro übernehmen auf Drängen von Amandas Tante Beatrice McCready (Amy Madigan) den Fall. Gemeinsam mit den Detectives Broussard (Ed Harris) und Poole (John Ashton) sucht das Duo nach dem Mädchen. Zum Ärger von Police Chief Jack Doyle (Morgan Freeman), der von Amateurermittlern nichts hlät. Doch er muss bald seine Meinung ändern, denn Kenzie kennt sich aus in Dorchesters Unterwelt, er weiß sich zu bewegen und besitzt beste Kontakte. Bald stößt er auf erste Spuren. Die führen zum lokalen Drogenbaron Cheese (Edi Gathegi), für den Amandas süchtige Mutter Helene (Amy Ryan) immer wieder als Kurier arbeitete und die viel mehr weiß als sie zugeben will. Doch dies ist erst der Anfang einer erschreckenden Wahrheit, die niemand erahnen konnte… Verfilmung des Buches “Kein Kinderspiel” von Dennis Lehane.

Handlung

Das Detektivpaar

Patrick Kenzie (Casey Affleck) und Angela Gennaro (Michelle Monaghan)
arbeiten als Privatdetektive an der Aufklärung von Fällen, bei denen es um Unterschlagung oder Diebstahl geht. Nicht nur beruflich sondern auch privat sind sie ein Paar und leben in einer kleinen Bostoner Wohnung.

Der Fall

Eines Tages wird die kleine Amanda aus der Wohnung ihrer Mutter im Arbeiterviertel der Stadt entführt. Die Polizei übernimmt die Ermittlungen, kann aufgrund der geringen Beweismittel das Mädchen aber nicht finden. Da nach drei Tagen noch keine Spur der Entführer oder Lösegeldforderungen eingegangen sind, bittet Amandas Tante Beatrice (Amy Madigan) das Detektivpaar um Unterstützung. Da diese mehr Zugang zu…


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Cast & Crew


Kritiken (10) — Film: Gone, Baby, Gone - Kein Kinderspiel

Corsovilla: SchönerDenken

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8.5Ausgezeichnet

Ich weiß nicht, welcher der beiden Affleck-Brüder mich mehr überrascht hat: Casey Affleck, dessen überzeugende Darstellung den Film dominiert oder sein älterer Bruder Ben Affleck, dessen Regiearbeit mehr als nur solide ist. Die hochkarätige Nebendarstellerriege (Morgan Freemann, mein Favorit Ed Harris, Amy Ryan und ganz wunderbar: John Ashton) werten den Film weiter auf. Der intelligente, ernste Thriller mit viel Lokalkolorit war es auf jeden Fall wert, so engagiert verfilmt zu werden. Tipp: Man muss nicht jeden Film im Original sehen, aber hier ist es zu empfehlen.

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tpeukert

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Die Afflecks sind Cousins, ansonsten passt alles


AmabaX

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Casey ist der jüngere Bruder


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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6.5Ganz gut

Drei Fragen über die Gerechtigkeit stellt der Film also in der zweiten Hälfte. Das Werk bewegt sich relativ behäbig auf Antworten zu. Stattdessen rückt Affleck die Entwicklung der Figuren ins Zentrum. Auch sonst stellt er als Regisseur durchaus Talent unter Beweis. Die zwischen Elend und Stolz vibrierende Stimmung aus dem Arbeiterviertel fängt er gekonnt ein, und die Schauspieler weiss er wirkungsvoll einzusetzen.

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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9.0Herausragend

Sowohl der Film "Gone Baby Gone" als auch die Blu-ray sind ein Muss für alle Filmfans. Der durchaus anspruchsvolle Film ist großartig erzählt und macht wirklich Spaß sich anzusehen. Ein gutes Drehbuch und gut gespielt ist der Film ein wahres Meisterwerk. Unbedingt ansehen!

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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8.5Ausgezeichnet

Bravo, Ben Affleck für diese kluge und eindrucksvolle Arbeit. Er hat seinen Hollywood-Status gewinnbringend in etwas Bedeutenderes angelegt, womit er Debakel wie Gigli hinter sich gelassen und daraus gelernt hat.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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8.0Ausgezeichnet

Der Trailer des Films hinterließ bei mir die Frage: „Warum haben die Amerikaner denn bitteschön die Maddie-Entführung verfilmt?“

Doch tatsächlich geht „Gone Baby Gone“ über die Dokumentation einer Kindesentführung weit hinaus. Das erste Drittel wird zwar tatsächlich von den Geschehnissen rund um die Entführung eines 4-jährigen blonden Mädchens dominiert, das – wie es der traurige Zufall so will – wirklich ein wenig an das vermisste Mädchen aus England denken lässt. Doch schon hier zeigen sich große Unterschiede zwischen Realität und Fiktion. Sind die Eltern der „echten“ Maddie ein seriöses Arzt-Ehepaar, so ist die Mutter der „Film-Maddie“ alleinerziehen, drogensüchtig und mächtig heruntergekommen. Schnell wird klar, dass der Film mit den tatsächlichen Ereignissen überhaupt nichts zu tun hat. Vielmehr wirkt „Goen Baby Gone“ anfangs wie eine Sozialstudie, die Einblicke in ein Leben unter der Armutsgrenze gewährt.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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9.0Herausragend

Die erste Regie von Schauspiel-Star Ben Affleck begeistert und beschäftigt nachhaltig mit geballtem emotionalem und moralischem Gehalt. Vom Drama eines verschwundenen Kindes, sehr ähnlich zum Boulevard-Thema "Madeleine", bis zum delikat nachgefühlten Dilemma des Finales eine in vieler Hinsicht gelungene Detektivgeschichte, nach der nun wirklich jeder Ben Affleck sehr ernst nehmen sollte!

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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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9.0Herausragend

"Gone Baby Gone" ist kein einfacher Film und sicherlich nichts, was sich mal eben zwischendurch konsumieren ließe. Dafür ist sein Sujet zu düster und seine Konklusion moralisch zu ambivalent. Da jedoch genau das die Essenz von Lehanes Roman beschreibt, scheint Affleck bei seinem Erstling so ziemlich alles richtig gemacht zu haben.

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Aennecken: MDR Sputnik, KREUZER Leipzig, Aennecken: MDR Sputnik, KREUZER Leipzig,

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7.5Sehenswert

Regiedebut von Ben Affleck, dass man so mit Sicherheit nicht erwartet hätte.
Sein Bruder Casey Affleck ist Privatdetektiv und muss das Verschwinden eines kleinen Mädchens aufklären.
Spannend inszeniert, jenseits der gängigen Klisches mit einem überraschenden Ende.
Durchaus spannend.

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Chuchaqui: Critic.de

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7.0Sehenswert

Ein Film, dem man den Ursprung in einem Roman des Mystic-River-Autors anmerkt und das ist durchaus positiv gemeint. Afflecks Arbeit hinter der Kamera ist ausgezeichnet und verdient schon fast eine Oscar-Nominierung, auch wenn die bei einem Debut eher unwahrscheinlich ist. Dazu gesellen sich hervorragende Darstellerleistungen, v.a. von Casey Affleck und Amy Ryan. Ein Film, der einen erschlägt und zum Nachdenken anregt. Vielleicht ist sein einziges Manko, dass diese Intention, die Moral des Zuschauers zu hinterfragen, im letzten Teil zu deutlich hervortritt und man schließlich doch die Handschrift eines Autors erkennt. Aber das soll das Fazit nicht trüben: Ein großartig inszenierter und spannender Thriller, der nebenbei noch auf anderen Ebenen funktioniert.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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8.0Ausgezeichnet

In letzter Zeit sorgte Ben Affleck ja eher in den Klatschspalten als im Kinoteil für Schlagzeilen. Dies sollte sich mit seinem Regiedebüt ändern. Mit „Gone Baby Gone“ hat Affleck hinter der Kamera alles richtig gemacht, was ihm davor und im richtigen Leben zuletzt nicht mehr so ganz gelungen war. Als Vorlage für seinen Film wählte er einen Roman von Dennis Lehane, dessen Verfilmung seines Buchs „Mystic River“ durch Clint Eastwood vor vier Jahren bereits mit Preisen überschüttet wurde. Affleck stellt sein Drama ganz in diese Tradition. Er taucht ebenfalls ab ins Bostoner White Trash-Milieu, wo der Privatdetektiv Patrick (gespielt von Bens Bruder Casey) und seine Freundin Angie (Michelle Monaghan) damit beauftragt werden, ein vermisstes Kind zu finden. Daraus entwickelt Affleck eine packend inszenierte und grandios gespielte Milieustudie um Schuld und Sühne, in der nichts so ist, wie es scheint, und richtig und falsch manchmal zum Verwechseln dicht beieinander liegen.

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Kommentare (86) — Film: Gone, Baby, Gone - Kein Kinderspiel

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kinogaengerin

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Bewertung7.0Sehenswert

Und wieder ein Film, auf den ich mich riesig gefreut habe, der am Ende aber zu großen Teilen enttäuscht hat. Dennoch ist 'Gone Baby Gone' der Beweis dafür, dass Ben Affleck tatsächlich weiterhin hinter der Kamera statt davor arbeiten sollte. Nur möchte er sich dann bitte einen anderen Hauptdarsteller suchen, denn sein Bruder Casey wirkt leider völlig fehl am Platz und bringt die benötigte Zerrissenheit so gut wie gar nicht rüber. Wenigstens ein wenig ausgleichend wirkt immerhin Michelle Monaghan, obwohl die beinahe ein wenig zu viel herumschluchzt. Die Geschichte selbst ist gar nicht verkehrt, schleppt sich aber viel zu sehr dahin und kommt in den knapp zwei Stunden Laufzeit nur sehr zäh voran. Als Semi-Bösewichte überzeugen dafür Ed Harris und auch Morgan Freeman in seiner Mini-Rolle. "Siehe, ich schicke euch aus wie Schafe unter den Wölfen." Insgesamt bietet 'Gone Baby Gone' zwar Dramatik, aber auch zuviele Längen, dafür hat der Film ein saustarkes Ende!

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littledrummerboy01

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ben Affleck gefällt mir sonst als Schauspieler eigentlich schon ganz gut, aber als Regisseur ist er um Längen besser. Der Film ist sehr atmosphärisch, spannend, und macht es sich auch am Ende mit einer "Lösung" des Problems nicht zu leicht. Hat mir sehr gut gefallen, mindestens so gut wie "The Town", den ich vorher schon gesehen habe. Casey Affleck macht seine Sache wirklich gut, und was mir an Bens Regie besonders gefällt, ist, wie gut er diese ruhigen, aber letzten Endes wirklich aufwühlenden Passagen hinbekommt, die dann lange nachwirken und einen noch oft über den Film nachdenken lassen.
Klasse Regiedebüt, klasse (Neo-Noir) Krimi, wirklich guter Film!

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cynn-henkel

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Bewertung2.0Ärgerlich

Habe das Buch gelesen und danach den Film geschaut und ich muss sagen, ich war ziemlich enttäuscht: super Buch, dagegen erscheint der Film allzu lächerlich.

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cruzha

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Bewertung5.5Geht so

Mei o mei, was wird hier dick aufgetragen. Ben Affleck versucht sich eher in einer Charakterstudie als einem Krimi oder Thriller, was den negativen Effekt hat, dass sich hier über weite Strecken überhaupt keine Spannung einstellt. Zwar sind die Ansätze für einen packenden Kidnapping-Thrill im White Trash-Milieu durchaus vorhanden, nur durchgezogen wird hier eigentlich gar nichts. So bleibt am Ende ein enttäuschter Zuschauer, der zum Schluss noch mit dem Holzhammer vor die moralische Frage gestellt wird. Uff.

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RaZer

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich bin nicht der Erste und werde auch nicht der Letzte sein, der Ben Affleck dazu raten würde, in Zukunft nur noch hinter der Kamera zu arbeiten und seinem jüngeren Bruder die Sache vor der Kamera zu überlassen. Wie auch "The Town" ist "Gone, Baby, Gone" handwerklich einwandfrei inszeniert, gut gespielt und trotz einheitlichem Erzähltempo fesselnd. Die Story entwickelt sich gut und vollführt am Ende ein paar 180° Wendungen, die zwar nicht alle ganz glaufhaft daherkommen, letztendlich aber ein gutes Resultat erzielen. Denn die Frage wer denn nun der Böse war oder ob es überhaupt einen Bösen gibt ebenso nicht geklärt werden kann, wie die, ob Patrick hier wirklich die richtige Entscheidung getroffen hat. Sowas passiert besonders in Hollywood nun wirklich höchst selten. Da kann ich verschmerzen, dass der Weg dahin manchmal doch etwas sehr konstruiert ist.

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Filmkenner77

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Bewertung6.0Ganz gut

"Gone, Baby, Gone - Kein Kinderspiel" nach einem Roman von Dennis Lehane (u.a. "Shutter Island") zeigt, dass Ben Affleck mehr ist als ein recht blasser, meist uncharismatisch agierender Schauspieler. Man sieht an diesem Film, dass er das Regiehandwerk beherrscht. Leider ist das an einigen Stellen etwas plakativ geratene Thrillerdrama für meinen Geschmack nur halb so überraschend gestrickt, wie man es dem Zuschauer weismachen möchte. Casey Affleck macht als unerfahrener Privatdetektiv deutlich, dass er über mehr Schauspieltalent als sein Bruder verfügt. Er liefert ein gute, glaubwürdige Leistung ab und empfiehlt sich für weitere anspruchsvolle Rollen. Morgan Freeman kann als Polizeichef aufgrund der recht geringen Screentime kaum glänzen und wirkt in der Rolle fast schon ein wenig unterfordert. Ed Harris spielt den "Bad Cop" souverän, aber nicht herausragend.
"Gone Baby Gone" spielte bei einem Budget von knapp 19 Millionen Dollar etwas mehr als 34 Millionen Dollar an den Kinokassen ein und wurde trotz der Starbesetzung nur ein mäßiger Erfolg, was wohl vor allem an der nicht unbedingt massenkompatiblen Story um Kindesentführung, Pädophilie und der Thematisierung sozialer Brennpunkte lag. Gerade in der ersten Hälfte entwickelt sich eine verschachtelte Story, die sich dann aber mehr und mehr in ein vorhersehbares Ende auflöst. Insgesamt ist "Gone, Baby, Gone - Kein Kinderspiel" ein solides Werk, der zum Nachdenken anregt und sich nicht scheut, unbequeme Fragen zu stellen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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Hagen Hagen

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Bewertung7.0Sehenswert

Affleck, Ben scheint hinter der Kamera deutlich wertvoller als davor. Ein wenig mehr Drive hätte nicht geschadet, wobei ich nicht die längeren Szenen zur Beschreibung des Lokalkolorits/White Trash meine. Die passten großartig.
Affleck, Casey sehe ich gern, hier passt er aber nicht in die Rolle, da ich von der Arroganz, die ihm 80% seiner Gesprächspartner unterstellen, nichts erkennen kann.

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schwarzeserie

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ungewöhnlich gut in der Regie für den ansonsten blassen Schauspieler Ben Affleck, eine vielschichtige Geschichte vernab der sonstigen Ami- PengPeng Geschcihten.

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mikkean

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Bewertung6.5Ganz gut

Da macht sich Ben Affleck schauspielerisch gesehen öfters zum Lieblingsobjekt des Spotts, dabei schlummert ein echtes Regie-Talent in ihm. Was hat der Mann für Nerven, gleich beim Spielfilm-Debüt der Klasse eines Clint Eastwood nachzueifern. Moment, bevor jetzt die Alarm-Glocken losgehen, "Gone, Baby, Gone" umgibt wirklich ein starker Hauch "Mystic River". Mag es am Schauplatz liegen oder eher daran, dass Dennis Lehane jeweils Autor der Roman-Vorlage war. In der Tat legt Affleck mit diesem Thriller ein starkes Stück vor. Wohl erlesen die Besetzung in diesem bedacht voranschreitendem Film über das vielleicht schlimmste aller Verbrechen. Und dazu noch ohne unnötige Hektik, geschweige denn allzu gewollte "große Momente", wie sie uns gerne mal in den Rachen geschoben werden. Auf den Spuren der verschwundenen Amanda bleibt Affleck gut getimt und zeigt nebenbei, dass es nichts schlechtes heißen muss, wenn ein Bruder inszeniert und der andere schauspielert. Der andere Affleck, Casey nämlich, macht keine so schlechte Figur, beim Versuch, dieses Crime-Drama neben Größen wie Morgan Freeman und Ed Harris zu bestreiten. Selbst dann, wenn es wirklich ätzend wird. Vordergründig verfolgen wir das Verschwinden eines kleinen Mädchens aus ärmsten Verhältnissen. Und das wie sich zeigt, nicht ganz unbeeinflusst vom Lebensstil der Mutter ist, die gern im Klein-Kriminellen-Morast datet. Und obwohl die Polizei unterm Medien-Echo viel Tatendrang verspricht, kommt die Ermittlung durch die Privat-Ermittler Patrick (Casey A.) und Angie, so gut wie eigentlich immer, Michelle Monaghan. Immerhin ist Patrick mit dem Sumpf bestens vertraut, hat Kontakte und schon bald scheint die kleine Amanda kurz davor, wieder nach Hause zu kommen. Aber die Dinge laufen eben nicht immer so leicht ab, daran lässt "Gone, Baby, Gone" nicht einen bitteren Zweifel. Denn wenn wir den Fokus vom Thriller-Geschehen ein wenig verrücken, wird aus dem Film ein komplexeres Moral-Stück. Das vermeintliche Kidnapping entpuppt sich - ACHTUNG! LEICHTER SPOILER - gar als Versuch, einem Kind ein besseres Leben zu ermöglichen. Mal ehrlich, das ist schon harter Stoff, fernab von blutig triefenden Mörderjagden. Wenngleich auch "Gone, Baby, Gone" letztlich ein wenig krankt. Und das an der Art, wie das Thriller-Gewand für den wahren Kern, ein bisschen hinterm dem steht, was Affleck mit "The Town" einfach besser gelang. Dort mag es moralisch gesehen nicht ganz so tiefgründig zugehen, aber es herrscht eine größere Konsistenz beim Spurt durch die kriminellen Abgründe. Jedenfalls halte ich "The Town" handwerklich für eine Steigerung zu einem sehr guten Film, der anfangs Spannung verspricht und dann mehr berührt als das Adrenalin-Zentrum. Nicht perfekt, sicher nicht. Und doch ist "Gone, Baby, Gone" ein wahrhaft überraschendes Werk geworden. Vermutlich ein weiterer Beleg für das Regie-Werk, zu dem Ben Affleck noch fähig sein wird. Ich bin jedenfalls gespannt.

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mj1978

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Bewertung4.0Uninteressant

war schlicht weg nicht meins... netter cast... aber sonst...

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moviee

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Bewertung7.5Sehenswert

Ben Affleck sprach 2007 in seinem Regiedebüt ein hochbrisantes Thema an, welches zu diesem Zeitpunkt ungemein aktuell war. "Gone, Baby, Gone" beschäftigt sich mit einer Kindesentführung, besser gesagt mit der Entführung eines vierjährigen Mädchen. Überschattet wurde der Film von der Entführung der damals ebenfalls vierjährigen Madeleine McCann, die wenige Monate zuvor während eines Portugalurlaubs spurlos verschwand und bis heute nicht wieder auftauchte. Obwohl Afflecks Regiedebüt auf einem Roman basierte gab es auffällig viele Parallelen zum damaligen Entführungsfall, nicht nur die optische Ähnlichkeit der Mädchen und die Namen der Hauptfigur und der Darstellerin war schließlich der Grund dafür, weshalb der Film u.a. in Großbritannien vorerst nicht in die Kinos kam.

Trotz dieser Vorkommnisse entwickelte sich "Gone, Baby, Gone" schnell zu einem Erfolg. Ben Affleck wurde mit Lob überschüttet, Amy Ryan bekam eine Oscarnominierung. Aber war die Aufmerksamkeit berechtigt?!

Der Streifen startet recht unspektakulär und wird im ersten Drittel im Stile eines üblichen Kriminalfilms aufgezogen. Nach langer Ermittlungsarbeit und konzentrierten Spannungsaufbau spitzt sich die Lage mit der Zeit auf ein immer gewaltigeres zu, spätestens gegen Mitte darf von einem Thriller die Rede sein. Was den Zuschauer aber danach erwartet ist kaum in Worte zu fassen. Viele Wendungen durch ein geschicktes Leiten auf die falsche Fährte und undeutliche Charakterzeichnungen erzeugen besonders im letzten Drittel eine gewisse Doppelbödigkeit, die besonders im Endtwist überragend präsentiert wird und die zwischenzeitlich aufkommende Langatmigkeit entschuldigt. Dazu stellt der Film den Betrachter noch vor moralische Fragen und hinterlässt eine Geschichte, die nicht umsonst einen enormen Nachdruck verleiht.

Fazit: Ben Affleck hat sich mit seiner ersten Regiearbeit bereits hohe Maßstäbe gesetzt, sollte er in Zukunft auf diesem Niveau weitermachen muss man ihm zweifellos eine große Karriere auf dem Regiestuhl prophezeien.

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Joeyjoejoe17

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Als reich an Wendungen würd ich ihn nicht bezeichnen, aber es sind welche vorhanden, die auch recht gut sind.

Also eher nein, nicht so sehr wie bei GBG


moviee

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Was soll's. Ich bin trotzdem gespannt :)


tobiasschoeler

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Bewertung7.0Sehenswert

Zunächsteinmal bleibt festzuhalten, dass Ben Affleck ein wesentlich besserer Regisseur als Schauspieler ist. Das ist zugegebenermaßen nicht die große Leistung, aber beide seine bisherigen Werke konnten mich überzeugen. Zu "The Town" habe ich ja bereits was geschrieben. Hier nun meine Meinung zu "Gone, Baby, Gone".
Wie in "The Town" schafft Affleck es Boston gekonnt in Szene zu setzen. So schafft er eine Atmosphäre die sehr authentisch wirkt. Dieser Authentizität steht Casey Affleck leider im Weg. Ihm will man seine Rolle als Ermittler unter Kleinkriminellen einfach nicht wirklich abkaufen. Zu Beginn wird zwar immer wieder auf das jugendliche Aussehen seines Charakters angespielt, dass trägt trotzdem nicht zur Glaubwürdigkeit bei.
Die Geschichte ist grundsätzlich sehr spannend, wird aber leider insgesamt etwas zu schwerfällig erzählt, wodurch zwischendurch immer mal wieder Langeweile durchkommt. Diese Passagen werden aber durch das Ende wieder weg gemacht. Dieses lässt den Zuschauer mit der Frage zurück, wie er gehandelt hätte und ob der Zweck immer die Mittel heiligt.

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Jade

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Im Mittelteil recht verworren, erhält der Film schlussendlich doch 8 Punkte von mir, weil es der erste Film ist,in dem ich die Handlung einer weiblichen Person zu 100% nachvollziehen kann. Ich hätte meinen Mann nach der Aktion in den letzten 8 Minuten auch verlassen...

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Impeesa

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ben Afflecks Regiestil kann man als eher nüchtern und naturalistisch bezeichnen; damit allein sticht er nicht unbedingt hervor, aber er schafft es, den Zuschauer auf eine ganz eigene Art einzubeziehen. Einerseits fühlt man mit den Figuren, andererseits wahrt man stets eine gewisse Distanz, wie der Geist der vergangenen Weihnacht. So bleibt der Film fesselnt, aber nicht zu verstörend für die Thematik, als würde man immer mit einer Hand am Beckenrand bleiben.

Der Film überrascht mit immer neuen Schichten und Wendungen, ohne dabei hektisch, frustrierend, oder gar unrealistisch zu werden.
Sämtliche Charaktere scheinen auf ihre Art und Weise zwiegespalten. Es gibt keinen Held in strahlender Rüstung und auch keinen Superschurken. Alle Figuren werden als Menschen mit Fehlern und Absichten dargestellt, sodass es schwer fällt, einzelne von ihnen zu unterstützen oder zu verteufeln, doch gerade darin sehe ich die Stärke des Films.

Die Hauptrollen sind solide besetzt und gespielt, wobei die Rolle der Angela meist wortkarg am Rand steht und eher dazu dient, die Rolle des Patrick zu charakterisieren. Auch bei den Nebenrollen gibt es nichts zu bemängeln.
Hervorzuheben bleibt jetzt noch Ed Harris, welcher die Zerrissenheit seiner Rolle am überzeugendsten darstellt.

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nithical

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Bewertung5.5Geht so

Dass hier einige diesen Streifen als grandios bezeichnen und 10 Punkte geben, kann ich nicht verstehen. Der Film hat sehr deutliche Schwächen: Trotz absoluter Top-Besetzung bleiben die Figuren blass und fern. Die Atmosphäre kommt teilweise gut, teilweise gekünzelt rüber. Die Erzählweise ist teilweise holprig, um nicht zu sagen dilettantisch.. Hinzu kommen deutliche Längen und ein löchriger Spannungsbogen. Dennoch gibt es einige nette und spannende Szenen und auch das Lob für die grundlegende moralisch Frage kann ich teilen. Dennoch gilt für mich: So wie vor liefert Ben Affleck auch hinter der Kamera eine durchschnittliche Leistung.

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MacArnold

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Bewertung4.5Uninteressant

Anstrengender Film, zum Teil verwirrende Story...

Der Film ist sehr konstruiert, will zum Nachdenken anregen, moralisch sein... Aber das wirkt doch alles sehr gequält und schwerfällig.

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HopeWithinChaos

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich hatte zuerst "The Town" von Ben Affleck gesehen und mit dementsprechend hohen Erwartungen sah ich diesen hier.
Glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht. Die Schauspieler sind toll, der Film ist spannend und das Ende unvorhersehbar.

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Hartigan85

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Bewertung9.5Herausragend

Besser und packender kann ein Regiedebüt kaum sein. Toller Film über eine Kindesentführung, die eine Stadt in Atem hält und mit einer überraschenden Wendung aufwartet. Die Besetzung mit Casey Affleck, Michelle Monaghan, Morgan Freeman und Ed Harris ist ebenfalls großartig. Ben Affleck liefert hier einen sehr gutes Erstlingswerk ab, mit dem anschließenden "The Town" konnte er bestätigen, dass "Gone Baby Gone" kein "One-Hit-Wonder" war. Vielleicht sollte er sich auf eine Karriere ausschließlich hinter der Kamera konzentrieren, denn das liegt ihm scheinbar sehr viel mehr als seine schauspielerischen Qualitäten...Freue mich jedenfalls schon sehr auf seinen kommenden Film "Argo" bei dem er neben der Regie auch wieder die Hauptrolle spielt.

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Kautschuk777

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

zunächst mal achtung spoiler!!!
die fragestellung die der film am ende erreicht und auch duch den protagonisten beantwortet ist m.E. genial, und macht aus einem bis dahin unterhaltendem einen doch noch sehr tiefgehenden drama das wohl jeden zum denken anregt.
zugegeben die entscheidung zwischen rechtspositivismus und naturrecht ist so alt wie die rechtsphilosophie, aber genau dadurch zeichnet sich der film ja auch aus er verpackt eine der ältesten philosophischen fragestellungen überhaupt in einem modernen drama und überlässt es letztlich dem zuschauer ob er sich auf die seite des protagonisten oder die seiner freundin, auf die seite des guten oder auf die seite des rechtlichen auf die seite des gesetzes schlägt.
das einzige manko des films ist, dass der twist ja aus der natur der sache heraus eben erst am ende des films steht und somit der film bis dahin sich leider nicht nennenswert von anderen drogen-milieu-kriminal-thrillern unterscheiden kann, was nicht heißen soll der erste und zweite akt wären schlecht nur eben nicht so bemerkenswert wie der dritte deshalb "nur" 8/10.

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sachsenkrieger

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Bewertung9.0Herausragend

Wie schon jemand sagte: Ben Affleck sollte vielleicht wirklich eher hinter der Kamera als davor stehen. Naja, Geschmackssache! Der Film hat Schwächen, zugegeben. Wer sich allerdings drauf einläßt, wird wenig enttäuscht durch einen sehr guten Streifen, der allmählich in ein bestimmtes Schema hineinläuft, das er zum Ende hin dann überraschend, für mich allerdings auch ein klein wenig unbefriedigend verläßt. Wäre der Film 10 Minuten kürzer, hätte ich ihm sogar 10 Punkte gegeben. Für mich ein qualitativ hochwertiges Gesellschaftsdrama, spannend inszeniert, getragen von herausragenden Schauspielern!

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