Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel
Gone Baby Gone (2007), US Laufzeit 114 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 29.11.2007
38 Bewertungen
Skala 0 bis 10
3116 Bewertungen
121 Kommentare
Keine
von Ben Affleck, mit Casey Affleck und Michelle Monaghan
Boston, die Stadt der US-Pilgerväter und der Kennedys, tougher Cops und knallharter Gangster. Patrick Kenzie (Casey Affleck) und Angela Gennaro (Michelle Monaghan), privat wie beruflich ein Paar, verdienen ihren Lebensunterhalt als Privatdetektive. Da verschwindet die vierjährige Amanda aus ihrer Wohnung im Arbeiterviertel Dorchester. Spurlos und ohne Lösegeldforderung. Kenzie und Gennaro übernehmen auf Drängen von Amandas Tante Beatrice McCready (Amy Madigan) den Fall. Gemeinsam mit den Detectives Broussard (Ed Harris) und Poole (John Ashton) sucht das Duo nach dem Mädchen. Zum Ärger von Police Chief Jack Doyle (Morgan Freeman), der von Amateurermittlern nichts hält. Doch er muss bald seine Meinung ändern, denn Kenzie kennt sich aus in Dorchesters Unterwelt, er weiß sich zu bewegen und besitzt beste Kontakte. Bald stößt er auf erste Spuren. Die führen zum lokalen Drogenbaron Cheese (Edi Gathegi), für den Amandas süchtige Mutter Helene (Amy Ryan) immer wieder als Kurier arbeitete und die viel mehr weiß als sie zugeben will. Doch dies ist erst der Anfang einer erschreckenden Wahrheit, die niemand erahnen konnte… Verfilmung des Buches ‘Kein Kinderspiel’ von Dennis Lehane.
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Cast & Crew
- Genre
- Sozialdrama, Verschwörungsthriller, Drama, Thriller
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Boston
- Handlung
- Abhängig, Alkoholismus, Auftrag, Beweisfälschung, Drogen, Drogenboss, Drogenhandel, Drogensucht, Entführung, Ermittler, Ermittlung, Erschiessen, Exekution, Geld, Geldnot, Geldübergabe, Gestohlenes Geld, Gewissenskonflikt, Hoffnung, Kinder, Kindesentführung, Kokain, Korrupte Polizisten, Lüge, Lügner, Mann-Frau-Beziehung, Moral, Moralisches Dilemma, Mord, Mutter-Tochter-Beziehung, Mutterrolle, Mädchen, Partnerschaft, Polizei, Polizist, Privatdetektiv, Päderast, Rettung, Ruhestand, Schießerei, Schlechte Eltern, Schlechtes Gewissen, Schusswechsel, Selbstjustiz, Sozial schwache Familie, Suche, Suche nach vermisster Person, Tante, Tod eines Kindes, Trennung, Trick, Täuschung, Töten, Verantwortung, Verlust des Kindes, Vermisste Person, Vernachlässigung, Verschwörung, Verzweiflung, Wohnung
- Stimmung
- Geistreich, Spannend, Traurig
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Kritiken (11) — Film: Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] „Gone Baby Gone“ entwirft ein unvorhersehbares, intelligentes und ebenso eindringliches Netz aus ethischen Werten, den gesetzlichen Richtlinien und der menschlichen Ambivalenz, die den Tiefgang des Filmes immer weiter ausbaut und dem Zuschauer die Fragen stellt, wie er selber in einer solchen Situation gehandelt hätte und aus welchem Blickwinkel er das Geschehene betrachten will. [...]
Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschenIch weiß nicht, welcher der beiden Affleck-Brüder mich mehr überrascht hat: Casey Affleck, dessen überzeugende Darstellung den Film dominiert oder sein älterer Bruder Ben Affleck, dessen Regiearbeit mehr als nur solide ist. Die hochkarätige Nebendarstellerriege (Morgan Freemann, mein Favorit Ed Harris, Amy Ryan und ganz wunderbar: John Ashton) werten den Film weiter auf. Der intelligente, ernste Thriller mit viel Lokalkolorit war es auf jeden Fall wert, so engagiert verfilmt zu werden. Tipp: Man muss nicht jeden Film im Original sehen, aber hier ist es zu empfehlen.
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tpeukert Thu, 23 Dec 2010 22:09:51 -0000
Antwort löschenDie Afflecks sind Cousins, ansonsten passt alles
AmabaX Mon, 17 Jan 2011 21:56:22 -0000
Antwort löschenCasey ist der jüngere Bruder
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenDrei Fragen über die Gerechtigkeit stellt der Film also in der zweiten Hälfte. Das Werk bewegt sich relativ behäbig auf Antworten zu. Stattdessen rückt Affleck die Entwicklung der Figuren ins Zentrum. Auch sonst stellt er als Regisseur durchaus Talent unter Beweis. Die zwischen Elend und Stolz vibrierende Stimmung aus dem Arbeiterviertel fängt er gekonnt ein, und die Schauspieler weiss er wirkungsvoll einzusetzen.
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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenSowohl der Film "Gone Baby Gone" als auch die Blu-ray sind ein Muss für alle Filmfans. Der durchaus anspruchsvolle Film ist großartig erzählt und macht wirklich Spaß sich anzusehen. Ein gutes Drehbuch und gut gespielt ist der Film ein wahres Meisterwerk. Unbedingt ansehen!
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenBravo, Ben Affleck für diese kluge und eindrucksvolle Arbeit. Er hat seinen Hollywood-Status gewinnbringend in etwas Bedeutenderes angelegt, womit er Debakel wie Gigli hinter sich gelassen und daraus gelernt hat.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenDer Trailer des Films hinterließ bei mir die Frage: „Warum haben die Amerikaner denn bitteschön die Maddie-Entführung verfilmt?“
Doch tatsächlich geht „Gone Baby Gone“ über die Dokumentation einer Kindesentführung weit hinaus. Das erste Drittel wird zwar tatsächlich von den Geschehnissen rund um die Entführung eines 4-jährigen blonden Mädchens dominiert, das – wie es der traurige Zufall so will – wirklich ein wenig an das vermisste Mädchen aus England denken lässt. Doch schon hier zeigen sich große Unterschiede zwischen Realität und Fiktion. Sind die Eltern der „echten“ Maddie ein seriöses Arzt-Ehepaar, so ist die Mutter der „Film-Maddie“ alleinerziehen, drogensüchtig und mächtig heruntergekommen. Schnell wird klar, dass der Film mit den tatsächlichen Ereignissen überhaupt nichts zu tun hat. Vielmehr wirkt „Goen Baby Gone“ anfangs wie eine Sozialstudie, die Einblicke in ein Leben unter der Armutsgrenze gewährt.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenDie erste Regie von Schauspiel-Star Ben Affleck begeistert und beschäftigt nachhaltig mit geballtem emotionalem und moralischem Gehalt. Vom Drama eines verschwundenen Kindes, sehr ähnlich zum Boulevard-Thema "Madeleine", bis zum delikat nachgefühlten Dilemma des Finales eine in vieler Hinsicht gelungene Detektivgeschichte, nach der nun wirklich jeder Ben Affleck sehr ernst nehmen sollte!
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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschen"Gone Baby Gone" ist kein einfacher Film und sicherlich nichts, was sich mal eben zwischendurch konsumieren ließe. Dafür ist sein Sujet zu düster und seine Konklusion moralisch zu ambivalent. Da jedoch genau das die Essenz von Lehanes Roman beschreibt, scheint Affleck bei seinem Erstling so ziemlich alles richtig gemacht zu haben.
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Aennecken: MDR Sputnik, KREUZER Leipzig, Aennecken: MDR Sputnik, KREUZER Leipzig,
Kommentar löschenRegiedebut von Ben Affleck, dass man so mit Sicherheit nicht erwartet hätte.
Sein Bruder Casey Affleck ist Privatdetektiv und muss das Verschwinden eines kleinen Mädchens aufklären.
Spannend inszeniert, jenseits der gängigen Klisches mit einem überraschenden Ende.
Durchaus spannend.
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Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenEin Film, dem man den Ursprung in einem Roman des Mystic-River-Autors anmerkt und das ist durchaus positiv gemeint. Afflecks Arbeit hinter der Kamera ist ausgezeichnet und verdient schon fast eine Oscar-Nominierung, auch wenn die bei einem Debut eher unwahrscheinlich ist. Dazu gesellen sich hervorragende Darstellerleistungen, v.a. von Casey Affleck und Amy Ryan. Ein Film, der einen erschlägt und zum Nachdenken anregt. Vielleicht ist sein einziges Manko, dass diese Intention, die Moral des Zuschauers zu hinterfragen, im letzten Teil zu deutlich hervortritt und man schließlich doch die Handschrift eines Autors erkennt. Aber das soll das Fazit nicht trüben: Ein großartig inszenierter und spannender Thriller, der nebenbei noch auf anderen Ebenen funktioniert.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenIn letzter Zeit sorgte Ben Affleck ja eher in den Klatschspalten als im Kinoteil für Schlagzeilen. Dies sollte sich mit seinem Regiedebüt ändern. Mit „Gone Baby Gone“ hat Affleck hinter der Kamera alles richtig gemacht, was ihm davor und im richtigen Leben zuletzt nicht mehr so ganz gelungen war. Als Vorlage für seinen Film wählte er einen Roman von Dennis Lehane, dessen Verfilmung seines Buchs „Mystic River“ durch Clint Eastwood vor vier Jahren bereits mit Preisen überschüttet wurde. Affleck stellt sein Drama ganz in diese Tradition. Er taucht ebenfalls ab ins Bostoner White Trash-Milieu, wo der Privatdetektiv Patrick (gespielt von Bens Bruder Casey) und seine Freundin Angie (Michelle Monaghan) damit beauftragt werden, ein vermisstes Kind zu finden. Daraus entwickelt Affleck eine packend inszenierte und grandios gespielte Milieustudie um Schuld und Sühne, in der nichts so ist, wie es scheint, und richtig und falsch manchmal zum Verwechseln dicht beieinander liegen.
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Kommentare (110) — Film: Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel
Slevin_Kelevra23 Wed, 22 May 2013 08:37:17 -0000
Kommentar löschen"Gone Baby Gone" ist ein fantastischer Kriminalfilm, der mit dem Thema Kindesentführung seine Zuschauer fesselt und durch einen spannenden Blockbuster führt. Casey Affleck und Michelle Monaghan überzeugen als Ermittlerduo. Desweiteren punkten die authentisch gewählten Drehorte. Ben Affleck liefert gleich bei seinem Debüt als Regisseur einen Spitzenfilm ab, den es sich lohnt anzusehen.
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RammManiac Thu, 09 May 2013 03:39:52 -0000
Kommentar löschenBen Affleck ist doch nicht komplett unfähig wie ich immer dachte...
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cpt. chaos Fri, 03 May 2013 11:10:05 -0000
Kommentar löschenDass eine gewisse Ähnlichkeit zum Oscar-prämierten "Msytic River" unverkennbar ist, hängt zweifelsfrei damit zusammen, dass sich hinter den beiden Geschichten der Schriftsteller Dennis Lehane verbirgt.
Anfangs etwas behäbig wirkend, entwickelt sich der Film, der einen gekonnten Mix aus Drama- und Thriller-Elementen darstellt, zu einem wendungsreichen Filmvergnügen.
Morgan Freeman tritt wieder einmal routiniert in Erscheinung und auch Ed Harris ist glänzend aufgelegt. Lediglich Casey Affleck kann in der Hautrolle nicht vollends überzeugen, da sein forsches Auftreten in einigen Szenen nicht so ganz zu seinem Äußerlichen passt. Sein älterer Bruder Ben hat hingegen hoffentlich inzwischen begriffen, dass er auf dem Regiestuhl besser aufgehoben ist, als vor der Kamera, mit seinem doch reichlich kargen Schauspiel.
Was ist richtig, was falsch?
Was ist moralisch vertretbar, um das Wohlergehen eines Menschen sicher zu stellen? Fragen, die sich einem am Ende des Films unweigerlich stellen.
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vanilla Fri, 03 May 2013 16:17:35 -0000
Antwort löscheneiner meiner absoluten Lieblinge;-))
Finde das sensationell wie sich der Film im Verlauf entwickelt, kann man mit "der fremde Sohn" vergleichen. Da war der Beginn auch eher schwächer, bis der Film so richtig Fahrt aufnimmt.
cpt. chaos Fri, 03 May 2013 23:13:27 -0000
Antwort löschenStimmt, der Vergleich ist auch nicht ganz abwegig!
Alienator Tue, 30 Apr 2013 12:49:32 -0000
Kommentar löschenOhne Erwartungen sah ich diesen Film. Ich lasse mich nicht auch nicht von anderen Kritiken großartig beeinflussen. Also legte ich die DVD ein und liess es auf mich zukommen: Ben Afflecks Regiedebüt, nachdem ich bereits seine anderen beiden Regiefilme gesehen hatte. Speziell von "The Town" war ich durchaus angetan. Und was ich erlebte liess mich den Glauben an gute Regiedebüts wieder steigern.
Dieser Film fasst ein heisses Thema (Kindesmissbrauch, sowohl physisch als aus psychisch) sehr geschickt an, denn er zeigt keine eindeutige Gewalt an Kindern (wie soll man das auch zeigen ohne plakativ zu wirken) sondern hat seinen Fokus auf die Protagonisten, die versuchen das Leiden eines Kindes entweder zu produzieren, zu helfen oder denen es egal ist was mit einen Kind passiert. Affleck lässt hier fast alle Facetten des Umgangs mit Kindesmissbrauch Revue passieren. Während thematisch ähnliche Filme zwar sehr viel intensiver und radikaler mit der Thematik umgehen (so nenne ich hier den grandiosen "Mystic River" oder "Sleepers"), lässt Affleck seine Darsteller handeln und versucht ihn, und das ist der unwirkliche Punkt, einen moralisierenden Zeigefinger hochhalten, bei dem er letzen Endes sagt, dass Kinder bei ihren Eltern bleiben sollen obwohl sie anders besser aufgehoben werden. Natürlich kann man dies filminhaltich mit der Figurenentwicklung begründen; aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt. Denn selbst würde man anders handeln. Die Gewalt die hier gezeigt wird ist gezielt gesetzt und vieles wird eher angedeutet als explizit gezeigt. Das ist ein guter Schachzug denn so nimmt der Film sich selbst das plakative. Die selbstzerstörerische Entwicklung die alle Figuren im Laufe des Filmes durchziehen, lassen den Zuschauer mit einen Gefühl der Unzufriedenheit zurück. Und man kann davon halten was man will, aber dadurch erreicht der Film genau das Ziuel was er erreichen möcte: emotionen und Gefühle wecken beim Publikum um zum Nachdenken anzuregen. Und genau das sollte solch ein Film.
Die Inszenierung ist erstaunlich professionell für ein Debüt. Wunderbare Großstadtbilder (hervorragende Arbeit von Oscargewinner John Toll) wechseln sich ab mit realistischen Bezügenb auf den Straßen Bostons. Der Schnitt ist weniger stakkatoartig wie sonst in soclh einen Krimi. Hier eher ruhiger Natur um die geschichte vorranzubringen. Die Darsteller sind alle durchweg sehr gut. Hervorzuheben sind hier vorallen Dingen zwei: Amy Ryan als Junkmutti und der großartig aufspielende Ed Harris...das schlechte Gewissen Amerikas. Jeder Film wo Harris mitspielt kann kein schlechter sein. Selbst seine Darstellung als Hummel in "The Rock" ist von inbrunstiger Einzigartigkeit. Gebt den mann endlich seinen Oscar!
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Chaosmacherin Sat, 20 Apr 2013 21:47:28 -0000
Kommentar löschenEndlich habe ich auch das Regiedebüt von Ben Affleck gesehen und das Lob von allen Seiten war keineswegs eine Übertreibung. Ich hatte bisher nur “The Town” gesehen, welchen ich auch ziemlich gut fand. Allerdings steht in “Gone Baby Gone” nicht Ben von der Kamera sondern sein Bruder Casey und das ist großartig, denn im Gegensatz zu Ben ist Casey ein großartiger Schauspieler. Ben Affleck macht hinter der Kamera einen deutlich besseren Job als davor.
Allerdings soll nicht alles Lob für die beiden Brüder drauf gehen, denn die Geschichte stammt ja eigentlich von Dennis Lehane, der auch Mystic River und Shutter Island schrieb und der Mann hat’s wirklich drauf! Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen denn hier wird alles andere als schwarz-weiß gemalt. Richtige Entscheidungen sind manchmal nicht so einfach und positive Beweggründe führen nicht immer zu guten Endscheidungen. Der Film zwingt den Zuschauer in ein moralisches Dilemma und regt sehr zu nachdenken an.
Wenn ich dann irgendwann mal mit der Song of Ice and Fire Reihe durch bin, werde ich mal die Bücher um Patrick Kenzie and Angela Gennaro lesen. Ich hoffe die anderen Geschichten sind ähnlich komplex.
Jetzt noch etwas, das mir sehr am Herzen liegt, nämlich ein Mittelfinger an den Jenigen der sich den deutschen Untertitel des Films ausgedacht hat! “Kein Kinderspiel”?… das ist auf so viele Arten unpassend… Ich weiß, das soll zeigen, dass es sich nicht um leichte Entscheidungen handelt und dann noch ganz keck darauf anspielen, dass es ja um Kinder geht. Aber… ist das echt nötig?
Jetzt noch kurz zum Ende (SPOILER): Ist noch jemandem die Tragik in der letzten Szene aufgefallen? Ich meine nicht die Tatsache, dass sich Amandas Mutter kein Stück ändern wird sondern die Tatsache, dass die Puppe der Kleinen nicht Mirabell sondern Annabell heißt? Das hat mich wirklich traurig gemacht, denn das bedeutet, dass Helene nicht mal den richtigen Namen der Lieblingspuppe ihrer Tochter wusste.
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Scipio Sat, 30 Mar 2013 18:55:00 -0000
Kommentar löschenIch war enttäuscht - und das Kind zu seiner drogensüchtigen Mutter zurück zu bringen - ist schlichtweg kriminell.
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Sir2B Mon, 08 Apr 2013 08:29:50 -0000
Antwort löschenebenso ist es kriminell ein Kind einfach so zu stehlen. Es gibt doch legale Wege, so was wie ein Jugendamt! Aber daraus könnte man ja kein spannenden Film machen ..
Scipio Mon, 08 Apr 2013 18:05:45 -0000
Antwort löschenSo ist es!
Jenny von T Wed, 27 Feb 2013 20:23:49 -0000
Kommentar löschen[*Mega-SPOILER vorprogrammiert*]
Ben Affleck ist der FC Chelsea unter den Filmemachern. Sein Scriptwriting ist holprig, schwerfällig und uninspiriert wie das englische Passspiel, und überhaupt fragt man sich, wo der eigentlich plötzlich herkommt und was ihn ausgerechnet in die Regie-Champions League verschlagen hat (schließlich nervt er VOR der Kamera bereits genug). Sein Glück (und sehr viel mehr kann nicht dahinterstecken): Die richtigen Leute (mit viel Geld) interessieren sich aus irgendeinem Grund für ihn und irgendjemand scheint ihm geflüstert zu haben, welch simple Mauer-Finten des geringsten Widerstandes doch ausreichen können, um die Massen in Hochstimmung zu versetzen. Für Chelsea gab's dafür letztes Jahr den Henkel-Pott, für Affleck vor wenigen Tagen den Oscar.
Kindesentführung im "White Trash"-Milieu. Schwieriges Thema. Affleck schafft es einerseits, über Strecken den Anschein einer aufrichtigen Auseinandersetzung mit seinem hochmoralischen Sujet zu erwecken ohne dabei Klischees unnötig aufzupolieren, und doch fehlt es GONE, BABY, GONE bereits in diesen Momenten schlicht an Ausdruckskraft. Den seelischen Zustand seiner Charaktere liest man weniger an ihren Gesichtern ab, vielmehr bedarf es immer wieder der Zuhilfenahme von Holzhammer-Dialogen, um uns die zentrale Frage vor die Füße zu knallen: Ist es gerechtfertigt, (mit Unterstützung der Polizei, wohlgemerkt) gegen das Gesetz ein Kind zu entführen, um es vor seiner drogenabhängigen Mutter zu schützen und ihm so ein unbeschwerteres Leben zu ermöglichen?
Nah dran sein möchte Affleck an seinen Protagonisten, denn unter Menschen wie ihnen, im Ghetto, ist er selbst aufgewachsen. Umso heftiger stellt GONE, BABY, GONE seine bemühte Authentizität jedoch durch wirre Thriller-Plothaken wieder infrage. "War doch nur ein Film", denkt man sich nach äußerst durchwachsenen 114 Minuten und schiebt sich erstmal 'ne Pizza in den Ofen. Dieser verunglückte, da zu platt angegangene Drahtseilakt zwischen Unterhaltung und dem hohem Selbstanspruch eines naturalistischen Erdrutsches hat jedoch zur Folge, dass Afflecks Arbeit sich sowohl an den Maßstäben eines authentischen Sozialdramas als auch an denen eines waschechten Verschwörungsthrillers messen lassen muss – und notwendig beide Male durchfällt.
Vielleicht war es tatsächlich Afflecks Ziel, mit seinem Debutwerk die Menschen zum Nachdenken anzuregen. In dubio pro reo möchte ich eigentlich annehmen, dass die Bauchlandung im allerletzten Moment "nur" auf fehlendes Taktgefühl zurückzuführen ist, und doch hinterlässt es einen bitteren Nachgeschmack, mögliche Standpunkte in dieser Causa zuerst auf zwei Optionen zu begrenzen und dann auch noch durchs Hintertürchen selbst die Antwort zu geben. Die besten Filme formulieren so präzise wie möglich eine Frage und überlassen das Reflektieren daraufhin dem Rezipienten. Der Trugschluss, dem Affleck – sei es nun bewusst oder unbeabsichtigt - zielsicher erliegt, ist also Folgender: Das Aufdrängen einer Lösung bewirkt demgegenüber nicht etwa einen Mehrwert, sondern ist eine Anmaßung.
Aber um nun endlich konkret zu meinem Problem zu kommen, das ich mit GONE, BABY, GONE habe:
Der Gewissens-Zwiespalt des Detektivs Kenzie zum Ende des Films ist eindeutig und zugespitzt, der Mann steht vor Folgendem Problem: Ausgerechnet der ehemalige Ermittlungsleiter im selben Fall, Doyle, war an der Entführung des Mädchens beteiligt (das Fingieren von falschen Anhaltspunkten inklusive) und hat dieses nun persönlich bei sich aufgenommen. Was tun? Ihn verpfeifen und damit eine Familie wieder zusammenführen oder schweigen und alles so belassen (denn schließlich geht es dem Kind gut)? Kenzie entscheidet sich, eigentlich nachollziehbar (und hier hätte der Film – wenn schon! - enden müssen), dafür, die Polizei zu alarmieren. Doyle wird verhaftet und die Kleine kommt nach Hause zu ihrer damals heillos überforderten Mutter – die sich, wie in der letzten Einstellung klar wird, jedoch selbst nach einem so traumatischen Erlebnis nicht geändert zu haben scheint. Sozialpessimismus ist eine Sache, die mangelnde Sensibilität und Weitsicht Afflecks eine andere, denn in diesem Kosmos existieren nur zwei Möglichkeiten: Entweder knallhart das Gesetz brechen oder das Mädchen dem "Verderben" der eigenen Mutter aussetzen. Das ist Schwarz/Weiß-Pathos und Heldenbildung, die eine solch empfindliche Materie einfach nicht braucht. Und irgendwie passt es dann auch ins Bild, dass der jenseits der Legalität handelnde, aber in Wahrheit _natürlich_ große Retter, Inspektor Doyle, von dem vielleicht anerkanntesten Schauspiel-Sympathieträger überhaupt verkörpert wird: Morgan Freeman.
Afflecks Unzulänglichkeiten als Autor und Regisseur kommen jedenfalls an einen Punkt, an dem sich auch mit gutem Willen nicht mehr viel entschuldigen lässt, und sein reaktionär-erzrepublikanisches Weltbild kann der Herr sich ohnehin in die bereits gelverklebten Haare schmieren – da vermag auch Casey keine Kohlen mehr aus dem Feuer zu holen, wenngleich er vor der Kamera mindestens 2 Spielklassen über seinem älteren Bruder agiert.
bedenklich? 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten
Schmax Wed, 27 Feb 2013 20:30:46 -0000
Antwort löschenSpoiler!!!
Am schlimmsten an dem Film ist, dass Affleck keinen Absprung findet. Diese super konstruierte Verschwörung zum Ende ist einfach überflüssig und zieht sich unglaublich lang hin. Den Vergleich mit Chelsea ist ziemlich gut gewählt:D. Ich nenne ihn immer "Der König des soliden Films". Denn mehr schafft Affleck nie. Hätte er sich auf seine Hauptfigur konzentriert und dessen Umgang mit dem Mord an dem Kinderschänder hätte der Film vielleicht besser werden können. Aber er wählt den ganz großen Weg mit Verschwörung und unzähligen Moralpredigten.
nerdkiller Wed, 27 Feb 2013 20:31:30 -0000
Antwort löschenAlso ich finde ja, dass Chelsea letzte Jahr zurecht gewonnen hat...
Bei Affleck glaub ich dir einfach mal, kenne zwar nur den mäßigen THE TOWN, doch der nervt schon vor der Kamera so sehr, dass ich ihn nicht auch noch dahinter brauch. ^^
Jenny von T Wed, 27 Feb 2013 20:41:55 -0000
Antwort löschen@ Schmax: Joa, sehe ich auch so. Der Film ist gerade NICHT so neutral, wie er vorgibt. Die Hauptfigur dient lediglich als verkörperter Spiegel und weniger als eigenständiges, dynamisches Ventil. Ich halte GBG sogar für ungemein moralisierend. Ärgerlich.
@ nerdkiller: Naja, wer die meisten Tore schießt, gewinnt irgendwie immer verdient, oder? ;-) Aber ich hoffe, es wird dennoch klar, worauf ich mit dem Vergleich hinaus will. Bitte nicht so streng sein. :-)
nerdkiller Wed, 27 Feb 2013 21:11:26 -0000
Antwort löschenJa, ich verstehe schon, wollte das nur mal anmerken, und nebenbei sagen, dass Affleck nervt. ;)
franticfury Wed, 27 Feb 2013 23:32:26 -0000
Antwort löschenHä, welches Championsleaguefinale, da gabs doch gar keins letztes Jahr? :) Zum Kommentar, trotz Spoilerwarnung natürlich vollständig gelesen. Fand "Argo" nicht schlecht und auch "The Town" war zumindest handerklich gut, trotzdem interessiert mich der hier irgendwie nicht die Bohne, dein Kommentar bestärkt mich dabei nur noch :)
Memduman Thu, 28 Feb 2013 00:19:51 -0000
Antwort löschenDer Chelsea-Vergleich war beeindruckend. Argo kenne ich noch nicht, aber die Mannschaft hast du ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Bist du etwa Fußball-Guckerin? :-)
Memduman Thu, 28 Feb 2013 00:22:09 -0000
Antwort löschenAhhh falscher Film xD Und missverstanden, betraf ja Affleck an sich (Ich schieb es auf die Uhrzeit :P): Dickes YES!
Alle 9 Antworten zeigen
Jenny von T Thu, 28 Feb 2013 12:10:17 -0000
Antwort löschen@ franticfury: Freut mich, dass ich helfen konnte. ^^
@ Meduman: Ja, ich mag Fußball sehr gerne. :-) Bin innerlich praktisch ohnehin ein halber Mann im falschen Körper.
Und danke für's Lob. :-)
Memduman Thu, 28 Feb 2013 22:08:52 -0000
Antwort löschenCasey ist echt begnadet. Für mich interessanter als sein Bro, da sein Schauspiel viel unberechenbarer.
@Jenny: "Bin innerlich praktisch ohnehin ein halber Mann im falschen Körper."
Das wirft ein interessantes Licht auf deine Aussage, dass wenn man alle Hauptfiguren vom Herrn von Trier zusammen packen würde, du dabei heraus kommen würdest :D
alex023 Wed, 27 Feb 2013 15:07:19 -0000
Kommentar löschen500. Kommentar und Achtung Spoiler !
„I couldn't stop running it over and over and over in my mind. The vague and distant suspicion that we never understood what happened that night; what our role was.“
Nachdem Ben Affleck im letzten Jahr mit Argo für einigen Aufruhr in der Filmwelt sorgte und womit sogar jemand nach langer Zeit mal wieder einen Oscar als bester Film einheimste, ohne ebenfalls als Regisseur ausgezeichnet zu werden, wollte ich mich höchstpersönlich von seinem Talent als überzeugen, als ich dann noch sah, dass sein Bruder die Hauptrolle bekleidete, stieg das Interesse umso mehr. Vor Spoilern sei hier durchaus gewarnt.
Ben Affleck hat, und das hört man immer öfter, noch nicht so häufig als Schauspieler brilliert, was jeden wohl umso skeptischer ob seiner Regiearbeiten macht. Aber jedem, der so denkt, sei einmal GONE BABY GONE empfohlen. Wie B. Affleck hier inszeniert, ist ganz groß und zeigt sein enormes Talent geradewegs. Die Kameraeinstellungen verleihen den teils wunderschönen bis melancholischen Bildern Authentizität und verbinden somit Inhalt, Botschaft und Bebilderung auf außergewöhnliche Weise miteinander.
Boston ist nicht gerade eine nette Stadt, hier passieren wahrlich schlimme Dinge. Ein vierjähriges Mädchen namens Amanda aus dem Stadtteil Dorchester wurde entführt und die Polizei kommt nicht weiter, also engagiert die Tante den Privatdetektiv Patrick Kenzie und seine, sowohl im Beruflichen als auch Privaten, Partnerin Angela Gennaro, die nun zusammen mit der Polizei der Sache auf den Grund gehen, sie können relativ schnell mit einigen Informationen aufwarten, da sie sich in der Nachbarschaft auskennen und auch bekannt sind und somit einfacher als Cops an wichtige Details gelangen können. Es stellt sich heraus, dass die drogenabhängige Mutter des Mädchens zusammen mit einem Kleinkriminellen einem etwas größeren Fisch eine Menge Geld abgenommen hatten und so denken nun alle, dass dieser Typ hinter der Entführung stecken muss, weil ja sonst keine andere Möglichkeit bleibt. Oder etwa doch nicht? Patrick Kenzie beginnt daran zu zweifeln, hierbei sei zu erwähnen, dass er nur darauf kommt, weil sich die wahren Strippenzieher selbst verraten.
Casey Affleck spielt hier wie auch schon in Jesse James ganz groß auf und verleiht seiner Figur sehr viel Glaubwürdigkeit, seine Mimik und Gestik sind stets obenauf und präsent, er stellt die innere Zerrissenheit seines Charakters unheimlich gut dar. Seine Szenen mit Morgan Freeman zusammen, sie sind rar gesät, sind einfach verdammt großes Schauspielkino, sie spielen sich beide bildlich die Bälle zu und der jeweils andere kann sie immer verwerten. Ed Harris hat natürlich ebenso seine Szenen zusammen mit C. Affleck und diese sparen ebenfalls nicht an großem Spiel. Insgesamt ist das Ensemble gut aufgelegt, auch wenn die beispielsweise in Kiss Kiss Bang Bang gut aufgelegte Michelle Monaghan ein wenig enttäuscht, da sie fast nur durch herumschluchzen und –weinen auffällt.
Ben Afflecks Stil erinnert mich phasenweise wirklich an die Filme aus der Hand von Sam Mendes, welche stets ein ernstes Thema mit tiefgehender Story behandeln, aber nie den Bezug zu ihren Charakteren verliert und deren Hintergrund sogar beleuchtet, so geschieht es auch hier, nicht nur eingefangen durch die tollen Kameraeinstellungen, sondern auch die wunderschönen Bilder verfeinern dies noch, vor allem weil sie so hübsch musikalisch unterlegt sind. Es ist die Balance, die hier gefunden wird, die so passt, denn B. Affleck verliert nie das Thema aus den Augen und sich selber in endlosen Kamerafahrten, sondern fokussiert sich auf das Wesentliche und baut diese Charaktereinblicke nur gelegentlich, aber dann auch konsequent, ein.
Zudem wird hier auch die durchaus nicht einfache Beziehung zwischen Patrick und Angela beleuchtet. Sie sind beide ein Paar, sowohl beruflich als auch privat, wodurch es ihnen sehr schwer fällt, die Dinge zu trennen, sie tragen ihren ersten richtig bedeutenden Fall noch lange mit sich herum, wahrscheinlich für immer. Patrick fragt Angela gleich zu Beginn: „Du weißt doch, dass ich dich liebe?“ und wiederholt diese Frage erneut, nachdem der Fall scheinbar abgeschlossen zu sein scheint, weil jeder das Mädchen als tot glaubt. Er ist sich also nicht sicher, ob seine Freundin sich seiner Liebe bewusst ist, weil sie möglicherweise die Geschehnisse nicht verkraften konnte. Es bildet auch quasi eine Klammer die den Anfang und den scheinbaren Abschluss des Falles umgibt. Es ist ihr erster großer Fall und vielleicht war es auch zu viel, vielleicht war der Fall eine Nummer zu groß, was man auch vor allem an Patricks innerer Zerrissenheit erkennen kann.
Gone Baby Gone regt sehr stark zum Nachdenken an, es ist nicht bloß ein Kriminalthriller über eine Kindesentführung, deren Folgen und die Geschichte über die Entführer und den Aufklärer, den Privatdetektiv Patrick Kenzie, sondern B. Affleck appelliert an die menschliche Moral, stellt die Frage nach dem, was richtig und was falsch ist und beantwortet sie nicht, er hebt nicht den mahnenden Zeigefinger und will uns eine Richtung vorgeben. Auch wenn Patrick sich am Ende dazu entscheidet, die Polizei zu rufen, wird dies nicht als alles in den Schatten stellende Lösung verkauft, da auch noch gegen Ende hin Zweifel an deren Richtigkeit geschürt werden, wenn zum Beispiel Helene ihr Kind einfach zurücklässt und nur weil Patrick gerade anwesend ist, kann er den Babysitter spielen. Auch zieht er persönliche Konsequenzen aus der Geschichte, wie angekündigt „hasst“ seine Freundin ihn nun und beendet scheinbar die Beziehung, da sie auszieht.
Fazit: Alles in allem ist Ben Affleck mit Gone Baby Gone ein vielschichtiges und ziemlich starkes Regiedebut gelungen, in welchem er eine auf den ersten Blick simple Kriminalgeschichte präsentiert, die sich im Nachhinein als ganz schön verstrickt herausstellt und diese mit moralischen Fragen verknüpft. Dies wirkt alles stets authentisch und ist verdammt gut gefilmt, basiert auf einem exzellenten Drehbuch und wird getragen vom virtuosen Casey Affleck.
[http://planetofpictures.blogspot.de/2013/02/die-affleck-bruder-als-brillantes-team.html]
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Hzi Sun, 10 Feb 2013 08:49:58 -0000
Kommentar löschen"Mystic Rivers" trifft auf "Good Will Hunting": ein unaufgeregter Blick auf die Folgen eines Kinderverbrechens (der Autor der Romanvorlage schrieb auch MR), angesiedelt in einem authentischen, ungeschönten US-White-Trash-Milieu (in dessen Darstellung Regisseur Affleck ja Übung hat).
Das wird eben sehr ruhig erzählt, frei von Effekthascherei, setzt angesichts des Themas natürlich trotzdem viele Emotionen frei. Dagegen ist der eingewobene Verschwörungsplot, der nach und nach ans Tageslicht kommt, doch ziemlich konventionell. Auch mit dem eher blassen Hauptdarsteller (des Regisseurs Bruder..) hatte ich meine Mühe.
Doch das viel zitierte Ende mit seinem moralischen Dilemma und der konsequenten Auflösung lässt einen wirklich nicht kalt.
Und vor allem: Der Film wirkt nach. Und das erlebe ich selten.
SPOILER:
Jenseits einer Schwarz-Weiss-Malerei (welche Entscheidung ist "richtig", welche "falsch"..): Ich mag es, mir vorzustellen, dass Patrick das Mädchen künftig regelmässig besucht. Und gegebenenfalls die Jugendbehörde einschaltet.
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RoosterCogburn Thu, 07 Feb 2013 23:09:53 -0000
Kommentar löschenStarkes Darsteller-Ensemble in einer Story mit interessanten Wendungen und fiesen Zwickmühlen. Packender und authentisch wirkender Film. Casey Affleck war nie besser. Nur leidet die Inszenierung ein wenig an handlungsbedingter Überfrachtung und Schwermütigkeit. Für mich nicht ganz das hochgelobte Regiedebüt. Aber auf jeden Fall beeindruckend.
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Velly Sun, 20 Jan 2013 12:07:16 -0000
Kommentar löschenWie hätte ich mich entschieden....?
Schön, dass der Film es sich und uns nicht leicht macht.
Ein Film der einen nachdenklich stimmt.
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halbwissen Sun, 20 Jan 2013 00:14:54 -0000
Kommentar löschenMan sieht ja an meiner Bewertung, wie ich den Film finde. Trotzdem wäre es besser, der Film endete, wenn Patrick weiß, wo das Kind ist. Was danach kommt ist nicht zuende gedacht, nicht zuende geschrieben, der Regisseur hat auch keine Meinung mehr … was sollen die Schauspieler dann noch machen, als den Teebeutel noch mal in die gleiche halb kalte Brühe zu hängen …
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U-Turn Sat, 12 Jan 2013 18:05:14 -0000
Kommentar löschenohh diese Dramatik ... nee ich fand den schwach. Der männliche Hauptdarsteller war nicht überzeugend, und das angebliche moralische Dilemma. Die Frage lässt sich doch ganz einfach beantworten SPOILER das Kind gehört weder zu seinem Entführer noch zu seiner Mutter. Für solche Fälle ist das Jugendamt zuständig. So einfach ist das.
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kommschon?! Thu, 24 Jan 2013 15:06:23 -0000
Antwort löschenIst doch schön, wenn man sich alles so einfach machen kann oder?
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U-Turn Thu, 24 Jan 2013 17:39:43 -0000
Antwort löschendas Leben ist einfach, du bist einfach, ich bin einfach, wir alle sind einfach
kommschon?! Thu, 24 Jan 2013 18:52:54 -0000
Antwort löschenDas mag schon sein, dass ich einfach bin, das heißt noch lange nicht, dass ich es mir immer einfach mache. Und dass das Leben eifach ist, halte ich immernoch für ein Gerücht, weil es aus einer Reihe Entscheidungen besteht, die einmal getroffen, unser restliches Dasein gravierend beeinflussen können. Und darum geht es unter anderem in diesem Film. Ehrlich gesagt lief er für meine Begriffe etwas schleppend an, gegen Ende jedoch tat sich vor mir eine Tragweite auf, die mich wohl noch Tage beschäftigen wird...
Patrick hat auch einige Entscheidungen getroffen und muss schließlich mit ansehen, dass einige davon nicht richtig waren. Das kleine Kind, welches zu unrecht entführt, aber mit Sicherheit in guten Verhältnissen aufgewachsen wäre, ist schließlich wieder bei seiner Mutter und fristet dort ein Dasein ohne Liebe und Beachtung, ganz zu schweigen von dem nicht nachlassenden Drogenkonsum seiner Mutter. Und als ob dies mit anzusehen nicht schon Strafe genug wäre, soll er sich letzendlich auch noch um das zurückgelassene Kind kümmern, wobei dies die letzte Kameraeinstellung ist und der Film endet. Ein wie ich finde grandioses Ende, welches (mich zumindest) zum Nachdenken bewegt ;)
CaptainHowdy Tue, 08 Jan 2013 07:28:17 -0000
Kommentar löschenDer Film erinnert mich von seiner moralischen Fragwürdigkeit stark an Hard Candy, Genauso ist er auch mindestens so konstruiert wie dieser...
Fand ihn insgesamt auch keineswegs so mitreißend wie er mir versprochen wurde, auch hatte ich schon nach der ersten Hälfte mehrfach das Gefühl das hier einiges nicht so ist wie es mir anfänglich verkauft wurde...
Dennoch kann ich mich der vorherrschenden Meinung anschliessen das Ben Affleck ein scheinbar besserer Regiesseur als Darsteller ist, wobei ich ihn schauspierisch nicht ganz so niederig ansiedle als andere...
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vanilla Tue, 08 Jan 2013 09:43:56 -0000
Antwort löschenstimmt, Ben ist sowohl vor als auch hinter der Kamera top. Dieser Film ist für mich unglaublich, kann es kaum in Worte fassen, wie gut er mir gefällt.
zombi616 Mon, 07 Jan 2013 17:47:37 -0000
Kommentar löschennur das Ende fand ich unbefriedigend
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uncut123 Sun, 06 Jan 2013 00:20:38 -0000
Kommentar löschenspannung pur mit ollen darstellern...da bekomme ich glatt lust Mystic River zu schauen
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FilmFan92 Sun, 13 Jan 2013 17:33:25 -0000
Antwort löschen"ollen" oder eher tollen? :)
uncut123 Mon, 14 Jan 2013 03:10:15 -0000
Antwort löschentollen...war gemeint..sorry
Shady95 Sat, 05 Jan 2013 23:59:49 -0000
Kommentar löschenBen Afflecks Talente liegen eindeutig hinter der Kamera. Und wie!
Er inszeniert hier einen dunklen, ernsten Krimi, der auch von seinen Schauspielern getragen wird, denn Casey Affleck überzeugt hier auf ganzer Linie und macht den Charakter glaubhaft.
Mich hat außerdem schon bei "The Town" überzeugt, wie sein Bruder Ben alles in Szene setzt und auch jede Figur ausreichend charaktersiert. Was natürlich auch an den guten Drehbüchern liegt, an denen er ja auch beteiligt ist. Die Bilder bilden mit der gelungen Musik eine bedrückende, aber beeindruckende Stimmung, die zu dem ernsten Thema des Films passt. Die Wendungen und emotionalen Dialoge runden diesen ausgezeichneten Film ab.
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BattlemasterIZ Sun, 06 Jan 2013 00:14:07 -0000
Antwort löschenKann dir eigentlich nur zustimmen, Die Regie von ihm ist klasse.
Bin schon auf Argo gespannt, den gucke ich mir definitiv auch an.
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CJ1203 Sun, 06 Jan 2013 00:21:11 -0000
Antwort löschenAuch von mir Zustimmung! Argo ist sogar noch besser, meiner Meinung nach der beste Film des letzten, ja noch nicht allzu lang zurückliegenden Jahres ;)
Shady95 Sun, 06 Jan 2013 18:30:01 -0000
Antwort löschenDanke für die Zustimmung, dann sehe nicht nur ich das so...
der.herr.der.fliegen Sun, 23 Dec 2012 02:52:21 -0000
Kommentar löschenabstrus.
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dmtjdc Mon, 03 Dec 2012 12:56:18 -0000
Kommentar löschenSchauspieler? Ben Afflecks wahre Berufung liegt augescheinlich im Regiefach! GBG ist eine richtig gut erzählte Mileu-Story mit interessanten Ansatz und einem zentralen moralischen Dilemma. Die tolle Besetzung macht den allerdings recht trockenen und ernsthaften Film dann endgültig zu einem Geheimtipp.
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aggrotainment Mon, 26 Nov 2012 03:04:55 -0000
Kommentar löschenGekonnt in Szene gesetzes Schauspiel und ein intelligentes Drehbuch führen zu einem sehr respektablen Erstlingswerk von Affleck. Beeindruckend wie er sich gleich bei seiner "ersten" Regiearbeit an ein so brisantes Thema wagt und damit am Ende sogar noch einige hochinteressante Fragen aufwirft über die man viel nachdenken und diskutieren kann.
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