Good Will Hunting
US 1997
- Genre
- Psychodrama, Melodram, Erwachsenwerden, Drama
- Zielgruppen
- Pärchenfilm
- Inhalt
Zum Semesterbeginn stellt ein Mathematikprofessor einer Eliteuniversität seinen Studenten eine Aufgabe, die eigentlich niemand lösen kann, wenn er nicht die Fähigkeiten eines Nobelpreisträgers hat. Er erwartet nicht, daß einer seiner Schüler diese… — Mehr
Zum Semesterbeginn stellt ein Mathematikprofessor einer Eliteuniversität seinen Studenten eine Aufgabe, die eigentlich niemand lösen kann, wenn er nicht die Fähigkeiten eines Nobelpreisträgers hat. Er erwartet nicht, daß einer seiner Schüler diese Aufgabe bis zum Semesterende lösen kann, aber schon am nächsten Tag steht die Lösung an der Tafel, gelöst von einem Mitglied der Uni-Putzkolonne, der ein Genie ist, es aber nicht sein will, weil er lieber mit seinen Freunden in Pubs und zu Baseballspielen geht.
- Cast
- Robin Williams, Matt Damon, Ben Affleck, Stellan Skarsgård, Minnie Driver, Casey Affleck, Cole Hauser — Mehr
- Regisseure
- Gus van Sant
- Autoren
- Matt Damon, Ben Affleck
- Laufzeit
- 126 Minuten
- Zeit
- 1990er Jahre
- Ort
- Boston, Massachusetts Institute of Technology
- Handlung
- Arbeiterviertel, Assistent, Bewerbungsgespräch, Freundschaft, Förderung, Genie, Gewalt, Gewalttätiger Vater, Große Liebe, Harvard University, Herumtreiber, Individuum, Mathematik, Mathematiker, Mathematikprofessor, Mathematisches Theorem, Pflegefamilie, Professor, Psychologe, Reinigungskraft, Sarkasmus, Schlägerei, Student, Talent, Therapeut, Therapie, Unglückliche Kindheit, Universität, Verlieben, Waise, Zyniker
- Stimmung
- Berührend
Über diesen Film
Handlung
Das versteckte Talent
Am renomierten Massachusetts Institute of Technology schreibt der Mathematik-Professor Lambeau (Stellan Skarsgård) während seiner Vorlesung eine mathematische Fragestellung an die Tafel und ermunte… — Mehr
Handlung
Das versteckte Talent
Am renomierten Massachusetts Institute of Technology schreibt der Mathematik-Professor Lambeau (Stellan Skarsgård) während seiner Vorlesung eine mathematische Fragestellung an die Tafel und ermuntert seine Studenten, sich Gedanken zu dem komplexen Problem zu machen. Noch am selben Abend sieht der junge Will Hunting (Matt Damon), der als Reinigungskraft die Flure der Universität wischt, die Fragestellung an der Tafel und kann nicht widerstehen. Er schreibt die Lösung an die Tafel.
Am nächsten Morgen ist Lambeau schwer beeindruckt von der Lösung, die er an der Tafel vorfindet. Er macht sich auf die Suche nach dem unbekannten Talent, jedoch zunächst ohne Erfolg. Erst als er eine weitere Aufgabe an die Tafel geschrieben hat, überrascht er eines Abends den jungen Putzmann bei der Lösung. Will ergreift zunächst die Flucht, allerdings gelingt es Lambeau diesmal, ihn aufzuspüren, und er bietet ihm an, als sein Assistent zu arbeiten.
Neue Perspektiven
Will ist hin- und hergerissen. Sein Leben hat bisher unter keinem guten Stern gestanden. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend, hat er eine schwere Kindheit in verschiedenen Pflegefamilien hinter sich. Die Idee, seinen bisherigen Lebenswandel zwischen Lesen, mit Freunden ausgehen und Geldverdienen aufzugeben, ist ihm nicht geheuer. Dennoch fühlt er sich von dem Angebot des angesehenen Professor geschmeichelt und sagt zu.
Bei den Treffen der beiden so unterschiedlichen Männer stellt sich jedoch schon bald heraus, dass Will seinem Förderer zwar geistig weit überlegen ist, dass er sein Potential aber nicht im Sinne von Lambeau ausschöpfen will. Immer wieder rebelliert Will gegen die gutgemeinten Ratschläge des Professors.
Nachdem Will eines Abends in eine Schlägerei verwickelt und festgenommen wurde, steht fest, dass ihn eine Gefängnisstrafe erwartet. Nach der Gerichtsanhörung wird er von Lambeau aufgesucht. Dieser stellt ihn vor die Wahl. Entweder kann Will seine Strafe im Gefängnis absitzen, oder aber er erklärt sich dazu bereit, unter persönlicher Beaufsichtigung des Professors weiter mit diesem zusammen zu arbeiten und sich einer Therapie zu unterziehen. Widerwillig willigt Will ein.
Der Kompromiß
Die mathematischen Sitzungen verlaufen von nun an reibungsloser und Lambeau schwankt zwischen Bewunderung und Neid gegenüber seinem begabten jungen Schüler. Gegen die therapeutischen Gespräche dagegen sträubt sich Will mit Händen und Füßen, indem er den Therapeuten mit einer zynischen sarkastischen Respektlosigkeit gegenübertritt. Nachdem Will auf diese Weise bereits einige Therapeuten in die Flucht geschlagen und Lambeau die Suche nach einem passenden Therapeuten für Will beinahe aufgegeben hat, fällt ihm sein alter Studienkollege, der Psychologe Sean Maguire (Robin Williams) ein.
Nach anfänglichen Manipulationsversuchen seitens Will scheint das Verhältnis zwischen Therapeut und Patient tatsächlich eine Form anzunehmen. Immer vertrauter werden die beiden miteinander, und immer mehr gelingt es Will, sich seinem Gegenüber zu öffnen.
Zufrieden mit seinem Erfolg als Vermittler fordert nun Lambeau auch immer mehr von seinem jungen Schützling. Mit Wills Zukunft im Blick organisiert er Vorstellungsgespräche mit Firmen und Konzernen, die dem begabten jungen Mann eine große Karriere eröffnen sollen. Doch er hat die Rechnung ohne Will gemacht.
Skylar
Dieser hat nämlich inzwischen die junge Harvard-Studentin Skylar (Minnie Driver) kennengelernt und denkt gar nicht daran, die Jobmöglichkeiten, die ihm sein Förderer nahezu aufdrängt, ernst zu nehmen. Viel lieber verbringt er die Zeit mit seinem Freund Chuckie (Ben Affleck) oder aber mit seiner neuen Freundin.
Doch als Skylar ihm eines Tages den Vorschlag macht, mit ihr nach Kalifornien zu ziehen, wo sie ihr Studium weiterführen wird, fühlt sich Will plötzlich in die Enge getrieben. Er rastet aus und trennt sich von ihr. Während sie darüber am Boden zerstört ist, scheint Will scheinbar unbeteiligt wieder in seinen alten Lebensstil zu verfallen.
Abbruch und Aufbruch
Als Lambeau ihn wegen der mißratenen Vorstellungsgespräche zur Rede stellt, beschimpft Will ihn und wirft ihm vor, ihn zu unterfordern. Wieder einmal muss Lambeau schmerzlich feststellen, dass ihm der junge Will weit überlegen ist und doch sein Potential nicht nutzen will. Nachdem Will seine Lösung eines komplexen mathematischen Theorems als “Witz” bezeichnet und verbrennt, kann der Professor seine Enttäuschung nicht länger zurückhalten und wünscht sich, er hätte den begabten jungen Mann nie getroffen.
Bei seiner nächsten Therapiesitzung kommt es auch zwischen Will und Sean zum Eklat: Nachdem Sean ihn auffordert, sich seinen Fähigkeiten und seinen Ängsten zu stellen, rastet Will aus und geht.
Als wenige Zeit später auch sein Freund Chuckie in mit der Frage konfrontiert, weshalb er seine Fähigkeiten nicht nutzen will, fasst Will einen Entschluß. Kurzerhand bricht er nach Kalifornien auf…
Weiterführende Informationen
- Wissenswertes über den Film und das Drehbuch
Weitere Information im Internet
- Mathematische Fragestellungen aus dem Film auf math.harvard.edu
- Good Will Hunting Kritiken-Sammlung auf rottentomatoes.com (engl.)
- Good Will Hunting Filmskript auf geocities.com
- Good Will Hunting Überblick über Film und Crew auf cosmopolis.ch
- Interview mit Matt Damon und Ben Affleck über ihre Freundschaft und ihre Karriere auf tvspielfilm.de
- Auszüge aus einem Interview mit Regisseur Gus van Sant auf filmscouts.com (engl.)
- Auszüge aus einem Interview mit Produzent Lawrence Bender auf filmscouts.com (engl.)
Quellen
- Good Will Hunting in der Wikipedia (dt.)
- Good Will Hunting in der Wikipedia (engl.)
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.0
Der Film Good Will Hunting wurde von 36 Kritikern bewertet.
Kommentare — Sehenswert 7.6
Der Film Good Will Hunting wurde von 5090 Mitgliedern bewertet.
p!vo 2010/01/17 15:52:19
Ein ganz klarer Tip für jeden, der in letzter Zeit genug Explosionen und gemetzel gesehen hat und einfach mal wieder einen guten Plot mit klasse Schauspielern und Dialogen verfolgen will.
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mistral36 2010/01/05 16:51:37
Die Story ist wohl wahrlich nichts neuartiges: Es war einmal ein spätpubertäres Genie, das nicht als bürgerlicher Biedermann verkommen möchte, und lieber mit Freunden um die Häuser zieht, um Spaß zu haben. - Kann man ja duchaus nachvollziehen.
Die Rollen wurden durchweg gut besetzt, insbesondere Robin Williams fiel mir positiv auf, obwohl ich mit ihm sonst nicht allzu viel anfangen kann.
Der Film bringt zwar keine großen Erkenntisse, macht aber Spaß beim Zuschauen und die ein oder andere Nuance hebt ihn dann eben doch vom sonstigen Einheitsbrei ab.
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Kreator 2010/01/03 00:51:29
Sehr guter Film, der ein Mathematik Genie, in Form eines 20 Jährigen Jungen, sehr genial gespielt von Matt Damon, darstellt. Er besitzt ein gewaltige Perspektive für die Zukunft, weil ihm in Sachen Mathematik nur wenige das Wasser reichen können. Jedoch nutzt er diese nicht, da er kein Zugehörigkeitsgefühl besitzt und keinen Sinn in seinem Leben findet. Bis ihm eines Tages ein Psychologe, hier auch sehr authentisch gespielt von Robin Williams, die Augen öffnet. Der Protagonist erkennt nun die Möglichkeiten in seinem Leben und entscheidet sich für die sinnvollere, da er auch von seiner Bande v.a. durch Ben Affleck getrieben wird etwas aus seinem Leben zu machen.
Trotz einiger Längen ist der Film recht interessant erzählt, da er an einigen Stellen sehr auf die Psyche geht und viel auf Authentizität baut. Sehr gut gemacht war auch die Szene, in der der Protagonist Kritik am Golfkrieg ausübt, und die Kamera immer näher an sein Gesicht zoomt, je mehr er kritisiert. Doch die Kamera distanziert sich wieder von ihm, als er seine ganze Kritik zurücknimmt. Echt sehenswert.
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Der Film Good Will Hunting gehört zum Genre Psychodrama, Melodram . Regie führte Gus van Sant.
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Was dem Film bei aller Überraschungslosigkeit die Spannung erhält, ist die Regie von Gus van Sant. [...] Hinter der abweisenden Fassade entdeckt er eine verschüttete Schönheit, auch bei Matt Damon, der nie wieder so sexy war wie bei van Sant. Durch seine verletzende Arroganz schimmert eine Jugendlichkeit, die seinen Altersgenossen näher ist als den üblichen Geniebildern des Kinos.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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