Good Bye, Lenin!

Good Bye, Lenin! (2003), DE Laufzeit 121 Minuten, FSK 6, Drama, Historienfilm, Komödie, Kinostart 13.02.2003


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6.3
Kritiker
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6.5
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41416 Bewertungen
91 Kommentare
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von Wolfgang Becker, mit Daniel Brühl und Katrin Sass

In der Mauerfall-Komödie Good Bye, Lenin! lässt Daniel Brühl aus Mutterliebe die DDR im heimischen Wohnzimmer weiter existieren.

Für den 21-jährigen Alex (Daniel Brühl) geht nichts voran und als dann noch kurz vor dem Mauerfall seine Mutter Christiane (Katrin Sass) ins Koma fällt, bricht für Alex und seine zwei Jahre ältere Schwester Ariane (Maria Simon) eine Welt zusammen. Ihre Mutter verschläft den Abgang Erich Honeckers und die Wiedervereinigung. Als sie wie durch ein Wunder acht Monate später die Augen aufschlägt, erwacht sie in einem neuen Land. Erfahren darf sie von alledem nichts – zu schwach ist das Herz und zu groß die Liebe zur DDR. Um seiner Mutter zu helfen, muss Alex auf 79 Quadratmetern die DDR weiter bestehen lassen, ein Mammutprojekt, das Alex ganz allein gar nicht stemmen kann. Freunde der Familie und Alex’ bessere Hälfte Denis (Florian Lukas) packen tatkräftig mit an.

Hintergrund & Infos zu Good Bye, Lenin!
Die Idee zu Good Bye, Lenin! hatte Drehbuchautor Bernd Lichtenberg kurz nach dem Mauerfall, jedoch war das Thema zu aktuell und zu uninteressant, um daraus einen Film zu machen. Die Medien waren voll mit Mauer- und Wiedervereinigungsgeschichten. Die Folge: Die Idee verschwand in der Schublade und sollte wie ein lecker-süßer Apfel reifen. Es sollte ein Jahrzehnt vergehen, bis die DDR und seine Geschichten wieder in aller Munde waren. Die Zeit und die Idee waren endlich reif. Prompt wurde sich an ein Skript gesetzt und die Geschichte bekam Charaktere, mit denen sich jeder identifizieren konnte. Mit einem geschätzten Budget von 4,8 Millionen Euro eroberte Good Bye, Lenin! nicht nur die deutschen Kinos im Sturm, auch weltweit erwies sich der Film als Besuchermagnet. Mit rund 8 Mio. Besuchern und einem Einspielergebnis von etwas mehr als 42 Millionen Euro gehört er zu den 15 erfolgreichsten deutschen Filmen aller Zeiten. (DL)

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Kommentare (90) — Film: Good Bye, Lenin!


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Filmromantikerin

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Bewertung7.0Sehenswert

Das erste Mal sah ich „Good bye Lenin“ dank unseres Musiklehrers, der uns von Yann Tiersens wunderschöner Musik vorschwärmte und dazu den Film einlegte.
Minimale Spoiler:
Obwohl zusammen, trennt die Mauer die Familie Kerner bereits innerlich bis schließlich der Vater Frau und Kinder endgültig Richtung Westen verlässt. Den Grund erfahren die Kinder erst Jahre später. Die Mutter zerbricht beinahe an ihrer getroffenen Entscheidung bis sich ihre Verlorenheit in Geborgenheit verwandelt, indem sie sich mehr denn je dem Sozialismus verschreibt mit dem Wunsch nach einer eigenen utopischen Realität. Nicht zufällig sind ‚Ideologie‘ und ‚Idealismus‘ wortverwandt.
Aufgelockert wird das Drama mithilfe der Verbindung von Daniel Brühls ironischen Kommentaren aus dem Off mit den dazugehörigen Bildern („Die DDR wurde 40 … und [ich] fühlte mich am Höhepunkt meiner Manneskraft“) und die fingierten Nachrichtensendungen, die zusammen mit den Dialogen die Absurditäten von ‚Ost‘ und ‚West‘ satirisch unterstreichen, ohne dabei richtig abzuwerten.
Nach dem Mauerfall herrscht nicht nur Euphorie vor, sondern schließlich auch Katerstimmung. Zum einen, weil der DDR-Sozialismus, in den so manch eine Figur Hoffnungen gesteckt hatte, gescheitert und zum anderen, weil auch der kapitalistische Westen nicht das erwünschte Paradies war. Diese Enttäuschung will Alex seiner Mutter ersparen, bis er, der anfänglich eigentlich auch nur halbherzig dagegen demonstrierte, sich selbst sogar eingesteht: „Die DDR, die ich für meine Mutter schuf, wurde immer mehr die DDR, die ich mir gewünscht hätte."
Klar wirkt manches nostalgisch verklärt. Dinge und Eindrücke aus der Vergangenheit prägen uns auch immerhin oft stärker als geahnt, doch ist es auch die Angst vor Veränderung, die uns das Alte festhalten lässt: „Das Leben in unserem kleinen Land wurde immer schneller. Doch weit ab von der Hektik lag ein kleiner Ort der Stille, der Ruhe und der Beschaulichkeit.“
Schließlich vereint in einer rührenden Szene gerade das Sandmännchen Vater und Sohn und dabei symbolhaft Ost und West. Schauspielerisch ist jeder einzelne mehr als überzeugend, allen voran Daniel Brühl, und wer aufpasst, erhascht übrigens einen kurzen Blick auf Jürgen Vogel. Ach, und der angedeutete Ost-Berliner-Dialekt ist herrlich!

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vanilla

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Bewertung4.5Uninteressant

Für einen deutschen Film gar nicht mal so schlecht.
Obwohl ich sagen muss, dass es weitaus bessere gibt.
Daniel Brühl ist toll und spätestens seit "Rush" hat er sich einen Namen gemacht.
Die Geschichte über die DDR, den Zerfall und die Liebe zu seiner Mutter sind nett gemacht, aber auch nicht viel mehr.
Nicht berührend, nicht spannend und nicht witzig.
Wer mit deutschen Filmen ein Problem hat, wird auch hier nicht vom Hocker gerissen.

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pischti

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Doch, witzig ganz sicher. Aber ich denke einfach, dass man als Ossi die Witze etwas besser versteht. Ich glaube wenige können mit der Situationskomik, z.B. als Reiner seinen falsch auswendig gelernten Text präsentiert, etwas anfangen, da man sicherlich gewisse Hintergründe nicht kennt. "Seid bereit, seid bereit!" :D Die Szene ist göttlich!!!


vanilla

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Hast recht, vielleicht war es der Grund, kombiniert mit einer deutschen Produktion, die mir den Film nicht so schmackhaft gemacht hat.


8martin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dieser Klassiker über die Endphase der DDR ist nicht nur eine hervorragende Dokumentation dieser historischen Epoche um 1989, sondern bindet in die Handlung auch noch eine ergreifende Geschichte einer Ostberliner Familie mit ein. So treffen hier Komik und Emotionen, Tragik und Ernsthaftigkeit aufeinander.
Aus der Abteilung Dokumentation kommen solche Sätze wie der bezüglich der Republikflucht über die die ‘rüber machen: ‘Der Letzte macht das Licht aus.‘ Und bei der WM ‘wächst zusammen, was zusammengehört.‘ Manche Prügelszenen der Staatsorgane gegen demonstrierende Bürger sind durchaus echt.
Wie es kommt, dass die im Koma liegende Mutter Kerner (Katrin Sass), eine Vorzeigegenossin, nie desillusioniert werden muss, ist eine geniale Wendung innerhalb dieser Wendegeschichte. Man dreht den ideologischen Spieß einfach um, und kann interessanterweise die gleichen Bilder von den ‘Mauerspechten‘ und den freiheitstrunkenen Bürgern verwenden. Und es ist eine wunderbare Idee, dass viele Westler dem Konsumterror entfliehen wollen. Das ist alles sehr amüsant egal ob schwebendes Lenindenkmal, Spreewaldgurken oder den echten ersten Deutschen im All, Siegmund Jähn, als Taxifahrer. Musik und Schnelldurchlauf betonen das Groteske an der Story ebenso wie der distanziert ironische Kommentar.
Neben Mutter Kerner steht Alex (Daniel Brühl) im Mittelpunkt, der das Ganze inszeniert und das Wiedersehen mit seinem in den Westen getürmten Vater (Burghart Klaußner) emotional hervorragend darstellt. Die ruhige Inszenierung hilft ihm dabei.
Man kann den Film immer wieder mal anschauen, um die eigenen Emotionen erneut zu testen oder um eine deutsche Bildungslücke zu schließen.

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Rocci

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Bewertung7.5Sehenswert

Besonders gut gefallen hat mir an diesem Film, dass aufgegriffene Ideen auch über die gesamte Länge des Streifens konsequent verarbeitet wurden. So ziehen sich viele rote Fäden durch diese turbulente Geschichte. Dadurch erscheint der Film als rundes, gut durchdachtes Werk, dass sowohl zum mitfühlen als auch zum mitlachen anregt und somit eine nette Tragikomödie darstellt.

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MemoriAria11

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Bewertung7.0Sehenswert

Toller Film mit einem tollen Hauptdarsteller (dem brillianten Daniel Brühl) ... sehr witzig

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jan.stubenrauch

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film ist viel besser als dies im Trailer rüberkommt.
Daniel Brühl und Katrin Sass sind die wohl beste Besetzung für diese Drama-Komödie der Wendezeit. Grosses Deutsches Kino

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ElsaWaltz

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Musik <3

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RoboMaus

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Bewertung5.5Geht so

Von der Idee und manchen Situationen her eine nette Komödie, aber der Plot wirkt auf mich insgesamt etwas hölzern. Aus heutiger Sicht ist das beinahe Geschichtsunterricht in Sachen DDR-Alltag, beleuchtet aber hauptsächlich die 'harmlosen' Sachen. Mehr beansprucht 'Good Bye, Lenin' auch nicht, und das muss man nicht unbedingt kritisieren. Für die Schattenseiten der DDR gibt es reichlich andere Darstellungen (z.B. 'Das Leben der Anderen').

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Prinzessus

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Bewertung0.0Hassfilm

Die zweitschlimmste Verharmlosung der DDR. Kommt gleich nach der formaljuristischen Leugnung des Schiessbefehls.....

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FlLMRlSS

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Naja, Sozialismus hat ja auch nicht nur seine schlechten Seiten. Das Gesundheitssystem beispielsweise, das in Mitteleuropa Gang und Gebe ist, ist ein Überbleibsl aus dem Sozialismus. In Amerika siehst du das Gegenteil: Die Leute zahlen lieber unmengen an Kohle für einen gebrochenen Fuß, weil sie gelernt haben, dass alles sozialistische schlecht ist und sie in ihrer Freiheit beraubt. Ja, wirklich - Demonstranten, die in den USA gegen die Einführung eines gemeinschaftlichen Gesundheitsystems protestiert haben, sind mit Banner wie "USA darf nicht NAZI-DEUTSCHAND werden" auf die Straße gezogen. In Good Bye Lenin fällt ja auch die Mauer und die Leute sind nicht mehr dazu gezwungen hierzubleiben. Es zeigt lediglich ein Szenario, wie es gewesen wäre, dem Kapitalismus den Rücken zu kehren. Von einer Verharmlosung der DDR kann also nicht die Rede sein - Im Gegenteil - Es wäre ein freies Land, indem man halt die Marktwirtschaft durch die Planwirtschaft ersetzt hätte. So, das war nun genug Senf von meiner Seite.


Filmfan30

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tolles Zeichen von einem Sohn, der seine Mutter so liebt, dass er ihretwegen die Realität verändert, und nebenbei ein bisschen Bildung über die Zeit der DDR für alle, die sich damit nie beschäftigt haben.

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Ener

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein durch und durch gelungenes Stück Zeitgeist, mit einer fiktiven Geschichte um die Reelle drum herum. Der Blickwinkel, der dadurch entsteht, ist teils sehr faszinierend. Bilder, Musik, Darsteller, Dialoge... alles ziemlich hochwertig. Mit ein Paar Längen und auch einzelnen Szenen, die nicht zünden, insgesamt aber ein tolles Stück.

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A-Wax

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Bewertung6.5Ganz gut

Nette Komödie mit Drama-Elementen die von ihrem überzeugenden Hauptdarsteller lebt.

Ich muss eins sagen, die Vorhersagen von Moviepilot hinsichtlich meiner Filmbewertungen werden immer besser. Ich habe natürlich nicht geschwindelt und hab mir den Film angeschaut, für mich bewertet und dann erst bei MP nachgeschaut, was ich für eine Vorhersage habe und siehe da, es stimmt sogar auf 0,5 Punkte genau. Warum erzähle ich euch diese nette, aber nicht wirklich bedeutende Anekdote aus meinem MP-Alltag?

Ganz einfach, zum einen weil ich nicht wirklich weiß wie ich anfangen sollte und zum anderen weil es über diesen Film auch sonst nicht viel zu schreiben gibt. Ich habe natürlich damals 2003 den Hype um diesen Film mitbekommen, aber ich sah mich nicht wirklich in der Verpflichtung diesem direkt nachzugeben. Seit heute weiß ich auch, dass ich damals schon recht hatte. Für Filme wie "Good Bye Lenin" ist der Begriff "nett" erfunden worden. Der Film ist an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Kritische oder zynische Untertöne sucht man vergebens und am Ende wird natürlich irgendwie alles gut. Sicherlich kann man argumentieren, dass hier so manches verklärt wird. Andererseits sollte man auch nie vergessen, dass nicht jeder Film die Verpflichtung hat soziale oder politische Missstände anzuprangern (wobei es manchmal wünschenswert wäre).

Trotzdem wird man ganz nett unterhalten (da wars schon wieder, das "nett") und Daniel Brühl macht wirklich eine sehr gute Figur und hebt das schauspielerische Niveau deutlich an. Neben ihm weiß nur Katrin Sass wirklich zu überzeugen.

Es ist wie so oft, der Film wird dem ganzen Hype nicht gerecht, aber so richtig enttäuscht ist man auch nicht. Daher wird er, wie soviele andere auch, im Strudel der 6er- und 7er-Filme verschwinden und so schnell nicht mehr auftauchen.

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EvertonHirsch

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"nett" geschrieben :D


A-Wax

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Und genauso "nett" bedanke ich mich dafür ;-)


twentyfour

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Was hier alles liebevoll verklärt wird ist schon beschämend. Dieser Film muss doch für alle von der Stasi verfolgten eine Ohrfeige sein. Hach die DDR war ja so Menschlich und wärmend. KOTZ!!!!!

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FlLMRlSS

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Vielleicht ändert sich deine Meinung ja, wenn Jack Bauer zum Kommi wird ;)


twentyfour

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Und was hat das jetzt mit Jack Bauer bitte zu tun? Ich komme aus der DDR, habe dort über 20 Jahre gelebt. Ich kenne das System, mir muss keiner was erzählen.


WZRDOnTheMoon

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Bewertung7.0Sehenswert

"Good Bye, Lenin!" versteht sich nicht nur als Komödie sondern hat auch einen dokumentarischen Charakter - immer wieder wird altes Videomaterial eingestreut und kommentiert. Parallel zu dieser wahren Entwicklung, erlebt der Zuschauer die von Alex, überzeugend gespielt von Daniel Brühl, für seine Mutter erfundene Geschichte. Dabei wirkt "Good Bye, Lenin!" in keiner Szene albern und kindisch, sondern schildert die Entwicklungen in der Familie Kerner mit einem Augenzwinkern. Regisseur Wolfgang Becker vermied es tunlichst ein primitives Ost-West-Gag-Feuerwerk abzufackeln, sondern setzte gekonnt auf intelligenten Humor - entsprechend wird man in den meisten Szenen leise vor sich hinschmunzeln, anstatt inbrünstig loszulachen.
In der Hauptrolle des Alex Kerner erleben wir mit Daniel Brühl einen der meiner Meinung nach besten deutschen Schauspieler - gewohnt souverän meistert er auch diese Aufgabe und überzeugt als treusorgender Sohn, der für die Gesundheit seiner Mutter, fast seine komplette Freizeit opfert. Erwähnenswert ist außerdem die großartige Leistung von Katrin Saß, die mir in ihrer Rolle als überzeugte Sozialistin sehr gut gefiel. Abgesehen vom etwas schleppenden Anfang entstand mit "Good Bye, Lenin!" eine sehr gute Komödie mit einer hervorragend erzählten tragisch komischen Geschichte und einem kleinen historischen Rückblick auf die deutsche Wiedervereinigung. Diese besondere Mischung macht den Film empfehlenswert und vermittelt das Gefühl, sich intelligent unterhalten zu haben.

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jacker

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An den ahb ich eben unter anderm gedacht!
Ansonsten LAMMBOCK, CHIKO, ...


pischti

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Lammbock habe ich leider noch nicht gesehen ^^


fingerfredy91

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Bewertung4.0Uninteressant

total langweilig

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AASFRESSER

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

keine Frage, das ist mein Film, Alex ist mein Jahrgang, die Wende und Nachwende habe ich so wie er erlebt ... deshalb bin ich voreingenommen... aber die Vision der hervorragend verlaufenden Zusammenarbeit zwischen Ost und West (alex und Dennis), die Reflexion der ganzen Scheiße vor 89 und Kenntnisnahme der ganzen Scheiße danach, kombiniert mit all den Haupt-und Nebenstories (Ehemann, Klapprath etc.), das ist schon Klasse, auch schauspielerisch hatr mich das überzeugt. Ich sehe keinen grund, irgend etwas abzuziehen...

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pischti

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Gefällt mir, Dein Kommentar. DANKE...Reiner! :D


nothingwillhurt

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

wer gar keinen plan vom leben in der ddr hat, sollte sich vielleicht erstmal ein bisschen informieren. ansonsten sind aspekte wie alex's erzählweise und die verzweifelte spreewaldgurken-suche eher nur verwirrend für den zuschauer; obwohl gerade diese mich, neben den selbst gedrehten nachrichten mit denis in seiner größten (und wohl einzigen) schauspielrolle, am meisten belustigt haben.
[Achtung Spoiler] Ariane hätte ich hingegen ja am liebsten eins mit der pfanne übergezogen; ein charakter, der mich den ganzen film über aufgeregt hat. zeugt ein kind mit 'nem magger, von dem sie sich monate später trennt - kann passieren. schiebt die ganze zeit ihr kind auf die mutter und alex ab - naja, wenn sie halt soviel arbeitet. fängt bei burger king an zu arbeiten und bildet sich darauf voll was ein - nope, kein verständnis mehr vorhanden. dann noch diese egozentrischen aktionen wie "waaas ich soll für meine mama das zimmer umgestalten, in dem sich mein magger unter der eigenen sonnenbank bräunt?" oder "in 4 wochen hab ich ne eigene wohnung, ich lass dich hier alleine mit unserer sterbenskranken mutter" haben mich zur weißglut getrieben. und dann auch noch ein kind, bei burger king verdient man ja auch ne halbe million hab ich gehört.
lara hingegen ist 'n süßer charakter, bringt oft alex wieder auf den boden der tatsachen zurück oder versucht es wenigstens. auch die nachbarin, der christiane früher briefe diktiert hat, holt christiane aus dieser mitleidsschiene raus und zeigt auch die humorvolle seite der kranken frau.
beim ende muss man genau aufpassen, finde ich; vor allem diese kurze szene, wo man nur vage hört dass lara christiane den fall der mauer erklärt, sollte man nicht verschlafen. genauso wie alex' letzte nachrichtensendung, in der die ddr den brd-leuten die tore öffnet und sich nicht unter druck auflöst.
faszinierend ist auch alex' aussage am ende, wo er meint, er hätte seiner mutter die ddr vorgestellt, die er sich gewünscht hätte. sowas gibt dem film eine gewisse nachdenkliche und gut durchdachte note.

fazit: wer sich für die geschichte der ddr interessiert und schon ein bisschen vorkenntnisse hat, witz und humor möchte aber es gleichzeitig verkraften kann, dass der film kein happy end hat, kann ihn sich auf jeden fall reinziehen.

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steffeck

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hm, ja..das klingt eigentlich gar nicht soo übel. ;)
Eine Vorhersage von 6.5 ...aber wenn die eine oder andere ausgefallene Sequenz vorhanden ist, springen bestimmt mehr Punkte dabei raus :) Bestimmt eine Sichtung wert.
p.s. deinen Kommentar kannst du hinterher noch ändern, indem du wieder auf "Kommentar schreiben" klickst um dann den Spoiler drüber zu setzen ;) :)


nothingwillhurt

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Danke :3


Frankie Dunn

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Good Bye, Lenin!

Kommt im Ausland weit besser weg als bei moviepilot (und in meiner Erinnerung). Auf Empfehlung einer rumänischen Freundin habe ich Lenin nach einigen Jahren noch mal eine Chance gegeben. Zurecht! Ich hatte den Film als sehr seicht und simpel in der Erinnerung gespeichert, aber hier steckt doch mehr drin als erwartet.

"Wir haben ne Benachrichtigung bekommen, aus Zwickau..wir können unsern Trabant abholen." hahaha!

Nostalgie kann ich wirklich überhaupt keine erkennen (abgesehen davon, dass ich mich nach DM-Preisen sehne) und gerade ich bin kritisch was so etwas angeht. Hier war nichts früher besser, aber um das zu erkennen muss man schon mitdenken; der Film drückt einem dies nicht auf die Nase. Glücklicherweise, denn genau so funktioniert die Mischung aus Komödie, Drama, Liebesfilm und Systemsatire. Ein bisschen Wohlwollen braucht man natürlich, denn die interessante Grundidee trägt keinen 2 Stunden Film allein. Macht mir hier nichts aus: sympathische ordentliche Darsteller, vernünftige Story, gute Dialoge, viele unterhaltende und sozialismus-kritische Ideen, Emotionen und aus meiner Sicht nimmt sich der Film selbst auch nicht wirklich ernst. Optisch passend verfilmt, das Tempo ist ordentlich und angenehm, das Ende stimmt so. Good Bye, Lenin! war für mich (dieses Mal) ein rundum gelungener Spaß mit ernstem Hintergrund. Sogar der Score trägt sehr gut zur Atmosphäre bei. Ich war sehr überrascht davon; bis zur zweiten Überraschung, die die erste entkräftet: Yann Tiersen. aha! Kam unerwartet, wie die gesamte Qualität des Films.

8.5 - in jeder Hinsicht ein guter Film mit einigen richtig starken Momenten und Tiersens typischem Klavierscore

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Babztriol

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Bewertung5.5Geht so

Jaja, ein paar nette Einfälle hat der Film schon. Und nette Charaktere und so. Aber der Film nimmt sich einfach selbst so enorm wichtig, dass er einfach nicht mehr wirklich Spaß macht. Schade.

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nothingwillhurt

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woran legst du dieses "Ernste" genau fest? die erzählung von alex ist ja relativ monoton und formell gehalten und bedient sich den damaligen typischen begriffen a la "Liebe Genossen und Genossinnen" und "Mit sozialistischen Grüßen". vielleicht kommt dir das durch diese sprechweise so ernsthaft vor..? ich finde nämlich nicht, dass er sich selber ernst nimmt. alex bemüht sich halt übelst um seine mutter, man sieht ja wie empfindlich sie auf stress reagiert. von daher ist sein verhalten eigentlich auch gerechtfertigt.


TinaCocaine

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein traumhafter Film mit einer schönen, warmherzigen, vielsagenden Story und tollen Darstellern. Ich freue mir immer wieder nen Ast ab, wenn ich "Goodbye, Lenin" mit meinem aus der DDR stammenden Vater schaue und er sich in seine Jugend zurückversetzt fühlt. Es ist so toll mit anzusehen, wie er sich dann freut :-D Vielleicht finde ich den Film auch deshalb so gut, weil ich ihn ausschließlich mit meinem Papa gucke, er also ein wichtiger Punkt unserer Vater-Tochter-Beziehung ist. Aber auch sonst wüsste ich nicht, was man an diesem liebevoll inszenierten, sympathischen und vielfältigen Film nicht mögen könnte. "Goodbye, Lenin" kommt sehr leichtfüßig daher, hinterlässt bei mir aber immer wieder einen großen Eindruck!

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