Hedwig and the Angry Inch

Hedwig and the Angry Inch (2001), US
Laufzeit 95 Minuten, Musikfilm

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6.3 Kritiker
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
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von John Cameron Mitchell, mit Theodore Liscinski und Stephen Trask

Die Geschichte eine(r/s) transsexuellen Musiker(in/s) aus Berlin: Hedwig, früher Hansel, erzählt in ihren Liedern die Geschichte ihres/seines Lebens. Allerdings wird nicht sie von der Öffentlichkeit gefeiert sondern Tommy, ein ehemaliges Mitglied einer gemeinsamen Band, der ihre Lieder gestohlen hat. Schon als Mann hatte Hansel starke feminine Züge, weshalb ein amerikanischer Soldat ihn auch auf den ersten Blick für ein Mädchen hielt. Der Soldat lies sich aber auch vom wahren Geschlecht nicht abschrecken und will mit ihm aus Berlin fliehen, dies ging allerdings nur indem die beiden heiraten, daher lies Hansel sich umoperieren, doch der Arzt operierte nur fünf der sechs Inch seines Geschlechtsteiles weg, wodurch er heute weder Mann noch Frau ist. Dieses übriggebliebene “Angry” Inch war auch der Grund für die Trennung von Tommy.

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Kommentare (6) — Film: Hedwig and the Angry Inch

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syrbal

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

allein schon der name - hedWIG. genial!

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spanky

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hintersinniges Transgendermärchen, dass mit viel humorigem Einfallsreichtum, bedächtiger Selbstironie und grandiosem Glampunk-Soundtrack genügend Eier hat, auf der Leinwand und in der Stereoanlage gleichzeitig als Kult gehandelt zu werden.

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Sonse

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Bewertung7.5Sehenswert

"How did some slip of a girly boy from communist East Berlin become the internationally ignored song stylist barely standing before you?" Hedwig wuchs als Hänsel in Ost-Berlin auf und durfte seine Rockmusik nur mit Kopf im Ofen singen und wird Opfer einer verpfuschten Geschlehtsumwandlung, um einen G.I. zu heiraten, der sie nach einem Jahr in einem Trailerpark in Kansas für einen Typen sitzen lässt, just in dem Moment als die Mauer fällt. Sie tourt darauf mit einer Band durch Restaurants, trifft den jungen Tommy, der nicht nur ihr Herz, sondern auch ihre Songs stiehlt, und damit berühmt wird.

John Cameron Mitchell ist hier große Klasse, und macht aus seinem und Stephen Trasks Rock Musical eine gelungene Filmversion, die zwar ihre Durchhänger hat, sich für einen Erstling aber durchaus sehen lassen kann. Mitchell ist Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion und beeindruckt vor allem mit Perücke als Hedwig. Die episodenhaft in Flashbacks erzählte Geschichte unterhält, wirklich mitreißend ist jedoch einzig die Energie der androgynen Heldin. Was für eine Kreation! Die Dialoge sind recht scharfzüngig: [Jemand singt im Hintergrund "I Will Always Love You" für Tommy] Er: What do you think? Do you think love lasts forever? Hedwig: No, but this song does. Die Nummern mehr als hörbar. Richtig gut sind der Opener "Tear Me Down" (There ain't much of a difference/ Between a bridge and a wall/ Without me right in the middle, babe/ You would be nothing at all) und "Origin of Love", in dem Aristophanes' Mythos von der Macht des Eros, von den Göttern entzweite, ursprünglich männliche, weibliche und gemischte Kugelwesen, die nun ihre andere Hälfte suchen, aus Platons "Symposion", erzählt wird. Da mag ich selbst die simplen Skizzen-Animationszenen. Schaut und hört es euch selbst an, ich füge die Stücke hier mal in der Trailersektion hinzu.
Also, ich hatte meinen Spaß und würde zu gerne mal die Bühnenshow sehen.

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patcharisma

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Liebe Sonse, Du schaust Dir pro Tag gemäss Dashboard vier bis fünf schräge Indie-Filme an? So ein Herzblut bewundere ich, oder hast Du Nerven aus Stahl? Ich erinnere mich, dass ich nach diesen Schund hier (entschuldige) am liebsten in die Klapse wär. Aber ich bin ja auch gebranntes 80's-Kind und diese Hedwig könnte ich auf den Mond schiessen! xD


Sonse

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Hihi. Nee, die Filme habe ich in den letzten Wochen gesehen. Wollte nur zu allen was schreiben, und bin erst jetzt dazu gekommen. Drei fehlen aktuell noch, die schaffe ich heute aber wohl nicht mehr. ;)


Mariel

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

„Don't you know me, Kansas City? I‘m the new Berlin Wall! Try and tear me down.“ So beginnt das furioseste Post-Punk/Neo- Glam Musical unserer Zeit: mit einer abgefuckten Punkrock Drag Queen, die einem schockierten Spiesserpublikum in einem Fischrestaurant ihre
Lebensgeschichte erzählt. Geboren als Hansel Schmidt in Ostberlin, lässt er eine Geschlechtsumwandlung,die grotesk danebengeht (ein „angry
inch“, ca. 2 Zentimeter, bleiben von seinem besten Stück zurück) durchführen, um unter dem Namen seiner Mutter Hedwig einen GI heiraten
zu können, nur um ein Jahr später geschieden und unglücklich in einem Trailerpark in Junction City, Kansas zu landen, wo sie den Fall der Berliner Mauer im Fernsehen mit verfolgen kann.

Mit dem naiven Tommy, den sie von seiner Vorliebe für classic rock heilt, bildet sie ein Ike & Tina ähnliches Duo – bis er ihre Songs stiehlt und als Tommy Gnosis Stadien füllt. Mit ihrer neuen Band „The Angry Inch“ verfolgt sie Tommys Tour, und zwar stets in den Bilgewaters Fischrestaurants um die Ecke, bis sich durch einen Zufall ihr Blatt endlich zu wenden scheint.

Ebenso eklektisch wie Hedwigs Auftreten, Aussehen, Geschlecht und Werk ist der Film selbst, der auf unglaublich geschmeidige Art und Weise Musical, Road movie, Liebesdrama, Satire, Konzertfilm und Stand-up Comedy vereint.
Mit Hedwig schufen die Masterminds John Cameron Mitchell, und Stephen Trask (Autor der Songs und des Score, Darsteller des „Angry Inch“-Gitarrristen Skszp) eine unerhörte Rock Odyssee, die so bald von keiner
Queer Cinema-Sensation übertrumpft werden wird.

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patcharisma

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Bewertung0.0Hassfilm

Absolut ätzende & einschläfernde Ein-Transgender-Show einer untalentierten & erst noch hässlichen Transe voller schlechter(!) Drei-Akkorde-Musik, mühseligem Egomanen-Humor, pseudo-philosophischem Gelabber über Gummibärchen o. ä., & Möchtegern-Joan Crawford-Diven-Hysterie, z.B. weil eine Wäschefrau einen BH versehentlich in den Wäschetrockner tat; dieses Kapitel Lustigkeiten eben.

Wobei sich ja alles schlussendlich nur um die eigenen gelebten Sex dreht - um die Erfüllung oder Frustration, die daraus resultiert - der anscheinend einzige Messlatte zur Befindlichkeit vorgibt und um die titelgebende "Tragödie" dieses einen Inch's Penisrelikt. Und der Traum des sie begehrenden Hetero-Polizisten in Uniform träumte schon ihre Urgrossschwiegermutter im Groschenroman. Herrgott, es muss doch auch für eine Transe noch andere Themen geben, als dieses selbsterrichtete Psychogefängnis. Das alles macht diese "schrille Hedwig" eben spiessiger, wie das von ihr geschmähte Bürgertum.

Da höre ich mir echt lieber wiedermal eine Ru Paul-Platte an oder seh ein Video von ihr auf YouTube, dort werden die Clichés wirklich gesprengt.

Und dass Boy George darauf steht, verwundert mich überhaupt nicht! War er in den frühen 80er selbst so ein verclichiertes "Vorbild", für die armen jungen schwulen Kids aus dieser Zeit, die nichts anderes vorgesetzt bekamen also solche, in Selbstmitleid zu ertrinkende, Jimmy Sommervilles etc. & dadurch in einer grandiosen Identitätskrise landeten.

PS: Der froschäugige Michael Pitt darf in diesem Trauerspiel natürlich auch nicht fehlen! Finden Sie den eigentlich auch so unsympathisch?

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Sonse

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Michael Pitt kann ich auch nicht mehr sehen, aber den Film mochte ich. ;)


harperpitt

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Bewertung7.0Sehenswert

Hedwig rocks!

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