Hundstage

Dog Day Afternoon (1975), US
Laufzeit 124 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 19.03.1976

7.8 Kritiker
33 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.2 Community
2258 Bewertungen
44 Kommentare
Hundstage
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von Sidney Lumet, mit Al Pacino und John Cazale

Al Pacino in einem knallharten Gangsterfilm. Der Banküberfall sollte nur zehn Minuten dauern. Aber erst nach zwölf Stunden treibt er seinen Höhepunkt entgegen. In Brooklys Straßen kocht die Luft eines heißen Sommertages. Kurz vor Schalterschluss betreten drei Männer die Filiale einer Bank. Sie wollen Geld. Im Safe sind nur elfhundert Dollar. Einer der Gangster verliert die Nerven und verlässt den Schauplatz des Verbrechens. Die beiden anderen begehen einen Fehler, der die Polizei auf den Plan ruft. Nun sitzen alle in der Falle. Es beginnt ein dramatisches Show-Down. Die Geiseln fürchten, Opfer eines übereilten Polizeieinsatzes zu werden.

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Kritiken (2) — Film: Hundstage

Kaltduscher: MoviezKult.de

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9.5Herausragend

Am 22. August 1972 überfielen der 27-jährige Vietnamveteran John Wojtowicz und der 18-jährige Salvatore Naturile eine Bank in Brooklyn und brachten den Geschäftsführer sowie mehrere Bankangestellte in ihre Gewalt. Der Überfall sollte schnell gehen, doch endete in einem Disaster. Auf Grund einer Fehlinformation war der Tresor so gut wie leer. Wutentbrannt verbrannte Wojtowicz deshalb die Listen mit der Kennung der Scheine und verursachte so eine enorme Rauchentwicklung, die erst die Polizei, dann auch TV-Stationen und unzählige Schaulustige vor die Bank lockte. Aus dem Überfall wurde so schnell ein mediales Großereignis, welches 14 Stunden andauern sollte. Erst am Kennedy Airport, von wo die Geiselnehmer mit einer gecharterten Maschine nach Algerien fliehen wollten, konnten sie vom FBI gestoppt werden. Naturille wurde erschossen und Wojtowicz verhaftet. Aufsehen erregte der Fall später noch, als die Geiseln von dem guten Verhältnis zu den Entführern berichteten und Wojtowicz vor Gericht aussagte, dass er mit dem ergaunerten Geld eine Geschlechtsumwandlung für seinen transsexuellen Lebensgefährten Ernest Aron finanzieren wollte. Viel Stoff also, der sich zu verfilmen lohnt. So schuf Sidney Lumet 1975, ein Jahr vor seiner fulminanten Satire Network, den Film Hundstage, der die Ereignisse von Brooklyn rekonstruiert.

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Nagelfahr

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Das ist keine Kritik, sondern der leicht veränderte Inhalt des Wikipedia Artikels über die wahren Ereignisse. Ich denke als Kritiker sollte man sich mit den Filmen auseinadersetzen und nicht nur mit den Copy Paste Tasten rumspielen.


Hausmeister: Nerdtalk.de

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8.0Ausgezeichnet

Die beiden Kleinganoven Sonny und Sal wollen kurz vor Feierabend eine Bank überfallen. Alles soll ganz schnell gehen: rein – Geld holen – raus. Doch natürlich läuft nichts nach Plan: aus dem Banküberfall wird eine Geiselnahme, die schnell ihren Weg in die Medien schafft. Da Sonny eigentlich ein ganz sympathischer Kerl ist, versammeln sich nach kurzer Zeit vor der Bank nicht nur Hundertschaften von Polizisten, sondern auch viele Sympathisanten, die Sonny unterstützen wollen. Da Sal nur ein psychopathischer Mitläufer ist, dessen Gewaltschwelle durch seinen Einsatz in Vietnam eh ein wenig gesenkt wurde, ist Sonny auf sich allein gestellt. Auch die während den Hundstagen brütende Hitze und eine abgeschaltete Klimaanlage machen die Situation nicht leichter. Kann er diese Geiselnahme sauber über die Bühne bringen?

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (42) — Film: Hundstage

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ElMagico

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Bewertung9.0Herausragend

Nahezu perfekte Symbiose aus Action-Elementen, Charakter-Studie und obendrein eine schlaue Beobachtung der Dynamiken, welchen Menschen in Extremsituationen unterliegen. Und diesmal will ich wirklich nicht die Nadel der Kritik im Heuhaufen suchen. "Dog day afternoon" funktioniert als wirklich tiefgehendes Melodram, genauso wie er als Actionfilm funktioniert. Alle, und ich meine wirklich alle, Schauspieler brillieren und der Film krönt sich selbst, in dem er einige ungewöhnlich Themen (vorallem in einem solchen Film) auf ganz, ganz sensible und mutige Art anspricht.
Dabei fiel es mir schwer diese einzelnen Ebenen zu trennen. Der Ausgangspunkt ist natürlich der Banküberfall welcher mit seinen einhergehenden Action- und Spannungselementen auch den roten Faden der Geschichte bilden. Dieser Verlauf ist aber so geprägt von äusseren und inneren Wendungen, von einem ständigen neuen definieren wer gerade die Oberhand hat und wer gerade die schwächere Position inne hat. Und die Art und Weise wie das hier geschieht ist einfach Phänomenal, da nicht wie gewohnt das Ganze auf ein Duell zweier Personen hinausläuft, sondern Einflüsse nicht vielfältiger sein sind. Jeder kämpft mit sich selbst, wie er mit dem anderem kämpft. Jeder Schritt bedeutet das die Karten neu gemischt werden. Und dann gibt es noch unkalkulierbare Größen, wie z.B. die immer zahlreicher werdenden Zuschauer. Die körperliche Action übernimmt zwar nie die Kontrolle über den Film, ist aber ein ständiger Begleiter, denn ein jeder hier ist kaum noch Herr über seine Aktionen. Gleichzeitig wirkt "Dog day afternoon" von Anfang bis Ende völlig Glaubhaft, völlig Echt. Man ist schnell Teil dieser Geschichte, man ist Geisel, man ist Polizist oder man ist einer in der johlenden Masse. Jede Entscheidung, jeder Schritt, alle Gefühle und Regungen...alles ist völlig nachvollziehbar.
Dass dem so ist, dass man sich so sehr in diesem Film verliert ist, meiner Meinung nach, einem Umstand ganz besonders geschuldet: Der Charakterzeichnung. Jede Person in diesem Film ist Glaubhaft. Hier erscheint nichts gekünstelt und jeder Werdegang und die dazugehörigen Verhaltensweisen können gar nicht anders sein. Das sind Menschen in einer Extremsituation, keine Puppen die der Darstellung einer solchen dienen. Und so kämpft jeder, ob in oder ausserhalb der Bank, auch mit seinen eigenen Dämonen. Selbst das Thema Homosexualität bindet Sidney Lumet in "Dog day afternoon" so unaufgeregt, so sensibel und menschlich ein...grossartig! Und diese Szenen, vorallem das Telefongespräch zwischen Leon und Sonny sind tatsächlich zum Niederknien. Aber eigentlich gibt es gar keine unwichtigen oder uninteressanten Szenen in "Dog day afternoon". Genausowenig wie es Nebenrollen gibt, alle sind hier Teil eines Grossen, alle Figuren sind ein Puzzleteil und alle Figuren sind sorgfältig ausgearbeitet und hinreissend gespielt. Sollte es hier einen Hauptdarsteller geben, dann ist es vielleicht die Bank...obwohl: wahrscheinlich ist es noch eher New York City.
Ich merkte zwar schon an, dass alle hier wirklich überragend aufspielen. Trotzdem: Hier ein kleines, Magic-internes Ranking, einfach weil es wenig Filme gibt mit so einem famos aufspielendem Ensemble!
3. Platz: Chris Sarandon als Leon. Keine Ahnung ob ich noch andere Filme mit dem Mann kenne und ich bin mir auch sehr bewusst, dass er sehr davon profitiert wie Sidney Lumet seine Rolle angelegt hat. Trotzdem grossartig wie er den Homosexuellen Leon wiedergibt. Immer offensichtlich Homosexuell, aber niemals annähernd eine Karikatur dessen. Eigenartig, aber eben gar nicht so anders. Und wie schon erwähnt: Das Telefonat. Grossartiger Dialog, der in diesem Moment dem Film plötzlich nochmal soviele neue Nuancen gibt...und dabei jederzeit wie aus dem Leben gegriffen scheint.
2. Platz: Al Pacino als Sonny. Paraderolle. Vielleicht nicht seine bekannteste, aber mir kommt keine bessere in den Sinn. In dieser Rolle kommt er an allen Enden der menschlichen Gefühlswelt an, scheint wie eine menschliche Kugel im Flipperspiel der Emotionen. Und er meistert das wirklich alles grandios. Man nimmt ihn die Verzweiflung ab, genau wie man ihn den Enthusiasmus abnimmt den er teilweise aufbaut. Man scheint ihn irgendwann zu kennen. Mann weiss irgendwann warum das gerade alles passiert. Man meint ihn so gut zu kennen, dass man ihm an seinen Augen ablesen kann, wie es ihm geht.
1. Platz: John Cazale als Sal. Er tauchte bisher in diesem Text noch gar nicht auf. Eigentlich aus gutem Grund: Er war sich vor dem Überfall nicht sicher, war eigentlich nur dabei weil er nichts anderes hatte. Schon kurz nach dem sich die Geschehnisse ungüstig entwickelten, war er völlig überfordert. Ein einfacher Mann, der mit dem Leben nicht zurecht kam und schon gar nicht mit dieser verzweifelten Situation. Ein Mann der es nie schön hatte und eigentlich nichts anderes wollte als das. Ein bisschen Harmonie und ein bisschen Glück. Und wie John Cazale diese Zerbrochenheit wiedergibt toppt für mich nochmal Al Pacinos Performance. Jeder Blick, jedes Wort scheinen von einem schwachen, verletzten Kind zu stammen. Diese Hilflosigkeit die sich in jeder Bewegung zeigen, diese traurigen Augen wenn er Sonny folgt, ohne nocht irgendetwas zu glauben. Ganz gross!
Eine einseitige Lobeshymne? Das hat der Film verdient!
Grossartig!

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Prechtl

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Toller Kommentar! Und schön, dass du John Cazale so würdigst :)


ElMagico

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Danke du...er ist halt einfach ein guter gewesen, ein Charakterkopf durch und durch.


Prechtl

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Bewertung9.0Herausragend

„Dog Day Afternoon“ ist ein Film aus dem Jahre 1975, der die wahre Geschichte einer Geiselnahme in einer Bank in Manhattan aus der Sicht der Räuber behandelt.
Der folgende Text könnte Spoiler beinhalten!

Die zwei Männer Sonny (Al Pacino) und Sal (John Cazale) beschließen eines schönen und heißen Tages, in eine Bank hineinzuspazieren und nebenbei das gesamte Geld aus dem Tresorraum zu kassieren. Doch schon nach den ersten paar Augenblicken sieht man, dass die beiden, was Banküberfälle betrifft, noch richtige Greenhorns sind und sich allerlei unnötige Fehler erlauben. Sie erfahren, dass gerade eben das Geld von der Bank abgeholt wurde und sich nur noch läppische 1100 Dollar im Safe befinden. Daraufhin durchsucht Sonny sämtliche Kassen der Bank und verbrennt noch das Scheckbuch in einem Mülleimer. Ein Mann auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird auf den Rauch aufmerksam und ruft die Polizei. Eine zwölfstündige Geiselnahme beginnt.

Die spannenden Elemente in diesem Film sind die Geiselnahme an sich, die Interaktion mit der Polizei und die Interaktion zu den Geiseln, zu denen sie ein friedliches Verhältnis haben. Natürlich wird zu Beginn noch ordentlich Stress gemacht, um sich den nötigen Respekt zu verschaffen, aber die Angestellten merken bald, dass Sonny gar kein übler Typ ist. Während der zwölf Stunden, die sie gemeinsam im stickigen Bankgebäude verbringen, pflegen sie ein friedliches und freundliches Verhältnis zueinander.
Im Laufe des Films werden Sonnys Motive für den Banküberfall klar: Er ist in einer Beziehung mit dem transsexuellen Leon, der sich gerne eine Geschlechtsumwandlung wünscht und so eine Operation ist nicht gerade billig. Man sieht also, dass er das Verbrechen nicht aus Habgier sondern aus Liebe für seinen Mann begeht.
Ganz anders ist da schon sein Komplize Sal (gespielt von John Cazale): Dieser ist nicht ganz so zimperlich wie Sonny und würde ohne weiteres die Geiseln töten, wenn sich kein anderer Ausweg ergäbe, während Sonny dies zu verhindern versucht.

Die Highlights des Films sind klar die Außenszenen, als Sonny vor dem Bankgebäude mit dem Detective Sergeant Moretti diskutiert. Neben zig Polizisten sind außerdem ein ganzer Haufen Leute vom Fernsehen und auch zahlreiche Zivilisten vor Ort, für die er nach dem legendären Ausruf „Attica! Attica“ so etwas wie ein Held ist und er wird jedes Mal lautstark bejubelt, wenn er die Bank verlässt.
Außerdem fand ich die lange Szene, in der sich Sonny mit Leon am Telefon unterhält, sehr gelungen, vor allem weil sie zu einem großen Teil improvisiert wurde. Ich habe mir den ganzen Film im O-Ton angesehen und war deshalb umso mehr beeindruckt.

Al Pacino spielt ausgezeichnet, auch der restliche Cast überzeugt durchgehend. Beim Telefonat hat mir auch Chris Sarandon gefallen. Lediglich von John Cazale hätte ich mir etwas mehr Präsenz gewünscht, denn meistens saß oder stand er nur im Abseits und trug seinen gewohnten traurigen Blick zur Schau.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Prechtl

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Ja und der geht heute noch weiter ;)


doctorgonzo

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Ausgezeichnet.


miandres

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Bewertung4.0Uninteressant

"Knallharter Gangsterfilm"? Das hätte ich doch vorher wissen sollen! Ich habe eine unglaublich lange Parodie eines verkorksten Banküberfalls gesehen. Na klar: Pacino ist im Saft der Jugend und spielt famos und natürlich ändern sich nach so langer Zeit auch Sehgewohnheiten. Aber spannend war das nicht.

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FLICKer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Attica! Attica!"

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annaberlin

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich habe mir ein wenig schwer getan mit diesem Gangsterfilm, der eigentlich keiner ist. Als Musterbeispiel für ein neues Kino in den 70ern hat das Werk von Sidney Lumet es heute schwer und bringt kaum mehr Konventionen ins Wanken. Nachdem ich aber nun den Audiokommentar von Lumet auf der DVD angehört habe, gefällt mir Hundstage immer besser. Lumet war schon ein sehr bedachter Regisseur, aber auch ein mutiger: Erstmals tauchte das Thema Geschlechts-OP und Transsexualismus im Mainstreamkino auf. Lumets Entscheidung, keine Musik zu verwenden, empfand ich zunächst als störend, dann aber wohltuend, denn so wirkt das Spiel von Al Pacino noch deutlich intensiver. Dass der Film auf einer wahren Begebenheit beruht, macht ihn umso bedeutender.

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george.taylor

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Bewertung1.0Ärgerlich

Was fand ich diesen Film nervig!

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aggrotainment

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spannender Thriller bei dem man ständig mitfiebert wie die Geschichte weitergeht. Bis zu guter letzt wird man gekonnt hingehalten und kann nicht wirklich sagen wie die Geschichte ausgeht. Einzig die Situation mit dem Fahrer lässt einen einiges ahnen, was aber eher die Spannung erhöht, als sie zu zerstören. Al Pacino spielt schon in jungen Jahren äußerst glaubhaft, Regie und Kamera bringen ebenso gute Leistung. Die Story an Sich war wohl nicht schwer zu schreiben, weil der Film ja auf einer wahren Begebenheit beruht. Spielt hier aber weniger eine Rolle, als in ganz anderen Filmen wie zB. 172 Hours. Als Fazit kann man sagen, dass wer auf spannende Thriller steht und auch gegen Banküberfälle nicht einzuwenden hat, mit diesem Film sehr gut bedient sein sollte. Für Fans atemberaubender Action bietet sich hingegen wenig. (Was den Film natürlich nicht im Geringsten schmälert) Normalerweise hätte ich mich über das Ende aufgeregt, aber da kann man bei einer wahren Begebenheit wohl nichts machen.

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rkuehne

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Bewertung2.5Ärgerlich

Auch auf die Gefahr hin, hier von allen zerrissen zu werden, denn bisher ist der Film ja durch die Bank und über den Klee, den grünen, gelobt worden - mein Ding war es nicht. Es hat mich einfach nicht erreicht, nicht berührt, nur angestrengt. Man kann den Machern im Grunde nichts vorwerfen, handwerklich und schauspielerisch ist hier alles in Ordnung bis überragend, aber es ist schlichtweg nicht mein Genre, nicht meine Zeit, nicht mein Film und so muss man eben auch einem "guten" Film eine schlechte Note geben.

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aggrotainment

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du hast deine Bewertung so glaubhaft und ausführlich hinterlegt, dass dir keiner absichtliche Negativbewertung unterstellen kann.
deswegen wirst du wahrscheinlich auch nicht zerissen :D noch nicht ;)


rkuehne

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was würde mir eine absichtliche negativbewertung denn bringen? Möglicherweise hab ich den Film auch im falschen Moment gesehen, sowas gibt es ja auch, aber ich hab mich einfach wirklich nicht angesprochen gefühlt und so gibts eben nur die Punkte für die Handwerkliche Leistung, die war top.


Benni-THE-KING

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Bewertung9.0Herausragend

Ein großartiges Stück Filmgeschichte.
Wie man wirklich der Meinung sein kann Al Pacino sei nicht der beste Schauspieler aller Zeiten ist mir unbegreiflich...

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Reload

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"The robbery should have taken 10 minutes. 4 hours later, the bank was like a circus sideshow. 8 hours later, it was the hottest thing on live T.V. 12 hours later it was all history. And it’s all true."

Als Hundstage werden die heißen Tage im Sommer zwischen dem 23. Juli und dem 23. August bezeichnet. Zu dieser Zeit entschließen sich drei Männer; Sonny, Val und Stevie; eine Bank zu überfallen. Zu Beginn des Films dringen sie in die Bank ein, doch schon nach kurzer Zeit steigt Stevie aus, weil er mit der Situation überfordert ist. Zurück bleiben Sonny, Val, der Direktor und ein paar weibliche Bankangestellte. Da sich im Tresor nur ca. 1000 Dollar befinden, begehen die Verbrecher aus Wut einen Fehler. Dadurch wird die Polizei auf die Tat aufmerksam und umstellt das Gebäude. Doch auch die Presse wittert eine heiße Story, um das mediale Sommerloch aufzufüllen...

"Dog Day Afternoon" beruht auf einer wahren Geschichte. Das Teile dramaturgisch verändert werden ist häufig gang und gebe im Filmgeschäft, so auch bei "Hundstage". Aber das ist auch meistens notwendig. Die Grundgeschichte des Banküberfalls ist aber korrekt wiedergegeben. Und wie diese erzählt und fotografiert wird ist atemberaubend. Man leidet und schwitzt mit den Darstellern, da auch die Temperaturen in der Bank immer weiter ansteigen. Sidney Lumet gelingt es, eine starke Sympathie zu den Bankräubern herzustellen. Eigentlich sind sie keine schlechten Kerle, es ist einfach alles nur schiefgelaufen. Die Polizei zeigt stellenweise Inkompetenz, der Druck der Medien tut sein Übriges. Hunderte Schaulustige verfolgen das Spektakel live vor Ort. Sonny verhandelt mehrmals mitten auf der Straße und bringt mit dem legänderen Ausruf "Attica! Attica! Attica!" die breite Masse hinter sich. Das ist nicht nur ein Gänsehautmoment, diese eigentlich einfach Szene zeigt das Schauspieltalent des damals noch jungen Pacino als auch die klasse Intensität des Films. Die Tat nimmt immer skurriler Ausmaße an. Es geht um die Liebe zu einem Transsexuellen, um Wyoming und um die spektakulären Fluchtgedanken...

"Hundstage" besticht vor allem durch seine außergewöhnliche Atmosphäre, den zwischenmenschlichen Beziehungen in- und außerhalb der Bank, den hitzigen Wortgefechten und der Position der Polizei und Medien. Absolut fantastisch sind Die Darstellerleistungen, obwohl Al Pacino hier über allen steht. Er trägt den ganzen Film und ist in fast jeder Szene zu sehen. Klasse ist auch John Cazale, der schon in "Der Pate" mit Pacino gearbeitet hat. Aber auch die weiteren Akteure, jede noch so kleine Bankangestellte, alle liefern ein glaubwürdige und sehr gute Leistung ab.
Durch diese psychologische Dichte, der immer währenden Spannung ist "Dog Day Afternoon" ein wirkliches Meisterwerk und ganz oben auf meiner Lieblingsfilmliste.

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peterpit

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich habe darüber eine Dokumentation gesehen (welche ich online leider nicht finden kann) und dann den Film selbst. Echt packend und dennoch sehr einfach gestrickt. Ein Ort an dem der ganze Film gedreht wurde, so etwas gefällt mir. Pacino als junges & emotionales Wrack, der keinen Ausweg mehr sieht, und deswegen diesen Banküberfall als letzte Hoffnung findet. Und auch das Ende ist unerwartet toll.

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Oceanic6

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film spricht inhaltlich sehr viele Themen an und ist daher eher als Sozialdrama denn als typischer Bankräuber-Streifen zu betrachten. Die Darsteller agieren bravourös und verleihen ihren Charakteren sehr viel Tiefe und Gefühle. Trotzdem ist der Film stellenweise lang geraten und die Dialoge wirken immer wieder konstruiert. Hundstage muss ich somit mit Bedauern in die untere Schublade von Pacino und Lumet schieben, denn beide haben weitaus bessere Werke abgeliefert. Was man diesem Film allerdings anrechnen muss, ist die Tatsache, dass er auf einer wahren Geschichte basiert, er zudem einer der ersten seines Genres war und viele Ideen in späteren Filmen übernommen wurden.

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The_Comedian

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

´Dog Day Afternoon´ - Die drückende, nervenbelastende Schwüle dieses heißen Tages wird schon ganz zu Anfang beschrieben, denn bevor der erste Schriftzug des Vorspanns erscheint, mal abgesehen vom `Warner`- Logo zu Beginn, sieht man verschiedene Lebenssituationen in der Stadt und die Menschen unter den barbarischen Wetterverhältnissen ächzen. Dies ist ein schönes Stilmittel, um den Zuschauer in die Materie einzuführen, damit dieser sich einfühlen kann in die Stimmungslage der auch alsbald erscheinenden Hauptdarsteller Pacino und Cazale, welche bereits in der `Godfather´- Saga als (Alp)traum-Brüderpaar im Neo-Kain-und-Abel-Meisterstück prächtig harmonierten und konkurrierten, und es in `Hundstage´wieder ausgezeichnet tun. So ist Pacino diesmal der aktive Part und zugleich der positive Faktor, bezugnehmend auf die Geiselsituation, Cazale hingegen fällt der passiv-negative Bereich zu. Dies ist eine bemerkenswerte Kontroverse, denn eigentlich stehen diese Eigenschaften und Verhaltensweisen meist im genau anderen Verhältnis zueinander. Dieser Umstand hält eben die Spannung aufrecht, da die Stimmungslage all zu oft kippt und man dadurch nichts vorhersehen kann. Ich halte dies für eine Meisterleistung an dramaturgischem Geschick und den Film in der Gesamtheit für ausgezeichnet.

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RaZer

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr atmosphärischer Film, der teilweise fast beunruhigend amüsante Züge annimmt. Die parodistischen Elemente fügen sich aber erstaunlich gut in dieses ernste und spannende Thema ein. Lumet liefert hier Szenen ab, die oft zitiert wurden und als Inspiration für ähnliche Filme dienten. Pacino war schon damals grandios, auch wenn er hier ungewohnt nervös agieren musste, kam sein Charme doch immerwieder durch. Auch handwerklich gibt's wenig zu meckern.
Mag etwas Staub angesetzt haben, ist aber auch an heutigen Maßstäben gemessen ein großartiger Film.

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BobbyIII

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Bewertung7.0Sehenswert

Cazale und Pacino neben dem Paten in einem weiteren Film zusammen vor der Kamera. Und ein weiterer wirklich guter. Der Film behandelt die Schaulust der Menschen. Die Ausschlachtung der Medien. Das Mitteilungsbedürfnis des Einzelnen. Und die Taten in die Verzweiflung uns führen kann. Man kann sich in Sonny, so fern sein Leben vielleicht von dem eigenen entfernt ist extrem gut rein versetzen. Seine Verzweiflung spüren, aber auch seinen Antrieb. Pacino spielt ausgezeichnet. In Anlehnung dessen dass dieser Film nach einer wahren Begebenheit ist (ACHTUNG: MAJOR SPOILER) Satz von links nach rechts aber Wörter rückwärts geschrieben: dnu red elanigirO ynnoS mi ztasnegeG uz sonicaP elloR tbelrebü tah (ENDE SPOILER) sollte der echte Sonny nie einen Ratgeber zum Thema Bankraub rausbringen! ;)

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KlapTrap

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Geil, geil, geil - dreimal geil !
Geil, das Al Pacino mal nicht Al PAcino sondern ein nervöses Grünohr spielt, das sich bei seinem Bankraub (gerade anfangs) mehr einscheißt als seine eigenen Geiseln.
Geil, das die Cops hier anscheinend auch noch nie ein Heist-Movie gesehen haben, und eigentlich genauso wenig Plan haben, wie so eine Situation zu händeln ist.
Und letztendlich geil, weil sich daraus dann eine Kette von Ereignissen abspult, die man in dieser Form bestimmt noch nicht in einem Film dieses Genres gesehen hat.
Lakonisch wird hier bebildert was passiert, wenn Allerweltsmenschen den nötigen Mut und Wahnsinn auftreiben, um dann umzusetzen wovon viele Allerweltsmenschen nur heimlich träumen - nur um dann zu erleben, warum Träume auch besser Träume bleiben.
Einer der ganz wenigen Filme, denen ich die Berufung auf wahre Begebenheiten wirklich abnehme.
So verspult und klischeefrei, das Hollywood das niemals selbst auf die Reihe bekommen hätte, und wenn der Film die (für seine Zeit) totgeschwiegene Gender-Debatte auspackt, und nebenbei Presseschelte und Protestbewegungen satirisch auftischt, wirds sogar noch richtig mutig.
Warum schauen eigentlich nicht mehr Verantwortliche und Kreative von Hollywood in die Zeitung, sondern nur in ihre eigenes, rückwärtsgewandtes Portfolio, wenn es um Ideen für neue Filme geht ?

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doctorgonzo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hier schwitzt man wirklich mit! Hitze, Anspannung, Angst, aufkommende Klaustrophobie und draußen Schaulustige und ein Haufen Cops, die alle ein klein wenig überfordert scheinen.
Doch nicht verzagen, denn der Bankräuber ist einer jener sympathischen Losertypen, die für jede tragische Komödie unentbehrlich sind und der (auf einer wahren Begebenheit basierende) Überfall entwickelt sich zu einem wahren Fest für Freunde des abstrusen Humors. Nicht zuletzt durch die Motive der Bankräuber: der eine möchte seiner großen Liebe (einem transsexuellen Mann) eine Geschlechtsumwandlung finanzieren, der andere will sich mit dem erbeuteten Geld irgendwo außerhalb der USA zur Ruhe setzen, am liebsten in Wyoming.
Dass das alles nicht so klappt, überrascht natürlich kaum, trotzdem ist ein stetiger Wechsel aus Spannung und Lachen garantiert, womit wieder mal bewiesen wäre, dass die besten Geschichten immer noch das Leben schreibt. Auch, wenn man hier dem Leben noch ein wenig auf die Sprünge geholfen hat, was die Story anbetrifft und der Grundgeschichte ein paar tolle Akteure zur Seite gestellt hat.

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pellekraut007

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Auch ich konnte mir einen ähnlich positiven Kommentar nicht verkneifen.


Acry

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein guter Lehrfilm für jeden angehenden Bankräuber, der mit der Aufgabenstellung "Erläutern Sie, was hier falsch gemacht wurde" angeschaut werden sollte.
Der Film unterhält recht gut, wenn man bedenkt, dass er größtenteils in nur einer Location, der Bank, spielt und alles auf wahren Begebenheiten beruht.
Das Ende verleiht dem Ganzen dann noch die nötige Ernsthaftigkeit.
Trotz einiger kleiner Längen durchaus sehenswert.

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Andy Herman

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die spannende Erzählweise und Al Pacinos gelungene Leistung, machen dem Film zu einem richtig packenden Thriller. Alles wirkt sehr authentisch und trifft gut den Zeitgeist der 70er. Also klasse Film!

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damokles

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Angenehmer, junger Al Pacino. Hat mir in dieser Rolle deutlich besser gefallen, als in "Scarface".

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