Jakob, der Lügner
Jakob, der Lügner (1975), DE/CZ/SI Laufzeit 100 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Komödie, Drama, Kinostart 31.10.1975
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von Frank Beyer, mit Vlastimil Brodský und Erwin Geschonneck
Ein osteuropäisches jüdisches Ghetto im Jahre 1944. Jakob Heym wird wegen angeblicher Überschreitung der Ausgangssperre von einem Posten zum Gestapo-Revier geschickt. Durch Zufall kommt er mit dem Leben davon, und zufällig hat er dort im Radio eine Meldung über den Vormarsch der Roten Armee gehört. Er möchte die Nachricht an seine Leidensgefährten weitergeben, um ihnen Hoffnung zu machen, hat aber Angst, man würde ihn wegen seiner “Verbindung” zur Gestapo für einen Spitzel halten. So greift er zu einer Lüge, gibt vor, ein Radio versteckt zu haben. Die Menschen im Ghetto schöpfen neuen Lebensmut, es gibt keine Selbstmorde mehr, und man möchte von Jakob immer neue Informationen über den Vormarsch. Er muß weiterlügen, damit die Hoffnung bleibt. Sein Freund Kowalski hilft, die Nachrichten zu verbreiten, lässt sich sogar von einem Wachposten zusammenschlagen, um Jakob zu schützen, als der auf der Toilette aus Zeitungsfetzen der Nazis wahre Nachrichten zu finden sucht.
Anmerkungen zum Film Der Film mußte 1974 zuerst im DDR-Fernsehen ausgestrahlt werden, darüber waren der Regisseur Frank Beyer und der Autor Jurek Beckernicht gerade glücklich. Die DDR-Obrigkeit fehlte für das TV-Weihnachtsprogramm ein emotionaler Höhepunkt und Jakob der Lügner sollte diese Lücke füllen. Natürlich wussten Beyer und Becker, dass sie durch die TV Ausstrahlung mit einem Mal ein Millionenpublikum erreichen, sie wußten aber auch, dass die meister Zuschauer ein Schwarz-weiß Gerät hatten. Doch gerade die Farben spielen im Film eine große Rolle. Neben dem tristen Grau des Ghettos, gab es in den Rückblenden weiche, bonbonfarbene Bilder, das bekam man in Schwarz-weiß ebenso wenig mit, wie das völlig fehlen der Farbe grün.
Nach der TV-Premiere dauert es noch vier Monate bis der Film in die DDR-Kinos kam und weil viele meinten den Film schon gesehen zu haben, fanden sich nur noch knapp 200.000 Besucher ein.
Einem größeren internationalem Publikum wurde er durch die Aufführung während der Berlinale in West-Berlin bekannt.
QuelleRalf Schenk – Super illu mit DVD Nr. 28 vom 6. 7. 2007
Cast & Crew
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Frank Beyer
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Vlastimil Brodský
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Erwin Geschonneck
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kowalski
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Henry Hübchen
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Blanche Kommerell
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Manuela Simon
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Dezsõ Garas
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Regie
Schauspieler
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Zsuzsa Gordon
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Friedrich Richter
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Margit Bara
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Reimar J. Baur
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Armin Mueller-Stahl
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Jurek Becker
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Frank Beyer
- Genre
- Kriegsfilm, Komödie, Drama
- Zeit
- 1940er Jahre, 1944, Zweiter Weltkrieg
- Ort
- Fantasiewelt, Ghetto, Jüdisches Ghetto
- Handlung
- Alte Freunde, Beste Freunde, Deportation, Diebstahl, Familie, Familienkonflikte, Familienkonflikte, Freund, Freundin, Freundschaft, Geheimhalten, Gestapo, Ghettoaufstand, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Hunger, Hörfunk, Jude, Jüdisches Ghetto, Kameradschaft, Krieg, Lager, Lethargie, Liebespaar, Lüge, Lügner, Mädchen, Männerfreundschaft, Nachricht, Nachrichtensendung, Neubeginn, Phantasie, Publikum, Radiogerät, Radiomoderator, Radiosendung, Schutzstaffel (SS), Seelenverwandtschaft, Sowjetische Truppen, Tod eines Freundes, Toilette, Traum, Verlassen der Familie, Verlust der Familie, Versteck, Vertrauen, Wachdienst, Wachmann, Waffen-SS, Warschauer Ghetto, Wächter, Zuhörer, Öffentlichkeit
- Stimmung
- Berührend, Geistreich, Spannend
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Jakob, der Lügner
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Trailer zum Film Jakob, der Lügner
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Kommentare (2) — Film: Jakob, der Lügner
Kommentar schreibenalanger 2010/10/31 02:05:27
Kommentar löschender gelungene(!), frühere gegenentwurf zu 'das leben ist schön'.
und 11000mal besser als das verblödete remake mit herrn williams.
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maslobojew 2008/10/27 10:09:26
Kommentar löschenWohl die beste Verfilmung des Romans von Jurek Becker.
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