James Bond 007 - Der Hauch des Todes

The Living Daylights (1987), GB/US Laufzeit 130 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Thriller, Actionfilm, Abenteuerfilm, Kinostart 13.08.1987

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6.0
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6.6
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von John Glen, mit Timothy Dalton und Caroline Bliss

Während einer Übung wird ein 00-Agent aus unerfindlichen Gründen getötet und James Bond erfährt, dass das KGB alle feindlichen Agenten töten will.

Der KGB-ler Koskov (Jereon Krabbe) signalisiert dem britischen Geheimdienst, daß er in den Westen überlaufen möchte. James Bond (Timothy Dalton) soll für seine Sicherheit bei der Flucht garantieren und bringt den General danach auch sicher über die Grenze. Die Freude währt allerdings nicht lange, denn Koskov wird gewaltsam von seinen Leuten zurück geholt. 007 versucht, Kontakt zu Koskovs Freundin aufzunehmen, der Cellistin Kara (Maryam d’Abo). Sie wird bereits vom KGB beschattet, weil auch die nichts von Koskov wissen. Bond und Kara tricksen ihre Beschatter vom KGB aus und versuchen auf eigene Faust, die Spur von Koskov aufzunehmen.

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Kritiken (3) — Film: James Bond 007 - Der Hauch des Todes

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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6.5Ganz gut

Timothy Dalton stand 1987 für eine radikale Neuausrichtung alteingesessener, aber fast schon eingerosteter Winkelzüge Pate. Sein James Bond taumelt nicht mehr ins Zimmer des Chefs, nachdem der Flirt mit dessen für Bond-Verhältnisse überalterten Sekretärin die üblichen eifersüchtigen Spitzfindigkeiten hervorbrachte. Sein James Bond ist hart und unnachgiebig, aber vielmehr warm und beruhigend, einer, der den Überblick besitzt und dagegen den selbstzweckhaften Sprücheklopfer ins Abseits stellt. Einer, der aus intellektueller Selbstsicherheit heraus die Mission erfolgreich abschließt und doch nirgends die emotionale Temperamentlosigkeit verliert, zu beschützende Kollegen mitfühlend zu behandeln. Entsprechend gestaltet sich "Der Hauch des Todes" trotz der verjüngten, jedoch eindimensional gespielten Miss Moneypenny als bodenständig angesiedelter Geheimdienst-Thriller, der die ihm inhärente Überlebenstechnik (ein Ghettoblaster!) zum Wohle der Geschichte gestaltet, während Bond im Kern der Handlung mit seinem Mädchen (Mauerblümchen: Maryam d'Abo) lediglich um den halben Erdball flieht und in Afghanistan noch einmal dem Team explosiv zuarbeitet. Ein verschmitzt-theatralischer Jeroen Krabbé und ein Haudrauf-Waffenfetischist (Joe Don Baker) zeigen sich als Bonds mannigfaltige Kontrahenten, wovon der eine stolz auf seine Museumssammlung blutrünstiger Diktatoren ist, die "das faule Fleisch von der Gesellschaft abschneiden" würden. Inmitten der Weite des Himmels und der Enge der Küche entspringt der Hauch des Todes, den jeder am Nacken spürt.

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Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

“The Living Daylights” war Timothy Daltons Debüt als James Bond und selten hat ein Schauspieler der Figur bei seinem ersten Einsatz so gut getan. Wenn sich Dalton auch äußerlich recht deutlich von seinen Vorgängern unterscheidet, so spielt er seine Rolle doch so, wie sie sein sollte und auch in den (zumindest in den bisher von mir gelesenen) Büchern angelegt war.

Die Handlung des Films ist wesentlich realitätsbezogener, was aber nicht weiter stört, zumindest aber mal eine Abwechslung ist. Übertriebene Weltherrschaftspläne gehören zwar auch irgendwie zu Bond, doch ist er ja immer noch ein Agent. Schlimm wirds ja erst, wenns ins All geht…

“Der Hauch des Todes” macht einfach Spaß. Die Action ist atemberaubend und würde heutzutage wahrscheinlich nur am Rechner entstehen, Bond hat immer mal wieder einen Oneliner parat, der auch wirklich witzig ist und das Zusammenspiel mit seinem aktuellen Bond-Girl ist auch stimmig. Die Gadjets von Q sind zwar (vor allem für die damalige Zeit) wieder mal völlig übertrieben, aber werden zumindest nicht übertrieben in Szene gesetzt. Das alles sieht man später bei “Stirb an einem anderen Tag” noch viel schlimmer. Außerdem beinhaltet dieser Film eines der schönsten Autos, die Bond je fahren durfte.

Insgesamt ein Film, den ich ohne weiteres empfehlen kann, als reiner Actionfilm wie auch als reinen Bond-Film.

http://xander81.wordpress.com/2008/11/10/kritik-james-bond-007-der-hauch-des-todes/

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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7.0Sehenswert

Timothy Daltons Bond-Einstand überzeugt durch eine ernsthafte Geschichte, die den Titelhelden nicht weiterhin als ironischen, verführerischen Sprücheklopfer, sondern monogamen Agenten mit der richtigen Mischung aus Herz und Härte versteht. Dalton brilliert in jeder Hinsicht, während der ideenreich und spannend erzählte Film zunächst alle Erwartungen erfüllt. Leider aber überzeugt der 15. Bond im letzten Drittel zusehends weniger, die Afghanistan-Episode wirkt aufgesetzt, unrhythmisch und ziellos, sodass "The Living Daylights" sein Potential, einer der absoluten Höhenfluge der Serie zu werden, dann doch noch verschenkt.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

der cineast

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Wie der Vega doch immer alles erfasst :)



Kommentare (42) — Film: James Bond 007 - Der Hauch des Todes


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Wall

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Bewertung7.5Sehenswert

Endlich ist wieder frischer Wind im Bond-Franchise! Nach Roger Moores Abgang schlägt mit dem neuen Bond-Darsteller wieder ganz neue Töne. Nachdem die Moore-Filme von viel Humor, bunten Farben, überdrehten Gadgets und skurrilen Charakteren und viel augenzwinkernder Selbstironie lebten, ist der neue Film wieder viel mehr geprägt von den frühen Bonds der 60er und frühen 70er Jahre.
So wirkt "Der Hauch des Todes" deutlich ernster und stellt die Geheimdienst-Arbeit wieder ein wenig mehr in den Vordergrund. Insgesamt wirkt der Film auch in seinen Farben wesentlich monotoner und düsterer, die Actionszenen kommen auch etwas brutaler daher - der neue Bond ist deutlich ernsthafter als je zuvor und wieder näher an der Roman-Vorlage Flemings. Aber natürlich nicht, ohne dabei die gewisse Portion Selbstironie, also den Bond-Charme zu verlieren. So gibt es immer noch den ein oder anderen Gag zu beschmunzeln und James Bond ist auch immer noch ein Charmebolzen bei den Frauen (wenn auch nicht mehr so übertrieben wie bei Moore). Auch gibt es immer noch einen Haufen nützlicher Gadgets aus der Q-Abteilung und vielmehr: es gibt wieder ein verdammt cooles Bond-Auto aus dem Hause Aston Martin mit unzähligen...äh...Extras an Bord :).

Timothy Dalton war meiner Meinung nach eine gute Wahl, vor allem weil er einen starken optischen Kontrast zu seinem Vorgänger herstellt. Aber auch so wirkt er als Geheimagent viel glaubwürdiger und in den Actionszenen deutlich fitter und bestechender. Auch ist Dalton der bessere Schauspieler, dem man sowohl die ernsten, als auch die humorvollen oder romantisch angehauchten Szenen sehr gut abnimmt.

Auch wenn ich den Film bis jetzt nur in hohen Tönen gelobt habe, ist er auf keinen Fall perfekt - im Gegenteil: Auch wenn die Story sehr spannend beginnt (vor allem die Eröffnungssequenz ist top!) verläuft sie später etwas holprig weiter und vermisst es in der Mitte an Spannung aufzubauen. Auch hat man schon bessere Bond-Gegner gesehen. Aber naja...es kann halt nicht alles direkt beim ersten mal klappen.
Insgesamt ist es aber auf jeden Fall der beste Bond seit langem, der mit einem coolen und beinharten Bond-Darsteller, sowie neu gewonnener Ernsthaftigkeit punktet. Zusammen mit den relativ rar gesäten aber aufwendig in Szene gesetzten Action ist es ein absolut runder Agententhriller!

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Ichundso

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Jetzt, wo ich mich immer mal wieder ein bisschen weiter durch die verschiedenen Stationen der 50 Jahre Bond arbeite, stellt sich mir schon die ein oder andere Frage.
Die wichtigste davon ist, warum hat Timothy Dalton nur zwei Filme gemacht? Er ist der einzige Bond neben Craig, dem ich seine Rolle tatsächlich abnehme. Das liegt zwar teilweise auch daran, dass die beiden die realistischsten Drehbücher für ihre Filme bekamen, aber vor Dalton war wohl noch nie jemand auf die Idee gekommen, Bond tatsächlich als Mensch und nicht nur als Agentenlovermaschine darzustellen (abgesehen natürlich von George Lazenby, der aber im besten Bond-Film von allen von seiner eigenen Talentlosigkeit ein wenig ausgekontert wurde). Dalton spielt seine Figur so nah an einem realen Agenten, dass einige obligatorische "Bond und die Frauen"-Sprüche der Nebencharaktere fast ins Leere zielen, weil es schwer fällt, sich diesen Bond tatsächlich so vorzustellen.
Das wiederum wirft für mich die Frage auf, warum Daniel Craig so viel sporadisches Bashing dafür bekommt, dass er angeblich nicht Connery genug ist, wenn Dalton schon Jahrzehnte vorher noch weniger Connery war als Craig heute?
Oder wie wunderbar Im Geheimdienst ihrer Majestät mit Timothy Dalton hätte sein können, dem vielleicht fähigsten Schauspieler, der je Bond war?

Naja, wie auch immer. "Der Hauch des Todes" (ich stelle mir sehr gern den leider sehr durchschnittlichen A-Ha-Titelsong zum Film "The Living Daylights" mit dem deutschen Titel als Text vor, passt genau und klingt witziger) ist jedenfalls ein superduperbrauchbarer Agententhriller, schnell, spannend, unberechenbar, witzig und ohne eine einzige Länge. Dalton zeigt eine wunderbare Präsenz, ehrlich ich steh auf den Kerl, und es explodiert so viel, dass es spätestens bei dem Flugzeug schon fast selbstironisch wird.
Außerdem ist die Laser-Karosserie-Abtrenn-Szene eine der sehr wenigen fantastischen Actionideen aus einem etwas älteren Film, die nicht schon tausendmal todparodiert wurde, weshalb ich da wirklich laut lachen musste. Super Sache, das alles. Bond und so. Dufte.

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damian.thorne.3

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Letzte Gute James Bond Darsteller.Mit dem was nach Timothy Dalton kam, konnte ich nie was anfangen.

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niklas.nier.7

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Bewertung7.0Sehenswert

Die anfänglichen Kritiken nach Veröffentlichung von "Der Hauch des Todes" waren ziemlich verheerend. Rückwirkend betrachtet sind diese Aussagen wohl total überzogen, denn vor allem Timothy Dalton kann in seiner ersten Rolle als James Bond voll überzeugen. Er wirkt aus heutiger Sichtweise wie eine Mischung aus Pierce Brosnan und Daniel Craig; was als durchaus positiv zu betrachten ist.
Dass die Produzenten schon damals eine neue Bond-Ära einleiten und sich von Roger Moore lösen wollten, wird allerdings nicht so deutlich. Schließlich sind immer noch einige alberne Gimmicks vorhanden, vereinzelte Stunts überzeugen nicht, andere dafür umso mehr.
Außerdem bleiben die Bösewichte leider ein bisschen blass und überzeugen nicht so sehr wie z.B. "Blofeld", "Goldfinger", "Scaramanga" oder "Le Chiffre".
Es bleibt festzuhalten, dass "Der Hauch des Todes" einer der besseren James-Bond-Filme ist, der seinem Ursprung zum Teil treu bleibt, aber auch neuere Elemente versucht einzuführen; bedauerlicherweise nicht mit der geplanten Intensität. Diese Wandlung gelang erst später mit Daniel Craig.
[Vielleicht nicht wirklich aussagekräftig für eine Rezension, aber der Titelsong "the living daylights" von A-ha passt in die 80er Jahre und gefällt mir sehr gut]

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uncut123

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Bewertung5.0Geht so

die action war gut gemacht aber sonst schwächelt er

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MrDepad

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Bewertung7.5Sehenswert

Bond 50: Die Jubiläums-Collection [Blu-ray] -15/22- "Der Hauch des Todes"
Nach Roger Moore hat man mit Timothy Dalton einen neuen Darsteller für James Bond gewählt, der mit diesem Film einen gelungenen Einstand hinlegt.
Die Story ist diesmal wesentlich bodenständiger und ernster, für alberne Jokes bleibt keine Zeit. Dabei ist es vor allem gelungen, stimmige Wendungen einzubauen, bei denen bis zum Ende nicht komplett klar ist, wer jetzt eigentlich gegen wen ist. Die erste Hälfte präsentiert sich dabei als ernster Agententhriller, wobei vor allem Timothy Dalton durchwegs glänzt. Er orientiert sich im Gegensatz zu Roger Moore wieder viel mehr an der Romanvorlage von Bond, deshalb gibt er sich nur selten humorvoll. Viel mehr zeigt er wieder die ernste, harte Seite von Bond, die auch mal Gefühle zeigt, im Umgang mit Frauen erstaunlich zurückhaltend agiert und eiskalt tötet. Vor allem eine Szene bleibt im Gedächtnis, bei der ein spezieller Mord Bond persönlich so trifft, dass sein Gesichtsausdruck schauspielerisch alle Teile von Roger Moore ganz schön alt aussehen lässt.
Leider kommt dann das letzte Drittel, in dem der Film spürbar nachlässt. Der Abschnitt in Afghanistan ist ziemlich zäh und macht die vorherige, bodenständige erste Hälfte leider ein wenig zunichte, indem wieder auf Abenteuer-Elemente gesetzt wird. Gegen Ende kommt dann nochmal eine Szene in einem Flugzeug, die wirklich spannend umgesetzt wurde, was den Film noch zu einem stimmigen Ende führt, aber leider bleibt hier der Eindruck, dass das großartige Potential der vorherigen 2 Drittel etwas verschenkt wurde.
"Der Hauch des Todes" ist zwar nicht von Anfang bis Ende auf gleich hohem Niveau, überzeugt aber durch eine starke erste Hälfte und einem Timothy Dalton, der die Figur James Bond wieder vollständig in den richtigen Kurs gelenkt hat.

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GanonG

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Bewertung9.0Herausragend

Einer meiner Top Favoriten was die Bond Reihe angeht. Dalton sollte mal wieder einen ernsten, verbissenen Bond spielen und dies gelang ihm auch. Was hier natürlich gleichzeitig fehlt ist ein charmanter "Sprücheklopfer" der dem Film selber aber nichts abtut, da es ein wirklicher Agententhriller ist. Die Bond Anfangssequenz kann mit der Action und den Stunts, die ich in die Top 3 einreihen würde, überzeugen. Ein grandioser Anfang für einen James Bond Film wurde gelegt und was folgt sind zwei Stunden eines sehr spannenden Agententhrillers. Doch auch an Humor hat der Film nicht verloren als z.B. Bond "improvisiert" und mal eben den Cello Kasten benutzt um im Schnee vor den Russen zu flüchten um sich über die Österreichische Grenze zu retten. Auch wieder sehr schöne Szenarien gewählt wie der Teil beim "Prater" in Wien oder die Wüste in Afghanistan. Auch die Bösewichter waren wieder gut gelungen, nur mehr sympathisch trottelig, wenn ich so an andere Gegenspieler Bonds denke. Auch wenn Dalton ernst ist, wächst er einem doch ans Herz, er ist eher ein "lieber" Bond als ein charmanter Frauenheld, aber das macht ihn auch sympathisch. Außerdem hat der Film eine TOP Titelmelodie, die ich ständig hören könnte und der Soundtrack wurde diesem Thema gut angepasst. An einen perfekten Bond kommt er dann doch nicht ran, da die Szenen in Afghanistan zu lang wirken. Wo vorher noch zwischen den schönsten Orten andauernd gewechselt wurde, fühlt man sich nun, als wäre man am gleichen Schauplatz gefangen. Wett macht das ganze aber wieder der Flugzeug-Jeep Stunt nahe am Ende.

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Pyro 91

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Eröffnungsszene ist immer entscheidend, um in Bond-Laune zu kommen. Wie sieht diese hier aus?
Gut, verdammt gut!
Hier macht sich bereits Daltons Neuinterpretation der Rolle bemerkbar, weil er seinem Gegner einen Kopfstoß verpasst, was Moore als Bond wahrscheinlich nicht getan hätte. Zudem führt Dalton viele Stunts selbst aus und dies sorgt dafür, dass man näher am Geschehen ist und nicht den Eindruck hat, vieles wäre nur wegen eines gealterten Darstellers aus weiter Entfernung aufgenommen worden, wie es in "Im Angesicht des Todes" des Öfteren der Fall war.
Die "Im Auto ist eine Bombe und wir fliegen von einer Klippe, doch ich zieh den Fallschirm, wodurch ich badassig aus dem Kofferraum entschwinde und meinen Feind jämmerlich in die Luft fliegen lasse"- ähm..Angelegenheit ist einfach nur der Inbegriff von einem coolen Stunt und einer richtig gelungen Bond-Einführung. Cool as hell!

Der Theme Song "The living daylights" blieb mir zuerst gar nicht im Gedächtnis, doch nach paar Stunden summte ich die Melodie plötzlich vor mich hin und inzwischen hab ich wieder einen bösen Ohrwurm davon.
Das liegt zweifellos an Teufelskerl John Barry, der wieder mal tolle Arbeit geleistet hat. Wenn ich so darüber nachdenke, hat er mich eigentlich noch nie enttäuscht, bis jetzt war jeder seiner Songs klasse.
Leider hat er in diesem Bond seinen letzten "Auftritt" und wird uns danach nicht mehr mit seiner Musik beglücken. Tja, wieder einer weniger vom alten Team. Dafür hat er in diesem Film einen Cameo als Dirigent des Orchesters.

Timothy Dalton meistert in seinem Debüt als neuer Bond die Gratwanderung zwischen ruhelosen, brutalen Einzelgänger und mitfühlenden, beruhigenden Kollegen. Er verhält sich dabei in vielen Dingen anders, als seine Vorgänger:
Er wirkt über den Dingen stehend und ist nicht besonders an zweitklassigen Sprücheklopfen interessiert. Er hält sich selbstverständlich immer noch für den Größten, doch er zeigt weitaus mehr Respekt für seine Vorgesetzen und Q.
Er wirkt wie jemand, der mit Ernst an seine Arbeit geht und Vergnügungen für nett, aber sekundär hält.
Er erledigt er immer noch alles im Alleingang, doch er scheint dankbar für jede Unterstützung zu sein. Man hat das Gefühl er brauche seinen Job, auch wenn er noch so leichtfertig mit einem drohenden Rausschmiss umgeht.
Im Hinblick auf Frauen nimmt er sich zurück und bleibt monogam.
Er scheut sich auch nicht romantische Gefühle zu zeigen, channelt aber auch seine düstere Seite, wenn er mit seinen Feinden in Konflikt gerät. Insgesamt: Dalton lässt Bond wieder menschlich wirken und spielt ihn weniger als Superhelden-Figur.
Deswegen lege ich mich hiermit fest und sage: Timothy Dalton ist der beste Bond-Darsteller. Damit meine ich nicht, dass er mein Lieblings-Bond ist, aber definitiv der hingebungsvollste und talentierste Darsteller, der die Rolle bisher gespielt hat. Kein Wunder, schließlich hat er einen Hintergrund als Theaterschauspieler u.a. in diversen Shakespeare-Stücken und das merkt man sofort! Seine Performance spielt sich auf einen ganz anderen Level ab, als die von Moore und Connery. Ersterer hatte einen natürlichen Sinn für Comedy und letzterer dominierte mehr durch seinen Sexappeal, doch Dalton zeigt uns einen 007, der wieder näher an Ian Flemings Vorlage ist. Einen ruhelosen, finsteren Typen.
Keine Szene zeigt dabei seine schauspielerischen Fähigkeiten besser als die, in der Bonds Kollege getötet wird. Wir sehen so viel Wut und Hass in Daltons Gesicht und er will sich den Mörder schnappen. Doch als er sieht, dass er sich getäuscht hat und nur einen kleinen jungen verfolgt hat, reißt er sich sofort wieder zusammen und maskiert seine Gefühle. Einfach nur groß!

Wegen unseres neuen, düsteren Bond, ist auch der Plot entsprechend ernsthaft ausgefallen.
Der bereits fünfzehnte Bond ist vielleicht der erste Kalte-Krieg-Thriller der Reihe, der sich auch wirklich danach anfühlt.
Hier gibt es weniger Albernheiten, dh. keine skurrilen Figuren, kaum übertriebene Gadgets (mit Ausnahme eines Ghettoblasters und den Laserstrahlen und Raketen, die aus Bonds Wagen abgefeuert werden!) und keinen Bösewicht, der auf dem Mord fliegen und die komplette Erde auslöschen will.

Diesmal nimmt sogar das Drehbuch eine höheren Stellenwert ein, weil die Handlung nicht nur schnurgerade abläuft und die üblichen Bond-Klischees auf Autopilot abspielt.
Hier gibt es Wendungen, Überraschungen; Leute, die sich gegenseitig verraten und man weiß bis zum Ende nicht, wie sich die Situation auflösen wird (abgesehen davon, dass Bond alle Baddies umbringt).

Ein Schwachpunkt des Films ist wieder mal die Bösewichtsfrage.
Wir haben hier eine ganze Reihe von zwielichtigen Gestalten, aber keine davon ist erinnerungswürdig und setzt interessante Akzente, um aus der Riege der Bond-Bösewichte herauszustechen.
Nun, in solch einer ernsten Story wäre ein Bösewicht wie Blofeld oder Goldfinger schrecklich unpassend gewesen, aber hier wissen wir nicht bis zum Ende, wer den hier der Big Boss ist und wer nur Spielchen treibt. Zwar tut das der Handlung gut, aber das Gefühl, dass Bond einen richtigen Gegenspieler gebraucht hätte, lässt sich nicht so leicht abschütteln.
Deswegen wurde wohl Brad Whitaker eingeführt, der ein Kriegsnarr ist und quasi der Fadenzieher hinter dem Ganzen sein soll. Doch er wirkt mehr wie ein Witzbold. Zudem hat er wenig Screentime und wirkt losgelöst vom Rest der Handlung. Seine finale Konfrontation mit Bond ist auch antiklimatisch, weil zwischen den beiden keine wirkliche Spannung entstehen konnte.
Der sowjetische General Georgi Koskov hingegen - toll gespielt von Jeroen Krabbe - überzeugt volkommen als rückratloser Seitenwechsler, dessen Motive stets vage und Loyalität immer in Frage gestellt werden muss.
Derjenige, der hier allerdings alle Baddies übertrumpft, ist Andreas Wisniewski als Handlanger Necros. Dieser verkleidet sich als Milchmann und wirft mit explosiven Milchflaschen um sich, bestreitet einen gnadenlosen Kampf mit einem britischen Agenten, in dem gewisse Küchenutensilien verwendet werden und macht Bond - im Höhepunkt des Films - das Leben inner- und außerhalb eines fliegenden Flugzeugs schwer.
Letztere Sequenz ist zweifellos eine der spannendsten der Serie, weil so viele Umstände gegen Bond arbeiten. Zunächst einmal der Zeitdruck durch die Bombe, die bald explodieren wird. Dann der Angriff von Necros und schließlich die Fast-Kollison mit einem Berg. Ganz großes Kino!
Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch John Rhys-Davies als General Pushkin, der seine Rolle vollends auszufüllen weiß und mit Dalton einfach wunderbar zusammenspielt. Jede Szene mit den beiden ist Gold wert.

Kommen wir zum Bond-Girl.
Maryam d´Abo spielt Kara Milovy sehr charmant und liebenswürdig und wie bereits erwähnt, ist sie diesmal die einzige Lady, mit der Bond in die Federn geht (Pre-Credit-Szene ausgenommen).
Sie ist nicht nur ein bloßes Anhängsel, sondern eine Figur, die auch ohne Bond existieren kann und nicht so wirkt, als scheine sie nur für ihn "designt" worden zu sein.
Die Bergabfahrt von Bond und ihr im Cellokasten, gehört zweifellos zu den charmantesten Momenten in der Bond-Reihe. Auch die Verführungsszene, in der Bond von ihr "Pferdehintern" genannt wird, entwickelt sich überraschend natürlich und seit "Im Geheimdienst ihrer Majestät" fühlte sich Romantik im Bond-Universum nicht mehr so "echt" an.
Es ist einfach zu verstehen, warum Bond sich in sie verliebt und Gewissensbisse hat, als er sie anlügen muss. Diese innere Zerissenheit wird von Dalton auch sehr eindringlich und zu Gunsten seiner Figur dargestellt.

Neu hinzugekommen ist noch Caroline Bliss als neue Moneypenny, die mich leider gar nicht überzeugt hat. Ich sah da keinerlei Chemie zwischen ihr und Dalton.
John Terry (der in LOST großartig war) als Felix Leiter ist auch eine Schlaftablette und hat mich in seinen zwei Minuten Screentime maßlos gelangweilt. Aber schön, dass Leiter mal wieder aufgetaucht. Macht auch durchaus Sinn wegen seiner Relevanz in "Lizenz zum Töten", der als nächstes ansteht.

Die meisten Actionsszenen habe ich ja schon erwähnt, mit Ausnahme des Angriffes auf den russischen Stützpunkt. Gerade dieser funktioniert für mich einfach nicht. Alles was Bond im Flugzeug passiert ist großartig, aber der Showdown zu Boden wirkt reichlich uninspiriert.
Überhaupt mutet das letzte Drittel des Films etwas befremdlich an, mit der plötzlichen Afghanistan-Beteiligung, die unheimlich random wirkt. Dass Bond zufällig einen Gefangenen befreit, der zufällig der Anführer von Widerstandskämpfern ist, die Bond zufällig dabei helfen wollen, ein Lager der Russen anzugreifen, ist schon reichlich haarsträubend. In einem albernen Moore-Bond würde ich nicht weiter darauf achten, aber "Im Hauch des Todes" stellt an sich einen anderen Realitätsanspruch und will eine überzeugende Kalter Krieg-Geschichte mit bodenständigen Konflikten erzählen, von daher...
Davon abgesehen wirkt der Angriff auf den Stützpunkt einfach lasch. Da explodiert da mal was und dort mal was und plötzlich sollen wir anscheinend mit den Afghanen sympathisieren, die den russischen Stützpunkt auseinandernehmen, obwohl der Fokus in den ersten zwei Dritteln auf ganz anderen Parteien lag. Die Einführung der Afghanen wirkt deshalb etwas zu bequem, um den Konflikt zu lösen.

Fazit: Ein solider Bond-Film mit dem besten Bond-Darsteller, badassigen Actionsszenen, einen superben Bond-Girl und einen klug konstruierten, wendungsreichen Plot. Im letzten Drittel geht dem Ganzen etwas die Luft aus, trotzdem kann man sich auf den Flugzeug-Showdown freuen und die stets guten, bis ausgezeichneten Schausspielleistungen bewundern.

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Pyro 91

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Ja, ich bin ganz hin und weg von Dalton. Er allein macht schon jede Szene mit ihm sehenswert. Bin daher gespannt wie "Lizenz zum Töten" sein wird.


Pyro 91

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Dieses Video schon gesehen?: http://www.youtube.com/watch?v=h0hFPewOr2M
Einfach der Hammer!


Oliver0403

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Bewertung7.0Sehenswert

Nach 7 mehr oder weniger eher durchschnittlichen Filmen von Moore gibt dieser nun für zwei Filme die Rolle an Timothy Dalton ab, welcher auch wieder seinen eigenen Stil hat. Persönlich gefällt mir Dalton einen Tick besser als Moore. Was mir in diesem Film aber missfallen hat war, dass Lois Maxwell als Moneypenny durch Carolione Bliss ersetzt wurde. Und diese hat zwar nur einen relativ kurzen Auftritt, kann aber Lois Maxwell in keiner Weise das Wasser reichen.

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Thomas Hetzel

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Bewertung5.0Geht so

Leider ein ziemlich mittelmäßiger Bond-Film. Timothy Dalton gibt zwar einen tollen Einstand als Bond, nur leider bleibt der Bösewicht recht blass und auch die Actionszenen lassen etwas zu wünschen übrig. Kann der Film am Anfang noch gut unterhalten, verliert er gegen Ende an Fahrt. Da greif ich lieber zu Daltons zweiter Mission "Lizenz zum töten" zurück.

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el_presidente87

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Bewertung9.0Herausragend

Auf jeden Fall finde ich ist "Der Hauch des Todes" der gelungenere Film von Dalton. Ansonsten kann der Film durch seine für Bondfilme relativ verwinkelte Story, überzeugende Bösewichte und interessanten Schauplätze punkten. Die Bondfilme der 80er finde ich insgesamt etwas schwächer, aber ich finde "Der Hauch des Todes" hält die Spannung gut aufrecht, während viele andere Bondfilme aus dieser Zeit zu Ende hin abflachen und mit einem einfallslosen Actionfeuerwerk "versanden".
Die ganzen Aktionen an der österreichisch-tschechoslowakischen Grenze finde ich sehr charmant und sie bilden einen gelungenen Kontrast zu den Szenen in Tanger wie in Afghanisthan. Auch die Pre-Titel-Sequenz auf Gibraltar hat mir sehr gut gefallen und ist im Gegensatz zu vielen anderen Teilen der Reihe integraler Bestandteil des Films.

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Abettertomorrow

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Bewertung9.0Herausragend

Sehr guter Bond mit einem überzeugenden Timothy Dalton.

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Sigrun

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

1987: Ein neuer Bond-Darsteller, der zu einer Zeit antrat, als die Reihe drohte, vom Zahn der Zeit langsam aber sicher überrollt zu werden. Da half auch das poppige Titellied der norwegischen Band "a-ha" nichts, die damit den besten Track ihrer Laufbahn veröffentlichten, so wie im Bondfilm zuvor (1985) die damaligen Teenie-Idole "Duran Duran" mit A VIEW TO A KILL einen ihrer schlechtesten bekannten Songs verbrochen hatten - nicht aber das mieseste Bondstück überhaupt, dieser Pokal geht definitiv an Sheryl Crow.

Und ist Bond im Pop angekommen? Ja und nein! Allen Meckerern, denen der aktuelle Bond zu wenig Gadgets hat, bitte schaut Euch hier um, es gibt sie in Hülle und Fülle (inkls. des witzigen Ghetto-Blasters und der tollen Couch). Die Bond-Sonderanfertigung des Aston Martin V8 imponiert und Bond selbst ist so extrem britisch, beinhart, eigenwillig, stets so fit, wie es grade nötig ist (oder knapp drunter) und damit tatsächlich nach dem Vorbild aus Ian Flemings Büchern gestaltet, wie später nur noch Craig es schaffte - mit dem Unterschied, dass der aktuelle Bond ein perfektes postmodernes Zitat ist und Timothy Dalton - der wirklich sehr gut spielt - eben noch vor dem Fall des eisernen Vorhangs agieren konnte. Danach, so meine Theorie, ist die Figur Bond endgültig ein Teil der Popkultur geworden, die von Brosnan und Craig jeweils bestens zeitgenössisch interpretiert wurde.

Fazit: TUER, N'EST PAS JOUER (so der frz. Titel) ist ein sehr guter Bond mit einer vortrefflichen Story, überzeugend inszeniert und zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geraten.

P.S. Leider sieht Dalton meiner Meinung nach für einen Bond nicht gut genug aus, der walkmantragende Milchmann (Andreas Wisniewski) z.B. ist weitaus attraktiver als er. Und dazu noch ein (quellenloses) Anekdötchen: Mel Gibson war bei der Neuvergabe der Rolle ebenfalls im Gespräch, Albert Broccoli wollte ihn aber nicht. Dabei habe ich gestern beim Anschauen von EIN JAHR IN DER HÖLLE gedacht: Mensch, wenn der junge Gibson einen echten Haarschnitt hat und nicht die übliche unwiderstehliche Matte trägt, sieht er aus wie Bond.

Timothy Dalton will be back in A LICENCE TO KILL.

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KonTaicho

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Oh wenn nur dieses hohle Weib nicht wäre!
Deren Wahl zum Bondgirl ist mindestens genauso abartig wir die furchtbar unberechtigte schlechte Kritikerbewertung hier.

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der cineast

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Bewertung7.5Sehenswert

Einer der brillantesten Scores aller Bondfilme, Timothy Daltons Intellekt, Wien (eigentlich Prag) mit seinem Riesenrad, eine Verfolungsjagd auf einem Cellokasten, ein mit Milch werfender, blonder Fiesling, eine atemberaubende Actionszene in den Lüften und eine wirklich nicht unclevere Geschichte. Sexy. Sexy. Sexy.

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Agent Smith93

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Willkommen liebe Filmfreunde zu meiner nächsten James Bond-Kritik! Bevor ich diese Rezension beginne, möchte ich mich jedoch entschuldigen. Und zwar bei Timothy Dalton und allen seinen Fans. Als ich diesen Film damals mit etwa 13 Jahren gesehen habe, hat er mir überhaupt nicht gefallen. Ich fand ihn schlichtweg langweilig. Doch innerhalb von 6 Jahren kann sich ein Mensch in seinem Denken und Handeln sehr verändern. Ich konnte (dank meiner Komplettbox) heute endlich mal wieder den 15. Bondfilm anschauen. Und nach der endgültigen Sichtung kann ich nur eines sagen: Ich war ein Trottel! All die Jahre hielt ich Timothy Dalton für den schwächsten Bond-Darsteller überhaupt, doch erst jetzt habe ich das Genie verstanden, dass in seinen beiden Werken innewohnt. Nach dem Roger Moore mit 58 Jahren endgültig in die Abstellkammer verlegt wurde, brauchte die Bondreihe ein neues Gesicht. Doch wer sollte die weltberühmte Rolle übernehmen? Für die Produzenten gab es nur einen Namen: Pierce Brosnan! Doch das Schicksal war wohl anderer Meinung, und Brosnan musste überraschend noch eine letzte Staffel für die Krimi-Serie Remington Steele nachdrehen. Obwohl er die Rolle gerne angenommen hätte, konnte er (vorerst) also nur ablehnen. Jetzt musste man sich schnell entscheiden, wer ansonsten eines James Bonds würdig ist. Am Ende blieben nur zwei Männer im Finale. Sam Neill und Timothy Dalton. Die Entscheidung war ziemlich knapp, und beide Darsteller hatten mehrere Screentests gemacht. (Wen es interessiert, der kann bei "Youtube" einen Screentest mit Sam Neill anschauen. In diesem knapp ein minütigen Video sieht man ihn wie er mit einer gezogenen Pistole einen Raum betritt, und dort eine Frau im Bett vorfindet. Die Frau nennt ihren Namen, und Neill stellt sich mit dem berühmten Satz vor "Meine Freunde nennen mich Bond James Bond". Auch wenn man hier nur grob erahnen kann, wie Neill in der Rolle gewesen wäre, ist es doch ein relativ interessanter Einblick. Zumindest für Hardcore Fans wie mich:) Geben sie einfach ein: Sam Neill James Bond Screentest. Dort kann man dann ein 10 minütiges Video vorfinden. Allerdings zeigt nur eine Minute davon wie Sam Neill als Bond gewesen wäre. Und nun möchte ich hier nicht weiter vom eigentlichen Thema ablenken. Ich werde nun die spannende Handlung von "Der Hauch des Todes" beschreiben, ohne dabei das Ende zu spoilern. Also gut. Alles fängt mit einer einfachen Übung auf Gibraltar an. Dabei sollen drei Doppelnull Agenten ein neues britisches Radarsystem überwinden. Einer von ihnen ist natürlich James Bond. Die Soldaten auf dem Stützpunkt sind in jenen Test eingeweiht, und sollen nur mit Platzpatronen schießen. Allerdings kommt es schon sehr früh zu einem Unglücksfall. Einer der Agenten wird von einer Klippe gestoßen, und einige der dort stationierten Soldaten werden von echten Kugeln durchsiebt. Den einzigen Hinweis den man findet, ist ein Stück Papier, auf dem "Smiert Spionam" steht. (Ins deutsche übersetzt: Tod den Spionen oder Tod allen Spionen) Nach einer super inszenierten Actionsequenz auf einem Laster, entkommt James Bond im letzten Moment mit einem Fallschirm, und landet auf einem zufällig vorbeifahrenden Boot. Dort telefoniert gerade eine Frau, die sich einen "echten Mann" wünscht. Im selben Augenblick springt Bond zu ihr ins Boot, und erfüllt der Frau (nach einem kurzen Telefonat) ihre intimsten Wünsche. Nach der Titelsequenz die von einem wunderschönen Lied begleitet wird, muss 007 nach Bratislava reisen. Dort soll er zusammen mit einem Kollegen einen russischen Überläufer namens Georgi Koskov vor einem möglichen Attentat beschützen. Tatsächlich scheint ein Sniper Koskov ins Jenseits befördern zu wollen. Doch vollkommen überraschend entpuppt sich der Scharfschütze als eine junge Frau, die im Konzertsaal vorhin auf ihrem Cello die vorletzte Symphonie von Mozart gespielt hat. James schießt (aus reinem Instinkt wie er später behauptet) absichtlich daneben. Bond findet schließlich heraus, dass das Mädchen Kara Milovy heißt, und die Freundin von General Koskov ist. Dieser behauptet beim MI6, dass der russische General Leonid Pushkin einen längst verworfenen Plan namens "Smiert Spionam" wieder aufgenommen hat. Laut dem Plan sollten möglichst viele Agenten verschiedener Länder das zeitliche Segnen. Damit will man Spannungen zwischen allen möglichen Großmächten provozieren. Schließlich wird Koskov aber doch noch vom KGB entführt. (Das war von diesem scheinbar bereits so geplant) Bond hilft Kara Milovy noch einige Male aus der Patsche, und beginnt die in ihr Cello vernarrte Frau immer mehr zu schätzen. Auch wenn er Anfangs ein falsches Spiel mit ihr treiben muss, tut Bond dies nur aus gut gemeinten Gründen. Besonders die Szene auf dem Rummelplatz ist wirklich schön, und Bond entwickelt eine sehr menschliche Beziehung zu dem blonden Mädchen. Als einer von Bonds Kollegen auf dem Rummelplatz getötet wird, entschließt sich dieser zusammen mit Kara so schnell wie nur möglich weiterzuziehen. Es wird immer deutlicher, dass Koskov nur ein schleimiger Lügner ist, der nicht nur den Westen und den Osten, sondern auch seine angebliche Liebe verraten hat. Koskov arbeitet mit einem Waffennarren namens Brad Whitaker zusammen. Beide wollen mit KGB-Geldern Unmengen an reinem Opium kaufen. Inzwischen verbünden sich Bond und Leonid Pushkin. Bond bittet den General seinen eigenen Tod zu inszenieren, um Koskov in Sicherheit zu wiegen. Ein letztes Mal setzt sich Kara mit ihrem Geliebten Koskov in Verbindung, und geht sogar soweit, dass sie Bond mit einem KO-Mittel außer Gefecht setzt. Dieser wird daraufhin gefangen genommen. In einem Flugzeug wird er schließlich zusammen mit Kara nach Afghanistan gebracht. Diese hat inzwischen jegliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Bonds Aussagen begraben, und erkennt ihrer eigene Dummheit. Ab diesem Zeitpunkt, steht sie loyal zu 007, und weicht nicht mehr von seiner Seite. Bond und Kara werden in einen sowjetischen Stützpunkt gebracht, und sollen dort in einer Gefangenenzelle verrotten, doch dank einem weiteren erfindungsreichen "Spielzeug" von Q gelingt den beiden doch noch die Flucht. Nebenbei befreit Bond auch einen weiteren Gefangenen, der sich später als ein einflussreicher Anführer der Mudschahidin herausstellt. Nach einer geschickten Flucht, werden Bond und sein Mädchen ins Hauptlager der Mudschahidin gebracht. Diese sind zwar auch in einige dreckige Geschäfte verwickelt aber 007 erkennt, dass er nur mit ihrer Hilfe seine Feinde besiegen kann. Später will Bond ein großes Transportflugzeug das voll mit Opium beladen ist in die Luft sprengen. Dummerweise, kann er nicht mehr von Bord flüchten, und muss mit Kara die im letzten Moment zu ihm stößt die Situation neu überdenken. Die folgende Sequenz im Film ist unfassbar spannend inszeniert, und hat mich schwer beeindruckt. Lediglich der Gedanke, dass eine Frau die noch nie selbst ein Flugzeug gesteuert hat, so geschickt damit umgehen kann, wirkt doch etwas unglaubwürdig. Nachdem Bond auch noch mit einem gefährlichen russischen Killer mitten an der Öffnungsluke des Flugzeuges kämpfen musste, gelingt es ihm schließlich noch im letzten Moment die Bombe an Bord auszuschalten. Nach einer mehr als nur spektakulären Sequenz in der Bond und Kara gerade noch aus dem abstürzenden Flugzeug entkommen können, beginnt das Grande Finale. Und wie immer werde ich es hier nicht verraten. Sie kennen mich doch. Ein Gentleman verrät nie den spannendsten Moment eines Films:) Jetzt widme ich mich den Schauspielern, die zu diesem Film beigetragen haben. Am besten fange ich mit dem Hauptdarsteller an. Timothy Dalton wurde (von mir) all die Jahre schwer unterschätzt. Da bekomme ich inzwischen fast schon kleine Gewissensbisse wegen der Sache. Herr Dalton ist das absolute Gegenteil seines Vorgängers Roger Moore. Timothy Dalton merkt man eine Sache auf der Stelle an. Er nimmt seine Rolle wirklich todernst, und versucht James Bond nicht als "Superman" sondern als ganz normalen Menschen darzustellen. Es heißt, dass Dalton viele der Romane von Ian Fleming durchgelesen hatte, um der Figur im Buch so nah wie möglich zu kommen. Das finde ich wirklich sehr lobenswert von ihm. Timothy Dalton wirkt einerseits kühl und berechend, andererseits überraschend menschlich. So behandelt er sein Bond-Girl mit viel Gefühl und Verständnis. Bei Connery oder Moore waren ein Klaps auf den Po und ein paar Macho-Sprüche das einzige was die Frauen verdient hatten. Timothy Dalton gibt sogar in einer gefährlichen Situation seinem Mädchen nach, weil diese ihr geliebtes Cello noch unbedingt mitnehmen möchte. So und nicht anders sieht ein echter englischer Gentleman aus! Auch das Verhältnis zwischen Q und Bond ist spürbar freundlicher geworden. Während es in den Vorgängern immer ein paar Sticheleien zwischen den beiden gegeben hat, scheinen sie sich hier nun viel besser zu verstehen. Aber trotz seiner Humanität ist Bond natürlich nicht zum "Softie" verkommen. In den Actionszenen ist Dalton ebenfalls sehr überzeugend, und kennt mit seinen Feinden keine Gnade. Ein weiteres erwähnenswertes Detail an seiner Darstellung ist, das Dalton einen sehr gebildeten Eindruck macht. Ich gehe sogar soweit, dass er von allen Bond-Darstellern womöglich den höchsten IQ-Wert hat. Seine Augen strahlen eine gewisse Weisheit und Ehrlichkeit aus, was seinem James Bond eine zusätzliche Tiefe verleiht. Was die Schauspielkunst angeht, ist Timothy Dalton (in meinen Augen) Roger Moore und George Lazenby meilenweit überlegen. Ich bin jedenfalls einfach begeistert von ihm, und entschuldige mich nochmals bei ihm für meine frühere Ablehnung! Das Bond-Girl Kara Milovy wird von Maryam Abo gespielt, und hat mich durchwegs überzeugt. Dabei ist sie sicherlich nicht das attraktivste Mädchen an der Seite von James Bond. Dafür strahlt sie eine große Güte und Freundlichkeit aus, die nie gekünstelt wirkt. Für mich ist sie eine sehr angenehme Persönlichkeit, die ganz nach dem Motto verfährt: Das Äußere ist nie so wichtig, wie das Innere eines Menschen. Nur die Flugzeugpiloten kaufe ich ihr wirklich niemals ab. Tut mir leid liebe Kara:) Die Rolle von General Koskov übernahm Jeroen Krabbe, und überzeugt ebenfalls als ekelhafter Schleimer, der sich zudem (ganz leicht) wie einer vom anderen Ufer benimmt. Der Waffennarr Brad Withtaker ist ebenfalls solide in seiner Rolle, wenn auch definitiv nicht der beste Bösewicht im Bond-Universum. John-Rhys-Davies kennt sicher jeder als den tapferen Zwerg Gimli aus der "Herr der Ringe" Verfilmung. Während er dort jedoch sehr einprägsam ist, spielt er hier eher unauffällig was aber nicht heißen soll, dass er seine Sache schlecht macht. Ich hätte mir lediglich etwas mehr Screentime mit ihm gewünscht, aber was solls. Die anderen Darsteller machen ihre Sache wie immer ganz gut, und einen richtigen Ausfall gibt es nicht zu beklagen. Robert Brown spielt erneut Bonds Vorgesetzten M und gefällt mir inzwischen ganz gut. Ich habe übrigens in der Kritik zu "Im Angesicht des Todes" behauptet, dass General Gogol dort das letzte Mal zu sehen ist. Das hat sich inzwischen als Fehler herausgestellt, denn der alte Bursche taucht auch hier noch einmal kurz auf. Besonders gut finde ich übrigens die Neubesetzung von Miss Moneypenny. Lois Maxwell war hervorragend in ihrer Rolle, doch mir persönlich gefällt Caroline Bliss noch eine ganze Spur besser. Die süße blonde Büromaus hat sofort mein Herz erobert. Schade, dass sie nur noch im Nachfolger die Rolle übernahm. So und nun wo ich auch die wichtigsten Darsteller und ihre Leistungen bewertet habe, widme ich mich noch den restlichen Einzelheiten zu diesem Film. Was die Actionszenen angeht, bietet dieser Streifen nur die Creme de la Creme. Die Verfolgungsjagd mit der tschechischen Polizei ist einfach grandios, doch das ist noch nichts im Vergleich mit den Szenen im abstürzenden Transportflugzeug. Für mich ist dies definitiv der beste Moment im ganzen Film! Technisch wirkt dieser inzwischen 25 Jahre alte Streifen (Gott wie die Zeit vergeht) immer noch taufrisch, und kann locker mit aktuellen Produktionen mithalten. Besonders loben möchte ich auch den Soundtrack und die Titelmusik zum Film. Der Song "The Living Daylights" von der Gruppe "a-ha" ist einfach herrlich, und zählt für mich zu den Besten in der ganzen Reihe. Alles in einem kann ich diesen Film einfach nur als ein Meisterwerk bezeichnen. Hier stimmt eigentlich alles. Mehr Ernsthaftigkeit, mehr Emotionen, mehr Realismus. Das sind meiner Meinung nach die perfekten Zutaten für einen überdurchschnittlichen Bond-Film! Manch einer mag die etwas zurückhaltende Erotik bemängeln, doch eben dies gefällt mir so an diesem Film. Ein Bond der mit jeder zweiten Frau die er auf der Straße antrifft gleich Sex hat, ist bei weitem nicht so sympatisch wie einer, der sich nur auf ein Mädchen konzentriert. In dieser Hinsicht kann man Timothy Dalton als den wahren Gentleman unter den Bond-Darstellern bezeichnen. Ich wurde von diesem Film wirklich schwer beeindruckt, und sehe ihn nun als ein echtes Juwel unter den 23 Bond-Filmen an. Note 1+ Setzen!

Mal sehen wie sich Herr Dalton in seinem zweiten Einsatz schlägt, denn dort geht es um dasselbe Thema wie in "Ein Quantum Trost". Rache!

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Einar

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Timothy Dalton ist der Bond-Darsteller, der vom schauspielerischen Können am Meisten drauf hat(te), kein Wunder als ausgebildeter Shakespeare-Mime. Mir hat seine realistische Verkörperung sehr gut gefallen. Da wird "Lizenz zum Töten" ordentlich dran anknüpfen!
Als a-ha-Fan ist "The Living Daylights" natürlich ein persönliches Highlight. Wie bereits erwähnt, einer der Top3 Songs.
Was die Erotik angeht: Maryam D'Abo, die ich einfach hinreißend fand, hat auch eine sehr gute Doku mit gestaltet, James Bond's Frauen. Ab D'Abo und erst Recht ihren Nachfolgerinnen, sind die Bond-Girls emanzipierter.
"Der Hauch des Todes" war ein sehr guter Beitrag zur Reihe.


Agent Smith93

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Da hast du vollkommen recht Einar!


Spielberg_Fan

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Bewertung9.0Herausragend

„Willkommen Mr. Dalton!“

Pünktlich zum damaligen 25. Filmjubiläum warteten die Produzenten hinter der beliebten Filmreihe mit einem der wohl besten Bond-Abenteuer auf.

„Der Hauch des Todes“ überzeugt mit einer gradlinigen und actionreichen Story, die weit abseits des Phantastischen wandelt. Der Film ist praktisch ein lupenreiner Agenten-Actionthriller mit einigen wichtigen 007-Elementen. Besonders der Darstellung von Timothy Dalton als James Bond ist einfach nur toll. Dalton orientierte sich an Fleming’s Romanen, um Bond die in den Romanen beschriebenen Charakterzüge bestmöglich zu verleihen. Das Ergebnis kann sich wie schon gesagt sehen lassen. Etwas mau sieht es da allerdings wieder mit dem Bond-Girl aus. Maryam d’ Abo wirkt einfach zu unscheinbar und brav. Ihr fehlt einfach das umwerfende Bond-Girl-Feeling. Mehr gibt es aber nicht zu meckern.

Der gelungene Mix aus Action, Spannung und guter Story hält das Publikum nämlich bestens bei Laune und man kann wirklich nur dankbar sein, dass die Macher hier wieder auf ernsthaftere Unterhaltung setzen. Trauriger Weise muss man in Sachen Musik diesmal Abschied nehmen von John Barry. Barry liefert mit diesem 007-Streifen seine letzte James Bond-Arbeit ab und zeigt noch einmal, was in ihm steckt. Kein Komponist hat die Bond-Reihe so geprägt wie er.

Mit „Der Hauch des Todes“ ist Bond also wieder bei seinen Wurzeln angelangt.

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Einar

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Bewertung7.0Sehenswert

"The Living Daylights", A-ha - Timothy Dalton. Ordentliche Handlung.
--> Richtig guter Bond-Film!

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LIONS

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mein absoluter Lieblingsbond, Hauptdarsteller sehr sympatisch welcher sich genau an den 007 Ian Flemings Romanen hält, orientiert und messen lässt. Ich mag seine Ruhe und Härte, die er ausstrahlt. Vor allem der Soundtrack ist großartig (mit John Barry leider das letzte Mal -.-)!

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Eigenbrötler

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Endlich mal jemand, der Timothy Dalton als den in den Romanen beschriebenen Bond am nächsten stehend sieht. :)


LIONS

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Danke ;-)


Filmkenner77

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Bewertung7.0Sehenswert

Nach 12 Jahren und 7 Filmen als James Bond im Dienste ihrer Majestät beendete der damals 57jährige Roger Moore mit „Im Angesicht des Todes“ seine Karriere als Doppelnull-Agent. Für „Der Hauch des Todes“ musste somit ein neuer Darsteller für den besten Mann des M.I. 6 gefunden werden. Die Gerüchteküche brodelte wie üblich, wenn wieder einmal die Ära eines 007-Darstellers zu Ende ging und Namen wie Sam Neil, Lewis Collins, Sean Bean, Mel Gibson und Pierce Brosnan füllten die Gazetten. Nach einem Test-Screening entschied man sich für Pierce Brosnan. Die Serie „Remington Steele“ sollte ursprünglich wegen sinkender Quoten eingestellt werden, so dass Brosnan den Part übernehmen konnte. Allerdings stieg der Hype um den potenziellen neuen James Bond-Darsteller ins Unermessliche, so dass der TV-Sender die Option für eine weitere Staffel von „Remington Steele“ zog und Brosnan schließlich die Rolle an Timothy Dalton verlor.
Dalton war bereits 1968 in der engen Auswahl für die Nachfolge von Sean Connery in „Im Geheimdienst ihrer Majestät“, wurde aber seinerzeit für zu jung erartet. Dalton, nun zu Beginn der Dreharbeiten im Jahre 1986 mit 40 Jahren im idealen Alter für die Rolle, hatte sich durch Filme wie „Der Löwe im Winter“ (1968), „Cromwell“ (1970) und „Maria Stuart“ (1971) in Kostümfilmen einen guten Namen erspielt. Er galt zudem als ausgezeichneter Theaterschauspieler. Zweifellos war der Waliser wohl der am besten ausgebildete Schauspieler aller James Bond-Darsteller. Aus heutiger Sicht muss man jedoch sagen, dass Dalton trotz seines schauspielerischen Könnens das Charisma für die Rolle des 007 abging und man stets den Eindruck hatte, ein Shakespeare-Mime würde sich einmal in der Rolle des Actionhelden probieren. Daltons Bond orientierte sich wieder stärker an der Romanvorlage Ian Flemings, der nun wesentlich härter, düsterer und realistischer angelegt war als unter Roger Moore. Obwohl von Stammregisseur John Glen inszeniert, unterscheiden sich die Dalton-Bonds doch erheblich von den Vorgängerfilmen. Während Moore James Bond die ihm eigene süffisante, leicht versnobte Art verlieh, wird bei Dalton das Fehlen nahezu jeglichen Wortwitzes überdeutlich. Fast wünscht man sich die unbekümmerte Albernheit von Moore zurück. Die technischen Spielereien und die phantastischen Elemente der Moore-Bonds fehlen nahezu vollkommen. Hinzu kommt, dass Dalton Bond in „Lizenz zum Töten“ eine neue Facette verleiht, die eine leicht psychopathisch-manische Ader offenbart. Insgesamt fällt die Dalton-Interpretation von Bond ernsthafter, aber eben streckenweise auch langweiliger aus als unter Roger Moore..
Für die weibliche Hauptrolle in „Der Hauch des Todes“ verpflichteten die Produzenten das bis dato vollkommen unbekannte frühere Model Maryam d’Abo, die nach dem James Bond-Film allerdings wieder in der Versenkung verschwand und allenfalls noch in B-Filmen und TV-Nebenrollen zu sehen war. d’Abo spielt die Cellistin Kara Milovy, eine neue Art von Bondgirl. Schön, intellektuell, mitunter ein wenig distanziert, aber auch auf eine bestimmte Art bieder und konturlos.
Jeroen Krabbé würzt seine Figur des Doppelagenten Koskov mit einer angenehmen Verschmitztheit und gehört zu den besten Akteuren des 15. Bond-Thrillers. Joe Don Baker, später auch in anderer Rolle in den Bondfilmen „GoldenEye“ und „Der Morgen stirbt nie“ zu sehen, gibt als Waffenhändler Whitaker den Hauptwidersacher von Bond. Und genau in dieser Person liegt die größte Schwäche des Films. Es gibt in der gesamten Bondhistorie wohl keinen uninteressanteren Gegenspieler als diesen. Ein Waffennarr, der glaubt, Napoleon zu sein, ist leider keine sonderlich durchdachte Figur. Überhaupt ist es schon gewagt, Whitaker als Hauptkontrahenten von Bond zu bezeichnen. Er ist vielmehr eine Randfigur, die zudem kaum über das Charisma verfügt, auch mit wenig Screentime einen Film zu tragen. So ist es dann auch kaum verwunderlich, dass der Höhepunkt eines jeden Bondfilms, nämlich das finale Duell zwischen Bond und seinem Widersacher, unspektakulärer als in nahezu jedem anderen 007-Thriller ausfällt.
„Der Hauch des Todes“ entstand u. a. in Österreich, der Slowakei, Marokko und Afghanistan. Gerade die Szenen in Afghanistan mit der teilweise kargen Landschaft lassen manche Szenen des Agententhrillers sehr trist und mitunter langatmig erscheinen.
Der Titelsong „The living daylights“ der norwegischen Band aha wurde ein weltweiter Charterfolg. Damals unterschied sich der Song mit seinem ungewöhnlichen Arrangement deutlich von den früheren, balladenartigen Songs der Reihe. An den Kinokassen spielte Daltons erster Bond-Thriller mit 191 Millionen Dollar mehr ein als die Vorgänger „Im Angesicht des Todes“ und „Octopussy“. Damit war der fünfzehnte Bondfilm der bis dahin vierterfolgreichste der gesamten Reihe. Außerdem war „Der Hauch des Todes“ mit einem Budget von 40 Millionen Dollar der bis dahin teuerste Bondfilm. Seit „Octopussy“ im Jahre 1983 ist mit Ausnahme von „Casino Royale“ jeder Bondfilm budgettechnisch höher veranschlagt worden als sein direkter Vorgänger.
„Der Hauch des Todes“ sollte James Bond in eine neue Ära führen, die aber unter dem Bond-Darsteller Timothy Dalton bereits 2 Jahre später mit „Lizenz zum Töten“ ein frühes Ende nahm. Zwar hatte Dalton einen Vertrag über drei Filme abgeschlossen, aber rechtliche Auseinandersetzungen zwischen EON und MGM verzögerten die Dreharbeiten um Jahre, so dass Dalton schließlich für „GoldenEye“ nicht mehr zu Verfügung stand und stehen wollte.
„Der Hauch des Todes“ ist letztlich ein solide gemachtes Agenten-Abenteuer, das innerhalb der Reihe aber keinen Spitzenplatz einzunehmen vermag. Das Fehlen eines guten Antagonisten und wirklich spektakulärer Actionsequenzen und Schauplätze sowie eines charismatischeren Bond-Darstellers verhindern, dass der Film zu den Highlights der Reihe gezählt werden darf.

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