Milk
Milk (2008), US Laufzeit 128 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 19.02.2009
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86 Kommentare
Keine ?
von Gus van Sant, mit Sean Penn und Emile Hirsch
San Francisco, 1972. Harvey Milk und sein Partner Scott Smith haben vom Leben in New York die Nase voll und suchen ihr Glück an der Westküste. Sie eröffnen im Arbeiterviertel Castro einen kleinen Fotoladen: “Castro Cameras”. Bald wird das Geschäft als Treffpunkt und Nachrichtenbörse zum Mittelpunkt des Viertels, vor allem dank Harvey Milks herzlichen, überschäumenden Temperaments. Es dauert nicht lang, bis Milk seinen Hang zur Politik entdeckt: Sein Anliegen sind die Interessen der kleinen Leute seines Viertels – und die der schwulen Community. Milk organisiert Straßenfeste im Castro District, und er steht stets an der Spitze, wenn es gegen Diskriminierung zu protestieren gilt. Während dreier Wahlkampagnen für den Stadtrat von San Francisco gewinnt Milk unzählige Helfer und Freunde dazu, vor allem sein Berater Cleve Jones steht ihm unermüdlich zur Seite. Doch in dieser Zeit zerbricht die Beziehung zu seinem langjährigen Geliebten Scott. An der Seite seines neuen Partners Jack Lira schafft Milk bei der Wahl 1977 schließlich den Einzug in den Stadtrat. Kaum im Amt, stößt Milk eine Vielzahl von politischen Initiativen an, womit er sich nicht nur Freunde macht. Und einer seiner Gegner, Milks Stadtrats-Kollege Dan White (Josh Brolin) entpuppt sich schließlich als Todfeind.
Der Film startet am 19.Februar in den deutschen Kinos.
Handlung
Liebe auf den ersten Blick
Am Vorabend seines 40.Geburtstages trifft Harvey Milk (Sean Penn) auf Scott Smith (James Franco). Es ist Liebe auf den ersten Blick und die beiden werden ein Paar.
Umzug nach San Francisco
Milk und Smith ziehen nach San Francisco und eröffnen im Arbeiterviertel Castro den Fotoladen Castro Camera. Anfängliche Anfeindungen aus dem Umfeld kann Milk mit seiner überschäumend fröhlich-offenen Art schnell beseitigen. Ihr Laden entwickelt sich zum Treffpunkt der Schwulenszene.
Politische Karriere
Milk entschließt sich, gegen…
San Francisco, 1972. Harvey Milk und sein Partner Scott Smith haben vom Leben in New York die Nase voll und suchen ihr Glück an der Westküste. Sie eröffnen im Arbeiterviertel Castro einen kleinen Fotoladen: “Castro Cameras”. Bald wird das Geschäft als Treffpunkt und Nachrichtenbörse zum Mittelpunkt des Viertels, vor allem dank Harvey Milks herzlichen, überschäumenden Temperaments. Es dauert nicht lang, bis Milk seinen Hang zur Politik entdeckt: Sein Anliegen sind die Interessen der kleinen Leute seines Viertels – und die der schwulen Community. Milk organisiert Straßenfeste im Castro District, und er steht stets an der Spitze, wenn es gegen Diskriminierung zu protestieren gilt. Während dreier Wahlkampagnen für den Stadtrat von San Francisco gewinnt Milk unzählige Helfer und Freunde dazu, vor allem sein Berater Cleve Jones steht ihm unermüdlich zur Seite. Doch in dieser Zeit zerbricht die Beziehung zu seinem langjährigen Geliebten Scott. An der Seite seines neuen Partners Jack Lira schafft Milk bei der Wahl 1977 schließlich den Einzug in den Stadtrat. Kaum im Amt, stößt Milk eine Vielzahl von politischen Initiativen an, womit er sich nicht nur Freunde macht. Und einer seiner Gegner, Milks Stadtrats-Kollege Dan White (Josh Brolin) entpuppt sich schließlich als Todfeind.
Der Film startet am 19.Februar in den deutschen Kinos.
Handlung
Liebe auf den ersten Blick
Am Vorabend seines 40.Geburtstages trifft Harvey Milk (Sean Penn) auf Scott Smith (James Franco). Es ist Liebe auf den ersten Blick und die beiden werden ein Paar.
Umzug nach San Francisco
Milk und Smith ziehen nach San Francisco und eröffnen im Arbeiterviertel Castro den Fotoladen Castro Camera. Anfängliche Anfeindungen aus dem Umfeld kann Milk mit seiner überschäumend fröhlich-offenen Art schnell beseitigen. Ihr Laden entwickelt sich zum Treffpunkt der Schwulenszene.
Politische Karriere
Milk entschließt sich, gegen die polizeilichen Übergriffe und die Diskriminierung der Schwulen mit politischem Engagement vorzugehen. Mit dem Gewerkschaftsführer Allan Baird als Verbündetem wächst sein Bekanntheitsgrad. Seine erste Kandidatur für den Stadtrat von San Francisco scheitert 1973 nur knapp.
Wahlkampfteam
Den zweiten Wahlkampf geht Milk weitaus seriöser an und wird zudem neben Smith unterstützt durch den jungen Cleve Jones (Emile Hirsch), den Fotograf Danny Nicoletta (Lucas Gabreel), Milks Wahlkampfmanager Jim Rivaldo (Brandon Boyce) und Dick Pabich (p:33529).
Widerstand
Die zunehmend schwulenfeindliche Stimmung gipfelt schließlich in einer Gesetzesinitiative Proposition 6, die die Entlassung homosexueller Lehrer aus dem Staatsdienst in ganz Kalifornien bedeuten würde. Auch hier organisiert Milk den Widerstand und er entschließt sich, ein drittes Mal für den Stadtrat zu kandidieren.
Neue Liebe
Scott verlässt Milk und der Mexikaner Jack Lira (Diego Luna) wird Milks neuer Partner. Mit Hilfe der neuen Wahlkampfmanagerin Anne Kronenberg (Alison Pill) wird Milk 1977 in den Stadtrat gewählt. Unterstützt von Bürgermeister George Moscone (Victor Garber), setzt er im Stadtrat eine Antidiskriminierungsverordnung durch.
Feinde
Dabei schafft sich Milk auch Feinde – wie seinen Stadtratskollegen Dan White (Josh Brolin). Nachdem Milk seine Unterstützung für einen Antrag Whites in letzter Sekunde zurückzieht, wendet sich der konservative und religiöse White endgültig von Milk ab. Derweil organisiert Milk Protestmärsche und tritt trotz Morddrohungen als Hauptredner auf der Gay Freedom Day Parade auf.
Tragisches Ende
Sein Freund Jack Lira begeht in der gemeinsamen Wohnung Selbstmord. Die Proposition 6 wird mehrheitlich abgelehnt wird und der Stadtrat Dan White tritt von seinem Amt zurück.
Am 27. November 1978 erschießt Dan White Harvey Milk und George Moscone. Mehr als 30.000 Menschen versammeln sich am gleichen Abend zu einem Schweigemarsch.
Weiterführende Informationen
Wissenswertes zum Film
Harvey Milk-Eckdaten eines Lebens
Weitere Informationen im Internet
Filmkritiken
Filmkritik auf KultHit.de
Pressespiegel zu MILK auf film-zeit.de
Rezension von Aristos Daminaos unter moviemaze.de
Rezension von jak unter outnow.ch
Rezension von Sean O´Connell unter filmcritic.com
Gesammelte Rezensionen unter rottentomatoes.com
Linksammlung unter filmz.de
Deutsche Website zum Film
QuellenPresseheft des Verleihs
Cast & Crew
-
Gus van Sant
-
Sean Penn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Harvey Milk
-
Emile Hirsch
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Cleve Jones
-
Josh Brolin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dan White
-
James Franco
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Scott Smith
-
Diego Luna
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jack Lira
-
Brandon Boyce
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jim Rivaldo
Regie
Schauspieler
-
Kelvin Yu
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Michael Wong
-
Lucas Grabeel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Danny Nicoletta
-
Joseph Cross
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dick Pabich
-
Alison Pill
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anne Kronenberg
-
Victor Garber
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bürgermeister George Moscone
-
Denis O'Hare
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) State Senator John Briggs
-
Howard Rosenman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) David Goodstein
-
Stephen Spinella
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rick Stokes
-
Ted Jan Roberts
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dennis Peron
-
Harmony Blossom
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Studentin
-
Dustin Lance Black
- Genre
- Sozialdrama, Biopic
- Zeit
- 1970er Jahre, Sommer
- Ort
- Kalifornien, San Francisco
- Handlung
- Abgeordneter, Aktivist, Anführer, Ansprache, Aufstieg, Beziehung, Bürgerechtsbewegung, Bürgerinitiative, Bürgermeister, Bürgermeisterwahl, Bürgerrechte, Coming out, Demonstration, Diskriminierung, Eid, Geburtstag, Gewerkschaft, Hauptquartier, Homosexualität, Homosexueller, Ironie, Kandidatur, Lesbe, Liebe auf den ersten Blick, Liebhaber, Mord, Oscargewinner, Politik, Politiker, Politische Unruhen, Rede, Schwulenszene, Schwuler, Senator, Solidarität, Suizid, Wahlkampf, Überzeugung
- Stimmung
- Berührend, Ernst
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Milk
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Trailer zum Film Milk
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Links zum Film Milk
- Milk: critic.de













Kritiken (19) — Film: Milk
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Angeführt von einem formidablen Sean Penn fängt „Milk“ ein Stück wichtiger Zeitgeschichte auf höchst unterhaltende Weise ein. James Franco als Scott Smith und Emile Hirsch, der als junger Cleve Jones unter Milks Fittiche genommen wird, leisten, wie auch die übrige Besetzung, großartigen Support. Die lange Anlaufzeit, die das Projekt hinter sich hat, merkt man der Frische und der Leidenschaft, mit der es realisiert wurde, nicht an. Bereits 1991 hatte Oliver Stone ein Drehbuch mit dem Titel „The Mayor of Castro Street“ entwickelt, welches von Gus Van Sant mit Robin Williams in der Hauptrolle verfilmt werden sollte, wozu es aufgrund der vielzitierten kreativen Differenzen nicht kam. Mit Stars wie Richard Gere, Daniel Day-Lewis und James Woods wurde das Vorhaben immer mal wieder aufgegriffen, bis Dustin Lance Black sein Drehbuch vorlegte, Van Sant die Regie nun übernahm und die parallel laufende Arbeit an „The Mayor of Castro Street“ unter der Leitung von Bryan Singer schließlich während des Autorenstreiks 2007 eingestellt wurde. Der bekennende Homosexuelle und Milk-Verehrer Black steckte das sprichwörtliche Herzblut in sein Script und Van Sant gelingt der Transport dessen in den Film in jedem Moment. Harvey Milk und seinen Taten sollte man nicht bloß mit den Augen und dem Hirn folgen und es ist der Verdienst Blacks, Van Sants und Penns, dass man diesem Mann und seinem unwiderstehlichen Bemühen um Toleranz mit dem Herzen folgt.[...]
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Alles in allem ist „Milk“ ein überzeugender Film, der das persönliche Schicksal Harvey Milks gut in den gesamtgesellschaftlichen Kontext einarbeitet. Der Zuschauer bekommt nicht nur Fakten, sondern vor allem auch ein Gefühl dafür, wie verfolgt und verstoßen sich Homosexuelle im Amerika der 70e Jahre noch gefühlt haben müssen.
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David Edwards: Daily Mirror David Edwards: Daily Mirror
Kommentar löschenRegisseur Gus Van Sant weicht selten vom Schema, komplett mit aufwühlenden Streicharrangements im Soundtrack und kalkulierter Provokation der Tränendrüsen im Finale. Aber, während seine Kamera sich auf die Events der 30er Jahre konzentriert, brummt Milk mit moderner Relevanz.
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Thomas Sotinel: Le Monde Thomas Sotinel: Le Monde
Kommentar löschenMan kann es Schauspiel oder Drama kennen, oder auch ein Wunder - diesen Moment, in dem ein Schauspieler im Inneren der Figur verschwindet. Von den ersten Szenen mit Harvey Milk an verschwindet Sean Penn (der ewige Lausbub, einer der letzten Aufsässigen Hollywoods) und verkörpert Harvey Milk, die historische Persönlichkeit, den Märtyrer der Schwulenfrage und Helden des Films von Gus Van Sant.
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschen[...]Neben den schönen Bildern und dem wuchtigen Soundtrack von Danny Elfman überzeugt vor allem der Cast um Sean Penn, der innerhalb der zwei Stunden Laufzeit zu Hochform aufläuft. Und auch wenn das Drehbuch nicht frei von Schwächen ist, ist Milk wohl einer der wichtigsten Filme des Jahres mit einer eindeutigen, klaren und essentiellen Intention. Gerade in Zeiten von „Antrag 8“.[...]
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Es ist diese Mixtur aus ansprechender Inszenierung mit dem Sinn für die gekonnt platzierte Symbolik, hervorragenden Schauspielern, sowie der Nachzeichnung einer politisch brisanten Epoche, die immer noch relevant ist, die „Milk“ zu einem ausgezeichneten Drama werden lässt, dass in seiner grundlegenden Intention noch dazu universell verstanden werden muss: Kämpfe für deine Rechte![...]
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenDer für seine Vorliebe für außergewöhnliche Filmstoffe bekannte Regisseur Gus Van Sant - oscarnominiert für "Good Will Hunting", Cannes-Gewinner mit "Elephant" - macht aus den letzten acht Jahren im...
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDas ist die eine Hauptstärke dieses Films, dass er die private und die politische Seite dieses Mannes zugleich beleuchtet und die eine immer als Konsequenz aus der anderen zieht. Die andere Hauptstärke ist Sean Penn, der sich hier nicht, wie zuweilen leider schon, in eitlen Posen ergeht, sondern diesen sympathischen Milk mit allerlei linkischen, unbeholfenen Gesten versieht, die diesen vielleicht erst so sympathisch machten.
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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschenTrotz seines zunächst tragischen Ausgangs ist Milk im Kern doch ein zutiefst optimistisches Stück Kino. Der Film handelt von der Möglichkeit des Wandels, davon dass sich in einer Demokratie Minderheiten organisieren und dadurch zu Mehrheiten werden können. Emotional und zuweilen mit sichtlicher Wut im Bauch zeichnet Van Sant ein spannendes Zeitgemälde, dem man jeden nur erdenklichen Erfolg wünscht.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenRegisseur Gus Van Sant konzentriert sich auf den privat und beruflich entscheidenden 10jährigen Lebensabschnitt Harvey Milks. Gradlinig erzählt, setzt er Dustin Lance Blacks faktenreiches Drehbuch als kraftvolles, enorm versiertes Biopic um. Der visuelle Ideenreichtum in der Rekonstruktion des politischen und gesellschaftlichen Zeitgeists ist atemberaubend. "Milk" im schlicht strukturierten, konventionellen Mainstreamformat zu inszenieren, erscheint die einzig logische Möglichkeit, den von Epstein vorbereiteten Stoff zu dramatisieren. Klug und sensibel, voller Zwischentöne und überlegter Figuren überrascht die Differenziertheit der Interpretation, insbesondere in der Skizzierung Dan Whites. Der Film lebt letztlich von Sean Penn in der Rolle seines Lebens, dessen Transformation begnügt sich nicht mit imitiertem Sprach- und Bewegungsgestus, sondern bildet eine lebhafte, glaubwürdige und fein nuancierte Schauspielleistung.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenLetztlich ist Milk ein gutes Biopic, mit einem starken Mittelteil aber unzureichenden Außenstücken. Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass Van Sants Film gerade für Amerika ein wichtiger und bedeutender Film sein dürfte. Speziell dahingehend, dass er im selben Jahr erschienen ist, wie dem Antrag 8 zugestimmt wurde. Erschreckend, wie wenig weit es die Gleichberechtigung Homosexueller in den USA innerhalb von dreißig Jahren geschafft hat und wie nötig man auch heute noch einen Mann wie Harvey Milk hätte.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenMilk ist kein “Schwulenfilm”, kein Special Interest-Film der nur für die offensichtliche Zielgruppe gedreht wurde, sondern spannendes, witziges, unterhaltsames und zum Nachdenken anregendes Mainstreamkino, das grade in Zeiten eines konservativen Backlashs (wie zuletzt bei der Prop8-Diskussion in Kalifornien zu sehen war) wichtige Impulse gibt und es schafft schwules Leben auch ausserhalb simpler Schafhüterdramen a la “Brokeback Mountain” angemessen zu erzählen. Denn im Gegensatz zu der großen schwulen Erfolgsschnulze hat Milk tatsächlich etwas zu sagen und begnügt sich nicht damit in der Opferrolle herumzujammern.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenDetailliert porträtiert Gus van Sant einen leidenschaftlichen Aktivisten, der mit Optimismus und Unermüdlichkeit für die Bürgerrechte einer marginalisierten Bevölkerungsgruppe kämpft, während seine privaten Beziehungen auf tragische Weise scheitern. Der Film rekonstruiert die politische Karriere in Rückblenden unter Einbeziehung historischer Archivaufnahmen aus Rob Epsteins Dokumentation The Times of Harvey Milk (USA 1984). Dabei wird auf dramatische Zuspitzungen weitgehend verzichtet, selbst das tödliche Attentat auf Milk wird nicht im Stil eines Thrillers erzählerisch zugespitzt.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenWie schon Ron Howard setzt Regie-Kollege Gus Van Sant in der diesjährigen Oscar-Saison auf ein sicheres Pferd im Rennen um den Prestige-trächtigen Filmpreis: Beide Routiniers verfilmen moderne Zeitgeschichte. Wo Howard mit Richard Nixons halben Schuldeingeständnis in „Frost/Nixon“ brilliert, setzt Van Sant mit der Biographie des homosexuellen Politikers Harvey Milk auf Dramatik und trifft dabei nicht immer ins Schwarze. Obwohl der Stoff mit der gegebenen Brisanz und der schlussendlich tragischen Reichweite eigentlich eine dankbare Aufgabe für jeden Hollywood-Regisseur sein sollte, wirkt Van Sants Werk unausgeglichen. Die schlichte Formel - grobkörniges Archivmaterial, authentische Ausstattung inklusive Schnauzbärte und 70ies Mucke sowie das Quäntchen Dramatik, dass den Film über den Dokumentationsstatus hebt – geht bei Van Sant nicht auf. Gerade der Wechsel aus Archivmaterial und den Schauspielszenen wirkt bisweilen äußerst holprig: Unkontrolliertes Chaos herrscht in vielen Szenen, Anweisungen fehlen und so wackelt der Cast bisweilen wie eine aufgestachelte Drag-Queen durch die Retro-Kulissen von „Milk“. Trotz des ernsten Inhalts ist zudem die Schmalzdichte immens hoch. Und wenn am Ende staatstragende Trauer den Haufen aufgeschreckter Hühner ergreift, ist das Bild eines leider manchmal arg unausgegorenen Werkes, in dem nebenbei noch das ABC der Kommunalpolitik angeschnitten wird, perfekt. Positiv ist, dass Sean Penn in einigen Szenen die schlechte Regie Van Sants überspielen kann.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenGus van Sant, der mit „Elefant“ schon die Goldene Palme gewann und neben Hits wie „Good Will Hunting“ immer wieder schwule Themen in einzigartig fließende Bilder brachte, zaubert hier eine politische Liebeserklärung auf die Leinwand. Selbstverständlich ist das Thema eines schwulen Politikers immer noch ein Politikum, das weiß Berlin besonders gut. Aber wie der Mensch Harvey Milk, der tatsächlich einem Attentat zum Opfer fiel, dargestellt ist, bewegt die Emotionen ungemein. Großen Anteil hat dabei der ansonsten so stoisch und unerschütterlich wirkende Sean Penn. Sein Milk ist ganz sanft, unglaublich liebenswert, mit einem milden Blick, der sofort einnimmt.
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Sean Penn („21 Gramm“) spielt schlichtweg großartig. Bei jedem Blick, jedem Ton und jeder Geste steckt er voll und ganz in seiner Rolle und verkörpert den schwulen Aktivisten Harvey Milk auf eine Weise, die über jeden Zweifel erhaben ist. Auch die Nebendarsteller, allen voran James Franco, überzeugen in ihren sorgsam geschneiderten 70er Jahre Outfits. Dabei scheint Josh Brolin („No Country for Old Men“) als Dan White noch am wenigsten Charisma zu versprühen, ist aber irgendwie gerade deswegen am glaubwürdigsten, wenn er den frustrierten Lokalpolitiker gibt. [...]
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Milk» ist ein vielschichtiges, überwältigend berührendes Drama, das unaufdringlich für Toleranz und Menschenrechte einsteht.
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J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews
Kommentar löschenMilk präsentiert eine nachdenklich stimmende, kathartische und eine größtenteils wahre Geschichte über Politik und Mut.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenWir erhalten ein klares Porträt eines idealistischen, entschlossene, sardonischen und ehrgeizigen Mannes. Penns Oscar-Kaliber-Transformation ist atemberaubend, so wie die Saga eines Mannes, der für Menschenrechte kämpft, fesselnd ist.
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Kommentare (67) — Film: Milk
Kommentar schreibender cineast 2012/02/02 21:30:56
Kommentar löschenEinfühlsam erzählte Geschichte eines herausragenden Mannes, der ebenso herausragend von Sean Pean gelebt wird.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
Oceanic6 2012/02/02 23:13:17
Antwort löschenSean Penn ist absolut überragend, der Film teilweise etwas zäh, aber ohne Frage großes Kino.
Alle 3 Antworten zeigen
Mr Vincent Vega 2012/02/03 00:30:21
Antwort löschenNur im Original erträglich. Synchro ist absolute Kotze. Der Film aber ein Meisterwerk, eh klar.
der cineast 2012/02/03 09:45:25
Antwort löschenSaw the original.
Sinister Kid 2012/01/29 20:27:50
Kommentar löschenJames Franco sieht als Schwuler mit Schnauzer sehr lecker aus.
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InfiniteJest 2012/01/07 01:09:59
Kommentar löschenEin wichtiger Film. Er ist auf die erforderliche Weise offen und unspektakulär. Anders hätte ich ihn nicht gewollt.
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myrieous 2011/12/27 00:19:09
Kommentar löschenWenn man am Schluss eines Films den Tod der Hauptfigur bedauert, obwohl man schon seit Beginn darauf vorbereitet wurde, und völlig abgesehen vom realen Bezug, dann wurde sehr viel richtig gemacht. Absolut sehenswert!
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Emzed 2011/10/21 14:18:50
Kommentar löschen"Milk" erzählt die wahre Geschichte der politischen Laufbahn von Harvey Milk, beginnend mit den Zusammenstößen von Schwulen mit der Polizei von San Francisco im Jahr 1970 über seine zahlreichen Stadtratskandidaturen bis zu seiner Ermordung 1978 (kein Spoiler, wird gleich zu Beginn des Films verraten). Sean Penn spielt überragend als charimatischer, fröhlicher und willensstarker Harvey Milk und verleiht dem Charakter tolle Facetten gepaart mit großer Glaubwürdigkeit. Er kämpft für die politischen Rechte und die gesellschaftliche Anerkennung von Homosexuellen, aber der Film macht deutlich, dass es um mehr als das geht. Regisseur Gus Van Sant setzt hier ein eindrucksvolles Denkmal für Demokratie, Menschenrechte, Gleichberechtigung und Toleranz.
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Prechtl 2011/10/18 23:32:14
Kommentar löschenLeider konnte der Film meiner ziemlich hohen Erwartungshaltung nicht gerecht werden. Sean Penn spielt ohne Zweifel seine Rolle oscarreif und hat ihn wirklich verdient. Auch die anderen Schauspieler (James Franco, Emile Hirsch und Josh Brolin, nur um die bekanntesten zu nennen) spielten sehr gut und authentisch. Zeitweise hatte ich auch das Gefühl, die wahren Figuren vor mir zu haben und keine Schauspieler. Der Cast kann begeistern und durch die Bank überzeugen und Harvey Milks Geschichte bewegt wirklich.
Aber...
Aber leider wurde die ganze Geschichte zu fade präsentiert und ich fand das ganze Politikwischiwaschi mit der Zeit wirklich anstrengend. Zwar ist es schön anzusehen, wie Milk seine Ziele durchsetzen kann, doch mit der Zeit ging es nur noch von Wahlkampf zu Wahlkampf und das fand ich persönlich öde.
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Punsha 2011/08/19 14:28:52
Kommentar löschen"Milk" ist trotz herausragender schauspielerischen Leistungen nicht das erhoffte, großartige Biopic, was wohl am meisten der faden Inszenierung Van Sants geschuldet ist. Der brisante Stoff wird zwar dem Zuschauer geschickt vermittelt, kann aber nie auf emotionaler Ebene zu ihm durchdringen, was den Film größtenteils eher zu einem kritischen Zeitungsartikel macht. Dabei hat doch der im selben Jahr publizierte Streifen "Frost/Nixon" schon gezeigt, dass Politik auch durchaus aufregend und mitreißend sein kann.
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Biersepp 2011/08/06 18:32:19
Kommentar löschenEhrlicherweise war dieser Film sehr enttäuschend und ich frage mich immer noch: Warum eigentlich ? Das Cast ist herausragend und das Thema trifft genau ins Schwarze, ja lässt sogar viel Spielraum für politisch unangenehme Kritik. Was ist da los ?
Das kann ich mir eigentlich nur damit erklären, dass die Art, wie das Thema aufgezogen ist nicht in unseren Kulturkreis passt. Sprich: der Film ist ein Kapitel amerikanischer Geschichte und spricht deshalb auch speziell Amerikaner an. Es geht mich irgendwie nicht unmittelbar an.
Unabhängig davon geht der Film zu oberflächlich an die Probleme ran. Da sollte doch viel schmerzhafter kritisiert werden. Natürlich wird viel Kritik geübt, aber diese wird nicht in letzter Konsequenz zu Ende geführt. So bleibt es oftmals bei Andeutungen.
Die oben angegebenen 5 Punkte sind mit Vorsicht zu genießen. Wenn jemand von diesem Film begeistert ist kann ich das durchaus nachvollziehen. Andererseits verstehe ich jeden, der dem Film mangelnde Spannung vorwirft. Ich selbst schwebe so ein bisschen zwischen den Welten: einerseits konnte ich dem Film nichts abgewinnen, auf der anderen Seite ist mir der Film im Kopf geblieben und beschäftigt mich immer noch...
Ach ja, und um in diesem Punkt keine Diskussionen aufkommen zu lassen: die Oscars waren verdient !
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KASAKA 2011/07/28 19:23:28
Kommentar löschenIch bin fertig.... Fertig von dem unglaublichen Gefühlsrodeo auf das "Milk" mich mitgenommen hat.Fertig von der Wut über die extreme Intoleranz der 60er&70er Jahre gegenüber Schwulen, Fertig von der Freude über die Wahl- und Abstimmungssiege und die damit verbundene Gänsehaut und ,nicht zuletzt, Fertig von der unglaublichen Schauspielleistung des Sean Penn! Das er einen Oscar für das hier Gezeigte bekam war keine einfache Ehrung, sondern absolute Pflicht! Ein gelungenes Paradebeispiel für einen Charakterschauspieler der Sonderklasse! Für jeden den die Themen Diskriminierung, politische Revolution und natürlich die 60er und 70er Jahre an sich, welche hier unglaublich stimmig eingefangen wurden, auch nur ansatzweise interessieren eine absolute Empfehlung, wenn nicht sogar ein Muss! Man braucht kein "Anti-homophob"(?!) und erst recht kein Schwuler sein, um diesen Film zu mögen bzw. zu lieben!
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Isolation 2011/07/28 21:45:42
Antwort löschenUnd ich habe den Film noch nicht geschaut. :-( Der steht aber auf jeden Fall schon ganz weit oben auf meiner Liste.
J!GS4W 2011/01/26 14:07:23
Kommentar löschenHerausragende Leistung von Sean Penn, der hier über zwei Stunden hin eine klasse One Man Show hinlegt. Süß ist aber auch James Franco als sein Freund, auch wenn ich finde, dass hier ziemlich viele Klischee-Schwule gezeigt werden, die viel zu verniedlicht und feminin dargestellt werden. Ob die nun wirklich so waren weiß ich natürlich nicht. Doch es geht um die Aussage des Filmes und Sozialdramen über reelle Ereignisse sind ja oftmals eher schleppend. Doch nicht Milk. Milk ist die ganze Zeit über sehr unterhaltsam und weckt zum nachdenken auf, bzw auch zum informieren. Traurig nur, dass die Großen, die etwas revolutionieren wollten, immer erst sterben mussten, um den eigentlichen Durchbruch der Revolution in Gang zu bringen und etwas zu verändern.
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Redapple 2010/11/09 22:51:54
Kommentar löschenDie großartigen schauspielerischen Leistungen, besonders von Sean Penn und Emile Hirsch, der gut getroffene Look und die schönen Originalaufnahmen machen "Milk" zu einem überdurchschnittlichem, bewegendem Biopic mit sehr interessanter Thematik.
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Jade 2010/09/27 09:02:54
Kommentar löschenBewegend und Sean Penn beweist abermals sein Ausnahmetalent als Schauspieler.
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Ansi 2010/09/20 19:28:33
Kommentar löschenDer insbesondere durch die Filme "My Private Idaho", "Good Will Hunting" und das unverständlicherweise verschmähte Remake von Alfred Hitchcocks "Psycho" bekannt gewordene Regisseur Gus Van Sant serviert mit dem Biopic "Milk" eine rundum gelungene Filmbiographie über den US-amerikanischen Politiker und Bürgerrechtler Harvey Milk.
Der Film überzeugt nicht nur aufgrund der detaillierten und spannenden Schilderungen der Karriere und des Lebens Harvey Milks - als roter Faden der Handlung dienen hier übrigens archivierte Tonbandaufnahmen Milks. Um mehr als nur ein gelungenes Porträt des Protagonisten zu fertigen, verlässt sich Van Sant auch immer wieder auf die Abbildung des sozialen Umfeldes und des damaligen Zeitgeistes. Letztlich sind es aber die herausragenden und faszinierenden schauspielerischen Leistungen von Sean Penn ("Dead Man Walking – Sein letzter Gang"), Josh Brolin ("W. – Ein missverstandenes Leben"), Emile Hirsch ("Into the Wild") und James Franco ("Ananas Express"), die den Film auszeichnen.
In den USA und insbesondere im kalifornischen San Francisco war das politische Handeln von Harvey Milk als Stadtrat ein historisches Unterfangen, da es sich um nicht weniger als die absolute und unbestrittene Gleichberechtigung aller Glaubensgruppen und Geschlechter handelte. Diese Abkehr von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Minderheiten und Andersdenkenden gilt heute, nicht weniger als damals, als kostbares Gut. Gerade aufgrund dieser allgemeingültigen Thematik spricht der Film alle Zuschauer an und gilt jedem als absolute Empfehlung, auch wenn insbesondere ein intellektuelles wie interkulturelles Publikum angesprochen werden dürfte.
Gus Van Sants Film ist eine ausgesprochen gute Zusammenfassung des Lebens eines demokratischen Idealisten, der für gleiche und stabile Menschenrechte kämpfte und dafür letztlich auch sein eigenes Leben auf's Spiel setzte. Dass der Film "Milk" von Kritikern und Publikum gleichermaßen so geschätzt wird, liegt zusammenfassend gesagt an einem exzellenten Drehbuch von Dustin Lance Black ("Hoover"), einer detaillierten wie gekonnten Inszenierung seitens des Regisseurs und herausragenden Schauspielern - einmal mehr beweist Sean Penn mit seiner ausdrucksvollen Darbietung sein ungeheures und unerreichtes schauspielerisches Vermögen und Talent.
- - -
Schon gewusst: Der Film war unter anderem achtmal für den Oscar in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bester Nebendarsteller (Josh Brolin), Beste Filmmusik (Danny Elfman), Beste Kostüme und Bester Schnitt nominiert. Die einzigen Auszeichnung erhielten im Jahr 2009 Sean Penn als Bester Hauptdarsteller und Dustin Lance Black für das Beste Original-Drehbuch.
Der Film basiert teils auf dem Dokumentarfilm "The Times of Harvey Milk", welcher von Regisseur Robert Epstein gedreht wurde und im Jahr 1985 einen Oscar als Bester Dokumentarfilm erhielt.
Harvey Milk wurde im Jahr 2009 postum die Presidential Medal of Freedom verliehen. Außerdem ernannte der kalifornische Gouvernator Arnold Schwarzenegger ("Terminator") den 22. Mai zum Harvey-Milk-Day.
Stadtrat Dan White wurde wegen des Mordes an Harvey Milk und Bürgermeister George Moscone, im Mai 1979, zu nur sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Schon nach fünf Jahren verließ er das Gefängnis wieder, beging aber im Alter von 39 Jahren am 21. Oktober 1985 Selbstmord.
Spaß:
Action:
Spannung:
Gefühl: *
Anspruch: **
Kreativität:
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Peoples 2010/09/04 03:01:06
Kommentar löschenMit dem Film konnte ich nicht viel anfangen, aber Sean Penn hat wieder mal gezeigt das er einer der besten Schauspieler Hollywoods ist und hat mit dieser Rolle verdient den Oscar gewonnen!!
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guggenheim 2010/09/01 23:05:36
Kommentar löschenDass Sean Penn einen ganzen Film tragen kann, ist längst kein Geheimnis mehr. Einen weiteren Beweis liefert er mit seiner Darstellung von Harvey Milk. Allerdings konnte er nicht verhindern, dass die Inszenierung etwas zu bieder geraten ist und man sich schwer tut, sich den zahlreichen Charakteren zu nähern.
Dass "Milk" trotzdem ein sehr sehenswertes Plädoyer für Gleichberechtigung - und das nicht nur für Homosexuelle - geworden ist, kann man nicht bestreiten. Aber, und damit komme ich auf den Beginn des Textes zurück, dies ist eben zu großen Teilen dem stark spielenden Sean Penn zu verdanken.
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Sheeeeep 2010/09/02 07:36:51
Antwort löschenHast aber im Deutsch Unterricht gut aufgepasst, im Schluss sich immer auf die Einleitung beziehen ;)
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phoenix409 2010/09/02 10:17:38
Antwort löschen:D
guggenheim 2010/09/02 10:53:33
Antwort löschenHerr Kunz wäre stolz auf mich ;)
Kevin2803 2010/06/30 22:13:40
Kommentar löschenInteressanter und unterhaltsamer Film mit guten Darstellern.
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stuforcedyou 2010/06/28 16:35:26
Kommentar löschenDie Biographie des ersten öffentlich als schwul bekennenden Politikers der USA, Harvey Milk, ist zum einen eine Bühne für Hauptdarsteller und Oscargewinner Sean Penn und zum anderen ein filmisches Loblied an den Humanisten, Demokraten und Kämpfer Milk. Dabei vergisst der Film von Gus Van Sant nicht zu zeigen dass Milk neben der Politik auch ein Privatleben hatte, dass zunehmend an dem politischen Druck zerbrach. Diese Episoden in Milks Leben wirken etwas zu verzichtbar, sind aber immer großartig gespielt (nicht nur von Penn). So ist der Film zum Großteil aufs Milks politisches Leben fokussiert und präsentiert den Bürgerrechtler jeder Zeit greif- und begreifbar. Obendrein verzichtet die Biographie auch nicht auf die kleinen Macken und zeigt, auf charmante Art und Weise, dass Harvey Milk ein gewiefter Selbstdarsteller war, aber diese Eigenschaft hat er wie der Film auch nie zum bloßen Selbstzweck verkommen lassen.
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mikkean 2010/06/29 15:03:50
Antwort löschenEin großes und bedeutendes Leben benötigt alle schauspielerische Klasse. Von dieser hat "Milk" reichlich. Toll auch zu beobachten, dass hier keine Figur übersehen wird, siehe Brolin (dessen Scheitern sehr anschaulich und verständlich geschildert wurde). Alles in allem, nicht fehlerfrei, aber verdammt nah dran. Bitte gerne mehr solch aufrichtiger Dramen.
daScorp 2010/02/12 03:03:27
Kommentar löschenSean Penn zählt zweifelsohne zu den besten Schauspielern der Welt. Bemerkenswert wie er Harvey Milk darstellt. Die politische Brisanz des Films ist sehr eindrucksvoll, aber am Privatleben von Harvey Milk hatte ich ehrlich gesagt wenig Interesse, die schwulen Beziehungen stehen für mich zu stark im Vordergrund. Sicher ein guter Film, aber nicht mein Fall.
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pfeffer 2010/01/26 16:12:09
Kommentar löschen"Milk" ist vieles, vor allem aber: überraschend. Wer hätte gedacht, dass Van Sant nach seiner Todes-Trilogie nochmals zu einer derart konventionellen Art und Weise des Erzählens zurückkehrt? Ich nicht, finde aber, dass ihm das ganz ausgezeichnet steht. Denn "Milk" bietet, neben einem hervorragenden Cast, unter der Oberfläche einer sehr Hollywood-tauglichen Erfolgsgeschichte (Rahmenhandlung und Klischees inklusive) einen durchaus spannenden Subtext, der auf den ersten Blick vielleicht nicht direkt ins Auge fallen mag.
Harvey Milk beschließt an seinem vierzigsten Geburtstag, die Rolle zu wechseln. Auch das kann Coming Out heißen: in eine neue Rolle schlüpfen (im schlimmsten Fall aber auch: mit einem Stigma belegt werden). "My name is Harvey Milk, and I want to recruit you". Milk erfindet sich fortan als pragmatischen Aktivisten und als - und dieser Aspekt des Films gefällt mir ganz außerordentlich - ästhetischen Dramaturg. Milk ist sich nicht nur seiner Verschiedenheit von der Mehrheit der Bevölkerung bewusst, er weiß auch um die Wirkungsmacht einer gebrochenen singulären Stimme und um die Wichtigkeit diese in Szene zu setzen. Die Puccini-Oper Tosca liefert hierfür den Klappentext: Floria Tosca ist eine Sängerin, die eine Sängerin spielt. Wenn Gus Van Sant den Kamera-Fokus auch auf den Körper, die Brüste der Sängerin legt, dann ist das sicher nicht sexistisch, sondern nur folgerichtig: Der Körper muss zwingend auch auf der Bühne des Politischen erscheinen, ein Anliegen alleine reicht nicht. Milks Mörder Dan White irrt ja unter anderem genau an diesem Umstand. Nicht alleine das Anliegen macht die Faszination der Person Harvey Milk aus, sondern die andauernden Verschränkungen von Privatem und Politischen, von den Forderungen und den Körpern auf der Straße.
Völlig folgerichtig: If I can't fuck to it, it's not my revolution.
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Herr Marcus 2010/01/11 17:11:50
Kommentar löschenHat mich trotz Penn's sicher sehr guten Leistung merkwürdig kalt gelassen. Liegt vielleicht an "Daisy".
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