Milk
US 2008
- Genre
- Biopic
- Inhalt
San Francisco, 1972. Harvey Milk und sein Partner Scott Smith haben vom Leben in New York die Nase voll und suchen ihr Glück an der Westküste. Sie eröffnen im Arbeiterviertel Castro einen kleinen Fotoladen: "Castro Cameras". Bald wird das Geschäft… — Mehr
San Francisco, 1972. Harvey Milk und sein Partner Scott Smith haben vom Leben in New York die Nase voll und suchen ihr Glück an der Westküste. Sie eröffnen im Arbeiterviertel Castro einen kleinen Fotoladen: "Castro Cameras". Bald wird das Geschäft als Treffpunkt und Nachrichtenbörse zum Mittelpunkt des Viertels, vor allem dank Harvey Milks herzlichen, überschäumenden Temperaments. Es dauert nicht lang, bis Milk seinen Hang zur Politik entdeckt: Sein Anliegen sind die Interessen der kleinen Leute seines Viertels - und die der schwulen Community. Milk organisiert Straßenfeste im Castro District, und er steht stets an der Spitze, wenn es gegen Diskriminierung zu protestieren gilt. Während dreier Wahlkampagnen für den Stadtrat von San Francisco gewinnt Milk unzählige Helfer und Freunde dazu, vor allem sein Berater Cleve Jones steht ihm unermüdlich zur Seite. Doch in dieser Zeit zerbricht die Beziehung zu seinem langjährigen Geliebten Scott. An der Seite seines neuen Partners Jack Lira schafft Milk bei der Wahl 1977 schließlich den Einzug in den Stadtrat. Kaum im Amt, stößt Milk eine Vielzahl von politischen Initiativen an, womit er sich nicht nur Freunde macht. Und einer seiner Gegner, Milks Stadtrats-Kollege Dan White (Josh Brolin) entpuppt sich schließlich als Todfeind.
- Cast
- Sean Penn, Josh Brolin, Emile Hirsch, James Franco, Diego Luna, Brandon Boyce, Kelvin Yu — Mehr
- Regisseure
- Gus van Sant
- Autor
- Dustin Lance Black
- Laufzeit
- 128 Minuten
- Zeit
- 1970er Jahre
- Ort
- Kalifornien, San Francisco
- Handlung
- Abgeordneter, Aktivist, Anführer, Ansprache, Aufstieg, Beziehung, Bürgerechtsbewegung, Bürgerinitiative, Bürgermeister, Bürgermeisterwahl, Bürgerrechte, Coming out, Demonstration, Diskriminierung, Eid, Geburtstag, Gewerkschaft, Hauptquartier, Homosexualität, Homosexueller, Ironie, Lesbe, Liebe auf den ersten Blick, Liebhaber, Mord, Politik, Politiker, Politische Unruhen, Rede, Schwulenszene, Schwuler, Senator, Solidarität, Suizid, Wahlkampf
- Stimmung
- Berührend, Ernst
Über diesen Film
Der Film startet am 19.Februar in den deutschen Kinos.
Handlung
Liebe auf den ersten Blick
Am Vorabend seines 40.Geburtstages trifft Harvey Milk (Sean Penn) auf Scott Smith (James Franco). Es ist Li… — Mehr
Der Film startet am 19.Februar in den deutschen Kinos.
Handlung
Liebe auf den ersten Blick
Am Vorabend seines 40.Geburtstages trifft Harvey Milk (Sean Penn) auf Scott Smith (James Franco). Es ist Liebe auf den ersten Blick und die beiden werden ein Paar.
Umzug nach San Francisco
Milk und Smith ziehen nach San Francisco und eröffnen im Arbeiterviertel Castro den Fotoladen Castro Camera. Anfängliche Anfeindungen aus dem Umfeld kann Milk mit seiner überschäumend fröhlich-offenen Art schnell beseitigen. Ihr Laden entwickelt sich zum Treffpunkt der Schwulenszene.
Politische Karriere
Milk entschließt sich, gegen die polizeilichen Übergriffe und die Diskriminierung der Schwulen mit politischem Engagement vorzugehen. Mit dem Gewerkschaftsführer Allan Baird als Verbündetem wächst sein Bekanntheitsgrad. Seine erste Kandidatur für den Stadtrat von San Francisco scheitert 1973 nur knapp.
Wahlkampfteam
Den zweiten Wahlkampf geht Milk weitaus seriöser an und wird zudem neben Smith unterstützt durch den jungen Cleve Jones (Emile Hirsch), den Fotograf Danny Nicoletta (Lucas Gabreel), Milks Wahlkampfmanager Jim Rivaldo (Brandon Boyce) und Dick Pabich (Joseph Cross).
Widerstand
Die zunehmend schwulenfeindliche Stimmung gipfelt schließlich in einer Gesetzesinitiative Proposition 6, die die Entlassung homosexueller Lehrer aus dem Staatsdienst in ganz Kalifornien bedeuten würde. Auch hier organisiert Milk den Widerstand und er entschließt sich, ein drittes Mal für den Stadtrat zu kandidieren.
Neue Liebe
Scott verlässt Milk und der Mexikaner Jack Lira (Diego Luna) wird Milks neuer Partner. Mit Hilfe der neuen Wahlkampfmanagerin Anne Kronenberg (Alison Pill) wird Milk 1977 in den Stadtrat gewählt. Unterstützt von Bürgermeister George Moscone (Victor Garber), setzt er im Stadtrat eine Antidiskriminierungsverordnung durch.
Feinde
Dabei schafft sich Milk auch Feinde – wie seinen Stadtratskollegen Dan White (Josh Brolin ). Nachdem Milk seine Unterstützung für einen Antrag Whites in letzter Sekunde zurückzieht, wendet sich der konservative und religiöse White endgültig von Milk ab. Derweil organisiert Milk Protestmärsche und tritt trotz Morddrohungen als Hauptredner auf der Gay Freedom Day Parade auf.
Tragisches Ende
Sein Freund Jack Lira begeht in der gemeinsamen Wohnung Selbstmord. Die Proposition 6 wird mehrheitlich abgelehnt wird und der Stadtrat Dan White tritt von seinem Amt zurück. Am 27. November 1978 erschießt Dan White Harvey Milk und George Moscone. Mehr als 30.000 Menschen versammeln sich am gleichen Abend zu einem Schweigemarsch.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen im Internet
Filmkritiken- Filmkritik auf KultHit.de
- Pressespiegel zu MILK auf film-zeit.de
- Rezension von Aristos Daminaos unter moviemaze.de
- Rezension von jak unter outnow.ch
- Rezension von Sean O´Connell unter filmcritic.com
- Gesammelte Rezensionen unter rottentomatoes.com
- Linksammlung unter filmz.de
- Deutsche Website zum Film
Quellen
Presseheft des Verleihs
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Ausgezeichnet 8.1
Der Film Milk wurde von 29 Kritikern bewertet.
Regisseur Gus Van Sant weicht selten vom Schema, komplett mit aufwühlenden Streicharrangements im Soundtrack und kalkulierter Provokation der Tränendrüsen im Finale. Aber, während seine Kamera sich auf die Events der 30er Jahre konzentriert, brummt Milk mit moderner Relevanz.
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Man kann es Schauspiel oder Drama kennen, oder auch ein Wunder - diesen Moment, in dem ein Schauspieler im Inneren der Figur verschwindet. Von den ersten Szenen mit Harvey Milk an verschwindet Sean Penn (der ewige Lausbub, einer der letzten Aufsässigen Hollywoods) und verkörpert Harvey Milk, die historische Persönlichkeit, den Märtyrer der Schwulenfrage und Helden des Films von Gus Van Sant.
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Kommentare — Sehenswert 7.5
Der Film Milk wurde von 1249 Mitgliedern bewertet.
daScorp 2010/02/12 03:03:27
Sean Penn zählt zweifelsohne zu den besten Schauspielern der Welt. Bemerkenswert wie er Harvey Milk darstellt. Die politische Brisanz des Films ist sehr eindrucksvoll, aber am Privatleben von Harvey Milk hatte ich ehrlich gesagt wenig Interesse, die schwulen Beziehungen stehen für mich zu stark im Vordergrund. Sicher ein guter Film, aber nicht mein Fall.
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pfeffer 2010/01/26 16:12:09
"Milk" ist vieles, vor allem aber: überraschend. Wer hätte gedacht, dass Van Sant nach seiner Todes-Trilogie nochmals zu einer derart konventionellen Art und Weise des Erzählens zurückkehrt? Ich nicht, finde aber, dass ihm das ganz ausgezeichnet steht. Denn "Milk" bietet, neben einem hervorragenden Cast, unter der Oberfläche einer sehr Hollywood-tauglichen Erfolgsgeschichte (Rahmenhandlung und Klischees inklusive) einen durchaus spannenden Subtext, der auf den ersten Blick vielleicht nicht direkt ins Auge fallen mag.
Harvey Milk beschließt an seinem vierzigsten Geburtstag, die Rolle zu wechseln. Auch das kann Coming Out heißen: in eine neue Rolle schlüpfen (im schlimmsten Fall aber auch: mit einem Stigma belegt werden). "My name is Harvey Milk, and I want to recruit you". Milk erfindet sich fortan als pragmatischen Aktivisten und als - und dieser Aspekt des Films gefällt mir ganz außerordentlich - ästhetischen Dramaturg. Milk ist sich nicht nur seiner Verschiedenheit von der Mehrheit der Bevölkerung bewusst, er weiß auch um die Wirkungsmacht einer gebrochenen singulären Stimme und um die Wichtigkeit diese in Szene zu setzen. Die Puccini-Oper Tosca liefert hierfür den Klappentext: Floria Tosca ist eine Sängerin, die eine Sängerin spielt. Wenn Gus Van Sant den Kamera-Fokus auch auf den Körper, die Brüste der Sängerin legt, dann ist das sicher nicht sexistisch, sondern nur folgerichtig: Der Körper muss zwingend auch auf der Bühne des Politischen erscheinen, ein Anliegen alleine reicht nicht. Milks Mörder Dan White irrt ja unter anderem genau an diesem Umstand. Nicht alleine das Anliegen macht die Faszination der Person Harvey Milk aus, sondern die andauernden Verschränkungen von Privatem und Politischen, von den Forderungen und den Körpern auf der Straße.
Völlig folgerichtig: If I can't fuck to it, it's not my revolution.
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Herr Marcus 2010/01/11 17:11:50
Hat mich trotz Penn's sicher sehr guten Leistung merkwürdig kalt gelassen. Liegt vielleicht an "Daisy".
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Der Film Milk gehört zum Genre Biopic. Regie führte Gus van Sant.

[...] Alles in allem ist „Milk“ ein überzeugender Film, der das persönliche Schicksal Harvey Milks gut in den gesamtgesellschaftlichen Kontext einarbeitet. Der Zuschauer bekommt nicht nur Fakten, sondern vor allem auch ein Gefühl dafür, wie verfolgt und verstoßen sich Homosexuelle im Amerika der 70e Jahre noch gefühlt haben müssen.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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