Million Dollar Baby

Million Dollar Baby (2004), US Laufzeit 133 Minuten, FSK 12, Drama, Sportfilm, Kinostart 24.03.2005


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7.5
Kritiker
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von Clint Eastwood, mit Clint Eastwood und Hilary Swank

In Million Dollar Baby erklärt sich der mürrische Boxlehrer Clint Eastwood dazu bereit, eine Frau zu trainieren – doch ihr Erfolg hat einen hohen Preis.

Frankie Dunn (Clint Eastwood) is der Besiter von The Hit Pit, einer kleinen Boxerschule, die auch schon bessere Zeiten erlebt hat. Er hatte schon viele Boxer unter seinen Fittichen und gilt als einer der besten Lehrer. Seine Maxime “Always protect yourself” beherzigt er aber sowohl im Ring als auch ausserhalb, was ihm den zweifelhaften Ruf einbrachte, seine Schützlingen am Zugang zu lukrativen Titelkämpfe zu hindern. Sein einziger Freund ist Eddie “Scrap-Iron” Dupris (Morgan Freeman), der als Hasumeister wohnt, wo er arbeitet und seines ganzes Leben verbracht hat – in Boxringnähe.

Eines Tages möchte auch die junge Frau Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) ihr Training im Gym beginnen. Sie ist von ihrem Talent überzeugt, obwohl sie keinerlei Erfahrung hat. Frankie lehnt ihre bitte, sie trainieren jedoch strikt ab: Sie sei zu alt und er würde sowieso nie Frauen trainieren. Doch Maggie trainiert zunächst heimlich, dann ohne Trainer, bis Frankie endlich weich wird: An ihrem 32. Geburtstag macht er ihr das grösste Geschenk und wird ihr Trainer. Maggie entwickelt sich zum Knockout und haut die Gegnerinnen in Serie aus dem Ring. Das ungleiche Duo entwickelt einen Familiensinn, den beide lange verloren geglaubt haben. Doch das Wettkampfglück dauert nicht ewig. Bald kämpfen die beiden gegen das Schicksal fern von den Boxarenen dieser Welt.

Hintergrund & Infos zu Million Dollar Baby
Auch wenn Million Dollar Baby heute als einer der erfolgreichsten Clint Eastwood-Filme gilt, wäre er beinahe in der Produktionshölle verblieben. Kein Studio wollte das Drehbuch, welches auf einer Kurzgeschichte des ehemaligen Box-Trainers F.X. Toole beruht, verfilmen, selbst nachdem Clint Eastwood seine Regie anbot. Erst als Eastwood auf eigene Faust die Hälfte des 30 Millionen Dollar Budgets organisierte, stimmte Warner der Umsetzung zu.

Der Film wurde ein großer Erfolg und spielte in seiner über sexmonatigen Kinoauswertung 216 Millionen Dollar ein. Auch bei den Oscars wurde der Film geehrt. Er gewann vier Oscars in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Hilary Swank) und Bester Nebendarsteller (Morgan Freeman). In den Kategorien Bester Hauptdarsteller (Clint Eastwood), Bestes adaptiertes Drehbuch und Bester Schnitt musste sich Million Dollar Baby mit einer Nominierung zufrieden geben. (ST)

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Schauspieler

Kommentare (136) — Film: Million Dollar Baby


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chrissley

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein grandioser Film von East Clintwood, in dem er mal wieder sein Talent unter Beweis gestellt hat. Der Film ist eine pure Gefühlsachterbahn, wobei es Stellen gibt, an denen man kaum glauben kann was geschieht. Ich empfehle jedem, den Film einmal anzusehen, aber bitte ohne vorher den Spoiler-Trailer zu schauen.

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Laserdance

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein weiter grandioser Film vom Clint.

Es kommt gar nicht so darauf, an was er erzählt. Sondern wie.

Diese Geschichte ist einfach grandios erzählt. Geht unter die Haut. Clint hat einfach das Talent, das man mitfiebert und leidet. Lacht oder weint. Und dabei auch bei vielen Kleinigkeiten.

Das ist einfach Erzählkino vom feinsten.

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Comicverkäufer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sagenhaft, welches Talent Clint Eastwood zum Geschichten erzählen hat! Der erste Film unter seiner Regie, den ich gesehen habe, war Perfect World. Seither ist eigentlich jede filmische Geschichte, die der Mann erzählt, ein absolutes Juwel. Und auch mit Million Dollar Baby gelingt es ihm wieder, mich zu fesseln, zu berühren und zu überraschen. Und das alles ohne irgendwo zu nerven oder zu übertreiben.
Die Figuren sind glaubwürdig und bei aller Tragik gibt es immer wieder die schönen Momente, in denen dieser besondere Humor einen zum Schmunzeln bringt. Dadurch wird einem nie das Herz zu schwer!
"Tough ain´t enough"
Wer diese leichte eastwoodsche Schwermütigkeit kennt und mag wird hier ausgezeichnet unterhalten.

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Realizator

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der besten, und traurigsten- Filme aller Zeiten

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uncut123

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Bewertung6.5Ganz gut

ab der stelle wo der unfall passiert kann ich die bewertungen hier verstehen aber davor war er nur durschnitt...

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sachsenkrieger

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Bewertung9.5Herausragend

Kein anderer dreht derartige Filme wie der alternde Clint Eastwood. Spätestens seit "Erbarmungslos" dreht er einen genialen Film nach dem anderen, in denen er oft "kleine" Geschichten derart mitreißend inszeniert, das etliche Gefühlsausbrüche vorprogrammiert sind.

Ich weiß immer noch nicht, wie er, der Zeit seines Lebens kantige, grantelige Kerle gespielt hat, es immer wieder schafft, das ich heule und/oder lache wie ein Kind, wenn ich seine Filme schaue. Auch in "Million Dollar Baby" erzählt er vor dem Hintergrund des ("Damen")-Boxsports eine Geschichte über das Leben, die wohl auch immer ein wenig seinen Wertevorstellungen entspricht.

Dazu haben wir es mit Clint himself, Rosario Dawson und Morgan Freeman mit drei der weltbesten Schauspieler zu tun, die in diesem Film ihr ganzes Können eindrucksvoll unter Beweis stellen.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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Filmfan30

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Film, der über Boxsport erzählt und die Gewalt anpragert, aber einen nicht mit der moralischen Keule erschlägt, sondern auf überaus einfühlsame Weise den Zuschauer in eine Welt einführt, die ihn zuerst faszinieren und wegen der sich anbahnenden Vater-Tochter-Beziehung rühren und später erschüttern wird.

Zuerst denkt man an eine Erfolgsstory. Es geht steil bergauf, nach oben hin scheint es keine Grenzen zu geben, und es trifft die Richtige: nämlich eine ambitionierte junge Frau, die sich alles hart erkämpft hat und es nie leicht hatte. Gerade ihr wünscht man alles Glück der Welt. Doch dann schlägt es ins Drama um und fassungslos fragt man sich: Warum passiert guten Menschen nur so viel Schreckliches? Klar, es hat mit der Gewalt zu tun. Mit der Sinnlosigkeit des Boxsports. Mit zu hohen Erwartungen und dem Leichtsinn, der daraus folgt. Aber die Realität will man in diesem Moment nicht wahrhaben. Bis zum Schluss hofft man, dass noch ein Wunder für das Happy End aus dem Ärmel gezogen wird, und als das, wie vorauszusehen, nicht geschieht trifft einen die Hoffnungs- und Trostlosigkeit eines solchen Schicksals mit voller Wucht in die Magengrube.

Das Ende ist ein Angriff auf die Tränendrüsen, doch kommt es dankenswerterweise ohne Übertreibungen aus. Keine endlosen Dialoge voller Schmalz. Nur ein alternder Trainer, der seinen Schützling so sehr liebt, dass er ihm den letzten Wunsch erfüllt...und dann sang- und klanglos untertaucht. Nichts weiter. Und das reicht völlig.

In diesem Fall zeigt Clint Eastwood wieder einmal sein ganzes Können, sowohl vor als auch hinter der Kamera. In Hilary Swank findet man eine überragende Hauptdarstellerin und Sympathieträgerin, die jede Szene, so ernst oder dramatisch sie auch sein mag, hervorragend auszudrücken versteht. Man kauft ihr die Kellnerin aus armen Verhältnissen, die es zur Profisportlerin bringt, einfach ab und fiebert und leidet von Anfang an mit ihr mit.

Ein Drama ohne Kitsch, großartig erzählt und toll performt!

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sweeneytodd

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Bewertung10.0Herausragend

Million Dollar Baby ist schlicht und ergreifend ein Meisterwerk. Etwas vom Besten, dass ich je gesehen habe. Eine unglaublich berührende Geschichte, die kurz vor dem Ziel, eine krasse Wende nimmt und dabei auch mutigerweise das heikle Thema "Sterbehilfe" anspricht.
Zu den Schauspielern muss man wohl nicht viel sagen, außer dass die Oscars für Morgan Freeman, Clint Eastwood und Hilary Swank mehr als verdient waren. Vor allem Hilary Swank hat sich mit diesem Film in mein Herz gespielt und sich nebenbei zu einem meiner Lieblinge in Hollywood gemausert.

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galadrielcat

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein raubeiniger Boxtrainer trainiert widerwillig eine arme aber ambitionierte junge Frau. Der erste Teil des Films hat mit gut gefallen. Tolle Schauspieler, überzeugende Story.

Achtung Spoiler:

Der zweite Teil hat mich überrascht, denn auf einmal geht es um die ethische Frage nach Sterbehilfe. Ein sehr herber Umschwung und ich finde er passt nicht gut. Vielleicht hätte ich vorgewarnt werden müssen, aber ich finde die Handlung des Films ist nicht einheitlich und wirkt am Ende fast wie aus zwei völlig unterschiedlichen Filmen zusammengeschnitten.

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filmfuzzy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sein neuer Film spielt im Boxermilieu ist aber kein Boxfilm. Es ist vielmehr ein Liebesfilm, keine Romanze, sondern die Liebe wie zwischen Vater und Tochter. Eastwoods Gespür für das Wesentliche, sein rationeller Regiestil und seine intime Kenntnis schauspielerischer Arbeit, lassen hier wieder ein Kunstwerk entstehen. Drei ausgezeichnete Schauspieler die eine perfekte Teamarbeit abliefern. Mit knappen, aber pointierten Dialogen, wo auch der Humor nicht zu kurz kommt und hervorragenden Bildsequenzen überzeugt dieser Film. „Es geht um menschliche Beziehungen, sagt Eastwood. Nicht alles wird direkt angesprochen. Die Zuschauer müssen mitdenken“.

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RoboMaus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wieder einmal hat Clint Eastwood sein Gespür und seine Erfahrung vor und hinter der Kamera voll ausgespielt. Das, gepaart mit einer Super-Story, ist kaum noch zu toppen. Einzig das Ende hat mich mit so einem verstörten Gefühl zurückgelassen, dass ich den guten Clint dafür im Geiste beschimpft habe. Erst hebt er dich auf Wolke sieben und dann schmettert er dich zu Boden. Nur das Ende von '1984' hat mir noch mehr weh getan. Clint - musste das denn sein? Das hat Dich einen Punkt gekostet.

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Booooniggl

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film der definitiv sehr nahe geht, aber auch sehr schöne Momente hat. Die 3 Hauptdarsteller hätte man wohl besser nicht besetzen können! Die Ex-Prostituierte aus Ost-Berlin war vielleicht etwas zu viel des bösen aber dennoch einer der besten Filme die ich gesehen hab bisher!

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sam_ace_rothstein

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Million Dollar Baby ist ein sehr bewegendes Sportlerdrama, dass gekonnt die typischen Klischees umschifft, die man eigentlich in so einem Film erwarten würde. Eastwood ist einfach ein Meister der Dramaturgie. Er selbst liefert als Darsteller eine seiner besten und bewegendsten Rollen ab. Morgan Freeman wurde zurecht mit dem längst überfälligen Oscar ausgezeichnet. Über Hilary Swank muss ich nicht viel sagen, auch da war der Oscar hochverdient.

Der Film überrascht auch mit einer Wendung, die für mich sehr unerwartet kam und mich ziemlich mitgenommen hat. Hier steckt so viel mehr dahinter, als blos ein simples Sportdrama.

Hut ab Mr. Eastwood.

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replicant-10

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehr gewagter Film.
Hilary Swank und Clint Eastwood sind sehr überzeugend in diesem sehr gut gespielten
Drama das ein kontroverses Thema aufgreift,
nämlich das Thema Sterbehilfe.
Alle Achtung das ist keine leichte Kost.
Ein sehr wichtiger und mutiger Film.

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Altai

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mo Cuishle Mein Schatz..Mein Blut...

Einer der traurigsten Filme die ich je gesehen habe. Wer hätte gedacht das Eastwood es drauf hat so einen Herz zerreißendes Meisterwerk an Drama zu kreieren. Naja so verwunderlich ist es dann doch wieder nicht wenn man sich ältere werke wie Die Brücken am Fluß anschaut. Eastwood hat es drauf ob Drama oder Action er ist definitv ein großartiger Regisseur.

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Zak

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Bewertung9.5Herausragend

nach den ersten 40 minuten hast du das Gefühl jeden Charakter so gut zu kennen als wären sie dir aus deiner Lieblingsserie bekannt. Dann glaubst du ziemlich sicher in welche Richtung der Film geht und dann das...harter Tobak...unglaublich guter Streifen.

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FilmFan92

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Bewertung10.0Herausragend

Filmbewertung Nr. 600 und Kommentar Nr. 100.
Angetrieben durch das titanische Trio (oder Quartett? Klärt mich bitte auf...), habe ich mir ganz fix die DVD aus der Videothek geliehen. Eigentlich bedarf es nach solch schönen Kommentaren kaum noch weiterer Worte, aber Million Dollar Baby hat mich wie kein zweiter Film in der letzten Zeit berührt und umgehauen. 10 Punkte nach der 1. Sichtung vergebe ich sehr ungerne und tue ich auch sehr selten, aber verdammt dieser Film hat es einfach verdient. Ich als großer Fan von Eastwood als Cowboy, als Dirty Harry und als Regisseur und Darsteller frage mich: Wieso habe ich den Film solange vor mir hergeschoben?
Das Grundgerüst ist schnell erzählt. Clint Eastwood spielt das, was er am Besten kann. Einen gealterten Mann mit vielen Problemen, der seine Träume nie vollkommen ausleben konnte und dieses nun durch seinen Schützling (Willie) erleben möchte. Morgan Freeman spielt einen ebenfalls gealterten und gescheiterten Mann, der nichts mehr hat. Gleichzeitig ist er die Schnittstelle, der auktoriale Erzähler. Und Hilary Swank, die Frau aus dem Armenviertel, erfolglos, nur ein Ziel: Boxerin zu werden. Eastwood wird nach anfänglicher Ablehnung der Trainer von Hilary Swank und trainiert sie zur guten Kämpferin. Maggie (Hilary Swank), deren einzige familiär-funktionierende Beziehung zu ihrem verstrobenen Vater war und Frankie (Eastwood) der keinen Kontakt mehr zu seiner Tocher hat, entwickeln eine Vater-Tochter Beziehung. Eddie (Freeman) gilt als Berater, Freund, als die verlorene Seele, der Gescheiterte, für dessen Scheitern sich Frankie verantwortlich führt, auch wenn er es nie laut ausspricht. Bis dahin ist der Film sehr gut, spannend, sehr gut inszeniert, auch die Boxkämpfe wissen zu überzeugen und zu gefallen. Doch dann haut uns der Film einen so dermaßen brutalen Twist rein, der wie ein Haken, oder einen Schlag in die Magengrube wirkt (beabsichtige Metapher/Idee der Drehbuchautoren?). Von da an wird aus dem Aufsteiger-Film ein berührendes Drama, emotional ergreifend.
Was den Film ebenso trägt wie die Handlung und dieser unsagbar großartige Twist sind die Darsteller. Ja, Eastwood schaut die meiste Zeit mit dem selben Blick in die Kamera, aber verdammt, das ist genau was den Film ausmacht. Dieser Blick, die verlorene und wieder aufkeimende Hoffnung, die Unsicherheit, die Trauer. Faszinierend. Morgan Freeman tut als Nebendarsteller sein Bestes. Wie immer überzeugt er mit seinem ruhigen Spiel, seinem Ausdruck, seiner Stimme (Oh Gott diese Stimme... unglaublich). Und wenn das nicht schon ausreichen würde, bringt Hilary Swank hier eine wahre Energieleistung. Die hoffnungsvolle, starke, selbstsichere Frau. Eine ausnahme Performance. Der Film nimmt einen gefangen, lässt nicht mehr los, ja rührt sogar zu Tränen, lässt den Zuschauer fassungslos vor dem Bildschirm sitzen. Das alles reicht schon aus für einen grandiosen Streifen, einen Film der den Zuschauer begeistert. Doch dann folgt ein Schlusssatz. Ein Satz, mit dem ich nicht gerechnet hatte, der dem Film noch mehr Wirkung verleiht. Ein (junger) Klassiker.

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The Freewheelin Fonda

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Andy hat Recht hier gingen die Oscars wirklich an den richtigen! Einer von Eastwoods Besten!
Schöner Kommi, FilmFan freue mich dass unser Trio(ja es ist ein Quartett aber der Name bleibt erhalten ;) )
dich zu dem Streifen gebracht hat!
Wegen dem namen, wäre es für dich ok wenn man dich Butters nennt?


FilmFan92

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Ja Danke :)
Ich lass mir was wegen des Namens einfallen ^^


Boogers666

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

So ich der ja mittlerweile auch zum titanischen Trio gehöre, das auch mit vier Mitgliedern ironischer Weise immer noch den gleichen Namen trägt, verpenne so ziemlich alles was wir so auf Moviepilot besprechen so natürlich sogar unseren geplanten Kombo-Kommentar, weil ich gerade beim Arzt war. Aber jetzt bin ich einfach mal so frei und veröffentliche doch noch meinen Beitrag zu den bisher schon veröffentlichten Kommentaren auch wenn eben erst eine Stunde später.

Enthält Spoiler (Ende wird nicht direkt verraten)

Um welchen Film es geht dürften eigentlich alle schon festgestellt haben, es ist "Million Dollar Baby". Es ist eine Geschichte über Gewinnen und alles Verlieren, über über sich hinauswachsen und tief zu fallen und über Respekt, Vertrauen und Disziplin.
Ein alter Boxlehrer, der eigentlich schon ausgedient hat wird mit einer jungen neuen Boxerin vertraut gemacht, die große Ziele hat von ihm aber abserviert wird, nur sein einziger alter Freund der ihm hilft sein Gym auf Vordermann zu halten schätzt die kleine wert und schlussendlich fängt er (der Boxlehrer) an sie wenn auch wiederwillig zu trainieren, sie kämpft sich aus der Armut und steigt durch seine Hilfe zum Star auf, Kampf um Kampf, Schlag um Schlag, doch eine Gegnerin zerstört ihren Traum mit einer einzigen Handbewegung, ihr Traum zerbricht, ihr Leben schwindet. Doch mittlerweile ist der Boxlehrer mehr als nur ein Mentor, er ist Teil ihrer Familie geworden, die sie eigentlich gar nicht besitzt. Er hat sie aus der Armut geführt und ihre Schicksale verknüpfen sich durch dieses Ereigniss zu einem Taumel aus Angst, Vertrauen und Verzweiflung.

"Die Menschen lieben Gewalt. Sie bremsen an Unfallstellen, um zu sehen ob s Tote gab. Dieselben Menschen behaupten das Boxen zu lieben. Sie haben keine Ahnung worum es dabei geht. Beim Boxen gehts um Anerkennung. Darum sie zu gewinnen und seinem Gegner zu nehmen.

"Million Dollar Baby" ist ein grandioser Film, der sowohl inszenatorisch als auch schauspielerisch was Hollywood Filme angeht in der höchsten Liga spielt, er ist ein Zeugniss als Hollywood einem noch mit der Härte des Lebens konfrontierte und einem nicht das Leben als Friede Freude Eierkuchen Fest zeigte.
Ich sah den Film zum ersten Mal als ich 10 war, ich konnte nicht fassen was da passiert, das war damals alles zu viel für mich, seitdem habe ich den Film noch ca. um die 3,4 mal gesehen und er wurde von Mal zu Mal besser, weil ich das Gezeigte besser verarbeiten konnte und es wertzuschätzen lernte. Es war einer der ersten Filme bei dem ich Gefühle für Filmcharaktere empfand und am Ende heulend auf der Couch saß, warum wusste ich damals gar nicht.
"Million Dollar Baby" ist einer der stärksten Beiträge Hollywoods seit langer Zeit (gewesen) und ist darüber hinaus so viel mehr: Ein packender Sportfilm mit packenden Kämpfen, ein rührendes Drama mit unglaublich berührenden Ende, ein wunderbarer Beitrag zum Thema Sterbehilfe und ein Film der einem doch zeigt wie wertvoll das Leben ist.
Darüber hinaus ist der Film wie bereits erwähnt auf vielen cineastischen Ebenen grandios, tolle Musikuntermalung, ein wie immer grandioser Clint Eastwood, ein extrem sympathischer Morgan Freeman, eine sehr authentische Hillary Swank in vielleicht ihrer stärksten Rolle und eine zwar ruhige aber dennoch meist sehr passende Kamera.

"Woher kommt die Kraft im Kampf über sich selbst hinauszuwachsen?
Vielleicht entsteht sie aus dem Risiko alles für einen Traum aufs Spiel zu setzen, von dem niemand sonst etwas weiß."

Egal wie hoch du aufsteigst
Denk daran das du immer fallen kannst!

Nichts ist unbesiegbar

Der Weg ist das Ziel,
doch auch er findet ein Ende.

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kobbi88

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Auch wenn er natürlich nur wenig mit Sport zu tun hat und im Prinzip jede andere Rahmenhandlung haben könnte.


Boogers666

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Stimmt auch wieder


Martin Oberndorf

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Bewertung9.5Herausragend

(Es folgen große Spoiler)

Für den bereits dritten Kommentar des titanischen Trios haben wir uns mal wieder unsere Schädel zertrümmert, bis wir uns endlich einigen konnten.
Und letzten Endes waren wir alle einverstanden mit unserer "Million Dollar Baby"!
...
Ein alter Boxtrainer.
In die Jahre gekommen, zweifellos. Gezeichnet von der Zeit, als er seinen Schützling nicht beschützen konnte und fortan von einer normen Vorsicht gedrängt, die ihn und seine Schüler zwar behütet, aber auch einschränkt.
Famile? Kein Kontakt mehr.
Das Leben nur mehr für das Boxen, zwangsläufig erfolglos.

Eine junge Kellnerin.
Voller Tatendrang - und Energie. Ihre Leidenschaft ist das Boxen, ihr Wille groß genug, um sie anzutreiben - auch wenn sie als Frau Anfang 30 ohne Erfahrung nicht die besten Voraussetzungen hat.
Familie? Missverstanden, nicht unterstützt.
Das Leben nur mehr für das Boxen, zwangsläufig erfolglos.

Erfolglos?
Nein, nicht zusammen.
Einander öffnen sich diese beiden unterschiedlichen Individuen neue Fenster und Türen, der Weg zum Erfolg, der Hoffnungsschimmer, die große Chance, auf die beide gewartet haben.

Doch das Leben schreibt nicht immer Märchen.
Und der Traum wird auf gewaltsame Weise beendet. Man hat das Ziel nicht erreicht. Doch man hat den kompletten Weg bis dahin beschritten. Ist das nicht allein schon das Ziel? Hat man folglicherweise doch alles erreicht? Und - und das ist die entscheidende Frage - lohnt es sich noch, zu leben?

Ich habe mich seit meiner Erstsichtung vor gut eineinhalb Jahren gefragt, was ich wollen würde, wenn es mir so erginge wie Maggie am Schluss. Würde ich wie sie handeln? Damals hätte ich ja gesagt. Ich hasse es, in mir eingesperrt zu sein. Ich halte es nicht mal aus, mit Fieber im Bett zu liegen, geschweige denn komplett gelähmt zu sein. Allein als ich mal eibgegipste Beine hatte, war ich kurz davor, durchzudrehen.

Doch dann... denke ich mir - zumindest jetzt bei der Zweitsichtung - verdammt, es gibt da jemanden, den ich mag - und der mich mag. Maggie hat auch so jemanden.
Und selbst wenn es am Anfang schwer ist - und so eine Umstellung im Leben ist wohl das Schwerste, was es gibt - man kann sich damit arrangieren.

Und somit... hoffe ich doch wohl, nie an Maggies Stelle sein zu müssen.
Auch nicht an der anderen Stelle. Ich will niemanden leiden lassen.
Aber auch niemanden töten. Schon gar nicht, wenn mir diese Person etwas bedeutet. Könnte ich es tun? Ja. Könnte ich damit leben? Nein. Würde das Ganze damit enden, dass ich mir selbst etwas antue? Höchstwahrscheinlich.
Film sei Dank hatte ich bislang noch keine solche Situation und verdammt, ich will sie auch nicht!

So viel zur Moralprädigt und der psychologischen Selbstanalyse a la Was-wäre-wenn
Aber um eurem Kopf etwas mehr Zeit zum Verarbeiten zu geben, erzähle ich euch noch etwas über den Film selbst.
"Million Dollar Baby" ist ein grandioses Drama über Träume, soziale Beziehungen und die damit verbundenen Hürden. Er ist kein Gute-Laune-Film, schmettert einen allerdings auch nicht allzu sehr nieder.
Ich hab ihn immerhin zweitgesichtet, was bei einem Film ohne Happy End vor Allem jetzt im Sommer (das ist eigentlich meibe Zeit zum Zurücklehnen und Transformers-Gucken) schon was heißt.
Wir haben ein fabelhaftes, vielschichtiges Drehbuch von Paul Haggis, der uns ein Jahr später mit seinem Alltagsrassismusdrama "L.A. Crash" ein wahres Meisterwerk der Filmkunst lieferte, und einen locker-leichten Soundtrack von Regisseur und Hauptdarsteller Clint Eastwood, der wie ein Schulterklopfer wirkt, wenn uns der Film zu hart rannimmt.
Alle Darsteller vollbringen Höchstleistungen, neben "Gott" Morgan Freeman ist vor Allem Hilary Swank zu loben, die absolut verdient ihren zweiten Oscar mit nach Hause nehmen durfte.
Auch Clint zeigt, dass er mit Alter an Reife gewonnen hat, und beweist, dass er nicht mehr DER Cowboy ist, sondern auch komplexe Individuen überzeugend verkörpern kann - und das noch vom Regiestuhl aus!

Obgleich Oscarfilme in den letzten Jahren nicht unbedingt kultig waren - "Argo" oder "The Artist" sind zwar gut, allerdings wird in 20 Jahren keiner von ihnen in die Filmgeschichte eingegangen sein - hat "Million Dollar Baby" das Zeug zum echten Klassiker und stellt einen der vielschichtigsten und feinsten Filme der letzten Jahre dar.
Grandios!

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The Freewheelin Fonda

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Sehr, sehr starker Kommi Martin! Etwas verspätet ein Lob von mir ;)


Martin Oberndorf

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Macht ja nix, und danke.


The Freewheelin Fonda

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Bewertung9.0Herausragend

Nach Braveheart und Matrix startet nun mit Million Dollar Baby der dritte Angriff des gefürchteten ,,Titanischen Trios" auf die Dashboards der Moviepiloten. Für diesen Kommentar hat Hfonda jetzt sogar seine Sommerpause unterbrochen, denn ohne ihn sind Kobbi und Martin ja aufgeschmissen ;)

Für diesen Kommentar habe ich ,,Million Dollar Baby" zwar einer Zweitsichtung unterzogen(der positive Eindruck hat sich nur noch mal bestätigt ) aber ich werde hier versuchen meine Eindrücke von der ersten Sichtung wiederzugeben, die mich damals ziemlich umgehauen haben. Denn damals hat mich Million Dollar Baby zu einem absoluten Clint Eastwood Fan gemacht. Vorher kannte ich diesen Mann kaum und hab diese Legende nur nebenbei wahrgenommen, doch nach dieser Regiearbeit folgten Werke wie Gran Torino oder Erbarmungslos(Kommentar erfolgt auch bald) wodurch ich Eastwood besser kennen und lieben lernte!

Denn dieser Film hier ist in so vielen Aspekten einfach perfekt! Man hat eine ruhige, passende Musikuntermalung, dann einen tollen Morgan Freeman in der Nebenrolle, dessen Erzählstimme dem Film natürlich auch schon einige Punkte schenkt! Sonst dachte ich, dass mich ein Boxfilm kaum interessiert(auch so fallen Sportfilme nicht so ganz in mein Interessengebiet) aber ich wusste wohl einfach nichts über das Boxen

,,Beim Boxen gehts um Anerkennung, darum sie zu gewinnen und sie seinem Gegner zu nehmen!"

Zuerst hat man hier ein Drama über eine junge Kämpferin, eine Aufsteigerin, die das Leben von der schlimmsten Seite kennen gelernt hat. Sie hat ihren Traum und will ihn nie aufgeben, sie will eine bekannte Boxerin werden und hält daran fest, egal was auch passiert! Dazu hat man als alten, verbitterten Trainer Clint Eastwood, der wieder einmal perfekt in seine Rolle passt! Wenn Eastwood die junge Kämpferin trainiert und sie nebenbei auch im privaten Umfeld schwer zu kämpfen hat, hat man hier ein richtig starkes Drama! So war ich einfach von Anfang an in dieser intensiven Geschichte drin, wo auch Hilary Swank einen großen Verdienst dran hatte. Denn sie spielt hier so unheimlich intensiv, dass sie sogar Eastwood und Freeman übertrumpft!

Diese super Aufsteigerdrama hatte schon die ganze Zeit eine sehr gute Bewertung im 8er Bereich verdient. Doch dann kommt in der Eastwoods Geschichte auch noch eine 180Grad Drehung!

Ab hier SPOILERTS gewaltig!
'
Das Schicksal der jungen Maggie hat eine dramatische Wendung und sie wird in einem
Kampf zum Pflegefall.
Sie, die Kämpferin, die vorher nur Energie ausstrahlte , die ihr ganzes Leben noch vor sich hatte ist nun an ein Bett gefesselt. Sie hat ein menschenunwürdiges leben und bittet ihren Trainer und engsten Vertrauten darum ihr Leben zu beenden.
Eastwood steht vor einer schwerwiegenden Entscheidung. Eine Entscheidung, bei der er sich mit Gott und seinem Gewissen auseinandersetzen muss.
Eine Entscheidung darüber jemanden zu ermorden aber auch zu erlösen...
Ich hatte zuerst viele Zeilen über die Rechtfertigung von Sterbehilfe geschrieben. Aber letzten Endes, ist dieses Thema so schwerwiegend, eine der größten Entscheidungen über Richtig/falsch Gut oder Böse. Das jeder Mensch selbst darüber entscheiden muss.

Doch am Ende bin ich Eastwood nur für seine Aussage und auch für diesen Film dankbar. Denn jeder hat selbst das Recht über sein Leben zu entscheiden und wenn er nicht die Kraft dazu hat, kann er andere darum bitten!

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Copacabanasun

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Geiler Kommi Honda. :)


The Freewheelin Fonda

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Danke dir :)



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