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Million Dollar Baby

Million Dollar Baby (2004), US Laufzeit 133 Minuten, FSK 12, Drama, Sportfilm, Kinostart 24.03.2005


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7.5
Kritiker
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7.2
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147 Kommentare
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von Clint Eastwood, mit Clint Eastwood und Hilary Swank

In Million Dollar Baby erklärt sich der mürrische Boxlehrer Clint Eastwood dazu bereit, eine Frau zu trainieren – doch ihr Erfolg hat einen hohen Preis.

Frankie Dunn (Clint Eastwood) is der Besiter von The Hit Pit, einer kleinen Boxerschule, die auch schon bessere Zeiten erlebt hat. Er hatte schon viele Boxer unter seinen Fittichen und gilt als einer der besten Lehrer. Seine Maxime “Always protect yourself” beherzigt er aber sowohl im Ring als auch ausserhalb, was ihm den zweifelhaften Ruf einbrachte, seine Schützlingen am Zugang zu lukrativen Titelkämpfe zu hindern. Sein einziger Freund ist Eddie “Scrap-Iron” Dupris (Morgan Freeman), der als Hasumeister wohnt, wo er arbeitet und seines ganzes Leben verbracht hat – in Boxringnähe.

Eines Tages möchte auch die junge Frau Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) ihr Training im Gym beginnen. Sie ist von ihrem Talent überzeugt, obwohl sie keinerlei Erfahrung hat. Frankie lehnt ihre bitte, sie trainieren jedoch strikt ab: Sie sei zu alt und er würde sowieso nie Frauen trainieren. Doch Maggie trainiert zunächst heimlich, dann ohne Trainer, bis Frankie endlich weich wird: An ihrem 32. Geburtstag macht er ihr das grösste Geschenk und wird ihr Trainer. Maggie entwickelt sich zum Knockout und haut die Gegnerinnen in Serie aus dem Ring. Das ungleiche Duo entwickelt einen Familiensinn, den beide lange verloren geglaubt haben. Doch das Wettkampfglück dauert nicht ewig. Bald kämpfen die beiden gegen das Schicksal fern von den Boxarenen dieser Welt.

Hintergrund & Infos zu Million Dollar Baby
Auch wenn Million Dollar Baby heute als einer der erfolgreichsten Clint Eastwood-Filme gilt, wäre er beinahe in der Produktionshölle verblieben. Kein Studio wollte das Drehbuch, welches auf einer Kurzgeschichte des ehemaligen Box-Trainers F.X. Toole beruht, verfilmen, selbst nachdem Clint Eastwood seine Regie anbot. Erst als Eastwood auf eigene Faust die Hälfte des 30 Millionen Dollar Budgets organisierte, stimmte Warner der Umsetzung zu.

Der Film wurde ein großer Erfolg und spielte in seiner über sexmonatigen Kinoauswertung 216 Millionen Dollar ein. Auch bei den Oscars wurde der Film geehrt. Er gewann vier Oscars in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin (Hilary Swank) und Bester Nebendarsteller (Morgan Freeman). In den Kategorien Bester Hauptdarsteller (Clint Eastwood), Bestes adaptiertes Drehbuch und Bester Schnitt musste sich Million Dollar Baby mit einer Nominierung zufrieden geben. (ST)

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Cast & Crew


Kritiken (15) — Film: Million Dollar Baby

kobbi88: Die Drei Muscheln

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9.0Herausragend

Die drei von der Titankstelle sind nun vier, obwohl sie eigentlich immer noch drei sind. Oder doch nicht? Glaub ich. Verwirrung, ich als Opa der Gruppe kann da schon mal durcheinander kommen. Zwar weiß ich immer noch das Minimalziel (Dashboardherrschaft, und wenn das nicht gelingt, dann eben die Welt, bin da nicht wählerisch), aber manche Demenzerscheinungen machen sich bei mir schon breit. Wie soll das nur werden, wenn ich mal so alt wie Clint Eastwood bin…
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Und da bin ich auch schon beim Thema, nämlich Eastwoods Film „Million Dollar Baby“
Die Erzählweise des Films ist zwar ein klassisches Mittel. „Scrap“ (Morgan Freeman) erzählt aus dem Off das Geschehen noch einmal nach, hebt einige wichtige Situationen noch einmal deutlich hervor und kann als auktorialer Erzähler auch Dinge erklären, die seine Figur so eigentlich gar nicht mitbekommen haben kann. Dennoch wirkt diese Erzählweise angenehm erfrischend und lässt als Roter Faden den Zuschauer so stets den Überblick über das Geschehen behalten.

Die Story kann ich mir sicher sparen. Aber die Boxszenen nicht. Die extrem wirken real, Technik und Taktik würden wohl auch im echten Boxsport so Anwendung finden. Dazu kommt eine unheimliche Härte und Energie, was diese Szenen sehenswert macht. Zwar fallen diese Szenen für Sportfans vielleicht etwas zu kurz aus, aber der Film will sich auch nicht auf den Sport beschränken. Stattdessen zeigt er das Leben zweier völlig unterschiedlicher Charaktere, die sich über den Weg laufen und sich nach und nach annähern. Es entsteht Vertrauen, Freundschaft und am Ende eine Art Vater-Tochter-Beziehung. Der Film zeigt Rückschläge, private Probleme, die Niedergeschlagenheit und Trostlosigkeit im Leben von Frankie, der sich in den Glauben als Ersatz gestürzt hat, aber auch dort keine echten Antworten findet.

Zentrales Element des Films ist dabei die Hoffnung. Die Hoffnung von Maggie, Erfolg im Boxsport zu haben. Ihrer einzigen, großen Liebe. Ihre Hoffnung, damit Geld zu verdienen, um ihrer Familie ein besseres Leben ermöglichen zu können. Und hierfür steht sie mit unglaublichem Engagement und großer Beharrlichkeit Tag für Tag auf der Matte, lässt sich von Rückschlägen nie unterkriegen. Sie geht ihren Weg und weiß dabei immer genau, was sie will. Von der ersten bis zur letzten Minute des Films. Aber die Hoffnung lebt auch in Frankie, der keinen Kontakt mehr zu seiner eigenen Tochter hat. Für ihn wird Maggie bald zu einem Tochterersatz, er hofft auf ihren (und damit auch seinen) Erfolg, der beiden bisher immer verwehrt geblieben ist.

Das letzte Drittel des Films macht dann, ohne jetzt zu viel verraten zu wollen, das ohnehin schon starke Sportdrama zu einem genauso herausragenden wie umstrittenen Film. Der schmale Grat zwischen richtig und falsch verschwimmt, moralisch ist es genauso verwerflich wie, vielleicht noch mehr, verständlich. Der Sport rückt dabei in den Hintergrund und ins Zentrum rücken andere Dinge. Wie gesagt, hier könnte man schnell zu viel verraten, aber was man ohne Probleme sagen kann ist, dass diese letzten etwa 40 Minuten den Film zu etwas ganz Besonderem machen

Schauspielerisch ist der Film über weite Strecken herausragend besetzt. Hilary Swank spielt die Rolle der so optimistischen Boxerin Maggie Fitzgerald so, als ob sie bereits ihr ganzes Leben gelebt hat. Der Oscar war nur die logische Konsequenz. Einen weiteren Oscar erhielt Morgan Freeman, der als einäugiger ehemaliger Boxer und nun Hausmeister und rechte Hand von Boxclubbesitzer Frankie Dunn so beeindruckend gespielt hat, wie es selbst dieser Ausnahmedarsteller selten getan hat. Und zuletzt muss man auch die Leistung Eastwoods als Boxtrainer würdigen, der es hier als Schauspieler endlich mal schafft, deutlich mehr Facetten seines Charakters offen zu legen als nur der etwas eingerostete Alte und der Typ mit dem coolen Gesichtsausdruck, wobei natürlich auch dieser Blick wieder mit von der Partie ist. Nur die kleineren Nebenrollen sind vielleicht etwas zu übertrieben und zu sehr klischeehaft ausgearbeitet, damit auch jedem deren Charakter klar wird. Und dadurch wirken diese Figuren, sei es nun die Familie von Maggie oder die deutsche Boxerin, in der Form nicht unbedingt glaubhaft. Beispielsweise die deutsche Boxerin wäre für ihre unsportliche Kampfweise, die sie angeblich bei jedem Kampf in dieser übertriebenen Form an den Tag legt, schon längst vom Boxverband gesperrt worden.

„Million Dollar Baby“ ist einer der besten Filme von und mit Clint Eastwood. Virtuos verbindet er die Action und die Faszination des Sports mit Familienproblemen und wichtigen sozialen Themen. Dabei wird der Film nie langweilig und wagt es sogar, zum Ende hin aus der typischen „Sportaufsteiger“-Story auszusteigen und relativ ungewöhnliche Wege einzuschlagen. Das macht den Film in seiner Aussage zwar ein bisschen zwiespältig, aber auch noch einmal deutlich stärker. Hochemotional, kritisch, ambivalent ist der Film. Und dazu passt das hervorragende Spiel seiner drei zentralen Darsteller Eastwood, Freeman und vor allem Hilary Swank.

Kritik im Original 28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 19 Antworten

The Freewheelin Fonda

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Sry dass ich jetzt erst zum durchlesen komme, Mittitan, klasse geschrieben und Eastwood ist einer der besten geschichtenerzähler den Hollywood hat!


Copacabanasun

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ups naja doppelt hält besser. :D


Oceanic6: CinemaForever

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6.0Ganz gut

[...] Das ist alles ohne Zweifel vollkommen stilsicher inszeniert, untermalt mit wunderschönen Melodien und getragen von herausragenden Schauspielern. Die immer wieder aufkommende Langeweile können die starken Seiten des Films jedoch nicht überdecken. Die Langeweile resultiert nicht nur aus der berechenbaren, zum 100. Mal neu aufgewärmten Story, sondern ebenso aus der zwar überraschenden, aber dennoch haarsträubenden Wendung der Geschichte, denn das Aus des amerikanischen Traums wird hier zu einer religiösen Leerveranstaltung dekradiert. Das ist leider sehr enttäuschend und überhaupt nicht das, was man bis Dato von einem Regisseur namens Eastwood erwartet hätte. [...]

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

der cineast

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Der Liebe.


DeDavid

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Der beste Eastwood.


Mr.Film: City of Cinema

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7.5Sehenswert

Es ist verdammt traurig. In jeder Hinsicht. Es ist traurig mit anzusehen wie Maggie Fitzgerald, verkörpert von der herrausstechenden Hilary Swank, dieses Leben, IHR Leben durchstehen muss, verdient als Kellnerin den Mindestlohn, muss hart sparen, will hart trainieren, doch wird zu Anfang immer wieder enttäuscht und im Stich gelassen. Doch sie boxt sich durch, bis sie es endlich schafft. Frankie Dunn(Clint Eastwood) wendet sich von seinen Vorurteilen ab, und wendet sich Maggie zu, er tut das was er nie tun wollte. Er trainiert eine Frau im Boxen. Die obendrein sogar schon zu alt dafür ist. Schnell merkt er aber das er dieses Talent schon früher hätte fördern müssen, wird von Kampf zu Kampf stolzer auf sie, ihm wird es egal ob er da nun eine Frau oder einen Mann trainiert, ihm wird es egal das sie zu alt ist. Sie steigt immer höher. Doch man kennt es doch, umso höher man steigt umso tiefer fällt man.

Es ist außerdem traurig wie klischeehaft sich der Film vom Guten ins Böse wendet. Ich musste mit den Augen rollen als DIESE Szene kam, war sauer und traurig. Das hätte man wirklich besser inszenieren können, Clint. Doch was danach kommt ist wie gehabt einfach nur traurig. Und das auf perfekte Weise. Der Begriff "Drama" wird fehlerfrei verinnerlicht. Ich war berührt, doch leider nicht so sehr berührt wie es sein sollte.

Schauspielerisch kann man hier niemandem was vorwerfen, Clint spielt wie gewohnt wie ein Held, zeigt einmal mehr das ihm es scheißegal ist wie alt er ist(Nette Anspielung das er im Film zu Maggie sagt das sie zu alt für diese Branche sei). Von seinen absolut genialen Regiekünsten müssen wir gar nicht erneut anfangen, jeder Filmfan der etwas von sich hällt weiss das Clint Eastwood eine Legende im Filmgeschäft ist und er einfach alles zu Gold machen kann. Der erstklassige Nebendarstellerpart geht an Morgan Freeman, er ist liebenswert wie immer, für mich einfach der vollkommene 'Opa-Typ'.

"Und dann ging er hinaus. Ich glaube nicht das er noch irgendetwas fühlte."

26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

alex023

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Sehr, sehr schön :)


Mr.Film

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Danke, Dankeschön :)


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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8.5Ausgezeichnet

Clint Eastwoods Einstieg in die Spätphase seines Œuvres -

Mit "Million Dollar Baby" wagt sich Filmlegende Eastwood nur scheinbar auf ein neues Terrain; bei näherem Betrachten greift er viele Themen auf, die ihn von jeher als Regisseur beschäftigt haben, und so funktioniert sein Boxerdrama auch als Mittelteil einer inoffiziellen Trilogie über die verschiedenen Aspekte des Älterwerdens und der Vergangenheitsbewältigung, welche zuvor deutlich in "Space Cowboys" aufgegriffen, und später in "Gran Torino" weiter variiert wurden.
Mit diesen Filmen teilt auch "Million Dollar Baby" einiges, allen voran die Tatsache, dass es an einem Spannungsbogen im eigentlichen Sinn fehlt: Eastwood benutzt sein Boxerdrama als Aufhänger für seine Parabel über Verantwortung und schlussendlich als Plädoyer für die Sterbehilfe, aber unter dramaturgischen Gesichtspunkten ist sie als eher mittelmäßig einzustufen, hält sie sich doch lange Zeit an den engen Grenzen des typischen Sportfilms fest.
Das dies nicht stärker ins Gewicht fällt, liegt zuallererst an Eastwood selbst - die meditative Ruhe seines Inszenierungsstils findet hier ihren Höhepunkt, zum anderen ist seine Verkörperung des knurrigen Alten qualitativ stark und schön anzusehen, wenngleich auch nicht ganz frei von Klischees. Ähnliches ließe sich über Freeman sagen, der aus seiner Rolle des stichwortgebenden und aus dem Off sprechenden Vaterersatzes das Maximum rausholt, gleichzeitig seinem persönlichen Repertoire aber keinen neuen Aspekt hinzufügen kann. Ganz im Gegensatz zur weiblichen Hauptrolle: Hilary Swank blüht als Opfer des vorzeitigen Endes der from-rags-to riches-Geschichte sichtlich auf, und legt in "Million Dollar Baby" die bisher beste und anspruchsvollste Performance ihrer Karriere hin.

Der abrupte Genrewechsel von Sportler-Biographie zu Ethik-Drama im letzten Drittel des Filmes, funktioniert zwar als Synonym für die Unerwartetheit vergleichbarer Ereignisse und ihrer Auswirkungen auf alle Beteiligten, dürfte aber manchen Zuschauern sauer aufstoßen.
Denn obwohl die Wendung des Handlungsfadens den bisher durch Stallone breitgetretenen Pfaden einige neue Aspekte hinzufügt, und auch innerhalb der geschlossenen Einheit des eigentlichen Films eine gewisse Konsequenz besitzt - gegen Ende hakt Eastwoods Boxerdrama am meisten: Aus dramaturgischen Gründen serviert Drehbuchautor Haggins das eine oder andere platte Klischee in Form einer White Trash-Sippe ohne Verantwortungsbewusstsein und speist die gesamten Auseinandersetzung mit der Sterbehilfeproblematik eher unglücklich ab.
Letztendlich ist es hierbei egal, welche Position man in jener Debatte selbst einnimmt, um zu erkennen, dass eine längere Diskussion über die Ethik und Moral solcher Allmachtsentscheidungen von Nöten wäre, als "Million Dollar Baby" sie liefert. Durch diese Verkürzungen muss sich Eastwood dem Vorwurf des pathetischen und moralisch zumindest nicht unbedenklichen Schlusses gefallen lassen, welchen er in "Gran Torino" noch einmal unrühmlich toppte.

Dies macht aus "Million Dollar Baby" keinen wesentlich schlechteren Film, aber es hinterlässt einen schalen Beigeschmack zu einem ansonsten über nahezu jeden Zweifel erhabenes Werk.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

The_Comedian

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Schön differenziert. Wenn man eine solche Einstellung zu Leben und Tod hat,oder schon solche Erfahrungen machen mußte, ist der Film wohl das ganz persönliche Referenzwerk, trotz aller klischeebehafteten Übertreibungen. Aber wer kann solch eine Einstellung schon zu einhundert Prozent verinnerlichen?


der cineast

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Verstehe diesen (negativen) Text nicht. Und die Wertung noch weniger.


Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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9.0Herausragend

"Million Dollar Baby" ist ein Film, der man mindestens einmal gesehen haben muss. Clint Eastwood hat hier ein Werk erschaffen, dass auch noch in einigen Jahren zu den besten Filmen des Genres gezählt werden können. Wer sich "Million Dollar Baby" entgehen lässt, verpasst ein Meisterwerk.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fricki76: Asianfilmweb.de

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7.5Sehenswert

Hillary Swanks Name ist noch weit davon entfernt, von jedem sofort erkannt zu werden. Doch das ist ja auch nur die Definition von „Star“, und längst nicht jeder „Schauspieler-Star“ ist ein „Star-Schauspieler“. Davon abgesehen legt Hillary Swank mit „Million Dollar Baby“ erst ihre zweite wirkliche Hauptrolle vor. Die Tatsache, daß sie für beide dieser Rollen einen Oscar als „Beste Hauptdarstellerin“ erhalten hat, macht dann wohl klar, womit die gute Dame punkten will: Mit Qualität statt Quantität.

Maggie Fitzgerald (Hillary Swank) kommt aus der weißen Unterschicht, in America etwas abschätzig „White Trash“ genannt. Mit 30 Jahren hat sie es nicht wirklich zu viel gebracht. Immerhin ist sie vom mütterlichen Wohnwagenpark im Gegensatz zu ihrer Schwester in die große Stadt gezogen, um zielstrebig ihren Traum zu verfolgen: Eine erfolgreiche Boxerin zu werden. In der Boxschule von Frankie Dunn (Clint Eastwood) trainiert die Kellnerin abend für abend verbissen aber wenig erfolgreich, bis sie dem ehemaligen Boxchampion und Hausmeister Scrap (Morgan Freeman) auffällt, der gleichzeitig Frankies bester Freund ist. Er erkennt den eisernen Willen der jungen Frau und überredet Frankie entgegen dessen Prinzipien, die junge Frau zu trainieren.

Anfänglich noch sehr reserviert und beladen mit unverarbeitetem seelischen Ballast sind seine ersten Trainingseinheiten mit Maggie geprägt von Pessimismus, Mürrigkeit und einem ordentlichen Gefälle in der Gleichberechtigung. Doch schon bald merkt er, dass seine Schülerin über genauso viel Ehrgeiz wie Talent verfügt. Parallel entwickelt sich eine väterliche Freundschaft zwischen den beiden, während Maggie von einem Sieg zum nächsten eilt und schließlich im mit einer Million Dollar dotierten Weltmeisterschaftskampf steht, wo das Schicksal eine unerwartete Wendung herbeiführt und sich die entstandene Freundschaft bewähren muß.

Weite Teile des Films manövriert das Drehbuch dicht an klassischen Klischees eines Boxfilmes entlang. Vor allem die packenden schauspielerischen Leistungen von Eastwood, Swank und Freeman in ihrer jeweiligen Rolle trägt den Film die erste Hälfte über. Die Tatsache, dass Swank nicht Maggie spielt sondern Maggie ist, lässt sich nicht nur an der Tatsache festmachen, dass sie für die Rolle ein, hartes, drei Monate dauerndes Boxtraining absolviert hat (und beeindruckende Muskeln aufgebaut hat), sondern zuerst an der oscarprämierten, hochauthentischen Darstellung der zielstrebig-optimistischen aber nicht naiven Kellnerin mit dem großen Traum zu verdanken. Ebenfalls beeindruckend die Leistung von Morgan Freeman als beider enger Freund Scrap, der die gute Seele im Hintergrund darstellt und ebenfalls mit einem Oscar als „Bester Nebendarsteller“ bedacht wurde. Eastwood erhält nach „Mystic River“ zu recht den Oscar für seine Regie, denn dem Altmeister ist es erneut gelungen, mit seiner sensiblen Charakterzeichnung die Nuancen der Persönlichkeiten und der Handlung herauszustellen. Ein packendes Drama über die Zielstrebigkeit, seinen Traum zu verwirklichen, über Loyalität und Freundschaft.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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7.0Sehenswert

Clint Eastwood erfindet den Boxerfilm neu. Nicht nur dass eine Frau Zentrum in dieser Geschichte ist, sondern da uns dieser Film den Wert des Sieges begreiflicher macht als alle Rocky-Filme zusammen. Die harten Kontraste zwischen Leben und Tod, Licht und Schatten, Arm und Reich zeigen uns die Fallhöhen denen die Figuren ausgesetzt sind. Das dreiergespann Eastwood, Freeman und vorallem Swank funktioniert tadellos. Ich mag Hilary Swank eigentlich nicht, aber in diesen Film passt sie hervorragend. Das einzige was mich stört ist das gewollt ungelenkte Erzählen der Geschichte. Ein bisschen mehr Konzentration auf eine Geschichte hätte auch die Behandlung der Sterbehilfe tiefer gestaltet. Da bleibt nur noch "Das Meer in Mir".

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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9.0Herausragend

Die unglaubliche Hilary Swank, die schon mit ihrem ersten Film "Boys Don"t Cry" einen Oscar errungen hat, schenkt dem menschlichen Willen eine nahezu perfekte Verkörperung. Mit unbändiger Energie und Bestimmtheit verleiht sie ihrer Boxerin Fäuste, Blicke und ein Rückgrat, dass manche reale Sportlerin neidisch werden könnte.

Kritik im Original 45 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hausmeister: Nerdtalk.de

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10.0Lieblingsfilm

So sieht “großes Kino” aus. Die Geschichte ist einzigartig geschrieben, einzelne kleine Handlungsstränge harmonisch ineinander gewebt. Kein Wunder, dass der Film insgesamt vier Oscars gewonnen hat und für weitere drei nominiert war.

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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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5.5Geht so

Clint Eastwoods Oscarpreis-gekröntes Drama über Aufstieg und Fall (sic) einer Boxerin.
Typischer Oscar-Film. Äusserst ansehnlich photographiert, schön gespielt und ein Script, das mit seinem Etwas an Radikalität nach Goldklumpen regelrecht bettelt. Die Academy ist seit jeher nicht für ihre Unberechenbarkeit bekannt, trotzdem ist der Film bemerkenswert stur und einfallslos auf dieses Publikum getrimmt, dass sich einmal im Jahr mit einem Kino-Besuch etwas gepflegte Tragik gönnt - wen wundert's, dass die 08/15-Story dabei nicht über Klischees und Stereotypen hinaus kommt, die allerdings durch Eastwoods guter Regie recht vital erzählt sind.
Der Film ist nicht schlecht! Swank spielt klasse - ob's preisverdächtig ist darf jeder selbst entscheiden - und Clint gibt den knarzigen Trainer im Schlaf. Die Boxkämpfe sind actionreich und die überwiegend düstere Kamera-Arbeit wartet mit erlesenen Bildern auf - nur zum Finale wird's ärgerlich, wenn der Film schmerzen möchte, dabei aber doch nur peinlich manipulativ die Tränendrüse anvisiert und in keinster Weise zu berühren vermag, weil das unverhohlene Schielen nach höheren Weihen mit diesem von seichter Dramatik gespickten Schicksal der Boxerin einem alles verbaut. Swank sieht selbst in der schwersten Stunde ihres Lebens aus wie ein Engel. Wenn sie den Film mit zermantschter Fresse beschlossen hätte, wäre ich beeindruckter gewesen - aber das war die Academy von "Rocky" ja ebenfalls...

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Scipio

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Du bringst es auf den Punkt!!! Danke!
Trotz der Oskars gefällt mir der Film nur teilweise, u.a. wegen dem Finale.


Brentano

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man/frau/mensch hat sich ja auch sonst jeglichem "Befehl" von Oben (den Oscars) in jeglicher Weise diesbezüglich, "unterzuordnen", aha?


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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10.0Herausragend

"Million Dollar Baby" ist für mich einer der beeindruckendsten Filme, die es überhaupt gibt. Die Eindringlichkeit dieses Films geht unter die Haut. Clint Eastwood hat mit diesem Film ein vielschichtiges und bewegenes Drama geschaffen, welches den Zuschauer während des Sehens, und auch danach noch, emotional ungeheuer berührt.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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9.0Herausragend

"Million Dollar Baby" kommt zugleich wie ein Film Noir daher, mit Frankies abgerissener Boxhalle und den Schatten, die sich dauernd auf Gesichter legen, und den ausgelaugten Farben. Noirs riechen gewöhnlich nach Nihilismus und existentieller Verzweiflung - hier jedoch schieben sich unmerklich Akzeptanz, Vergebung und Erlösung in den Vordergrund. Zwei Filmdrittel fliegen vorbei, und wir haben eine wunderbar entspannte Geschichte gesehen, mit dem lakonischsten aller Humore.

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Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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9.0Herausragend

Eastwoods Film scheint aus einer anderen Kino-Epoche in die Gegenwart hineinzuragen, eine Patina liegt über den Bildern, denen sämtliche kräftige Farben entzogen sind, als wollte sich der Film dem Schwarzweiß der klassischen Boxerfilme annähern. Ein Erzählkommentar aus dem Off gemahnt an den romantischen Fatalismus des Film noir; die Düsternis, auf die der Regisseur seit jeher seine Kameraleute einschwört, unterstreicht diesen Pessimismus.

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C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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10.0Lieblingsfilm

Der Name "Boxerfilm" wird diesem Film nicht vollends gerecht, da er tief in der ethischen Problematik der Sterbehilfe gräbt - ein echt starker Film! Und der Name Clint Eastwood spricht sowieso für sich...

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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9.5Herausragend

Eastwood's bisher persönlichster und nach dem grandiosen MYSTIC RIVER auch bewegendster Film. Bleibt nur noch eines zu sagen: Mo Cuishle, Clint!

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Kommentare (132) — Film: Million Dollar Baby


Sortierung

MaceWindu1998

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Nach der Hälfte des Films glaubt ich, ich würde wissen, wie er ausgehen wird. Nur wieso hat er dann einen Oscar als bester Film gewonnen?

Der Film legt eine unerwartete Wendung hin. Nachdem er die meiste Zeit ein Sportfilm wie "The Fighter" ist, wird er kurz nach der Hälfte ein Drama, was überhaupt nichts mehr mit Sport zu tun hat!
Und das ist klasse inszeniert worden vom guten Clint!

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Filmfan30

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Film, der über Boxsport erzählt und die Gewalt anpragert, aber einen nicht mit der moralischen Keule erschlägt, sondern auf überaus einfühlsame Weise den Zuschauer in eine Welt einführt, die ihn zuerst faszinieren und wegen der sich anbahnenden Vater-Tochter-Beziehung rühren und später erschüttern wird.

Zuerst denkt man an eine Erfolgsstory. Es geht steil bergauf, nach oben hin scheint es keine Grenzen zu geben, und es trifft die Richtige: nämlich eine ambitionierte junge Frau, die sich alles hart erkämpft hat und es nie leicht hatte. Gerade ihr wünscht man alles Glück der Welt. Doch dann schlägt es ins Drama um und fassungslos fragt man sich: Warum passiert guten Menschen nur so viel Schreckliches? Klar, es hat mit der Gewalt zu tun. Mit der Sinnlosigkeit des Boxsports. Mit zu hohen Erwartungen und dem Leichtsinn, der daraus folgt. Aber die Realität will man in diesem Moment nicht wahrhaben. Bis zum Schluss hofft man, dass noch ein Wunder für das Happy End aus dem Ärmel gezogen wird, und als das, wie vorauszusehen, nicht geschieht trifft einen die Hoffnungs- und Trostlosigkeit eines solchen Schicksals mit voller Wucht in die Magengrube.

Das Ende ist ein Angriff auf die Tränendrüsen, doch kommt es dankenswerterweise ohne Übertreibungen aus. Keine endlosen Dialoge voller Schmalz. Nur ein alternder Trainer, der seinen Schützling so sehr liebt, dass er ihm den letzten Wunsch erfüllt...und dann sang- und klanglos untertaucht. Nichts weiter. Und das reicht völlig.

In diesem Fall zeigt Clint Eastwood wieder einmal sein ganzes Können, sowohl vor als auch hinter der Kamera. In Hilary Swank findet man eine überragende Hauptdarstellerin und Sympathieträgerin, die jede Szene, so ernst oder dramatisch sie auch sein mag, hervorragend auszudrücken versteht. Man kauft ihr die Kellnerin aus armen Verhältnissen, die es zur Profisportlerin bringt, einfach ab und fiebert und leidet von Anfang an mit ihr mit.

Ein Drama ohne Kitsch, großartig erzählt und toll performt!

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sweeneytodd

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Bewertung10.0Herausragend

Million Dollar Baby ist schlicht und ergreifend ein Meisterwerk. Etwas vom Besten, dass ich je gesehen habe. Eine unglaublich berührende Geschichte, die kurz vor dem Ziel, eine krasse Wende nimmt und dabei auch mutigerweise das heikle Thema "Sterbehilfe" anspricht.
Zu den Schauspielern muss man wohl nicht viel sagen, außer dass die Oscars für Morgan Freeman, Clint Eastwood und Hilary Swank mehr als verdient waren. Vor allem Hilary Swank hat sich mit diesem Film in mein Herz gespielt und sich nebenbei zu einem meiner Lieblinge in Hollywood gemausert.

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galadrielcat

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein raubeiniger Boxtrainer trainiert widerwillig eine arme aber ambitionierte junge Frau. Der erste Teil des Films hat mit gut gefallen. Tolle Schauspieler, überzeugende Story.

Achtung Spoiler:

Der zweite Teil hat mich überrascht, denn auf einmal geht es um die ethische Frage nach Sterbehilfe. Ein sehr herber Umschwung und ich finde er passt nicht gut. Vielleicht hätte ich vorgewarnt werden müssen, aber ich finde die Handlung des Films ist nicht einheitlich und wirkt am Ende fast wie aus zwei völlig unterschiedlichen Filmen zusammengeschnitten.

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filmfuzzy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sein neuer Film spielt im Boxermilieu ist aber kein Boxfilm. Es ist vielmehr ein Liebesfilm, keine Romanze, sondern die Liebe wie zwischen Vater und Tochter. Eastwoods Gespür für das Wesentliche, sein rationeller Regiestil und seine intime Kenntnis schauspielerischer Arbeit, lassen hier wieder ein Kunstwerk entstehen. Drei ausgezeichnete Schauspieler die eine perfekte Teamarbeit abliefern. Mit knappen, aber pointierten Dialogen, wo auch der Humor nicht zu kurz kommt und hervorragenden Bildsequenzen überzeugt dieser Film. „Es geht um menschliche Beziehungen, sagt Eastwood. Nicht alles wird direkt angesprochen. Die Zuschauer müssen mitdenken“.

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RoboMaus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wieder einmal hat Clint Eastwood sein Gespür und seine Erfahrung vor und hinter der Kamera voll ausgespielt. Das, gepaart mit einer Super-Story, ist kaum noch zu toppen. Einzig das Ende hat mich mit so einem verstörten Gefühl zurückgelassen, dass ich den guten Clint dafür im Geiste beschimpft habe. Erst hebt er dich auf Wolke sieben und dann schmettert er dich zu Boden. Nur das Ende von '1984' hat mir noch mehr weh getan. Clint - musste das denn sein? Das hat Dich einen Punkt gekostet.

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Booooniggl

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film der definitiv sehr nahe geht, aber auch sehr schöne Momente hat. Die 3 Hauptdarsteller hätte man wohl besser nicht besetzen können! Die Ex-Prostituierte aus Ost-Berlin war vielleicht etwas zu viel des bösen aber dennoch einer der besten Filme die ich gesehen hab bisher!

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sam_ace_rothstein

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Million Dollar Baby ist ein sehr bewegendes Sportlerdrama, dass gekonnt die typischen Klischees umschifft, die man eigentlich in so einem Film erwarten würde. Eastwood ist einfach ein Meister der Dramaturgie. Er selbst liefert als Darsteller eine seiner besten und bewegendsten Rollen ab. Morgan Freeman wurde zurecht mit dem längst überfälligen Oscar ausgezeichnet. Über Hilary Swank muss ich nicht viel sagen, auch da war der Oscar hochverdient.

Der Film überrascht auch mit einer Wendung, die für mich sehr unerwartet kam und mich ziemlich mitgenommen hat. Hier steckt so viel mehr dahinter, als blos ein simples Sportdrama.

Hut ab Mr. Eastwood.

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replicant-10

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehr gewagter Film.
Hilary Swank und Clint Eastwood sind sehr überzeugend in diesem sehr gut gespielten
Drama das ein kontroverses Thema aufgreift,
nämlich das Thema Sterbehilfe.
Alle Achtung das ist keine leichte Kost.
Ein sehr wichtiger und mutiger Film.

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Altai

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mo Cuishle Mein Schatz..Mein Blut...

Einer der traurigsten Filme die ich je gesehen habe. Wer hätte gedacht das Eastwood es drauf hat so einen Herz zerreißendes Meisterwerk an Drama zu kreieren. Naja so verwunderlich ist es dann doch wieder nicht wenn man sich ältere werke wie Die Brücken am Fluß anschaut. Eastwood hat es drauf ob Drama oder Action er ist definitv ein großartiger Regisseur.

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Zak

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Bewertung9.5Herausragend

nach den ersten 40 minuten hast du das Gefühl jeden Charakter so gut zu kennen als wären sie dir aus deiner Lieblingsserie bekannt. Dann glaubst du ziemlich sicher in welche Richtung der Film geht und dann das...harter Tobak...unglaublich guter Streifen.

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FilmFan92

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Bewertung10.0Herausragend

Filmbewertung Nr. 600 und Kommentar Nr. 100.
Angetrieben durch das titanische Trio (oder Quartett? Klärt mich bitte auf...), habe ich mir ganz fix die DVD aus der Videothek geliehen. Eigentlich bedarf es nach solch schönen Kommentaren kaum noch weiterer Worte, aber Million Dollar Baby hat mich wie kein zweiter Film in der letzten Zeit berührt und umgehauen. 10 Punkte nach der 1. Sichtung vergebe ich sehr ungerne und tue ich auch sehr selten, aber verdammt dieser Film hat es einfach verdient. Ich als großer Fan von Eastwood als Cowboy, als Dirty Harry und als Regisseur und Darsteller frage mich: Wieso habe ich den Film solange vor mir hergeschoben?
Das Grundgerüst ist schnell erzählt. Clint Eastwood spielt das, was er am Besten kann. Einen gealterten Mann mit vielen Problemen, der seine Träume nie vollkommen ausleben konnte und dieses nun durch seinen Schützling (Willie) erleben möchte. Morgan Freeman spielt einen ebenfalls gealterten und gescheiterten Mann, der nichts mehr hat. Gleichzeitig ist er die Schnittstelle, der auktoriale Erzähler. Und Hilary Swank, die Frau aus dem Armenviertel, erfolglos, nur ein Ziel: Boxerin zu werden. Eastwood wird nach anfänglicher Ablehnung der Trainer von Hilary Swank und trainiert sie zur guten Kämpferin. Maggie (Hilary Swank), deren einzige familiär-funktionierende Beziehung zu ihrem verstrobenen Vater war und Frankie (Eastwood) der keinen Kontakt mehr zu seiner Tocher hat, entwickeln eine Vater-Tochter Beziehung. Eddie (Freeman) gilt als Berater, Freund, als die verlorene Seele, der Gescheiterte, für dessen Scheitern sich Frankie verantwortlich führt, auch wenn er es nie laut ausspricht. Bis dahin ist der Film sehr gut, spannend, sehr gut inszeniert, auch die Boxkämpfe wissen zu überzeugen und zu gefallen. Doch dann haut uns der Film einen so dermaßen brutalen Twist rein, der wie ein Haken, oder einen Schlag in die Magengrube wirkt (beabsichtige Metapher/Idee der Drehbuchautoren?). Von da an wird aus dem Aufsteiger-Film ein berührendes Drama, emotional ergreifend.
Was den Film ebenso trägt wie die Handlung und dieser unsagbar großartige Twist sind die Darsteller. Ja, Eastwood schaut die meiste Zeit mit dem selben Blick in die Kamera, aber verdammt, das ist genau was den Film ausmacht. Dieser Blick, die verlorene und wieder aufkeimende Hoffnung, die Unsicherheit, die Trauer. Faszinierend. Morgan Freeman tut als Nebendarsteller sein Bestes. Wie immer überzeugt er mit seinem ruhigen Spiel, seinem Ausdruck, seiner Stimme (Oh Gott diese Stimme... unglaublich). Und wenn das nicht schon ausreichen würde, bringt Hilary Swank hier eine wahre Energieleistung. Die hoffnungsvolle, starke, selbstsichere Frau. Eine ausnahme Performance. Der Film nimmt einen gefangen, lässt nicht mehr los, ja rührt sogar zu Tränen, lässt den Zuschauer fassungslos vor dem Bildschirm sitzen. Das alles reicht schon aus für einen grandiosen Streifen, einen Film der den Zuschauer begeistert. Doch dann folgt ein Schlusssatz. Ein Satz, mit dem ich nicht gerechnet hatte, der dem Film noch mehr Wirkung verleiht. Ein (junger) Klassiker.

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The Freewheelin Fonda

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Andy hat Recht hier gingen die Oscars wirklich an den richtigen! Einer von Eastwoods Besten!
Schöner Kommi, FilmFan freue mich dass unser Trio(ja es ist ein Quartett aber der Name bleibt erhalten ;) )
dich zu dem Streifen gebracht hat!
Wegen dem namen, wäre es für dich ok wenn man dich Butters nennt?


FilmFan92

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Ja Danke :)
Ich lass mir was wegen des Namens einfallen ^^


Boogers666

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

So ich der ja mittlerweile auch zum titanischen Trio gehöre, das auch mit vier Mitgliedern ironischer Weise immer noch den gleichen Namen trägt, verpenne so ziemlich alles was wir so auf Moviepilot besprechen so natürlich sogar unseren geplanten Kombo-Kommentar, weil ich gerade beim Arzt war. Aber jetzt bin ich einfach mal so frei und veröffentliche doch noch meinen Beitrag zu den bisher schon veröffentlichten Kommentaren auch wenn eben erst eine Stunde später.

Enthält Spoiler (Ende wird nicht direkt verraten)

Um welchen Film es geht dürften eigentlich alle schon festgestellt haben, es ist "Million Dollar Baby". Es ist eine Geschichte über Gewinnen und alles Verlieren, über über sich hinauswachsen und tief zu fallen und über Respekt, Vertrauen und Disziplin.
Ein alter Boxlehrer, der eigentlich schon ausgedient hat wird mit einer jungen neuen Boxerin vertraut gemacht, die große Ziele hat von ihm aber abserviert wird, nur sein einziger alter Freund der ihm hilft sein Gym auf Vordermann zu halten schätzt die kleine wert und schlussendlich fängt er (der Boxlehrer) an sie wenn auch wiederwillig zu trainieren, sie kämpft sich aus der Armut und steigt durch seine Hilfe zum Star auf, Kampf um Kampf, Schlag um Schlag, doch eine Gegnerin zerstört ihren Traum mit einer einzigen Handbewegung, ihr Traum zerbricht, ihr Leben schwindet. Doch mittlerweile ist der Boxlehrer mehr als nur ein Mentor, er ist Teil ihrer Familie geworden, die sie eigentlich gar nicht besitzt. Er hat sie aus der Armut geführt und ihre Schicksale verknüpfen sich durch dieses Ereigniss zu einem Taumel aus Angst, Vertrauen und Verzweiflung.

"Die Menschen lieben Gewalt. Sie bremsen an Unfallstellen, um zu sehen ob s Tote gab. Dieselben Menschen behaupten das Boxen zu lieben. Sie haben keine Ahnung worum es dabei geht. Beim Boxen gehts um Anerkennung. Darum sie zu gewinnen und seinem Gegner zu nehmen.

"Million Dollar Baby" ist ein grandioser Film, der sowohl inszenatorisch als auch schauspielerisch was Hollywood Filme angeht in der höchsten Liga spielt, er ist ein Zeugniss als Hollywood einem noch mit der Härte des Lebens konfrontierte und einem nicht das Leben als Friede Freude Eierkuchen Fest zeigte.
Ich sah den Film zum ersten Mal als ich 10 war, ich konnte nicht fassen was da passiert, das war damals alles zu viel für mich, seitdem habe ich den Film noch ca. um die 3,4 mal gesehen und er wurde von Mal zu Mal besser, weil ich das Gezeigte besser verarbeiten konnte und es wertzuschätzen lernte. Es war einer der ersten Filme bei dem ich Gefühle für Filmcharaktere empfand und am Ende heulend auf der Couch saß, warum wusste ich damals gar nicht.
"Million Dollar Baby" ist einer der stärksten Beiträge Hollywoods seit langer Zeit (gewesen) und ist darüber hinaus so viel mehr: Ein packender Sportfilm mit packenden Kämpfen, ein rührendes Drama mit unglaublich berührenden Ende, ein wunderbarer Beitrag zum Thema Sterbehilfe und ein Film der einem doch zeigt wie wertvoll das Leben ist.
Darüber hinaus ist der Film wie bereits erwähnt auf vielen cineastischen Ebenen grandios, tolle Musikuntermalung, ein wie immer grandioser Clint Eastwood, ein extrem sympathischer Morgan Freeman, eine sehr authentische Hillary Swank in vielleicht ihrer stärksten Rolle und eine zwar ruhige aber dennoch meist sehr passende Kamera.

"Woher kommt die Kraft im Kampf über sich selbst hinauszuwachsen?
Vielleicht entsteht sie aus dem Risiko alles für einen Traum aufs Spiel zu setzen, von dem niemand sonst etwas weiß."

Egal wie hoch du aufsteigst
Denk daran das du immer fallen kannst!

Nichts ist unbesiegbar

Der Weg ist das Ziel,
doch auch er findet ein Ende.

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kobbi88

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Auch wenn er natürlich nur wenig mit Sport zu tun hat und im Prinzip jede andere Rahmenhandlung haben könnte.


Boogers666

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Stimmt auch wieder


Martin Oberndorf

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Bewertung9.5Herausragend

(Es folgen große Spoiler)

Für den bereits dritten Kommentar des titanischen Trios haben wir uns mal wieder unsere Schädel zertrümmert, bis wir uns endlich einigen konnten.
Und letzten Endes waren wir alle einverstanden mit unserer "Million Dollar Baby"!
...
Ein alter Boxtrainer.
In die Jahre gekommen, zweifellos. Gezeichnet von der Zeit, als er seinen Schützling nicht beschützen konnte und fortan von einer normen Vorsicht gedrängt, die ihn und seine Schüler zwar behütet, aber auch einschränkt.
Famile? Kein Kontakt mehr.
Das Leben nur mehr für das Boxen, zwangsläufig erfolglos.

Eine junge Kellnerin.
Voller Tatendrang - und Energie. Ihre Leidenschaft ist das Boxen, ihr Wille groß genug, um sie anzutreiben - auch wenn sie als Frau Anfang 30 ohne Erfahrung nicht die besten Voraussetzungen hat.
Familie? Missverstanden, nicht unterstützt.
Das Leben nur mehr für das Boxen, zwangsläufig erfolglos.

Erfolglos?
Nein, nicht zusammen.
Einander öffnen sich diese beiden unterschiedlichen Individuen neue Fenster und Türen, der Weg zum Erfolg, der Hoffnungsschimmer, die große Chance, auf die beide gewartet haben.

Doch das Leben schreibt nicht immer Märchen.
Und der Traum wird auf gewaltsame Weise beendet. Man hat das Ziel nicht erreicht. Doch man hat den kompletten Weg bis dahin beschritten. Ist das nicht allein schon das Ziel? Hat man folglicherweise doch alles erreicht? Und - und das ist die entscheidende Frage - lohnt es sich noch, zu leben?

Ich habe mich seit meiner Erstsichtung vor gut eineinhalb Jahren gefragt, was ich wollen würde, wenn es mir so erginge wie Maggie am Schluss. Würde ich wie sie handeln? Damals hätte ich ja gesagt. Ich hasse es, in mir eingesperrt zu sein. Ich halte es nicht mal aus, mit Fieber im Bett zu liegen, geschweige denn komplett gelähmt zu sein. Allein als ich mal eibgegipste Beine hatte, war ich kurz davor, durchzudrehen.

Doch dann... denke ich mir - zumindest jetzt bei der Zweitsichtung - verdammt, es gibt da jemanden, den ich mag - und der mich mag. Maggie hat auch so jemanden.
Und selbst wenn es am Anfang schwer ist - und so eine Umstellung im Leben ist wohl das Schwerste, was es gibt - man kann sich damit arrangieren.

Und somit... hoffe ich doch wohl, nie an Maggies Stelle sein zu müssen.
Auch nicht an der anderen Stelle. Ich will niemanden leiden lassen.
Aber auch niemanden töten. Schon gar nicht, wenn mir diese Person etwas bedeutet. Könnte ich es tun? Ja. Könnte ich damit leben? Nein. Würde das Ganze damit enden, dass ich mir selbst etwas antue? Höchstwahrscheinlich.
Film sei Dank hatte ich bislang noch keine solche Situation und verdammt, ich will sie auch nicht!

So viel zur Moralprädigt und der psychologischen Selbstanalyse a la Was-wäre-wenn
Aber um eurem Kopf etwas mehr Zeit zum Verarbeiten zu geben, erzähle ich euch noch etwas über den Film selbst.
"Million Dollar Baby" ist ein grandioses Drama über Träume, soziale Beziehungen und die damit verbundenen Hürden. Er ist kein Gute-Laune-Film, schmettert einen allerdings auch nicht allzu sehr nieder.
Ich hab ihn immerhin zweitgesichtet, was bei einem Film ohne Happy End vor Allem jetzt im Sommer (das ist eigentlich meibe Zeit zum Zurücklehnen und Transformers-Gucken) schon was heißt.
Wir haben ein fabelhaftes, vielschichtiges Drehbuch von Paul Haggis, der uns ein Jahr später mit seinem Alltagsrassismusdrama "L.A. Crash" ein wahres Meisterwerk der Filmkunst lieferte, und einen locker-leichten Soundtrack von Regisseur und Hauptdarsteller Clint Eastwood, der wie ein Schulterklopfer wirkt, wenn uns der Film zu hart rannimmt.
Alle Darsteller vollbringen Höchstleistungen, neben "Gott" Morgan Freeman ist vor Allem Hilary Swank zu loben, die absolut verdient ihren zweiten Oscar mit nach Hause nehmen durfte.
Auch Clint zeigt, dass er mit Alter an Reife gewonnen hat, und beweist, dass er nicht mehr DER Cowboy ist, sondern auch komplexe Individuen überzeugend verkörpern kann - und das noch vom Regiestuhl aus!

Obgleich Oscarfilme in den letzten Jahren nicht unbedingt kultig waren - "Argo" oder "The Artist" sind zwar gut, allerdings wird in 20 Jahren keiner von ihnen in die Filmgeschichte eingegangen sein - hat "Million Dollar Baby" das Zeug zum echten Klassiker und stellt einen der vielschichtigsten und feinsten Filme der letzten Jahre dar.
Grandios!

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The Freewheelin Fonda

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Sehr, sehr starker Kommi Martin! Etwas verspätet ein Lob von mir ;)


Martin Oberndorf

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Macht ja nix, und danke.


The Freewheelin Fonda

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Bewertung9.0Herausragend

Nach Braveheart und Matrix startet nun mit Million Dollar Baby der dritte Angriff des gefürchteten ,,Titanischen Trios" auf die Dashboards der Moviepiloten. Für diesen Kommentar hat Hfonda jetzt sogar seine Sommerpause unterbrochen, denn ohne ihn sind Kobbi und Martin ja aufgeschmissen ;)

Für diesen Kommentar habe ich ,,Million Dollar Baby" zwar einer Zweitsichtung unterzogen(der positive Eindruck hat sich nur noch mal bestätigt ) aber ich werde hier versuchen meine Eindrücke von der ersten Sichtung wiederzugeben, die mich damals ziemlich umgehauen haben. Denn damals hat mich Million Dollar Baby zu einem absoluten Clint Eastwood Fan gemacht. Vorher kannte ich diesen Mann kaum und hab diese Legende nur nebenbei wahrgenommen, doch nach dieser Regiearbeit folgten Werke wie Gran Torino oder Erbarmungslos(Kommentar erfolgt auch bald) wodurch ich Eastwood besser kennen und lieben lernte!

Denn dieser Film hier ist in so vielen Aspekten einfach perfekt! Man hat eine ruhige, passende Musikuntermalung, dann einen tollen Morgan Freeman in der Nebenrolle, dessen Erzählstimme dem Film natürlich auch schon einige Punkte schenkt! Sonst dachte ich, dass mich ein Boxfilm kaum interessiert(auch so fallen Sportfilme nicht so ganz in mein Interessengebiet) aber ich wusste wohl einfach nichts über das Boxen

,,Beim Boxen gehts um Anerkennung, darum sie zu gewinnen und sie seinem Gegner zu nehmen!"

Zuerst hat man hier ein Drama über eine junge Kämpferin, eine Aufsteigerin, die das Leben von der schlimmsten Seite kennen gelernt hat. Sie hat ihren Traum und will ihn nie aufgeben, sie will eine bekannte Boxerin werden und hält daran fest, egal was auch passiert! Dazu hat man als alten, verbitterten Trainer Clint Eastwood, der wieder einmal perfekt in seine Rolle passt! Wenn Eastwood die junge Kämpferin trainiert und sie nebenbei auch im privaten Umfeld schwer zu kämpfen hat, hat man hier ein richtig starkes Drama! So war ich einfach von Anfang an in dieser intensiven Geschichte drin, wo auch Hilary Swank einen großen Verdienst dran hatte. Denn sie spielt hier so unheimlich intensiv, dass sie sogar Eastwood und Freeman übertrumpft!

Diese super Aufsteigerdrama hatte schon die ganze Zeit eine sehr gute Bewertung im 8er Bereich verdient. Doch dann kommt in der Eastwoods Geschichte auch noch eine 180Grad Drehung!

Ab hier SPOILERTS gewaltig!
'
Das Schicksal der jungen Maggie hat eine dramatische Wendung und sie wird in einem
Kampf zum Pflegefall.
Sie, die Kämpferin, die vorher nur Energie ausstrahlte , die ihr ganzes Leben noch vor sich hatte ist nun an ein Bett gefesselt. Sie hat ein menschenunwürdiges leben und bittet ihren Trainer und engsten Vertrauten darum ihr Leben zu beenden.
Eastwood steht vor einer schwerwiegenden Entscheidung. Eine Entscheidung, bei der er sich mit Gott und seinem Gewissen auseinandersetzen muss.
Eine Entscheidung darüber jemanden zu ermorden aber auch zu erlösen...
Ich hatte zuerst viele Zeilen über die Rechtfertigung von Sterbehilfe geschrieben. Aber letzten Endes, ist dieses Thema so schwerwiegend, eine der größten Entscheidungen über Richtig/falsch Gut oder Böse. Das jeder Mensch selbst darüber entscheiden muss.

Doch am Ende bin ich Eastwood nur für seine Aussage und auch für diesen Film dankbar. Denn jeder hat selbst das Recht über sein Leben zu entscheiden und wenn er nicht die Kraft dazu hat, kann er andere darum bitten!

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Copacabanasun

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Geiler Kommi Honda. :)


The Freewheelin Fonda

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Danke dir :)


Saro0505

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Bewertung9.5Herausragend

Seitdem ich diesen Film kenne, hält mich nichts :D! Nach und nach schaue ich mir nun einen Clint Eastwood Film nach dem anderen an.
Ich finde die Erzählart des Films so fesselnd, wie man es selten bekommt. Es macht Lust auf mehr. Clint strahlt diese Ruhe aus. Herrlich! Toller Kerl!
Schönes Schauspielduo!
Ist es eine Vater/ Tochter Bindung, eine Mentor/ Schülerin Bindung oder doch eben eine besondere Freundschaft zweier Menschen, die schlicht einander brauchen?
Eine sehr rührende Box- Geschichte.

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Copacabanasun

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Bewertung10.0Herausragend

7.1 Community Wertung? Was zum Teufel seit ihr besoffen? :D Der Film ist so stark, besonders das Ende unglaublich emotional gespielt und Morgan Freeman, zeigt hier am deutlichsten von seinen ganzen Filmen was für ein klasse Schauspieler er ist. Kein Film hat mich bisher so berührt wie dieser!!! DANKE CLINT!!!

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patrick.rohrer.5

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Bewertung9.0Herausragend

Filmbewertung Nummer 350 !!!!
Ich dachte mir ein Film über Frauenboxen den werd ich mir nie und nimmer anschauen, aber dann haben mir ein paar Freunde gesagt , das der Film echt klasse ist.
na gut da hab ich mich überreden lassen, und ihn angesehen als er das nexte mal im Fernsehn lief.
Also ich war total begeistert von den einzelnen Charaktern des Films und Schauspielern die hier überragend spielen. Ein wirklich wahnsinnig gutes Drama über Überlebenskampf und Hoffnung und Tod, und ein Film mit einer Botschaft.
Zurecht die 4 Oscars erhalten für dieses Meisterwerk von Clint Eastwood.
Clint Eastwood hat sich wieder mal selbst übertroffen.

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Andy Dufresne

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Glaube,
Liebe,
Hoffnung.

Glaube (Gran Torino), Liebe ( Mystic River) , Hoffnung ( Million Dollar Baby).

Und die Liebe ist die Stärkste unter ihnen...

Keines dieser Werke bezieht sich jeweils NUR auf sein eigenes Thema, jedes dieser Werke bezieht sich stark auf die Wechselwirkung(en) , die Unterschiede, wie auch auf Gemeinsamkeiten, auf Komplexität (eben dieser Themen) untereinander, eben gegenseitig wirkend.

Nur 6 Jahre, in der gefühlt endlosen, ewigen Regie-Karriere des Clint Eastwood existierend, mitschwingend.

Und doch ist die Essenz dieser Filme, dieser Jahre, für mich etwas Gebündeltes, etwas Bleibendes, Zusammengehöriges.

Eastwood setzt(e) sich mit privaten, zwingenden, ja ausweglosen Themen auseinander.

Oft (ja eigentlich immer) didaktisch, pädagogisch wollend, immer mit der Möglichkeit des eigenen, ganz individuellen Gedanken(s) wirkenden, raumgebenden , der eigenen Erfahrung Tribut zollenden, subjektiven Intension zugehörigen , den reflektierten Möglichkeiten folgenden Bildern und Gegebenheiten verpflichtet.

Einfacher:
Er gibt nicht (nur) vor, er bietet an.

Entscheiden musst Du.

In einer modernen Welt, abgekoppelt von richtig oder falsch, von gut oder böse, von eben besser oder schlechter, bewegen sich diese Filme.

Sie liefern ein Gerüst, eine Geschichte, ein Gebilde, aus deren Essenz, aus deren Ergebnis , jeder selbst sagen muss:
Ja!
Nein!
Vielleicht?
Oder doch ganz anders?

So gesehen sind diese Filme Basis, Fläche, Plattformen eben, für Ideen, für Gedanken(Spiele), ja für Überzeugungen, für Möglichkeiten, für und von Meinungsbildung(en).

Viel mehr KANN man von Kino nicht verlangen.

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dustyOn3

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Top Kommentar!


Andy Dufresne

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Danke!


Dahmer

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Bewertung10.0Herausragend

Puuh,einer der wenigen sportlichen Filmdramen wo ich am Ende wirklich n'Taschentuch brauchte,besonders wenn man den Film das erste mal anschaut...
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Frauenboxen hat mich eigentlich nie interessiert(und wird es auch nie),aber was Legende Clint Eastwood hier fabriziert hat ist ohne Übertreibung Weltklasse....Er versteht es perfekt die Hauptcharaktere einzuführen,damit man mit ihnen fühlt bis zum bitteren Ende...Darstellerisch ist hier natürlich Clint die Nr. 1,aber er wird fast überholt von Hilary Swank,die eine einzigartige Performance ablegt,die einen mitfühlen lässt,wenn man sich auf den Film einläßt,außerdem ist auch der großartige Morgan Freeman mit von der Partie...
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Danke Mr. Eastwood für diesen nachdenklichen,traurigen (Sportler)Film,selbst ich als "Möchtegern" Macho wurde hierbei kleingepflückt und zum tiefsinnigen nachdenken über Leben/Tod animiert !

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Dahmer

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dito hartigan !


Copacabanasun

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ja echt genialer Film :)



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