Rescue Dawn
Rescue Dawn (2006), US Laufzeit 125 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Abenteuerfilm
12 Bewertungen
Skala 0 bis 10
816 Bewertungen
40 Kommentare
Keine ?
von Werner Herzog, mit Christian Bale und Steve Zahn
1965 wird der Pilot Dieter Dengler auf einer streng geheimen Bombenmission über Laos abgeschossen. Nach einem qualvollen Fußmarsch landet er schließlich in einem höllischen Gefangenenlager tief im undurchdringlichen Dschungel Vietnams. Um dem sicheren Tod zu entgehen, bereitet der furchtlose Deutsch-Amerikaner akribisch einen Fluchtplan vor und avanciert so zum Hoffnungsträger für seine Mitgefangenen. Nach dem gelungenen Ausbruch beginnt jedoch eine wahre Odysee für die Männer. Unter tragischen Umständen verliert Dieter Dengler seine Begleiter und gelangt bald an seine körperlichen und mentalen Grenzen. Nach Wochen wird er völlig ausgehungert von U.S.-Soldaten gerettet und zum gefeierten amerikanischen Kriegshelden.
Cast & Crew
-
Werner Herzog
-
Christian Bale
-
Steve Zahn
-
Marshall Bell
-
François Chau
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gouverneur
-
GQ
-
Zach Grenier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anführer
Regie
Schauspieler
-
Pat Healy
-
Toby Huss
-
Evan Jones
-
Jeremy Davies
-
Werner Herzog
- Genre
- Kriegsfilm, Biopic, Abenteuerfilm
- Zeit
- 1960er Jahre, Vietnamkrieg
- Ort
- Kriegsgefangenenlager, Vietnam
- Handlung
- Deutscher, Fliegen, Flucht, Gefangener, Gefangenschaft, Gefängnisausbruch, Jagdflieger, Kampfpilot, Kriegsgefangenenlager, Kriegsgefangener, Pilot, US-Armee, Vietcong, Überleben, Überlebender, Überlebenskampf
- Stimmung
- Hart, Spannend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Rescue Dawn
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- Rescue Dawn: critic.de









Kritiken (4) — Film: Rescue Dawn
Ines Walk: Filmpublizistin seit 1998
Kommentar löschenStringent erzählt, brillant gespielt. Christian Bale, Jeremy Davies und Steve Zahn sind eine Wucht und haben scheinbar all das verinnerlicht, was Werner Herzog schon aus Klaus Kinski rausgelockt hat. Wenn die letzten 10 Minuten nicht wären, wäre dies ein wahrhaft großer Film.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Der Film hat zu jeder Zeit seine spannenden Momente. Seien es die Konfrontationen mit den Wächtern des Gefangenenlagers, die Streitereien der Gefangenen untereinander oder auch der beschwerliche Weg durch den dichten Dschungel, der hinter jedem Baumstamm eine neue Gefahr zu bergen scheint. Richtige Längen konnte ich in dem Film zumindest nicht finden. [...]
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Bei all den offensichtlichen Qualen und Strapazen wird Dengler jedoch nie zu einem Charakter, der sich von diesen Umständen diktieren lässt. Das viel geschundene, später ausgehungerte Äußere kontert Bale mit nicht minder ausgeprägter innerer Kraft und einem grundsatzoptimistischen Lebenswillen, mit dem wohl auch der echte Dieter Dengler damals im Stande war, dieses ‚Abenteuer’ zu überleben. Dabei lässt der Waliser seine Darstellung mehr als einmal und besonders im Zusammenspiel mit seinen Mitgefangenen am nackten Wahnsinn kratzen. Diesem schon beinahe gänzlich zugewandt zeigt sich Gene DeBruin, gespielt von Jeremy Davies, der bereits seit über zwei Jahren in dem Lager gefangen gehalten wird. Davies Spiel erinnert dabei etwas an seine Rolle in Steven Soderberghs "Solaris", als Konterpart zum enthusiastisch Fluchtpläne schmiedenden Dengler sorgt sein manisch auf Freilassung hoffender DeBruin aber für einige der spannendsten Momente des Films. Außerdem erkennt man an ihm, mehr noch als später an Christian Bale, die körperlichen Auswirkungen der Gefangenschaft. Der ohnehin sehr dünne Davies hungerte sich für die Rolle weitere 15 Kilo vom Körper. Ein nahe gehender, beängstigender, gleichwohl mitreißender Anblick. An DeBruins Charakter lässt sich im Übrigen bei der späteren Fluchtsequenz mit am treffendsten festmachen, inwieweit Herzog eine konventionelle Dramaturgie umgeht.[...]Getragen wird der Film nicht zuletzt auch von einer starken musikalischen Untermalung durch Klaus Badelt. Sein zumeist subtiler, in den passenden Augenblicken ausschweifender Score ermöglicht oft den emotionalen Zugang, an dem es der Inszenierung durch Herzogs nüchternen Stil manchmal zu deutlich fehlt, um mit dem Geschehen wirklich mitfiebern zu können.[...]
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenHerzog verfilmt seine erfolgreiche Dokumentation "Little Dieter Needs To
Fly" mit einigen fiktionalen Elementen erneut und setzt dabei auf den Method Acting-Wahnsinn seines Hauptdarstellers Christian Bale, der einmal mehr radikal abmagert, Maden frisst und alle möglichen Folterschikanen über sich ergehen lässt. Das ist sicherlich kräfteraubend gewesen, erfordert jedoch auch vom Zuschauer eine gewisse Aufopferungsbereitschaft. "Rescue Dawn" bildet nur ab, entledigt sich dabei jeder Botschaft, verzichtet aber auch dankenswerterweise auf die einfach aufzuspringende Katharsis-Schiene und bleibt am Ende trotzdem konturlos und oberflächlich. Gegen Genre-Meilensteine wie "The Deer Hunter" oder "Bullet in The Head" verkommt Herzogs "Remake" zur Antikriegsfilm-Randnotiz.
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Kommentare (36) — Film: Rescue Dawn
Kommentar schreibenzagator 2011/12/18 20:38:48
Kommentar löschenGutes Kriegsdrama mit teilweise fast zu bedrückender Stimmung.
Nicht mein Fall, dennoch sehr ordentlich verpackt.
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SoulReaver 2011/12/06 17:39:12
Kommentar löschenWir schreiben das Jahr 2006. Wir erleben die Auferstehung von Werner Herzog im Spielfilm-Bereich. Nach der gefeierten Dokumentation 'Grizzly Man' kehrt Werner Herzog zurück in seine Welt: dem Dschungel. In 'Rescue Dawn' sehen wir das Aufeinandertreffen zweier Größen aus dem Filmbereich: der Vietnamkrieg und Werner Herzog. Und wenn Herzog sich einem Film annimmt kann man davon ausgehen, dass es (meistens) ein besonderer Film wird. 'Rescue Dawn' erfüllt diese Erwartungen, nach letzteren Enttäuschungen, mit Leichtigkeit, ist aber keines der ganz großen Meisterwerke wie wir sie von Herzog früher Regelmäßig erleben durften.
1965 wird der Pilot Dieter Dengler auf einer streng geheimen Bombenmission über Laos abgeschossen. Nach einem qualvollen Fußmarsch landet er schließlich in einem höllischen Gefangenenlager tief im undurchdringlichen Dschungel Vietnams. Um dem sicheren Tod zu entgehen, bereitet der furchtlose Deutsch-Amerikaner akribisch einen Fluchtplan vor und avanciert so zum Hoffnungsträger für seine Mitgefangenen. Nach dem gelungenen Ausbruch beginnt jedoch eine wahre Odyssee für die Männer. Unter tragischen Umständen verliert Dieter Dengler seine Begleiter und gelangt bald an seine körperlichen und mentalen Grenzen. Nach Wochen wir er völlig ausgehungert von U.S.-Soldaten gerettet und zum gefeierten amerikanischen Kriegshelden.
Und ewig ruft der Dschungel. Diesem Ruf gibt Herzog sich nur zu gern geschlagen und dafür können wir uns wohl alle glücklich schätzen. Mit 'Rescue Dawn' verlegt er seinen Drehort direkt in den unberührten und unglaublich schönen Dschungel Thailands. Die Aufnahmen und Bilder der paradiesischen Natur die zur grünen Hölle wird, sind ein reiner Augenschmaus und lassen die Herzen von Naturliebhabern höher schlagen. Die undurchdringliche Wildnis wurde eindrucksvoll von Kameramann Peter Zeitlinger in fantastische Bilder gepackt die dem Film wieder die typische Herzog-Atmosphäre geben auf dem seine Filme einfach bauen können. Untermalt wird das Ganze dazu stark durch klassische und fast bedrängende oder einengende Musik von Klaus Badelt. Herzog greift auch wieder auf seinen, 2001 verstorbenen Stammkomponisten, Popol Vuh und schleift den Film musikalisch grandios zurecht.
Herzog hat seinen Schauspielern schon immer viel abverlangt. Dementsprechend fiel seine Schauspielerwahl aus und ein Schauspieler musste her, der diese Erwartungen auch erfüllt. In Christian Bale fand Herzog schließlich den richtigen Mann. Bale bringt als deutsch-amerikanischer Marine-Pilot Dieter Dengler eine äußerst kraftvolle und starke Leistung. Alle Facetten seines Charakters, vom selbstbewussten Flieger bis zum Häftling auf der Flucht, spielt Bale glaubwürdig aus und zeigt eine seine besten Darstellungen. Wie schon in 'The Machinist' hungerte Bale, aber nicht in dem Ausmaß wie in besagtem Film. Geschlagen wird das Hungern von Jeremy Davies der den Mithäftling Gene spielt und aussieht wie ein lebendes Skelett, dermaßen abgemagert ist Davies. Steve Zahn spielt ebenfalls einen Mithäftling. Zahn zeigt auch eine gute Leistung und sorgt durch seine Art für das ein oder andere Grinsen, steht aber natürlich im Schatten von Bale.
Vietnamfilme gibt es inzwischen wie Sterne am Himmel. Nur leider strahlen unzählige von ihnen nicht wirklich. Auch die Themenbereiche mit denen sich die Filme beschäftigen sind immer wieder unterschiedlich. Mal geht es um die Vorkriegszeit, mal um die Kriegsheimkehrer. Mal um die brutalen und kaltblütigen Kämpfe vor Ort und mal um den nie enden wollenden Krieg im Kopf. Mit 'Rescue Dawn' verfilmt Werner Herzog seine Dokumentation 'Little Dieter Needs to Fly' aus dem Jahre 1997, in dem Dieter Dengler seine Flucht eindringlich schildert. Von den obengenannten Themen bedient sich Herzog fast von jedem, doch der Schwerpunkt wird hier klar auf den psychischen Kampf gesetzt. Der Wille zum Überleben, den Kampf mit sich selbst anzunehmen und durchzuhalten. Die Hoffnung nie zu verlieren, egal wie schrecklich die Zeit auch wird. Immer wieder sein Ziel neuaufarbeiten, egal wie viele Rückschläge man erleben muss. Dengler stürzt auf einer Mission mitten im grünen Nirgendwo ab. Völlig orientierungslos streift er in den Dschungel, immer tiefer in das Herz der Finsternis. Dabei die dauernde Bedrohung durch die Wildnis und die Verfolgung durch die Nordvietnamesen, die es schließlich schaffen Dengler zu schnappen. Völlig überrumpelt von seiner Festnahme wird er in das Lager verschleppt, in dem er von nun wie ein Tier behandelt wird. Jeden Tag werden er und seine Mitgefangenen, zu denen Dengler immer mehr eine Freundschaft aufbaut, schikaniert und gefoltert. Doch niemand schafft es Dengler’s Charakter zu brechen. Sie schaffen es seinen Körper, Zeitweise, einzubinden, doch seine Gedanken schleifen Tag für Tag einen Fluchtplan und der Plan geht nach langem hin und her endlich auf. Doch da steht das nächste Problem vor der Tür: Wie sollen sie aus dem Dschungel finden? Und so beginnt eine tragische Flucht quer durch die eigene Orientierungslosigkeit und dem undurchsichtigen Dschungel. Die klare stärke von 'Rescue Dawn‘ liegt, wie bei fast allen Herzog-Filmen, in der Atmosphäre und den tollen Bildern. Der Film ist eben immer dann am stärksten wenn Herzog uns mit seinen Darstellern ohne Verschnaufpause durch den Dschungel hetzt und man Bale und co langsam durchdrehen sieht. Gegenüber diesen hochspannenden und fesselnden Szenen stehen die Szenen im Lager, oder besser gesagt, einige Szenen im Lager. Diese Szenen sind einige Male ebenfalls sehr spannend inszeniert und auch nötig um in den Charakter der Häftlinge einzutauchen, aber auf der anderen Seite leider ab und an viel zu zäh, so das der Blick auf die Uhr unausweichlich erscheint. Und wie man es von Herzog ebenfalls gewohnt ist, braucht man seine Zeit um in den Film zu finden, einige Zuschauer werden sicher gar nicht in den Film finden, deswegen auch hier wieder zu sagen: Sicherlich kein Film für Jedermann, aber auch 'Rescue Dawn' wird zum Glück sein Publikum finden und das verdiente Lob einheimsen. Ebenfalls lobend erwähnen kann man noch, das Herzog Dengler nicht zum Über-Helden pusht und zum Glück auf die widerlichen patriotischen Sequenzen verzichtet.
Fazit: 'Rescue Dawn' ist ein realistischer und rauer Schrei nach Freiheit, der durch seine dichte Atmosphäre und den fantastischen Bildern überwältigt. Leider muss man dem Film Abstriche in Sachen Dramaturgie und durchgängig fesselnde Inszenierung machen. Am Ende bleibt in jedem Fall ein überdurchschnittlich guter Vietnam-Film über einen Mann der niemals Aufgab. Ein Film, sicherlich nicht für jeden, aber eine klare Empfehlung für Herzog-Fans und Freunde des stilleren Films.
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duffy 2011/12/06 17:52:46
Antwort löschenGanz groß!
SoulReaver 2011/12/06 18:05:15
Antwort löschenDanke, Chef! :)
filmschauer 2011/12/07 18:50:33
Antwort löschenNett geschrieben. Wenn man seinen "Invincible" heranziehen würde, dann kann man die beschriebene Auferstehung in Sachen Spielfilm unterschreiben. Ob "The Wild Blue Yonder" unter diese Kategorie fällt, bin ich mir heute noch nicht ganz sicher.
Eine Anmerkung zur Musik: Du meintest als Stammkomponisten wohl Florian Fricke, nicht Popol Vuh. Das ist der Name seiner Band. Der Einfluss auf diesen Film soll/kann demnach nur indirekt eingeflossen sein (falls ich dich richtig verstanden habe).
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SoulReaver 2011/12/07 19:00:17
Antwort löschenSo war die Auferstehung gemeint :)
Er greift auf ältere Sachen von Popol Vuh zurück (Florian Fricke ist ja 2001 verstorben) und ja, vllt bisschen Missverständlich geschrieben, denn ohne Fricke kein Popol Vuh :)
filmschauer 2011/12/07 19:06:41
Antwort löschenOk, hab ich es also richtig verstanden. :)
J!GS4W 2011/04/07 01:03:20
Kommentar löschenTrotz des etwas holprigen Beginns mit einem seltsam aussehendem Flugzeugabsturz, einem sich seltsam verhaltenden Protagonisten und der ein oder anderen zusammenhangslosen Szene (Ich spreche nur von den ersten 30 Minuten), wandelt sich danach "Rescue Dawn" zu einem wahren Schmuckstück, an dem man ab da auch nichts mehr aussetzen kann. Zwei der für mich ganz großen Schauspieler, Bale und Zahn, versammeln sich hier im Dschungel Vietnams und harmonieren absolut perfekt miteinander und sind die ganze Zeit auf dem gleichen hohen Schauspielniveau. An Spannung mangelt es dem Film bei weitem nicht und die ein oder andere unverhergesehene Wendung tritt ebenso ein. That's it.
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viewer 2010/12/11 22:37:44
Kommentar löschenLeider beschissen inszeniert. Zu keinem Moment kommt Spannung auf. Im Gegenteil, der Film tut wirklich alles, damit das nicht der Fall ist.
Der abgestürzte Dengler ist enweder extrem naiv oder angstfrei, denn in keiner Sekunde nach seinem Absturz spüre ich seine Angst. Und das kann ich ihm noch nicht einmal krumm nehmen, denn das "höllische Gefangenenlager" (Text DVD) wird von ein paar grenzdebilen Bauerndeppen geleitet und zu keiner Sekunde hat man das Gefühl, dass die Situation irgendwie gefährlich für ihn werden könnte. Deswegen lacht und grinst er auch viel.
Leider versäumt es Herzog in den 40minütigen Abschnitt im Gefangenenlager auch irgendeine Gruppenpsychologie zwischen den Gefangenen herzustellen. Da sind nur ein durchgeknallter Psycho, ein jammernder Angsthase und ein paar mehr oder weniger schweigende Asiaten. So stört es auch nicht, dass diese, bis auf die von Zahn gespielte Figur des Angsthasen, direkt nach der geglückten Flucht ohne Begründung aus der Handlung verschwinden.
Doch auch die Flucht durch den Dschungel selbst, ein Motiv, das schon in vielen Filmen mehr oder weniger spannend inszeniert wurde, verläuft hier komplett spannungsarm. Keine Soldaten aus dem Lager, die die Flüchtlinge verfolgen, keine gefährlichen Tiere, nichts. Einmal kommen sie mit ihrem Floss einem Wasserfall gefährlich nahe - das ist dann auch schon der Höhepunkt an Spannung.
Man könnte jetzt natürlich sagen, dass der Film mehr Drama als Abenteuerfilm sein will. Aber dafür bräuchte es etwas mehr Entwicklung zwischen den Figuren. Doch auch in der 2. Hälfte, der Flucht, schafft es Herzog nicht, mehr zu erzählen, als dass da zwei Männer Hunger haben. Eine, in welcher Form auch immer, spannende Beziehung zwischen den beiden Flüchtlingen gibt es nicht. Steve Zahn jammert, Bale motiviert das Häuflein Elend und sie kämpfen sich durch das Dickicht.
Vielleicht liegt das Problem darin, dass es sich um wahre Begebenheiten handelt und Herzog die Geschichte durch einen Dokumentarfilm genau kannte. Gerade in der ersten Hälfte gibt es jede Menge Szenen, die genau so vielleicht passiert sein mögen, die Handlung aber null voran bringen oder sonst irgendwie spannend, unterhaltsam oder dramatisch sind.
Von A bis Z langweilig und in vielen Kleinigkeiten einfach nur beschissen inszeniert!
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eXonic 2010/10/28 12:17:38
Kommentar löschenWas hat denn Werner Herzog dazu gebracht einen so amerikanisch-patriotischen Film zu machen? Dieses öde "Ich liebe Amerika"-Getue ging manchmal schon auf den Sack und wird mit dem Ende wirklich auf die Spitze getrieben. Wirklich kitschiger und schleimiger ging's da dann echt nicht mehr.
Vietnamkriegsfilme gibt es ohnehin schon reichlich und außerdem weitaus besser Alternativen. Halbwegs sehenswert macht das Ganze nur noch Christian Bale, der für diese Rolle einmal mehr viel erleiden musste, was (zum Glück) auch etwas von seiner nicht ganz so großartigen Performance etwas ablenkt. So stopft er sich beispielsweise fast genüsslich Maden und Würmer in den Mund, dient als Anzapfsäule für Bluegel und ringt tollkühn mit Schlangen. Sowas macht schon immer wieder Spaß, aber die Story dazwischen wirkt oftmals zu breitgetreten. Der Teil, in dem sich Bale in Gefangenschaft befindet, zieht sich manchmal wie Kaugummi und danach im Dschungel ist die Begeisterung nur anfangs groß.
Die Story, die Herzog hier erzählt beruht übrigens auf wahren Begebenheiten, wobei es so scheint, dass sich die wirklich interessanten realen Geschichten schon andere unter den Nagel gerissen haben und Rescue Dawn noch das Beste von Übriggebliebenen war.
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Billmaik 2010/10/28 12:55:59
Antwort löschenAmerikanisch-patriotisch? Auf diesen lächerlichen Vorwurf habe ich regelrecht gewartet. Herzog gibt sich einfach nur keinen populären ideologischen Strömungen hin wenn er eine Geschichte erzählt. Zumal es keine allzu große Überraschung darstellen sollte,wenn man sich mal ein wenig intensiver mit dem Menschen Werner Herzog auseinandergesetzt hat. Eine andere Darstellung wäre eine Verzerrung der tatsächlichen Stimmung in den Vereinigten Staaten zu Beginn des Vietnamkrieges gewesen und hätte dem Protagonisten Unrecht getan. Mir geht unreflektierter Patriotismus zwar auch auf den Sack,aber so hat es sich verdammt nochmal zugetragen.
eXonic 2010/10/28 13:17:05
Antwort löschenNatürlich sollte man etwas so zeigen, wie es auch passiert ist. Wirklich viel Hintergrundwissen zu der Geschichte habe ich nicht, aber ich kann das nicht glauben, dass sich das genau so zugetragen haben soll. So ein ultraspektakuläres Ende? Ein so schlauer Bursche, der es quasi allein schafft, todesmutig mit seinem Masterplan und seinen Tricks aus der Gefangenschaft der Vietnamesen (für die der Film auch überhaupt kein Mitleid zeigt) zu fliehen? Ne, das kann ich nicht glauben. Meine Vermutung ist, dass hier einfach nur maßlos ausgeschmückt wurde, um mal wieder zu zeigen, was so ein amerikanischer Soldat zu alles drauf hat. Klar, Hut ab von diesem Typen, dass er das überlebt hat, aber es gibt einfach viele Filme, die auf "wahren Begebenheiten beruhen".
alanger 2010/10/28 13:29:23
Antwort löschenhttp://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Dengler
Billmaik 2010/10/28 13:41:42
Antwort löschenSchau dir Herzog's Dokumentarfilm "Little Dieter needs to fly" von 1997 an, der Film "Rescue Dawn" basiert lediglich auf den Schilderungen von Dieter Dengler. Ob es sich wirklich so und nicht anders zugetragen hat weiß wohl nur Dengler selbst. Ich kann dich schon verstehen,normalerweise klingeln bei einer Heroisierung amerikanischer Soldaten bei mir auch alle Alarmglocken, aber in diesem Fall scheint es angebracht. Hier geht es in erster Linie um den Überlebenskampf eines Mannes, es wäre unnötig dies politsch aufzuladen. Natürlich war der Vietnamkrieg barbarisches Unrecht seitens er Amerikaner, jeder der alle Sinne beisammen hat kennt zumindest in groben Zügen den politischen Kontext, dennoch ist Herzog nicht gleich ein reaktionärer Spinner nur weil er die cojones hat eine amerikanische Heldengeschichte zu erzählen.
Hast übrigens (diesen Einzelfall mal ausgenommen;) einen exzellenten Filmgeschmack!
eXonic 2010/10/28 13:44:10
Antwort löschenJa, ja. ^^ Dann war er halt doch so ein cooler Typ. War ja aber auch nicht das einzige, was ich kritisiert habe. Ich schäm mich ja auch schon ganz arg, das in Frage gestellt zu haben, bin aber immer noch skeptisch, was Details angeht. ;) Aber was ist mit dem Ende? SPOILER Waren dort dann auch gefühlte 5000 Leute, um Dengler zu empfangen?
eXonic 2010/10/28 13:56:44
Antwort löschen@ Billmaik:
Danke, kann ich nur zurück geben (diesen Einzelfall mal ausgenommen :P). Vielleicht werden wir ja doch mal noch Freunde. :D
Mag sein, dass diese Ungerechtigkeit des Krieges immer in meinen Hintergedanken war und mir darum das Ganze einfach nicht so gefallen wollte. Kriegsheldengeschichten mag ich allgeimen nicht so sehr, egal ob erfundene Geschichte oder echte.
Mit Herzog bin ich aber auch noch lage nicht fertig. So weit zu gehen und ihn als reaktionärer Spinner zu bezeichnen, würde ich niemals. Da hab ich weiter oben vielleicht übertrieben.
Hab erst vor kurzem eine Box von ihm aus Uk bekommen. Da freu ich mich schon richtig drauf.
Billmaik 2010/10/28 14:10:49
Antwort löschenDas Ende hat sich anscheinend weitesgehend so zugetragen. Deine Skepsis bezüglich Details ist allerdings angebracht. Herzog nahm sich schon ein paar Freiheiten um Dengler zu heroisieren, ein Fakt welcher die Familien der anderen Ausbrecher, insbesondere die vom zu Unrecht sehr negativ dargestellten Eugene DeBruin, erzürnte. So war es erwiesenermaßen beispielsweise nicht Dengler, welcher die Handschnellen zu knacken vermochte, sondern DeBruin. Zudem versteckte sich der reale Dengler beim Tod von Duane Martin im Dschungel und unternahm keinen Rettungsversuch.
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Billmaik 2010/10/28 14:25:06
Antwort löschenDann viel Spaß, Herzog ist ein großartiger Regisseur,bis auf "My son, my son what have ye done" und "Woyzeck" gefallen mir all seine Filme
eXonic 2010/10/28 18:33:42
Antwort löschen"Herzog nahm sich schon ein paar Freiheiten um Dengler zu heroisieren..."
Genau sowas meine ich ja. ;)
Aber Schluss jetzt, es ist alles gesagt.
samploo 2010/10/23 00:54:26
Kommentar löschenWerner Herzog nimmt sich mit seinem Abenteuer-Kriegsdrama „Rescue Dawn“ bereits ein zweites Mal die wahre Geschichte von Dieter Dengler, einem deutsch-stämmigen Amerikaner, an. Zuvor hatte er im Jahr 1997 die äußerst interessante Dokumentation „Little Dieter needs to fly“ (oder: „Flucht aus Laos“) realisiert.
Wenn man sich bisherige Werke vom deutschen Ausnahmeregisseur ansieht könnte man vermuten „Rescue Dawn“ sei ein Film, der etwas mehr auf die breite Masse zugeschnitten ist – das mag auf den ersten Blick stimmen, aber so findet man doch reichlich Herzogsche Gewohnheiten wieder, wie beispielsweise der allgemeine Hang zum Extremen oder die unglaublichen Naturaufnahmen, die schlichtweg perfekt eingefangen wurden.
Christian Bale gibt in diesem Film wirklich eine klasse Performance ab, nicht bloß weil er, wie schon des öfteren körperlich, sehr weit geht und seine Grenzen auslotet um eine gute und authentische Darbietung abliefern zu können, sondern auch schauspielerisch. Meiner Meinung nach stellt dies eine seiner bisher besten Leistungen dar. Weiterhin ist anzumerken, dass er in diversen Szenen, in denen er widerwärtiges Krabelzeug und Ähnliches vertilgen musste, nicht allein dastand. Ein interessanter Fakt diesbezüglich ist der, dass Werner Herzog der Ansicht war, zumindest teilweise das gleiche Leid teilen zu müssen wie sein Hauptdarsteller - so hat er es sich bei den ganzen Leckereien, die Bale verdrücken musste, nicht nehmen lassen kurzerhand mit zu speisen. Er wollte damit suggerieren, dass er nicht einfach der Regisseur sein wollte, der solche abnormen Dinge fordert, aber selbst nur der Befehlende ist.
Die Nebendarsteller können hingegen auch sehr überzeugen. So stellt Jeremy Davies den fast immer neben sich bstehenden, verzweifelten und psychisch kaputten Gefangenen ausgezeichnet dar, was man ihm ebenfalls körperlich stark ansieht – er macht hier zumindest einen noch abgemagerten Eindruck als Christian Bale in „The Machinist“. Weiterhin wird von ihm die Verzweiflung und das Resignieren im Film verkörpert, so hat er nie das richtige Vertrauen und bemängelt immer diverse Aktionen. Von Bale wird hier das Gegenteil rübergebracht – die nie endende Hoffnung auf Flucht und Rettung bzw. der menschliche Überlebenswille in Extremsituationen. Steve Zahn reiht sich perfekt in das Trio ein und hinterlässt ebenfalls einen überraschend guten Eindruck. Der Rest des Casts macht seine Sache auch durchweg gut, muss aber nicht zwingend noch detailiertere Erwähnung finden.
Storytechnisch gesehen kann der Film auch komplett überzeugen. Alles wirkt, nicht nur durch die guten Darsteller, sehr authentisch. So weißt der Film keinerlei Längen auf und die Spannung bleibt einem stetig erhalten. Besonders im letzten Drittel fiebert man wirklich mit den zwei Hauptcharakteren mit.
Der Score steuert in diesem Fall einen nicht unwesentlichen Teil bei, so unterstreicht er in gewissen Momenten die aussichtslose Situation immens, wodurch noch mehr Atmosphäre aufkommt.
Gegen Ende kann man dem Film etwas an Pathos nicht wirklich negativ anrechnen, da man eben bedenken sollte, dass es sich immer noch um eine wahre Begebenheit handelt.
Visuell überzeugt der Film durch die Bank dank Herzog's Stammkameramann Peter Zeitlinger. Man kommt in den Genuss von fulminanten Landschaftsaufnahmen (gedreht wurde in Thailand) und der Eindringlichkeit des Dschungels, was für den Zuschauer beim Begleiten der Hauptakteure nur von Vorteil ist. Auf technischer Seite lässt sich erwähnen, dass Herzog bei „Rescue Dawn“ das erste Mal in seiner Karriere CGI-Effekte nutzen musste, weil bestimmte Flugzeuge der Zeit nicht mehr zur Verfügung standen und die letzten in Museen untergebracht waren – das ist aber auch das Einzige, was man im Film an CGI zu sehen bekommt, also nur ein sehr, sehr kleiner Teil.
Alles in allem erhält man hier einen ausgezeichnetes, mitreißendes Kriegsdrama, dass gut in Erinnerung bleiben wird und seinen Platz, trotz des verhältnismäßig geringen Budgets von 10 Million US-Dollar, neben den großen Werken des Genres verdient hat, wenn es auch ein eher "kleinerer" Film ist.
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stuforcedyou 2010/10/14 10:58:59
Kommentar löschenHauptdarsteller Christian Bale ist dafür bekannt dass er für eine Rolle bis zum äußerste geht. Für die "Batman" - Filme und "American Psycho" stählerte er seine Körper, während er für "Der Maschinist" über 30 Kg abmagerte. In "Rescue Dawn" ist Bale daher voll in seinem Element. Er muss Insekten und Schlangen essen, durch Flüsse voller Blutegel schwimmen und erhielt gewiss für diesen Film nur einen Teil seiner sonst üblichen Gage. Was sich so anhört wie eine Filmversion von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus", allerdings mit einem echten Star, erweist sich als anspruchsvolle Schilderung eines Überlebenskampfes, den der deutsche Regisseur Werner Herzog ohne viel Tamtam inszenierte. Herzog, der in seinen Filmen immer wieder gern das Thema Mensch gegen Natur thematisierte, gelingt es dabei nicht immer die schwüle Intensität des Gefangenlager spürbar zu machen und auch dass Herzog komplett darauf verzichtet ein Statement zum Krieg abzugeben tut dem Film nicht immer gut. Was hingegen wirklich gelungen ist, ist die Inszenierung des Gefangenenalltags irgendwo zwischen brutaler Schikane, Todesangst und Abenteuerurlaub sowie dass der Film wie seine Hauptfigur immer an die Hoffnung glaubt, selbst in den schlimmsten Situationen und so ist „Rescue Dawn“ nicht nur ein Film zum Thema Überleben und Krieg geworden sondern auch ein Film über Hoffnung und Optimismus.
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mikkean 2010/10/14 12:17:08
Antwort löschenIch hoffe, "Rescue Dawn" endlich bald zu sehen. Hat sich bisher nie so recht ergeben, aber die Kritik spornt an, ihn endlich mal in die Finger zu bekommen.
samploo 2010/10/14 13:09:19
Antwort löschenDie Schlange musste er nicht essen, hoert man soweit ich weiß im Audiokommentar. Ein anderer interessanter Fakt ist der, dass Werner Herzog der Ansicht war, zumindest teilweise das gleiche Leid teilen zu muessen wie sein Hauptdarsteller - so hat er es sich bei den ganzen Leckereien, die Bale verdruecken musste, nicht nehmen lassen kurzerhand mit zu speisen. Er wollte damit sagen, dass er nicht einfach der Regisseur sein wollte, der solche abnormen Dinge fordert, aber selbst nur der Befehlende ist. Finde ich gut, aber den herzog finde ich sowieso sehr gut.
Hyoscyamus Torero 2010/10/04 13:30:03
Kommentar löschenFür einen W. Herzog Film meinem Geschmack nach etwas zu schlicht, die Handlung eberzeugt dennoch. Die Konversation der Häftling wirkt meist ungewollt erheiternd und der Schluß strotzt vor albernem Pathos. Alles in Allem, sehr gelungen.
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PaJeRo 2010/07/19 20:02:14
Kommentar löschenWerner Herzog gelingt mit "Rescue Dawn" ein weiterer großer Wurf. Durch traumhafte Kameraaufnahmen und einem mit vollstem Einsatz spielenden Cast (allen voran Christian Bale, Steve Zahn, und Jeremy Davies). Der Regisseur verlangt alles von seinen Darstellern ab, und er hat es bekommen. Der Film glänzt vorwiegend durch die darstellerischen Leistungen, welche durchweg auf hohem Niveau sind.
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*frenzy_punk<3 2010/06/16 22:24:23
Kommentar löschen"rescue dawn" ein film, den man erst einmal verdauen muss. werner herzog schuf ein spannendes kriegsdrama, das den zuschauer den atem nimmt, schockiert und zu tränen rührt. mit faszination, führt uns herzog den dschungel vietnams vor augen und erzählt uns die mitreißende geschichte dieter denglers. neben großartigen bildern, die von herausragender musik untermalt sind, enthält der film auch grandiose schauspielerische darbietungen. am beeindruckendsten war jeremy davies und auch steve zahn meisterte seine rolle mit bravour. bale konnte mich noch nicht ganz überzeugen, doch er ist auf dem besten weg dahin. nervenzerreißend, bewegend und spannend bis zum ende! sehenswert!
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Sheeeeep 2010/06/08 21:48:13
Kommentar löschenIntensiv, schauspielerisch top, sehr realitätsnah und schöner Score von Klaus Badelt. Das etwas zu patriotisch geratene Ende gibt aber dann doch Abzug. Dennoch ein absolut sehenswerter Film.
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Bandrix 2010/06/08 21:53:52
Antwort löschenJa, das Ende fand ich auch echt kitschig. Aber laut Regisseur im Audiokommentar ist das tatsächlich so passiert!
Sheeeeep 2010/06/08 21:56:20
Antwort löschenAh ok, den hab ich mir noch nicht angehört. Merci ;)
Bandrix 2010/06/08 21:59:03
Antwort löschenIch auch nur an der Stelle, weil ich den Film sonst schlechter bewertet hätte! ;)
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Slevin Kalebra 2010/06/09 10:04:12
Antwort löschenIch dachte, das Ende sei eine Traumsequenz und Dieter wacht jeden Moment wieder im Dschungel auf, so kitschig wie das war.
Bandrix 2010/06/09 15:12:07
Antwort löschenDas wäre allerdings auch ein tolles Ende gewesen!
Benchyl 2010/04/19 16:32:38
Kommentar löschenMangels Tiefe oder Hintergrund gibt's hier im Prinzip nichts mehr zum bereits Geschriebenen hinzuzufügen, aber es ist zu bestätigen.
Insgesamt ein schnörkelloser, klischeeentlasteter Film, der die Gefangenschaft und Flucht recht neutral darstellt. Nachteilig ist hierbei vielleicht, dass deshalb auch kaum Hintergrundwissen geliefert und somit auch keine Bindung zum Geschehen bewirkt wird, Regisseur Herzog beschränkt sich quasi aufs Dokumentieren. Lediglich am Ende könnte man dem Film die kleine Patriotismusspritze anlasten, angeblich soll aber auch das auf wahrer Begebenheit beruhen.
Christian Bale wird vielfach gelobt für seine Rolle als Dieter Dengler und das ist auch berechtigt. Seine unübertriebenen, aber authentischen Emotionen und Gesichtsausdrücke sind absolut bereichernd für den Film. Allein der traurig hoffnungslose, enttäuschte Blick gen Himmel, zwischen Hilflosigkeit, Wut, Aufgabe und Verzweiflung, nachdem er es direkt zuvor noch wagte zu jubilieren, sagt alles.
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DATENSCHUEZER 2010/02/21 12:07:25
Kommentar löschenKriegsthriller der Extraklasse. Spannende und dramatische Momente, lassen diesen Film realitätsnah und packend zugleich erscheinen.
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SamRamJam 2010/02/06 15:21:56
Kommentar löschenEin ruhiger Kriegsfilm der von Gefangenschaft handelt. Glaubhaft inzeniert lebt der Film, wie hier schon öfters erwähnt, von Christian Bales Leistung. Pluspunkt: Die Tortur des Überlebens im Dschungel, besonders die letzte halbe Stunde. Minuspunkt: Das überpatriotische Ende.
Seltsam, genau wie Emmerich fühlt sich Werner Herzog dazu verleitet am Ende einen Lobgesang auf die U S and A anzustimmen. Was ist los mit diesen ausgewanderten deutschen Regisseuren?
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Bandrix 2010/02/06 18:33:10
Antwort löschenZumindest bei diesem Film nehme ich Werner Herzog mal etwas in Schutz. Es stimmt, das Ende ist wirklich sehr patriotisch, aber es ist wohl genauso passiert. Also ist das nicht die Schuld des Regisseurs ;)
guggenheim 2010/01/24 23:50:09
Kommentar löschenWer von Vietnam, Vietcong, Gefangenen und ewigem Dschungelgelatsche noch nicht genug hat, der kann ruhig mal einen Blick riskieren. Ein ordentlicher Film, der aber einzig Bales Charakter in den Vordergrund stellt und die anderen eher außen vor lässt.
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daScorp 2010/01/22 04:23:58
Kommentar löschenAtmosphärischer Film mit guten Hauptdarstellern, dem es aber an Spannung fehlt und mir persönlich nicht wirklich gefallen hat.
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Miike 2009/10/04 19:15:47
Kommentar löschenEin sehr intensiver und beklemmender Film von Herzog, bei dem er Bale alles abverlant. Vom schwimmen in Schlangen verseuchten Gewässern, sich barfuß durch den dichtesten Dschungel Thailands quälen oder abmagern und Maden essen.
Dass der Cast sich runtergehungert hat um ein möglichst realistisches Bild von Gefangenen abzugeben ist Ihnen hoch anzurechnen. Gerade der sonst aus Komödien bekannte Steve Zahn weiß schauspielerisch zu überzeugen, er ist einfach der Typ Mensch den man immer gerne helfen möchte ihn stützen etc.
Die Landschaftsaufnahmen sind beeindrucken und zur Story brauch man eigentlich keine Worte zu verlieren da er sich schon sehr an die Erlebnisse von Dieter Dengler gehalten hat, bis auf ein paar künstlerische Freiheiten. (Er musste den Film aus einer Perspektive drehen und dadurch kommt zum Beispiel Gene gespielt von Jeremy Davies nicht so gut weg)
Aber alles in einem ein mitreißender packender Film der durch seine Authensität lebt.
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patcharisma 2009/08/30 23:40:39
Kommentar löschenDas Vietkong-Flucht-Drama ist besonders in der ersten Hälfte nervenzehrend, ziemlich direkt und unglaublich spannend inszeniert mit einem irrwitzig aufspielenden Christian Bale und einem guten Schuss Sarkasmus.
Leider ist das aber ohne jegliche Tiefe, Hintergrundinformationen oder der Herzog-typischen Mystik gemacht, das dürfte sicherlich einige Fans enttäuschen. Für einen Abend zum Nägel kauen aber dennoch bestens geeignet.
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duddits5k 2009/08/30 02:20:15
Kommentar löschenich kann mit dem schluss leider garnichts anfangen, darum nur 7,5
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Viper_Knight 2009/08/26 12:46:19
Kommentar löschenRescue Dawn ist ohne jeden Zweifel einer der besten Kriegsverfilmungen die es gibt. Die schauspielerische Leistung der einzelnen Darsteller ist wirklich extrem überzeugend, aber was Christian Bale in diesem Film vollbringt ist wirklich mehr als nur next Level. Mit seinem wirklich sehbaren Einsatz (abmagern bis auf die Knochen) bringt er solch eine Realität rüber die einem Gänsehaut verleiht. Er spielt die Rolle des Dieter mit solch einer Perfektion, dass man jedes Gefühl von ihm als Zuschauer übermittelt bekommt. Der Film bleibt von Anfang bis zum Ende super spannend. Für jeden Liebhaber einzigartiger Schauspielkunst ein muss!!!
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