Werner Herzog

Beteiligt an 57 Filmen

Werner Herzog ist ein Regisseur des Neuen Deutschen Films, der eng mit Klaus Kinski zusammenarbeitete und mittlerweile in den USA wirkt.

Leben und Werk

Werner Herzog, dessen vollständiger Name Werner Herzog Stipetić lautet, wurde am 5. September 1942 geboren. Er ist neben Rainer Werner Fassbinder, Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta und Wim Wenders einer der bekanntesten Vertreter des Neuen Deutschen Films. Seine Filme handeln häufig vom Kampf des Menschen gegen die Natur, wobei seine Hauptfiguren einen Hang zur Egozentrik und zu extremem Verhalten aufweisen. Sein Werk umfasst dabei sowohl Spielfilme als auch zahlreiche Dokumentationen.

Karriere

Werner Herzog hat in seiner langen Karriere eine Vielzahl von Preisen und Auszeichnungen mit seinen Filmen gewinnen können. Darunter einen Silbernen Bären für seinen Debütfilm Lebenszeichen, Auszeichnung als bester Regisseur für Fitzcarraldo in Cannes, César für Aguirre, der Zorn Gottes, Emmy Awards für Little Diester Needs to Fly und den FIPRESCI Preis für The Wild Blue Yonder in Venedig und eine Oscarnominierung für Begegnungen am Ende der Welt, um nur einige zu nennen.
Bei dem Venedig Filmfestival 2009 war Werner Herzog der erste Regisseur überhaupt, dem es gelang, gleich zwei seiner Filme in diesem Wettbewerb zu platzieren: Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen und My Son, My Son, What Have Ye Done.

In seinen frühen Filmen arbeitete Werner Herzog eng mit der Schauspiellegende Klaus Kinski zusammen. Ihrer exzessiven Künstersymbiose und der daraus resultierenden Hassliebe hat Werner Herzog in der Dokumentation Mein liebster Feind – Klaus Kinski ein filmisches Denkmal gesetzt.

Persönliches

Werner Herzog ist der Sohn von Dietrich Herzog und Elizabeth Stipetic und wuchs in München und der bayerischen Kleinstadt Sachrang auf.
Er war dreimal verheiratet. 1967 heiratete Werner Herzog Martje Grohmann, mit der er 1973 einen gemeinsamen Sohn zeugte. 1980 bekamen er und die Schauspierlin Eva Mattes eine Tochter. 1987 ließen sich Werner Herzog und Martje Grohmann scheiden. Im selben Jahr heiratete er Christina Maria Ebenberger. Die beiden bekamen 1989 einen weiteren Sohn. 1994 ließen auch sie sich scheiden. Ein Jahr später zog Werner Herzog in die USA, wo er 1999 die Photographin Lena Pisetski heiratete. Die beiden leben heute in Los Angeles.

Trivia

Eine der berühmtesten Episoden rund um Werner Herzog war sein öffentliches Versprechen, seine eigenen Schuhe zu essen, sollte es Errol Morris gelingen, seinen geplanten Film über Tierfriedhöfe zu realisieren. Er wollte Morris damit nach eigenem Bekunden motivieren. 1978 kam Werner Herzog bei der Premiere von Gates of Heaven diesem Versprechen nach. Herzog wollte damit ein Zeichen setzen, das allen Filmemacher Mut zusprechen sollte, die Probleme dabei hätten, ihre Projekte umzusetzen.

In einer anderen bekannten Geschichte wird Werner Herzog bei einem Außen-Interview der BBC von einem Unbekannten mit einem Luftgewehr beschossen und verletzt. Herzog setzte das Interview zum Erstaunen des Journalisten Mark Kermode ungerührt fort.


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14 Kommentare

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alanger

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wer für einen freund (des "neuen" deutschen films) noch ein hübsches weihnachtsgeschenk sucht, hier isses: http://www.zweitausendeins.de/luc-besson-filmverlag-der-autoren-edition.html

zur finanzierung kann man sich ja um einen gehebelten rettungsschirm bemühen.
wenn ich die kole hätte würde ich zuschlagen.

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onyxxx11

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Am besten finde ich den letzten Satz: "Nur bei uns so billig!"
Alles im Leben ist eine Frage der Relation : )


filmschauer

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Kleiner TV-Tipp für alle Fans: Der großartige Werner Herzog wird am Mittwochabend Gast in der Harald Schmidt Show sein (via schmidt.de). Selten genug, dass er im deutschen TV entsprechend gewürdigt wird. Auf diesen Auftritt habe sowieso heimlich gehofft, da 1) seine 3D-Höhlendoku demnächst endlich regulär in die Kinos kommt und 2) Schmidt ihn min. schon einmal in seiner Sendung hatte. Freue mich schon drauf!

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

filmschauer

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Schön, bin mal auf deine Sichtweisen gespannt. Ich selbst wollte auch längst schon über "Fitzcarraldo" etwas schreiben. Bin damals (2009) bei der erstmaligen Sichtung der Box samt AK's nur zu den Kritiken über "Aguirre" und "Cobra Verde" gekommen.


filmschauer

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Nachgereicht der (hoffentlich dauerhafte) Link zum Interview bei Schmidt:
http://www.sat1.de/die-harald-schmidt-show/video/clips/clip_werner-herzog-im-talk_222579/


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