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Zarte Parasiten
Zarte Parasiten (2009), DE Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 09.09.2010
5.5
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Moviemaster:Movie
von Oliver Schwabe und Christian Becker, mit Robert Stadlober und Sylvester Groth
Das Liebespaar Jakob und Manu hat sich ein Leben außerhalb der Gesellschaft eingerichtet. Sie haben weder einen festen Wohnsitz noch geregelte Arbeit. Allerdings verfolgen die beiden in Zarte Parasiten ein moralisch durchaus fragwürdiges Geschäftsmodell: gegen Bezahlung wollen sie menschliche Sehnsüchte stillen. Eines Tages nimmt Jakob in einer fremden Familie den Platz des verstorbenen Sohnes ein. Eines aber ist anders als sonst – diesmal möchte Jakob bleiben.
Hauptdarsteller in Zarte Parasiten ist der junge Vorzeigerebell unter den deutschen Schauspielern, Robert Stadlober.™
Mehr Bilder (10) und Videos (1) zu Zarte Parasiten
Cast & Crew
Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Zarte Parasiten
- Genre
- Coming of Age-Film, Familiendrama, Sozialdrama, Drama, Romanze
- Zeit
- 2010, Gegenwart
- Ort
- Deutschland
- Handlung
- Beziehung, Ehepaar, Ersatzvater, Familienalltag, Findelkind, Freund, Freundin, Gastfamilie, Hilfe, Hilfsbereitschaft, Mutterrolle, Nomade, Nomadenfamilie, Obdachloser, Obdachlosigkeit, Pflegefamilie, Rettung, Sozialarbeit, Vater-Sohn-Beziehung, Vaterfigur, Vaterschaft, Verlassen der Familie, Verlust der Familie, Waise
- Stimmung
- Berührend, Traurig
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- Zarte Parasiten: film-zeit.de
- Zarte Parasiten: critic.de



















Kritiken (9) — Film: Zarte Parasiten
Wiebke Toebelmann: Hamburger Morgenpost Wiebke Toebelmann: Hamburger Morgenpost
Kommentar löschenGute Idee mit viel Potenzial, die leider an der Umsetzung scheitert. [...] Für eine Geschichte mit so viel emotionalem Potenzial ist sie zu reduziert, zu puristisch erzählt, so dass keine der Figuren zum Leben erweckt wird.
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Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ... Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ...
Kommentar löschenAuf der Plusseite steht die gekonnte Inszenierung, die mit jeder Einstellung Stimmungen setzt und Realitäten zeigt; als Minus dagegen erscheint der Mangel an Motivation und psychologischer Wahrhaftigkeit in der Entwicklung der Figuren.
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Christian Meyer: intro.de Christian Meyer: intro.de
Kommentar löschenAuf merkwürdige Art funktioniert „Zarte Parasiten“ über weite Strecken [...]. Er wirkt zugleich traumhaft unwirklich und ganz alltäglich – und bleibt so in einem angespannten Schwebezustand.
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David Siems: programmkino.de, epd Film David Siems: programmkino.de, epd Film
Kommentar löschenIn Venedig bejubelt, in Hof bemängelt, ist „Zarte Parasiten“ starkes deutsches Charakterrollen-Kino mit [...] starken Darstellern wie Maja Schöne und Sylvester Groth.
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Chr. Buß: Spiegel Online Chr. Buß: Spiegel Online
Kommentar löschenUnaufgeregt, angenehm moralfrei und gleichzeitig niemals ihre Figuren desavouierend erzählt das Regie-Duo Becker und Schwabe von diesen Unwägbarkeiten innerhalb der menschlichen Verhaltensökonomie. Einziges Manko: Manchmal folgt einem vielsagenden Blick noch einmal ein Satz, der das gleiche sagt. Völlig überflüssig.
Denn das Verschwenderische der Tautologie und der wiederholenden Beschreibung läuft der Tiefenschärfe zuwider, mit der in dieser günstig gedrehten, jedoch sorgsam ausformulierten Indie-Produktion die emotionalen Transfers in Szene gesetzt werden: Die wahre Liebe, hier meint sie auch immer die Ware Liebe.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenDie Regisseure Oliver Schwabe und Christian Becker beteuern, dass sie für die Entwicklung ihres selbst verfassten Drehbuchs von wahren Tatsachen ausgegangen seien: Das im Internet gefundene Zitat „Die Überlebensstrategien eines aus dem System gefallenen Pärchens“ sei der Auslöser gewesen. Bald darauf seien sie auf einen Zeitungsartikel gestoßen, der von einem weiteren Paar berichtete, die ein halbes Jahr im Wald campiert. Sie wollten ausprobieren, „wie es ist, anders zu leben.“ Dass eine Story aus dem Leben gegriffen ist, garantiert allerdings noch keine Wahrhaftigkeit. Eine wahre Geschichte in ein Kinodrehbuch umzusetzen, birgt vielmehr zweierlei Gefahren: Die meisten Autoren verwechseln Glaubwürdigkeit mit der Abbildung von kleinsten Details, die jedoch häufig kein Ganzes ergeben. Christian Becker und Oliver Schwabe sind der gegensätzlichen Gefahr erlegen: Ihre Story wird zur reinen Abstraktion, zur These. „Zarte Parasiten“ wird zur bloßen Versuchsanordnung, weil die Figuren auf dem…
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDas Regieduo Christian Becker und Oliver Schwabe, deren gemeinsames Debüt „Egoshooter“ schon nicht überzeugen konnte, gelingt dies auch mit ihrer zweiten, erstaunlich prominent besetzten Arbeit nicht. Die Geschichte um die beiden recht originell skizzierten, aber nicht sonderlich sympathischen Protagonisten, die mit Stadlober und Schöne immerhin von zwei erstklassigen Schauspielern verkörpert werden, bleibt größtenteils belanglos und kippt gegen Ende sogar ins Banale. Dadurch, dass wir so wenig über die beiden erfahren, ist es uns letztlich auch egal, was am Ende mit ihnen, ihrer Liebe zueinander und ihrem gemeinsamen Lebensmodell passiert. Auf der großen Leinwand wirkt der Film zudem wie durch eine Milchglasscheibe fotografiert und hinterlässt so auch visuell keinen bleibenden Eindruck. Deshalb ist er im Fernsehen, das ihn zum größten Teil auch produziert hat, immer noch am besten aufgehoben.
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Susan Noll
Kommentar löschenGenauso wie die beiden Figuren selbst schwankt man als Zuschauer zwischen den Bewertungen gut und schlecht, heuchlerisch und hilfsbereit, gierig und gebend. [...] Auch die Form vermeidet Bewertungen und läßt ganz die Gesichter sprechen. Da können sich die Regisseure ganz auf ihre versierten Darsteller verlassen.
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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de
Kommentar löschenWenn man eine unkonventionelle, alternative Inszenierung mit schlampigem Erzählen verwechselt, hat man ein Problem. So wie der neue Film des Regie- und Autoren-Duos Christian Becker und Oliver Schwabe. [...] So riecht "Zarte Parasiten" durchgängig nach Filmschule: Ein vollkommen verkopftes, prätentiöses Gedankenspiel, das in allen Belangen nur halbfertig, halbdurchdacht und halbausgeführt wirkt. Statt herausfordernd und gedanklich fesselnd ist "Zarte Parasiten" [...] einfach nur langweilig und nichtssagend.
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Kommentare (4) — Film: Zarte Parasiten
SalocinRocknRolla Thu, 06 Dec 2012 14:45:51 -0000
Kommentar löschenCharakterrollen-Kino, was keine vielen Worte benötigt.
Weder im Film noch in meiner Kritik.
Angucken und wer sich darauf einlassen kann wird ihn mögen.
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baser Sat, 06 Aug 2011 23:43:33 -0000
Kommentar löschenEin Gedankenexperiment über die Frage: Kann man Sehnsucht und Suche nach menschlicher Nähe dienstleistungsmäßig befriedigen und in einem Quasi- Tauschgeschäft davon seinen Lebensunterhalt bestreiten?
Das beste an dem Film sind die Idee - und der Filmtitel: Die Hauptfiguren sind wie Parasiten von ihren Wirten finanziell (wenn auch nicht alle Gegenleistungen "bar" erfolgen) abhängig, müssen aber ihre eigentliche (monetäre) Intention gegenüber ihren Opfern verdeckt halten, damit das Spiel funktioniert.
Dem Film merkt man an, dass die Grundidee zuerst da war und später erst die einzelnen Figuren reissbrettartig entworfen wurden, denn der -in Richtung Schluss leider schwächer werdende- Film kommt ziemlich verkopft daher (ich fühlte mich unwillkürlich an "Toter Mann" von Christian Petzold erinnert) und irritiert den Zuschauern an vielen Punkten: Warum lassen sich die sozial kompetenten Manu und Jakob auf solche -auch moralisch- belastende "Geschäfte" ein, wenn dabei kaum soviel herumkommt, dass man sich eine sichere Bleibe leisten kann? Ein idealistischen Hintergrund nimmt man den Figuren nicht ab...
Auf jeden Fall, hat der Regisseur bewusst darauf verzichtet, die Intention und Biografie der Figuren zu beleuchten und hat Manu und Jakob vielmehr als Projektionsflächen ihrer "Kunden" dargestellt. Dadurch und durch die an die "Berliner Schule" angelehnte Filmsprache erhält der Film etwas schwebendes, traumhaftes.
Fraglich ist, ob man die geniale Grundidee wirklich auf diese Weise hätte realisieren müssen oder ob der Film vielleicht gewonnen hätte, wenn man sich dem Widerspruch der Hauptfiguren ein wenig mehr genähert hätte. Vielleicht ist die inzwischen etwas zu sehr in Mode gekommene hinsichtlich Geschwindigkeit, Sprache und Bild reduzierte Erzählweise doch nicht für jedes Filmsubjet vorteilhaft.....
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vuvuzela Sat, 30 Apr 2011 00:30:52 -0000
Kommentar löschenDer Film ist einfach nur schlecht, da hat sich keiner mit Ruhm bekleckert, auch Stadlober war ziemlich blass
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noname123 Wed, 23 Mar 2011 13:17:45 -0000
Kommentar löschenWow, Zarte Parasiten ist echt der Hammer!! Robert Stadlober spielt seine Rolle sehr überzeugend!!! (So wie in fast jeder seiner Rollen :)) Der Film ist eher ruhig und macht echt nachdenklich. Ich weis nicht was ich noch darüber schreiben kann... die dvd ist zb. sehr schön gemacht. man findet sogar den soundtrack des films darauf. (der ist auch spitze). Ich würde sagen es lohnt sich auf jeden fall sich diesen film anzuschauen. er geht ein bisschen in die richtung von "die fetten jahre sind vorbei". ist jetzt einer meiner lieblingsfilme :)
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