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Zero Dark Thirty

Zero Dark Thirty (2012), US Laufzeit 157 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 31.01.2013


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7.7
Kritiker
45 Bewertungen
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7.1
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3498 Bewertungen
225 Kommentare
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von Kathryn Bigelow, mit Jessica Chastain und Jason Clarke

Kathryn Bigelow zeigt in Zero Dark Thirty die Jagd einer von Jessica Chastain gespielten CIA-Agentin auf Osama Bin Laden. Sie arbeitete wieder mit Hurt Locker-Autor Mark Boal zusammen.

Frisch von der High-School wurde Maya (Jessica Chastain) von der CIA für nur eine Aufgabe engagiert: Sie soll den Anführer von al-Qaida Osama Bin Laden aufspüren. Nach zähen Ermittlungen und zahlreichen Verhören glaubt sie in Abu Ahmed einen der wichtigsten Kuriere gefunden zu haben. Doch während sie fest an ihre Spur glaubt, sorgt sich Washington mittlerweile viel mehr um den nächsten Terrorakt von Osamas Nachfolgern. Ihr zur Seite steht schließlich das Navy-Seal Team 6 um Team Leader Patrick (Joel Edgerton), eine der besten Spezialeinheiten der Welt. Normalerweise arbeiten sie im Verborgenen, an Orten von denen die Welt den Blick abgewendet hat. Diesmal liegt jedoch die Hoffnung einer gesamten Nation auf ihnen. Ihre Jagd führt sie von Afghanistan und den Black Sites der CIA ins Grenzgebiet Pakistans.

Hintergrund & Infos zu Zero Dark Thirty
Wie bereits im oscarprämierten Tödliches Kommando – The Hurt Locker arbeitete Regisseurin Kathryn Bigelow auch für Zero Dark Thirty eng mit dem Drehbuchautoren Mark Boal zusammen. Da beide für ihre Recherche auch mit Pentagon und CIA sprachen, zogen sie den Protest des republikanischen Senators Peter King auf sich, der nicht nur die Preisgabe militärischer Geheimnisse befürchtete, sondern auch eine indirekte Unterstützung des Präsidenten Barack Obama: In Obamas Amtszeit wurde Bin Laden getötet und die Regisseurin plane eine Veröffentlichung des Filmes kurz vor den Wahlen, um so für ihn zu werben, so der Vorwurf. Grund genug für ihn, einen Untersuchungsauschuss wegen Geheimnisverrats einzurichten.

Der Vorwurf der Parteinahme ist jedoch insofern haltlos, als das Projekt schon bedeutend länger in der Vorbereitung ist. Anders, als man vermuten würde, geht die Planung schon auf die Zeit vor Osama Bin Ladens Tod und sogar vor Obamas Amtszeit zurück. Ursprünglich sollte Zero Dark Thirty deshalb auch von der missglückten Jagd auf Bin Laden in Afghanistan handeln. Aber die Geschichte war schneller als die Produzenten, und aufgrund historischer Ereignisse musste das Drehbuch noch einmal grundlegend umgearbeitet werden.

Eine weitere Kontroverse schon im Vorfeld von Zero Dark Thirty war die Darstellung von Folter, insbesondere Waterboarding. Kritiker warfen dem Film vor, dass er suggeriere, die Folter der Gefangenen hätte zu Informationen geführt, die Osama Bin Ladens Festnahme erst ermöglichten. In diesem Sinne hätte der Zweck die Mittel geheiligt. Verschiedene Experten betonten, dass tatsächlich in Folterverhören keine oder gar falsche Informationen erpresst wurden. Andere Kritiker verteidigen die ambivalente Darstellung der Folter, da sie dem Zuschauer auferlegt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Regisseurin Kathryn Bigelow rechtfertigte sich mit dem Realismus-Anspruch von Zero Dark Thirty: “Wünschte ich, das Folter nicht Teil der Geschichte gewesen wäre? Ja! Aber sie war Teil der Geschichte.”

Zero Dark Thirty wurde aus Sicherheitsgründen im indischen Chandigarh gedreht. Da die Festnahme von Osama Bin Laden in Pakistan erfolgte, wurden Teile des Sets mithilfe pakistanischer Flaggen und Straßenschilder nach pakistanischem Vorbild umgebaut. Dies wiederum rief eine Gruppe indischer Nationalisten zum Protest auf, da sie die Darstellung ihres Erzfeindes Pakistan auf indischem Gebiet als Verletzung ihres nationalen Ehrgefühls empfanden. Einigen von ihnen gelang es das Set zu stürmen und Teile der Requisiten zu zerstören.

Osama Bin Laden wird in Zero Dark Thirty übrigens von Nachwuchschauspieler Ricky Sekhon gespielt, seine zweite Rolle nach Alles koscher!.

Bei den Oscars 2013 gewann Zero Dark Thirty den Oscar für den Besten Ton-Schnitt (bei Stimmengleichheit mit Skyfall). (ST)

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Mehr Bilder (38) und Videos (9) zu Zero Dark Thirty


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Zero Dark Thirty
Genre
Drama, Politthriller
Zeit
11. September 2001, 2005, 2009, 2011, Krieg gegen den Terror
Ort
Afghanistan, Gefängnis, Pakistan, Washington
Handlung
Anführer, Angst, Anschlag, Anspannung, Antiterror, Armee, Bombe, Brutalität, CIA, CIA Agent, Erfolg, Ermittlung, Exekution, Explosion, Festnahme, Folter, Folter durch Polizei, Gefangener, Gefängnis, Gewalt, Gewissenskonflikt, Hotel, Informationen, Kampfeinsatz, Kurier, Leben und Tod, Militär, Militärgefängnis, Misserfolg, Mossad, Nachfolger, Navy Seals, Osama bin Laden, Paranoia, Selbstmordattentäter, Skrupellosigkeit, Sondereinsatzkommando, Spezialeinheit, Spion, Spuren, Spurensuche, Suche, Terrorismus, Terrorist, Terrorverdächtiger, Tod, US-Armee, Untersuchung, Verdächtiger, Verfolgungsjagd, Verhaftung, Verhör, Waffe, Workaholic, Überraschungsangriff, Überwachung
Stimmung
Ernst, Geistreich, Hart, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm
Tag
Wahre Begebenheit
Verleiher
Universal Pictures International Germany GmbH
Produktionsfirma
Annapurna Pictures

Kritiken (37) — Film: Zero Dark Thirty

kobbi88: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

Frei nach John Candy in „Cool Runnings“ (Ja, ich fange mit einem Spruch aus einem Film über eine jamaikanische Bobmannschaft an!!!): WENN DU ALS MENSCH OHNE BIN LADEN NICHTS WERT BIST, BIST DU ES DANN, WENN DU IHN HAST?

Wie schon in Kathryn Bigelows vorherigen Film „The Hurt Locker“ ist auch hier die Sucht das Thema. Aber nicht die Sucht nach dem Kick, nach dem nächsten Adrenalinausstoß, den die Hauptfigur William James (Jeremy Renner) nur noch durch den Einsatz seines Lebens bekommen kann. Nein, hier ist es für die Hauptperson Maya, stark gespielt von Jessica Chastain, eine andere Sucht. Es ist die Sucht oder vielleicht besser der Zwang, den meistgesuchten Mann der Welt, den Terroristen Osama Bin Laden endlich zu finden, ihn zu fassen, ihn zu töten. Sie hat ihr Leben dieser einen Sache verschrieben, wurde als junge Frau, fast noch als Mädchen, rekrutiert und so wurde das zum Mittelpunkt ihres Lebens.

Dabei erlebt sie eine wahre Tortur: Folter, Bombenanschläge, der Verlust von für sie geliebten Menschen, Recherche und Ermittlungen, Konflikte mit Vorgesetzten, Probleme mit Informanten, mit Soldaten, mit der richtigen Entscheidung, mit Anschlägen auf sie selbst. Aber sie bleibt dabei, lässt sich von anfangender Abscheu nicht zurückhalten, lässt nicht locker, kann nicht locker lassen. Immer hellwach, keine Zeit für Entspannung. Sie verschreibt ihr Leben dieser Hatz nach Bin Laden und blendet nach und nach alles aus, was sie davon abhalten könnte. Vollste Fokussierung auf das eine Ziel.

Das ist beeindruckend in Szene gesetzt, oftmals richtig brutal. So, dass es richtig wehtut und dass man sich als Zuschauer fragt: Ist das noch richtig? Eine Wertung bleibt jedem selbst überlassen, denn Bigelow untersteht sich, das selbst zu tun. Sie verwendet stattdessen beeindruckende Bilder, einen irgendwie geilen Nicht-Soundtrack von Alexandre Desplat, ein paar richtig gute Actionszenen und kann ein trotz des bekannten Ausgangs hohes Spannungslevel erzeugen, das aber hin und wieder ein wenig verringert wird durch zu ausgedehnte Erklärungen und Einstellungen – anders ausgedrückt: Auch ein paar Längen haben sich in die zweieinhalb Stunden eingeschlichen. Aber was man ihr hoch anrechnen muss: keine Wertung, keine Gutheißung, auch wenn man die flachsenden du obercoolen Sturmeinheiten sieht. Man fiebert nicht wirklich mit, man analysiert eher und stellt sich verschiedene Fragen. Ich zumindest. Nach Moral, nach Ethik, nach Richtig und Falsch, nach Gut und Böse. Und man bekommt nie eine einzelne, wahre Antwort.

Für mich aber die zentrale Frage des Films:
WO BLEIBT DER MENSCH?

War es das wert? Ist es das wirklich wert, das normale Leben, alle Freuden, die zum Menschsein dazugehören, aufzugeben?

Es wird nie so direkt angesprochen, vielmehr muss man sich als Zuschauer für diese meiner Meinung nach interessanteste Frage die einzelnen Punkte selbst zusammensuchen.

Erst die letzte Einstellung des Films, sie stellt diese Frage eigentlich direkt und beantwortet sie auch zugleich – jedoch kann man sie unterschiedlich interpretieren. Wieder einmal. Wo bleibt der Mensch, ist es diese Sucht, diesen Wahn wirklich wert, wenn man dabei sich selbst verliert? Sein Menschsein?
Wie schon William James in „The Hurt Locker“ hat auch Maya ihr normales Leben endgültig aufgegeben. Gefühle, Emotionen – alles was angreifbar und verletzbar ist – weggesperrt. Gerade das, was den Menschen ausmacht, nur um diese Aufgabe nach über 12 Jahren zu Ende zu bringen. Sie hat sich zu Erfolg gebracht, indem sie sich selbst aufgegeben hat.

Ja, sie hatte Erfolg bei ihrem Job, bei ihrer Aufgabe, sie hat ihre Sucht gestillt, vielleicht besiegt.

Aber um welchen Preis…

… um welchen Preis.

33 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 48 Antworten

Velly

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Oh Mensch, den muss ich unbedingt noch gucken.... schiebe den dauernd vor mir her und weiß nicht mal wieso... -.-


kobbi88

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Ja, sehr lohnenswert! :) Hab den aber auch ne ganze Zeit lang rausgeschoben... zu unrecht


ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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8.5Ausgezeichnet

[...]Mit „Zero Dark Thirty“ legte das Award-gekrönte Duo thematisch nach, wieder beschäftigen sich Boal und Bigelow mit operativer US-amerikanischer Außenpolitik im direkten Anschluss an jenen Tag im September, der einen nie gekannten Bedrohungsmaßstab fundamentalistischen Terrors über die Staaten und die Welt brachte. Und wieder ist das relevantes, wieder ist das preisüberschüttetes und wieder ist das ganz starkes (nicht-)Kino geworden. (nicht)Kino? Jawollo. Die Jagd auf Osama bin Laden ist im Film und war in der Realität kein adrenalintreibender Kriegsshooter im Stile eines „Call of Duty: Modern Warfare“, der Reihe wird ja eine besondere inszenatorische Nähe zum Hollywood-Blockbusterkino nachgesagt. Ebenso war die eine Dekade andauernde Hinweissuche kein seichtes Teile zusammen puzzeln wie beim „Da Vinci Code“ und seinen rasch konsumierten Kapitelhäppchen. Folglich inszeniert Bigelow nicht wie ein Activision-Entwickler und schreibt Boal nicht wie Trivialliterat Dan Brown. Wie „The Hurt Locker“ verweigert sich „Zero Dark Thirty“ einer klaren, von A über B zum Ziel schießenden Narration, einer Standartdramaturgie. Der Film ist eine sequentielle Chronologie, die Szenen ausschwitzt und aussitzt, ohne sie künstlich anzuheizen. Das ist, wie in der Sauna beim Entstehen von Schweißperlen zuzusehen. Spannend muss man das nicht nennen. Aber es ist intensiv. Denn in Kathryn Bigelows Sauna stehen keine freundlichen Finnen mit Aufgusskelle. Bei ihr hängen Folteropfer von der Decke und Sprengsätze explodieren. Und wie „The Hurt Locker“ vermeidet „Zero Dark Thirty“ jegliche Komfortzone.[...]

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JackoXL: Die Drei Muscheln

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5.0Geht so

2012, ein eher schwaches Kinojahr. Da gab es etliche, angebliche, Highlights, nur wenige konnten zünden. "Zero Dark Thirty" von DER Regisseurin im Blockbusterkino der USA, Kathryn Bigelow, war nicht allein wegen der Thematik ein ganz heises Eisen im Oscar-Kamin dieses Jahres, hat sogar einiges gewonnen, aber letztendlich ist das nur weißer Rauch.

Staubtrocken hangelt sich Bigelow an (natürlich) sicheren Fakten entlang, tangiert die islamische Seite so kaum wie bis gar nicht, hängt sich in einer statisch-unreflektierten US-Sicht der Geschehnisse fast selbst auf. Unglaublich, denn die Dame konnte Genrekino ("Near Dark", "Blue Steel", Strange Days"), aber auch kritisches Spannungskino ("The Hurt Locker"). Gerade an diesem Werk muss sie sich messen lassen. Mehr als lauwarme Luft ist "Zero Dark Thirty" nicht.

Der Film bezieht seinen Reiz eigentlich nur aus seiner Thematik. Osama Bin Laden, der schlimmste Mensch aller Zeiten, nur noch getoppt vom Grinch, wird endgültig zur Strecke gebracht. Fragen, wie oder warum denn der bärtige Erdloch-Onkel zur Manifestation des puren Bösens wurde, wird genau so oberflächlich behandelt wie der ganze Film.

Das ist ja das Problem: Bigelow droht nie direkt Stellung zu beziehen, will dies offensichtlich zu Beginn nicht, zeigt aber durchaus US-Folterszenarien, aber der Zweck heiligt nun mal die Mittel. Die Kritik an der Spurensuche verschwindet blitzschnell, ab dann scheint alles korrekt, weil gegen uns und so...

"Zero Dark Thirty" will unglaublich kritisch und faktengetreu sein, ist aber letztendlich nur ein pseudo-dokumentarischer, eindimensionaler Minensucher, der mal antestet, wie weit das Publikum der USA bereit ist, sich seiner jüngsten Vergangenheit zu stellen.

Top inszeniert, keine Frage, aber so luftleer und trotzdem hochgejubelt, da gönne ich dem (ebenfalls) überschätzen "Argo" den Oscar. Leider... :(

21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 30 Antworten

niceeddy

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Strange Days ist auch mein Favorit, aber der Oscar für Hurt Locker angesichts der Konkurrenzfilme Inglorious Basterds und Up in the air geht nicht klar. Wie gesagt, solide, aber nicht die Champions League.


stuforcedyou

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Nix gegen Up in the Air und die Basterds, aber The Hurt Locker hat seine Oscars mehr als verdient.


Beeblebrox: dasfilmfeuilleton.de

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8.5Ausgezeichnet

Am Ende folgt ein Akt, der ähnlich wie die Eröffnungssequenz in 'The Hurt Locker' von einmaliger Intensität geprägt ist und 'Zero Dark Thirty' in die Nähe eines Meisterwerks rückt: Es ist der erhöhte Pulsschlag, die unaufhaltsame Bewegung der Rotorblätter, die Ruhe vor dem Sturm. Eine unheimliche Bedrohung, resultierend aus dem unaufgeregten Vorlauf, bahnt sich an und die Apokalypse im berauschenden Bilderreigen ist unvermeidbar. Alexandre Desplats pochender Score treibt mittels beunruhigendem Rhythmus das Geschehen zu dem Punkt, an dem es kulminieren müsste. Ein Paukenschlag, Explosion, Erlösung. Doch nach einem Augenblick der Anspannung, der Eskalation, des Unberechenbaren folgt Leere. Unbeschreibliche Leere, die den Ausdruck von Verzweiflung völlig in den Schatten stellt und am liebsten lauthals schreiend aus dem Inneren der Protagonistin herausbrechen würde – allerdings fehlen jegliche Worte, um den soeben überlebten und gleichzeitig noch bevorstehenden Weltuntergang zu beschreiben.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Vielleicht muss man US-Amerikaner sein um wirklich nachfühlen zu können, welche immense Wirkung dieser Film auf viele Zuschauer wie Kritiker hat. Für jemand wie mich, den weder die Jagd auf Bin Laden noch sein Ende wirklich so fasziniert hat, ist Zero Dark Thirty leider dann doch "nur ein Film". Ein Film der sich losgelöst von der wahren Story als Unterhaltung behaupten muss. Und also solcher kann er es leider nicht mit fiktionalen Werken aufnehmen. Das mag unfair erscheinen, zumal auch die Wahrheit hinter ZDT zumindest umstritten ist, aber nimmt man dem Film den Mythos Bin Laden bleibt eine streckenweise durchaus langweilige und langatmige Story mit einer Hauptfigur über die wir wenig bis gar nichts erfahren.
Wirklich packend wird es erst in der letzten halben Stunde, obwohl auch dort jeder Ablauf, jede Nuance schon aus Dokus und Nachrichtenmagazinen bekannt ist. Aber zumindest passiert etwas und es fasziniert die Ambivalenz der Bilder, die uns nicht nur zeigen wie Bin Laden erschossen wird, sondern wie in just diesen Sekunden die nächste Generation fanatischer Terroristen entsteht - eben jene Kinder und Frauen die mitansehen wie das Militär bei einen einfällt.

Davor hält sich spannung, anteilnahme oder auch generelles Interesse in überschaubaren Grenzen und spielt eher wie eine schaumgebremste Episode von Homeland, Spooks oder 24 in der Valium-Variante. Ja, das wahre Leben ist halt kein Drehbuch und tatsächliche Ermittlungen brauchen ihre Zeit - aber ohne Menschen im Mittelpunkt die so etwas wie eine eigene Persönlichkeit haben, ist das leider nicht sehr spannend anzusehen. Über Maya erfahren wir nichts, was über ihre Handlungen hinausgeht, sie ist eine leere Hülle deren Tränen am Ende kalt lassen, weil wir nichts über sie wissen. Wie ihre ganze Figur verstehen wir die Tränen als kalkuliertes Symbol der Filmemacherin, das uns zeigen soll wie sinnlos das Unterfangen war und die Frage stellen, ob es das alles wert war. Doch da wir nie die Alternative sehen, nie wissen was Maya tatsächlich aufgegeben hat oder wer sie eigentlich ist, fällt es schwer mit ihr zu trauern. Und also jemand der kein US-Amerikaner ist und der das nationale Trauma eher von außen betrachtet, als tatsächlich verinnerlicht hat, bleibt ein Achselzucken, ob der Verspäteten Erkenntnis der Beteiligten, dass die Dämonisierung Bin Ladens und der übersteigerte Symbolwert der seinem Tod zugesprochen wurden eben genau das sind: Blödsinn.

Und so sehr sich Bigelow und ihr Autor auch dagegen wehren und so wenig ZDT eindeutige "Folter ist super"-Propaganda im Stile von "24" ist, genausowenig ist er kritische Auseinandersetzung mit ihr. Er bleibt relativ haltungslos und ermöglicht es genau deswegen Folterbefürwortern den Film für sich zu vereinnahmen, wie er es Gegnern ermöglicht kritische Zwischentöne hineinzudeuten. Denn gerade die versuchte Neutralität, der "just the facts"-Ansatz und die Haltungslosigkeit die die Macher versuchen, wird zum Stolperstein - denn natürlich inszeniert er die Realität und kann sich deswegen nicht hinter dokumentarischer Nüchternheit verstecken. Dort wo er nichts zu sagen hat, schafft er gefährliches Vakuum.

Am Ende ist er einfach nur ein Film, kein wirklich schlechter, aber auch keiner der wirklich große Beachtung finden würde, wenn er nicht "auf wahren Ereignissen" beruhen würde.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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7.5Sehenswert

[...] „Zero Dark Thirty“ ist ein authentischer, akribisch recherchierter, erfreulich unsentimentaler, manchmal trockener und schwierig zu verfolgender, doch nie wirklich langweiliger, mutiger Polit-Thriller mit cleverem, nachdenklich stimmendem Ende. Mit der massiven Überlänge weiß das komplexe Drehbuch überaus gekonnt umzugehen. Eine treffend dezente Musikuntermalung von Alexandre Desplat („The King’s Speech“) tut ihr Übriges. So sieht man wahre Begebenheiten gern aufbereitet – ein bisschen kontrovers, zwangsläufig wohl mit amerikanischer Heldenhaftigkeit, letztendlich aber mit viel Raum für eigene Meinungsbildung durch unparteiischen Abstand.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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9.0Herausragend

[...] Hinter der ganzen Suche, den Geheimgefängnissen und bürokratischen Tamtam steckt natürlich Politik. Das schier unübersichtliche System aus Beziehungen, Verantwortungen und Entscheidungsgewalten hat hier ebenfalls eine wichtige Position. Ja, es lässt sich deuten, das „Zero Dark Thirty“ ein Obama-freundlicher Film ist, aber von Propaganda ist der weit entfernt. Bigelow und Boal geht es nicht um politische Publicity, es geht ihnen darum ein System zu zeigen, dass um sich zu schützen zu dem wird, was es eigentlich bekämpfen wollte. Im Grunde ist „Zero Dark Thirty“ ein Film voller Schurken. Sei es von Al-Quaida, der CIA oder dem weißen Haus. Am Ende, wenn Operation Neptune’s Spear, die Bigelow wie den ganzen Rest des Films in einer klaren, unaufgeregten Bildsprache präsentiert, erfolgreich abgeschlossen ist blickt Analytikerin Maya ins Leere. Endlich hat sie Osama bin Laden gefunden und töten lassen, doch was wird sich dadurch ändern? Wieder eine Frage die „Zero Dark Thirty“ alleine seinem Publikum überlässt.

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Sophie Albers: stern.de Sophie Albers: stern.de

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7.5Sehenswert

Ich musste während des Abspanns von "Zero Dark Thirty" an den letzten Teil von "Der Herr der Ringe" denken. Weil "kein Mann ihn besiegen kann", zittern die Kämpfer Mittelerdes vor dem dunklen Reiter. Bis die junge Éowyn kommt - Frau nicht Mann - und dem Inbegriff des Bösen den Garaus macht. Auch in "Zero Dark Thirty" ist es "ein Mädchen", das die Personifikation des Bösen zur Strecke bringt. Insgesamt zwölf Jahre lang hat CIA-Agentin Maya Osama bin Laden gejagt, ihn gefunden und am Ende den Leichensack zugezogen. Was für ein Bild!

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Hans Schifferle: epd Film Hans Schifferle: epd Film

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8.0Ausgezeichnet

Bigelows Film, dessen Vorarbeiten lange vor Bin Ladens Tod begonnen haben, bleibt trotz des Showdowns ein Film der Suche, der den Zuschauer verstört zurücklässt.

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movie.max

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Wohl eher 'auf halbem weg zurücklässt'


Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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8.0Ausgezeichnet

Zero Dark Thirty ist ein intelligentes Werk, das einige unbequeme Wahrheiten über das kompromisslose Vorgehen des US-Militärs ausspricht, die durch deren Reaktionen nach dem Kinostart in den USA nur unterstrichen wurden.

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Thomas Winkler: fluter Thomas Winkler: fluter

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6.0Ganz gut

Zero Dark Thirty hat zwei strukturelle Probleme: Bigelow will keine moralische Wertung vornehmen, aber trotzdem ihr Publikum emotional fesseln. Und ihr Film soll nicht ödes Geschichtsfernsehen sein, aber trotzdem ein Stück Zeitgeschichte möglichst objektiv nachzeichnen. Das ist ein doppelter Spagat, an dem der Film scheitern muss.

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Roman Scheiber: ray Roman Scheiber: ray

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7.5Sehenswert

Regisseurin Kathryn Bigelow und Drehbuchautor Mark Boal zeigen die Jagd auf Osama Bin Laden in der Form eines reduzierten Thrillers. [...] Zero Dark Thirty erweist sich konsequent als das Gegenteil eines hurrapatriotischen Heldenstücks. [...] Äußerst sehenswert.

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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7.0Sehenswert

[Kathryn Bigelow] verschanzt Terrorkriegs-Ideologie hinter Authentizität und verkauft Gleichgültigkeit als Objektivität. So überzeugend sie zu inszenieren versteht, so groß ist denn auch das Unbehagen nach dem Abspann.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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7.5Sehenswert

Obwohl so Zeit für Kritisches bleibt, man Obama sagen hört, die USA foltere nicht, wird Zero Dark Thirty immer spannender. [...] Ohne die üblichen Albernheiten inszeniert, packt Zero Dark Thirty und irritiert nachhaltig.

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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5.0Geht so

[...] Schlussendlich blieb das aus, was man sich von diesem Film eigentlich erhofft hatte: Das moralische Durchleuchten der Mission, das kritische Analysieren des schwankenden Wertes von richtig und falsch. Es bleibt nur ein sachliches, aber auch zähes Aufrollen der mühsamen Repressalie. Die große Kalamität, der Schock und das Aufwühlen blieben aus. Eine Szene lässt noch die Intensität erahnen, mit welcher „Zero Dark Thirty“ auffahren hätten können und diese beschränkt sich auf ein abschließendes Nicken. [...]

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José Garcia: Textezumfilm

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7.5Sehenswert

Kathryn Bigelows Film übernimmt die Perspektive seiner Hauptfigur. Lediglich eine kurze Szene zeigt ein Treffen verschiedener Talibanchefs im Norden Pakistans. Dass die Suche nach Osama Bin Laden oberste Priorität besitzt, wird nie in Frage gestellt – ebenso wenig wie die ethischen Verflechtungen dieser Methoden. Ähnlich ihrem früheren Film „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“, mit dem sie den Oscar gewann, folgt Regisseurin Bigelow in „Zero Dark Thirty“ einem halbdokumentarischen Ansatz. In einer Art Dokufiktion werden reale Ereignisse fiktional verarbeitet. Die Produktionsfirma nennt dieses Genre „Reportagefilm“, weil die Ereignisse wahrheitsgetreu nachgestellt würden. Deswegen blendet der Film immer wieder Ortsnamen (Danzig, Saudi Arabien, Afghanistan, Islamabad) sowie Datenangaben ein, was allerdings den Erzählfluss hindert. Dokumentarisch mutet insbesondere die letzte halbe Stunde des Films mit der am 1. Mai 2011 um 00.30 Uhr beginnenden „Operation Neptune’s Spear“ an. Die subjektiven Bilder durch die Nachtsichtgeräte der Soldaten färben sich schattenhaft grün. Spannung wird insbesondere dadurch erzeugt, dass die am Monitor die Operation verfolgende CIA- Agentin Maya immer wieder parallelgeschnitten wird. Die eigentliche militärische Aktion in Bin Ladens Anwesen in der Nähe von Abbottabad verläuft unspektakulär. Bei der zentralen Handlung bleibt die Kamera von Greig Fraser auf Distanz: Statt den toten Obama Bin Laden zeigt sie einen fotografierenden Soldaten sowie die verbliebene Blutlache, nachdem der Leichnam des al-Qaida-Führers weggebracht wird.

Die durch die minimalistische Filmmusik von Alexander Desplat unterstützte nüchterne Inszenierung der Operation lässt kein Pathos aufkommen. Dennoch wird auch hier wie in einer Autoverfolgungsjagd mitten im chaotischen Verkehr einer pakistanischen Stadt deutlich, wie hervorragend Kathryn Bigelow Action inszenieren kann. Die größte Leistung des Films erbringt jedoch Hauptdarstellerin Jessica Chastain, die zu Recht für diese Rolle für den Oscar nominiert wurde. Denn „Zero Dark Thirty“ ist auch das Psychogramm einer Frau, die langsam in ein System hineinwächst, bis ihr ganzes Leben aus einer einzigen Obsession besteht. Viel von ihr erfährt der Zuschauer nicht – eigentlich nur, dass sie keine Freunde, sondern nur einen Job hat, dem sie sich mit Haut und Haar verschrieben hat. Mit gutem Grund gehört ihr die letzte Einstellung des Films. Die darin zum Ausdruck kommende Ambivalenz kennzeichnet auch den ganzen Film „Zero Dark Thirty“ sowie die darin nachgestellte CIA-Operation.

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Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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7.0Sehenswert

[...] Das ist interessant, aber irgendwie auch kein richtiger Film, sondern mehr eine filmische Erfahrung [...]. Man weiß wie das Ganze ausgeht, aber der Weg dorthin ist von Kathryn Bigelow wirklich sehr nervenaufreibend und mitunter auch schockierend inszeniert. Und so neutral, dass man sich eben nicht denkt, wie geil die Navy Seals sind, und wie toll es wäre, wenn man selbst auch mal ein paar Terroristen abknallen könnte. Vermutlich das Gegenteil von Act of Valor, wo einem schon im Trailer ein solcher Blödsinn vermittelt wurde.

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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5.0Geht so

Oberflächlich betrachtet gewährt Zero Dark Thirty sicherlich eine Reihe expliziter Einblicke in das nicht alltägliche Geheimdienstgebaren [...]. Ist man jedoch gewillt, einen Blick hinter die Fassade zu werfen, treten unweigerlich Irritationen auf.

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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9.5Herausragend

Die Haltung von Zero Dark Thirty ist extrem trickreich. Er ist keine Dokumentation. Er ist auch nicht 24. Ich bin immer noch dabei, über viele Dinge des Films nachzudenken, was bedeutet, dass er auf jeden Fall im Gedächtnis bleibt.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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6.0Ganz gut

[...] weder wird Bigelows Film den Ansprüchen einer stimmigen Erzählung gerecht, noch kann der Film von sich behaupten eine journalistisch ausführliche Schilderung der Ereignisse zu sein. Das körper- und sinnlichkeitsbetonte Kino Bigelows eignet sich ohnehin nicht für solche dokumentarischen Ansätze. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade die Suspense- und Actionszenen im Gedächtnis bleiben. Die letzte halbe Stunde ist eine Meisterleistung filmischen Handwerks. Doch diese grandiosen Szenen fügen sich nie in ein sinnvolles Erzählkonzept ein. [...]

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Narrisch

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Schade, schade ich hattte gehofft das passt alles zueinander....


Kubrick_obscura

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Leider nicht :-/


Alle Kritiken (37)


Kommentare (187) — Film: Zero Dark Thirty


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walter.demeijer

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Bewertung3.0Schwach

Bigelow sollte dort bleiben worin sie gut ist - nämlich Filme a la "Strange Days" und "Gefährliche Brandung" zu machen. Der Streifen enttäusch, teilweise unverständliches Wirrwarr.

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DoctorWho

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Bewertung1.0Ärgerlich

Ich freu mich, denn jetzt kann ich wieder richtig schön vom Leder ziehen,
Dieser Film ist ein einziger widerlicher Propagandafilm.
Nach jeder Folterszene wird gezeigt, wie irgendetwas von Terroristen in die Luft gejagt wird, damit man nicht auf die Idee kommt die Ziele des Films zu hinterfragen.
In meinen Augen war der Film auch ansonsten absoluter Bockmist.
Ich frage mich, warum man 1! Jahr nach dem Tod von bin Laden einen Film darüber machen muss.
Als bestes Gegenbeispiel dient Argo.
Auch ein Film über den Krieg gegen den Terror, aber ohne so ein Propagandamittel zu sein.

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jedi37

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Bewertung7.0Sehenswert

Zero Dark Thirty teilt sich in 2 Hälften auf: 1. die aufreibende Suche nach einer Spur des. Staatsfeindes Nr .1, Bin Laden, mit Mitteln, die jedem Menschenrecht trotzen. Schonungslos sucht die Protagonistin mit allen Mitteln nach ihrer Nemesis, besonders nachdem eine Kollegin einem Attentat zum Opfer fällt. 2. Die Operation Geronimo, minutiös und spannend dargestellt. Doch auch hier zeigt sich, was der Krieg aus den Soldaten macht, die kaltblütig auch über Frauen und Kinderleichen gehen, nur um ihr Ziel zu erreichen. Der Film wertet nicht, er zeigt nur die Wahrheit. Weder die gewissenlosen Geheimdienste noch ihr Gegner werden verharmlost. Somit ein sehr stimmiges Bild über das Ende einer Phase nach 9/11, aber nicht dem Ende des Terrors, was viele gehofft hatten. Denn irgendein verrückter findet sich immer um den Wahnsinn fortzusetzen, den Bin Laden begonnen hat...

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mj1978

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Bewertung3.5Schwach

sorry.. aber gäähhnnnn.... da hatte ich ne TV Verfilmung gesehen die besser war

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natural born zombie

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ich vertrete hier mal wieder wie üblich meine Minderheitenmeinung:
Kathryn Bigelow hat ja früher mal ein paar richtig gute Filme gemacht, aber seit sie diese Patrioten-Military-Schiene fährt, ist sie unausstehlich. Der Film ist so spannend wie die Teletubbies, nur noch eine Spur menschenverachtender, die Aussage lautet wohl: Wenn Arschlöcher Arschlöcher jagen ist alles erlaubt und massenhafte Folter gerade gut genug, supi! Echt humanistisches Ideal, zum einschlafen umgesetzt, oder um mit dem Obermacker Gandolfini zu sprechen: "ein ziemlich buntes Arschgeficke!"
Fazit: Zum in die Tonne treten!

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Moviegod

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr spannender, wenn auch langwieriger Film. Doch dieses moderne Stück Geschichte war für mich schon immer hochinteressant. Die Grenzen wischen Gut und Böse werden von Anfang an sehr fließend dargestellt. Und das finde ich gut. Man hätte das Thema auch so anpacken können, dass jede Handlung der USA als richtig deklariert wird. Doch einer solche Meinung zu den Methoden bei der Jagd auf Bin Laden enthält sich Kathryn Bigelow völlig. So finde ich auch das Ende des Film sehr passend. Wie die Hauptfigur wird man als Zuschauer allein zurück gelassen, um sich seine eigene Meinung zu dem Geschehenen zu bilden. Und sowas macht meiner Meinung nach einen guten Film aus.

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Shentenza

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ist es richtig selber böses zu tun, wenn es im Namen des "Guten" passiert? Eine Frage, die ich mir gestellt habe, während ich Zero Dark Thirty geschaut habe. Ein sehr zentrales Thema in einem gut inszenierten Thriller.

Die Methoden um an Informationen zu kommen sind mehr als verwerflich und moralisch nicht zu entschuldigen. Zwar kämpft man hier gegen das Böse, doch das entschuldigt nicht die Folter oder sogar Mord. So schafft es Kathryn Bigelow, dass die Amerikaner nicht als glorreiche Helden dargestellt werden. Es gibt kein klares Schwarz/ Weiß-Schema. Genau wie die Al-Quaida setzen die Amerikaner Methoden ein, die gegen die Menschlichkeit verstoßen, da ist kein Platz für Patriotismus.

Ausgezeichnet ist hier Jessica Chastain. Man erlebt ihren Wandel mit, denn sie durchlebt in ihren immer größer werdenden Wahn, Bin Laden zu schnappen. Ist sie anfangs noch erschrocken von Folter ändert sich das zunehmend und sie wirft jegliche Moral über Bord um an das Ziel zu kommen. Auch die End-Szene hat so viel Aussagekraft. Wirklich tolle schauspielerische Leistung.

Leider hat der Film aber auch seine Längen und dümpelt ein wenig vor sich hin und verliert auch an Spannung. Spätestens mit dem Sturm auf das Anwesen ist diese aber wieder voll da und es ist, als ob man direkt dabei ist.

Doch ist Zero Dark Thirty kein Film, denn ich mir gerne ansehe oder mich freue ihn irgendwann erneut zu sehen, dafür sorgt die allgemeine Stimmung im Film. Die sehr drückende Stimmung zeiht einen echt runter, aber das war wahrscheinlich der Sinn des Ganzen.

Am Ende bleibt ein toll inszenierter Thriller über ein sehr ernstes und gegenwärtiges Thema.

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Jahrzehnt Fahndungsarbeit geht zu Ende: Die Elitetruppe "Navy S.E.A.L. Team 6" unter der Leitung von CIA-Agentin Maya ist seit den Anschlägen des 11. September auf der Suche nach Osama Bin Laden. In Pakistan spürt sie den al-Qaida-Führer schließlich auf. Von Foltermethoden bis hin zur Tötung Bin Ladens - der Zuschauer erlebt den Kampf gegen den Terror hautnah mit.

Kathryn Bigelow erweist sich auch in diesem spannenden Politthriller als Glücksgriff.Der eigentliche Star des Films ist aber Maya brilliant gespielt von Jessica Chastain, die gnadenlos die Schlinge um Osama Bin Laden zuzieht.Der Film zeigt glücklichweise keine Lobeshymnen auf die Amerikaner, er lässt den Zuschauer selbst entscheiden, seine Meinung zu bilden.
Das ist teilweise hochspannend inszeniert und vor allem der Angriff auf Bin Laden ist spürbar mitzuerleben und es knistert nur vor Spannung.Bigelow ist es wieder einmal gelungen, einen anspruchsvollen Film mit sehr viel Hintergrund in Szene zu setzen.Und wie man es von Ihr gewohnt ist, legt sie auch die Wunde in die patriotische Seele der USA.Denn Amerika war zu keiner Zeit daran interessiert, Ihn und seine Gefolgsmänner vor ein internationales Gericht zu bringen, denn seine Anschläge trafen auch viele Menschen außerhalb der USA.
Es ging der Regierung außschließlich um seinen Tod und der damit heilenden Wirkung der amerikanischen Seele. 8/10 von mir für Zero Dark Thirty.So muß anspruchsvolles Actionkino aussehen.

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Fanfan89

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Bewertung5.5Geht so

Ein schwieriger Film, der immer wieder zwischen Dokumentation und Hollywood hin und herpendelt und für mich ganz persönlich, nicht die richtige Balance findet. Der Stoff gibt eigentlich genug her um eine spannende Geschichte auf die Jagd vom wahren Staatsfeind Nr. 1 zu erzählen, aber über die lange Laufzeit des Films und die 10 Jahre Erzählzeit geht mir immer mal wieder der Spannungsbogen flöten. Die Verhörszenen sind beeindruckend und auch das Intro erzeugt Gänsehaut. Auf der anderen Seite sind die Stellen, wo Anschläge passieren einfach zu offensichtlich und wenig erschütternd. Das Stürmen des Hauses ist zwar super realistisch, aber eben auch leider langatmig. Sorry, aber ich muss den Jungs nicht zusehen, wie sie 10 Türen aufsprengen. Überhaupt diese Sondereinheit. Da wird dann eben doch wieder mit dem Realismus gebrochen indem man die harten Hunde beim Hufeisenschmeißen und Wetten zeigt.
Schwierig finde ich auch die Hauptfigur Maya, für die ich leider im ganzen Film keinen Funken Sympathie oder Empathie empfinden kann. Warum ist sie so besessen von Abu Ahmed? Und warum geht sie allen Menschen insbesondere ihren Vorgesetzten so krass auf die Nerven?
Insgesamt also ein Film der zwar Potential hat, aber mich auf der gesamten Spielzeit nicht komplett überzeugen kann. Argo fand ich da tatsächlich spannender und besser inszeniert.

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GuenniGund

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Bewertung6.0Ganz gut

Wer sich diesen Film angucken möchte, sollte danach auf jeden fall "Code Name Geronimo" gucken. Code Name Geronimo ist auf jeden fall der realistischere Film und wird nicht so Hollywood like.

Umgekehrte Reihenfolge ist nicht zu empfehlen, da ich von Zero Dark Thirty nur noch enttäuscht war. Es hat sich einfach keine Spannung aufgebaut und der Film hat sich ziemlich in die Länge gezogen.

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kaot76

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Bewertung4.5Uninteressant

Hochgelobt-doch dann viel Rauch um nichts!Anfangs ganz interesant verliert sich der Film in langweiligem Kaugummi.Mich hätte schon nach dem ganzen Wirbel etwas mehr interessiert.2 Std.wird auf ein Ende hingearbeitet das in 15 min vorbei ist ohne wirklich Aufschluss zu geben.Die Details um die Beseitigung von Bin Laden sowie das mysteriöse versenken seiner angeblichen Leiche fand ich sehr schwach!Vielleicht durfte man ja nichts genaueres Preis geben seitens USA.Doch dann hätte man mit dem Film warten sollen oder keine Kompromisse eingehn.Mehr Hintegrundinfos und mehr über Osama's Odysee wären interessanter gewesen.

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Oliver0403

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Bewertung4.5Uninteressant

Oh je, muss ich mich nun dafür entschuldigen, dass ich mich gerade 2,5 Stunden größtenteils nur gelangweilt habe? Ich habe dem Film eine Chance gegeben und bin ohne jegliche Erwartungen herangegangen und wurde dennoch enttäuscht.

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kaot76

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Absolut so geht's mir auch.Cheers!


angelmoonsoul

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zero Dark Thirty ist ein spannender Thriller mit einer großartigen Jessica Chastain!

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J23

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Bewertung6.0Ganz gut

Irgendwie langweilig. Der Schluß hat es noch herausgeholt, sonst nur 4-5 Punkte.

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Hartigan85

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Bewertung7.5Sehenswert

Kathryn Bigelow hat es erneut geschafft, mich nicht zu enttäuschen. Nachdem sie mir bzw. uns schon so tolle Filme wie "Near Dark", "Blue Steel", "Gefährliche Brandung", "Strange Days" und "The Hurt Locker" beschert hat, ist ihr neuester im Vorfeld hochgelobter "Zero Dark Thirty" ebenfalls ein starker Film geworden. Er weist zwar auch die ein oder andere Länge auf, was bei einer Laufzeit von mehr als 2,5 Stunden aber nicht ausbleibt. Vor allem, wenn man nicht auf reines Unterhaltungskino aus ist, sondern ein hochbrisantes und aktuelles Thema wie die jahrelange Jagd auf den Staatsfeind Nr. 1, Osama Bin Laden eher semi-dokumentarisch und mit viel Augenmerk auf Details und Informationsbeschaffung inszeniert.
Bigelow ist dabei ein kühl-authentischer und handwerklich perfekt inszenierter Film gelungen, der von einer hervorragenden Darstellerriege getragen wird. Allen voran der tollen Jessica Chastain, die hier als engagierte CIA-Ermittlerin ein weiteres Mal eindrucksvoll beweist, was für ein Potential sie hat. Momentan kann sie wohl als eine der besten Darstellerinnen ihrer Generation bezeichnet werden. Die beste ihres Fachs ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch Kathryn Bigelow, die mit dem brisanten Film ihren Status als Hollywoods beste Regisseurin nochmal dick unterstreichen kann. Von ihr könnten sich einige männliche Regiekollegen mal ne ordentliche Scheibe abschneiden...
Der Film kommt erfreulicherweise auch ohne großen Pathos oder schwülstige Musikuntermalung aus und kann dagegen mit spannenden und intensiven Momenten, wie etwa der finalen Stürmung des Bin Laden-Grundstücks punkten. In erster Linie zählt hier vor allem die beinahe schon zur Obsession gewordene Jagd auf den heimtückischen Terrorführer und Massenmörder Bin Laden. Wie es sich für einen ordentlichen Film eines solch interessanten und brisanten Themas gehört, wird hier auch nicht mit einigen Härten wie Folter und eiskalten Exekutionen gegeizt, was ebenso zum realistischen Szenario passt.
"Zero Dark Thirty" ist zwar nicht mein liebster Film von Madame Bigelow und auch kein perfekter Film, aber allemal ein sehr guter.

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Lydia Huxley

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Der hat gesessen! :D Ich werde mich bemühen, ihn bald zu sichten. Mal sehen, wo ich den herbekomme :)


kobbi88

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:)


bonjovi84

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Bewertung5.0Geht so

langwierig, langatmig, zu unkritisch aber mit gutem Schlussspurt!

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Boogers666

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Bewertung4.0Uninteressant

"Zero Dark Thirty" begibt sich permanent auf sehr dünnes Eis, denn der Film pendelt immer wieder zwischen der Rechtfertigung von Folter usw. und dem genauen Gegenteil davon hin und her .Das es von vorneherein geheißen hat, dass dieser Film das alles enorm kritisieren würde, ist dies natürlich umso enttäuschender, da die Moral des ganzen irgendwo verloren geht. Erst am Ende mit der allerletzten Sequenz wird deutlich was der Film hätte erreichen können, dort ist sie nämlich zu sehen die Kritik an all dem. Zuvor meines Erachtens nicht bzw. nur selten. Aber selbst wenn ich vom politischen Hintergrund absehe, bleiben nicht wirklich viel Gründe um den Film in irgendeiner Weise zu mögen. Denn der Dokumentarstil mag vielleicht gut zu der Thematik passen, aber wirkt auf Dauer langweilig und verliert an Reiz und diese Tatsache in Verbindung mit dem Fakt, dass dabei im Grunde nie emotionale Verbundenheit zum Zuschauer hergestellt wird machen das Ganze schlicht und ergreifend weitgehend belanglos.
In vielen Belangen ein Fall von verschenktem Potential in anderen ist die Thematik vielleicht auch gar nicht politisch korrekt und interessant zu vermitteln. Am Ende ist es wohl die Verbindung aus all den oben genannten Faktoren die mir diesen Film verderben und ihn für mich uninteressant machen.

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Sigmund

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Würde der Film nicht die Ambivalenz seiner Thematik mit erstaunlicher Ehrlichkeit ausleuchten, wäre er nur ein moralisierendes Oberlehrerfilmchen.
Außerdem: Differenzierte Filme wirken auf einen Großteil der Zuschauer oft weniger emotional - was allerdings mehr über diese Zuschauer als über die Qualität des Films aussagt.


Boogers666

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Wo leuchtet der Film diese Thematik bitte aus?
Und dem zweiten Teil kann ich zustimmen, mag sein.


Ener

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Bewertung6.0Ganz gut

Bisweilen wirkt er etwas überladen mit Schauplätzen, als wolle man den ultimativen Rundumschlag der Terrorismus-Bekämpfung landen. So resultieren daraus Längen, die allerdings auch nicht wirklich fehl am Platze sind, ja sogar irgendwie doch dazugehören. Trübt unterm Strich aber leider etwas den Gesamtkurzweilunterhaltungswert. Und als solchen Popcorn-Film, der darauf angewiesen ist, nehm ich ihn wahr, fürs Ernste ist er im Detail zu unauthentisch. Trotzdem gar nicht übel, hätte schlimmer ins Auge gehen können. Zu guter Letzt aber immernoch weit hinter herausragend.

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cule0809

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Bewertung9.0Herausragend

Zero Dark Thirty war überraschend nüchtern. Kein Pathos und Patriotismus. Es wird kein Hehl draus gemacht, dass die US-Army oft versagt hat und fragwürdige Methoden anwendete im Gegenteil. Stellenweise geht der Film kritisch mit der Jagd nach Osama bin Laden um und wirft dem Zuschauer einige Fragen an den Kopf. Es gibt keine Helden und auch keine Verherrlichungen. Der Film zeigt fast schon dokumentarisch den Ablauf und verzichtet auf jegliche Glorifizierung.

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cule0809

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Naja war noch Life of Pi bei dabei bei den Nominierten oder? Der hätte den meiner Meinung nach gewinnen müssen aber ok. Stimme dir aber dennoch zu, Zero Dark Thirty hätte den Oscar eher verdient als Argo aber es ist auch ok so. Gab schon schlimmere Gewinner hehe. Habe jetzt alle Nominierten auch durch und es war allgemein ein spannendes Rennen damals.

Jetzt werde ich mir auch Hurt Locker angucken, ist ja auch von ihr. War erst nicht so angetan aber nach dem Film, will ich Hurt Locker nun auch gucken.


jacker

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LIFE OF PI kenne ich noch nicht. Zwischen ZDT und ARGO drängt sich nur einfach anhand der Thematik der Vergleich auf...


doeme28

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vorgemerkt

Spannender Film über ein sehr heikles Thema. Als ich gestern den Film begann zu schauen, hatte ich schon ein bisschen Angst es könnte ein „Propoganda-Film“ oder ein zu sehr heldenhafter Film werden. Ich bin überhaupt kein Ami-Gegner, eher das Gegenteil, aber wenn der Film zu stark heldenhaft und nach Propoganda aussieht gefällt mir das nicht. Das ist aber hier gar nicht der Fall. Ich staunte wie neutral und nüchtern der Film war. Der Film begann sehr interessant mit den originalen Telefonaten vom 11. September. Während einer kurzen Zeit in der Mitte vom Film, war die Spannung nicht mehr so stark wie am Anfang. Dafür wurde aber das letzte Drittel des Films wieder hochspannend.

Zero Dark Thirty ist ein Film auf einer wahren Begebenheit. Man erfährt vieles über den Kampf gegen den Terrorismus. Was man nicht bekommt ist Spektakel und Action, der Film ist nicht übertrieben, das finde ich gut so. Ein Top-Film!

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