Tödliches Kommando - The Hurt Locker
The Hurt Locker (2008), US Laufzeit 131 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Thriller, Actionfilm, Drama, Kinostart 13.08.2009
61 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7765 Bewertungen
232 Kommentare
Keine
von Kathryn Bigelow, mit Jeremy Renner und Anthony Mackie
Kathryn Bigelow schickt Jeremy Renner als Bombenentschärfer mit Nerven aus Drahtseilen in den Irakkrieg. The Hurt Locker war der Oscar-Gewinner 2011.
Hölle und Alptraum, Adrenalinrausch und Abenteuer? Der Krieg hat viele Gesichter. Hautnah an den Männern mit dem gefährlichsten Job der Welt zeigt “Tödliches Kommando” Elite-Soldaten eines Bombenräumkommandos im Irak: Diese Männer werden eingesetzt, wo das Risiko im brennenden Kriegsalltag am größten ist. Tag für Tag, Stunde für Stunde ist der Tod ihr ständiger Begleiter und oftmals nur einen Wimpernschlag, ein kurzes Fingerzucken entfernt. Als der Vorgesetzte von Sergeant JT Sanborn und Specialist Owen Eldridge im Einsatz stirbt, bekommt das Kommando einen neuen Anführer: Staff Sergeant William James. Ein Einzelkämpfer, der das Spiel mit dem Tod liebt und sein Team in ein waghalsiges Katz-und-Maus-Spiel treibt. Während Sanborn und Eldridge vergeblich versuchen, ihren neuen Kommandanten zu kontrollieren und dabei an ihre physischen und psychischen Grenzen gelangen, explodiert die Stadt im Chaos des Häuserkampfes.
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Cast & Crew
- Genre
- Kriegsfilm, Thriller, Actionfilm, Drama
- Zeit
- 2. Irakkrieg
- Ort
- Irak, Wüste
- Handlung
- Angst, Angst vor dem Tod, Armee, Autobombe, Bombe, Bombenalarm, Bombenattentat, Bombenbauer, Bombenexplosion, Bombenleger, Bombenspezialist, Emotionslos, Erschiessen, Heckenschütze, Irakkriegveteran, Kameradschaft, Klima der Angst, Loyalität, Menschliches Zusammenleben, Männer, Männlicher Held, Oscargewinner, Panik, Scharfschütze, Schock, Schrecken, Schusswaffe, Schusswechsel, Selbstmordattentäter, Soldat, US-Amerikaner, US-Armee, Zeitbombe, Zusammenwirken
- Stimmung
- Ernst, Hart, Traurig
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Kritiken (25) — Film: Tödliches Kommando - The Hurt Locker
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Von "Tödliches Kommando" sollte man in erster Linie keinen Kriegsfilm im herkömmlichen Sinne erwarten, denn hier gibt es weder große Feuergefechte, noch irgendwelche Stellungnahmen des Kriegsgeschehens. Und das erweist sich schon als einer der großen Pluspunkte von Kathryn Bigelows Inszenierung, die sich auf keine Seite stellt, die moralischen Fragen dem Zuschauer überlässt und auch die politischen Meinungen umgeht. Der Zuschauer darf sich selbst ein Bild vom Geschehen machen und darf entscheiden, wie er zu dem Verhalten und den Handlungen steht. So nimmt "Tödliches Kommando" dabei schon fast eine dokumentarische Form an, ohne aber zu trocken oder kühl zu wirken, ganz im Gegenteil. Wenn die Bombenexperten ihrer Arbeit nachgehen und das Leben an einem einzigen Draht hängt, dann hält man als Zuschauer wirklich die Luft an und kann die anspannende Intensität dieser Situation am ganzen Körper spüren. Bigelow vergisst es dazu auch nicht, auf die Psyche der Soldaten einzugehen, die tiefen Ängste zu offenbaren, genau wie die extreme Belastung, die seelische Isolation und die Süchte nach dem Kick und dem Adrenalinrausch. Wir werden Teil dieser Einheit, können jede Narbe der Soldaten, ob physisch oder psychisch, fühlen und müssen miterleben, wie Männer an ihrer Abhängigkeit zerbrechen und nie wieder ein normales Leben führen können. "Tödliches Kommando" ist ein ehrliches, realistisches, hochspannendes und paralysierendes Kriegs-Drama, ohne jegliche Verlogenheit oder Patriotismus. [...]
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Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschen"The Hurt Locker" ist ein Kriegsdrama, das sich explizit nicht der Gewalt um der Action willen bedient, sondern um dem Zuschauer den Schrecken des Kriegs nahe zu bringen. Diese Floskel klingt zwar abgedroschen, bei "The Hurt Locker" passt sie aber einfach. Ich kann mich zudem nicht erinnern, schon einmal einen ähnlich spannenden Kriegsfilm gesehen zu haben und ich bin mir sicher, daß die Längen, die der Film in manchen Szenen hat, bewusst so gewählt sind, um die nervenzerreissende (grandiose) Spannung noch mehr auszureizen. Die Atmosphäre im Irak-Krieg scheint beinahe zum Greifen echt und wenn ich jetzt nochmal den Oscar-Wettbewerb von vor einem Jahr anschaue, muss ich sagen: Avatar mag vielleicht tolleres Bombast-Kino sein, mit einer beeindruckenden Optik. Aber "Tödliches Kommando" war im direkten Vergleich auf jeden Fall der bessere Film.
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doctorgonzo Mon, 14 Mar 2011 08:20:22 -0000
Antwort löschenDie letzten beiden Sätze sind nicht zu bestreiten...
Ulrich Behrens
Kommentar löschenIm Unterschied etwa zu Ridley Scotts "Black Hawk Down", der den Anspruch erhob, dem Zuschauer den Schrecken des Krieges ganz nahe zu bringen – ein Ding der Unmöglichkeit für alle, die keinen Krieg selbst miterlebt haben –, steht "The Hurt Locker" jedoch für etwas anderes. Sicher, die Szene, in der ein Junge, der zuvor den amerikanischen Soldaten DVDs verkaufte, als lebende Bombe gefunden wird, ist grauenhaft genug. Aber, wie gesagt, darum geht es nicht primär in "The Hurt Locker". Bigelow zeigt uns Menschen, die in einem weitgehend abgeschlossenen Raum unterschiedlich reagieren. Während Sergeant Sanborn vor allem auf die Sicherheit seiner Leute bedacht ist und jedes unnötige Risiko vermeiden will – während Specialist Eldridge die Situation in diesem Raum kaum aushalten kann und nur weg will –, verhält sich James ganz anders. James ist süchtig. Er betrachtet sich nicht so sehr als Minenräumer, Bombenentschärfer. James liebt dieses Risiko, für ihn ist aus…
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stimps0n Thu, 18 Mar 2010 15:06:00 -0000
Antwort löschen> Bigelow enthält sich jeder politischen Stellungnahme zum Irakkrieg. Das
> Entscheidende ist die Wirkung des Films, die besagt: Wer einen solchen,
> klar definierten Raum betritt und zu einer entscheidenden Komponente in
> diesem Raum wird, läuft Gefahr, über eine Art Suchtbeziehung die
> Merkmale, die diesen Raum definieren, vollständig zu verinnerlichen.
Das soll also die Kernaussage des Films sein und mit für die Verleihung des Oscars verantwortlich sein? Vielleicht schaut man sich einfach mal vorher an was die tatsächlichen EOD-Soldaten von dem Film halten:
youtube.com/watch?v=UOw8G3T4vsQ
Das zeigt, dass der Film min. genau so fantasievoll wie avatar ist, nur dass es nicht mit diesem genre-label versehen wurde, da es er ja sonst sein ziel als rekrutierungs- und propagandafilm verfehlen würde.
Ulrich Behrens Thu, 18 Mar 2010 15:23:06 -0000
Antwort löschenKapier ich nicht. Mag sein, dass manche Soldaten im Irak das so sehen. Ich sehe es anders. Wieso sollte ich mir deren Meinung zu eigen machen??? Im übrigen spricht allein schon der Titel und das dahinter stehende Gedicht für etwas anderes.
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Redapple Mon, 26 Apr 2010 14:03:55 -0000
Antwort löschen@stimps0n zu Deinem Video: Es ist ja nicht so, dass der Protagonist im Film nicht für sein leichtsinniges und riskantes Verhalten kritisiert wird, er bringt dadurch sogar einen Kollegen in Lebensgefahr.
Die Soldaten im Video haben den Film einfach zu oberflächlich geschaut und die Kernaussage nicht erkannt.
Brascon Fri, 28 May 2010 15:07:20 -0000
Antwort löschenWarum erzählst du von einer Sucht, die James besitzt?
Ich glaube, dass er zuhause auch wenn ihm noch so grausame Dinge passieren, nicht willkommen ist. Er ist in den Krieg gegangen und seine "Frau" hat ihn gefragt ob er das Gemüse schneiden kann. Jede normale Familie oder Beziehung verhält sich im Normalfall anders.
Nein - ich denke er hat einfach nichts mehr zu verlieren außer sein eigenes Leben. Er hat den Bezug zum Leben, zum lieben etc. aufgegeben und versucht nun wenigstens in EINER Sache gut zu sein. Das ist das Bombenentschärfen.
Flibbo: Wie ist der Film?
Kommentar löschenGeschrieben von einem Mann, der miterlebt hat, was der Film zeigt; verfilmt von einer Frau, die im Genre des Thrillers zu Hause ist, erfüllt „The Hurt Locker“ wohl die wichtigsten Voraussetzungen für ein packendes Kriegsdrama. Der Film ist auf dokumentarisches Flair bedacht und lässt offensichtlich patriotische und politische Gesten konsequent weg, wodurch eine hohe Authentizität erzielt wird. Der hohe Preis dafür ist zunächst ein recht anstrengender Kamerastil (Oscarnominierung hin oder her) sowie vor allem der Wegfall einer wirklichen Handlung, da man im Prinzip zwei Stunden lang einer Gruppe von Soldaten einfach nur über die Schulter schaut, während sie ihre Männlichkeit ausleben, sich Ängsten stellen und nebenbei ihren Platz im Leben suchen. Aus seiner Nüchternheit schöpft der Film Kraft, allerdings auch Teilnahmslosigkeit seitens eines nicht unwesentlichen Teils des Publikums. [...]
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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschen[...] Bigelow läßt sich extrem viel Zeit für die Entwicklung ihrer Szenen, sei es beim Entschärfen einer Autobombe, während auf den Häuserdächern die Irakis zuschauen und mit der Videokamera mitfilmen, oder beim Scharfschützen-Duell in der staubigen Wüste. Die Stimmung ist ruhig und angespannt, und immer wieder lauert aus dem Hinterhalt der Tod, schlägt fast zufällig und beliebig zu. Das epische Erzähltempo führt zu über 130 Minuten Spielzeit, die aber bis zum Ende packend inszeniert sind. [...]
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]In seiner Tätigkeit als Journalist war Autor Mark Boal tatsächlich mit einem Bombenentschärfungskommando im Irak unterwegs, war pro Tag bei zehn bis fünfzehn Einsätzen dabei und unmittelbarer, als es „The Hurt Locker“ gelingt, hätten seine Erfahrungen kaum vermittelt und wiedergegeben werden können. Kathryn Bigelow und die Arbeit ihrer Crew wird dem Anspruch Boals, den wahren Alltag der Soldaten im Krisengebiet zu zeigen, absolut gerecht. „The Hurt Locker“ ist ein rauer, so schockierender wie faszinierender Einblick in eine Zwischenwelt aus Überlebenswillen und Todesmut, durch die man aufgrund der kompletten Abwesenheit einer wirklich so zu bezeichnenden Geschichte geradezu brutal geschleift wird, was den Abstand zum Geschehen aber umso schonungsloser reduziert. Bis man mit James durch den Staub kriecht und an seiner Seite die Entscheidung treffen muss, welchen Draht es zu kappen gilt. Jeden Tag auf ein Neues.[...]
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Synopsis: zeitgeist Print & Online
Kommentar löschenTrotz schwülstigem Patriotismus: Dieser Film weiß zu fesseln. Handlungstechnisch thematisiert er das eher "Nebensächliche" eines Kriegsgeschehens wie etwa die Häuserkampfe, vor allem aber das Bombenentschärfen. Symbolisch passend: Im Mittelpunkt stehen drei Darsteller, die sonst eher Nebenrollen ausfüllen (bekannte Namen wie Guy Pearce, David Morse oder Ralph Fiennes treten dafür unter "ferner liefen" auf). Hautnah und eindrücklich vermittelt der Streifen die Aussichtslosigkeit von Militäreinsätzen, die für manchen jedoch auch die letzte Zuflucht bieten.
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buchinho Sun, 13 Dec 2009 14:22:40 -0000
Antwort löschenGanz am Ende, dass er für sein Land wieder Minen räumen will...
dbassart Fri, 08 Jan 2010 23:15:05 -0000
Antwort löschenseh ich genau so, der film war alles andere als patriotisch. spätestens, allerspätestens vorm cornflakesregal wird das klar oO
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stimps0n Thu, 18 Mar 2010 14:19:44 -0000
Antwort löschenihr denkt nur weil nicht in jeder 2. szene eine ami-flagge im hintergrund weht, ist der film nicht patriotisch? die verleihung des oscars selbst spiegelt den patriotismus wider der hinter diesem rekrutierungsspektakel steht...
stimps0n Tue, 23 Mar 2010 15:05:52 -0000
Antwort löschenkeine ahnung wie ihr darauf kommt. ich bin weitestgehend unpolitisch... aber nun gut, wenn diese blätter ähnliches geschrieben haben, dann freut es mich, dass auch andere das ding auf ihrem hals benutzt haben, um 1+1 zusammenzuzählen... denkt ihr wirklich es ist ein antikriegsfilm? denkt ihr wirklich durch diesen film gehen weniger amis in die armee? denkt ihr wirklich die oscar-jury steht nicht unter massiven einfluss von wem auch immer?
Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschen[...] Folgerichtig konzentriert sich Bigelow auf die Erlebnis- und Wahrnehmungsebene ihrer Figuren, ohne zu konkretisieren, Stellung zu beziehen oder ideologische Sichtweisen in ihren Blick zu mischen. Gerade durch diesen inszenatorischen Verzicht ist ihr mit “The Hurt Locker” natürlich dennoch ein enorm politischer Film geglückt: So widersprüchlich und irrational die Aktionen ihrer Soldaten dem Zuschauer erscheinen müssen, so eindrucksvoll verortet der Film sie in einem komplexen Gewebe aus körperlichen Grenzerfahrungen und seelischen Narben. [...]
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenMit Cop- und Gangsteraction machte sich Kathryn Bigalow in den Neunzigern einen Namen als erfolgreichste Frau in einem männerdominierten Genre. Mit TÖDLICHES KOMMANDO meldet sie sich nun nach sechsjähriger Abstinenz zurück und beweist, dass sie nach wie vor zu den besten ihres Fachs gehört. Mit schnellen Schnitten, eindrucksvollen Bildern, die unter die Haut gehen und einer intensiven Soundkulisse drehte sie einen klassischen Actioner, bei dem erfreulicherweise auch das Hirn nicht auf der Strecke bleibt.
Das Drehbuch verfasste Mark Boal, der als Journalist in das Kriegsgebiet reiste und seine Erfahrungen bereits in VALLEY OF ELAH höchst kritisch, wenn auch wesentlich stiller, verarbeitete. Aus Boals Berichten inszenierte Bigalow einen extrem spannenden, atemlosen Actioner, bei dem die Lust am Thrill mit einem Entsetzen über die dargestellte Realität Hand-in-Hand geht.
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschen[...] was Bigelow letztlich abliefert, ist eine der größten Überraschungen des mageren Kinosommers. Sie inszeniert geradlinige Action, die das minimalistische Budget schnell vergessen macht und die Zuschauer von der ersten Sekunde an fesselt. Schon alleine die Entschärfungsszenen, die natürlich einen großen und wichtigen Teil des Films einnehmen, sind ein Highlight. [...]
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Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt Sascha Westphal: epd-Film, Die Welt
Kommentar löschenDie Sucht nach Adrenalin, nach dem einzigartigen Rausch, den der moderne Mensch in den Stahlgewittern des Krieges erleben kann, prägt den ganzen Film. Kathryn Bigelow verzichtet auf jeglichen Kommentar zu den Ereignissen im Irak, dafür zeigt sie in aller Deutlichkeit, wie der Krieg die Menschen, die in ihm kämpfen, für immer verändert.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenBigelow verbindet ganz Gegensätzliches zu herausragendem Kino: Einerseits ist ihr Film die dokumentarisch präzise Beobachtung eines nervenzerreißenden, harten Alltags unter Lebensgefahr, zugleich arbeitet gerade diese Akkuratesse den Wahnsinn dieses Teils des Lebens heraus, das, auch wenn wir das gern verdrängen, auch ein Teil unseres Lebens ist. Ohne sie einfach zu reproduzieren, macht Bigelow auch die Faszination dieses Ausnahmezustands spürbar, lässt verstehen, warum es immer wieder junge Männer zum freiwilligen Kriegseinsatz zieht.
Das alles inszeniert Bigelow mit vielen Anklängen an ihre früheren Filme, an den Vampirfilm "Near Dark", der auch von Charakteren handelte, die fürs zivile Leben nicht mehr taugen. An "Strange Days", jenen so großartigen, wie großartig unterschätzten Science-Fiction über die Sucht nach Grenzerfahrungen. Mit Anklängen auch an das Zombie-Kino, an Paranoia-Filme und nicht zuletzt an den Western. Man muss hier immer wieder an John Ford, Anthony Mann, und Sam Peckinpah und deren Helden denken – just watch it! Die Faszination dieser Regisseurin für Männerwelten ist in jeder Sekunde unbedingt spürbar - wie überhaupt der Vorrang, den sie dem Faszinierenden, Flirrenden, Unklaren vor dem Eindeutigen, Wertenden gibt, vor der Selbstbeschränkung durch eigene Annahmen und Vorurteile.
Ihre Verdammung des Irakkriegs, ihre Forderung nach Truppenrückzug beschränkt diese Regisseurin auf Interviews und Pressekonferenzen, ihr Film verzichtet dagegen auf Thesen und Predigten und ergreift nur Partei für einzelne Menschen. In ihm geht es gewissermaßen gar nicht um Politik - aber genau das ist politisch! Weil es für die Soldaten im Irak auch nicht um Politik geht, sondern ums Überleben.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenEs ist ein dreckiger Job, aber irgendjemand muss ihn wohl erledigen: Die Beseitigung von Bomben und Minen im Irak, die von religiösen Fanatikern gelegt werden und als tödliche Fallen sowohl für die US-Soldaten gedacht sind, sich aber auch gegen das eigene Volk richten. Als der Vorgesetzte von Sergeant JT Sanborn (Anthony Mackie) und Owen Eldridge (Brian Geraghty) bei solch einem Einsatz von einem Sprengsatz zerfetzt wird, bekommen die Bombenräumer einen neuen Chef: Staff Sergeant William James (Jeremy Renner). Der ist so ganz anders als sein Vorgänger: Er ist ein Einzelkämpfer, der die Gefahr liebt, sich gerne über Regeln hinwegsetzt, auf diese Weise aber nicht nur sich, sondern auch sein Team in tödliche Gefahr bringt.
Nachdem es um Regisseurin Kathryn Bigelow nach Filmen wie „Gefährliche Brandung“ und „Strange Days“ aus der ersten Hälfte der 1990er Jahre still wurde, meldet sie sich nun mit einem Donnerschlag zurück. Mit einfachen, aber höchst effektiven Mitteln hat sie hier…
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Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschenStaff Sergeant William James ist bei allem zur Schau gestelltem Wagemut weder Jason Bourne noch James Bond, so sehr er sich das auch wünschen würde. Im Grunde weiß er nur zu gut, in welchem Albtraum er sich eigentlich befindet. Die meisten Iraker sehen in ihm und seinen Kameraden feindliche Besatzer. Diese aus Sicht der USA nur wenig ermutigende Realität greift The Hurt Locker auf, wobei der Film die Aussage weiter fasst und seine durchaus militär-kritische Haltung nicht auf den Konflikt im Irak beschränkt wissen will. Für Bigelow ist es nach sechs Jahren der kreativen Pause – zumindest als Regisseurin einer Kinoproduktion – ein gelungenes Comeback im vertrauten Action-Fach. Sie liefert den Beweis, dass das Genre weit mehr als stumpfsinnige Materialschlachten und Explosions-Kaskaden hervorbringen kann.
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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film
Kommentar löschenUnd die Meister-Action-Regisseurin Kathryn Bigelow setzt mit immensem handwerklichen Können die Beschränkung um in atemnehmende Konzentration. Der Film ist eine im Countdown heruntergezählte Kette bedrohlicher Situationen, mit kurzen zwischenmenschlichen Intermezzi, die die Handelnden knapp, aber so präzise konturieren, dass sie uns als Sympathieträger mit in die Lebensgefahr ziehen. Bigelow verweigert das Bombardement des Zuschauers mit hoch fragmentierten Bildern und sourround-getuneten Tönen, wie man es aus dem zeitgenössischen Blockbuster-Kino kennt. Klar entwirft sie ihre Bedrohungsräume. Gekonnt gesetzt ist jeder einzelne Blickwechsel und Schnitt. Die Perspektive wechselt fluide, aber niemals beliebig. Die Blicke der Kamera tasten einen Raum ab, dem in der Intensität dieses Abtastens Atmosphäre erwächst. Rasche Schnitte, die Handkamera, der gelegentliche Umschnitt auf die Subjektive mit dem Atem im Schutzanzug als Begleitgeräusch: all das suggeriert sehr filigran die Omnipräsenz von Ungewissheit. (Er herrscht in diesem Film ein atemberaubender Mangel an Plumpheit.)
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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschenThe Hurt Locker ist vielleicht der bisher härteste Spielfilm über den Irakkrieg. Das liegt daran, dass er dessen Erschütterungen in einem sehr direkten Sinn untersucht. Der Krieg wird hier vor allem als körperliche Anspannung spürbar, als Thrill, dem sich Männer wissentlich aussetzen, weil er wie eine Intensivierung der Gegenwart funktioniert. Mehrere Male wiederholt der Film ein ganz ähnliches Szenario: eine Bombe, versteckt im Auto oder unter Steinen; im Zentrum US-Soldaten, die sich vorsichtig und nervös annähern - und auf den Rängen irakische Zuseher, von denen jeder den tödlichen Auslöser in der Hand halten könnte.
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Kathryn Bigelow gelingt es somit, tief in die Lebenswelt der Soldaten abzutauchen, und ein Bild zu zeichnen, dass der Realität zumindest in Bezug auf die Alltagserfahrung – obschon natürlich filmisch zugespitzt - recht nahe kommen dürfte. Wenn sich Staff Sergeant James an der Entschärfung mehrere Sprengsätze versucht und seine Kameraden die Umgebung absichern, so können sie zwischen all den Irakern, die sich an den umliegenden Gebäuden versammeln, Freund und Feind nur schwer von einander unterscheiden. Was dieses Bild vermitteln will, ist dann auch mitnichten die amerikanisch-propagandistische Botschaft, dass alle Iraker Terroristen sind, sondern ist viel mehr Metapher für das Dilemma, in dem sich der Soldat auf der Straße befindet. Der eben nicht weiß, ob etwa der fünfzehnjährige Junge vor ihm auf der Straße einen Sprengsatz unter der Zeitung trägt, oder eben nicht. Während TÖDLICHES KOMMANDO auf der Ebene der täglichen Erfahrungswelten der Soldaten also durchaus funktioniert, gilt das für die zweite Ebene, mit der sich der Film offensichtlich beschäftigen möchte, nur eingeschränkt.[...]
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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...
Kommentar löschenEs ist nichts Besonderes, dass politische Ereignisse, speziell Kriege, das Kino beeinflussen. Während seit 2003 der Krieg der Koalitionstruppen unter Führung der Amerikaner im Irak tobt, sprossen Filme über diese sowohl militärische, als auch kulturelle und religiöse Auseinandersetzung wie Pilze aus dem Boden. Meist waren es die jungen Soldaten, um die sich alles drehte, ihre Emotionen, Verluste und ihren Alltag. Ein Actionfilm wurde selten daraus, das Drama mit den obligatorischen Kriegsszenen dominierte und dominiert bis heute. Kathryn Bigelow nimmt sich das setting im Irak um einen Actionfilm zu drehen. Zumindest primär. Statt einer ganzen Kompanie zu folgen beschränkt sie sich auf gerade mal drei dramatis peronae, die einem Bombenräumkommando angehören und für dessen Spezi Staff Sergeant James (Jeremy Renner) das alles nur ein einziges großes Machoabenteuer darstellt. Egal wie groß die Bombe, wie kurz der Timer, wie groß der Druck, er hat stets noch einen coolen Spruch auf den Lippen, der Tod kümmert ihn scheinbar kaum.
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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...
Kommentar löschenFrau Bigelow hat die dicksten Eier von Hollywood.
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Sm0K1ngGnu
Kommentar löschenThe Hurt Locker ist ein ziemlich langatmiger Film in dem ab und zu mal eine Bombe entschärft wird und manchmal sogar eine explodiert. Hui!
Ein Actionfilm ist es ganz sicher nicht, auch wenn der Trailer das ein bisschen behaupten möchte. In erster Linie geht es darum, was die Soldaten empfinden, wenn sie jeden Tag mit dem Tod konfrontiert werden. Es gibt leider keine wirkliche Story, es werden einfach ab und zu Bomben entschärft, ein Oberbösewicht, ein Drahtzieher hinter all den Anschlägen hätte vielleicht für einen Spannungsbogen von Anfang bis Ende führen können, so tröpfelt der Film nur vor sich hin und eine Steigerung ist nicht zu erkennen.
Die Schauspieler (besonders die gut besetzten Nebenrollen: Guy Pearce, Evangeline Lilly, Ralph Fiennes, David Morse) bringen ein paar Pluspunkte, Jeremy Renner (aus der zu Unrecht nach 1 Staffel abgesetzten Serie The Unusuals) weiß in seiner ersten Hauptrolle von sich zu überzeugen.
Wer einen Antikriegsfilm mit Action sehen möchte, guckt sich lieber Platoon oder meinetwegen auch Jarhead an.
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Alle Kritiken (25)
Kommentare (207) — Film: Tödliches Kommando - The Hurt Locker
Dady Tue, 21 May 2013 19:47:49 -0000
Kommentar löschenNach der 2. Sichtung diese Streifens bin ich immer noch voll und ganz überzeugt. "The Hurt Locker" ist einfach ein verdammt guter und realistisch Antikriegsfilm. In dem es um ein Bombenentschärfungskommando im Irakkrieg geht. Der Film wird vorallem von Jeremy Renner getragen der hier richtig stark aufspielt. Auch wenn ich ihn in "the Town" noch besser fand. Die Entschärfungsszenen sind unheimlich spannend und man spürt förmlich das Adrenalin der Akteure. Auch wenn ich die 6 Oscars ein wenig hochgegriffen finde hat Kathryn Bigelow allen gezeigt das sie es einfach drauf hat!!
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vanilla Wed, 22 May 2013 06:27:10 -0000
Antwort löscheneiner der Filme, die ich mir demnächst auf jeden Fall anschauen möchte;-)))
Ich warte immer bis der Mal im TV läuft....
Dady Wed, 22 May 2013 13:40:39 -0000
Antwort löschender kam doch vor 2-3 Wochen irgenwann Nachts auf RTL....
erik.stein.12 Mon, 20 May 2013 22:17:58 -0000
Kommentar löschenSollte der beherzte Leser die folgende Frage mit „Ja“ beantworten, wird mir dieser in allen Belangen bzgl. The Hurt Locker zustimmen.
Sollte er jedoch die Frage mit „Nein“ beantworten, sei ihm ein anderer Zeitvertreib, als das Filmeschauen oder aber gar jeder Film, ausnahmslos ans Herz gelegt.
Achtung! Hier kommt sie nun… die alles entscheidende Frage!
Braucht ein Film eine Story?
Das hätte sich Kathryn Bigelow vielleicht auch mal fragen sollen, anstelle nur zusammenhangslose Szenen aneinander zu reihen, über deren Realitätsfaktor herzlichst gestritten werden darf und die durch eine stereotype und langweilige Charakterentwicklung seiner ein, zwei Hauptfigurten verkrampft zusammen gehalten wird. Das Konstrukt von The Hurt Locker ist über alle Maßen peinlich, fesselt wenn überhaupt nur szenenbedingt und nicht im Gesamten, hat ein paar wenige gute Momente, den Großteil seiner Zeit ist der Film aber einfach nur langweilig und nichtssagend.
Nach ungefähr 90 Minuten versucht das Tödliche Kommando (welch hübscher deutscher Titel…) so etwas wie eine Geschichte zu erzählen. Das hanebüchende Unterfangen dauert ganze 10 Minuten, verläuft im Sande und war so unnötig, wie der Rest des Films.
P.S. Die technische Umsetzung und die schauspielerische Leistungen gehen in Ordnung, sind aber auch nichts Weltbewegendes. Von den Dialogen (Krieg darf ruhig mal Spaß machen...) fange ich jetzt nicht auch noch an zu schreiben... irgendwann ist´s mal gut!
Fazit: The Hurt Locker ist ein Versuch, das alltägliche Leben eines Bombenkommandos im Irak nüchtern zu portraitieren, misst aber so gut wie jegliche Spannung, Realität und Glaubwürdigkeit und ist schlichtweg nicht unterhaltsam oder erzählt irgendetwas, das von Belang ist.
Da hat die Academy, zwecks moralischer Unterstützung für die Truppen, abermals beherzt ins cineastische Klo gegriffen und sich selbst eingekotet. „Applaus, Applaus…“
Bewertung der Blu Ray findet ihr hier:
http://mr-stone-movies.blogspot.de/2013/05/the-hurt-locker-uk-import-blu-ray.html
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Amadeus Arkham Sun, 19 May 2013 13:00:56 -0000
Kommentar löschenDie Entschärfungsszenen sind jedes mal richtig spannend und man fiebert richtig mit. Vorallem aber auch dank einer richtig klassen Schauspielleistung von Jeremy Renner, der völlig zurecht dafür eine Oscarnominierung bekam.
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H4N.S0L0 Wed, 01 May 2013 17:09:01 -0000
Kommentar löschenAah, ich sehe gerade der läuft heut Nacht um 0:00 auf *hust* RTL. Ein Mann mit Nerven wie Drahtseile, und die brauchst du als Zuschauer ebenfalls, denn hier ist Hochspannung garantiert!
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Velly Wed, 01 May 2013 19:13:25 -0000
Antwort löschenJa, ein wirklich guter Film. Aber auf RTL.... die machen sicher in jeder Entschärfungs-Szene einen Werbe-Break ;-)
H4N.S0L0 Thu, 02 May 2013 20:30:20 -0000
Antwort löschenHaha. :D Deswegen vresuche ich möglichst, Spielfilme auf Privatsendern zu meiden und sie mir anderweitig zu besorgen.
Stammfunktion Fri, 15 Mar 2013 18:31:33 -0000
Kommentar löschenJede angespielte Thematik habe ich in anderen Film- oder Kriegsdokus besser und mit mehr Tiefgang dargestellt gesehen. Vermutlich hat die fehlende Pizza auch was ausgemacht, dennoch lässt mich Hurt Locker eher kalt.
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the assassin 666 Tue, 12 Feb 2013 21:50:20 -0000
Kommentar löschenTödliches Kommando vermeidet das simple Gut & Böse Schema und zeigt amerikanische Soldaten bei ihrer Arbeit als Bombenentschärfer im Irak. Helden gibt es in diesem Film keine, die Charaktere wirken glaubhaft und bei all der Authenzität die der Film vermittelt gelang es Katryn Bigelow auch noch den Film hochspannend und fesselnd zu inszenieren.
Oscarauszeichnung, verdient. Sehr empfehlenswert. :)
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Mr. Pink Mon, 07 Jan 2013 11:31:10 -0000
Kommentar löschen"The Hurt Locker", das ist doch der Film, mit dem Kathryn Bigelow bei der Oscarverleihung vor drei Jahren ihren Ex-Mann und seine Weltraumschlümpfe alle gemacht hat. Genau. Na ja, der beste Film des Jahres ist er vielleicht trotzdem nicht, aber mit Sicherheit ein sehr guter. Denn die geringe Handlung wird hier mit viel Spannung rübergebracht und das Schicksal der Männer des Bombenräumkommandos wird ohne typisch amerikanisch übertriebenen Patriotismus erzählt. Dadurch kann man für die ambivalente Hauptfigur, sehr gut gespielt von Jeremy Renner, und ihre Kollegen sogar so etwas wie Mitgefühl entwickeln, obwohl das ganze Team keinen einzigen Sympathieträger vorzuweisen hat. Die wackelige Handkamera stört kaum, sondern wird passend als Stilmittel eingesetzt, um den Zuschauer mitten ins Geschehen zu befördern.
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VisitorQ Mon, 07 Jan 2013 13:23:54 -0000
Antwort löschenich muss gestehen, dass ich die Schlümpfe besser gefunden habe. :D
Alle 3 Antworten zeigen
Mr. Pink Mon, 07 Jan 2013 13:40:00 -0000
Antwort löschenNee...ich eher nicht so. ;) Die sahen zwar hübscher aus, inhaltlich haben mich die Soldaten aber mehr überzeugt.
VisitorQ Mon, 07 Jan 2013 13:50:28 -0000
Antwort löschenich warte auf zero dark thirty. Ich tu mich mit Kriegsfilmen meist schwer aber Jessica Chastain ist immer ein Grund sich einen Film anzusehen.
bruce-wayne Fri, 04 Jan 2013 23:40:12 -0000
Kommentar löschenIch muss sagen ich habs eigentlich nicht so mit Kriegsfilmen, da sie oft schwülstig und oft auch unrealistisch sind oder zumindest wirken, aber dieser Film ist anders. Der Alltag der 3 Bombenräumer und Jeremy Renners Sucht nach dem Krieg werden sehr gut dargestellt.
Die Anfangsszene (Spoilervermeidung), die der Auslöser für Renners Auftritt ist macht mir immer noch eine Gänsehaut so genial gefilmt finde ich die.
Auch im weiteren Verlauf des Films laufen mir einige Schauer über den Rücken da die Schauspieler die Panik vor einem Hinterhalt oder Attentat sehr überzeugend spielen.
Alles in allem ein sehr guter Film und der beste Kriegsfilm den ich je gesehen habe.
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MrDepad Wed, 19 Dec 2012 16:43:17 -0000
Kommentar löschen"Tödliches Kommando – The Hurt Locker" ist ein Kriegsdrama von Kathryn Bigelow, in dem man Einblick in die Arbeit eines Bombenräumkommandos im Irak-Krieg bekommt.
Bigelow setzt auf einen fast schon dokumentarischen Look, durch die leicht wackligen Digitalaufnahmen ist man immer hautnah bei den Figuren und wird förmlich in den Film reingezogen. Statt auf Schießereien am laufenden Band inszeniert Bigelow kurze, aber hochspannende Szenen, bei denen die Atmosphäre förmlich explodiert. Das Entschärfen der Bomben ist ein ständiges Glücksspiel auf Leben und Tod und das wird schonungslos und knallhart gezeigt.
Jeremy Renner passt absolut perfekt in die Rolle des Sergeant William James, der zusammen mit zwei anderen Männern ein Team bildet, welches sich um die Bomben kümmern muss. James legt allerdings keinen großen Wert auf Teamplay, weshalb sich früh Spannungen innerhalb des Teams entwickeln, für Charakterkonflikte abseits der Actionszenen ist also ebenfalls gesorgt. Außerdem verzichtet Bigelow erfreulicherweise darauf, unnötige emotionale Momente einzubinden. Stattdessen geht es durchwegs ernst zu und man muss als Zuschauer selber entscheiden, wie man die teilweise schon moralisch fragwürdigen Szenen aufnimmt, was der Atmosphäre des Films wirklich gut tut.
"Tödliches Kommando – The Hurt Locker" hat verständlicherweise einen Oscar für den besten Film bekommen. Der Film bietet einen erstklassigen Cast, eine authentische und dramatische Inszenierung zusammen mit einer Menge Spannungsmomenten, bei denen die Atmosphäre zum Zerschneiden dicht ist.
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soucheib Fri, 14 Dec 2012 10:24:37 -0000
Kommentar löschenFür einmal kein Action-Kriegsfilm mit knatternden Gewehren und Dutzenden Toten. Patriotismus fällt nicht störend auf und die Charaktere sind gut gezeichnet.
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Dr.Hasenbein Thu, 29 Nov 2012 20:28:10 -0000
Kommentar löschenDie Story zu "The Hurt Locker" klingt erstmal nicht sonderlich spektakulär oder dafür ausgelegt einen Film über zwei Stunden zu tragen.
Eine Bombenentschärfungseinheit im Irak bekommt nach einem missglücktem Einsatz einen neuen Teamleiter der sich als Cowboy und Draufgänger entpuppt und mit seinen waghalsigen Aktionen sich und sein Team immer wieder in Gefahr bringt.
Das wars eigendlich auch schon!
In der ersten halben Stunde erwischt man sich immer wieder dabei dass man sich fragt wann denn die eigendliche Story nun endlich beginnt.
Nach einer Weile ist das aber garnicht mehr relevant.
Denn der Zuschauer ist schon mittendrin und voll dabei!
"Tödliches Kommando" packt den Zuschauer bei den Eiern und schleift ihn mitten hinein in den Irakkrieg.
Dass man so fieberhaft mitfühlt ist fast ausschließlich der grandiosen Darstellung "Jeremy Renners" zu verdanken der hier einen mehr als guten Job erledigt.
Aber auch die Kamera die immer mitten im Geschehen zu sein scheint trägt zum unglaublichen realismus des Films bei.
Die sporadischen Auftritte von Guy Pearce, Ralph Fiennes oder David Morse fallen allerdings nicht weiter ins Gewicht.
"The Hurt Locker" ist ein sehr guter und realistischer Kriegsfilm der überraschenderweise doch sehr unpatriotistisch daher kommt und so nicht diesen typischen und faden Beigeschmack anderer US Kriegsfilme hat und sich von diesen angenehm abhebt!
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U-Turn Fri, 09 Nov 2012 21:08:33 -0000
Kommentar löschenIst schon gut gemacht, deswegen 8 Punkte. Aber dennoch auch ein Werbefilm für die Army.
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FordFairlane Tue, 09 Oct 2012 09:54:17 -0000
Kommentar löschenThe Hurt Locker zeigt erschreckend und hart wie es den Bombenentschärfungseinheiten geht und warum sie es tun.
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kinogaengerin Mon, 08 Oct 2012 20:35:59 -0000
Kommentar löschenAls ich 'The Hurt Locker' das erste Mal gesehen habe, schaltete ich nach gut 45 Minuten ab und sah den restlichen Film erst nach über eine Woche Pause zu Ende. Manch einer mag sich jetzt fragen wie kannst du nur? Um es kurz zu machen, der Film war einfach langweilig. Doch nach einer gehörigen Pause und nachdem Jeremy Renner nun doch einige Pluspunkte bei mir gesammelt hat, wurde es dringend Zeit für einen zweiten Durchlauf und siehe da, es hat etwas bewirkt: "Das sind zu viele. Ich schaffe das nicht. Verstehst du? Es tut mir leid!" Zwar ist er für mich immer noch nicht der beste (Anti-)Kriegsfilm aller Zeiten, aber seine Wirkung hat er dieses Mal nicht gänzlich verfehlt. Das Schicksal der drei Soldaten nimmt einen ohne Frage mit und es gibt einige starke Szenen, die das Ganze durchaus sehenswert machen. Somit ersetze ich mein langweilig nun durch langwierig, allerdings im positiven Sinne. Wer weiß, vielleicht stufe ich ihn ja beim dritten Durchlauf noch weiter nach oben...
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Benjamin Barker Mon, 08 Oct 2012 21:07:23 -0000
Antwort löschenErstaunlich, bei der Erstsichtung hatte ich auch massive Probleme und hab nur unter Qualen bis zum Schluss durchgehalten. Aber mittlerweile stehe ich auch auf Renner, eventuell erhält er also auch bei mir eine zweite Chance... irgendwann. :D
kinogaengerin Mon, 08 Oct 2012 21:11:29 -0000
Antwort löschenBei mir war Renner ausschlaggebend für die Zweitsichtung. Ansonsten hätte ich mir den sicher nicht noch einmal "angetan". ;) Also versuch es einfach irgendwann ein zweites Mal, vielleicht klappts ja auch bei dir. ^^
A-Wax Thu, 20 Sep 2012 00:08:36 -0000
Kommentar löschenHervorragender Kriegsfilm der einen ganz anderen Blick auf den Krieg und die seelischen Grausamkeiten die er mit sich bringt, zulässt.
"Tödliches Kommando" war eine der Oscar-Überraschungen 2011, aber dieser Film hat jede Auszeichnung verdient. Er handelt von drei Soldaten die als Bombenräum-Kommando im Irak eingesetzt sind. Durch einen tödlichen Zwischenfall kommt der junge, draufgängerische Sergeant James hinzu und kommt recht bald zu Spannungen unter den Männern. In der Folge müssen sie aber in diversen Einsätzen miteinander bestehen.
Was "Tödliches Kommando" so einzigartig macht, ist die Herangehensweise des Films. Es werden keine Schlachten gezeigt und auch den leider in amerikanischen Kriegsfilmen sehr oft anzutreffenden Patriotismus sucht man erfreulicherweise meistens vergebens. Kathryn Bigelow hat einen ganz anderen Ansatz gewählt. Es wird großen Wert auf die drei Hauptcharaktere, ihre Beziehung untereinander und die Umstände in denen sie sich befinden, gelegt. Die Figuren gewinnen dadurch eine Tiefe wie sie sonst in Kriegsfilmen nicht möglich ist. Hier steht nicht die Schlacht im Vordergrund sondern der Mensch im Umfeld des Krieges.
Die Inszenierung ist absolut herausragend. Die "Action"-Sequenzen sind gut gemacht und es entwickelt sich in den einzelnen Episoden zum Teil eine ungeheuere Spannung.
Wer mal einen ganz anderen Kriegsfilm der höchsten Ansprüchen gerecht wird, der sollte sich "Tödliches Kommando" auf jeden Fall vornehmen.
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jacker Mon, 10 Sep 2012 12:33:33 -0000
Kommentar löschen"The Hurt Locker" ist ein Kriegsfilm wie er sein sollte.
Das klingt komisch, denn eigentlich sollte es gar keine Kriegsfilme geben müssen, weil es keine Kriege geben muss. Das hat der Mensch nur leider in tausenden von Jahren noch nicht begriffen, genauer Betrachtet kocht der allesumfassende Hass leider immer mehr hoch und die Gewalt nimmt zu. Absurd und fürchterlich, das wird einem nach sehen dieses Filmes nur erneut und umso intensiver klar, denn er beleuchtet weniger die physischen Qualen des Krieges, mehr leuchtet er ganz tief in der Köpfe der armen Seelen die diesen Wahnsinn ausbaden müssen.
Der Kriegsfilm kann viel falsch machen: Patriotismus-geschwängerte Lobhudelei auf das Militär und den großen Dienst den es der Welt erweist, minutenlange Actionfilm-artigen Gefechte, Testosteron-ausdünstende Ober-Sergeants die in einer Tour dämliche One-Liner bringen, großen Helden..
Es gibt so viele Klischees.
Nicht das die wirklich guten Verteter des Genres diese Fehler machen würden, aber die Inszenierung auf Hollywood-Ebene ist leider oft eine Gratwanderung und das vermittelte Bild kippt schnell!
Nicht hier, denn "The Hurt Locker" schafft das wichtigste bei einem Kriegsfilm: Es sind höchst uangenehmene 130min, ein Stück harte, ungeschönte und auf psychologischer Ebene erdrückende Realität. Traurige Realität!
Die Direktheit des Films ist seine absolute Stärke, völlig unemotional und frei von jeglichem Pathos wird der Alltag der Soldaten im Kriegsgebiet gezeigt. Durch die technische Umsetzung mancher Situationen (hektische Schnitte / Ruckelkamera / Zoom Sprünge / gewollte Unschärfe) steigt die Intensität ins Unermessliche. Man kriegt den Hauch von einer Idee vom unvorstellbaren Druck der jede Sekunde auf den Schultern dieser Männer lastet (und dieser Hauch ist schon mehr als genug).
Ich sage das bewusst so, denn Ich denke wer so etwas nicht durchmachen musste (ich z.b. glücklicherweise nicht) kann keinerlei Vorstellung davon haben wie sich solche Einsätze anfühlen.
Dauerhaft präsente, falls überhaupt nur in den Hinterkopf verschiebbare Todesangst ist kein schöner Zustand, nicht wenige zerbrechen schließlich auch daran.
Ich denke nicht, dass man diesen 'job' wirklich gerne machen kann, das wird nur leider den meisten erst klar wenn Sie plötzlich irgendwo im Kriegsgebiet stationiert sind und alle ursprünglichen Beweggründe durch die Realität ad absurdum geführt werden.
Und diesen Zustand, der eine arrangiert sich besser, der andere weniger gut, haut uns "The Hurt Locker" Kompromisslos um die Ohren! Man sieht Menschen, Menschen die zwar eine entsprechende Ausbildung genossen haben, aber immernoch normale Menschen sind, die mit ihrer Aufgabe klar kommen müssen. Psychische Belastung bis zum Anschlag und weit darüber hinaus.
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TerminatorCHRIS Fri, 07 Sep 2012 18:07:50 -0000
Kommentar löschenWillkommen im Afghanistan. Eine emotinale Story eines US- Bombenentschärfer wird glaubhaft dem Zuschauer vermittelt.
Tolle Szeanrien und Actionszen wurden gewählt - Frei nach dem Motto "Weniger ist mehr"
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Pentium92 Fri, 28 Sep 2012 08:52:12 -0000
Antwort löschenDer Film spielt im Irak, nicht in Afghanistan.
TerminatorCHRIS Fri, 28 Sep 2012 13:39:58 -0000
Antwort löschenoh danke^^für die Verbesserung.Also dann Willkommen im Irak.
Sigrun Fri, 03 Aug 2012 20:25:40 -0000
Kommentar löschenSehe die Welt nicht wie Bigelow sie sieht, aber der Film ist sehr gut (anfangs war ich skeptisch, aber sie schafft es, exzellente Spannungs- und Bedeutungs-Bögen zu zeichnen). Überhaupt erstaunlich, dass in all ihren Filmen Spannung und Bedeutung immer proportional sind.
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MagicKollos Wed, 01 Aug 2012 14:14:10 -0000
Kommentar löschenHat ja nicht Umsonst den Oscar für besten film bekommen
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aberaber Fri, 27 Jul 2012 17:31:45 -0000
Kommentar löschen"Tödliches Kommando - The Hurt Locker" zeigt den "Alltag" eines Elite-Soldaten eines Bombenräumkommandos im Irak.
Spannender und sehr intensiver Film. Kathryn Bigelow lässt einen die allgegenwärtige Gefahr spüren, der die Soldaten jede Minute ausgesetzt sind. Selbst in den ruhigen Momenten bleibt immer ein Gefühl der Unsicherheit und der Gefahr.
Wenn Staff Sergeant William James (Jeffrey Renner) die Bomben entschärft, während er von allen Seiten von Einheimischen beobachtet und sogar gefilmt wird, und die Soldaten zu keiner Zeit wissen, ob es nur harmlose Gaffer sind oder ob sie jeden Moment zu schießen beginnen, wird der unglaubliche Druck deutlich, unter dem die Soldaten stehen.
Der Teil des Film, in dem Renner sich im Alleingang durch die Stadt bewegt (den Grund möchte ich hier nicht spoilern), fand ich dann aber doch zu überzogen und überflüssig.
Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt zu einem ansonsten großartigen Film mit tollen Darstellern und einer beeindruckenden Kamera.
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