Ein Film über die Steinzeit, über eine Proto-Zivilisation und aufkeimende menschliche Gefühle… Es hätte gnadenlos schiefgehen können. Stattdessen schuf Jean-Jacques Annaud (Der Name der Rose) mit Am Anfang war das Feuer einen zeitlosen, großartigen Film über die Menschwerdung. Die Adaption des gleichnamigen Romans von J.H.-Rosny aîné kommt ohne artikulierte Dialoge aus – obwohl die Protagoniten teilweise beginnen, bewusst Lautfolgen zu formen. Stattdessen transportieren die präzise komponierten Bilder und die Verhaltensweisen der Darsteller in Schlüsselszenen die Handlung, und zeigen den langsamen Beginn bewusster sozialer Beziehungen. Der Umgang ist rauh und zum Teil animalisch, die Helden umgibt eine gnadenlose, indifferente Natur. Erst die Herrschaft über das Feuer ermöglicht Seßhaftigkeit und die Entwicklung spezieller handwerklicher Fähigkeiten und komplexer gesellschaftlicher Strukturen. Entlang archaischer Steinzeit-Impressionen dringt Jean-Jacques Annaud bis zum Urgrund menschlicher Beziehungen vor, denn er beschreibt nicht bloß die Errungenschaft des Feuers, sondern auch die Geburt der Zivilisatin – und die Entdeckung der Liebe.
Ungefähr 80.000 Jahre vor unserer Zeit hatte der Mensch schon den aufrechten Gang erlernt, ein wichtiger Baustein der Zivilisation fehlt noch: das Feuer. Einer der umherziehenden menschlichen Clans ist der Stamm der Ulam. Nachts wacht Amoukar (Ron Perlman) über das Feuer. Die frühen Menschen können das Medium zwar beherrschen, erschaffen können sie es jedoch nicht. Als die Ulam plötzlich in die Flucht geschlagen werden, erlischt die Glut. Gemeinsam mit den Jägern Naoh (Everett McGill) und Gaw (Nicholas Kadi) begibt sich Amoukar auf die Suche nach neuem Feuer, der Rest bleibt inmitten klammer Sümpfe auf einer Insel zurück. Die Stammesbrüder werden auf ihrer Suche von Säbelzahntigern, Mammuts und Kannibalen bedroht, aus deren Gefangenschaft sie die junge Frau Ika (Rae Dawn Chong) retten. Nach ihrer Rettung wird sie erst links liegen gelassen, dann von Naoh wie beiläufig vergewaltigt. Die neue Gefährtin ist Tochter des Ivaka-Stammes, und kennt sich in der Kunst des Feuermachens aus. Schließlich entwickelt sich eine tiefere Bindung zwischen Naoh und Ika.
Seht hier den Original-Trailer von Am Anfang war das Feuer:
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Der Film Am Anfang war das Feuer erscheint am 26. November 2009 erstmals in der ungekürzten Originalversion auf DVD und Blu-Ray.
Say-what (Sylwia Plaza) 2009/11/26 15:19:00
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Kommentare
über Am Anfang war das Feuer
Kommentar schreibenalanger 2009/11/26 21:05:28
Kommentar löschenwobei, der film war lachhaft. ein klassiker ...naja?!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
M_A_X 2009/11/27 06:00:02
Antwort löschenSehe ich auch so...zudem konnte mich der werte Herr Darwin bis heute noch nicht so ganz überzeugen.
Deine Meinung zum Artikel Am Anfang war das Feuer
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Ein Klassiker, der in jedes gut sortierte DVD Regal gehört.
Hinzu kommt, dass diese ungeschnittene Fassung in einem sehr schönen Digipack, mit grandiosen Artwork und man höre und staune, einem Wörterbuch, erhältlich ist. Jetzt kann man die Laute auch verstehen :-)
Schade ist eigentlich nur, dass das Artwork nicht als Poster verfügbar ist.
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Say-what 2009/11/26 18:09:46
Antwort löschenDas stimmt allerdings. Es wäre richtig toll als Poster!