Nach dem einschlagenden Erfolg an den nordamerikanischen Kinokassen könnte Suicide Squad sein Einspielergebnis im Reich der Mitte noch beträchtlich erhöhen. Doch wie mehrere US-Seiten, darunter The Hollywood Reporter berichten, ist ein Start in China eher unwahrscheinlich. Laut einem Insider, der mit der Film-Selektion für den
chinesischen Markt vertraut ist, hat der staatlich geförderte Verleiher China
Film Group, der für die Auswahl aller ausländischen Filme verantwortlich ist,
den Film bisher noch nicht auf seinen internen Kalender gesetzt. Kein gutes
Zeichen, denn normalerweise werden die Termine dort mindestens zwei Monate im
Voraus festgelegt. Ein Grund, der aus
der Sicht der chinesischen Zensoren gegen Suicide Squad sprechen könnte, sei der
düstere anarchische Ton.
Im Vorfeld hatte Warner Bros. versucht, Suicide Squad ein weniger abgründigeres Image zu verpassen, in der Hoffnung als einer der 34 ausländischen Filme für den chinesischen Markt ausgewählt zu werden. So wurde der lokale Name von Suicide Squad in Task Force X umgeändert, um das Wort Suicide (dt.: Selbstmord) zu umgehen. Laut den offiziellen Zensurrichtlinien in China sind Geschichten, die "eine passive oder negative Sichtweise auf das Leben, Wertesystem oder die Welt" beinhalten, verboten. Trotzdem stimmten das PG-13 Rating und der namhafte Cast, darunter Margot Robbie und Will Smith, das Studio optimistisch für die Marktfreigabe. Chinas Filmmarkt ist neben dem der USA zu einer wichtigen Einnahmequelle für große Studios geworden. Doch wie The Hollywood Reporter anmerkt, machen die Einnahmen aus dem chinesischen Box Office gerade mal 20-25 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Sollten die chinesischen Behörden sich doch noch für einen Start entscheiden, wären sie ziemlich spät dran, denn in der Regel werden die Studios 30-45 Tage vor der geplanten lokalen Veröffentlichung darüber in Kenntnis gesetzt.
Hierzulande startet DCs Antihelden-Epos Suicide Squad am 18.08.2016 in den Kinos.