2001: Odyssee im Weltraum

2001: A Space Odyssey (1968), US Laufzeit 133 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Kinostart 27.09.1968


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
8.3
Kritiker
104 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.9
Community
27701 Bewertungen
318 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Stanley Kubrick, mit Keir Dullea und Gary Lockwood

Stanley Kubrick spannt in 2001: Odyssee im Weltraum einen Erzählerbogen über vier Millionen Jahre, in denen ein mysteriöser schwarzer Monolit die Menschheit vor Rätsel stellt.

2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick wird in vier ‘Abschnitten’ erzählt. Am Anfang werden einige Urmenschen gezeigt, die jeden Tag ums nackte Überleben kämpfen, bis eines Tages ein schwarzer Monolith aufgetaucht, der ihr Leben von grundauf ändern sollte. Jahrtausende später, der Mensch hat längst den Weltraum erobert, fliegt eine Raumfähre mit nur einem Mann an Bord (William Sylvester) zur Mondstation Clavius. Dort zeigen ihm die Wissenschaftler einen ähnlichen Monolithen, wie zuvor bei den Urmenschen. 18 Monate später, die dritte Episode: David Bowman (Keir Dullea) und seine Crew fliegen zu einer wissenschaftlichen Mission zum Jupiter. An Bord ist der ‘unfehlbare’ Computer HAL, der die komplette Kontrolle über alle Vorgänge im Schiff hat. In der vierten Episode von 2001: Odyssee im Weltraum verlässt Bowman das Schiff, um einen schwarzen Monolithen genauer zu erforschen. Daraufhin geschehen eigenartige Dinge.

Hintergrund & Infos zu 2001: Odyssee im Weltraum
2001: Odyssee im Weltraum basiert auf dem gleichnamigen Roman von Arthur C. Clarke, der auch zusammen mit Stanley Kubrick das Drehbuch verfasste. Kubrick übernahm auch die Regie und produzierte. Auch wenn der Film bei seiner Veröffentlichung ebensosehr für Begeisterung, wie für Ablehnung sorgte, spielte 2001: Odyssee im Weltraum (OT: 2001: A Space Odyssey) bis heute über 350 Millionen US-Dollar ein. Es gab auch einen Oscar für die Speizialeffekte für Stanley Kubrick. Dennoch sollte nur die erste Fortsetzung der Romane ebenfalls ins Kino kommen 2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen. Die weiteren Romane von Clarke 2061 – Odyssee III (1988) und 3001 – Die letzte Odyssee (1997) wurden nicht verfilmt.

2001: Odyssee im Weltraum hat einen nachhaltigen Einfluss auf die spätere Film- und Fernsehwelt und ihm wird in diversen populären Produktionen Aufmerksamkeit gewidmet, ob nun in Die Simpsons als Parodie oder in ‘Space Oddity’ von David Bowie. (ST)

  • 37795279001_1859532055001_th-506165f4c7e7b0e4093b72d8-806787309001
  • 37795279001_1860603044001_th-5061bd044facb0e482501aee-767904718001
  • 2001 - Odyssee im Weltraum
  • 2001: Odyssee im Weltraum - Bild 40162
  • 2001: Odyssee im Weltraum - Bild 40161

Mehr Bilder (13) und Videos (5) zu 2001: Odyssee im Weltraum


Cast & Crew


Kommentare (305) — Film: 2001: Odyssee im Weltraum


Sortierung

BattlemasterIZ

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Stanley Kubrick´s Science-Fiction-Film ist ein Ausflug in eine faszinierende Weltraum-Odyssee. Die Bilder sind sehr bemerkenswert und die Machart ist zudem philosophisch bedacht. Die Ausstattung ist vom Szenenbild bis hin zu den Weltraummodellen toll anzusehen. Die wissenschaftliche Forschung ist in 2001: A Space Odyssey ein Kern der Geschichte, hier wird es aber weitgehend Geheim gehalten. Das folgen der Geschichte ist im Grunde gar nicht schwer, aber diese lässt dafür viel Raum für Interpretation entstehen. Worum geht es hier in Wirklichkeit eigentlich? In diesem Werk steht unter anderem ein großer beachtlicher Stein der anscheinend Bewussteins-Entwicklungen auf Lebewesen beeinträchtigt im Mittelpunkt. Zudem gibt es einen klugen, sprechenden und denkenden Bordcomputer. Dieser soll der Crew bei einer Mission helfen. Diese Odyssee im Weltraum ist wahrlich ein Erlebnis, das steht auch außer Frage, doch mir wäre da eine ausführliche „Punkt-Inszenierung“ lieber gewesen. Das ist auch mein einziges Makel an diesem sonst phantastischen Werk. Das Bewusstsein was Kubrick zu Lebzeiten hatte, steckt auf jeden Fall auch in seinen Filmen. Was ich auch sehr stark finde ist die Ton bzw. Musikuntermalung in seinen Filmen. Schon in seinen anderen Meisterwerken wie z.B. Uhrwerk Orange (Den ich vorher sah) finde ich hat er genau die richtige Auswahl getroffen. Hier in 2001 haut er ja eigentlich noch einen drauf. PS: Was man nicht erwarten darf, sind Weltraumschlachten oder Action-Feuerwerk wie in Star Wars. Mein Vater ging damals mit dem Krieg der Sternen Bomben-Laune ins Kino und war dann nämlich enttäuscht. Heutzutage findet er ihn aber gut. Ist mir nach dem betrachten auch kein Rätsel warum ;)

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

pischti

Antwort löschen

@Battlemaster

"THX 1138" hab ich nicht gesehen, kenne aber, so glaube ich, das Cover, "Brazil" mit De Niro(?) hab ich auch noch nicht gesehen, soll aber sehr skurril sein. "Moon" kenn ich, klar, der ist richtig gut.


BattlemasterIZ

Antwort löschen

Ja genau, Brazil ist mit DeNiro, Jonathan Pryce ist dort aber der Hauptdarsteller. Der ist auch skurril ja. Die Regie führte ja Terry Gilliam, der vorher z.B. die Die Ritter der Kokosnuß oder Time Bandits gedreht hatte.


sushi97

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

So da stand mir mit "2001: Odyssee im Weltraum" nun mein vierter Kubrick nach "Dr. Seltsam", "Clockwork Orange" und "Full Metal Jacket" bevor. Und ich fragte mich schon vorher: Was wird mir dieser Verrückte hier wieder anbieten? Und das ist überhaupt nicht negativ gemeint. Seine Filme sind einzigartig, ich nenne sie verrückt; sie sind aber eben auch ziemlich gut. Trotzdem wurde ich mit seinem Stil bisher nicht wirklich warm und an der Bewertung könnt ihr auch schon erahnen, dass dies auch mit dem Streifen nicht passiert ist. Ganz das Gegenteil: Wir haben uns eher distanziert.
Und übrigens, wenn ihr den Kommentar weiter lesen wollt, müsst ihr mit erheblichen SPOILERN rechnen ;-)

Und schon nach wenigen Minuten war mir dann klar, dass es sich in der Tat um einen waschechten Kubrick handelt. Spätestens als der Affe in völliger Erregung mit einem Knochen ein Skelett zertrümmert hat, war ich mir ganz sicher und alle Zweifel waren behoben. Ich dachte mir erst: Das kann doch nicht wahr sein: Soll ich mir jetzt hier die ganze Zeit etwa die Affen anschauen? Aber dann entstand doch eine Art Interesse, denn der Kampf um die Wasserstelle zwischen den rivalisierenden Affengruppen war schon klasse dargestellt. Als die eine Gruppe dann die Knochen zu Werkzeugen und Mordwaffen macht, ist bei mir schon der Funke übergesprungen. Aber ich habe mich doch auch nach Menschen, nach Dialogen gesehnt. Und in dem ersten Part kam dann noch dieser "göttliche" Monolith vor. Aber der konnte mich nicht im Ansatz begeistern, auch wenn die Reaktion der Affen auf ihn doch recht gut inszeniert war.

Dann kam der zweite Teil und wie: In gähnender Langeweile. Was zum Teufel interessieren mich Raumschiffe, die einfach im Weltall rumfliegen. Ok, die Musik war super. Aber in dem Teil ist man echt besser beraten, die Augen zu schließen und die Musik zu genießen. Doch man muss auch eingestehen, dass die Effekte, vor allem zu der Zeit, wirklich auf hohem Niveau sind/waren. Aber ich war noch nie ein Fan von Effekten und habe darauf auch noch nie besonderen Wert gelegt und werde es auch sicherlich in Zukunft nicht tun. Und dann kamen sie endlich: Die Menschen. Und mit ihnen die Dialoge. Und was für welche! Unheimlich zäh. Weder die Worte noch die Ausstrahlung der Personen hatten auf mich Eindruck gemacht. Zu dem Zeitpunkt habe ich mir dann die Affen zurückgewünscht, denn die hatten wenigstens Wumms in ihrer Aussagekraft. Ach und dieser schwarze Quader muss ja auch nochmal auftauchen. Und auch hier konnte er mich nicht im geringsten berühren.

Mit Teil drei kam auch endlich bei mir richtiges Interesse auf, denn Kubrick hat hier wirklich eine interessante Sache mit hineingebracht: Den hochintelligente Supercomputer HAL 9000. Und mit ihm den Konflikt zwischen Menschen und Technik, irgendwo eine Parallele mit dem Krieg der Affen aus dem ersten Akt. Und endlich stellte ich mir auch mal Fragen; ich wurde endlich mal zum Nachdenken angeregt. "Wann nutzt dieser Supercomputer seine Macht aus? Wann hat er keine Lust mehr das unterste Glied der Besatzung zu sein und immer Befehle erteilt zu bekommen? Er hat doch viel in der Hand. Er könnte doch damit drohen, die Männer im Dauerschlaf in den Tot zu schicken, um so die anderen beiden Besatzungsmitglieder zu erpressen. Aber wozu solle das führen?" Leider kamen auch dann wieder so lange, kaugummiartige Szenen, wie die Inspektion außerhalb des Raumschiffs. Dadurch wird die zuvor entstandene Spannung genommen. Wenigstens wurde sie danach wieder hergestellt, indem Dave und Frank auf die Idee kommen, den Supercomputer abzuschalten oder wenigstens seine Macht einzuschränken, da er einen Fehler gemacht hat und zuletzt auch einige Eigenarten entwickelt hat. Indem der Zuschauer sieht, dass der HAL 9000 das alles mitbekommt, wird die Spannung drastisch angehoben und es geschieht, wie man es vermutet hat. Er demonstriert seine Macht. Und den Dialog zwischen ihm und Dave fand ich auch wirklich gut. Auch die nachfolgende Szene in der Dave den Supercomputer ausschaltet hat Qualität.
Insgesamt war ich mit dem dritten Teil zufrieden und hoffte, dass der Vierte das Niveau und die Spannung aufrechterhalten kann.

Doch dann kam der "LSD-Trip". Für einige mag dieses Farbenspektakel ja berauschend sein, aber wie oben beschrieben ist das nichts für mich und es "turnt" mich auch nicht an. Anschließend sieht Dave noch sich selbst in Älter und der sich selbst wieder in Älter und usw. Das finden ja viele so toll und stufen es als klasse Idee ein, aber für mich hatte es irgendwie keine Aussagekraft. Ich habe mir dann auch darüber notgedrungen Gedanken gemacht, und bin auch zu Ergebnissen gekommen, aber es ist einfach ein Bereich, der mich nicht wirklich interessiert. Und dann musste auch wieder dieser Monolith kommen. Ganz ehrlich dieses Teil hat mich von der ersten Sekunde an, auf gut Deutsch gesagt: nicht "gejuckt". Dieses Göttliche, Magische, Außerirdische, was viele Leute darin sehen, kam bei mir einfach nicht an.

Ich bin von dem Film nicht enttäuscht, weil bei Kubrick kommt immer was Verrücktes bei rum, wie hier auch. Aber der Streifen war in weiten Teilen dann doch zäher als rohes Rindfleisch vom örtlichen Metzger. Die schauspielerischen Leistungen waren durchschnittlich und die wenigen und zum Teil langweiligen Dialoge waren natürlich für einen Liebhaber in diesem Bereich wie mich, ein Stich in die Brust.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mir den Streifen nicht mehr anschauen werde. Ne, sorry, der war einfach nichts. Zumindestens nicht für mich.

Und zu guter letzt habe ich noch eine Frage an euch, die Community, die ich gerne beantwortet haben würde:

Was fandet ihr so philosophisch an diesem Film? Worüber habt ihr euch Gedanken gemacht, was für Fragen habt ihr euch gestellt? Und warum, an welcher Stelle?

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

J-Ross

Antwort löschen

Was die gehaltvollen Kommentare betrifft: Wenn ich keine finde, klicke ich auf Sortierung nach Likes. Gute Kommentare werden nicht umsonst geliked, denke ich mir oft. Vielleicht ist ja etwas Gutes für dich dabei. Würdest du dem Film eine zweite Chance geben? Oder ist's doch zu stark unzugänglich, bzw. zu zäh, was ich absolut nachvollziehen kann?


sushi97

Antwort löschen

Man kann Kommentare nach Likes sortieren? Das wusste ich noch gar nicht und weiß auch noch nicht, wie es geht.
Ich würde ihm schon eine zweite Chance geben. Freunde werden wir zwar nicht mehr, aber vielleicht nähern wir beide uns dann an. Jetzt stehen aber erstmal andere Filme auf dem Plan. Aber ich werde 2001 ganz bestimmt nicht vergessen.


YellowheadAnimations

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Mein Lieblings Science-Fiction Film! Die herrlich komponierten Bilder, die Kreativität der Designer, die genialen Effekte und die Regiearbeit Kubricks bringen mich auch nach der zweiten Sichtung zum Staunen. 2001: Odyssee im Weltraum war 1968 seiner Zeit vorraus und ist es vielleicht immer noch, so rätselhaft wirkt er. Interpretationen schlagen oft ab einem gewissen Zeitpunkt fehl, irgendwie kommt es mir so vor, als könne man sich dem Film nicht wirklich nähern. Zurück bleibt das wage Gefühl, doch tief im Inneren mehr begriffen zu haben, als man es mit Worten ausdrücken kann. Ich könnte jetzt verschiedene Interpretationsansätze nennen, finde aber, das dieses stumpfe Auseinandernehmen und Analysieren dem Film nicht gerecht wird. Man kann dem Film vorwerfen, das er zuschauerverauchtend ist, aber das ist nunmal die Stilrichtung Kubricks, die man entweder toll oder grausam findet.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

quastenflosser

Antwort löschen

Genau richtig! Bei diesem Film trennt sich dann eben die Spreu vom Weizen. ;)


Dan92

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Also so sehr ich die Filme auch mochte, die ich bisher von Kubrick gesehen habe, muss ich leider sagen: Das war nix, lieber Stanley.
Der ganze Film zieht sich wie ein Kaugummi, der schon seit geraumer Zeit nur die Unterseite eines Schultisches gesehen hat. Wahrscheinlich ist man einfach schon von den heutigen Schnitttechniken verwöhnt, aber jedenfalls haben mich die extrem in die Länge gezogenen Aufnahmen einfach nur genervt. Wozu muss man sich denn 5 Minuten lang ein Raumschiff ansehen, das durch das All fliegt? Sollte das irgendwie die Handlung vorantreiben? Wohl eher weniger...
Die Handlung an sich finde ich ganz interessant, bloß die Inszenierung eben nicht. Es ist ja auch gut, wenn man sich so was Komplexes ausdenkt, aber trotzdem konnte mich der Film nie fesseln, geschweige denn Spannung aufbauen. Dazu war er einfach zu langatmig. Einzig die Szenen mit HAL 9000 waren wirklich gut. Seine Entwicklung von einem Computer zu einem Wesen mit Gefühlen war schon nicht schlecht, aber das rettet halt nicht den ganzen Film.
Aber ich kann verstehen, warum 2001 heute Kultstatus besitzt, so waren ja zum Beispiel die Effekte für die damalige Zeit wirklich erste Sahne. Aber gute Effekte machen eben noch keinen guten Film und so bleibt 2001 für mich doch einer der überbewertesten Filme aller Zeiten. Jetzt muss auch niemand kommen, dass ich den Film wahrscheinlich einfach nicht verstanden hätte. Wir haben ihn in der Uni wirklich ausführlich diskutiert und interpretiert, aber meine Meinung bleibt die selbe. Definitiv nicht meine Sorte Film, dann guck ich mir lieber einmal mehr Shining oder Clockwork Orange an.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Sandsturm

Antwort löschen

Die langsamen Szenen spiegeln eigentlich genau wieder, wie trotz der Schnelligkeit eines Raumfluges das Drumherum umso zeitlupenhafter abläuft - sieht man auch bei heutigen Außen- und Innenarbeiten an bzw. in der ISS.

Extrem wird das als z.B. Bowman zwar hektisch schnaufend aber nur im Schneckentempo seine Fähre aus dem Hangar bugsieren kann, als er seinem trudelnden Kollegen hinterhereilen will.

Alleine die Szene, als der Affe das erste Mal einen Artgenossen niederknüppelt und tötet, ist episch und gruselig ohne Ende. (Viele empfinden ja auch die ganze Dawn of Man-Episode sterbenslangweilig - mich fasziniert sie jedes Mal)


Dan92

Antwort löschen

Ist ja auch gut, wenn man physikalisch genau bleiben will, aber deswegen muss das ja trotzdem nicht in aller Ausführlichkeit zeigen.
Naja, ist halt Geschmackssache. Mein Geschmack trifft das Ganze wie gesagt nicht...


mrfranky

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Royal Kino Frankfurt Anfang der 80ziger jeden Sonntag um 11h im Matinee.
Niemals im TV schauen,nur im Kino am Besten in 70mm.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Sandsturm

Antwort löschen

Jein - ich habe mal einen 70mm-Film letztes Jahr gesehen.

Vorteil: Ultrascharf und wahnsinniger Kontrast selbst in den Tiefen (z.B. Affen in der Nacht)

Nachteil: ... und der war gewaltig. Rotstichig ohne Ende. Alle hellen und erst recht die weißen Flächen waren hellrot.

Ich würde mir wünschen, dass die Qualität der auf dem Markt erhältlichen BluRay irgendwie digital auf die Leinwand geworfen wird. Sie ist genauso scharf UND farbtreu.

Bildschirm zu Hause ist schon OK - wenn er einigermaßen groß ist und man die BluRay hat. Aber du hast recht, eine große Leinwand ist noch beeindruckender.


ihre-herrlichkeit

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Demut.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

gunslinger

Kommentar löschen
Bewertung1.0Ärgerlich

So endlich geschafft...
Der Film ist wie ein schlechter Bob Ross. ("Blasphemie!" werden einige rufen)
Er ist eine super Einschlafhilfe, zeigt schöne Bilder mit sehr guten Effekten aber bei Bob Ross wechseln die Bilder häufiger und... Achtung... die Dialoge sind fesselnder.

Mag sein dass viele den Film für sehr künstlerisch halten, was er auf gewisser Weise ja auch ist (Effekte), aber durch die Kaugummi-Erzählweise schläft mein Hirn eher ein anstatt zum Mitdenken angeregt zu werden.
Ich musste den Film fünfteln (immer wieder weggenickt) um ihn endlich bis zum Schluss zu gucken, was den Mitdenkprozess sicherlich nicht gefördert hat.

Meine Gedanken schweiften beim gucken viel zu oft ab:
"daraus könnte man nen super Honest-trailer für Domino-Steine machen"
"Hab ich noch was zu rauchen?"
"Diese unsympathischen, humorlosen Astronauten würde ich auch umbringen"
"Was der läuft erst 15 Minuten?"

Was bleibt sind die auch heute noch guten Effekte und ein ausgeschlafenes Individuum...
Ich

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Fu-Jay

Antwort löschen

Warum muss man bei Meinungsverschiedenheiten eigentlich immer so bitchy werden?


mannypenny

Antwort löschen

Aber klaro, es gibt doch FACK JU GÖTE, oder TRANSFORMERS, oder MARVEL oder oder oder....Das ist echt geil. Aber nicht das Popcorn verschütten.
Oh sorry......wie kann ich nur so böse sein.


MisterSklave777

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Hier braucht nicht viel zu sagen: Sehr anspruchsvolles Kino! Das ist ein Film Sehen und Hören. Er ist philosophisch und ziemlich gut.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sachsenkrieger

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Achtung. Der Film enthält Spoiler meines Kommentars ;-)

Der Film ist unbestritten ein überragendes visuelles und auditives Erlebnis der Superlative, seiner Zeit um zehn bis zwanzig Jahre voraus. Als ich ihn in den 80ern das erste Mal sah, kann ich nicht übermäßig begeistert gewesen sein, denn bis heute habe ich ihn mir nie wieder angesehen. Eine endgültige Bewertung kann ich mir nach der Zweitsichtung, die nach so langer Zeit eher eine erste ist, immer noch nicht erlauben. Dazu ist dieses philosophische Werk einfach zu vielgestaltig.

Kubrick sagte, jeder müsse sich selbst sein Bild von diesem Film machen, es gäbe keine eindeutige Interpretation. Ohne auf meiner Meinung zu beharren, sehe ich, als überzeugter Agnostiker, nach dieser Sichtung im Monolithen schon das Göttliche. Der Monolith steht für den göttlichen Funken, den wir uns wohl fast alle in der einen oder anderen Form erhoffen, weil es für uns unvorstellbar ist, allein zu sein im Universum. Er steht aber auch für die stetige und rastlose Suche des Menschen nach dem Sinn, nach dem Plan, nach dem Schöpfer aller Dinge.

Dies ist nur ein kurzer und weitestgehend grober Versuch einer Erstdeutung meinerseits, die sich wirklich niemand antun muss. Den Film sollte man allerdings auf jeden Fall gesehen haben.

Am Anfang steht der Monolith, der unversehens in Afrika auftaucht, für den Missing Link, die Erhebung des sich entwickelnden Menschen über den Rest der belebten und beseelten Natur. Der Mensch lernt, Werkzeuge zu nutzen, sie als Waffe zu nutzen, mit ihnen andere Lebewesen zu töten, sie zu essen und sich dadurch beschleunigt weiterzuentwickeln. Schließlich lernt er es, seine eigenen Artgenossen damit zu kontrollieren, zu vertreiben, zu töten.

Dann passiert 4 Millionen Jahre anscheinend nicht viel Weltbewegendes. Der Mensch konstruiert immer raffiniertere Werkzeuge, perfektioniert das Töten, das von Tieren und auch das der eigenen Artgenossen, und isst und perfektioniert und kontrolliert und isst und vertreibt und tötet. Bis die Menschheit auf dem Mond, dem ersten Ziel einer Weltraummission, einen weiteren Monolithen findet. Bei Berührung durch einen Menschen sendet der Monolith ein Signal zum Jupiter, zu dem wenig später eine weitere Mission aufbricht.

Aber die Menschen versuchen, das Göttliche mit Intelligenz und Logik zu begreifen, einer gottgegebenen Eigenschaft. Sie haben sich weit von ihrer Natur entfernt, weit von allen Religionen, mit denen sie Jahrtausende versucht haben, ihren Schöpfer zu finden oder zu definieren. Sie sind abgestumpft, emotionslos, fast schon selbst wie die mittlerweile von ihnen erfundenen Computer. Kubrick arbeitet hier z.B. viel mit ständig wechselnden Kameraperspektiven in der Schwerelosigkeit. Das sieht nicht nur phantastisch aus, sondern symbolisiert vielleicht auch die Orientierungslosigkeit des Menschen, der keinen festen Punkt im Universum, in der Schöpfung findet.

Die Menschen haben Supercomputer wie HAL-9000 gebaut, die ihnen helfen sollen, sie dem Monolithen/Gott näher zu bringen. Letztendlich scheitert dieser Plan, HAL-9000 zeigt sich allzu menschlich und erhebt sich über seinen Schöpfer. Der Mensch schaltet sein fast zum Menschen erhobenes Werkzeug ab, wobei Kubrick HAL noch sinnigerweise, mit zunehmend ersterbender Stimme, "Hänschen klein" singen läßt.

Hänschen klein
Ging allein
In die weite Welt hinein.
Stock und Hut
Steht ihm gut,
Ist gar wohlgemut.
Doch die Mutter weinet sehr,
Hat ja nun kein Hänschen mehr!

Darufhin nähert sich das mittlerweile letzte Missionsmitglied ohne fremde Hilfe dem Monolithen. Nach einem etwas verwirrenden Alterungsprozess sieht man einen sterbenden Menschen, der nach dem Monolithen greift. Ist vielleicht der Tod die einzig wahre Tür zum Schöpfer? Dann erscheint der Embryo in der Fruchtblase, mit glänzendem, unschuldigem Blick schaut er auf die Erde. Alles beginnt von vorn, die Suche ist lange nicht zuende, der Weg ist das Ziel, wir haben noch eine lange, lange Reise vor uns, bis wir ....................???

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SchorschDiego

Kommentar löschen

Ein Film, den man nicht als typischen Film betrachten darf. Typisch Kubrick, er lässt den Zuschauer mal wieder verstört zurück, der dann noch Stunden im Sessel sitzen könnte und über das Geschehene nachdenkt. Es gibt vermutlich keine gängige Interpretation, mit der sich der Film erklären lässt. Ist eine Interpretation oder eine Analyse überhaupt möglich? Ich glaube nicht, man kann ihm nur nahe kommen, wirklich greifbar wird er nie.

Der schwarze Monolith, der immer wieder auftaucht, steht symbolisch für den ganzen Film. Aber für was steht der Monolith? Er macht im Grunde nichts, aber dennoch scheint von ihm eine unfassbar starke Energie auszugehen, die die Handlung drastisch vorantreibt. Steht es für Gott oder ist es ein Kunstwerk, das sich jeder Interpretationsmöglichkeit verschließt? Er steht einfach nur im Raum, ist schwarz und schlicht. Genau diese Banalität verstört und verwirrt mich als Zuschauer. Ist der Monolith vielleicht selbst eine Kunstfläche, wie beispielsweise eine Leinwand oder ein Bildschirm, auf der man sich als Künstler austoben kann? Ich könnte noch tausend solcher Fragen stellen, aber eine klare Antwort wird es nicht geben.

(SPOILER)
Ich persönlich kann zu jedem Kapitel Ansätze von Interpretationen kreieren (natürlich ohne klares Fazit) bzw. kann mich damit auseinandersetzen. Nur bei dem letzten Kapitel, als der Astronaut in irgendeinem Raum ist und in verschiedenen Altersstationen gezeigt wird und letztlich wieder zum Säugling wird, fällt es mir sehr schwer. Wird er von Aliens festgehalten und beobachtet? Möchte Kubrick hier überhaupt etwas rationales vermitteln oder will er bewusst, dass der Zuschauer nur staunen und rätseln soll? Sollen wir in diesem Teil womöglich nur ein Gefühl wahrnehme und dadurch erkennen, dass unser Bewusstsein Grenzen hat? Und was bedeutet die Wiedergeburt und Rückkehr zur Erde? Ist das der nächste Schritt der Evolution, wie er schon bei den Affen von den Aliens initiiert wurde?

Beeindruckend ist einfach, dass der Film ein absolutes Novum war; voller Innovation. Selten wurde ein Film so oft parodiert und imitiert wie 2011: Odyssee im Weltraum. Deshalb kamen mir so viele Elemente bekannt vor, ohne den Film jemals gesehen zu haben. Was mir ebenfalls eine Gänsehaut bereitet hat, war als HAL "stirbt". Künstliche Intelligenz, die bettelt, fleht und sogar Angst haben kann. Totale Stille und nur HALs sanfte und bittende Stimme. Wahnsinn... Auch hier bleibt die Frage offen, hat HAL wirklich Gefühle oder war das Zeigen von Gefühlen lediglich rationales Kalkül, um nicht abgeschaltet zu werden?

Ich möchte dem Film keine Note geben, da er kein typischer Film ist, wie die meisten die man hier bewerten kann und die ich bewertet habe. Ich sage auch nicht, dass er ein Kunstwerk ist, da alle Filme Kunstwerke sind. Er ist ein einziges Rätsel, mit dem man sich sein Leben lang beschäftigen kann.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Sandsturm

Antwort löschen

Achtung Spoiler!!!

Letzter Raum:

1) Bowmann sieht sich selbst um Jahre gealtert vor sich stehend im Raumanzug. Beim Blick zurück ist der jüngere Bowman samt Raumkapsel weg.

Bowman sieht sich im Spiegel und erkannt sich selbst: Er träumt also nicht.

2) Bowman sieht sich selbst um Jahre gealtert vor sich sitzend beim Essen. Beim Blick zurück ist der jüngere Bowman samt Raumanzug weg.

Bowman schusselt und wirft ein Glas um welches zerbricht: Er träumt also nicht.

3) Bowman sieht sich selbst um Jahre gealtert vor sich liegend beim Sterben. Einen Blick zurück schafft er nicht.

4) Bowmann sich sich selbst um Jahre gealt … vor sich … beim …

Hier versagt wohl der menschliche Geist. Hinter seinen Tod kann er nicht blicken.

4a) Bowman sieht vor sich stehend den Monolithen.

Black Box. Gott? Superintelligenz? Ein Katalysator zur nächsten Evolutionsstufe?

Eine echte Wiedergeburt ist es ja nicht. Zuerst schwebt Bowman über dem Bett und unmittelbar danach zwischen Erde und Mond im All in einer Fruchtblase - von der Erde aus gesehen „im Himmel“.
Als reales Baby auf der Erde erscheint er jedenfalls nicht.

Bedeutung? Wenn ich das wüsste.


SchorschDiego

Antwort löschen

:D Ja, der letzte Teil ist am verwirrensten und die Analyse-Versuche im Netz sind teils sehr verrückt. Aber auch sehr interessant.

http://www.filmzentrale.com/rezis/2001sk.htm
Diese Analyse find ich fast genauso interessant wie der Film selbst.


Davki90

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dies ist kein Film, sondern ein Kunstwerk in Bewegung, dass einem jede menge Rätsel hinterlässt. Es gibt kaum Dialoge nur Raumschiffe und Tiere (manchmal) auch Menschen die sich bewegen. Mich hat es trotzdem irgendwie fasziniert, da es für damalige Zeit gut gemacht war. Standley Kubrick war halt ein wahrer Filmkünstler, der mit seiner Einzigartigkeit und technischen Präzision punkten konnte. Auch heute sind seine Filme wahre Meister und Kunstwerke, die man immer wider anschauen kann!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Sandsturm

Antwort löschen

ET-Raum:
Bowman sieht sich vor sich stehend um Jahre gealtert. Beim Blick zurück ist der jüngere Bownamn samt Kapsel weg.

Bowman sieht sich im Spiegel: Er träumt also nicht nur.
Bowman sieht sich zum 2. Mal um Jahre gealtert, nun schon sitzend (und essend). Beim Blick zurück ist der jüngere Bowman samt Raumanzug weg.

Bowman schusselt und wirft ein Glas zu Boden, das zerspringt. Er träumt also wieder nicht nur.
Bowman sieht sich zum 3. Mal um Jahre gealtert, nun schon liegend - im Sterbebett. Einen Blick zurück schafft er nicht mehr.

Der Reihe folgend müsste er sich wieder um Jahre gealtert sehen. Da er aber schon im Sterben liegt müsste er sich also sehen, nachdem er gestorben ist. Passiert aber nicht. Stattdessen sieht er den Monolithen. Black Box.

Gott? Superintelligenz? Katalysator in die nächste Evolutionsstufe wie bei den Affen?

Eine richtige Wiedergeburt ist es jedenfalls nicht, er schwebt ja zuerst am Ort des verstorbenen Bowman und unmittelbar darauf zwischen Erde und Mond in einer Fruchtblase - von der Erde aus gesehen quasi "im Himmel". Auf der Erde wird er jedenfalls nicht als Baby wiedergeboren.

Was das bedeuten soll? Ich weiß es nicht.


Samweis_Gamdschie

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Über die 6.9 Community Wertung muss man einfach lachen. Was ist nur los mit "moviepilot". Der Film gehört zu den wichtigsten Filmen der Geschichte. Ebenfalls ist er der wohl intelligenteste Film den es gibt. Ganz klar einer der Besten aller Zeiten.
Ein Meisterwerk von Kubrick.
Über den Film muss man ja nichts mehr schreiben, jeder sollte ihn sich mal angesehen haben.
Ein Film über den man sich stundenlang mit Freunden unterhalten kann.
Ein Film der dem Zuschauer 1000. Fragen stellt, aber wir keine einzige Beantwortet bekommen.
Einfach nur grandios.

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

cyberpunky

Antwort löschen

Hab ihm ja auch eine 9.0 gegeben, aber das die Mehrheit nach spätestens 30 Minuten abschaltet kann man verstehen!


MaceWindu1998

Antwort löschen

Ja, zu Community zählen leider auch die dazu, die sich einen Film anschauen, um pausenlose Action und Humor sehen wollen :(
Guter Kommentar!


Nebular65

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Ich hatte wahnsinnig Angst davor eine Kritik über 2001 zu lesen, nachdem ich den geguckt habe. Mir hat der Film mega gut gefallen. Es war einer dieser Filme wie z.b. Shawshank Redemption und Alien 2, die ich zweimal gucken musste, bevor sie mir gefielen. Nach dem ersten mal Sehen, hätte ich dem Film 4,5 gegeben. Jetzt 9,5. Was hat sich geändert? Gar nichts. Am Anfang war ich ebenso gelangweilt wie der Durchschnittszuschauer. Kubrick hat hier einen Science Fiction Film geschaffen, der sooo anders ist.
Meine Bekannten und Verwandten sagen "cool, zwei ein halb Stunden nervenzerfetzende Spannung" (Ironie). Ich sage: Der Film ist in dem Affenkapitel viel zu lang gestreckt und überdehnt. Die Szenen mit den Raumschiffen sind sehr gut. Der letzte Part in dem komischen Zimmer ist besonders merkwürdig und spannend. Als der Protagonist sich selbst gegenübersteht verspüre ich die gleiche Spannung, wie auch in Shining.
Alles in allem ist dieser Film bei meinen Top 5 SciFi Filmen.
Der Film ist faszinierend (Spock würde dasselbe sagen), mit toller Musik ergänzt und im letzten Kapitel unglaublich spannend und (für mich zumindest) sehr gruselig.

Toller Film, kann ich nur empfehlen. Das ist mal ein Science Fiction, der seine Qualität nicht aus den Laserwaffen bezieht.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Val Vega

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

„Ich habe versucht, ein visuelles Erlebnis zu schaffen, welches die sprachlichen Einordnungsschemata umgeht und mittels eines emotional-philosophischen Inhalts direkt zum Unterbewusstsein vordringt. Ich war bestrebt, den Film als intensiv subjektive Erfahrung zu kreieren, die den Zuschauer auf einer inneren Bewusstseinsebene erreicht, genauso wie Musik; eine Beethoven-Symphonie zu ‚erklären‘ würde sie entzaubern, durch die Errichtung einer künstlichen Schranke zwischen Konzeption und Wahrnehmung. Es steht jedem frei, über die philosophische und allegorische Bedeutung des Films zu spekulieren – und derartige Spekulation ist ein Anzeichen dafür, dass es gelungen ist, das Publikum auf einer tiefen Ebene zu berühren – aber ich möchte keine verbale Deutung für 2001 aufstellen, der sich jeder Zuschauer verpflichtet fühlen wird, in der Befürchtung, andernfalls den Kern nicht erfasst zu haben.“

Ich sitze also vor dem Computer und versuche in Worte zu fassen was ich gesehen habe. Doch was habe ich gesehen? Damit fängt es doch schon an. Worum dreht sich dieser Film überhaupt? Hat dieser Film überhaupt einen klaren Handlungsfaden? Ich persönlich denke, dass „2001“ ein Film über Kunst ist. Ich denke, dass dieser schwarze „Monolith“ ein Kunstobjekt darstellen soll. Ein Kunstobjekt, stellvertretend für die Kunst selbst, immer anwesend in der Menschheitsgeschichte. Ein Kunstobjekt, dass Verändern kann – zum Guten und zum Schlechten – oder eben auch gar nichts verändert. Das sei jedem selbst überlassen, wie er das Interpretieren mag.

Was nach diesem Film bleibt, ist die pure Sprachlosigkeit. Obwohl wenig geschieht, wenig gesprochen wird, ist man ja ständig vom Geschehen angezogen. Es ist auch ein Film der Ästhetik. Meistens untermalt von wunderbaren Klängen klassischer Musik, faszinieren die durch und durch choreografierte Bilder, die in ihrer einzelnen Gesamtheit jeweils wie Kunstwerke aus einem Museum wirken.

Viel lässt sich über 2001 nicht sagen, außer, dass man von diesem Film halten kann was man will – vielleicht steht er ja auch dafür wie sehr subjektiv KUNST doch eigentlich ist . Für mich ist dieser Film ein Meisterwerk.

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 27 Antworten

BenAffenleck

Antwort löschen

Vorher übernehmen wohl eher die Affen wieder das Ruder...


Ben Kenobi

Antwort löschen

Wie recht du da vermutlich hast... :(


Laserdance

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Typisch Kunst. Für einige genial für andere Schrott.

Ich habe den damals als Kind mit meinem Vater im Kino gesehen. Und logo nicht verstanden. Interessant war aber. Dass mein Vater meinte. Er hat ihn auch nicht verstanden :-)

Heute lange Zeit danach muss ich sagen. Ich verstehe ihn immer noch nicht.

Es bleibt ein langweiliger bzw lahmarschiger Beginn. Es wird dann halbwegs spannend mit Hal und gegen ende driftet das ganze ins Surreale.

Mehr als 5 sind einfach nicht drin. Ein Film soll ja nicht nur 15-25 Minuten spannend sein.

Im Anbetracht des Hypes um diesen Film kann ich jeden verstehen der unter 5 bleibt.

Man denkt sich wunder was. Was da wohl Geniales kommen mag. Und am ende guckt man schon echt etwas konsterniert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

Laserdance

Antwort löschen

Hast Du nicht behauptet war nur eine anmerkung von mir. Ohne zusammenhang :-)


SchorschDiego

Antwort löschen

ok, alles klar ;)


Pherano

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

ACHTUNG SPOILER!!!

"2001: Odyssee im Weltraum": 1968 veröffentlicht! Da denkt man sich natürlich "Himmel, was wird das wohl für ein Film mit ganz vielen Plastikraumschiffen werden". Der Trailer sagt einem ja überhaupt nix. Auf diesen Film bin ich dank Filmen wie Gravity gestoßen. Man hat viel verglichen und nun wollte ich mich selbst überzeugen.

Keine Frage: Der Film fängt affig an! Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Äffchen finde ich sehr krass. Nur das mir von dem Gekreische nach schon 3 Minuten die Ohren wehtaten. "Bitte" und "Danke" sagen zählt danach zur Tagesordnung im All. Viiiiiel netter als im tatsächlichen 2001 bis heute. Was mich aber eher fasziniert, ist die Technik die hier gezeigt und in Szene gesetzt wurde. Für einen Film wie diesen habe ich mir das Billigste aller billigen Sequenzen vorgestellt. PUSTEKUCHEN! Selbst in der heutigen Zeit können sich SciFi-Movies eine gewaltige Scheibe von "2001: Odyssee im Weltraum" abschneiden. Sämtliche Aufnahmen (wie auch diese der Raumschiffe, des Mondes usw) sind meiner Meinung nach für solch einen Streifen schon fantastisch in Szene gesetzt.

Die Story an sich... Naja, man mag darüber streiten. Sie ist in Ordnung und bietet dem Zuschauer echtes Weltall-Feeling. Allerdings kann man aber auch die Frage stellen, ob es hier eine handfeste Story gibt? Klar gibt es sie... Man muss sie nur verstehen. Ich fand sie okay, aber nicht überragend. Natürlich steht die Dramatik in Vordergrund und das ist auch völlig in Ordnung. Für meinen Geschmack hätte man da aber etwas mehr Wumms präsentieren können. Und damit meine ich kein Wumms in der Form von Explosionen oder sonstiges. Leute, ich weiß es selbst nicht genau... Wirklich, ich finde die Story echt okay und alles sehr genial umgesetzt aber ich weiß nicht...

Was leider noch ziemlich abnervt, ist der Soundtrack! Es kennt ihn jeder. Das ist auch nicht einmal soooo dramatisch. Aber das fast mehr Soundtrack & Atmen (man könnte es auch als leichtes Schnarchen be"hören") vorhanden ist, schreckt einen schon ein wenig ab. Zumal die Musik großteils ja wenig Dramatik auswirkt. Ganz ehrlich: Was das mit dem Soundtrack betrifft könnte man glatt einen mit Lieder zugemüllten Disney-Film vergleichen! Aber auch DAS ist Geschmacksache!

Hier noch etwas in eigener Sache (fasst es als Ironie auf):
Ich als iPhone-Nutzer habe aber jetzt besonders viel Angst weiterhin meine Gespräche mit Siri zu führen. HAL 9000 ist am Anfang ein echt dufter Kerl. Redet zwar etwas durch die Blume, aber man hat ihn trotzdem gerne. Aber was er im Laufe des Films so abzieht, ist das allerletzte. Da kommt nicht ein einziger Virus oder sonstige Malware dran. Dieser Computer ist einfach nur episch! Ich habe auch mit Siri darüber gesprochen und sie gefragt ob sie HAL kennt. Daraufhin: "Jeder weiß, was mit HAL passiert ist. Ich möchte lieber nicht darüber reden."... EPIC! Ich bin mir sicher, dass wenn ich das nächste Mal irgendwas falsch mache, mich Siri nie wieder in meine Wohnung lässt. WAS FÜR EINE VORSTELLUNG! oO Jedenfalls habe ich mir geschworen, kein einziges Wort mehr mit Siri zu sprechen!

Fazit: "2001: Odyssee im Weltraum" ist ein unglaublich guter Klassiker mit diversen Schwächen. Dazu gehören meiner Meinung nach die Soundtracks und dieses visuell-gesehen viel zu langatmige Ende. Dieses Ende ist wirklich einfach nur nervig ohne Ende. Das Ganze gefühlte 5 Minuten ununterbrochen laufen zu lassen, ist schon krass! Nix für Epileptiker! Aber sonst kann man sagen, dass "2001: Odyssee im Weltraum" ein erstaunlich guter Film ist. Mit Effekten und der Technik, die ich in keinem Klassiker sehen durfte. Ein Wunder für mich, dass dieser Film so viele Fans hat? Nicht wirklich, sondern eher absolut nachvollziehbar!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

SchorschDiego

Antwort löschen

Ich kann deine Kritik zum Teil nachvollziehen. Aber genau die Dinge, die du negativ bewertest, wurden absolut bewusst so gemacht. Gerade was den Soundtrack und die Langatmigkeit betrifft. Gerade das macht ihn doch so erfrischend anders. Schade, dass dir der Soundtrack nicht gefällt. Für mich hatte jeder Track, egal ob nervig oder langatmig, immer den richtigen Effekt.


Sidious

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Nie zuvor hatte ich derartige Schwierigkeiten einen Film zu bewerten wie bei 2001 - Odyssee im Weltraum. An sich bedient der Film genau das, was ich mag; eine Geschichte größeren Ausmaßes epochal umgesetzt mit einprägsamer musikalischer Untermalung und großartigen visuellen Impressionen. Der Zwiespalt beruht auf der Art und Weise, wie der Regisseur den Film umgesetzt hat. Einerseits wird dem Zuschauer zugemutet, sich der eigenen Fantasie zu bedienen, wenn Sachverhalte nicht weiter erklärt werden, andererseits werden manche Dinge unnötig präzise ausgeführt, sodass auch ein Narr im Stande ist, dem Gespräch zu folgen. Persönlich mag ich eine solche Inkonsistenz einfach nicht. Das Ende ist mir auch ein wenig suspekt, allerdings vom visuellen Aspekt her auch heute noch sehenswert. Darin liegt auch die größte Stärke des Films begründet, die visuellen Effekte, die erst 10 Jahre später von "Unheimliche Begegnung der Dritten Art" und "Star Wars" getoppt werden, untermalt mit einem großartigen Soundtrack lassen den Film zu einem Werk werden, dass auch ohne Story gut funktioniert. Das Bewertungs-Intervall reicht bei mir von 6,5 -8,5 Punkten, da kann ich mich leider nicht festlegen, nehme also das arithmetische Mittel 7,5.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Sidious

Antwort löschen

Nur zu, Du hast die Diskussion doch angeregt, also, inwiefern überragen die Spezialeffekte in 2001 - Odyssee im Weltraum die von Krieg der Sterne oder Unheimliche Begegnung der Dritten Art ?
Viele Grüße.


SchorschDiego

Antwort löschen

Wenn man eine Diskussion anregt, sollte man wirklich nicht sagen "okay, jetzt sage ich nichts mehr". Dann hättest du die in der Tat nicht anstoßen sollen.


Jaime_Ginstik

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es ist schwierig, zu diesem Film noch etwas zu schreiben, was nicht längst schon -
bei 290 Kommentaren - getippt worden wäre. Deshalb hier nur kurz meine subjektive Meinung.
Es ist kein Film auf der Grundlage eines Buches und es existiert kein Buch zum Film. Sondern: Ohne Buch, kein Film. Ohne Film, kein Buch.
Für mich ist es die nahezu perfekte, wobei wohl auch einzige Symbiose dieser Art, die es gibt. Der Film setzt den Inhalt des Buches visuell um. Ohne Erklärung. Das Buch erzählt eine Geschichte. Ohne etwas groß zu veranschaulichen. Beides zusammen ergibt das Ganze. Eigentlich schon damals ein Konzept für die Zukunft. Eigentlich ...
Ach ja, und noch etwas: Gibt es auch andere Filme ohne Geräusche im Weltraum?

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Jaime_Ginstik

Antwort löschen

Oh. Ok, danke! Den habe ich noch vor mir.


Sandsturm

Antwort löschen

Wobei bei Gravity einmal eine Zündung zu hören ist obwohl aus dem All gefilmt wird. Da nahm wohl das Actionfieber überhand.


Big_Kahuna

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Es ist schlichtweg nicht zu fassen, dass dieser Film über 40 Jahre alt ist.
Kubrick in Formvollendung, nicht greifbar, zeitlos, kunstvoll.
Mehr sage ich nicht.

bedenklich? 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

Ben Kenobi

Antwort löschen

Nie. :D


JonnyvsSherlock

Antwort löschen

Erstmal werden jetzt "Star Wars Episode 5&6" geguckt. Die neue Trilogie spar ich mir erstmal. Auf 'nen sprichwörtlichen Herzinfarkt kann ich diesen Monat erstmal verzichten;) Vielleicht ist dann ja Zeit für "2001"...


Schlegel

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Score-Notiz: Zu den grossen Dramen der Filmgeschichte zählt Alex Norths Beteiligung an "2001"; Kubrick hatte sich an den Temp Tracks festgebissen und liess den Score von North einfach fallen. Zu hören sind stattdessen Richard Strauss, Johann Strauss, Aram Chatschaturjan und György Ligeti. Der Film profitiert vom importierten Bedeutungskontext dieser Musik, vielleicht wäre er ohne diesen sogar in sich zusammengefallen.
Das ist besonders bei Ligetis "Kyrie" zu merken. In den römisch-katholischen Totenmessen bildet das Kyrie den ersten Satz, die zentrale Textstelle lautet: "Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen." Im Film ist die Anrufung Gottes leitmotivisch mit dem schwarzen Monolithen verbunden, der übernatürliche Intelligenz und Göttlichkeit in sich vereint und die Menschheit mehrmals auf eine neue Bewusstseinsebene hebt. Dass die Geburt der jeweils neuen Art ausgerechnet mit einer Totenmesse zusammenfällt, lässt Platz für Interpretationen.
Naheliegend wäre die Annahme, dass die Geburt des einen stets den Tod des anderen mit sich bringt. Der Film kann durchgängig unter diesem Aspekt betrachtet werden, denn je höher die Menschen in der Erzählung entwickelt sind, desto mehr schaffen sie sich ab. So gesehen wäre "2001" ein filmisches Requiem, das Geburt und Tod der Menschheit in einen ewigen Kreislauf von Erkenntnis, Sündenfall und Wiederauferstehung einbettet.
Mit Alex North wäre das nicht machbar gewesen.

bedenklich? 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch