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2001: Odyssee im Weltraum

2001: A Space Odyssey (1968), US Laufzeit 133 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Kinostart 27.09.1968


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8.3
Kritiker
104 Bewertungen
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6.8
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27197 Bewertungen
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von Stanley Kubrick, mit Keir Dullea und Gary Lockwood

Stanley Kubrick spannt in 2001: Odyssee im Weltraum einen Erzählerbogen über vier Millionen Jahre, in denen ein mysteriöser schwarzer Monolit die Menschheit vor Rätsel stellt.

2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick wird in vier ‘Abschnitten’ erzählt. Am Anfang werden einige Urmenschen gezeigt, die jeden Tag ums nackte Überleben kämpfen, bis eines Tages ein schwarzer Monolith aufgetaucht, der ihr Leben von grundauf ändern sollte. Jahrtausende später, der Mensch hat längst den Weltraum erobert, fliegt eine Raumfähre mit nur einem Mann an Bord (William Sylvester) zur Mondstation Clavius. Dort zeigen ihm die Wissenschaftler einen ähnlichen Monolithen, wie zuvor bei den Urmenschen. 18 Monate später, die dritte Episode: David Bowman (Keir Dullea) und seine Crew fliegen zu einer wissenschaftlichen Mission zum Jupiter. An Bord ist der ‘unfehlbare’ Computer HAL, der die komplette Kontrolle über alle Vorgänge im Schiff hat. In der vierten Episode von 2001: Odyssee im Weltraum verlässt Bowman das Schiff, um einen schwarzen Monolithen genauer zu erforschen. Daraufhin geschehen eigenartige Dinge.

Hintergrund & Infos zu 2001: Odyssee im Weltraum
2001: Odyssee im Weltraum basiert auf dem gleichnamigen Roman von Arthur C. Clarke, der auch zusammen mit Stanley Kubrick das Drehbuch verfasste. Kubrick übernahm auch die Regie und produzierte. Auch wenn der Film bei seiner Veröffentlichung ebensosehr für Begeisterung, wie für Ablehnung sorgte, spielte 2001: Odyssee im Weltraum (OT: 2001: A Space Odyssey) bis heute über 350 Millionen US-Dollar ein. Es gab auch einen Oscar für die Speizialeffekte für Stanley Kubrick. Dennoch sollte nur die erste Fortsetzung der Romane ebenfalls ins Kino kommen 2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen. Die weiteren Romane von Clarke 2061 – Odyssee III (1988) und 3001 – Die letzte Odyssee (1997) wurden nicht verfilmt.

2001: Odyssee im Weltraum hat einen nachhaltigen Einfluss auf die spätere Film- und Fernsehwelt und ihm wird in diversen populären Produktionen Aufmerksamkeit gewidmet, ob nun in Die Simpsons als Parodie oder in ‘Space Oddity’ von David Bowie. (ST)

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  • 2001 - Odyssee im Weltraum
  • 2001: Odyssee im Weltraum - Bild 40162
  • 2001: Odyssee im Weltraum - Bild 40161

Mehr Bilder (13) und Videos (5) zu 2001: Odyssee im Weltraum


Cast & Crew


Kritiken (13) — Film: 2001: Odyssee im Weltraum

Xander8112: Xanders Blog

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6.5Ganz gut

[...]
Technisch ist „2001: Odyssee im Weltraum“ auch heute noch großartig, inhaltlich gefällt mir persönlich der Mittelteil am besten, eigentlich sogar sehr gut. Der merkwürdige Beginn und der noch viel merkwürdigere Schlussteil machen jedoch vieles zunichte, für mich persönlich hat sich Kubrick da etwas zu viel bei gedacht. Not my kind of movie. Was man dem Film allerdings hoch anrechnen muss: Man denkt über ihn nach, schließlich will man da ja auch einen Sinn drin sehen. Und sein Einfluss auf das Kino an sich ist ja auch nicht zu bestreiten.

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kobbi88: Die Drei Muscheln

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7.5Sehenswert

Enthält Spoiler

Gestern habe ich Kubricks „2001 – Odyssee im Weltraum“ gesehen. Zum zweiten Mal. Beim ersten Mal, um das gleich mal vorweg zu nehmen und mich bei 80% aller Menschen, die diesen Kommentar lesen, unbeliebt zu machen: Es waren 4 Punkte. Ja, richtig gehört. 4!
Vielleicht war es eine ungünstige Situation, ich hab den damals aus der Videothek ausgeliehen, wollte die DVD noch am gleichen Tag zurückgeben und hab ihn deshalb überstürzt in den Player gelegt. Es war sauwarm, eigentlich hatte ich keine rechte Lust. Und das Ende vom Leid waren 4 Punkte. Mit der Zeit hab ich den Film als „mir egal“ abgetan und größtenteils wieder vergessen,

Aber eigentlich kanns das ja nicht gewesen sein, gerade einem solchen Film wie „2001“ muss man ne zweite Chance geben. Und nach diversen Unterhaltungen hier, auch über meine niedrige Bewertung (Grüße an Hfonda, Martin, Ben… und all die anderen), da hab ich in letzter Zeit sehr oft drüber nachgedacht. Gestern fühlte ich mich dann soweit. Immerhin wusste ich jetzt schon, worauf ich mich einlasse, hab mittlerweile einige andere Kubrick-Filme gesehen und für gut befunden. Und auch die Rahmenbedingungen stimmten.

Also, Film rein. Und siehe da, der schwarze Bildschirm: toll. Die Musik, baut sich auf, bringt ein kribbeliges Gefühl mit sich. Das MGM-Zeichen erscheint und danach ein wunderbares Bild von drei Planeten und dazu „Also sprach Zarathustra“. Ein grandioser Moment, für mich der beste Moment des ganzen Films. Fantastisch. Auch die Affen, der Knochen als Werkzeug, die Evolution hin zum Mensch. Sozialdarwinismus. Der Flug des Knochens in das Weltall, die Veränderung zum Raumschiff. Fantastische Bilder, wunderbar unterlegt mit Musik vom für mich größten Komponisten aller Zeiten (Johann Strauss Sohn). Bilder, die ihresgleichen suchen. Wo beim ersten Versuch nur die Frage stand, warum man das zeigt, sah ich nun die geniale Kraft der Bilder. Die Effekte, die noch heute von eigentlich keinen mir bekannten Bildern in einem Film übertroffen wurden. Fantastisch.

„Here you are, Sir, Main Level please“.
Diese ersten Worte in diesem Film, nach über 25 Minuten, mir kam es vor als hätte sie die freundliche junge Dame zu mir gesagt. Ich hab den Anfang überstanden und er war grandios. Und jetzt solls bitte so weiter gehen, zum Hauptteil. Die Bilder waren weiterhin stark und haben auch einen tollen Einblick gegeben, wie sich Kubrick in den Sechziger Jahren die Zukunft vorstellte. Die Kleinigkeiten haben mir gefallen. Ob es nun Möbel oder ein Videotelefonanruf war, es war auf jeden Fall beeindruckend. Und trotzdem begann meine Euphorie schon langsam zu bröckeln. Die Gespräche begannen. Und sie führten mich nirgendwo hin. Gut, aber die waren noch nicht so wichtig, darüber wollte ich hinweg sehen, kann sich ja noch zu etwas Sinnvollem entwickeln. Und das taten sie auch, denn es kamen wieder diese beeindruckenden Stellen, in denen nicht gesprochen wurde: Als die Astronauten auf den Monolith trafen, da war ich wieder ganz oben auf meinem Staunlevel. Ich verstand und verstehe zwar den Sinn bis jetzt nicht, aber es war eine unglaublich packende Szene. Im Hintergrund der sich immer weiter steigernde Chorgesang, irgendwie wie ein mittelalterlicher Klostergesang, dazu einigermaßen karge musikalische Begleitung. Grelle überdrehte Lichter, fantastische Bilder eben. Und im Zusammenspiel hatten sie eine fast schon hypnotische Wirkung auf mich. Ich war wieder voll da, mitten drin im Film. Das kleine Tief war überwunden.
Dann begann das dritte Kapitel, wir sind im Jahr 2001. Es sind hochinteressante Gespräche, die Mission der Astronauten wird vorgestellt. Und der Computer HAL 9000. Die Evolution, die mit den Affen vom Anfang begann, hat ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden: die Maschine. Der selbstdenkende Computer. Wieder wurden überragende Kameraeinstellungen verwendet, die Bildgewalt wieder hervorgerufen, das Spiel mit Licht, mit Farben, mit Technik und Physik. Und auch inhaltlich konnte man sich auf den Konflikt von Mensch gegen Maschine einstellen. Die Kälteschlafkammer wurde zum Sarg, der Kampf Technik vs. Mensch eskalierte. Und am Ende weiß man nicht mal mehr, wer die Maschine ist. Wer überlegen ist. Wer Emotionen und Gefühle hat. Das alles war weiterhin sehr gut.
Aber der Abstieg hat so langsam begonnen, denn der Film ermüdete mich trotz seiner spannenden Themen. Er zog sich. Es wurde zum Kampf, ich musste mich wieder und immer wieder zur Aufmerksamkeit zwingen. Aber bisher sind es trotzdem nur Kleinigkeiten. Bisher wäre der Film immer noch toll.

Aber jetzt kommt das Ende. Ich habe jetzt schon länger darüber nachgedacht. Ich weiß nicht, was Kubrick damit beabsichtigen wollte. Mit diesen Farben. Was sollte das? Ich frag mich hier nicht, was Kubrick mir sagen will, sondern eher, warum er solche komischen Bilder wählt. Zugegeben, wieder war da dieser geniale Chorgesang, aber er wollte mich nicht packen, nicht mehr so fesseln, wahrscheinlich, weil durch diese Bilder, durch diese merkwürdige Darstellung von was auch immer der Realitätsbezug fehlt. Und der ist mir sehr wichtig. Ich hab einen sehr weit gedehnten Realitätsbegriff, aber mit diesem „Bildschirmschoner-Farb-Wirrwarr“ kann ich nichts anfangen. Gar nichts.
Und alles was danach kam, dieses Ende. Vielleicht lags am Farbenwirrwarr, vielleicht an mir, aber ich hab keinen Zugang mehr gefunden. Alt, Jung. Sterben. Wiedergeburt. Assoziationen hab ich auch. Zeit. Das Altern. Oder ist dieses Ende nur ein Traum? Zumindest fehlt mir auch hier wieder jeder Realitätsbezug. Und jeglicher Sinn. Ich habe darüber nachgedacht. Und ja, Kubrick wollte keine Antworten geben, sondern dass man sich selbst Fragen stellt. Aber, und mir tut es schon richtig Leid, dass ich das so sagen muss, denn es macht mir den ganzen Film kaputt, das Ende ist für mich Schwachsinn. Ich krieg keinen Zugang, ich weiß nicht wie. Ich würde gerne, aber ich kriegs einfach nicht hin. Es bleibt nur eine Frage übrig. Und die lautet nicht „Was?“ oder „Wie?“. Sie lautet wieder: „Warum?“. Leider.

Naja, sehr lange Rede, ob Sinn drin ist soll jeder selbst entscheiden. Respekt für alle, die sich durch meinen Kommentar gequält haben, für die Länge ne fette Entschuldigung:
Audiovisuell über weite Strecken das noch heute unübertroffene Nonplusultra, genreübergreifend. Inhaltlich anfangs sehr stark. Aber mit zunehmender Dauer wird es einfach zu anstrengend, den Film anzusehen, da ist der Film zu langsam. Und das Ende ist für mich so schlimm, so schrecklich, dass ich mit viel Wohlwollen noch 7,5 Punkte spendieren kann. Mehr ist einfach nicht drin.

21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 33 Antworten

kobbi88

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Wie ich mich gefühlt habe? Siehe oben ;)


Ichundso

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Weil es vielleicht auf Interesse stößt, hier ist was in den letzten 20 Minuten passiert (muss man sich also nicht durchlesen, wenn man mit der eigenen Sichtweise zufriedener ist):
Dave tritt durch das "Stargate", etwas, das man heute wohl als eine Art Wurmloch bezeichnen würde und landet im Gebiet der Außerirdischen, deren Erforschung seine Mission ist und die den Monolithen auf dem Mond platziert haben. Das Zimmer, in dem er landet, wurde von den Aliens nach dem Vorbild eines Fernsehbildes, das sie von der Erde empfingen, konstruiert. Ursprünglich war geplant gewesen, die Außerirdischen in physischer Form auftreten zu lassen, aber Probleme im Design- und Budget-Bereich führten zum Verwerfen dieser Idee und Kubrick entschied sich schließlich für die Maxime "You don't show god". Dave stirbt und erlebt die letzte und finale Weiterentwicklung der Menschheit, er wird als "Starchild" wiedergeboren und blickt auf die Erde hinab.
Das Buch endet mit den Zeilen: "For though he was the master of the world, he was not quite sure what to do next. But he would think of something."
Fun Fact: Kubrick dachte darüber nach, den Film damit enden zu lassen, dass das Starchild die nukleare Waffe, auf die am Anfang von dem Knochen umgeschnitten wird, detoniert und damit alles Leben auf der Ende auslöscht. Sehr fun also.


JackoXL: Die Drei Muscheln

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10.0Lieblingsfilm

[...] Stanley Kubrick ist 1968 ein Film gelungen, der gleich in mehrerer Hinsicht beeindruckend ist. Er war seiner Zeit weit voraus, weiter als die Unendlichkeit des Alls. Klar, irgendwann gibt es immer den Film, der seiner Zeit voraus ist. Gott sei Dank. Nur "2001" wurde niemals übertroffen. Grundsätzlich ist er der Zeit immer noch voraus. Das ist empirisch unmöglich, da nun 45 Jahre vergangen sind und unzählige Filme direkt oder indirekt durch ihn beeinflusst wurden. Es ist wohl dieser eine Moment, in dem etwas geschaffen wird, das sich in seiner Gesamtheit niemals übertreffen lassen wird.

"2001" ist eine Komposition aus visionären Verständnis für den Film, wie dessen Mittel auf den Zuschauer wirken, von seiner technischen Umsetzung wie der Kraft seiner Geschichte. Ein unglaublicher Rausch aus Bild, Ton und Atmosphäre, der sich so bisher nicht wiederholen ließ und womöglich auch nie mehr lässt. [...]

Kritik im Original 36 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

JackoXL

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Tja, hier kann man was lernen...;)


daweed

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hoffentlich lässt der extended cut nicht lange auf sich warten :)


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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10.0Lieblingsfilm

Wahnsinnig. Besessen. Kosmisch. Egozentrisch. Formvollendet. Die Steigerung all dessen, was sich früher, heute und morgen als "Kino" schimpft. Seufzer der Überwältigung aus gleitenden Bewegungen durch Raum und Zeit, die Transformation des menschlichen Individuums zu etwas Neuem, Höherem, merklich Metaphysischem. Wenn Film zur Oper, leichte Unterhaltung zur anregenden Erfahrung wird. Ein singulärer Regisseur findet das zeitüberdauernd Genuine im Science-Fiction-Film, der auf einer hochgeistigen Ebene fundamentale Zivilisationsfragen nach dem Sinn des Lebens in zwei essayistischen Bildsinfonien und einer mehr dem Erzählkino verhafteten Konfrontation von Mensch gegen Maschine und HAL gegen Bowman stellt. Von scheiternder Menschlichkeit, göttlicher Intervention, psychedelischer Vision, gewaltsamer Menschheitsgeburt, arroganter Überlegenheit und evolutionären Bewusstseinssprüngen schwarzer Monolithen, vom Knochen zum Raumschiff zu Gott. Vom Affen zum Astronauten zum Baby. Alterung, Tod, Wiedergeburt. Ligeti. Strauss. Strauß. Berührend. Verletzlich. Stimulierend. Manchmal auch ein bisschen humorvoll. Dialoge sind Bilder, sind Text, Bilder erzählen Geschichten. Geschichten über Mechanik und dem Sein im Weltall. Eine der allerschönsten Seherfahrungen. Pure Ekstase. Jede Szene unzerstörbar, jede Sekunde unersetzbar. Und Kubrick unbezwingbar.

50 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

Dox

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Sehr gute Herangehensweise für einen Kommentar zum einzig wahren Film der Superlative, auch sehr gelungener Kommentar nebenbei. ;-) Ich frage mich nur, weshalb ich kein Herz neben der 10 sehen kann bzw. wie man, nachdem man diesen Film gesehen hat, überhaupt noch andere Filme als "Lieblingsfilme" bezeichnen kann? Antworte mir schnell, denn ich brauche dringend einen Grund, damit ich meine Liste nicht auf nur diesen reduziere. ;D


NWO@Movie

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Das einzige was mich an diesem Film stört ist

HOW MAN BEGAN

Wir sind gefallene Engel und keine aufrechtgehende Affen.


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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8.5Ausgezeichnet

[...] Das fantastische Abenteuer ist nicht einfache Science Fiction, die überdies das Genre jedoch auch nachhaltig beeinflusst haben dürfte, sondern ein mit Skepsis, bitterer Ironie und Zynismus vorgelegter (gesellschaftlicher) Gegenentwurf. [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Oceanic6: CinemaForever

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9.0Herausragend

"‚2001‘ ist wie eine Oper komponiert – die Ouvertüre in ‚The Dawn of Man‘, der Hauptteil im Jahre 2001 und der tragische Schluss –, doch zugleich so offen und verletzlich wie eine tiefe Wunde. Es entbehrt daher nicht nur eines Fazits. Es gibt kein Fazit. Oder wie sich Arthur C. Clarke ausdrückte: ‚Wenn Sie 2001 vollständig verstanden haben, haben wir versagt: Wir wollten viel mehr Fragen stellen, als wir beantwortet haben.‘" (Ulrich Behrens bei Filmstarts.de)

Wie soll man ein epochales Werk, welches in knapp 143 Minuten die Evolutionsgeschichte der Menschheit (bzw. des Lebens im All), Raum und Zeit, die Bedeutung von Technik und Fortschritt und noch so vieles mehr thematisiert, in Worte fassen?

Zur Technik braucht hier nicht viel gesagt werden, der Film zählt nicht ohne Grund zu den einflussreichsten Filmen aller Zeiten. Nahezu perfekt inszeniert, hat er nicht nur den Grundstein für Sci-Fi-Klassiker wie Blade Runner und Alien gesetzt, sondern bleibt zugleich mit seiner Inszenierung bis heute einzigartig. Opernhaft, wenn die Raumschiffe zu klassischer Musik wie "An der schönen blauen Donau" im endlosen Raum zu tanzen scheinen. Tragisch, wenn man die Evolution des Homo Sapiens mitanschauen (mitertragen?) muss. Philosophisch, religiös, mystisch, rätselhaft, nie wieder hat ein Film all diese Punkte technisch dermaßen überzeugend zu einem logischen (?) Ganzen vereint. Der Schnitt als Übergang vom ersten zum zweiten Akt bleibt in der Filmgeschichte ein Unikat. Was will man also noch viel mehr, als eine perfekte Bild- und Tonkomposition? Natürlich braucht der Film einen Inhalt, und den hat er definitiv.
Regisseur Stanley Kubrick beschreibt hier die Entwicklung vom Affen zum Menschen, vom Zusammenleben von Mensch und Tier zum Mensch als Jäger und Brutalo, vom Gesellschaftswesen zum einsamen "Helden". Kubrick sucht in Namen des Menschen eine Ursache für die Entstehung von Leben. Er stellt Gott als schwarzen Monolithen mit magnetischem Feld dar. Oder ist der Monolith vielleicht doch ein Synonym für Adamsapfel? Man weiss es nicht, aber, wie bereits aus dem Anfangszitat deutlich geworden ist, hier geht es nicht um Beantwortung von Fragen, sondern darum viele Fragen aufzuwerfen und Diskussionen zu entfächern. Geschafft hat das Kubrick mit seiner Sci-Fi-Oper sicherlich, ob einem das liegt, muss jeder Betrachter für sich selbst entscheiden. Aber seit vorgewarnt, das hier ist Kunst, Geschichte, Religion und Philosophie und hat mit Unterhaltung wenig gemein. Mir persönlich hat diese Art des Geschichtenerzählens wunderbar gefallen, und daher war das auch nicht das letzte Mal, dass ich mir den Film angeschaut habe.

Die volle Punktzahl kann ich dem Film trotzdem nicht geben, denn es fehlt mir ganz einfach an Emotionen. Umso genialer jedoch ist die Wirkung auf die Sinne, denn für Augen und Ohren bietet der Film eine Symbiose aus wunderschönen und schockierenden Eindrücken und nicht weniger als die perfekte Symphonie aus Bild, Ton und Technik.

Fazit: Wie soll ich '2001: Odyssee im Weltraum' letztendlich zusammenfassen. Soll ich eine Empfehlung aussprechen? Ich weiss es nicht, denn den Film als Meisterwerk zu betiteln wird ihm zwar gerecht, jedoch werden ihn viele nicht als dieses sehen. Daher passt meines Erachtens wohl eher der Begriff meisterliches Kunstwerk, denn über Kunst lässt sich bekanntlich streiten, und über diese 143 Minuten auf Zelluloid gebannte Menschheits- und Universumsgeschichte sicherlich auch.

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

Oceanic6

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@all: danke! ;)
@Timo K.: Habe ich mich ein wenig unpassend ausgedrückt, "fehlt an Emotionen" soll nicht heißen, dass es gar keine gibt, va die Szene mit Hal ist genial, aber hätte mir da einfach noch mehr erwartet.


Le Samourai

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Super Text, aber der Film is ne 10! :)


Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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10.0Lieblingsfilm

1965 begann Filmregisseur Stanley Kubrick zusammen mit dem Schriftsteller Arthur C. Clarke (der mit seiner Kurzgeschichte „The Sentinel“ die Grundlage zu der Filmidee lieferte) die Arbeit an dem „endgültigen Science Fiction Film“ „Journey beyond the Stars“ (Arbeitstitel). Ihr Antrieb lag vor allem darin, mit den gängigen Klischees aufzuräumen, die in den 60ern vorherrschten. Weg von den unrealistischen Raumschiffen und martialischen Alienkämpfen, hin zu einer realen Geschichtsstunde. Bis die erste Klappe fiel waren über 2 Jahre Vorbereitungszeit vergangen. Etliche Wissenschaftler der NASA wurden befragt und junge (Film-) Talente engagiert. Es sollte ein möglichst realer (!) Science Fiction Film entstehen.

Und, um es vorweg zu nehmen: Das gelang ihnen auch! Über lange 139 Minuten wanken die Raumschiffe/-stationen im Walzertakt durchs Weltall und bildgewaltige Sequenzen verlangen nach einem Erzähler aus dem OFF, der dem Betrachter die Aussage dieser Bilder näher bringen möge. „Wenn ein Zuschauer diesen Film nach einmaligem Ansehen versteht, haben wir versagt“ ließen Regisseur Kubrick und Drehbuchautor Clarke vor der Premiere im Jahre 1968 verlauten.

Kubrick, der als ehemaliger Fotograph für seine Bildsprache mit den Werken „Wege zum Ruhm“ (1957) und Spartacus (1960) bekannt geworden war, leistet sich den Luxus, Zeit vorzuführen. Deshalb kann es dem Kinobesucher sehr leicht fallen, diesen Film zu hassen. Lange Einstellungen, Zeitlupe, der staunende Betrachter befindet sich auf einem Schleudersitz der Evolutionsgeschichte. Kein Film bietet so viel Stoff zur Interpretation. Es wimmelt vor Symbolizismen, Metaphern und skurilen Einfällen. Dem Zuschauer wird alles abverlangt, vor allem ein hochgradig intellektueller Anspruch. Betrachtet man einige Details genauer, hält man des öfteren den Atem an. Die Weitsicht Kubricks ist beängstigend. Der Film hat die Zeit noch längst nicht eingeholt. 2001 - Ein Kino-Abstraktum mit Sucht-Gefahr, so faszinierend, wie Kino nur sein kann.

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Herausragend

Der cineastische Beweis, dass die Größe des Universums und den menschliches Geistes identisch ist.

13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

bobo-lemon

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Oder wie Einstein sagte: "Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die Dummheit der Menschen. Obwohl...beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher!"


Sonse

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Oder wie man so schön sagt: Eine Reise bis an das Ende des Verstands, für viele nur ein Kurzausflug. ;)


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.0Ausgezeichnet

Dieser Film mit seinen minutenlangen Aufnahmen von schwerelos durch den Weltall schwebenden Raumschiffen und der betörenden Musik von Györgi Ligety entspricht ganz bestimmt nicht jedem Geschmack. Auch der Auftakt mit den Purzelbaum schlagenden Affen wirkt eher seltsam. Doch schon alleine die Einstellung für Einstellung perfekte Kameraarbeit sorgt für unzählige ikonische Bilder.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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10.0Herausragend

Stanley Kubricks Weltraumoper ist Ästhetik in Reinform. Die herausragende Kameraführung, mit den Kubrick-typischen symmetrischen, sterilen Bildern, das grandiose Szenenbild, die kultige Musik – da stimmt alles. Wer kein Auge für Kubricks Art von Kunst hat, wird sich wahrscheinlich langweilen. Im Film sprechen weitestgehend Bilder für sich. „2001“ ist am wenigsten ein Film für jeden Gemütszustand, aber dafür ein absolut einzigartiger. [...]

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The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...

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10.0Lieblingsfilm

Kolossal, beeindruckend, ergreifend, atemberaubend, meisterhaft – angesichts dieses Kubrickschen Meisterstücks neigen sich die Superlativen schon nach kurzer Zeit dem Ende entgegen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Moviesteve: Podcast

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10.0Herausragend

Kubricks Meisterwerk ist DER Klassiker des Science-Fiction-Films und behandelt in seiner unnachahmlich langsamen Art philosphische Fragen, die die Menschheit auch beinahe 40 Jahre nach seiner Entstehung noch umtreiben. Es braucht einige Zeit und meist mehrere Durchgänge, bis man den Film wirklich mag. Dann aber umso mehr!

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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6.5Ganz gut

Drei Minuten sphärischer Musik zu Schwarzbild sind das einzige, was Stanley Kubrick seinem Zuschauer zeigt. Er gibt somit schon dem ersten Bild des Films die Zeit, Gedanke zu werden und führt mit "Atmosphères" von György Ligeti das Alles und Nichts in den unendlichen Weiten vor Augen. Dann erscheint das Firmenlogo von Metro-Goldwyn-Mayer und die Sonne geht auf für "2001: A Space Odyssey", einem der einflussreichsten Science-Fiction-Filme, der mit seiner Entwicklungsgeschichte samt Wiedergeburt eines neuen Menschen, mit technischer Utopie und kulturphilosophischer Spekulation, voller Skepsis und bitterer Ironie die Jahrzehnte seit seiner Entstehung - auch aufgrund des zeitlosen Looks - unbeschadet überdauert hat.

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Kommentare (290) — Film: 2001: Odyssee im Weltraum


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Big_Kahuna

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Bewertung9.0Herausragend

Es ist schlichtweg nicht zu fassen, dass dieser Film über 40 Jahre alt ist.
Kubrick in Formvollendung, nicht greifbar, zeitlos, kunstvoll.
Mehr sage ich nicht.

bedenklich? 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 14 Antworten

Ben Kenobi

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Nie. :D


JonnyvsSherlock

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Erstmal werden jetzt "Star Wars Episode 5&6" geguckt. Die neue Trilogie spar ich mir erstmal. Auf 'nen sprichwörtlichen Herzinfarkt kann ich diesen Monat erstmal verzichten;) Vielleicht ist dann ja Zeit für "2001"...


Schlegel

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Bewertung10.0Herausragend

Score-Notiz: Zu den grossen Dramen der Filmgeschichte zählt Alex Norths Beteiligung an "2001"; Kubrick hatte sich an den Temp Tracks festgebissen und liess den Score von North einfach fallen. Zu hören sind stattdessen Richard Strauss, Johann Strauss, Aram Chatschaturjan und György Ligeti. Der Film profitiert vom importierten Bedeutungskontext dieser Musik, vielleicht wäre er ohne diesen sogar in sich zusammengefallen.
Das ist besonders bei Ligetis "Kyrie" zu merken. In den römisch-katholischen Totenmessen bildet das Kyrie in der Regel den ersten Satz, die zentrale Textstelle lautet: "Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen." Im Film ist die Anrufung Gottes leitmotivisch mit dem schwarzen Monolithen verbunden, der übernatürliche Intelligenz und Göttlichkeit in sich vereint und die Menschheit mehrmals auf eine neue Bewusstseinsebene hebt. Dass die Geburt der jeweils neuen Art ausgerechnet mit einer Totenmesse zusammenfällt, lässt Platz für Interpretationen.
Naheliegend wäre die Annahme, dass die Geburt des einen stets den Tod des anderen mit sich bringt. Der Film kann durchgängig unter diesem Aspekt betrachtet werden, denn je höher die Menschen in der Erzählung entwickelt sind, desto mehr schaffen sie sich ab. So gesehen wäre "2001" ein filmisches Requiem, das Geburt und Tod der Menschheit in einen ewigen Kreislauf von Erkenntnis, Sündenfall und Wiederauferstehung einbettet.
Mit Alex North wäre das nicht machbar gewesen.

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Obolos

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich muss den Film sicher nochmal schauen, irgendwann. Anders lässt sich für mich nicht erklären, was mit diesem Film los ist...

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PuertoRican

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Bewertung3.5Schwach

Ich hab diesen Film mit hohen Erwartungen geguckt (schließlich handelt es sich hier um einen Film des Kultregisseurs Kubrick!), und wurde leider enttäuscht. Es kam zu keinem Zeitpunkt während des Films auch nur ein Hauch von Spannung in mir auf. Das Kubrick die Szenen so endlos lange hat zeigen lassen hat mir den letzten Nerv geraubt. Es kam mir manchmal so vor, als ob er das Publikum für minderbemittelt hielte, denn teilweise hat er Szenen von wirklich unwichtigen Sachen so lange gezeigt, dass selbst ein komatöser Orang-Utan die Intention verstanden hätte. Ich war 3 mal kurz davor das ganze einfach zu beenden. Die Effekte und Kameraeinstellungen sind auf jeden Fall genial und für die Zeit einfach nur höchstes Niveau. Leider konnte mich der Film inhaltlich und Dramaturgisch nicht erreichen. Vielleicht bin ich zu jung, vielleicht habe ich nicht den passenden Kontext, aber ich habe den Film nur mit Mühe und Not durchgehalten. Alles in allem bin ich enttäuscht und vor allem verblüfft, dass der Film durchweg so gute Kritiken erhalten hat.

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PuertoRican

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Hahah leider nicht, aber sobald sich mir die Gelegenheit bietet seh ich ihn im Kino


lexgorecor

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

tiefsinniges meisterwerk <3

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MaceWindu1998

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Stanley Kubrick ist einfach ein Genie!
Ist zwar erst der 2. Film von ihm, den ich sehe, aber trotzdem ist Kubrick schon jetzt einer meiner Lieblingsregisseure!
Unglaublich gute Effekte, die Moonraker, Star Wars und Alien - Die Wiedergeburt um einiges übertreffen!
Tolle Optik und unglaublich spannend, mit einem (bisher) üblichen Kubrick-Ende.
Ich liebe den Film und bereue zutiefst, das ich mir nicht die Blu-Ray gekauft habe:/

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ontom

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Durch den Film wurde ich Science Fiction Fan! (es war der erste Sci-Fi Film, den ich je gesehen habe). Ich war damals 11 Jahre alt.

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Sandsturm

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Sie wirken viel intensiver als in Actionfilmen mit ihren überdrehten und unaufhörlichen CGI-Effekten, die oft wie ein Dauerfeuer niederprasseln.

So z.B. die Mondfähre mit dem "grimmigen Gesicht", das Öffnen der Dachluke auf Clavius, das Herabsenken der Fähre ins Innere - nur um mal wenige Beispiele herauszugreifen. Das sind wahre Sternstunden des Films.

Wichtig ist immer eine große Leinwand oder zumindest ein großer TV.


MaceWindu1998

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Auf jeden Fall!


Sunshine_Fox

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Bewertung3.5Schwach

Schöne Bilder, aber für mich persönlich einfach nur eine damalige Tech-Demo und kein Film. Die 10/10 Bewertungen hier scheinen den Film auf einer Meta-Ebene zu sehen die sich mir wohl nie erschließen wird.
Gut, dann gehöre ich wohl eher zum "einfachen" Volk der Filmbegeisterten.

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Sunshine_Fox

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Ja, ich fand Avatar gut, "2001" hingegen ist mir zu abstrakt


Sandsturm

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Abstrakt?

Eher allgemeingültig und zeitlos.

Wasserloch/Clavius = Krim

Hoffentlich wird der Konflikt diplomatisch gelöst wie im Hilton Space Station zwischen den Russen und Amis am Tisch und nicht wie am Loch wo einer dran glauben muss ...


BlackLevel

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Stanley Kubrick hat mit "2001" einen Film erschaffen, der seines Gleichen sucht..
Ein visionärer Film, für die Welt des Science Fiction und weit darüber hinaus..

Der Film ist eine spirituelle Erfahrung, mit beeindruckenden Bildern und philosophischer Tiefe..
Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Warum sind wir?

Die essenziellen Fragen des Seins..
Die Mysterien des Universum..
Der Mensch wird es wohl niemals (be)greifen können, das Wunder des Daseins.

Bemerkenswert ist das der Film, trotz seines Alters (46! Jahre), noch eine so unglaubliche Wirkung und Faszination entfaltet.
Vorausgesetzt man kann sich als Zuschauer darauf einlassen. Für Personen die eine leicht greifbare Handlung bevorzugen, ist der Film, eher nicht zu empfehlen.

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Wall

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film, der seiner damaligen Zeit weit voraus war, überzeugt durch eine beeindruckende, erschreckend authentische Zukunftsvision, durch eine einzigartige, beklemmende Atmosphäre und eine intelligente Philosophie in der Meta-Ebene und ist absolut wegweisend - nicht nur für das Genre der Science-Fiction-Filme, sondern für die gesamte Filmgeschichte. Mir persönlich ist der Film aber dann doch etwas zu langatmig und vor allem zum Schluss etwas zu psychedelisch.

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Canis Majoris

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Unter den weit über 3000 Filmen, die ich bislang sah, ist für mich '2001' einfach der beste Streifen, den ich je in Augenschein nehmen durfte.

Warum nur?!

Dieser Film hat mich berührt wie kein anderer.

Komplett unerklärlich für mich.

Aber (als Anekdote sozusagen, kann ich berichten) aus dem Zusatzmaterial zu Kubricks 'Full Metal Jacket' weiß ich, dass ein Vietnam-Veteran den Film ('FMJ') sah, obwohl er zuvor bereits andere Filme mit der Thematik gesehen hatte. Dennoch fing er nur hier einfach an zu weinen, als der Film aus war und konnte sich für längere Zeit nicht mehr einkriegen.

So ähnlich erging es mir bei '2001'.

Für einen Atheisten und eher rationalen Menschen wie mich, kommt das fast schon einem "Wunder" gleich.

Aber die Buchvorlage und insbesondere Kubricks Umsetzung haben es mir wohl einfach angetan, ohne das wirklich begründen zu können.

Leider habe ich '2001' niemals im Kino gesehen, denn ich bin geschlagene 13 Jahre jünger als der Film und es ergab sich bislang nie eine Chance für mich, ihn im Lichtspielhaus zu sehen.

Aber lange Rede, kurzer Sinn:

'2001' IST EINFACH DER ALLERBESTE FILM (für mich) und bekommt als einziger von mir hier die "Liebeserklärung" (Lieblingsfilm).

Danach kommt für mich mit etwas Abstand 'Blade Runner - Final Cut', denke ich.

Öfter als alle paar Jahre allerdings kann ich den Film nicht gucken.

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Durnomagus

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

2001 ist ein Meilenstein der Filmgeschichte - besonders natürlich auch in technischer Hinsicht. Die gezeigten Special Effects waren, getrieben durch den Perfektionisten Kubrick, in den 1960ern bahnbrechend und können sich auch noch heute, im CGI-Zeitalter, durchaus sehen lassen.

Inhaltlich und inszenatorisch ist der Film jedoch recht schwer verdaulich und definitiv kein Mainstream-Kino. Immer wieder wird kritisiert, dass 2001 zu langatmig und verwirrend sei. Dies liegt vor allem daran, dass der Regisseur Stanley Kubrick heißt. Kubrick war ein detailversessener Perfektionist, der ungern Kompromisse einging, viel Raum für die Fantasie des Publikums ließ und besonders alle Ebenen des Films zu nutzen wusste - d.h. Ton, Bild, Darstellung und Handlung. Erst wenn man es schafft diese vier gleichzeitig überein zu bringen und wirken zu lassen, kann man einen gewissen Zugang zum Film erlangen.

Eine kleine Verständnishilfe:
Es gibt natürlich keine einheitliche Interpretation von 2001 und selbst Kubrick hielt sich dazu weitestgehend bedeckt. Jeder muss den Film für sich selbst entdecken und verstehen. Dennoch lautet das Hauptthema "Entdeckung und Entwicklung". Vom dummen Primaten bis zur raumfahrenden Zivilisation, die hochentwickelte künstliche Intelligenzen erschaffen kann (wenngleich unwillentlich mit den gleichen Fehlern und Schwächen ausgestattet, wie ihre fehlerhaften Schöpfer) und entdeckt, dass sie offensichtlich nicht alleine im Universum ist. Der Titelzusatz "Odyssee" bezieht sich dabei auch weniger auf die Reise der 'Discovery' zum Jupiter, sondern eher auf die Menschheit selbst, die ähnlich wie Odysseus durch Raum und Zeit auf der Suche nach einem Ziel irrt.
Eine besondere Rolle kommt dabei dem schwarzen Monolithen zu, der vordergründig einer außerirdischen Intelligenz entstammt, aber im Grunde für etwas völlig anderes steht. Denn ähnlich wie viele Zuschauer, die sich fragen, was der Monolith eigentlich repräsentiert, steht er genau für das: Alles was wir uns nicht erklären können; sämtliche offenen Fragen der Menschheit auf die wir bislang keine Antwort haben und die uns beständig antreiben.

Fazit:
2001 ist also nicht bloß ein audio-visuelles Erlebnis, sondern auch ein durchaus tiefgehend philosophisches Werk, das am Ende mehr Fragen aufwirft, als es beantwortet. Für Menschen, die Filme mit einer klaren Message wollen, ist 2001 vermutlich nichts. Auch für einen gemütlichen Popcorn-Abend vor dem heimischen TV ist es eher ungeeignet. Für mich bleibt es jedoch einer der intelligentesten und interessantesten Filme überhaupt, da er wie kein anderer zum Nachdenken und Philosophieren einlädt.

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Sonse

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Bewertung9.0Herausragend

So ein fantastischer Film! Zum Geburtstag wünsche ich mir einen schwarzen Monolithen. Der kann einfach nur so in meiner Wohnung herumstehen. In meiner Abwesenheit aufräumen und abspülen, zwischendrin die Nachbarn erschrecken... Das wäre fein! Für die einen ist er Weltraumschrott, für die anderen die coolste 'Bracewell probe' diesseits des Jupiters!

2001 hatte ich seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen. Auf der großen Leinwand sieht der bald 50 Jahre alte Film auch heute noch einfach klasse aus. Die Bilder! Die Effekte! Und je verrückter und psychedelischer er wird, desto mehr mag ich ihn. Insofern ist das letzte Kapitel mein liebstes und einfach viel zu kurz!

Es ist enorm beeindruckend wie bahnbrechend für sein Genre Kubricks Meisterwerk gewesen sein muss. Es selbst war Anfang und Neubeginn, fremdartig und seiner Zeit voraus, ein riesiger Entwicklungssprung in Sachen Film und Science Fiction. Ständig fühlte ich mich an unzählige (alle?) Sci-Fi-Filme erinnert, die sich bis heute hier (teils mehr) als nur Inspiration abholten.

Klar, mit 2001 muss man arbeiten. Für heutige Sehgewohnheiten ist er eine Herausforderung, insbesondere das zweite, aus meiner Sicht heutzutage am wenigsten faszinierende Kapitel. Doch schwer macht es einem 2001: A Space Odyssey nun wirklich nicht, ihm zu folgen, man muss sich nur auf ihn einlassen und wird dafür umso mehr belohnt. Da steht dann plötzlich ein schwarzer Monolith neben einem und schnurrt. Einfach so.

Für alle Kubrick- und 2001-Fans, hier findet sich das vergriffene Buch "The Making of Kubrick’s 2001" von 1970 komplett:
http://cinephilearchive.tumblr.com/post/50996999612

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DonChris

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Hach, es wird mal wieder Zeit für eine erneute Sichtung ;)


oschi

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2001 ist zwar nicht mein Fall, aber den Monolithen liebe ich auch. Meine Lieblingsszenen sind die lautlose Arbeit der Astronauten im Weltall und die mit HAL 9000. Danke für den Link!


Hornblower

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Holy Shit, war das ein cooles Erlebnis!!!
Ich fürchte "2001..." geht künftig nur noch auf der großen Leinwand. Ein faszinierender Klang-, Bilder- und Effekterausch, der völlig legal high macht und tüchtig nachwirkt!
Vielen Dank, moviepilot, dass ich Dank Euch bei der We Want Cinema Premiere dabei sein und den Film da genießen konnte, wo er hingehört - im Kino.
:)

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onyxxx

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Und ich dumme Nuss hab auch noch die Schicht getauscht, weil ich dachte der kommt nächste Woche Dienstag :-( Das macht mich jetzt echt traurig. Um es mit Q Worten zu sagen, ich glaub ich bin Endstufe :D was ich eigentlich sagen wollte: Neeeeeid!


Hornblower

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@A.V.: Wäre toll, wenn sich das We Want Cinema Konzept durchsetzt und im ganzen Land verfügbar wird! Leider wird das Angebot bislang wohl nicht so richtig angenommen. :(
@onyx: Schade! Dass der Film im OmU gezeigt wurde, worauf Du doch nicht so stehst(?!) ist wohl nur ein schwacher Trost.
"Endstufe sein" bedeutet soviel, wie "am Boden zerstört sein", oder wie? Ihr jungen Leute mit Eurem neumodischen Kram immer... :D
Dann könnten wir am Dienstag ja "Nicht mein Tag" schauen!? ;)


KillerBanane

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Endlich habe ich mir auch mal dieses "Meisterwerk" zu Gemüte geführt. Ich muss wirklich sagen, es ist das wohl verrückteste, aber auch faszinierenste was ich jemals in einem Film gesehen habe. Meiner Meinung nach nicht das was ich als Lieblingsfilm bezeichnen könnte, da er einfach zu lang gezogen für mich ist und einen dann doch zeitweise nicht so wirklich fesselt.

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giehlemanns

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Bewertung5.5Geht so

Weiß nicht so genau was ich da gesehen habe. Die ganze Sache mit HAL und der Jupiter Mission hatte ja noch Struktur und alles, die letzten 30-40 Minuten waren jedoch das so ziemlich verrückteste was ich in einem Film jemals gesehen habe. Der Film bringt einen natürlich zum Nachdenken (das wollte Kubrick damit ja auch erreichen), jedoch finde ich dass er viele Szenen viel zu lange ausspielt und somit oftmals für Langeweile sorgt. Ein Streifen mit fast gar keinem Inhalt, der am Ende aber trotzdem nicht miserabel ist. Seltsamer Film den wahrscheinlich niemand sofort verstanden hat. Insgesamt eher mittelmäßig.

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Enzomasculino

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"Die Odyssee ist schon sehr alt und dennoch bis heute eines der berühmtesten Werke der Literaturgeschichte. Quasi jeder kennt sie. Und bis heute hat dieses Werk immer noch großen Einfluss auf die abendländische Literatur. Die Odyssee wird auch heute noch sehr oft rezipiert, sei es nun in Bücher, Theaterstücken, Filmen oder Kunstprojekten und -objekten."

Nähere Details: [url=http://odyssee.biz/]Link[/url]


omegaVi

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Bewertung5.0Geht so

Langatmig und weitgehend sinnfrei, es sei denn, dieser Film war mir einfach zu hoch. Ich habe auch keine Lust, den Film in einzelne Teile zu zersplittern, oder zu versuchen, ihn zu interpretieren. Das scheint mir keine gute Idee zu sein.
5 Punkte gibt es für die großartige visuelle Arbeit und die Akustik, ebenso hat mir der Teil mit den Vormenschen gut gefallen. Unter dem Strich aber nicht meine Art von Film.

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FranklinFlyer

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Versuch ihn gar nicht als Ganzes zu verstehen. Nimm es eher als sinnliche und geistige Erfahrung.

„Ich habe versucht, ein visuelles Erlebnis zu schaffen, welches die sprachlichen Einordnungsschemata umgeht und mittels eines emotional-philosophischen Inhalts direkt zum Unterbewusstsein vordringt. Ich war bestrebt, den Film als intensiv subjektive Erfahrung zu kreieren, die den Zuschauer auf einer inneren Bewusstseinsebene erreicht, genauso wie Musik; eine Beethoven-Symphonie zu ‚erklären‘ würde sie entzaubern, durch die Errichtung einer künstlichen Schranke zwischen Konzeption und Wahrnehmung. Es steht jedem frei, über die philosophische und allegorische Bedeutung des Films zu spekulieren – und derartige Spekulation ist ein Anzeichen dafür, dass es gelungen ist, das Publikum auf einer tiefen Ebene zu berühren – aber ich möchte keine verbale Deutung für 2001 aufstellen, der sich jeder Zuschauer verpflichtet fühlen wird, in der Befürchtung, andernfalls den Kern nicht erfasst zu haben.“

– Stanley Kubrick, 1968


craax

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_ Franklyn: danke für das Zitat


LoveFilms

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Kubrick und ich sind und werden mit Sicherheit keine Freunde. Ein weiterer Film von ihm, durch den ich mich quäle und bei der mich die ganze Zeit nur der Gedanke plagt, was dieser einzige Haufen gequirlte Scheiße soll! 2001 ist für mich ein Film ohne Sinn und dazu noch unglaublich langweilig. Aber mit Sicherheit werde ich in den Kommentaren von dem ein oder anderen Kubrick-Lover über mein Unvermögen, diesen Film zu würdigen, aufgeklärt und mir die wahre Bedeutung vor Augen geführt. Die immernoch hohe Wertung kommt übrigens, weil ich den Film visuell wirklich überragend finde.

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CyberExistenz

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"Visuell überragend" und dennoch nur 0,5 Punkte?? Und das bezeichnest Du auch noch als hoch??


LoveFilms

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Ironie mein Freund, aber gut, geschrieben isses ja immer schwieriger das zu erkennen. Und ich kann dem Film absolut nichts abgewinnen... Und einzelne Elemente eines Filmes zu bepunkten finde ich nicht richtig, ein Film muss als Gesamtes betrachtet werden. Und als Gesamtes gesehen kommt dieser Film trotz dem, dass er, und das meine ich ernst, visuell überragend ist, nicht über 0,5.
Meine Meinung.


Boogers666

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Bewertung9.0Herausragend

Nach dem für mich enttäuschenden "Clockwork Orange" hatte ich schon etwas die Hoffnung verloren, eine wirkliche Offenbarung von Kubrick zu sehen. Doch ich wurde eines besseren belehrt. "2001" ist ein Meisterwerk. Kubrick zeigt hier die komplette Evolution des Menschen in knapp 140 Min Zelluloid, gepaart mit dem ewigen Krieg des Menschen gegen die Technik und einem gewagten Blick in die Zukunft.
Es wäre zu einfach , zu sagen der Film ist ein Meisterwerk, weil er filmhistorisch so bedeutend ist. Viel mehr liegt seine Qualität einerseits in der unfassbar atemberaubenden Inszenierung einer eigentlich recht Handlungsarmen Geschichte und andererseits in eben dann doch dieser Geschichte. Eine Geschichte aus der Kubrick das Maximum herausholt, das Maximum an allem was geht. Philosophisch und Intellektuell fordernd, aber dennoch nie langweilig. In jeder Sekunde, offenbart sich ein Bild das einem dem Atem stocken lässt. Die Komposition aus Musik und Film verschmelzen hier zur Perfektion. Es wäre wohl zu viel alles zu interpretieren zu wollen, denn dann hätten wir laut Kubrick etwas falsch gemacht. Ein audiovisueller Rausch, eine Reise vom Schoß der Menschheit bis in die Unendlichkeit.

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thewolfman

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

für mich ist das der olymp des scifi. stanley kubricks bester film. kurz vor shining und clockwerk orange. in bluray ist es eine noch grössere offenbarung. hier stimmt für mich alles. die story. die kamera. die schauspieler. stellt euch heute einen film vor bei dem erst nach ca. 15 minuten gesprochen, undenkbar.

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Roach

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Nicht undenkbar - "Wall-E" macht's vor!


thewolfman

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schande über mein haupt..... danke. aber trotz allem ist wall-e ein animationsfilm, da könnte ich 9 noch dazu nennen. für mich war die überlegung bei der bewertung ein realfilm. es gibt da natürlich auch noch omega mann, i am legend, oder auch the quiet earth.



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