2001: Odyssee im Weltraum

2001: A Space Odyssey (1968), US Laufzeit 133 Minuten, FSK 12, Science Fiction-Film, Kinostart 27.09.1968


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8.3
Kritiker
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von Stanley Kubrick, mit Keir Dullea und Gary Lockwood

Stanley Kubrick spannt in 2001: Odyssee im Weltraum einen Erzählerbogen über vier Millionen Jahre, in denen ein mysteriöser schwarzer Monolit die Menschheit vor Rätsel stellt.

2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick wird in vier ‘Abschnitten’ erzählt. Am Anfang werden einige Urmenschen gezeigt, die jeden Tag ums nackte Überleben kämpfen, bis eines Tages ein schwarzer Monolith aufgetaucht, der ihr Leben von grundauf ändern sollte. Jahrtausende später, der Mensch hat längst den Weltraum erobert, fliegt eine Raumfähre mit nur einem Mann an Bord (William Sylvester) zur Mondstation Clavius. Dort zeigen ihm die Wissenschaftler einen ähnlichen Monolithen, wie zuvor bei den Urmenschen. 18 Monate später, die dritte Episode: David Bowman (Keir Dullea) und seine Crew fliegen zu einer wissenschaftlichen Mission zum Jupiter. An Bord ist der ‘unfehlbare’ Computer HAL, der die komplette Kontrolle über alle Vorgänge im Schiff hat. In der vierten Episode von 2001: Odyssee im Weltraum verlässt Bowman das Schiff, um einen schwarzen Monolithen genauer zu erforschen. Daraufhin geschehen eigenartige Dinge.

Hintergrund & Infos zu 2001: Odyssee im Weltraum
2001: Odyssee im Weltraum basiert auf dem gleichnamigen Roman von Arthur C. Clarke, der auch zusammen mit Stanley Kubrick das Drehbuch verfasste. Kubrick übernahm auch die Regie und produzierte. Auch wenn der Film bei seiner Veröffentlichung ebensosehr für Begeisterung, wie für Ablehnung sorgte, spielte 2001: Odyssee im Weltraum (OT: 2001: A Space Odyssey) bis heute über 350 Millionen US-Dollar ein. Es gab auch einen Oscar für die Speizialeffekte für Stanley Kubrick. Dennoch sollte nur die erste Fortsetzung der Romane ebenfalls ins Kino kommen 2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen. Die weiteren Romane von Clarke 2061 – Odyssee III (1988) und 3001 – Die letzte Odyssee (1997) wurden nicht verfilmt.

2001: Odyssee im Weltraum hat einen nachhaltigen Einfluss auf die spätere Film- und Fernsehwelt und ihm wird in diversen populären Produktionen Aufmerksamkeit gewidmet, ob nun in Die Simpsons als Parodie oder in ‘Space Oddity’ von David Bowie. (ST)

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  • 2001 - Odyssee im Weltraum
  • 2001: Odyssee im Weltraum - Bild 40162
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Cast & Crew


Kommentare (315) — Film: 2001: Odyssee im Weltraum


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Ralf Köhler

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Bewertung10.0Herausragend

Was gibt es hierzu noch zu sagen? Ah ja - dass auch die Nichts-damit-anfangen-Könner (ist ja durchaus legitim) nicht wissen, wo und wie oft ihnen von Zitaten aus diesem Film sublim aufgelauert wird. Und das ist eine große Genugtuung... :)

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brucelee76

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Bewertung10.0Herausragend

Hi Leute,

2001: Odyssee im Weltraum dringt wie kein anderer Film, so tief in das Unterbewusste ein. Und er ist, der kontroverseste Film unserer Zeit überhaupt. Entweder Schrott oder Gott. Dazwischen gibt es nichts.

Stanley Kubrick war einer der genialsten Filmemacher unserer Zeit. Seine Filme sind allesamt, zeitlose Meisterwerke!
Die Szene in der HAL ausgeschaltet wird und sich mit Hänschen Klein verabschiedet, ist für mich einer der größten Momente in der Kinogeschichte. Auch der Übergang von der Prähistorie zum Weltall, ist für mich der Cut der Filmgeschichte überhaupt.
Und es ist der Film, mit dem meisten Diskussionsstoff. Jeder der ihn gesehen hat, hat seine eigene Vorstellung und Interpretation. Oder auch gar keine.

Mein Fazit: Eine geheimnisvolle Reise der Menschheit mit der Ur-Frage: Wer oder was zum Teufel sind wir!? Vielleicht rasierte Affen!?

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Stupid_Motherfucker

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PS:Ich bin ein absoluter Kubrick-fanatic.....


brucelee76

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Nicht nur du ich auch. Einer der besten ever ...


J-Ross

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Bewertung9.0Herausragend

2001: Odyssee im Weltraum ist Science-Fiction pur. Ein wahrhaftiger Trip ins Weltall. Eine Reise durch Raum und Zeit zu den Ursprüngen und der Entwicklung der Menschheit. Eine konkrete Story mit einem Hauptcharakter findet man hier weniger.
Aussage und eine klare Deutung der Ereignisse sind auf den ersten Blick in vielerlei Hinsicht in Rätsel gehüllt.
Dies ist nicht wirklich ein Unterhaltungsfilm, sondern absolute Filmkunst. In Kunstwerken liest man häufig heraus, was man sehen will und hier ist das sehr stark. Es ist schwer, eine klare Aussage für die Allgemeinheit aufzufassen. Regisseur Stanley Kubrick schenkt dem Zuschauer viel Interpretationsfreiraum. Sein Kunstwerk erfordert Geduld und Aufmerksamkeit.
Was ist der Kern des Films?: Das Beziehung von Mensch und Technologie, vom Menschen und der Zukunft, vom Menschen und der Zeit.
In jedem dieser Verhältnisse könnte man einiges herauslesen. Am eindrucksvollsten sind in dieser Hinsicht die Szenen mit HAL-9000, die für mich das Herzstück des Films darstellen, weil sie am besten dazu in der Lage sind, Charakter, Botschaft und eine gewisse Spannung auszudrücken.
Überraschenderweise liegt auch eine seltsame Spannung in manchen fast schon übertrieben langgezogenen Szenen, wo einem nur ein Rausch von Bildern präsentiert wird. Einen großen Teil trägt da auf jeden Fall die brillant gewählte Musik bei. Es ist spannend, weil es so anders und einzigartig ist: "Was will der Regisseur damit bezwecken? Wozu führt das? Wo liegt der Sinn?", fragt man sich. Manche Szenen haben etwas stark Hypnotisierendes an sich. Es ist äußerst faszinierend.
Manchmal wird man sich vielleicht auch ein bisschen dämlich vorkommen, wenn man 3 Minuten auf einen schwarzen Bildschirm guckt, aber es hat seinen Sinn.
Der Film hat einen Sog, den man sich schwer entziehen kann. Vieles ist nicht eindeutig, aber das ist einer der Gründe, die 2001 so zeitlos machen.
Das Thema wird wohl ewig aktuell sein und jeder wird wahrscheinlich etwas anderes in dem Film erkennen, bezüglich seiner Aussage.
Natürlich sorgen auch die maßstabssetzenden Effekte für stark nachhaltige Glaubhaftigkeit. Technisch absolut wegweisend mit innovativen Schnitten und einigen schönen Kameraaufnahmen.
Wie abhängig sind wir von der Technik? Wie gefährlich ist die Technik? Ein Fragen, die mir durch diesen Film aufgekommen sind. Neben der dunklen Seite, sieht man aber auch wie unglaublich schön das Werk der Menschen sein kann, während man Strauss' großartigen Klängen zuhört. Ein Film voller Fragen. Der Mensch und die Zukunft - Die ultimative Abhandlung. Ein absoluter Geniestreich.

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blockbusterandmore

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@J-Ross: Am besten den Film immer wieder gucken... Denn mit jeder Betrachtung wächst er ein kleines bisschen mehr... ;)


J-Ross

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Kann ich mir gut vorstellen. Ich freue mich auch schon auf die Zweitsichtung.


Socratez

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich habe keine Worte für diesen Film. Ein großartiges Meisterwerk von Stanley Kubrick!

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chris.neutzling

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Vorneweg muss ich sagen, dass auch ich eine Weile gebraucht habe bis ich mit dieser Perle warm geworden bin. Ohne etwas vorweg zu nehmen, lässt sich wohl sicher sagen: Kubrick weiß von Begin an den Zuschauer zu verstören. Der erste Teil des Filmes, mit den Affen ist technisch für damalige Verhältnisse brilliant ausgeführt. Im zweiten Teil stellt Kubrick eine Zukunftsvision vor, welche für die damalige Zeit absolut bahnbrechend gewesen sein muss, weshalb ich mir ziemlich sicher bin, dass es Filme wie Alien/Star Trek oder auch Star Wars heute, ohne Odyssee, in der Form nicht geben würde. Dies wäre schon Grund genug für eine sehr gute Bewertung meinserseits, ist allerdings nur ein Querverweis. Das mit Abstand erstaunlichste an diesem Film, was bis heute absolut unerreicht ist, ist die Atmosphäre die der Film mit einfachsten stylistischen Mitteln erzeugt. Bestes Beispiel hierfür ist wohl die Szene außerhalb des Raumschiffes, bei der einer der beiden Protagonisten versucht einen Defekt zu beheben... Diese spürbare Hilflosigkeit in der sich die beiden Protagonisten befinden ist Wahnisnn. Das letzte Kapitel wird total typisch für Kubrick umfassend eingeleitet und lässt einen ein wenig träumen nur um dann wieder einen Trip zu erleben, der verstörend und unheimlich zu gleich ist... Für mich der beste Kubrick und auch der beste Sci-Fi Film aller Zeiten. Hut ab Stan 10/10.

Cheers

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rasendesFaultier

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Bewertung6.0Ganz gut

Langweilig.

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sachsenkrieger

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Beeindruckend!


clarkkent

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film der die Prädikate "Kult &Klassiker" wirklich verdient hat.
halben Punkt Abzug für das "untermhelmgeschnaufe" und einen fürs Ende.

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NewSTARs

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Lange habe ich meinen Kommentar zu diesem Meisterstück vor mir hergeschoben. Mir bedeutet der Film einfach zu viel um locker ein Kommentar hinzupfeffern. Aber nach dem wiederholtenmale Schauen habe ich nun endlich all meine Gedanken und Punkte einigermaßen gesammelt um endlich meine persönliche Meinung und Analyse zu veröffentlichen.

Alles Begann mit den Affen. Dass die kompletten Affenszenen im Studio gedreht worden sind lässt sich keinen Moment bemerkbar machen. Die Affen sind natürlich nicht am glaubwürdigsten gespielt, haben aber immerhin ein wirklich tolles Design. Zurück zum Geschehen: Zwei Gruppen von Affen streiten sich um eine Wasserquelle. Sie grüllen sich nur laut an und kommen sich nicht zu nahe. Erst nach dem Erscheinen und Anfassen des Monoliths wird ein Affe auf einen Knochen aufmerksam, welcher sich ideal als Waffe eignet. Schnell wird klar, dass der erste Mensch geboren ist. Allein schon diese Szene lässt mir immer wieder eine riesige Gänsehaut da und ist für mich einer der epischsten der Filmgeschichte. Nun, da der Affe sich einen Schritt zum Menschen genähert hat, nutzt er auch direkt seine Machtposition und erdrosselt den Besitzer der Wasserquelle mit dem Knochen. Alle Affen freuen sich wie verrückt darüber. Und dann folgt wohl einer der genialsten Cuts aller Zeiten: Der Affe wirft den Knochen hoch und in der Luft wird dieser zu einem Raumschiff, welches im All schwebt. Dieser Cut sagt alles aus: Die Menschen haben sich seit dem nicht verändert. Sie sind immer noch die gleichen. Nur ihre Umgebung hat sich gewandelt.

Nun, im Jahre 1999, folgt die entspannendste Szene im gesamten Film. Der Walzer "An der schönen blauen Donau" mit göttlichen, epischen Bildern, die mich im Mix mit der Musik dahinschmelzen und einfach alles vergessen lassen. An dieser Stelle muss auch groß in den Himmel, nein ins All, die Detailliebe der Modelle loben, welche mehr als beeindruckend mit den tollsten Einstellungen in Szene gesetzt wurden. Dann, nach 25 Minuten, wird das erste Mal gesprochen, was mir immer wieder nach der wundervollen Raumschiff-Walzer-Szene fremd vorkommt. Danach wird dann ein Videochat zwischen Dr. Heywood Floyd und seiner kleinen Tochter gezeigt, was damals noch ein genialer Einfall war aber heutzutage völlig normal daherkommt. Einfach unglaublich wie visionär Kubrick war! Während die Handlung des Filmes in den Szenen auf der Raumstation immer deutlicher wird, kommen dem Zuschauer auch schon schon die ersten Fragen auf, welche natürlich kein Vergleich zu denen am Ende des Filmes sind.

Welches wahrscheinlich jedermanns Lieblingskapitel im Film ist, ist die auf der Discovery mit dem Bordcomputer HAL 9000. Eine solch dichte Atmosphäre findet man in keinen anderen Film. So unglaublich fesselnd ohne jegliche Action ist eindeutig Kino auf dem allerhöchstem Niveau. Etwas so unfassbar spannendes wie das Atmen eines Astronauts im All, welcher schwerelos aus seiner "Gondel" zur Reperaturstelle schwebt, habe ich selten gesehen. Immer wieder im Herzrasemodus! Natürlich könnte ich hier wieder ungeheuer groß von der Kulisse schwärmen. Aber jeder der den Film gesehen hat, weiß wie genial das Setdesign gestalten ist. Was aber ebenfalls ein Geniestreich und mittlerweile leider vollkommen ausgestorben bei Filmen ist, ist die Overture, vom Planen des Ausschaltens von HAL über das laute Atmen des Astronauts, welcher von HAL, in genialen Cuts, ins Nichts geworfen wird.

"Öffne das Gondelschleusentor, HAL!"

Eine von Keir Dullea so brilliant gespielte Szene, welche nach total echten Emotionen aussieht. Schließlich, nach dem Wiedereindringen in die Discovery, kommt dann auch das, worauf der Zuschauer seit zwei Stunden wartet: Eine Antwort auf all die Fragen zum Monolithen. Doch dabei weiß selbst der Leiter des Unternehmens kaum mehr darüber als man selbst, was einen gut auf das letzte und zugleich ATEMBERAUBENDSTE Kapitel

"Jupiter and Beyond the Infinite"

vorbereitet! Nach einem solch nervenaufreibenden Kapitel wie das mit HAL ist der Übergang in die andere Dimension immer wieder die totale Entspannung und Hypnose für mich. Über zehn Minuten sitzte ich gebannt vor dem Bildschirm und traue meinen Augen nicht, wie viel Kunst und Genialität in diesem Farbstrudel und allem, was folgt, steckt. Denn die Reise durch die Unendlichkeit ist erst der Anfang! Der verwirrende Alterungsprozess hat erst einen Sinn für den Zuschauer, wenn Dave in seinem Sterbebett nach dem plötzlich erscheinenden Monolith greifen will. Erst wenn man stirbt, kann und darf man unseren Gott gegenüber stehen. Entweder ist es die Reise durch die Unendlichkeit, die Dave seine Jahre allesamt einholen lässt, oder es ist der Wille vom Monolith, welcher Dave altern lässt um ihn seinen Schöpfer sehen zu dürfen. (Was auch die Szene mit dem Piepen des Monoliths auf dem Mond erklären würde!) Doch ist das Sehen seines Gottes nicht genug. Wegen Daves Reise und dem erscheinen in der neuen Dimension ist er sogar der Auserwählte für eine neue Spezies, die ihre alte Heimat Erde zu dem epischem Track "Also sprach Zarathustra" mit einem Lächeln entgegen kommt.

Gibt es etwas GENIALERES?! ❤

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The Freewheelin Fonda

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(jetzt mal als Antwort auf deine PN, ohne die ich ja gar nicht auf diesen schönen text aufmerksam geworden wäre ;D)
Ganz großer Kommentar von dir, um einen Lieblingsfilm gerecht zu werden(wirst du) ich mag Kubrick SEHR gerne
Shining 8Pkt. Clockwork Orange 10Pkt. Full Metall Jacket 9Pkt. aber mit 2001 wurde ich persönlich ja nicht so ganz warm.
Ich finde die ersten 20 Minuten GROßARTIG die Affen, an der schönene blauen Donau selten hat mir Kino etwas so wertvolles geliefert aber seltsamerweise macht dieses "thrillerartige" um HAL für mich alles kaputt, die erschaffene Atmosphäre wurde dadurch bei mir zerstört, da ich diese STory leider überhaupt nicht spanend, sondern eher langweilig und eben auch veraltet fand.
Erst zum Schluss erreicht 2001 für mich wieder seine Anfangsstäre, was ihn für mich halt schon runtergezogen hat.

Aber deine(berechtigte) Begeisterung kann ich voll nachvollziehen und ich werde dem Streifen bei Zeiten auf jeden Fall noch eine Chance geben, vlt. sehe ich dann alles ganz anders :)


NewSTARs

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@Fonda Achso das kann ich verstehen. HALs Part ist natürlich nicht dieser anspruchsvolle Kunstpart, sondern halt eher -wie du schon meintest- dieses Thrillerartige. Beim ersten schauen war ich sehr enttäuscht über den Film, da ich etwas ganz anderes erwartet habe. Kann sich halt immer schnell ändern so ne Sicht.. :)


SmooliEntertainment

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Bewertung10.0Herausragend

Schwarzes Bild, klassische Musik ertönt, ich schaue gebannt auf den Bildschirm.
Es folgen nicht ein 150-Minuten Film. Es folgt ein 150-Minuten Erlebnis. Es folgen 150 Minuten Poesie. 150 Minuten über das Leben, den Sinn des Lebens und der Existenz.

Ein übermenschliches, technisch überragendes, inszenatorisch gewaltiges, mit dem Zuschauer spielendes, aber gewiss nicht leichtes Werk von Stanley Kubrick. Die großartig eingesetzte klassische Musik unterstreicht die Epik und gibt einem eine Gänsehaut.
Es gibt so viele Facetten, dass es unmöglich scheint je alle zu durchdringen. Gedreht, um den Zuschauer herauszufordern. Zum Anschauen. Zum Nachdenken.
Arthur C. Clarke, der mit Kubrick zusammen das Drehbuch schrieb, sagte in einem Interview, sie wollten mit dem Werk mehr Fragen stellen, als beantworten. Gerade weil es um so existenzielle Fragen geht, macht das Sinn.
Ein Streifen, der den Zuschauer herausfordert. Zum Verstehen. Zum Akzeptieren.

2001: A SPACE ODYSSEY war mein erstes Treffen mit Kubrick, aber gewiss nicht mein letztes. Mit diesem Werk hat der Regisseur etwas geschaffen, was mich so schnell nicht loslassen wird, aufgrund der schieren Informationsfülle und möglichen Interpretationsansätze.
Ein überwältigender Streifen in jeder Hinsicht. Einer, der dem Zuschauer die Situation klarmacht, ihm interessante Ansätze liefert und ihn dann dazu anhält, sich eigene Gedanken zu machen. Ein Werk, das einen quasi dazu zwingt, dass man sich nach dem Erlebnis noch mit ihm beschäftigt.
Eine Meisterleistung von Stanley Kubrick.

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Samweis_Gamdschie

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Spitzen Kommentar zu einem Meisterwerk !


SmooliEntertainment

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Vielen Dank, Sam! Es ist wirklich nicht einfach, einen Kommentar zu schreiben, wenn man noch derart von einem Film mitgenommen ist. Wie gesagt: übermenschlich.


Warriv

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wow, ich bin einfach gerade komplett überwältigt. 2001: Odyssee im Weltraum ist nicht ein Meisterwerk von Kubrick, es ist das Meisterwerk. Die Kameraführung, die Effekte, alles drum herum ist einfach genial. Der erste Teil ist eine Sinfonie der Evolution, der Match Cut beeinflusste Generationen von Filmemachern. Nach 25 Minuten das erste gesprochene Wort und dennoch war er bis dahin kein Stück langatmig oder gar langweilig. Dieser Film stammt aus den 60ern und zeigt ein so präzises Bild der Zukunft, ich bin gerade einfach total geflasht. Mit diesem Film steht Kubrick, in meinen Augen, auf einer Stufe mit Lang, Welles und Méliès. Sicherlich ist 2001 storytechnisch nicht der beste Film aller Zeiten. Aber das sind Citizen Kane, Metropolis und Die Reise zum Mond auch nicht. Nein, diese Filme sind Meilensteine wegen der Technik und Kubrick hat mit 2001 einen solch riesigen Sprung gemacht und der Filmwelt etwas gegeben, ohne den es Filme wie Alien, Star Wars und Lost Highway heute vielleicht nicht geben würde. Besonders der letzte Akt hat mich sehr an die Arbeit von Lynch erinnert.

Mit diesem Film, dieser Odyssee ist die Filmgeschichte wohl in Ithaka angelangt.

tl;dr Bester Sci-Fi Film aller Zeiten, Phänomenal, anschauen!

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daweed

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nicht nur der beste sci-fi film, sonder allgemein der beste film aller zeiten. in keinem anderen film war die faszination des weltalls so spürbar wie in diesem!


Warriv

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Das stimmt zwar, aber ich würde mich schwer damit tun, es so zu "verallgemeinern". Er ist auf jeden Fall in der obersten Liga, aber die teilt er sich definitiv mit anderen Perlen aus anderen Genre. Ich finde es zumindest sehr schwierig einen großartigen Film, wie Casablanca, der ebenfalls Generationen von Filmmachern geprägt hat, mit 2001 zu vergleichen.


Kalleyeti

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es ist wirklich schwer 2001 zu bewerten . Sicher grandiose Bilder meisterhaft mit Musik unterlegt . Das macht aber noch keinen Film . Den heutigen Sehgewohnheiten entspricht das auch nicht mehr . Und an vielen stellen ist er einfach nur langweilig . Jeden der ihn nicht mag zu unterstellen er habe ihn nur nicht verstanden und brauche wohl laserwaffen in einem Sifi Film ,da macht man es sich glaub ich auch zu einfach . Und er bekommt auch sicher die eine oder andere 10 von leuten die sich nicht trauen ihn schlechter zu bewerten .Das jetzt aber allen die ihn mögen vorzuwerfen ,auch da macht man es sich zu einfach . Auch wird da viel hinein gedeutet . Ok Film ist Kunst und da kann und darf jeder drin sehen was er will oder was er nun mal darin sieht .
Eins steht zweifellos fest : Es ist ein Film den man gesehen haben muß !!!!! Filmgeschichte !!! Und ein Film der sicher zu Diskusionen anregt !
Bilder ,Regie und Technik = Meiterhaft . Handlung - Im Grunde nicht vorhanden , Drehbuch/ Idee = kein roter Faden alles irgendwie zusammen gewürfelt und mitendrin mal kurz so eine Geschichte um einen Supercomputer . Eine Meisterhafte Inzienierung eines schwachen Drehbuches . Oder besser eines konfusen Drehbuches !

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Kalleyeti

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Ich hab es ja auch geschrieben : Es allen vorzuwerfen ist zu einfach .Doch es gibt sicher die einen die jeden Klassiker eine 10 geben und auch die anderen die Spaß daran haben eine 0 zu vergeben und auch viele denen hier einfach krach-wumm fehlt . Nur verallgemeinern darf man das alles nicht . Du warst auch nicht gemeint . Das du meine Texte verstehst ,setze ich eigentlich ebenso voraus wie das du andere/ meine Meinungen akzeptierst !!! Es stimmt schon wie du schreibst ein Koitus aus Optik und Akustik . Nur irgendwie halt ein Koitus beim ONS . Schöne Bilder aber oft ohne Bedeutung ,ohne Sinn -nur zum Selbstzweck . Die Handlung kommt dadurch nicht weiter . Und dadurch finde ich fehlt den Bildern was .


Kalleyeti

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Als Meisterwerk würde ich 2001 nicht unbedingt bezeichnen ,oder ??Zu Richard Strauß tanzende Raumschiffe das ist ganz hübsch aber mehr auch nicht . Wenn man allerdings Philosophisch an den film rangeht . So gibt es eine Aussage : "Das einzige was ich weiß ist das ich nichts weiß " Und eine andere besagt " Je mehr Wissen man ansammelt so größer wird die Zahl der Fragen die man hat ,nicht die der Antworten " . Das auf den Film übertragen bedeutet das je öfter man ihn sieht so weniger weiß man wie man ihn bewerten soll . Und das die Aussage : "Ich hab ihn verstanden -es ist ein Meisterwerk ! Basta und aus " sehr unphilosophisch ist .Ebenso natürlich auch die Aussage "Überschätzter Langweiler " . Auch stellt sich die Frage ob man grundsätzlich etwas so Komplexes wie einen Film ,mit einer Zahl beschreiben kann ! Dieser Film ist eine 6 jener eine 8 ! Aha ! Der club der toten Dichter lehrt uns das man die Wertigkeit eines gedichtes nicht als Diagramm darstellen kann . Wie also einen Film als Zahl ?? Sicher ist das ganze zum vereinfachen und damit man eine grobe Richtung hat .

Was bleibt ist ein Film den man nicht oder nur schwer bewerten kann . 2001 auf einer Skala von 1-10 ? Ja ich würde eine 1-10 geben !!!! Ein Film den man sich immer wieder ansehen kann nur um immer unsicherer zu werden . Und das genau das ,das unbeschreibliche ,das unerklärliche ,das undefinierbare das macht 2001 zu einem großen Werk . Ob auch Meisterwerk ? Wer will es wagen das zu sagen oder zu wiedersprechen ???


janick.bachofen

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Bewertung5.0Geht so

Habe den Film einmal gesehen. Ich muss sagen das ich ihn als zu langatmig empfunden habe. Da hat mir wie einigen hier, Clockwork Orange oder Shining viel besser gefallen. Ich denke mal das liegt auch stark daran dass ich 92 Jahrgang bin und das alles vor meiner Zeit war. Da sehe ich lieber die ganz alten Streifen wie Citizen Kane. Jedoch eines muss man dem Film lassen....Er spaltet die Meinungen stark. Auch wenn ziemlich alle die Philosophischen Ansätze kennen und zu wissen scheinen dass dieser Film mehr als Kunst und weniger als Unterhaltung zu betrachten ist.... er spaltet trotzdem soooo stark.

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BattlemasterIZ

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Bewertung9.0Herausragend

Stanley Kubrick´s Science-Fiction-Film ist ein Ausflug in eine faszinierende Weltraum-Odyssee. Die Bilder sind sehr bemerkenswert und die Machart ist zudem philosophisch bedacht. Die Ausstattung ist vom Szenenbild bis hin zu den Weltraummodellen toll anzusehen. Die wissenschaftliche Forschung ist in 2001: A Space Odyssey ein Kern der Geschichte, hier wird es aber weitgehend Geheim gehalten. Das folgen der Geschichte ist im Grunde gar nicht schwer, aber diese lässt dafür viel Raum für Interpretation entstehen. Worum geht es hier in Wirklichkeit eigentlich? In diesem Werk steht unter anderem ein großer beachtlicher Stein der anscheinend Bewussteins-Entwicklungen auf Lebewesen beeinträchtigt im Mittelpunkt. Zudem gibt es einen klugen, sprechenden und denkenden Bordcomputer. Dieser soll der Crew bei einer Mission helfen. Diese Odyssee im Weltraum ist wahrlich ein Erlebnis, das steht auch außer Frage, doch mir wäre da eine ausführliche „Punkt-Inszenierung“ lieber gewesen. Das ist auch mein einziges Makel an diesem sonst phantastischen Werk. Das Bewusstsein was Kubrick zu Lebzeiten hatte, steckt auf jeden Fall auch in seinen Filmen. Was ich auch sehr stark finde ist die Ton bzw. Musikuntermalung in seinen Filmen. Schon in seinen anderen Meisterwerken wie z.B. Uhrwerk Orange (Den ich vorher sah) finde ich hat er genau die richtige Auswahl getroffen. Hier in 2001 haut er ja eigentlich noch einen drauf. PS: Was man nicht erwarten darf, sind Weltraumschlachten oder Action-Feuerwerk wie in Star Wars. Mein Vater ging damals mit dem Krieg der Sternen Bomben-Laune ins Kino und war dann nämlich enttäuscht. Heutzutage findet er ihn aber gut. Ist mir nach dem betrachten auch kein Rätsel warum ;)

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pischti

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@Battlemaster

"THX 1138" hab ich nicht gesehen, kenne aber, so glaube ich, das Cover, "Brazil" mit De Niro(?) hab ich auch noch nicht gesehen, soll aber sehr skurril sein. "Moon" kenn ich, klar, der ist richtig gut.


BattlemasterIZ

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Ja genau, Brazil ist mit DeNiro, Jonathan Pryce ist dort aber der Hauptdarsteller. Der ist auch skurril ja. Die Regie führte ja Terry Gilliam, der vorher z.B. die Die Ritter der Kokosnuß oder Time Bandits gedreht hatte.


sushi97

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Bewertung5.0Geht so

So da stand mir mit "2001: Odyssee im Weltraum" nun mein vierter Kubrick nach "Dr. Seltsam", "Clockwork Orange" und "Full Metal Jacket" bevor. Und ich fragte mich schon vorher: Was wird mir dieser Verrückte hier wieder anbieten? Und das ist überhaupt nicht negativ gemeint. Seine Filme sind einzigartig, ich nenne sie verrückt; sie sind aber eben auch ziemlich gut. Trotzdem wurde ich mit seinem Stil bisher nicht wirklich warm und an der Bewertung könnt ihr auch schon erahnen, dass dies auch mit dem Streifen nicht passiert ist. Ganz das Gegenteil: Wir haben uns eher distanziert.
Und übrigens, wenn ihr den Kommentar weiter lesen wollt, müsst ihr mit erheblichen SPOILERN rechnen ;-)

Und schon nach wenigen Minuten war mir dann klar, dass es sich in der Tat um einen waschechten Kubrick handelt. Spätestens als der Affe in völliger Erregung mit einem Knochen ein Skelett zertrümmert hat, war ich mir ganz sicher und alle Zweifel waren behoben. Ich dachte mir erst: Das kann doch nicht wahr sein: Soll ich mir jetzt hier die ganze Zeit etwa die Affen anschauen? Aber dann entstand doch eine Art Interesse, denn der Kampf um die Wasserstelle zwischen den rivalisierenden Affengruppen war schon klasse dargestellt. Als die eine Gruppe dann die Knochen zu Werkzeugen und Mordwaffen macht, ist bei mir schon der Funke übergesprungen. Aber ich habe mich doch auch nach Menschen, nach Dialogen gesehnt. Und in dem ersten Part kam dann noch dieser "göttliche" Monolith vor. Aber der konnte mich nicht im Ansatz begeistern, auch wenn die Reaktion der Affen auf ihn doch recht gut inszeniert war.

Dann kam der zweite Teil und wie: In gähnender Langeweile. Was zum Teufel interessieren mich Raumschiffe, die einfach im Weltall rumfliegen. Ok, die Musik war super. Aber in dem Teil ist man echt besser beraten, die Augen zu schließen und die Musik zu genießen. Doch man muss auch eingestehen, dass die Effekte, vor allem zu der Zeit, wirklich auf hohem Niveau sind/waren. Aber ich war noch nie ein Fan von Effekten und habe darauf auch noch nie besonderen Wert gelegt und werde es auch sicherlich in Zukunft nicht tun. Und dann kamen sie endlich: Die Menschen. Und mit ihnen die Dialoge. Und was für welche! Unheimlich zäh. Weder die Worte noch die Ausstrahlung der Personen hatten auf mich Eindruck gemacht. Zu dem Zeitpunkt habe ich mir dann die Affen zurückgewünscht, denn die hatten wenigstens Wumms in ihrer Aussagekraft. Ach und dieser schwarze Quader muss ja auch nochmal auftauchen. Und auch hier konnte er mich nicht im geringsten berühren.

Mit Teil drei kam auch endlich bei mir richtiges Interesse auf, denn Kubrick hat hier wirklich eine interessante Sache mit hineingebracht: Den hochintelligente Supercomputer HAL 9000. Und mit ihm den Konflikt zwischen Menschen und Technik, irgendwo eine Parallele mit dem Krieg der Affen aus dem ersten Akt. Und endlich stellte ich mir auch mal Fragen; ich wurde endlich mal zum Nachdenken angeregt. "Wann nutzt dieser Supercomputer seine Macht aus? Wann hat er keine Lust mehr das unterste Glied der Besatzung zu sein und immer Befehle erteilt zu bekommen? Er hat doch viel in der Hand. Er könnte doch damit drohen, die Männer im Dauerschlaf in den Tot zu schicken, um so die anderen beiden Besatzungsmitglieder zu erpressen. Aber wozu solle das führen?" Leider kamen auch dann wieder so lange, kaugummiartige Szenen, wie die Inspektion außerhalb des Raumschiffs. Dadurch wird die zuvor entstandene Spannung genommen. Wenigstens wurde sie danach wieder hergestellt, indem Dave und Frank auf die Idee kommen, den Supercomputer abzuschalten oder wenigstens seine Macht einzuschränken, da er einen Fehler gemacht hat und zuletzt auch einige Eigenarten entwickelt hat. Indem der Zuschauer sieht, dass der HAL 9000 das alles mitbekommt, wird die Spannung drastisch angehoben und es geschieht, wie man es vermutet hat. Er demonstriert seine Macht. Und den Dialog zwischen ihm und Dave fand ich auch wirklich gut. Auch die nachfolgende Szene in der Dave den Supercomputer ausschaltet hat Qualität.
Insgesamt war ich mit dem dritten Teil zufrieden und hoffte, dass der Vierte das Niveau und die Spannung aufrechterhalten kann.

Doch dann kam der "LSD-Trip". Für einige mag dieses Farbenspektakel ja berauschend sein, aber wie oben beschrieben ist das nichts für mich und es "turnt" mich auch nicht an. Anschließend sieht Dave noch sich selbst in Älter und der sich selbst wieder in Älter und usw. Das finden ja viele so toll und stufen es als klasse Idee ein, aber für mich hatte es irgendwie keine Aussagekraft. Ich habe mir dann auch darüber notgedrungen Gedanken gemacht, und bin auch zu Ergebnissen gekommen, aber es ist einfach ein Bereich, der mich nicht wirklich interessiert. Und dann musste auch wieder dieser Monolith kommen. Ganz ehrlich dieses Teil hat mich von der ersten Sekunde an, auf gut Deutsch gesagt: nicht "gejuckt". Dieses Göttliche, Magische, Außerirdische, was viele Leute darin sehen, kam bei mir einfach nicht an.

Ich bin von dem Film nicht enttäuscht, weil bei Kubrick kommt immer was Verrücktes bei rum, wie hier auch. Aber der Streifen war in weiten Teilen dann doch zäher als rohes Rindfleisch vom örtlichen Metzger. Die schauspielerischen Leistungen waren durchschnittlich und die wenigen und zum Teil langweiligen Dialoge waren natürlich für einen Liebhaber in diesem Bereich wie mich, ein Stich in die Brust.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mir den Streifen nicht mehr anschauen werde. Ne, sorry, der war einfach nichts. Zumindestens nicht für mich.

Und zu guter letzt habe ich noch eine Frage an euch, die Community, die ich gerne beantwortet haben würde:

Was fandet ihr so philosophisch an diesem Film? Worüber habt ihr euch Gedanken gemacht, was für Fragen habt ihr euch gestellt? Und warum, an welcher Stelle?

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sushi97

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Man kann Kommentare nach Likes sortieren? Das wusste ich noch gar nicht und weiß auch noch nicht, wie es geht.
Ich würde ihm schon eine zweite Chance geben. Freunde werden wir zwar nicht mehr, aber vielleicht nähern wir beide uns dann an. Jetzt stehen aber erstmal andere Filme auf dem Plan. Aber ich werde 2001 ganz bestimmt nicht vergessen.


J-Ross

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Immerhin.
Bevor die Kommentare anfangen, steht da: "Sortierung: Datum" mit einem Pfeil. Da kannst du das auf Likes ändern.


YellowheadAnimations

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Bewertung9.0Herausragend

Mein Lieblings Science-Fiction Film! Die herrlich komponierten Bilder, die Kreativität der Designer, die genialen Effekte und die Regiearbeit Kubricks bringen mich auch nach der zweiten Sichtung zum Staunen. 2001: Odyssee im Weltraum war 1968 seiner Zeit vorraus und ist es vielleicht immer noch, so rätselhaft wirkt er. Interpretationen schlagen oft ab einem gewissen Zeitpunkt fehl, irgendwie kommt es mir so vor, als könne man sich dem Film nicht wirklich nähern. Zurück bleibt das wage Gefühl, doch tief im Inneren mehr begriffen zu haben, als man es mit Worten ausdrücken kann. Ich könnte jetzt verschiedene Interpretationsansätze nennen, finde aber, das dieses stumpfe Auseinandernehmen und Analysieren dem Film nicht gerecht wird. Man kann dem Film vorwerfen, das er zuschauerverauchtend ist, aber das ist nunmal die Stilrichtung Kubricks, die man entweder toll oder grausam findet.

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quastenflosser

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Genau richtig! Bei diesem Film trennt sich dann eben die Spreu vom Weizen. ;)


Dan92

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Bewertung3.0Schwach

Also so sehr ich die Filme auch mochte, die ich bisher von Kubrick gesehen habe, muss ich leider sagen: Das war nix, lieber Stanley.
Der ganze Film zieht sich wie ein Kaugummi, der schon seit geraumer Zeit nur die Unterseite eines Schultisches gesehen hat. Wahrscheinlich ist man einfach schon von den heutigen Schnitttechniken verwöhnt, aber jedenfalls haben mich die extrem in die Länge gezogenen Aufnahmen einfach nur genervt. Wozu muss man sich denn 5 Minuten lang ein Raumschiff ansehen, das durch das All fliegt? Sollte das irgendwie die Handlung vorantreiben? Wohl eher weniger...
Die Handlung an sich finde ich ganz interessant, bloß die Inszenierung eben nicht. Es ist ja auch gut, wenn man sich so was Komplexes ausdenkt, aber trotzdem konnte mich der Film nie fesseln, geschweige denn Spannung aufbauen. Dazu war er einfach zu langatmig. Einzig die Szenen mit HAL 9000 waren wirklich gut. Seine Entwicklung von einem Computer zu einem Wesen mit Gefühlen war schon nicht schlecht, aber das rettet halt nicht den ganzen Film.
Aber ich kann verstehen, warum 2001 heute Kultstatus besitzt, so waren ja zum Beispiel die Effekte für die damalige Zeit wirklich erste Sahne. Aber gute Effekte machen eben noch keinen guten Film und so bleibt 2001 für mich doch einer der überbewertesten Filme aller Zeiten. Jetzt muss auch niemand kommen, dass ich den Film wahrscheinlich einfach nicht verstanden hätte. Wir haben ihn in der Uni wirklich ausführlich diskutiert und interpretiert, aber meine Meinung bleibt die selbe. Definitiv nicht meine Sorte Film, dann guck ich mir lieber einmal mehr Shining oder Clockwork Orange an.

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Sandsturm

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Die langsamen Szenen spiegeln eigentlich genau wieder, wie trotz der Schnelligkeit eines Raumfluges das Drumherum umso zeitlupenhafter abläuft - sieht man auch bei heutigen Außen- und Innenarbeiten an bzw. in der ISS.

Extrem wird das als z.B. Bowman zwar hektisch schnaufend aber nur im Schneckentempo seine Fähre aus dem Hangar bugsieren kann, als er seinem trudelnden Kollegen hinterhereilen will.

Alleine die Szene, als der Affe das erste Mal einen Artgenossen niederknüppelt und tötet, ist episch und gruselig ohne Ende. (Viele empfinden ja auch die ganze Dawn of Man-Episode sterbenslangweilig - mich fasziniert sie jedes Mal)


Dan92

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Ist ja auch gut, wenn man physikalisch genau bleiben will, aber deswegen muss das ja trotzdem nicht in aller Ausführlichkeit zeigen.
Naja, ist halt Geschmackssache. Mein Geschmack trifft das Ganze wie gesagt nicht...


mrfranky

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Royal Kino Frankfurt Anfang der 80ziger jeden Sonntag um 11h im Matinee.
Niemals im TV schauen,nur im Kino am Besten in 70mm.

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Sandsturm

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Jein - ich habe mal einen 70mm-Film letztes Jahr gesehen.

Vorteil: Ultrascharf und wahnsinniger Kontrast selbst in den Tiefen (z.B. Affen in der Nacht)

Nachteil: ... und der war gewaltig. Rotstichig ohne Ende. Alle hellen und erst recht die weißen Flächen waren hellrot.

Ich würde mir wünschen, dass die Qualität der auf dem Markt erhältlichen BluRay irgendwie digital auf die Leinwand geworfen wird. Sie ist genauso scharf UND farbtreu.

Bildschirm zu Hause ist schon OK - wenn er einigermaßen groß ist und man die BluRay hat. Aber du hast recht, eine große Leinwand ist noch beeindruckender.


ihre-herrlichkeit

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Demut.

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gunslinger

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Bewertung1.0Ärgerlich

So endlich geschafft...
Der Film ist wie ein schlechter Bob Ross. ("Blasphemie!" werden einige rufen)
Er ist eine super Einschlafhilfe, zeigt schöne Bilder mit sehr guten Effekten aber bei Bob Ross wechseln die Bilder häufiger und... Achtung... die Dialoge sind fesselnder.

Mag sein dass viele den Film für sehr künstlerisch halten, was er auf gewisser Weise ja auch ist (Effekte), aber durch die Kaugummi-Erzählweise schläft mein Hirn eher ein anstatt zum Mitdenken angeregt zu werden.
Ich musste den Film fünfteln (immer wieder weggenickt) um ihn endlich bis zum Schluss zu gucken, was den Mitdenkprozess sicherlich nicht gefördert hat.

Meine Gedanken schweiften beim gucken viel zu oft ab:
"daraus könnte man nen super Honest-trailer für Domino-Steine machen"
"Hab ich noch was zu rauchen?"
"Diese unsympathischen, humorlosen Astronauten würde ich auch umbringen"
"Was der läuft erst 15 Minuten?"

Was bleibt sind die auch heute noch guten Effekte und ein ausgeschlafenes Individuum...
Ich

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mannypenny

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Aber klaro, es gibt doch FACK JU GÖTE, oder TRANSFORMERS, oder MARVEL oder oder oder....Das ist echt geil. Aber nicht das Popcorn verschütten.
Oh sorry......wie kann ich nur so böse sein.


Stardust.Spectre

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Ich habe auch nur 1 Punkt vergeben können. Ich & Kubric kommen nicht so gut klar... Odyssee auf LSD ...


MisterSklave777

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Bewertung10.0Herausragend

Hier braucht nicht viel zu sagen: Sehr anspruchsvolles Kino! Das ist ein Film Sehen und Hören. Er ist philosophisch und ziemlich gut.

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