Battle Royale

Batoru rowaiaru (2000), JP Laufzeit 114 Minuten, FSK 18, Horrorfilm, Thriller, Actionfilm, Drama, Science Fiction-Film

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6.7
Kritiker
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6.9
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3090 Bewertungen
95 Kommentare
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von Kinji Fukasaku, mit Tatsuya Fujiwara und Aki Maeda

Der Film handelt von Schülern, die in einem totalitären Staat von der Regierung zufällig ausgewählt und auf eine einsame Insel geschafft werden. Hier müssen sie gegeneinander kämpfen, und zwar so lange, bis nur noch einer von ihnen am leben ist. Ausgestattet werden sie dabei nur mit Wasser, Nahrung, einer Landkarte, einer zufällig ausgewählten Waffe – und einem Halsband, das explodiert, wenn sie gegen eine der Regeln verstoßen.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (3) — Film: Battle Royale

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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6.0Ganz gut

Meine Ausflüge in die asiatische, respektive japanische Filmwelt sind äußerst rar gesät. Auch die Sichtung von „Battle Royale“ wird an dieser Tatsache nicht sonderlich viel ändern, auch wenn das Gezeigte durchaus als unterhaltsam bezeichnet werden darf. Wie zu lesen ist, löste „Battle Royale“ selbst in Japan eine Diskussion über Gewaltdarstellung in den Kinos aus, was wohl zur Folge hatte, dass der Film für Jugendliche unter 16 Jahren nicht freigegeben wurde. Was daran jetzt so bemerkenswert sein soll, erschließt sich allerdings nicht wirklich, muss doch nach Sichtung des Films konstatiert werden, dass der Film – so wie in Deutschland geschehen – eher ab 18 und nicht ab 16 Jahren freigegeben werden sollte. Der Film, der von einem dystopischen Japan erzählt, in dem einmal im Jahr eine durch den Zufall bestimmte Klasse von Neuntklässlern auf eine verlassene Insel verfrachtet wird, wo sich die Gören dann bis zum Tod bekämpfen sollen – nur der letzte Überlebende erhält die Möglichkeit in die Zivilisation zurückzukehren – ist nämlich durchaus starker Tobak. Erstaunlicherweise ist jedoch festzustellen, dass in dem Kinder-Schlachtfest, um es mal plastisch auszudrücken, zu wenig gemetzelt und zu viel debattiert wird. Da nämlich auch im Fall von „Battle Royale“ gilt, dass einem die Figuren ebenso egal sind, wie das ganze Gesülze drum herum, erweist sich der Film abseits seiner dann doch durchaus blutigen Actionsequenzen als ziemlich zäh und bemüht. Insgesamt also ein durchaus unterhaltsamer, letztlich aber nicht weiter bemerkenswerter Abstecher in die halbseidene Welt des japanischen Genrekinos

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SiameseMax: SiameseMovies

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5.0Geht so

"Battle Royale" ist stylish, spannend und schön krank. Aber nach einer Zeit stellt sich doch das Gefühl ein, dass wenn sich eine ganze Schulklasse von Kindern gegenseitig abschlachtet und das Ganze auch noch eine Zukunftsvision darstellt, man doch irgendeinen Sinn dahinter erwarten können sollte, oder zumindest irgendwo die Ansätze einer bissigen politischen Satire entdecken müsste. Oder wie wäre es mit einer Schlusspointe, die alles aufklärt? Die tatsächliche Rolle des Lehrers, der ständig im Trainigsanzug auf der Couch sitzt und Kekse frisst, ist mir auch schleierhaft, sowie die nur schemenhaft umrissenen Charaktere des Films im Allgemeinen.
Entweder ist ein tieferer Sinn bei "Battle Royale" schlichtweg nicht vorhanden oder er entgeht meiner europäischen Sichtweise und bestätigt mir mein fehlendes Wissen über Japan, seiner Kultur, Politik und Menschen.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Nicht ganz so spannend wie sein Ruf, schafft dieser Duell-Streifen es nicht seine vorgebliche Sozialkritik wirklich überzeugend darzulegen. Es bleibt Vehikel für meh roder minder gekonntes Rumgeholze

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Liam Quinn

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Ich habe Battle Royale nun mehrmals gesehen und frage mich immer wieder ob Kinji Fukasaku wirklich eine harte Sozialstudie daraus machen wollte oder ob er doch eher in seichten Gewässern planschen wollte.


Muxi92

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Ich habe den Film gesehen UND die Buchvorlage gelesen,und hätte er die einzelnen Charaktere so detailgetreu dargestellt wie im Buch, dann hätte er nie und nimmer einen zweistündigen Film daraus machen können. Erst wenn man die Charaktere besser kennt, z.b. indem man das Buch gelesen hat, entfaltet der Film sein volles Potenzial.



Kommentare (92) — Film: Battle Royale


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BlueSquirrel

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Bewertung5.5Geht so

Das ist alles sicherlich nicht ohne Reiz. Allerdings schwächelt BATTLE ROYALE bei seiner Figurenzeichnung so stark, dass moi leider Kenta Fukasaku Schlamperei unterstellen muss. Auch das übliche Problem gibt zu denken: Es ist schwierig Filmen eine ernsthafte Kritik abzunehmen, wenn sie nebenbei mit dem Skandal-FSK eine Publicity-Schlammschlacht austragen. Nach Dutzenden von zersiebten, japanischen Kinderleichen - das Resultat von unwirklich schießwütigen Grundschülern - bekommt der Film langsam eine groteske Note. Ich will allerdings nicht zu sehr mit dem Zeigefinger wedeln, weil eben jener Surrealismus BR davor rettet, seinen Anspruch gänzlich zu verlieren. Alles in Allem aber ein ziemlich krankes Umgemähe, das seine Prioritäten anders hätte setzen können; ein zünftiges Remake wäre wahrscheinlich eine gute Idee.

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Thanatos1

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Bewertung6.5Ganz gut

Hab den Film gerade zum 3. mal gesehen, das letzte mal ist schon einige Jahre her und nach der aktuellen sichtung musste ich meine Bewertung dann doch wieder um einen halben Punkt nach unten korrigieren.
Eventuell liegt es daran das ich den Extended Cut gesehen habe (wobei ich garnicht weiß welche Fassung ich das letzte mal gesehen hab), möglicherweiße liegt es auch daran das sich mein Geschmack ein wenig geändert hat.
Auf jeden Fall sind mir bei der aktuellen Sichtung einige Dinge negativ aufgefallen die ich vorher wohl garnicht beachted hab, oder nicht darüber nachgedacht.

Zuerst einmal: Die deutsche Synchronisation ist fürchterlich, hier rate ich auf jeden Fall jedem den Film im Originalton mit Untertiteln zu sehen (hab selbst nach ein paar Minuten auf Japanisch gewechselt).
Auserdem möchte ich jedem empfehlen garnicht erst zu versuchen irgend eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen, dazu sind es einfach zu viele und auch wenn einem eine Hand voll etwas näher gebracht werden sind sie einem am Ende doch alle so ziemlich egal.
Das ist wirklich sehr schade denn wenn der Film sich von anfang an auf zwei oder drei Personen konzentrieren würde, würde er wunderbar als Drama mit ein paar Survival elementen funktionieren.
So wie er ist tut er das aber nicht da weder für eine persönliche Beziehung, noch für irgend eine Art von Überlebenskampf genug Zeit ist um es im Film unterzubringen.

6.5 Punkte gibt es aber trotzdem, das ist vorallem Takeshi Kitano und einigen anderen, erstaunlich guten, Schauspielern zu verdanken.

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JackoXL

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Bewertung7.5Sehenswert

- "Wir bleiben doch Freundinnen, oder?"
- "Ganz bestimmt!"

Der Film von Kinji Fukasaku, beruhend auf einer Romanvorlage von Koushun Takami, avancierte schnell zum Kultfilm rund um den Globus, was sicherlich auf verschiedene Gründe zurück zuführen ist.

Um es mal ganz platt aufzudröseln: "Battle Royale" ist ein Schlachtfest, das seinesgleichen sucht. 40 junge Menschen, eher noch Kinder, werden in ein furchtbar kompromissloses "Spiel" verwickelt, das in drei Tagen (bzw. 2 Stunden Film) nur einen Überlebenden zulässt. Ergo: Bodycount deluxe. Genau das bietet "Battle Royale", speziell zu Beginn wird im minutentakt gestorben. Erschossen, aufgeschlitzt, vergiftet, erschlagen, in die Luft gesprengt. Nichts wird nur angedeutet, jede Leiche, fast jede Execution wird überdeutlich gezeigt, das Blut spritzt meterhoch, Gorehounds bekommen hier reichlich Futter.

Doch ist "Battle Royale" so einfach in eine Schublade zu drücken? Nein, auf gar keinen Fall! Denn was dieser drastischen Gewallteruption als Basis dient, ist nichts weiter als beissende, gallige Satire, die eben den Humor durch puren Zynismus und radikale Seitenstiche ersetzt. "Battle Royale" übt direkte Kritik am japanischen Schul- und Gesellschaftssystem, an dem für uns Mitteleuropäer eher befremdenden Mechanismus des unterwürfigen Perfektionismus, überspitzt ausufernd in einer perversen Selektion, die den Wohlstand der Nation sichern soll. Seiner wirtschaftlichen Vormachtstellung beraubt, wird sich unfassbaren Methoden bedient, die der Film bewusst unglaublich übertreibt. Der Anfang wirkt leicht grotesk, doch mehr und mehr entwickelt sich "Battle Royale" als eine erschreckende Parabel über die japanische Gesellschaft im allgemeinen und gleichzeitig als ein Spiel mit den gängigen Zutaten des Survivalfilms.

Leistung zählt, der Druck wird früh ausgeübt, wer nicht funktioniert, hat sein Recht auf Leben verspielt. Wenn eine Nation auf das, mehr als ohnehin gewohnt, angewiesen ist, werden die Regeln halt verschärft. Am Ende soll eine Elite stehen, die bereit ist alles zu geben, koste es, was es wolle. Die Message von "Battle Royale". Nur wer sich voll dem System opfert, ist überlebenswert. Das sieht der Zuschauer nicht nur an der Teenagermeute, die sich mal mehr, mal weniger zum gnadenlosen Abschlachten bereiterklärt, sondern auch an ihrem Lehrer, der alles für seine Rolle in diesem Blutbad aufgibt. Familie, Privatleben existieren nicht mehr, wenn man als reibungsloses Zahnrad in einer Maschine funktionieren will.

Doch in erster Linie zelebriert "Battle Royale" typische Teenager-Schul-Probleme, nur unter den extremsten Bedingungen. Gruppenbildungen, Mobbing, Anti- und Sympathien, nur auf einem blutigen Schlachtfeld ausgetragen. Und da zählen anfängliche Treue- und Freundschaftsschwüre gar nichts mehr. Am Ende ist sich jeder selbst der Nächste, Coming-Of-Age Survival-Massaker ohne Rückzugsmöglichkeiten oder geheime Tagebucheinträge, sondern mitten in die Fresse oder eher auf Leben und Tod.

"Battle Royale" ist eine ultra-zynische, widerlich-überspitze Orgie, die dabei aber weitaus cleverer, überlegter und hintergründiger ist, als es viele "Skandalfilme" gerne wären. Voll auf's Maul ist manchmal mehr Meta, als irgendwo vergessen um die Ecke geschwurbelt.

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Schlopsi

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@Jacko, ja, das verstehe ich. Dennoch, wenn du den Film schon so mochtest, dann sei dir das Buch ans Herz gelegt ;)
@Hartigan: Das kann doch nicht wahr sein!
1. Wenn die den doch schon einmal beschlagnahmt hatten und dann 7(!) Jahre brauchen um zu entscheiden ihn erneut zu beschlagnahmen, dann kann man sich schon sicher sein, das bei den Deppen in der Firma was gewaltig schief läuft.
2. Ich verstehe manchmal nicht, inwieweit die eine Grenze ziehen können, wenn Gewalt als Mittel zum Zweck dient. Und seien wir mal ehrlich: Jeder Hinterwäldler erkennt diesen Zweck, der noch über der Gewalt steht. Ich raffe solche Entscheidungen einfach nicht... (Musste mal raus, sry)


JackoXL

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@Harti: Das gleiche Spiel wie bei "I Saw The Devil". Da sitzt so ein Sesselfurtzer, der sich nicht mit dem "Warum" beschäftigt, sondern einfach nur das "Was" sieht und gleich Alarm schlägt. Solchen Leuten sollte das Einstufen von Filmen untersagt werden. Da habe ich, vergleichbar, sogar noch ein Schnäppchen gemacht, wenn ich sehe, was für eine einfache BR-Ausgabe von "I Saw The Devil" momentan gezahlt werden soll. ;)
@Schlopsi: Bei Gelegenheit überzeuge ich mich gerne davon. Und das sich über solche hinrissige Entscheidungen aufgeregt wird, ist mehr als verständlich.


kobbi88

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich hatte eigentlich einen langen und detaillierten Kommentar zu „Battle Royale“. Darin ging ich auf Kamera, Schauspieler, Gewalt, Zynismus, Musik und vieles anderes ein. Ja, lang wäre er geworden. Weil der Film so heftig ist, so zynisch (das Ende finde ich grandios, weil es so konsequent und damit so unendlich zynisch ist), weil der Film so viel aussagt. Über Gewalt, über Extremsituationen, über Sozialverhalten und vor allem über den Zuschauer, der sich diesen Film ansieht. Über seine Faszination. Darüber, wie der Zuschauer wie bei einer Real-Life-Gameshow, vielleicht wie bei Big Brother, zum Voyeur wird. Spaß an Gewalt kriegt, mit manchen Personen mitfiebert und hofft, dass seine Favoriten überleben. Und nicht die anderen. Ich hätte geschrieben, dass vielleicht 42 Schüler für einen solchen Film einfach zu viele waren, dass die Überzeichnung der Gewalt dem Film phasenweise geschadet hat und vieles mehr. Und dass der Film ein guter ist, weil er den Zuschauer auf so viele Weisen fesselt, unterhält, damit bloßstellt und damit wiederum auch kritisiert.
- - - - - - - -
Aber ich habs gelöscht und umgeschrieben. Auch wenn ich nicht sicher weiß, ob es das Richtige war. Ich hab einen gut strukturierten Kommentar gelöscht und schreib stattdessen nur Gedanken auf. Gedanken, die wahrscheinlich noch total verwirrend auf andere wirken werden. Aber eine Sache ging mir nicht aus dem Kopf, geht mir noch immer nicht aus dem Kopf. Es war eine Frage. Eine Frage, die ich nicht beantworten kann. „Was würde ich tun, wenn ich ein Schüler dieser Klasse wäre?“

Ich überlege jetzt schon ne ganze Zeit. Was hätte ich getan? Und ich kann es einfach nicht beantworten. Wäre ich ein Mörder? Würde ich meine Freunde töten, damit ich selbst überlebe? Oder würde ich das Mädchen beschützen, in das ich schon immer verknallt war? Und was passiert, wenn am Ende wirklich nur noch wir zwei übrig wären?
Es sind Fragen, die sich wohl jeder stellt, wenn er diesen Film sieht. Aber eine Antwort wird wohl niemand finden. Weil diese Situation einfach so extrem, so unvorstellbar ist. Zu unvorstellbar. Als Zuschauer kann man nicht verstehen, warum man seinen besten Freund umbringt. Oder warum man sein Leben für andere Menschen opfert. Oder aber man denkt sich, ja, klar hätte ich alle anderen umgebracht, wenn ich selbst dann überlebe. Aber ich finde, von außen kann man diese Frage nicht beantworten. Aber sie nagt, diese Frage. „Was hätte ich getan?“ Und gerade dass der Film diese Frage stellt, die man als Zuschauer nicht beantworten kann, gerade das ist seine größte Stärke. Man denkt nach, man muss nachdenken. Sich mit dieser Situation beschäftigen.
Aber keiner kriegt ne Antwort. Ich hab keine Antwort gefunden. Ich wollte wahrscheinlich auch gar keine Antwort finden. Aber die Frage steht weiter im Raum.

„Was hätte ich getan, wenn ich ein Schüler in dieser Klasse wäre.“

Ich glaube, diese Frage wird mich noch ne ganze Zeit beschäftigen.

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dilan.or.5

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wiedermal ein schicker Kommentar :)


kobbi88

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Vielen Dank :)


Hfonda15

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Bewertung7.5Sehenswert

Bevor ich meine Meinung zu ,,Battle Royale" hier in Worte fassen werde, noch einen kurzen Dank an meinen Moviepilotkollegen Martin Oberndorf, der hier zu Battle Royale einen sehr guten Kommentar verfasst hat, weshalb ich mir diesen Streifen heute überhaupt angesehen habe!
Die Handlung von Battle Royale dürfte vielen Leuten durch die Tribute von Panem bekannt geworden sein, ein Film in einer dystopischen Zukunft, in der sich 15 Jährigen in grausamen Kämpfen gegenseitig ermorden müssen. Doch der eher kinderfreundlich gehaltene ,,Die Tribute von panem" hat mit Battle Royale kaum was zu tun, denn dieser japanische Film über Schüler die zu Killermaschinen werden, wenn sie sich gegenseitig umbringen, ist kompromisslos und um einiges brutaler als der kleine Bruder aus Hollywood!

Ich gucke Filme gerne, weil sie es schaffen Bilder und Geschichten vermitteln zu können, die man so im wahren Leben vielleicht gar nicht wahrnimmt oder die es so gar nicht gibt. So können einige Geschichten, die in Filmen vermittelt werden vielleicht abstruse Handlungen haben, die für uns außerhalb der Norm schlagen, doch trotzdem regen sie zum nachdenken an, da sie so etwas wie ein Experiment sind! So etwas ist der Film ,,Battle Royale" auch und das was er darstellt ist im höchstem Maße interessant und für mich auch faszinierend!

Ich liebe es Filme zu sehen, die eine Studie über Menschen in Extremsituationen wiedergeben, nach einem großen Unglück zum Beispiel oder so wie es hier der Fall ist, wie sich die Charaktere der Menschen verhalten, wenn man für sie jedes Recht ausschaltet, wenn man hier von einer autoritären Zukunft ausgeht, in der Schulklassen auf einer Insel ausgesetzt werden, mit dem Ziel sich gegenseitig zu töten und wer überlebt hat gewonnen. Wenn innerhalb von 3 Tagen nicht alle tot sind, sterben alle!

So kompromisslos fängt der Film an! Schüler die sich alle gegenseitig kennen laufen auf einer Insel herum, mit dem Auftrag ihre eigenen Freunde zu töten, wenn sie überleben wollen!
Man fragt sich die ganze Zeit:
,,Ich kenne doch meine Freunde, keiner würde gegen mich Gewalt anwenden aber wer weiß das schon? Ich sollte ihn zuerst töten, denn sonst bin ich dran!"
Man sieht wie alle Schüler verschieden auf die neue Situation reagieren, manche versuchen sich ruhig zu verhalten, manche töten ihre Bekannten sofort, manche begehen einfach Selbstmord...
Das ist das Interessante an dem Film, man hat über 40 Charaktere, die alle unterschiedlich auf diese Extremsituation reagieren und man fragt sich selbst wie man in einer derartigen Situation, sei sie auch noch so schwer vorstellbar, handeln würde!
Solche Filme machen mich dann irgendwo auch traurig, denn ,,Battle Royale" ist nicht irgendein billiger Streifen, der sich nur an Gewalt aufgeilt, sondern leider ein ziemlich realistisches Abbild einer Situation, in der die meisten Menschen zu Tieren werden würden!

Die ganze Dramatik des Films kommt gerade am Anfang richtig gut rüber, die Schüler werden von einer schrillen Japanerin in einem billigen Kostüm über eine übertriebene, typische japanische Werbung in das ,,Spiel" eingeleitet, später werden einige Szenen dann auch noch eindrucksvoll mit Bach untermalt, was den Zuschauer grade am Anfang relativ fassungslos macht.
Ein großes Problem bei dem Film ist dann aber leider und dass hat mich einige Punkte gekostet, diese übertriebene Überzeichnung mancher Sachen, wenn Charaktere nach hundert Schüssen getroffen noch einmal wieder aufstehen um zu telefonieren und auch einige, verrückte Figuren, die man im Kampf einfach nicht besiegen kann. Wenn man hier etwas realistischer gewesen wäre hätte der Streifen mindestens eine 8 erreicht, da man dann auch über einige durchschnittliche Schauspieler hätte hinwegsehen können.
Über die Charakterentwicklung kann man hier sagen was man will, ich fand sie gelungen, da man bei 40 Schülern nicht jede Figur ausschmücken kann. Doch auch das Ende war dann ziemlich flach inszeniert, was bei diesem starken Anfang, doch Recht traurig war!

Trotz einiger Schwächen, die ich im letzten Absatz genannt habe, ein eindrucksvoller Film über ein Experiment mit dem Menschen, der ihn in seine Urform zurück bringt und einem auch Angst bereiten kann, die Schüler die gute Waffen bekommen haben, haben zumeist viele ihrer ,,Feinde" getötet, während die mit schlechteren Waffen verzweifelt versucht haben die Klasse friedlich zu vereinigen...
Ich mag Filme für solche Experiment auch wenn sie teilweise ernüchternde Aussagen haben!

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Hfonda15

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@ Mr Pink ist es auch aber leider ist es bei Hollywoodremakes ja oft so! Müsste dringend mehr Orginalversionen einiger Geschichten sehen!


Martin Oberndorf

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Panem ist ja kein Remake und der Film klatscht ja auch nicht ab.
Ich würde das dem Film nicht ankreiden, da er ja auch nur ein Buch verfilmt hat.
Die Romanvorlage ist halt abgekupfert.


marlon.dannert

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Bewertung4.0Uninteressant

Von Battle Royale hab ich immer nur gutes gehört, allerdings bin ich lange Zeit nie dazu gekommen, mir den Film anzusehen.
Vor Jahren habe ich durch zufall die Manga Umsetzung und kurze Zeit später den original Roman gelesen. Beides hat mir wirklich gut gefallen.

Der Film selbst ist, im direkten Vergleich, allerdings eher schwach..
Gut zwar ist der Film recht brutal, gut in Szene gesetzt und bietet auch ein wenig Sozialkritik.
Allerdings ist bei diesem Film ein entscheidender Fehler geschehen:
Die Charaktere sind desaströs gezeichnet und extrem eindimensional, man kann zu so gut wie keiner Figur eine Bindung aufbauen. So etwas ist bei Romanverfilmungen ja zu erwarten und genau dieses Schicksal ist dem 600 seitigen Wälzer geschehen.
Aus dem guten Grundgerüst ist leider nicht mehr als ein brutaler und gut inszenierter, aber auch beliebiger und schwacher Splatterfilm entstanden.
Meine Hitlist in diesem Fall:
Manga
Roman
Film

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Dahmer

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Bewertung4.0Uninteressant

Uff,habe den Film (Teil 1) grad zuende geguckt(Extended Cut) und wäre dabei fast eingepennt...

Für manche ist dieser Film ein "Meisterwerk" und manche sehen darin "Sozialkritik" und "Harte Actionkost"...hääää???Habe ich etwa einen anderen "Battle Royale" gesehen??Ich kanns überhaupt nicht nachvollziehen,der Film ist Langweilig,unfreiwillig komisch ohne Ende,teilweise sogar strunzdumm und die Inszenierung ist trocken wie Brot...sorry mehr als 4 Punkte ist nicht drin...Wobei 4 Punkte fast schonzuviel des guten sind :-/

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Poor Boy

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Ich hab mir den damals ausgeliehen und fand ihn nicht schlecht.Ist wohl Geschmacksache.


tobias.c.bateman

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Um die Sozialkritik zu verstehen muss man ein wenig Hintergrundwissen zur Geschichte Japans, vorallem um 1990 und 2000 haben. Wenn das nicht gegeben ist fällt es schwer das nachzuvollziehen, kann ich verstehen. Die inszinierung ist von einem der großmeister Japans, deshalb n bisschen anmaßend was du hier sagst. Aber wenn man nichts fürs japanische Kino übrig hat auch iwo verständlich, weil sie nunmal ne andere Art haben Filme zu machen.


KonTaicho

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Battle Royal" - "Dir Tribute von Panem" auf asiatisch...und auf besser.

Die Stories sind ähnlich, jedoch ist "Battle Royal" Gott sei Dank nichts für 12 jährige Girlies, denn hier wird in Sachen Blut und Gewalt ordentlich auf die Kacke gehauen, was in anbetracht des Alters der "Spielteilnehmer" geradezu grotesk und erschütternd wirkt.

Ein weiterer Unterschied ist die Tatsache, dass sich die Teilnehmer bei "Battle Royal" vorab kennen ( und somit auch lieben oder eben hassen ), da sie eine komplette Schulklasse bilden und so der emotionale Faktor an oberster Stelle steht.

Worte, die so lange ungesagt blieben, die erst in der Minute des Todes gesprochen werden und schließlich im nächsten Moment für immer vergehen.

"Battle Royal" ist in so vielerlei Hinsicht besser als das westliche Schundwerk, und wenn auch die Background-Story und die politische Problematik hier nicht sonderlich klar gemacht werden und ruhig noch etwas mehr Gesellschaftskritik reingepackt hätte werden können ( wobei ich das Tutorialvideo schon mega pervers fand ), ist "Battle Royal" hart an der physischen und emotionalen Schmerzgrenze und besticht neben tollen Schauspielern ( Takeshi Kitano ( der mich irgendwie immer an den Wrestler Batista erinnert o_O) sowieso, aber auch die Kinder füllen ihre Rolle voll aus ) auch durch ein offenbarendes und tolles Ende.

"Here's your list of friends in the order they died."

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KonTaicho

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Nö, ich seh das nicht so eng^^


gabriel.rost.77

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Vielleicht nicht bei allen. Aber ich erinnere mich gut an deine Reaktion auf Haschbeutels negativen Kommentar zu "Transformers". ;-)


Maniac131

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Bewertung9.0Herausragend

Battle Royale ist ein Film, den man nur sehr schwer einordnen kann. Er ist eine bitterböse Satire, ein Drama, ein sehr gut inszenierter Actionfilm und ein Schlag in die Fresse. Wie für das asiatische Kino üblich ist der Film sehr emotional und als Abbild der Gesellschaft sehr stark übertrieben, aber die Botschaft kommt definitiv an.
Nun ja, natürlich nicht in der BRD, wo der Film sehr schnell auf dem Index verschwand. Es wäre auch wahrlich tragisch, wenn der ein oder andere Zuschauer anfangen würde nachzudenken, wie weit es nöch kommen könnte, wenn man von Vollidioten regiert wird.

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Rupert

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Da fragt man sich allen Ernstes warum "Die Tribute von Panem" überhaupt gedreht wurde... Das gesamte Thema dieser dystopischen Gemetzelspiele wird dort vom Prunk und Clownsgehabe der Oberschicht überspielt. Hier hingegen werden wir tatsächlich gepackt. Von der erbarmungslosen geistigen Geburt von schrecklichen Menschen. Sicher ist die schauspielerische Leistung nicht überragend. Aber wie gesagt: Das Spiel. Der Horror. Dieses menschenverachtende Gehabe und der Effekt dieses Subjekts auf unsere Gefühle muss im Vordergrund stehen. Nicht die bunten Gestalten drumherum, oder die kleinen Liebeleien zwischen den Kiddies. Battle Royale ist widerlich. Und das macht diesen Film aus. Denn wie sonst sollte ein Film denn sein, in dem es um widerliche Materie geht?

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DKennyK

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Bewertung6.0Ganz gut

BATTLE ROYALE bietet eine starke Prämisse und somit ordentliches Trash-Potenzial.

Aus dem Plot, der auf einen halben Bierdeckel Platz finden dürfe, hat man viel und vor allem unterhaltsamen Stoff herausgeholt. Besonders hat mir gefallen das die vielen Figuren nicht ausschließlich als Schlachtvieh dienten, sondern alle (in zugegebenermaßen begrenzten Maße) eine Hintergrundstory spendiert bekommen haben. So entfaltet sich ab und an sogar ein wenig Drama.

Leider mangelt es BATTLE ROYALE an Atmosphäre und Spannung, was den berühmten Funken leider nicht auf mich überspringen lassen konnte.

Fazit: Ein netter und trashiger Film aus Japan, der zurecht seinen Kultstatus innehat.

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dilan.or.5

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Guck in die öfters an, ging mir exakt so und irgendwann stieg die Bewertung, ein sehr interessantes Phänomen bei mir xDDDD


dilan.or.5

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* ihn dir


beast667

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Bewertung9.5Herausragend

Gnadenlos gut.............. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sowas schon bald Realität sein könnte, hoffen wir mal nicht......Einer der besten Filme aus Japan......

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Tampopo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Geile japanische Trashkunstscheiße

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styx.canomo

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Bewertung2.5Ärgerlich

auch falls ich hier gerade ein anderes mitglied zitiere:
aber wenn ich mir hier so die bewertungen meiner mp-freunde ansehe, dann sehe ich in der tat eine gewisse seelenverwandtschaft mit ronald reagan: "ich bin umgeben von roten."
nun gut, ich mag in gewisser weise zu einer kleinen "vorbelasteten" minderheit gehören.
soll heißen: ich habe die buchvorlage gelesen und hatte daher spezifische inhaltliche erwartungen an den film.
und diese wurden hier in etwa so schlecht erfüllt wie fast schon nur noch vergleichsweise bei eragon oder sämtlichen literaturverfilmungen unter der regie von ron howard.
ich bin mir durchaus im klaren, dass man kein buch von a bis z verfilmen kann, aber das hier geht ja nun gar nicht.
mal ganz abgesehen von der tatsache, dass der film cast bis hin zu weiten teilen der inszenierung mieft und von mir auch als eigenständiges werk höchstens 5 punkte bekommen hätte, ist er einfach viel zu kurz.
denn: die eindimensionalität der figuren, die einige hier als dystopisches bis satirisches stilmittel gewertet haben, ist meiner meinung nach neben den zum teil gruseligen schauspielerleistungen vor allem der tatsache geschuldet, dass man die im roman durchaus ambivalent und interessant gezeichneten charaktere aufgrund ihrer vielzahl in 111 minuten nicht ansatzweise ausfüllen kann.
so müssen die meisten personen als bauernopfer eines bis zur unkenntlichkeit gestauchten drehbuchs herhalten und haben in etwa die ausstrahlung von plastiksoldaten, die mal eben als requisite verheizt werden.
zwischen den trümmern finden sich - wenn man mit der lupe sucht - dann noch verkrampfte sozialkritische ansätze (das hat ja auch zb schon bay in seiner insel versucht *schauder*, wobei bays ergebnis dann natürlich noch deutlich lächerlicher war) und über alldem klirrt epische klassische musik.
das macht den film zwar nicht viel besser, aber leichter als misslungen kategorisierbar, da er sich selbst für wesentlich ambitionierter hält, als er im entferntesten ist und daher nicht mehr als trash durchgehen kann.
denn auf diese schiene hätte er sich nur noch mit deutlich mehr selbstironie retten können.
jedem, der auf der suche nach einer meiner meinung nach angemessenen visuellen umsetzung des stoffes ist, kann ich dann schon viel eher den 5 bände umfassenden manga empfehlen (auch wenn das nun wieder kein film ist).
ich hoffe doch sehr, dass sich nochmal in zukunft jemand diesen stoff vornimmt, denn wenn das hier das cineastische endprodukt zu battle royale ist und bleibt, dann macht mich das doch sehr betrübt.

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Schlopsi

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Stimmt. War das mit einer Serie nicht sogar mal geplant?


styx.canomo

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das weiß ich nun wieder nicht...


dilan.or.5

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einer der wenigen japanischen Filme, die ich mir auch ruhig mehr als einmal ansehen kann.
Sonst typisch japanisch. Ich kann mit dem japanischen Schauspiel nicht viel anfangen und die Kameraführung nervt mich auch irrsinnig. Dennoch der Film ist sehenswert und auch die Romanvorlage ist ok.
Brutal war er zwar, aber es gab für mich keinen Ekelfaktor, weshalb ich ihn getrost gucken konnte.

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BattlemasterIZ

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Bewertung7.0Sehenswert

Schüler müssen sich in einem "staatlich anerkannten Todesspiel" gegenseitig umbringen.
Battle Royale ist Survival-Action par excellence. Der Film hat einen hohen Unterhaltungswert, verspielt aber zuviel Potenzial, so eine zynisch-brutale Story hat eigentlich noch mehr Fassungsvermögen.

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Lagomorph

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Bewertung7.5Sehenswert

"Battle Royale" stand lange auf meiner Liste, jetzt hab ich den Film endlich mal gesehen (Omu).
Ums kurz zu sagen: Ich kann den Kultstatus dieses Streifens absolut nachvollziehen, dieser bitterböse Bastard aus "Herr der Fliegen" und "Running Man" ist an sich so simpel wie genial. Die übertriebene, exploitative Brutalität des Ganzen in Kombination mit dem satirischen Unterton hat mich spontan an einen Film von Paul Verhoeven erinnert.
Battle Royale verschwendet vor allem keine unnötige Zeit, um den Plot ins Rollen zu bringen: Nach noch nicht einmal 15 Minuten gibt es bereits die ersten Toten zu vermelden, von da an geht es hochfrequent und sehr spannend weiter.
Interessanterweise versucht Kinji Fukasakus Werk gar nicht, das gegenseitige Töten für das Publikum übermäßig zu erklären: Die durch die kurze Einleitung des Films gegebene Begründung für den "Battle Royal" bleibt fadenscheinig.
Sadistisch.
Sinnlos.
Weil es im Endeffekt auf ebendies hinausläuft: Eine überforderte, kaputte Gesellschaft schickt ihre eigenen Kinder in einen vollkommen willkürlichen, unsinnigen Kampf, bei dem es keine Gewinner gibt. Die krasseste aller unverdienten Kollektivstrafen.
"How would I know what any of this means?"
Da lässt sich schon sehr viel herauslesen.

Lediglich vom Ende hätte ich mir persönlich mehr erwartet.
Statt dem finalen Schlag in die Magengrube gibt es einen Abschluss, der innerhalb der innerhalb dieser kaputten Realität fast schon wie ein Happy End wirkt.
Mehr Konsequenz hätte mich nicht gestört, ganz im Gegenteil.
Trotzdem ist Battle Royale überaus sehens- und empfehlenswert.

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Nagelfar

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Kann dir bei so ziemlich allem zustimmen.


Martin Oberndorf

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was würdest du tun, wenn deine Klasse zum Battle Royale ausgewählt worden wäre?

Diese Frage stellt man sich früher oder später von ganz allein, wenn man sich Kinji Fukasakus bombastisches Meisterwerk ansieht. Nach einer kurzen Erklärung werden wir mitten ins Geschehen geworfen. Wir sehen den Sieger des letzten Battle Royale: ein blutverschmiertes, kleines Mädchen mit verstörtem Lächeln auf den Lippen. Eine Eröffnungsszene, die eben so viel Eindruck hinterlässt, wie der Film selbst.
Aber zunächst mal: was ist das Battle Royale?
Das Battle Royale ist ein erbittertes Turnier, bei welchem eine Schulklasse zufällig ausgewählt wird, auf eine Insel geschickt wird und - ausgerüstet mit einer ebenfälls zufällig ausgewählten Waffe und versehen mit einem Bombenhalsband - solange kämpfen muss, bis nur mehr eine Person überbleibt. Sollte nach 3 Tagen kein Einzelgewinner feststehen, explodieren die Halsbänder der Verbleibenden.

Hmmm... das kommt uns doch irgendwie bekannt vor, oder?
In der Tat, Battle Royale wird als Vorlage für die Buchreihe "The Hunger Games" vermutet.
Doch hat BR deutlich mehr Gewalt als die etwas jugendfreiere Verfilmung der oben genannten Romanreihe.

Das lässt die Frage offen, ob BR nicht einfach nur eine Teen-Splatter-Trashfilm ist. Ein Eindruck, der von der Tatsache, dass der Film in Deutschland verboten wurde, verstärkt wird.
Die Antwort auf die Frage ist ganz klar: NEIN!
Doch weshalb kann man Battle Royale nicht mit Filmen wie Scream oder Saw vergleichen?
Es ist nicht nur die Tatsache, dass Battle Royale weder Gedärme noch Folter aufweist, sondern vorallem, wie die Gewalt dargestellt ist.
Im Film wird die Brutalität nie glorifiziert - im Gegenteil. Sie wird von den Protagonisten stets hinterfragt und wird realitätsnah und abschreckend in Szene gesetzt.

In einem Punkt unterscheidet sich "Battle Royale" ganz deutlich von seiner Hollywood-Variante, "The Hunger Games": Die Charaktere.
Während HG sich lediglich auf seine Protagonisten versteift, überrascht Battle Royale durch seine Vielfalt an kleineren Geschichten.
Neben den 3 Hauptcharakteren sieht man noch, wie die anderen Charaktere agieren.
Kein Charakter stirbt, ohne irgendetwas von sich Preis zu geben. Seien es kurze Rückblenden auf alte Lebenssituationen, Liebesgeständnisse in den letzten Atemzügen oder intensive Gespräche. Außerdem reagiert jeder Charakter individuell auf die scheinbar aussichtslose Situation - einige halten sich an die Regeln und töten wo es nur geht, andere halten fest zusammen. Manche rächen sich an anderen und auch gibt es solche, die sich strikt weigern, mitzumachen. Solche wie die Protagonisten.

Die 3 Hauptfiguren, einer von ihnen überragend gespielt von "Death Note"-Star Tatsuya Fujiwara, stehen zusammen, obwohl sie sich der Aussichtslosigkeit ihrer Freundschaft bewusst sind. Einer von ihnen war bereits einmal Sieger beim Battle Royale, ist jedoch sitzen geblieben und nun erneut dabei, was dazu geführt hat, dass er für die beiden hilflosen Liebenden einen Beschützerinstinkt entwickelt hat.

Über die einzelnen Charaktere gibt es viel zu berichten und jeder wird sich mit einem der vielen Schicksale identifizieren können.

Auch ist der Film fesselnd gefilmt, geschrieben und gespielt. Er ist großartig aufgebaut, perfekt strukturiert und genial umgesetzt.

Man könne noch so viel Zeit und Wort in eine Kritik zu "Battle Royale" stecken, man könne nicht alle Aspekte nennen, warum es sich hierbei um einen perfekten Film handelt.
Es ist ein weiterer Beweis, dass die besten Filme nicht zwangsläufig aus Hollywood kommen, sondern lang in einer fremdsprachigen Kultur versteckt bleiben können, um erst Jahre später durch ein popkulturelles Ereignis internationalem Ruhm zu erlangen.

Ich vergebe für das Meisterwerk "Battle Royale" meine Höchstwertung:
10.0 Punkte

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kobbi88

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Klingt wirklich interessant, was du da schreibst... schöner Kommentar, jetzt bin ich doch tatsächlich gespannt ;)


Martin Oberndorf

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Auch wenn ich weiß, dass hier auf MP alle etwas zwiegespalten bei dem Film sind.
Und irgendwie spielt sicher auch mein Japan-Faible eine Rolle.


Hagen Hagen

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Bewertung7.0Sehenswert

Wer diesen feuchten Traum eines frustrierten Lehrers ernst nimmt, ist selbst Schuld. Mich erinnert er an Räuber-und-Gendarm-Spiele früher, wo man auch ständig fürchterliche Tode starb, um gleich danach wieder lachend aufzustehen. Allein Takeshi Kitano als Leher/Oberbefehlshaber im Schlabberlook karikiert jegliche Ernsthaftigkeit.
Aber es war schon sehr unterhaltsam.

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Roldur

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Bewertung6.0Ganz gut

Ja, BR, du machst mir großen Spaß. Wer splattert sonst so schön, wer scheißt noch so genussvoll auf das "Bäää die sind zu jung"-Tabu, wer setzt klassische Musik sonst so wundebrar übertrieben ein? Enttäuscht hast du mich trotzdem, aber auf hohem Niveau. Ich wollte dich sehn um die Hunger Games in den Boden zu stampfen sobald ich diese sehe, mit Charakterzeichnung und tollen Dialogen kannst aber auch du nicht aufwarten. Melodramatik ist dein zweiter Name und deine Sozialkritik ist so stumpf, so grob, dass ich nur laut auflachen kann. Aber über alls das sehe ich hinweg, denn im Inneren mag ich dich. Es macht Spaß meine Zeit mit die zu verbringen, du bist blutig durch und schenkst mir ordentlichen Trash. Du bist die Spaßgranate, mit denen ich in Zukunft meinen Gästen Japano-Filme schmackhaft mache.

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