Das Leben der Anderen

Das Leben der Anderen (2006), DE
Laufzeit 137 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Historienfilm, Kinostart 23.03.2006

7.5 Kritiker
84 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
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von Florian Henckel von Donnersmarck, mit Ulrich Mühe und Sebastian Koch

1984, Ostberlin. Das Leben der Anderen ist für Stasi- Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) nur bezüglich einer Frage interessant: Handelt es sich um Feinde des Staates? Wiesler ist ein linientreuer Abhörexperte, dem die Arbeit zum einzigen Lebensinhalt geworden ist. Als er vom opportunistischen Oberstleutnant Anton Grubitz (Ulrich Tukur) auf den Theaterstar Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck) und ihren Lebensgefährten, den Dramatiker Georg Dreyman (Sebastian Koch), angesetzt wird, scheint der Ausgang klar. Lassen sich die beiden irgendetwas zu Schulden kommen, wird Wiesler dies herausfinden und sie “zur Strecke bringen“.
Doch der einsame Stasi-Beamte ist fasziniert von dem Leben der freigeistigen Intellektuellen. Immer mehr in einen Strudel aus Angst, Intrigen und Geheimnisse gezogen, muss sich Wiesler fragen, was für ihn wichtiger ist: der Staat oder das Leben der Anderen, das jetzt durchaus sein eigenes ist.

Florian Henckel von Donnersmarck gab mit Das Leben der Anderen sein Spielfilmdebut. Er feierte mit ihm große Erfolge, sowohl bei der Kritik, als auch beim Publikum. Bei einem Budget von umgerechnet 2 Millionen Dollar spielte das Leben der Anderen weltweit über 77 Millionen Dollar ein. Der Film gewann 2006 den Oscar als bester fremdsprachiger Film, den europäischen Filmpreis und unzählige andere Preise. Für den Oscar stach er u.a. den als Favoriten gehandelten Pans Labyrinth aus.

Das Leben der Anderen ist nicht der erste Film, in dem Hauptdarsteller Ulrich Mühe und Ulrich Tukur zusammen zu sehen sind. In dem Drama Der Stellvertreter von Costa-Gavras spielten sie zwei Figuren, die angesichts des Schreckens des Holocausts zwei sehr unterschiedliche Wege gehen. Tukur stellte einen verzweifelten SS Offizier und Christen dar, der angesichts des Grauens nicht wegsehen kann. Mühe hingegen einen opportunistischen Arzt, der keinerlei Probleme hat sich an die Gegebenheiten anzupassen. Ihre Rollenverteilung ist damit in beiden Filmen gewissermaßen spiegelverkehrt. Das Leben der Anderen sollte der vorletzte Film von Ulrich Mühe bleiben. Er verstarb 2007 an Magenkrebs. (KJ)

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Kritiken (15) — Film: Das Leben der Anderen

Stefan_R.: Mann beisst Film

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8.5Ausgezeichnet

„DAS LEBEN DER ANDEREN“ ist ein schnörkellos inszeniertes Drama mit Thriller-Qualitäten, das durch seine ruhige, aber dafür umso intensivere Inszenierung besticht. Gekonnt erzählt es uns aus jüngster Vergangenheit, verkommt aber nicht zum langwierigen Lehrstück, sondern wird dem Aspekt, dass es unterhalten soll, absolut gerecht. Einer der besten deutschen Filme der letzten Jahre und zurecht mit dem Oscar gewürdigt worden. Beeindruckend!

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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4.0Uninteressant

„Kann jemand, der diese Musik wirklich gehört hat, ein schlechter Mensch sein?" -

Von Donnersmarck führt jenes Experiment zu einem konsequenten Ende, dass vor über sechs Jahren mit Hirschbiegels Soap aus dem Führerbunker seinen Anfang fand: Formale Fehlerfreiheit ist nutzlos, solange die Konzeption hinter der historischen Oberfläche brüchig und ärgerlich ist: Unter der dramaturgisch verständlichen, aber letztendlich undurchdachten Prämisse, Systemkritik auf Einzelfiguren und deren emotionalen Unterbau herunterzubrechen, scheitert "Das Leben der Anderen" an ähnlichen Punkten, wie die halbgare Spreewaldgurken-Chose "Goodbye Lenin", dessen Ostalgie-Epigonen sich vonDonnersmarck jedoch stets überlegen zu fühlen scheint - zu Unrecht: Viel für Tränendrüse und Herz, wenig für Geschichtsbuch und Verstand - auch das Stasi-Märchen hat diesem Credo wenig hinzuzufügen.

Mit seiner - als rühmenswerten Einzelfall intendierten - Läuterung…

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 22 Antworten

doctorgonzo

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Eine Sache noch! Wirf mir nicht "Das Leben der Anderen" in einen Topf mit "Pearl Harbor" und sei dieser Topf auch noch so groß...
In Bays Schundwerk wird sich an ganz handfest existenten Ereignissen festgehalten, wie dem Angriff selbst, sowie dem ersten Bombenangriff seitens der USA auf Tokio, es geht nicht á la "es war einmal im Zweiten Weltkrieg". Da bleibt "Das Leben der Anderen" so vage wie es sein muss, um die Distanz zur richtigen Geschichte zu wahren. Man kann solche historischen Begebenheiten nicht als Spielfilm aufarbeiten, man kann sie nur ausmalen. Und wenn man sie ausmalt, darf man eben nicht zu nahe an die Realität heran, einerseits, weil die Realität selten dramaturgischen Ansprüchen gerecht wird, in 100 Minuten eine komplette Geschichte zu erzählen, andererseits, weil man die Realität schwerlich mittels eines Stücks Entertainment begreiflich machen kann, man kann lediglich die eine oder andere Ecke illustrieren und wenn man das tut, darf man sich keinesfalls als historisches Werk bezeichnen.
Wenn man "Das Leben der Anderen" als zeitgeschichtliches Werk betrachtet, liegt man falsch, es kann maximal als Parabel einer Ära und als Märchen vor realgeschichtlicher Kulisse gesehen werden, so wie es Kubrick, Stone oder Coppola mit dem Vietnamkrieg auch gemacht haben...


Hitmanski

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Da sich die (Grundsatz-)Debatte über den Umgang mit fiktiven und historischen Hintergründen im Filmm im "Titanic"-Thread unter dem Kommentar von doctorgonzo neu entfacht hat, und möglicherweise ein Interesse daran besteht, komme ich mal meiner Bürgerpflicht innerhalb der Verlinkungsgesellschaft nach, und verweise nach dort :)


Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle

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10.0Herausragend

Der mit großem Abstand ergiebigste und am brillantesten gespielte Film dieser Oscar-Saison.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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10.0Herausragend

Das Leben der Anderen ist ein kraftvoller, aber stiller Film, konstruiert aus versteckten Gedanken und geheimen Sehnsüchten.

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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9.0Herausragend

"Das Leben der Anderen" ist kein trockener Film über die DDR und die Überwachung derer Bürger durch die Stasi, sondern eine auf drei Personen reduzierte Liebesgeschichte mit Stasi-Hintergrund. Durch diesen Kunstgriff schafft es der Film zugleich politisch interessierte Menschen anzusprechen, aber auch den Zuschauer zu erreichen der eher eine einfache Geschichte sehen möchte. Für einen Geselligen DVD-Abend bei Bier und Chips ist "Das Leben der Anderen" trotzdem nur bedingt geeignet, denn dafür ist die Thematik dennoch zu ernst.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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10.0Herausragend

Nachdem Anfang des neuen Jahrtausends Filme wie “Good Bye Lenin” und “Sonnenallee” für eine (N)ostalgie-Welle gesorgt hatten, zeigte Florian Henckel von Donnersmarck im Jahr 2006 in seinem Debütfilm “Das Leben der Anderen” eine andere Seite der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Er wagte sich an das Thema Stasi, und das ohne jeglichen erhobenen Zeigefinger, sondern dank eines perfekten Drehbuches und starker Schauspieler in einer spannenden und dramatischen Geschichte.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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10.0Herausragend

Das Leben der Anderen lebt vor allem von einer großartigen Geschichte: perfekt strukturiert und kraftvoll erzählt - mit unerwarteten Wendungen und vielschichtigen Charakteren. Er vermeidet Berechenbarkeit und billige Kameraeinstellungen für ein fesselndes Drama, das überrascht und gelegentlich erschüttert. Das Leben der Anderen erinnert uns daran, was Filmemachen in seinen besten Momenten sein kann.

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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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8.0Ausgezeichnet

Es handelt sich bei "Das Leben der Anderen" eben immer noch um einen Spielfilm, und der hat jedes Recht, eine Figur mit ihrer Geschichte und ihrer Veränderung frei zu erfinden und dadurch vielleicht mehr historische Wahrheit über das DDR-System zu vermitteln als jede Geschichtsstunde. Gerade die Balance zwischen respektvoller Genauigkeit und einem unbelasteten, souveränen Umgang mit erfundenen Elementen, lässt hier großes, ernsthaftes Unterhaltungskino entstehen, mit dem sich deutsche Regisseure sonst eher schwer tun.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.0Herausragend

Auch wenn ich eigentlich nicht schon wieder eine Bestnote verteilen wollte, um zu zeigen, dass ich Filme durchaus mal kritisch betrachte, komme ich hier doch nicht um eine Eins herum.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.0Sehenswert

Mit dieser Handlung fügt sich DAS LEBEN DER ANDEREN den klassischen Gesetzen des Melodrams. Das bleibt immer spannend und ist oft bewegend. Zwar ist auch dies nicht "die Wahrheit" über die DDR, wie der Regisseur und manche Nachbeter jetzt behaupten, sondern nur eine andere Wahrheit als jene, von der SONNENALLEE und GOOD BYE LENIN! erzählten. Aber der Film gibt einem ein Gefühl für das, was Überwachungsstaat bedeutet. [...] Trotzdem ist man am Ende mit alldem nicht wirklich glücklich, ist da ein Gefühl der Unzufriedenheit. Das rührt daher, dass der ganze Film ein wenig arg glatt daherkommt. Wie bei den TV-Movies "Luftbrücke" oder "Dresden" ist hier alles lehrbuchgetreu umgesetzt und politisch korrekt unangreifbar verteilt. Gerade das ist das Problem.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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9.0Herausragend

"Das Leben der Anderen" ist ein Wunder. Ein Wunder, weil es 161/2 Jahre nach dem Mauerfall der erste große Kinofilm ist, der sich mit dem Thema Stasi auseinandersetzt. Ein Wunder, weil - nach all den Filmklamotten der letzten Jahre, die die DDR letztlich als seltsam designten, aber liebevollen Hort verharmloste - ein Drama wieder die Schattenseiten in den Mittelpunkt stellt.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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9.5Herausragend

Florian Henckel von Donnersmarcks sauber recherchierter Blick in die Grenzbereiche der Seele verzichtet auf klebrig-verklärte Ostalgie. Er trifft immer den richtigen Ton. Der Film entlarvt die Mechanismen eines monströsen Überwachungssystems mit der Zerstörung jeglicher Individualität, demaskiert die Verantwortlichen, die im Dunstkreis von Ideologie ihre persönlichen Ziele verfolgen...

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Thomax: Saarbrücker Zeitung Thomax: Saarbrücker Zeitung

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9.5Herausragend

Sehr mutiger, konsequenter Film, auch visuell überzeugend.
Brillant gespielt, Klasse-Besetzung.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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8.0Ausgezeichnet

Schon wieder Ostalgie? Och ne, dat will doch keiner (mehr) haben. Und wenn doch, dann liegen "Sonnenallee", "Good Bye, Lenin!", "Kleinruppin Forever" und "NVA" in jeder gut sortierten Videothek des Vertrauens. Nun verhält es sich beim "Filmpreis"-veredelten Debüt des bisherigen Kurzfilmemachers Florian Henckel von Donnersmarck ein ganz kleines bisschen anders: Schluss is mit lustig!

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Nicht völlig runder, aber dennoch gelungener Film, der sich fernab von Ostalgie den unschönen Seiten des DDR-Regimes widmet. Brilliant gespielt und trotz dramaturgischer Hänger sehenswert

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Kommentare (103) — Film: Das Leben der Anderen

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Matilda

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

...für mich war es ein schweres Thema und der Glaube an den guten Stasioffizier fehlt mir total....und am Ende widme ich dem Lieben noch ein Buch...na da hört doch die Freundschaft auf....

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CarrionFairy

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Bewertung9.0Herausragend

großartiger film in jeder hinsicht, dabei habe ich mich lange dagegen gewehrt, ihn zu sehen.
dieser judas allerdings! die frau war schier unfassbar. bevor ich freunde und familie verraten würde und für jeden dahergelaufenen penner die beine breit machen, nur weil man mir mit einem popeligen berufsverbot droht (im vergleich zu anderen schicksalen in der stasi-ddr noch echt vertretbar), müssten es doch wenigstens ein paar ausgedrückte zigaretten im arsch sein. man muss die alte nichtmal auffordern! "waaaaaas? ich kann nicht mehr exzentrisch auf der bühne herumsabbeln und dafür applaus und aufmerksamkeit bekommen? - was darf ich ihnen über meine freunde erzählen?... hm, kein bedarf? dann darf ich für sie aber den arsch hinhalten? was, auch nicht?.... achso, meinen mann verraten, ja, kann ich auch."
wo gibt's denn sowas????

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RoosterCogburn

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Bewertung7.0Sehenswert

Wenn man es nicht so genau nimmt, dann unterhält die Story vom freundlichen Stasi-Mann. - Ohne auf technische Schwächen des Filmes näher einzugehen, sei nur eine erwähnt. Auf dem Dachboden eines Wohnhauses installiert die Stasi eine Abhöreinrichtung, deren Bedienung sich im Schichtdienst abwechselt. Die Bewohner hätten demnach unter Zwangshypnose stehen müssen, dass dort die "PGH Rohrtechnik" ein- und ausgeht. So hat der große Lauschangriff der Firma "Horch und Guck" nicht funktioniert. Doch der gravierendste Fehler des Films besteht darin, das es einen solchen Stasi-Offizier, der unter Lebensgefahr einen Dissidenten rettet, nicht gab und im System begründet liegt, warum es ihn nie geben konnte. Vermutlich ist dem Erfinder die kreative Verharmlosung gar nicht bewusst. Obwohl man wissen könnte, dass die Rekrutierung und Ausbildung solcher Elitekader auf totaler Ergebenheit, Disziplin und Zuverlässigkeit basierte. Gerade im Mielke-Apparat. Nur die Kaltblütigen, Skrupellosen kamen weiter. Doch wenn man darüber hinweg sehen kann, dann wird einem gute Unterhaltung geboten...

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StevenStone

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schwerer Anfang.. hatte echt zu kämpfen, entwickelte sich allerdings dann doch zu einem super Film mit viel Charaktertiefe und Gefühl

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Kreaexo

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Bewertung9.0Herausragend

Damals zu recht den Oscar als bester fremdsprachiger Film bekommen.
Und es tut gut, Ulrich Mühe in seiner letzten großen Kinorolle zu sehen, denn er spielt brillant und er gehört/-e zu den besten deutschen Schauspielern überhaupt.

Jetzt werden bestimmt manche von euch aufschreien und schreiben, dass 'Ulrich Mühe doch seine letzte Rolle in "Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler" gespielt hat!' Schon, aber dieser Film ist es nicht wert noch mehr beachtet zu werden.

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SpiceWeasel

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Bedrückt mich auch immer wieder wenn man weiss das sein deutscher Lieblingsschauspieler bei den Dreharbeiten schon so krank war! Darum kann ich mir dieses Meisterwerk auch nicht so oft anschauen leider.


fkfilmkritik

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Bewertung4.0Uninteressant

Anstrengend und ausdehnend kaut "Das Leben der Anderen" an seinen Willen dem Zuschauer in die diskriminierende Zeit der DDR zurückzuziehen und genauso zu zeigen, dass es doch auch gute bei der STASI gab. Dies verkommt zu einer in die Länge gezogenen Masche, dessen Tiefgang es bei den Charakteren völlig fehlt. Die Zeit scheint kaum zu vergehen. Von Donnersmarck versucht viel. Geht über Systemkritik, bis hin zu Krimigeschichts-Linie bleibt aber blass und im größten Teil eher verharmlosend im Bezug auf die Realität. Schwerfällig beäugt ist die Darstellung von Tiefgang, in dem viel Gefühl hineingequetscht werden soll. Alles wirkt dabei schwerfällig und hölzern. Versucht Dicht zu sein, bleibt aber kahl und kommt immer mit seinem bewusst ergötztem Bild vom "guten bei der STASI" daher. Die Story-line bleibt in jedem Hinblick recht überschaubar und trügt schwer mehr Komplexität vor, als sie besitzt.

So kann ich dem Film leider nicht mehr Punkte geben, denn er bleibt schwer und plakativ in seiner Aussage-rümt sich sichtlich dabei. Hinsichtlich der viel zu weit gespannten Länge leider ein mich nicht überzeugendes und überschätztes Stück, was weitgehend von seinen Darstellern zu profitieren vermag. Da war für mich wesentlich mehr drin.

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Timo K.

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Eigentlich könntest du den Film auch schlicht und einfach zusammenfassen, ohne dafür neue Synonyme in jedem Satz zu verwenden: langweilig. :)


fkfilmkritik

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@Timo: Eigentlich hast du Recht. Aber ich musste es mir einfach von der Seele schreiben. ;)


PikAsso

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Bewertung9.0Herausragend

Ein bewegender Film mit stiller aber tiefer Kraft!

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*Louna*

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ich stimme dir vollkommen zu- gut auf den Punkt gebracht :)


PikAsso

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Danke schön! Freut mich, dass Du das so siehst :)


La Bardot

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Bewertung9.5Herausragend

"Soll ich's als Geschenk verpacken?"
"Nein, es ist für mich"

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Florian Albrecht

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Bewertung9.5Herausragend

einer der besten deutschen Filme, der ohne mahnenden Zeigefinger Leben in der DDR zeigt und das Reifen eines Menschen, der neue unbekannte welten betritt und versucht sie zu verstehen.
Ulrich Mühe spielt großartig und auch der restliche Cast weiß wunderbar zu überzeugen.

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LynchFan1706

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Ich habe mich noch nie im Leben so sehr durch einen Film gequält... und das ist schon ein halbes Jahr her, aber die Erinnerung ist immer noch "lebendig"...

Das war wohl ein Mitleidsoscar für die armen Deutschen, die versuchen ihre schreckliche Geschichte aufzuarbeiten ?!...

Zu platt, zu glatt, zu langatmig die Erzählweise, geradezu sträflich desinteressiert agieren die Schauspieler... nichts und niemand in dem Film berührte mich... ich hatte das Gefühl, der Film steht still... Lethargie in Zeitlupe... Wie die Geschichte ausgeht?- Mir egal... Was den Protagonisten passiert?- Auch egal... Hauptsache irgendwann war endlich Schluss... Und dann war es wirklich still...

(dabei geht es lediglich um mein Empfinden in Bezug auf die Erzählweise und die Umsetzung des Themas... ich beurteile nicht die Wichtigkeit der geschichtlichen Aspekte! Wird ja in den Kritiken oft verwechselt!)

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*frenzy_punk<3

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Ich war nicht ganz so hart, aber ich teile deine Ansichten. Überschätzter Film, der wirklich zäh und langweilig ist!


countcount

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hmm kann ich nicht bestätigen. ich fand den total spannend...


Tante Uschi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Packendes Stasidrama, mit einen großartigen Ulrich Mühe.

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*frenzy_punk<3

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Bewertung4.5Uninteressant

Buchhändler: „Geschenkverpackung?“
Hauptmann Gerd Wiesler: „Nein, das ist für mich.“

Florian Henckel von Donnersmarck gewann mit „Das Leben der Anderen“ seinen ersten Oscar und wollte ihn seither nicht mehr aus der Hand nehmen.
„Das Leben der Anderen“ erzählt die tragische Wahrheit, über Überwachungen und Verhaftungen, die damals die STASI in der DDR durchgeführt hatte. Donnersmarck will hier dem Zuschauer die Vorgehensweisen vermitteln, die Vorsicht des Betroffenen zeigen und das Dilemma der Verschwiegenen nahe bringen.
Doch scheitert sein Werk vor allem an der Erzählweise. Meistens passiert gar nichts, schnell begann ich mich zu langweilen, verfiel beinahe in einen Zustand, an dem es mir völlig egal war, wie der Film endet, wie die Protagonisten verfahren und sich verhalten. Trotz reichlich Dramatik, fehlt ihm dennoch der Tiefgang. Man bekommt zu wenig Bezug auf einzelne Charaktere, keiner von ihnen, scheint einem nahe zu stehen, keine Geschichte scheint richtig bedauernswert zu sein. So verfloss am Ende auch keine Träne, jedoch ein wenig Verständnis und Mitleid zeichnete sich ab.
Der Wandel der Protagonisten ist anschaulich geboten, die Darsteller spielen gut und wie es auch immer so ist, darf auch Herbert Knaup im Cast nicht fehlen, der doch sein Potenzial nicht bieten durfte.

„Das Leben der Anderen“ greift nicht, zog mich nicht mit. Der Schluss bietet eine nette Pointe, reißt aber auch nicht viel raus.
So ist Donnersmarcks Oscargekrönter Film nur ein mittelmäßiger Streifen, der wenigstens sein Pensum erfüllt, zur Allgemeinbildung beizutragen.

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Super8951

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Stimmt zur Strafe gehe ich jetzt 'ne Runde Zac Efron anschauen...

:D


*frenzy_punk<3

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I don't care.


kurtel1105

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Meiner Meinung nach der beste deutsche Film aller Zeiten - ein überragender Ulrich Mühe in seiner letzten großen Rolle, ein junger aufstrebender Regisseur, der sicherlich in den nächsten Jahren noch ganz groß rauskommen wird und eine richtig gute (wenn auch sicher nicht ganz reale) Story!
Ich kann mir diesen Film 100mal angucken und finde ihn immer wieder klasse - leider eine der wenigen Ausnahmen an deutsche Filmen!

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at20121966

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Großartiges deutsches Kino

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Ripley1

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Hat wohl nicht geklappt mit der richtigen Bewertung. Oder?


karma-karman

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Wie passt das denn mit der Bewertung "Hassfilm" zusammen? Oder sollte dein kurzer Satz ironisch gemeint sein? So oder so würde ich mir eine Begründung zu der Bewertung wünschen...


TheWitness

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Als wir die DDR in der Schule besprochen haben, habe ich mir den Film einmal angeschaut und war positiv überrascht. Ein wirklich gelungener Film, der seinen Oskar verdient hat.

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dominjen

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der beste deutsche Film aller Zeiten!

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Thomas Günter

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Bewertung10.0Herausragend

Ich hoffe darauf häufiger Filme solcher Qualität zu sehen zu bekommen

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Tyler Durden 22

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zwei packende Stunden über einen wenig ruhmreich Teil der jüngeren deutschen Geschichte. Der Film gewährt einen selten Einblick in das Stasiregime und seine Methoden. Der Film regt einem zum nachdenken an was wohl Absicht ist. Die Darsteller überzeugen alle wo man trotzdem Ulrich Mühe hervorheben sollte.Der als einsamer Stasispitzel auf ganzer Linie überzeugt!!

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Woodele

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Bewertung7.0Sehenswert

sehenswert . . . solche filme könnte es mehrere geben!

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hallgrimsson

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Klasse Geschichtsstunde, die die Frage nach Moral im Unrechtsstaat stellt. Starkes DDR-Drama!
(und ein Stück deutsch-deutscher Geschichte, finde ich generell sehr interessant)

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