Das Leben der Anderen
Das Leben der Anderen (2006), DE Laufzeit 137 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Thriller, Kinostart 23.03.2006
90 Bewertungen
Skala 0 bis 10
29541 Bewertungen
135 Kommentare
Keine
von Florian Henckel von Donnersmarck, mit Ulrich Mühe und Sebastian Koch
Im oscarprämierten Drama von Florian Henckel von Donnersmarck belauscht Ulrich Mühe als Stasi-Offizier Das Leben der Anderen.
1984, Ostberlin: Das Leben der Anderen ist für Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) nur bezüglich einer Frage interessant: Handelt es sich um Feinde des Staates? Wiesler ist ein linientreuer Abhörexperte, dem die Arbeit zum einzigen Lebensinhalt geworden ist. Als er vom opportunistischen Oberstleutnant Anton Grubitz (Ulrich Tukur) auf den Theaterstar Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck) und ihren Lebensgefährten, den Dramatiker Georg Dreyman (Sebastian Koch), angesetzt wird, scheint der Ausgang klar. Lassen sich die beiden irgendetwas zu Schulden kommen, wird Wiesler dies herausfinden und sie ‘zur Strecke bringen’. Doch der einsame Stasi-Beamte ist fasziniert von dem Leben der freigeistigen Intellektuellen. Immer mehr in einen Strudel aus Angst, Intrigen und Geheimnisse gezogen, muss sich Wiesler fragen, was für ihn wichtiger ist: der Staat oder das Leben der Anderen, das jetzt durchaus sein eigenes ist.
Hintergrund & Infos zu Das Leben der Anderen
Florian Henckel von Donnersmarck gab mit Das Leben der Anderen sein Spielfilmdebut. Er feierte mit ihm große Erfolge, sowohl bei der Kritik, als auch beim Publikum. Bei einem Budget von umgerechnet 2 Millionen Dollar spielte das Leben der Anderen weltweit über 77 Millionen Dollar ein. Der Film gewann 2006 den Oscar als bester fremdsprachiger Film, den europäischen Filmpreis und unzählige andere Preise. Für den Oscar stach er u.a. den als Favoriten gehandelten Pans Labyrinth aus.
Das Leben der Anderen ist nicht der erste Film, in dem Hauptdarsteller Ulrich Mühe und Ulrich Tukur zusammen zu sehen sind. In dem Drama Der Stellvertreter von Costa – Gavras spielten sie zwei Figuren, die angesichts des Schreckens des Holocausts sehr unterschiedliche Wege gehen. Tukur stellte einen verzweifelten SS-Offizier und Christen dar, der angesichts des Grauens nicht wegsehen kann; Mühe hingegen einen opportunistischen Arzt, der keinerlei Probleme hat, sich an die Gegebenheiten anzupassen. Ihre Rollenverteilung ist damit in beiden Filmen gewissermaßen spiegelverkehrt. Das Leben der Anderen sollte der vorletzte Film von Ulrich Mühe bleiben. Aufgrund seiner Magenkrebserkrankung starb er 2007. (KJ)
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Cast & Crew
- Genre
- Historienfilm, Melodram, Politdrama, Politthriller, Schicksalsdrama, Drama
- Zeit
- 1989
- Ort
- Berlin, Berliner Mauer, Deutsche Demokratische Republik, Ost-Berlin
- Handlung
- Abhören, Affäre, Art House-Film, Buch, Depression, Deutsch-Deutsche Grenze, Einsamkeit, Erpressung, Gesellschaftskritik, Große Liebe, Hauptmann, Klassische Musik, Klavier, Kulturminister, Künstlerszene, Oscargewinner, Redefreiheit, Schauspieler, Schriftsteller, Sozialismus, Spionage, Stasi, Stasi-Spion, Suizid, Theater, Verhör, Wohnungsdurchsuchung, Überwachung
- Stimmung
- Berührend, Ernst, Geistreich, Spannend, Traurig
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- Das Leben der Anderen: critic.de
- Das Leben der Anderen: film-zeit.de


























Kritiken (17) — Film: Das Leben der Anderen
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] 'Das Leben der Anderen' verzichtet so natürlich nicht auf eine Zeichnung von Gut und Böse, doch er eröffnet auch wankende Grauzonen, die sich zwischen Problemen und Naivität festsetzen und eine Entwicklung durchleben, die die eigene Problematik verdeutlicht und die Mechanismen und Zahnrädchen des Systems zerbrechen lassen. Diese Entwicklung lässt von Donnersmarck in zwei groben Szenen durchführen, die so etwas zu zügig erscheint, vor allem in Anbetracht des sonst sehr ruhigen Erzähltons. Sicher hätte man den Charakteren auch ruhig noch mehr Tiefe einschenken können, doch dann wäre die eh schon stille Inszenierung vollkommen aus dem Ruder gelaufen und die immer vertretene Spannung in eine schleppende Zone gedrängt worden. 'Das Leben der Anderen' ist trotzdem ein starker Film, der zwar Stellung bezieht, dies aber auf ehrliche Weise mit viel Fingerspitzengefühl tut. [...]
Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Stefan_R.: Mann beisst Film
Kommentar löschen„DAS LEBEN DER ANDEREN“ ist ein schnörkellos inszeniertes Drama mit Thriller-Qualitäten, das durch seine ruhige, aber dafür umso intensivere Inszenierung besticht. Gekonnt erzählt es uns aus jüngster Vergangenheit, verkommt aber nicht zum langwierigen Lehrstück, sondern wird dem Aspekt, dass es unterhalten soll, absolut gerecht. Einer der besten deutschen Filme der letzten Jahre und zurecht mit dem Oscar gewürdigt worden. Beeindruckend!
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen„Kann jemand, der diese Musik wirklich gehört hat, ein schlechter Mensch sein?" -
Von Donnersmarck führt jenes Experiment zu einem konsequenten Ende, dass vor über sechs Jahren mit Hirschbiegels Soap aus dem Führerbunker seinen Anfang fand: Formale Fehlerfreiheit ist nutzlos, solange die Konzeption hinter der historischen Oberfläche brüchig und ärgerlich ist: Unter der dramaturgisch verständlichen, aber letztendlich undurchdachten Prämisse, Systemkritik auf Einzelfiguren und deren emotionalen Unterbau herunterzubrechen, scheitert "Das Leben der Anderen" an ähnlichen Punkten, wie die halbgare Spreewaldgurken-Chose "Goodbye Lenin", dessen Ostalgie-Epigonen sich vonDonnersmarck jedoch stets überlegen zu fühlen scheint - zu Unrecht: Viel für Tränendrüse und Herz, wenig für Geschichtsbuch und Verstand - auch das Stasi-Märchen hat diesem Credo wenig hinzuzufügen.
Mit seiner - als rühmenswerten Einzelfall intendierten - Läuterung der Hauptfigur, bricht…
Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten
Hitmanski Mon, 29 Nov 2010 23:20:07 -0000
Antwort löschenDas hört man gerne; zu "Good Bye, Lenin!" hab ich ja an passender Stelle schonmal meinen Senf abgegeben; ich find den auch recht zweifelhaft, wenngleich ich gestehen muss, dass er gefälliger daherkommt, als "Das Leben der Anderen", und ich ihn deshalb eher noch einmal anschauen würde.
Hitmanski Mon, 29 Nov 2010 23:25:25 -0000
Antwort löschenDa siehst du mal, was du hier für einen Einfluss ausübst ;)
der cineast Tue, 30 Nov 2010 01:01:53 -0000
Antwort löschenschön geschrieben...ich glaube ich muss von meiner 9 auch mal runter, denn Donnersmarck ist ein Vollspacko. Du hast die Blase gut aufgelöst ;) und mit the tourist wird er untergehen ;)
Mr Vincent Vega Tue, 30 Nov 2010 02:14:20 -0000
Antwort löschenDrecksfilm, von vorn bis hinten. Widerliche verlogene hochnäsige Kacke.
Hitmanski Tue, 30 Nov 2010 09:09:02 -0000
Antwort löschenOha, ihr mögt den ja noch weniger als ich :)
Ich glaub' auch, dass er mit "The Tourist" von jenen Feuilletons abgeschossen wird, die ihn damals für seinen Stasi-Schmu gefeiert haben - dabei sieht das Popcornspektakel bei Weitem unprätentiöser und harmloser aus...
Tytus Tue, 30 Nov 2010 10:29:25 -0000
Antwort löschenihr habt denn Film bis zum Schluss ausgehalten ;)
wie heißt denn der zweite Teil " Vorratsdatenspeicherung" oder PayBack?
Billmaik Tue, 30 Nov 2010 10:36:40 -0000
Antwort löschenFür mich ist die Kritik im Großen und Ganzen nicht nachvollziehbar. Sehr merkwürdig, dass der Film trotz der hier suggerierten massiven Weichspülung und perfiden Zuschauermanipulation bei dem Großteil der führenden DDR-Oppositionellen (im Gegensatz zu Ostalgie-Schmarrn wie eben "Good Bye Lenin") ein sehr positives Echo fand. Ich sehe in einem fiktiven Melodram keinen Zwang zur dokumentarischen Genauigkeit, zumal mir deine Argumentation als absurd erscheint. Die Behauptung der Film wäre sozusagen Stasi-verklärend bzw. verhamlosend ist sogar schlichtweg lächerlich, da eher das Gegenteil der Fall ist. Bei Berücksichtigung des zeithistorischen Kontext sollte man vielmehr kritisieren, dass die DDR im Jahre 1985 längst kein stalinististischer Überwachungsstaat orwellscher Prägung, so wie Donnersmarck ihn in "Das Leben der Anderen" portärtiert, mehr war. In meinen Augen ist diese Exaggeration verzeihlich, sogar essentiell für die Wirkung des Films, bildet sie doch einen Gegenpol zur zugegebenermaßen nicht wirklich klischeefreien Figurenzeichnung. In letzterem Punkt kann ich auch jedwede Kritik akzeptieren, weder die wenig stringente, wundersame Wandlung der Figur Wiesler noch der hedonistische Apparatschki Hempf sind in jedem Augenblick de facto glaubwürdig.
doctorgonzo Tue, 30 Nov 2010 10:53:00 -0000
Antwort löschen"Formale Fehlerfreiheit ist nutzlos, solange die Konzeption hinter der historischen Oberfläche brüchig und ärgerlich ist." Da stimme ich vorbehaltlos zu, so wie Deine Argumentation (wie immer) schlüssig ist. Ich sehe aber die Möglichkeit, dass dieser Film durch seine Abkehr vom Hurra der Filme von Buck und Brussing (Sonnenallee o.ä.) einen kleinen (leider zu subtilen) Weckruf betreibt. Und das rechne ich ihm hoch an. Außerdem flüchtet er sich gänzlich ins Fiktive, geht also dankenswerterweise nicht mit dem Anspruch von jedweder Historizität hausieren, wie das viele Filme über Figuren und Geschehnisse aus dem Dritten Reich leider tun...
Hitmanski Tue, 30 Nov 2010 12:20:38 -0000
Antwort löschenErstmal was Organisatorisches: Hat hier irgendjemand seine Antworten gelöscht, oder warum sehe ich in meinen Mails mindestens zwei Antworten mehr, als es letztendlich hier im Thread sind? Betrifft mindestens einen Comment von Joe, und einen vom Doc...
Zum Inhaltlichen:
@billmaik
Die Rezeptionshaltung von etwaigen Opferverbänden, Betroffenenvereinigungen etc. pp hielt ich noch nie für ein starkes Argument, in diesen Sphären wird man immer ein paar Leute finden können, die das applaudieren, was man da produziert hat. Nicht zuletzt sind ja auch hiesige Feuilletons meist schon begeistert, wenn ein deutscher Film mal ohne das Trio Schweiger-Herbig-Waalkes auskommt...
Der Film verklärt - höchstwahrscheinlich unbewusst - die Stasi, weil er ihre Beweggründe auf private Befindlichkeiten herunterbricht: Da wird Eifersucht schonmal zum Überwachungsgrund - sowas ist herbeikonstruiert, vorallem wird es aber der perfiden Systematik der Behörde nicht gerecht. Auf der einen Seite verteufelt er durch seine klischeelastige Darstellung der Führungsriege etwas, mit dem er sich überhaupt nicht auseinandergesetzt hat, nur um konträr dazu, alles durch seine letztendlich doch ziemlich dufte Hauptfigur wieder ad absurdum zu führen.
Die von dir aufgezählten historischen Unstimmigkeiten sind mir auch aufgefallen, letztendlich würde eine detaillierte Abhandlung solcher Kritikpunkte aber vom obigen Hauptproblem ablenken.
Einen Film, als wichtige Auseinandersetzung mit seinem Thema, mit Preisen zu überhäufen, sich aber gleichzeitig bei jeglicher Kritik darauf zu berufen, man wolle ja "nur" ein Melodram erzählen, ist irgendwie ein schwaches Argument, und mit solchen Maßstäben könnte ich auch Schund wie "Pearl Harbor" entschuldigen.
Es ist ein politischer Film, und als solcher sollte er auch bewertet werden.
@gonzo
Ich kann diese Haltung verstehen, letztendlich ist vonDonnersmarck, soviel muss man ihm zugestehen, der erste Regisseur jüngerer Vergangenheit, der die DDR nicht nur als wohlig-warmen Ort der Nächstenliebe und Spreewaldgurken hinter Stacheldraht begreift, sondern zumindest in Ansätzen eine Auseinadersetzung mit solchen Themen wie Überwachung und Stasi sucht.
Allerdings finde ich gerade die Flucht ins Fiktive bedenklich, weil sie die Historie trotzdem wieder nur als prestigeträchtige Kulisse missbraucht, und sich eine etwaige Trennung von Fiktion und Realität nur denjenigen erschließt, die sich auch wirklich mit Geschichte befasst haben. Jaja, man soll einem Werk nicht seine unfähigen Rezipienten vorwerfen; aber ich muss sagen, ich hab bei sowas trotzdem Bauchschmerzen - zumindest solange ich ihn in der Videothek unter dem Label "Zeitgeschichte", und nicht in der Dramen- und Märchenabteilung finde...
@alanger
Ideologische Auseinandersetzungen sind doch etwas wunderbares, die würde ich nicht missen wollen, egal welche Zeitalter noch anbrechen möchten :D
Und Ami-Bashing als Legitimation von Kritik heranzuziehen, hab' ich ja nun wirklich noch nie ;)
filmfan90 Tue, 30 Nov 2010 13:01:39 -0000
Antwort löschenMal eine grundsätzliche Frage: Ist es eures Erachtens überhaupt möglich, sich Themen wie der Bespitzelung/ Verfolgung durch die "StaSi", "Judenvernichtung", dem 2. WK etc. mit den Mitteln eines Spielfilms zu nähern?
In Bezug auf "Das Leben der anderen" ist es, wie ich finde, eine Frage der Betrachtungsweise- begreift man diesen Film als "Schicksalsdrama" (als solches wird er auf mp ja auch bezeichnet) vor dem historischen Hintergrund der Überwachungsmechanismen innerhalb der ehem. DDR, ist er als sehr gelungen anzusehen; vermutet man hinter von Donnersmarcks Film den Anspruch der politischen/ historischen Korrektheit, so ist er per se natürlich eher fragwürdig. Auch "billmaik", der den Film sehr hoch bewertet hat, räumt ein, dass die Darstellung der "StaSi" überspitzt wirkt, um die Quintessenz des Films eindringlicher zu vermitteln- diese Meinung teile ich auch. Daher die Frage, inwiefern es eurer Meinung nach überhaupt möglich ist, einen Spielfilm mit historischem Hintergrund zu schaffen, der in keinster Weise verklärend ist (mir fiele als Beispiel momentan nur Herz' "The Cremator" ein, wobei dieser vielmehr Einblicke in das "Wesen" des Nationalsozialismus' gewährt und sich nicht vornehmlich der Darstellung historischer Ereignisse widmet).
filmfan90 Tue, 30 Nov 2010 13:19:02 -0000
Antwort löschen@ hitmanski: Immerhin vermittelt "Das Leben der anderen" einen EINDRUCK der Zustände in der ehem. DDR, will man sich seriös mit diesem Thema auseinandersetzten, sollte man sowieso andere Quellen heranziehen.
Die an dieser Stelle enststandenen "Meinungsverschiedenheiten" setzen also eine Grundsatzdiskussion in Gang, was ein Film kann, darf und soll (und dies ist letztlich meist subjektiv).
filmfan90 Tue, 30 Nov 2010 14:33:49 -0000
Antwort löschen@ alanger: Die Serie ist mir unbekannt, ich bitte dies zu entschuldigen; die Polemik in deiner Aussage ist allerdings nicht zu übersehen (-lesen). Ich sehe eine Diskrepanz zwischen „Eindruck“ und der „sehr gelungenen Darstellung der Atmosphäre im Spitzelstaat“. Mit meiner Aussage an „hitmanski“ wollte ich lediglich verdeutlichen, dass „Das Leben der anderen“, wohlgemerkt als Spielfilm betrachtet, durchaus die Marginalisierung und Verfolgung intellektueller, regimekritischer Gruppierungen in der ehem. DDR auf (m.E.) überzeugende Art und Weise thematisiert und verarbeitet; dass dies nicht hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt der politischen Korrektheit geschieht (wie wohl auch in der von dir gelobten Serie), habe ich bereits in meinem vorletzten Kommentar betont…
Außerdem betrachte ich die „verklärende“ Darstellung des „Spitzelstaates“ ebenfalls als größte Schwäche dieses Films, erachte dies nur nicht als dermaßen gravierend, da er mich in seiner Gesamtheit betrachtet überzeugt hat und mir kein filmisches Pendant einfällt, das diese „Falle“ umgeht und gleichzeitig als Spielfilm funktioniert. Zumal man sich politisches/ historisches Wissen m.E. sowieso nicht über Spielfilme aneignen kann, diese können lediglich die künstlerische Auseinandersetzung mit jenen Themen darstellen (und genau diesen Faktor sehe ich bei „Das Leben der anderen“ im Ggs. Zu vielen anderen Filmen/ Serien über dieses Thema gegeben)…
Billmaik Tue, 30 Nov 2010 14:53:28 -0000
Antwort löschenMein Beitrag wurde aus unerfindlichen Gründen 2x geposted, deshalb geht ein Löschvorgang wohl auf meine Kappe^^
Ich denke filmfan hat es in seinem letzten Beitrag sehr gut auf den Punkt gebracht, bevor wir uns in ominösen Grundsatzdebatten verlieren wäre es wohl zuträglicher die Diskussion zu beenden. Auf einige Detailfragen möchte ich dennoch zumindest eingehen. Bezüglich der Rezeptionshaltung etwaiger Opferverbände würde ich dir unumwunden recht geben, allerdings mit dem Hinweis versehen, dass mein Beispiel der Empfindungen von DDR-Oppositionellen lediglich auf die vermeintliche Verharmlosung des Regimes bzw. Verklärung der Stasi gemünzt war. Angesichts der naturgemäß übersteigerten Sensibilität der Regimegegner wäre meiner Ansicht nach das vorherrschende Urteil, sofern an deiner Behauptung auch nur das Geringste dran wäre, anders ausgefallen.
Wie gesagt, deine Kritik bezüglich der Charakterzeichnung kann ich tolerieren, bis zu einem gewissen Grad sogar nachvollziehen. Ein wenig mehr historische Genauigkeit wäre angesichts der spezifischen Sonderstellung des "politischen Films" wohl auch wünschenswert gewesen, auch wenn ich generell, sofern ein Film bei mir die "richtigen" Emotionen zu evozieren vermag, in Bezug auf Faktentreue anscheinend weitaus gnädiger bin.
Mein Hauptproblem mit deiner Kritik ist demnach die haltlose Aussage, "Das Leben der Anderen" würde die Stasi in Form einer verharmlosenden Darstellung verklären,wobei eigentlich das genaue Gegenteil stattfindet. Tut mir leid, aber das ist einfach nur ganz großer Kokolores und an den Haaren herbeigezogen. Gib doch endlich zu, dass die wahre Intention dieses Verrisses ist, als Ventil für deinen latenten Anti-Amerikanismus zu fungieren^^
Hitmanski Tue, 30 Nov 2010 15:40:38 -0000
Antwort löschenEs ist noch nicht so lange her, da wurde mir unreflektiertes Verteidigen der USA vorgeworfen; insofern hab ich jetzt wenigstens einen neuen Eintrag in meinem imagniären Register über Vorwürfe - The times they are a-Changin' :D
@topic
Natürlich endet man bei sowas schnell in einer Grundsatzdebatte, über das was Film kann und nicht kann. Ich behaupte da für mich auch überhaupt nicht, dass man meiner Ansicht auf Gedeih und Verderb folgen muss; mich stört nur - und das zugegebenermaßen bei nahezu allen Historicals - die Tatsache, dass sie sich immer durch dieses Hintertürchen "Es ist halt ein Film - und Film folgt den Regeln der Dramaturgie, und nicht denen der Historie" rauszureden versuchen. Und gerade den deutschen Filmen der letzten Jahre, die in diesem Kontext erschienen sind, ist schon so ein gewisses Überheblichkeits- und Besserwisser-Gen immanent, dass versucht, seinen fiktiven Charakter zu verschleiern, und stattdessen das Gezeigte Analyse zu legitimieren.
Wenn Scott sich durch die halbe römische Geschichte wütet, dann stört mich das nicht sonderlich, weil sein Augenmerk auf Popcornaspekten liegt; wenn Hirschbiegel oder vonDonnersmarck ihre kalkulierten Reißbrettfiguren - sei es fahrlässig oder vorsätzlich - als analytische Interpretation von mal mehr, mal weniger historisch verbrieften Persönlichkeiten und Institutionen erscheinen lassen, dann rücken sie auch automatisch den Aspekt der Realität weiter in den Vordergrund, und müssen sich an ihm messen lassen.
Nein, natürlich eignet sich kein Spielfilm, egal welcher Qualität, als Primärquelle für das eigene Wissen; aber von einem Film, der den Anspruch erhebt, trotzalledem einen Einblick zu gewähren, kann ich erwarten, dass er nicht falsch recherchiert ist, und letztendlich versucht, politische Vorgänge durch privat-emotionale Entscheidungen zu erklären.
Aber ich denke, dass hab' ich im bisherigen Verlauf auch so schon recht deutlich gemacht, deshalb klinke ich mich - mit Rücksicht auf eine alsbald fertigzustellende Hausarbeit im schnöden Reallife - mal aus der Diskussion aus, also seid friedlich ;)
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doctorgonzo Tue, 30 Nov 2010 17:00:20 -0000
Antwort löschenEine Sache noch! Wirf mir nicht "Das Leben der Anderen" in einen Topf mit "Pearl Harbor" und sei dieser Topf auch noch so groß...
In Bays Schundwerk wird sich an ganz handfest existenten Ereignissen festgehalten, wie dem Angriff selbst, sowie dem ersten Bombenangriff seitens der USA auf Tokio, es geht nicht á la "es war einmal im Zweiten Weltkrieg". Da bleibt "Das Leben der Anderen" so vage wie es sein muss, um die Distanz zur richtigen Geschichte zu wahren. Man kann solche historischen Begebenheiten nicht als Spielfilm aufarbeiten, man kann sie nur ausmalen. Und wenn man sie ausmalt, darf man eben nicht zu nahe an die Realität heran, einerseits, weil die Realität selten dramaturgischen Ansprüchen gerecht wird, in 100 Minuten eine komplette Geschichte zu erzählen, andererseits, weil man die Realität schwerlich mittels eines Stücks Entertainment begreiflich machen kann, man kann lediglich die eine oder andere Ecke illustrieren und wenn man das tut, darf man sich keinesfalls als historisches Werk bezeichnen.
Wenn man "Das Leben der Anderen" als zeitgeschichtliches Werk betrachtet, liegt man falsch, es kann maximal als Parabel einer Ära und als Märchen vor realgeschichtlicher Kulisse gesehen werden, so wie es Kubrick, Stone oder Coppola mit dem Vietnamkrieg auch gemacht haben...
Hitmanski Fri, 10 Dec 2010 15:53:30 -0000
Antwort löschenDa sich die (Grundsatz-)Debatte über den Umgang mit fiktiven und historischen Hintergründen im Filmm im "Titanic"-Thread unter dem Kommentar von doctorgonzo neu entfacht hat, und möglicherweise ein Interesse daran besteht, komme ich mal meiner Bürgerpflicht innerhalb der Verlinkungsgesellschaft nach, und verweise nach dort :)
Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle
Kommentar löschenDer mit großem Abstand ergiebigste und am brillantesten gespielte Film dieser Oscar-Saison.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenDas Leben der Anderen ist ein kraftvoller, aber stiller Film, konstruiert aus versteckten Gedanken und geheimen Sehnsüchten.
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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen"Das Leben der Anderen" ist kein trockener Film über die DDR und die Überwachung derer Bürger durch die Stasi, sondern eine auf drei Personen reduzierte Liebesgeschichte mit Stasi-Hintergrund. Durch diesen Kunstgriff schafft es der Film zugleich politisch interessierte Menschen anzusprechen, aber auch den Zuschauer zu erreichen der eher eine einfache Geschichte sehen möchte. Für einen Geselligen DVD-Abend bei Bier und Chips ist "Das Leben der Anderen" trotzdem nur bedingt geeignet, denn dafür ist die Thematik dennoch zu ernst.
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Kaltduscher: MoviezKult.de
Kommentar löschenNachdem Anfang des neuen Jahrtausends Filme wie “Good Bye Lenin” und “Sonnenallee” für eine (N)ostalgie-Welle gesorgt hatten, zeigte Florian Henckel von Donnersmarck im Jahr 2006 in seinem Debütfilm “Das Leben der Anderen” eine andere Seite der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Er wagte sich an das Thema Stasi, und das ohne jeglichen erhobenen Zeigefinger, sondern dank eines perfekten Drehbuches und starker Schauspieler in einer spannenden und dramatischen Geschichte.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenDas Leben der Anderen lebt vor allem von einer großartigen Geschichte: perfekt strukturiert und kraftvoll erzählt - mit unerwarteten Wendungen und vielschichtigen Charakteren. Er vermeidet Berechenbarkeit und billige Kameraeinstellungen für ein fesselndes Drama, das überrascht und gelegentlich erschüttert. Das Leben der Anderen erinnert uns daran, was Filmemachen in seinen besten Momenten sein kann.
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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte
Kommentar löschenEs handelt sich bei "Das Leben der Anderen" eben immer noch um einen Spielfilm, und der hat jedes Recht, eine Figur mit ihrer Geschichte und ihrer Veränderung frei zu erfinden und dadurch vielleicht mehr historische Wahrheit über das DDR-System zu vermitteln als jede Geschichtsstunde. Gerade die Balance zwischen respektvoller Genauigkeit und einem unbelasteten, souveränen Umgang mit erfundenen Elementen, lässt hier großes, ernsthaftes Unterhaltungskino entstehen, mit dem sich deutsche Regisseure sonst eher schwer tun.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenAuch wenn ich eigentlich nicht schon wieder eine Bestnote verteilen wollte, um zu zeigen, dass ich Filme durchaus mal kritisch betrachte, komme ich hier doch nicht um eine Eins herum.
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenNachdem ich den Film das erste Mal gesehen habe, fand ich ihn herausragend. Nachdem ich ihn nun ein zweites Mal gesehen habe, muss ich diese Aussage relativieren. Der Film ist ein großartiges Melodram, dass einen großen Wunsch nach Authenzität hat. Ausstattung und Recherche wirken unheimlich echt. Die Schwächen des Films liegen zum einen bei den Schauspielern und zum anderen auch beim Drehbuch. Bis auf Ulrich Mühe hat keiner der anderen Schauspieler wirklich was gutes zu spielen. Sebastian Koch ist Durchschnitt und das wird er auch immer bleiben. Die Gedeck hat die absolute Tief-Status-Rolle und darf nur Spielball der Männer sein.
Was Das Leben der Anderen von der Bezeichnung Historienfilm weit entfernt ist die eigentliche Handlung. Sie ist pure Fiktion! Und das meine ich ernst. Sie ist so fiktiv, dass man daran zweifeln kann, ob sie sich in der Realität wirklich so abgespielt haben könnte. Ein Stasi-Hauptmann, der durch die Kunst zum guten Menschen wird? Das ist reines Melodram, keine Geschichte! Donnersmark glaubt an die Kunst und an ihre Kraft Dinge zu ändern. Was lohnt es Filme zu machen, wenn man nichts damit ändern kann? Die einen werden sagen: Filme ändern garnichts! Donnersmark ist da anderer Meinung. Kunst kann alles ändern. Sie macht aus gut böse und aus böse gut! Ich teile diesen romantischen Gedanken.
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cannibal83 Sat, 31 Oct 2009 21:28:54 -0000
Antwort löschenObwohl ich dem Film ein "herausragend" gönne. Du triffst den Nagel mal wieder auf dem Kopf!
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenMit dieser Handlung fügt sich DAS LEBEN DER ANDEREN den klassischen Gesetzen des Melodrams. Das bleibt immer spannend und ist oft bewegend. Zwar ist auch dies nicht "die Wahrheit" über die DDR, wie der Regisseur und manche Nachbeter jetzt behaupten, sondern nur eine andere Wahrheit als jene, von der SONNENALLEE und GOOD BYE LENIN! erzählten. Aber der Film gibt einem ein Gefühl für das, was Überwachungsstaat bedeutet. [...] Trotzdem ist man am Ende mit alldem nicht wirklich glücklich, ist da ein Gefühl der Unzufriedenheit. Das rührt daher, dass der ganze Film ein wenig arg glatt daherkommt. Wie bei den TV-Movies "Luftbrücke" oder "Dresden" ist hier alles lehrbuchgetreu umgesetzt und politisch korrekt unangreifbar verteilt. Gerade das ist das Problem.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen"Das Leben der Anderen" ist ein Wunder. Ein Wunder, weil es 161/2 Jahre nach dem Mauerfall der erste große Kinofilm ist, der sich mit dem Thema Stasi auseinandersetzt. Ein Wunder, weil - nach all den Filmklamotten der letzten Jahre, die die DDR letztlich als seltsam designten, aber liebevollen Hort verharmloste - ein Drama wieder die Schattenseiten in den Mittelpunkt stellt.
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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenFlorian Henckel von Donnersmarcks sauber recherchierter Blick in die Grenzbereiche der Seele verzichtet auf klebrig-verklärte Ostalgie. Er trifft immer den richtigen Ton. Der Film entlarvt die Mechanismen eines monströsen Überwachungssystems mit der Zerstörung jeglicher Individualität, demaskiert die Verantwortlichen, die im Dunstkreis von Ideologie ihre persönlichen Ziele verfolgen...
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Thomax: Saarbrücker Zeitung Thomax: Saarbrücker Zeitung
Kommentar löschenSehr mutiger, konsequenter Film, auch visuell überzeugend.
Brillant gespielt, Klasse-Besetzung.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenSchon wieder Ostalgie? Och ne, dat will doch keiner (mehr) haben. Und wenn doch, dann liegen "Sonnenallee", "Good Bye, Lenin!", "Kleinruppin Forever" und "NVA" in jeder gut sortierten Videothek des Vertrauens. Nun verhält es sich beim "Filmpreis"-veredelten Debüt des bisherigen Kurzfilmemachers Florian Henckel von Donnersmarck ein ganz kleines bisschen anders: Schluss is mit lustig!
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenNicht völlig runder, aber dennoch gelungener Film, der sich fernab von Ostalgie den unschönen Seiten des DDR-Regimes widmet. Brilliant gespielt und trotz dramaturgischer Hänger sehenswert
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Kommentare (118) — Film: Das Leben der Anderen
Matthias.hhn Sun, 12 May 2013 19:44:26 -0000
Kommentar löschenEin Stück deutscher Filmgeschichte. Genial!
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Julian1860 Sun, 28 Apr 2013 17:52:08 -0000
Kommentar löschenEine der besten deutschen Filme die ich jemals gesehen habe. Als geschichtsinteressierter Mensch, für mich, eine unglaublich gute und realtische Darstellung der Stasiarbeit und ein überragendes und emotionales Ende!
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emotionfreak Sun, 21 Apr 2013 21:00:14 -0000
Kommentar löschenWow, großes, deutsches Kino. Die Story, b.z.w Thematik zwar nicht die ganz große Neuerfindung, aber eine gute Story mit gutem Handlungsverlauf, die auch filmisch gut umgesetzt wurde, besonders durch die schauspielerischen Leistungen. Die Atmosphäre und Schauspielerleistung bei den Verhören sehr gelungen. An einige Stellen schöne Emotionen, an anderen Stellen hätten es für mich vielleicht ein bißchen mehr Emotionen sein können, aber andererseits hätte das der passend grauen Atmosphäre des Films vielleicht nicht gut getan. Etwas unlogisch fand ich, dass die Frau des Schriftstellers als erstes nur ihren Mann, nicht aber das Versteck der Schreibmaschine verraten hatte. Das war nichts halbes und nichts Ganzes, damit hätte sie weder sich, noch ihren Mann gerettet. Aber egal, mir gefiel der Film sehr gut.
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kinogaengerin Sun, 07 Apr 2013 12:09:11 -0000
Kommentar löschenNicht jeder Mensch lebt gleich, schon gar nicht in der DDR, wo unbescholtene Bürger durch die Staatssicherheit bei den kleinsten Zweifeln beschattet und beobachtet werden (können). Der Künstler Georg Dreyman gerät hier durch unvorsichtig getätigte Äußerungen ins Visier eines besonders hartnäckigen Stasi-Agenten. Dieser geht sogar so weit, dass er sich im Dachgeschoss des Hauses direkt über der Wohnung von Dreyman verschanzt und zum stillen Lauschangriff übergeht. Doch was er dort zu hören bekommt, lässt ihn nicht nur am Regime sondern auch an sich selbst zweifeln... Die Deutschen können es doch, sie können einen kritischen Stasi-Film fabrizieren ohne sich dabei lächerlich zu machen. Schauspielerisch großes Kino spitzt sich die Dramatik im 'Leben der Anderen' immer mehr zu und fesselt einen mehr und mehr an den Bildschirm. Und auch wenn der Ausgang (leider) recht absehbar ist, ist er dennoch sehr gelungen und rundet dieses ausgezeichnete Filmerlebnis ab.
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Poor Boy Sun, 07 Apr 2013 21:04:21 -0000
Antwort löschenIch komme aus der DDR und ich fand die Realität schlimmer als diesen Film.Die Stasi waren nur bessere Nazis!
roannia Tue, 02 Apr 2013 21:02:30 -0000
Kommentar löschenIch glaube, dass " Das Leben der Anderen" der einzige deutsche Film ist, den ich je gemocht habe.
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based_god Thu, 07 Feb 2013 19:03:11 -0000
Kommentar löschenDDR-Film für einmal ohne "Ostalgie"
Gerd Wiesler, Hauptperson und Stasi-Hauptman bekommt die Aufgabe einen Theater-Regisseur zu überwachen. Schnell merkt Wiesler, dass ewtas nicht stimmt und ebenso schnell beginnt er seine Einstellung gegenüber seiner Regierung zu ändern.
Film und Darsteller wirken auf künstliche und sehr ästhetische Weise kühl und trotzdem ist "Das Leben der Anderen" ein spannender Film, der viel Möglichkeit zum Mitfiebern gibt. Die Handlung wirkt gut recherchiert und handwerklich gesehen ist der Film top. "Ulrich Mühe" spielt den innerlich zerstrittenen Stasi-Hauptmann grandios und das Settling lässt die DDR wiederbeleben.
Sehr gute deutsche Produktion! Ein gelungener anderer Blick auf die Zeit als es "Sonnenallee" und "Goodbye Lenin" waren.
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el_presidente87 Tue, 22 Jan 2013 10:23:46 -0000
Kommentar löschenEin absolut authentischer Film, der dem Zuschauer eindringlich das Unrechtssystem der DDR und die Hilflosigkeit der Betroffenen zeigt. Als Contrapunkt wird aber zugleich vermittelt, dass Menschen sich eben doch ändern können und sich letztendlich sogar für "das Richtige" entscheiden. Natürlich ist letztere Botschaft schon sehr dick aufgetragen und keine cineastische Innovation, aber dennoch wird diese Botschaft subtil und einfühlsam vermittelt. Es schreiben hier auch immerzu alle, dass der Film so grau wirke. Tatsächlich war die DDR nicht für ihre Farbenvielfalt bekannt und das der Film hauptsächlich im Herbst spielt, tut wohl sein Übriges dazu. Ich finde, dass es der Authentizität nur Nachdruck verleiht und die Crew im Hintergrund (Kostüm, Licht, Kamera etc.) dann wohl anscheinend einen guten Job gemacht haben. Gleiches gilt für den Dreh an Originalschauplätzen sowie die hervorragende Besetzung, die mit einer tollen Schauspielleistung zu überzeugen weiß.
Unbestritten hat der Film auch seine Längen und ist nicht immer hochgradig spannend, aber Interessierte und Fans von derlei Filmen wird er packen. Zweifelsohne einer der besten Produktionen aus Deutschland im vergangenen Jahrzehnt, dass unprätentiös und relativ pointiert daher kommt. Es gibt eine klare Botschaft gibt es obendrein, ohne das diese zu vordergründig wäre oder gleich die Moralkeule geschwungen wird.
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Derboywiealleanderen Tue, 15 Jan 2013 13:03:04 -0000
Kommentar löschenIch kann den Film nicht anschauen, denn so ist es in der Ostzone gelaufen: Bespitzelung, Schikane, Festnahme, Kerker, Folter, und wenn alles nichts half dann den Verkauf politischer in den Westen.
Das _alles_ können Bekannte von mir belegen, wurden teilweise für mehrere Tausend DM in den Westen verkauft, nachdem man sie anders nicht kleingekriegt hat.
Wenn es je ein abartiges politisches System gegeben hat, dann die sozialistische Missgeburt auf deutschem und auf europäischem Boden 1933 - 1990.
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thomf Thu, 21 Mar 2013 03:42:08 -0000
Antwort löschenWährend ich den Film sah, kam mir der Gedanke, wie nahe diese beiden Unrechtssytem NS und DDR Sozialismus aufeinander gefolgt sind. Die Bevölkerung hatte vielleicht nicht einmal 20 Jahre um aus der braunen Geschichte in die nächste Katastrophe zu gelangen.
Imhotep Sun, 13 Jan 2013 14:28:48 -0000
Kommentar löschenGroßartig... vielleicht für viele ein Einstieg sich mal mit Geschichte auseinanderzusetzen. Muss man gesehen haben...
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Benjamin Barker Wed, 19 Dec 2012 16:46:08 -0000
Kommentar löschenHerausragend gespielt, selbstbewusst inszeniert, unterhaltsam vorgetragen, atmosphärisch bebildert, eigenständig, packend und mit überraschendem Nachklang. Vereinzelte dramaturgische Schwächen, sprich Vorhersehbarkeiten in den Figurenentwicklungen, lassen sich da getrost verschmerzen. Zudem macht der Film es sich selbst schwer, indem er die DDR als Setting wählt, klischeehafter und durchgekauter wäre nur das Dritte Reich gewesen. Dabei ist es im Kern mehr interessantes Charakterportrait denn weitere Abhandlung der deutschen Geschichte. Von allen Beteiligten, aber besonders von Ulrich Mühe fantastisch verkörpert, dessen Ähnlichkeiten mit Kevin Spacey sich in meinen Augen nicht nur auf die äußere Erscheinung beschränken. Achtung Polemik: Im Grunde genommen alles, was der deutsche Film größtenteils oft leider nicht ist. Zum großen Bedauern von dem Mann inszeniert, der im Anschluss "The Tourist" gedreht hat - und seitdem nichts mehr von sich hören ließ.
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Audreyfan Fri, 19 Oct 2012 16:36:45 -0000
Kommentar löschenGrau, grau, grau. Irgendwie ist hier alles so grau. Deutschunterricht. "Das Leben der anderen". Nein, nein, wir wollen keine Komödie gucken, wir wollen einen Film gucken, der das Ganze ernst verarbeitet. Also gucken wir den. Spoilergefahr! Es geht um die DDR, es geht um die Stasi und irgendwie ist alles grau. In all diesem Grauen lebt der Schriftsteller Georg Dreyman. Er wähnt sich sicher, dabei wird er schon komplett abgehört. Von Wiesler. Wiesler ist linientreu und seine Arbeit ist sein Leben. Doch eine Veränderung geht mit ihm vor, er lauscht der Sonate vom guten Menschen und Christa-Maria, Dreymans Lebensgefährtin, die er zufällig in einer Kneipe trifft, sagt ihm am Ende ihres Gespräches, dass er ein guter Mensch sei. Er fängt an Sachen zu verheimlichen, die er belauscht, vor allem, dass Dreyman an einem Artikel für den Spiegel schreibt. Doch alles kommt raus, weil Christa-Maria Dreyman verrät. Das tut sie nicht, weil sie es will, sondern weil man sie festgenommen hat. Aus Verzweiflung bringt sie sich um, dabei hat Wiesler die Schreibmaschine schon längst aus dem Haus mitgenommen. Wiesler wird versetzt, Mauerfall, Dreyman liest seine Akten nach, erkennt, dass Wiesler ein guter Mensch ist, schreibt ein Buch über gute Menschen, widmet es Wiesler. Die Geschichte hört sich gut an. So von wegen in jedem Mensch steckt etwas Gutes und so weiter. Es gelingt dem Film das Thema ernst zu verpacken und Ulrich Mühe spielt super. Leider ist er auch die einzige vielschichtige Figur. Christa-Maria ist dauernd hysterisch und nervt mit ihrer "Ich könnte doch auch etwas tun, was uns beiden nicht ganz unangenehm wäre"-Masche. Dreyman ist einfach nur revolutionär, still und irgendwie hab ich das Gefühl, er guckt dauernd gleich und sowieso wird hier mal wieder die absolut langweilige Aufteilung zwischen Gut und Böse gemacht ( Ausnahme: Wiesler). Hier werden keine Fragen aufgeworfen, hier wird einfach nur eine Geschichte erzählt, unterlegt mit klimpernder Musik und ausgestattet mit nervigen, langweiligen Charakteren. Und alles ist so grau, alles ist so traurig. Seid geschockt! Seid traurig! Seid entsetzt! Ich hab wirklich kein Problem damit bei Filmen mitzufühlen, wirklich nicht und selbst wenn meine Klasse dabei ist, kann ich mitfühlen. Wenn ich es denn bei diesem Film könnte. Und ich sah den Film übrigens nicht zum ersten Mal, sondern schon zum zweiten Mal. Ja, das Ganze an sich ist schockierend, traurig, entsetzlich, aber "Das Leben der Anderen" schafft es zu keiner Zeit, dass ich es auch so empfinde. Eine gute Story macht halt eben noch keinen guten Film aus. Und so bekommt der Titel eine ganz andere Bedeutung. Das ist das Leben der Anderen, alles ist so weit weg, so fiktiv, obwohl es das nicht sein sollte. Wir hätten doch lieber ne Komödie gucken sollen.
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Audreyfan Fri, 19 Oct 2012 20:08:59 -0000
Antwort löschenNun, wenn es damals tatsächlich so grau und langweilig war, dann ist das ja ok, wenn der Film dieses Stilmittel verwendet, aber trotz allem hätte ich mir etwas mehr Poesie gewünscht. Grau kann schließlich auch poetisch sein :D
Ja, Komödien sind immer besser,auch so Filme wie vor ein paar Jahren "Die Outsider" könnte man jetzt mal zu anderen Themen mal gucken :)
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Audreyfan Fri, 19 Oct 2012 20:31:42 -0000
Antwort löschenBei den Outsidern handelt es wohl nicht um die DDR, nicht dass du mich jetzt falsch verstehst :D
Aber ansonsten kann man den sich sehr gerne vormerken :)
Audreyfan Fri, 19 Oct 2012 20:38:42 -0000
Antwort löschenDann ist ja gut :P
poesie91 Thu, 06 Sep 2012 11:09:05 -0000
Kommentar löschenEiner der größten Meisterwerke deutscher Filmgeschichte.
Durch diesen Film glaubt man wieder an das Gute im Menschen,
An die Einsicht & den Wandel. Wundervoll.
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Super8951 Mon, 27 Aug 2012 14:44:47 -0000
Kommentar löschen"Soll ich's als Geschenk verpacken?"
"Nein, es ist für mich"
Wir Deutschen können also doch noch Filme drehen. So, und nicht anders sollten unsere Filme sein. Absolut zurecht wurde Florian Henckel von Donnersmarck mit dem Oscar für diesen Film ausgezeichnet. Mit einer eindringlichen Authentizität spielt der viel zu früh verstorbene Ulrich Mühe den Stasi-Spitzel Gerd Wiesler, welcher im Laufe des Films Zweifel am dogmatischen und repressiven DDR-System entwickelt und darausfolgernd auch in Selbstzweifel verfällt. Daraufhin entschliesst er sich die Akte des von ihm bespitzelten regimekritischen Autors Georg Dreyman zu dessen Gunsten auszulegen.
Der Film ist sicherlich der realistischste der im Zuge der "Ostalgie-Welle" entstandenen Filme, was sicherlich auch dem Fakt zuzuschreiben ist, dass "Sonnenallee" und "Goodbye Lenin" eher als Komödien bzw. Feelgood-Movies gedacht waren.
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Drumhead92 Sat, 28 Jul 2012 16:11:27 -0000
Kommentar löschenSpannend, mitreißend, bedrückend. Ganz großes Kino aus Deutschland!
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perpetuum mobile Sun, 29 Apr 2012 17:34:17 -0000
Kommentar löschenEin emotionales Meisterwerk geprägt durch brilliante schauspielerische Leistungen.
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Mervit Fri, 27 Apr 2012 20:09:14 -0000
Kommentar löschenKein deutlicher Höhepunkt und ziemlich langweilig und Monoton
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Aragorn II Thu, 24 May 2012 15:13:27 -0000
Antwort löschenschau ihn dir nochmal an wenn du nen bisschen älter geworden bist und in der lage bist darüber nachzudenken, dass nicht in jedem film der höhepunkt eine große schießerei sein muss
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Bloodmind Wed, 27 Jun 2012 21:48:42 -0000
Antwort löschenIch habe eine große Abneigung gegen Actionfilme, liebe Filme, die sich durch Dialog definieren und fand ihn trotzdem extrem ziehend und langweilig. Der Film hat zuviel "typisch deutsch" und viel zu wenig glaubhafte/mitreissende Emotionen, als dass er seinem Status gerecht werden würde.
Mervit Sat, 07 Jul 2012 19:40:10 -0000
Antwort löschenfuuuuuuu
Markbln Sat, 31 Mar 2012 14:26:56 -0000
Kommentar löschenStarker Tobak, einfach erzählt, aber umso erschütternder in der Wirkung.
Besonders von Ulrich Mühe brillant gespielt. Umso schmerzhafter, diesen grandiosen Schauspieler schon nicht mehr unter uns zu haben.
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l'étrangère Sun, 18 Mar 2012 12:57:32 -0000
Kommentar löschenIch konnte mit diesem eindeutig überbewertetem Film nie etwas anfangen. Mindestens 3 mal hab ich ihn angeschaut (auch in der Schule) und hatte beim ersten Mal hohe Erwartungen, immerhin hat der Film einen Oskar gewonnen. Meine Erwartungen wurden enttäuscht und ich musste mich anstrengen, nicht einzuschlafen.
Gut, die Schauspieler spielen ihre Rollen solide, da gibts nichts zu meckern. Auf mich persönlich wirkt jedoch keiner der Charaktere sympathisch, eher wirken sie alle unglaubwürdig und gleichzeitig klischeehaft, was mit ihnen passiert war mir am Ende egal und hat mich in keinster Weise gerührt. Der Film im Gesamten scheint zu dick aufgetragen, zu viel erzwungene Dramatik. Die DDR war ein Terrorunrechtsstaat, ja wir wissen es, trotzdem ist "Das Leben der Anderen" kein Dokumentarfilm und ist auch als "Schulfilm" nicht angebracht.
Wer sich Wissen über das MfS in der DDR aneignen möchte, lese bitte ein Geschichtsbuch. Ist auch eindeutig unterhaltsamer und weniger langatmig als "Das Leben der Anderen".
Visuell ist der Film auch nichts besonderes: Sieht eben "typisch deutsch" aus, mit Bildern in grau, beige, braun gehalten.
Fazit: Für Fans des deutschen Films und Gauck-Enthusiasten bestimmt sehenswert, für mich war es einfach nichts, "Das Leben der Anderen" hat bei mir keinen Eindruck hinterlassen. 0 Punkte.
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natedb Sun, 27 May 2012 10:57:13 -0000
Antwort löschen0 Punkte ist aber doch schon ein bisschen zu grausam...
ro0ll Wed, 14 Mar 2012 07:56:45 -0000
Kommentar löschenEin herrvoragender Film, der sehenswert ist. Die Story ist rührend und spannend. Die Rollen werden sehr gut gespielt von talentvollen Schauspielern, besonders von Ulrich Mühe, der uns die Gefühle von Gerd Wiesler sehr gut zum Ausdruck bringt. Wiesler war ein Stasiman und hieß HGW XX/7.
Im Laufe des Films empfindet man Sympathie für diesen armen und einsamen Man, der nur für seinen Beruf lebt.
"Das Leben der Anderen" beweist uns, dass das Leben nicht nur für die Einwohner der DDR schwer war, sondern auch für die Leute des Systems.
Für mich, ist dieser Film einer der besten deutschen Filme, die ich mich angesehen habe.
Die Schlusswendung ist verblüffend und das Drehbuch ist total gelungen.
Er ist besser als "Goodbye Lenin", er übertrifft ihn!
Ich empfehle ihn euch allen.
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knusperzwieback Sat, 10 Mar 2012 08:32:42 -0000
Kommentar löschenHat mir gut gefallen. Kaum zu glauben was in der DDR abging. Ein ruhiger Film, aber sowas darf auch ab und an mal sein.
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