Das Leben der Anderen

Das Leben der Anderen (2006), DE
Laufzeit 137 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Historienfilm, Kinostart 23.03.2006

admin edit edit group memberships sweep cache
7.4 Kritiker
86 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
25770 Bewertungen
125 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Florian Henckel von Donnersmarck, mit Ulrich Mühe und Sebastian Koch

1984, Ostberlin. Das Leben der Anderen ist für Stasi- Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) nur bezüglich einer Frage interessant: Handelt es sich um Feinde des Staates? Wiesler ist ein linientreuer Abhörexperte, dem die Arbeit zum einzigen Lebensinhalt geworden ist. Als er vom opportunistischen Oberstleutnant Anton Grubitz (Ulrich Tukur) auf den Theaterstar Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck) und ihren Lebensgefährten, den Dramatiker Georg Dreyman (Sebastian Koch), angesetzt wird, scheint der Ausgang klar. Lassen sich die beiden irgendetwas zu Schulden kommen, wird Wiesler dies herausfinden und sie “zur Strecke bringen“.
Doch der einsame Stasi-Beamte ist fasziniert von dem Leben der freigeistigen Intellektuellen. Immer mehr in einen Strudel aus Angst, Intrigen und Geheimnisse gezogen, muss sich Wiesler fragen, was für ihn wichtiger ist: der Staat oder das Leben der Anderen, das jetzt durchaus sein eigenes ist.

Florian Henckel von Donnersmarck gab mit Das Leben der Anderen sein Spielfilmdebut. Er feierte mit ihm große Erfolge, sowohl bei der Kritik, als auch beim Publikum. Bei einem Budget von umgerechnet 2 Millionen Dollar spielte das Leben der Anderen weltweit über 77 Millionen Dollar ein. Der Film gewann 2006 den Oscar als bester fremdsprachiger Film, den europäischen Filmpreis und unzählige andere Preise. Für den Oscar stach er u.a. den als Favoriten gehandelten Pans Labyrinth aus.

Das Leben der Anderen ist nicht der erste Film, in dem Hauptdarsteller Ulrich Mühe und Ulrich Tukur zusammen zu sehen sind. In dem Drama Der Stellvertreter von Costa-Gavras spielten sie zwei Figuren, die angesichts des Schreckens des Holocausts zwei sehr unterschiedliche Wege gehen. Tukur stellte einen verzweifelten SS Offizier und Christen dar, der angesichts des Grauens nicht wegsehen kann. Mühe hingegen einen opportunistischen Arzt, der keinerlei Probleme hat sich an die Gegebenheiten anzupassen. Ihre Rollenverteilung ist damit in beiden Filmen gewissermaßen spiegelverkehrt. Das Leben der Anderen sollte der vorletzte Film von Ulrich Mühe bleiben. Er verstarb 2007 an Magenkrebs. (KJ)

  • 37795279001_1034889124001_26054-thumb-square
  • Das Leben der Anderen - Bild 26054
  • Das Leben der Anderen - Bild 26055
  • Das Leben der Anderen - Bild 26056
  • Das Leben der Anderen - Bild 26057

Mehr Bilder (17) und Videos (2) zu Das Leben der Anderen


Cast & Crew


Kritiken (15) — Film: Das Leben der Anderen

Stefan_R.: Mann beisst Film

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

„DAS LEBEN DER ANDEREN“ ist ein schnörkellos inszeniertes Drama mit Thriller-Qualitäten, das durch seine ruhige, aber dafür umso intensivere Inszenierung besticht. Gekonnt erzählt es uns aus jüngster Vergangenheit, verkommt aber nicht zum langwierigen Lehrstück, sondern wird dem Aspekt, dass es unterhalten soll, absolut gerecht. Einer der besten deutschen Filme der letzten Jahre und zurecht mit dem Oscar gewürdigt worden. Beeindruckend!

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

„Kann jemand, der diese Musik wirklich gehört hat, ein schlechter Mensch sein?" -

Von Donnersmarck führt jenes Experiment zu einem konsequenten Ende, dass vor über sechs Jahren mit Hirschbiegels Soap aus dem Führerbunker seinen Anfang fand: Formale Fehlerfreiheit ist nutzlos, solange die Konzeption hinter der historischen Oberfläche brüchig und ärgerlich ist: Unter der dramaturgisch verständlichen, aber letztendlich undurchdachten Prämisse, Systemkritik auf Einzelfiguren und deren emotionalen Unterbau herunterzubrechen, scheitert "Das Leben der Anderen" an ähnlichen Punkten, wie die halbgare Spreewaldgurken-Chose "Goodbye Lenin", dessen Ostalgie-Epigonen sich vonDonnersmarck jedoch stets überlegen zu fühlen scheint - zu Unrecht: Viel für Tränendrüse und Herz, wenig für Geschichtsbuch und Verstand - auch das Stasi-Märchen hat diesem Credo wenig hinzuzufügen.

Mit seiner - als rühmenswerten Einzelfall intendierten - Läuterung…

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

doctorgonzo

Antwort löschen

Eine Sache noch! Wirf mir nicht "Das Leben der Anderen" in einen Topf mit "Pearl Harbor" und sei dieser Topf auch noch so groß...
In Bays Schundwerk wird sich an ganz handfest existenten Ereignissen festgehalten, wie dem Angriff selbst, sowie dem ersten Bombenangriff seitens der USA auf Tokio, es geht nicht á la "es war einmal im Zweiten Weltkrieg". Da bleibt "Das Leben der Anderen" so vage wie es sein muss, um die Distanz zur richtigen Geschichte zu wahren. Man kann solche historischen Begebenheiten nicht als Spielfilm aufarbeiten, man kann sie nur ausmalen. Und wenn man sie ausmalt, darf man eben nicht zu nahe an die Realität heran, einerseits, weil die Realität selten dramaturgischen Ansprüchen gerecht wird, in 100 Minuten eine komplette Geschichte zu erzählen, andererseits, weil man die Realität schwerlich mittels eines Stücks Entertainment begreiflich machen kann, man kann lediglich die eine oder andere Ecke illustrieren und wenn man das tut, darf man sich keinesfalls als historisches Werk bezeichnen.
Wenn man "Das Leben der Anderen" als zeitgeschichtliches Werk betrachtet, liegt man falsch, es kann maximal als Parabel einer Ära und als Märchen vor realgeschichtlicher Kulisse gesehen werden, so wie es Kubrick, Stone oder Coppola mit dem Vietnamkrieg auch gemacht haben...


Hitmanski

Antwort löschen

Da sich die (Grundsatz-)Debatte über den Umgang mit fiktiven und historischen Hintergründen im Filmm im "Titanic"-Thread unter dem Kommentar von doctorgonzo neu entfacht hat, und möglicherweise ein Interesse daran besteht, komme ich mal meiner Bürgerpflicht innerhalb der Verlinkungsgesellschaft nach, und verweise nach dort :)


Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle

Kommentar löschen
10.0Herausragend

Der mit großem Abstand ergiebigste und am brillantesten gespielte Film dieser Oscar-Saison.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

Kommentar löschen
10.0Herausragend

Das Leben der Anderen ist ein kraftvoller, aber stiller Film, konstruiert aus versteckten Gedanken und geheimen Sehnsüchten.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

Kommentar löschen
9.0Herausragend

"Das Leben der Anderen" ist kein trockener Film über die DDR und die Überwachung derer Bürger durch die Stasi, sondern eine auf drei Personen reduzierte Liebesgeschichte mit Stasi-Hintergrund. Durch diesen Kunstgriff schafft es der Film zugleich politisch interessierte Menschen anzusprechen, aber auch den Zuschauer zu erreichen der eher eine einfache Geschichte sehen möchte. Für einen Geselligen DVD-Abend bei Bier und Chips ist "Das Leben der Anderen" trotzdem nur bedingt geeignet, denn dafür ist die Thematik dennoch zu ernst.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kaltduscher: MoviezKult.de

Kommentar löschen
10.0Herausragend

Nachdem Anfang des neuen Jahrtausends Filme wie “Good Bye Lenin” und “Sonnenallee” für eine (N)ostalgie-Welle gesorgt hatten, zeigte Florian Henckel von Donnersmarck im Jahr 2006 in seinem Debütfilm “Das Leben der Anderen” eine andere Seite der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Er wagte sich an das Thema Stasi, und das ohne jeglichen erhobenen Zeigefinger, sondern dank eines perfekten Drehbuches und starker Schauspieler in einer spannenden und dramatischen Geschichte.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

Kommentar löschen
10.0Herausragend

Das Leben der Anderen lebt vor allem von einer großartigen Geschichte: perfekt strukturiert und kraftvoll erzählt - mit unerwarteten Wendungen und vielschichtigen Charakteren. Er vermeidet Berechenbarkeit und billige Kameraeinstellungen für ein fesselndes Drama, das überrascht und gelegentlich erschüttert. Das Leben der Anderen erinnert uns daran, was Filmemachen in seinen besten Momenten sein kann.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Es handelt sich bei "Das Leben der Anderen" eben immer noch um einen Spielfilm, und der hat jedes Recht, eine Figur mit ihrer Geschichte und ihrer Veränderung frei zu erfinden und dadurch vielleicht mehr historische Wahrheit über das DDR-System zu vermitteln als jede Geschichtsstunde. Gerade die Balance zwischen respektvoller Genauigkeit und einem unbelasteten, souveränen Umgang mit erfundenen Elementen, lässt hier großes, ernsthaftes Unterhaltungskino entstehen, mit dem sich deutsche Regisseure sonst eher schwer tun.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hausmeister: Nerdtalk.de

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Auch wenn ich eigentlich nicht schon wieder eine Bestnote verteilen wollte, um zu zeigen, dass ich Filme durchaus mal kritisch betrachte, komme ich hier doch nicht um eine Eins herum.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Mit dieser Handlung fügt sich DAS LEBEN DER ANDEREN den klassischen Gesetzen des Melodrams. Das bleibt immer spannend und ist oft bewegend. Zwar ist auch dies nicht "die Wahrheit" über die DDR, wie der Regisseur und manche Nachbeter jetzt behaupten, sondern nur eine andere Wahrheit als jene, von der SONNENALLEE und GOOD BYE LENIN! erzählten. Aber der Film gibt einem ein Gefühl für das, was Überwachungsstaat bedeutet. [...] Trotzdem ist man am Ende mit alldem nicht wirklich glücklich, ist da ein Gefühl der Unzufriedenheit. Das rührt daher, dass der ganze Film ein wenig arg glatt daherkommt. Wie bei den TV-Movies "Luftbrücke" oder "Dresden" ist hier alles lehrbuchgetreu umgesetzt und politisch korrekt unangreifbar verteilt. Gerade das ist das Problem.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

Kommentar löschen
9.0Herausragend

"Das Leben der Anderen" ist ein Wunder. Ein Wunder, weil es 161/2 Jahre nach dem Mauerfall der erste große Kinofilm ist, der sich mit dem Thema Stasi auseinandersetzt. Ein Wunder, weil - nach all den Filmklamotten der letzten Jahre, die die DDR letztlich als seltsam designten, aber liebevollen Hort verharmloste - ein Drama wieder die Schattenseiten in den Mittelpunkt stellt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Florian Henckel von Donnersmarcks sauber recherchierter Blick in die Grenzbereiche der Seele verzichtet auf klebrig-verklärte Ostalgie. Er trifft immer den richtigen Ton. Der Film entlarvt die Mechanismen eines monströsen Überwachungssystems mit der Zerstörung jeglicher Individualität, demaskiert die Verantwortlichen, die im Dunstkreis von Ideologie ihre persönlichen Ziele verfolgen...

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Thomax: Saarbrücker Zeitung Thomax: Saarbrücker Zeitung

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Sehr mutiger, konsequenter Film, auch visuell überzeugend.
Brillant gespielt, Klasse-Besetzung.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Schon wieder Ostalgie? Och ne, dat will doch keiner (mehr) haben. Und wenn doch, dann liegen "Sonnenallee", "Good Bye, Lenin!", "Kleinruppin Forever" und "NVA" in jeder gut sortierten Videothek des Vertrauens. Nun verhält es sich beim "Filmpreis"-veredelten Debüt des bisherigen Kurzfilmemachers Florian Henckel von Donnersmarck ein ganz kleines bisschen anders: Schluss is mit lustig!

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Nicht völlig runder, aber dennoch gelungener Film, der sich fernab von Ostalgie den unschönen Seiten des DDR-Regimes widmet. Brilliant gespielt und trotz dramaturgischer Hänger sehenswert

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (110) — Film: Das Leben der Anderen

Kommentar schreiben
Sortierung

Brigittes Helm

Kommentar löschen
Bewertung2.5Ärgerlich

Nichts stimmt an diesem Film, weder der an Haaren herbeigezogene Plot um die rührende Geschichte vom geläuterten Stasi-Mann noch die technische Umsetzung. Es holpert und hakt an allen Ecken und Enden und zieht sich wie Kaugummi. Auch das wie immer exaltierte Spiel von Mühe, das er leider seiner Tochter vererbt hat, mag ich nicht. Von Anfang an hatte der mäßig begabte Regisseur von Donnersmarck seine guten Kontakte zu Hollywood und seinen klangvollen Namen genutzt um einen hollywoodkompatiblen Schmarrn, der der Oscar-Jury gefallen sollte, zu fabrizieren. Was weiß der alte Adel vom neuen Adel der Stasi in der DDR? Also wirklich. So schlicht gestrickt wird es schon nicht gewesen sein und ein Mann mit Skrupeln wäre niemals so weit gekommen. Das sind knochenharte Hunde gewesen. Ganz mies auch, dass die private Stasi-Geschichte von Mühe und seiner Ex Jenny Gröllmann derart massiv für die PR ausgeschlachtet wurde, auch von Mühe - Gott hab ihn selig - selber. Das hat ein übles Geschmäckle, das mir heute noch sauer aufstößt. Martina Gedeck ist nicht ohne Grund der Oscar-Verleihung ferngeblieben.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Markbln

Antwort löschen

An der Kritik stimmt aber auch nichts, Brigitte. Jedenfalls nicht viel, sorry.


Brigittes Helm

Antwort löschen

Das eine ist deine Meinung, das andere halt meine. Ich finde den Streifen einfach nur verlogen, sehr kalkuliert und handwerklich schlecht, ebenfalls sorry;-).


perpetuum mobile

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein emotionales Meisterwerk geprägt durch brilliante schauspielerische Leistungen.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mervit

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Kein deutlicher Höhepunkt und ziemlich langweilig und Monoton

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Aragorn II

Antwort löschen

schau ihn dir nochmal an wenn du nen bisschen älter geworden bist und in der lage bist darüber nachzudenken, dass nicht in jedem film der höhepunkt eine große schießerei sein muss


Markbln

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Starker Tobak, einfach erzählt, aber umso erschütternder in der Wirkung.
Besonders von Ulrich Mühe brillant gespielt. Umso schmerzhafter, diesen grandiosen Schauspieler schon nicht mehr unter uns zu haben.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

l'étrangère

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Ich konnte mit diesem eindeutig überbewertetem Film nie etwas anfangen. Mindestens 3 mal hab ich ihn angeschaut (auch in der Schule) und hatte beim ersten Mal hohe Erwartungen, immerhin hat der Film einen Oskar gewonnen. Meine Erwartungen wurden enttäuscht und ich musste mich anstrengen, nicht einzuschlafen.
Gut, die Schauspieler spielen ihre Rollen solide, da gibts nichts zu meckern. Auf mich persönlich wirkt jedoch keiner der Charaktere sympathisch, eher wirken sie alle unglaubwürdig und gleichzeitig klischeehaft, was mit ihnen passiert war mir am Ende egal und hat mich in keinster Weise gerührt. Der Film im Gesamten scheint zu dick aufgetragen, zu viel erzwungene Dramatik. Die DDR war ein Terrorunrechtsstaat, ja wir wissen es, trotzdem ist "Das Leben der Anderen" kein Dokumentarfilm und ist auch als "Schulfilm" nicht angebracht.
Wer sich Wissen über das MfS in der DDR aneignen möchte, lese bitte ein Geschichtsbuch. Ist auch eindeutig unterhaltsamer und weniger langatmig als "Das Leben der Anderen".
Visuell ist der Film auch nichts besonderes: Sieht eben "typisch deutsch" aus, mit Bildern in grau, beige, braun gehalten.
Fazit: Für Fans des deutschen Films und Gauck-Enthusiasten bestimmt sehenswert, für mich war es einfach nichts, "Das Leben der Anderen" hat bei mir keinen Eindruck hinterlassen. 0 Punkte.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

natedb

Antwort löschen

0 Punkte ist aber doch schon ein bisschen zu grausam...


ro0ll

Kommentar löschen

Ein herrvoragender Film, der sehenswert ist. Die Story ist rührend und spannend. Die Rollen werden sehr gut gespielt von talentvollen Schauspielern, besonders von Ulrich Mühe, der uns die Gefühle von Gerd Wiesler sehr gut zum Ausdruck bringt. Wiesler war ein Stasiman und hieß HGW XX/7.
Im Laufe des Films empfindet man Sympathie für diesen armen und einsamen Man, der nur für seinen Beruf lebt.
"Das Leben der Anderen" beweist uns, dass das Leben nicht nur für die Einwohner der DDR schwer war, sondern auch für die Leute des Systems.
Für mich, ist dieser Film einer der besten deutschen Filme, die ich mich angesehen habe.
Die Schlusswendung ist verblüffend und das Drehbuch ist total gelungen.
Er ist besser als "Goodbye Lenin", er übertrifft ihn!
Ich empfehle ihn euch allen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

knusperzwieback

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hat mir gut gefallen. Kaum zu glauben was in der DDR abging. Ein ruhiger Film, aber sowas darf auch ab und an mal sein.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

agynessa

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Boa war der Film anstrengend zu schauen, auch wenn es damals vielleicht so krass war wie es dargestellt wurde, die Schauspieler wirkten in ihrer Handlungsweise unglaubwürdig. Immer diese langgezogenen Sprechpausen zwischen den einzelnen Sätzen, machten mich irgendwie aggressiv. So redet doch kein normaler Mensch. Das Schicksal der Protagonisten ließen mich gänzlich unberührt, da sie nicht in der Lage waren wirkliche Emotionalität zu verkörpern. Mir war der Film zu lautlos und zu trocken erzählt. Dann macht Euch lieber ne Flasche Mumm Dry auf, die ist zwar auch trocken, aber sie prickelt dafür umso mehr. Setzen 3-!!!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

julianschen

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

An sich ein guter Film mit einer interessanten Story, allerdings bin ich der Meinung, dass es sich ziemlich zieht und mitunter anstrengend ist anzuschauen, da es doch ein wenig monoton ist.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

MikeC.

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Auch wenn ich das deutsche Kino aus Überzeugung meide, so kann es doch ab und zu mal passieren, dass ich mir einen Abkömmling dieser Gattung anschaue.
Meistens sind das die Filme, die nationale oder sogar internationale Beachtung erlangt haben. Und trotz dieses vermeintlichen Erfolgs passiert es leider allzu oft, dass ich trotzdem wieder enttäuscht aus dem Film entlassen werde.

"Das Leben der Anderen" ist nach "Der Untergang" der erste dt. Film, der mir wieder vor Augen geführt hat, dass es auch anders geht. Eine erzählenswerte Handlung, die gepaart mit dem toll spielenden Ulrich Mühe eine packende und zugleich bedrückende Atmosphäre aufzubauen vermag. Kameraeinstellungen und Schnitt, die ein gewisses Maß an Kreativität und handwerklichem Geschick erkennen lassen. Eine Musikuntermalung, die in passenden Momenten einsetzt und das Geschehen wirkungsvoll zu untermalen versteht. Und nicht zuletzt eine Regie, die endlich das stümperhafte Herumgehampel anderer deutscher Produktionen vergessen lässt. Herzlichen Glückwunsch, Herr von Donnersmarck!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Matilda

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

...für mich war es ein schweres Thema und der Glaube an den guten Stasioffizier fehlt mir total....und am Ende widme ich dem Lieben noch ein Buch...na da hört doch die Freundschaft auf....

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

CarrionFairy

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

großartiger film in jeder hinsicht, dabei habe ich mich lange dagegen gewehrt, ihn zu sehen.
dieser judas allerdings! die frau war schier unfassbar. bevor ich freunde und familie verraten würde und für jeden dahergelaufenen penner die beine breit machen, nur weil man mir mit einem popeligen berufsverbot droht (im vergleich zu anderen schicksalen in der stasi-ddr noch echt vertretbar), müssten es doch wenigstens ein paar ausgedrückte zigaretten im arsch sein. man muss die alte nichtmal auffordern! "waaaaaas? ich kann nicht mehr exzentrisch auf der bühne herumsabbeln und dafür applaus und aufmerksamkeit bekommen? - was darf ich ihnen über meine freunde erzählen?... hm, kein bedarf? dann darf ich für sie aber den arsch hinhalten? was, auch nicht?.... achso, meinen mann verraten, ja, kann ich auch."
wo gibt's denn sowas????

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

RoosterCogburn

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Wenn man es nicht so genau nimmt, dann unterhält die Story vom freundlichen Stasi-Mann. - Ohne auf technische Schwächen des Filmes näher einzugehen, sei nur eine erwähnt. Auf dem Dachboden eines Wohnhauses installiert die Stasi eine Abhöreinrichtung, deren Bedienung sich im Schichtdienst abwechselt. Die Bewohner hätten demnach unter Zwangshypnose stehen müssen, dass dort die "PGH Rohrtechnik" ein- und ausgeht. So hat der große Lauschangriff der Firma "Horch und Guck" nicht funktioniert. Doch der gravierendste Fehler des Films besteht darin, das es einen solchen Stasi-Offizier, der unter Lebensgefahr einen Dissidenten rettet, nicht gab und im System begründet liegt, warum es ihn nie geben konnte. Vermutlich ist dem Erfinder die kreative Verharmlosung gar nicht bewusst. Obwohl man wissen könnte, dass die Rekrutierung und Ausbildung solcher Elitekader auf totaler Ergebenheit, Disziplin und Zuverlässigkeit basierte. Gerade im Mielke-Apparat. Nur die Kaltblütigen, Skrupellosen kamen weiter. Doch wenn man darüber hinweg sehen kann, dann wird einem gute Unterhaltung geboten...

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Brigittes Helm

Antwort löschen

Du analysierst messerscharf und richtig. Warum dann aber 7.0 Punkte? Verstehe ich nicht. Und: An kreative Verharmlosung glaube ich nicht, das war von Beginn an mit Geld aus Hollywood für den Oscar konzipiert.


RoosterCogburn

Antwort löschen

Wenn ich einen Film für sehenswert halte, dann bekommt er von mir eine entsprechende Bewertung. Der Film hat mich, trotz seiner Defizite, gut unterhalten. Wie es in meinem einleitenden Satz steht "Wenn man es nicht so genau nimmt, dann unterhält die Story [...]". Primär will ich unterhalten werden. Das ist dem Film auf seine Weise gelungen. Und wenn ich mich zu einem Film noch entsprechend auslassen möchte, kann ich ihn kommentieren. Aber deswegen muß man nicht mit mir einer Meinung sein, wenn es um die Bewertung geht. Denn auch wenn ich mir bewusst ist, um was für ein Produkt es sich handelt, kann es mir gefallen oder nicht.

Und: Nach vierjähriger Recherchearbeit enstand der Film, meines Wissens nach, aus diversen Mittel deutscher Filmförderer. Die knappen € 1,8 Mill. haben nur gereicht, weil ein Teil des Stabes für weniger als die reguläre Gage gearbeitet hat. Erst als der Rohschnitt fertig war hat man Buena Vista als Verleiher gewinnen können. Von welchem "Geld aus Hollywood" sprichst du? Mir ist nichts davon bekannt.


StevenStone

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schwerer Anfang.. hatte echt zu kämpfen, entwickelte sich allerdings dann doch zu einem super Film mit viel Charaktertiefe und Gefühl

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kreaexo

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Damals zu recht den Oscar als bester fremdsprachiger Film bekommen.
Und es tut gut, Ulrich Mühe in seiner letzten großen Kinorolle zu sehen, denn er spielt brillant und er gehört/-e zu den besten deutschen Schauspielern überhaupt.

Jetzt werden bestimmt manche von euch aufschreien und schreiben, dass 'Ulrich Mühe doch seine letzte Rolle in "Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler" gespielt hat!' Schon, aber dieser Film ist es nicht wert noch mehr beachtet zu werden.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

SpiceWeasel

Antwort löschen

Bedrückt mich auch immer wieder wenn man weiss das sein deutscher Lieblingsschauspieler bei den Dreharbeiten schon so krank war! Darum kann ich mir dieses Meisterwerk auch nicht so oft anschauen leider.


fkfilmkritik

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Anstrengend und ausdehnend kaut "Das Leben der Anderen" an seinen Willen dem Zuschauer in die diskriminierende Zeit der DDR zurückzuziehen und genauso zu zeigen, dass es doch auch gute bei der STASI gab. Dies verkommt zu einer in die Länge gezogenen Masche, dessen Tiefgang es bei den Charakteren völlig fehlt. Die Zeit scheint kaum zu vergehen. Von Donnersmarck versucht viel. Geht über Systemkritik, bis hin zu Krimigeschichts-Linie bleibt aber blass und im größten Teil eher verharmlosend im Bezug auf die Realität. Schwerfällig beäugt ist die Darstellung von Tiefgang, in dem viel Gefühl hineingequetscht werden soll. Alles wirkt dabei schwerfällig und hölzern. Versucht Dicht zu sein, bleibt aber kahl und kommt immer mit seinem bewusst ergötztem Bild vom "guten bei der STASI" daher. Die Story-line bleibt in jedem Hinblick recht überschaubar und trügt schwer mehr Komplexität vor, als sie besitzt.

So kann ich dem Film leider nicht mehr Punkte geben, denn er bleibt schwer und plakativ in seiner Aussage-rümt sich sichtlich dabei. Hinsichtlich der viel zu weit gespannten Länge leider ein mich nicht überzeugendes und überschätztes Stück, was weitgehend von seinen Darstellern zu profitieren vermag. Da war für mich wesentlich mehr drin.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

Timo K.

Antwort löschen

Eigentlich könntest du den Film auch schlicht und einfach zusammenfassen, ohne dafür neue Synonyme in jedem Satz zu verwenden: langweilig. :)


fkfilmkritik

Antwort löschen

@Timo: Eigentlich hast du Recht. Aber ich musste es mir einfach von der Seele schreiben. ;)


PikAsso

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Ein bewegender Film mit stiller aber tiefer Kraft!

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

*Louna*

Antwort löschen

ich stimme dir vollkommen zu- gut auf den Punkt gebracht :)


PikAsso

Antwort löschen

Danke schön! Freut mich, dass Du das so siehst :)


La Bardot

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

"Soll ich's als Geschenk verpacken?"
"Nein, es ist für mich"

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Florian Albrecht

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

einer der besten deutschen Filme, der ohne mahnenden Zeigefinger Leben in der DDR zeigt und das Reifen eines Menschen, der neue unbekannte welten betritt und versucht sie zu verstehen.
Ulrich Mühe spielt großartig und auch der restliche Cast weiß wunderbar zu überzeugen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

LynchFan1706

Kommentar löschen
Bewertung0.5Schmerzhaft

Ich habe mich noch nie im Leben so sehr durch einen Film gequält... und das ist schon ein halbes Jahr her, aber die Erinnerung ist immer noch "lebendig"...

Das war wohl ein Mitleidsoscar für die armen Deutschen, die versuchen ihre schreckliche Geschichte aufzuarbeiten ?!...

Zu platt, zu glatt, zu langatmig die Erzählweise, geradezu sträflich desinteressiert agieren die Schauspieler... nichts und niemand in dem Film berührte mich... ich hatte das Gefühl, der Film steht still... Lethargie in Zeitlupe... Wie die Geschichte ausgeht?- Mir egal... Was den Protagonisten passiert?- Auch egal... Hauptsache irgendwann war endlich Schluss... Und dann war es wirklich still...

(dabei geht es lediglich um mein Empfinden in Bezug auf die Erzählweise und die Umsetzung des Themas... ich beurteile nicht die Wichtigkeit der geschichtlichen Aspekte! Wird ja in den Kritiken oft verwechselt!)

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 11 Antworten

*frenzy_punk<3

Antwort löschen

Ich war nicht ganz so hart, aber ich teile deine Ansichten. Überschätzter Film, der wirklich zäh und langweilig ist!


countcount

Antwort löschen

hmm kann ich nicht bestätigen. ich fand den total spannend...


Kommentar schreiben

Fans dieses Films mögen auch