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Pans Labyrinth

El Laberinto del Fauno (2006), ES/MX/US Laufzeit 119 Minuten, FSK 16, Drama, Fantasyfilm, Thriller, Kinostart 22.02.2007


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8.2
Kritiker
88 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4
Community
26434 Bewertungen
318 Kommentare
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von Guillermo del Toro, mit Ivana Baquero und Doug Jones

Ein kleines Mädchen flüchtet sich vor den Gräueln des Franco-Regimes in eine Fantasiewelt, in Pans Labyrinth. Regisseur Guillermo del Toro hält dies in eindrucksvoll-düsteren Bildern fest.

Die kleine Ofélia (Ivana Baquero) zieht mit ihrer hochschwangeren Mutter zum Stiefvater in eine ländliche Gegend Nordspaniens. Der Stiefvater hat dort den Auftrag übernommen, im Jahr 1944 kurz nach General Francos Sieg, die republikanischen Rebellen zu bekämpfen. Seine Brutalität, Unberechenbarkeit und das schwere Verhältnis seiner Tochter lassen Ofélia in eine geheimnisvolle Fantasiewelt flüchten. Diese wird von wundersamen, schaurigen und mythischen Fabelwesen bevölkert. In ihrem neu erschaffenen Kosmos findet das Mädchen nicht nur Zuflucht, sondern wird mit Ängsten und Träumen konfrontiert, welche ihr helfen, den Schrecken der Realität zu trotzen.

Hintergrund & Infos zu Pans Labyrinth
Genau genommen ist der Pan in Pans Labyrinth ein Faun, also ein Mischwesen aus Ziegenbock und Mensch, wie auch der Originaltitel El Laberinto del Fauno verrät. Der Namenswechsel kam zustande, da faun im Englischen fast so klingt wie fawn (Rehkitz) und Verwechslungen vermieden werden sollten. Pane jedoch sind in der griechischen Mythologie Waldgötter, während Faune der römischen Mythologie entstammen und genau genommen Untertane des Pans sind.

Der spanische Regisseur Guillermo del Toro (Hellboy, Pacific Rim) plante Pans Labyrinth als einen indirekten Nachfolger zu seinem vorherigen Film The Devil’s Backbone, der ebenfalls eine düstere Kinder-Geschichte in den Folgetagen des Spanischen Bürgerkrieges erzählt.

Bei den Academy Awards wurde Pans Labyrinth insgesamt für sechst Oscars nominiert: Bestes Originaldrehbuch, Beste Filmmusik, Bester nicht-englischsprachiger Film, Beste Kamera, Bestes Szenenbild und Bestes Make-up, wobei er die letztgenannten drei Kategorien auch gewinnen konnte. (ST)

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Mehr Bilder (29) und Videos (6) zu Pans Labyrinth


Cast & Crew


Kritiken (17) — Film: Pans Labyrinth

SoulReaver: CinemaForever, D3M

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7.0Sehenswert

[...] 'Pans Labyrinth' überzeugt durch del Toros Kreativität und Facettenreichtum. Er erzählt uns eine Geschichte voller zarter Unschuld, kindlicher Naivität und doch bitterer Wahrheit. Er appelliert dabei an die endlose Kraft der Träume und Fantasie und eröffnet uns allen die Flucht in eine eigene Welt. Sein Film liefert uns dabei auch durchgehend immer genügend neue Interpretationsansätze, die sich vielleicht auch erst beim zweiten Sehen wirklich eröffnen können. Doch auch diese Welt der Fantasie rettet nicht vor der harten Realität und dunklen Wirklichkeit. Allerdings liegt hier auch gleich das Problem von 'Pans Labyrinth'. Die einzelnen zwei Teile überzeugen, doch als Ganzes will es einfach nicht munden. Die beiden Stücke wollen sich immer mehr verbinden, doch sie passen nicht richtig. Die Realität nimmt überhand und die eigentlich interessante Fantasiewelt kommt zu kurz. Das Zusammenknüpfen gelingt dem Film so nicht vollends und das Endprodukt ist sicher ein guter Film, doch in sich einfach nicht rund genug. [...]

Kritik im Original 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Filmkenner77

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Ich fand gerade die Reduktion des Fantasyaspektes sehr interessant. Gerade in Zeiten, wo das Genre geradezu allgegenwärtig ist und ein regelrechter Overkill stattfindet.


SoulReaver

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Jap, fand ich auch recht interessant. Nur das Endergebnis hat mir dann nicht zu 100% geschmeckt :)


Mr.Film: City of Cinema

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Fantasie. Ein Wort und dessen Bedeutung uns schon seit Kindheitstagen verfolgt, ein Wort, das so manchen mit der Zeit auch verlässt, doch ist es ein Wort, das jeder kennt und zu schätzen gelernt hat. Als Kinder haben wir uns in unserer Fantasie versteckt wenn es uns nicht gut ging, wenn wir der Realität entfliehen wollten, als heranwachsende und schlussendlich Erwachsene tun wir das kaum noch, schauen der tristen Welt entgegen und leben auch in ihr. Doch die Fantasie in einem kann wieder geweckt werden, sei es durch die Filmlust, der Spielegeilheit oder durch ein anderes Hobby. So wie hier. So schien es mir zumindest. Die kleine Ofelia, wie sie anfangs noch so sympathisch durchs Bild rannte, wie wunderbar sie auf mich wirkte als sie das fehlende Auge einer Steinstatue fand und es wieder einsetzte, als ob sie selber ein Auge für solche gewissen Sachen hätte, ich mochte dieses Mädchen und war gespannt was mit ihr passiert. Doch was passierte mit ihr? Ein schrecklicher Albtraum, den sie durchlitt, den ich durchlitt, schlimme Halluzinationen durch die man dank der Insekten-Scouts geleitet wurde. Der Weg für eine aufregende Reise in eine Fantasywelt war geebnet, doch wollte man einen Genrecocktail zusammenmixen und schmiss Politik und Verderben mit in den Topf, was man präsentiert kriegte war keine freudige Reise, es war der Horror der blutigen Realität, eine Geschichte die zwar gut dargestellt wird, doch eine die man schon "besser" inszeniert bekommen hat, die Dank der Darsteller wenigstens etwas glänzt, denn die bösartigen Charaktere sind abscheulich, genau das was erreicht werden sollte.

Und wenn man sich schon an so ein schwieriges Thema ranwagt, das man größtenteils auch gut umgesetzt hat, da kann man nicht viel schlechtes sagen, muss man auch drauf achten große Fehler auszuradieren. Denn der Herr del Toro hatte hier kein großes Auge für die Fantasy, natürlich war das Design in eben diesen Szenen wunderschön, doch das wars dann auch schon, als hätte der Regisseur gesagt: "Ja schaut mal hier, schön nicht wahr? Mehr kriegt ihr aber nicht zu sehn, beschäftigen wir uns lieber mit der ekelhaft bösen, realistischen Welt." Diese Fantasywelt lebt kaum, der Pan will sie zwar retten doch schafft es nicht wirklich die große Last zu tragen, er war Klasse, doch seine Screentime war leider sehr begrenzt. Das wohl größte Logikloch, und die Szene die in mir die größte Wut ausgelöst hatte, war die als Ofelia in den Raum mit dem Festmahl gelang, an dem ein regungsloses, augenloses Monster saß, gewarnt hatte man sie, gewarnt das etwas schlimmes passiert wenn sie etwas isst, ihr wurde mehrfach bewusst gemacht das sie unter allen Umständen nichts essen dürfte. Natürlich tat sie es doch, mit der später präsentierten Entschuldigung:"Hab gedacht das wäre nicht so schlimm wenn ich nur zwei Weintrauben esse." Spätestens dort war die Sympathie für dieses Mädchen weg. In diesen Momenten beweist der Film jedoch in Sachen Fantasy guten Geschmack, das Design war herrlich auch die Symbole sind nicht zu verachten(das augenlose Monster assoziiere ich mit den Faschisten), auch das die kleine Ofelia sich mit ihren Leiden in eine Scheinwelt flüchtet(es gibt genug Anzeichen dafür das sie es tat, jedoch gab es auch viele Szenen die dagegen sprachen, ob nun Realität oder nicht kann jeder für sich selbst entscheiden, dennoch wiederspricht sich auch viel, da hat sich del Toro ins eigene Bein geschossen.). Doch diese Filmphasen sind eben doch viel schneller rum als man möchte, immer wieder kriegt man Szenen wie aus dem Krieg ins Gesicht geschleudert, Folterszenen und Verstümmelungsszenen, das ist schade, denn man hätte auch mit 1-2 brutalen Szenen klar machen können was der Regisseur beabsichtigen wollte, und nicht mit 10-20.

Ob die Wertung nun gerecht ist oder nicht(nein, ich will jetzt nicht "nein, ist sie nicht" hören), ob der Film technisch gut war oder nicht, ich bin enttäuscht gewesen, der Fokus lag auf der realen Welt, das war für mich der große Fehler, dadurch wurde die tolle Fantasywelt Ofelias in den dunklen Schatten der Ignoranz geschoben.

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten

Murphante

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juuuuuuuut juuuuuuuut ^^ ich bin gespannt auf deine Zweitsichtung ;-)


Tina Scheidt

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Deine Kritik spricht mich sehr an. Leider kann ich die gelöschten Antworten nicht mehr lesen und werde so nun leider nicht erfahren, ob sie auch mir geholfen hättn.
Bewertungstechnisch habe ich den Film trotzdem hoch angesiedelt, aber wer weiß?
Für meinen Geschmack kam zu deutlich heraus, dass Ofélia besagte Königstochter aus dem Märchen ist. Und für die kann die reale Welt wirklich nur den Tod bringen.
Nichts wurde von ihr hinterfragt, alles löste sie auf ihre eigene Art und weise, egal ob und Feen dabei ums Leben kamen, eine Alraune durch den Stiefvater im Feuer verbrennen muss und die Mutter nicht weiter heilen kann (denn die Medizin des Arztes brachte keine Hilfe, die kam erst durch die Alraune).
Für meinen Geschmack trennten sich Phantastische und reale Welt zu sehr und das Kind bekam nicht alles der Kriegshandlung mit, womit doch eigentlich die Verknüpfung bestehen sollte oder der sie bewusst entfliehen wollte...
Für meinen Geschmack kam leider gar nicht rüber, was die Menschen antreibt, wo die Motivation zu suchen ist und viele Figuren blieben dadurch leer, nicht wirklich mit Leben gefüllt (das gilt auch für die phantastische Welt) und konnten nicht ihre volle Wirkung auf mich entfalten. Wäre nicht die "zauberhafte Lösung", der Film hätte bei mir mit Sicherheit deutlich schlechter abgeschnitten.


Fricki76: Asianfilmweb.de

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9.0Herausragend

Pünktlich zur Oscarverleihung, die in der kommenden Nacht um 2.00 Uhr stattfindet, kommt meine Meinung zum sechsfach nominierten mexikanischen Fantasy-Drama „Pans Labyrinth“ vom Regisseur Guillermo del Toro, der mit „Mimic“, „Blade II“ und „Hellboy“ schon mehrere Filme realisiert hat, die in punkto „düsterem Touch“ in eine ähnliche Richtung gehen.

Spanien 1944. Der Bürgerkrieg ist beendet und Diktator Franco hat die Macht übernommen. Doch in den Bergen Nordspaniens liefern sich Partisanen mit den Regierungstruppen unter Hauptmann Vidal (Sergi Lopez) einen ungleichen Kampf. Dieser hat unlängst die Witwe Carmen (Ariadna Gil) geheiratet, die ein Kind erwartet. Gemeinsam mit Carmens Tocher aus erster Ehe, Ofelia (Ivana Baquero), holt er sie zu sich in sein Lager. Ofelia hat eine besondere Affinität zu Märchen und Fantasiegeschichten. Kurz nach der Ankunft bei ihrem grausamen Stiefvater wird sie von einer Elfe in eine nahes Ruinenlabyrinth geführt, wo ihr ein uralter Faun namens Pan (Doug Jones) begegnet. Dieser erzählt ihr, dass sie die Wiedergeburt einer Prinzessin eines unterirdischen Königreiches sei und nur zu ihrem Volk zurückkehren könne, wenn sie durch drei Prüfungen den Fluch breche. Während sich Ofelia den Prüfungen stellt, in denen ihr Monster und andere eklige Kreaturen begegnen, kommt Hauptmann Vidal Verrätern in seinem eigenen Haushalt auf die Schliche. Nicht nur der Stabsarzt, sondern vor allem die Haushälterin Mercedes (Maribel Verdú) versorgen die Rebellen mit Essen, Medizin und Nachrichten. Doch Vidal hat nicht vor, sich zum Narren machen zu lassen und exekutiert den Arzt kurzerhand und auch Mercedes ist kurz davor aufzufliegen. Ofelia bekommt von all dem nur wenig mit, denn sie hat bei der zweiten Prüfung versagt und Pan wendet sich von ihr ab. Als Ofelias Bruder geboren wird, kehrt er zurück und stellt ihr eine letzte, grausame Prüfung.

Als ich nach dem Ende des Films im Kino saß, war ich von der Grausamkeit und der Kernaussage erst einmal wie gelähmt, konnte aber auf der anderen Seite meine Begeisterung spüren. „Pans Labyrinth“ macht es einem nicht einfach, eine objektive Kritik abzugeben. Zuerst sollte gesagt werden, dass der Film kein harmloses Märchen für Kinder ist! Während in der realen Welt vor allem die von der Kamera immer wieder minutiös gefilmte Grausamkeit des faschistischen Hauptmanns abstösst, sieht es in der düsteren Fantasiewelt, in der sich die naive Ofelia bewegt, genauso düster aus. Eklige Riesenkröten, ein Kinder fressendes Monster ohne Augen und jede Menge Magie, Blut, Schleim und Dreck begegnen einem da. Was den Film dennoch zu etwas besonderem macht ist nicht in erster Linie die hervorragende Umsetzung, die von den Farben über die Kamera und Musik bis zu den grandiosen Darstellern reicht, sondern die Tatsache, dass del Toro quasi ein neues Genre schafft. Es ist diese raffinierte Mischung aus Historienfilm, Fantasy und Horror, die man so noch nie auf einer Kinoleinwand gesehen hat und die schlichtweg begeistert. Denn die Gewaltmomente ziehen ihre Berechtigung aus der Kernaussage des Film, die zugegebenermassen eine sehr düstere ist und im Film von nahezu allen Charakteren entweder ausgesprochen oder sonst wie artikuliert wird. So sagt ihre Mutter zu Ofelia: „Du wirst bald verstehen, dass das wahre Leben nicht wie in deinen Märchen ist“. Doch auch die Märchenwelt ist grausam, der Faun Pan wirft bei Ofelia die Frage auf, ob sie ihm wirklich trauen kann. So ist der Film also gleichermassen eine Metapher auf das Erwachsen Werden wie auch auf den Faschismus, zugleich Historiendrama und eine düstere Version von „Alice im Wunderland“.

Nicht zu unrecht wurde "Pans Labyrinth" neben dem besten Originaldrehbuch (von Regisseur del Toro geschrieben) auch in den Kategorien bester fremdsprachiger Film, Kamera, Make-Up, Szenenbild und Filmmusik für einen Oscar nominiert. Weitere Preise und Nominierungen umfassen den spanischen Filmpreis Goya (12 Nominierungen!), den britischen BAFTA-Award sowie den Independent Spirit Preis 2007. Bei den Filmkritikern schaffte es „Pans Labyrinth“ ausserdem auf der Internetseite www.metacritic.com, die eine durchschnittliche Wertung aller veröffentlichten Filmkritiken berechnet auf eine Wertung von 98 Punkten und setzte sich so direkt an die vierte Stelle der besten Filme aller Zeiten. Wer sich also für ein düsteres Märchen für Erwachsene begeistern kann, das nur so vor Metaphorik strotzt, sollte sich „Pans Labyrinth“ unbedingt im Kino ansehen.

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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9.0Herausragend

"Pans Labyrinth" ist kein Kinderfilm und mit Sicherheit auch kein fröhlicher Fantasyfilm. Guillermo del Toros Film ist allerdings ein Meisterwerk. Fesselnd verbindet der Regisseur die Schrecken des Krieges und die Abenteuer eines jungen Mädchens in einer Fantasywelt. Fantastisch!

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

C_C

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wo ist da etwas meisterwerkig?


Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

Irgendwie weiß ich den Film nicht so ganz einzuordnen - Kriegsdrama, Fantasyfilm, modernes Märchen - “Pans Labyrinth” ist alles auf einmal und legt sich zu keinem Zeitpunkt fest.

Viel habe ich von dem Film erwartet - der Trailer damals war sehr vielversprechend und die allgemeinen Kritiken durchweg sehr positiv. Dabei bin ich allerdings eher von einem Fantasymärchen ausgegangen und weniger von einem Bürgerkriegsdrama mit Fantasy-Elementen - doch genau das ist es. Dies ist allerdings weniger schlimm. Auf beiden Ebenen funktioniert der Film und auch beide Teile würden ohne weiteres eigenständige Filme abgeben. Inhaltlich gibt es zwischen den beiden Welten auch Bezüge, insbesondere was die drei Aufgaben angeht, welche Ofelia erfüllen muss.

Optisch und akustisch macht der Film einiges her und ist das beste, was man seit langem im Kino (oder auf DVD) sehen durfte. Die Fantasy-Elemente sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet und die Computereffekte sind auch nicht mit einem Blick als solche erkennbar.

Wenn es einen Kritikpunkt gibt, dann diesen: Die Verknüpfung der beiden Handlungen entsteht teilweise sehr willkürlich. Das heißt, das nach ca. 15 min. Kriegsdrama dem Regisseur scheinbar aufgefallen ist, das es ja noch Fantasy einzubauen gilt - prompt folgen wir Ofelia wieder in ihre Fantasy-Welt. Fließende Übergänge sind etwas anderes - und doch trübt dies den Gesamteindruck nur geringfügig.

Ein Meisterwerk ist “Pans Labyrinth” also nicht, aber dennoch ein gutes, unterhaltsames Märchen für Erwachsene.

http://xander81.wordpress.com/2008/11/16/kritik-pans-labyrinth/

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studmed

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Gute Kritik!


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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9.5Herausragend

"Pans Labyrinth" von Guillermo del Toro ist ein faszinierendes Stück Film. Dieser Eindruck verhaftet sich bei jeder weiterer Sichtung ein bisschen mehr. Ein Film, der in seiner Narration sowie in der Sprache seiner Bilder etwas Außergewöhnliches darstellt, deshalb viel vom Zuschauer einfordert, eben weil er in seinen Allegorien so vielschichtig, so schwer zu fassen ist, aber auch für Diejenigen, die bereit sind sich auf den Film einzulassen, mindestens genauso viel wieder zurück gibt. Mit „Pans Labyrinth“ hat del Toro, da bin ich mir ziemlich sicher, einen Klassiker der modernen Films abgeliefert. Einen Film, der unter verschiedenen Gesichtspunkten gesehen und gelesen werden kann, der somit relativ unabhängig von der Intention seines Regisseurs, die mal mehr und mal weniger offensichtlich ist, frei interpretiert und gedeutet werden kann.

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Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer

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10.0Herausragend

Pan's Labyrinth, der außergewöhnliche Film des mexikanischen Fabelerzählers Guillermo del Toro, ist als Ballade poetisch und als Mythos wegweisend
- stellen Sie sich Die Chroniken von Narnia als Goya-und-Dalí-Version vor. Del Toro ist ein Beschwörer, der Realismus verwendet, um die Fantasien zu intensivieren - und umgekehrt. Dies ist der Durchbruch eines der visionärsten Künstler des Weltkinos.

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Stryke: inderzange.de

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9.0Herausragend

Zauberhaft und schockierend zugleich. Wirklich grandioser Film und die 3 Oskars verdient abgeräumt. Ich war teilweise echt gefesselt.

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.0Herausragend

“Pan’s Labyrinth” ist mit Sicherheit ein Film, auf den man sich einlassen muss, weil er dem Zuschauer einiges abverlangt. Es mag für manchen sehr befremdlich sein diesen Mix aus “Kriegs-” und “Märchen-Film” ernst zu nehmen. Wobei beides nicht wirklich zutrifft. “Pan’s Labyrinth” ist kein Kriegsfilm, dennoch geht es um den Kampf der Armee gegen Partisanen, der teilweise in sehr drastischen Bildern umgesetzt wird. Das ein oder andere Mal neigt man schon zum Wegsehen angesichts der Grausamkeit. Der Anblick von Feen und metergroßen Fantasie-Fröschen wirkt da natürlich erstmal ein wenig befremdlich. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und kommt zu einem überraschenden aber dennoch versöhnlichen Schluss.

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Chris82: cineclassix.de Chris82: cineclassix.de

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7.5Sehenswert

Pan's Labyrinth ist ein Film, der uns zeigt, dass die Unschuld des Menschen uns erst am Leben halten kann, weil sie uns aufgrund ihrer Phantasie einen Ausweg aus der echten, brutalen und pervertierten Welt gibt, die wir ohne unsere Phantasie, Träume und Wünsche überhaupt nicht ertragen könnten. Erst durch den Verlust durch die Unschuld, verlieren wir auch unsere Phantasie, Träume und Wünsche.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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8.5Ausgezeichnet

Dieser Film ist hart, sehr hart. Aber die ganze Gewalt täuscht nicht darüber hinweg, dass dieser Film auch sehr genial ist.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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10.0Lieblingsfilm

Diese Geschichte beginnt nicht mit "Es war einmal". Und doch bedient sich der mexikanische Filmemacher Guillermo Del Toro zahlreicher Elemente des Märchens und der Fabel, wenn er uns vor dem Hintergrund des spanischen Faschismus mit ebenso gewaltigen wie gewalttätigen Bildern in "Pans Labyrinth" hinabführt. Ein zweigleisiges Meisterwerk, das als einer der erstaunlichsten Filme in die Annalen eingehen wird.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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10.0Lieblingsfilm

„Es war einmal“: Guillermo del Toros Film haucht dem Märchen mit poetischen Bildern und einer ungeheuer kraftvollen Geschichte neues Leben ein.

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Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin... Harald Peters: WamS, Die Welt, taz, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Mit seinem neuen Film "Pans Labyrinth" ist dem mexikanischen Regisseur Guillermo del Toro nicht weniger als ein Kinowunder gelungen. Scheinbar mühelos kombiniert er die sonst säuberlich voneinander getrennten Genres Fantasy, Horrorfilm und Historiendrama, lässt die Erzählstränge erst lose nebeneinander herlaufen, setzt sie in Beziehung, spiegelt sie bald ineinander, um sie dann zum Schluss kühn zu verknüpfen.

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Chuchaqui: Critic.de

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9.0Herausragend

Eins vorweg: Pans Labyrinth ist kein Fantasy-Film. Fantasy-Filme versetzen uns in eine erfundene Welt und verlangen vom Zuschauer die Akzeptanz dieser Welt als Schauplatz einer Geschichte. In Pans Labyrinth geht es um Fantasie, aber um eine Fantasie, der die bittere Realität zugrunde liegt. Gerade zum dritten Mal gesehen und jetzt ist es endgültig die 10 geworden und ich habe Sicherheit: Pans Labyrinth ist eines der Meisterwerke dieses Jahrzehnts und wird auch noch in 30 Jahren in den Filmgeschichtsbüchern genannt werden. Jedes einzelne Bild ist von einer überwältigenden Schönheit, die schauspielerischen Fähigkeiten der 11jährigen Ivana Baquero sind beeindruckend, die Filmmusik tut ihr übriges. Pans Labyrinth ist eine wunderbar altmodisch erzählte Geschichte mit einem innovativen Erzählansatz und einer atemberaubenden Ästhetik. Ganz großes Kino.

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lasse98

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Klasse Kommentar! Ich kenne wirklich keinen Film, der was Optik der Figuren und Schauplätze angeht an diesen herankommt!
Ganz großes Kino- Du sagst es!


alviesinger: bummelkino

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6.5Ganz gut

Bildgewaltiges Fantasyspektakel mit einigen logischen Ungereimtheiten. Krankt an den zweidimensionalen Charakteren und dem ständigen Wechsel zwischen "Der Soldat James Ryan" und "Die unendliche Geschichte".

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Visuell wegweisend und originell, findet del Torro keine rechte Ballance zwischen den Fantasy-Elementen und der Kriegs-Geschichte.

http://www.fuenf-filmfreunde.de/2007/02/28/pans-labyrinth/

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Deep Ford

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Du meinst ne hohle Nuss^^


FilmVlin

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Nein, hohle Nuss hiesse ja, der Film is hohl. denk doch mal nach, ey



Kommentare (301) — Film: Pans Labyrinth


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Deadbirth

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Bewertung7.5Sehenswert

Definitiv ein Kunstwerk, was zwischendurch ein paar Hänger hat, aber ein - auch, wenn es sehr traurig war - großartiges Ende mit super Message genommen hat.

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huababuar

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Bewertung5.0Geht so

Warum dieser Film mehrere Oscars gewonnen hat (ich glaube es waren drei), ist mir nicht ganz klar. Das liegt sicher daran, dass ich persönlich kein Fantasy-Freund bin, aber auch die Story an sich ist nicht wirklich fesselnd.

Was "Pan's Labyrinth sicherlich gut macht, ist, die Geschichte des kleinen Mädchens und ihrer Pan-Welt mit der brutalen Gangart des spanischen Hauptmanns zu verknüpfen. Allegemein kommt dieser Fantasy-Film ziemlich blutrünstig daher, was für das Genre eigentlich ungewöhnlich ist. Allein die Szene, als ein Partisan vom Hauptmann mit einer Flasche erschlagen wird, ist schon schwere Kost. Dazu noch die Soundeffekte. Brrrrr.

Auch die Figuren sind gut visualisiert. Der Pan erinnert mich etwas an die blauen Wesen (weiß leider nicht mehr wie die heißen) aus Avatar, wird aber noch getopt vom augenlosen kinderfressenden Wesen während der zweiten Prüfung. Das hat mich irgendwie gepackt.
Generell ist der Look eigen, was wohl an der spanisch-mexikanischen Co-Produktion liegt.

Trotz all dieser positiver Aspekte war "Pan's Labyrinth" für mich ein langatmiger Kauderwelsch-Film in einem für mich einfach unzugänglichem Genre. Für Fantasy-Fans ist der aber bestimmt das Non-Plus-Ultra.

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Curryman1312

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Bewertung7.0Sehenswert

Dieses feenfressende, missgebürtige, mit den Händen sehende Fotzivieh ist mir so im Kopf hängen geblieben, hat selten ein Filmwesen geschafft sich so in mein inneres Auge zu brennen.

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Roach

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Bewertung9.5Herausragend

Pans Labyrinth ist ein extrem eigensinniger Film, auf den man sich einlassen muss. Kategorisieren funktioniert hier nicht, ich würde ihn am ehesten noch als brutale Arthouse-Fantasy in spanischem Bürgerkriegssetting beschreiben. Die Atmosphäre ist erdig, dreckig und regnerisch, die Stimmung eigentlich durchweg negativ, und die Ereignisse, die die Handlung antreiben, sind zumeist Schläge in die Magengrube. Ich glaube, dass es außerhalb des Kriegsfilmgenres kaum einen Film gibt, der die Grausamkeit des Krieges so auf den Punkt bringt wie Pans Labyrinth.
Er ist sicherlich nicht jedermanns Sache, die Erfahrung ist er aber allemal wert, denn hat man sich erst darauf eingestellt, ein unkonventionelles Kunstwerk für weniger zartbesaitete vor sich zu haben, entpuppt er sich als ungemütlicher, aber faszinierender Sog, der viel Stoff zum Nachdenken liefert.

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uncut123

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Bewertung7.0Sehenswert

krasser trip...

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DoctorWho

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ich werde mir hiermit jetzt keine Freunde machen, aber ich hoffe es wird mir meine eigene Meinung gestattet.
Dieser Film hat mich einfach nur furchtbar enttäuscht, da ich mir einen schönen und spannenden Fantasyfilm erwartet habe. Zu diesem wird er leider viel zu selten. Stattdessen wird einem die meiste Zeit irgendetwas über eine spanische Revolution gezeigt, dass mich leider überhaupt nicht interessiert hat!

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RoboMaus

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Bewertung5.5Geht so

'Pan's Labyrinth': Ein Fantasy-Film, der nicht so sein sollte wie die üblichen Genre-Vertreter und den fast alle gut finden. Da musste ich mir einen Ruck geben, obwohl ich eigentlich mit Fantasy-Filmen nur wenig anfangen kann. Zum Glück wurde es nicht so schlimm wie 'Der Zauberer von Oz', den ich zuletzt über mich ergehen liess.
Eigentlich hat mir die Story und das Fantasy-Element sogar recht gut gefallen, aber wozu solche Brutalität in der parallel laufenden 'realen' Story? Das passt in dieser Schwere nicht zusammen und ist nur schwer verständlich. Schon klar - dieser Plot lebt vom Kontrast, aber das würde er auch ohne exzessive Brutalität. In Filmen härterer Genres bemüht man sich, Gewalt und Gore einzuschränken, so dass man FSK 12 bekommt (z.B. der neue 'Robocop'), und hier werden Leute gefoltert, oder es wird so lange mit einer Flasche auf ein Gesicht gedonnert bis es eingedrückt wird, dass man um FSK 16 nicht herumkommt. Ich habe Gleichschweres auch erst ab FSK 18 freigegeben gesehen. Und das, obwohl das Genre doch eher Jüngere bzw. Zartbesaitete anspricht. Diese überflüssige Brutalität (nicht jedoch die Bürgerkriegsstory an sich) zerstört einiges von dem, was der Film an Atmosphäre aufbaut und vermiest einem irgendwie das Erlebnis. Schade, sonst hätte ich meine Fantasy-Schallmauer durchbrochen und würde 7 Punkte vergeben.

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BountyHunter2602

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

An diesen Film bin ich mit ganz wenig Erwartungen heran gegangen, da ich dachte ich hätte es mit einem 08-15 Trash-Movie zu tun. Als ich dann auf der Rückseite der DVD gesehen habe, dass der Film 3 Oscars bekommen hat, bin ich dann neugierig gewurden.
Und nun muss ich sagen: "Ich habe schon lange keinen so guten Fantasy Film gesehen!"
Toller Sound, super Schauspieler und eine bedrückte und geheimnisvolle Stimmung machen den Film gleichzeitig noch interessanter. Gerade der Hauptmann Vidal spielt seine Rolle wirklich herausragend gut. Auch an brutalen Szenen sparrt der Film nicht und mich wundert es dass er keine FSK 18 Freigabe bekommen hat.
Es ist wirklich super eine solche Perle aus dem nichts heraus zu finden.

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Grambambuli

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einen ganzen Kübel Asche :'D
Der Film geht verdammt nochmal nahe...


TheAvenger68

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Ok. Mein Ding !
Werde das auf jeden Fall nachholen ;-)


JulzD

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Besonders als Sozialist geht einen bei diesen Film das Herz auf

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Oliver0403

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Film. über den man nach Sichtung noch eine Weile nachdenken kann. Ich war mir beim Pan zwischenzeitlich nicht ganz sicher, ob er gut oder böse war.
Das Monster mit den Handaugen war aber ziemlich fies.
Und über den ganzen Film verteilt sehr gute Effekte und Naturaufnahmen.

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replicant-10

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Bewertung2.5Ärgerlich

Ich kann diesen Film einfach nicht leiden !!!

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T00BI

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Es heißt, dass vor langer, langer Zeit im unterirdischen Reich, da wo es weder Lüge noch Schmerz gibt, eine Prinzessin lebte, die von der Welt der Menschen träumte. Sie träumte vom blauem Himmel, sanften Brisen und strahlendem Sonnenschein. Eines Tages überlistete die Prinzessin ihre Bewacher und floh. In der Außenwelt angelangt, blendete sie das Licht der Sonne und löschte jede Erinnerung an ihre Vergangenheit aus. Die Prinzessin vergaß, wer sie war und woher sie kam. Ihr Körper litt unter Kälte, Krankheit und Schmerz. Nach einigen Jahren starb sie, doch ihr Vater der König wusste, dass die Seele der Prinzessin zurück kehren würde. Vielleicht in einem anderen Körper, einer anderen Zeit und an einem anderen Ort und er würde bis zu seinem letzten Atemzug auf sie warten, bis die Welt aufhört sich zu drehen."

Dieses Mädchen ist die eher stille, zurückhaltende, kleine Ofélia, die zusammen mit ihrer hochschwangeren Mutter zu ihrem Stiefvater in eine ländliche Gegend Nordspaniens im Jahre 1944 zieht. Er hat dort den Auftrag, als oberster Befehlshaber die restlichen republikanischen Rebellen die sich in den Wäldern verstecken zu bekämpfen. Als die kleine Ofélia eines Tages in den Wald die neue Gegend erkundigt, macht sie Bekanntschaft mit einer Fee, die sie auf direktem Wege in ein merkwürdiges Labyrinth führt, welches von einem mythischen Fabelwesen, dem Pan, bewohnt wird, der ihr drei gefährliche Prüfungen stellt, um in ihr Königreich zurück zu kehren.

"Meine Großmutter hat immer gesagt, vor einem Pan muss man sich in Acht nehmen."

Ich weiß nicht wieso, aber obwohl ich nur gutes von "Pans Labyrinth" gehört habe, hab ich mich immer wieder vor dem Film gedrückt. Vielleicht weil ich ein reines Fantasy-Märchen erwartet habe und ich ehrlich gesagt keine Lust auf ein solches hatte. Aber "Pans Labyrinth" ist so viel mehr als das, "Pans Labyrinth" ist düster, brutal und verbreitet eine hoffnungslose Stimmung in einer verlogenen, grausamen nicht kindgerechten Welt, anderseits ist "Pans Labyrinth" aber auch eine Ode an die Kraft der Fantasie, die mit tollen Sequenzen, Einfällen und wunderschönen Settings auf sich aufmerksam macht.

"Ich bin kein schwer Verletzter und auch kein alter Mann du dreckiger Bastard. Lass bloß das Mädchen in Ruhe. Du bist nicht das erste Schwein, das ich abschlachte."

"Pans Labyrinth" ist zum Teil ein spannendes Fantasy-Märchen, gleichzeitig aber auch ein knallharter Antikriegsfilm, der einen in die harte Realität zurückholt. Ein trauriger, unfairer, emotionsgeladener Film, der Ofélia auf ihrer unglaublichen Reise begleitet. Guillermo del Toro ist hier ein wirklich besonderes Werk gelungen, welches auch lange nach der Sichtung noch im Kopf bleibt. Ein Film, der den Zuschauer unter anderem auch wegen dem genialen Soundtrack vor allem gegen Ende emotional mitnimmt und fesselt. Ein Film, den ich definitiv nicht das letzte Mal gesehen habe, richtig klasse!

"Ihr habt die richtige Entscheidung getroffen Hohheit."

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T00BI

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@Zimtmond: Da hast du absolut Recht. "Pans Lanyrinth" werd ich mir definitiv irgendwann nochmal anschauen ;)
@Kahuna: Vielleicht kommt das ja noch, er hat ja immerhin 7 Punkte von dir bekommen ;)


kobbi88

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Hiermit möchte ich Martins Statement 1:1 übernehmen. :)


BenAffenleck

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

PANS LABYRINTH. Dieser Filmtitel fällt immer wieder, wenn man auf das Thema "Besonderer Film" kommt. Jedenfalls in meinem Umfeld. Ich habe ihn mittlerweile zum dritten Mal gesehen, und kann mich einfach nicht entscheiden, ob ich ihn nur gut oder richtig gut finden soll.

Manchmal ist es wirklich eine Krux mit Filmen. Eine Bewertung ist immer sehr stimmungsabhängig. Oder war man doch schon zu müde? Waren die zuvor gestellten Erwartungen einfach falsch?

PANS LABYRINTH fand ich beim ersten Mal ansehen absolut großartig. Beim zweiten Mal dachte ich nur: Was fandest du beim ersten Mal SOOOooo großartig. Und jetzt bei der dritten Sichtung Pegel ich mich auf 7 Punkte ein (weil ich ab heute nur noch volle Punkte gebe, alles andere kostet mich zu viele Nerven. Bastaaa)

Ich mag eigentlich nicht so gerne diese Art von abgefuckter Fantasy oder Märchen. PANS LABYRINTH schafft es trotzdem, mich schnell in seinen Bann zu ziehen. Dieser Mischung aus unfassbarer Brutalität und zerbrechlicher Schönheit kann man sich schwerlich entziehen. Die (für mich) unbekannten Schauspieler machen ihre Sache gut. Was natürlich sofort hängen bleibt ist der fantastische Score, die tolle Kameraarbeit und die schönen Settings. In der zweiten Hälfte gibt es meiner Meinung nach allerdings einige Längen, 10 Minuten weniger hätten dem Film sehr gut getan.
Was PL am Ende wirklich ist, sieht jeder bestimmt etwas anders. Ist es tatsächlich ein "reales" Märchen? Oder ist es nur Ofelias Fantasie, um dem brutalen Irrsinn zu entfliehen?

Nachdem ich den Film jetzt nochmal habe Revue passieren lassen, könnte ich ihn mir schon wieder ansehen. Eventuell ist das doch genau das, was einen Film zu einem "Besonderen Film" macht: Hin und her gerissen sein. Das stimulieren der sich eingewöhnten Sehgewohnheiten und die leichte Verwirrung, ob man das jetzt gut findet oder nicht. Und das daraus letzten Endes resultierende immer-wieder-gucken!!!

7 Punkte sind einfach zu wenig... daher...

8 irre Faceliftings-a-la-Messer für PANS LABYRINTH

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BenAffenleck

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Danke, danke. Den Film sollte man als Film-Fan echt gesehen haben. Aufgrund deines dollen Filmgeschmacks und der teils frechen Kommentare werden wir Freunde werden müssen!


pischti

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Jojo, hab gerne angenommen ^^ Freche Kommentare? Oha, dann muss ich mich wohl zügeln :D


Zimtmond

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Es heißt, dass vor langer, langer Zeit im unterirdischen Reich, da wo es weder Lüge noch Schmerz gibt, eine Prinzessin lebte, die von der Welt der Menschen träumte."

Ich weiß gar nicht mehr, wieso ich mir damals die DVD bestellte. Der Film war mir nicht mal ein Begriff. Vielleicht fand ich das Cover schön? Vielleicht gefiel mir der Titel? Keine Ahnung. Aber ich bin so unglaublich froh, dass ich auf „Bestellen“ geklickt habe. Ich glaube, dass dies mein bester „Blindkauf“ war, den ich bisher tätigte.

Pans Labyrinth ist ein unerwartet düsterer und eigenwilliger Film. Diese Mischung aus Fantasiewelt und realer Welt hab ich so nie wieder gesehen.
Ein kleines Mädchen, dass sich in ihre Welt flüchtet um von dem Ort weg zukommen, der sich nun ihr zu Hause nennt und ganz und gar kein Platz für ein Kind ist.
Ein teuflischer Stiefvater, der machtbesessener, verlogener und grausamer nicht sein könnte.
Die Figur des Pan, die mysteriös, faszinierend, freundlich aber gleichzeitig auch etwas angsteinflößend ist.

"Mein Name ist Ofelia. Und wer bist du?"
"Ich? Ich hatte schon so viele Namen, alte Namen, die nur der Wind und die Bäume aussprechen können. Ich bin der Berg und der Wald und die Erde."

Die drei Aufgaben, die Ofelia lösen muss, sind alle äußerst verstörend. Der Frosch und vor allem der Kinderfresser haben mich in ihrer Darstellung unglaublich beeindruckt.

Die doch recht harte Gewaltdarstellung, die ich so nicht erwartet habe, hat mich total vom Stuhl gerissen. (kleiner Spoiler: Die Szene mit der Flasche. Die Bilder waren schon schlimm aber das Geräusch dazu hat mir dann doch den Rest gegeben). Allerdings war (und ist immer noch) die Realität.

Pans Labyrinth ist eine intensive Erfahrung. Ich habe diesen Film nun schon so häufig gesehen und ich werde jedes Mal wieder in seinen Bann gezogen.
Ich sitze jedesmal einfach da und bin gleichzeitig fasziniert, angewidert, verzaubert, ängstlich und voller Hoffnung für die kleine Ofelia. Obwohl ich ja weiß, wie alles endet.

Nach der letzten Sichtung vor ein paar Tagen bin ich mir nun sicher, dass „Pans Labyrinth“ das Herz bekommt und es so schnell auch nicht wieder verlieren wird.

"Es heißt, dass die Prinzessin in das Reich ihres Vaters hinab stieg und dass sie dort mit Güte und Gerechtigkeit herrschte, viele hundert Jahre lang, dass sie von ihren Untertanen geliebt wurde und dass sie kleine Spuren hinterließ von ihrem kurzen Dasein auf Erden, sichtbar nur für diejenigen, die wissen, wo sie suchen müssen."

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Zimtmond

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@Basti: Wunderschön!
@Fonda: Dankeschön :) (an deinen neuen Namen muss ich mich immer noch gewöhnen :D)


david.kind.161

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besonders am ende hat es mir schlichtweg die sprache verschlagen. ein meisterwerk.


lasse98

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die kleine Ophelia wird in der Realität nicht beachtet, nicht verstanden. Um diese schreckliche Realität zu verarbeiten zieht sie sich in ihre eigene nich minder düstere Gedankenwelt zurück, in der sie jedoch eine Prinzessin ist.
Die charismatischen Darsteller sind allesamt perfekt gewählt und wissen auch schauspielerisch zu überzeugen. Doch auch die, ihrer Fantasie entsprungenen, Figuren sind wunderschön anzusehen. Die schlichten, als Insekten getarnten Feen, der Pan, mit seinen langfingeriegen Händen (Das Merkmal das mich an ihm an meisten begeisterte!), sowie die gigantische Kröte, als auch der Kinderfresser.
Und auch alle Schauplätze von Scheune bis Burg wirken wie aus einem Märchenbuch entsprungen, allerdings einem sehr traurigen.
Der Film hält auf voller Länge gekonnt die Balance zwischen Fantasy und Drama wobei er auf beiden Ebenen zu überzeugen weiß!
Ich kenne kaum einen Film in dem eine ähnlich intensive Atmosphäre herrscht und der zu einem solch herzzerreißenden Ende führt.

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spanien 1944: Die kleine Ofelia (Ivana Baquero) und ihre schwangere Mutter Carmen (Adriana Gil) reisen zu deren neuem Mann, Capitán Vidal (Sergi Lopez). Der erbarmungslose Hauptmann ist in den nordspanischen Bergen, wo er mit seiner Truppe Partisanen jagt. Er besteht darauf, dass sein Sohn in seiner Gegenwart geboren wird. Auf dem Weg zum Lager der faschistischen Truppen begegnet Ofelia ein Wesen, das sich als Fee entpuppt und Ofelia zum Pan (Doug Jones) bringt, dem Wächter eines unterirdischen Königreichs. Der Pan erkennt in ihr die verlorene Prinzessin wieder, erlegt ihr aber drei Prüfungen auf, bevor sie in ihr Königreich heimkehren darf. Während sich das Mädchen an die Erledigung dieser schwierigen Aufgaben macht, in denen sie mit Monstern und ekligen Tieren in Berührung kommt, gibt es Komplikationen in der Schwangerschaft ihrer Mutter. Hausmädchen Mercedes (Maribel Verdú), die den Rebellen in den Bergen heimlich Essen bringt, versucht, sich um das kleine Mädchen zu kümmern. Ofelia ihrerseits setzt alles daran, ihrer Mutter zu helfen und die Prüfungen zu bestehen...

Ein Meisterwerk aus Traum und Realität. Wunderschön.

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Jackieboy

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Fanzinierend auf ganzer Linie. Da wäre das oft genannte Aufeinandertreffen der Parallelen und Referenzen der beiden Welten (Fantasy/Bürgerkrieg). Keine Ahnung, hab ich nichts von gemerkt.
Die Tatsache, die mich am meisten verwundert ist, dass dies der einzige von del Toros Filmen ist, dem ich nicht nur etwas abgewinnen kann, nein, den ich sogar zu den besten überhaupt zählen kann.
Klasse Story, klasse Hauptmann, klasses Feeling, schön Düster und gefahrvoll gehalten. Ig mag es.
Und damit ein Hoch auf das nette speisende Monster aus dem Land hinter den Kreideträumen.

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Sommergirl

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Bewertung7.5Sehenswert

Interessant gemachter Film, einerseits Realität in der Darstellung brutaler Gewalt im Bürgerkrieg, andererseits taucht man in die Fantasiewelt (wenn auch leicht beängstigend) eines kleines Mädchens ein. Schräge und meist auch schaurig-schöne Fantasiegestalten die aber auch eine gruselige Seite haben, toll gemachter Film wenn auch mit einem Ende das frustriert...

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goomoonryong

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Bewertung6.0Ganz gut

Da hat sich guillermo zu sehr über das Wort Fantasie nachgedacht..Ich fand den film nur mittelmäßig, da weder das Drama noch die Fantasy besonders interresant waren. Bei beiden hat etwas gefehlt. Ich glaube zwei unabhängige filme wäre passender gewsen. Einmal wird das kriegsdrama erzählt und das kind macht im hintergrund einfach irgendwelche faxen, und beim zweiten film geht es nur um das kind ohne große erwähnung an das rundherum der menschen.

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goomoonryong

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es wäre natürlich nicht einfach zwei getrennte filme zu machen, welche einzeln irgendwie unabhängig miteinander funktionieren, aber dann zusammenbetrachtet als ein film zu sehen wäre und den effekt auch noch aufzeigen würde, dass das mädchen umso labiler sie wird umso mehr sie in ihre traumwelt flüchtet.. wenn man das alles hinkriegen würde, wäre das sicherlich ein meisterwerk, welches wie bladerunner nach 30jahren noch die leute gucken würden. ich bin der überzeugung das es auch mit zwei filmen möglich ist die verschmelzung der realität und fantasie darszustellen. auch in der art und weiße wie ich sie mir vorstelle. der film soll ja keine 0815 nummer sein..da kann man sich am drehbuch und screenplay auch mal länger als die üblichen 6 monate für ein drehbuch aufwenden.

Zum umgesetzten film selbst: Es ist nicht eindeutig das die fantasie welt nicht existiert. der film wurde so konzepiert, das die fantasiewelt existieren kann, als auch das diese fantasiert wird..schließlich hat sie alle aufgaben bestanden. einschließlich der aufopferung. der tod selbt war dann der eingang zur fantasiewelt selbst.
Mir fällt dazu auch ein anderer film (oder war das eine anime??!) ein wo jemand eine kugel an den kopf bekommt, dieser dann im krankenhaus aufwacht und ganz komische dinge passieren. mit der zeit stellt sich herraus das er duch einen kopfschuss starb und sein gehirn noch eine weile lebt und er alles halluziniert. ich weiß jedoch nicht mehr welcher film das war. vll fällt es mir ja noch ein. dasselbe prinzip kann man auch für den fantasie teil des films machen. damit wäre der tod nach 40 min möglich.
möglich das sie von da an zu ihren eltern in die fantasiewelt zurückkehrt, dort irgendwelche dinge geschehen, was zur ihrer psyche passt. also eine passende story und das ganze als traumabewältigung oder sowas verkauft wird. wobei das wäre doppelt gemoppelt, weil die aufgaben die ihr auferlegt wurden die traumabewältigung darstellen.
am ende des films kann man ja wieder die leiche des kindes in der realität zeigen... wie dem auch sei..der kreativität sind keine grenzen gesetzt. wenn man soetwas machen will kriegt man das auch hin.
zur realität vs fantasie empfehle ich dir
http://www.zelluloid.de/filme/index.php3?id=29952
man braucht nur ein wenig kreativität und schon kann man die krassesten sachen drehen ;).

zumal ich bei diesem film auch die drei aufgaben selbst kritisiere. das wirkt zusehr nach dragon quest.

EDIT: Ich meine diese realitätsflucht thematisiert auch alice im wunderland. es ist leider viel zu lange her das ich den film gesehen habe, aber ich meine da ist es auch so das am ende dargestellt wurde, als ob alice alles erfunden hat, aber alles dennoch echt sein kann.
Gleiches gilt glaub ich auch bei peter pan / captn hook??!


lasse98

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Den Alice im Wunderland Film habe ich leider nicht gesehen. Aber laut Romanvorlagewacht sie, soweit ich mich erinnere, am Ende auf und hat alles nur geträumt.
Wieder zu Pans Labyrinth: So wie du es beschreibst ist die Geschichte mit den 2 Filmen möglich, was sicherlich bahnbrechend wäre. Ich für meinen Teil bleibe allerdings dabei, dass ich die Kombination beider Genres in einem Film bevorzuge:)
Deine Kritik an den drei Aufgaben kann ich allerdings nicht teilen, da der Grundgedanke der Fantasy Story einem Märchen gleicht (Unterirdisches Reich, Prinzessin, Feen usw.) und ist auch visuell wie ein solches umgesetzt. Da passt die drei Aufgaben Geschichte doch sehr gut ins Konzept!


Val Vega

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Lieber Alienator,
Im Sinne der Userwichtelkommentaraktion sei dieser Kommentar dir gewidmet

„Pans Labyrinth“ ist der fantasievollste Nicht-Fantasyfilm, den man sich nur vorstellen kann. Ein Mädchen, das nicht mehr weiß wohin, flüchtet sich in ihr Innerstes selbst. Ihre Mutter will ihr nicht mehr zuhören, denn sie legt ihre Hoffnungen auf ein besseres Leben in die Hände des grausamen Hauptmann Vidals, der von ihr wiederum nur seinen Sohn will und so beordert er sie mit ihrem Kind Ofelia an die Front.

Immer dann, wenn etwas Schlimmes passiert, wenn der Krieg und all seine Grausamkeiten in unmittelbarer Nähe sind, ja dann findet Ofelia ihren Ausweg nur noch in ihrer Fantasie, angekurbelt durch die Märchen und das Labyrinth. Dort ist sie nicht mehr irgendein Mädchen, dass nur geduldet wird, weil ihre Mutter des Hauptmanns Kind gebären soll, nein dort ist sie erwünscht, dort lebt ihr Vater und setzt alle Hebel in Bewegung um sie wieder zurückzubekommen.

Parallel erzählt Guillermo del Toro aber auch eine Geschichte über den Kampf gegen die Unterdrückung. In einer Stelle im Film sagt der Arzt Ferrero: „…aber einen Befehl zu befolgen, nur um blind zu gehorchen - das machen doch nur Leute wie Sie, Herr Hauptmann." Eine der wichtigsten Aussagen im Film. Und genau so ein Gegenstück finden wir auch in der Geschichte von Ofelia – SPOILER: Der Pan fordert sie auf ihm zu gehorchen ohne Fragen zu stellen, doch sie entscheidet sich dagegen und rettet lieber das Leben ihres Bruders, als dem Pan blind zu folgen und wie sich nach ihrem Tod im Himmel herausstellt, war das die richtige Entscheidung. SPOILER ENDE

„Pans Labyrinth“ erzählt eine Lobeshymne an die Fantasie und Unabhängigkeit des Menschen vor dem Hintergrund des spanischen Bürgerkrieges ohne dabei viel zu sehr in den Kitsch abzudriften. Eine Empfehlung für jeden der Filme liebt und jeden der sie nur gerne sieht.

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Andy Dufresne

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Schöner Text!


Val Vega

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Schön wenn's so gut angekommen ist :)
@Fonda: Habe deinen schon gesehen und muss sagen, dass der wirklich ganz toll ist :) Witzig, dass wir den selben Film erwischt haben :)



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