Ulrich Mühe — DVDs bei Amazon kaufen
Beteiligt an 39 Filmen
Ulrich Mühe, geboren am 20.06.1953, ist unter anderem bekannt aus den Filmen Das Leben der Anderen, Schtonk!, Funny Games.
Populäre Filme
von Ulrich Mühe
News
die Ulrich Mühe erwähnen
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1 Kommentare
über Ulrich Mühe
amelieee 2009/05/08 16:07:33
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Welcher Knacki bist du? — Mehr
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Das Leben der Anderen
Schtonk!
Funny Games
Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler
Rennschwein Rudi Rüssel
Ulrich Mühe hat sich seinen Platz in der deutschen Filmgeschichte schon lange gesichert. Durch seine großartige Darstellungen im Film und auf der Bühne zählt er für mich zu den wichtigsten deutschen Schauspielern. Die Auswahl seiner Rollen beim Theater und auf der Leinwand zeugt von großer Wandlungsfähigkeit. Er beherrschte die gesamte Palette, mal tritt er schneidend scharf auf, dann wieder einfühlsamm und sensibel.
Schon während des Studiums sammelte er erste Bühnenerfahrungen als Statits und mit kleinen Rollen in Karl-Marx-Stadt am dortigen Theater. 1979 wurde er nach seinem Studienabschluß fest engagiert und debütiert als Lyngstrand in dem Bühnenstück "Die Frau vom Meer" von Hendrik Ibsen. Seit 1983 war der junge Schauspieler am Deutschen Theater zu sehen und stieg durch seine Vielseitigkeit bald zum Star des Ensembles auf.
Neben seiner Theaterkarriere war Ulrich Mühe auch in DDR-Spielfilmen zu sehen. Zu Beginn seiner Filmkarriere agiert er nur in kleineren Nebenrollen. Große Beachtung fand er mit der Darstellung des Dichters Hölderlin in "HÄLFTE DES LEBENS". Ullrich Mühe machte überzeugend die Ambivalenz des Dichters deutlich, wurde ob seiner präzisen Darstellung gelobt. Der Erfolg öffnete dem Schauspieler auch internationale Türen.
Bernhard Wicki besetzte ihn in "DAS SPINNENNETZ" nach dem Roman von Joseph Roth. Er spielt den skrupellosen Theodor Lohse, einen jungen Leutnant, der für seine Karriere im NS-Reich über Leichen geht.
Mühe heiratete in erster Ehe die Dramaturgin Annegret Hahn, mit der er zwei Kinder hatte. Sein ältester Sohn ist Fotograf, sein zweiter ist Maler. In zweiter Ehe war Mühe von 1984 bis 1990 mit der Schauspielerin Jenny Gröllmann verheiratet, die er bei den Dreharbeiten zu „Die Poggenpuhls“ kennengelernt hatte. Aus dieser Ehe ging eine Tochter, die Schauspielerin Anna Maria Mühe, hervor. Bei einem Engagement 1990 am Theater in Zürich verliebte er sich in die Schauspielerin Susanne Lothar, die er bald darauf heiratete und mit der er bis zu seinem Tod zusammen war. Er lebte mit ihr und den beiden gemeinsamen Kindern zunächst in Hamburg und ab 1999 in Berlin.
Im Herbst 1989 gehörte Ulrich Mühe zu den ostdeutschen Künstlern, die im November an den Großdemonstrationen in Berlin teilnehmen und sich für eine Demokratisierung des Landes einsetzen. Im wiedervereinten Deutschland hatte der Schauspieler keine Schwierigkeiten, sich einzufinden. 1990 spielte er König Alphons in Franz Grillparzers "Die Jüdin von Toledo" bei den Salzburger Festspielen. Er gastierte am Burgtheater und den Hamburger Kammerspielen, war bei den Wiener Festwochen zu sehen. 2004 führte er Regie bei dem Heiner Müller-Stück "Der Auftrag" im Haus der Berliner Festspiele. Auch im Unterhaltungstheater, den Boulevardbühnen ist er zu sehen. Er spielte Oscar Wildes "Bunbury" und in Sternheims "Die Hose".
Nach dem Zusammenbruch der DDR suchte er sich seine Rollen sehr bewußt aus. Er arbeitete bekannten Regisseuren wie Constantin Costa-Gavras, Helmut Dietl und dem umstrittenen Michael Haneke, mit dem ihn eine enge Arbeitsbeziehung verband. In "BENNYs VIDEO" spielte er den Vater des etwa zwölfjährigen Benny, der aus Vernachlässigung in eine gewalttätige Video-Welt flüchtet und ein Mädchen mit einem Bolzenschießer tötet. Im kontroversehen "FUNNY GAMES" ist Mühe als Familienoberhaupt zu sehen, der seine Familie während vor zwei Verbrechern schützen muß und daran scheitert.
In "SCHTONK" Helmut Dietls bissiger Satire auf den Skandal um die Hitler-tagebücher, ist Ulrich Mühe als Verlagsleiter Dr. Wieland zusehen, der die gefälschten Tagebücher unbesehen kauft.
Auch im wiedervereinigten Fernsehen macht sich der Darsteller schnell einem gesamtdeutschen Publikum bekannt. Besonders populär und erfolgreich ist der Schauspieler in der Rolle des Gerichtspathologen Dr. Robert Kolmaar in der ausgezeichneten ZDF-Serie "Der letzte Zeuge", in der er ab 1997 zu sehen war.
2000 spielte er in der TV-Verwechslungskomödie Goebbels und Geduldig in einer Doppelrolle die wohl anatomisch authentischste Verkörperung des Propagandaministers in der Filmgeschichte. 2002 verkörperte er in dem mehrfach ausgezeichneten Drama Der Stellvertreter nach dem gleichnamigen Theaterstück von Rolf Hochhuth einen hochrangigen SS-Mann, der mit Begeisterung seine Aufgabe bei der Judenvernichtung erfüllt.
Seinen größten internationalen Erfolg feierte der Schauspieler mit der Rolle des Stasi-Offizier Wiesler in "DAS LEBEN DER ANDEREN". Er spielt dort einen Funktionär, der sein Opfer vor dem System schützt. Der Film wurde ein Riesenerfolg, erhielt neben vielen nationalen Auszeichnungen auch den Oscar als Bester fremdsprachiger Film.
Mühes letzter Film ist die Satire "MEIN FÜHRER" vom Schweizer Regisseurs Dani Levy. Darin spielte er den im KZ gefangenen, jüdischen Schauspieler Grünbaum. Dieser soll den verwirrten Adolf Hitler für eine wichtige Rede wieder in Form bringen. Trotz seiner hochkarätigen und durchaus skurrilen Besetzung - Helge Schneider als Adolf Hitler - wird der Film kein Erfolg und fällt bei Kritik und Publikum durch
Ulrich Mühe starb am 22. Juli 2007 in Walbeck an Krebs.
Ulrich Mühe war Mitglied der Abteilung Darstellende Kunst der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
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