Der Untergang

Der Untergang (2004), DE
Laufzeit 155 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 16.09.2004

5.4 Kritiker
84 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.6 Community
24506 Bewertungen
78 Kommentare
Der Untergang
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Oliver Hirschbiegel, mit Bruno Ganz und Alexandra Maria Lara

Berlin, April 1945. Ein Volk wartet auf seinen Untergang. In den Straßen der Hauptstadt tobt der Häuserkampf. Hitler (Bruno Ganz) hat sich mit einigen Generälen und engsten Vertrauten im Führerbunker der Reichskanzlei verschanzt. Zu ihnen gehören auch Traudl Junge (Alexandra Maria Lara), seine Privatsekretärin, die ihn nicht im Stich lassen will. Während draußen die Lage immer mehr eskaliert, die Rote Armee weiter vorrückt und sich in den von Explosionen erschütterten Vierteln verzweifelte Szenen abspielen, erlebt Hitler den Untergang des Dritten Reiches hinter Bunkermauern. Obwohl Berlin nicht mehr zu halten ist, weigert sich der Führer, die Stadt zu verlassen. Er will, wie Architekt Speer (Heino Ferch) es ausdrückt, “auf der Bühne stehen, wenn der Vorhang fällt”. Doch Hitler steht nicht auf der Bühne. Während sich die Wucht des verloren gegangenen Krieges mit aller Härte über seinem Volk entlädt, inszeniert der Führer im Bunker seinen Abgang. Noch Stunden vor dem gemeinsamen Selbstmord heiratet er Eva Braun (Juliane Köhler). Statt des Endsiegs kommt das Ende, aber auch das ist vorbereitet bis ins letzte Detail. Nachdem er und Eva Braun sich das Leben genommen haben, werden ihre Leichen im Hof der Reichskanzlei verbrannt, damit sie nicht dem Feind in die Hände fallen. Viele seiner Getreuen wählen ebenfalls den Freitod. Goebbels und die verbleibenden Generäle weigern sich auch weiterhin, die von den Russen geforderte bedingungslose Kapitulation anzunehmen. Als die Lage immer aussichtsloser wird, tötet Magda Goebbels ihre sechs Kinder im Bunker mit Gift, bevor auch das Ehepaar Goebbels Selbstmord begeht. Kurz darauf gelingt Traudl Junge und einigen anderen in allerletzter Sekunde die Flucht durch den russischen Besatzungsring…

Berlin, April 1945: Die rote Armee dringt in die Vororte der Reichshauptstadt ein und rückt unaufhaltsam auf das Regierungsviertel vor. Das letzte Aufgebot von SS- HJ- und Wehrmachtsangehörigen versucht vergebens das Vordringen des Feindes zu stoppen. Berlin ist nicht mehr zu halten, dass hat nun auch der letzte General im Führerbunker erkannt, der Krieg ist verloren.

Mit aller Härte entlädt sich nun der Zorn des Feindes über dem deutschen Volk. In den Straßen von Berlin eskaliert der Häuserkampf, spielen sich entsetzliche Szenen unter der Zivilbevölkerung ab. Zwischen Soldaten und Bewohnern Berlins wird kein Unterschied mehr gemacht. Oder wie Adolf Hitler es sagt: “In diesem Krieg gibt es keine Zivilisten”. Tausende sterben für die sinnlose Verteidigung der Reichshauptstadt.

Doch all das interessiert den Führer und Reichskanzler des deutschen Volkes nicht mehr. Sein Abgang ist perfekt bis ins letzte Detail geplant. Er heiratet Eva Braun und wird sich kurz darauf das Leben nehmen. Selbst als die Leichen von Adolf Hitler und Eva Braun im Garten der Reichskanzlei verbrannt werden, weigern sich Goebbels und die verbleibenden Generäle die von den Russen geforderte bedingungslose Kapitulation anzunehmen.

Als die Lage immer aussichtsloser wird, tötet Magda Goebbels ihre sechs Kinder im Bunker mit Gift, bevor auch sie und ihr Mann Selbstmord begehen. Erst jetzt wagen die letzten verbliebenen Bunkerinsassen die Flucht durch den russischen Besatzungsring…

  • DVD
Erscheinungstag: 17.09.09
  • Der Untergang - Bild 30770
  • Der Untergang - Bild 30771

Mehr Bilder und Videos zu Der Untergang

Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Der Untergang

sushi25: movie-fan.de

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Ein beeindruckender, beklemmender Film. Schön, dass wir mittlerweile in der Lage sind, auch derartige Filme über das 3. Reich zu machen.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

NamiKyoto

Antwort löschen

@ butch25: Man wird sich solche Filme ja wohl noch ansehen dürfen! Schließlich kann man sich ein gutes Bild davon machen, wie es damals gewesen sein muss. Außerdem sehr interessant inszeniert und hervorragend gespielt. Ich wüsste nicht, was es daran auszusetzen gibt.


A.E

Antwort löschen

Muss man denn Filme gerne gucken, um sie dennoch gut zu finden?
Guckt man sich denn gute Antikriegsfilme an, weil man gerne zuguckt, wie da Leute abgemetzelt werden? Guckt man sich diesen Film an, weils eine Hommage an die Verantwortlichen des Nationalsozialismus sein soll oder weil man kritisch mit diesem Thema umgehen will und als Grundlade für etwaige Diskussionen den Film mit 9,5 herausragend findet?
Denk mal drüber nach, butch


HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Der Film ist weder glorifizierend, noch apologetisch, und er zeichnet Hitler auch nicht harmlos-menschelnd. Der großartige Bruno Ganz ist ein kompletter Hitler, der Generäle anschreit, seine Befriedigung über den Judenmord ausdrückt, dem eigenen Volk die Existenzberechtigung abspricht - und auch die Köchin für die Spaghetti lobt. [...] Dieser "Untergang" traut sich einiges, aber er riskiert nicht wirklich etwas, vor allem keine Fiktionalisierung des Monsters.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (76) — Film: Der Untergang

Kommentar schreiben
Sortierung

KlapTrap

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Da ist was dran :
"Hitler-Vergleiche sind nur so beliebt, weil Goebbels-Vergleiche meistens hinken !".

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

L-viz

Antwort löschen

Oder der hier:
Ein echter Arier ist blond wie Hitler, groß wie Goebbels und athletisch wie Göring.


KlapTrap

Antwort löschen

Nö@Kubrick...das müsste entweder SALO oder MARTYRS sein !


Buffalo_Bill

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Dieser Film gehört mit Sicherheit zu den besten seiner Thematik.
Der brilliante Bruno Ganz bringt die Person Hitler so nahe wie es kaum einer geschafft hat. Die immer wiederkehrenden Szenenwechsel zwischen Hitler, dem kleinen Peter und den Generälen, welche an der Front kämpfen, machen es möglich den Sinn für die Realität durch den privaten Hitler-Charmeur nicht zu verlieren.
Nein, dieser Film ist keines Falls NS-Propaganda. Es ist ein wahres Meisterwerk, das definitiv beweist, dass auch deutsche Filme herausragende Gestallt annehmen können.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

La Bardot

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Diese Thematik dann doch lieber in Form von Dokumentationen. Konnte diesem Film nie etwas abgewinnen.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Schloøpselcki

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Sehr gute schauspielerische Leistungen, vor allem von Bruno Ganz, der mich jetzt leider immer, sobald ich ihn sehe, an Hitler erinnert. Schade für ihn. Ich hatte zunächst Skrupel mir "Der Untergang" anzusehen, weil solche Filme leicht ins Erklären und Entschuldigen abdriften oder gar versuchen einen Schuldigen zu suchen. Ich finde dieser Film versucht dokumentarisch zu bleiben.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

statist

Kommentar löschen
Bewertung1.5Ärgerlich

Ich musste abschalten nach der Hälfte. Diese Großkotzproduktion kommt wirklich so daher, wie ich befürchtet hatte: Fast jeder der oberen deutschen Schauspieler bekommt sein Röllchen - "man ist dabei gewesen" - und es ist schon seeehr interessant, wie's bei Hitlers und Goebbels privat zuging, alles klar!! Sinnerkenntnis: gleich null. Bruno Ganz versteigt sich in seinen Hitler-Wutanfällen zu enttäuschendem Geschnaube. Schade, dass ein so großer Schauspieler eine billige Kopie der Dritte-Reich-Ikone abgibt, statt ihn ganz anders zu spielen, da doch reine Imitation das Gift des Schauspielers ist - versteh ich nicht. Aber lag sicher auch am Produzenten (ich weiss, Tote soll man ruhen lassen). Insgesamt: Eine Selbstbespiegelung des deutschen Films ausgerechnet bei diesem Thema - pfui!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

statist

Antwort löschen

Natürlich gibt es für keine Rolle dieser Welt exakte Vorgaben, wie man sie zu spielen hat - das wäre das Ende der Kunst - aber leider hat in "Der Untergang" die Eitelkeit Bruno Ganz ereilt. Sehr untypisch für ihn. Schauen wir uns - ganz ernst gemeint - Helge Schneider an in Dani Levys "Mein Führer". Das trifft schon eher meinen Geschmack. Helge gefällt sich nicht ihm Kopieren von Äusserlichkeiten, sondern er ist Helge und dennoch in kleinen Einzelheiten Hitler. Und wenn man sich die großen Schauspieler anschaut - dann macht das genau ihre Größe aus. Ich bin selber Schauspieler und weiß das aus eigener Erfahrung. Egal, welche Figur man spielt, die entscheidende Frage ist immer: Wie fühle ich in mir die Situation? Wie würde ich reagieren? Danach kommt die Reaktion der Figur darauf. Ausgangspunkt ist ersteinmal die Situation, in der die Figur steckt. Und gerade bei solchen Figuren wie Hitler ist äusserte Vorsicht angebracht, weil ein Großteil des Publikums sich erfreut an Vergleichen zwischen "Original" und "Schauspielleistung" - ein etwas armseliger Ausgangspunkt, wie ich finde.


Dr. Lecter

Antwort löschen

Achso, jetz versteh ich wie du das meinst. Na ich denk mal das sieht jeder anders. Ich hab jetzt "Mein Führer" noch nicht gesehen, weiß aber das es sich um eine Komödie handelt. Und denk ich mir da ist es ja auch logisch das Helge halt mehr den Helge als den Hitler raushängen lassen muss, um zu amüsieren. Aber "Der Untergang" basiert ja auf wahren Begebenheiten und da sollten die Darsteller meiner Meinung nach die Figuren doch so gut wie möglich kopieren. So würd ich das jetz sehen, aber vielleicht sieht man das ja wenn man selbst das Handwerk des Schauspiels ausübt etwas anders ; )


guggenheim

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Bruno Ganz spielt alle an die Wand, seine Hitler-Interpretation ist beeindruckend. Nur rettet die nicht den kompletten Film, denn der hängt immer wieder durch und kann einen emotional leider nicht wirklich greifen. "Der Untergang" behandelt das Thema ordentlich und nimmt es keinesfalls zu locker, schafft es aber dennoch nicht in besonderem Maße, sich im Kopf festzusetzen.

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

guggenheim

Antwort löschen

Nein, ein dermaßener Fortschritt ist er sicher nicht. Klischee? Jup, reichlich sogar. Aber, das halte ich dem Film zugute, Hitler wird weit mehr Profil gegeben, als es die meisten Produktionen schaffen. Und das aus Deutschland, das hat durchaus eine gewisse Qualität. Nur: das hätte man insgesamt noch besser machen können, keine Frage.


BlueSquirrel

Antwort löschen

@Manski: Ich fühle mit dir.


King Conan

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die letzten Tage und Stunden von Hitler werden hier detailgenau wiedergegeben.
Bernd Eichinger wusste eben wie man Filme macht.
Bruno Ganz spielt seine Rolle sehr gut, er ist praktisch Hitlers spiegelbild.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Brokoli1

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wirklich guter deutscher Film, der die leztzen Tage Adolf Hitler zeigt. Perfekt gespielt von Bruno Ganz. Auf jeden Fall sehenswert!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Tyler Durden 22

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ein wirklich gelungenes Zeitzeugnis über die letzten Tage des Führers und des 3. Reiches. Der Film zeigt den absoluten Wahnsinn Hitlers und die Hilflosigkeit der Menschen. Die auf den Russen und somit auf das Ende warten!!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

RLX-Devlin

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Der Film an sich, die Kulisse, die Dialoge und vor allem die zu Statisten verkommenden Charaktäre werden der beispiellosen Leistung Bruno Ganz' nie im geringsten gerecht.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Guardian23

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ich war positiv überrascht.
Bruno Ganz verkörpert Hitler wirklich beängstigend realistisch und glaubwürdig. Nicht umsonst soll er nach den Dreharbeiten zu diesem Film fix und fertig gewesen sein. Allein sein Auftritt macht den Film sehenswert.

Mit im Darstellergepäck ist die ganze gängige Schaupielerelite aus Deutschland, eben die, die man mehr oder weniger in allen größeren deutschen Produktionen sieht (nicht abwertend gemeint)

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Tyler.Fincher

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Ohne erhobenen Zeigefinger wird hier sehr realistisch und fast dokumentarisch die letzten Tage im Führerbunker gezeigt. Von allen Akteuren klasse gespielt; allen voran natürlich Bruno Ganz der hier wirklich eine Glanzleistung abgibt. Des weitern betreibt der Film nicht die übliche Schwarz-Weiß Malerei sondern zeigt nachvollziehbare Charaktere; Menschen eben - so schlecht manche auch sind.

Genauso gut sind aber auch die Kriegsszenen in den Berliner Trümmern. Da brauch sich "Der Untergang" nicht vor anderen Hollywoodproduktionen zu verstecken. Hier geht’s es außerdem nicht weniger intensiv zu als im Bunker. So genannte 'Deserteure' werden hingerichtet, Kinder sollen kämpfen und schon längst verlorene Posten halten und die Artillerie hagelt alle paar Minuten auf die Zivilbevölkerung und die Soldaten ein. Der wahre Horror.

Hirschbiegel hat hier wirklich ein grandioses Stück deutscher Kinogeschichte geschrieben. Sein "Das Experiment" war ebenfalls ganz klasse. Sehr schade, dass ihm das Studio bei seiner ersten US-Produktion "Invasion" so dazwischen gefuscht hat. Trotz seiner Überlänge wird der Film aber nie langweilig und überzeugt von vorne bis hinten. Auch kontroverse Themen werden hier angesprochen und intelligent verarbeitet.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Killgirl

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Es ist ein wirklich guter Film. Hilter wird hier nicht nur als Massenmörder gezeigt, sonder man sieht auch einmal ein ganz Menschliche Seite an ihm.
Der Film ist gut geeignet um mal erste Einblick in den 2. Weltkrieg zu bekommen, besonders wenn man das Thema in der Schule hat.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

golden-cocos

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Guter Film, den ich vor einiger Zeit in der Schule gesehen habe. Werde ihn mir aber demnächst nochmals zu Gemüte führen

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Enrico_Palazzo

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

hier ein paar gedanken des (zugegebenermaßen sehr linken und zu recht umstrittenen historikers) hannes heer zu der untergang:

"Eichingers „Untergang“ ist eine ganz aktuelle Erscheinung; er benutzt die Geschichte der Nazizeit, um ein Melodram zu erzählen. Der Untergang ist eine Bunkergeschichte, ein Katastrophenfilm. Es gibt einen durchgeknallten, bösen Führer der sagt, wir bleiben im Bunker, dagegen gibt es die Versuche der Vernünftigen und Guten, dem sicheren Untergang zu entgehen. Die Frage des Publikums ist: Wer schafft es, da ´rauszukommen, und wer bleibt loyal zum Führer?

Die Biographien der Handelnden werden dabei ausgelöscht, sie werden zu Personen ohne Tätergeschichte. Dabei waren alle im Bunker entweder wie Speer, Goebbels, und Bormann Spitzennazis oder wie die Adjutanten, Funker und Chauffeure mindestens Waffen-SS-Mitglieder. Man macht sie zu Tatenlosen, es wird der Eindruck erweckt, als sei Goebbels nur mit dem Töten seiner Kinder und dem Trauern um Hitler beschäftigt gewesen. Goebbels war nach wie vor der Propagandaminister. Er kontrollierte den Rundfunk, gründete eine Zeitung in Berlin, die zur Liquidation der Verräter aufruft und er hat mit dem Werwolf eine Partisanenorganisation gegründet. Speer, der als Rüstungsminister die Kriegsmaschine auch in den letzten Tagen noch am Laufen hielt, taucht im Film auf, als ob er nur Abschied von Hitler nehmen wolle, so als ob er schon arbeitslos oder aus dem Dritten Reich ausgestiegen sei. Der Dämon ist Hitler, mit dem man gleichzeitig aber auch Mitleid hat – weil er ein Gescheiterter ist.

Ein Melodram mit Guten und Bösen, mit Menschen wie du und ich. Aus dem Untergang rettet sich natürlich ein Mensch mit reinem Herzen, die Sekretärin Traudel Junge. Sie und der Hitlerjunge, den sie mitnimmt, sind das Gründungspaar der Bundesrepublik. Traudel Junge ist die Jeanne d’Arc in dieser Apokalypse, wegen ihrer Aura der Untastbarkeit schafft sie es, den hunnischen Horden der betrunkenen und jederzeit zur Vergewaltigung bereiten Rotarmisten zu entkommen. Das ist der Gründungsmythos der Bundesrepublik, der sich auch in „Das Wunder von Bern“ findet: Man muss gar nichts von Hitler, von dem Bösen gewusst haben, man kann selbst in seiner engsten Umgebung rein geblieben sein."

http://www.asta-uni-mainz.de/index.php?option=com_content&view=article&id=547%3Ahitler-waras-hannes-heer-im-gespr--das-bild-des-nationalsozialismus-in-den-medien&catid=216%3Aunipress-345&Itemid=145&lang=de

ich muss heer teilweise recht geben, allerdings ist es notwendig hinzuzufügen, dass der film ja bewusst nicht die shoah (bzw. die anderen verbrechen des nationalsozialismus) und die persönliche schuld der protagonisten, sondern eben die vorgänge im führerbunker während der letzten tage des "dritten reiches" zum thema hat.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

nick-pulina

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wirklich ergreifender Film über das Ende des 2. Weltkrieges. Adolf Hitler wurde sehr authentisch von Bruno Ganz gespielt. Auch Corinna Harfourch hat ihre Sache sehr gut gemacht. Sie gehört zu einer meiner Lieblingsschauspilerinnen aus Deutschland. Soweit ich das interpretieren kann, ist der Film sehr realitätsnah. Ein sehr guter Fil mit ergreifendem Inhalt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fialar

Kommentar löschen
Bewertung0.5Schmerzhaft

Hier wird selbst Hitlers Privatsekretärin noch zur unschuldigen Mitläuferin und Nazi Offiziere zu hilflosen Opfern eines wahnsinnigen Diktaotrs - Yeah, wie so oft im deutschen Kino: Geht's nach den Deutschen so waren die Schuldigen im Dritten Reich etwa fünf bis sechs Personen und der Rest wrde gezwungen, manipuliert oder an Marionettenfäden gezogen und konnte eigentlich gar nichts dafür ...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Filmkenner77

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Gute Darstellerleistungen in einer manchmal eintönigen Inszenierung.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

butch25

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Ich gebe ja nur sehr ungern schlechte Kommentare,weil jeder Film auf seine Art etwas Tolles an sich hat,hier tuts mir aber leid,der Film war absolut schlecht und ich habe ihn zum Glück schon aus meinem Gedächtnis verdrängt!
Trotzdem gibt es immerhin 3 Punkte von mir!
Filme über den 2.Weltkrieg?-gerne,aber nicht sowas-Sorry!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Doomsday

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Kann mich meinem unmittelbaren Vorkommentator nur anschließen!
Widerliche Ausschlachtung der NS-Thematik zur Profilierung von Machern und Schauspielern, wie eine Guido Knopp Schundreportage auf Filmformat. Der Untergang des guten Geschmacks. Filmisch und schauspierisch sicherlich nicht abgründig, der unreflektierte Umgang mit dem Inhalt macht den Film jedoch bedenklich. Diese ewige Zentrierung der NS-Zeit auf Hitler und seine engsten Schergen als Inbegriff des Bösen ist einfach dümmlich. In wie fern Filme dieser Machart irgendeinen Nutzen zum Umgang mit der Thematik haben sollen, oder sogar einen pädagogischen Wert (immerhin habe ich diesen Film nicht als einziger damals in der Schule besuchen müssen), ist mir ein Rätsel und wird mir auch immer eins bleiben! Ein Film den einfach jeder Gutmensch da draußen aus gutem Gewissen als wichtig oder bedeutend titulieren muss. Man sollte aber mal darüber nachdenken, ob man sowas vielleicht aus Respekt vor den Opfern des NS-Regimes und des Krieges einfach mal lassen sollte.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Doom4408

Antwort löschen

In einem Punkt muss ich dir Recht geben und zwar in der Tatsache, dass der pädagogische Wert dieses Films zweifelhaft ist, denn eigentlich kann man ihn sich nur ansehen, wenn man ausreichend Hintergrundwissen hat, um die Thematik aus diesem Standpunkt zu verstehen. Und das trifft mit Sicherheit auf keinen 5. oder 6.- Klässler der Welt zu.
Allerdings finde ich, dass die Thematik durchaus eine nicht unwichtige Darstellung von Hitler wiederspiegelt, nämlich dass auch er nur ein Mensch war.
Um nicht falsch verstanden zu werden, diese Tatsache soll seine Taten in keinster Weise rechtfertigen, denn sie waren ohne Frage unvorstellbar grausam, aber man erkennt zunehmned, dass sie nur das Resultat einer größenwahnsinnigen Illusion waren, die mit zunehmendem Verlust des Krieges immer mehr zusammenbrach und letzendlich auch bei Hitler, der sich seinen Gefolgsleuten immer als unfehlbarer göttlicher Führer präsentierte, zum emotionalen Kollaps führte.
Und gerade diesen Zusammenbruch stellt Bruno Ganz meiner Meinung nach wirklich brillant dar.


Chev Chelios

Antwort löschen

Find ich gut!!!


Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch