Dirty Harry

Dirty Harry (1971), US
Laufzeit 102 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 10.03.1971

7.4 Kritiker
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7.5 Community
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61 Kommentare
Dirty Harry
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von Don Siegel, mit Clint Eastwood und Reni Santoni

Mit einem gezielten Schuß tötet ein unbekannter Killer vom Dach eines Wolkenkratzers aus ein Mädchen. Der Täter droht mit weiteren Morden und fordert Lösegeld. Schließlich entführt er ein 14-jähriges Mädchen und begräbt es lebendig: 200.000 Dollar, oder das Mädchen wird ersticken. Harry erhält den Auftrag, das Lösegeld zu übergeben. Ein verzweifelter Kampf gegen die Zeit und gegen einen bestialischen Killer beginnt.

HandlungEin unbekannter Killer tötet vom Dach eines Wolkenkratzers aus ein ahnungsloses Mädchen. Der Täter, der sich selbst „Scorpio“ nennt, droht mit weiteren Morden und fordert Lösegeld. Der Bürgermeister beauftragt Inspektor Harry Callahan damit, den Killer schnellstens zu fassen. Callahan, ein zynischer Einzelgänger, ist für seine harten, wenn auch effektiven Ermittlungsmethoden bekannt und hat regelmäßig Ärger mit seinen Vorgesetzten.

Mit seinem jungen Partner Gonzales, der dem widerwilligen Inspektor zwangsweise zugeteilt wird, nimmt Callahan die Ermittlungen auf. Bei einer aufwendigen Lösegeldübergabe wird der Inspektor von Scorpio, einem jungen Psychopathen im Hippie-Look, brutal misshandelt. Callahan spürt den Killer in seinem Versteck auf und presst mit Foltermethoden den Aufenthaltsort seines letzten Opfers, eines 14-jährigen Mädchens, aus ihm heraus. Es ist vergebens: Das Mädchen, von Scorpio lebendig begraben, ist bereits erstickt. Scorpio startet eine öffentliche Kampagne gegen Inspektor Callahan, dem Willkür und Brutalität vorgeworfen wird. Als der Killer einen Schulbus voller Kinder in seine Gewalt bringt, wird er von Callahan gestellt, jedoch kann Scorpio sich zu Fuß in einen alten Steinbruch retten, vor welchem er einen kleinen Jungen, der gerade beim Angeln ist, als Geisel nimmt, um somit Callahan zum Aufgeben zu zwingen. Callahan jedoch erhebt schnell seine Revolver und schießt dem Killer in die Schulter. Als der Mörder nochmals zu seiner Waffe greift, wird er von Callahan erschossen und fällt ins Wasser. Angewidert wirft der Inspektor seine Polizeimarke in den anliegenden See.

Weiterführende InformationenDie Handlung des Films basiert auf den Ereignissen um den „Zodiac-Killer“, der in den späten 1960er Jahren in San Francisco wahllos Menschen erschoss. Der „Zodiac Killer“ wurde nie gefasst.

Die Filmfigur des Callahan geht auf den echten Zodiac-Ermittler Dave Toschi zurück, der Detective beim SFPD war.

Zunächst sollte Frank Sinatra die Rolle des Harry Callahan spielen. Als Sinatra wegen einer Handverletzung ausschied, waren Steve McQueen, Paul Newman und John Wayne für die Rolle im Gespräch. Schließlich wurde sie von Clint Eastwood übernommen. Die Rolle des Scorpio sollte zunächst von Audie Murphy gespielt werden, der dann aber bei einem Flugzeugabsturz verstarb. Bevor Don Siegel die Regie übernahm, waren auch Irvin Kershner und Sydney Pollack in der engeren Wahl.

Der Film sollte zunächst in Seattle gedreht werden, doch Siegel und Eastwood entschieden sich dafür, als Schauplatz San Francisco auszuwählen. Clint Eastwood führte alle Stunts in dem Film selbst aus, darunter auch den riskanten Sprung von der Brücke auf das Dach des fahrenden Busses.

Weitere Informationen im Internet

Quellen
Wikipedia Artikel über den Film

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Kritiken (2) — Film: Dirty Harry

Julio Sacchi: Das Manifest

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9.0Herausragend

Meilenstein des Polizeifilms, von Don Siegel brillant inszeniert und auf maximalen Effekt geschnitten. Von damaligen wie heutigen Schlaubergern als reaktionäre Männerphantasie mißverstanden, tatsächlich aber eine zeitaktuelle Bestandsaufnahme eines Landes zwischen überholten Law and Order-Prinzipien und den verratenen Idealen der 68er. Wie die meisten wirklich großen Filme ist DIRTY HARRY eine Aneinanderreihung memorabler Momente, aus denen besonders die Stadionszene und die Bergung des Mädchens herausstechen. Weitere Asse im Ärmel sind natürlich Eastwoods ikonoklastische Darstellung, Robinsons irrsinniger Killer Scorpio und nicht zuletzt Lalo Schifrins fantastische, supercoole Musik.

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

pufaxx

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Die Musik ist echt cool-sphärisch-böse-schräg. Und auch noch groovy.


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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8.0Ausgezeichnet

Vor kurzem von mir das erste Mal gesichtet, wusste dieser Klassiker mit Clint Eastwood durchaus zu gefallen. Ein sehr geradliniger, konzentrierter und harter Action-Thriller, der seinerzeit von den Ereignissen des sogenannten „Zodiac-Killers“ inspiriert worden ist. Der Film funktioniert vor allem zum Einen durch seine Spannung, die er aus der Hatz zwischen Dirty Harry und seinem Opponenten zieht, aber zum Anderen durch den unkonventionellen Charakter seines Helden, der sich nicht an Regeln und das Gesetz hält, sondern sich durch seine moralischen und ethischen Grundsätze leiten lässt. Dies bedeutet dann eben auch, dass ein Geständnis ruhig auch unter Folter heraus gepresst werden kann. Das dieses Thema natürlich höchst sensibel ist, versteht von selbst, erklärt aber vielleicht auch ein wenig den Erfolg dieses Streifens, der dann in der Folge mehr als nur einen Nachfolger nach sich zog. Gerade bezüglich des Aspekts der Reichweite der anwendbaren Mittel wäre es wohl nötig die spezifische gesellschaftliche Situation in den USA in den sechziger und siebziger Jahren in die Argumentation mit einbeziehen. Verkürzt lässt sich wohl sagen, dass dieser erste „Dirty Harry“ in seiner Konzeption in seinen Werten sehr konservativ geprägt ist. Aber lassen wir das an dieser Stelle alles mal beiseite, denn dann bleibt am Ende eben auch ein sehr spannender Cop-Thriller, der ohne Zweifel, wie ich nun bestätigen kann, in seinem Genre Maßstäbe gesetzt hat, aber vor allem auch in dem Gut was ist, was ein Film auch immer vordergründig sein soll: Er unterhält.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (59) — Film: Dirty Harry

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ElMagico

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Bewertung6.5Ganz gut

Denkwürdiger Cop-Thriller bei dem sich Licht und Schatten die Klinke in die Hand geben und der nüchtern betrachtet inhaltlich nie seiner optischen Präsenz das Wasser reichen kann.
Der Einstieg in "Dirty Harry" ist ein famoser, ein kommentarloser Mord, Cut, die coole Sau Eastwood & tolle Bilder & super Soundtrack von Lalo Schifrin = Grandios! Und über weite Teile bleibt der Film optisch ein Genuss. Total interessante Einstellungen, die für solche einen Film ungewohnt ästhetisch und schön wirken. Aber nicht nur die Bilder beeindrucken, handwerklich passt hier alles: sehr schönes Tempo, stringent erzählt und die Schnitte verleihen ihm sogar ein recht modernes Feeling. Natürlich bleibt auch Eastwood bis zum Ende des Films der grantige, supercoole, aber manchmal doch menschelnde Held...genauso wie Lalo Schifrins Soundtrack bis zum Ende rockt.
Eigentlich wäre alles gut, würde "Dirty Harry" das sein, was viele in ihm sehen...was er aber für mich nicht war. Würde er straight Selbstjustiz üben, würde er der stille Rächer sein, der bedingungslose Kämpfer für die Gerechtigkeit...alles wäre ok für mich. Ich hätte kein Problem damit und diesen Vorwurf der Gewaltverherrlichung und der extremen Selbstjustiz kann ich hier nicht nachvollziehen...aber selbst wenn es so wäre, würde es mich wohl gar nicht so sehr stören.
Was mich dann aber störte: "Dirty Harry" schwächelt immer dann, wenn er seine Figur dann doch mal erklären will. Abgesehen davon, dass es für mich unnötig war, geschieht dies durch Dialoge die einem in diesem Moment das ganze Gefühl für den Film zunichte machen. Diese kleinen Eckpfeiler die Callahan charakterisieren sollen, wie die verstorbene Frau, sind so unnatürlich und erzwungen eingebettet in den Film. Dabei spricht Callahan vollkommen für sich, da wäre gar keine Erklärung nötig gewesen. Was mir aber noch unangenehmer aufstiess, ist das Bild-Zeitungs-Niveau welches in "Dirty Harry" gepflegt wird. Vielleicht sollte das ja realistischer Anstrich sein...aber hier kamen soviele Komponenten zusammen, durch welche sich für mich ein Erzkonservatives Bild ergab. Das fängt bei der Gedenktafel für die gefallenen Cops an und setzt sich fort in einem fragwürdigen Umgang mit allem was einem Amerikaner so Angst macht.
Und wie gesagt, ich fand hier auch keine Entkräftung, konnte das nicht als provozierendes Stilmittel enttarnen. Das fühlte sich für mich an wie CDU...oder gar schlimmer...deshalb muss ich da auch mit den Punkten runter, auch wenn "Dirty Harry" ansonsten ein wirklich unterhaltender und in vielen Punkten vorzüglicher Film ist. In manchen aber eben leider nicht.

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smartyx

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Bewertung9.0Herausragend

"Dirty Harry" stellt alle neumodischen Copthriller in den Schatten. Ich kenne bisher keinen Cop, der das ausstrahlt, was Dirty Harry ausmacht. Und das gepaart mit der großartigen Kulisse von San Francisco - unschlagbar!

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aberaber

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Großartiger Film, ein Meilenstein des Genre. Stilbildend.

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lori101007

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein guter Klassiker das voll auf Eastwood abgetrimmt ist. Ein Selbstjustizthriller mit einem coolen Antihelden! Wie auch Harry, finde ich, das Gesetz Scheisse!

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lieber_tee

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Bewertung7.0Sehenswert

Genreweisender Meilenstein des Actionkinos aus den 70ern. Clint Eastwood brilliert als zynisch – verbitterter Cop, der in einer unmenschlichen Großstadt kompromisslos aufräumt. So grandios auch die formalen Qualitäten des Films sind, so zwiespältig und reaktionär ist er in seiner Milieuzeichnung und im Umgang mit dem Thema Selbstjustiz.

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DrBlues

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Straight, auf den Punkt gebracht ... Cheers ...


lieber_tee

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Vielen Dank.


WaaayneTrain

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Bewertung7.5Sehenswert

"Eins muss man Callahan lassen, er ist völlig unparteiisch, er hasst alle Menschen gleich."
Immer wenn die Situation hoffnungslos zu scheinen mag kommt er ins Spiel - Dirty Harry.
"Jetzt weisst du warum man mich so nennt. Ich erledige alle Dreckjobs."

Ein sehr geiler Kriminalfilm, kombiniert mit viel Action und Spannung. All zu ernst sollte man diesen Film allerdings nicht nehmen, denn Clint spielt hier die Rolle als Dirty Harry so kalt und unglaublich cool, dass die Schauspielerei nicht sehr ernst sein kann. Auch Scorpio wird meiner Meinung nach grottenschlecht geschauspielert, ist aber lustig so und passt in den Film. "Dirty Harry" dient lediglich als Unterhaltung, spannend ist er auf jeden Fall. Ohne Clint Eastwood würde das wohl alles nicht funktionieren, er ist und bleibt einfach einer meiner Topfavoriten.

7.5

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Nico Gecko

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Bewertung7.5Sehenswert

"Dirty Harry" ist Actionkult und mit das Aushängeschild von Clint Eastwood.
Im Kopf sind mir Zitate wie "Wenn ich einen nackten Mann hinter einer schreienden Frau durch die Straße rennen sehe, Messer in der linken, Penis in der rechten Hand, dann denke ich nicht, dass er sie in den Schlaf singen will." und "Das ist eine 44er Magnum, der Ballermann ist ausserordentlich gefährlich. Nun frag' Dich doch mal, ob Du ein Glückskind bist!" geblieben.

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MrTrombone

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der wohl coolste Cop der 70er, grandios verkörpert vom coolsten Darsteller der 70er. Ja, seine Methoden sind Mist und wenn jemand so in der Realität vorgehen würde, bräche nicht nur in den USA die Hölle aus. Aber hey, es ist ein Film und er macht Spaß. Man sollte ihn nicht allzu ernst nehmen, denn sonst verpasste man eine Legende.

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Tesafilm

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der beste Copthriller!!!

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M.G.D.911

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Clint Eastwood als kompromissloser Cop in einem der besten Action-Thriller aller Zeiten. Da gibts nicht viel zu disskutieren. Legendär!

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shadowhunting

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

''Dirty Harry'' ist der Cop-Thriller, der am meisten Bezug zur Wirklichkeit genommen hat und dadurch bis heute als wahrer Meilenstein dieses Genre gesehen werden sollte. Die typischen Jagdszenen in den amerikanischen Großstädten, Schießereien in den Außenbezirken und eine Vielzahl an Raubüberfällen, Schlägereien und Morden und zahllose andere Verbrechen und kriminelle Taten. ''Dirty Harry'' deckt die Missstände auf, zeigt kompromisslos die Folgen und schafft auch ein reales Bild über die Beziehungen zwischen Polizisten und Verbrechern. Die Hauptfigur hat seine eigenen Gesetze, eigene Moralvorstellungen und hält nicht viel vom Gesetz, akzeptiert es aber als Instanz. Hartes Durchgreifen und im Notfall einfach erschießen, für Harry Callahan ist sowas Alltag. Bewusst wird ein Nerv der Zeit getroffen, die Kritik am amerikanischen Rechtsstaat und der Justiz ist unübersehbar, aber dennoch werden die Polizisten als gesellschaftliche Ordnungshüter und nicht als politisch involvierte Staatsmacht dargestellt. Die Art und die Taten der Polizei werden nicht in den Schatten gestellt und werden in allen Längen über den ganzen Film gezeigt und Clint Eastwood ist der Fixpunkt, auf den der ganze Film seinen Fokus legt. Die Hauptperson dominiert das Geschehen, ist ständig präsent und kontrolliert die Lage. In seinen Taten als Inspector Callahn wird dies auch deutlich: Klares Kontrolldenken, alle Mittel zur Durchsetzung der Ziele und die Wertschätzung der eigenen Gesetze. ''Dirty Harry'' liefert über die komplette Laufzeit staatskritische Aspekte und gerade in den Dialogen mit den gesetzlichen Vertretern wird diese kritische Perspektive deutlich. Clint Eastwood in einer Rolle, die perfekt auf ihn zugeschnitten ist, und die auch durch seine glaubhafte Darstellung eine Menge Fortsetzungen gefunden hat. Wenig Worte, viele Taten. Eastwood ist seiner Linie der Charakterdarstellung auch in ''Dirty Harry'' treu geblieben und spielt eine Person, die er bis dato immer verkörpert hat. Der Hauptcharakter wird besonders durch seinen Tatendrang tiefgründig erläutert und immer besser im Verlauf des Films erklärt und der Zuschauer entwickelt ein Verständnis für die Methoden von Dirty Harry. Die anderen Charaktere wirken blass im Vergleich zum Hauptprotagonisten, tragen aber viel dazu bei um den Film nachvollziehbar zu gestalten und sind auch besonders wichtig für die Rekonstruktion der Handlungsabläufe. Ein Polizeithriller, der ausgezeichnet ein Bild eines amerikanischen Polizisten der Großstadt zeichnet und in allen Bereichen kritisch wirkt und niemals Verbrecher, Justiz oder Polizei in irgendeiner Form verherrlicht. ''Dirty Harry'' offenbart das Großstadtleben mit einer guten Portion Zynismus. Ein wichtiger Film, der bis heute gegenwärtig ist. Die Umgebung hat sich geändert im Vergleich zu den 80er, die Probleme sind aber gleich geblieben.

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shadowhunting

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Vergleich zu den 70er, Pardon


hoffman587

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dirty Harry

"Dirty Harry" ist brutaler, harter, zynischer, kontrovers diskutierter, kultiger und packender Action-Thriller von Don Siegel aus dem Jahre 1971.

Die Handlung ist schnell erzählt und wurde recht simpel gestaltet: Der knallharte Cop Harry Callahan jagt einen psychopathischen Mörder als er diesen festgenommen hat, kommt der Mörder doch wieder frei und kidnappt einen Schulbus. Nun geht geht Callahan die Sache ohne Kompromisse an und schert sich nicht um Gesetze.

In der Hauptrolle, als herzloser und zynischer Polizist Harry Callahan oder besser "Dirty Harry", darf niemand anderes glänzen als Clint Eastwood, denn er spielt Harry nicht, er ist Harry.

Natürlich besitzt der Film auch eine schnörkellose und hervorragende Regiearbeit von Don Siegel, die mit vielen großen Stärken auftrumpfen kann, wie zum Beispiel der Erzählweise oder dem Erzählstil.
Dazu gibt es noch eine klasse Kameraarbeit, die ein tollen 70er Jahre-Flair erschafft, sodass die Bilder atmosphärisch dicht sind, das heißt aber nicht, dass man "Dirty Harry" sein doch beachtliches Alter eigentlich ansieht.

Nun zu den Charaktere, sie gehen in Ordnung, so gesagt kann man sie als solide skizziert bezeichnen, wenn man eben bedenkt, dass die Hauptfigur ein verdammt zynischer und sarkastischer Cop ist, die Charakteren haben also Profil, doch sollte man eben keine großen Tiefen oder großen Emotionen erwarten, das wäre wahrscheinlich das Schlauste.
Wie bei Charakteren, so hält es sich auch mit den Dialogen, sie sind knallhart, zynisch und selbstverständlich unheimlich cool.

Dennoch sollte erwähnt werden, dass die Botschaft des Ganzen, doch etwas fragwürdig wirken könnte, doch wer denkt denn bei einem Actionfilm schon an eine Botschaft?
Auf jeden Fall enthält "Dirty Harry" eins, verdammt nochmal genial gemachte und rasante Actionszenen, die für die damalige Zeit wirklich herausragend waren und Maßstäbe setzten, zusätzlich wurden sie stets spannend und hart inszeniert.
Das Ganze wird natürlich weiterhin von einem ausgezeichneten und gut dosierten Score untermalt.
Das Highlight dieses Werkes bildet dann auch der letzte Showdown und der glänzt mit allem was so ein perfektes Finale braucht: Coolness, Stil, Hochspannung, eine grandiose Inszenierung und es muss selbstverständlich kompromisslos sein.

Zum Schluss kann man also sagen, dass "Dirty Harry" ein furioser, zynischer und sensationell cooler Klassiker der Extraklasse ist, der die Geburtsstunde einer legendären Kultfigur darstellt.

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hoffman587

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Danke, danke, freut mich das sie dir gefällt:D
Nachher wer die ich mir wahrscheinlich noch so einen Klassiker der 70er vorknöpfen;)


Filmkenner77

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mitte der 60er Jahre wurde mit dem Polizeithriller ein neues Genre geschaffen. Nach den Anfängen mit "In der Hitze der Nacht" (1967) und "Bullitt" (1968) kamen zu Beginn des neuen Jahrzehnts Filme heraus, in denen die Polizisten nicht mehr die freundlichen Helfer in der Not waren und Recht und Ordnung nach bestem Wissen und Gewissen repräsentierten. Längst wurden die Grauzonen ausgelotet und diese zeitweise genüsslich zum Ärger der Tugendwächter überschritten. So wurde etwa in "French Connection" (1971) der flüchtende Verbrecher nach einer nervenaufreibenden und nach wie vor wegweisenden Hetzjagd nicht gestellt, sondern einfach durch einen Schuss in den Rücken zur Strecke gebracht. Der von Clint Eastwood dargestellte Harry Callahan, nur "Dirty Harry" genannt, weil er immer die Drecksarbeit erledigen muss, zu der kein anderer im Stande oder willens ist, verkörperte den Typus des zynischen, kompromisslosen und knallharten Cops wie kaum ein zweiter. Hier wird dem Verdächtigen auch schon einmal eine Kugel verpasst, bevor die erste Frage gestellt wird und das alttestamentarische "Auge um Auge, Zahn um Zahn" ist allgegenwärtig. Callahan ist niemand, der andere um Erlaubnis fragt, sondern handelt und durch sein Verhalten mehr als nur einmal aneckt. Das Ende ist natürlich bis zu einem bestimmten Grade sehr manipulativ. Die einseitge Darstellung des Antagonisten lässt Harry keine andere Handlungsoption und gerade diese wird durch den Handlungsverlauf förmlich vom Zuschauer gewünscht.
Um die Rolle des Harry Callahan glaubwürdig darstellen zu können, kamen nur wenige Schauspieler wie John Wayne oder Steve McQueen in Frage. Letztlich entschied man sich aber für Clint Eastwood, der durch seine Westernauftritte bewiesen hatte, schnell die Hand am Abzug zu haben. Don Siegel, der zuvor mit Eastwood bereits "Coogan’s großer Bluff" (1968) und "Ein Fressen für die Geier" (1970) gedreht hatte, übernahm die Regie. "Dirty Harry" wurde einer der größten Kassenerfolge der frühen 70er Jahre und bedeutete für Eastwood den endgültigen Durchbruch in Hollywood. Der Film stellte in gewisser Weise auch eine Gegenbewegung zur Hippie- und Flower-Power-Zeit dar. Er verkörpert erzkonservative, bürgerliche Werte und stellt zweifellos Selbstjustiz über das Gesetz. Insofern ist es erstaunlich, dass "Dirty Harry II" gerade diese Tatsache zu negieren versucht. Hier kämpft Harry gegen eine Todesschwadron innerhalb der Polizei, die mit Verbrechern kurzen Prozess macht.
Inszenatorisch ist "Dirty Harry" ein Meilenstein im Thrillergenre, der zwiespältig, lakonisch, brutal, zynisch und mitunter reaktionär daherkommt. Ein Film jenseits aller Moral, in dem der Protagonist längst den Glauben an Recht und Gerechtigkeit verloren hat.

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Dos Corazones

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Bewertung6.5Ganz gut

Clint Eastwood ist cool, aber der Bösewicht ist ja mal echt ne Lachnummer. Schade, hatte mehr erwartet...

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pufaxx

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Bewertung7.5Sehenswert

Jetzt weiß ich endlich, wo N.W.A. ihr Sample von "Approach To Danger" her haben ... http://www.youtube.com/watch?v=mvmg3qpBDTw

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Dahlia

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Bewertung7.5Sehenswert

Clint Eastwood strahlt so eine enorme Coolness aus, das Gorillaz ihm einen Song gewidmet haben. Muss man mehr sagen?!

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pufaxx

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Meinst Du den hier? http://www.youtube.com/watch?v=iPfmsiGXCWY - Cool, kannte ich noch gar nicht - Danke für den Tipp, gefällt mir.


Filmfan95

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Do I feel lucky? Well, do ya, punk?

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dustyOn3

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Bewertung9.5Herausragend

Callahan scheint mir der Vater von Bauer zu sein.

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Kontrovers

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein genialer Film, der die Fehler der Gesetze demonstriert, gleichzeitig mit "mutiger" Darstellung von Inspector Harry.

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xXxWantedxXx

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Bewertung7.5Sehenswert

"Wenn ich einen nackten Mann hinter einer schreienden Frau durch die Straße rennen sehe, Messer in der linken, Penis in der rechten Hand, dann denke ich nicht, dass er sie in den Schlaf singen will."
Clint hats einfach drauf.

18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

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