Terrence Malick

Beteiligt an 19 Filmen (als Regisseur, Drehbuch, Produzent, Akteur und Autor)

edit
trailer admin
admin
Moviemaster
Terrence Malick
Geburtstag: 30. November 1943
Geschlecht: männlich
Anzahl Fans: 159

Wenn er in dem bisherigen Tempo weiter so arbeitet, wird es für ihn schwierig werden, in seinem Portfolio auf zehn Filme zu kommen. Und doch darf man Terrence Malick keineswegs vorwerfen, er sei träge oder uninspiriert. Terrence Malick ist schlicht ein Phänomen mit Seltenheitswert in Hollywood, und seine Filme bestes Argument für eine Qualität, die seinesgleichen sucht.

Terrence Frederick Malick, Sohn libanesischer Eltern, ist ein amerikanischer Drehbuchautor, Filmregisseur und Produzent. Je nach Quellenlage wurde er am 30. November 1943 in Waco, Texas oder Ottawa, Illinois geboren.
Dass die Werke von Terrence Malick, allen voran Der schmale Grat und The Tree of Life, einen existenzphilosophischen Unterbau haben, kommt nicht von ungefähr; so studierte Terrence Malick an der Harvard University Philosophie und schloss 1965 mit summa cum laude ab.

Vor seiner Filmkarriere arbeitete Terrence Malick als Dozent für Philosophie und freier Autor für diverse Zeitschriften.
1969 setzte Malick ein erstes filmisches Zeichen mit dem Kurzfilm Lanton Mills, Abschlussfilm am American Film Institute, in dem Warren Oates und Harry Dean Stanton mitspielten.
Zum Autorenfilmer wurde Terrence Malick durch seine Erfahrungen im Filmbusiness: Nachdem er Drehbücher für Filme wie Drive, he said und Dirty Harry bearbeitet hatte, sollte mit Deadhead Miles sein erstes eigenes Drehbuch produziert werden. Doch letztlich als unverfilmbar abgestempelt landete es bei Paramount im Giftschrank. Der Wunsch nach totaler Kontrolle über seine Stoffe gab so den Antrieb, seine Drehbücher selber zu inszenieren und zu produzieren.

Ergebnis dieser Arbeitsphilosophie wurde Badlands – Zerschossene Träume, ein elegisch-brutaler Film über ein junges Paar, dargestellt durch die jungen Martin Sheen und Sissy Spacek, die sich auf eine blutige Odyssee quer durchs amerikanische Hinterland begeben. Der Film erlebte eine grandiose Premiere und etablierte Terrence Malick als einen hoffnungsvollen Jungregisseur. Seiner Eigenart treu bleibend dauerte es fünf Jahre, bis In der Glut des Südens 1978 in die Kinos kam. Diesmal durften sich Richard Gere, Brooke Adams und Sam Shepard glücklich schätzen, mit an Bord gewesen zu sein.
Zwischen diesem und Malicks nächsten Film, Der schmale Grat, sollten sagenhafte 20 Jahre liegen, die Terrence Malick nahezu in der Versenkung verbrachte. Dafür wartete der kontemplative Kriegsfilm mit einem wahren Arsenal an A-Stars auf, so z.B. mit George Clooney, Nick Nolte und Sean Penn. Mit Letzterem sollte Terrence Malick erneut 13 Jahre später in The Tree of Life zusammenarbeiten. Der schmale Grat war gleich für sieben Oscars nominiert, darunter auch für den Besten Film, und gewann wenige Monate später den Goldenen Bären in Berlin.

Bis zum nächsten Film, dem vierten in der Karriere von Terrence Malick, dauerte es nur noch sieben Jahre: The New World, in dem Colin Farrell und Christian Bale mitspielen, wurde bei den Oscars 2005 für die Beste Kamera nominiert. Und der Trend setzt sich fort: Bereits 2011 erschien The Tree of Life, Nummer fünf im Werk. The Tree of Life, in dem Sean Penn, Brad Pitt und Jessica Chastain die Hauptrollen spielen, gewann bei den Filmfestspielen in Cannes 2011 die Goldene Palme als Bester Film.
Und dies mag in den Dimensionen eines Terrence Mallick schon als Sensation gelten: Bereits für den Kinostart in 2012 war das nächste Projekt angekündigt.


Populäre Filme

von Terrence Malick

Komplette Filmographie


News

die Terrence Malick erwähnen
Knight of Cups

Natalie Portman & Christian Bale im neuen Malick-Film Veröffentlicht

Als Batman hatte Christian Bale nicht viel zu lachen. Ausgelassener kommt er im ersten Screenshot aus Terrence Malicks Knight of Cups daher, der zur Zeit beim Filmfestival Cannes nach Verleihern shoppt. Hier darf er mit Natalie Portman am Strand spazieren gehen. Mehr

To The Wonder

Vorschau - Gurken und Filmwunder im Kinojahr 2013 Veröffentlicht

Nach frühjahrestypischer Resteware und endlich abgearbeitetem Oscarmaterial ist das Kinojahr in vollem Gange. Eine Vorschau auf mögliche High- und Lowlights 2013, viel zu spät und doch genau richtig. Garantiert ohne Nerdgasm. Mehr

Olga Kurylenko und Ben Affleck in To The Wonder.

Ben Affleck zwischen zwei Frauen in To the Wonder Veröffentlicht

Terrence Malick bringt uns mit To The Wonder einen weiteren wunderschön fotografierten Film voll großer Gefühle ins Kino. Darin ist Ben Affleck zwischen Rachel McAdams und Olga Kurylenko hin- und hergerrissen. Wir haben den neuesten Trailer für euch. Mehr

Alle News (42)


10 Kommentare

über Terrence Malick

DerDude_

Kommentar löschen

"Glücklich kann nur sein wer liebt ......"

Ich wollte heute eigentlich keinen langen Text schreiben aber es müssen mal wieder Dinge gesagt werden : Das ich Terrence Malick für den Gottes Regisseur schlechthin halte dürfte jedem klar sein aber was noch viel wichtiger ist, ist das mir da viele widersprechen werden und Malick hier stellenweise als "Falscher Magier " bezeichnet wird und seine Filme als "Pseudo Intellektuelle Kunstfilme" verteufelt werden.

Es sei an dieser Stelle gesagt das ich Aussagen wie diesen nicht nur widerspreche sondern sie schlicht für undurchdacht halte. Malicks Filme sind mit keinen anderen Filmen vergleichbar. Strigente Handlung ? Nee, hier bekommst du Aufnahmen von Wäldern. Figurenzeichnung ? Blöödsinn, da hast du nen Schmetterling. In Malicks Filmen ist Handlung nur Hintergrund und Figuren nur Statisten. Seine Bilder sind seine Hauptdarsteller.

Und an dieser Stelle sei gesagt das ich die Filme von Malick genau deswegen für die ehrlichsten und unverfälschtesten Filme dieser Erde halte. Zum einen weil bei ihm Bilder nie durch einen Filter laufen. Malick filmt die Natur genauso wie sie ist. Egal ob es Felder, Bäume, Meere, Wüsten sind, Malick verfälscht Bilder nie. Sogar die Entstehung des Universums in THE TREE OF LIFE wurde komplett ohne CGI und Computer Müll erzeugt und entstand durch das Mischen von Chemikalien. Bei Malick steht die Schönheit der Natur im Vordergrund.

Aber auch das Thema Menschlichkeit ist ein wichtiges Thema in seinen Filmen. Die Figuren in seinen Filmen befinden sich meist in Konflikten wie unglückliche Liebesgeschichten (DAYS OF HEAVEN, THE NEW WORLD), familiäre Konflikte (THE TREE OF LIFE) oder sogar im sinnlosesten von allen : Dem Krieg (THE THIN RED LINE). Die Natur steht dabei immer im Kontrast zu den Konflikten. Sie ist friedlich und ruhig. Warum können wir Menschen nicht auch so sein ?

Dann wäre das viel kritisierte Voice-Over welches meist während dieser Naturaufnahmen ertönt und selten irgendeinen einen Kontext zum Rest des Filmes findet. Gerade weil sich die Sätze im Off jeglicher Logik entbehren stellen sie vielmehr einen völlig ungefilterten Gedankenstrom dar, denn Gedanken von Menschen lassen sich gar nicht logisch erfassen. Malick aber versucht es, genau wie er versucht das ganze Universum zu erklären. Er kann nur scheitern aber einfach weil er es versucht hat er schon gewonnen.

Das was seine Filme für mich aber so besonders macht ist das Malick nie Bilder als Mittel zum Zweck benutzt. Seine Bilder dienen nicht dazu die Handlung weiter zu bringen sondern sind einfach da. Ganz anders als, zum Beispiel, Stanley Kubrick (dessen Filme ich auch liebe aber auf eine andere Weise) welcher vom Knochen zum Raumschiff schneidet und jedes Bild einen Zweck erfüllt, entbehrt sich Malick einfach dieser Logik. Alle filmischen Konventionen, Regeln und vorgeschriebenen Elemente verschwinden bei Malick. So sind seine Filme weniger Filme sondern sinnliche und elementare Gedankenströme. So ist THE TREE OF LIFE als ganzer Film wirklich ein einziger Gedankenstrom (nämlich der von Sean Penn).

Es ist sehr einfach die Filme von Malick zu hassen, einfach weil seine Filme sich so von ihrem eigenen Medium abheben. Und ich will nicht sagen das die Filme fehlerfrei sind. Im Gegenteil : Sie sind voll von Fehlern, egal ob in filmischer Narration, Figurenzeichnung oder Dramaturgie. Man kann viel kritisieren. Auch das Malick diesen Stil völlig ohne Ironie durchzieht. Aber seine Filme zu kritisieren ist einfach unhaltbar, weil sie sind was sie sind. Weil sie von ungreifbaren Dingen wie menschlichen Gedanken oder der Natur des Planeten handeln und Malick nicht versucht sie greifbar zu machen. Und das ist das ehrlichste was man machen kann, denn würde er sie greifbar und filmtauglich machen, würde er sie verfälschen.

Auch eine Erwähnung verdient die Wirkung seiner Filme. Malicks Filme sind von einem sehr religiösem Bild geprägt und genau in dieser völlig konsequenten, naturverbundenen Art haben sie etwas zutiefst warmes und einfühlsames. Wenn man erst einmal akzeptiert hat, wie wenig seine Filme mit anderen Filmen gemein haben fällt es nicht schwer sich ihnen hin zu geben.

Terrence Malick macht keine Kunst Seine Filme sind sinnliche und magische Ströme frei von filmischen Fesseln. Entweder man mag das oder nicht.
Ich finde es wunderschön.

"If Michael Bay is the Antichrist, Terrence Malick is the opposite : He cares only about the Film"
- Mark Kermode

bedenklich? 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 12 Antworten

nerdkiller

Antwort löschen

Also jetzt muss ich auch noch meinen Senf dazu geben:
Malick ist kein Lehrer. Bei meiner ersten TOL Sichtung ging es mir genau wie Pyro: ich habe den Film nicht als Malicks 2001 wahrgenommen (der Vergleich ergibt aber aufgrund der Tatsache, dass beide Filme polarisieren schon Sinn), ich habe darin einen Coming of Age Film gesehen. Malick vergleicht wohl das Heranwachsen eines Menschen mit der Entstehung des Universums; beides absolut chaotische Abläufe, manche Planeten und Sterne haben nur für relativ kurze Zeit existiert (einer der Brüder stirbt ja bereits als Kind) und entsteht nicht mit jedem neuen (menschlichen) Leben ein eigenes Universum voller Gedanken, Hoffnungen und Wünschen? Für mich hat das alles absolut Sinn ergebe und hat mich auch auf einer emotionalen Ebene angesprochen, da es mich an meine Kindheit erinnert hat.

So viel dazu. Man sollte Malick aber bitte nicht immer auf diesen Film reduzieren:

The New World: Ethnokitsch? Meinetwegen, aber auch einer der schönsten Liebesfilme überhaupt, der zeigt, dass man sich nicht vor der Liebe verschließen sollte. Daher ist auch der historische Hintergrund gut gewählt: Europäer landen in Amerika, doch anstatt, dass sie mit den Einheimischen in Einklang leben wollen, denken sie nur daran, sie in möglichst großem Stil auszubeuten. Sie lassen sich von Gier und niederen Triebe leiten, verschließen sich aber vor den wirklich humanen Dingen.

The Thin Red Line: Hier bricht der Krieg nicht, wie in so vielen Filmen, über die Menschen herein. Hier sind es die Menschen, die den Krieg und das Böse in die Natur tragen. Natürlich kommt hier die Frage auf, ob der Mensch überhaupt das Recht hat, Krieg in der Natur (oder besser gesagt: gegen die Natur) zu führen. Auch werden hier die Soldaten als Individuen gesehen, und nicht als eine anonyme Masse, die heldenhaft ihren Auftrag ausführt (ähnlich wie in Paths of Glory, werden die bestraft, die Gefühle und ihre humane Seite zeigen). Die Soldaten rätseln darüber, was dafür sorgt, dass das Böse her zum Vorschein kommt, doch mit jeder neuen Insel, auf der sie landen, bringen sie das Böse und den Krieg an einen neuen Ort, der damit nie etwas zu tun hatte.

Days of Heaven: Drei Menschen geben sich einer Beziehung hin, und erleben wirklich Tage des Himmels, doch sie alle wissen, dass das nur von kurzer Dauer ist. Auf einer nun Anfang des 20. Jahrhunderts völlig industrialisierten Welt, kann es den Himmel auf Erden auf Dauer nicht mehr geben. Es ist eine utopische Sehnsucht, der sich die Hauptfiguren hingeben, auch wenn sie wissen, dass es nie von Dauer sein wird. Darüberhinaus stellt Malick noch den Feldern Texas, die zunächst Freiheit und Sehnsüchte verkörpern, die Industriestädte des Nordens gegenüber, die ganz klar negativ behaftet sind. Doch im Grunde genommen ist es scheinbar egal, wo man liebt und lebt, den Himmel auf Erden kann es nicht geben.

Badlands: Da habe ich mal was zu geschrieben... Kurz: Ein liebendes Paar versucht sich von der langweiligen Heimat loszusagen, wird zu Mördern, jedoch sehnen sie sich insgeheim nach ihrem früheren Leben, auch wenn sie wissen, dass es für eine Rückkehr viel zu spät ist. Liebe macht blind sozusagen, weswegen Malick die blutigen Morde auch den meditativ poetischen Landschaftsaufnahmen gegenüberstellt, um somit das Absurde und Paradoxe der ganzen Geschichte zu zeigen. Es klingt völlig unlogisch, doch ich zumindest konnte das egoistische Verhalten der Beiden völlig verstehen.

Oder um es so zusagen: Malick hat mir nie die Welt erklärt, wird er auch nicht, er wirft in mir viel mehr Fragen auf, die zwar völlig einleuchtend sind, aber die man sich in "normalen" Situationen irgendwie nie stellt. Das macht ihn auch zu einem großen Künstler, da er wirklich einer der Regisseure ist, mit deren Filmen ich mich wirklich noch auseinandersetzen muss, ähnlich wie bei Tarkovsky oder Fassbinder merke ich da, dass das Geschichten sind, die auch irgendwo in mir sind und die mich auch bewegen. Voraussetzung ist aber, dass man sich auf Malicks Stil einlassen kann, was bei seinen neuesten Werken doch evtl Probleme bereiten könnte, aber zumindest Badlands und Days of Heaven sollten auch die, die gegen Malicks neue Filme haten, gesehen haben.

Ups, etwas lang geworden, naja...


nerdkiller

Antwort löschen

Dann kann ich leider nicht helfen, da Film total subjektiv ist. Manches nimmt dich gefangen, anderes lässt dich kalt. Schau evtl noch Malicks erste Zwei, wenn es dann nix wird, kannste ihn in die Tonne werfen.


Tatarian Stallion

Kommentar löschen

Der Gottes Regisseur schlechthin :)

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Kommentar schreiben | Alle Kommentare (10)


Deine Meinung zu Terrence Malick