Following
Following (1998), GB Laufzeit 69 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 17.02.2005
24 Bewertungen
Skala 0 bis 10
1331 Bewertungen
55 Kommentare
Keine
von Christopher Nolan, mit Jeremy Theobald und Jeremy Theobald
Following ist das Regiedebüt von Christopher Nolan und erzählt von einem Voyeur, der an einen Einbrecher gerät und von diesem in dessen Untaten hineingezogen wird.
Der Einzelgänger Bill (Jeremy Theobald) verfolgt willkürlich fremde Menschen quer durch London – unter dem Vorwand, als Schriftsteller zu recherchieren, zunehmend aber aus voyeuristischer Neugier. Einer der Beschatteten stellt Bill zur Rede und überrascht ihn: Cobb (Alex Haw) ist selbst Einbrecher und raubt Wohnungen nicht einfach aus, sondern genießt förmlich die Macht, in den persönlichen Besitztümern der Bewohner zu stöbern und in deren Leben einzudringen. Bill begleitet Cobb bei Einbrüchen und wird immer stärker in etwas hineingezogen, das er nicht kontrollieren kann. Zumal er sich in die attraktive blonde Geliebte (Lucy Russell) einer Unterweltgröße verliebt…
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Kriminalfilm, Thriller, Mysterythriller
- Ort
- London
- Handlung
- Einbrecher, Gangster, Schriftsteller, Schönheit, Verfolgung, Voyeurismus
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Kritiken (2) — Film: Following
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Kommentar löschenFOLLOWING ist bestechendes Kino, das in seinen Grundideen sowie in einzelnen Szenen an Hitchcock wie Godard erinnert - und an den Film Noir sowieso: Ganz in Schwarzweiß gedreht, erzählt dieser Thriller eine Geschichte aus der moralischen Grauzone, über geheime Träume, über Lüge und Überwachung, über die Grenze zwischen äußerem Schein und Privatheit. Dabei erinnert Nolans Beschwörung der Großstadtdschungels an die Filme der 40er-Jahre, seine fast dokumentarischen, wenngleich ausgeklügelt inszenierten Bilder an Filme der 60er und 70er.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen"Following", das bezeichnet nicht nur das seltsame Hobby dieses Mannes, andere zu beschatten. Es schwört auch den Zuschauer als Komplizen mit ein. Und wirft die Frage auf, wie weit wir einer Figur folgen, die nicht unbedingt Sympathieträger ist. [...] "Following" ist ein kleines Kino-Wunder. Gedreht mit ein paar tausend Pfund in Schwarzweiß, über ein ganzes Jahr hinweg, immer am Wochenende, wenn es die Uni zuließ, in den Wohnungen von Freunden, wurde der Film zum Geheimtip der Indie-Szene und zum Renner auf Festivals.
Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (52) — Film: Following
Hauserfritz Sat, 26 Jan 2013 09:46:20 -0000
Kommentar löschenFollowing zeigt, dass Filme nicht immer 120min+ sein müssen, um interessant zu sein. In der Kürze liegt die Würze. Die sehr spezielle Musik, die an den richtigen Stellen eingesetzt wird, gibt dem Film noch das gewisse Etwas.
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Dani95 Sun, 23 Dec 2012 14:08:28 -0000
Kommentar löschenWas hat das eigentlich auf sich mit dem Beobachten? Sind wir denn nicht auch Beobachter, wenn wir die Schauspieler mit all ihren Mimen, Gesten und vor allem ihrem Handeln genauestens verfolgen?
Für mich ist „Following“ ganz klar ein spannender und vor allem intelligenter Thriller mit einer düsteren angepassten Atmosphäre, die durch die schwarz-weiße Optik noch deutlich untermalt wird. Ein Film der auf eine eigene Weise den Menschen selbst darstellt. Besonders seine Privatsphäre aufwirft und damit zum langen Denken anregt.
Mit wenig Aufwand schuf Nolan einen wundervollen, cleveren Film!
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Hagen Hagen Mon, 10 Dec 2012 20:16:17 -0000
Kommentar löschenSchade, dass man von Alex Haw danach nichts mehr gesehen hat. Der hat mir am Besten gefallen.
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heiko.buschhaus Mon, 10 Dec 2012 19:38:56 -0000
Kommentar löschenDas erste Werk des genialen Visionärs Christopher Nolan: Einfach Genial! Der Film holt aus seinen minimalistischen Mittel alles raus, was man nur rausholen kann. Gute Kameraführung gepaar mit einer endgenialen und verzwickten Story, zudem auch noch genial gespielt von den Amateur-Schauspielern. Ein Muss mit gaaaanz viel Anspruch, welches einen in den Ban zieht wie 'Memento'!
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r3sortiane Thu, 29 Nov 2012 11:57:27 -0000
Kommentar löschenDas Erstlingswerk Nolans welches dessen "Berufung zu Höherem" nicht nur durch das im Film aufflammende Talent des Filmemachers, sondern witzigerweise auch durch eine inmitten des Films an irgendeiner Haustür auftauchende kleine Batman-Plakette auszudrücken scheint. Verschwörungstheoretikern ist damit natürlich Tür und Tor geöffnet ...
Einstieg:
========
Der Film beginnt mit coolem noisigem Sound, der sich leider im Film etwas zu selten wiederfindet. Die farblose Optik, das hektische städtische Treiben, die eiligen Schritte durch eine menschenbefüllte Fußgängerpassage und vielleicht auch der erste Eindruck vom Protagonisten erinnerten mich kurzzeitig an "Pi" von Aronofski. Allerdings wirklich nur kurzzeitig - schade. Die etwas angespannte Atmosphäre wandelt sich mit den interessanten sozial-philosophischen Fragestellungen und macht der beginnenden Handlung des Films Platz - sinngemäß: "Haben Sie schon einmal in einem Fußballstadion den Blick durch die Menge schweifen lassen und sind irgendwann plötzlich an einer einzelnen Figur hängen geblieben? Einfach weil irgendetwas an diesem Menschen mit einem Mal Ihre Aufmerksamkeit erregt und Ihren Blick an ihn gefesselt hat? In diesem Moment tritt diese Person aus der Masse hervor und wird für Sie zu einem Individuum." "Following" beschäftigt sich anfangs mit genau dieser Aufhebung der Anonymität des Individuums in der Masse - jedoch nicht etwa zufällig, nein völlig absichtlich und gezielt: Der voyeuristische Genuss des ungehinderten Eindringens in die Privatsphäre eines Fremden.
Verlauf:
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Im weiteren Verlauf verlässt der Film ein wenig den eingeschlagenen philosophisch-sozialpsychologischen Weg und widmet sich stärker der mehr oder weniger zufälligen Verstrickung erst zweier, dann dreier, später indirekt vierer Personen. Auf drei verschiedenen Zeitebenen erzählt der Film uns eine Geschichte von geschickter Manipulation, Ausnutzung und Intrige. Das Ineinandergreifen der zeitlichen Bruchstücke funktioniert zwar nicht im Sinne eines "Augenöffners", aber es funktioniert immerhin. Über längere Passagen hinweg droht "Following" ein wenig in der Tristesse der Belanglosigkeit zu versinken, schafft aber angesichts der interessanten optischen Aufbereitung und des mit dem Anfang geweckten Interesses gerade nocheinmal die Biege.
Ende und Fazit:
=============
Die zeitweise etwas verwirrende Erzählweise mit Rück- und Vorblenden, angesichts derer man sich so manches Mal fragt, welcher Strang denn nun der gegenwärtige ist, löst sich gen Ende doch in einigen interessanten Überraschungen auf. Ob es sich dafür lohnt, den mäßigen Mittelbau des Films "auszuhalten", muss jeder selbst entscheiden. Meiner Meinung nach tut es das. Im Ganzen überzeugte mich "Following" gar nicht mal so sehr aufgrund seiner listigen Geschichte sondern vielmehr angesichts seiner außerordentlichen, stilistisch irgendwie auffälligen und nostalgisch anmutenden Wirkung. Beschreiben könnte man sie vielleicht als Atmosphärenmischung aus "Pi", "Jacobs Ladder", "Memento" und "Zeugin der Anklage", wobei diese Mischung in Intensität und Qualität, ganz so wie ein mäßig komponiertes Parfüm, leider nicht ganz an die Einzelkomponenten heranreicht ;-)
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Schmoney Tue, 20 Nov 2012 18:29:30 -0000
Kommentar löschenIch weiß, ich weiß, jeder erwähnt die 6000 Dollar Produktionskosten hier und doch komme ich nicht drumrum, sie zu erwähnen. Mit den Produktionskosten für seinen bisher teuersten Film, The Dark Knight Rises, hätte Christopher Nolan sein Spielfilmdebüt Following über 41000 mal drehen können.
Gerade am Anfang weiß die Geschichte um den heruntergekommenen, voyeuristischen Schriftsteller Bill und den sicher auftretenden Einbrecher Cobb zu unterhalten. Durch die wacklige Kamera, der fehlenden Farbe (Mutmaßlich zwei Folgen des geringen Budgets) und das am Anfang gezeigte Gespräch Bills mit einem unbekannten Mann entsteht eine Art Doku-Stil, der Zuschauer hat den Eindruck als wäre er derjenige, dem die Geschichte direkt erzählt wird, als wäre er selber dabei, ein inaktiver dritter im Bunde. Diesem Eindruck kommen auch die wenigen Nahaufnahmen zugute.
Gerade die Person Cobbs ist dabei wahnsinnig interessant, zurecht entsteht von Anfang an der Eindruck, dass der Mann einen Plan verfolgt, was zu einer dauerhaften Spannung in der eigentlich recht unaufgeregten ersten Hälfte des Films führt. Ein persönliches Highlight ist der "Einbruch" in Bills eigene Wohnung. Es wird erst am Ende explizit gesagt, aber dem Zuschauer ist klar, dass Cobb Bescheid weiß und Bill auf geschickte, gleichzeitig herablassende Weise zu seinen Zwecken biegt.
Mit dem Auftritt der Frau in die Geschichte wird das ganze etwas konfus. Zwar ist die Person an sich hochinteressant, eine verstörte Frau flüchtet sich in Emotionslosigkeit, aber der Plot beginnt abzuheben. Die Naivität Bills wirkt aufgesetzt, der Beweggründe Cobbs sind an den Haaren herbeigezogen. Dabei offenbart sich der Nachteil des oben beschrieben Doku-Stils, der die schnell aufeinanderfolgenden Geschehnisse grotesk und zusammenhangslos erscheinen lässt. Zudem verhindert er jegliche Emotionale, die durch die mehr als kühlen Characktere sowieso schon fast unmöglich gemacht wird.
Mit Nolans nächstem Film, Memento, teilt Following nicht nur die komplizierte Geschichte, sondern auch die komplizierten Zeitsprünge. Während Memento diese jedoch logisch erklärt und stilistisch sicher präsentiert, scheinen sie hier fehl am Platz zu sein, da sie bis auf das oben genannte Gespräch, willkürlich sind und Szenen zeigen, die nicht die Ursache für zukünftig Geschehnisse in Frage stellen und so die Spannung anregen, sondern durch den erwähnten Stil eher wie losgelöste und damit unspektakuläre Episoden wirken.
Für 6000 Dollar ein Meisterwerk. Die Kosten außenvorgelassen ein guter, innovativer Film!
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based_god Mon, 19 Nov 2012 17:35:52 -0000
Kommentar löschenNolan minimal.
Mit einem Budget von 6'000 $, dem Appartment seiner Eltern als Drehort und seinem Onkel in einer Nebenrolle hat der damals blutjunge Nolan ein grossartiges Stück Kino erschaffen. Die dichte Story und die grandiose Atmosphäre lassen den Zuschauer die vollen 70 Minuten gebannt auf den TV starren. Alles andere wäre auch nicht zu empfehlen, da man auf jedes Detail achten muss. Die Handlung möchte ich nicht weiter beschreiben, da nahezu alles als Spoiler dienen könnte.
Trotzdem ist "Following" ein Film den man am Ende zu verstehen glaubt. Das kann Nolan nämlich gut. Im dunkeln tappen lassen, dann die Story dann zu erklären und dem Zuschauer das gute Gefühl zu geben, einen komplexen Film verstanden zu haben.
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strangelet Sun, 18 Nov 2012 17:03:17 -0000
Kommentar löschenIch mag einen schönen verwinkelten Krimi genau wie jeder andere, aber wenn mir jemand mit nichtlinearen Erzählweisen kommt, dann bin ich automatisch skeptisch. Nicht, dass das nicht was ganz Großartiges sein könnte: Nolan kann sowas ja recht gut und in hat es in "Memento" zielgerichtet eingesetzt, und davon bin ich heute noch begeistert.
Bei "Following" habe ich aber den Eindruck, dass die Geschichte ohne postmodernen Schnickschnack mindestens so gut funktioniert hätte. Also, ich unterstelle das mal wohlwollend, denn in diesem Fall wäre der Schnickschnack lediglich überflüssig. Könnte natürlich auch sein, dass der Schnickschnack nur von irgendwelchen Logiklöchern ablenkt, dann wäre er sogar reichlich verwerflich. Aber das werde ich jetzt nicht analysieren, denn für's zweimal hintereinander Anschauen ist der Film so oder so nicht interessant genug.
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CaptainHowdy Sun, 11 Nov 2012 17:04:33 -0000
Kommentar löschenHatte mir irgendwie etwas mehr erhofft, aber unter den Umständen unter denen der Film zustande gekommen ist gebe ich eine 8,5
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Impeesa Fri, 09 Nov 2012 23:01:29 -0000
Kommentar löschenChristopher Nolans raffiniertes Langfilmdebut zeigt uns bereits alles, was seinen Stil definiert.
Optisch auffällig ist zunächst einmal Nolans Verlangen, alles in einer Kamerafahrt aufzunehmen und möglichst wenig Schnitte vorzunehmen, eine Eigenart, die sich aber erst bei seinen späteren, actionlastigeren Werken voll entfaltet. Hier gefällt's trotzdem.
Auch habe ich gewisse Teile der Filmmusik unter anderem aus Inception wiedererkannt.
Am markantesten ist allerdings die Handlung selbst: Die Handlung ist zunächst einmal intelligent und ungewöhnlich, was mich jedoch im gleichen Maße überrascht, wie auch begeistert hat war die Vielschichtigkeit, die sich im letzten Drittel zeigt, bis der Film am Ende mindestens vierfach verschachtelt ist und dadurch an struktureller Komplexität sogar an Inception heranreicht, sie jedoch nicht so stark in die Tiefe treibt, was den Film doch noch relativ gut nachvollziehbar sein lässt.
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8martin Fri, 09 Nov 2012 11:08:50 -0000
Kommentar löschenEine geniale Dreiecksgeschichte in s/w mit einem wunderbar unvollendeten Ende und einer Hauptperson, die es gar nicht gibt – zumindest für die Polizei. Was für ein Debüt!
Bill (Jeremy Theobald) verfolgt Leute aus Neugier, Cobb (Alex Haw) ist Einbrecher aus Spaß an der Freud‘. Zwischen ihnen und mit ihnen agiert Blondie (Lucy Russell). Der Zuschauer wird auf dem Wissensstand von Bill in eine teuflisch gut vorbereitete Handlung hineingezogen. Die entwickelt eine Eigendynamik mit blitzschnellen Wortwechseln, mafiösen Bestrafungsmethoden, und erst ganz am Ende wird kurz aufgeklärt. Der Zuschauer weiß aber mehr als die Polizei. Die gekonnte Verknüpfung von zwei Handlungssträngen, ihre Zusammenführung und wechselseitige Bedingung ist ganz große Klasse. Wir gleiten mit Bill vom Zufall in ein Debakel, und werden vom Ahnungslosen zum Mitwisser. Die Einbruchsphilosophie hat fast einen Hauch von Kim Ki-duk, denn in den Wohnungen gilt: ‘verstecken und entdecken‘ oder ‘Du nimmst was weg, um zu zeigen, was sie hatten‘. Bill fungiert letztlich als Alibi für Cobb und als Ablenkung für die Polizei.
Man sieht, dass auch mit wenig Geld, ein großartiger Film gemacht werden kann, wobei die vielen kleinen Trivia über die Örtlichkeiten noch einen zusätzlichen charmanten Kick ergeben.
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SithlordDK Fri, 09 Nov 2012 13:25:58 -0000
Antwort löschenStimme in allem überein, Film ist Top!
Aber wow, was war das mal für ne miese Synchro, als wenn man ein Hörspiel auf nen Film gelegt hätte, die Stimmen waren so laut und die Umgebungsgeräusche dafür kaum wahrnehmbar *grausam*...hätte arte mal lieber OmU zeigen sollen ;)
flami Fri, 12 Oct 2012 20:26:27 -0000
Kommentar löschenCool, was Nolan da mit 6000$ budget gemacht hat :D
mit Onkel als Schauspieler, Elternwohnung als Drehort...Ordentlich !
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Markbln Thu, 30 Aug 2012 06:51:53 -0000
Kommentar löschenDas hat mir gefallen. Obwohl ich anfangs wegen des miserablen Tons direkt wieder ausschalten wollte. Wissend, dass der ganze Film aber etwa nur so viel kostete wie der Vorspann von The Dark Knight, habe ich mir den Erstling von Mr. Nolan selbstverständlich komplett angeschaut.
Am Ende fand ich ein ähnlich starkes Debut wie seinerzeit bei Spielberg mit "Duell". Eine unglaublich dicht erzählte Geschichte, die zwar extrem konstruiert dahergekommt, aber durch seine rohe Atmosphäre nie uninteressant wird. Die Meisterschaft, die sich später bei "Memento" zeigen würde, bahnt sich hier an. Die Story ist so simpel wie genial und wie oft habe ich mir genau diese Situation auf der Straße schon ausgemalt (nein, nicht einer Frau mit dem Hammer die Finger zu zermatschen). Obwohl ich diese überkünstliche schwarz-weiß Filter mittlerweile überreizt finde, passt es hier. Auch die Schauspieler sind alles andere als Meister ihres Fachs, aber Christopher Nolans Kamera schafft es, aus ihnen eigenständige Charaktere und faszinierende Persönlichkeiten zu formen. Alles wurde im nolanschen Privatumfeld gedreht und finanziert. Ein erstaunliches Werk.
Vielleicht sollte Christopher Nolan neben Millionen schweren Blockbustern mal wieder einen "kleinen" Film drehen. Ich habe das Gefühl, die Fans wären nicht sauer.
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Ansgar Pausch Mon, 30 Jul 2012 13:36:50 -0000
Kommentar löschenEs ist ein gemütlicher Samstag Abend und ich lege mir den soeben erworbenen Film meines Lieblingsregisseurs, Christopher Nolan, ein. Zu diesem Zeitpunkt kenne ich bereits alle weiteren Filme des Regisseurs und bin vor allem von Memento und Prestige - aufgrund von anspruchsvoller Erzähltechnik, die mich zwingt den Film tatsächlich zu verfolgen und nicht nur anzusehen - überzeugt. Ein Dutzend Mal habe ich diese Filme gesehen und sie wurden, obgleich ich die Auflösung bereits kannte, niemals langweilig, da die verschachtelte Erzählweise nicht nur aufgrund des guten Tons eingebaut wurde, sondern tatsächlich einen filmischen Hintergrund hat - jeweils zum Film passend. Inception hat seine verschiedenen Traumlevel, die kongenial komponiert scheinen, Prestige die Tagebücher der Magier, die nahezu undurchschaubar ineinader verwoben sind und Memento seine chronologisch verdrehte Erzählweise, die einen in die Lage des Menschen versetzt, der kein Kurzzeitgedächtnis besitzt.
Doch was hat Following? Um das zu verstehen, muss man die Zeit zurückschrauben und sich in das Amerika der 1940er Jahre zurück versetzen. Der zweite Weltkrieg ist vorbei, die Wirtschaftskrise überstanden und es deutet sich eine Entwicklung an, die erst in den 50er Jahren tatsächlich zum Vorschein kommt: Der kalte Krieg. Amerika wirkt nun stärker als je zuvor einengend und Wolkenkratzer heben sich über den Köpfen hinweg, der Überblick über das eigene Leben scheint langsam aber sicher verloren zu gehen. Und in alldem befindet sich der kulturelle Nachlass des Expressionismus, ein neues, filmisches Genre, das nicht den Anspruch hat zu unterhalten, sondern - später auch tatsächlich - dokumentarisch die aufkommende Paranoia wider zu spiegeln. Film Noir nennt sich das wohl einflussreichste Genre dieser Zeit, wenn nicht sogar das einflussreichste Filmgenre überhaupt. Großstädte wirken bedrohlich, Menschen werden in den Wahnsinn getrieben (sei es durch Liebe, Eifersucht oder gänzlich andere Einflüsse) und all dies sieht man in der typischen Schwarz-Weiß-Optik, die jene düstere Atmosphäre so gut widerspiegelt, die durch den Farbfilm verloren gegangen scheint. Die Nacht ist zentraler Handlungszeitraum, die Charaktere sind Zwielicht und ganz im Gegensatz zur Filmtechnik eben nicht nur schwarz und weiß.
Und eben genau diese Thematik greift Following so genial auf. Nolan - selbst ein Filmfan, Filmfanatiker - steckt nahezu alles Budget der 6000 Pfund leichten Produktion in die Entwicklung des Schwarz-Weiß-Films und weigert sich (bis heute) digitale Kameras für seine Dreharbeiten zu benutzen. Er weiß ganz genau, was er tun muss um den Effekt zu erreichen, den er erziehlen will, ganz unabhängig von jedem Budget. Und hier zeigt sich meiner Meinung nach auch die große Stärke des Films: Der kalte Krieg ist vorrüber und in Amerika spielt er auch nicht, sondern in London; der grundlegende Gedanke des Film Noir wird allerdings vermittelt. Die bedrohliche Großstadt, in der sich der Schrifsteller Bill verliert, wirkt unüberwindbar riesig, nahezu wie ein Labyrinth, das jegliche Sicht - auch auf sich selbst - verhindert. Völlig abseits von Gut und Böse bewegt sich Bill, hin- und hergerissen von Emotionen, Liebe, Loyalität völlig blind durch die Stadt und wird dabei nur von Menschen benutzt, die den Überblick zu haben scheinen. Doch von agierender Person wird er schnell zur Spielfigur in einem weitaus größerem Muster, auch wenn man dieses vielleicht nicht auf den ersten Blick zu erkennen vermag.
Doch das, was Nolan-Filme ausmacht, die detailverliebtheit, die genaue Positionierung aller Figuren, die geschickte Erzählweise (3 Handlungsstränge die durcheinander laufen), die den Zuschauer perfekt in die Lage des Protagonisten (oder doch Antagonisten?) versetzt, indem der Überblick immer stärker verloren zu gehen scheint; das ist typisch Nolan und das kommt hier - besser als in jedem seiner anderen Filme - zum Vorschein. Nicht fehlen darf natürlich auch der Nolan-Effekt, der jedes auch noch so winzige Detail am Ende sinnvoll zusammenführt und alles, was man glaubte zu wissen, noch einmal umschmeißt.
Fazit: Der klassischste moderne Film Noir, den ich kenne. Das fehlende Budget merkt man diesem Film nicht an, es ist intelligente Unterhaltung, kein bisschen zu viel und perfekt auf den Punkt getroffen mit der Pointe. Mein absoluter Geheimtipp für alle, die Film Noir lieben und zu schätzen wissen, für Nolan Fans durchaus sehr interessant und für mich einer der besten Filme aller Zeite, eben aufgrund seiner Schlichtheit. Und es zeigt sich wieder: Hollywood, viel Geld macht einen Film nicht gut! Weniger auf Effekte setzen, mehr auf intelligente Handlung - auch wenn dieser Film natürlich indipendent ist. Nolan zeigt euch, wie es geht und ich werde mir den Film gleich noch ein zehntes Mal ansehen.
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MartinNolan Sun, 29 Jul 2012 15:28:44 -0000
Kommentar löschenBill (Jeremy Theobald) gilt offiziell als arbeitslos, bezeichnet sich selber allerdings als Schriftsteller. Kann jedoch noch keine Erfolge vorweisen. Er interessiert sich für Menschen und so beginnt Bill fremde Menschen durch London zu verfolgen. Er will wissen wer sie sind, was sie machen, wohin sie gehen. Dabei achtet er auf einige selbsterdachte Regeln. Zum Beispiel: „Verfolg niemals eine Frau alleine in der Nacht“ oder „Verfolg niemals eine Person zweimal“. Eine von seinen Regeln bricht Bill dennoch durch eines Tages. So kommt es zu einer folgenschweren Begegnung für Bill, die sein bisheriges Leben für immer verändern wird.
„Following“ ist der Debütfilm von Regisseur Christoper Nolan („The Dark Knight“, „Inception“), der hierbei nicht nur Regie führte, sondern sich ebenfalls für die Kamera und das Drehbuch verantwortlich zeigt. Bereits hier erkennt man den Stil von Nolan, der sich durch seine späteren Filme ziehen wird. Keine chronologische Erzählweise, eine düstere Atmosphäre und ein eindrucksvolles Ende, welches mit einigen Überraschungen aufwartet, sind Nolans spezifische Merkmale. Geradezu minimalistisch gestaltet sich der Film. Wenige Schauplätze und eine Handvoll Schauspieler, die in einer schwarz-weiß Optik agieren, finden sich in einer spannenden und faszinierenden Handlung wieder. Man kann „Following“ vielleicht sogar als Geniestreich bezeichnen, betrachtet man das Budget mit dem gedreht worden ist. Denn dies soll sich angeblich auf 6,000 Dollar belaufen und dafür ist „Following“ einfach überragend.
Trotzdem möchte ich einige Kritikpunkte anmerken.
Die Geschichte um Bill ist interessant gestaltet und Nolan versteht es diese grandios zu inszenieren. Jedoch weist gerade das Ende, die Auflösung, eine gewisse Schwäche auf. So blieb mir zumindest unbegreiflich, weshalb eigentlich Cobb oder eben auch sein Auftraggeber, sich diese Mühe machen, um einen simplen Mord zu begehen und weshalb sie einen Sündenbock benötigen. An dieser Stelle hätte ich mir noch mehr Information gewünscht.
Das Ende kann nicht mit dem wunderbaren Anfang mithalten und ich wurde den Eindruck nicht los, dass Nolan versucht seine Geschichte krampfhaft mit einem verblüffenden Ende zu versehen und auf den ersten Blick gelingt ihm dies vielleicht auch. Doch ist erst einmal der Moment der Überraschung dahin, blickt man als Zuschauer ernüchternd auf ein eher schwaches Ende, das im Vergleich zum Film, nicht zu überzeugen weiß.
Desweiteren wirkt der nicht chronologische Erzählverlauf manchmal zu konstruiert und verliert auch mit der Zeit nicht den Anschein, lediglich die Geschichte komplizierter zu gestalten als sie tatsächlich ist.
Nichtsdestotrotz ist „Following“ ein zum Teil spannender Debütfilm geworden, der besonders durch seinen Anfang und die Idee dahinter, einen spürbaren Eindruck bei mir hinterlassen hat. Zwar leidet „Following“ noch an einigen Krankheiten und in mancher Hinsicht ist dies sicher dem geringen Budget geschuldet, dennoch erkennt man als Zuschauer bereits, dass hier ein begnadetet Regisseur zu Werke war, dem es vielleicht an Erfahrung fehlte, aber in keinster Weise an Talent.
Trotz einiger Mängel, ohne jeden Zweifel empfehlenswert und ein Muss für jeden Nolan-Fan!
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The Director Thu, 26 Jul 2012 14:58:18 -0000
Kommentar löschender film ließ mich leicht geflasht zurück, ohne dass ich es erwartet hab. nicht herausragend aber ein sehr gelungener debütfilm, den man sich gerne ein zweites mal ansehen möchte. witzig fand ich hier besonders die vorboten zu nolans filmografischer zukunft, wie etwa der name "cobb" (inception) oder das batman-emblem an der wohnungstür des protagonisten ^^ zudem gefiel mir die mehrfache abbildung des "john" (Jack nicholson) aus "the shining" an der wand direkt neben seiner schreibmaschine. keine ahnung ob es noch mehr solcher kleinigkeiten zu entdecken gibt, aber das weiß mich zu unterhalten ^^
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Mr. Pink Sat, 02 Jun 2012 15:06:09 -0000
Kommentar löschen"Following" ist das Regiedebüt von Christopher Nolan, und auch wenn das Talent des Regisseurs hier definitiv schon zu erkennen ist, merkt man dem Werk die mangelnde Erfahrung stellenweise doch an. Dies äußert sich zum Beispiel in einer manchmal ein wenig holprigen Kameraführung, sowie einer zum Teil recht amateurhaft wirkenden Inszenierung.
Für ein Debüt geht das Ganze aber schon klar, aus dem geringen Budget wurde nämlich auf jeden Fall das Beste gemacht, und außerdem konzentriert sich der Film sowieso nicht zu sehr auf optische Raffinesse, sondern vor allem auf die Story. Die Geschichte über einen Hobby-Stalker und einen Berufs-Einbrecher wird nicht chronologisch, sondern intelligent verschachtelt erzählt, sodass es immer spannend bleibt, und sich das fiese Gesamtbild erst ganz am Ende zusammensetzen lässt.
Die Schwarz-Weiß-Optik des Streifens unterstützt den düsteren neo-noir-Charakter der Story, die musikalische Untermalung hält sich weitestgehend zurück, wird aber passend eingesetzt, und die Schauspieler, größtenteils Familienmitglieder und Freunde von Nolan, erbringen zwar keine Höchstleistungen, passen aber gut in ihre Rollen und spielen durchaus glaubwürdig.
Daher ist "Following", wie schon gesagt, ein absolut stimmiges Gesamtpaket und ein großartiges Erstlingswerk, das durch seine klassisch faszinierenden Bilder und die fesselnde, gut durchdachte Story durchweg überzeugen kann.
Auch sehr nett, die Vorahnung, die sich dem aufmerksamen Beobachter offenbart: http://i1108.photobucket.com/albums/h411/eroock/assorted/Following.jpg
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Mr.Bungle Sun, 27 May 2012 10:49:14 -0000
Kommentar löschenSuper Debüt.
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moDC Fri, 20 Apr 2012 08:47:37 -0000
Kommentar löschenFollowing war lange Zeit der einzige Nolan-Film, den ich nicht gesehen hatte. Ein Zustand den ich selbstverständlich ändern musste, da ich die Werke von Christopher Nolan größtenteils schlichtweg liebe (Inception, Memento, Prestige, Dark Knight) und mich daher ohne Weiteres als Fan bezeichnen würde.
Trotzdem hatte ich nicht gerade die größten Erwartungen, denn wie gut kann so ein Low-Budget-Regiedebüt schon sein? ... Sehr gut, sogar Ausgezeichnet!
Die Schauspieler sind nicht überragend, liefern jedoch durch die Bank eine ansprechende Leistung. Die nur 69-minütige Geschichte (besonders das Ende) ist sehr interessant, innovativ, dabei auch noch klasse erzählt und macht somit sofort vergessen, wie gering das Budget von Following ist.
Wer mal was anderes sehen will, als die ganzen "lieber-nichts-riskieren-und-den-selben-Film-mit-'ner-anderen-Nummer-hinten-rausbringen"-Fortsetzungen, die man heutzutage immer wieder vorgesetzt bekommt, kann mit Following absolut nichts falsch machen.
Dieser Film hat Seele und eigene Ideen... anschauen!
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annaberlin Mon, 09 Apr 2012 19:24:16 -0000
Kommentar löschenBeeindruckender Debütfilm des Herrn Nolans, obwohl ich dieses "Neo Noir" nicht sonderlich mag, da es mit immer zu gekünstelt rüberkommt. Hat mich ein wenig dann an Jarmusch erinnert.
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