Memento

Memento (2000), US
Laufzeit 113 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 13.12.2001

8.1 Kritiker
86 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.0 Community
19960 Bewertungen
264 Kommentare
Memento - Bild 2488875
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von Christopher Nolan, mit Guy Pearce und Carrie-Anne Moss

Der Versicherungs-Detektiv Leonard (Guy Pearce) hat sein Kurzzeitgedächtnis verloren, als er seine Frau vor einem Mordanschlag retten wollte. Seitdem muss er sich alles mögliche aufschreiben und eine Polaroid-Kamera wird zu seinem ständigen Begleiter. Während Leonard versucht, den Mörder seiner Frau zu finden, wird in Rückblenden erzählt, wie es zu dem tragischen Unfall kam.

Während eines Einbruchs in sein Haus wird der Versicherungsvertreter Leonard Shelby niedergeschlagen. Seine Frau wird von den Einbrechern vergewaltigt und dann ermordet. Durch den Schlag auf den Kopf verliert Leonard sein Kurzzeitgedächtnis. Er weiß zwar noch, wer er ist und dass er den Täter finden und für sein Verbrechen bestrafen will, aber neue Informationen kann sein Gehirn nur für wenige Minuten speichern.

Leonards einzige Hilfsmittel gegen den stetigen Gedächtnisverlust sind Polaroids und Tätowierungen. Auf seiner Suche nach dem Mörder seiner Frau fotografiert er Indizien und Personen, fertigt dicke Ordner an und tätowiert sich die wichtigsten Fakten auf seinen Körper. Unterstützt wird er außerdem von dem Polizisten Teddy und der Kellnerin Natalie (Carrie-Anne Moss).

Der Film verfolgt zwei Erzählstränge: Zum einen wird im eindeutig wichtigeren Erzählstrang die eigentliche Geschichte des Films erzählt. Damit der Zuschauer wie der Protagonist Leonard Shelby das Gefühl, sich nicht zu erinnern, selbst erfahren kann, laufen die Szenen chronologisch rückwärts ab. Man befindet sich damit permanent in einer Handlung, ohne deren Vorgeschichte zu kennen, wodurch es erschwert wird, das Gesehene zu ordnen und in Bezug zu setzen. Zum anderen werden gegenwärtige Geschehnisse gezeigt. Die dazugehörigen Szenen sind schwarz-weiß, laufen chronologisch vorwärts und über den ganzen Film verteilt.

Kameraführung und Farbwahl geben dem Zuschauer das Gefühl eines stark begrenzten, unpersönlichen Umraums, in dem Leonard sich ohne seine Fotos und Notizen keinesfalls zurechtfinden könnte. Die Handlung und besonders der ungewöhnliche Schnitt fordert eine Auseinandersetzung mit der Wahrheit und der Sicherheit der eigenen Erinnerung.

  • DVD
Erscheinungstag: 25.01.11
  • Memento - Bild 4258
  • Memento - Bild 4259

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Kritiken (7) — Film: Memento

Ephigenia: Horrorblog.org

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0.0Hassfilm

Wieder mal ein Prahlhansfilm für die Masse, welche sich einen hohen Intellekt bescheinigt oder erträumt und dementsprechend so durch die Welt wandern und sich feige hinter solchen Filmen verstecken, statt sich damit ernsthaft auseinander zu setzen.

Wie ein Film im Rückwärtslauf funktioniert, zeigt „Irreversible“ 2 Jahre später auf, der auch ohne Lösungsbuch und in chronischer Reihenfolge eine Handlung ergibt und nicht weil er wesendlich mehr auf die Psyche geht.

Nolan möchte ich allerdings auch nicht auf dieselbe aufgesetzte Stufe stellen, wo Quentin Tarantino oder seit den 90ern Lynch sich befinden, aber viele seiner Filme gehen auch in diese künstliche Pseudo Richtung. Dass Nolan ein hervorragender Regisseur sein kann, zeigte er später mit „The Dark Knight“. Vielleicht trifft auf ihn die Bezeichnung „Genie und Wahnsinn“ zu und in diesem Fall kam einfach nur Hirnkot bei raus.

Memento gehört jedenfalls zu den schlechtesten, hochgejubelten Filmen überhaupt.

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Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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5.0Geht so

Es ist letztendlich müßig darüber zu diskutieren, ob der umgekehrte Aufbau "Mementos" Selbstzweck ist; ob es den Film besser oder schlechter macht: Man sollte ihn als Teil eines vom Regisseur erschaffenen Gesamtwerkes hinnehmen, und nicht ständig versuchen, den Sinn zu hinterfragen.
Dies liegt vorallem daran, dass man die Auseinandersetzung mit "Memento" sonst an den falschen Punkten aufhängt: Nolans zweiter Langfilm ist in erster Linie auch fernab eventueller Selbstzweckhaftigkeiten in seiner Erzählstruktur ein langamtiges und dramaturgisch zweifelhaftes Vergnügen, welches sich inhaltlich zuwenig von der Stelle bewegt.
Die Analyse der psychischen Unzulänglichkeiten seiner Hauptfigur ist interessant und korreliert natürlich prächtig mit dem erzählerischen Konzept - aber sie nimmt gegenüber der Kriminalhandlung einen zu großen Raum ein, und bremst so jene Spannung aus, die dem Amnesie-Plot wesensimmanent eher abgeht.
Es erschwert unnötig den sowieso nicht ganz leichten Zugang zu Christopher Nolans Film, weil weder die Empathie gegenüber den Figuren, noch die Faszination des Rätsels ausreichend ist, um den Zuschauer bei der Stange zu halten: Soviel Eindruck es einfordert, eine Geschichte so zerfahren und in letzter Konsequnez doch logisch zu erzählen und zusammenzuführen, so unsexy ist doch die technokratische Auflösung des Ganzen: Kein doppelter Boden, keine Psychologie, kein Lynch-Feeling - "Memento" verwirrt nicht mit Mysterien, sondern mit Mathematik.
Die damiteinhergehende Distanzierheit des Geschehens mag aus diesem Grunde sogar gewollt sein - aber mich lässt sie kalt.

17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

blackholebird

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klingt eher nach dem opfer der eigenen erwartungshaltung...


countcount

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@tobe78: da muss ich dich enttäuschen. und was soll diese Unterstellung überhaupt?
@blackholebird: das könnte schon eher der Fall sein...


Stefan_R.: Mann beisst Film

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10.0Lieblingsfilm

Was nach dem Ansehen bleibt, ist die Erinnerung an den vielleicht innovativsten Film der letzten Jahre. Und der Drang, ihn gleich noch einmal zu schauen.

Kritik im Original 27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Ricochet80

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total agree, aber ich würd ihn am liebsten anschauen...erinnerung wieder löschen...dann wieder anschauen. hmmm, naja vielleicht will nolan ja genau auf das anspielen... ;-)


Timo K.: Blockbuster Entertainment, ...

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6.0Ganz gut

[...] "Batman Begins" und "The Dark Knight". Vor allem letzterer war wiederum letztes Jahr in aller Munde, wurde von den meisten so sehr gehyped, dass es schon gar nicht mehr mit rationalem Denkvermögen zu erklären war. Ein Name, den man häufigerweise mit dieser erfolgreichen Neuinterpretation des "Batman"-Franchises in Verbindung brachte, war Regisseur Christopher Nolan, einem der schon jetzt interessantesten Filmemacher der Gegenwart. Überall wurden Lobeshymnen auf ihn hinausgeschrien. Wie toll er doch nach dem filmischen Murks á la Joel Schumacher Batman wieder auf die Beine gebracht hat, welchen ungemein realistischen Stempel er doch der Comicreihe aufgedrückt hat, und so weiter. Doch Nolan führte auch vor dem schwarzen Rächer ein Regisseurendasein. Oja. Mit Filmen wie "Following" (1998) oder "Insomnia – Schlaflos" (2002) beispielsweise, die alle etwas gemein hatten: Nolans Geschick für verzwickte, komplexe Verwirrspiele. [...]

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J4KOB

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was hat das bitte mit dem film zu tun?


Evie: www.inderzange.de

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9.5Herausragend

Genialer Film, der anders ist aber trotzdem funktioniert und total spannend ist!!
Für mich der "Mindfuck"-Film überhaupt!!!

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Synopsis: zeitgeist Print & Online

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10.0Lieblingsfilm

Einzigartig auf seine Weise, ist von der Machart her sicher einer der ungewöhnlichsten Filme überhaupt, der aber nicht nur kreativ umgesetzt ist, sondern zugleich ungemein fesselt. Und das Verrückte daran: Hätte ich mir die Episoden chronologisch sortiert antun müssen, wäre ich wohl eingeschlafen ...

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

.verkommt Gimmick zum nicht Erzählweise ungewöhnliche die dem bei Thriller Intelligenter.

37 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

veseria

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ich dachte nohcs....


HOoP3L

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das ma ne geniale kritik ;D



Kommentare (258) — Film: Memento

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_Garfield

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Bewertung5.0Geht so

Ohne Zweifel: Die erzählerische Struktur von „Memento“ ist etwas Besonderes. Sie funktioniert im Kontext ihrer Geschichte, erfüllt durchaus einen dramaturgischen Zweck und vermag die ersten zwanzig Minuten in jedem Fall zu beeindrucken. Was dann folgt ist warten. Warten auf den erhellenden Twist, das großartige „Aha“-Erlebnis. Stattdessen geht Nolan's eigenwillige Struktur bereits schnell mit jener einschläfernder Monotonie einher, die das Geschehen nach den ersten zwanzig Minuten an sich zu reißen droht und letztendlich jegliche strukturelle Besonderheiten, jegliche Charakterentwicklung gnadenlos absorbiert. Die Sichtung von „Memento“ ist geprägt von regelmäßigen Déjà-vu's und andauernder Langeweile. Das Gefühl das alles schon einmal gesehen zu haben und das Warten auf inhaltliche Höhepunkte durchzieht den Film dabei ebenso, wie seine besondere Struktur. Nun kann man genau das als eine große Stärke des Filmes anführen und auf die inszenatorischen und charakterlichen bzw. inhaltlichen Parallelen hinweisen. Darauf, dass man als Rezipient in etwa das selbe durchzumachen hat wie der Protagonist und das durch die Monotonie des Geschehens, die ständigen Wiederholungen genau dies angemessen suggeriert werden kann. Dennoch, es verbleibt der Verdacht, dass die Struktur nur als Kompensator für eine mäßig interessante Krimi-Geschichte dient. Ein Ablenkungsmanöver, das zu verschleiern versucht, dass hinter der innovativen Fassade nicht mehr steckt als eine langweilige Geschichte um einen uninteressanten Charakter. Guy Pearce spielt im Grunde glaubwürdig, doch stellt sich zwangsläufig die Frage, was davon darstellerische Brillianz und was schauspielerische Unzulänglichkeit darstellt, denn eine gewisse Ausdruckslosigkeit in seinem Blick, welche in diesem Fall perfekt zum Geschehen passt, kann man ihm in diesem Fall nicht absprechen. Gerade an ihm kann man den größten Schwachpunkt des Filmes festmachen: Es sind die fehlenden Emotionen, die „Memento“ so kalkuliert, so mathematisch erscheinen lassen. Pearce' Blick bleibt ausdruckslos und versteht es nicht mich als Zuschauer in das Geschehen zu involvieren und die Emotionen nachvollziehen zu lassen. Was bleibt ist das überaus akademisch anmutende Konzept des Filmes, die durch-kalkulierte Struktur, die jedoch jedweder Kreativität entbehrt und schlussendlich nur unglaublich langweilt.

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Oliver0403

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Bewertung7.5Sehenswert

Das erste mal, dass ich diesen Film gesehen habe. Ich bin noch etwas unschlüssig, was ich von dem Film halten soll. Sehenswert ist er auf jeden Fall aber man muss auch in der Lage sein, mit den Rückblenden sowie dem Wechsel zwischen Farbe und S/W klarzukommen. Ich finde für eines der ersten Werke von Christopher Nolan ist er defintiv gut gelungen.

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Drumhead92

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer von Nolan's ersten Filmen. Und einer der ganz besonderen Art.
Super Story, welche das Hirn wirklich zum mitdenken anregt. Die Schauspieler sind super.
Leonard'S (Guy Pierce) Krankheit wirkt echt und lässt einen auch ein wenig mitfühlen. Das Gefühl der Verzweiflung.
Zudem eine tolle Carrie-Anne Moss als Natalie, die auch nach ihrem Durchbruch in Matrix zeigt, was für eine klasse Schauspielerin sie ist.

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FrancisBold

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Bewertung9.0Herausragend

Christopher Nolans Thriller "Memento" verblüfft mit einer unglaublich klugen Auflösung, die man auf Anhieb nicht erfassen kann.

Bitte nur weiterlesen, wenn man an der Auflösung dieses Filmes interessiert ist.

Leonard Shelby (Lenny) erleidet bei einem Einbruch in sein Haus, bei dem seine Frau vergewaltigt und getötet wird, den Verlust seines Kurzzeitgedächtnisses. Seither jagt er hinter dem Mörder seiner Frau her, um sie und sich zu rächen.

So die vordergründige Handlung des Filmes. Nachdem man den Film gesehen hat, bekommt man aber Zweifel, ob alles dieser Plot-Vorgabe entspricht. Man zweifelt an Teddy, dem korrupten Polizei-Freund von Lenny; an Natalie, einer neuen Bekannschaft, die Lenny helfen will und die ihn gleichzeitig benutzt, und man zweifelt auch an Lenny selbst. Auch der Tod von Lennys Frau beim Einbruch ist mittlerweile anzuzweifeln.

Nach einiger Überlegungszeit ist man zu der Überzeugung gekommen, dass Lennys Frau nicht tot war und dass Lenny seine Frau versehentlich mit einer Überdosis Insulin getötet hat, da diese Diabetes hatte. Lenny kann sich aber daran nicht erinnern. Stattdessen steckt er diese Geschichte einem Sammy Jenkis zu, den er aus seiner Zeit als Versicherungsermittler kennengelernt hat und der ebenfalls am Verlust seines Kurzzeitgedächtnisses litt. Vielleicht ist dieser Sammy gar fiktiv, was bis zu diesem Stadium der Analyse ohne Belang ist. Lenny ist also eine tragische Figur. Er hat versehentlich seine Frau umgebracht und weiß es nicht mehr. Seither jagt er in seiner Lebenssinnsuche einem vermeintlichen Mörder seiner Frau hinterher, den er anscheinend längst getötet hat. Also doppelt tragisch.

Nun könnte man sich zurücklehnen und den kleinen Aha-Effekt verdauen und sich dabei sagen: "Der Film ist nicht schlecht, nein er ist gut". Dass dabei s/w -Szenen chronologisch und farbige Szenen entgegengesetzt ablaufen, versetzt den Zuschauer in die Situation eines Menschen mit Gedächtnisverlust. Also noch besser als gut. Man kann annehmen, dass der Film sogar sehr gut ist. Allerdings hat man das Gefühl, dass noch nicht alle Fragen beantwortet sind, dass es noch gewisse Stolpersteine gibt (Jimmy nennt Lenny "Sammy" bei seiner Ermordung - was soll der Kleidertausch? - Warum liegt seine Frau auf seiner Brust auf der tätowiert steht "I've done it"?).

Man ist eigentlich noch nicht rundum zufrieden. Und das aus gutem Grund, denn das, was wir bis jetzt wissen, ist erst die halbe Wahrheit.
Hier die Auflösung:

"Memento" (Memento mori) - Bedenke, auch Du musst sterben - das riefen die Diener/Sklaven ihren Feldherren/Helden in Siegeszeiten zu, damit diese nicht vollkommen abhoben.

Diener /Sklave = Sammy

Held/Feldherr = Lenny (man beachte, er ist quasi unverwundbar, niemand hat eine Chance gegen ihn)

Sammy Jenkis ist eine graue Maus. Er lebt das langweilige Leben eines Finanzbeamten. Eines Tages hat er mit seiner Frau einen Autounfall, bei dem er sein KZG verliert. In diesem Zustand tötet er versehentlich seine diabeteskranke Ehefrau durch eine Überdosis Insulin. Er kommt in die Nervenheilanstalt. Dort erschafft er Lenny, einen Rächer und Helden mit aufregendem (farbigen) Leben. Immer seltener begegnen sich Lenny und Sammy. Aber wenn, dann scheint es für einen kurzen Augenblick, als würden sie sich kennen, "als sei es wie ein Blick in den Spiegel" (Klar, wenn der eine den anderen erschaffen hat). Sammy schreibt Lenny ständig Notizen und manipuliert Akten. Den Tod seiner Frau hat Sammy aus den Akten genommen, bzw. Hinweise darauf schwarz gefärbt. Lenny lässt er aus der Anstalt entfliehen. Er conditioniert sich zu Lenny - immer mehr. Lenny kann alles machen in dieser fiktiven Welt. Für uns Zuschauer ist diese Welt ohne Logik, denn es gelten ausschließlich die Regeln eines Kranken ohne KZG:

- Er kann töten (niemand wird je danach ermitteln, da er sich in einer Parallel-Welt befindet, die keine Regeln kennt, bzw. nur die Regeln, die Sammy für seinen Protagonisten Lenny zulässt). Dazu braucht er nicht einmal eine Waffe, die er selbst sogar entlädt. Er ist ja kein Killer sondern "ein Held, der etwas richtig stellen will". Wenn er eine Behauptung aufstellt und sie dementsprechend "vorbereitet" wird sie im nächsten "Flash" zu einem "Fact". Er muss nur daran glauben (dass es eine Welt außerhalb seiner Welt gibt).

- Er kann sich Mörder seiner Frau erfinden, so oft er will

- Er kann edle Kleidung tragen und teure Autos fahren, wie es ihm beliebt und man denke daran : ihm (hier ist eigentlich Sammy gemeint) ist es lieber, man hält ihn für einen Toten als für einen Mörder. Er kann auch jederzeit zu einer neuen Identität kommen, wenn er das wollte.

- Teddy, Natalie, Dodd, Jimmy - alle samt sind nicht real (vielleicht Parallelen zu realen Charakteren von Sammys Umwelt)

- Er ist quasi unverwundbar, weder Dodd noch Jimmy noch Teddy haben eine Chance gegen ihn (auch wenn er gerade nackt aus der Dusche kommt und ein 6'2"- großer Hüne mit einer Waffe vor ihm steht.)

Bei der Ermordung von Jimmy bekam aber die Welt von Lenny Kratzer, verdeutlicht durch die Kratzer in seinem Gesicht (Diese Kratzer dienen zusätzlich zur zeitlichen Einordnung der Geschehnisse). Lenny bemerkte nämlich, dass er benutzt wird und dass Jimmy gar nicht der Mörder seiner Frau ist. Der jenige, der ihn benutzt ist aber nicht Teddy, auch nicht Natalie sondern Sammy. Deshalb kommt für einen Moment Sammys Persönlichkeit durch und Jimmy nennt ihn im letzen Atemzug "Sammy". Die fiktive Heldenwelt von Lenny ist am Einstürzen (Teddys Aussagen erschüttern). Die Erinnerung ist Verrat, sie muss weg, Teddy muss sterben. Darf er (sein von Sammy erfundenes Team-Mitglied) Teddy benutzen um glücklich zu sein? In diesem Fall "Ja". Damit alles passt erfährt Lenny erst nachdem seine Welt ins Wanken kam, dass Teddy ein John G. ist. (Du bist ein John G., also kannst Du auch mein John G. sein.)

- Damit Lenny immer wieder in die (reale) Welt des Sammy zurückfindet und somit sich nicht ganz in der Parallelwelt von Lenny verliert, tätowiert sich sein Held Lenny "remember Sammy Jenkis" auf die Hand (nicht etwa irgendwohin auf den Körper). Dies macht er, damit er ständig die Ausgangstüre findet. "Remember Sammy Jenkis" ist eigentlich mit dem Ausspruch "Memento mori" gleichzusetzen, denn "remember Sammy Jenkis" soll Lenny an seine Endlichkeit erinnern, dass mit der Erinnerungstüre zu Sammy Jenkis die fiktive Welt von Lenny endet. Außerdem ist auch Lenny sterblich, spätestens in dem Moment, wenn Sammy selbst stirbt.

- Er kann jederzeit sich selbst so konditionieren, dass er den Mörder gefunden hat (I've done it) oder dass die Frau von Lenny (die es real ja nie gegeben hat) lebt, oder sogar beides. Alles ist erlaubt, er bestimmt die Regeln. Er muss es nur glauben und sich darauf konditionieren.

Nun kann man noch viele Sachen neu entdecken.

Wichtig ist dabei nur, dass man folgendes nicht vergisst:

1.) Sammy Jenkis gibt es wirklich.

2.) Er tötete versehentlich seine Frau mit Insulin.

3.) Lenny ist fiktiv nicht Sammy. Sammy sitzt im Sanatorium und lebt die meiste Zeit in einer fiktiven Welt als Lenny. (Einen hanebüchenen Überfall/Einbruch durch Drogensüchtige oder Dealer hat es nur in der fiktiven Welt von Lenny gegeben. Diese Erfindung braucht Sammy, damit er den Tod seiner Frau in die Welt des Lenny schieben kann und selber verstehen kann, warum seine Frau nicht mehr da ist. Denn er kann sich ja daran nicht erinnern, dass er sie versehentlich getötet hat. Die realen Fakten darüber wurden von ihm aus den Akten genommen. Als Lenny darf er sich aber an den Tod seiner realen Frau erinnern. Diese Konditionierung stammt wohl aus der Zeit, als die Akten noch vollständig waren.)

4.) Sammy besitzt nun durch Lenny eine aufregende, farbige Welt in der er der Held ist und die ihn "glücklich" werden lässt. Tatsächlich vegetiert er in irgend einem Sanatorium vor sich hin. Memento mori!

Zudem hat Nolan eine wirkliche filmische Gemeinheit für den linear funktionierenden Verstand des Zuschauers eingebaut. Nicht nur die rückwärts laufenden farbigen Szenen, auch seine Doubletten. Dies ist äußerst genial:

Er packt immer eine zweite Variante/eine Kopie in das Geschehen um den Zuschauer zu verwirren. Dies könnte auch eine Anlehnung daran sein, wie sich Lenny seine Fakten erschafft:

- es gibt zwei Papiertüten (die eine in Zimmer 21, auf die sich Lenny notiert, dass er sein Bein rasieren muss, die andere, auf der Natalie den Termin um 13.00 Uhr notiert. Man denkt sich noch, was sucht diese Tüte in Zimmer 21)

- es gibt zwei gleiche Waffen (die eine, mit der Lenny zum Bad beim Überfall geht, die andere, die er bei Dodd findet)

- Nolan lässt in der alten Baracke zwei Morde geschehen, damit sich der Zuschauer immer wieder ins Gedächtnis rufen muss, bei welchem Mord er nun dabei ist - bei Jimmy oder bei Teddy. Bei späteren (oder besser früheren) Szenen verwischt und vermischt sich dies immer wieder.

-Lenny ist zwei mal bei Natalie zuhause (das erste Mal, nachdem sie ihn von der Bar mitnimmt und auf Dodd ansetzt, das zweite Mal als Lenny die Sache mit Dodd erledigt hat.

- Lenny hat zwei Zimmer im Discount Inn. Wo wohnt er gerade.

usw.

Wenn man über diese Punkte nachdenkt, kommt man natürlich recht schnell auf die korrekte Einordnung. Das Verflixte daran ist aber, dass während der Bedenkzeit der Film weiterläuft und man das Gefühl bekommt, etwas Wichtiges verpasst zu haben. Man muss dann aus eigenen Annahmen Fakten machen, um eine neue Szene aufzuarbeiten. So wie Lenny. Das Nachdenken über etwas Irritierendes ist der Moment in dem das Erlebte der letzten Szene gelöscht wird.

Wo bin ich stehen geblieben?

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minate

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äußerst gute erklärung, wobei ich zugeben muss auch hier etwas verwirrt zurückbleibe. mir fielen während des films so viele dinge ein über die ich nicht konstruktiv nachdenken konnte weil er ja eben weiterging und mich mit weiteren solchen dingen "beschmiss" ich werde ihn auf jeden fall noch mal sehen müssen. was ich bei dem film auch noch äußerst gut fand ist, dass man selbst ein gefühl dafür kriegt, wie es ist kein KZG zu haben. Das ist als würde man als Sehender einen realistischen Eindruck dafür kriegen, wie ein Blinder sich fühlt. Hast du eine Idee warum Natalie ihm anscheinend helfen will, ihn dann aber ausnutzt um Dodd zu erledigen und dabei trotzdem so liebevoll mit ihm umgeht, sprich wie sie ihn anfasst und ansieht, insbesondere wo sie ihn bittet über seine Frau zu reden? Wenn sie erfunden ist, welche Bezugsperson aus der Realität hatte sie dann? Und meinst du dass Sammy, so wie man ihn als älteren Mann zu sehen kriegt auch so aussieht und sich den gutaussehenden Lenny ausdenkt? Und wenn ja, wieso? Wieso erfindet er sich einen Gutaussehenden? Schönheitswahn? Medieneinfluss?


AddictedToIan

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Bewertung5.5Geht so

[SPOILER]

Das darf doch nicht wahr sein. Ich glaub' ich seh nicht Recht.
Die Story bietet so viel Potential, so viele Möglichkeiten das Ganze mit einem epischen Twist umzukehren und den Zuschauer völlig in die Irre zu leiten. Aber für mich war es eher eine Riesenenttäuschung.
Völlig genretypisch wird aufgelöst indem sich der eigentliche "Held" als halluzinierender Realitätsverdränger entpuppt. Ich bin selten so enttäuscht gewesen.
(Nur mal so am Rande: Bin ich die Einzige, der aufgefallen ist, dass es erschreckend viele Paralellen zu "Shutter Island" gibt? ^^)

Die Erzählweise, diese ganze Rückwärts-Sache schien am Anfang noch interessant, experimentell- dennoch hat es mich nach 45 Minuten schon tierisch genervt. Vom Zuschauer wird enorm viel verlangt, man braucht eine große Aufmerksamkeitsspanne um alle Details wahrzunehmen.
Ist man mal 2 Minuten nicht ganz so aufmerksam, versteht man die nächsten 20 schon nicht mehr. Und so sollte man kein Unterhaltungskino machen. Unglaublich anstregend diesen Film zu sehen und ehrlich gesagt hatte ich mitten drin auch schon keine Lust mehr darauf.
Zumal die Story sich endlos hinzieht und der Anreiz den "Twist" zu erfahren absolut gegen Null geht. Ich habe es mir irgendwie gedacht dass Leonard am Ende doch der Wahnsinnige ist. War doch völlig klar, dass Teddy zu Unrecht starb. Ich bitte euch, wenn man das Ende eines Films schon vorzieht muss doch offensichtlich sein, dass was daran nicht stimmen kann.
Ich kann gar nicht nachvollziehen wieso so viele diesem Film heir Topbewertungen geben- an die typischen Twist Filme wie "Fight Club", "Sixth Sense" oder "Shutter Island" kommt "Memento" nicht mal im Geringsten ran.
Die Story wirkt völlig lieblos hingeklatscht auch wenn ich zugeben muss, dass es mich ein klein wenig gefesselt hat- was aber mehr an Guy Pearce und seiner liebenswerten Art den verpeilten Pseudodetektiv zu spielen lag als an der ach so tollen Geschichte.

Und wirklich verstanden habe ich die Sache mit der Frau auch nicht. Am Ende ist alles völlig wirr durcheinander geworfen worden.
Ich versuch's trotzdem mal: Sammy Jankis hatte keine Frau - dennoch hatte er diesen Gedächtnisschwund. Und Leonards Frau hatte Diabetes- aber hat er nun ihr die tödliche Überdosis verpasst oder wurden beide einfach von dem Kerl im Badezimmer erschlagen?
Ist auch egal.

"Memento" ist keinewegs so tiefsinnig wie hier plädiert wird. Einmal sehen reicht, hat mich genug aufgeregt.
Und das Ende haben sie auch verhunzt finde ich. Anstatt die Rückblenden nochmal unnötigerweise abzurunden hätten sie nach diesen Sätzen ausblenden sollen:

Leonard: [...] You think I just want another puzzle to solve? Another John G. to look for? You're John G. So you can be my John G... Will I lie to myself to be happy? In your case Teddy... yes I will.

Fände ich absolut genial als Schlusswort und hätte dem Film locker noch nen Extrapunkt eingebracht.
Aber was weiß ich schon.^^
Man, hat mich der Twist enttäuscht ich bin richtig sauer deswegen -.- 100 Minuten meines Lebens verschwendet. Dennoch gibt es satte 5.5 Punkte- die Storyansätze sind ja ganz passabel. Nur die Umsetzung völlig daneben.

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AddictedToIan

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haha ich wusste es!^^ ich glaub ich überdenk meine wertung für Shutter Island nochmal. Immerhin ist der 10 Jahre jünger als Memento.


Gearbreaker

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1. Memento ist absolut kein "Unterhaltungskino" - wer einen komplexen Film sehen will, aber sich nicht die Mühe machen will den Film wirklich zu 'sehen' und nicht nur zu 'konsumieren', sollte sich eher einem Film Inception zuwenden (guter Streifen, bei dem dann tatsächlich auch stimmt, dass er komplexer wirkt, als er ist). Dieser Film hier ist definitiv nicht dazu gedacht sich nur berieseln zu lassen.
2. Ist der Punkt, dass sich Lennys Figur am Ende als etwas anderes rausstellt, als man am Anfang dachte auch nicht das zentrale Element der Handlung. Es ist kein "Twist-Film" im typischen Hollywood-Sinne, kein Horror-Film a la "Sixth Sense". Es geht unter anderem mehr darum, dass sich während des ganzen Film nach und nach die ganze Welt auf den Kopf stellt, z.B. die Barkeeperin, die sich en passant ebenso als anders herausstellt, bei Teddy ebenso und so weiter. Die Andeutungen, dass Lenny sich eine Welt konstruiert, sind dutzendfach vorhanden im Film und (glücklicherweise) nicht so offensichtlich, dass sie einem permanent ins Gesicht gedrückt werden. Der Fall eines Films, bei dem man wahrnehmen muss um seine Qualität zu erkennen.
3. Wirklich verstanden hast du die Sache mit der Frau nicht? Sie wird ganz expliziert erklärt im Film. Es wird sogar gesagt, was mit der Frau war.
Empfehlung: Sieh dir den Film nochmal an, diesmal aber ausgeschlafen und mit offenen Augen.


blablabla2011

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Bewertung5.5Geht so

vürn arsch
trotz culer idee !!!!!!

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Sumsi79

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goiles riwiu


blablabla2011

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hör auf zu profoziren !!!


Keky

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Mindfuck Film wie er im Buche steht!!!
Memento ist ein Film, bei dem ein einmaliges anschauen nicht bei jedem ausreicht, um die gesamte Handlung nachvollziehen zu können und die Probleme des Hauptcharakters nachvollziehen zu können. Zur Handlung selber sag ich hier nichts, da gerade der Versuch diese nachzuvollziehen die Faszination des Filmes ausmacht.
Memento ist ein Muss für alle Filmliebhaber, die das außergewöhnliche Kino suchen ohne vom Mainstream nicht allzu weit abzuschweifen. Bei Memento weiß man bis zum Schluß nicht sicher, wie er aus gehen wird. Ein Film mit gute Story, ein originelles Drehbuch durch den 'Rückwärts Trick' und gute Schauspieler. Und ein zweites Mal anschauen verstärkt den "Aha Effekt". Abgesehen davon transportiert der Film auch noch die eine oder andere Botschaft ohne damit aufdringlich zu sein. Auf jedem Fall ein Film, den man gesehen haben sollte! ;)

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Selcarnor

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Bewertung7.0Sehenswert

>Memento<. Einer von >Christopher Nolens< früheren Werken und schon damals hatte er ein Gespür für vertrackte Geschichten, wo man die gesamte Laufzeit über sein Hirn angeschaltet lassen sollte.

1. Optik

Die Kamera ist gut und ordentlich, aber sonst kann ich nicht viel schreiben. Es gibt noch einige Schwarz-Weiß-Szenen, die die Ereignisse vor der eigentlichen Handlung zeigen und vom Schnitt kann man nur sagen, dass der Film nur aus Rückblenden besteht. Sonst gibt es nichts, was ich hier hervortun könnte.

2. Musik

Ein minimaler, aber intensiver Soundtrack, der immer im Hintergrund präsent ist und im Grunde nichts weiter als eine Abfolge von hoffnungslosen Tönen darstellt.

3. Inhalt

Im Film sind Erinnerungen wertlos, weil nicht vorhanden. Das Gedächtnis des Hauptprotagonisten löscht sich in bestimmten Abständen immer selbst, sodass er kein Kurzzeitgedächtnis besitzt. Der Grund ist der Unfall und das Letzte woran er sich davor noch erinnert ist der Tod seiner Frau. So entstand die einzige noch verbliebende Konstante in seinem Kopf: Der Wunsch nach Rache. Der Film zeigt das Ende seines Weges und rekapituliert dann alle vorherigen Ereignisse (er läuft gewissermaßen Rückwärts) und führt auf einen Pfad wo nur Fakten zählen, sich alles verzerrt, wo immer neue Fragen und Antworten kommen, wo der Protagonist Dinge erlebt, die bald für ihn in Bedeutungslosigkeit verschwinden und dann schließlich in eine grandiose Auflösung mündet.
Die Story von >Memento< ist wirklich fabelhaft, logisch, berechnend und schlichtweg genial. Man muss Konzentration mitbringen und teilweise wirklich Rückwärts denken um mit den Erzählstil fertig zu werden.
Spannung ist ebenfalls vorhanden und auch die Charaktere und Dialoge sind ausgefeilt.
Allerdings kommt nun eine Schwäche von mir zutage: Auch wenn ich anderen >Nolan<-Filmen gute Wertungen gegeben habe, werde ich dennoch nie ein Fan von ihm sein. Seine Werke sind für mich teilweise zu kalt, als dass ich sie lange im Kopf behalte und auch wenn seine Personen in den Geschichten immer gut gemacht sind, waren sie mir größtenteils immer egal. Auf mich wirken sie einfach blass. Hier in >Memento< finde ich es besonders schlimm und richtig warm wurde ich nie mit dem Film.

4. Fazit

Wer schon die anderen >Nolan<- Filme verehrt, wird vollkommen zufrieden mit >Memento< sein. Die Geschichte ist wie immer verzwickt und voller Wendungen und man bekommt wirklich genug Futter für den Kopf.
Die Gründe für meine doch eher bescheidene Bewertung sind die oben angesprochenen subjektiven Aspekte und eine Empfehlung könnte ich ohne Probleme geben, da der Filme auf seine Weise wirklich perfekt ist.

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Toblerone

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Bewertung7.0Sehenswert

Nett getrickst. Damals konnte Nolan das noch. Fein inszeniert und schön erzählt, wenn auch leichter konstruiert als man beim ersten Mal vielleicht denkt.

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blockbusterandmore

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Bewertung10.0Herausragend

"Meine Frau verdient, dass ich sie räche. Da spielt es keine Rolle, ob ich davon weiß. Nur weil ich mich an bestimmte Dinge nicht mehr erinnere, heißt das nicht, dass das, was ich tue bedeutungslos ist. Die Welt verschwindet nicht einfach, wenn du die Augen schließt." -

Die folgenden Abschnitte enthalten Spoiler…

Betrachtet man sich Christopher Nolans mittlerweile zum Kult aufgestiegenen "Independent Hit" Memento auch 10 Jahre nach dessen Premiere, fällt einem deutlich auf, wie konventionell / spießig und einfallslos viele Genrebeiträge in diesen Tagen immer noch inszeniert werden. Dabei ist "Memento" doch ein starker Wink mit dem Zaunpfahl, wie man dem Kinobesucher von heute doch mit mit neuen Ideen überraschen kann, damit dieser sich nicht mehr nur noch von überbordenden Bilderfluten im Minutentakt berieseln lassen, dabei sein Konzentrations- und Aufmerksamkeitsvermögen gen Null runterführen und das fadenscheinige / hanebüchene Argument einbringt muß: ja, auch ein unterdurchschnittlicher Film kann Spaß machen und ist halt Geschmackssache. Aber mit der ausgelutschten "Plattitüde" Geschmackssache kann man sich mittlerweile auch Tiefflieger Blockbuster wie "Green Lantern" schönreden.

Memento ist ebenso der Beweis für alle qualitäts- / innovationsfaulen und finanzraffgierigen Studios, Produzenten, welche lieber in ihrem eigenem Schlaraffenland dahin vegetieren möchten, wie man noch bodenständige Filme inszenieiren kann, die nicht nur vorgaukeln, den Betrachter erstnehmen zu wollen. Und wenn man glaubt in Hollywood funktioniert nichts mehr, dann muss halt Christopher Nolan her, der auf gängige Dramaturgie, ausgetretene Genrepfade und beliebig dargebotene Plots einfach pfeift. Letztendlich wäre es ebenso zu kurzsichtig, den durchweg originellen Aufbau "Mementos" als eine reine, nette Idee einzustufen, die früher oder später für den Betrachter nicht mehr von Bedeutung ist. Vielmehr ist Nolans über die gesamte Laufzeit des Films unkonventionelle dramaturgische Konstruktion Teil eines überaus brillanten psychoanalytischen Konzepts (Stichworte: anteograde Amnesie, die subjektive, verzerrte Wahrnehmung der Realität), welches von einer Art Noir / Krimigewand stets exzellent eingekleidet wird. Den oft gemachten Vorwurf der Langatmigkeit oder sogar einschleichender Langeweile kann man nur nachvollziehen, wenn man "Memento" aus einer falschen Erwartungshaltung bzw. falschen Perspektive heraus betrachtet: "Memento" als eine gewisse Art von "Noir Krimi" betiteln zu wollen, mag auf der einen Seite zwar richtig sein wollen, ist im Endeffekt aber wieder falsch. In Memento gibt es mit Sicherheit zwielichtige, herumgeisternde Cops, Dealer, ein undurchsichtiges Gift und eine persönliche Vendetta des Protagonisten Leonard Shelby (eigentlich Sammy Jankis, Christopher Nolan lässt uns ihn die verzerrte Warhnehmung dieser Person als über weite Teile dargestellte Figur Leonard Shelby eintauchen) aber letztendlich geht es Regisseur Christopher Nolan darum, dem Betrachter eine menschliche / psychologische Tragödie vor (auch zwischendurch manipulativen) verbrecherischem Background zu erzählen, und nicht darum einen Kriminalfilm vor schockierendem, psychologischem Background.

Von Langatmigkeit in Memento kann kaum die Rede sein, denn Christopher Nolan legt seine einzelnen rückwärts und vorwärts erzählten Etappen relativ überschaubar / im Rahmen von 5 Minuten bzw. Häppchen weise an, bricht konsequent mit der Erwartungshaltung des Betrachters und fordert diesen jederzeit heraus, aktiv mitzudenken / den eigenen Grips anzustrengen um mitpuzzeln zu können. Und ab und an werden manche Etappen nicht nur brillant erzählt sondern auch mit einem gewissen Maß an Spannung versehen, "WENN" es halt erforderlich ist (Shelbys Verfolgung etc.). Nolans Leonard Shelby ist eine nur noch tieftraurige Person, mit dessen Schicksal man einfach nur noch Mitleid haben muss und dem man doch noch irgendwie die Daumen drückt, dass er seinem persönlichen Dilemma entfliehen kann (Stichwort Empathie), er bekommt bei einem Überfall in sein Haus durch einen Verbrecher die Kopfnuss seines Lebens, vergisst immer wieder im Laufe des Films was er getan hat, auch das er seiner Frau mehr als einmal eine Insulinspritze gegeben hat und so zum Mörder wurde! Im medizinischen Sinne wird diese Form seiner auftretenden Krankheit als anterograde Amnesie bezeichnet. Und die Quintessenz ist, das der Versicherungsvertreter Shelby ewig auf der Jagd nach dem Mörder sein, sich ewig weiterhin die falsche Fährte legen und sogar Menschen auf dem Gewissen haben wird, die es a) entweder gut mit ihm meinen oder b) wie einige zwielichtige Personen ihn ausnutzen wollen! Weil er sich Aufzeichnungen anfertigt über alles und andere Personen für die Mörder seiner Frau hält… Die Jagd nach dem Mörder wird nie aufhören…

"Memento" von Christopher Nolan erweist sich als cleveres, inszeniertes Spiel mit Netz und doppeltem Boden, als überaus brillant konzipierte Kopfnuss von entsprechender Qualität, stellt sich aber auch genauso als exzellentes Psychogramm heraus, das sich mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzt: was würde geschehen wenn der Mensch über kein funktionierendes Gedächtnis mehr verfügen würde? In wie weit ist der Mensch von seiner subjektiven Wahrnehmung der Realität überhaupt abhängig? Wäre man bei einer schon hochgradigen Verzerrung der Wahrnehmung / wenn man sich nicht mehr auf diese verlassen könnte, dann noch Herr seiner selbst? Mit diesen letzten beiden Frage Stellungen beschäftigte sich Christopher Nolan aktuell auch in seinem letztem Beitrag "Inception.. Und in "Memento" hinterlässt er dem Betrachter ein Psychopuzzle, das fesselt und sich vordergründig mit dem Aspekt beschäftigt, wie manipulierbar der menschliche Geist ohne Erinnerungsvermögen auch durch Außenstehende ist bzw. wie leicht man der Willkür anderer dann ausgesetzt sein kann, ein Aspekt welcher ebenfalls Einzug in "Inception" erhielt. Christopher Nolan möchte nicht den Geist des Betrachter mit mathematischen Formeln verwirren, sondern diese so zusammenfügen, das am Ende eine perfekte Gleichung entsteht. Und in dieser Gleichung ist Guy Pearce die Rolle des mit vordergründiger Härte gespielten, aber doch sehr verletzlichen Opfers Shelby wie auf den Leib geschrieben, Carrie Ann Moss legt als Natalie Authenzität und manipulative Wandlungsfähigkeit an den Tag. Joe Pantaliano überzeugt als zwielichtiger Teddy… Und last but not least serviert Wally Pfister passend zu einem minimalistischem, aber wirkungsvollem Score die entsprechenden, qualitativ hochwertigen, breiten Bilder, die sich auch vor "The Dark Knight" nicht zu verstecken brauchen…
Du Freak, du weißt nicht was aus dir geworden ist…

Fazit: Memento ist schlicht und ergreifend ein auf den Punkt funktionierender, faszinierender Film, ein Meisterwerk…

"Ich muss an eine Welt außerhalb meiner eigenen Gedanken glauben. Ich muss daran glauben, dass das, was ich tue, auch einen Sinn hat - selbst wenn ich mich nicht erinnern kann. Ich muss daran glauben, dass, wenn ich die Augen schließe, die Welt noch da ist. Glaube ich, dass die Welt noch da ist? Ist sie immernoch da? Ja. Wir alle brauchen Erinerungen, damit wir nicht vergessen, wer wir sind. Das gilt auch für mich." -

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CarrionFairy

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Bewertung2.5Ärgerlich

ih-ah.
das war also so hochkomplex, voll innovativ und total spannend?
computer sagt NEIN,
la computadora diche que NO!!!
das einzig geile war ein musikalischer beitrag von gott david bowie im abspann.
die auflösung macht mich richtig sauer und die erzählweise... gott, ich glaube selbst nicht, dass ich das sage, aber ist von gaspar noé nur ein jahr später zwar wahrscheinlich geklaut gewesen, aber 30 mal besser umgesetzt worden.
da fand ich den sondertrash deep blue sea mit dieser hardcore ehrgeizigen ärztin und ihrem demenzkranken vater für den sie die haie genmanipulieren will emotionaler...
eine vorhersage von 8.5! acht komma fünf!
ich werde jetzt ratlos zu bett gehen, mich in den schlaf weinen und versuchen, meinen platz in der welt zu finden.
vielleicht sollte ich mich rebooten oder ein neues betriebssystem draufspielen.

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Eigenbrötler

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Nachdem ich so viel extrem positives und extrem negatives über den Film hörte und las, sollte ich mir den in Bälde auch in die Augen drücken...


CarrionFairy

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ich bin gespannt, wie du ihn findest


Bubuma

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Bewertung7.0Sehenswert

Vorhersage 9.0.... aber nur weil etwas "neu" oder "anders" ist, ist es nicht immer autmatisch "gut" oder ""besser".
Wer weiß, vl muss ich den Film auch einfach nur nochmal anschauen.

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Nemsis

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Bewertung6.5Ganz gut

.Botschaft die und Schluss der ist, ist gut sehr Film dem an was einzige Das. billig ziemlich Story die ist, würde erleben Rückwärst nicht Film den man Wenn
.nachzudenken Film den über anregen dazu einen die, arbeitet Materialen mit er indem,
ausblendet Story billig eine man wie, einfach weiß Nolan.
Meisterleistung eine Umsetzung und Idee die aber, mies daher ist Story Die.

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TheDrPepperPower

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Yoda hat gesprochen:)


Maracaibo

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!Kommentar diesen für Dank vielen


ElWray

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Fantastisch,großartig,bewegend all das ist Memento.
Da hat er mich von Anfang an überzeugt,eine tolle mitreissende Geschichte.
Man hat Mitleid mit dem Protagonisten aber muss auch Stellenweise über „ihn“ lachen.
Alleine die stelle auf dem Klo ist meiner meiner Meinung nach zum brüllen...
Der gesamte Aufbau von Memento ist brilliant vom Anfang hin bis zum Ende das dann wie schlag ins Gesicht kommt,ganz großes Kino.
Gefällt mir..

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Audreyfan

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

GENIAL- das ist zusammenfassend das, was man über den Film sagen kann...

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Haschbeutel

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Bewertung7.0Sehenswert

Kommen wir aber nun zum Abschluss, meiner Enttäuschung wurde genug Raum gewidmet. Insgesamt bleibt ein durchaus "sehenswert"er Streifen der Genreneulinge definitiv bei Laune halten wird, was bei knapp zwei Stunden Spielzeit auch durchaus eine Leistung ist. Die kurzweil und Erzählweise täuschen aber eben halt nicht darüber hinweg, dass nur bekannte Elemente aufgewärmt zubereitet als frische Waren serviert werden wollen. Der Genießer mag zwar Geschmack daran haben, fühlt aber, dass da nichts drin ist, was man nicht vorher schon viele Male wo anders vorgekaut bekommen hat. Vielleicht waren die Erwartungen dann aber auch einfach nur zu hoch. Schade.

"Now... where was I?"

So gerne ich in MEMENTO das Meisterwerk gesehen hätte, das mir immer empfohlen wurde, so leid tut es mir, dem Film meine herbe Enttäuschung anmerken zu lassen. Der Klasse Anfang täuscht mich leider nicht darüber hinweg, dass hier nur eine banale 08/15 Schizonummer in das Demenz-Gewand gepackt wird. Vielleicht liegt es daran, dass ich Filme wie THE MACHINIST, FIGHT CLUB, STAY und PULP FICTION schon zu oft gesehen habe, als dass mich irgend etwas an diesem Film aus den Latschen hauen würde. Die versatzstückweise Erzählstruktur hat mich, wie bereits gesagt, nur anfangs gefesselt, die Auflösung habe ich zwar in der dieser Art nicht erwartet, aber etwas in der Richtung schon vorhergesehen - interessant war lediglich, wie es denn nun genau war. Und die Auflösung kam dann, wurde mit einem "Also doch." abgetan und als unbefriedigend ad acta gelegt.

An der Besetzung gab es natürlich nichts auszusetzen. Auch wenn das da oben alles recht hart klingt - inszenatorisch macht Nolan keiner was vor. Das Setting ist klasse, die Schauspieler ziehen sofort nach wenigen Sekunden in ihren Bann; Guy Pearce spielt seinen dementen Tattooneurotiker mit überzeugender Hingabe, Carry-Ann Moss zeigt einmal mehr, dass sie mehr kann, als mit Neo als Betthäschen zu fungieren und Joe "Cypher" Pantoliano ist einfach klasse. Der Wandel vom Antagonisten zum Sympathieträger und bemitleidenswertem Opfer ist großartig.

"What's the last thing that you do remember?"

Tja, das war er also. MEMENTO. DER Mindfuck-Streifen, bei dem ich in Empfehlungen auch gleich noch ein "Meisterwerk" und "genialster Film ever!" mit um die Ohren geschlagen bekomme. Was soll ich sagen, der Anfang war klasse, dass der Film gleichzeitig vor- und - in den Flashbacks - rockwärts läuft ist durchaus ein klasse Einfall. Spätestens bei der fünften Wiederholung war ich dann allerdings gelangweilt und wünschte mir, dass die Abschnitte etwas länger gehen würden. Der "Wow, klasse" Effekt geht einfach wahnsinnig schnell flöten. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass man mir zwangsweise vorschreiben wollte, den einzig guten Einfall am Film immer und immer wieder vorgaukeln zu müssen um mir Mindfuck vorzutäuschen. Das ist als würde ich einen Kommentar schreiben, in dem immer und immer wieder die gleichen Kritikpunkte aufgegriffen werden, was allerdings dadurch kaschiert wird, dass man mit dem Fazit anfängt und dann Rückwärts die Absätze hinzufügt.

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ShadowBroker

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Auch wenn der Film nicht besonders actionreich ist baut er eine riesen Spannung auf und zwar einfach dadurch, dass der Haupthandlungsstrang chronologisch rückwärts läuft. Man ist dauerhaft, wie auch Leonard selbst, auf der Suche nach dem Grund für seine Taten und verfolgt seinen Handlungsweg so Stück für Stück. Würde man nur eine Szene verpassen, fehlt ein Puzzleteil und man versteht den Film vielleicht schon nicht mehr gänzlich. Ich muss sagen als ich am Anfang das Ende gesehen hatte, war ich etwas enttäuscht und fragte mich wie Nolan das noch so drehen will. Aber es geht alles auf und am Ende ist das eigentliche Ende wirklich nur der Anfang vom Ende...?!

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sanni90

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mir hat besonders die Mischung aus der Erzählweise und der Handlung gefallen, die sich zum Ende/Anfang zu mehr entwickelte, als einem einfachen Thriller mit einem aufgeschlüsselten Ende auf dem Präsentierteller.

Wäre die Story einfach nur rückwärts gelaufen, gemeinsam mit den vorwärtslaufendenden S/W Szenen, in denen einfach banal erzählt wird, wie es zu dem "Mord" an seiner Frau und den anschließenden Geschehnissen kam, wäre der Film vielleicht aufgrund der Idee eine 6.5/7.0 wert.
Jedoch ist das Ergebnis bei weitem nicht banal. Denn es liefert Möglichkeit zur Interpretation. Was ist nun wirklich geschehen, was war Fiktion, was real? Man muss sein Köpfchen einschalten und kann nicht nebenbei mal kurz das Essen aus dem Ofen holen.
Denn dann hätte man wahrscheinlich wichtige Informationen und Hinweise verpasst und wüsste nicht mehr, warum das, was gerade geschieht, geschieht.

Vielleicht kommt er nicht in einer Blockbusterqualität daher, aber die Idee ist großartig und erfüllt auch so ihren Zweck.

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Mr.Film

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Bewertung6.0Ganz gut

˙5180 slɐ ɹɥǝɯ sʇɥɔıu ɥɔıs uɐ ʎɹoʇs ɹǝp pun uǝɹǝʇʞɐɹɐɥɔ uǝp uoʌ ʇsı "oʇuǝɯǝɯ" uuǝp ˙ǝpɐssɐɟ ǝıp ɹǝʇuıɥ ǝuɹǝƃ ɥɔı ǝʞɔılq ɥɔopǝɾ ɹǝıɥ 'ʞɔıɹʇɹǝqnɐz ɹǝɥɔsıʇäʇsǝɾɐɯ zuɐƃ uıǝ lǝıdsıǝq ɯnz ɥɔıɯ ɹüɟ ʇsı uoıʇdǝɔuı 'uɹǝqnɐzɹǝʌ uɐlou uoʌ ǝuɹǝƃ ɥɔıɯ ǝssɐl ɥɔı ˙ɹǝqnɐz ɹǝp ʇsı sɐp ˙ɹnʇʞnɹʇsuoʞ ǝxǝldɯoʞ ǝƃılıǝɥuıǝɥɔs ǝsǝıp ˙uɐlou uǝɹɹǝɥ ɯǝp ʇıɯ sǝ ʇsı osnɐuǝƃ ˙"ɐɥɐ" ɥɔıs ʇʞuǝp pun uǝpɹǝʍ ʇsölǝƃɟnɐ sʞɔıɹʇ ǝıp oʍ ƃunpuǝs ɹǝuıǝ uı ʇǝpuɐl 'ɯnɹ ʌʇ ɯı uɐɯ ʇddɐz uuɐp ɥɔop ˙"ʍoʍ" ɹnu ɥɔıs ʇʞuǝp pun ʇɹɥüɟɥɔɹnp sʞɔıɹʇ ǝıp ɹǝıƃɐɯ uıǝ ǝıʍ ʇɥǝıs uɐɯ 'sʞɔıɹʇɹǝqnɐz uǝlɐɯɹou uǝp ʇıɯ ǝıʍ os uǝqǝ ʇsı sɐp ˙ʇɹǝqnɐzɹǝʌ ǝƃuǝɯ ǝıp 'ʇɥɔsnäʇ ǝƃuǝɯ ǝıp uɐɯ ǝıʍ ßıǝʍ ɹǝ ˙ɹǝɹǝqnɐz ɹǝuıǝlʞ uıǝ ʇsı ɹǝ ¿sɐp ɹǝ ʇɥɔɐɯ ǝıʍ ɹǝqɐ ˙uǝɥɔɐɯ ǝɯlıɟ ǝʇnƃ uuɐʞ ɹǝ ˙ʇnƃ sɐʍʇǝ uuɐʞ uɐlou ˙uuɐʞ uǝssɐl uǝɟnɐl sʇɹäʍʞɔüɹ ɯlıɟ uǝp uɐɯ sɐp ʞɔǝʍz ɯǝp ɹnu ʇuǝıp sɐp ɹǝqɐ 'uǝplıq nz uǝƃunɹǝuuıɹǝ uǝɹolɹǝʌ ʇıǝʞƃıɥäɟ ǝıp ʇɐɥ ɹǝ 'ʞo 'ʇnƃ ɐu ˙llıʍ uǝɥɔäɹ nɐɹɟ ǝuǝqɹoʇsɹǝʌ ǝuıǝs ɹǝp uǝdʎʇ uǝuıǝ ɯn ɹnu ʇɥǝƃ sǝ ˙lǝıʌ ʇɥɔıu ʇǝʇǝıq ʎɹoʇs ǝıp uuǝp ˙ʇɥɔɐɯ ʇuɐssǝɹǝʇuı os 'puǝƃǝɹɟnɐ os "oʇuǝɯǝɯ" sɐʍ ǝƃızuıǝ sɐp ɥɔılʞɹıʍ ɥɔnɐ ɹǝqɐ ʇsı sɐp ˙uɐʇǝƃ 'ʇɥɔɐɯǝƃ "˙ʇsɥɔnɟǝƃsnɐ uoɥɔs ɐɾ ʇsı ʇɟnäl sʇɹäʍʞɔüɹ lɐɯ ɥɔɐɟuıǝ ɹǝp 'uǝɥǝɹp nz ɯlıɟ uǝuıǝ 'ǝǝpı ǝıp 'ɹɐoʍ" uɐlou ɹɹǝɥ ɹǝp ɥɔıs ʇʞuǝp ɐp pun 'ɐɾɐɾ
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Mr.Film

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Da fühlt sich mal wieder ein Fan beleidigt ;)


vanilla

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nein gar nicht, normal triffst du oft meinen Geschmack, sowohl bei der Bewertung als auch beim Kommentar. Leider nicht in diesem Fall.


Joeyjoejoe17

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

" Ein entwickeltes Polaroidfoto in der Hand eines Unbekannten. Darauf zu sehen ein toter Mann. Es wird geschwenkt. Nur nach und nach, ganz langsam, wird das Bild blasser. Erneutes Schütteln, das Abgelichtete verblasst zunehmend. Wiederum wird das Foto bewegt, und das Polaroid ist weiß. Es wird bewegt und in die Kamera geschoben. Der Apparat zieht es in sich. Ein Blitz. Man sieht eine Patronenhülse auf dem Boden, sie bewegt sich, fängt das Schweben an, gleitet unter einem grellen Mündungsfeuer zurück in die Waffe, der Verschluss fährt nach vorne und der Abzug wird losgelassen. Ein Schrei ertönt. "

Wie sich später herausstellen sollte wurde dieser Nolans Christopher einer meiner absoluten Lieblingsregisseure. Doch das ist eine andere Geschichte. Was allerdings noch zu dieser hier gehört, ist, dass mich der Streifen derart gefesselt hatte, dass ich die Videokassette zurückspulte und diesen einen meiner heutigen Lieblingsfilme zugleich noch einmal anschaute, diesmal sogar in einem Stück, denn ich war noch so geistesgegenwärtig und habe die Werbung herausgeschnitten.

Ach ja, da gab es ja diesen Typen, Sammy Jenkins hieß der, der hat auch an Gedächtnisverlust gelitten. Von ihm hat der Lenny diese ganzen hilfreichen Tipps. Vor allem das mit der Konditionierung. War echt clever. Der Film läuft weiter, neigt sich dem Endenanfang bzw. dem Anfangsende und mein Herz ist im Dauerflattern, mein Adrenalinspiegel so hoch, würde ich in Holland leben gäbe es Land unter. Es ist vorbei und ich sitze vollkommen baff, schockiert, fasziniert und fassungslos da, habe von dem Regisseur mindfuck-mäßig derbe eins auf die Fresse bekommen und kann die Zusammenhänge noch nicht ganz zuordnen. Ich suchte im Teletext den Namen des Filmemachers heraus. "Christopher Nolan" Ne, sagt mir nix der Name. Wer ist das? Ist auf jeden Fall ein cleverer Kerl, wie will man sonst auf diese intelligente Idee kommen und die Handlungsstränge derart gekonnt ineinander verschachteln und den Zuschauer trotzdem nicht mit fliegenden Fragezeichen um den Kopf zurückzulassen? Nolans Christopher also…

Habe ich wirklich alles vergessen? Ach nein, ICH habe ja diese Gedächtnisstörung nicht, das ist ja der Typ im Film, der arme Kerl. Wie muss es sein, wenn man sich nicht daran erinnern kann, was man vor 15 Minuten erlebt hat? Wie schlimm kann es sein, den Sex seines Lebens zu haben und sich kurz danach nicht mehr daran erinnern zu können? Oder im eigenen Bett aufzuwachen und neben sich eine Fremde liegen zu sehen? Ist es überhaupt das eigene Matratzenlager? Eine Bibel im Schubfach der Kommode würde Aufschluss geben, schließlich hat man sich zur Vergewisserung des eigenen Lebens konditioniert…

Die Geschichte ging weiter, wurde zunehmend komplexer, interessanter und spannender. Dieser eine Typ, der Teddy, warum ist der so wie der ist? Sagt er wirklich die Wahrheit, oder versucht er Lenny hinters Licht zu führen? Und diese Frau, Natalie. Sie sieht ja richtig gut aus, trotz dass ihr Gesicht von Schlägen gezeichnet ist. Sie scheint sympathisch zu sein und mir helfen zu wollen, ich beginne auch, in ihr einen Tröster und Wegbegleiter zu sehen. Sie hilft mir bei der Suche nach meiner Erinnerung, die Stück für Stück zurückkehrt, aber nach kurzer Zeit scheine ich wieder alles vergessen zu haben…

Die Erzählweise war für mich total neu und somit umso faszinierender. Die 15-minütigen Episoden liefen chronologisch rückwärts ab, von der Anfangsszene in die Vergangenheit, um die Vorgeschichte zu erzählen und die Ursache für den Mord zu ergründen. Und dazwischen gab es diese altmodisch anmutenden schwarz-weiß Szenen, in denen die Hauptfigur in einem Telefonat über seine Krankheit spricht, welche chronologisch richtig erzählt werden und sich am Ende des Films in den Handlungsstrang clever einfügen sollen…

Die Anfangsszene lief ab, ich war geschockt und fasziniert zugleich. Wtf?! Was war da gerade eben passiert? Haben die im Sender aus Versehen auf "Reverse" gedrückt? Mein Adrenalinspiegel erhöhte sich, meine Augen waren weit aufgerissen und wollten jedes noch so kleine Detail aufsaugen. Seltsame Tattoos hat der da. Was hat es damit auf sich? Kaum stellte ich mir die Frage, erklärte der Protagonist in einer schwarz-weißen Rückvorblende bzw. Vorrückblende, dass er an einem seltsamen Ausfall des Kurzzeitgedächtnisses leidet und sich nichts merken könnte was vor länger als 15 Minuten geschehen war…

Damals, vor vier Jahren, ich war zarte 17 Jahre alt, durchstöberte ich an einem Samstag Abend die Fernsehzeitung nach interessanten Filmen. RTL hatte nur einen zweitklassigen Actionfilm mit Steven Segal zu bieten. Pro7 rühmte sich mit der modernisierten Shakespeare-Adaption "10 Dinge, die ich an dir hasse". RTL II konnte mit einen richtig guten Psychothriller "Arlington Road" aufwarten, den ich allerdings schon kannte. Ich suchte weiter. Auf Kabel 1 wurde ich dann fündig. Die Inhaltsangabe las sich sehr vielversprechend, eine derartige Thematik war mir neu und klang sehr interessant. Da mich mein Gespür nur selten täuschte und die Filmbewertungen der Zeitschrift meist meinen eigenen Geschmack trafen, beschloss ich, den Film einerseits zu schauen, aber auch gleich auf VHS aufzunehmen für etwaige spätere Sichtungen. Es war 22.15 Uhr und die Ankündigung des Fernsehsprechers ertönte…

Anekdoten aus dem Leben des Joe, Akt I, Szene 3

(kleine, aber größtenteils unerhebliche Spoiler könnten im folgenden Text enthalten sein)

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Joeyjoejoe17

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Gerade durch den Einsatz dieses einfachen Mittels der verschobenen Erzählweise baut sich enorme Spannung auf, weil man nie mehr weiß als der Protagonist selbst. Das finde ich so gelungen an dem Film.


FilmFreeza

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Wie gesagt, kann das nachvollziehen, mich hats nicht komplett gepackt


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