Prestige - Die Meister der Magie

The Prestige (2006), GB/US Laufzeit 130 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 04.01.2007


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von Christopher Nolan, mit Hugh Jackman und Christian Bale

Prestige – Die Meister der Magie entführt uns ins viktorianische London Ende des 19. Jahrhunderts, wo sich Hugh Jackman und Christian Bale mit allen Mitteln als rivalisierende Zauberkünstler bekämpfen.

Bitte genau hinsehen:
‘Jeder Zaubertrick besteht aus drei Akten oder Phasen…’ Mit diesen Worten begrüßt uns der Erfinder von Zaubertricks, Cutter (Michael Caine), in seiner Welt, der Welt der Illusionen und der Gaukelei. Die drei Phasen sind: 1. das Thema (the Pledge), 2. der Effekt (the Turn), 3. das Prestigio (the Prestige). Alle drei Teile bauen aufeinander auf: Mit etwas Gewöhnlichem passiert etwas Aussergewöhnliches, das in der perfekten Illusion mündet. Etwas verschwinden zu lassen ist noch keine Kunst. Denn nur wenn das Verschwundene auch wieder auftaucht, ist der Applaus gewährleistet.

Wir befinden uns im London der Jahrhundertwende. Das viktorianische Zeitalter neigt sich dem Ende, das 20. Jahrhundert steht voller Ungeduld vor der Tür. Es ist eine Zeit des Umbruchs. Die Wissenschaft löst die Magie ab, und die Magie muss sich die Neuerungen zunutze machen.
Alfred Borden (Christian Bale) und Robert Angier (Hugh Jackman) sind zwei aufstrebende Zauberkünstler, die sich anfangs noch gemeinsam als Assistenten in Zaubershows verdingen müssen. Beide haben große Pläne, doch sind sie von unterschiedlichem Naturell: Während Borde seine Tricks eher nüchtern vorträgt, ist Angier der geborene Schausteller. Dennoch respektieren sie einander. Das ändert sich schlagartig, als bei einem tragischen Unfall die Assistentin und Gattin von Angier, Julia McCullough (Piper Perabo), bei einem Entfesselungstrick auf tragische Weise umkommt und ertrinkt. Da Borden für den Knoten zuständig war, macht Angier ihn für den Tod seiner geliebten Frau verantwortlich. Bei einer Show Bordens sabotiert er einen seiner Tricks und verübt ein Attentat auf ihn, was Borden zwei Finger kostet. Die Rivalität ist eine offene Feindschaft geworden. Angier neidet Borden seine glückliche Beziehung mit Sarah (Rebecca Hall) und den Erfolg dessen neuesten Höhepunkts: ‘The Transported Man’. Angier setzt seine Assistentin Olivia Wenscombe (Scarlett Johansson) auf Borden an, um ihm sein Geheimnis zu entlocken. Doch Borden scheint ihm immer einen Schritt voraus zu sein, wovon auch sein Tagebuch zeugt, welches Olivia ihm klaut. Von Ehrgeiz zerfressen wendet sich Angier an den umstrittenen Wissenschaftler Nikola Tesla (David Bowie) und kehrt nach Jahren mit einem Paukenschlag zurück. Er präsentiert als The Great Danton ‘The Real Transported Man’. Doch für seine Show hat Angier einen großen Preis zu zahlen: Den endgültigen Verlust seiner Unschuld. Aber das Prestige, die perfekte Illusion, kennt keine Gewinner. Denn das Prestige fordert volle Hingabe, völlige Selbstaufopferung. Dies schließlich eint Angier und Borden wieder.
Und hast du genau hingesehen?

Hintergrund & Infos zu Prestige – Die Meister der Magie
Nach eigener Aussage wollte Christopher Nolan mit Prestige – Die Meister der Magie (OT: The Prestige) keinen Genrefilm per se schaffen, der sich ohne Weiteres in eine Schublade stecken lässt. Und so ist Prestige eine Mischung aus historischem Film, non-linear erzähltem Mysterythriller und Drama einer Rivalität zweier verwandter und doch vor allem fehlgeleiteter Seelen, kongenial mit Hugh Jackman als The Great Danton (eine Vorwegnahme seiner Rolle eines Franzosen in Les Misérables?) und Christian Bale (Batman Begins) als glaubwürdigem Working-Class-Zauberer besetzt. Für die Rolle des real-existierenden Tesla hatte Nolan als einzigen Kandidaten von vornherein David Bowie (Der Mann, der vom Himmel fiel) gesehen. Erst nach einiger Zusprache konnte man ihn schließlich für die Produktion gewinnen.
Die Vision, die Art Director Nathan Crowley (Oscar-Nominierung für The Dark Knight) für sein London vorschwebte, beschrieb er selbst als eine viktorianische Version des heutigen Tokios. Seine Vision kam an, und seine Arbeit wurde für einen Oscar nominiert. Ebenfalls eine Oscarnominierung erhielt Nolans Stamm-Kameramann Wally Pfister (Oscar für"Inception (Inception)":/movies/inception), obwohl er selbst gerade die Ausleuchtung der Schauspieler als anti-Oscar-tauglich bezeichnete.
Wie effektiv die Arbeit an The Prestige war, sieht man, wenn man sich die Produktionszeiten anschaut: So wurde der Film zwischen Januar und April 2006 abgedreht, Schnitt, Scoring und Abmischen dauerte noch einmal bis Mitte September gleichen Jahres und die Premiere fand am 17. Oktober 2006 auf dem Filmfestival von Rom im richtigen Rahmen statt.
Die Geschichte von The Prestige basiert auf dem gleichnamigen Roman von Christopher Priest aus dem Jahre 1995 und wurde wie häufig von den Brüder Christopher und Jonathan Nolan adaptiert. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

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