Große Erwartungen

Great Expectations (2012), GB/US Laufzeit 129 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 13.12.2012

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6.1
Kritiker
15 Bewertungen
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5.4
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22 Kommentare
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von Mike Newell, mit Jeremy Irvine und Holliday Grainger

In Große Erwartungen, der neuen Verfilmung des berühmten Romans von Charles Dickens, übernimmt Helena Bonham Carter die Rolle der Miss Havisham und verleiht ihr eine gruselige Ausstrahlung.

Große Erwartungen erzählt die Geschichte vom Waisenjungen Philip Pirrip ( jung: Toby Irvine, älter: Jeremy Irvine), genannt Pip, der unbedingt ein Gentleman werden will und dabei die Unterstützung eines unbekannten Wohltäters (Ralph Fiennes) erfährt. Bald wird Pip der exzentrischen Miss Havisham (Helena Bonham Carter) und ihrer Pflegetochter Estella (jung: Helena Barlow, älter: Holliday Grainger) vorgestellt. Pip verliebt sich daraufhin in die schroffe Estella, die ihn jedoch abweist.

Hintergrund & Infos zu Große Erwartungen
Mike Newell (u.a. bekannt durch seine Romanverfilmungen Die Liebe in den Zeiten der Cholera und Der Mann mit der eisernen Maske) inszenierte den 1860/1861 erschienenen Bildungsroman von Charles Dickens und kann die Besetzungsliste von Große Erwartungen (OT: Great Expectations) mit vielversprechenden Namen schmücken: Ralph Fiennes, Helena Bonham Carter und Robbie Coltrane sind mit von der Partie und unterstützen den Hauptdarsteller und Newcomer Jeremy Irvine, der zuvor bereits in Gefährten zu sehen war. Im September 2012 feierte Große Erwartungen, zu dem David Nicholls (Zwei an einem Tag) das Skript lieferte, seine Weltpremiere auf dem Filmfestival in Toronto. (AP)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (16) — Film: Große Erwartungen

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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5.5Geht so

Auch wenn Mike Newells werkgetreue Verfilmung des 1861 erschienenen Romans erzählerisch weder an den komplexen Klassiker „Geheimnisvolle Erbschaft“ von David Lean noch an Alfonso Cuaróns modernisierte 98er-Fassung heranreicht, geben die schaurig-schönen Totalen des Themse-Marschlands, das britische All-Star-Ensemble und die detailversessene Ausstattung ein äußerst passables Gesellschaftsgemälde des Viktorianischen Zeitalters ab.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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5.0Geht so

Ein Junge aus armen Verhältnissen, eine verrückte Lady, die seit dem Hochzeitstag, an dem sie ihr Bräutigam sitzen ließ, ihre Kleider nicht mehr gewechselt hat und im Dunkeln lebt, und ein schönes Mädchen, das sich einbildet, kein Herz zu besitzen: Mit Charakteren, die teils real, teils aber auch recht bizarr wirken, gilt „Große Erwartungen“ als das modernste und reifste Werk von Charles Dickens (1812–1870). Mit einer geradezu surrealistischen Erzähltechnik verbindet der britische Romancier seine fantastischen Elemente mit Sozialkritik und zeichnet so ein packendes Gesellschaftsgemälde der viktorianischen Zeit.
Die sprachliche Eigenwilligkeit, die das Buch auszeichnet, lässt sich im Kino allerdings schwerlich transportieren. So oft es auch schon verfilmt wurde – keine dieser Adaptionen reichte an die literarische Vorlage heran; die vielleicht überzeugendste schuf bereits 1946 David Lean dank expressionistischer Fotografie.

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SchnabelPower: filmosophie.com

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6.0Ganz gut

Letzten Endes ist es besonders ernüchternd, dass von Große Erwartungen so wenig hängen bleibt: Keine Emotionen, die einen nachhaltig umtreiben, keine Anregungen für eigene Gedanken. Nur bekannte Schauspieler in bekannten Rollen, die eine bekannte Geschichte mit einer bekannten Moral darbieten. Da stellt sich mir doch wirklich die Frage, wozu wir diese siebte Verfilmung des Stoffes eigentlich brauchen!

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P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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6.0Ganz gut

Während Holliday Grainger als verzogene Aristokratengöre Estella in Große Erwartungen einen guten Job macht, hat man beim braven Jeremy Irvine als Pip nicht den Eindruck, die Erziehung zum neureichen Snob habe viel gebracht. Er ist wie der ganze Film, hübsch und durchaus sympathisch, aber die Erwartungen waren natürlich größer.

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Peter von Becker: Der Tagesspiegel Peter von Becker: Der Tagesspiegel

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6.0Ganz gut

Weil die meisten Akteure in Mike Newells hastiger Nacherzählung des Plots indes weder die psychologische Subtilität noch den melodramatischen Witz (nicht Kitsch!) des großen Romans erreichen, bleibt das alles etwas fernsehspielhaft konventionell. Ohne epischen Atem. [...] Im Ganzen: Konfektion für mittlere Erwartungen.

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Krischan Koch: NDR Krischan Koch: NDR

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7.0Sehenswert

Charles Dickens bissige Sozialkritik und vor allem seine Komik kommen etwas zu kurz. Dafür schwelgt Mike Newell in Bildern, die die ganze Breite der Leinwand ausfüllen. [...] Großes Kino zu Weihnachten.

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Ilse Henckel: Spiegel Online Ilse Henckel: Spiegel Online

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5.5Geht so

Dem 128 Minuten lang durchrauschenden Bilderbogen in Große Erwartungen fehlen die emotionale Tiefe, die feine Ironie und Reflektion des Romans, bei allem Aufwand wirkt er uninspiriert und so flach wie Pips heimatliches Marschland.

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Gaby Sikorski: Programmkino Gaby Sikorski: Programmkino

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8.0Ausgezeichnet

Nicholls gelingt das beinahe Unglaubliche: Er fasst die verzwickte, spannende Handlung mit ihren vielen Nebenfiguren geschickt zusammen und lässt Raum für viele originelle Details und für die immer noch zeitlos spannende Kriminalgeschichte, die im Film so ganz nebenbei erzählt wird

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Dickens’ Roman und die Epoche, in der sich alles abspielt, muss man mögen, sicher ist aber, dass Regisseur Mike Newell stilistisch etwas ganz Besonderes gelungen ist.

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Gabriele Summen: Radio Köln Gabriele Summen: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Die untergründigen Gefühle, die die zu bloßen Spielbällen der Erwachsenen herangereiften Kinder füreinander empfinden, werden im zweiten Teil der Handlung leider kaum spürbar.

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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

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8.0Ausgezeichnet

Die komödiantisch-satirischen und romantischen Elemente der Geschichte spielen zwar eine Rolle, es überwiegen jedoch die abenteuerlichen Seiten des Stoffs.

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dangro: Critic.de dangro: Critic.de

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6.0Ganz gut

Mike Newell huldigt dem vielfach adaptierten Dickens-Stoff mit einem Kostümfilm, orientiert sich dabei aber zu sehr an der erzählerischen Dichte der Vorlage.

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GuyLodge: Variety GuyLodge: Variety

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7.0Sehenswert

Ein attraktives, britishes Schauspieler Aufgebot zeigt sein Talent in dieser schulbuchfähigen Version des Klassikers.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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4.0Uninteressant

[...] Vergleicht man Mike Newells Version mit den beiden gelungensten Kinoadaptionen des Stoffes, mit David Leans Meisterwerk "Geheimnisvolle Erbschaft" (1946) und Alfonso Cuaróns erfrischend modernisierter Variation von 1998 mit Ethan Hawke und Gwyneth Paltrow, wirkt sie gleich noch mal ein Stück behäbiger. Indem sie sich gleichermaßen solide wie eben auch sklavisch an die Dickens-Vorlage hält, ohne eigene Akzente zu setzen, ist sie leider auch recht langweilig. [...]

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

the gaffer

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Halt ein echter Newell! :D


Julia Stache: Outnow.ch Julia Stache: Outnow.ch

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8.0Ausgezeichnet

Eine überzeugende Dickens-Verfilmung, die trotz ihrer Länge nie langweilig wird und der man sich gerne hingibt.

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Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei... Lida Bach: f.lm, weltexpress, kino-zei...

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2.0Ärgerlich

Wer im Kino große Erwartungen hegt, wird von Great Expectations bitter enttäuscht.

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Kommentare (6) — Film: Große Erwartungen


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plerzelwupp

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich fand den Film ganz gut - jedoch gefiel mir die 3-teilige BBC-Produktion mit der phänomenalen Gillian Anderson besser.

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funchantuk

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Bewertung6.0Ganz gut

Gut, aber nicht die beste Umsetzung. Ethan Hawke und Gwyneth Paltrow waren bisher die besten.

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Murphante

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Bewertung0.0Hassfilm

Wie können sie nur meinen Lieblingsfilm als eine REMAKE Nachahmung
hier präsentieren ... ich hab mir nur einen kurzen Trailer angeschaut ...
und hab gleich schon anhand dieser Szene als sie noch Kind waren gemerkt ...
das tu ich mir nicht an!
http://www.youtube.com/watch?v=nIMGzI7RCV8

Ich kenn den Originalfilm so gut wie auswendig ...
und dann sowas ...

Wenn man stets immer dieselben Bilder und Stimmen im Kopf hat von seinen großartigen Lieblings - Schauspielern ... kann man doch nicht mit so 08/15 Artisten angetanzt kommen ...

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Hornblower

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:D
Von der Southpark-Folge abgesehen ist das auch die einzige Verfilmung, die ich kenne.


BrittaLeuchner

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"... ich hab mir nur einen kurzen Trailer angeschaut ... " für einen ähnlichen Kommentar nebst einer Bewertung hab ich mir an anderer Stelle hier mal eine heftige Rüge eingeholt mit der Begründung, ich könne/dürfe einen Film nicht bewerten den ich nicht gesehen habe. Ich will Dich nur vorwarnen. ;)


Janus Winter

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Denen fällt echt nichts mehr Neues ein! GREAT EXPECTATIONS werde ich immer mit Ethan Hawke und Gwyneth Paltrow verbinden.

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kronenhummer

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Bewertung5.5Geht so

Gesneaked (O.m.U.) #1

Das erste Mal gesneaked – und wenn, dann auch direkt richtig: OV mit Untertiteln. Große Erwartungen hatte ich vor dem Sneak-Besuch, „Große Erwartungen“ sollten das Publikum erwarten, einen Film, den ich nicht wirklich auf dem Schirm hatte, wenn es um die möglichen Filme ging. Gehofft hatte ich zugegeben ein wenig auf „Silver Linings“.

Starbesetzt mit der ersten britischen Schauspielergarde um Ralph Fiennes, Helena Bonham Carter und Robbie Coltrane (und auch noch von Harry Potter-Regisseur Mike Newell inszeniert), ist die BBC-Produktion ein Film, den sich wohl die Wenigsten außerhalb der Sneak angesehen hätten.

Charles Dickens Geschichte rund um den Waisenjungen Pip, der bei einem Schmied aufwächst und den Wunsch hegt ein Gentleman zu werden ist dabei sicher nicht der große Wurf, doch auch kein wirklicher Ausfall. Souverän und atmosphärisch umgesetzt, doch gleichzeitig kommt „Great Expectations“ auch etwas orientierungslos und sperrig daher, wird doch lange nicht klar, wohin dieser Film will. Große Erwartungen kann Newells Film so leider nicht erfüllen.

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Fu-Jay

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"Hey Topper, was liest du da?" - "'Grosse Erwartungen'." -
"Und, ist es gut?" - "Ich hab mir mehr davon erhofft..."

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