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Zwei an einem Tag

One Day (2011), GB Laufzeit 108 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 03.11.2011


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5.2
Kritiker
21 Bewertungen
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6.5
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2234 Bewertungen
82 Kommentare
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von Lone Scherfig, mit Anne Hathaway und Jim Sturgess

Die Zwei, die sich in Zwei an einem Tag am 15. Juli im Jahr 1988 auf einer Feier zum ersten Mal treffen sind Emma (Anne Hathaway) und Dexter (Jim Sturgess). Anstatt sich auf eine gemeinsame Nacht einzulassen, entscheiden sich die beiden dafür, einfach nur Freunde zu sein. Doch was die Zwei an einem Tag – nämlich jedes Jahr am 15. Juli – miteinander teilen, ist viel mehr als eine gewöhnliche Freundschaft. Denn jedes Mal, wenn einer von ihnen einen Schicksalschlag hinnehmen muss, ist der andere nicht weit entfernt.

Hintergrund und Infos zu Zwei an einem Tag
Die dänische Regisseurin Lone Scherfig bekam 2009 für ihren Film An Education viel Anerkennung. Auch in Zwei an einem Tag bringt sie dem Zuschauer wieder zwei unterschiedliche Charaktere näher, die trotz aller offensichtlicher Hürden, wie für einander geschaffen sind. Statt durch das London der 1960er Jahre, verfolgt sie die Beziehung der Zwei an einem Tag über mehrere Jahrzehnte hinweg. (AK)

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Cast & Crew


Kritiken (16) — Film: Zwei an einem Tag

evants.com: eventsandtrends.com

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5.5Geht so

Herzschmerz und Liebe werden hier groß geschrieben, aber auch Humor und Dialogwitz kommen nicht nur am Rande vor. Die Tatsache, dass die in über 20 Jahre hinweg stattfindenden Treffen innerhalb von etwa 105 Minuten abgehandelt werden, lässt den Streifen oftmals wie einen Episodenfilm wirken, dessen Teile leider nicht hundertprozentig harmonieren, denn "Zwei an einem Tag" wirkt über weiter Strecken konstruiert und klischeehaft. So beeindrucken die erfrischenden Einzelszenen mehr als das Gesamtwerk - was Freunden von Romanzen aber nur am Rande stören wird.

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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5.0Geht so

[...]Der Liebesfilm ist ein ganz tolles Genre. Dem gehen einfach nie die Ideen aus. April, April. Und nun zu „One Day“. Der basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von David Nicholls und der Autor hatte tatsächlich eine Idee: seine Romanze zwischen Emma und Dexter erstreckt sich zwar über einen Zeitraum von zwanzig Jahren, spielt sich konkret aber an nur zwanzig Tagen ab, nämlich immer am 15. Juli, beginnend 1988. An dieses Konzept hält sich auch Lone Scherfigs Film und hängt lediglich hinten ein paar Jährchen dran, um etwas näher am Jetzt zu enden. Liebesfilme in Zeitsprüngen zu erzählen und sogar aus der Chronologie zu reißen ist kein ungewöhnliches Mittel, um die eigentlich starre Zielfixierung des Genres wenigstens ein bißchen durcheinander zu wühlen, was aber natürlich den Nachteil des Anorganischen mit sich bringen kann. Der Weg der Figuren zum unvermeidlichen Zueinander wirkt nicht mehr natürlich, sondern nur noch mehr konstruiert und in seinen Wegpunkten zu deutlich ausgewählt und für subtile Entwicklung fehlen die Zwischentöne. Das wird in „One Day“ zum überdeutlichen Problem, denn dass die Ereignisse zudem noch allesamt am immer wieder gleichen Tag ihren fortgangsentscheidenden Lauf nehmen ist letztlich arg viel Konzept und arg wenig Fluss.[...]

[...]Nicholls ist ebenfalls für das Drehbuch zu „One Day“ verantwortlich und (in Unkenntnis der Vorlage vermutet) auch das mag kein Vorteil für den Film sein. Als Romanautor die nötige Distanz zum eigenen Werk aufzubringen, um die Ausschweifungen eines weit über 500seitigen Wälzers auf 104 relevante Minuten runter zu dezimieren dürfte kaum die leichteste Übung sein. Die sich durch das Voranspringen um immer wieder ein weiteres Jahr teils radikal verändernden Lebenswelten der beiden Hauptcharaktere sorgen einerseits für Überraschungen und überraschen manchmal gerade durch ausgebliebene Veränderungen, andererseits hält diese „Aha!“-Wirkung weder den ganzen Film durch an, noch ersetzt sie, was an Figurenentwicklung verloren geht. Emma und Dexter werden von Zeit und Raum so weit auseinanderdividiert und auf DEN einen (längst nicht immer gemeinsamen) Tag beschränkt, dass weder ihre Beziehung zueinander noch jeder für sich wirklich ein Gefühl dafür losgetreten bekommt, dass man da gerade einen Menschen im Wandel betrachtet. Die werden von A über J nach O bis hin zu Z verschoben und das sie dafür E und M und R passieren mussten glaubt man diesen Figuren nicht.[...]

[...]Das verschuldet aber nicht nur die Struktur des Films und noch weniger die Darsteller, sondern die sehr grobschablonige Zeichnung der Protagonisten. Verwöhnter reicher Bengel suhlt sich in den oberflächlichen Freuden des Lebens und verpasst dabei sein wahres Glück, mausgraues Mauerblümchen schafft’s nicht aus dem Schatten der Selbstzweifel. Er fällt auf’s Maul und erlebt Läuterung, sie macht die Haare anders, tut die Brille runter und zeigt mehr Busen…ähhh…schreibt ihr Buch und fällt auf. Das ist so originell wie einmal vorwärts und einmal rückwärts von 1 bis 3 zählen und das „One Day“ nicht komplett so stromlinienförmig, ambitionslos und ärgerlich vorhersehbar seinem Ende entgegen läuft wie die Mehrzahl seiner Genrekollegen liegt im Detail begründet: wenn die breite Spanne der zwei Jahrzehnte schon nicht für vielfältige Figurenentwicklung genutzt wird, so doch wenigstens für massig herzliche und nette Zeitgeistverweise. Die Erwähnung der Premierenfeier von Spielbergs Jurassic Park, die Watchmen-Graphic Novel, Emmas Skepsis gegenüber diesen neumodischen Handy-Dingern, die Klamotten, das Design, der Soundtrack – das ist eine schöne Entdeckungstour vom Ende der 1980er bis heute, immer wieder mit kleinen Hinweisen, entweder artikuliert oder ganz schnell am Bildrand vorbeigehuscht. Sehr liebevoll und nicht krampfhaft auf Nostalgie gemacht.[...]

[...]Anne Hathaway und Jim Sturgess spielen ihre Parts da überzeugend, wo das Buch ihnen nicht unbedingt eine Hilfe ist. Hathaway, deren Gesicht ja fast nur aus Augen, Mund und Nase besteht, genügen tatsächlich entschminkte Lippen und eine Brille, um total unscheinbar auszusehen und somit ist auch der Wandel hin zur körper…ähhh…selbstbewussteren Schönheit kein Problem. Sie spielt frisch und echt, mit Witz und dem Charme, den es braucht, um glaubhaft zu machen, dass sie einem zwanzig Jahre lang nicht aus dem Kopf geht. Wie Dexter mit seinem Leben, so weiß auch Sturgess erst spät etwas mit seiner Rolle anzufangen, den aufgedrehten Partymacker spielt er, wie man den halt schon zigmal gesehen hat, ein gehobenes Arschloch mit frecher Schnauze. Spielt Sturgess nicht zum ersten Mal, steht ihm aber weiterhin nicht besonders gut. Erst einer der radikalen Brüche in Dexters Leben bietet Strugess Gelegenheit, Talent zu Verletzlichkeit und angeknackster Psyche zu offenbaren. Mit der stets tollen Patricia Clarkson teilt er eine der besten und eine der wenigen wirklich berührenden Szenen des Films.[...]

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Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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5.0Geht so

Die Chemie zwischen den Hauptdarstellern stimmt nicht, es fliegen keine Funken. Dadurch wird "Zwei an einem Tag" zu einer recht frostigen Romcom, der die großen Gefühle fehlen. [...] Immerhin funktioniert "Zwei an einem Tag" als schickes Porträt der 90er- und frühen Nullerjahre und als Geschichte von Dexter, der sich einer immer rasanter und oberflächlicher werdenden Zeit anzupassen versucht.

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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5.0Geht so

Anne Hathaway und Jim Sturgess machen das [jahrzehntelange Annäherungsgeplänkel] großartig, die simple Erzählstruktur kann man dem Film kaum vorwerfen. Aber es bleibt doch merkwürdig, dass von einem sehr szenisch geschriebenen Roman nicht mehr bleibt als ein paar Zitate.

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Christoph Schelb : Outnow.ch Christoph Schelb : Outnow.ch

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4.0Uninteressant

Zwei an einem Tag ist eine Schnulze. Vieles ist übertrieben romantisch - der Film ist fast nur für ganz hartgesottene Romantiker. Zu empfehlen ist an dieser Stelle der italienische Film Dieci Inverni, der ebenfalls eine ähnliche Erzählstruktur aufweist, aber letztendlich glaubhafter und auch emotionaler war. Hier hat Frau Scherfig beim erneuten Griff ins Bücherregal eindeutig danebengegriffen.

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Ronja Dittrich: br-online Ronja Dittrich: br-online

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6.0Ganz gut

Ein ungleiches Paar, das sich über Jahre hinweg wiedersieht und langsam zueinanderfindet – Meg Ryan und Billy Crystal unternahmen in "Harry und Sally" 1989 bereits eine ähnliche Reise. “Zwei an einem Tag” fühlt sich ein bisschen wie eine Cover-Version dieser Geschichte an [...]. Deren Harmonie trifft er jedoch leider nicht – dazu sind die Charaktere zu sehr an den starren Fahrplan der Geschichte gebunden, ihr Altern und ihre Entwicklung wirken zu kalkuliert. Trotz gelegentlich amüsanter Beobachtungen kann "Zwei an einem Tag" damit leider nie der Anatomie einer durchschnittlichen romantischen Komödie entwachsen.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

José Garcia: Textezumfilm

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5.0Geht so

Abgesehen vom ziemlich konstruiert wirkenden Zufall, der Emma und Dexter an einem und demselben Tag alljährlich zusammenführt, enttäuscht „Zwei an einem Tag“ wegen des uneinheitlichen Tempos und der mangelnden Tiefe seiner Figuren: Hatte die dänische Regisseurin Lone Scherfig in ihrem ersten britischen Film „An Education“ ein besonderes Gespür für Rhythmus, für Schauspielführung und für Charakterzeichnung bewiesen, so verlegt sich Scherfig in ihrem aktuellen Film auf Äußerlichkeiten, um die Zeitspanne zu verdeutlichen. Doch weder die Studentinnenbrille, die Anna Hathaway zu Beginn trägt, noch die grauen Haare Dexters gegen Ende der Story vermitteln ein Gefühl für das Voranschreiten der Zeit. Trotz durchaus intelligenter Dialoge vermag „Zwei an einem Tag“ insbesondere wegen seiner kaum gelungenen Dramaturgie nicht zu überzeugen.

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Norbert Raffelsiefen: Programmkino.de Norbert Raffelsiefen: Programmkino.de

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6.5Ganz gut

Erzählt wird die Chronik im beschwingten Stile einer Rom-Com-Komödie mit illustren Schauplätzen und stimmungsvollen Songs. Dabei gelingt es dem Drehbuchautor David Nichols, selbst die bitterste Medizin in süffisanten komischen Dialog-Dosierungen zu verabreichen.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Eine wehmütige Liebesgeschichte. Man spürt gleich, dass sie nicht auf einem dünnen Drehbuch basiert, sondern auf einem vielschichtigen, einnehmenden und handfesten Roman. Der Verfasser des Romans lieferte denn auch das Szenario. Das machte es dem Regisseur leichter, einen intensiven und schönen Film zu drehen.

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Joe Morgenstern: Wall Street Journal Joe Morgenstern: Wall Street Journal

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4.0Uninteressant

Zwei an einem Tag zeigt eine Art Beziehung im Zeitraffer, in dem die emotionale Entwicklung nicht mit dem technischen Fortschritt (Telefone werden zu Handys, Schreibmaschinen zu Laptops) mithalten kann. Das Story-Konzept überträgt sich nicht gut auf den Film, da der Detailverliebtheit des Romans nicht entsprochen wird.

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Mike Scott: NOLA, The Times-Picayune Mike Scott: NOLA, The Times-Picayune

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6.5Ganz gut

Was nach einer eher durchschnittlichen Romantic Comedy klingt - mit so jemandem wie Kate Hudson und Gerard Butler besetzt - schafft es dank Scherfigs Regie, die üblichen, flachen Hollywood-Gewässer zu umschiffen.

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Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

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4.0Uninteressant

Dank der unpassenden Besetzung, schaffen es die Dialoge nicht, wirklich in Schwung zu kommen oder auch nur auf einer emotionalen Ebene nachvollziahbar zu sein. Im Gegensatz zu An Education gelingt es Lone Scherfig diesmal nicht, das wortreiche Skript in ein stimmungsvolles Ganzes zu verwandeln.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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9.0Herausragend

David Nicholls, der neben der Romanvorlage auch für das geschickt konstruierte Drehbuch verantwortlich war, schafft es, seine gelungene Story-Idee überraschend gut auf den Film zu übertragen.

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Roger Moore: Orlando Sentinel Roger Moore: Orlando Sentinel

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5.0Geht so

Es wird nicht klar, was die dauerhafte Anziehung zwischen den beiden motiviert. Dadurch ergibt sich eine wehmütige, halbherzige und melancholische Romanze - eine Liebesgeschichte, in der der Funken nicht überspringt. Und wenn der Zuschauer nicht weiß, was das Paar zusammenhält, warum sollte man sich dann überhaupt dafür interessieren?

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Ty Burr: The Boston Globe Ty Burr: The Boston Globe

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2.5Ärgerlich

Diese fehlbesetzte, schlecht geschriebene, eintönig inszenierte Adaption eines beliebten Romans ist ein richtiger schlechte-Laune-Film und das fest perfekte Beispiel dafür, wie man ein Buch nicht in einen Film verwandeln sollte.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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5.0Geht so

Lone Scherfig gelingt es, dass die streckenweise Banalität und die Fehler von Zwei an einem Tag nicht weiter auffallen. Darunter die oberflächlichen Geschichtsrückblicke [...] und der späte aber katastrophale Absturz ins Tränenmeer.

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Kommentare (66) — Film: Zwei an einem Tag


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kati.bre

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Bewertung10.0Herausragend

Der reinste Wahnsinn. Was für eine Liebe. So nah und doch so fern. Und das ende , das ende ist auf alle Fälle nicht das ende der Liebe. Großartiger Film! *schluchz

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julina34

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Bewertung3.5Schwach

Ich fand den Film weder besonders romantisch, noch witzig. Eher schlechtes Mittelmaß. Und das Ende ist wirklich schlecht. Nachdenkenswert ist daran auch nichts. Schlichtweg langweilig. Da können es nicht einmal ansonsten gute Schauspieler wieder rausreißen...

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung7.5Sehenswert

Emma Morley (Anne Hathaway) ist ein mittelständiges Mädchen mit Ehrgeiz und Prinzipien, das davon träumt, die Welt zu verbessern. Dexter Mayhew (Jim Sturgess) ist ein wohlhabender und überzeugter Herzensbrecher, der verlangt, dass die Welt sich nach ihm richtet. Es ist der Tag ihrer gemeinsamen Examensfeier, der 15. Juli 1988, als die beiden eine leidenschaftliche Nacht miteinander verbringen. Am nächsten Tag sollen sich ihre Wege wieder trennen. Doch obwohl sie so grundverschieden sind, können Emma und Dexter nicht aufhören, aneinander zu denken. Folglich sollen sich beide jeden 15. Juli wieder sehen. Der Film zeigt uns von hier an einen Abriss der kommenden zwei Jahrzehnte. Wie ist es den beiden in den Jahren ergangen und in welcher Beziehung stehen sie jener Zeit zueinander?

Zwei an einem Tag ist ein bittersüßer und schöner Liebesfilm. Anne Hathaway und Jim Sturges ergänzen sich gut.

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sugarfairy

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Bewertung1.0Ärgerlich

Wenn in einem Liebesfilm aus dem Nichts eine Szene kommt, die an Final Destination erinnert und Zuschauer im Kino laut aufschreien, dann fragt man sich schon, was sich die Filmemacher dabei bloß gedacht haben. Es hätte ein schöner, durchschnittlicher Film sein können, mit einigen schönen Szenen.

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Gerneguckerin

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Bewertung6.5Ganz gut

...Spoiler....
ein durchaus nettes Liebesfilmchen, das seinem Genre gerecht wird. Wenn nur nicht immer diese brutalen Autounfälle mit FahrradfahrerInnen dazwischen funken würden, das hat mich schon bei der Neuauflage der Stadt der Engel Rotz und Wasser gekostet. Also nee liebe Film und Romanindustrie...

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craax

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Bewertung5.5Geht so

Die Chemie stimmt nicht nicht zwischen Sturgess& Hathaway #, da haut sie absolut hin, sondern zwischen >Liebenden< was immer das heute heißen mag jetziger Zeit. >Moderne< Beziehungen haben ein Umfeld-Problem. Sie bezweifeln das sicher und sagen, Liebe ist (und bleibt) Liebe, zu allen Zeiten, eine recht intime Sache, die intimste, zwischen zwei Menschen – und vielleicht noch die Biologie, und Natur, dazu. Und solange die sich nicht ändert (ändern)...
Nun von der Natur wissen wir es mittlerweile. Wenn die Polkappen schmelzen, ändert sich durchaus die Natur. Die Biologie? Man sagt, >die Intelligenz< sei seit Ausbruch der industriellen Revolution um drei Punkte pro Generation gestiegen – was wohl eher den reproduzierbar abrufbaren Bildungsreflektionshorizont betrifft. Das Gehirn mit allen Beherrsch-Feldern ist sicherlich mehr notwehrig in Gebrauch genommen und aus-möbliert in >erlernten< Dressurtechniken (Lesen, Kopfrechnen in Relativitätstheorie und Schreiben sind solche) als zuvor, wo eine agrarische Bevölkerung mehr Wert auf Schwielen + Temperaturresistenz nahelegt. Alles in allem gilt, eingänglich: moderne >Beziehungen< (allein schon das Wort) neigen dazu, sich – äußerlich – zu verkomplizieren. Bereits die Paarbindung- und -!findung. UrurOma + UrurOpa heirateten so gegen Mitte Zwanzig, und egal was fürder in ihrem Ehe-Schweißgerät passierte,- die Naht hielt; vielleicht nicht die Naht, aber der Außendruck sorgte bereits dafür, die Dinge, die womöglich nicht allein zusammenhafteten, beieinander zu halten. Heute und in diesem Film brauchen leicht einmal die Dinge, deren Natur sie selbst mit Angang Zwanzig schon längst zusammentreiben will, immer noch immerhin rund anderthalb Jahrzehnte, bis zusammenhält, was zusammengehört. Dagegen können selbst Charmeoffensiven wie von Jim und Anna wenig ausrichten. Moderne Beziehungen funktionieren (oft) so. Täten sie es früher (wie Jim schon andeutet) wären sie zum (Sch)eitern verurteilt. Der Außendruck fehlt; der Freiraum – der Außendruck des Freien Weltraums – ist da. Das Individuelle ist auf sich allein gestellt. Man kann tun, was man will, und nicht was man muß. ( /Man muß tun, was man will, und nicht was man kann?/ ) -Das erleichtert die Sache? – des Zwanges, sich selbst zu verantworten, und da das Individuum vor allem an sich denkt, gerät die, wo zuerst an andere gedacht werden müßte, unschwer ins Hintertreffen, was mitunter rapide Folgen fürs vorerst Gemeinsame zeitigit(t). Der Freiraum des Individuum bedeutet schnell, auf höchst individuelle Art sich unglücklich (+allein #nicht einsam#) zu fühlen, und dafür mit dem Bewußtsein entschädigt zu sein, daran selbst auch+niemand sonst (außer der >schwierigen Zeit<, in der man lebt,) schuld zu sein. Voller Trost, sind Sie wir beisammen, haben alle, noch?
Also, zum Film zurückzufinden, Anne + Jim haben’s schwer, und das ist nicht so recht ihre Schuld, die Produzenten wollten es. Erst einmal halsen sie ihnen einen schweren -'innovativen'- Drehbuchrahmenkorsett auf; tolle Idee, wenn man ihrer Herrfrau wird, jeweils ein Tag 15. Juni (klassische Brunftzeit) über (annähernd 20) Jahres-Retourkutschen-Rencontres hinweg. Da treten aus Personen die Ideen, die sie vertreten, aus dem Hinter- in den Vordergrund. Das Fleisch transzendiert sich und macht das dahinterliegende Stützkorsett der Person, >ihren Gehalt<, deutlich(er). Bei Ihm: bester müheloser Start, Abstieg zum wahren Selbst, über Oberflächlichkeit, zur eingeborenen, nicht kontextaufrechterhaltenen, Substanz. Bei Ihr: das Mauerblümchen, Erblüh-Entfalten zu stolzem Schwanes-Segel, Kreuzen gegen den Rücken-Wind. Wie immer bei moderner (>guter<) Film-Technik darf man sich nicht mittenreinsetzen und mit vollem Lungaug geniessen: der Verstand muß (soll) auch was davon haben. Deswegen darf man hier (Produzent-verurteilt) nicht schwelgen, sosehr Anne und Jim es auch darauf anlegen: sie müssen die Beziehungsproblematik modern Verurteilter ausleben und auf sich nehmen + um einen modernen Liebesfilm schaffen. So dauert es eine ganze, und vieler Versuche, -Weile.
Dann ist es soweit: endlich klappt es einfach nicht mit dem Kind. Und dann war’s das auch schon.
Der Film ist, das ist gut an ihm, eher ein (lukrativ bedingtes) soziologisches Experiment. Wer darauf steht, kommt voll auf seine Kosten. Wer Tom Hanks und, vor allem, Meg Ryan will, dürfte leichte Schwierigkeiten produzieren. Im Grunde ist das ein Kompromiß zwischen dem kompromißlosen (und darum WIRKLICH guten/ Liebesfilmen a la) aktuell Hallam Foe und den Wohlfühl-schnulzen wie (brr)‚Anrufungen aus Seattle‘. Es ist der der halbverdaute Status Quo Ante; so wie’s real ausschaut, mit Liebesdingen. Ein bißchen das volle Programm Schnulze, aber aktualisiert, und momentane Schwierigkeiten NICHT verschwiegen sondern vertont,- damit Imprimatur. Das können sich sowohl modern-problematisch reflektive Liebespaare ansehen wie ausgesteifte Solo-Romantiker/innen (natürlich eine Regisseurs-Frau) (die Skeptiker trauen Romanzen-Braten eh nicht und ernähren sich vegan, mittels Mrs Ripley’s ‘Sexappeal).
Wer das also so durchgeistigt guckt, kann bis zum Ende der Fahnenstange hochklimmen,- sich umsehen, und dann mit einem warmen Händedruck wieder auf einen Schlag nach unten, von Anfang an wenig enttäuscht, herunter-rutschknallen, der Erde von der wir entnommen zurück entgegen. Das macht nix, weiter, wir wußten stets, wo wir waren. Alles in allem eine, den Zeitläuften Rechenschaft tragende, sehr irdisch-momentan- (selbst)verklärte Liebe. Liebe unter Rücksicht der (momentanen) Wirklichkeit. Nutzt‘ nichts, so schad’s nichts. Wer hiernach enttäuscht ist, ist selber schuld. Es war von Anfang an klar. Nun wissen sie’s, bestätigt. So liegen die Dinge. So weit, so gut. Nicht schlecht auf jeden Fall. Aber auch nicht, eben, gut. Aber es kommen pro Generation drei Punkte dazu. Vielleicht ist in einigen Jahren der Mensch wieder neu intelligent adaptiert genug, glücklich zu werden, und sich sein Glück selbst erschaffen – nicht verderben – zu lassen. Dann drehen wir, mit selber Ehrlichkeit, den nächsten Film(-Versuch). Und vielleicht fällt dann das Ergebnis, zwangsläufig Zeitläufte-gebessert, „Kuschelfaktor“-befriedigender,- aus.(?) Und wären Sie noch so ein harter Knochen, den sonst nur Ripley anzieht : im Grunde mögten Sie’s, mit genügend Ehrlichkeits-Kruste, also=leicht kross, auch.

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sugarfairy

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Was für ein Kommentar.


Line3105

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein ganz normaler Frauenfilm. Nicht mehr und nicht weniger!
Die beiden Hauptdarsteller lernen sich kennen, verlieben sich ineinander, finden jedoch nie wirklich zueinander. Sie sind die besten Freunde über Jahre hinweg. Sie sehen mit an wie der jeweils andere wieder eine neue Beziehung hat, treffen sich und telefonieren regelmäßig. Irgendwann kommt jedoch der Tag an dem die Wahrheit ans Licht kommt:
Emma, gespielt von Anne Hathaway, ist seit etlichen Jahren schon unsterblich in
Dexter, gespielt von Jim Sturgess, verliebt. Auch er muss sich eingestehen, dass
seine beste Freundin noch ganz andere Gefühle in ihm weckt.

Aber finden die beiden den Schlüssel zum Glück? Raufen sie sich zusammen?

Leider habe ich das Buch nicht gelesen (wobei das ja aber oftmals ein Vorteil bei solchen Filmen ist, da die meisten Leute dann immer maßlos enttäuscht sind). Ich kann den Film also ganz objektiv betrachten… und empfand ihn als “gut”.

Das Ende ist ganz nach meinem Geschmack und reißt einiges wieder raus.
Zu viel Schnulz kann auch ich nicht ertragen…

Die Realität ist eben nicht immer schön. That’s Life. Shit Happens!

PS. Für einen Mädchenfilm-Abend mal ganz nett anzusehen :) Tipp!

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CuchillaPitimini

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Bewertung7.5Sehenswert

Den Film habe ich 2011 im Kino gesehen, aber er ist mir ziemlich gut im Gedächtnis geblieben. Er war wirklich sehr schön und hielt sich auch gut an die Buchvorlage. Natürlich Romantikkino vom Feinsten, aber durchaus einer von den besseren Filmen in diesem Genre. Die Charaktere sind mal anders, nicht ganz so klischeehaft, und vor allem die Geschichte ist ja besonders. Zwei Personen, deren Geschichte über Jahre hinweg erzählt wird, immer mit dem Fokus auf diesen einen einzigen Tag im Jahr.
Ich mag auch einfach Anne Hathaway sehr, und auch Jim Sturgess war toll anzusehen. Wer einen besonderen Liebesfilm sucht, der ist hier genau richtig!

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TimeInABottle

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Bewertung3.0Schwach

Platt, zu gekünstelt und langweilig.

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crazyape

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich fand der Film transportiert eine schöne Stimmung.

Wenn man den mit seiner Freundin auf der Couch guckt ist der doch n Traum! (:

Gibt immerhin wesentlich schlimmere Schnulzen...

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Hartigan85

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Bewertung2.0Ärgerlich

ZWEI Punkte an einem Tag für diesen Film.
ZWEI talentierte aber völlig verschenkte Hauptdarsteller.
Knapp ZWEI Stunden gähnende Langeweile.
Ein Drehbuch, dass gefühlt nur ZWEI Seiten lang war.
ZWEI mal musste ich mir am Ende an den Kopf fassen.
Es gibt mindestens ZWEI Dutzend bessere Liebesfilme als diesen.
Meine MP-Freunde sollten es sich besser ZWEI mal überlegen, bevor sie sich diesen Film anschauen.
In ZWEI Tagen werde ich den Film wieder vergessen haben...

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SoulReaver

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Ich find ja jeden genannten Film hier mit Hathaway schäbig, bis auf Les Mis. Wenn ihr die Gute mal wirklich stark aufspielen sehen wollt: Rachels Hochzeit. :)


Murphante

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Ich sollte mich zweimal fragen ob ich mir diesen Film antun möchte und mich vielleicht von einem Gegenteil überzeugen lassen :D :P


Mr. Pink

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Bewertung4.0Uninteressant

Es gibt in "One Day" eine Szene, in der man Zeuge eines obskuren Spiels werden darf, bei welchem es offensichtlich nur darum geht, sein Gegenüber, beide Partizipanten haben die Augen verbunden und halten Händchen, "Are you there, Moriarty?" zu fragen und es dann mit einer zusammengerollten Zeitung zu verhauen. Das beschreibt das Gefühl, das ich während des Schauens hatte eigentlich ganz gut.

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Braunbaer11

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Bewertung3.5Schwach

Eine Grundidee mit viel Potential. Aber leider mag ich keine der Hauptfiguren (inklusive aller zeitwilligen Ehefrauen/Ehemännern/Kindern/Eltern), die Geschichte ist größtenteils langweilig und das Ende gewollt tragisch. Einzig die Szene mit dem Uraub am Meer ist größtenteils sehr gelungen.

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intothemilkyway

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Bewertung7.5Sehenswert

Das Buch ist wunderbar und gehört zu meinen Lieblingsbüchern.
Anne Hathaway ist eine meiner liebsten Schauspielerinnen.
Der Film schafft es dennoch nicht genügend Atmosphäre rüberzubringen.
Für einen Mädelsabend ist der Film aber durchaus empfehlenswert!

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sharingwithoutschere

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Bewertung9.0Herausragend

Verdammt, der Film tut so weh. Meine große Liebe ging dahin, vor einem Jahr. Dies war so ziemlich der letzte Film, den wir zusammen im Kino gesehen haben. Keiner von uns beiden wollte es aussprechen, aber in unseren beiden Köpfen spielten sich bestimmt die gleichen Gedanken ab. Dass wir immer mehr zerreißen, aber uns doch eigentlich immer finden wollten und eine böse, traurige Vorahnung. Fast 5 Jahre waren es, in denen viel passiert ist. Vieles, was mich so verdammt nochmal auch inhaltlich in dem Film daran erinnert. Vieles war so änlich. Schlimm, dass der Regisseur wusste, was mit uns war und dass er den Film genau zu dem Zeitpunkt rausgebracht hat! Schäm dich, Lone Scherfig!

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julu

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Bewertung9.0Herausragend

Wirklich schöner Liebesfilm mit passendem Ende. Das Buch ist auch gut, der Film ist jedoch besser.

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benjamin.zahnd

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dieser Film mag ich besonders. Die Geschichte dieser zwei ist oft traurig, witzig und man hofft immer, wann die beiden endlich zu einander finden...
Anne Hathaway ist einer meiner lieblings Schaupilerinnen, sie passt perfekt in diese Rolle.

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smu137

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Bewertung6.5Ganz gut

One Day hat ein Grundproblem: Einer der Hauptcharaktere, der den halben Film, gar eine dramatische Romanze, mittragen soll, lässt für die Mehrheit des Films keinerlei Sympathien für den Zuschauer zu. Gleichzeitig erschwert es das durchaus interessante Erzählkonzept des Films wirklichen Tiefgang aufkommen zu lassen – zumindest gelang es hier nicht, beides miteinander zu verknüpfen. So bleibt One Day letztlich größtenteils hinter den Möglichkeiten und lässt einen eher enttäuscht zurück.

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Ichundso

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Bewertung6.0Ganz gut

Buch-Film-Analyse:
Ich mag das Buch One Day sehr gerne. Ich habe gewisse Probleme, was das Ende angeht, aber den Rest habe ich sehr gerne gelesen, mittlerweile zweimal. Leider ist One Day ein fast unverfilmbares Buch. Nur scheint das niemand den Leuten gesagt zu haben, die einen Film daraus gemacht haben.
Das Hauptproblem ist: Das Buch ist zu dick, zu voll. Das liegt nicht etwa daran, dass die Handlung besonders kompliziert und verzweigt ist, es ist einfach nur gern ausführlich. Ich bin normalerweise immer der Erste, der Kürzungen einer Buchadaption lobt, oft ist es sogar sinnvoll, ganze Figuren und Kapitel zu streichen, aber der Film krankt am Stichwort-Phänomen. Es wurde irgendwie versucht, alle wichtigen Handlungselemente reinzubekommen und einfach nur alles zusammengekürzt, was dazu führt, dass die Charaktere sich nur vermeintlich wichtige Stichworte zurufen und dabei aussehen, als würden sie eine Checkliste in der Handlung durchgehen, anstatt eine Geschichte zu erzählen.
Das Buch funktioniert eben gerade, weil es sich gehen lässt, hin und wieder den Faden verliert und die Welt der beiden Hauptpersonen so genau unter die Lupe nimmt. Das Buch funktioniert, weil man Dexter und Emma nach 400 Seiten so gut kennt, dass man sich wirklich für sie interessiert. Es funktioniert, weil David Nicholls ein tolles Gespür für realistische und mitunter auch lange Dialoge hat. Im Film fällt das alles unter den Tisch.

Die Szene im Buch, in der Dexter seine Mutter trifft, ist für den Leser die erste Gelegenheit, die beiden Figuren richtig kennenzulernen und im Dialog der beiden ergibt sich so vieles, so viel Humor, so viel unter der Oberfläche und man hängt an den Lippen der beiden, obwohl sie eigentlich nur belangloses Zeug reden. Und nach drei oder vier Seiten wird Emma Morley erwähnt, nicht einmal namentlich. Im Film kommt Dexter auf seine Mutter zu und der zweite Satz, den sie sagt, ist etwas in die Richtung von "Wer war nochmal das Mädchen, das deinen Vater einen Faschisten genannt hat?"
One Day ist ein gescheiterter Film, weil mit den Kürzungen zu viel Gutes verloren ging. Trotzdem ist er unterhaltsam. Die Schauspieler sind gut und was zu lachen und schluchzen gibt es auch. Ein bisschen. Trotzdem ist der Nachgeschmack zu fade.

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JoeKramer

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Bewertung5.5Geht so

Der Film hätte eine glatte 8 verdient. Das Ende verhagelt jedoch den ganzen Film.

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